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HANDBOL'ND
AT THE
UNIVERSITY OF
Digitized by the Internet Archive
in 2010 with funding from
University of Toronto
http://www.archive.org/details/vergleichendegra02pede
1 ~-^ 1 1— 1 V
Göttinger Sammlung indogermanischer Grammatiken.
)
Vergleiehende Grammatik
der keltischen Sprachen
Holger Pedersen
Professor der vergleichenden Sprach\vissenschaft und des Slavischen
an der Universität K0benhavii
Zweiter Band
Bedeutungslehre (Wortlehre)
öottin^en
Tatidenbocck und RtipreAt
1913
Univ.-Buchdruckerei von E. A. Huth. Göttingen
Dem Andenken an
Whitley Stokes
Vorwort,
Das Erscheinen der Schlußlieferung meiner Grammatik ist
durch die Ausarbeitung des Index um ein ganzes Jahr verspätet
worden : das letzte Stück Manuskript für das Verbalverzeichnis hatte
ich schon Ende Mai 1912 an die Druckerei eingeschickt, und der
Satz war Ende Juni vollendet (die Literatur des letzten Jahres habe
ich daher nur in den Nachträgen benutzen können). Daß die Ver-
spätung nicht noch größer geworden ist, verdanke ich der auf-
opfernden Hülfe meines Freundes Dr. M. v. Blankenstein, der den
größten Teil des ersten Bandes (I 1—417) für den "Wortindex
exzerjDiert hat.
Das Verzeichnis der Verbesserungen erschöpft nicht alles, was
ich zu verbessern gefunden habe; oft gilt eine spätere Stelle als
Berichtigung einer früheren; in solchen Fällen hilft der Index,
der auch einige Male direkte Verbesserungen und Zusätze ent-
hält; s. z. B. ir. mänla S. 725 und adro-ni S. 729. Im Index
habe ich auch eine Reihe von Bemerkungen zum litauischen Wort-
material verwertet, die mir Herr Kaz. Buga mitteilte und füi-
die ich ihm auch an dieser Stelle herzlich danke. Meinen herz-
lichen Dank bringe ich ferner dem Oberbibliothekar der Biblioteca
Ambrosiana in Mailand, Herrn A. Ratti, der die Güte hatte, einige
Ml.-Stellen für mich nachzusehen, und Herrn Edward Gwynn in
Dublin für eine Reihe von wertvollen Mitteilungen über Book of
Armagh, Stowe Missal und Monast. Tall. Mit Bezug auf die von
mir II 531 angeführte Stelle aus Thes. II 253, 3 schrieb mir Herr
Edward Gwynn: „I looked it up again to verify my former asser-
tion, and there is absolutely no doubt to my mind that the reading
should be A-ocbäl. The form of the A is peculiar, but occurs
again on the next page in the word Ataat (§ 16)''. Danach ist
es mir zweifelhaft, ob ein töcbäl überhaupt für das Altirische an-
zunehmen ist; in der Arm.-Stelle nipu thacuir tucbäl hic würde
ich trotz der sorgfältigen Schreibung der Handschrift geneigt sein,
mit einem Schreibfehler (tucbäl statt turcbäl) zu rechnen, wobei
es vielleicht nicht ohne Bedeutung ist, daß ein -r vorausgeht^.
Das vorliegende Buch hat den ursprünghch vorausgesehenen
Umfang weit überschritten. Es hat sich eben herausgestellt, daß
eine kurze Darstellung allzu viel Lücken des Materials und der
1. Es sei mir noch erlaubt hier nachträglich (7. Sept.") eine ein-
leuchtende Bemerkung von Prof. Bergin zu II 334 Z. 12 mitzuteilen, wonach
statt in acenand vielmehr in-and-acen zu lesen ist (and iufig. Pron.
VI Vorwort.
Beweisführung hinterlassen würde. Anders liegt die Sache jetzt,
wo auf das größere Werk verwiesen werden kann. Ich beabsichtige
daher nunmehr, ein kurzes Buch auszuarbeiten, das nicht wie die
jetzt abgeschlossene Arbeit ein Handbuch, sondern ein Lehrbuch
der vergleichenden Grammatik der keltischen Sprachen sein soll.
In diesem kürzeren Buche werden einige Abschnitte des größeren
Buches (Einleitung, Indogermanische Alternationen, Lateinische
Lehnwörter, Wortbildungslehre, Verbalverzeichnis, syntaktische Ab-
schnitte) im Wesentlichen ganz weggelassen werden. Stellennach-
weise und bibliographische Angaben, die aus dem größeren Buche
zu ersehen sind, bleiben weg (aber die Urheber der in dem Buche
verti-etenen Ansichten werden namhaft gemacht werden). Die Zahl
der Beispiele wird vermindert werden; das Vergleichsmaterial aus
den anderen idg. Sprachen wird weniger reichlich sein; manche
zweifelhafte Einzelheiten werden übergangen werden (eventuell so,
daß auf das größere Buch verwiesen \nvä). In dieser Weise hoffe
ich die Lautlehre und die Flexionslehre in einem Buche von etwa
400 Seiten darstellen zu können und dabei auch manches Neue
aufnehmen oder zerstreute Andeutungen des großen Buches in ab-
gerundeter Darstellung vereinigen zu können. — Auch dies Lehr-
buch wird in dem Verlage der Herren Vandenhoeck & Euprecht
erscheinen. Meine von mehreren Rezensenten und von den Herren
Verlegern beanstandete Verwendung von Sperrdruck und Kursiv-
schrift wird durch ein anderes System ersetzt werden, aber so, daß
die deutUche Unterscheidung zsvischen phonetischer und orthogra-
phischer Schreibung nicht aufgegeben mrd.
Schheßlich bringe ich der Direktion des Carlsberg-Fondes in
Kopenhagen für die mir während der Ausarbeitung meines Werkes
gewährte, füi' den glücklichen Fortgang der Arbeit ausschlaggebende
Untei-stützung meinen herzUchen und ehrerbietigen Dank.
'uns', vgl. den parallelen Text in-an-aithgeuin). Ferner teilt Prof.
Bergin mir mit, daß 1 335, 12 bunüs (statt hünüs) zu lesen ist.
Da ich so dazu gekommen bin, noch in elfter Stunde Verbesserungen
mitzuteilen, so füge ich noch hinzu:
II 666 Z. 29 — 31. Thurneysen hat seinen Zweifel au der K. Mey er-
sehen metrischen Kegel später aufgegeben, s. ebd. XIV" Nr. 3 S. 24.
II 669 (zu § 436). Vgl. Loth, Ec. XXXIV 145 f.
II 764. Lies: cynneu 'to kindle' II 39, 508.
cynneu 'before' II 187, 293.
Eleanorsvej 8, Charlottenlund bei Kopenhagen, d. 22. Mai 1913.
Holgrer Pedersen.
vu
Inhaltsverzeichnis.
Seite
Bibliographische Abicürzungen XI
I. Nominal-Komposition.
§ 354—355. Neugeschaffene und ererbte Kompositionstypen .... 1
§ 356—357. Nomen + Nomen 2
§ 358—359. Komposition mit Vorsilben 5
§ 360—361. Biverbierung 12
§ 362. Verdunkelte Komposita 13
II. Ableitung der Nomina.
§ 363—403. Einleitendes. Vokalische Suffixe. Suffixe mit s [sk, st,
sm), g {g-l, g-n, mg), d [nd), h, k {k-J, kt, kl, k-n, rk, Ik,
ook), ku, t [-itko-, -tikuä, -tut-, lat. -tat-, lat. -für-, lat.
-türa, t-r, tl, -tijen-, rt, nt\ r [rn), l, n, m {m-n) ... 15
III. Kosenamen.
§ 404—405 62
IV. Das grammatische Genus.
§ 406-409 63
V. Pluralbildung und Kollektive.
§ 410—412 68
VI. Kasus der Nomina.
§ 413. Die Fortsetzung des idg. Kasussjstems im Ir. und Brit. . . 71
§ 414—424. Gebrauch der Kasus (Akkusativ, Dativ, Genitiv) ... 72
§ 425—429. Flexion der -o-Stämme 82
§ 430—436. Flexion der -ä-, -ü-, -ja-, -r-Stämme 86
§ 437—441. Flexion der -n-, -w-, -i-, -J-Stämme 90
§ 442—444. Flexion der -s- und -«s-Stämme 95
§ 445_448, Flexion der Verschlußlaut-Stämme {-g-, -k-, -d-, -t-, -nt-) 97
§ 449—456. Flexion der Sonorlaut-Stämme (-?•-, -n-) 104
VII. Die Adjektive.
§ 457—459. Stellung, Kongruenz, Deklination der Adjektive . . . 113
§ 460—467. Komparation 118
VIII. Die Zahlwörter.
§ 468—479. Einleitendes. Form der Grundzahlen. Konstruktion der
Zahlwörter. Addition und Multiplikation im Zahlwort-
system. Ordinalia und Zahlsubstantive 125
IX. Die persönlichen Pronomina.
§ 480 — 491. Das System der persönlichen Pronomina im Irischen. Alt-
irisches Hauptparadigma. Die unverbundenen Formen,
olse. Kasussyntax der verbundenen Formen. Formund
Stellung der infigierten Pronomina. Regeln für das Vor-
kommen der -d-Reihe. Die hinter Verbalforraen suffi-
VIII Inhaltsverzeichnis.
Seite
gierten Pronomina. Die konjugierten Präpositionen. Die
Augentia. 'selbst'. Die mir. und nir. Entwickelung . 137
§ 492 — 500. Das System der persönlichen Pronomina im Britannischen.
Mittelcymrisches Hauptparadigma. Die konjugierten
Präpositionen im Mo. Cornisches Hauptparadigma. Das
Verbum 'haben' im Cornischen. Die konjugierten Prä-
positionen im Cornischen. Mittelbretonisches Haupt-
paradigma. Das Verbum 'haben' im Bretonischen. Die
konjugierten Präpositionen im Bretonischen .... 155
§ 501 — 503, Etymologische Erklärung der persönlichen Pronomina und
der mit den persönlichen Pronominen verschmolzenen
Elemente 167
X. Die demonstrativen Pronomina.
§ 504. Übersicht 175
§ 505 — 513. Der bestimmte Artikel im Irischen, im Brit. und Gall.
Gebrauch des Artikels. Fehlen des Artikels. Der Artikel
bei einem nach fremdem Sprachgefühl unbestimmten Sub-
stantiv. Demonstrative Verwendung des nicht augierten
Artikels. Der Artikel vor einem relativen Satz. Augentia
des Artikels (-i; ir. inti, c. ynteu; ir. so, sin, c.
hwnn, yma u. s. av.) 176
§ 514 — 515 Die übrigen Vertreter des Demonstrativstammes *so- im
Ir., im Brit 187
§ 516. Etymologische Erklärung der s-Demonstrativa 192
§ 517. Demonstrativa mit vokalischem Anlaut 195
§ 518. Demonstrativa mit anlautendem k- 197
XI. Die fragenden, unbestimmt relativen und unbestimmten Pronomina.
§ 519 — 524. Das fragende Pronomen. Verwendung der unverbundenen
Formen. Die verbundenen Formen. Ableitungen von
dem fragenden Stamm 198
§ 525 — 526. Die unbestimmt relativen Pronomina des Ir. und die
Konjunktion cia. Die anbestimmt relativen Pronomina
des Brit 205
§ 527 — 532. Die unbestimmten Pronomina (ir. cia, -con-, nech
u. s. w., cächu. 8. w., com. kettep u. s.w. ; die nicht vom
fragenden Stamm abgeleiteten unbestimmten Pronomina) 209
XII. Die relativen Pronomina.
§ 533. Übersicht 215
§ 534 — 541. Die relativen Pronomina im Irischen. Die suffigierten
Elemente. Die infigierten Elemente der eigentlichen
Kelativsätze und der Eklipsensätze. Das infigierte Ele-
ment -d-. Die uneigentlichen Eelativsätze. Der Genitiv
des Kelativums. Die relative Eklipse. Die spätere Ent-
wickelung der Kelativsätze im Irischen 216
Inhaltsverzeichnis. IX
Seite
§ 542 — 544. Die relativen Pronomina im Brit. und Gall. Suffigierte
und infigierte Elemente. Das Pronomen a. Die uneigent-
lichen Eelativsätze und der Genitiv des Kelativums . 228
§ 545. Etymologische Erklärung der relativen Pronomina .... 233
§ 546—549. Negationen und Verba im Relativsatz. Die relative Um-
schreibung. Relative Konstruktion in der Antwort.
Satzstellung und Satzverflechtung 236
XIII. Die Präverbia.
§ 550 — 556. Kennzeichen der Komposition der Verba. Kennzeichen
der unechten Komposition. Das Vorkommen der echten
und unechten Komposition. Akzessorische Unterschiede
zwischen den echt komponierten und den unecht kom-
ponierten Formen. Die spätere Entwickelung der echten
und unechten Komposition im Irischen. Echte und un-
echte Komposition im Britannischen 242
§ 557 — 560. Die Negationen (ir.ni u.s.w.; na als Satzteilnegation, als
Satznegation, nach- u.s.w.; weitergebildete Negationen) 252
§ 561—584. Die Tempuspräverbia. § 561. Übersicht. § 562—564.
Bedeutung der perfektischen Verbalformen im Irischen.
§ 565—570. Morphologie der perfektischen Formen im
Irischen. § 571. Perfektische Präverbia in nicht-perfekti-
scher Funktion. § 572. Verba, welche perfektische und
nicht-perfektische Formen nicht unterscheiden. § 573.
Das spätere Schicksal des Systems der perfektischen Prä-
verbia im Irischen. § 574. Morphologie der perfektischen
Formen im Britannischen. § 575 — 577. Verwendungen
des c. ry, des corn. re, des br. ro > ra, § 578 — 583.
Etymologische Erklärung des Systems der perfektischen
Präverbia. § 584. Das irische Präverbium no ... 261
§ 585—586. Die wortbildenden Präverbia (alphabetisches Verzeichnis).
Häufung vonPräverbien. Vermischungen und Fehlbildungen 291
Das Verbum.
XIV. Syntax des Verbum finitum.
§ 587 — 589. Stellung des Verbums. Forraenbestand und Gebrauch der
Tempora. Personen und Numerus; subjektlose Verba . 303
§ 590 — 597, Gebrauch des Konjunktivs im Irischen (Wunsch, potentiale
Bedeutung, Absicht, Bezeichnung des Unwirklichen oder
Unmöglichen). Gebrauch des Konjunktivs im Britanni-
schen (Wunsch, Potentialität, Absicht, Irrealität) . . 312
XV. Aktivische Flexion des Präs. und Imperf. Ind. und des Imperativs.
§ 598 — 606. Irisches Präseusparadigma. Britannisches Präsenspara-
digma. Etymologische Erklärung des Präsensparadigmas
(die Stammklassen; die Personalendungen) 331
X Inhaltsverzeichnis.
Seito
XVI. Aktivische Flexion des Konjunktivs.
§ 607 — 610. Irisches Konjunktivparadigiiia. Britannisches Konjunktiv-
paradigma. Etymologische Erklärung 349
XVII. Aktivische Flexion des Futurums und Konditionalis.
§ 611—613. Irisches Futurparadignia. Etymologische Erklärung . . 357
XVIII. Aktivische Flexion des Prät. und Plusquampf.
§ 614—620. Irisches Präterituraparadigma. Verwendung des Plus-
quampf. im Brit. ; brit. Präteritumparadigma. Etymo-
logische Erklärung {-s- Prät., -^Prät., suffixloses Prät.
und die mc. Formen auf -awd) 865
XIX. Deponens und Passiv.
§ 621 — 628. Irisches Deponensparadigma. Irisches Passivparadigma.
Deponens und Passiv im Britannischen. Gebrauch des
Deponens und des Passivs. Etymologische Erklärung
(Allgemeines; die -/-Formen des Passivs; die -r-Formen
des Deponens; die -r-losen Tempora) 383
XX. Die Nominalformen des Verbums und ihre Verwendung.
§ 629. "Übersicht. § 630—631. Das Partizipium. § 632. Das Ge-
rundiv. § 633—635. Der Infinitiv . .' 408
XXI. Vollparadigmata der Verba.
§ 636-648. Das Verbum 'sein'. § 636. Übersicht. § 637—640. Das
Präsens und Ipf. der Wurzel *es- (Paradigma; ergänzende
Erörterungen; etymologische Erklärung; . §641 — 644.
Ir. -tä, fil, dicoisin, -dixnigedar, rongabus,
at-tot-chomnicc. §645—646. Paradigma der Formen
der Wurzeln *bheu-, *bhicT-; etymologische Erklärung.
§ 647 — 648. Komposita des Verbums 'sein' (Präverb-
Komposita, Komposita mit einem Verbalstaram als erstem
Kompositionsglied) 419-
§ 649—854. Vollparadigmata der übrigen Verba 449
Berichtigungen und Zusätze 659^
Index 679
Wortindex. Gälisch 681
Wortindex. Britannisch und Gallisch 748
Wortindex. Nicht-keltische Sprachen 807
Saehindex 837
XI
Bibliographische Abkürzungen '.
AfcLex. = Archiv für celtische Lexikographie, herausgegeben von Whitley
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1. Das hier folgende Verzeichnis ist keine Bibliographie, sondern ent-
hält nur diejenigen Buch- und Handschrifteutitel. die in meiner Darstellung
mit so starker Verkürzung zitiert werden, daß sie vielleicht dem einen
oder dem anderen Benutzer des Buches nicht unmittelbar verständlich sind.
Die verkürzte Bezeichnungsweise steht in den schwierigeren Fällen vor dem
hier voll ausgeschriebeneu Titel. Über anderweitige Vorkürzungen s. das
Vorwort des ersten Bandes, wo noch hinzuzufügen ist, daß * Zeichen einer
erschlossenen Form, •' " Zeichen einer erschlossenen Bedeutung ist (' ' ist
Zeichen einer tatsächlich belegten Bedeutung). Textkritische Zeichen: f ]
= zu tilgen; ( ) ^ hinzuzufügen.
XII Bibliographische Abkürzungen.
Beun(ans) Mer(iasek), s. oben I 17.
Bl. B. C. = B. B.
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Bedeutungslehre (Wortlehre).
I. Nominal-Komposition,
§ 354. Die Komposition kann im Keltischen auf Univer-
bierung einer in der betreffenden Sprache selbst vorhanden gewesenen
Wortgruppe (nc. tad-maeth 'Pflegevater' "Vater der Pflege") be-
ruhen. In diesem Falle kann die Auffassung der ehemaligen Wort-
gruppe als ein einheitliches Wort auf den Akzent einwirken und
dadurch zu lautlichen Änderungen Anlaß geben (air. alaile 'der
andere' I 260, 272, Doppelsetzung von aile; nir. Baile-Atha-
Cliath 'Dublin', gesprochen im Arrandialekt h'l'ä-k'l'ld)\ sie kann
sich auch in der Flexion und der Ableitung bekunden (mc. tat-
maeth-eu 'Pflegeväter' Mab. 24 neben brodoryon maeth 'Pflege-
brüder' 144; penn-teulu-aeth 'das Amt des penn-teulu, des
Hauptes des Hofes' 144). Eine besondere morphologische Kategorie
ist jedoch durch diese Vorgänge nicht entstanden.
§ 355. Eine weit größere grammatische Rolle spielt die auf
Nachahmung ererbter, und zwar schon uridg. Typen beruhende
Komposition, worüber in den folgenden Paragraphen genauer zu
handeln sein wird. Das Prinzip der idg. Nominal-Komposition ist
im Keltischen durchaus lebendig geblieben; Belege kommen daher
in Hülle und Fülle in jedem Wörterbuch vor. In der mir. Literatur-
sprache ist (alliterierende) Häufung von zum großen Teil kom-
ponierten Adjektiven ein beliebtes Kunstmittel (s. z. ß. Wi. S. 276
—279). Ähnhche Adjektivhäufungen im Mc. sind von ZE S. 892
belegt. — Über komponierte Personennamen vgl. § 405.
Anm. Die uridg. Kompositionstypen beruhten ihrerseits auf einer
schon präindogerraanischen Univerbieruug einer syntaktischen Verbindung.
Von der Komposition verschieden ist die Reduplikation als uridg. "Wort-
bildungsmittel (vgl. Brugmann, Grdr.» II 89— 9G, '^ II 46—47, 12G— 130).
Pedersen : Vgl. kelt. Gramm. II. 1
2 Keduplikation. Komposition von Nomen + Nomen. [§355. 356, 1
Die ersten Typen der Eeduplikation waren allerdings vermutlich ganz
ebenso wie die uridg. Kompositionstypen durch Univerbierung von Wort-
gruppen entstanden (also durch denselben Vorgang, der sich auf speziell
keltischem Boden bei ir. al-aile oder bei c. my-fi, ty-di u. s. w., s. 1277,
vgl. auch ir. cu-ecu-m 'zu mir', wiederholt hat); aber schon die Form der
Eeduplikationstypen weist darauf hin, daß die Eeduplikation viel älter als
die Komposition sein muß. Im Keltischen ist die Eeduplikation nur bei
den Verben in lebendigem Gebrauch geblieben; eine Aufzählung derjenigen
keltischen Nomina, die mutmaßlich als ursprünglich redupliziert gelten
können (c. ta-d 'Vater'; ir. ci-ch 'weibliche Brust' c. ci-g 'Fleisch' § 34
I 51; c. haidd aus * sasjo- I 69; ir. sesc c. hysp §48 171; ir. gi-greu
§ 59, 9 I 101 u. s. w., u. s. w.), liegt nicht in meinem Plane. Das häufige
Vorkommen reduplizierter Formen und eine darauf begründete Neigung des
Sprachbewußtseins, die Eeduplikation auch in Wörter hineinzuhören, wo
sie historisch nicht vorhanden war (so etwa bei ir. dord neben c. tordd
I 494), ist jedoch ein Faktor, mit dem man in der Etymologie fortwährend
rechnen muß.
§356. (Komposition von Nomen + Nomen ; Form nnd Funktion
des ersten Gliedes.) 1) Ein Nomen als erstes Kompositionsglied
hatte im Idg. die Form des reinen Stammes (ohne Kasusendungen):
gall. Dubno-reix MN "Weltkönig"; abrit. Mori-dunum ON
"Meerburg"; gall. Catu-riges VN "Kampfkönige". Die ä-Stämme
werden jedoch im Vorglied eines Kompositums seit alter Zeit viel-
fach durch o-Stämme ersetzt: gall. Touto-bodiaci VN, Komp.
von *tentä ir. tuath 'Volk'. Ein diphthongischer Stamm *guou-
steckt in ir. bua-chaill I 54. Ein konsonantisch auslautender
Stamm als erstes Kompositionsglied läßt sich im Keltischen nur
spärhch und zweifelhaft belegen. Ob in gall. Ratis-bona ON, abrit.
Cartis-mandua (Cartimandua) FN ein -s-Stamm steckt, ist
äußerst zweifelhaft. In gall. Mogit-marus MN, Lug-dünum ON
(I 98) wird wie in Cintusmus (§ 50 I 87), Belsa (Nachtrag zu
I 85) ein Vokal geschwunden sein, und die Formen Mogitumarus,
Lugudunum werden als die älteren Formen (nicht etwa als
Svarabhaktiformen) zu betrachten sein. Ich möchte jedoch die
Möghchkeit nicht in Abrede stellen, daß in Cob-nertus MN,
Cob-rünus MN (ir. cob 'Sieg' §711116) eventuell ein einsilbiger
konsonantischer Stamm vorliegen könnte. In gall. petor-ritum
§ 28, 1 I 36 liegt zweifellos ein r-Stamm vor. Es ist aber jeden-
falls die Regel, daß die konsonantischen Stämme in der Komposition
durch Formen auf -o- vertreten werden: gall. Cingeto-rix I 37,
Rigo-magus ON "Königsfeld", ir. rig-thech 'Königshaus' (ri.
Gen. rig 'König'); vgl. auch c. beu-dy 'Kuh-Haus' abr. bou-tig
§356,1.2] Form u. Funktion des ersten Kompositionsgliedes. 3
gl. stabulura *guowo-tegos neben ir. bo 'Kuh' *guöus. Wesent-
lichere Abweichungen von der Stammbildung des Simplex (wie gr.
-AvÖL-dveiQCi : -/.vdqög, vgl. Brugm. Grdr. II ^ 78) sind bis jetzt aus
dem Keltischen nicht belegt; vgl. jedoch gall. Medu-genus I 112
neben idg. ■medhjo-s. Eine abweichende idg. Alternationsstufe zeigt
ir. ban- (z. B. ban-chü 'Hündin') neben ben 'Frau'.
Anm. 1. Diejenigen Kompositionstypen, die als erstes Glied einen auf
einem Verbiim beruhenden Stamm aufweisen (gr. aQye-xaxog 'Unheil stiftend'
u. s, w., Brugm. Grdr. II "^ 55) sind im Keltischen nicht belegt fc. tor-
fynyglu 'to break the neck' ist wohl nicht von einem aQye-xaxo^-'Kova.-
positum, sondern eher von einer syntaktischen Verbindung von tor 'das
Brechen', mwnwgl 'Hals' abgeleitet; die Lenition kann analogisch sein).
In den neukeit. Sprachen sind nur Formen mit vokalischem
Auslaut des ersten Kompositionsgliedes zu spüren. Der Vokal ist
nach § 161 I 254 geschwunden, hat aber nach § 323 f. I 474 £f.
Lenition des Anlauts des zweiten Gliedes hervorgerufen.
2) Mit Bezug auf die Bedeutung ist das erste Kompositions-
glied Bestimmungswort, das letzte Glied Ausdruck für den Haupt-
begrifF. Ein Substantiv als erstes Kompositionsglied stimmt in d^r
Funktion einigermaßen mit den mannigfachen Verwendungen des
Genitivs überein; zur genauen Angabe der Beziehung wären in den
verschiedenen Fällen sehr verschiedene Umschreibungen nötig: ir.
är-mag 'Schlachtfeld' c. aer-fa abr. Pliu-. air-ma-ou; ir. fid-
chell 'Schachspiel' (fid 'Holz', ciall 'Verstand') c. gwydd-bwyll;
ir. lub-gort 'Garten' nc. llu-arth corn. lowarth br. liorz § 71
I 116; ir. teg-lach 'Hausgenossenschaft' c. teu-lu acorn. tei-lu
I 99, 522; ir. dobor-chü 'Otter' "Wasser-hund" c. dyfr-gi acorn.
dofer-ghi br. dour-gi; ir. muir-bran gl. mergus (muir 'Meer',
bran 'Rabe') c. mor-fran 'cormorant' br. mor-vran 'cormoran';
ir. cloc-thech 'Glockenturm' c. cloch-dy acorn. clech-ti; air.
Dat. ith-laind gl. area (ith 'Getreide', -land = mc. llann 'area,
yard', vgl. got. land 'Land') nir. ioth-lann (und zu einem w-Stamm
umgebildet iothla) 'a threshing floor' ac. it-lann gl. area nc. yd-
lan; ir. cath-fer 'Krieger' "Kampf-mann" c. cad-wr acorn.
cadt^'ur gl. miles; — Substantiv + Adjektiv: ir. leth-marb 'halb
tot' c. lled-farw. — Ein Adjektiv als erstes Kompositionsglied:
ir. dag-fer 'Held' "guter Mann" c. de-wr (einsilbig; -e- wohl Um-
laut von -«-; anders I 39). — Adjektiv + Adjektiv: air. dub-glass
gl. cffiruleus 'schwarzblau', mc. gwyn-llwyt 'weißgrau'.
Anm. 2. Üvandva-Komposita (in denen das erste Glied als dem zweiten
koordiniert fungiert) lassen sich im Keltischen am ehesten bei den Ad-
1*
4 Nomen + Nomen; das zweite Kompositionsglied. [§357,1.2
jektiven nachweisen: mir. fiud-chass "weiß und gelockt" 'weißlockig';
jedoch ist es mir wahrscheinlich, daß in derartigen Zusammensetzungen
das erste Glied als untergeordnet empfunden wurde. Substantivische
Dvandva-Komposita sind noch zweifelhafter; ob mir. brat-gaisced (Wi.
288) als 'cloak and arms' (K. Meyer, S. 249), 'Mantel und Waffen' (Thur-
neysen, Handb. 161) aufzufassen ist, halte ich trotz dem vorhergehenden
a arm ocus a etach (Wi. 287) nicht für sicher; gaisced bedeutet
'Eüstung'* (weiterhin 'Kriegerleben, Tapferkeif; in dieser Bedeutung noch
im Nir. lebendig; Arran gasg'd) und ist also mit etach, nicht mit arm
synonym; brat-gaisced ist wohl 'Beute-Küstung', 'erbeutete Rüstung'.
§ 357. (Nomen + Nomen; Form und Funktion des zweiten
Kompositionsgliedes.) 1) Das zweite Kompositionsglied hat in
der Regel die Stammbildung und die Flexion des Simplex. Häufig
fungiert jedoch als zweites Kompositionsglied ein auf einem Verbum
beruhender Stamm, der außerhalb der Komposition nicht vorkommt:
ir. tröcar 'barmherzig' (trog 'unglückhch', caraira 'ich liebe', vgl.
§288,1 I 41S) c. tru-gar mbr. tru-gar (und davon abgeleitet ir.
tröcaire 'Barmherzigkeit' c. trugaredd corn. tregereth br. tru-
garez). Ferner kann an die Stelle des anders geformten Simplex
ein -i- oder -Jo-Stamm treten: ir. samaisc 'eine junge Kuh', Gen.
Plur. sam-seisci LL 69a 13 (sam 'Sommer', sesc 'unfruchtbar'
§48 171) br. hanvesk Adj. 'die im Laufe des Jahres kein Kalb
gehabt hat' (von einer Kuh; davon das Subst. hanveskenn I 164);,
mir. mid-glinne 'Talkessel' (mid- 'raedius', glend 'Tal'); abrit.-
lat. Penno-crucium ON (c. pen 'Kopf, crug 'Hügel'). Auch er-
scheint wohl (worauf mich Herr Th. V. Jensen aufmerksam macht)
in ähnlicher Weise als letztes Kompositionsglied ein (neutraler)
o-Stamm: gall. Augusto-ritum ON zum w-Stamm c. rhyd, Plur.
rhydau I 91, vgl. lat. angi-portum 'ein enges Gäßchen' (angi-
= skr. qhü- 'enge', Th. V. Jensen); vgl. mir. öc-thigernd 'Jung-
herr' neben air. tigerne mir. tigerna 'Herr'. Auf die Erweiterung
des zweiten Kompositionsgliedes durch Suffixe mit greifbarer Be-
deutung gehe ich nicht ein.
2) Die uridg. Kompositionstypen stammen aus einer Zeit, wo
der Unterschied zwischen Substantiven und Adjektiven noch nicht
scharf ausgebildet war. Daher fungiert ein Substantivstamm als
letztes Kompositionsglied nicht selten adjektivisch (sogenannte
Bahuvrihi-Komposita) : air. nocht-chenn 'mit unbedecktem Kopf,
barköpfig'; mir. ard-chend 'hochköpfig, den Kopf hochtragend'.
1. Späte Entlehnung aus c. gwisgad 'Kleidung'? gaisched LU
55b 9 umgekehlte Schreibung, vgl. § 289, 1?
§357,2.358,1] (Nomen +) zweitem Nomen. Vorsilben. 5
cruaid-chend 'hartköpfig'; air. camm-derc gl. strabo, fliuch-
dercc gl. lippus (camm 'krumm', fliuch 'feucht', derc 'x\uge');
mir. coel-chos 'dünnbeinig'; il-mblas 'mannigfaltigen Geschmack
habend'; clär-ainech 'mit flachem Gesicht, ohne Nase' (clär
'Tafel'), tüag-mong 'mit bogenförmiger Mähne versehen' (tüag
'Bogen'); mc. llydan-garn 'breithufig' (carn 'Huf'); br. tri-chorn
'dreieckig'. Solche Adjektive können natürlich wie andere Adjektive
auch substantivisch verwendet werden: ac. Our-dilat FN "mit
goldenem Kleid, xQvoojcsTilog^^ mc. Crei-dylat FN (vgl. c. bre-
thyn crai 'quite new cloth, unscoured cloth'; dillad 'Kleider');
gail. Dubno-talus MN "tief stirnig" (c. dwfn 'tief I 35, tal
'Stirn' 1 182); gall. uergo-bretus 142,105. Diese Kompositions-
weise ist aber im Rückgang begriffen. Man fügt lieber an den
substantivischen Stamm ein adjektivisches Suffix: mir. coel-chossach
'dünnbeinig', lebor-mongach 'mit langer Mähne', cas-mongach
'mit krauser Mähne', gü-brethach 'falsch urteilend', il-ainglech
'viele Engel besitzend'; c. hir-hoedlog 'long-lived'; acorn. cam-
hinsic gl. iniuriosus, iniustus, "krumm-wegig"; br. tri-chornek
'dreieckig', pevar-droadek 'vierfüßig'. Oder man verwendet einen
anderen Kompositionstypus: ir. bel-remur 'dicklippig'; eigenthch
"lippen-dick", folt-lebor 'langhaarig', ucht-lethan 'breitbrüstig',
mc. bronn-wynn 'weißbrüstig', penn-uchel 'mit hohem Kopf ', br.
penn-gamm 'qui a la tete, le cou de travers'; mir. cenand, cend-
find 'weißköpfig' c. pen-wyn ds. gall. Ilawo-ovivdog MN (davon
Ogam QENVENDANI Gen. eines MN, mir. cenandän 'ii-gend
ein Meerungeheuer'). Der mc. Beiname einer Frau (Ygharat)
law eurawc 'Y. Goldhand' mag hier angereiht werden, wenn er
auch wahrscheinlich als eine syntaktische Verbindung von zwei
Wörtern aufgefaßt wurde.
§ 358. (Vorsilben und die darauf berulienden Bedeutungs-
kategorien.) 1) Häufig ist das erste Kompositionsglied ein Ad-
verbium. So kommen erstens die auch mit Verben sich verbindenden
(als Präverbia fungierenden) Partikeln vor: ir. accais 'Haß' c.
achas 'gehässig' 1476 {*ad-); ir. aithe-sc mc. atteb 1410 (*ati-);
ir. ir-gal 'Kampf c. arial 'vigour' I 101; ir. air-chinnech 'der
Erste, Vornehmste' (cenn 'Kopf) c. ar-bennig; mir. aur-chor,
ir-chor 'Wurf (1340) abr. er-cor, vgl. c. er-gyr {y Umlaut von
o); ir. air-dircc 'berühmt' I 340 abr. er-derh gl. euidentis; air.
com-adas 'passend' (adas 'entsprechend' Wb. 5d 35) ac. cim-adas
nc. cyf-addas (addas ds.) abr. cam-adas I 14; air. com-ar-de
6 Adverbium als erstes Kompositionsglied. Idg. *n-. [§358,1.2
'Zeichen' c. cyf-ar-wydd 'guide' I 352 (ir. air-de 'Zeichen' c.
ar-wydd br. ar-ouez zu lat. uidere 'sehen' u. s. w., Ernault Dict.
212); ir. di-gal 'Rache' c. di-al com. dy-al 1101; ir. ecal 'furcht-
sam' I 477 (*eÄ;s-); ir. fo-scad 'Schatten' c. gwa-sgod br. gwa-
sked I 34 (ir. scäth 'Schatten' acorn. scod br. skeud I 76); ir.
for-cenn 'Ende' (cenn 'Kopf') c. gor-phen corn. gor-fen rabr.
gour-fenn; gall. essedum 186 (*ew-); Ogam INIGENA ir. in-
gen 'Mädchen, Tochter' I 101 (*em-); ir. uccu 'Wahl' {*ud-, vgl.
Verbalverz. gu-); ir. ro-bud c. rhy-budd 'Warnung' I 474. Vgl.
§ 585. Zu den alten Präverbien gesellen sich einige anderweitigen
Adverbia (ir. cen-alpande gl. cisalpinus).
2) Ferner sind einige aus dem Idg. ererbten untrennbaren
präfigierten Partikeln zu erwähnen, die teils eine verneinende oder
tadelnde teils eine lobende Bedeutung haben. Für ähnliche ße-
deutungsnüancen verwendet das Keltische jedoch auch gewisse idg.
Präverbia und einige Elemente von jüngerem oder unklarem Ur-
sprung. Negative Bedeutung haben idg. *n-, *eks- (Gegensatz
*k'om-, das zu *n-k'om- negiert werden kann), *de- und ir. neb-;
tadelnde Bedeutung haben idg. *dus- (Gegensatz *su-) und ir. ml-,
verkleinernde Bedeutung hat idg. *upo-, intensive oder vergrößernde
Bedeutung haben verschiedene Präverbia und Präverbgruppen;
*dus-, *su- und *ndhi bilden Adjektive der Möglichkeit oder
Fähigkeit.
a) Das idg. negative *n- (das etymologisch gewiß mit der
selbständigen Negation *ne ir. ni I 250 identisch ist, und dessen
Entsprechungen in den anderen idg. Sprachen in § 31, 1 I 45
angegeben sind) mußte im Keltischen lautgesetzlich sehr diver-
gierende Formen annehmen, einerseits deshalb, weil aus dem idg.
silbischen Nasal im Irischen in den verschiedenen Verbindungen
verschiedene Svarabhaktivokale entwickelt werden mußten, anderer-
seits deshalb, weil das -n- sich sowohl im Ir. wie im Brit. an die
folgenden Konsonanten in verschiedener Weise assimilieren mußte.
Gegen die große Variation der Form ist jedoch analogisch reagiert
worden. Von den drei im Ir. zu erwartenden Vokal gebungen an-,
*en-, in- sind nur zwei belegt: ir. an-eola 'unwissend'; an-humal
'nicht demütig' c. an-ufyll 'disobedient'; ir. anse 'schwierig' (und
inse I 47; zu asse 'leicht'); ir. an-bsud 'unstet' (: fossad 'fest';
mit bestätigendem k'oni-: co-bsud) mc. an-wastat; ir. ainb,
ainib 'unwissend' *n-ivid-s; air. ain-mithiu 'unseasonable' (mithig
'passend, rechte Zeit'); ir. in -derb 'unsicher', in-gnäth 'unbekannt'.
§ 358, 2] Das idg. negative ri-. 7
Von den Konsonantenänderungen ist der Schwund des n vor s im
Ir. und ßrit. belegt, aber nicht morphologisch lebendig: nir. eas-
gaidh 'schnell' c. esgud br. eskuit I 76 (der Begriff wurde als
unanalysierbar positiv aufgefaßt, vgl. ir. an-escaid 4nactive' c.
an-esgud). Reichlicher belegt ist die lautgesetzliche Ent^^^ckelung
von Nasal + Verschlußlaut: c. annewr 'feige' (dewr 'tapfer),
amrwd 'unheated, unboiled' (brwd 'heiß' I 115); ir. e-cra 'Feind'
(air. care 'Freund') c. anghar; nir. eigciall-dha 'unvernünftig'
(ir. ciall 'Verstand') c. amhwyll (: pwyll); ir. e-trocar 'unbarm-
herzig' c. anhrugar; ir. e-tualang 'unwürdig' (air. tualang,
Nom. PI. tuailnge 'würdig') c. anheil wng (: teilwng, mit u
aus y wie in mwnwgl u. s.w. 1385; *to-dhlwQhos-, vgl. ir. dligim
I 100). Die lautgesetzliche Assimilation des n an ein folgendes
(r?), l ist nicht belegt. Die vermiedeneu lautgesetzlichen Formen
werden in verschiedener Weise ersetzt; vor kelt. r- und l- war in
einigen Fällen (bei dem ursprünglichen Anlaut idg. pr-, pl-) die
Form am- (mit leniertem m) ererbt (ir. am-richt; ir. am-les nir.
aimhleas c. af-les I 167); diese Form wurde im Ir. und Brit.
auf alle mit kelt. r- und l- anlautenden Wörter übertragen: ir.
am-reid 'uneben' (: reid I 58) c. af-rwydd; ir. am-labar 'stumm'
c. af-lafar acorn. af-lauar (gl. infans) (ir. labar 'redselig' c.
llafar 'speech, loud' acorn. lauar gl. sermo br. lavar 'Wort', zu
lat. labrum 'Lippe', oder vgl. Stokes, Sprachsch. 239?). Durch
eine weitere Neuerung steht im C. af- auch vor dem zu r-, l-
lenierten Anlaut gr-, gl-: c. af-raslawn 'graceless', af-lan 'un-
rein'. Ferner erscheint dieselbe Form vor n- und im C. vor dem
zu n- lenierten gn-: ir. am-nert 'strengthlessness', nir. amh-näire
'shamelessness', c. af-noeth 'nicht nackt', af-naws 'unverschämt'
(entlehnt ir. amnas 123). Im C. sogar vorj-; af-iach 'ungesund',
af-iawn 'ungerecht'. Im Mir. und Nir. erscheint am- mit folgender
Lenition vor gl- (durch cymrischen Einfluß?), g-, c-, d-: mir. am-
glic 'unklug', nir. amh-ghlan 'unrein', mir. am-gand 'nicht karg',
nir. amh-ghar 'disadvantage' (nach Dinneen gesprochen amhngar,
also mit to aus g, vgl. I 487; oft amh-gar geschrieben; Donegal
qugdr; zu gar 'nearness, advantage'), mir. am-chiall 'senselessness',
nir. aimh-cheart 'ungerecht', mir. d-arn am-deoin 'against our
will' nir. aimh-dheoin 'unwillingness'. Vor silbischen Vokalen
hat dagegen die Form am- (lautgesetzlich in ir. am-ires, am-
ulach I 47, 94) nicht weitergewuchert; hier ist allein an- in
lebendigem Gebrauch geblieben, und diese Form verdrängt auch
8 Negative Präfixe. [§ 358, 2
vor Konsonanten die unregelmäßigeren Formen, wobei der folgende
Anlaut intakt bleibt oder leniert wird (I 475): mir. an-sercach
'feindlich' nir. ain-shearcach; mir. an-glan 'unrein', an-dliged
'Unrecht', nir. an-bhuaine 'unsteadiness'; air. an-cretem 'Un-
glaube' mir. an-chretem, air. mir. an-cride 'Unrecht' (cride
'Herz') nir. an-chroidhe 'malevolence'; nir, an-trath 'an unsea-
sonable time'. Vor p- und zum Teil vor b- erscheint die Form
am- (mit unleniertem m): air. am-prom 'improbus', mir. am-brit
'unfruchtbar'. Statt des lautgesetzlichen -b- {-v-) wird nach an-
das f- des Simplex restituiert: air. an-fius nir. ain-fhios 'Un-
wissenheit'; m- ist im Nir. leniert: ain-mhin 'rauh'. Im C. dringt
die Form an- auch in das alte Gebiet von af-: mc. an -11 es
'disadvantage', nc. an-rhith 'formlos' u. s. w.
b) Beispiele für die übrigen negierenden Präfixe: ir. e-mer
.i. ni gle 'nicht klar' (Stokes BB. XXV 257); air. as-care 'Feind'
nc. ysgarant corn. eskar, Plur. yskerens; ir. di-anim 'makel-
los' c. di-anaf; ac. di-auc mc. di-awg 'träge' nc. di-og acorn.
di-oc mcorn. dy-ec br. di-ek I 48. Bei *de- zeigt das Ir. hier
wie sonst ein Schwanken zwischeii langem und kurzem (verkürztem)
Vokal: ir. di-thrub 'unbewohnte Gegend' (treb 'Wohnsitz' I 132),
di-nnimu gl. uilius (snim 'Sorge'), de-serbdi gl. azymi; ir. dl-
less 'eigen' c. di-lys 'sicher' (z\i ir. less-macc 'Stiefsohn' c.
llys-fab br. les-vab, ir. less-ainm 'Spottname' c. llys-enw br.
les-hano; diese Vorsilbe gehört wiederum — mit idg. Alternation
l : le — zu ir. leth 'Seite, Hälfte' c. lled ds., das selbst in der
Komposition eine ähnliche Bedeutung haben kann); im Brit., wo
das Präfix *de außerordentlich produktiv geworden ist, herrscht die
langvokahsche Form: c. br. di-blu 'ohne Federn'; c. di-flas
•tasteless, disgusting' (blas 'Geschmack') com. dy-flas 'shamefully'
br. di-vlaz 'fade, sans goüt'. Mit folgendem *pro-: c. dir-west
I 80.
Änm. Einen Anstoß zur großen Verbreitung des Präfixes *de- im
Brit. mag der lateinische Einfluß (der Anklang an lat. di(s)-, de-) gegeben
haben; einen zweiten Anstoß gab später das Bestreben, die lautgesetzlich
entstandene morphologische Unregelmäßigkeit der mit dem idg. *n- gebil-
deten Formen zu vermeiden. Das Präfix dis- im Brit. (c. dis-liw 'bleich,
farbenlos' acorn. dis-liu br. dis-liv) ist entlehnt, kann aber an Konta-
minationen von * de- und *eks- (vgl. etwa c. dis -gar 'unloved') eine Stütze
gehabt haben.
Ein dem Ir. eigentümliches Präfix ist neb-, neph-, mir. nem-
(I 387), nir. neamh-: air. neb-thöbe 'Nicht-Beschneidung', neb-
§ 358, 2] Negative, tadelnde, lobende Präfixe. 9
möidem 'Nicht-Rühmen', neb-leiscc gl. non pigri, i-retaib
neb-aicsidib 'in unsichtbaren Dingen'. In neb- steckt vermut-
lich eine sehr alte Kombination der Negation *ne- (woraus später
ni, ni § 157 I 250) mit einer Form des Verbums 'sein'. Die
Lenition kann analogisch sein.
c) Die Verbindung eines verneinenden mit einem bestätigenden
Präfix war gewiß nicht ererbt. Ursprünglich war ein Nebeneinander
wie bei ir. co-bsud 'fest' (fossad) : an-bsud 'unstet'; ir. so-nirt
'stark' : e-nirt 'schwach', vgl. lat. con-sors : ex-sors, com-pos :
im-pos, con-similis (similis) : dis-similis. Die Verbindung
*n-k'om- ist jedoch im Keltischen nicht selten: ir. e-c-samil 'un-
gleich' (co-smil 'gleich') c. anghyffelyb (cyffelyb I 410); mir.
e-ccom-nart 'Schwäche' (vgl. e-nirt 'schwach') c. anghyfnerth;
air. e-c-mailt gl. inquies 'unruhig' (inna comailte gl. quietorum ;
das Simplex ist bläith 'sanft' mit hl- aus ml- I 163; durch *eks
negiert: air. ind emilt gl. moleste mir. emilt 'lästig'; vgl. Zimmer,
KZ XXX 58ff.); air. e-cn-dach (eicndag § 239 Anm. I 343)
'Verleumdung' mir. ecnach (vgl. an -dach 'Nichtswürdigkeit'; zu
dag 'gut'); air. e-cn-dairc, ei-cn-dirc 'abwesend'; ir. e-co-ir
'ungerecht' c. anghywir I 46, 166 (vgl. ir. an-fir 'Unrecht'); c.
anghyf-addas 'unpassend' neben an-addas u. s. w. Indessen ist
eine reinliche Abgrenzung gegen die Fälle, in denen *k'om- eine
konkretere Bedeutung hat, nicht möglich.
(1) Ein ererbtes tadelndes Präfix ist ir. do- (gr. ovo- got. tuz-
arm. t- skr, dus-) mit analogischer Lenition (I 475): ir. do-chruth
'unschön, unpassend' (Gegensatz so-chruth) c. dy-bryd 'sad, ugly,
horrid' (also auch im Brit. lenierend; Thurneysen, Handb. S. 222
nimmt sogar für das Gall. die Form du- an: Du-ratius MN, vgl.
Su-ratus MN). Im Brit. ist dies Präfix nicht mehr lebendig (über
die Reste desselben vgl. Strachan, Rc. XXVIII 197 f.; über abr.
ti-doi-hinto gl. per auia vgl. ZE 1065); vermutlich ist es laut-
gesetzlich (vgl. § 187, 2 und § 361) mit der gekürzten Form von
*de- zusammengefallen und so von diesem Präfix verschlungen
worden. Das gegensätzliche *su- ist dagegen lebendig geblieben,
s. I 284 (vgl. noch ir. su-i 'Gelehrter', Gen. suad : c. hy-wydd
'inteUigent' *su-wid-s, vgl. Strachan, Rc. XXVIII 202; gall. Epo-
so-gnatus I 35). Im Ir. ist bei *su und dem sich danach mecha-
nisch richtenden *c?w.s- Ehsion belegt: s-aidbir 'reich' (I 305),
d-aidbir 'arm'; d-ecming 'unmöglich' zu t-ecmang 'sich er-
eignen' I 419.
10 Tadelnde, deminuierende und intensive Präfixe. [§ 358, 2
Nur im Ir. belegt ist mi-: mi-duthracht ^Übelwollen' (Gegen-
satz cain-duthracht 'Wohlwollen', mit cäin 'schön' zusammen-
gesetzt), mi-gnim 'Missetat' (cäin-gnim 'gute Tat'), mi-thoimtiu
'falsche Ansicht'. Kommt (ebenso wie das gegensätzliche cäin)
auch als Präverb vor, vgl. § 585. Kann ursprünglich ein Kom-
parativ *mis 'weniger', identisch mit dem letzten Element von lat.
ni-mis 'allzusehr' "nicht zu wenig", gewesen sein. Eine früh ver-
schmolzene Zusammensetzung ist vielleicht air. mis-cuis 'Haß';
das zweite Ghed wäre cais 'Liebe' (Kuno Meyer S. 307; jedenfalls
mit cais 'Haß' I 121 identisch; die ursprüngliche Bedeutung also
offenbar 'Sorge, x^öog^; vgl. zur doppelten Bedeutungsentwickelung
gr. yirjdw 'kränke', /.iqdof^iai 'bekümmere mich für Einen, trage Sorge';
zur Auffassung der Liebe als ein Besorgtsein vgl. noch die Be-
merkungen über messa, ansu in § 463 Anm. 1).
e) Deminuierend: mir. fo-seng 'ziemhch schlank", nir. fo-
ruadh 'röthch', fo-dhuine 'a person here and there', fo-chneadh
'eine leichte Wunde', air. foi-gde 'Betteln' (: guide 'Bitten'); mc.
go-hen 'ältlich', nc. go-bant 'kleines Tal' (: pant 'low place');
br. gou-laz-enn 'latte'.
Vergrößernd: mc. for-derg 'sehr rot', for-seng 'sehr schlank',
for-nocht 'ganz nackt'; air. for-siung, fair-siung 'weit', vgl. c.
e-ang 'weit' (mit *eÄ:s-); mir. ft)r-lassair 'eine große Flamme';
c. gor-frwd 'sehr heiß', gor-hun 'excess of sleep', br. gour-gamm
'boiteux tres prononce' (: kämm); die Bedeutung ist jedoch im Br.
schwankend geworden: gour-zen 'petit homme' (: den); — air.ro-
macdact gl. superadulta, rö-mär 'zu groß'; mc. ry nc. rhy corn.
br. re 'allzu' §361; — '^de-\- *jjro: ir. der-mär 'sehr groß' mc.
dir-uawr nc. dir-fawr abr. PL dermorion; mc. nc. dir-gel 'ge-
heim'; — *ek{s) + *pro-: air. ser-mall 'sehr langsam'; — *de +
*eks: mc. nc. dis-taw 'schweigend, still'; — *^dhi, im Ir. entlehnt
an- (I 45): c. en-wyn 'sehr weiß', en-wir 'sehr wahr', en-fawr
'sehr groß', mc. en-ryued nc. en-rhyfedd 'wunderbar' (: rhyfedd
ds.), gall. Ande-roudus MN "sehr rot"; c. en-awel 'Orkan' acorn.
an-auhel 160; nir. an-bhog 'sehr weich', nsch. ana-ghradhach
§ 230 I 330; mir. an-fud, an-bthine 'Sturm', vgl. Verbalverz.
seth-; mir. an-dord 'strain' (vgl. fo-dord 'Baß'); nir. an-lä 'a
great day', Arran an öl' 'viel Fleisch', 'Fleischigkeit' (feöil); über
an mit Substantiven vgl. Quiggin§276; merkwürdig: go wit tu as
dynd t'm 'daß du sehr ki'ank bist' "ein sehr kranker Mensch"
Arran, an t-slat roighin 'a very tough rod' Molloy 132; nir. an
§358,2.359] Adjektive der Möglichkeit. 11
wird wie ein selbständiges Wort betont, vgl. Quiggin § 439. —
Intensive Bedeutung hat scldießlich ad- (ir. appriscc 'gebrechHch' :
brise ds.; c. achlan I 476) und ir. adb- (ad + fo, Thurneysen,
Handb.452) inadb-lam 'bereit' (vgl. aur-lam 1339), adb-chlos
'renown' (Kuno Meyer S. 16, Ml. 40d 19, vgl. 40d 17; 95b 4). —
Eigentlich ein Adjektiv ist dru- in ir. dru-i I 175 (abr. dor-guid
I 14), das nach Thurneysen, Handb. 223 auch in druailnithe
(1495) steckt. Unklar ist rüg-: rug-solus 'sehr helF, rucle 'sehr
klar' (: gle; -c- aus ff + ff nach § 288); vielleicht ist es eigenthch
ein Substantiv *pro-g'ns 'Wahl', vgl. air. rogu 'Wahl', nir. rogha-
ghrädh 'choice love'.
f ) Mit den tadelnden, lobenden oder intensiven Bildungen sind
die Adjektive der Möghchkeit, Fähigkeit nahe verwandt: ir. do-
eolais 'unbegreiflich', 'in dem, man sich schwer zurechtfindet'
(: eolas 'Wissen', eola 'kundig' I 299), nir. so-mhiiinte 'easily
taught'. Bis jetzt reichlicher aus dem Nir. als aus den älteren
Sprachstufen belegt sind die mit in- (worin vermutlich das intensive
*y,dhi steckt, das jedoch im Nir. von *eni nicht unterschieden
werden kann) komponierten Adjektive: nir. in-leighis 'heilbar'
(: leigheas 'Heilung'), in-phösta 'heiratsfähig'. Das zweite Ele-
ment ist meist ein i-Stamm (§ 359) oder ein Partizipium auf air.
-te, -the; das nir. Sprachbewußtsein deutet jedoch diese Formen als
Genitive (pösta. Gen. von pösadh), vgl. ion-chaithmhe 'eatable'
(caitheamh, Gen. caithmhe 'act of eating'); und diese neue Auf-
fassung hat sicher zur Produktivität der Bildung beigetragen; man
kann sogar fragen, ob nicht z. B. bei der Bildung von ion-aonaigh
'suitable for a fair' (aonach) die Redensart chum aonaigh 'zum
Markte' vorgeschwebt hat (chum air. doch um n- hat in vielen
Dialekten das auslautende -m durch einen w-Laut ersetzt: Arran
9N, N; Munster s. Henebry S. 28, Donegal 9N Quiggin § 235,
in Schottland thun Campbell I 43, 68). In Schottland scheinen
diese Komposita weniger üblich zu sein. Ein mittelirisches Beispiel
ist in-riata 'befahrbar' (riadaim 'ich fahre'); dagegen ist bei
in-galair 'krank' wohl intensive Bedeutung anzunehmen. Die Be-
deutung der Möglichkeit vielleicht bei air. in-ricc 'würdig" (recc
'Verkauf; also eigenthch 'verkaufbar, preiswert'; anders, aber
weniger wahrscheinhch Thurneysen, Handb. 211); dann muß aber
sehr früh ^eni- mit *ndhi- vermischt worden sein, denn air. inricc
kann lautgesetzlich nur *eni enthalten.
§ 359. Form und Funktion des zweiten Gliedes der mit
12 Das letzte Glied d. Vorsilbenkomposita, ßiverbierung. [§ 359. 360
Vorsilben komponierten Nomina zeigen dieselben Eigentümlich-
keiten, die uns schon in § 357 begegneten. Ein als Simplex nicht
vorkommender auf einem Verbum beruhender Stamm: ir. ain-b
*'Q,-ioid-s 'unwissend', ir. su-i 'Gelehrter'. Ein i-Stamm als Ersatz
eines anderen Stammes ist sehr häufig: ir. etegnäith 'wild' I 418;
mir. do-chraid 'häßhch', so-chraid 'schön' (= dochruth, so-
chruth); su-lbir 'beredt' (: labar 'redselig'); ir. ess- am in 'furcht-
los' (aber gall. Ex-obnus I 49; bei mc. eh-ofyn nc. eofn ist
die Stammbildung nicht ersichtlich); ir. coir I 64 (aber gall.
Couirus; bei den britannischen Formen ist die Stammbildung nicht
ersichtlich); nir. in-leighis 'heilbar' u. s. w. §358, 2f. Gall. are-
pennis 'semiiugerum', uer-nemetis (Nom.?) 'fanum ingens'. Der
i-Stamm mag bisweilen aus dem Kompositum ins Simplex über-
tragen sein (so etwa bei ir. domain neben fu-dumuin 'tief 135,
toich 'wahrscheinlich' neben e-toich 'unwahrscheinHch' I 46, 129).
Ein Jo-Stamm: ir. so-scele 'Evangelium' (scel 'Erzählung'); for-
mna 'Schulter' zu muin- I 33 (= c. gor-fynydd 'ascent'); etar-
maige '-Zwischenfeld"'; c. go-bennydd 'Kissen' (pen 'Kopf'), c.
ymennydd 'Gehirn' I 130 (aber im Ir. ein /-Stamm: inchinn).
Ein o-Stamm statt eines Jo-Stammes: so-chumacht 'möglich',
do-chumacht 'schwer möglich', _ e-cmacht 'unmöghch, unfähig'
(cum achte 'Macht").
Bahuvrihi-Komposita sind außerordentlich häufig: ir. com-
dath 'gleichfarbig', ir. ess-amin mc. eh-ofyn 'furchtlos', ir. do-
chruth c. dy-bryd 'häßlich' u. s. w.
§ 360. Biverbierung (Auflösung des einheitlichen "Wortes
in zwei Wörter) kommt bei den aus Nomen + Nomen bestehenden
Zusammensetzungen selten vor. Eine syntaktische Verbindung von
Adjektiv + Substantiv ist im Kelt. formell mit den Zusammen-
setzungen von Adj. + Subst. zusammengefallen (§ 311 I 447) und
als Zusammensetzung aufgefaßt worden. Diese Auflassung hat
sich im Irischen bis auf den heutigen Tag erhalten; die Flexions-
losigkeit des ersten Elementes war nach der irischen Grammatik
ein genügendes morphologisches Kennzeichen der Worteinheit.
Man schreibt also noch heute an sean-duine 'der alte Mann'
u. s. w. Im Brit., wo die Kasusflexion aufgegeben ist, war aber
eine Biverbierung möglich und hat tatsächlich stattgefunden: nc.
yr hen ganiadau 'die alten Lieder' u. s. w. In der alten c.
Poesie kann sogar eine Zusammensetzung von Subst. + Subst.
biverbiert und das erste Element als vorangestellter Genitiv auf-
§361.362] ßiverbierung. Verdunkelte Komposita. 13
gefaßt werden (§ 324 Schluß I 476; vgl. ebenda über c. lled
gyssurus, br. hanter zall).
§361. Biverbieining bei den Zusammensetzungen mit Vor-
silben ist sowohl im Ir. wie im Brit. häufig. Die selbständige Be-
tonung des nir. an- 'sehr' und die eigentümliche Wortstellung in
Arran an-duine tinn (§ 358, 2e) sind schon als Anzeichen einer
angefangenen Biverbierung aufzufassen. Vollständig durchgeführt
ist sie bei den Zusammensetzungen mit com- 'ebenso'; dabei ist
deijenige Typus, in dem das zweite Glied von Haus aus ein Ad-
jektiv war, alleinherrschend geworden: chomh fada 'ebenso lang'^
vgl. I 475 f. und § 317 Anm. 2 I 465. Auch im C. und Br. ist
Biverbierung eingetreten; hier spielen aber neben dem Tj^dus, in
dem das letzte Glied von Haus aus ein Adjektiv war, die Bahuvrihi-
komposita mit Nomina abstracta auf -(h)et eine große Rolle; die
Formen auf -{h)et werden nach der Biverbierung als Äquahs der
Adjektive betrachtet (§384, §461): mc. kyn decket 'gleich schön',
br. ken teo 'ebenso dick', ker sempl 'so schwach'. Über c. mor
ddu, com. mar vras s. I 440. Weitere Biverbierungen im Brit.:
c. go drwm 'ziemlich schwer'; c. rhy ddrwg 'zu schlecht', com.
re got 'zu kurz', br. re vraz 'zu groß' I 475. Biverbierung findet
sich im C. auch bei dem negierenden di; ein Zeugnis ist schon
der Akzent (1278); vgl. ferner di gred a bedydd 'ohne Glauben
und Taufe', di dderbyn wyneb 'ohne Ansehen der Person' u. s. w.
(Silvan Evans 1433); für das Corn. vgl. die Schreibung dy byte
'without pity' P. C. 3098. Vgl. noch I 284.
Anm. In Ml. kommt *r oft allein vor und dient zur Übersetzung-
des lat. tarn oder per-; die Glosse ind ser zu tam (solide) Ml. 115c 5
scheint jedoch zu beweisen, daß es sich nicht um wirkliche Biverbierung.
sondern nur um eine verkürzte Ausdrucksweise des Glossators handelt.
§ 362. (Verdunkelte Komposita.) Die Komposita sind in
der Regel mit ihren selbständig vorkommenden Komponenten eng
assoziiert (so eng, daß die durch die Komposition geschaffenen
besonderen lautlichen Bedingungen — unsilbische Gruppen, infizie-
rende Vokale, Akzent — in der Regel ohne Wirkung bleiben; jedoch
wirken im C. immer die Gesetze § 184, 185, oft auch § 182, 2).
Wenn aber das erste oder zweite (bes. das zweite) Kompositions-
glied nicht selbständig vorkommt, oder wenn die Bedeutungs-
entwickelung das Kompositum weit vom Simplex trennt, kann eine
Verdunkelung der Komposition eintreten, wodurch die Bahn füi*
eine rein lautpsychologische Entwickelung frei wird (Beispiele § 356, 2 ;
14 Verdunkelte Komposita. [§ 362
ir. lugbort I 489, br. kelvezenn I 32). Auch füi- die sema-
siologische Entwickelung wird dadurch eine selbständige Bahn frei,
wodurch das zweite Kompositionsglied unter günstigen Umständen
den Wert einer Ableitungssilbe annehmen kann.
Sicher oder wahrscheinlich so entstanden sind die folgenden
Bildungen: 1) Komposita mit c. gwedd I 41, ZE 890: mc. rin-
wed nc. rhin-wedd 'Geheimnis', vgl. ac. rin-guedaulion gl.
arcana; abr. clut-gued gl. strues. 2) Mit corn. gueth, br.
gwez 1*123: corn. fyn-weth 'Ende' br. fin-vez (Cornouaille);
br. der-vez, de-vez 'Tag' V. de-veh (zu br. deiz V. de 'Tag');
mbr. bloaz-uez nbr. bloa-vez, bla-vez 'Jahr' (bloaz). Mehr
Beispiele bei Troude, Dict. br.-fr. unter vez. 3) Mit c. gwr
'Mann' ZE 828: c. heli-wr 'Jäger' (zu hely I 106) acorn. helh-
W7ur; mc. brat-wr nc. brad-wr 'Verräter' (davon die Ableitungen
bradwriaeth 'Verrat', bradwriol 'verräterisch' u. s. w.; Fem.
brad-wraig 'Verräterin', mit gwraig 'Frau'); br. badez-our
'Täufer', goeta-our 'der Maulwürfe fängt'. 4) Mit ir. samail
I 165: (noch mit Spuren des s-) air. sain-samail, sainemail
'besonders gut, ausgezeichnet', miathamli I 408; (ohne Spuren
des s) air. athr-amil 'dem Vater ähnlich', nir. fearamhail 'mann-
haft' nsch. fearail (mit Schwund des lenierten m); verdrängt im
Nir. öfters das air. Suffix -de (vgl. z. B. air. ferde 'männlich').
5) Mit ir. sluag I 84: ir. teg-lach neutr. 'Hausgenossenschaft';
air. öc-lach-di gl. iuuenalis, mir. ech-lach fem. 'Pferdeknecht',
lucht-1 ach 'Mannschaft', fian-lach, fiallach 'Schar'. Vgl. über
das Suffix -lach § 397. 6) Mit c. bod 'sein' I 35: c. eistedd-
fod 'Sitzung'; mir. borr-fad neutr. 'Stolz', find-fad 'Haar', air.
Gen. fidbaidse 'Wald' (aber air. find-fadach 'selig' enthält ein
anderes Wort, s. 1503; vgl. übrigens c. caled-fyd 'hardship'). 7)
Über air. fin-tan, ros-tan, dris-ten-ach (e aus a wegen der das
t ergreifenden Mouillierung des -s) s. I 80; sie enthalten wohl tan
'Zeit', das also (wie ir. ed I 91) ursprünglich räumliche Bedeutung
gehabt hat; *sthano-^ *sihanä zu skr. sthäna- 'Standort', npers.
fjuli-stän 'Rosengarten' (arm. entlehnt in cara-stan 'Baumpflanzung'
u. s. w., vgl. KZ XXXIX 466). 8) Mit c. tra 'Ding', ZE'829:
mc. gwych-dra 'Tapferkeit'. 9) C. -rwydd (ZE 890), ir. -rad:
ir. ech-rad fem. 'Pferde', ingen-rad fem. 'die Mädchen', macc-
rad fem. 'die Knaben', rig-rad 'Könige', laech-rad 'Helden';
mc. munut-rwyd 'courteous behaviom-', unben-rwyd 'sovereignty',
nc. caredig-rwydd 'kindness'. Ursprünglich "Fahrt" (zu ir. ria-
§ 363. 364, 1] Ableitung. Vokalische Suffixe. 15
daim 'fahre'); daraus im Ir. "reitende Schar", 'Schar'; im C. war
die Entwickelung wie bei mhd. höch-vart 'Hoffart', nhd. Wohl-
fahrt. Im Irischen lassen die hierhergehörigen Bildungen sich
nicht immer mit Sicherheit von den Bildungen mit dem alten Suffix
-rad c. -red (§ 396, 1) unterscheiden. 10) Mit c. -1yd (nach
ZE 891 zu c. llydan 'breit'; jedoch könnte -1yd auch eine Suffix-
häufung sein): mc. gwaet-lyt nc. gwaed-lyd 'blutig'; mc. chwein-
lyt nc. chwein-llyd 'flöhig' (chwann-en 'Floh', Plur. chwain).
11) Mit c. ma 'Ort', ZE 890: mc. llad-ua nc. lladd-fa 'Metzelei',
acorn. redeg-ua gl. cursus. Mit dem Suffix c. -fan § 403 asso-
ziiert. 12) Mit ir. mör 'groß': air. ithe-mar 'gefräßig'; mir.
nert-mar 'stark' c. nerth-fawr gall. Nerto-marus MX.
II. Ableitime; der Nomiua.
§ 363. Der größte Teil der im Keltischen produktiven
Suffixe ist aus dem Idg. ererbt, oder durch Häufung verschiedener
idg. Suffixe entstanden (oft ist es zweifelhaft, ob eine Suffixhäufung
oder ein verdunkeltes Kompositum [§ 362] vorliegt). Das Keltische
hat aber auch eine Anzahl von Suffixen aus dem Lat. aufgenommen,
und schließlich begegnen im Irischen einige entlehnten britannischen
Suffixe.
Die Suffixe, die im folgenden nicht ausdrücklich als entlehnt
bezeichnet werden, sind ererbt (oder aus ererbten Mitteln kombiniert).
Der detaillierte Nachweis, daß sie in den anderen idg. Sprachen
in entsprechender Weise vorkommen, würde aber zu viel ßaum
erfordern und darf als überflüssig betrachtet werden, da bei der
alphabetischen Anordnung der Suffixlehre die andersprachlichen
Entsprechungen leicht in Brugmann's Grundriß und anderen Hand-
büchern aufgesucht werden können. Ich beschränke mich also in
dieser Beziehung auf einige Andeutungen.
Vgl. d'Arbois de Jubainville, Les suffixes nominaux du breton
moderne de France (dialecte de Leon), MSL IV 277—311.
§ 364. (Vokalische Suffixe.) 1) i<;-Suffixe: ir. mar-b 'tot*
c. mar-w corn. marow br. maro und andere nicht produktive
Formationen I 631; -owo-: acorn. bis-ou br. biz-ou 'Bing' I 79;
c. gwin-eu 'bay, auburn' (gwin 'Wein'); -owo- neben -awo- in ir.
made c. maddeu I 110, vgl. abr. in madau gl. pessum (Thiu'-
neysen, IF XIV 132); ir. tanaä u. s. w. I 131; c. athraw acorn.
altrou u. s. w. I 137 § 390, 2 Schluß (nicht hierher c. cenaw :
16 Vokalische Suffixe. [§ 364, 1—3
ceneu §452, gall. Genaua: c. geneu I 156; c. geiieu ist ebenso
wie angeu 'Tod' eine alte Pluralform, s. Strachan, Rc. XXVIII
202); -oivo- : -iiro-{?) in c. deheu u. s. w. gall. Dexsiua I 36;
ir. cerna c. Cernyw u. s. w. gall. Cornouii I 156 (oder c. -yw
u. s. w. aus Plur. -oivoi?); -iwo-{?): c. gwr-y\v 'männlich', ben-yw
•weibhch'. Vgl. § 512.
2) Im C. ist das Suffix -wy ziemhch häufig. In den Gerun-
diven auf -d-wy corn. -dow abr. -toe ir. -thi geht -wy sicher
auf -oujo- zurück, s. I 56. Über ac, abr. Personennamen auf -ui,
-oe s. ZE 816. Auf -oujo- wird man auch da geführt, wo c. -wy
mit -eu (aus -owo-) wechselt: c. aswy und aseu 'link' {* ad-seujo-,
*ad-sewo- [§ 359] zu skr. savjd-s 'hnk' asl. suß; hierher ir. asse
'leicht'?), c. cyfallwy und cyf allen 'efficient'. Bei den meisten
Bildungen auf -wy fehlt jedoch ein etymologischer Anhalt für die
Erklärung der Endung; so bei cynnorth-wy 'Hülfe' (cynnorth
ds. '^k'om-dhorg'h-tu- zu lat. fortis 'tapfer'? dann nur volksetymo-
logisch mit c. nerth 'Kraft' verbunden), dir-wy mir. dire 'Buße'
(zu c. dir 'sicher, notwendig' ir. dir 'gebührend, schuldig'; vgl. lat.
dirus 'unheilvoll, ehrfurchtvolles Grauen erregend'?); bryth-wy
'Tumult' (brwth ds.; aus ir. bruth I 115?); in diesen Fällen ist
es jedoch möghch, in dem Stammwort einen w-Stamm zu suchen;
dies ist dagegen ausgeschlossen bei c. cam-wy 'perversion' (cam
'krumm' I 118). Ich suche das Suffix -wy auch in gobr-wy
neben gobr 'Belohnung' (zu ir. crenim 'kaufe' 1 128, ir. fo-chricc
Belohnung'), obgleich es hier wohl möglich wäre -wy aus -ijo-
nach Labial nach I 67 zu erklären. Anders zu deuten: c. mod-
rwy I 515 (zu ir. rig- 'binden' I 100, vgl. breich-rwy 'Arm-
band', cyf-rwy 'Sattel'), mc. mackwy 'Jüngling' (wohl entlehnt aus
ir. macc cöim 'liebes Kind' Wb. 27bl6; nicht hierher ir. maccu
[vor einem Genitiv] 'great-grandson", Zusammenrückung von macc
und ua I 55; fern bleibt auch das dunkle MUCOI der Ogam-
Inschriften, das schließhch dieselben Elemente, in der Proklise
reduziert, enthalten könnte ; vgl. übrigens Eoin Mac Neill, Eriu III
42 ff.). Jedenfalls sekundär sind Formen wie c. drudwy neben
drudw-en 'Star' I 385 u. s. w.
3) Die mit dem idg. Suffix -jo-, -ja und -ijo-, -ijä abgeleiteten
Nomina haben im Ir. die Endung -e\ im Brit. ist die Endung der
-ja- und -Jä-Stämme geschwunden; -ijo- ergibt c. -ydd u. s. w.,
-ijä ergibt c. -edd u.s. w. Vgl. I 67—70 und § 158 I 251. Nur
-ijo-, -ijä- ist im Kelt. produktiv; bildet a) nomina abstracta,
§ 364, 3—5] Vokalische Suffixe. 17
Eigenschaftsbezeichnungen: mc. llewenyd 'Freude' I 373 com.
lowene br. levenez; ir. cairde (neutr.) mc. cerennyd nc. ca-
rennydd corn. kerense 'Freundschaft' br. kerentez 'Verwandt-
schaft' 1373,378,380; ir. trocaire fem. c. trugaredd corn. tre-
gereth br. trugarez 'Barmherzigkeit' I 418, § 357; ir. failte
'Freude' (fäilid 'froh'), soinmiche 'Glück' (s o in mech 'glücklich');
b) nomina actionis: ir. ess-eirge 'Auferstehung', cumachte
'Macht', frecre 'Antwort' (alle drei neutr.), s. Verbalverz. reg-,
com + icc-, gair-; c. cyfoeth I 124 hatte, wie der fehlende
Umlaut zeigt, nicht die Endung -t[i)jo-, sondern -to- oder (worauf
Plui\ cyfoeth-au deuten könnte) -tu-; c) nomina loci: ir. cerdd-
ch-ae gl. officina (: cerdd-ach 'skilful', cerd I 114); d) Ad-
jektive: c. pedwer-ydd, Fem. pedwar-edd 'der, die vierte' 1373;
c. llon-ydd 'ruhig' (Hon 'froh'); über ir. calma 'tapfer' c. celf-
ydd 'geschickt' (celf 'Kunst') s. I 168; entlehnt ir. su-aichnid
'deutlich', andg-id 'schlecht' (andach 'Böses, Sünde'), substan-
tiviert ir. cimb-id 'Gefangener' I 45; vgl. noch § 374 Anm.
e) nomina agentis: ir. cir-mair-e 'Kammmacher', cul-mair-e
'Wagenfahrer, Wagenbauer'; c. cr-ydd br. kere 'Schuhmacher'
I 94; mc. kynyd nc. cynydd 'Jäger' (cwn 'Hunde'); c. pryd-
ydd 'Dichter' acorn. prid-it; mc. llem-hid-yd nc. llamhidydd
'bouncer' u. s. w. Daraus entlehnt ir. digl-aid gl. ultor, nuie-
thic-id 'neu angekommen', den-m-id gl. factor, except-id
'Ausnahme' "Ausnehmer", f or-citl-id 'Lehrer', in-gren-t-id 'Ver-
folger', doilb-th-id 'Töpfer' u. s. w. f) nomina concreta: ir. orpe
'das Erbe'; air. humae 'Kupfer' c. efydd I 166. Über die -ijo-
Stämme als Ersatz anderer Stämme und über den Ersatz der -jo-,
-i/o-Stämme durch o-Stämme im zweiten Kompositionsglied s. § 357,
§ 359. Im Ir. steht nicht selten ein -(i)yo-Stamm gleichbedeutend
neben einem -o-Stamm : air. cenel und cenele 'Geschlecht'; mir.
f ert und ferta 'Hügel'; find und finda 'Haar'; long und lunga
'Schiff'; danach in Lehnwörtern: ir. gard-a, nir. hat-a § 125
Anm. 1 I 201. — Vgl. ZE 765, 792 f., 836 f. — In SufÜxgruppen
ist die Suftixform -jo- häufig: ir. gataige, c. cardotai § 370;
ir. nem-de, c. gwedd-aidd § 374; -tjo- § 384, 3; -nja S. 57f.
4) Über die j-Stämme s. § 435.
5) Häufig vorkommend, aber etymologisch schwer zu deuten
ist die Endung -i im Brit. ; ZE 8141; sie bildet nomina abstracta
und Kollektiva (die letztere Funktion ist aus der ersteren ent-
standen): mc. nc. caled-i 'hardship', mabinog-i 'Alter, Repertoire
Pedersen: Vgl. kolt. Gramm. II. 2
18 Vokalische Suffixe. -Ä-, -«^--Suffixe. [§364,5.365
des angehenden Barden', acorn. berri gl. pinguedo (bor gl. pinguis),
br. dieg-i fem. 'Faulheit'; verbindet sich oft mit anderen Suffixen: br.
nevez-int-i 'Neuigkeit'; besonders häufig mit einem vorhergehenden
n: c.mech-n-i 'Sicherheit' (mach 'Bürge'); gles-n-i 'blaue Farbe'
(glas 'blau'); mbr. coz-nifem. 'Alter'; c. bardd-on-i 'bardic science',
daioni 'Güte' (da 'gut'); br. kas-on-i fem. 'Haß'. Ursprüngliche Kol-
lektiva: c. gweli 'Wunde' corn. goly br. gouli (vgl. zur Bedeu-
tung — nicht aber mit Bezug auf die Endung — mir. Plur. fuili
'blutige Wunden' LU 55b 30, LL 89b 13. 32, 33, 40); c. celli fem.
'Wald' acorn. kelli I 52; acorn. selli gl. anguilla, mcorn. Plur.
syllyes, br. Plur. sili I 72; c. llestr-i 'Gefäße' acorn. listr-i
'Schiffe' (Sing, lester) br. listr-i (Sing, lestr) u. s. w. Will man
dies Suffix als ererbt auffassen, so ist, soweit ich sehe, -ijo-, -ijä die
einzig mögliche Rekonstruktion. Wahrscheinlicher ist es mir jedoch,
daß es sich um Entlehnung aus dem Vulgär-Latein handelt, vgl.
frz. courtoisie, folie, maladie.
§ 365. Suffixe mit geschwundenem oder zu -h- gewor-
denem -s- spielen im Keltischen fast keine Rolle. Thurneysen,
KZ XXXVII 96 nimmt an, daß mir. süithe 'Weisheit' (zu sui
'ein Weiser', Dat. Plur. suidib) eine Endung wie gall. -isia vor-
aussetzt. Entsprechende Fälle aus dem Britannischen sind mir
nicht bekannt. Vgl. S 37.
Häufig tritt jedoch ein auf einem s beruhendes h vor einem
weiteren konsonantischen Suffix auf: abr. etn-coil-h-aam 'halte
Vogelschau' § 370, mc. da-h-et 'Güte' S. 37, llem-h-id-yd
S. 38, c. bon-h-edd-ig I 362, § 374, mc. dauattes § 366, 6;
vor der Superlativendung. Wuchernd: S. 30 Z. 9, S. 42 Z. 1 v. u.
Ein an ein konsonantisches Vorstück gefügtes -so-, -sä-
Suffix wird hin und wieder anzunehmen sein: ir. tarr 183, glass
'Schloß' § 49, 1 I 75 (könnte jedoch auch ein -s^Suffix haben);
-SM- in ir. criss I 42, vgl. nir. gaoisid I 80. Vgl. § 383 Anm.
-sÄ;-Suffixe sind im Keltischen zahlreich belegt, in der histo-
rischen Zeit jedoch nicht mehr produktiv. Einige Beispiele I 76f.
Femer: ir. brise, appriscc 'gebrechlich' br. bresk (zu ir. bris-
sim 'breche' I 79); c. gwisg 'Kleidung' acorn. guisc br. gwisk:
*wesko-, *weskä zu lat. ues-ti-s 'Kleidung' gr. evvh{.ii 'kleide'
{nn aus sn) got. Inf. wasjan arm. z-genum 'ziehe mich an' skr.
vds-te 'kleidet sich'; dazu br. di-wiska 'entkleiden', aber c. di-osg
corn. dysky, die eine andere Alternationsstufe des Vokals voraus-
setzen müssen, aber auch so Schwierigkeiten machen (-osg aus
§ 365. 366] -sk-, -s^Suffixe. 19
*'wesk-, vgl. c. gosper I 198; das o im Com. umgelautet); mir.
tiscaid a etachde 'zieht ihr Kleid aus', t-un-isca 'zieht ihn
(claideb) aus der Scheide' mag hierher gehören und auf *de-wesk-
zumckgehen ; das t- beruht dann auf Vermischung mit einem anderen
Verbum, vgl. Verbalverz. Gewisse kleine Bedeutungsgruppen lassen
sich vielleicht konstatieren: über ir. flesc 'ß,ute', c. gwrysg-en
'Zweig', llysg 'Rute' s. § 252 Anm. 9d I 367; nir. duilleasg
'dilisk, dulse' (ich weiß jedoch nicht, ob das -11- eine richtige Ortho-
graphie ist; Arran d'il'ds(j) nsch. duileasg 'dilse, sea-weed' mc.
delysc 'a kind of edible alga' (nc. dylusg ist volksetymologisch
umgestaltet: llusgo 'to drag, to hale'): mit dem Suffix -isko- zu
ir. duille 'Blatt', c. dal-en § 255 Anm. 4 I 375. Mit dem Suffix
-sk(i\jo-: ir. gesca mask. 'Zweig' 181; ir. esca neutr. 'Mond', etwa
*ms-sMJo-m zu skr. mäs 'Mond, Monat', ir. mi u. s. w. I 86 (anders
Walde, Wtb. idüs); ir. uisce, usce mask. 'Wasser' *ud-skiJo- zu
skr. ud- (Instrum. ud-ä), alb. u-jd (KZ XXXVI 339) 'Wasser', wei-
terhin zu lat. u-n-da 'Welle' gr. v öcoo 'Wasser' got. watö asl. voda
ds. arm. get 'Fluß'.
§ 366. Die -st- Suffixe spielen im Keltischen eine sehr große
Rolle. Es handelt sich teils um Stämme auf -stu-, teils um Stämme
auf -sto-, -stä-, -sti-; daneben kommen noch verschiedene Weiter-
bildungen vor. Die Suffixe treten 1) an ein einsilbiges Vorstück : h\
luss 'Kraut' u. s. w. I 378 *lubh-stu- (zu ir. luib 'Ki-aut' I 116);
c. corn. nos br. noz 'Nacht' I 123; ir. tess 'Hitze' (Gen. tesa)
c. corn. tes br. tez *tep-stu- zu lat. tepeö 'bin warm', skr. tapas
'Hitze', verwandt mit ir. te, timme, tene I 92 f.; ir. ois 'Alter'
(Gen. öisa) I 56; ir. frass 'Regen' («-Stamm): lat. rös I 176; ir.
mlas I 163 scheint ein o- Stamm, ii*. driss I 80 scheint ein
i-Stamm zu sein (nir. dris, dreas); sicher «-Stamm ist ir. gnüis
'Gesicht' I 175. Als besondere Gruppe können die Fälle erwähnt
werden, in denen das substantivische -«^Suffix neben einem adjek-
tivischen -^o-Stamm steht: ir. gnäs 'Gewohnheit': gnäth 'bekannt'
I 49; ir. baes 'Torheit': baeth 'einfältig' I 56; air. gaes "Weis-
heit': guith 'weise' (zu skr. tjäjati 'singt', gltä-s 'gesungen'?); mir.
luas 'Schnelligkeit': luath 'schnell' I 91; mir. sci's 'Ermüdung':
scith 'müde' I 76; ir. drüs LU 68b 1 nii\ drüis 'Unzucht':
drüth 'unkeusch' I 508. In diesem Falle ist das -s^Suffix pro-
duktiv; zweifellos gelten für das Sprachbewußtsein die Substantive
als Ableitungen von den Adjektiven auf -th; liistorisch sind
jedoch in den ältesten Fällen die beiden Bildungen von einem ein-
2*
20 -«^Suffixe. [§ 366
silbigen vokalischen Stamm abgeleitet, während die jüngeren Fälle
bloße Analogiebildungen sein können. Ähnlich, aber abweichend
ist ir. bäs 'Tod' (o-Stamm, neutr.): bath 'Tod'. Anders Zimmer,
KZ XXXII 222 f. 2) An einen mehrsilbigen Stamm auf -a-: air.
senchas 'Geschichte' ac. hencassou gl. monimenta I 357 (zu ir.
sen 'alt'). So zahlreiche nomina abstracta und Kollektiva , ZE
787, 833: air. lond-as 'Zorn' (lond 'zornig'), muntar-as 'Haus-
stand' (muntar ds.), gen-as 'Keuschheit' (gein 'Kind'); diese ir.
Wörter sind mask. -z*-Stämme; c. din-as fem. 'Festung' (diu ds.);
c. cy-weith-as fem. 'society, Company' corn. cowe<^as [ß als p zu
lesen). 3) Selten an einen mehrsilbigen Stamm auf -o-. Im C.
dient -os zur Bildung von Koseformen der Plurale: plant-os
'liebe Kinder', mc. bran-os 'liebe Raben' Mab. 154 ZE 297-
aber diese Endung kann eventuell auf -ustä zurückgehen; air.
eross gl. puppis acorn airos br. aros mag ein Kompositum sein.
4) An einen mehrsilbigen Stamm auf -u- (ein sehr seltener und
zweifelhafter Fall): ob c. madws 'fullness of time, due, proper time'
hierher gehört, ist mir nicht klar; c. drws 'Türe' ist neben ir.
dorus aus *dhworestu- I 32, 363 recht auffällig; wenn man für
das Cymrische etwa von einem alten Plur. Neutr. mit der umlau-
tenden Endung -^ (*c?Ä«<;ores^<:^; vgl. acorn. les mcorn. leys 1378?)
ausgehen dürfte, so wäre drws aus einer umgestellten Form
*dh{o)rwestü erklärbar; über ivii > w s. I 42. 5) An einen mehr-
silbigen Stamm auf -e-: so scheint c. maes mask. 'ofifenes Feld'
I 96 erklärt werden zu müssen; die meisten c. Wörter auf -es
sind jedoch fem. und lassen sich also zu 6° stellen; über ir. dorus
s. unter 4°. 6) An einen mehrsilbigen Stamm auf i: ir. cosmil-
ius 'Ähnlichkeit', inrucc-us 'Würde', bin diu s 'Wohllaut' zu den
«■-Stämmen cosmil 'ähnlich', inricc 'würdig', bind 'melodisch',
vgl. ZE 788. Ein -i- kann angesetzt werden bei ir. huinnius
gl. fraxinus: c. onn u. s. w. I 85f., bei den Ableitungen von -{i\jo-
Stämmen wie ir. comarb-us 'Erbschaft', cutrumm-us 'Grleich-
heit' (comarbe 'der Erbe', cutrumme 'gleich'), bei *coibnes
'cognatio' (Gen. in choibnis, vgl. coibnes-ta gl. affinis; I 64,
156; ist ein o-Stamm; dafür jedoch mir. coibnius), und bei den
ä-Stämmen wie ir. sanas fem. 'Flüstern' c. hanes fem. 'history'
(corn. hanas M. C. 79); mir. longes fem. 'Fahrt zu Schiffe' c.
llynges fem. 'Flotte' (ir. long c. llong 'Schiff' I 33); ir. lämos
(Corm.; das o von dem m hervorgerufen?) 'Ärmel' c. ilawes fem.
(ir. läm c. 11 aw 'Hand'); auch kann der geschwmidene Vokal in
§ 366. 367] -s^Suffixe mit Weiterbildungen. 21
c. rhys-yn, cors-en I 484, 485 neben ir. richess, curchas
ein altes / gewesen sein. Ein -i- steckt schließlich wohl auch in
mc. dauattes nc. davates fem. 'Schafherde' [t aus d + h) und in
c. buches fem. 'a milking fold', 7) An einen mehrsilbigen Stamm
auf -ä- (-Ö-): mc. lliaws br. lies I 68.
Anm. 1. -a-st- und -ist- lassen sich im Ir. nicht immer unterscheiden.
Nach einem mouillierten Konsonanten wird altes a zu e: ir. faitch-es
'Vorsicht' von faitech 'vorsichtig" (später zu faitchius umgebildet);
ir. cairdes 'pactum', Gen. eardessa (zu care 'Freund"). Und umgekehrt
kann -i- nach einem unmouillierten Konsonanten zu a werden. Bei den
?<-Stämmen ist das Fehlen oder Vorhandensein des M-TJmlauts das unter-
scheidende Merkmal der -a-stu- und -e-s^M-Bildungen.
Anm. 2. Über -^^^-Ableitungen s. § 383.
Anm. 3. Adjektive mit -«^-Suffixen sind selten. Ir. o c u s 'nahe'
c. agos corn. ogasbr. hogoz §97 Anm. I 161. Ir. adas 'entspre-
chend' Wb 5d 35 (auch als Partikel gl. siquidem, utique, quamuis; mit
cia synonym oder vor cia oder raa stehend, Ascoli CCCCXI, Ml. 57b 9,
76c 6; Sg. 7a 7, b 7; 88a 1; 102b 5; 17a 3; Wb. 3d 2, Ml. 68d 15;
Sg. 40 a 21): com-adas 'passend': c. ad das und cyfaddas 'passend'.
Ob mir. cendais 'mild" (air. cense 'Milde') mit cendaid 'zahm' § 384
Anm. S. 39 etwas zu tun hat, und ob es überhaupt ein Suffix enthält (ent-
lehnt aus c. cynnwys 'leave, license'?), ist unklar.
Anm. 4. Das -s- der -s^Suffixe wird von den mit einem -^Suffix weiter-
gebildeten s-Stäramen (vgl. lat. tempestäs neben tempus) ausgegangen
sein. Ein s-Stamm liegt in einigen Fällen tatsächlich zu Grund ; so bei
ir. tess, frass, driss, bei ir. less 'Hüfte' br. lez (: lat. latus 'Seite')
u. s. w. Die -s^Suffixe haben zum Teil ältere -^-Suffixe verdrängt: ir.
dorus c. drws neben acorn. darat; ir. fertas neben c. gwerthyd
I 137. Die große Mehrzahl der belegten -«^Bildungen sind von Xominen
abgeleitet; die Fälle wie ir gnas u. s.w. beweisen aber, daß auch Verbal-
stämme zu Grund liegen können: auch die Bildungen auf -a-stu- sind viel-
leicht an die Stelle von verbalen Ableitungen auf -a-tu- getreten.
^367. Weiterbildungen der -s^Suffixe. -s^(i|;o-: ir. fiad-n-
isse neutr. 'Zeugnis' (fiadu, Akk. fiadain 'Zeuge'); sair-se
'Kunst, Werk' (säir, sa er 'Künstler'). Adjektiv: ir. tän-aise 'der
zweite' (vermutlich zu im-thanad 'Wechsel'), -stikä- (der Vokal
zwischen -st- und -k- nicht sicher bestimmbar): mir. Dat. Plur. rad-
sech-aib, räith-sech-aib 'verworrenes Reden'; mir. bait-sech (ä)
'Regen' zu baidim 'ertränke' I 489; mir. bunsach 'Zweig* 'a rod,
toy-javelin, playing-pole' nir. bunnsacli 'a javelin, a rod, a twig, an
osier': zu ir. bun 'Wurzelstock' § 252 Anm. 4 I 363f., also wohl
*hhonustikä. Weitere Beispiele bei Carl Mai*strander, ZfcPh. VII
384. Aus dem Brit. kann angeführt werden: c. caseg acorn.
22 -sw-Suffixe, entlehnte -s- u. -i-Suffixe, -^-Sutfixe. [§ 367—370
cassec br. kazek 'Stute' *kavkstikä, s. § 377 S. 29, — Mir. aigsech ,
ägasta 'fearful. awful' sind adjektivische Ableitungen von einem nicht
belegten Substantiv. — -stero-, -sterä: ir. aimser u. s. w. I 80; -str-:
ir. riastraim; maistir § 390, 2. — -stin{i)jä oder -stun{i)jä: air.
co-ceil-sine fem. 'Genossenschaft' (cele 'Genosse'), fäit-sine fem.
'Prophezeiung' (: fäith I 420). — Das Adjektiv ir. co-tarsne 'ent-
gegengesetzt' scheint zu mir. tarsnu 'querüber' zu gehören, das von
tar I 439 abgeleitet ist; etwa * trrostlnijo- {*t)-stinjo-?}, vgl. gr.
ayxi-GTivog 'nahe aneinander' ?
§ 368. Die -sm-Suffixe, die im Keltischen sehr häufig sind,
sind mit Bezug auf die Entstehung mit den -sZ-Suffixen (§ 366
Anm. 4) parallel; Beispiele in § 401.
§ 369. Entlehnte -i- und -^-Suffixe. Lat. -ösus: c. mel-us
'süß' (daraus ir. milis 1205), acorn. prider-us gl. solhcitus, mbr.
quened-us 'schön' (br. kened 'Schönheit'). — Lat. -ensis: ac.
tusc-ois 'etruskisch', c. am-ddyfr-wys, br. bourc'hiz I 209, br.
bro-iz 'compatriotes', V. PI. mez-is 'Landbewohner', ker-is 'Stadt-
bewohner', mbr. bed-is 'Menschen' "Weltbewohner". Vgl. ZE
294. Hierher auch c. mamwys 'kinsmen by the mother's side',
'motherhood', tadwys 'kinsmen by the father's side'. — Lat. -issa,
frz. -esse: mir. läich-ess 'a hero's wife' ac. leec-es gl. maritae
I 203, c. unbenn-es 'Herrin*, acorn. cait-es 'serua', mbr.
baelegu-es 'Priesterin' nbr. beleg-ez.
Lat. -itia (in romanischer Lautgestalt): br. iaouank-iz
'Jugend', koant-iz 'gentillesse' (V. -is, Bayon S. 14). — Frz.
-age: V. bouit-aj 'matiere ä nourrir' (Bayon S. 13); das Nir. hat
ömös, fömös 'hommage' aus dem Engl, aufgenommen, aber kein
produktives Suffix ausgebildet.
Über die Endung -s in gelehrten Lehnwörtern aus dem Lat.
(air. augtortas, nir. biatas u. s. w.) s. I 190f.
§ 370. -^-Suffixe sind selten: ir. mon-g c. mwn-g 'Mähne'
neben c. mwn 'Hals' I 33; ir. lö-g 'Lohn': gr. artoXavio I 54.
Ein -g- steht nach dem Vokal e in einer Reihe von Substan-
tiven, die sämtlich etymologisch schwierig sind: ir. lä-eg (einsilbig;
-o-Stamm, mask.) 'Kalb' br. leue: vielleicht *läpego- zu alb. lojje
(Häjjä) 'Kuh'; da die br. Form beweist, daß der Hiatus im Brit.
lange bestehen blieb, so darf man den c. Plur. lloau aus *lloeeu
mit Kontraktion der beiden e erklären; danach Sing. 11 o statt
*lloe; acorn. loch ncorn. leauh (-ea- nach I 319 aus e und dies
aus ö < rt I 48; -u- ist analogisch entstanden, vgl. ncorn. biuh
1
§ 370. 371] -^-Suffixe. Deutung der -^-Suffixe. 23
•Kuh' aus acorn. buch: ma'n viuh gen leauh 'the cow is in
calf Lhuycl) haben ein anderes, aber verwandtes Suffix (vgl. § 371,
§ 372) und zeigen möghcherweise Kontraktion von öe zu ö; — c.
bele 'Marder': "^'bhelego- zu lat. feles ds.; — ir. im-bärach nir.
a-mäireach c. bore u. s. w. I 99 (dunkel; deshalb unsicher, ob
das b- auf idg. bh oder (/w, das ir. ä auf idg. ä oder ö zurück-
geht; vielleicht zu skr. bhä- 'Schein', Mcmw- 'Glanz, Licht, Sonne");
— über c. tyle 'Abhang' (ir. telach fem.) s. I 340; über com.
banne br. banne s. I 116 (mit einem anderen, aber verwandten
Suffix Treg. bannec'h, vgl. § 371, § 372).
Ein Nomen mit suffixalem -</- liegt den denominativen Verben
des Typus ir. säraigim 'beleidige' (I 79) zu Gnmde: mc. bwytaaf
'ich werde essen', ac. 3. Plur. scamnhegint, nertheint I 13,
abr. etn-coilhaam 'halte Vogelschau'; mc. sarhaet 'Beleidigung'
nc. sarhäd ds., gwellhäd 'Verbesserung' br. gwellät. Daß dem
br. -«-Stamm im Ir. ein -^-(-?-)Stamm gegenüber steht, kann mit dem
häufigen Nebeneinander verbaler -a- und -f-(-i-)Stämme zusammen-
hängen ; es könnte aber auch die im Irischen zweifellos stattfindende
Vermischung mit den Ableitungen von den -^--Bildungen auf -ach
(ir. cuiligim gl. prosto zu cuilech gl. prostibulum u. s. av.) dabei
eine Rolle gespielt haben. — Mit den -^-Verben im Zusammen-
hang stehen die nomina agentis auf *-agJo-: ir. mer-aige 'Narr'
(mer 'toll'), gat-aige 'Dieb', scel-aige 'Erzähler', slat-aige
'Räuber', dual-aige 'a painter or brushman', li'n-aige 'Netzsteller';
(im Nir. werden diese Bildungen meist unhistorisch mit -dh- ge-
schrieben; mir. cennaige 'Händler' neben cennach 'Kauf' war
sicher mit den übrigen Formen auf -aige assoziiert, enthält aber
möglicherweise ein -Ä:-Suffix); c. cardot-ai 'Bettler' (cardota
'betteln'), gwest-ai 'Gast' (gwesta 'besuchen'), cas-ai 'Feind'
(cas 'Haß'); acorn. idn-e gl. auceps (hethen 'Vogel' I 90), eur-e
gl. aurifex. Mc. ysgol-he-ic s. § 377, 2d S. 30.
§ 371. (/-Suffixe sind in allen idg. Sprachen selten, vgl. Brugm.
Grdr. 11- 506 ff, (massenhaftes Auftreten von ^-Suffixen im Armenischen —
z. ß. in unßH-k 'enge', bo-k 'barfuß' — wird von einigen Forschern, z. B.
von Meillet, MSL XV 355, angenommen, aber meiner Ansicht nach mit Un-
recht). Die der alphabetischen Reihenfolge zuliebe in § 370 vereinigten
Formationen sind denn auch historisch von sehr verschiedenem Ursprung.
In ir. mong, lüg handelt es sich um uralte, in der historischen Periode
des Idg. nicht mehr produktive Suffixe („Wurzeldeterrainative"). Die Bil-
dungen auf -ee/o- zeigen durch die Nebenformen acorn. loch, Treg. ban-
nec'h deutliche Berührungen mit den -j?-»-Bildungen (§ 372) und könnten
24 Deutung der ^-Suffixe. ^-^Suffixe. [§ 371. 372
schließlich daraus entstanden sein (besonders leicht wäre die Erklärung,
wenn man einen Nom. auf -ön > -on ansetzen dürfte); jedoch erinnern ir.
läeg und c. bele auch an die Tiernamen auf -ga- des Indischen: skr.
pata-ga-s 'VogeF u. s. w. Was schließlich die -a^r-Verba und die nomina
agentis auf -agfo- betrifft, so ist es mir wahrscheinlich, daß der Urtypus
derselben auf Komposition mit einem von idg. *ag'ö (lat. agö) abgelei-
teten Wurzelnomen beruhte; vgl. lat. rem-ex : r emigäre, lat. litigö,
leuigö, leuigü, mitigo, purgö, castigö, fatigö; lat. näuigium,
lltigium. Das Keltische weicht dadurch vom Lat. ab, daß -ag- immer an
einen durch -h- < -s- erweiterten Stamm gefügt ist. Entsprechende Bil-
dungen vielleicht auch im Arm.: tuar-ac 'Hirt' {t/<ar 'Herde'), hal-ac-em
'verfolge", har-uac-em 'schlage", har-tiac 'Schlag' u. s. w. (KZ XXXIX 241 ff.).
Auch skr. bhis-a^- 'Arzt', aw. baes-azö 'heilend'?
§ 372. Suffixe mit -^- + Kons. 1) -g-l-, -gl-: air. bäi-gul
'Gefahr' I 56 ( -o- Stamm) ; air. anacol, tindnacul, adnacul I 418
(-o-Stämme). Hierher vielleicht c. medd-wl 'denken' {-^o- > §u- >
-wu- > w?). Auch wohl ir. sercol 'Leckerei', air. Plur. sercla
(zu serc 'Liebe').
Ir. Lifinitive auf -gal, -gail: mir. sian-gal 'Tönen' LU
122a 29 nir. sian-ghail 'waihng, weeping, howling' (Molloy 83
sianuighil mit Bezeichnung der Svarabhakti; vgl. Arran fadyl
fead-ghail 'Pfeifen', hradyl' brad-ghail 'act of thieving'); mir.
Dat. im-scri'p-gail 'Raufen', im-scem-gail 'mutual clashing';
nir. puth-ghail 'a puffing, a blomng, a coughing' Arran ^w^ (bei
M'C puithil 'blow'); nir. fiuch-ghail 'kochen'. Dieselbe femi-
ninische Endung in mir. crann-gal 'wood, timber" (crann 'Baum"),
nir. glic-ighil 'cunning' (mit Bezeichnung der Svarabhakti; glic
'klug'). Aus dem C. gehört wohl hierher: sis-ial 'whisper' (sis ds.);
dann sind diese Bildungen nicht nur dui'ch das Genus, sondern
auch durch die Vokahsation von ir. baigul u. s. av. verschieden.
Infinitive auf urkelt. -glä: ir. gabäl 'nehmen'. Dat. gabäil,
mc. kafael ds. (die Nebenform kaffel heße sich aus -^f^Zä erklären,
s. I 423), corn. dre-hevel 'errichten". Von den zahlreichen Zu-
sammensetzungen mit ü\ gabim aus hat die Infinitivendung -al, -äi.l
sich weit verbreitet und ist im Nir. eine sehr gewöhnliche und pro-
duktive Endung: nir. fuaghäil 'nähen' (mir. uaimm, fuaim LL
284a 10)^ teastbhäil, teastäil 'fehlen' (air. tes-buith, Präs.
3. Sing, do-es-ta), teagmhäil (air. tecmang I 487; mit einer
anderen Infinitivendung kombiniert in Arran t'awaxdäl'). Dasselbe
Suffix in nicht -infinitivischer Verwendung in mir. carn-äil 'a heap,
pile'; auch wohl in mir. cennal, Akk. cendäil. Gen. cendaile
'Köpfe' (obgleich in den meisten Belegen das Längezeichen fehlt).
§ 372, 1. 2] -g-l- und -^-n-Suffixe. 25
Anm. 1. Die Ansicht, daß die ir. Infinitive auf -gal, -gail späte
Analogiebildungen nach den Zusammensetzungen von fich- (s.Verbalverz.j wie
di-gal 'rächen', ir-gal 'Kampf u. s. w. wären, ist nicht haltbar; dagegen
ist zu erwägen, ob nicht die Urtypen der oben besprochenen Bildungen auf
uralter Komposition mit *(/hol-ns, *g'hllä, *g'hlä etwa mit der Bedeutung
'Wesen' zu gr. ;foA?J, yyXog 'Galle, Zorn' lat. fei 'Galle' beruhen (vielleicht
wäre dann auch ir. gal 'Tapferkeit' natürlicher hierher als zu c. corn.
mbr. gallaf 'ich kann' I 157 zu stellen; vgl. über galar unter 2°).
2) -g-n-, -gn-, Ir. bargen, bairgen 'Brot' nir. bairghean
c. corn. br, bara: *bharagen- zu lat. farrägö I 101 (das ir. "Wort
ist fem., das brit. Wort mask.; das brit. Wort geht von dem alten No-
minativ eines ^^-Stammes aus ; die Endung -ö > -ü > brit. -i hätte
aber Umlaut bewirken sollen ; entweder ist der Umlaut nach dem
Muster der übrigen Kasus beseitigt, oder der Nominativ endigte
auf -ön > -on); — gall. carrago 'Wagenburg'; — mit Assimilation
von -gn- zu -gg- (brit. -kk- > x): ir. fracc nsch. frag c. gwrach
br. grac'h: lat. uirägö I 159 (aber das Keltische hatte kurzes a;
über c. gwraig I 161). — Die n-Flexion ist erhalten, das niu- in
gewissen Kasus berechtigte gg aber verallgemeinert in ir. deru-cc
gl. glans, Gen. dercon (zu ir. daur 'Eiche' I 144).
Das Brit. (bes. das C.) kennt mehrere produktive -ic-Suffixe;
-ach- (vgl. lat. lumbägO, plantägö): br. pl-ac'h 'Mädchen', vgl.
ir. cail-in ds. (beide Wörter mask., § 309 Anm. 2 I 444); c.
cein-ach 'Hase' I 86; c. gafl-ach 'fork' u. s. w. , ZE 851,
afall-ach 'Apfelgarten', sim-ach 'Affe', corr-ach 'Zwerg',
bloth-ach 'a squab' und andere verächtliche Personenbezeich-
nungen; -ach hinter Plui-alen drückt Verachtung aus: dynion-ach
'elende Leute'; vgl. blawd-ach 'meal of an inferior sort'; über
-ach corn. -abr. -oc"h als Komparativendung s. § 465. Mit einem
anderen Suffix kombiniert: br. glac'har 'affliction' neben ir. gal-ar
'Krankheit' (neutr.) c. galar 'grief corn. galar, vgl. gr. xo^^Q^
'eine Magenkrankheit' (zu xolij, ir. gal, s. oben in Anm. 1). Vgl.
noch § 381, 4.
Ein -A-Suffix nach einem e findet sich in acorn. loch 'Kalb'
und Treg. bannec'h 'Tropfen'. Über die Möghchkeit, die schein-
bar auf -ego- zurückführenden Formen aus einem Stamm -e-g-en- zu
erklären s. § 371. Dunkel ist mir mbr. dech nbr. deac'h 'gestern'
(I 67, 89); von einer nicht erhaltenen Nebenform von br. beure
'Morgen' beeinflußt?
Ein -.r-Suffix nach einem kurzen -i- (vgl. lat. röblgö, sur-
dlgö, melligö, orlgö) hat es im Brit. sicher gegeben, vgl. ac.
26 -g-n- (-a;-)Suffixe im Biit. [§ 372, 2
di-guolouich-etic gl. proditus zu c. goleu 'Licht'; dazu nc.
llewych ^ightness', das zu llewyrch entstellt wurde und so das
-y- festhielt. Ein anderes nc. Wort mit der Endung -ych ist
eur-ych 'Goldschmied, Kesselflicker', vgl. die Personenbezeichnun-
gen auf -ach; das -y- blieb hier unter dem Einflüsse der Schrift-
sprache erhalten, weil das Wort nicht zu den Bedeutungskatego-
rien der übrigen -i^ew-Bildungen gehörte (vgl. Rhys, Celtic Inscrip-
tions S. 47 f.: „The word is so conie down in respectabiHty that it
is oftenest heard now in the colloquial saying fei dau eurach,
'like two tinkers', which is said of two persons quarrelling with
great wealth of abusive oratory. For eurych sounds in Welsh
like a plural, so a singular eurach has been made of it, from
which in its turn is formed the contemptuous plural eurach od").
C. chwennych = chwennychu 'wünschen' war durch die infini-
tivische Verwendung isoliert.
In allen nicht besonders geschützten Fällen ist jedoch c. -ych zu
-weh geworden (vgl. 1 385), wobei neben einer lauthchen Neigung auch
das Vorhandensein alter Bildungen auf -u-yen- (vgl. lat. aerügö, al-
bügö, ir. derucc, das br. Komparativsuffix -oc'h, br. kall-oc'h
'cheval entier': kall'Testiker, pe-oc'hI218) Einfluß ausgeübt haben
kann. So ist -weh im C. zu einem sehr gewöhnlichen Suffix der
nomina abstracta (und auch der nomina actionis) geworden: p es- weh
'Husten', gwled-wch 'Herrschaft'; mc. hed-wch nc. heddwch
'Friede, Ruhe', mc. diffeith-wch 'Wüste' nc. diffaeth-wch,
mc. ynyal-wch 'Wüste' nc. anial-wch, c. tawel-wch 'Ruhe',
trythyll-wch 'enjoyment'. Bisweilen steht neben -weh eine
Nebenform -wg (vgl. gwraig neben gwrach): tywyll-wch und
tywyll-wg 'Dunkel' (vgl. corn. Plur. tewolgow). Das Suffix
kann auch eine konkrete Bedeutung haben: mwl-wch, mwl-wg
'refuse, sweepings, filth', mc. trawss-wch nc. traws-wch 'SchnuiT-
bart'.
In ac. nc. buch 'Kuh' acorn. buch mcorn. bugh br. buc'h
ist das Suffix unmittelbar an den Stamm *yuou- (ir. bö lat. bös
gr. ßovg aengl. cü lett. gohws asl. yov-^do arm. kov skr. gäu-S)
gefügt. In allen drei Sprachen ist jedoch später das bloße -x
durch -ux ersetzt worden: nc. buwch ncorn. biuh br. buoc'h,
bioc'h; im C. ist die analogische Umbildung durch eine lautpsy-
chologische Neigung unterstützt worden, vgl. uch > uwch § 349,
26 I 516. Es ist daher unsicher, ob -ch > -weh in etymologisch
dunklen Wörtern (euch, cuwch 'frown', penguwch 'a hood'
§372,3 — 374J -a-gno-,i-fj-no-,u-yno-. C. -ing. -(/-Suffixe. 27
acorn. pengugh grec gl. mastruga 'a für coat, cloak of a woman')
suffixal oder stanimhaft ist.
Anm. 2. Ein nicht aus -(jn- entstandenes x spielt in der Suffixbildung
keine Eolle. Die Suffixe von c. hefel-wch und cyffel-yb I 128 werden
daher unter sich gänzlich verschieden sein.
3) Die Ausgänge -a-gno- und -i-gno- {-u-gno-) bilden Personen-
namen (die zum Teil Patronymica sind) und Verkleinerungswörter.
Ogam Gen. COIMAGNI, CORBAGNI, abrit. Curcagni, Er-
cagni, ac. Circan, Erchan, gall. Iccauos Oppianicnos
'Iccauos des Oppianos Sohn' (falls es erlaubt ist, das ständig ge-
schriebene -cn-, -xj'- als -gn- oder aus -gn- entstanden zu deuten),
gall. celicnon 'Turm' (woraus got. kelikn entlehnt ist); — ir.
aisleän gl. articulus (asil gl. artus), nöiden-än 'kleines Kind',
imbl-ec-än 'Nabel', Colm-än MN, Ciarän MN; Flaith-
n-än MN, Lacht-n-än MN; nir. croc-än 'Topf c. croch-an;
air. lebr-än 'kleines Buch' c. llyfr-an; nir. crom-än 'a
crooked surgical instrument' (crom 'krumm') c. crym-an 'a
reaping-hook' ncorn. crobman; c. mud-an 'dumb one' (mud
'stumm'); nir. truagh-än 'a miserable man' c. tru-an 'miserable';
ir. beccän 'klein' ac, bichan nc. bychan acorn. boghan
br, bihan I 103; air. oenän gl. ullus Manks unnane 'eins'
c. hunan 'selbst' corn. onan 'one' br. unan ds., ir. a öenurän
= a öenur (Dat., § 417) 'er allein'; — ir. cuilen 'junger Hund'
c. colwyn acorn. coloin br. kolen I 104; c. morwyn u. s. w.
'Mädchen' I 104; c. mollwyn neben mollt 'Widder'; ir. duinen
gl. homuncio; weitergebildet ir. larene gl. equula, sinncheuae
(e) gl. uulpecula, clebene gl. quasillum (cliab gl. qualus), colm-
mene gl. neruus; — ir. medön 'Mitte' c. mewn 'in' § 67 Anm. 3
I 112. — Vgl. § 467 Anm. 2, ZE 273, 274 mit Nachtrag.
Anm. 3. Die Bildungen auf -a-gno-, -i-gno-, -u-gno- sind vermutlich
eigentlich Komposita mit einem zur Wurzel *g'en- 'gebären" (I 95f.) gehö-
rigen Nominalstamm.
§ 373. Suffixe mit Kons. + -g- sind mir nicht bekannt.
C. hust-ing neben hust 'a buzz' ist wohl englisch (eng. hiss,
hissing, Interjektion bist, vgl. dän. hysse).
§ 374. -c^-Suffixe. 1) Ein -c^-Suffix scheint in dem schwie-
rigen ir. crabud c. crefydd *k'rabhidu- 1492 und in ir. bun-ad
neutr. 'Ursprung' c. bonedd I 362 vorziüiegen (jedoch könnte ir.
bun-ad mit ed I 91 komponiert sein); c. nod-wydd corn. nas-
weth mbr. nadoez I 85; auch wohl in ir. Inf. saigid 'tendere,
28 -(/-Suffixe. [§ 374
petere, adire' mit seinen zahlreichen in der Bedeutung weit diver-
gierenden Zusammensetzungen (s. Verbalverz,), vgl. c. cy-r-haedd
'erreichen' corn. hethy, Konj. 3. Sing, d-re-heth-o mbr. di-r-
haes nbr. direza, s. Loth, Rc. XXX259f. 2) Ein sehr häufiges
adjektivbildendes Suffix ist ir. -de, -ide (diese Form bei Ableitungen
von -ijo-Stsimmen und nach einer geschwundenen Silbe) : air. nem-
de 'himmlisch' nir. neamhdha, air. ör-dae 'golden' nir. ordha;
air. celide 'auf Besuch' (cele 'Genosse'), humide 'kupfern'
(humae 'Kupfer'), nüide 'neu' (nuie ds.); coln-ide 'fleischlich'
(colinn 'Fleisch'), cäirch-uide gl. ouinus (caera 'Schaf'); ana-
logisch (zur Vermeidung einer schweren Konsonantengruppe) derc-
aide gl. Rubrenus (ir. derg 'rot'); aber auch stor-ide 'historisch,
körperlich'. Das -ä- des Suffixes unterliegt gewissen lautgesetz-
lichen Änderungen: mac-the 'kindisch', bes-te 'moralisch', tuati
gl. qui foris sunt (tuath 'Volk'); analogisch idal-te neben idol-de
'zu den Götzen gehörig'. Die Mouillierung des -ä-, -d- mußte in
den meisten Konsonantengruppen schwinden; analogisch air. dia-de
'göttlich', Dat. diadu, nir. diadha; air. cen-athe 'abwesend',
Adv. in chenadid gl. absque (von cen-e 'ohnedies'); aber mouil-
liert in storide, storidiu u. s. w. Substantiviert: dede 'Zwei-
heit'. Diesem ir. Suffix entspricht mc. -eid nc. -aidd: mc.
brenhin-eid nc. brenhin-aidd 'königlich', mc. bonhedig-eid
nc. boneddig-aidd 'noble' (bonheddig ds.); nc. milwr-aidd
'kriegerisch', plentyn-aidd 'kindisch', gwedd-aidd 'passend'.
ZE 790—794, 837 f. Es läßt sich nicht entscheiden, ob der Vokal
vor dem -d- ursprünglich ein -a- (vgl. gr. xQVTtz-a-öiog) oder ein
-0- (vgl. arm. hn-o-ti 'alt', KZ XXXIX 474) war.
Anm. Kein -d-Suffix liegt vor in den ir. Adjektiven und nomina
agentis auf -id, s. § 364, 3d, e (von dem echt irischen adjektivischen t-
Suffix in failid 'froh' u. s. w. § 384 Anm. S. 39 wohl zu unterscheiden).
Die entlehnte Endung -id kann auch adverbiell fungieren: in diglaid gl.
ulciscenter Ml. 62 d 3 u. s. w. (Thurneysen, Handb. 229); es wird daher
dasselbe Suffix sein, das an die Adjektive auf -de, wenn sie adverbiell
fungieren, tritt: in chorpdid gl. corporaliter (verhält sich zum Adjektiv
corpde ähnlich wie gr. exovai'cog zu iy.cöv), ind remdid gl. supra 'früher'
Ml. 53c 1, 65b 3. Man wird schließlich dieselbe Endung in samlid 'so'
anzunehmen haben.
Sehr unklar ist das c. Suffix -dde: creu-dde 'mingled with göre',
eur-dde 'covered with gold", graian-dde 'gravelly', haiarn-dde 'im-
pregnated with iron', tan -dde 'inflammation', trym-dde 'heavy, sad',
ysgar-dde 'a dispersion, a scattering". Aus dem Ir. entlehnt oder ver-
dunkelte Komposita?
§375—377] -nd-, -b-, -Ä;-Suffixe. 29
Über scheinbares -dl- (in Wirklichkeit -tl-) s. I 135; c. haeddel
I 39, 97 muß dialektisch sein und für *haedl aus *sag'hetlä stehen.
§ 375. -nd-^\jdüxe. Ir. lind, rind I 37. Aus dem Lat.
entlehnt: air. scribend 'schreiben' (neutr., Sg. 195a Rand) c.
ysgrifen, ysgrifennu I 225 acorn. scriuen gl. epistula, vgl.
scriuiniat gl. scriptor; air. legend 'lesen' u. s. w. I 222 (danach
dilgend 'Vernichtung', neutr., Ml. 53 d 1); ir. oifrend u. s. w.
I 221; br. pedenn 'Gebet', vgl. I 198.
§376. -^-Suffixe. Ir. claid-eb 'Schwert' c. cleddyf com.
clethe, Plur. cledjdjow, clythyth-ow (das zweite d durch
Fernassimilation aus v) mbr. clezeff nbr. kleze : zu lat. clädes
'Niederlage'; zum Suffix vgl. gr. '/.6?M-ffo-g 'Ohrfeige', preuß. kala-
bia-n, kal-bia-n 'Schwert', r. kolott-hä 'das Schlagen' u. s. w.;
die Zurückfühiimg des -b- auf idg. gu ist lautlich kaum möglich,
vgl. § 63, 2, und kelt. "kladibo- stimmt überhaupt sehr schlecht zu
skr. khadgd- I 127; eher beachtenswert wäre die Vermutung von
Vendryes, Melanges de linguistique offerts ä Ferdinand de Saussure
S. 309ff., daß c. cleddyf für *cleddydd aus *kladijo- = lat.
gladiu-s stünde; das ir. Wort wäre dann aus dem C. vor dem
AVirken des Umlauts entlehnt; Bedenken erregt aber der Umstand,
daß die Dissimilation des zweiten d zu v auch im Br. stattgefunden
haben müßte. Im L\ ist das lenierte -b in diesem Worte, und wo
es sonst als suffixal aufgefaßt werden konnte, später durch leniertes -m
ersetzt worden: nir. claidheamh, vgl. air. indeb 'Gewinn' (neutr.;
sicher ein Kompositum) nir. inneamh; derselbe Vorgang scheint
im Br. stattgefunden zu haben: V. klean 'Schwert'; vgl. ac. uii-
dimm nc. gwyddif § 99 Anm. 2 I 165; auch ac. guillihim nc.
gwellaif 'Schere' (zu gwallt 'Haar') und ac. nedim gl. ascia
nc. neddyf (zu c. naddu ir. snaid- 'chip, cut') sind wohl wie
gwyddif Komposita, deren letztes Glied zu ir. be-nim 'schlage'
gehört.
§ 377. -yt-Suffixe. 1) -A:-Stämme: s. § 446. 2) -ko- und
-Ä:ä-Stämme. Vgl. ZE 809 ff., 847 ff. Das Suffix tritt a) verhält-
nismäßig selten an einen kurzen Vokal (wohl nur an -u- und -»-):
-uko-: c. gAvddwg br. gouzouk I 63; ir. curach mc. corwc
I 332; — -iko-, -ikä: c. tebyg I 129; mc. cassec fem. 'Stute'
nc. caseg acorn. cassec br. kazek: *kankstikä, zu ahd. h engist
an. hestr 'Pferd'; c. gwa-eg fem. 'fibula, clasp': statt *gwae-eg
zu gwaew 'Speer' 196; c. cymraeg 'Welsh language', cernyw-eg
'Cornish language', ser-on-eg 'Astronomie', rhesym-eg 'Logik'
30 -Ä:-Suffixe. [§ 377
(rheswm 'Vernunft' I 490). Das schwierige Wort c. bloneg
u. s. w. I 24 ist mask. und würde also, rein lautlich beurteilt, auf
-eko- führen, b) An ein langes -ä-: ir. marc-ach 'Reiter, Ritter'
mc. marchawc nc. marchog com. raarrek br. marc'hek: ir.
marc 'Pferd' 1126; ir. cumacht-ach 'mächtig' mc. kyuoethawc
nc. cyfoethog acorn. chefuidoc. Ist im Ir. und im Brit. ein
sehr produktives Suffix, vor allem zur Bildung von Adjektiven: ir.
hiress-ach 'gläubig', mc. koed-awc 'waldig', du-awc 'schwärz-
lich', acorn. denshoc dour I 16 (von dem Plural des Wortes
dans 'Zahn' abgeleitet), abr. euon-oc gl. spumaticus, golbin-oc
gl.rostratus; substantiiert: nir. geal-ach fem. 'Mond' (geal 'weiß').
Bildet im Ir. auch Substantive verschiedener Art: air. et ach neutr.
'Kleid', toss-ach neutr. 'Anfang', ir. men-ad-ach I 110 (min
'Mehl'; vgl. die Anm.); ist diminutivisch: c. pwt-og 'short little
woman' (= pwt-an), V. merh-ek 'belle-fille'; bildet Ortsbezeich-
nungen: abr. datl-oc-ou gl. fora (: datl I 135), mbr. cors-ec
'Röhricht', nbr. kaol-ek 'Kohlgarten', gwennad-ek 'Bleichplatz'
(Feminina; vgl. noch Bayon S. 13), ir. dristen-ach gl. dumetum,
fäs-ach 'wilderness' (fäs 'leer'), den -ach 'Festversammlung' (neutr.,
LU 43a 28, 55b 35; den 'eins'). Nach einem mouillierten Kon-
sonanten steht im Ir. -ech: cretm-ech 'gläubig' (: cretem 'Glaube';
die Mouillierung stammt von dem -t-). c) An einen Stamm auf
-ja-: ir. cail-ech 'Hahn' mc. keil-yawc nc. ceil-iog acorn.
chel-ioc br. kiTek. Gleichfalls produktiv: ir. buidech 'dankbar'
(buide 'Dank'), caillech 'alte Frau' (caille 'Schleier'), raith-
n-ech 'Farnkraut' (Corm.) I 91; ac. mein-iauc 'steinern' (von
dem Plur. des Wortes 'Stein' I 96 abgeleitet). Bisweilen wechseln
die Suffixe -äko- und -jäko-; neben ac. meiniauc steht br. mein-
ek 'pierreux'; Ogam TOVISACI c. tywys-og, aber ir. töis-ech
I 308 (ir. tossach 'Anfang' vertritt sowohl in lautlicher wie in
morphologischer Beziehung die ungestörte alte Tradition), d) An
einen Stamm auf -i-: ir. buad-ach 'siegreich' (buaid 'Sieg') mc.
bud-ic (die nc. Schreibung budd-ug ist unetymologisch); ir.
airchinn-ech 'Oberer' mc. arbenn-ic nc. arbenn-ig (: Präp.
ar + ir. cenn 'Kopf'); c. pendefig u. s. w. I 492; c. bonhedd-ig
'edel'; Weiterbildung des Suffixes -agjo- (§ 370): mc. ysgol-he-ic
nc. ysgol-haig 'scholar' acorn. scolheic; Weiterbildung des Suf-
fixes -tjo-: ac. dom-et-ic gl. domitus, s. § 385. Bildet häufig
Diminutive: c. llances-ig 'tiny girl' (llances 'young woman');
acorn. ydn-ic gl. pullus (hethen 'Vogel' I 135), clech-ic 'kleine
§ 377. 378J -A,--Suffixe. Entlehnte -yt-Suffixe im Ir. 31
Glocke', kellill-ic gl. artauus (collel 'Messer'); mcorn. flehes-
yg-ow 'kleine Knaben' (flogh 'Knabe', Plur. fleh es); br. merc'h-
ik 'kleines Mädchen', Plur. merc'hed-ig-ou, ti-ik 'kleines Haus',
goustad-ik 'tout doucement', brema-ik 'tout ;i l'heure', pell-
oc'h-ik 'un peu plus loin'. Vgl. dazu etwa die ami. Diminutive
auf -ih {UaiaTc-ik 'Städtchen', polcr-ik 'piccolino'), die jedoch als
-w-Stämme flektiert werden.
Anm. Die Kekonstruktion der Grundform der Wörter mit -Ä;-Suffix
ist auf Grund des Irischen allein nicht miiglich; ir. -ach kann gleich gut
auf -uko-, -iko-, -äko-, -tko- beruhen, ir. -ech (die regelmäßige Fortsetzung
von -jäko-) kann nach einem aus anderen Gründen mouillierten Konsonanten
auf ein -^y-loses Suffix zurückgehen. Dazu kommt noch, daß das irische
-ch ein altes g sein kann (im-bärach § 870). Auch liegt der Verdacht
bisweilen nahe, wenn er auch in keinem Falle zur Sicherheit erhoben werden
kann, daß ir. -ach in Wirklichkeit das entlehnte c. -weh (§ 372, 2j ist;
so z. B. bei ir. cas-acht-ach 'Husten' c. pes-wch I 79, nir. breim-
neach 'das Fisten'. Die oben gegebenen Kekonstruktionen der ir. Wörter,
besonders so weit sie keine brit. Entsprechung haben, sollen nur als wahr-
scheinlich, nicht als sicher gelten.
Umgekehrt lehrt uns das Brit. (das den Konsonanten des Suffixes
und den vorhergehenden Vokal unzweideutig erhalten hat) fast nichts über
die Qualität des abgefallenen Auslauts. Dieser war aber nach dem Zeug-
nis des Irischen immer ein -o- oder -« (dem lat. Suffix -icius zuliebe
könnte man versucht sein, das brit. -ik, -ig in einigen Fällen auf -ikjo-
zurückzuführen ; und ich habe oben I 492 bei c. pendefig so angesetzt;
die Sache ist jedoch sehr unsicher; sichere -70-Bildungen in § 379). Eine
mouillierende Endung ist abgefallen in air. mithich, mithig 'passende
Zeit' "rechtzeitig' (Subst. oder Adj.? Nom. oder eine flektierte Form?).
Ob die «-Stämme ir. su-alig 'Tugend', du-alig 'Laster" ein -A-Suffix
(oder überhaupt ein Suffix) enthalten, ist unsicher.
§ 378. Entlehnte -^-Suffixe im Irischen. Ir. carraic
'Felsen', blonac 'Fett', combreic (Dat.) 'Cymrisch', gaedil-g
(Dat.) 'Irisch' I 23.
Produktiv ist das Suffix ir. -öc nir. -ög nsch. -ag (I 261)
aus c. -awc > -og: ir. fes-öc 'Bart' (bei Corm.) 186; nir. fuinn-
seog I 85, neant-ög I 134; bildet besonders Diminutive: nir.
cuileog nsch. cuileag, nir. duilleog nsch. duilleag, nir, sai-
leog, crumh-ög neben cuil 'Fliege', duille 'Blatt', sail 'Weide",
crumh 'Wurm'; nsch. siol-ag I 72; bildet Kosenamen: ir. Mo-
dimmuc, Dodimmöc § 405. Eine seltenere Verwendung hat das
Suffix in nir. cruiteög 'Harfenspielerin' (cruit 'Harfe'). Umge-
staltung eines Lehnwortes: nir. easbüg 'Bischof I 202; nir. fuin-
neög nsch. uinneag 'Fenster' I 214. Vgl. ZE 812.
32 -k{i)jo-, -Jc-astu-; -aUä. [§ 379. 380, 1
Anm. Ir. angel-ac-da 'angelic' hat ein lateinisches Suffix.
§ 379. -Hi)jo- und -k{i)jä-^Miiixe sind, wenn man von Ab-
straktbildungen wie ir. hires-ch-e 'Gläubigkeit, Glaube' (hiress-
ach 'gläubig'), galar-ch-e 'Kränklichkeit', soinm-iche 'Glück'
(soinmech 'glücklich'), cerdd-ch-ae gl. officina (§ 364, 3c) ab-
sieht, sehr selten. Ein Beispiel ist ir. Sencha I 352 (vielleicht
= gall. Senucius MN). Vgl. ZE 811.
-s^Erweiterungen der -Ä;-Siiffixe: ir. sen-ch-as ac. hen-c-
ass-ou § 366, 2; ir. aire-ch-as 'hoher Rang' (aire 'Edler', -k-
Stamm); marc-ach-as 'horsemanship'.
§ 380. 1) Das Suffix -aktä (vgl. lat. sen-ecta) ist in den
beiden Sprachzweigen zur Bildung von nomina abstracta und nomina
actionis außerordenthch häutig (im C. treten neben den Femininen
auch MaskuUna auf; Neuerung, vgl. § 382, § 384, 2e, oder ein
Suffix -aktu-, oder vgl. gall. B ihr acte ON?). Das Suffix ver-
bindet sich oft mit einem vorhergehenden -j-; die beiden Formen
-aktä und -jaktä gehen aber durcheinander. Ir. däs-acht 'Wut'
(däsaid immum 'ich werde rasend'; *dhu'öst- oder *dhiväst- zu
lit. dves-ti 'hauchen', dväse 'Geist', mhd. ge-twäs 'Gespenst',
aengl. dwses 'toll', arm. dl 'Leiche, Leichnam', di-k"^ 'Götter', gr.
^£og 'Gott', ahd. tusig 'toll', lat. furo 'rase' u. s. w.); ir. airchiss-
echt 'Schonung', döin-echt und döin-acht 'menschliche Natur';
ir. sirecht 'Sehnsucht' (sir 'lang', sirim 'ich suche') c. hir-aeth
corn. hyr-eth mbr. hir-aez, hir-ez ds. (nbr. Y. hir-eah 'ennui');
nir. marcaigh-eacht c. marchog-aeth 'horsemanship' com.
marog-eth mbr. marhegu-iez; c. brenhin-iaeth 'Königtum'.
Vielleicht gehört hierher auch ir. al-acht 'schwanger' (-ail 'nährt'),
also eigentlich "Erzeugung'", "die Erzeugende" (vgl. die Bedeutungs-
entwickeluug bei dem nicht hierhergehörigen macc- dacht I 422f.).
Das Suffix wird mit verschiedenen anderen Suffixen kombiniert:
ir. brec-air-echt gl. astutia (brecaire 'Lügner'), flaith-emn-
acht 'Herrschaft', brith-emn-acht 'Eichterspruch', fil-id-echt
'die Kunst des fili', gentl-id-echt 'Heidentum', gleor-aid-echt
'Glanz', nir. marc-aigh-eacht 'Reiten'; br. maga-dur-ez 'Er-
ziehung', gan-edig-ez 'Geburt'; corn. drok-kuleth, drocoleth,
drokeleth 'Schlechtigkeit', br. mad-el-ez 'Güte', pried-el-ez
'Ehe', rouant-el-ez 'Königtum'; corn. fol-n-eth 'Torheit', br.
fur-n-ez 'Weisheit'; c. gwas-an-aeth 'Dienst', mbr. goasoniez;
c. gof-an-iaeth 'smith's craft', gwlyb-an-iaeth 'wetness'. Mit
einem anderen Suffix erweitert: ir. cas-acht-ach 'Husten' § 377
§380,2.3—382] -H-, -^'w-Suffixe. Kons. + ^. -Ä;«-Suffixe. 33
Anm., blass-acht-ach 'Schnalzen mit den Lippen'. — Eine
Kontamination der Suffixe br. -ez und br. -ded (§ 387) sehe ich
in br. meur-dez 'Majestät'.
2) -i-klo-: ir. muinel c. mwnwgl; c. huddygl br. huzel
I 125 (Lehnwort: c. cuddigl I 197; analogische Form: c. cwrwgl
I 382).
3) -k-n-: c. bach-gen 'Kind, Knabe' kann ein Kompositum
sein, vgl. ir. cinim I 120; unklar: lloer-cen 'moon-calf, doli',
ff wl-cyn 'silly fellow', fem. ff ol-cen 'silly woman' und verschiedene
von Silvan Evans unter bach-gen angeführte Wörter. Über br.
tal-genn, dour-genn s. I 538 zu I 132. Unklar ist nir. meadh-
achan 'Gewicht'.
§ 381. Suffixe mit Kons. + -k-. 1) -sk- s. § 365. 2) -rk-:
c. alarch 'Schwan' acom. elerhc zu lat. olor I 40; nir. casair
(Gen. casrach, vgl. § 446) 'Hagel' c. cesair acom. keser mbr.
quaserch nbr. kazarc'h, kazerc'h (das -c'h beruht kaum auf
Kontamination mit erc'h 'Schnee'); mc. llannerch 'freie Ebene im
Walde' (: llann § 356, 2) acorn. lanherch gl. saltus. Vgl. ZE
852. Ir, menm-arc 'Wunsch' (Atk. LBr. 12), air. mathm-arc
gl. augur sind wohl Komposita. 3) -Ik-: c. mwyal-ch acorn.
moelh br. moualc'h I 73. 4) -lok-: ir. lie 'Stein' s. § 446, 4;
ir. o-ac c. ieu-anc u. s. w. (zu lat. iuuenis Ht. jäunas asl. junü
skr, jüvan- 'jung'; ein -Ä;-loser Stamm auch in ir. oetiu, oitiu
'Jugend', das lautHch nicht klar ist, am ehesten aber auf *jowen-
tüt-s, vgl. lat. iuuen-tüs, zurückzuführen ist; ein -w-loser Stamm
im Komparativ ir. 6a mc. ieu 'jünger'). Auf keltischem Boden
produktiv: mc. gwraync 'junger Mann' ZE852 (Mab. 72; vielleicht
eine Erweiterung eines -a^/ew-Stammes, § 372, 2; das Fehlen des
Umlautes ist unerklärt); mir. imle-c-an (-«-) § 339 Anm. I 495
(ursprünglich diminutivisch); Kosenamen und Verkleinerungswörter
wie ir. I'su-c-än (zu I'su 'Jesus'), cride-c-än (cride 'Herz'),
gill-g-ug-an (gilla 'Bursche'; s. Corm. Transl. S. 145), nir.
lüda-g-än 'der kleine Finger'.
§382. -Ä:«-Suffixe. C. modry-b acorn. modereb br. moe-
reb {-kul) I 129; ir. cä-ch c. paw-b, pob corn. pup, pep, pob
abr.paup nbr. pep (-ä:"o-) 1187; c. cyffely-b 'ähnlich' br.hevele-p
§ 99 Anm. 4 I 165; ir. cri-ch {-hm) 'Furche, Grenze' c. cri-b 'a
comb; a ridge' ncorn. krib 'Kamm' br. krib 'Kamm', krib-ell
'cime, crete': zu gv. /.Qt-vio u. s. w. 1124 (lat. dis-cri-men 'Unter-
schied'), Ernault, Dictionnaire S. 257. Hierher die c. Abstrakt-
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm, II, 3
34 -Ä:w-Suffixe. -^Suffixe an ein einsilb. Vorstück gefügt. [§383
bildungen auf -ab, -cl-eb, -in-eb (ZE 838): c. galar-eb fem.
'Klagelied', cynnwys-eb fem. 'Inhaltsverzeichnis', deis-eb fem.
'a request' (daneben deis-yf mit einem -m-Suffix), pur-d-eb
'Reinigkeit', doeth -in-eb 'Weisheit', call-in-eb 'Klugheit', god-
in-eb 'Hurerei' (ir. goith-imm gl. futuo). Daß die Formen auf
-deb, -ineb mask. sind, betrachte ich als eine Neuerung, die da-
durch ermöglicht wurde, daß diese Wörter verhältnismäßig selten
mit Adjektiven oder mit dem Artikel verbunden wurden, weshalb
die Lenitionsregeln in Vergessenheit geraten konnten (vgl. § 380, 1);
ich führe alle Formen auf -i-hiä, -ti-h'ä, -Ini-hui zurück. Die
Nebenformen wie kyweir-dab-eu 'Ausstattung' Mab. 195, 197
neben cyweir-deb, nc. geudab 'deceit, falsehood' enthalten kaum
etwas Altes.
§ 383. -^Suffixe an ein einsilbiges Vorstück tretend.
1) Ir. flaith 'HeiTschaft' *wla-ti-s c. gwlad (durch die Ableitung
gwledwch S. 26 als -f-Stamm erwiesen) corn. gulas br. glad
I 157, 179; ir. ra-th 'Gnade' *ra-to-m c. rhad I 144; ir. su-th
(-t^-Stamm) I 71; ir. clo-th 'Ruhm' c. clod u. s. w. I 35; ir. buith
c. bod u. s. w., ir. both (fem.) I 35; ir. sru-th (-w-Stamm) c.
ffrwd u. s. w. I 82; ir. bi-th 'Welt' (-M-Stamm) c. byd u. s. w.
141; ir, bre-th (-ä-Stamm) c. bryd {-u- oder -i-Stamm; nach der
Pluralform mc. brydeu nc. bry'dau wohl -w-Stamm) I 42, § 252
Anm. 6 I 366; ir. cru-th (-w-Stamm) c. pryd, ir. creth I 43;
ir. Inf. clei-th 'verhehlen', mli-th 'mahlen' I 174; ir. brä-th
'Urteil' (-M-Stamm) c. brawd u. s.w. 152; ir. aicned 'Natur' *ad-
gni-to-m zu ir. gniu 'tue'; ir. tech-t 'gehen' (-ä-Stamm) c. taith
'Reise' br. tiz 'Eile', corn. toyth 'Eile' I 124, 521 (verschiedene
andere Beispiele I 123 f.; darunter die Adjektive ir. moch-t,
mrech-t-, tech-t); u-. ep er- 1 'sagen' 1477, ir. edbar-t c. aperth
'Opfer' § 327 Anm. 1 I 480. Ob ir. to-malt 'verzehren' (Akk.
tomailt. Gen. tomalte) eine andere Vokalgebung als das Simplex
Dat. mlith voraussetzt, ist unsicher. Ir. for-aith-met 'Erinnemng'
(-o-Stamm), de-r-met 'Vergessen', for-mat 'Neid', s. Verbalverz.
-muiniur.
An ein Vorstück auf s gefügt: ir. frass §366, 1 und Anm. 4.
An ein Vorstück auf einen Dental: s. die Beispiele § 87 I 136
(wo jedoch tu-us falsch erklärt ist; richtig I 308); ferner: ir. mess
'Urteil' (-M-Stamm ; midiur 'ich urteile') mit den Zusammensetzungen
to-mus 'Maß' (Gen. toimseo), immar-mus 'Sünde', ammus
'Angriff'; ir. de-mess (-o-Stamm) 'Schere', "Doppelmesser" zu ir.
§383. 384,1.2 a] .^Suffixe mit mehrsilb. Vorstück. 35
methel u. s. w. § 99 I 162 (Stokes, KZ XXXVII 2.56); ir. sess
{-w-Stamm?) 'Ruderbank' c. llu-est 'encampment' (llu 'Heer'): zu
ir. suide 'Sitzen' u. s. w. I 72; ir. (dees), Gen. deesse 'Faulheit':
zu de-id 'untätig' (lat. de-ses).
Anm. Es ist oft unsicher, ob -tH- oder -ts-, eventuell -ist- anzusetzen
ist; so z. B. bei c. chwys 'Schweiß' corn. whys br. c'houez, vgl. die -s-
Stämme in gr. iSog lat. südor (andere verwandten Wörter: an. sueiti,
lett. sweedri arm. kHrtn skr. sveda-s].
2) -w- und -^-Weiterbildungen sind besonders als Gerundive
und Partizipia Prät. Pass. belegt: bethi, srethi I 56; gessi gl.
adorandus zu guidimm 'ich bitte'; bithe, srithe I 56, tuicse
^ausgewählt' fto-ud-g'us-tjo-s zu to-gu 'Wahl'), claisse 'gegraben'
zu claidim 'ich grabe'. Die -i[;'o-Bildungen können auch Ad-
jektive oder Substantive sein: ir. com-al-ta 'Pflegebruder' I 26
c. cyfaillt 'Freund', ir. techte 'gehörig, recht', ir. cumachte
(neutr.) 'Macht' I 124. An die hier besprochenen Formationen
schließen sich ferner oft -i;'ew-Bildungen eng an, s. § 392.
§ 384. 1) -^-Stämme (mit mehrsilbigem vokalischem Vor-
stück) s. § 447.
2) -to-, -tä-, -tu-, -ti- an ein mehrsilbiges vokalisches Vor-
stück gefügt. Vgl. ZE 801fr., 839ff. a) -a-: ac. archen-at-ou
gl. calcei nc. archen-ad 'Kleidung, Schuhe' (archen 'Kleid,
Schuh', archenu 'to equip, to shoe') acorn. orchin-at gl. calcea-
mentum br. arc'hennad 'Schuhgeld der Diener'; mc. to-at nc.
to-ad 'covering, roofing'; acorn. an-uab-at gl. sterilitas 'Kinder-
losigkeit' (mab 'Sohn'); mc. gor-derch-at 'lieben' u. s. w. (ZE
535); nc. crwydr-ad-au fungiert als Plur. von crwydr 'wandering'
(Rowland § 124). Weitergebildet: c. lladr-at-a 'stehlen' {d + h).
Aus dem Br. gehören hierher zahlreiche Bezeichnungen des Maßes,
des Inhalts, bei denen das Genus sich nach dem Stammwort richtet:
karr-ad 'ein Wagen voll' (mask., karr mask. 'Wagen'), bag-ad
'batelee' 'ein Boot voll, eine Bootslast' (fem., bag 'Boot' fem.),
mbr. dorn-at 'Handvoll' nbr. dourn-ad 'Handvoll, Ohrfeige'
(mask., dourn 'Hand' mask.). Pliu-ale: V. gouri-ad 'Wurzeln',
toez-ad 'Ähren'. Aus dem Ir. gehören zweifellos hierher die -ii-
Stämme auf -ad (nomina actionis): ces-ad, Gen. ces-to 'Leiden',
comaln-ad, Gen. comaln-atha 'Erfüllung'; denominativ bes-ad
'Gewohnheit', aimmser-ad 'Zeitdauer'. Daß das -a- dieser Bil-
dungen von jeher kurz war, ist daraus zu folgern, daß sie den -ä-
Verben entsprechen, in denen im Keltischen das kurze -a- hen*scht,
36 -a-t-, -o-t-, -M-^Suffixe. [§384,2a— c
ferner daraus, daß das Brit. kurzes -n- hat, und schließlich aus
der Analogie der -as^w-Bildungen, vgl. § 366 Anm. 4. Nach einem
mouilUerten Konsonanten wird das irische -«- zu -e-: i-llitred 'in
der Buchstabenreihe, Lautgebung' Sg. 144b 1, oipred. Gen. oi-
pretho 'Werk, Handlung' (opair ds. aus lat. opera). — Von
den bisher beschriebenen -a^w-Bildungen (deren Urtypen verbale
Ableitungen waren) verschieden ist mc. llygat, Plur. llygeit nc.
llygad, Plur. llygaid acorn. lagat, Plur. legeit mcorn. lagas
br. lag ad 'Auge', offenbar ein -o-Stamm; wenn die erste Silbe
urspr. a gehabt hat, muß c. -y- aus dem Plur. stammen und nach
§ 255 Anm. 1 I 374 zu erklären sein (dann vielleicht zu ahd.
luogen nhd. lugen); wenn aber das corn. und br. -a- ähnlich wie
in acorn. darat mcorn. daras 'Türe' (Vokalharmonie) zu erklären
wäre, könnte ^lukato-m angesetzt werden; vgl. got. liuh-ap 'Licht'.
b) Die Endung -/«-^M- (aus-je-üw-? 140) haben im Brit. zahlreiche
nomina actionis: mc. car-yat 'Liebe' nc. cariad, corn. golyas 'das
Wachen, wachen' (ac. taguel-guiliat gl. silicernium, als "schweigen-
des Wachen" mißverstanden), abr. guilt-iat-ou gl. tonsurae (zu ac.
guillihim gl. forceps, mit forfex verwechselt, nc. g well aif 'Schere'
1 165); c. serchiad-au fungiert als Plur. von serch 'Liebe' (Row-
land§124); mbr. dou-bloaz-yat 'ein Zeitraum von zwei Jahren',
nbr. bloavez-iad 'la duree d'un an'.
Die Endung mc. -iat bildet sehr häufig nomina agentis: mc.
rod-yat nc. rhodd-iad; c. meichiad 'Schweinehirt' §255 Anm. 5
1376; mit geschwundenem j: mc. ceitwat, Plur. ceitweit nc. ceid-
wad, Plur. ceidwaid 'a keeper' (cadw 'halten'); acorn. cherniat
gl.comicen, guenoin-reiat gl.ueneficus, guidthiat gl.custos mcorn.
guythyas, Plur. gwythysi; br. dibr-iad 'Esser', Plur. dibri-
id-i, mer-de-at 'marin' (mor 'Meer', ir. tiagu 'gehe'). Irische
Beispiele unsicher; etwa gniad (air. Akk. Plur. gniadu gl. opera-
rios, zu gniu 'ich tue'). Vielleicht ist die brit. Flexion als -o-
Stamm eine durch die Bedeutung hervorgerufene Neuerung; dann
handelt es sich um ursprüngliche nomina actionis, die wohl zunächst
in der Bahuvrihi-Komposition die Funktion als nomina agentis
entwickelten (etwas abweichende Bedeutung hat c. bhvydd-iad
'yearling' mbr. Diminutiv bloaz-iatd-ic 'annuelier').
c) Ein -0- oder -u- vor dem -^Suffix ist äußerst selten; es ist
jedoch denkbar, daß die Adverbia mc. iss-ot nc. is-od 'unten'
acorn. is-ot gl. deorsum und mc. uch-ot nc. uch-od 'oben' eigent-
lich Abstraktbildungen auf -w-i^« sind. So zu deuten sind jedenfalls
§384, 2cl. e] -e-t-, -i-t-Sumxe. 37
die Plurale auf mc. -ot (ZE 291): rac. hyd-ot nc. hydd-od
^Hirsche', mc. Uydu-ot nc. llydn-od 'Tierjungen'; vgl. br.
merc'h-od-enn, merc'li-od-ik 'poupee'.
d) Es gibt einige Substantive und Adjektive auf -e-to-: air.
nemed gl. sacellum galLveiiii'jzov; ir. dliged 'Gesetz' (neutr.) 1 100;
ir. tocad (-o-Stamm) mc. tynghet 'Schicksal' I 151; ir. cal-ad
'hart' c. cal-ed corn. cal-es, cal-as, cal-ys br. kal-et (abr.
cal-at) ds. gall. Caleti VN (und Caletes; also ursprünglich ein
-^Stamm?): vielleicht zu ahd. helid 'Held' (ursprünglich ein -t-
Stamm); ir. cöic-ed 'der fünfte' und andere Ordnungszahlen, s.
§ 479. Vgl. noch -r-e-to- § 396, 1. Ob die Plurale des Typus
mc. merch-et nc. merch-ed 'Töchter, Mädchen' (ZE 291) hierher
oder zu e° gehören, läßt sich nicht beweisen, -e-t- steckt sicher in
einigen Infinitiven auf mc. -et (ZE 535), z. B. in mc. gwel-et
'sehen' nc. gweled corn. gwelas br. gwelet, vgl. ir. fili I 249;
dagegen -i-tä z. B. in mc. sarhaet S. 23.
e) Die Endung -itu- Hegt vielleicht vor in den irischen nomina
actionis (Infinitiven) auf -iud, -ud: erchoiliud 'Bestimmung'
{as-ro-choili 'er bestimmt'), di'ltud 'leugnen' (di-sluindi 'er
leugnet'); vgl. mc. sarhaet {-i-tä) unter d° (oder -je-tu-, I 347,
355, vgl. brit. -ja-tu- unter b°). — Dagegen gehören die Eigen -
Schaftsbezeichnungen des Typus c. iech-yd corn. ieghes br.
iec'hed nicht hierher, sondern in § 386. — Auf -i-tä- führe ich
die Endung der nomina abstracta mc. -et nc. -ed zm'ück; c. llu-
ched Plur,, Sing, llucheden fem. 'Blitz' acorn. luhet gl. fulgur
mcorn. luhes, luhesen, br. luc'hed. Sing, luc'hedenn fem.:
etwa *leuqs-i-ta, vgl. an. liös 'Licht'. Daß die Wörter mit gut
erhaltener Abstraktbedeutung mask. sind (auch c. syched 'Durst'
corn. seghes br. sec'hed : c. sych 'trocken'), ist kein entscheiden-
der Einwand, vgl. §380, 1, § 382; im Br. kann der lautHche Zu-
sammenfall mit dem Typus c. iech-yd auf das Genus Einfluß aus-
geübt haben; br. ken-ed 'Schönheit' ist noch teils fem., teils mask.
Vor der mc. Endung -et zeigt sich in der Regel ein h oder die
Wirkung eines h: mc. da-h-et 'Güte', du-h-et 'Schwärze',
drycket 'Schlechtigkeit' (drwc 'schlecht'), calettet 'Härte' (calet
'hart'), trym-h-et 'Schwere' (trwm 'schwer'); also ursprüngHch
etwa -es-i-tä oder -isitä (zu gall. -isia S. 18?). Mit cyn- bilden
diese Nomina den c. Äqualis: mc. cyn gwynnet 'ebenso weiß'; mi-
komponiert fungieren sie als Admii'ativ: nc. hardd-ed yw 'wie
schön er ist!', mbr. guel-h-et tra 'herrliches Ding', cazret den
38 -ö-t- {-ä-t-\ -eu-t-SuiUxe. [§384, 2 f. g
'der schöne Mann', nbr. Treg. just-ed 'qiie cela est juste!', V.
lart-et 'wie fett!' (lard 'fett'). S. Zimmer, KZ XXXIY 161 fF.,
Ernault, Glossaire S. 268 ff. — Über mc. -et als entlehnte Endung
s. § 387. — Isolierte Bildungen sind c. gwerthyd (fem.) acorn.
gurhthit br. gwerzid (fem.) I 137 (wohl '* werti-ti-), c. gwer-yd
'Rasen' 'sward, manure, moss' acorn. guer-et gl. humus ncorn.
gwer-as (wohl zur Präposition ir. for u. s. w.).
f ) Ein langes -«- (-ö-) vor dem -tä-, -to-, -tu-, -^i-Suffix ist in
den einheimischen Bildungstypen selten. Dabei liegt außerdem in
einigen Fällen der Verdacht nahe, daß es sich in Wirklichkeit um
alte ^-Stämme wie mc. tafawt I 107 handelt; so w'ohl sicher bei
mc. diawt 'Trank', s. §433; nicht ausgeschlossen ist dieselbe Auf-
fassung bei mc. gwaelawt 'Boden' nc. gwaelod corn. goles,
golas br. goeled, mc. aelawt nc. aelod 'Glied', mc. guyraut
(in den Ges.) nc. gwirod 'Getränk' corn. gwyras : aengl. werod
'süß, Nectar' (Zupitza, KZ XXXVII 406). Das produktive Suffix
mc. -awt u. s. w. ist lateinisch und bemht teils auf -ätum (vgl,
mc. diwarnawt, pechawt I 201, 205), teils auf -ätiö (mc. oraut
I 203; in letzterem Fall zu § 392 gehörig): ac. brac-aut gl. mul-
sum mc. brag-awt nc. brag-od (zu ir. mraich c. brag I 163;
acorn. bregaud ist cymrisch, und die ncorn. Formen bei Lhuyd
S. 95 unter mulsum sind nicht, echt cornisch; das nir. entlehnte
brogöid 'bragget, beer' ist für die Entscheidung der Frage ob
-ätum oder -ätiö zu Grunde liegt, ohne Belang); mc. ryued-awt
'Wunder' nc. rhyfedd-od (mc. ryued nc. rhyfedd 'wunderbar');
mc. cleuyd-awt 'Schlag mit einem Schwert' nc. cleddvf-od, nc.
ffonn-od 'Schlag mit einem Stabe' (bei den letztangeführten Fällen
richtet sich das Genus nach dem Stammwort: cledyffod mask.,
ffonnod fem.; hier hat das entlehnte Suffix einheimisches -a-tu-
verdrängt, vgl. die br. Formen unter a°; dafür, daß -ätum, nicht
-ätiö zu Grunde hegt, spricht die romanische Analogie: fr. poignee
'Handvoll' u.s. w.). Dies entlehnte Suffix bildet auch Plurale: mc.
pysg-awt 'Fische' nc. pysg-od (mit mc. -ot zusammenfallend)
br. pesk-ed (mit mc. -et zusammenfallend).
Ein langes -i- vielleicht in der Weiterbildmig mc. llem-h-id-yd
nc. llamhidydd 'a tumbler, a vaulter'.
g) Einen «(^-Diphthong vor dem -^Suffix haben mc. dywed-u-t
'sagen', ym-choelut 'sich wenden'; nc. mol-ud 'Lob, Preis' br.
meul-eud-i 'eloge' (ö in der zweiten Silbe durch Vokalharmonie
statt ü) ir. molad. Die Endung scheint ursprüngHch -eu-tu- ge-
§ 384, 2 h. 3] -ei-tSufüx ; ir. - i d ; -t-tv-, -t-j- nach mehrsilb. Vorstück. 39
wesen zu sein, vgl. die Endung -eu-ti- in gr. Ttaldeioig, arm. erewojt''
(KZ XXXVIII 218, XXXIX 412). Komposita sind dagegen :
c. go-lud 'Reichtum' (I 54), acorn. M;ulud-oc gl. diues (mit Vokal-
harmonie) ir. fo-lad 'Substanz' (neutr., o-Stamm; bei Corm. Transl.
81 fuluth 'Reichtum'); c. cynnud 'Brennholz' corn. kunys br.
keuneud (I 335) ir. connad (o-Stamm; bei Corm. Transl. 45
condud), etwa *k'om-dauto- zu gr. daito skr. du-m-mi 'brenne', lit.
dziau-ti 'zum Trocknen hinhängen', ahd. zusc(i)u 'exuro, oburo',
vgl. c. cynneu 'to kindle'. C. golud war seit alter Zeit mit molud
sprichwörtlich assoziiert: trengid golud, ni threing molud
'Reichtum vergeht, nicht vergeht Ruhm' Myv. Arch. 859; daß es
aber die Endung des letzteren Wortes direkt hervorgerufen haben
sollte, ist ausgeschlossen. Zupitza KZ XXXV 269 sieht kaum
mit Recht in golud ein Suffix -ud.
h) Ein J-Diphthong vor dem ^Suffix scheint vorzuliegen in:
c. aelwyd 'Herd' (fem., Flur, -ydd) I 57, 323, c. morddwyd
(fem., Plur. -ydd) I 70, c. breuddwyd (mask., Plur. -ion) I 109.
"Wohl -ei-ti-, vgl. etwa got. arhaips, fulleips, Brugmann, Grdr. II ^
290, 437.
Die entlehnte lat. Endung -etum in mbr. Halegoet, Faouet
I 216, 221 ist nicht produktiv geworden.
Anm. Bei den nur im Ir. belegten Bildungen ist es unmöglich, den
ursprünglichen vorsaffixalen Vokal genau zu bestimmen; dazu kommt noch,
daß es fast unmöglich ist, -t- und -£?-Suffixe zu unterscheiden. Die
Schwierigkeit zeigt sich u. a. bei dem irischen Wortausgang -id. Von
der bunten Sammlung ganz heterogener Bildungen bei ZE 802 gehört nichts
hierher. Dagegen vermutlich die Adjektive air. allaid 'wild', Plur. altai,
mir. cendaid 'zahm' (zu t-all 'dort', cen- 'diesseits'); jedoch wäre es
noch möglich, diese Wörter in §364, 3d, e zu verweisen; dies ist dagegen
wohl ganz ausgeschlossen bei ir. arsid 'alt' (vgl. Stokes, Sprachschatz
S. 37) und fäilid 'froh', Plur. failti (Stokes, Sprachschatz S. 262). In
air. ind-baid 'Gewinn' (von mir. in-baid 'Zeit' nir. ionbhaidh schwer-
lich verschieden) neben inde-b ds. sehe ich Komposita: * ndhi-bhtc-o-m,
* ndhi-hhu-ti-s.
3) -^Suffixe mit -w- oder -j- weitergebildet, an ein mehr-
silbiges Vorstück gefügt. Es handelt sich wie in § 383, 2 im
AVesenthchen um Gerundive und Partizipia. Air. mol-tai 'zu
loben' (von einem -a-Verbum), leic-thi 'zu überlassen' (von einem
-Z-Verbum). Das Brit. kennt nur Gerundive mit vorsuffixalem -a-:
c. car-a-dwy 'liebenswürdig' corn. caradow mbr. Karadou FN
(Loth, MSL VI 68); abr. nit ina-a-toe gl. non ineundum est;
40 -t-k-, -t-ku-^umxQ. Suffix -tut-. [§ 384, 3—386
c. saf-a-dwy 'dauerhaft', an-wad-a-dwy 'unleugbar'; corn, ca-
sadow 'hassenswert'. Im Corn. fungieren diese Bildungen auch
als Verbalsubstantive (Loth, Ec. XVIII 413): argh-a-dow 'Be-
fehl', pys-a-dow, pes-a-dow 'Gebet'. Die Erhaltung des vor-
suffixalen Vokals in der Binnensilbe vor dem m^brit. Akzent ist
kaum lautgesetzlich; vermutlich haben die Infinitive auf -a-tu- Ein-
fluß geübt. — Air. croch-the 'gekreuzigt' (von einem -a-Verbum),
for-loisc-the 'verbrannt', in-fo-lg-ithe 'verborgen' (von -i-, -l-
Verben). Im Brit. ist wohl nur der Typus mit vorsuffixalem -a-
erhalten, und zwar im C. nur in adjektivischer und substantivischer
Funktion, im Com. und Br. als wirkliches Partizipium. Mc. eur-
eit nc. eur-aid 'golden', mc. aryannhyeit nc. ariannaid 'ver-
silbert', mc. di-dramwy-eit 'unfrequented' (c. tramwy 'going
about'); c. enaid 'Seele' I 170; mc. carr-eit nc. carr-aid 'a
drag-fuir, mc. dyrn-eit nc. dyrn-aid 'Handvoll' (mask., von cär
und dwrn mask.); mc. ffiol-eit nc. ffiol-aid 'bowlful' (fem.;
ffiol fem.); c. tam-aid § 401; c. maw-aid fem. I 169; mc.
llon-eit nc. llon-aid 'Fülle'; c. cynnull-aid 'a collection, a
gathering' acorn. cuntell-et gl. congregatio abr. cuntull-et gl.
collegio; c. bu-aid 'Kühe', mc. mackwy-eit 'Knaben', nc. bu-
geiliaid 'Hirten' (das -j- nach dem l gehört zum Wortstamm,
nicht zur Pluralendung; vgl. über bugail § 436), ysweiniaid,
PI. von yswain 'esquire, page', pechadur-iaid 'Sünder'; — corn.
keris 'geliebt' br. karet u. s. w.
§ 385. {-t- + -k-, -Ä;M-Stiffixe.) -tlko-: mir. cin-tech 'be-
stimmt', air. e-cin-tech 'unbestimmt' (cinnim 'ich bestimme');
mir. cöin-tech, cäin-tech 'kläglich', air. ci-thech gl. flebihs,
mir. car-thach 'liebend', air. loing-thech 'viel essend', mir. der-
scaig-thech 'distinguished'; mc. car-e-d-ic nc. caredig 'geliebt,
liebend', ac. dom-e-t-ic gl. domito und zahlreiche andere Parti-
zipia, s. ZE 532, abr. hanter-to-e-t-ic 'halb gedeckt' u. s. w.
Die Erhaltung des vorsuftixalen Vokals ist auffälhg. Vgl. lat.
dedi-ticius, surrep-tlcius. ti-kuä, c. -deb s. § 382.
§ 386. Das Suffix -tü-t- (mask.) bildet Abstrakta (vgl. lat.
iuuen-tüs, got. mikü-duß-s 'Größe'; das got. -u- war vermutlich
lang). ZE 804, 844. Air. be-thu 'Leben', Gen. bethad c. byw-yd
(Strachan Bc. XXVIII 204) : * guiwo-tut-s, Gen. *guiwo-tüt-os. Ir.
oetiu, öitiu 'Jugend' mag auf *joive?i-trit-s zurückgehen; -tiu
statt -tu könnte auf Kontamination mit dem Suffix -tijen- § 392
beruhen; aber auch der Diphthong -oe-, -oi- der ersten Silbe ist
§ 386] Suffix -tut-. 41
zu erklären (Vermischung mit einem *oit aus *jowen-tl?). Pro-
duktiv ist das Suffix im Ir. nur in der Gestalt -tu (air. (3 in- tu
'Einheit'), gewöhnlich -etu, -atu, worin das -t- vermutlich auf d
+ ß beruht: air. cotarsna-tu 'Gegensatz' neben cotarsne 'ent-
gegengesetzt', aber vermutHch von cotarsnid 'Gegner' abgeleitet;
esbetu, esba-tu gl. nequitiae, inutilitas neben espe 'unnütz' ist
von es-baid 'Fehlen' abgeleitet (danach torba-tu 'Nutzen' neben
torbe 'Nutzen'); aurla-tu 'Gehorsam' von irlithe 'gehorsam';
huasle-tu gl. altitudo neben uasal 'hoch' setzt ein *uasl-ide
voraus; bes-ta-tu 'Moralität', corp-tha-tu 'körperUche Natur',
tecnata-tu gl. f amiHaritas sind nicht direkt von den -de-Bildungen
bes-te 'moralisch', corpde 'körperlich', tecnate 'zahm' (I 418),
sondern von den nur adverbiell belegten Erweiterungen auf -id
(in chorpdid §374Anm.) abgeleitet; dabei kann noch ein anderes
Verhältnis mit eingespielt haben: Formen wie uilide-tu gl. uni-
uersitas neben hulide gl. uniuersalis, taschide-tu 'Notwendigkeit'
neben taschide 'notwendig' sind unter dem Einfluß der Adjektive
an die Stelle der lautgesetzHchen Formen *uiletu u. s. w. (vgl.
huasle-tu) getreten, und der so entstandene Typus hat vorbildHch
gewirkt; auch in arside-tu 'Alter' (arsid 'alt'), moin-deinmide-
tu gl. munificentia (moin-deinmid gl. munificus) ist eine Restitu-
tion des -d des Adjektivs anzunehmen. Es ist nicht zufällig, daß
das Suffix -tu ganz besonders an Adjektive auf -id und -de und
an Partizipia auf -the (foirb-the-tu 'Vollkommenheit', neb-con-
gab-the-tu gl. Incontinentia) tritt; außerdem tritt es an Adjektive
auf -e: coimsetu gl. sufficientia (cuimse 'angemessen'), domme-
tu 'Armut' (domme 'arm'), däna-tu 'Kühnheit' (däna 'kühn').
— Die beiden Suffixe, die schon im Air. mit -tu konkurrieren,
-as §366, 2 und -acht, -echt §380, 1 haben im Nir. die Allein-
herrschafterrungen; es haben jedoch Kontaminationen von -tu und
-as stattgefunden: mir. däna-tus 'Kühnheit' nir. dänadas; nir.
dorcha-das 'Dunkel' neben mir. dorcha-tu; nir. aon-tas 'con-
sent' (im älteren Nir. aonta) neben air. öin-tu 'Einheit'.
Im Brit. ist die Nominativform auf -tüt-s vertreten in mc.
iech-yt 'Gesundheit' nc. iechyd (iach 'gesund') corn. ieghes br.
iec'hed; mc. cleu-yt 'Krankheit' nc. clefyd (claf 'krank') acorn.
clevet mcom. cleves br. klenved; c. meb-yd 'Kindheit' (mab
'Sohn'); mc. keluyd-yt nc. celfydd-yd 'Kunst, Fähigkeit' (vgl.
mir. calma-tus 'Tapferkeit') u. s. w. Eine auf den obliquen Kasus
beruhende Form hegt vor in ac. duiu-tit nc. duw-did 'Gottheit'
42 Suffix -tut-. Lat -tat-; -tor. [§386—388
vgl. corn. dew-sys (die corn. Form könnte jedoch auch das lat.
Suffix -täs §387 enthalten); mc. ieuenc-tit 'Jugend' nc. ieuenc-
tid (ieuanc 'jung'), mc. (in den Ges.) gleyn-dyt nc. glein-did
'Reinigkeit, Heiligkeit' (glan 'rein'; nicht aus -wo-iü^S; sondern nm*
aus -njo-tüt-s erklärbar); c. gwen-did 'Schwäche' (gwan 'schwach'),
calon-did 'Tapferkeit' (calon 'Herz'), rhydid 'Freiheit' (rhydd;
daneben rhyddid). Formen wie rhyddid und porth-id 'support'
waren dazu geeignet, eine gewisse Vermischung der Formen auf
-yd und -did hervorzurufen; daher Schreibungen wie ieuenc-tyd
und cadern-id 'Stärke' (statt cadernyd mc. kedernyt zu ca-
darn 'stark'). Mit einem anderen Suffix kontaminiert: br. iaou-
anktiz 'Jugend' (= iaouankiz).
§ 387. Aus dem Lat. entlehnt ist das Suffix mc. -dawt
u. s. w. ZE 804, 843. Air. trin-döit mc. trin-dawt nc. trin-
dod corn. tryn-sys mbr. trin-det I 202 f.; mc. ciw-dawt und
mc. ceu-dawt I 202; ir. humal-doit 'humilitas' mir. umaloit
nir. umhalöid c. ufyll-dod acorn. huvel-dot br. vuel-ded; ir.
car-töit 'charity' mc. cardawt nc. cardod (davon mc. cardotta
nc. cardota 'betteln' mit t aus d + h); ir. castoit 'castitas'. Aus
Einfluß der einheimischen Endung -tfit- erklärt sich das häufige
maskuKnische Genus im Brit. und die Nebenform c. cerdod neben
cardod. Das Suffix ist produktiv: mc. moruyn-daut nc. morwyn-
dod 'Jungfräulichkeit', mc. teilyng-dawt nc. teilyng-dod 'Wür-
digkeit' (teilwng 'würdig'), nc. duw-dod 'Gottheit'; Y. bras-tet
'grandeur', buan-det 'vitesse' u. s. w., Bayon S. 14. Kontaminiert:
br. meur-dez 'Majestät'.
Aus der lat. Nominativform mußte mc. -et u. s. w. entstehen:
c. ceithiw-ed 'Gefangenschaft' I 236; mc. ciwet 'Menge' nc.
ciwed 'mob, crew' aus lat. ciuitäs; br. kaoued 'Käfig' aus lat.
cauitäs (c. ceu-ad 'Höhlung' mit Suffixvertauschung). Unklar
ist ir. mortlaid 'Seuche' aus lat. mortälitcäs (Form des Akk.-
Dat. der «-Stämme oder Suffixvertauschung?).
§ 388. Das lat. Suffix -tor, -tdr-em liegt im Kelt. ent-
lehnt teils in der Gestalt des Nominativs, teils in der Gestalt der
obliquen Kasus vor.
Die Nominativform in c. creawdr br. krouer, mbr. pechezr
I 203, c. ymherawdr mbr. impalaezr I 237 (die von der br.
Form vorausgesetzte Küi'ze des -a- stammt aus den obhquen Kasus),
acorn. cusulioder gl. consiharius aus lat, consiliätor, mbr. pes-
quezr 'Fischer' : lat. piscätor, mbr. guinhezr 'Jäger' : lat. uenä-
§388—390] Lat. -tor, -türa. Einheimische -t-r-, -^r-Suffixe. 43
tor. Im Nbr. mußte dies Suffix mit lat. -ärius (§ 395, 4) zu-
sammenfallen; ein Vorläufer ist mbr. melinhezr 'Müller'.
Die Form der obliquen Kasus: c. pecha-dur 'Sünder' com.
peha-dur I 203; air. preceptöir 'Lehrer', senatöir 'Senator'
(anders behandelt: air. augtor 1212; wieder anders nir. dochtüir
I 206); br. marc'ha-dour 'Kaufmaim' (romanisch). Produktiv:
air. tuga-töir 'Dachdecker', mir. cumma-doir 'a potter, former'
(cummaim 'ich forme; ich erfinde, gebe vor'; Weiterbildung nir.
cuma-döir-eacht 'fiction'); im Ir. ist die große Verbreitung des
Suffixes spät, im "Wesentlichen nir.; — mc. nc. cofia-dur 'a re-
corder; one versed in the history of the past'; bildet auch nomina
instrumenti: nc. geiria-dur 'Wörterbuch', mwyadur 'Mikroskop'
"Vergrößer", gwniadur (fem.) 'Fingerhut' "Näher"; — acorn.
ruifa-dur gl. remex, nauta (ruif gl. remus); — mbr. guiader
'Weber' (mit -er aus lat. -ätor, -ärius kontaminiert; durch frz.
Einfluß: guiadeur).
Die hier besprochenen Suffixe waren nicht nur mit der Fort-
setzung des lat. -arius, sondern auch mit den verdunkelten Zu-
sammensetzungen mit dem Worte 'Mann' (§ 362, 3) assoziiert; br.
marc'hadour konnte als marc'had-our "Markt-Mann" aufgefaßt
werden. Eine Kontamination ist c. golchur-ies 'Wäscherin'.
§ 389. Lat. -türa Hegt in mehreren Lehnwörtern vor (ir.
srathar I 204, c. creadur I 197), ist jedoch nur im ßr. produktiv
geworden (ZE 830): mbr. guea-dur 'das Weben', nbr. tonkadur
'destin' (mc. tynghet §384, 2 d); erweitert: deska-dur-ez 'Unter-
richt', maga-dur-ez 'Erziehung' (oder entsprechen diese Wörter
dem ir. Typus nir. cuma-döir-eacht § 388?).
Anm. Über c. gwneuthur 'tun' s. Verbalverz. unter ir. gniu;
vgl. auch br. (Cornouaille) mezur 'nourriture, nourrir', Part, maget.
Über ir. cucbtar vgl. I 490.
§ 390. Einheimische -t-r-, -^r-Suifixe. 1) Komparativische
(kontrastierende) Suffixe, a) Ein häufiges Suffix zm' Bildung von
Eigenschaftsbezeichnungen (aus Adjektiven) ist im Brit. -der (ZE
829, Zimmer, KZ XXXIV 169): mc. nc. gwyn-der 'weiße Farbe'
mbr. guenn-der nbr. gwen-der; c. br. hir-der 'Länge'; c. corn.
br. gwan-der 'SchAväche'; br. (erweitert) lous-ter-i 'salete, Schmutz'.
Vielleicht handelt es sich um eine Substantivierung von Adjektiven
mit der kontrastierenden (komparativischen) Endung -^ero- ; *ivmdo-
tero-s 'weiß' (im Gegensatz zu 'schwarz'), '^ tvindo-tero-m 'das
Weiße', vgl. lat. breui-ter 'kurz' (als Adv.); vielleicht hegt diese
44 Einheimische -t-r-, -^r-Suffixe. [§ 390, 1. 2
Endung auch in gr.-abrit. '/.aaGi-regog 'Zinn' vor. Über ac. haut her
u. s. w. s. I 138.
Anm. 1. Häufig steht im C. neben -der die Form -dra : gwyu-
dra 'weiße Farbe', siehe darüber § 362, 8. — C. cryf-dwr neben cryf-
der 'Starke, Kraft' ist mir unklar: etwa statt *cryf-dr, vgl. unter b°.
1)) Das kontrastierende (komparativische) Suffix erscheint in
der Regel in der Form -tro-: ir. uachtar 'das Obere' (davon das
Adj. uachtar-ach 'oben befindlich', vgl. ochtrach 'Dünger') c.
uthr, ar-uthr 'wunderbar' *oup-tro- (I 93; danach analogisch
ichtar 'der untere Teil', Adj. ichtarach); ir. im-echtar 'das
Äußere, Ende' (Adj. air. imb-echtrach, immechtrach), c. eithr
'außer', zur Präp. *eks; ir. inathar 'Eingeweide' *enitro-, zur
Präp. idg. ^en{i) 'in' (die Erhaltung des Vokals der zweiten Silbe
beweist, daß zwischen -th- und -r- urprünglich kein Vokal stand; die
Hebung des anlautenden e- deutet darauf, daß der Vokal der zweiten
Silbe ursprünglich -i- war). Dieselbe Suffixform wird in centar
'pars citerior', altar 'pars ulterior' stecken (der Schwund des vor-
suffixalen Vokals kann analogisch nach den Adjektiven centar ach,
altar ach und nach uachtar u. s. w. eingetreten sein). Dieselbe
Suffixform auch bei c. ewy-thr 'Oheim' I 55 (zur Verwendung
des Suffixes vgl. lat. mäter-tera 'Tante'). Dagegen scheint eine
Suffixform -tero- bei ir. cech-'tar 'jeder von beiden', nech-tar
'alteruter' vorzuliegen, da der Schwund des vorsuffixalen Vokals
hier nicht analogisch sein kann ; -is-tero- (vgl. Windisch, KZ XXVII
169f.) Hegt vor in ir. sin-ser 'der Ältere, Älteste' (sen 'alt'), ö-ser
'der Jüngere, Jüngste' (denn -is-tro-, das im lat. magister,
minister, si nister vorhegt, hätte zu einem anderen lautlichen
Ergebnis geführt, s. I 81 mit Nachtrag).
c) Ein Suffix -tri- liegt vor in ir. an-echtir, an-echtair
'von außen' (vielleicht auch in der Präp. echtar 'extra', die die
Mouillierung des -r in der Proklise verloren haben kann), ferner
in aili-thir 'Pilger' (schwerlich ein Kompositum mit tir 'Land';
davon ailithre 'Pilgerfahrt', vgl. echtra 'Auszug, Expedition'
neben an-echtir). Dasselbe Suffix bildet regelmäßig den irischen
Äqualis (Ascoli, Arch. glott, suppl. I 53): leri-thir inso 'so
fleißig' (auf Vermischung mit dem Komparativ beruhen die Formen
mö-ir 'ebenso groß', 1-ir 'ebenso viel'). Vgl. lat. camp-es-ter,
camp-es-tris; gr. dygo-TEQog. Vgl. § 461.
2) Nomina agentis, instrumenti, loci, actionis u. s. w. Das
Suffix -tet'-f -tor-, das in anderen idg. Sprachen eine sehr gewöhn-
§390,2.391] Einheimische -^-r-, -^r- Suffixe. Suffix -^Zo-. 45
hohe Endung der nomina agentis ist, ist im Keltischen verschollen
(über die Verwandtschaftsnamen auf -t-r vgl. § 449). Häufig ist
dagegen das Suffix -tro-, -trä- (ZE 782, 830f.): a) Mit einsilbigem
Vorstück: ir. e-thar 'Boot' *pi-tro-, vgl. (mit anderer Vokalisation)
skr. pä-tra-m 'Trinkgefäß, Behälter, Gefäß' got. fö-dr 'Scheide' (zur
Wurzel "pi-, *pö- 'trinken'); air. lä-thar neutr. 'dispositio' (mit
aicned 'Natur' synonym Wi. 299, 17) nir. läthair 'place, site,
spot' (vgl. air. läthrach 'site' nir. läithreach 'ruins; a site';
Grundbedeutung der ir. Wörter also "Unterlage", "Grund") c.
Ilawdr 'Hosen' acorn. loder gl. caliga br. loer 'bas, chaussure'
(zur Bedeutungsent\\ickelung vgl. frz. bas): zu ir. lä-r u. s. w.
I 48 f.; ir. sai-thar neutr. 'Mühe' nir. saothar, vgl. ir. sai-th
'Leid' nir. saoth, g. sai-r ahd. se-r aengl. sä-r 'Schmerz'; ir.
criathar (o-Stamm, Gen. crethir) u. s. w. I 134; ir. lestar neutr.
I 81f. Fem.: ir. briathar 'Wort' (Gen. brethre) c. brwydr
'Kampf: *bhrei-trä "Streit, Wortstreit" zu lat. feriö 'schlage' an.
beria 'schlagen' lit. bär-ti 'in Worten streiten, schelten' asl. brati
r. horoti-sja 'kämpfen' skr. hhrt-nä-ti 'versehrt, trifft' aw. hröißra-
(erstes Kompositionsglied) 'Schneide', b) Mit vorsuffixalem -«-: ir.
ara-thar, tara-thar, loa-thar I 134, ir. ria-thor I 66f. (alle
vermutlich -^ro-Stämme; br. laouer und c. rhaiadr sind allerdings
fem.); c. gwal-a-dr 'Herrscher' (m^spr. "Herrschaft"): ir. flaith
'Herrschaft, Herrscher' I 179. c) Ir. lethar 'Leder' c. lledr
mbr. lezr nbr. 1er erklärt man aus *pl-e-tro- zu lat pellis 'Haut"
u. s. w.; die germanische Sippe (ahd. ledar u. s. w.) ist dann aus
dem Kelt. entlehnt.
Weiterbildungen sind Verba wie ir. saltraim ^trete' I 137,
c. mathru 'niedertreten' I 139, mir. riastraim 'verzerre" c.
rhwystro 'to hinder, to obstruct' (zu c. rhwym 'Band" I 87?).
Von den alten nomina agentis auf -ter-, -tor- ausgegangen: ir.
altru c. athraw u. s. w. I 137 (vgl. lat. al-tor und zum -if-Suffix
lat. pa-tr-uu-s); ir. na-thir 'Schlange' c. neidr u. s. w. I 134
("Schwimmerin"); ir. maistir I 81 Nachti-ag * miiq-s-tr-'i (ein
nomen agentis als noraen instrumenti verwendet). Gall. A-ter-
onius, Bra-tr-onos, br. i-tr-oun I 31, 48, 137; gall. Mätrona
Fluß-N., vgl. mc. Mabon uab Modron 'Mabon, Sohn von Modron'
(vgl. etwa lat. pa-tr-önus, mä-tr-öna; jedoch war das -o- im
Kelt. kurz). Ir. altram 'Nahning' I 137 setzt ein mit saltraim
gleichgebildetes Verbum voraus.
§ 391. Das Suffix -tlo-, -tlä- {-tli-) hat im Kelt nur selten
46 -tijen-, lat -ätiö. [§392,1.2
instrumentale Bedeutung (etwa bei ir. säl 'Ferse' c. sawdl u. s. w.
und bei ir. giall 'Geisel' c. gwystl u. s. w., ir. gell 'Pfand' I 78,
136 und bei c. haeddel §374 S. 29). Es bildet entweder nomina
actionis oder bezeichnet das Resultat, das Erzeugnis. Belege: ir.
sal, dal, c. hoe-dl, c. bustl, gwystl, ir. ceol, cetal, forcital,
fedil, c. an-a-dl, ban-a-dl, chw-e-dl, cen-e-dl, ha-e-ddel
I 56, 84, 135, 139. -ts-tl- wohl in ir. tuisel 'Kasus' (mit do-
fuislim gl. labo u. s. w. zu -tuit, du-fuit 'fällt').
Weiterbildung: mc. Adjektiv seu-y-dl-awc nc. sef-y-dl-og
'standing'.
§ 392. 1) Die Weiterbildung des Suffixes -ti- durch -en-,
-on-, die auch im Italischen und im Armenischen (KZ XXXVIII
220, 218 f.) eine bedeutende Rolle spielt, tritt im Ir. fast nur nach
einem einsilbigen konsonantisch schließenden Vorstück auf (vgl.
§454): ir. t-ichtu 'das Kommen' (to- + icc- 'kommen'); e-pel-tu
'Tod' (at-bail 'stirbt'); toi-mtiu 'Meinung', air-mitiu 'Ehrerbie-
tung' (zu do-muiniur 'ich glaube', ar-muinethar 'er ehrt'; vgl.
lat. mentiö); ir. tui-stiu 'Erzeugung' (to- ud- + sem- 'erzeugen');
fo-ditiu 'Erdulden' (fo-daim 'er duldet'). Nach einem s: ai-csiu
'sehen' (ad-ci 'er sieht'; rem-caissiu 'Vorsehung'), tepairsiu
'Fließen' (do-eprannat gl. affluant; -nn- aus -sn-). Nach einem
zweisilbigen Vorstück: äig-thiu 'fürchten' (ägur 'ich fürchte');
vgl. weiter unter 3°.
2) Das entlehnte lateinische Suffix -ä-tiö: c. arawd, Plur.
arodion u. s. w. aus lat. oratio I 203 (im Ir. in dreierlei Ge-
stalt belegt: ortha 'Gebet', Gen. orthan I 205; jünger oröit,
nir. öräid); c. esgusawd, Plur. esgusodion 'Entschuldigung':
lat. excüsätiö; mir. purgöit nir. purgöid 'Laxativ': lat. pflr-
gätiö. In welchem Umfang das Suffix im Brit. produktiv ist, ist
schwer zu entscheiden, da es mit lat. -ätum § 384, 2f lautlich
zusammengefallen ist. Im Ir. spielt -öit eine nicht geringe Rolle ;
es entspricht dem c. -awd auch, wo diese Endung nicht auf lat.
-ätiö beruht: nir. brogöid 'bragget, beer' aus mc. bragawt; nir.
dearnöid 'Hand': mc. dyrn-awt nc. dyrn-od 'Schlag mit der
Faust' (dwrn); gibt auch andere c. -^Suffixe wieder: mir. liathr-
<jit aus c. llithr-ed I 24 (aber air. Gen. liathritse). Ir. boccöit
'Schildbuckel' 1 196; etymologisch unklar: nir. brionglöid 'Traum',
mir. nescöit nir. neasgöid 'Beule', mir. smeröit nir. smearöid
'glühende Kohle' (vgl. c. marwor, marwydos 'embers'). Nir.
ömöid 'Gehorsam' neben ömos aus engl, hommage. Nir.
§ 392, 3—394, 1—3] Erweit. d. -^i/ew-Suffixe. Suffixe m. Kons. + 1. 47
siubhlijid Arran sülöd' neben siubhal 'gehen'. Die Suffixform
-äid ist nicht produktiv. Vgl. aber nir. pribhlf'id 'a privilege'.
3) Von den einheimischen -^i;gw-Bildungen abgeleitete Ad-
jektive: air. cain-toimtenach 'selbstgefälHg' (cäin-toimtiu
'gute Meinung'); ermitnech gl. reuerens; tursitnech gl, irriguus
(tairsitiu 'Überschwemmung', s. Verbalverz. sem-); tuistenach
'Genitiv'. Auch in Fällen, wo das Substantiv nicht belegt ist:
tol-tan-ach gl. beneplacitus (toi 'Wille'), mir. car-than-ach
'liebend' (caraim 'ich liebe').
§ 393. Über die Superlativbildungen auf -tmmo- s. § 402, 1.
§ 394. Suffixe mit Kons. + t. 1) -st- § 366, 367. -kt-
§ 380. 2) -rt-: ir. adar-t 'Kopfkissen', anar-t 'Hemd' I 178
(o-Stämme); conart (fem.) 'a pack of hounds' (volksetymologisch
cuanart). Über -r-et- s. § 396. Eine suffixale Gruppe -It- ist
mir nicht bekannt; ir. inailt. Gen. inalta 'Dienerin' ist wohl ein
Kompositum: * en-alti- "die im Hause Erzogene" (vgl. in -gen
'Tochter' I 101).
3) -w^Suffixe. Über die konsonantischen Stämme auf -nt-
vgl. § 448. Mit vokalisch auslautenden -w^Suffixen {-nto-, -ntä,
-ntl) werden, neben einer Anzahl von konkreten Substantiven mit
schwer bestimmbarer Suffixbedeutung, hauptsächhch zwei Kategorien
gebildet: einerseits Abstraktbildungen und nomina actionis, anderer-
seits (im Ir.) Diminutive. Vgl. ZE 805, 844, 274. a) Ir. airget
'Silber' (-o-Stamm) c. ariant u. s. w. I 104; ir. carbat, carpat
'Wagen' (o-Stamm), vgl. gall. Carbantia I 118; ir. bel-at neutr.
'Weg, Kreuzweg', vgl. bei, belach I 117; ir. drochat, droichet
'Brücke' nir. droichead: vielleicht *c?rwÄ:-a«to- "Balken", zu einer
in mehreren idg. Sprachen belegten -Ä:-Erweiterung des Wortes für
'Holz' (ahd. troc 'Trog', ir. droch-ta 'Faß, Tonne, Kufe' vgl.
Stokes, BB XXV 255, asl. druk-olü 'Knüttel'); nicht wahrschein-
lich ist es mir, daß in drochat und belat Komposita mit set
^Weg' zu suchen wären; — ir. ret-glu 'Stern' enthält im ei-sten
Ghede vielleicht *rijanto-, zu re 'Mond' I 67; — Feminina: ii*.
snäth-at 'Nadel' I 85; ir. sliasat 'Schenkel' mag ein -ä-Stamm
gewesen sein (der Gen. sliasta ist dann nach § 242, 2 zu er-
klären): "^spleig'h-stu-ntä, zu sliss I 84; mir. fidot 'Espe' *widu-ntä
zum -z<- Stamm ir. f id 'Baum' (ziu* Bedeutungsentwickelung 'Baum' >
'Espe' vgl. die Entwickelung 'Espe' > 'Baum', die bei lat. arbor
'Baum' vorliegt, falls dies AVort mit der germ.-bali-slav., als idg.
Lehnwort auch im Türk. vorliegenden, Bezeichnung der 'Espe' [ahd.
48 -n^-Suffixe. [§ 394, 3
aspa lit. apusis r. osina 'Espe', osm. aps-ak 'Pappel' KZ XXXIX
462] identisch ist); — Endung -ntl: air. elit gl. capreolus nir.
eilit nsch. eilid 'hind' c. elain 'Hirschkuh' zu gr. ela-(fog 'Hirsch
lit. elnis asl. jeleni arm. ein; nir. frighid c. gwraint I 540; ir.
ßrigit c. braint I 100; mir. Flur, geniti glinni 'dämonische
weibliche Wesen' (glinni ist Gen. von glend 'Tal').
b) Der wichtigste Typus der Abstraktbildungen und der nomina
actionis hatte die Endung -anti (vgl. lat. con-sta-ntia u. s. w.);
daraus mc. -eint nc. -aint; die c. Nebenform -ant kann die Epen-
these unter dem Einfluß der obhquen Kasus aufgegeben haben.
Die beiden entsprechenden corn. Endungen -ens und -ans sind
nach § 193 zusammengefallen. Das ßr. hat -ent und -ant. Im
Ir. finden sich neben den Formen mit mouilliertem -t > -d auch
(namentlich im Nir.) Formen mit unmouilliertem -t > -d, die wohl
durch analogischen Übertritt in die -ä-Dekhnation zu erklären sind;
sie sind jedoch im Nir. mask. geworden. Ir. meit fem. 'Größe'
c. maint corn. myns br. ment I 292f. (nir. meid und mead,
mask.!); air. lagait 'Kleinigkeit' nir. laighead (zu laigiu I 97;
vgl. c. lleiaf-iant 'minority'); air. lethit 'Breite' nir. leithead
(hierher auch nir. a leitheid sin "seine Breite" 'sein Entsprechendes,
ein solcher'; Nebenform a leitheide, Arran 3 l'ed'd, vgl. die No-
minativform b'rld'd I 100); auch ir. garait 'kurz' nir. goirid,
gairid wird urspr. ein Substantiv gewesen sein. Air. tucait gl.
causa : zu to + ucc- 'bringen'. Mc. hen-eint nc. hen-aint
'Alter'. Die nomina actionis haben vor dem Suffix meist ein -/-;
c. meddiant 'Besitz' (meddu 'besitzen'), mc. mwynant, mwy-
nyant nc. mwyniant ^Genuß' (mwynhau 'to enjoy'; mwyn 'en-
joyment'), corn. cregyans 'Glaube', daserghyans, dasserghyens
'Auferstehung' (mit vorhergehendem i.* gwry ans 'Schöpfung'), mbr.
badizyent nbr. badisiant 'Taufe'; vor der Suffixform -eint,
-aint ist im C. das -j- (analogisch?) beseitigt: c. dioddefiant und
dioddefaint 'suffering' (aber mc. diodeiueint zeigt die Wirkung
eines j; ebenso mc. goueileint neben nc. gof eiliant 'solicitude'
zu gofal 'care'). Mit einem -n- kombiniert: corn. bew-n-ans,
bew-n-ens 'Leben', mer-n-ans 'Tod' mbr. mer-n-ent 'Fest'
(nbr. merv-ent unter dem Einfluß von mervel 'sterben' u. s. w.).
An einen Infinitivausgang mit leniertem -m gefügt: cwynof-aint
'Klagen' (cwyno, mc. kwynaw 'klagen'), dig-of-aint, dig-
iof-a int 'Zorn' (dig 'zornig'); die Fälle dieser Art enthalten also
zum Teil dieselben suffixalen Elemente wielat. testä-m an tum u.s.w.
§ 394, 3. 395, 1. 2] -w^Suffixe. r-Suffixe. 49
— Erweiterungen: ir. cairde §364,3a(cairddine, cair des 'Freund-
schaft') kommt (weil Abstraktlnldung zum -w^-Staram care 'Freund')
nicht in Betracht; wohl aber br. laosk-ent-ez 'Faulheit', nevez-
int-i 'Neuigkeit' u. s. w.
c) Die irischen Diminutive haben vor dem -wi-Suffix entweder
ein -t- oder ein -n-: air. tir-th-at gl. agellus, cen-t-at gl. capi-
tulum, glaine-th-at gl. maxilla; siur-n-at gl. sororcula, oen-
n-at gl. ulla; nach einem mouillierten Kons.: fochric-n-et gl.
mercedula; auch duine-n-et gl. homunculus. Vgl. mir. derg-
nat 'Floh' I 109, cet-n-ait 'Schaf I 120 (der Nom. urspr.
Avohl *cetnat). Auch in air. his bronnait gl. infra uentriculum und
tonnait gl. cuticula (Sg. 46b 8; schwerlich Nom.; der Glossator
mag gegen das Metrum den lat. Nom. als Abi. gefaßt haben) liegt
wohl -n-at vor (zu brü, Gen. bronn 'Bauch', tonn 'Haut'). Er-
weitert: ir. fracc-nat-an {-an) 'Mädchen' I 159.
Vgl. die slavischen Diminutiva und Namen von jungen Tieren
auf -nt (konson. Stämme): asl. tel-^ 'Kalb', Gen. tel-et-e, Plur.
tel-qt-a; preuß. smün-ent-s ^Mensch' u. s. w., Brugmann, Grdr.^
II 421. Das vor dem -w^Suffix stehende -t- oder -n- wird selbst
diminuierende Bedeutung gehabt haben; vor dem -t-, -n- ist ein
weiter hinterer Vokal geschwunden.
Anm. Zu den keltischen -w^-Bildungen gehört vielleicht auch ir.
ucut 'dort' neben oc 'bei', ocus 'nahe'. Die Analyse von ucut als Präp.
mit suffigiertem Pronomen der 2. Sing., die durch mir. sech-ut 'über dich
hinaus', nir. seach-ad 'away, aside, astray' nahe gelegt werden könnte,
dürfte durch das u der ersten Silbe ausgeschlossen sein. Vgl. c. is-od,
uch-od § 384, 2c.
Mit den keltischen -Mi!-Bildungen sind einige Entlehnungen zusammen-
geflossen: acorn. skient mcorn. skyens, skyans 'Verstand, Wissen' mbr.
squient nbr. skiant aus lat. scientia; com. vyngeans 'Kache' aus
dem Frz. Die entlehnte frz. Adjektivendung -ant im Br. (br. friant 'un
peu araoureuse') hat zu Neubildungen wie br. tru-ant 'Bettler' neben c.
tru-an § 372, 3 Anlaß gegeben.
§395. r-Suffixe. ZE 780£e., 827if. 1) Über die -r-Stämme
s. § 449—451. 2) -ro-, -rä- {-ru-) an eine einsilbige Wurzel ge-
fügt: ir. clär neutr. 'Tafel, Brett, ebene Oberfläche' c. clawr
'Oberfläche; Deckel' br. kleur 'Deichsel': gr. xA-^^og dor. vläQog
'Loos', zu gr. Alri-f-ia 'Schößhng', x/law 'breche'; ir. mo-r, mä-r
'groß' (Kompar. moa) 1 49; ir. si-r 'lang' (Kompar. sia I 51);
ir. mir neutr. 'Stück, Bissen' I 82; ir. är neutr. c. aer fem. I 103;
c. lloer fem. 'Mond' br. loar I 186 (hatte vielleicht wie au. liori
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II. 4
50 r-Suffixe. [§ 395, 2. 3
'Rauchloch im Dache, zugleich als Fenster dienend' nnorw. Ijor
'Öffnung in den Wolken' in der ersten Silbe einen Diphthong und
kann in diesem Falle altes Neutr. oder altes Fem. sein; auch auf
*lugrä fem. zurückführbar); ii\ dobur c. dwfr u. s. w. 'Wasser'
I 35; ir. lobur c. llwfr u. s. w. I 116f.; ir. ribar c. rhefr br.
reor I 117 (scheint, wenn das ir. Wort wirklich hierher gehört,
ein Suffix -ru- voraussetzen zu müssen); c. hagrI125; c. cadr
'stark' acorn. carder gl. speciosus, decorus (das erste -r- unur-
sprünglich, vielleicht Schreibfehler) abr. cadr mbr. cazr nbr. kaer
'schön': zu ir. cath 'Kampf § 85 I 132, vielleicht identisch mit
skr. sat-ru- 'Feind' (zur Bedeutungsentwickelung vgl. dän. kön
'schön', urspr. 'mutig', zu ahd. kuoni nhd. kühn; abrit. Belatu-
cadrus 'Beiname des Kriegsgottes' kann nicht ohne große Schwie-
rigkeit verglichen werden, da c. cadr ein -tr- voraussetzt); ir. clithar
c. cledr-en u. s. w. I 121 {*k'Utru-?)\ ir. remor 'dick' I 167.
3) -ro-, -rä- an ein mehrsilbiges Vorstück auf -a- gefügt: ir.
c. corn. gal-ar br. gl-ach-ar §372, 2 S. 25; air. lassar (fem.) c.
llachar Adj. § 49, 1 I 75; c. ad-ar 'Vögel' I 90; c. daiar
(fem.) 'Erde' I 66. C. claiar 'lau', c. byddar 'taub' I 66, 111.
Mc. gwaew-ar, Plur. von gwaew 'Speer' (auch gwewyr nach
dem Muster der uragelauteten Plurale). Mehrsilbiges Vorstück
auf -e-: ir. uabar c. ofer br. euver I 49; ir. iar I 93; c. pryd-er
'Sorge' corn. pryder, preder 'Sorge, Nachdenken' abr. preteram
gl. perpendo, pritiri gl. iactura nbr. preder 'souci, occupation':
zu c. pryd u. s. w. I 43; ir. aimser (fem.) c, amser u. s. w.
I 80.
Anm. 1. Andere Vokale als -a- und -e- im Auslaut des Vorstücks
lassen sich selten belegen. C. ced-or fem. 'Schamhaare' 'das Haar in der
Armhöhle' neben ced-en fem. 'shaggy hair' könnte auf * ketu-rä zurück-
gehen; davon verschieden ist ac. caitoir gl. pubes (-t- = p; -oi = nc.
-wy-, vgl. ac. postoloin 1208, ac. tusc-ois 'etruskisch' §369) mbr. quae-
zour 'pubes' nbr. kezour, mbr. quaezour-ec'pubere' ir. entlehnt caethar-
(ach) 'puber' : dunkel, etwa aus lat. character > brit. *karkter > *kakter?
Wo eine brit. Entsprechung fehlt, läßt sich nicht entscheiden,
ob das ir. -ar, nach einem mouillierten Konsonanten -er, auf -aro-,
-arä oder auf -ero-, -erä zurückgeht (andere Ausgänge kommen nur
selten in Betracht). Beispiele: ir. glom-ar 'Zaum' I 95; ir.
comr-ar (fem.) I 491; ir. mon-ar neutr. 'Werk, Tat', eigentlich
wohl "Vorhaben" zu -muiniur 'ich denke'; lum-ar 'ohne Federn'
Corm. (zufälhg ungenau mit -u- statt -o- geschrieben, vgl. das gut
belegte mir. nir. lomraim 'I shear, fleece, strip, flay', air. Prät.
§ 395, 3. 4] r-Suffixe. 51
3. Sing, ro-lommar) zu air. lomm 'bloß, nackt' c. llwm; — Kollek-
tivbildungen: mir. bru-ar 'Fragmente' (-o-Stamm), nir. salch-ar
'Schmutz' (Gen. salchair) zu salach 'schmutzig'; air. hil-ar
(neutr.) 'Menge, Vielheit'; femer die meist im appositionellen Dativ
vorkommenden Zahlsubstantiva öinar 'Einheit, eine Person', triar
'drei Personen', cöicer 'fünf Personen' (vgl. Windisch IF IV
294—299 und s. unten § 479); auch cathrar 'Bürger' Sg. 33a 10
war wohl urspr. kollektivisch; Plurale: bu-ar 'Kühe' (Gen. buair),
iasc-ar 'Fische', lebr-ar (fem.) 'Bücher', cend-ar 'Köpfe',
cloch-ar 'Steine' (Gen. cloch-air); — conar fem. 'Weg' (gl.
semita Ml. 143b 2), böthar (Gen. böthair) 'Weg' (beide Wörter
etymologisch unklar; "Hundeweg, Ochsenweg"?); — sruth-ar
(fem.) 'Fluß' (aus *sru-tu-rä?); — airer (neutr.) 'Küste, Hafen,
Gegend' zu ir. or 'Ufer, Rand' I 207 (for-ar gl. finis, c. gor-or
'confine, border, coast') setzt -^a-ro-m voraus ; so auch mir. (murer),
Gen. murir (LL 172b 34, vgl. Zimmer, ZfdA. XXXII 2262)
nir. muirear 'a load, a weight, aburthen; a household, a family'
(etymologisch unklar; zu gr. ixiq-ifxva 'Sorge'?).
Weiterbildung: ir. bel-r-e neutr. 'Sprache' zu bei 'Lippe'
(Endung etwa -a-r{i)jo-)\ c. llestair 'Hindernis'. Weiterbildungen
mit Konsonanten § 396, 1.
Anm. 2. Zu den keltischen -a-ro-Kollektiven vgl, die arm. Kollektive
und Plurale auf -ar, s. KZ XXXIX 477 ff.
4) Aus dem Lat. ist das Suffix -ärius zur Bildung von
nomina agentis aufgenommen: air. not-ire 'Schreiber' 1205; pro-
duktiv: ech-aire gl. mulio (ech 'Pferd'), rect-aire gl. praepositus
nir. reacht-aire 'a steward' (air. recht 'Gesetz'), air. techt-aire
'Bote' (techt-air-echt 'Botschaft'); nomina instrumenti: fel-ire
'Festkalender' (feil 'Fest'); nir. dreim-ire 'a ladder' (mir. dreim
'Erklimmen'); — mit jüngerer Lautgestalt: ir. cellöir 'a cellai*er"
aus lat. cellärius; produktiv: air. laitn-öir 'der lateinisch
Redende', Dat. Plur. foichl-or-ib gl. curatoribus, mir. carpteöir
'a chariot-builder', cruthaig-th-eöir 'Schöpfer', cathr-aigtheöir
'a Citizen' (das häufige -t-, -th- vor dem Suffix hat die Assoziation
mit -töir, -doir § 388 befördert); nir. sgribhn-eöir 'a writer',
bäd-öir 'a boatman', Arran gel'g'ör 'der irisch Redende'; — ganz
jung: nir. baitsilear 'bachelor', buitilear 'a butler' (und mit
Suffixvertauschung seimilear 'a chimney'; älter dagegen bearrböir
'Barbier', an bearraim 'I shear, cut, shave' und an die Endiuig
-dir angelehnt). — Brit. Beispiele: mc. telyn-awr nc. telynor
4*
52 Entlehnte -r-Suffixe. Suffixe mit -r- + Kons. [§ 395, 4. 396, 1
'Harfenspieler', mc. porth-awr nc. porth-or Tförtner', mc. car-
char-awr nc. carchar-or 'Gefangener'; acorn. darad-or gl.
ostiarius, teleini-or gl. citharista (falls nicht hierin Komposita
mit dem Worte 'Mann' §362,3 zu suchen sind), acorn. peb- er gl.
pistor, mcorn. kendon-er 'Schuldner' (ncom. kdndan 'Schuld'
Lliuyd); br. barner 'Richter', logota-er 'qui prend des souris'
(logota 'Mäuse fangen'), to- er 'Dachdecker' (im Br. ist lat. -ärius
mit lat. -ätor §388 zusammengefallen). Mbr. car-eur 'qui aime'
ist vom Französischen beeinflußt.
Das lat. -ärium ist in air. sanctäir I 203 in junger Form
belegt, aber nicht produktiv geworden. Diese Endung ist dagegen
im Brit. zur Bildung von Kollektiven (Pluralformen) produktiv ge-
worden und hat die einheimische Endung -a-7'O- in derselben Weise
verdrängt, in der lat. -ätum im C. das einheimische -at-u- ver-
drängt hat (§ 384, 2f ). Mc. (in den alten Gedichten) kledyu-awr
'Schwerter', bydin-awr 'Schaaren', byss-awr 'Finger' (Sing, bys),
llyfr-awr 'Bücher' (Skene II 129), gwayw-awr 'Speere' (Skene II
163,168,170), y sc wyd-awr 'Schilde' (Skene II 163); corn.pren-y-er,
prenn-y-er 'Bäume'; br. kleze-i-er 'Schwerter' (Sing, kleze), kle-
i-er 'Steine' (Sing, kloc'h), ilc'h-i-er 'Geldbeutel' (Sing, ialc'h).
Vgl. Ernault, ZfcPh. I 232—244. In anderer Verwendung: mc.
penn-awr nc. penn-or 'Helm',' auch 'headstall, muzzle' (jedoch
könnte hier auch -ärius vorliegen; man hätte dann den Bedeutungs-
übergang von nomen agentis zu nomen instrumenti anzunehmen).
Das lat. -or als Endung der nomina abstracta und nomina
actionis ist in französischer Lautgestalt ins Corn. und Br. aufge-
nommen: acorn. sich-or gl. siccitas, glib-or gl. humor, mbr.
glueb-our nbr. gleb-or (mask.) 'Feuchtigkeit'. C. rhagor 'Vor-
zug, Unterschied' gehört nicht hierher, sondern ist ein Kompositum,
s. Verbalverz. unter ir. cuiriur.
§ 396. Suffixe mit -r--|-Kons. {-rh- § 381, -rt- § 394).
1) Suffixhäufungen, in denen das -r- kollektivische Bedeutung
hat. Hierher gehören vermutlich abr. broth-r-ac (-c = x; ir. ent-
lehnt brothrach) I160f.; air. töis-r-enn 'Teig'; mc. bed-r-awt
nc. beddrod 'Grab', mbr. bez-r-et nbr. bered 'Friedhof; und
eventuell noch andere vereinzelten Bildungen. Die einzige pro-
duktive Suffixgruppe ist jedoch -re-to- (der vor dem -r- geschwun-
dene Vokal ist am ehesten ein -a- gewesen), ursprünglich wohl mit
neutr. Genus, im C. jedoch oft fem.: mc. gweith-ret nc. gweith-
red fem. 'Tat' corn. gwyth-res ds., vgl. ir. gnim-rad 'Taten*
§ 396, 2. 397, 1. 2] -rn-Suffixe. -Z-Suffixe. 53
(wohl neutr.); air. et-rad neutr. 'libido'; ir. gem-r-ed neutr.
'Winter', sam-r-ad neutr. 'Sommer' (vgl. die -r-Formen gr.
yeif.iEQ-iv6g 'winterlich', ahd. sumar 'Sommer'); ir. ful-red neutr.
'Blut', fraech-red 'Haide', luaith-red neutr. 'Asche', aig-red.
oig-red 'Eis' (daneben nir. oighear); ir. sain-reth 'Besonder-
heit' (sain-red-ach 'besonder, eigentümhch'). Im Ir. schwer von
-rad fem. = c. -rwydd § 362, 9 zu unterscheiden.
2) Das Suffix -rno- (ZE 778, 827): c. cadarn 'stark' br.
kadarn (zum -ro-Stamm c. cadr u. s. w. § 395, 1); ir. odbrann
(-o-Stamm) c. uffarn (fem.) u. s. w. I 32 (zum -ro-Stamm gr.
ocpvQov; ob acorn. lifern gl. talus mit c. uffarn in Verbindung
steht, bleibe dahingestellt; c. ffern fem. 'Knöchel' gehört zu ff er
§ 49, II 75); ir. iarn, iarann I 73; c. ysgyfarn fem. 'Ohr'
(auch ysgyfar) acorn. scouarn mcorn. scoforn, scovern br.
skouarn fem., vgl. abr. scobarn-oc-ion gl. auritos: *skubarno-m
(oder *skubarnä), vielleicht zu gr. -/.vßeQvdco 'steuere' skr. kübara-m
'Deichsel'; c. ilwyarn (fem.), llwyar 'trowel' (zu c. 11 wy § 59, 8
I 101). In c. coes-arn fem. 'leg-harness' und canwyll-arn
'candlestick' vermutet Silvan Evans Komposita mit haiarn 'Eisen',
was kaum nötig ist. Ir. löcharn (fem.!) c. llugorn, llygorn
(mask., Plur. llygyrn) br. lugern mask. I 122. C. ceseil-wrn
'a bündle that may be taken under the arm'; ir. cilornn c.
celwrn u. s. w. I 94; c. asgwrn 'Knochen' I 85 (zu arm. oskr;
danach ist c. llosgwrn 'Schwanz' I 80 gebildet; mit diesen Wör-
tern assoziiert war jedenfalls auch c. migwrn 'Knöchel" br. mi-
gourn 'Knorpel', das vielleicht gleichfalls ein unursprüngliches -y-
aus -k- hat, vgl. nir. mudharn fem., mudharlän, mürna, nsch.
mughairn 'Knöchel'). Acorn. louuern 'Fuchs' br. louarn gall.
AoveqvLog I 92. Weiterbildung: ir. ti gerne 'Herr' I 99.
Ähnliche Bildungen in anderen idg. Sprachen: lat. lue er na;
gr. o-/.£fcaQvov 'Holzaxt'; got. widuwairns 'Verwaister' u. s. w. Vgl.
Brugm. Grdr.2 II 281.
^ 397. -^Suffixe. ZE 767 ff., 817 ff. 1) An eine einsilbige
Wui'zel gefügt: ir. sil neutr. 'Same' I 50; ir. al, mal, seol
I 103 (-o-Stämme); ir. scal fem. I 76; ir. mebul fem., nel
(-o-Stamm, schon im Air. mask.; trotzdem urspr. neutr.? vgl. Ml.
82d 11, wo a nel doch wohl = in nel Ml. 83a 4 ist) I 117;
ir. gabul (im Mir. und Nir. mask. und fem.; urspr. neutr.?) c.
gafl (fem.) br. gaol (fem.) I 39.
2) An ein mehrsilbiges Vorstück auf einen kurzen Vokal
54 -^-Suffixe. [§397,2—4
gefügt. Selten ist -a-: ir. samail (-^i-Stamm) c. hafal u. s. w.
I 165; ir. biail 'Axt' I 67 {-e- in c. bwyell durch Umlaut zu er-
klären; über -II- I 148). — Ein Vorstück auf -o- oder -u- ist
kaum belegt, vgl. § 372, 1. — Häufig ist ein Vorstück auf -e-: ir.
isel 'niedrig' c. isel u. s. w. I 50; ir. uasal 'hoch' c. uchel
u. s. w. I 75; c. tawel 'schweigend' I 55; c. awel (fem.) 'Wind'
I 60; ir. methel fem. c. medel fem. I 162 (woher der Umlaut
in acorn. midil stammt, ist mir unklar; eigentlich eine Plural-
form'?); air. Bresal MN, ac. Com-bresel MN, corn. bresel,
bresell 'Streit', mbr. bresel nbr. brezel (mask.) 'Krieg': zu ir.
brissim 1 79. Auch ir. temel 'Dunkel' setzt -e-lo- voraus; ab-
weichend mbr. teffal nbr. teval, tefival 'dunkel'. — Die Endung
-i-U- liegt vor in c. sefyll u. s. w., c. brithyll u. s. w. I 148, c.
trythyll 'wollüstig' I 160.
-i-Stämme und -jo-, -Jä-Stämme: c. cesail 'Armhöhle' I 86,
382; air. asil gl. artus (aisleän gl. articulus) acorn. esel gl.
membrum br. ezel 'Ghed': zur Sippe von ir. asna I 85 (zur Be-
deutung vgl. etwa aw. ast-vant- 'mit einem stofflichen Leib ver-
sehen'); c. gofail, gefail fem. 'Schmiede' (gof 'Schmied') acorn.
gofail (c. ?), br. govel fem.; c. gefail fem. 'Zange' (ac. gebel
gl. dolabra) acorn. geuel-hoern- br. gevel mask. (mit dem lat.
Lehnwort gevell 'Zwilling' assoziiert) I 39; — ir. certle fem.
gl. glomus: zu gr. /.dQvaXog 'Korb', ir. cret 'Wagenkasten' u. s. w.
I 160; air. tuth-le gl. gibbus, gl. Cancer: zu lat. tu-m-eö 'bin
geschwollen', tü-ber 'Geschwulst'.
3) An ein mehrsilbiges Vorstück auf einen langen Vokal
sind die -Z-Suffixe in einheimischen Wörtern nur selten gefügt.
Die entlehnte lat. Endung -älis liegt vor in mc. gwr-awl nc.
gwr-ol 'männlich'; mc. breynyaul (Gesetze) nc. breiniol 'jorivi-
legiert' (zu c. braint I 100); ac. bud-ic-aul nc. budd-ug-ol
'siegreich'; abr. boit-ol-ion gl. esciferis u. s. w. Das entlehnte
Suffix liegt wohl auch vor in mc. ebawl u. s. w. 'Füllen' I 36,
mc. mor-awl 'Meer' und in dem dunklen ac. menntaul gl. bi-
lance abr. montol gl. trutina (ac. -e- kann als 9 zu lesen sein;
mc. mantol fem. mag sein -a- einem volksetymologischen Einfluß
verdanken; ist zwischen n und t ein Vokal geschwunden?). Da-
gegen muß mc. gwenn-awl u. s. w. I 174 wohl ein einheimisches
Suffix haben. Ein langes -e- oder -l- scheint in c. gweddill
I 110 zu stecken.
4) Das entlehnte lat. Suffix -ellus, -ella ist im Brit. zur Bil-
§ 397, 5] Erweiterungen der -^Suffixe. 55
düng von Diminutiven produktiv: ac. iurgchell gl. caprea nc.
iyrchcll 'young roe' (fem. nach I 383; zu iwrch mask. I 64);
c. fynnhon-ell 'eine kleine Quelle' (fynnon); gwaell 'Nadel' (zu
gwaew 'Speer' I 96?); connell 'weibliche Scham' (zu cont ds.);
conell 'a tail, a rump, a blade' (zu cawn I 194, Sing,
cawn-en 'Stroh; a tall blade of grass'; aus dem C. entlehnt air.
connall gl. stipulam); c. c an teil und (durch Vermischung mit
einheimischen Suffixen) cantel 'a rim' (cant ds.); vgl. auch c.
pwyntel 'Pinsel'. Br. c'houezeg-ell 'vessie d'animal'; mit einem
einheimischen Diminutivsuffix kombiniert: dor-ik-ell 'petite porte',
forn-ig-ell 'couvre-feu, creuset'; unklar tro-idell 'ruse', mog-
idell 'fumeron'.
5) Die konsonantischen Erweiterungen der -Z-Suffixe ge-
hören meist zu den unter 2°, zum Teil jedoch auch zu den
unter 3° und 4° besprochenen Bildungen. Eine häufige Suffix-
gruppe ist im Ir. -lech, -lach: ir. bris-lech nir. bris-leach
mask. 'Niederlage'; nir. muir-leach mask. 'Marsch, Pfuhl'; nir.
fuighleach mask. I 110; ir. connlach 'Stroh, Stoppeln'; air.
i-sin goithluch 'im Sumpf, goith-lach-de gl. paluster; ir.ord-
lach 'Zoll, an inch' (ordu 'Daumen') ; brollach 'Busen' (bruinne
•Brust', brü, Gen. bronn 'Bauch'); tenlach, tellach 'Herd';
air get- lach 'Silbermine'; mathar-lach gl. matrix; mimasc-lach
gl. cardo (nir. miomhasg 'Lanze, Spieß'); mul-lach 'Gipfel, Kopf
(vgl. mul-lethan 'breitköptig' LL 290a 50, b 11; nir. mul 'a
conical heap, a mound'). Wohl ein echt irisches -Är-Suffix. nicht
ein entlehntes c. -a?-Suffix (§ 372, 2; allerdings kommen die c.
-.c-Suffixe nicht selten nach einem suffixalen -l- vor, wie schon aus
den Beispielen in § 372 zu ersehen ist). Hierher auch mir. mer-
lech 'Dieb' (zu mairnim 'ich verrate')? Die Suffixgruppe -lech,
-lach ist von -lach aus sluag § 362, 5 zu unterscheiden. Über
mir. mcloc nsch. machlag s. I 128.
Com. drokeleth u. s. w. § 380, 1 hat -e- = ö und setzt
also das lat. Suffix -filis voraus; ebenso com. skenteleth, sken-
tuleth 'Wissen', obgleich das zugehörige Adjektiv skentyll,
skyntyll 'gelehrt, weise' geschrieben wird; lat. -älis in der in un-
betonter Silbe entwickelten Lautgestalt ist daher wohl auch für
br. madelez, priedelez, rouantelez § 380, 1 anzunehmen.
Eine Suffixgruppe -Ujen- liegt vor in ir. im bliu 'Nabel" I 148,
a dir diu gl. cornix (zu adarc 'Hörn'; ist aber vielleicht keine
56 -w-Suffixe. [§ 398. 399, 1. 2
korrekte Übersetzung des lat. cornix, sondern etwa = nir. adhair-
cin 'Kiebitz').
§ 398. -w-Suffixe an eine einsilbige Wurzel gefügt. Ir.
bä-n 'weiJ3': skr. hhä- 'Schein', bhä-nu- 'Glanz, Licht, Sonne',
asl. be-lü 'weiß', ht. bä-1-ta-s ds., an. bä-1 'Scheiterhaufen' u. s. w.;
ir. lä-n 'voll', slä-n 'gesund' 152, 53; ir. dä-n 'Gabe, Begabung'
(-w-Stamm) I 48; ir. lin 'Zahl' "^pleno-m I 50; ir. äin 'Spiel'
*agni- und noch andere Beispiele I 103; ir. fen 'Wagen' I 104;
c. dwy-rain 'Osten', cyfwy-rain I 237; br. e-ren 'binden' zu
ir. ad- + rig- 'binden'; ir. tren 'tapfer I 296; ir. domun'Welt',
domuin 'tief I 35; ir. bren und andere Beispiele I 125; ir. en
'Vogel' I 135; ir. slemun I 84. Weitere Beispiele in § 97.
Über Berührungen mit dem in § 399 besprochenen Typus s. § 97,
6 I 161 (ir. meccun, crocenn, eitne).
§ 399. -w-Suffixe an ein mehrsilbiges Vorstück auf einen
kurzen Vokal gefügt. 1) Über die -n-Stämme vgl. § 452 — 455.
2) -no-, -nä-, -w^-Stämme. Mit vorsuffixalem -a-: ir. lethan
'breit', c. llydan com. br. ledan I 43; c. buan 'schnell' br. buan,
buh an, abr. buen-ion gl. conciti: zu an. bysia 'schnell hervor-
strömen', asl. hystrü 'schnell'; c. acorn. br. gar an 'Kranich' I 38;
ir. olann I 179. — Häufiger ist .vorsuffixales -o-: mc. an-ud-on
'Meineid' I 58; ir. abann (fem.) c. afon (fem.) u. s. w. 'Fluß'
I 116; gall. Epona I 36; abrit. Maponus c. mabon I 4; gall.
Bratronos, Matrona, br. itroun § 390 Schluß; gall. Sirona
I 78. Br. ienien fem. 'Kälte' V. ienion. Ir. orcun fem. 'Tödten',
blegon (-o-Stamm) 'melken'. Vgl. noch die verkürzten gall. Monats-
namen Ogron. I 103, Giamon. I 66 (dazu vielleicht der ir.
-i-Stamm gamuin 'jähriges Kalb'), Samon. (dazu wohl der ir.
-^-Stamm samuin '1. November', der allerdings von den Iren
selbst als sam-fuin 'Sommerende' aufgefaßt wurde). In einigen
Fällen ist im C. -on von -an verdrängt worden: c. cuddon und
cuddan 'wilde Taube' acorn. cudon gl. palumba br. kudon (mit
-d- statt des mts^v. -d- etwa durch den Einfluß von koat 'Wald'
I 57); mc. gwidon 'Hexe' nc. gwiddan. Ebenso bei mc. didan
nc. diddan 'angenehm, trostreich, Scherz', mc. ym -didan nc.
ym-ddiddan 'Unterredung, Gespräch' zu ir. didnad 'Trost', do-
donaimm gl. solor, sei es, daß das Wort wirklich ein Kompo-
situm war, das im C. fälschlich als Suffixbildung aufgefaßt wurde,
sei es, daß vielmehr eine alte Suffixbildung (zu ahd. zeiz an. teitr
'fröhhch') vorliegt, die im Ir. als Kompositum aufgefaßt wurde
§ 399, 2. 3] -w-Suffixe. 57
(negiert: air. de-thiden fem. 'Sorge', worin die Endung -en statt
-an auf der aus dem Gen. *dethidne verschleppten Mouillierung
des -d- beruht; -th- durch Ferndissimilation, vgl. I 503; mir. zu
dethitiu umgebildet; anders Sarauw 8. 78). — Vorsuffixales -u-
in c. chwegr-wn 'Schwiegervater' I 74 (ist von dem entsprechenden
Fem. abgeleitet, das urspr. ein -ü-Stamm war, im Kelt. aber zu einem
-M-Stamm umgebildet worden sein kann). — Vorsuffixales -e- : c.
llawen u. s. w. 'froh' I 61; ir. maigen fem. 'Ort' c. maen mask.
'Stein' u. s. w. I 96; ir. draigen u. s. w. (mask.) I 97; ir. cro-
cenn I 160; ir. ecen fem. 'Notwendigkeit' mc. anghen fem. 'Not'
corn. br. anken I 126. — Vorsuffixales -^-: ir. daingen 'hart,
fest' nir. daingean ds. c. dengyn 'rüde, inflexible': asl. ne-dqgü
'Krankheit'; c. melyn 'gelb' acorn. milin mcorn. melyn br. melen:
zu ir. mil u. s. w. 'Honig' I 162; ir. altan fem. 'Schermesser' c.
ellyn mask. br. aotenn fem. I 137; ir. idan 'treu': gr. Tceöivög
'eben' (zur Bedeutung vgl. gr. €f.i-7tEÖo-g 'fest, treu').
Bei nur im Ir. belegten Bildungen läßt der vorsuffixale Vokal
sich in der Regel nicht genau bestimmen: ir. ech-tr-ann 'der
Fremde'; ir. etan 'Stirn' (-o-Stamm): zu skr. dnta-s 'Ende' got.
andeis ds. an. enni {-nn- aus -np-) 'Stirn'.
3) -nl, -n{i)jo-, -n(i)yä-Stämme. Ir. colinn 'Fleisch' c. celain
'Leiche' I 375; ir. rigain 'Königin' c. rhiain 'Dame' I 101 (zum
femininbildenden -m, -oini vgl. gr. Ttor-via, gr. ^a-aiva, an. äs-
ynia 'Göttin' u. s. w. Brugmann, Grdr.^ II 214f). rigain wurde
im Ir. in die -«-Deklination übertragen: Nom. rigan; man darf
daher auch ir. gigren, giugran mir. gigrand fem. neben c.
gwyrain I lOlf. aus einem urspr. -m-Stamm erklären. Ir.
bliadin 'Jahr' c. blwyddyn u. s. w. I 113. Ir. leine ac. Hein br.
lien I 311. Mc. pe drein nc. pedrain fem. 'buttock, crupper'
corn. Plur. peydrennow: zum Zahlwort 'vier', vgl. zur Bedeutung
d. Kreuz; mc. diasped-ein nc. diasped-ain 'rufen, schreien':
mc. diaspat nc. diaspad 'Geschrei'.
Irische Diminutive, brit. (ir.) Singulative (ZE 295 f.): ir.
grtin-ne 'Körnchen' (fem., Wb. 13c 23; zu grän 'Korn' neutr.
I 52) c. gronyn (Flui", grawn) acorn. gronen br. greunenn
(Plur. greun); ir. foilt-ne 'Haar' (mask., folt I 34) c. gwallt-yn;
ir. ruain-ne c. rhawn-yn (-ai<;- an alogisch statt -o-) br. reu nenn
I 49; ir. bruit-ne 'Stachel' (brot § 69 I 113); luiss-ne 'Kräut-
chen' (luss I 378; vgl. c. Sing, llysieu-yn br. louzaou-enn);
ir. gas-ne 'Sproß' (gas); ir. glaini-ne gl. maxilla (glaine gl.
58 -w-Suffixe. [§ 399, 3
mala; die Suffixform -ine verhält sich zu -ne wie -ide zu -de
S. 28). Nach diesem Typus wird im Brit. regelmäßig zu pluralisch
verwendeten Kollektivformen eine Singularform gebildet ; ein suffix-
versehener Singular steht jedoch bisweilen auch neben einem mit
einer Endung versehenen Plural oder wird aus einem solchen Plural
gebildet: c. plent-yn 'Kind' (Plur. plant 1235); c. yd-yn 'grain
of com' (Plur. yd) br. ed-enn (Plur. ed 'ble'; daneben jedoch
ed-ou 'plusieurs especes de ble' und edennou 'des grains de ble');
c. gwreidd-yn 'Wurzel' (Plur. gwraidd) acorn. grueit-en (mcorn.
Plur. gurythyow) br. grisi-enn (Plur. grisiou); c. rhys-yn:
Plur. rhys-od 'Ammern' I 484 (Sing, auch rhysod-yn); c. ser-en
'Stern' (Plur. ser), acorn. ster-en (Plur. racorn. steyr), br. ster-
enn, stered-enn (Plur. stered); br. daer-aou-enn I 124; c.
gwreichion-en 'a spark' (Plur. gwreichion) corn. gryghon-en
(Plur. guryghon). — Das Genus der Singulative richtet sich im
C. nach dem Stammwort (und die Feminina haben die nicht laut-
gesetzhche Endung -en, s. I 383 f.); auch im Ir. gilt vermutlich
eine ähnliche Regel. Diese Regel ist jedoch nicht alt; es scheint,
daß die Singulative ursprünglich alle (wie noch heute im Br.) fem.
waren (vgl. ir. gränne fem.). Welche Folgerungen mit Bezug auf
das ursprünghche Genus aus dem gelegentlichen Schwanken zwi-
schen -yn und -en im C (yd-yn und yd-en 'grain of corn';
lluched-yn und lluched-en 'flash') zu ziehen sind, entgeht mir.
— Der vorsuffixale Vokal war, wenn Carl Marstran der, ZfcPh. VII
377 ff. mit Recht gallische Personennamen auf -inios vergleicht,
ein idg. -i-. Aber auch wenn man -injä ansetzt, stimmt die Endung
mit den Singulativendungen anderer idg. Sprachen (russ. gorös-ina
'Erbse', zemMz-ina 'Perle', biser-ina 'Glasperle', izjüm-ina 'Rosine',
kartöfel-ina 'Kartoffel': Plur. gorox, zemcug, hiser, izjüm, kartöfeli)
nicht überein. Außerdem scheint die ursprüngliche Bedeutung der
keltischen Endung diminutivisch gewesen zu sein (vgl. ir. -n-at
§394, 3c, Flaith-n-än, Lacht-n-än §372,3); auch im C. kann
die Endung diminutivisch fungieren: c. bachgen-yn 'kleiner Knabe',
tameid-yn 'kleines Bissen' (tamaid), pel-en fem. 'Httle ball' (pel
'ball'); die substantivierende (wohl eigentlich individualisierende)
Kraft (coeg-yn 'a conceited fellow', llom-en 'naked female', zu
den Adjektiven coeg und 11 wm, Fem. llora) teilt sie mit der
diminutivischen Endung -agno- § 372, 3.
Anm. Über die brit. Abstraktbildungen auf c. -ni, -naeth s. §364, 5,
§ 380, 1.
§ 400. 401] -n-, -w-Suffixe. 59
§ 400. -w-Suffixe an ein mehrsilbiges Vorstück auf einen
langen Vokal gefügt. -«- (-ö-) ist selten. Die entlehnte lat.
Endung -änus liegt vor in mc. cristawn nc. cristion 'der Christ';
produktiv in ac. Guorthigirn-iaun 'das Land des Guorthigim'
ZE 825. Einheimisch: c. iawn u. s. w. I 92; da-iawn 'good,
beneficent' (später belegt als da-ion-i 'Güte') steht wohl unter
dem Einfluß von iawn. Weitergebildet ir. feochuine = fiaich
'Raben', nir. maicne 'children' (vgl. gr. l-tovid 'Veilchenbeet').
Häufig ist vorsuffixales -z- .• ir. buiden fem. 'Schar' c. byddin
fem. abr. bodin; ir. foirenn fem. 'Schar' c. gwerin 'Menge'; ir.
ingen 'Nagel' fem. c. ewin fem. acom. euuin br. ivin mask.
I 107; air. uilen 'Winkel' fem. mir. uillind 'Ellbogen, Winkel'
(-11- < -In- aus den synkopierten Kasus) c. elin fem. acorn. elin
mcorn. elyn br. ilin mask.: lat. ulna gr. iol&vrj 'Ellbogen' ahd.
elina ds. alb. br9 (geg. ian9) 'Vorderarm' (KZ XXXIII 544).
weiterhin lit. al-k-üne 'Ellbogen' asl. lakütt (La- aus ol-) skr.
aratm-s ds. ; — c. meg-in fem. 'pair of bellows' (vielleicht zu ir.
men u.s. w. 1125, Zupitza, Gutturale 135); c. crib-in fem. 'Heu-
rechen' (crib 'Kamm'); — mc. breenh-in 'König' corn. brent-yn
I 100. — Adjektive: c. cyffred-in 'allgemein' (cyffred 'to com-
prehend' I 476f.), mein-in 'steinern', pridd-in 'tönern', eur-in
'golden', mab-in 'jugendlich' (weitergebildet mc. mabinawc nc.
mabinog ds.). -in ja: ir. äirne I 103; c. -in-eb § 382. Aus dem
Ir. stelle ich hierher: air. äim-in 'schön' mir. öeb-ind nir. aoibh-
inn zu air. öiph I 387, ir. tarsnu, cotarsne und die Abstrakt-
bildungen wie cairddine 'Freundschaft' *karantinjä, firin-ne
I 477 (zum Vokalschwund zwischen den beiden n vgl. I 325).
co-ceil-s-ine, fäit-s-ine § 367, ainbth-ine = anboth
'Sturm'; ein stringenter Beweis für die ursprüngliche Qualität und
Quantität des vorsuffixalen Vokals läßt sich jedoch nicht liefern.
Anm. Die ir. Endung -in (nir. cail -in 'Mädchen', böithr-in 'kleiner
Weg' u. s. w.), worüber Strachan, Trans. Phil. Soc. 1891—94 S. 229 handelt,
ist mir nur als Entlehnung aus dem C. (aus der c. Adjektivendung) ver-
ständlich. — Über ir. -an, -en, -ene, -6n s. § 372, 3.
Ein suffixaler Diphthong läßt sich kaum sicher belegen; c. eilun
'Bild' ist vielleicht wirklich, wie einheimische Etymologen vermutet haben,
ein Kompositum von mc. eil 'second' und Uun 'shape'; mc. yspardun
'Sporn' (aber nc. ysbardyn) ist dunkel.
§ 401. -w-Suffixe hinter einsilbiger Wiu'zel (darunter auch
die -m-w-Stämme.) Ir. sni-m 'Kummer' (-M-Stamm) nir. sni'omh.
eigentlich Infinitiv der Wurzel sni- 'spinnen, sich drehen, sich ab-
60 -m-Suffixe. [§401.402,1.2
mühen', vgl. Verbalverz.; gni-m 'Tat' (-w-Stamm) nir. gniomh s.
Verbalverz. gni-; ir. fre-m 'Wurzel' nir. freamh (-örStamm) 1113;
mbr. bleuzu-en 'Blume' I 135; mir. tair-m 'Lärm' (mir. -a- aus
-0-?) c. twr-f 'stir, tumult' {-u- wohl aus -o-; nicht aus lat. turbö
entlehnt): zu ir. tor-ann 'Donner' c. taran acom. taran br.
taran ds. gall. Taranis GN. Hierher auch air. senim 'Spielen,
Tönen' (mit svarabhaktischem -i- oder für *seinm verschrieben;
-w-Stamm) nir. seinm: zu air. -seinn 'spielt' (worin das zweite -n
präsensbildend ist, vgl. Verbalverz.).
-m- ist jedoch in den produktiven Suffixen in der Regel von
-mm- verdrängt worden, s. I 169: ir. gorm 'blau' c. gwrm § 62 Anm.
I 108; ir. in-greimm 'Verfolgung' (-w-Stamm), s. Verbalverz. in-
grenn-; fo-glim 'lernen' nir. foghluim, s. Verbalverz. fo-glenn-;
nsch. braim 'Furz' (dies ist die historische Schreibung; nir. braidhm
bringt die vor dem -m eingetretene Dehnung zum Ausdruck; diese
Dehnung und der Umlaut wird durch brüim M'C ausgedrückt;
auch breim, brim; -w-Stamm) c. com. bram br. bramm: ir.
braigim 'pedo'; ir. dreimm 'klettern' s. Verbalverz. dring-; nsch.
teum 'a sudden snatch at any thing' (teum- 'to bite, to snatch')
nir. taom (mit t statt t' nach I 435) 'a bit, a scrap' c. tarn (ta-
maid) 'morsel, bit' corn. tarn br. tamm : ^tij.smu-, *tnsmn (vor
dem s kann ein Verschlußlaut ausgefallen sein; nach Stokes, Sprach-
schatz 129 zu gr. TsVdco 'nage'; oder zu gr. ddy.v(o 'beiße', mit t-
statt d- nach I 494f.?); ir. gairm c. corn. br. garm I 144; ir.
teid-m 'Pest' : etwa zu dedait gl. euanescent, beeinflußt von
tinaid gl. euanescit; naid-m, fo-naid-m 'Binden, Vertrag,', vgl.
Verbalverz. nasc-; air. sleid-m gl. saniem. S. noch die Beispiele
I 169 und I 87 und vgl. § 456.
§ 402. -m-Suffixe hinter mehrsilbigem Vorstück (darunter
auch die -m-w-Stämme.) 1) -mmo- bildet Superlative. In der
regelmäßigen Gradation der Adjektive geht vor dieser Endung
immer ein -s-, s. § 466. In gewissen isolierten Bildungen geht
jedoch ein -t- voraus: ir. oin-tam I 163; c. pen-def-ig I 492.
Ogam (Wales) CUNATAMI, mit lat. Buchstaben Cunotami,
Gen. eines MN und andere ähnhche Namen, Rhys, Lectm-es^ 396,
Loth, Chrestomathie 166. Vgl. lat. mari-timus, skr. ugra-tama-s
'stärkster' u. s. w.
2) -m-Suffixe mit verschiedenen vorsuffixalen Vokalen bilden
nomina actionis, die im Gegensatz zu den in § 401 besprochenen
nomina actionis immer vokalische Stämme, nie w-Stämme sind.
§402, 2. 3. 403] -m-Suffixe. Weiterbildungen der -m-Suffixe. 61
Vorsuffixales -a- (im Br.), -«- (im C und Corn.): mc. gwisg-aw
{-V geschwunden) 'anziehen' nc. gwisgo corn. guyske mbr. guis-
quaff nbr. gwiska; mc. llun-yaw 'bilden' nc. llunio. Yor-
suffixales -o- oder -u-: abr. lin-om gl. lituram. Vorsuffixales -1-:
mc. torri 'brechen' corn. terry br. terri (der lautgesetzliche Um-
laut des 0 fehlt im C. immer, s. I 376); ac. erchim 'verlangen*
nc. erchi; abr. diprim mbr. dibriff nbr. dibri 'essen'. Vor-
suffixales -eu- (vgl. § 384, 2g): c. gallu 'können', prynu 'kaufen'
u. s. w. Die verschiedenen vorsuffixalen Vokale lassen sich im Ir.
nicht unterscheiden; dafür belehrt das Ir. uns über die Qualität
des geschwundenen Auslauts, der meist ein -ä, bisweilen jedoch ein
-u- gewesen ist. -«-Stämme sind z. B. ir. accald-am 'Anrede'
(ad-glädur 'ich rede an'), moid-em 'Lob', cret-em 'Glaube',
sech-em 'folgen'; -w-Stämme waren äins-em 'Anklage' (s. Verbal-
verz. ad + ness-), tuill-em, fuill-em 'verdienen' (s. Verbalverz.
sli-). Ir. an im fem. 'Makel, Fehler' (-i-Stamm?) nir. aineamh
ac. ir anamou gl. mendae nc. anaf mbr. anaff : gr. ovof.ica
'schelte, schmähe'. Nsch. aitheamh (fem.) ac. etem mc. Plui\
adaued nc. edaf, edeu I 132 (urspr. ein -i-Stamm?).
Auch in diesem Falle treten (wenn auch seltener als nach ein-
silbigem Vorstück) neben den -;/j-Suffixen Bildungen mit -7nm- auf:
ir. altram (-w-Stamm) 'Nahrung' §390 Schluß; ir. tirim nir. tirim
'trocken' (-/-Stamm) I 83. Ir. animra fem. 'Seele' I 170 Aveicht
durch seine -w-Flexion ab (gehörte vielleicht ursprünglich als *ana-
mon-, Nom. ^anamö zu 3°; das ir. -mm- und die Mouillierung des
Auslauts im Nom. beruht aber wohl sicher auf dem Einfluß der
nomina actionis).
3) Als -w-Stämme werden mit einem -m-Suffix teils nomina
agentis (vgl. gr. iiys-[.iojv), teils einige konkrete Substantive gebildet;
der vorsufiixale Vokal ist wohl -a- {-ja-). Ir. oll-am, Gen. oll am an
'der Gelehrte, Doctor'; air. Plur. orp-amin 'Erben'; cair-em
'Schuhmacher' I 94; brith-eni 'Richter' (breth 'Urteil'); dül-em
'Schöpfer' (düil 'Geschöpf, Element'); flaith-em 'Herr'; ir. tal-
am mask. 'Erde' I 132; suan-em mask. 'Seil' I 103.
^ 403. Weiterbildungen der -m-Suffixe und der -m-n-
Stänime. -;o-Stämme: ir. menme 'Sinn' (mask.) I 168 (in den
übrigen Kasus tritt ein -m-«-Stamm ein: Gen. menman u. s. w.);
timme (fem.) I 87; aic-me fem. 'Geschlecht': c. ach 'stem, pedi-
gree'; ir. fel-mae gl. saepes. — -mnnä u. s. w.: mir. len-main
'folgen' nir. leanmhain (Nom. wohl ursprünglich -man); mir.
62 Erweiterungen der -m-Suffixe. Kosenamen. [§ 403—405
lua-main 'Fliegen'; mc. kwyn-uan nc. cwyn-fan 'klagen' mbr.
quein-uan nbr. kein-van 'Klage'; mc. ehet-uan nc. ehed-fan
'fliegen'; com. taros-fan 'Furcht'. C. ach-fen fem. 'the groin'
ac. ach-mon-ou gl. inguinibus (also ist nc. -e- Umlaut von -o-);
mc. tynghet-uen nc. tynghed-fen fem. 'Schicksal'. Ir. cel-
maine c. coel-fain I 164. Adjektive: ir. fu-lu-main gl. uolu-
bilis, dil-main gl. legitimus. C. cwyn-of-aint u.s. w. §394, 3b.
Anm. Air. ua len-omn-aib gl. a lituris ist eine junge Erweiterung
eines *lenom = abr. linom (§402,2); daraus erklärt sieh die Erhaltung
des -0-. Jung sind vermutlich auch verschiedene andere irischen Bildungen
mit Erhaltung des vorsuffixalen Vokals wie mir. fen-a-main (Dat.) 'Ge-
flecht', län-a-main 'Paar'. Vgl. mir. finemain, Gen, finemna neben
air. Gen. Plur. finime (lat. Lehnwort) I 214. Falls mir. triam (Akk.
Sing.), triamnai (Akk. Plur.) wirklich 'Anstrengung, Versuch' bedeutet,
so hat hier die erweiterte Form sich mit der unerweiterten in einem
Paradigma vereinigt.
Andere Erweiterungen: ir. tal-man-de 'irdisch', brith-e-
man-de gl. iuchciahs; brith-e-mn-acht 'Urteil' (nir. breithe-
amhnas), flaith-em-n-acht, flaith-e-mn-as 'Herrschaft',
mraith-e-mn-acht 'Verrat'. Analogisch (neben Nicht-w- Stäm-
men): bibd-a-mn-act 'Schuld' (bibdu 'schuldig'), coimd-e-mn-
acht 'Herrschaft' (coimdiu 'Herr'; vgh comdemnigedar gl.
dominari Ml. 17 b 1).
III. Kosenamen.
§ 404. Die Personennamen waren im Idg. in alter Zeit vor-
wiegend Komposita: gr. Kle6-^€vog, an. Sig-tryggr, russ. Svjato-
slav, skr. Vira-sena-s, ir. Oen-gus, Fer-gus, ac. Un-gust, Gur-
gust (I 791), gall. Dubno-reix, Dumno-coueros. Daneben
traten aber Kurznamen (Kosenamen) auf, in denen das Schlußglied
ganz oder teilweise abgeworfen war; die Endung des Kurznamens
war entweder ein einfacher Stammvokal {-o-, -i-) oder ein ange-
tretenes Suffix (meist ein diminutivisches Suffix). Oft trat dabei
willkürliche Doppelung des vor der Endung stehenden Konsonanten
ein. Derartige Kurz- und Koseformen kamen auch bei einigen
mit den Eigennamen mehr oder weniger verwandten Appellativen
vor. Vgl. Brugmann, Grundriß IIa 117 ff., Zimmer, KZ XXXII
158—197, d'Arbois de Jubainville, MSL IX 189—191.
§ 405. Keltische Kurznamen: gall. Toutus, Teutalus, ir.
Tuathal, Tuatän {-t- aus -tt-) waren Kurznamen eines Komp.
§ 405. 406] Kosenamen. Das grammatische Genus. 63
mit ir. tuath 'Volk'; gall. Eppius, Eppo I 477; ir. Aed, Finn :
Aed-gal, Find-barr u. s. w.; gall. Dumnacus : Dubiio-reix,
Dumno-uellaunus u. s. w.; gall. Nemetacum Stadt-N. neben
Nemeto-cenna; ir. Tigernach c. Teyrnoc abr. Tiarnoc,
Tiarnan neben abr. Tiern-mael, älter (latinisiert) Tigerno-
ma gl us. Häufiger als -ach ist im Ir. die entlehnte Form der
Endung (-6c); dabei wird noch häufig dem Namen ein mo- 'mein'
oder do- 'dein' vorgesetzt: Do-dimmöc, Mo-dimmöc, Diammän
aus dem Vollnamen Diarmait ("Neidlos" : format 'Neid', Thur-
neysen, Handb. 211); auch im ßr. kann (durch irischen Einfluß?)
eine Vorsilbe To-, Te- vorkommen: abr. Quonocus, Toquono-
cus neben Cono-maglus, Cono-morus („Quonoco quem alii sub
additamento more gentis transmarinae Toquonocum uocant");
Uuinnoc, Teguennoc = Uuin-uualoe. Wie in dem letzt er-
wähnten Falle sind auch sonst öfters Kosename und Vollname für
dieselbe Person belegt: ir. latinisiert Fin-barrus = Finnianus,
Fin-luch = Finnianus, mir. Find-loch = Fintän (-t- aus
-dd-), Findbar r = Finden. Vgl. noch ir. latinisiert Mogopoc
= Gopbanus, Maidoc = Aidanus. Kurznamen von appellati\i-
schen Bezeichnungen sind: ir. dobr-än = dobor-chü 'Fischotter'
(§ 356, 2), ir. lur-än = lur-chure I 340.
IV. Das grammatische Genus.
^ 406. (Art und Kennzeichen des Genus.) Die Substantive
waren im Idg. auf drei Kategorien (Maskulinum, Femininum und
Neutrum) verteilt, die wenigstens in ihrem Keim von semasiologi-
scher Art waren: das Mask. bezeichnete die männhch gedachten,
das Fem. die weibhch gedachten, das Neutr. die ungeschlechtig
gedachten Wesen.
Äußerlich waren diese Kategorien zum geringsten Teil durch
ihre eigene Form, im AVesentlichen aber durch die verechiedene
Form der zugehörigen adjektivischen Wörter gekennzeichnet (lat.
nouus rex, noua arx u. s. w.). Diese Unterschiede sind im Neu-
keltischen durch den Abfall der Endungen zum größten Teil auf-
gehoben; die schwindenden Endungen haben aber gewisse Änder-
ungen des folgenden Anlauts hervorgemfen, wodurch neue Kenn-
zeichen der verschiedenen Genera geschaffen worden sind, s. § 309 ff.
I 442 ff. und § 263, 8 I 392. Diese neuen Kennzeichen (die Sandhi-
regeln) sind vom neukeltischen Standpunkt die wichtigsten. Daneben
64 Das grammatische Genus. [§406.407,1
spielt die von der abgefallenen Endung bewirkte Senkung eines
-u- und -i- der Wurzelsilbe zu -o- und -e- im Fem. (I 382 ff.) in
den brit. Sprachen (im wesenthchen jedoch nur im Cymr.) eine
Rolle. Eine verschiedene Endung für Mask. und Fem. findet sich
nur bei einigen (meist einsilbigen) Zahlwörtern und Pronominen.
Ein Gegensatz zwischen dem wirklichen Geschlecht und dem
grammatischen Genus ist in den idg. Sprachen nicht unerhört.
Durch Verschiebung der ursprünglichen Bedeutung konnte ein
femininisches Wort Bezeichnung eines männlichen Wesens, ein
maskulinisches Wort Bezeichnung eines weiblichen Wesens werden
ohne deshalb sein grammatisches Genus zu ändern. Serb. slüga
'Diener' (urspr. "Dienerschaft, Schar", vgl. ir. sluag I 84) ist in
der poetischen Sprache noch fem.; skr. dura- 'Eheweib' ist mask.;
an. suanni, suarri, sprakki 'Frau' sind mask. So auch öfters
im Kelt. Mir. ech-lach 'Pferdeknecht, Bote' (ind echlach
thaisech 'der erste Bote'; durch femininisches Pronomen wieder-
holt: si, Wi. Täin Z. 127, 124; auffälhg ist dabei die Abweichung
vom Genus des Simplex sluag, das schon im Air. mask. ist, vgl.
§ 362, 5); ah', flaith 'Herrscher' (besad inna flatlio 'Sitte des
Herrschers' Wb. 9d 2; eig. 'Herrschaft'), cerd 'Schmied' (Gen.
inna cerdae Ml. 18a 12, na cerdda LL 56b 1; eig. 'Kunst');
gerait 'Held' (di gerait 'zwei Helden' Fei. Sept. 27; eig. 'Tapfer-
keit'). Grammatisch mask. sind nir. caile 'a country woman, a
maiden, a girl', caili'n 'Mädchen', br. plac'h ds., s. § 309 Anm. 2
I 444, wo auch über das grammatische Genus einiger weiblich ge-
dachten Begriffe (nir. bäd 'Boot', c. Bala, Tafwys).
§ 407. Syntaktisches, 1) Wo allgemein von einer unbe-
stimmten Person die Rede ist, wird im Ir. das Mask. verwendet.
Dies sogar in einigen Fällen, wo es nach dem ganzen Zusammen-
hang klar ist, daß die betreffende unbestimmte Person nur eine
Frau sein kann: mir. issi ro-bad ban-rigan in choicid uli,
inti dib cetna-ragad i-ssa tech 'Königin der ganzen Provinz
würde sein, wer (inti) von ihnen zuerst ins Haus käme' Wi. 260,
311; mani iatar a tech friü, bit lia a mairb and andat a
m-bi 'wenn das Haus nicht vor ihnen (den Frauen) geschlossen
wird, wird es mehr Tote als Lebendige (mask.) unter ihnen geben'
Wi. 261, 6 f.
Indessen kennt das Irische auch den Gebrauch des Neutr. in
demselben Sinne: air. cechtar n-äi, nechtar n-äi, cechtar
n-athar, ind-ala-n-äi § 263, 4 I 392; ni ru-bi nechtar de
§ 407, 2. 8. 408, 1] Genus-Syntax. Schicksal des Neutr. 65
cen alail 'neither of them (Mann und Frau) can be without the
other' Wb. 11c 17. Kollektivisches Neutrum von Personen: air.
äni mbai for longais gl. hi quos fugae calamitas coniunxerat,
'diejenigen welche in Verbannung waren' jMl. 29c 15; mc, ef a
dely gwneuthur medhecynyat rad yr a uo en e llys 'er muß
Medizin unentgelthch denjenigen geben, welche im Palast sind'.
2) Ein neutrales Pronomen 'es' bezieht sich bisweilen in un-
genauer Weise auf ein vorhergehendes Mask. oder Fem. Air. ba
he ciirsagad maid ma d-a-choisged dilgud 'das wäre eine
gute Zurechtweisung, wenn darauf (neutr.) Verzeihung folgte' Wb.
14dl9; mad aill duib cid accaldam neich diib, d-a-rigente
'if ye desired even to converse with any of them, ye could do it'
(-a- ist neutr., accaldam fem.) Wb. 13b 3. Vgl. KZ XXXV
401, 417.
Ein unbestimmter neutraler Begriff 'es, dies' als Subjekt richtet
sich im Genus nach dem Prädikatsnomen: na-bad he for n-im-
bradud 'nicht sei das euer Gedanke'; is si trebaire 'das ist
Klugheit'; is si regnum 'das ist das Reich (ir. flaith fem.)' Wb.
6 b 6; 3d 30; 6 c 10. Auf ein bestimmtes Substantiv bezieht sich
dagegen das Pronomen in den Sätzen is hed a di'ilchinne, is
he a dülchinne, is si ede dulchinne 'dies ist sein Lohn, dies
ist Lohn' Wb. 3b 16, 18; IIa 5 (bäs 'Tod' neutr., bethu 'Leben'
mask., lann 'Siegespreis' fem.).
3) Der Gebrauch des Fem. im Sinne des Neutr. läßt sich für
das Keltische nicht sicher belegen. Vgl. etwa cian fem. 'lange
Zeit, Zeit' (falls dies Wort auf einem Adjektiv cian 'weit, entfernt,
lang' und nicht umgekehrt das scheinbare oder wirkliche Adjektiv
auf dem Subst. beruht); fo di 'zweimal' I 301 und § 470.
§ 408. (Schicksal des Neutr.) 1) Im Air. sind alle drei
Genera noch vorhanden. Im Laufe der mir. Periode geht jedoch
das Neutr. verloren. Dabei werden die alten Neutra in der Regel
maskulinisch, seltener femininisch (femininisches Genus tritt besonders
bei den -i-, -s-, -w-Stämmen und bei einigen -^o-Stämmen ein). Im
Air. (Mir.) neutr., im Nir. mask. sind zum Beispiel: ir. bäs 'Tod',
bunad 'Herkunft', rath 'Gnade', fuath 'Form, Gestalt', dermet
•Vergessen', dliged 'Gesetz', biad 'Essen', lestar 'Gefäß', galar
'Krankheit', hilar 'Menge', saithar 'Mühe', 6r 'Gold', si'l 'Same',
cenel 'Geschlecht', scel 'Erzählung', gell 'Pfand', laithe 'Tag',
esseirge 'Auferstehung', cride 'Herz', luige 'Eid', airde, co-
marde 'Zeichen', timne 'Befehl'; — dorus 'Türe'; — dun 'Burg',
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II. 5
66 Schicksal des Neutrums. [§ 408, 2. 3
glend ^Tal', sliab 'Berg', log 'Lohn', tech 'Haus'; — ainm
'Name', druim 'Rücken' (ceim 'Schritt' ist im Nir. mask. und
fem.). Im Air. (Mir.) neutr., im Nir. fem. sind: ir. re 'Raum, Zeit',
fiadnisse 'Zeugnis', tuile 'Flut', esca 'Mond', muir 'Meer',
buaid 'Sieg', g hin 'Knie', leth 'Seite', mag 'Feld', nem 'Himmel',
tir 'Erde', mir 'Portion, Bissen', beim 'Schlag', reim 'Lauf', leim
'Sprung' u. s. w.
Anm. Der Verfall des Neutr. hat seinen Keim im Air. Zwischen
neutr. und mask. schwanken im Air. lin 'Zahl, Anzahl, Teil', immthauad
'Wechsel', recht 'Gesetz', ais, ois 'Alter'; auch wohl nel § 397, 1;
zwischen neutr. und fem. schwankt air. fetarlicce 'Gesetz' und re S. 97.
2) Das Brit. hat das Neutrum lange genug erhalten um eine
Anzahl von lateinischen Neutra dem Lischen als neutr. zu über-
mitteln: ir. ör'Gold', fin 'Wein', lin 'Netz', scrlbend 'Schreiben'
(nir.sgribhinn fem.), arm 'Waffe'; wohl sicher auch baithis 'Taufe',
caille 'Schleier' (lat, pallium), wenigstens waren diese beiden
Wörter im Air. nicht (wie später) fem.; auch wohl cengal 'Band'
I 200 (wenigstens war das Wort nicht wie c. cengl fem.). Daß
ein Teil dieser Wörter (etwa fi'n 'Wein') ohne britannische Ver-
mittelung aufgenommen wäre, ist eine unnötige und unbeweisbare
Annahme. Bei vielen lat. Lehnwörtern lassen die Belege nicht
erkennen, ob sie auf irischem Boden neutr. gewesen sind oder nicht.
Die nicht seltenen Fälle, in denen ein lat. Neutrum sicher als
irisches Nicht-Neutrum auftritt, sind möglicherweise nicht für den
Verfall des Neutr. im Brit, sondern für den Verfall des Neutr. im
Lat. chronologisch zu verwerten; solche Fälle sind: aü'. corp 'Kör-
per', peccad 'Sünde', terapul 'Tempel' (mask.), testimin 'Text'
(lat. testimönium).
3) In der historischen Zeit ist das Neutrum im Brit. auf-
gegeben, was zweifellos mit dem fast vollständigen Aufgeben der
Eklipse (I 400 ff.) in Verbindung steht. Die ursprünglichen Neutra
sind teils mask., teils fem. geworden. Mask.: c. tro 'turn' (aber
br. tro fem.; zu ir. droch neutr. 'Rad'), c. bonedd 'Herkunft',
rhad 'Gnade', c. bwyd 'Essen' br. boed, boued, c. Uestr 'Ge-
fäß' br. lestr, c. galar 'Kummer' (aber br. glac'har fem.), c.
aur 'Gold' corn. our br. aour, c. craidd 'Herz' (br. kreiz 'Mitte'),
c. llw 'Eid' br. le, c. drws 'Türe', c. corn. br. mor 'Meer', c.
budd 'Vorteil', glyn 'Tal', c. ty 'Haus' corn. chy br. ti, c. br.
glin 'Knie', c. tir 'Erde'. Fem.: c. dyled 'Pflicht', cenedl
'Stamm', c. cathl 'Hymne' br. kentel 'legen' (zu ir. cetal neutr.
§ 408, 3. 409] Schicksal d. Neutrums. Verschiebungen cl. Genus. 67
'Gesang'), c. din 'Burg', llwyf 'Söller' (ir. sliab 'Berg'), c. ma
'Ort', nef 'Himmel' (br. env mask.), c. garm 'Geschrei' (br. garm
mask.). Schwankend: c. hil 'Nachkommenschaft' mask. und fem.;
chwedl 'Erzählung' (im Mc. mask., heute fem.; br. kel mask.); c.
man 'Abzeichen, Muttermal' mask. und fem. (ir. mind 'Zeichen,
Diadem' neutr.).
Spuren der ehemahgen Existenz des Neutr. haben sich besonders
im Br. erhalten. Eine unzweifelhafte Spur ist die teils maskulini-
sche, teils femininische Behandlung des Wortes br. tra 'Sache':
ann dra 'die Sache', eunn dra vad 'eine gute Sache', aber daou
zra, tri zra (mit maskulinischer Form des Zahlwortes) 'zwei Sachen,
drei Sachen'. S. Troude unter tra, Loth, Rc. XV 96, Ernault,
ßc. XV 386. Über tu 'Seite' und dour 'Wasser' vgl. § 312 Anm. 4
I 449. Über br. daou c'hant 'zweihundert' s. § 271 Schluß
I 403; im C. sagt man deu-cant 'zweihundert' und deu-tu 'beide
Seiten' (analogisch deu-parth = deu-tu; neben deu-cant auch
schon deu-gant nach Analogie der alten Maskulina).
§ 409. Verschiebungen des Genus sind schon im Vorher-
gehenden erwähnt. Ein -e- vor dem auslautenden Konsonanten hat
im Brit. bisweilen femininisches Genus hervorgerufen I 383 f. —
Seltenes Vorkommen der Anlautslenition hat im C. Übergang aus
dem Fem. ins Mask. bei mehreren Kategorien von nomina abstracta
bewirkt: § 380, 1, § 382, § 384, 2e. — Die als Plm-ale verwen-
deten Kollektive des Brit. nahmen die Mutationsregeln des Plur.
an, wodurch das ursprüngliche Genus unkenntlich wurde; im Br.
werden solche Wörter (z. B. plu, plun 'Federn') als mask. be-
zeichnet. — Das Genus eines abgeleiteten Wortes hat sich in un-
ursprünglicher Weise nach dem Stammwort gerichtet: bei der
Endung -ad im Br., -awt > -od im C, -eit > -aid im C, s.
§ 384, 2a, f, § 384, 3; bei c. -yn, -en S. 58. — Bei Zu-
sammensetzungen richtet sich das Genus nach dem Hauptwort; es
können aber Verschiebungen des Sprachgefühls mit Bezug auf das
gegenseitige Verhältnis der Kompositionsglieder vorgekommen sein;
so mag br. kroaz-hent 'Kreuzweg' ursprünglich ein Kompositum
des ererbten idg. Typus (wie d. Kreuz -weg) gewesen sein; es
wird aber jetzt als Univerbierung einer Wortgruppe "Kreuz des
Weges" empfunden und ist daher fem.
68 Pluralbildung. [§ 410
Y. Pluralbilduug und Kollektive.
§ 410. Es gab im Uridg. (d. h. in derjenigen Sprachstufe,
die wir durch Vergleichung der idg. Einzelsi^rachen erreichen
können) keine eigentlichen Pluralendungen, sondern der Plural
wurde dadurch vom Singular unterschieden, daß die Kasusendungen
von den Kasusendungen des Singulars verschieden waren. Daß
die plurahschen Kasusendungen durch Verschmelzung einer Plural-
endung mit den eigentlichen Kasusendungen entstanden waren (z. B.
Akk. Plur. -ns aus Kasusendung -m + Pluralendung -s), ist mög-
lich, aber im Einzelnen nicht sicher nachweisbar.
Der so gebildete Plural war von den seit jeher in den idg.
Sprachen häufigen Kollektiven nicht nur durch die leicht verwisch-
bare verschiedene Nüancierung der Bedeutung, sondern noch mehr
durch die syntaktischen Regeln der Kongruenz unterschieden. Das
Verbum hatte bei einem pluralischen Subjekt pluralische Personal-
endungen, bei einem kollektivischen Subjekt dagegen nicht (sie
konnten allerdings leicht ohne den ganzen Charakter der Sprache
zu stören eingeführt werden: gr. ojg q^doav tj yrArj^tg II. ß 278).
Noch wichtiger war die Kongruenz der adjektivischen Wörter, wo-
durch die morphologische Verschiedenheit der Kollektive von den
Pluralen so sehr verstärkt und hervorgehoben wurde, daß die Kol-
lektive nur durch die Annahme pluralischer Kasusendungen mit
den alten Pluralen gleichberechtigt werden konnten (abulg. drevije,
Koll. mit singularischer Kasusflexion, russ. derevija mit pluralischer
Kasusflexiou 'Bäume'); und dieser Vorgang trat nur sporadisch ein.
Nur in Sprachen, wo die Kongruenz der Adjektive aufgegeben ist,
findet sich freie und massenhafte Entfaltung der Kollektivbildungen
in echt pluralischer Verwendung (so im Neuarmenischen, s. KZ
XXXIX 465 ff.).
Das Irische, das die Kasusflexion und damit die Kongruenz,
der Adjektive erhalten hat, steht mit Bezug auf die Beziehungen
zwischen Kollektiven und Pluralen auf dem alten idg. Standpunkt.
Das Brit., das die Kasusflexion aufgegeben hat, steht auf einem
ähnhchen Standpunkte wie das Neuarmenische : Kollektivbildungen
sind massenhaft in die Rechte der alten Plurale eingedrungen.
Was urspr. ein Plural und was m-spr. ein Kollektiv gewesen ist,
läßt sich nur mit Hülfe der Sprachvergleichung ermitteln. Die
pluralisch fungierenden Kollektive sind teils mit verschiedenen ein-
heimischen oder entlehnten {-i § 364, 5 u. s. w.) Endungen gebildet,.
§411.412] Plurale und Kollektive im Ir., im Brit. 69
teils endungslos. Im letzteren Falle wird für die singularische
Verwendung eine Ableitung mit einem singulativischen Suffix
(§ 399, 3) gebildet.
§ 411. Kollektive, die in der Bedeutung von den Pluralen
kaum abweichen, sind im Ir. nicht selten. Diese Kollektive sind
teils Komposita (ingen-rad ^die Mädchen' u. s. w. § 362, 9; en-
laith 'Vögel' : flaith 'Reich'; det-gen, det-gein 'Zähne'), teils
Ableitungen (bu-ar 'Kühe' u. s. w. § 395, 3, cendal 'Köpfe'
§ 372), teils unzerlegbare Wörter (cland 'Kinder'). Sie werden
selbstverständHch mit singularischen Adjektiven verbunden (en-laith
gle-gel 'ganz weiße Vögel' Wi. 259, 5; dond laech-raid lainn
oa Lothlind 'by the fierce heroes from Lothland' Thes. II 290).
Auch das Prädikatsverbum ist singularisch: di-an-gair in enlaith
'von denen herab die Vögel rufen' Wi. 218, 21; cid risiu robse'
cland less 'noch, ehe er Kinder hat' Wb. 29 d 23, vgl. 31b 5.
Jedoch ist pluralisches Verbum im Mir. nicht selten: tibit in
macrad 'die Knaben lachen' Wi. 286, 10, vgl. 286, 8; 77, 11;
ind fiallaig (Gen.) batar riam rempu 'der Helden, die zuvor
ihnen voraus gewesen waren' LL 59, 44. Nicht beweisend ist air.
osechtar in muntar uile 'the whole household is corrected' Wb.
22 c 20, da hier -xt- lautgesetzHch aus -xp- entstanden sein kann
(I 421).
Anm. Über die wirklichen Pluralforraen des Ir. s. Kap. VI (Kasus-
bildung). Noch im Nir. bleibt die Pluralbildung im alten Geleise; nur
wuchern gewisse (bes. von den -t- und -Ä;-Stäramen ausgegangenen) umfang-
reichere Endungen: sgeal 'Erzählung', Plur. sgeal-ta; sluagh 'Schar',
Plur. sluaigh-te; sgailp 'a slice', Plur. sgailp-eacha; obair 'Werk',
Plur. oibr-eacha; leac 'Stein', Plur. leac-racha; linn 'a pool', Plur.
linn-treacha. Mit diesen aus der alten Kasusflexion stammenden ana-
logisch wuchernden Endungen haben sich pluralisierte Kollektivendungen
gemischt: Arran madd 'Hund', Plur. issa madrij 'die Hunde' (die Endung
-rad in pluralisierter Form als -raidhe). Über die nach den Zahlwörtern
stehenden Formen der nir. Substantive s. § 477.
§ 412. Endungen der plm-alisch fungierenden und syntaktisch
den Pluralen gleichgestellten Kollektive des Brit. sind: -i §364,5
(c. llestr-i acorn. br. listr-i); br. -ad, mc. -ot, -et, -awt, -eit
§ 384, 2 a, c, d, f ; § 384, 3 (besonders häufig bei Tiernamen, zum
Teil auch bei Personenbezeichnungen; -et, -awt mußten im Corn.
und Br. zusammenfallen: mc. merch-et nc. merch-ed corn.
myrhes br. merc'hed; mc. pysc-awt nc. pysg-od corn. puskes
br. pesk-ed; auch für mc. -ot hat das Br. -ed, jedoch kaum auf
70 Plurale und Kollektive im Brit. [§ 412
lautgesetzlichem Wege: mc. llydn-ot nc. llydn-od br. loen-ed;
die einheimische Endung -es bahnt im Corn. den Weg für enghsche
Plurale wie strekis 'Schläge'), mc. -ar, -awr § 395, 3, 4. Neben
den endungslosen Kollektiv-Pluralen, die ihre Singularform mittelst
des Singulativsuffixes bilden (c. gwydd 'Bäume' corn. gveyth
[gveyth ha losow 'trees and plants'] br. gwez, vgl. dazu ir, fid
'Bäume, Wald' Thes. II 239, 15; 342, 3; Sing. c. gwydd-en
corn. gveth-en br. gwez-enn) finden sich im Br. endungslose
Kollektiv-Plurale, die sich mit einem etymologisch unverwandten
Singidar assoziiert haben: br. tud 'Leute', Plur. von den 'Mensch';
chas 'Hunde' (frz. chasse), Plur. von ki 'Hund'; ein isolierter
Fall ist auch br. kloarek 'clerc', PI. kloer.
Anm. 1. Auch solche Kollektive, die mit keiner entsprechenden
Singularform assoziiert sind und demo^emäß nicht als eigentliche Plurale
empfunden werden, können als Subjekt mit einer pluralischen Yerbalform
verbunden werden: mc. y ky chwynyssont y llu mawr hwnnw 'dies
große Heer schritt vorwärts' Mab. 151, ZE 933.
Alte Plurale (alte Nominative oder Akkusative des Plurals im
Kontraste gegen den Nom. Sing.) sind die durch die folgenden
Endungen gebildeten Formen: c. -edd, -oedd, -ydd, mc. -eu
(ac. -ou), -ieu, c. -aint, -yr, -on, -ion, -en, -ain (c. gwrag-
edd 'Frauen', gwlad-oedd, gwled-ydd 'Länder', crys-au 'Hem-
den', cer-aint 'Freunde', brod-yr 'Brüder', lladr-on 'Diebe',
ych-ain mc. ych-en 'Ochsen') sowie einige isolierten Formen: c.
tai 'Häuser', cwn 'Hunde'; ferner die aus der Flexion der -o-
Stämme hervorgegangenen umgelauteten Plurale: c. gAvyr, Plui'.
von gwr 'Mann'. S. des näheren bei der Darstellung der Kasus-
flexion. Über die nach den Zahlwörtern vorkommenden Formen
der Substantive (mc. deu uab 'zwei Söhne', tri meib 'drei Söhne')
s. § 477; mit den Benennungen der paarweise vorkommenden
Körperteile ist im Brit. das Zahlwort 'zwei' untrennbar verschmolzen:
mc. deu-lin 'Kniee' (Sing, glin) corn. dow-lyn br. daou-lin; mc.
dwy-freich 'Arme' (Sing, breich) corn. defregh br. divreac'h.
Anm. 2. Die Entscheidung, ob eine brit. Pluralendung auf Kollektiv-
bildung oder auf der alten Deklination beruht, ist nicht immer ganz leicht,
da in vielen Fällen gleichlautende Endungen auf beiden Wegen entstehen
konnten. Man überzeugt sich zwar z. B. leicht, daß die c. Pluralendungen
-ydd, -edd nur ganz zufällig mit den in §364, 3 behandelten Ableitungs-
silben gleichlauten. Dagegen läßt sich die Vermutung nicht ohne weiteres
beseitigen, daß zur Ausbildung der Kategorie der brit. -^Plurale neben
den oben besprochenen Kollektivendungen auch die Deklination der alten
-^Stämme beigetragen haben könnte; ein beweisendes Beispiel fehlt jedoch
§ 412. 413] Kasus der Noraina. Das Kasussystem. 71
(dem ir. -^Stamni luch 'Maus', Gun. loch ad entspricht zwar der brit.
Plural c. llygod br. logod 'Mäuse', aber die Silbe -od- findet sich auch im
Sing. c. llygod-en acorn. logod-en ncorn. logos-an br. logodenj. Über
mc. gwewyr neben gwaewar nach dem Muster von brodyr s. § 395, 3.
Anm. 3. Häufung von Pluralendungen: com. los-ovr-ys 'Kräuter',
mestr-ys-y 'Meister' (Sing, raester; vgl. servysy 'Diener', dessen
Singularform jedoch nicht feststeht), bomm-enn-ovF 'Schläge', strok-
os-ow 'Schläge'; br. aotrou-n-ez (V. eutreu-n-e) und aotrou-n-ien
von aotrou 'Herr', rouanez 'Könige' § 452; Umlaut -f Endung s. § 452
und vgl. com. fleh-es, Plur. von flogh 'Kind'. — In br. c'hoar-ez-ed
'Schwestern' V. hoerezed, br. itroun-ez-ed Trauen' hat die Plural-
ondung sich mit einer überflüssigen Femininendung (§ 369j verbunden. —
Das Br. kennt Plurale von Pluralen: merc'hedou, merc'hejou 'Mädchen-
scharen, Mädchen', bugaleou 'plusieurs bandes d'enfants' (bugel, Plur.
bugale); besonders bei paarweise auftretenden Begriffen : loer 'bas', lerou
'paire de bas', lereier 'plusieurs paires de bas'; daou-lagad 'Augen
(einer Person)', daou-lagad-ou 'Augen mehrerer Personen'. S. Vallee
S. 74, Ernault Gramm. S. 22. — Pluralendung vor und nach einer Di-
minutivendung: com. flehes-yg-ow, br. merc'hed-ig-ou § 377, 2d.
So auch br. daou-lagad-ik 'deux petits yeux', daou-lagad-ou-ig-ou
'Äuglein mehrerer Personen'.
YI. Kasus der Nominal
§ 413. Die idg. Ursprache besaß 8 Kasus: Nominativ,
Vokativ, Akkusativ, Instrumentalis, Dativ, Ablativ, Genitiv und
Lokativ, die in verschiedener Form für den Singular, den Dual
und den Plural gebildet wurden. Eine besondere Endung hatte
der Vokativ jedoch nur im Singular, der Ablativ nm- im Singular
der -o-Stämme (während sonst der Ablativ im Sing, mit dem
Genitiv, im Dual und Plural mit dem Dativ identisch war); im
Dual war der Instrumentalis mit dem Dativ und Abi., und wohl
auch der Gen. mit dem Lok. identisch. Im Neutrum und im Dual
des Mask. und Fem. waren Nom. und Akk. identisch.
Die Unregelmäßigkeit dieses Systems und die dui'ch einzel-
sprachliche Lautgesetze sich steigernde Ähnlichkeit gewisser Kasus
haben in den meisten idg. Sprachen und auch im Keltischen zu
verschiedenen Vereinfachungen Anlaß gegeben. Im Ir. sind In-
strumentalis, Ablativ und Lokativ mit dem Dativ zusammengefallen ;
der so entstandene Sammelkasus wird (mit einem wenig zutrefienden
1. Vgl. Stokes, Celtic Declension, Trans. Phil. Soc. 1SS5— 1887, S. 97fi".,
BB XI 64 ff., Strachan, Contributions to the History of Middle Irish De-
clension, Trans. Phil. Soc. 1903—1906, S. 202 ff.
72 Das Kasussystem. Gebrauch des Akk. [§ 413. 414
Namen, vgl. § 420) Dativ genannt. Im Brit. ist die Kasusflexion
ganz aufgegeben.
Anm. Keste des idg. Lok. Plur. auf -su sind: ir. is 'unter' *ped-sn
I 50, corn. creys 'Mitte' br. kreiz V. kreis *k'rd-su I 536 (Nachtrag zu
I 69), die Vorsilbe ir. less- c. Uys- br. les- *plt-su § 358, 2b S. 8.
Eeste der Kasus im Brit. Akkusativ: c. beu-nydd §80 Anm. 2
I 129, br. bem-dez (-m- aus -pn-); corn. boynedh 'täglich' Lhuyd 249
wird aus dem C. stammen; echt corn. bynytha 'ever', vgl. byner, by-
nary, venary ds. ("jede Stunde"?). Dativ (im irischen Sinne): mc. ^r-
bynn 'gegen' corn. erbyn = ir. ar-chiunn 'bevor' I 377, 378; c. he-
ddyw 'heute' u. s. w. I 67. Genitiv: noorn. verh von margh 'Pferd' §256
I 377. Zweifelhafte Angaben über das Corn. I 378 f. Acorn. barf gl. barba,
baref gl. barbam, bis gl. digitus, bes gl. digitum sind variierende
Schreibungen, die mit dem Kasus nichts zu tun haben. Die kürzere (ältere)
Pluralform, die bisweilen im Corn. und Br. in formelhafter genitivischer
Verwendung neben einer sonstigen längeren (jüngeren) Form vorkommt
(mbr. roen ster 'König der Sterne', sonst Plur. steret, ZE 281), hat mit
dem Kasus nichts zu tun (vgl. die Formel heaul, ster ha loar 'Sonne,
Stern und Mond' Le myst. de S. Barbe 10; corn. steyr c. ser).
Gebrauch der Kasus^
§ 414. Der Akkusativ bezeichnet das Objekt: ir. connes-
sat in gniim n-olcc 'sie verurteilen die böse Tat' "Wb. Id 7;
imrädat imräti 'they think thoughts' Id 7 (vgl. dazu § 267, 3
I 397). Über den Objektsakkusativ bei subjektlosen Verben s.
§ 589. Über das Objekt bei fil 'es gibt' vgl. § 642.
Das Ziel einer Bewegung: na-lled do-chood 'wohin ich
gegangen bin' (das rel. Pron. als Objekt) Wb. 17d 7; do-sn-icfa
cobir 'Hülfe wird zu ihnen kommen' 5c 5; tiagait bäas n-ana-
paig 'sie gehen in einen vorzeitigen Tod' lldl2; cetna-ränic
Cruachna Ai 'welcher zuerst nach C. A. kam' Wi. 275. Oft
wird jedoch irgend eine Umschreibung verwendet. Zunächst so,
daß nach dem flauptverbum ein anderes Bewegungsverbum als
Nebensatz (mit co 'bis' eingeleitet) vor dem Objekt eingeschaltet
wird: do-thset iar-sin, co-toracht Emain Macha 'er kommt
nachher, bis er Emain Macha erreichte' = 'er geht darauf nach
E. M.' Wi. 255 (vgl. dazu die zu einem Worte verschmelzende
Verbindung corricci 'bis', o-da-ricci in canoin 'bis zum heiligen
Texte' Ml. 54c 34, conricci inn aimsir hi-taam 'bis zur gegen-
wärtigen Zeit' Wb. 9a 9; dagegen mit Subjektsnominativ oti ind
1. In diesem Abschnitt sind auch die Pronomina berücksichtigt, bez.
als Belege benutzt.
I
§ 414] Gebrauch des Akk. 73
aimser doarchet do 'bis zur Zeit, die für ihn prophezeit worden
ist' Wb. 26a 11). Umschreibung mit 'bis' und dem Verbum 'sein':
dolluid com-böi i m-budin Loegaire Buadaig 'er ging, bis
er im Heere des L. Buadach war' Wi. 256. Umschreibung mit
dem Intinitiv eines ßewegungsverbums (dem etymologisch dunklen
dochum, oder saigid 'suchen'): co-na-tait fortacht da; an-
d och um 'so daß die Hülfe Gottes nicht zu ihnen kommt' Ml.
68d 5, vgl. Wb. 27a 27; tiagar huäin dochum hi(ru)salem
'let one go from us to Jerusalem' Ml. 16 c5 (dochum wird später
mit der Präposition i n- verbunden : tancatar n-a dochum 'kamen
zu ihm' Wi.266); ticed co lüath di-ar saigid 'er soll schnell zu
uns kommen' Wi.217. Schließlich werden oft Präpositionen verwendet,
ursprünglich wohl mit anderer Bedeutungsnüance als beim Akkusa-
tiv des Zieles, im Laufe der Zeit aber auch in ganz gleicher Be-
deutung und den bloßen Akk. verdrängend: d(o>luid duaid inn-
an dunad 'David ging in ihr Lager' Ml. 55c 1; oricc fri-ssa
lind serb 'er gelangt zum bitteren Trank' Wb. 7d9; i-toimtiu
nä-bad do hierüsalem no-bertis 'in dem Glauben, daß sie
nicht nach Jerusalem gebracht wurden' (dativisch?) Wb. 16d 4;
co-toracht inn aidchi sin con-a eoch riata leis co Emain
Macha 'so daß er diesen Abend mit seinem Pferde, das er ein-
gefahren hatte, nach E. M. kam' Wi.268. — Akk. des Zieles auch
in den alten c. Gedichten: yd aethant von 'they went to Mona';
nyt aeth doleu defwy 'that he should not go to the dales of
Defwy' Skene II 158, 182.
Eine Zeitangabe: ir. ni imdidnibt(h>er ainech and a-llae
sin 'no person will be protected there on that day' Wb. 15c 25;
cech n-aidchi 'jede Nacht'; cach-la cein . . in cein n-aili
'das eine Mal . . das andere Mal'; ro-airius inn aithchi n-uili
'ich habe die ganze Nacht gewacht' Ml. 95d 9; bai ade and tri
fichtea bliadne 'sie war da 60 Jahre' Thes. II 238. Vgl. c.
beunydd 'jeden Tag' § 413 Anm. Über Zeitangaben im Dativ
s. § 422.
Der Akk. steht als Bezeichnung des Zieles nach den Präposi-
tionen u'. fo 'unter', for 'über', in- 'in' (die auf die Frage "wo?"'
den Dativ regieren); nach ar 'für' in verschiedenen Verwendungen
(Ziel einer Bewegung: techt ar-chenn crist 'to go before Christ'
Wb. 25 d 25; Preis, Zweck: ar biad et ceitach 'um Essen und
Kleidung' 24d 14; do-mm-anucul ar cech n-duine 'gegen* [mit
dem Dat. 'vor'] Wi. 56; ni ar oen-fer na diis ro-cess 'not for
74 Akk., Dat. nach Präpositionen. [§ 414— 416
one man or two [um Einen zu erlösen] did he suffer' Wb. 4b 13; 'als':
ni ärmi som ar chumactte 'er betrachtet es nicht als eine Macht'
6a 1; vgl. unten über ar mit dem Dativ); nach co 'zu, bis', fri
'zu, gegen'; tar 'über — hinaus', sech 'i3raeter, ultra'; ol 'wegen',
cen 'ohne' (zur Etymologie vgl. § 517, 518); im 'um', et er 'zwi-
schen', echtar 'außerhalb' (auch auf die Frage "wo"); nach den
ursprünglichen Substantiven la 'bei' (1275) und a mal 'wie' (1165).
Im Mir. tritt statt des Akk. oft der Dativ auf: fri-sna il-tuathaib
'nach ihren vielen Völkern' LL57b 3; im Ultaib 'um die Ulster-
Leute'; eter chethri athaib 'zwischen den vier Furten' LL 57b
20; 55b 12. Vgl. I 443.
Über den Akk. nach dem Äqualis s. § 421 Anm. 2.
§415. Der Dativ steht nach Präpositionen im Sinne eines
Instrumentalis, Ablativs, Lokativs. Instrumentalis nach ir. co n-
'mit'. — Ablativ nach di 'von', ö 'von, seit', a, ass- 'aus'; vermut-
lich auch nach do 'zu', ^to, welche Präposition sich zu gall. ate-
asl. otü § 107 I 177 formell ebenso verhält wie asl. do 'zu' zu lat.
ad und wohl wie slav. d-o gr. 7tQ-6 von jeher mit dem Ablativ
konstruiert worden ist. — Lokativ nach f o, for, i n- auf die Frage
'wo'; nach ar in verschiedenen Verwendungen (auf die Frage "wo":
höre näd robe tit ar-rao-chiunn 'weil Titus nicht vor mir war'
Wb. 14d 29, vgl. 24a 15; mc. er-bynn corn. er-byn §413 Anm.;
'anstatt': ir. foirbthe ar anfoirbthiu 'eine bestimmte Zahl statt
einer unbestimmten' Wb. 9a 10; Grund: ni ar formut frib-si
asbiur-sa inso 'nicht aus Neid gegen euch sage ich dies' 12c 29;
die Grenze zwischen den dativischen und den akkusativischen
Verwendungen ist nicht immer leicht zu ziehen; namentlich ist die
Unterscheidung zwischen Grund, vorhandenen Umständen, die etwas
bewirken, und [zu eiTeichendem] Zweck nicht immer selbstverständ-
lich; daß auch das einheimische Sprachgefühl schwanken konnte
zeigen die beiden Sätze: mirabilia dorigeni dia ar maccaib
israhel 'die Wunder, die Gott vor den Söhnen Israels getan hat'
Wb. IIa 28; innahi dorigeni dia ar maccu israhel 'das, was
Gott für die Söhne Israels getan hat' Wb, IIa 30); ferner wohl
auch nach oc 'bei', fiad 'coram' (urspr. ein Substantiv), is 'unter-
halb', ös 'oberhalb', iar 'nach', re n- 'vor'.
§ 416. Als Fortsetzung des alten Instrumentalis bezeichnet
der ir. Dativ ohne Präposition die Art und Weise, wie etwas ge-
schieht: in chruth as coir 'in der passenden Weise' Wb. 7b 1;
huaraib 'bisweilen'; aithirriuch 'wiederum' Ml. 134c 6 (aither-
§ 416. 417] Gebrauch des Dativ-Instramentalis. 75
rech 'Wiederholung' 133d 2); condroch oir sen-mesib sen-
airotib *a circlet of gold according to old Standards' Thes. II 239;
is e no-benfad a cränd (jen-bemim di bun 'er könnte den
Baum mit einem Hieb von der Wurzel schlagen' LU 58b 21;
crithrib cro snigfid fairne 'mit Tropfen von Blut wird er
Scharen beregnen' LL 58a 15; do chur chesta cetaib drend
for cethri coiceda Herend 'Schwierigkeit zu bereiten mit Hun-
derten von Kämpfen den vier Provinzen von Irland' 58b 26; leir
ingnu 'with diligent science' Thes. II 293, 16; ro as gnoe möir
inn ingin-i-sin 'dies Mädchen wuchs mit großer Schönheit
heran' LU 42a 2; atü-sa mo sain-teglach, dib trichtaib cet
•ich bin hier mit meinem eigenen Haushalt, mit zwei Tricha-Cet'
56b 32; dolluid Fedelm Noichride .l. bau 'F. N. ging mit
50 Frauen hinaus' LU 101b 23; anaid sund condarisa mo
choicait 'bleibet hier, bis ich mit meinen 50 Mannen komme' LL
276a 32; immostuarcat an dib coicdaib 'sie stoßen zusammen
mit ihren je 50 Mannen' 276a 26; tecait de in dib carptib
'sie ziehen mit den beiden Wägen von dannen' LU 68b 4; itö-sa
lin do gona 'ich bin in der Zahl, dich zu töten' d. h. 'ich bin
von so großen Scharen begleitet, daß ich dich töten kann' LL57a
30; cotre-cat i-sin maig a slögaib ulib LU 66a 11.
Anm. In Sätzen wie ce nieit asinu (= as sinu) ais 'wie viel älter
in Alter er ist' [Wb.] 34a 5 liegt kein Dativ-Instrumentalis vor; vgl.
§ 539.
§ 417. Diese Verwendung des Dativ-Instrumentalis führt
direkt zur Verwendung als Appositions-Kasus hinüber: a triur "in
ihrer Dreiheit, alle drei'; tussu th-öenur 'du in deiner Einzalil'
d. h. 'du allein'; attaam arn-diis i cuimriug 'wird sind beide
in Gefängnis' Wb. 32a 28; vgl. ZE 311; fö a cruib calath-
cethardu 'unter ihren (des Pferdes) Hufen in ihrer harten Vier-
heit' d. h. 'unter ihren vier harten Hufen' Wi. 278; ba miscuis
atroillisset dib linaib 'Haß hätten sie beide verdient' Wb. 4c 15;
is cobnesta friu dib linaib 'it is akin to them both* Sg.
162b 2; comocus a fogur dib linaib 'the sound of them both
is akin' 6a 3; intan tra bä urlam la Bricrind denam a
thige mäir, ocus a grianän, ocus an errad dib linaib do
brothrachaib ocus brecanaib ocus cholcthib ocus cer-
chaillib 'als Bricriu den Bau des großen Hauses vollendet hatte,
und den Söller, und die Ausstattung aller beiden mit Lagerdecken
und Teppichen und Pfühlen und Kissen' Wi. 255; — et hc-soni
76 Gebrauch des Dativ-Instrumentalis. [§ 417. 418
triuss 'und er als der dritte' Wb. 7c8; arn-öis rechto manetar
gl. inuicem odientes 'wir Leute des Gesetzes gegenseitig' 31d 1;
isnini firiönaib 'wir Gerechten' [Wb.] 33a 7; iudicabimus .i.
hireschaib 'wir Gläubigen (werden urteilen)' Wb. 9c 10; quibus
nos utimur .i. laitnorib 'wir Lateiner' Sg. 4a 2; tantum ut
pauperum memores essemus .i. ar preceptorib geinte 'wir
Heidenapostel' Wb. 19 a 3.
Im Mir. tritt vor dem possessiven Pronomen die Präposition
i n- ein: is be's düib-si in-farn-Ultaib 'es ist Sitte für euch
Ulsterleute' LL 112b 47, vgl. 65b 43; düinni n-arn-Ultaib 'für
uns Ulsterleute' LU 56 b 30, 41. Im Nir. ist aus dem mir. air.
Appositionskasus ein Prädikatskasus beim Verbum substantivum
entstanden: tä se 'n-a righ 'er ist König' ('er ist jetzt, hier . .
König'; dagegen mit dem Verbum assertivum: is ri'gh e 'er ist ein
König'; vgl. die russische Unterscheidung zwischen on byl kupcöm
<er war [zu einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Situation]
Kaufmann' und on hyl hupec 'er war ein Kaufmann'). Vgl. noch
den folgenden Satz aus dem AiTan-Dialekt: „er nannte mich k'ra-
wdid (cneamhaire 'Bösewicht, Spitzbube') und Spion; .^•'^ rö 7ne
g'axddr akoh sin dvidw (ni raibh me i g-ceachtar aca-sin
ariamh)" 'ich bin niemals das eine oder das andere davon (weder
Spitzbube noch Spion) gewesen'.
Vgl. ZfcPh. 11 377 f., wo auch über die mutmaßliche Quelle
des mir. nir. i n- in dieser Konstruktion gehandelt ist. Ein Ap-
positions-Instrumentalis liegt auch vor in air. te cht mudu 'verloren
gehen' (madae 'vergeblich') Wb. 16d 4, vgl. Strachan, Rc. XXVIII
203; auch hier wird später die Präposition i n- vorgeschoben.: mii-,
immudu nir. amudha.
Anm. Eine Konstruktion mit i n- hat schon vor dem Beginn unserer
Überlieferung den Instrumentalis als Bezeichnung des Unterschieds beim
Komparativ verdrängt: teora cethramdin huare aequinocht indid
mailliu a tuile ar cach öen-laithiu 'three-quarters of an equinoctial
hour by which the fiood is slower day by day' BCr. 25 c Thes. II 14;
co-rop mäa in 6en-sil(laib) in comparit 'that the comparative be
greater by one syllable' Sg. 40b 7; vgl. 120b 2; 32a 1; 48b 5 (aber
irlamu de 'um so bereitwilliger' Wb. 12d 29 u. s. w.). — Überhaupt ist
im Ir., wenn eine alte präpositionslose Kasuskonstruktion dem Sprachgefühl
anstößig wurde, mit besonderer Vorliebe die Präp. i n- eingeführt worden,
vgl. mir. in a dochum S. 73, inamain § 99 Anm. 4 I 165.
§418. Auch im Brit. ist der Appositions-Instrumentahs be-
legt. Ac. hin map di iob gl. loue dignus 'als Sohn Juppiter's';
§418.419] Gebrauch des Dativ-Instrumentalis. 77
mc. gororeu y dyffryn oed yn goet 'die Seiten des Tales waren
Wald'; ef a dele bod en uab yr brenyn 'er muß Sohn des
Königs sein' ZE 616, Strachan, Introd. S. 27; nc. cynnygiaf ef
yn dyst 'I offer him as witness'; Duw a alwodd y goleuni yn
ddydd 'Gott nannte das Licht Tag'; nid yw y rhai hyn yn
feddwon 'diese sind nicht berauscht', Rowland § 646 ff. Corn.
deugh yn rag yn kettep guas 'come forward, every fellow'
P. C. 1350. Das lenierende c. yn (ac. hin) ist der Artikel.
Anm. In einigen Fällen ist ein alter Instrumentalis durch eine Kon-
struktion mit c. ar ersetzt worden: mc. mi a af ar vyn deudecuet 'ich
werde gehen selbzwölft'; yn dyuot ar y deugeinuet o varchogyon
'mit 40 Eeitern kommend'. Vgl. Strachan, Kc. XXVIII 207.
§419. Der Instrumentalis eines Adjektivs (in der Eegel von
dem Artikel ind, in begleitet) fungiert im Tr. als Adverbium.
Air. in chruth as coir et as inricc sanctis .i. ind inricc
donaib nöibaib 'in der Weise, die passend und würdig sanctis
ist, d. h. würdig den Heiligen' Wb. 7b 1; cid in chotarsnu gl.
et e contrario Sg. 17b 9. Da der Artikel ind, in als das wesent-
lichste Kennzeichen der Adverbia aufgefaßt wurde, und da viele
Adjektive im Nom. und im Dativ gleich lauteten, kamen Entglei-
sungen wie ind immdae 'reichlich' Sg. 26a 5, in madse gl. sine
causa Wb. 19 d 16 auf. Ferner nahmen die Adjektive auf -de,
-the als Adverbia in der Regel die Endung -id (§ 374 Anm.) an:
in chorpdid 'körperhch'. Artikellose Instrumentalformen in adver-
bialer Verwendung sind arailiu 'anders' Wb. 21a 13 (= alailiu
chruth Ml. 98d 1), talmaidiu 'plötzhch' Ml. 35d 1, sainriud
'besonders' Ml. 120d 2; gair biuc iartain 'shortly afterwards'
Sg. 147a 7; airi-siu sund bic 'warte du hier ein Weilchen' LL
68 a 33 (daraus Arran Nom. h'ög, vgl. Henebry S. 37).
Anm. Die Adverbialbildung mit ind wird allmählich durch eine
Verbindung mit der Präposition co 'bis, zu' verdrängt: co-mmaith 'gut'
Wb. 7b 15, co-lleir 'diligently' Ml. 21a 8, vgl. 38c 12; 39a 11; 102 d 1;
nir. go luath 'quickly', go cealgach 'craftily', go däna 'boldly", go
h-äirithe 'especially'.
Die adverbialen Instruraentalformen sind auch im C. und Corn.
(an dem vorhergehenden Artikel yn kenntlich) in häufiger Yer-
Avendung; im ßr. sind sie belegt, werden aber immer seltener (das
Adjektiv kann im Br. allein und unverändert als Adv. fungieren).
Beispiele § 309 I 445, § 293, 3 I 425. Der Artikel hat im Mbr.
die Form en oder ent: ent seder 'ti'anquillemeut', en mat nbr.
ervad 'gut'.
78 Gebrauch des Dativs, des Dativ-Ablativs. [§420.421
^ 420. Ein wirklicher Dativ Hegt im Gall. vor: Doiros
Segomari ieuru Alisanu 'Doiros, der Sohn von Segoraaros,
machte dies für Alisanos'. Im Ir. und im Brit. ist jedoch diese
Ausdrucksweise durch die Verbindung der Präposition *to mit dem
(mutmaßlichen) Ablativ verdrängt worden: air. ind indocbäl do-
ratad do crist 'the glory which has been given to Christ' Wb.
4a 18; mc. rodi bonclust mawr y "Wenhwyfar 'der Gwenh^^7-
far eine kräftige Ohrfeige zu versetzen'. Der sogenannte Dativ der
Nomina hat also im Neukeltischen keine wirklich dativische Funk-
tion (es sei denn, daß der in § 415 als Lokativ gedeutete Kasus
nach gewissen Präpositionen in Wirklichkeit dativisch sein sollte;
so eventuell nach fiad). Nur die infigierten persönlichen Pro-
nomina können noch dativisch fungieren (beim Verbum 'sein'): air.
massu bethu frecndirc tantum no-m-thä 'wenn mir nm* das
gegenwärtige Leben ist', 'wenn ich nur das gegenwärtige Leben
habe' "Wb. 13c 10; mc. nym tawr 'es kümmert mich nicht', br.
ne-m-deur 'je ne veux pas' u. s. w.
§ 421. Im Sinne des alten Ablativs bezeichnet der Dativ
ohne Präposition im Irischen nach einem Komparativ das zweite
Glied des Vergleiches: air. na-bad lia diis no thriur 'es darf
nicht mehr als zwei oder drei Leute sein' Wb. 13a 4; ni diliu
nech limm alailiu 'der Eine ist mir nicht lieber als der andere'
23a 14. Ein Dativ liegt wohl auch vor in creitmech sin as
messa an creitmech 'dies ist ein Gläubiger, der schhmmer als
ein Ungläubiger ist' Wb. 28 d 23; die Endung dieses Wortes läßt
sich nämHch auf -äko- zurückführen (§ 377, 2 b), und das Fehlen
des -M-Umlauts erklärt sich aus § 248 Anm. I 357 (die Form
ancretmiuch Wb. 10a 5 ist dann eine morphologische Ent-
gleisung).
Anm. 1. Mit dieser Konstruktion konkurriert eine andere, wonach das
zweite Komparationsglied in einem besonderen mit air. ol-däu 'über das
hinaus, was ich bin' 'als ich bin', 3. Sing, ol-daas, 3. PI. ol-date ein-
geleiteten Satze als Subjekt eingeführt wird: is ferr precept oldaas
labrad il-beelre 'besser ist die Predigt als das Reden in vielen Sprachen'
Wb. 12 d 7. Für ol-däu erscheint in den jüngeren air. Denkmälern in-
däu: asberad som na-m-bu tressa dia hirusalem im-boi dia
cecha cathrach 'er pflegte zu sagen, daß Jerusalems Gott nicht mächtiger
sei als der Gott jeder anderen Stadt' Ml. 53d 6; mir. 1. Sing, an-di'i-sa,
2. Sing, an-dai-siu, 3. Sing, an-das und an-dä; daraus mit Verlust
der Flexion die nir. Partikel nä 'als'. Vermutlich ist in-dau mit i-täu
'worin ich bin' identisch; zur Eestitution des -n- vgl. § 263, 1 I 391 und
§ 421. 422] Gebrauch des Dat.-Ablativs, -Lokativs. 79
§ 268 I 400 (die gleiche Kestitution auch in in -da leu 'es scheint ihnen'
Ml. 39c 34: ata lat 'es scheint dir' Wb. 25b 17); mit Bezug auf die
Bedeutung wäre die Entwickelung 'worin' > 'was', vgl. ramis non pe-
percit .i. indat iudei 'welche (Prädikatsnomen) die Juden (Subjekt)
sind' '\yb. 5b 34; is ernaigde fil and 'it is a prayer that is therein"
'es (Subjekt) ist ein Gebet (Prädikatsnomen)' Ml. 38 eil, vgl. ZfcPh. II 380.
Das 'als' wäre vor dem 'was ich bin' gar nicht ausgedrückt; vgl. ni b;'i
nech bas ferr no-d-glefe atai-siu 'niemand wird besser den Streit
schlichten als du' Wi. 282, 5. (Eine andere Erklärung gibt Julius Pokorny
brieflich [KZ XLI"V]: indaas, wofür Ml. 34a 5 indas steht, wäre Konta-
mination von oldaas mit indas 'Weise' mit folgendem Relativsatz).
Anni. 2. Nach dem Äqualis steht das zweite Komparationsglied da-
gegen im Akk. : air. sonartaidir siebe 'so stark wie die Berge' ]^I1.90b 4
(moir sleb(e> 'so groß wie die Berge' gl. sicut montes Ml. 55 d 11); mir.
moir beolu midchuaich 'so groß wie die Öffnung eines Metbechers'
LU 59a 39; vgl. LL 252b 35, Wi. 176, 15, Corm. prüll. Der Akk. in
diesem Falle und nach amal 'wie' ist wohl eine (speziell keltische) Ver-
wendung des Akk. des Zieles. — Dagegen mir. com-dhub fri hec *so
schwarz wie der Tod' (und später metithir ri durnu 'so groß wie Fäuste'),
mc. kyn decket ac Adaf 'so schön wie Adam'.
§ 422. Als ursprünglicher Lokativ bezeichnet der Dativ
ohne Präposition den Ort (auf die Frage "wo"). Ir. siu 'hier'
(is maitli siu et tall gl. promissionem habens uitae, quae nunc
est, et futiu-ae 'es ist gut hier und jenseits' Wb. 28dl; auch i-ssiu
13b 21); häufig als Augens (ani-siu 'dies hier'). Ir. cinn rehe
'at the end of a space' Wb. 4c 11, vgl. I 272 (nir. i g-cionn).
Zeit ("wann"): air. ind-echt-so 'dies Mal, jetzt' Wb. 4a 8
u. s. w.. daraus mir. fo-desta (daneben häufig in Wb. in fecht
so, woraus mir. ifesta, festa nir. feasta; Nominativ?); — ir.
in-diu 'heute' c. he-ddyw acorn. hef)eu mcorn. hethew mbr.
hiziu nbr. hirio 167 (in- ist der Artikel, vgl. das Pronomen he-
im C. u. s. w.; vielleicht hat man aber später in dem in- in in-
diu und in in-nocht 'heute Nacht' c. heno corn. haneth mbr.
henoz die Präposition i n- gesehen; in ir. in-dhe 'gestern' I 89
und in-tremdid 123 ist die Silbe in- niu' analogisch eingeführt,
die Frage nach ihrer Bedeutung daher müßig; in imbärach mc.
avory nc. y fory corn. avorow I 99, § 370 mögen von jeher
Präpositionen stecken; jedenfalls steckt darin kein Lokativ; in im-
buaruch I 99 kann im- analogisch nach im-barach eingetreten
sein); eine Analogiebildung ist ir. co-ssin-diu 'bis heute' (co
müßte den Akk. regieren); — aidchi 'in der Nacht' Ml. 55c 1;
mir. feotar and ind aidchi sin 'sie schliefen diese Nacht dort'
80 Gebrauch des Dativ-Lokativs, des Genitivs. [§ 422 —424
Wi. 285 (aber feötar and ind adaig sin Wi. 286 mit einer
jüngeren Form des Dativs; oder Nominativ?).
Anm. Mit Präposition: fri dei 'am Tage' Wb. 9a5; i-sind aidchi
du-d-choisgedar 'in der darauf folgenden Nacht' Ml. 62c 6b. — hua-
raib 'bisweilen' ist eher ein Instrumentalis als ein Lokativ, s. § 416. —
Über den Akk. in Zeitangaben s. § 414 (ob in ir. dia domnich 'Sonn-
tags', dia brätha 'am jüngsten Tage' der Akk. oder der Nom. vorliegt,
läßt sich nicht erkennen). — Über den Gen. in Zeitangaben s. § 423.
Ein Lokativ liegt vielleicht auch vor in den ir. Redensarten
airmitiu feid 'ehren', airbert biuth 'benutzen', frecor ceill
'verehren', vgl. Verbalverz. -moiniur, her-, -cuiriur.
§ 423. Der adverbielle Genitiv ist selten belegt. Er kommt
im Ir. in Zeitangaben vor: oeuach dognithe la Ultu cecha
bliadna 'ein Markt wurde von den Ulsterleuten jedes Jahr ab-
gehalten' Wi. 205; is ed ä eret is gessi dia cene liibether in
hac uita 'das ist die Dauer dessen, daß man zu Gott beten soll,
so lange (Gen. von cian 'Zeit') man in diesem Leben ist' Ml.
107 d 8, vgl. 33a 1. Vgl. noch höre 'weil'.
Ferner Averden im Ir. einige Adjektive mit dem Gen. verbunden:
be söir mo brethre 'I shall be free as regards my word' Wb.
4c 18; am essamin-se precepte 'ich bin furchtlos in der Pre-
digt' 23b 7; gressich foigde na pronn 'constant (Plur.) in beg-
ging for dinners' 31b 23; reil sersoilcthe beoil oc-a fogur gl.
apertum 'offenbar mit Bezug auf die Öffnung des Mundes bei seiner
Aussprache' (es ist von dem Laut m die Rede) Sg. 14a 16; am
irlam techte martre 'ich bin bereit, ins Martyrium zu gehen'
Wb. 13c 8 (aber irlaim do dul bäis 16a 3); nidan chumachtig
forn-irisse 'wir haben keine Macht über euren Glauben' 14c 41;
am tualang dano a hetarcerta 'ich bin auch im Stande, sie
zu deuten' 12d 22; vgl. 31b 11; ammi tuailnge arm-brethre
gl. quales sumus uerbo, tales et facto, 'wir sind unseres Wortes
mächtig, wir sind im Stande, unsere Worte zu verwirklichen' 17 b 5
(daneben finden sich Beispiele mit einem unflektierten Infinitiv:
bä tualang cäch forcital alaili 'let each be fit to instruct
another' 6d 13; as tualang deacht todiusgud crist 'daß die
Gottheit im Stande ist, Christus aufzuerwecken' 13c 15; Akk.?).
Anm. Vgl. mc. ny bydy anuodlawn y phryt 'thou wilt not be
displeased with her form', Strachan, Introd. S. 22f.
§ 424. Der adjektivisclie Genitiv (der von substantivischen
Satzteilen regierte Genitiv) ist im Irischen mit verschiedenen Be-
deutungsnüancen häufig (als possessiver Genitiv, beschreibender
§ 424] Gebrauch des Genitivs. 81
Genitiv, objektiver Genitiv, Genitivus generis, selten als partitiver
Genitiv) und kann teils attributiv, teils prädikativ stehen: air. rad
da ^die Gnade Gottes', beoil in chalich 'die Ränder des Bechers',
di secnib in domuin 'von den weisen Leuten der Welt'; is dee
int soilse amal as-n-dse inna dorche 'the light is God's even
as the darkness is God's' Ml. 140c 5; — muince III n-ungae
'a necklace o£ three ounces'; ba meite limm ni scartha friumm
'it were much to me that thou hadst not separated from me' Wb.
29 d 8 (mir. meti 'ich wünschte, möchte wünschen' LL 276a 41);
in duine in chainchomraic hi 'der Mann dieses freundlichen
Verhältnisses' gl. intimae famiharitatis Ml. 61c 2; bäs etarscartha
coirp et anme 'der Tod, der in Trennung von Körper und Seele
besteht' Wb. 13c 1; fer denma bairgine 'ein Mann, der Brot
bäckt' Sg. 184 b 3; der regierende Begriff ist nicht ausgedrückt in
mir. fagabar do f eraib Herend tairismi comrama frim-sa
'man finde unter den Männern Irlands (denjenigen) des Standhaltens
im Kampfe gegen mich (= Einen, der den Kampf mit mir be-
stehen kann)' Wi. 100, 22; air. it diil tanaisi 'sie sind der zweiten
Deklination (gehören zur zweiten Dekhnation)' Sg. 107a 2; it he
sidi et in beso 'it is these things that are customary' Ml. 27a 9;
mir. is cuil 'es ist Sünde' (Gen. von col), s. Kuno Meyer, Con-
tributions 549, Strachan, Eriu I 11; — air. icc in domuin 'die
Erlösung der Welt' Wb. 5c 14; oc tuiste düile 'in creating the
Clements' 5c 16; irlaim do dul bäis 'bereit, in den Tod zu gehen'
16a 3; dia luid Duaid for longais tri glenn losafäd, d-am-
bidc Semei di chlochaib oc-a t(h)echt 'als David sich durch
das Tal von Josaphat in die Verbannung begab, bewarf ihn Semei
mit Steinen auf diesem Gang (als er dies ging)' Ml. 58c 4; —
mör n-amri 'much of marvel' Wb. 13a 33; 15d 21; mir. an-
gaisceda tue o Scäthaig 'das von Waffentüchtigkeit, was er von
Scäthach mitgebracht (gelernt) hat' 'die Waffentüchtigkeit, die er bei
S, gelernt hat' LL 107a 41; mir. cechtar mo da dernand,
cechtar mo da gualand 'jede von meinen beiden Handflächen,
Schultern' LL 67a 28; air. cechtar n-äi u. s. w. § 407, 1; ocht
f ich et "acht der Zwanzig" 'acht und zwanzig'. Der Genitivus
generis und partitivus wird jedoch meist (deutlicher) mit Hülfe
der Präposition di ausgedmckt: mör di maith 'viel des Guten'
Wb. IIa 20, vgl. 4b 10; an dorigeni di maith 'what good he
has done' Wb.30a 8; an du imnedaib 7 frithoircnib fodaimi
'what of afflictions and injuiies thou sufferest' Ml. 55 d 11.
Podersen: Vgl. kelt. Gramm. IT. (J
82 Gebrauch des Genitivs. Flexion der -o-Stämme. [§424. 425
Der Genitiv steht nach den meisten als Präpositionen ver-
wendeten Substantiven: cinn rehe 'at the end of a space' Wb.
4c 11; dochum Poil 'zu Paulus' 31 d 19; is ar-chenn focheda
dodechommar 'it is to meet suffering that we have come' 25a 12.
Anm. 1. laisbeicclim-sa liegt kein Genitiv vor, s. § 239 Anm.
I 343.
Anm. 2. Der Genitiv eines Substantivs steht in der Prosa regelmäßig
nach dem regierenden Substantiv und ist zum großen Teil schon durch
diese Wortstellung (und durch die Eegeln über den Gebrauch des Artikels)
deutlich gekennzeichnet, weshalb die alte Konstruktion nach dem Verlust
der Flexion im Brit. noch zum größten Teil erhalten bleiben konnte: mc.
drws y pebyll 'die Türe des Zeltes', ystlys y fforest 'die Seite des
Waldes', diaspat gwreic 'Geschrei einer Trau'; com. map Maria 'der
Sohn von Maria', both ow thas 'the will of my Father', beth an trey-
tor 'das Grab des Verräters', thepentrydeyth 'atthe end of three
days', then beth men 'dem steinernen Grabe' E. D. 23, 157, 337, 45, 389;
br. tud an ti 'die Leute des Hauses', poan galoun 'mal de coeur'. Vgl.
die Beispiele I 452 ff. Über Univerbierung einer Genitivkonstruktion s.
§ 354. Im Corn. und Br. wird die alte Konstruktion in größerer Aus-
dehnung als im C. durch eine Präpositionalverbindung ersetzt: corn. yn
beth a ven 'in ein steinernes Grab' E. D. 2; br. an dud euz an ti 'die
Leute des Hauses', Ernault, Gramm. S. 14.
In der ir. Poesie kann der Gen. vor dem regierenden Worte stehen,
Thurneysen Handb. 156; vgl. über das C. oben § 324 I 476.
Flexion der -o-Stämme.
§ 425. Irische Paradigmen: fer 'Mann' mask., cenel 'Ge-
schlecht' neutr.
Sing. Plur. Dual
N.in fer N. ind fir KA.in da fer
V.ä fir ä firu D.don dib feraib
A.in fer n- inna firu G.in da fer
D. dond fiur donaib feraib
G.ind fir inna fer n-
N.A.a cenel n- inna cenel, cenela in da cenel n-
D.doncheneul donaib cenelaib don dib cenelaib
G.in cheneuil inna cenel n- in da cenel
Anm. 1. Beispiele für die Infektion: crann 'Baum' (neutr.). Dat.
crunn. Gen. cruinn; ball 'Glied', Dat. bull. Gen. boill, PL Nom. boill
(restituiert baill), Akk. bullu, baullu; rath 'Gnade' (neutr.), Dat. rath.
Gen. raith (ähnlich macc 'Sohn' § 236 Anm. 2 I 338); son 'Laut', Dat.
sun. Gen. suin, Akk. Plur. sunu; folt 'Haar', Dat. folt (mir. fult § 252
Anm. 5 I 364); ech 'Pferd' § 236 Anm. 3 1338, §252 Anm. 9a 1367; nert
§ 425. 426] Flexion der -o-Stämme. 83
'Kraft' (neutr.), Dat. neurt, Gen. neirt 1368; lebur 'Buch', Dat. libur.
Gen. libuir (mit Svarabhakti vokal zwischen -b- und -r); cenn 'Kopf
(neutr.), Dat. ciunn (cinn § 175 Schluß I 272), Gen. cinn (mit mouil-
liertem -nn); cenel s. oben; fiach 'Schuld', Dat. fiach, Gen. foich; —
in nachtoniger Silbe: galar 'Krankheit' (neutr.), Dat. galar (Suffix -aro-);
hiressach 'gläubig'. Dat. hiressach. Gen. hiressich, hiressig,
Akk. Plur. hireschu (§ 248 Anm. I 357); saithar 'Mühe' (neutr.), Dat.
saithur, Gen. saithir (Suffix -ero-); biad 'Essen' (zweisilbig; neutr.),
Dat. biud, Gen. biid.
Anm. 2. Britannische Reste: Singularkasus s. §413 Anm. Vom Nom.
Plur. ausgegangen sind die brit. umgelauteten Plurale: c. march 'Pferd'
com. margh, Plur. c. meirch corn. mergh; c. moUt 'Widder' br.
maout, Plur. c. myllt br. meot; c. oen 'Lamm' corn. oan br. oan,
Plur. c. wyn ncorn. ean br. ein. Diese Pluralbildung auch bei den alten
Neutra: c. aradr 'Pflug' br. arar, Plur. c. ereidr, erydr br. erer. Vgl.
§ 255 — 257. Über umgebildete Formen wie c. meibion s. § 452, vgl. S. 71,
§ 426. Die Rekonstruktion der ursprünglichen Flexions-
formen kann auf Grund der Regeln der Infektion im Ir. und Brit.
(s. darüber I 336 — 384) und auf Grund der Sandhiregeln (I 389
— 417, 427 — 476; die Sandhiregeln sind deuthcher beim Artikel
als beim Substantiv) zum Teil mit fast vollkommener Sicherheit
stattfinden. Dazu kommt das Zeugnis des Gallischen und der
Ogaminschriften (und der Formen mit erhaltenem Auslaut im Ir.
§ 427) und schließHch die Vergleichung mit den anderen idg.
Sprachen. Demnach waren die Endungen:
Sing. Nom. Mask. -os: gall. 2Eyof.iaQog MN. Vgl. gr. l6y-o-g.
Vok. -e. Vgl. gr. X6y-e (s. § 252 Anm. 6 I 366).
Akk. (und Nom. Neutr.) -om: gall. vE(.iriTOv 'Heiligtimi'. Vgl.
gr. loyov^ lat. dominum.
Dat. weist zunächst auf eine Endung -ü (> brit. l\ erhalten
in gall. Alisanu MN; dies -ü wird aus -ö entstanden sein, das
wohl lautgesetzlich auf idg. -ö (Instrumentalis; lit. gerüo-ju "^dm-ch
den guten', skr. vrkä 'durch den Wolf), idg. -öi (Dativ, gr. Xoyw),
idg. -öd (Ablativ, altlat. Gnaiuöd prognätus 'von Gnaeus ge-
boren, gezeugt', skr. V2-käd 'von dem Wolfe'; die älteste Endung
des Ablativs war allerdings wohl nicht -öd, sondeni -äd, worauf
das Baltisch-Slavische deutet: lit. Abi. Gen. vilko abulg. vlka 'von
dem Wolfe, des Wolfes'). Dagegen konnte die idg. Lokativendung
-oi (gr. oYkol 'zu Hause') nicht kelt. -ö > -ü ergeben; -oi ist aber
durch -öi ersetzt worden nach dem Muster der -«-Stämme, deren
Dativ und Lokativ den gleichen Ausgang -äi hatten.
Gen. -l: Ogam MAQI 'des Sohnes', gall. Segomari MN.
84 Flexion der -o-Stämme. [§ 426
Ist identisch mit dem lat. Genitiv auf -l (domini) und mit einem
adverbiellen Kasus auf -l des Skr. : mithuni karöti 'paart' [mUhuna-m
'Paar'; "macht des Paares", "macht zum Paare"). S. darüber
Wackernagel, Melanges Saussure S. 125 — 152.
Flui*. Nom. Mask. -oi: gall. Tanotaliknoi *die Söhne des Danno-
talos'. Stimmt zu gr. löyoL, lat. domini. Die Endung -oi war
urspr. nur in der Pronominalflexion zu Hause; die Nomina hatten
die Endung -ös, vgl. got. wulfös 'Wölfe'.
Vok. -öS (die alte nominale Nominativendung).
Akk. Mask. -öns. Vgl. gr. kret. odel-ovg 'Obole', gr. ^oyovg,
lit. vilküs 'Wölfe', skr. vrkän, im Sandhi vrkqs,
Nom. Akk. Neutr. -ä (ir. cenel). Vgl. abulg. Uta 'Jahre',
skr. jiigä 'Joche'. Die Nebenform ir. cenela hat eine aus dem
Fem. stammende Endung. Die umgelautete Form des ßrit. steht
unter dem Einfluß des Mask.
Dat. etwa -o-bhis (daß der Vokal vor der Flexionsendung ein
-0- gewesen ist, läßt sich allerdings nicht beweisen; nach § 171, 1
I 265 f. kann in dem irischen -a- jeder beliebige kurze oder lange
Vokal oder Diphthong gesucht werden), vgl. skr. lustrumentaHs
vrke-bhis 'durch die Wölfe'. Das Gallische hat in dativischer
Funktion eine auf -bhos zurückgehende Flexionsendung gehabt
(belegt bei einem -r-Stamm und einem -ä-Stamm in ixaiqeßo Na-
fiavoL/Mßo 'to the Nemausian Mother-goddesses'), vgl. skr. Dativ
vrke-bhjas 'den Wölfen', lat. Fem. deä-bus.
Gen. -5m > -om (§ 155 I 248): Ogam TßlA MAQA 'der
drei Söhne' (zum -a vgl. § 154 I 247). Vgl. gr. ?.6ywv, S-ecöv, lat.
Gen. Plui'. de um.
Dual Nom. Akk. Mask. -öu > -ou (vgl. die Formen des Zahl-
wortes 'zwei' § 37, 3 I 55). Vgl. skr. vrkäu 'die beiden Wölfe'.
Der Langdiphthong -öu ist also anders behandelt worden als der
Langdiphthong -öi im Dat. Sing.
Nom. Akk. Neutr. hatte im Idg. dieselbe Endung wie die
femininen -ä-Stämme. Im Keltischen ist (wie im Gr. und im Lat.)
Anschluß an das Mask. eingetreten, jedoch so, daß nach dem Neutr.
Eklipse stattfindet (§ 263, 7 I 392 und § 408 Schluß).
Dat. etwa -o-bhem, vgl. skr. vrkä-bhjäm 'den beiden Wölfen'
{-bhem : skr. -bhjäm wie Dat. Plur. -bhos : skr. -bhjas).
Gen. etwa -ou; eine derartige Endung ist im Lit. und Iran,
für den Lokativ belegt (lit. pusiaü 'mitten entzwei' von püse
'Hälfte'), während das Iranische für den Genitiv eine abweichende
§426—429] Flexion der -o- und -yo-Stämme. 85
Form voraussetzt. Es kann sich aber im Iran, um eine unurspriing-
liche Differenzierung der beiden Kasus (die im Skr. gleichlauten:
vrkajös 'der beiden Wölfe, in den beiden Wölfen') handeln. Über
die Sandhiregeln s. § 307 Anfang I 441 und § 263, 7 I 392 (der
im Nom. Akk. bestehende Gegensatz zwischen dem Mask. und dem
Neutr. ist analogisch auch in den Genitiv eingeführt worden).
§ 427. -o-Stämme mit erhaltenem Auslaut (§ 159 I 251 ff).
Paradigma: ir. beo 'lebendig'.
Sing. Plur.
Nom. beo Nom. bii > bi
Vok. (bii >) bi Akk. mir. bi'u (und beoa, beou)
Akk. beo n- (Dat. mir. beoaib)
Dat. i-t biu 'in deinem Leben' Gen. beo n-
Gen. bii > bi
Die Formen beoa, beou, beoaib sind Neubildungen derselben
Art wie beoigidir 'belebt' I 74. — Das Paradigma N. A. D. dia
'Gott', V. G. de, Plur. N. de, A. deu, D. deib, Gen. dia zeigt
Schwund des auslautenden Vokals in denselben Fällen wie die
Paradigmen in § 426 und Reduktion des urkelt. e (< idg. ei) zu e
(später e) im Hiatus. Über c. duw und -dwy s. § 222, 1 I 322.
— Nom. tanre I 253, asse S. 16 analogisch nach § 428.
§ 428. -Jo-Stämme. Paradigma: ir. cele 'Genosse'.
Sing.
Nom.
cele
Plur.
Nom.
celi
Dual N. A.
cele
Vok.
ä cheli
ä cheliu
D.
celib
Akk.
cele n-
celiu
G.
cele
Dat.
celiu
celib
Gen.
cell
cele n-
Die besonderen Formen der Neutra: N. A. Sing, (und N. A.
Dual) cride n- 'Herz', N. A. Plur. cride. In den Fällen, wo
die Mouilherung verloren geht, steht für -e die Endung -e > -ae
> -a, für -iu steht -u, für -i steht -i, -ai: Nom. dalte, daltae,
dalta 'Zögling', Dat. daltu. Gen. dalti, daltai. S. I 350ff.
Über laithe, lae, laa 'Tag' s. I 133, 307 f.
Im ßrit. konnte aus der Flexion der -Jo-Stämme kein Gegen-
satz zwischen dem Sing, und dem Plural hervorgehen; daher weiter-
gebildet: c. dynion 'Menschen', creiddiau 'Herzen'.
§ 429. Vereinzelte Unregelmäßigkeiten der -o- und -jo-
Stämme. Ir. demun 'Teufel', G. demuin ist im Plur. neuti*aler
-Jo-Stamm: G. PI. demne Wb. IIb 13, N. PI. demna, na demna
LU 43a 24—25, 50b 11. — Der >-Stamm ir. duine 'Mensch'
86 Flexion der -ä-Stämme. [§ 430. 431
(dune) wird im Plural durch den im Vokal der Wurzelsilbe ver-
schiedenen -i-Stamm N. A. döini (doini), D. döinib, G. döine
n- ersetzt (vgl. I 89). — Vgl. § 442, Anm. 1.
Flexion der -ä-^ -u-, -ja-, -^-Stämme.
§ 430. Paradigma der -«-Stämme: tuath 'Volk'.
Sing. Plur. Dual
N. in tuath N.A. inna tuatha N. A. in di thuaith
V. ä thuath D. donaib tuathaib D. don dib tuathaib
A. in tuaith n- G. inna tuath n- G. in da thuath
D. don tuaith
G. inna tuaithe
Anm. 1. Beispiele für die Infektion: ciall 'Sinn', A. D. ceill, G.
ceille; toi 'Wille', A. toil, D. tuil (§ 252 Anm. 2 I 363, vgl. Anm. 6
I 366), G. tuile; delb 'Gestalt', A. D. deilb, G. delbe > delbae >
delba (I 35üf.. 354); gabäl 'nehmen', A. D. gabäil, G. gabalae; N.
A. D. deacht 'Gottheit', G. deachte > deachtae y deachta.
Die Infinitive verwenden nicht selten die Form des D. A. als Nom.:
gabäil 'nehmen', brith 'tragen' I 366. Im Nir. ist überhaupt oft die
Form des A. D. zum Nominativ geworden: seilbh = sealbh 'Besitz'.
Anm. 2. Britannisches. Über die Senkung des -u- und -i- in der
Wurzelsilbe der Feminina s. § 258 I382if. Umgelautete Plurale: c, maneg
'Handschuh', Plur. menyg; c. asgell br. askell 'Fittich', Plur. c, es-
gyll br. eskell; c. carreg 'Felsen' br. karrek, PI. c. cerryg br. ker-
rek; c. br. iar 'Henne', PI. c. ieir br. ier. In einigen Fällen mag aller-
dings das femininische Genus eine Neuerung sein (so bei c. ffön 'Stab',
Plur. ffyn, vgl. ir. sonn mask.); über pabell, Plur. pebyll s. § 255
Anm. 2 I 374.
§ 431. Rekonstruktion der Flexion der -«-Stämme. Vgl.
d'Arbois de Jubainville, MSL III 79—80, Meillet, Melanges H.
d'Arbois de Jubainville S. 229—236.
Sing. Nom. -ä: Ogam INIGENA 'Tochter'. Vgl. gr. %iÖQä.
Vok. -a. Vgl. gr. vvjxcpa. Es läßt sich jedoch nicht beweisen^
daß der Vok. im Kelt. vom Nom. verschieden gewesen ist.
Akk. (im Ir.) -em s. § 252 Anm. 2 I 363. Die idg. Endung
war -am (gr. Xioqäv^ lat. terram); sie hegt wohl noch im Gall.
vor: lokan 'Grab'.
Dat. -äi (idg. Dat. und Lok., vgl. gr. ytoQ<^\ -äi also im Ir.
ebenso entwickelt wie -ai, -oi, aber anders als -öi S. 83 und brit. -äi
§ 436 S. 89); oder nach dem Muster der kons. Stämme gebildet?
Der idg. Instrum. auf -« (lit. rankä 'mit der Hand') hat im
Irischen keine Reflexe.
§431—433] Flexion der -ä-, -w-Stämme. 87
Gen. (im Ir.) -jäs (nach dem Muster der -7- oder der -jä-
Stämme). Die idg. Endung war -äs (gr. /oj^ßg); sie ist erhalten
in ir. mnä § 432.
Plur. Nom. -äs. Vgl. got gibös 'Gaben', lit. rankos 'Hände',
skr. smäs 'Heere'. Die umgelauteten Formen des ßrit. stehen
entweder unter dem Einfluß des Mask., oder sie sind alte Dual-
formen (vgl. gr. yjÖQai, lat. terrae).
Akk. entweder -äs (vgl. got. gibös, skr. smäs) oder -ans (vgl.
kret. öaQ/tvavg 'Drachmen' lit. rankas). Nach § 447 Anm. 1 S. 101 f.
wird man sich vielleicht für -äs entscheiden müssen.
Dat. -ä-bhis (idg. Instrumentalis, vgl. skr. senä-bhÜ). Der idg.
Dativ liegt vor in gall. Naf^iavoiyiaßo § 426, vgl. skr. senäbhjas.
Gen. -öm > -om. Vgl. Ht. rafikij.
Dual. Nom. Akk. -ai. Vgl. skr. sene 'die beiden Heere'.
Dat. -ä-bhem. Vgl. skr. sena-bhjäm.
Gen. nicht genau zu rekonstruieren; endigte jedenfalls auf
einen ?Y7-Diphthong, vgl. § 426.
§ 432. Erhaltener Auslaut zeigt sich in den meisten Kasus
des Paradigmas ben 'Frau' (jedoch nicht im Nom. Sing, und im
Gen. Dual und Plur.).
Sing. N. ben Plur. N.
A. mnäi n-
D. mnäi
G. mnä
Der A. Sing, hat sich analogisch nach dem Dat. Sing, ge-
richtet, -äi ist in diesen beiden Kasus und im N. A. Dual ein
Diphthong (nir. D. Sing, mnaoi); die Dativform mnaib ist innäb'
zu lesen, vgl. nir. mnäibh. Die Wurzelsilbe zeigt idg. Vokal-
alternation: *g"enä, *gunä-, *gf''^nä-.
§ 433. Die -rt-Stämme (vgl. Nigra RC I 151, Thurneysen
KZ XXVIII 147 fr., Stokes KZ XXVIII 291) hatten eigentlich
den Stammauslaut -tvä, woneben in gewissen Kasus (namenthch im
Nom. Sing.) die idg. Alternationsform -ü stand. Im Skr. gibt es
für derartige Stämme zwei verschiedene Flexionsparadigmen (Gen.
-väs und Gen. -uvas, vgl. § 107 I 177). Die Ähnlichkeit des
letzteren Paradigmas mit der Flexion der konsonantischen Stämme
gab zur Bildung eines Nominativs auf -.s Anlaß (skr. svasni-^
'Schwiegermutter'), der nicht ursprünglich ist und für das Keltische
nicht vorauszusetzen ist. Die keltische Flexion war: Nom. -ü, Dat.
-iväi, Gen. -was. Durch den Schwund des -w- nach gewissen Kon-
A.
mnä
Dual N. A.
mnäi
D.
mnäib
D.
mnäib
G.
ban n-
G.
ban
88 Flexion der -ü-, -ja-, -i-Stämme. [§ 433 — 435
sonanten (I 63) fielen die -Wä-Ksisus mit der Flexion der reinen
-ä-Stämme zusammen und unterlagen denselben analogischen Um-
bildungen wie diese; nur der Nom. Sing, bewahrte die auf eine
Endung -ü weisende Form: ir. muco 'Schwein', D. (und A.) muicc,
G. muicce (N. A. PL nicht lautgesetzHch mucca); vgl. noch deug
'Trank' (mit sonderbarem Vokalismus, § 252 Anm. 8 I 366; Ein-
fluß des N. A. PI.?), D. (und A.) dig, G. dige. Wenn das -w-
in den -ivä-T^SiSus nicht schwinden konnte, trat im Nom. die En-
dung -wä ein: air. delb 'Form' I 64.
Eine Spur der -ö-Deklination im Brit. ist c. cainc 'Zweig'
(1 126, 372); dazu urspr. ein Plur. nach dem Muster der -w-Stämme:
cangau (wovon ceingau, ceingiau Umbildungen sind). Im Ir.
mußte die entsprechende Form gec, bei der keine -w-Infektion
möglich war, ganz in die reine -ä-Dekhnation übergehen. Mc. diawt
'Trank' neben ir. deug erklärt sich durch die Annahme, daß ein
Nom. auf *-gä als Nom. eines -^-Stammes (auf -öt-s, kelt. -Ut-s, im
Brit. vielleicht früher als im Ir. zu -u geworden) behandelt worden
ist; vgl. § 384, 2f S. 38 (war dies Wort ursprünglich etwa ein Kom-
positum von *de und *g'hü, Alternationsform zu gr. xo^ 'Trank-
opfer', vgl. yj'-l6-g, xv-ixo-g 'Saft, Geschmack'?). Noch anders ist
die Entwickelung bei c. moch br. moc'h 'Schweine'; man darf
annehmen, daß w nach x geschwunden ist (vgl. brit. x aus -sw-
I 74 f.), worauf der Nom. nach dem Muster der übrigen Kasus
umgebildet worden ist.
§ 434. Paradigma der -Ja-Stämme: insce 'Rede'.
Sing. N. V. insce Plur. N. A. insci Dual N. A. insci
A. insci n- D. inscib D. inscib
D. insci G. insce n- G. insce
G. insce
Dies Paradigma setzt dieselben Endungen vsde bei den -ä-
Stämmen voraus, aber mit einem vorhergehenden j. Nur der N.
A. PI. weicht ab; hat vielleicht die Endung der -^-Stämme über-
nommen.
§ 435. In der Flexion der -i-Stämme alternierte der Stamm-
auslaut -l- mit -ja- (lit. marti 'Braut', Gen. marciös) oder mit
-je- (ht. zeme 'Erde', Gen. zemes; lat. facies mit unursprüng-
lichem -s im Nom.). Irisches Paradigma (vgl. Thurneysen, KZ.
XXVni 145 f.): adaig 'Nacht'.
Sing. N. adaig Plur. N. A. aidchi Dual N.A. adaig
A. aidchi n- D. aidchib D. aidchib
§ 435. 436] Flexion der -z-Stämme. 89
D. aidchi G. aidche n- G. aidche
G. aidche
Für den Nora. Sing, muß eine Form auf -l vorausgesetzt werden.
Für den Akk, Sing, scheint unbedingt -jem vorausgesetzt werden
zu müssen; daraus erklärt sich einerseits vielleicht die Form aidchi
{-ije- im unbetonten Anlaut > -i), andererseits ist dieser Ansatz
eine Bedingung für die oben § 252 Anm. 2 I 363 gegebene Deutung
des Akk, der -ä-Stämme. Aus -jes läßt sich der N. A. Plur. erklären
(I 249); man wird aber dann für den Gen. Sing, -jäs ansetzen
müssen, sei es, daß von jeher eine Altemation -je- : -ja- im Para-
digma vorhanden war, sei es, daß es sich um eine Analogiebildung
nach den -;a-Stämmen handelt. Der endungslose N. A. des Duals
ist Analogiebildung nach den -^-Stämraen.
Die -i-Stämme sind im Ir. nur trümmerhaft erhalten. Bei-
spiele neben adaig : setig 'Frau' (eig. "Begleiterin", zu einem von
set 'Weg' abgeleiteten Adjektiv auf -ach), A. D. setchi, G.
setche; Brigit FN, A.D. Brigti, G. Brigte (vgl. I 100 und
§ 394 S. 48). Sie gehen teils in die -Jä-Deklin. über (die endungs-
lose Form wird aus dem Nom. Sing, verdrängt: mir. Nom. aidche
'Nacht', nir. oidhche), teils unterliegen sie dem Einfluß der -^-
Stämme, sodaß die endungslose Form auch in den A. D. dringt:
air. meit 'Größe', A. D. meit, G. meite (diese gemischte Flexion
ist auf einige Lehnwörter übertragen worden: canöin 'Kanon,
ßibeltext', Gen. canone; vgl. übrigens § 442 Anm. 1 Schluß). Von
diesem Zustande aus geschah teils vollständiger Übergang in die
-/-Deklination (durch Umbildung des Gen. Sing.: colinn 'Fleisch',
Gen. colno, vgl. c. celain 'Leichnam'), teils Übergang in die
-ä-Deklination (dui'ch Beseitigung der Mouilherung im Nom. Sing.:
rigan 'Königin', Gen. rigna^ > rigna, vgl. c. rhiain 'lady').
Zahlreiche Mischungen: inis 'Insel', mir. A. D. insi, ah\ Gen.
inse und inseo.
§ 436. Für die -I-Stämme im Brit. ist ein Nom. Sing, auf
-l durch die Infektion, ein Nom. Plur. auf -ijäs durch die c. Plural-
endung -edd erwiesen: c. celain 'Leichnam', Plur. celanedd; c.
rhiain 'lady', Plur. rhianedd; c. ynys 'Insel', mc. Plui'. ynyssed;
c. blwyddyn 'Jahr', Plur. blynedd (dazu ein Singularkasus in
y llynedd, br. war-lene 'voriges Jahr' I 113; wenn Dativ, dann
ist -üi im Brit. nicht mit -ai, -oi zusammengefallen). Jetzt mask.,
aber ursprünghch ein -i-Stamm ist br. bugel 'Knabe, Hii-t',
Plur. bugale, vgl. corn. bugel c. bugail ir. buachaill I 54
90 Flexion der -w-Stämme. [§ 437
(c. PL bugeilydd, ir. G. Sg. buachalla nach der -i-Flexion); das
Wort war iirsprünglich offenbar (wie gr. veaviäg, xafxiäg) ein Kol-
lektiv. Bisweilen sind jedoch die -e-Stämme mit den -ja- und -jo-
Stämmen gemischt worden: c. braint 'Privilegium' {= ir. Brigit),
Plur. breiniau; c. cesail 'Armhöhle', Plur. ceseiliau I 86.
Flexion der -u-, -w-, -i-, -j-Stämme.
§ 437. Paradigmen für die -w-Stämme: mug 'Knecht' mask.,
rind 'Stern' neutr. Vgl. Strachan, Eriu I Iff.
Sing. Plur. Dual
N. V. mug N. möge, moga, N. A. mug
mogi
A. mug n- A. mugu D. mogaib
D. mug D. mogaib G. mogo, moga
G. mogo, moga G. möge n-
N.A. rind n- N. A. rind N. A. rind n-
D. rind D. rendaib D. rendaib
G. rendo, renda G. rende n- G. rendo, renda
Anm. 1. Beispiele für die Infektion: N. A. D. cath 'Kampf (vgl.
§ 236 Anm. 2), Gen. catha; daur 'Eiche' (I 340), Gen. daro; guth
'Stimme', Gen. gotho; mid 'Met', Gen. meda; bith 'Welt', D. biuth,
G. betho; gin 'Mund' (vgl. I 337), -D. giun, G. geno; mess 'Urteil'
(I 367), D. mess, Gen. messo; N. A. D. gnim 'Tat', G. gnimo; cesad
'Leiden' (§248 Anm. I 357), G. cesto; foilsigud 'Offenbarung', G. foil-
sichtho, foilsigthe (§ 248, 2 I 357). Der Dat. PI. mindaib von mind
neutr. 'Diadem' wird auf Entgleisung beruhen (Etymologie § 408 S. 67).
Vor den Endungen -e und -i ist der vorhergehende Konsonant un-
mouilliert; daher auch die Schreibungen -ae, -ai. Im Nom. Plur. der
Maskulina ist -e die ältere, in Wb. besonders häufig belegte Endung, in
Ml. herrscht -i vor: die Adjektive haben schon in der ältesten Zeit -i (ili
'viele'). Im jüngeren Air. dringt die Endung des Nom. PI. Mask. bisweilen
in den Akk. PL: ce no-tectad il-gotha 'that it should possess many
sounds' Sg. 197 a 11. Der neutrale -M-Staram dorus 'Türe' hat N. A. Plur.
dorus und (nach der Analogie der -o-Stämme) doirsea; vgl. beura
'Spieße' § 252 Anm. 8 I 366 (mir. G. PI. innam bir mit der Endung der
-o-Stämme, aber mit Hebung in der Wurzelsilbe). Auch sonst kommt
Wechsel zwischen -u- und -o-Deklination vor, zum Teil von dem Neben-
einander der Suffixe -to- und -tu- (§ 383, § 384) veranlaßt und von Genus-
wechsel begleitet (torad 'Frucht' neutr., Gen. toraid Wb. 3b 29; 9a 6;
Ml. 83 d 9; Nom. Plur. toirthi Ml. 46c 14); auch ohne Stammwechsel
kommt Genuswechsel vor (in recht 'das Gesetz', Gen. rechte; aber na
tri recte 'die drei Gesetze' Wb. 29a 16 mit neutralem Artikel und mas-
kulinischer Flexionsendung; lin 'Zahl' mask. und neutr.; aus etymologischen
§438] Flexion der -w-Stämme. 91
Gründen ist es allerdinj^s wahrscheinlich, daß diese beiden Wörter ursi^rüng-
lich -o-Stärame waren, vgl. lat. rectum, plenum).
Anm. 2. Aus dem Brit. gehören hierher die Plurale auf ac. -ou u. s. w.:
c. crys 'Hemd', PI. mc. crysseu nc. crysau (= ir. criss 'Gürtel', crius
Thes. II 42, 16, PI. cressa I 42); dazu das Kompositum c. gwregys
'Gürtel', PI. gwregysau, br. gouriz, PI. gourizou; ac. hencassou gl.
monimenta I 357. Singularisch geworden sind c. geneu, angeu S. 16 und
die Neutra c. deigr I 124, drws, com. leys S. 20 fneue Plurale c. dagrau
u. 8. w., c. drysau, com. losow br. louzou). Die Endung -ou u. s. w.
ist im Brit. sehr produktiv geworden; an alte -Jo-, 7/rt-Stämme gefügt
nahm sie die Gestalt ac. -iou u. s. w. an: ac. hestoriou 'sextarii' (Sing,
hestaur); c. gwreiddiau (= gwraidd) 'Wurzeln' corn. gvrythyow br.
grisiou. Diese neue Endung wurde nun ihrerseits gleichfalls produktiv
und hat u. a. oft (ganz besonders im Br.) die einfachere Endung -ou ver-
drängt; neben corn. PI. losow br. louzou 'Kräuter' steht c. llysiau;
br. priedou, priejou von pried 'Gemahl'.
§ 438. Rekonstruktion der Flexion der -w-Stämme. Sing.
Nom. Mask. -us, vgl. lat. friictus. — Akk. Mask. -um, vgl. lat.
fructum. — N. A. Neutr. -u, vgl. gr. {.dd-v, skr. madhu 'Honig'.
Der Dativ setzt -U voraus, vgl. gall. ßgarov-ös I 52; so lautete
der idg. Instrumentalis (aw. vohu, Instrumentalis von vamhu-i 'gut').
Der idg. Dativ hatte die Endung -ewai (skr. sündve von sünü-s
'Sohn'), der idg. Lokativ ging etwa auf -eu aus (skr. sünäu); diese
Endungen sind im Ir. spurlos verloren; vielleicht ist der Lok. im
Gallischen in dativischer Funktion erhalten : Taqavoov 'dem Taranus'.
G. -ous (Ogam CUNAGUSSOS). Vgl. lat. fructüs, skr.
sünös 'des Sohnes'.
Plur. N. Mask. -owes aus -eives: gall. Lugoues I 98. Vgl.
skr. sändvas asl. synove 'Söhne'. Von der ir. Endung -e ist -a
kaum verschieden; das -e konnte schon in Wh. vor einem enkliti-
schen Worte zu -a werden (ar-pectha-ni 'unsere Sünden' Wb.
2a 6 wie intain diagma-ni 'wenn wir gehen' 3a 15); analogisch
kommt das -a auch im absoluten Auslaut vor: gnima 5a 30
u. s. w. Die Endung -i rührt von den -/-Stämmen her (aber das
unmouillierte Timbre des vorhergehenden Konsonanten stammt aus
der alten -M-Flexion).
A. Mask. -uns. Vgl. skr. sünün, snnus-.
N. A. Neutr. -ü. Vgl. skr. madhü von madhu 'Honig'. Im
Brit. deutlicher als im Ir. belegt.
Der Dativ wird ursprünglich eine Endung -u-bhis gehabt haben
(vgl. skr. Instrumentalis sfmnbhii); damit stimmt aber der ir. Voka-
lismus nicht, s. § 252 Amn. 4 I 364, Anm. 8 I 366.
92 Flexion der -w-Stämme. Ir. die, bö. [§438. 439, 1. 2
Der Gen. hat die Endung der -^■-Stämme, davor aber das
Timbre der alten -w-Flexion. Die alte Endung war etwa *-o aus
-owöm (asl. synovü), vgl. den Gen. des Duals; sie wurde wegen des
Zusammenfalls mit dem Sing, aufgegeben.
Dual N. A. -ü. Vgl. skr. sünü asl. syny. — Dat. -u-hhem
{vgl. skr. sünübhjäm) mit umgebildetem Vokalismus wie im Dat. PL
— Gen. -owou, vgl. asl. synovu.
§ 439. Stämme auf einen i^'-Diphthong; einsilbige -w-
Stämme. 1) Ir. die 'Tag'. Belegt sind die Kasus: Nom. die
(Cormac), air. proklitisch dia (dia brätha 'am jüngsten Tage', dia
domnich 'Sonntags'); damit identisch ist c. dydd corn. deth,
dyth br. deiz; Grundform *dijeu-s, vgl. skr. djäu-s 'Himmel' gr.
Zevg; vgl. § 159, 2 I 252; — Akk. ir. fri-de, fri-dei 'am Tage'
I 294; Grundform *dijem, vgl. skr. djäm 'den Himmel', gr. Zijv,
lat. diem 'den Tag' (wonach der Nom. dies gebildet ist); mußte
im Ir. mit dem Nom. zusammenfallen, ist dann aber in der Enklise
weiter reduziert worden; — Dat. in -diu 'heute' c. he-ddyw aconi.
hepeu mcorn. hethew mbr. hiziu nbr. hirio; Grundform (In-
strumentahs) *dijü, vgl. lat. diu 'bei Tage'; s. I 252, 294. Im C.
kommt dyw auch proklitisch vor: mc. dyw ieu 'Donnerstag'
u. s. w. — Nach Zahlwörtern findet sich im C. eine Pluralform
mc. dieu nc. diau; *dijewes, vgl. mit anderer (unursprünglicher
Vokalisation) skr. djävas; erweitert: mc. ychydic o dieuoed
'wenige Tage' (die neue Pluralendung ist deshalb angetreten, weil
man die nach Zahlwörtern stehende Form als singularisch auffaßte).
Anm. 1. Mit mc. dieu identisch ist die Form die, die proklitisch
in singularischer Verwendung belegt ist: die sul 'Sonntag, Sonntags'
(Silvan Evans 1457).
2) Ir. bö 'Kuh', A. D. boin, G. bou (inis bou finde 'die
Insel der weißen Kuh' Beda) und bö; Plur. N. bai, ba, A. bü,
D. buaib, G. bö, bao (Sg. 22b 11). Man darf wohl Sing. N.
*guöu-s (vgl. skr. gäu-s) und Gen. *guou-s (vgl. skr. gö-s) ansetzen;
es ist dann als Zufall zu betrachten, daß im Nom. keine diphthongi-
sche Form überHefert ist. Allerdings könnte der A. D. boin, der
nach dem A. D. coin von cü 'Hund' gebildet zu sein scheint, die
Vermutung wachrufen, der Nom. hätte urspr. *&ü aus *guö-s ge-
lautet, was nicht zu skr, gäu-s , sondern zu lat. bös stimmen würde.
Der Nom. Plur. bai, ba ist in der Enkhse entstanden (I 294 mit
Nachtrag) und darf wohl auf *guöwes (skr. gävas) zurückgeführt
werden. Der A. PI. kann auf *guö{n)s (vgl. skr. gas), der D. PI.
§ 439, 2. 3. 440] Ir. b 6 , n au. Flexion der -i- Stämme. 93
auf *guou-hhis (skr. gö-hhis) zurückgehen; der G. PI. kann in
enklitischer Stellung aus *g"oivöm (skr. gaväm) entstanden sein.
Der N. A. Dual, der D. Dual, der G. Dual mußten lautgesetzlich
mit dem N., D., G. PI. zusammenfallen. — Im Brit. ist das "Wort
im Sing, verschollen; ein Stamm *guou- liegt vor in c. bu-gail
com. br. bugel (ir. buachaill) I 54 und in br. bu-genn 'Kuh-
haut, Rindleder' (eine jüngere Kompositionsform in c. beu-dy abr.
bou-tig § 356, 1); sonst verwendet man für den Singular die
Weiterbildung c. buch corn. bugh br. buc'h S. 26. Dazu Plur.
mbr. biu aus *guöives; mc. byw, buw (nach Zahlwörtern) ist von
byw 'lebendig' beeinflußt, vgl. 1516 (auch ir. beo bedeutet 'Vieh',
Marstrander, ZfcPh. VII 370); mc. bu (nach Zahlwörtern) ist wohl
mit byw, buw identisch (in der Enkhse entstanden?), ist aber als
Singularform empfunden worden und hat als Ausgangspunkt für
die nc. Pluralbildung buaid gedient.
Anm. 2. Die Dualform mir. brai, broi, brae fem. 'Brauen' (mit dem
ir. Diphthong ai oder oi) kann etwa auf *bhrdwe zurückgehen; vgl. gr.
öcpQvg 'Braue', Dual otpQve. Vgl. dazu air. A. PI. forbru *bhrüns (gr.
6q:>Qvg), G. PI. forbru gl. superciliorum (nicht lautgesetzlich statt *-brö
aus *bhruwöm, vgl. gr. ocpQvcov). — Über ir. cnü, crii s. § 447, 1, § 443.
3) Ir. N. nau 'Schiff', A. D. noi, G. naue, noe, PI. N.
noa, D. noib. Der Nom. geht auf *wäws (vgl. skr. nüu-s gr. vavg)
zurück; danach analogisch Lenition. Der A. erklärt sich vielleicht
aus *näwm, der D. aus *näwi (Lokativ). Die übrigen Kasus sind
analogisch (Endungen der -ä-Stämme; -au- > -d- aus dem Nom,).
§ 440. Paradigmen der -i-Stämme: ir. fäith mask. 'Pro-
phet' (die Feminina wie süil 'Auge' haben dieselben Endungen
wie die MaskuHna); muir neutr. 'Meer'.
Sing. Plur. Dual
N. V. fäith N. A. fäthi K A. fäith
A. fäith n- D. fäthib D. fäthib
D. fäith G. fäithe n- G. fätho, -a
G. fätho, fätha
N. A. muir n- N. A. muire N. A. muir n-
D. muir D. muirib D. muirib
G. moro, mora G. muire n- G. moro, mora
Anm. 1. Über aig fem., G. ega, graig neutr., G. grega, tailm
fem., G. telma s. 139. Über liaig mask., G. lega, biail fem., G. bela
8. I 311. — Die Mouillierung vor auslautendem -t, -e fehlt lautgesetzlich
(nach I 351) z. B. bei cnäira mask. 'Knochen', Plur. N. A. cnämai.
Durch Vermischung mit den -o-Stämmen finden sich endungslose
94 Flexion der -i-Stämme. [§440.441
Genitive des Sing, bei gewissen Lehnwörtern (abbgitir 'Alphabet', testi-
min 'Zeugnis'; möglicherweise spielt es dabei eine Eolle, daß diesen
Wörtern britannische -Jo-Stämme zu Grund liegen; die Eigentümlichkeit
ist aber analogisch verbreitet worden, findet sich z. B. auch bei posit
'Positiv'). — Bei N. A. PI. des Neutr. findet sich Schwanken: air. drum-
mai (nach dem Mask. und Fem.) von druim 'Kücken', mir. mara 'Meere'
(nach den -o-Stämmen).
Antn. 2. Aus der -2-Deklination stammen die c. Pluralendungen -oedd
und -ydd. Mc. gwladoed nc. gwladoedd 'Länder'; mc. ieithoed nc.
ieithoedd 'Sprachen'; bei einem alten Neutrum: mc. moroed nc. mo-
roedd 'Meere'. Die Endung -oedd verdrängt im Nc. bisweilen ein älteres
-edd (§ 436): mc. ynyssed 'Inseln', nc. ynysoedd. Mc. gwledyd nc.
gwledydd 'Länder' (Sing, gwlad); corn. cowyth 'Genosse', PI. cowethe;
mc. heolyd nc. heolydd 'Wege'.
§ 441. Rekonstruktion der Flexion der -z-Stämme. Sing.
Nom. Mask. -is: gall. Na/uavoaT ig 'Einwohner von Nemausus'. Vgl.
lat. turris, hostis. — Vok. -i. Vgl. gr. oq>i. — Akk. Mask.
-im: gall. ratin 'die Burg'. Vgl. lat. turrim. — N. A. Neutr. -i.
Vgl. lat. mare, gr. I'öql.
Der Dat. vertritt wohl einen idg. Instrumentalis auf -I (vgl.
skr. Instr. acittl von aeitti-s 'Unverstand') und einen idg. Lokativ
auf -ei (gall. Ucuete, in dativischer Funktion, neben dem Akk.
Ucuetin GN; vgl. osk. Fuutrei 'Genetrici'). Eine abweichende
Endung hatte der idg. Dativ.
Die Endung des Genitivs in den Ogaminschriften ist -OS:
IVACATTOS, vgl. mir. Eochaid MN, Gen. Eochada. Die idg.
Genitivendung der -i-Stämme war -ois (vgl. lit. nakties 'der Nacht',
Gen. von naktis); -ois ist also im Ir. anders als -oi (z. B. im Nom.
PI. der -o-Stämme) behandelt worden. Der lautgesetzliche Zu-
sammenfall der Genitivendungen der -u- und der -i-Stämme hat zu
der in § 438 angegebenen Umbildung des Gen. Plur. (und später
des Nom. PI.) der -^/-Stämme nach dem Muster der -i-Stämme und
zur Umbildung des Gen. des Duals der -i-Stämme nach dem Muster
der -M-Stämme Anlaß gegeben. (Die drei Genitivformen hätten
lautgesetzhch bei den -t<-Stämmen -o, -o, -o, bei den -^-Stämmen
-0, -e, -e lauten müssen; analogisch in den beiden Stammklassen
-0, -e, -0).
Plur. Nom. Mask.: Die alte Endung -ejes (skr. dvajas lat. oues
'Schafe') steckt in c. -oedd, § 45 Anm. I 68. MögHcherweise
geht auch die ir. Endung -i auf -ejes zurück; das erste -e- ist im
Hiatus zu -i- geworden (§28,4138); -ije- im unbetonten Auslaut
kann im Ir. -i ergeben haben, vgl. den Akk. aidchi S. 89 (da-
§ 441. 442] Flexion der -i-, -s-Stämme. 95
gegen ist nicht anzunehmen, daß -es an und für sich zu -* geworden
Aväre, vgl. den Nom. Plur. der -M-Stämme, vgl. auch I 247; über
das Zahlwort ir. tri 'drei', auch trii Wb. 13a 9, s. S. 127). —
Akk. Mask. -ms. Vgl. skr. dvin, dvJs- 'Schafe', got. gastins 'Gäste'.
— N. A. Neutr. -ija, vgl. lat. maria; aus -ija ist auch die c. En-
dung -oedd der Neutra erklärbar. Das Zahlwort tri 'drei' setzt
jedoch eine Endung -l voraus (skr. tri).
D. -ibhis (alte Instmmentalform). Vgl. skr. dvibhü:
G. -ijöm. Vgl. lat. auium, gr. tquov. Hieraus erklärt sich
c. -ydd in gwledydd u. s. w.
DualN. A. -l. Vgl. skr. dvi, Ht. nakti. — D. -i-bhem. Vgl.
skr. dvibhjäm. — Der Gen. hat die Endung der -w-Stämme über-
nommen. Die lautgesetzliche Endung war wohl *-e aus -ijou, vgl.
asl. nostiju von nosti 'Nacht'.
Flexion der -s-Stämme.^
§ 442, Paradigma der -os-Stämme : sliab neutr. 'Berg'.
Sing. N. A. sliab n- Plur. N.A. sleibe DualN.A. sliab n-
D. sleib D. sleibib D. sleibib
G. sleibe G. sleibe n- G. sleibe
Anm. 1. Beispiele für die Infektion: mag 'Ebene', D. maig, muig,
G. maige, muige; og 'Ei' I 66, § 242 Anm. 3 I 351; nem 'Himmel', D.
nim, Gr. nime; leth 'Seite', D. leith, G. leithe (I 367); tech 'Haus',
D. taig (I 39), G. tige.
Schwanken zwischen -os- und -o-Flexion: cuimrech 'Fessel', Dat. PI.
cuimrigib Wb. 23b 11, aber cuimregaib 26d 21, und immer Dat. Sg.
cuimriug, N. A. PI. cuimrega; — Nom. PI. tosge (Ml. 96b 5), och-
tarche (Wb. 9a 7), etaige (mir., s. Wi.) von den -o-Stämmen tossach
'Anfang', ochtrach 'Mist', etach 'Kleid'; — log 'Lohn', Dat. log, G.
löge.
Schwanken zwischen -os- und -z-Flexion: air. lend gl. liquamen Thes.
II 42, 21, lind ds. Sg. 73a 8, nir. linn 'a pool' (daneben noch ein -m-
Stamm: nir. lionn 'ale' I 37); air. tir 'Land', Dat. tir. Gen. tire, Plur.
N. A. tire, nir. Nom. Sing, tir d. h. t'ir. Es ist möglich, daß air. luib
'Kraut', Gen. lubae neutr. war und hierher gehört (nir. luibh fem.).
Anm. 2. Britannisches: c nef 'Himmel', Plur. nefoedd; mor 'Meer',
Plur. moroedd; ma 'Ort', Plur. maoedd; tir 'Land', PI. tiroedd (aber
mc. tired); llyn 'a pool', PI. llynnoedd (aber mc. llynneu). Die Plural-
endung c. -ydd (z. B. in c. glän 'Ufer', Plur. glennydd, vgl. ir. glend
'Tal', Gen. glinde 138) gehörte wohl ursprünglich nicht in die -«-Flexion.
1. Vgl. Stokes, KZ XXVIII 291—294, XXLX 379-380.
96 Flexion der -s-Stämme. [§ 442. 443
Eigentümlich ist c. ty 'Haus', Plur. mc. tei nc, tai (br. ti, Plur. tiez,
Treguier tie, Ernault, Gramm. S. 21).
Rekonstruktion. Sing. N. A. -os. Vgl. gr. räyog. — Dat. -es
(endungsloser Lokativ wie gr. aleg, lat. penes). Diese Endung
mußte Mouillierung und Umlaut des ir. ia bewirken (ir. sleib);
dagegen ist die Hebung in muig, nim u. s. w. nicht lautgesetzlich,
s. § 252 Anm. 6 I 366. — Gen. -esos. Vgl. gr. ziyeog.
Plur. N. A. -esa. Vgl. lat. genera, gr. Tsyea. Die Endung
bewirkt im Ir. lautgesetzlich Hebung (I 365 unten). Aus -esa er-
klärt sich ungezwungen auch c. -oedd; c. tei mag *tegja < *tegea
< *tegesa sein; weshalb -e- hier aber früh unsilbisch geworden ist,
bleibt mir unklar (ist das -g- daran Schuld?). — Die alte Endung
des Dat. (Instrumentalis) war -es-bhis; diese Form muß aber im
Kelt. (etwa zu -es-o-hhis) umgebildet worden sein. — Gen. -esöm.
Vgl. lat. generum, gr. Tsytojv.
Dual N. A. ist analogisch nach den -o-Stämmen gebildet (die
idg. Endung war wohl -i: skr. mänas-l von mdnas 'Gedanke', asl.
teles-i vom -s-Stamm telo 'Körper'). — Der Dat. ist ähnlich wie
der Dat. des Plur. umgestaltet. — Gen. -esou. Vgl. asl. teles-u.
§ 443. -US-, -IS-Stämme; -s-Stämme mit altem Hiatus. Die
ursprünglichen -ws-Stämme sind in die -^^-Deklination übergetreten.
Das beste Beispiel ist ir. bun 'Wurzelstock', Gen. bona, mc. bon,
Plur. boneu; beweisend für die ursprüngliche Stammgestalt sind
die Ableitungen ir. bunad, c. bonheddig I 362. Weitere Bei-
spiele: air. bucht 'Brust', Gen. mir. ochta : lat. pectus. Gen.
pectoris I 90; ir. crim 'Knoblauch', Gen. crema I 121, 365.
Ob es im Keltischen -is-Stämme gegeben hat, ist unsicher.
Man könnte immerhin ir. tir, lind, luib § 442 Anm. 1, c. Plur.
glennydd § 442 Anm. 2 in diesem Sinne deuten; diese Formen
sind jedoch eher bloße Analogiebildungen.
Die -S-Stämme mit altem Hiatus (nach dem Schwunde eines
s, p, oder — im Ir. — eines w, j) lassen sich nicht immer mit
Sicherheit von anderen Stammklassen unterscheiden, au 'Ohr'
*ous (I 55), Gen. Sing, aue, Nom. Plur. hoe > oa, Nom. Dual
da n-ö (und di öe). — Ir. gäo 'Lüge', Gen. gue, Plur. A. goa
(Wb. 31b20) mag wie oben 155 angenommen auf *goMsos zurück-
gehen; der mir. Akk. göi, gäi, göe (neben dem vermutlich älteren
gö) ist jedoch sicher nach der -«-Deklination (und nach nau
§ 439, 3) gebildet. — Mir. clü 'Ruhm' (air. clüu) neutr.. Gen.
clüa wird mit gr. -/.Xeog identisch sein; dann ist aber -ü (statt -ö)
§443 — 445] Flexion von ir. mi, von Verschlußlaut-Stämmen. 97
im Nom. unregelmäßig (vielleicht stammt das u aus den anderen
Kasus, wie ich I 251f. vermutete). — Auch mir. crü, crüu 'Blut'
würde man nach den brit. Entsprechungen (I 61) am ehesten
hierher stellen müssen; aber der ir. Gen. ist crö (cräo, cräu)
*qrous\ also sind für das Kelt. wohl zwei verschiedene Stämme
anzusetzen (der -w-Stamm aus einem älteren -zl-Stamm; vgl. apoln.
kry). — Air. N. A. D. re 'Raum, Zeit, Mond' (re n-iuil gl. luna
lulii), Gen. rehe, ree, Plur. na-rree gl. spatia (Thes. II 12, 31),
D. reib ist früh fem. geworden (ind re Ml. 133b 7, vgl. 41a 5);
im Brit. scheint das Wort zum -o-Stamm geworden zu sein (mc.
ryw, PI. rei I 67). — Air. gne 'Aussehen' (c. gne 'hue, tint', PI,
gneoedd; *ghnephas = gr. /.vicpag? falsch 1 175, 252) schwankt
zwischen -os- und -o-Dekhnation: Sing. N. A. gne, D. (als -s-Stamm)
gne, G. (mir., -s-Stamm) gnee. Dual N. gne, Plur. K (als -o-
Stamm) gne.
§ 444. Der -ws-Stamm ir. mi 'Monat' (mask.) hat die regel-
mäßige Flexion der konsonantischen Stämme (vgl. § 445): Sing. N.
mi *mens, A. mis n- *mens-m, D. mis *mens-i (Lokativ) oder
*mens-ai (Dativ), G. mis *mens-os, Plur. N. mis *mens-es, G. mis
n- *mens-öm. Im N. A. des Duals ist da mi belegt (Neubildung
nach dem N. Sing, nach dem Muster der -o-Stämme); diese Form
dringt sogar auch in den Gen. des Duals (die regelmäßige Form
wäre da mis, wie im Mir. belegt ist). — Im Brit. ist die nicht-
nominativische Stammgestalt verallgemeinert: c. acorn. mbr. mis
nbr. miz.
Flexion der Verschlußlaut-Stämme.
§ 445. Die einsilbigen -g- und -^-Stämme. Paradigma:
ir. ri 'König'.
Sing. N. V. ri Plur. N. rig Dual N. A. rig
A. rig n- V. A. riga D. rigaib
D. rig D. rigaib G. rig
G. rig G. rig n-
So noch ir. bri 'Hügel', A. brig n-, D. brig und bri. G.
breg; trü 'ein dem Tode Verfallener', A. D. troich, G. troch
(lat. trux 'wild'; s. Thurneysen, IF XIV 130).
Rekonstruktion'. Sing. N. *reg'-s: gall, Eo/uyyo-Qei^. Vgl.
1. In den Hauptzügen auch auf die folgenden Stammklassen (§ 446
— 456) verwendbar.
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. IT. 7
98 Flexion der -g- und -Ä:-Stäinme. [§ 445. 446, 1
lat. rex. — Vok. *reg' (vgl. gr. ava von ava^) oder *reg'-s (Form
des Nominativs ; ein -s-loser Vokativ von einem einsilbigen Geräusch-
lautstamm läßt sich aus keiner idg. Sprache sicher belegen). —
Akk. *reg'-'m. Vgl. lat. regem, gr. xo(»a>t-a. — Dat. *reg'-i (idg.
Lokativ, vgl. gr. xogaa-i) oder *reg-ai (idg. Dativ; vgl. gr. Ad-
verbium %ai.i-ai). Verloren ist die alte Instrumentalform, die auf
-a ausging (gr. Ttsö-a 'nach', eigentlich Instrumentalis von Ttovg
'Fuß'). Neben dem Lok. auf -i gab es im Idg. auch einen (nur
bei gewissen Stammklassen häufigen) endungslosen Lokativ, der im
Ir. zu einer mit dem Nom. identischen Form führen mußte; mit
dem D. bri vgl. ^\.v. par-ut 'im vergangenen Jahre'; die Gleich-
heit des D. mit dem Nom. ist im Ir. übrigens sicher analogisch
verbreitet worden. — G. *reg'-os: Ogam LUGUDECCAS, DEC-
CEDDAS. Vgl. gr. mQa^Aog.
Plnr. N. * reg -es. Vgl. gr. ■A.oQav.sg. — Der Vok. hat nach
dem Muster der -o-Stämme die Form des Akk. angenommen. —
Akk. *reg'-ns (gall.-lat. Lingon-as VN). Vgl. gr. xo^axag. —
Dat. *reg'-bhis (vgl. skr. Instrum. pad-hhis von päd 'Fuß'), zu
*reg'-o-bhis umgebildet. — Gen. *reg'-5m. Vgl. lat. regum, gr.
yLOgayc-cov.
Dual N. A. *reg'-e. Vgl. gr. xo^ax-e. — D. *reg-hhem (skr.
pad-bhjäm), zu *reg-o-bhem umgebildet. — G. '^reg'-ou. Vgl. asl.
otroce^t-u vom -w^-Stamm otroc^ 'Kind'.
§ 446. Mehrsilbige -^-Stämme. 1) Vor dem stammaus-
lautenden -k- stand ein kurzer Vokal, der im Nom. Sing, schwindet.
-ak- (wie bei gr. y-og-a^ 'Rabe') oder -ok- ist nicht sicher belegbar;
ir, fol .i. bond 'Fußsohle', Akk. Sing, folaig, PI. Nom. solaig
(Stokes, KZ XL 249) kommt der ungenügenden Überlieferung
wegen kaum in Betracht; und der Dat. iar-snaib fothib uel
iar-snaib soilgib gl. post crepundia (mit lat. crepidö verwechselt)
'nach den Grundlagen' Ml. 44 c 13 weist eher auf einen -iÄ;-Stamm.
-?Ä;-Stämme sind häufig: dair 'Eiche', Gen. darach I 340; sail
fem. 'Weide', D. sailig, G. sailech (= lat. salix); ail fem.
'Felsen', Dat. ailig. Gen. ailech; foil 'Ring', Dat. PI. failgib
(zu gr. eh^ 'gewunden', Wiudisch, IF III 76); Lugaid, Lugid
MN, Gen. Luigdech, Lugdach (Ogam Gen. LUGUDECCAS;
vermutlich ein Kompositum wie lat. iü-dex); nathir fem. 'Schlange',
Gen. nathrach, Akk. PI. nathracha I 134; cathir fem. 'Stadt',
D. cathraig und cathir, G. cathrach. Da -ik- meist ein ab-
leitendes Element war, können neben einigen -iÄ;-Stämmen seit
§ 446, 1. 2] Flexion der -Ä;-Stämme. 99
alter Zeit -Ä-lose Stämme bestanden haben: daur, G. daro neben
dair, darach; c. neidr aus *natrt neben ir. nathir; c. cader
I 31 neben ir. cathir. Nach solchen Mustern haben später manche
auf -r endigenden Wörter die -Ä;-Flexion angenommen: air. lassar
'Flamme', Dat. lassir, mir. Gen. lassrach; air. Dat. PI. hüasal-
athrachaib 'Patriarchen' AVb. 30dl zum -r-Stamm athir 'Vater';
ir. Temair ON 'Tara', Gen. Temro, später Temrach Thes.
II 314k; ir. Pindabair PN (c. Gwenhwyfar I 266), Gen. Fin-
dabrech. Vgl. § 451.
2) Vor dem stammauslautenden -k- stand ein langer Vokal,
der im Nom. Sing, erhalten bleibt, -äk-: air. eola 'kundig', N.
PI. eolig (vgl. lat. aud-ax, aud-äcem; in Ml. findet sich ein
neugebildeter Nom. Sing, eulach; bedenklich, aber nicht unmög-
lich ist die Ansicht Strachan's, Eriu I 11 f., wonach eola nicht
der Nom. eines Adjektivs, sondern der Gen. eines Substantivs [mir.
eol], eolig der Plur. von eulach wäre; es müßte dann auf einer
Umdeutung der Form beruhen, daß eola nur bei singularischem
Subjekt vorkommt; eine solche Umdeutung ist aber nicht undenk-
bar, vgl. ni-tat torbi fri toil dee; is diliu lemm didiu ani
as torbae oldaas ani as dilmain gl. omnia mihi Hcent, sed non
omnia expediunt 'sie sind nicht von Nutzen für den Willen Gottes;
lieber ist mir also das, was nützlich ("Nutzen") ist, als das, was
erlaubt ist' Wb. IIb 17, wo der Gen. torbi scheinbar als Plur.
von torbse fungiert; vgl. § 447 Anm. 1); — mir. mala 'Augen-
braue', D. malaig, G. malach. Dual N. A. malaig, Plur. A.
mailgea (schon air.; die Mouillierung ist analogisch nach Fällen
wie näimtea, cairtea § 448), D. mailgib; br. mal-venn 'eil,
paupiere' ist ein Kompositum, vgl. mir. finda malach 'Haar der
Braue' (finda = find I 114); ir. mala br. mal- wird avoIü mit
Recht als Weiterbildung des -ä-Stammes lett. mala 'Rand, Ufer'
betrachtet; es ist denkbar, daß der Nom. Sing, im Air. auf -e aus-
ging (vgl. tenge § 447 Anm. 1); — mir. caera 'Schaf, G. cae-
rach, PL N. caerig, A. cäircha, D. cairchaib (air.. Ml. 100b
15); c. caer-iwrch I 92, vgl. gall. Caerac-ates VN (der Nom.
Sing, lautete im Air. möglicherweise -e); — mir. ara 'Schläfe',
Gen. arach; der Nom. Sing, muß im Air. are gelautet haben;
nach der Analogie der -o- Stämme ist diese Form auch in den N.
A. des Duals gedrungen: du da are 'deine beiden Schläfen' Thes.
II 249, 2; die Form airse bei Corm. ist entstellt; das Wort gehört
vielleicht zu russ. pord 'Zeit, der rechte Zeitpunkt' und weiterhin
100 Flexion der -k-, -mk-, -d-, -^Stämme. [§446, 3. 4. 447, 1. 2
zu gr, s-TtoQOv 'gab', TCtTigoizaL 'ist verliehen, bestimmt'; vgl. lat.
tempus und die Erörterungen über die Benennungen der Schläfe
KZ XXXIX 2371.
-öÄ;-; ir. Eochu MN, Gen. Echach; air. Coonu mir. Guano
MN, Akk. Dat. Cuanaig, Gen. Cüanach. Vgl. lat. uelox,
uelöcem.
3) Bei Wörtern mit altem Hiatus mußte der Vokal der Aus-
lautssilbe im Ir. erhalten bleiben, auch wenn er kurz war. Ir. eo
'Lachs', Gen. lach mc. ehawc u. s. w. I 73, 252 scheint ursprüng-
lich die Alternation ö : o gehabt zu haben ; der irische Nominativ
weist auf *esok-s {*esök-s hätte *iu ergeben müssen). Wie ea
flektiert auch ceo 'Nebel', Akk. ciaich n-, ciaig n-, Gen. ciach
(auf *kiwok- zurückführbar, aber nur dann mit aengl. sceo 'Wolke'^
heo 'Gestalt' got. hiwi 'Schein, Aussehen' vereinbar, wenn man
diese Wörter von skr. cliavi- 'Haut, Hautfarbe' trennt).
Ein Stamm auf -jäk- oder -Jak- ist anzusetzen bei ir. aire
'Fürst', Dat. airig, Gen. airech (davon airechas 'hoher Kang')^
das sich zu skr. ärjaka-s 'ehrwürdiger Mann, Großvater' ebenso
verhält wie gr. i-ielQa^ 'Jüngling' zu skr. marjakä-s 'Männchen'
(anders Meillet, Les dialectes indoeuropeens S. 24 f.).
4) Stammauslaut -tok-: ir. lie, später lia 'Stein', mask.. Dat.
liic. Gen. liac, Plur. lieic (verschieden vom -ä-Stamm lecc
fem. 'a flag-stone', womit es jedoch im A. PI. [leccaj gleich lauten
mußte). Die Endung kann als -awk-, -ei/ak-, -mk- oder -fk- ange-
setzt werden; die Wurzelsilbe kann zu gr. Xenag 'kahler Fels', lat.
lapis 'Stein' gehören (oder zu gr. Xäag 1 251).
§ 447. Dentalstämme. 1) Ein einsilbiger -c?-Stamni war
ursprünglich wohl ir. cnü fem. 'Nuß', s. I 155, 305 (an. hnot ist
ein konsonantischer Stamm); aber sowohl im Ir. wie im Brit. ist
jede Spur des -d verschwunden; die Flexion ist im Ir.: A. cnoi,
G. cnö, Fl. N. cnoi, D. cnoib, cnoaib, G. cnö; sie führt auf
Formen wie Sing. Akk. *know-m, G. *know-os, PI. N. *know-es,
D. *know-o-bhis, G. *know-öm statt des etymologisch zu erwartenden
*knod-m (aus *knud-m) u. s. w.
2) Mehrsilbige -d- und -i(-Stämme mit kurzem Vokal vor dem
-d-, -t- (und daher im Nom. Sing, mit geschwundener Auslauts-
silbe). Ein -c?-Stamm war urspr. ainb 'unwissend' § 358, 2 S. 6;
das -c?- ist aber gänzlich aus der Flexion beseitigt worden : it ainbi
'sie sind unwissend' Ml. 51c 14,
Der häutigste Ausgang ist -et-: ir. cing 'Krieger', Gen. ein-
§ 447, 2. 3] Flexion der -^Stämme. 101
ged, vgl. gall.-lat. Ging es MN, Gen. Ginget! s (Kompositum
Gingeto-rix MN); — ir. traig 'Fuß', A. traigid n- (auch traig
nach der Analogie anderer Stammklassen), G. traiged, PI. N.
traigid, A. traigthea (im Brit. mit Verallgemeinerung der nicht-
nominativischen Stammform c. troed acorn. truit mcorn. troys
br. troad; PL c. traed mit schwer zu erklärendem Vokalwechsel;
im Gorn. und Br. Plur. nach dem Muster der -o-Stämme: com.
treys, trys br. treid); — ir. seir 'Ferse' (c. ff er), Dat. serid. Dual
N. A. di pherid I 75; — eirr 'Wagenkämpfer', G. erred, PI.
D. erredaib (wohl von err 'Schwanz, Ende, Spitze', auch Be-
zeichnung eines Teiles des Streitwagens; vgl. ara unter 3°); —
Lehnwörter: mil 'Söldner', Akk. milid n-, Pliu". D. miledaib,
G. miled n-; ap, abb 'Abt', G. apad, PI. D. apthaib.
Den Ausgang -ut- zeigt ir. ein mask. 'Schuld' (nir. cion), A.
cinaid n-, D. cinaid, G. cinad, Plur. N. cinaid, A. cinta.
Analogisch A. Sing, ein (D. ein kann alt sein). Zu gr. xi-vv-
i-iaL 'ich strafe'.
Ir. luch 'Maus', A. D. lochaid, G. lochad, PI. A. loch-
tha hat die Vokalalternation ö:o gehabt: Nom. *plnk-öt-s, Gen.
* pluk-ot-os. Das -ö- des Nom. mußte zu -ü- werden und Hebung
bewirken; nach eingetretener Hebung drang die Endung -ot-s in
den Nom. (der Verlauf war also anders als bei ir. eo § 446, 3,
das keine Hebung zeigt). Die ursprüngliche Verteilung von -ö-
und -0- ist im G. bewahrt: c. llyg 'field-mouse' *pluk5t-s, llyg-
od-en 'Maus', PL llygod, acorn. logoden, ncorn. logosan (bei
Lhuyd bgogan, Plur. logaz), br. logoden n, Plur. logod. Wohl
zu lit. pele 'Maus', daß mit der Farbenbezeichnung palvas 'blaß-
gelb' in Verbindung steht. — Unklar ist ir. caur, G. caurad
§ 209.
3) Mehrsilbige -^Stämme mit langem Vokal vor dem 4-
(Nom. im Ir. zweisilbig), -ät-: air. tenge 'Zunge' mir. tenga,
Gen. tengad, A. PL tengtha (mc. tafawt u. s. w. I 107, mit
Verallgemeinerung der nicht-nominativischen Stammgestalt); ascae
gL aemulus, Plur. Dat. ascadib, Gen. innan ascad (der Vok.
Plur. ä ascadu ist nach der Analogie der -o-Stämme gebildet);
mir. ara 'Wagenlenker', Dat. araid, Gen. arad, PL A. arada
(vermutlich *prrä-t-s "der vorne Stehende", Gegensatz eirr, s. 2°).
Anm. 1. Das -e des Nominativs habe ich § 156 Anra. 1 I 249 als
eine Analogiebildung (wie tana3 S. 85) betrachtet; indessen gestattet das Ma-
terial auch eine rein lautpsychologische Deutung: -ä- ist in der Auslauts-
102 Flexion der -d- und -^Stämme. [§ 447, 3. 4
silbe vor unlenierteui -s in der Kichtung gegen ü verschoben worden ;
die Verschiebung war jedoch zur Zeit der Mouillierungsgesetze noch so
wenig vorgeschritten, daß der Konsonant vor dem ü unmouilliert blieb.
Vgl. niiB unter 4°; außerdem § 446, 2, § 448, 1. Der Akk. PI. tuatha
widerspricht nicht (kann auf -äs beruhen, s. § 431), wohl aber eola
§ 446, 2, wenn man nicht die Deutung Strachan's annimmt.
-et-: air. fili 'Dichter', Dat. filid, Gen. filed, Plur. A. fi-
leda; oegi 'Gast', Plur. N. öegid, A. oigetha, G. oiged n-,
-öt-: bibdu 'schuldig', G. bibdad; PI. N. bibdid (ac. bibid
u. s. w.; *bhi-bhid-wöt- 1489, vgl. zur Endung gr. elöcog 'wissend',
Gen. eldoT-og, got. weitwöd-s 'Zeuge'); coimdiu 'Hcit', Dat.
coimdid. Gen. coimded {*k'om-med-ivöt-, zu nad coimmestar
gl. nequierit, s. Verbalverz. midiur und vgl. Strachan, Trans. Phil.
Soc. 1891—94 S. 457; die MouilKerung des -d- nach § 241, 1
I 345).
-üt-: bethu 'Leben', A. bethid, bethith, D. bethu (diese
Unterscheidung zwischen dem Akk. und dem Dat. immer in Wb.
bei diesem Worte); vgl. c. bywyd. Ähnlich die übrigen Wörter
auf -tut- (§ 386; im C. ist teils die nominativische, teils die nicht
nominativische Stammgestalt erhalten); die Formen des Akk. und
Dat. Sing, geraten allmählich durcheinander (zum Teil schon in
Wb.: Akk. aurlatu 'Gehorsam' Wb. 7c 15, Dat. öentid 27b
13, 23).
4) Hiatusfälle. Ir. cre fem. 'Lehm', Akk. crieid n-. Gen.
criad; im Brit. mit Verallgemeinerung der nominativischen Stamra-
gestalt c. pridd corn. pry br. pri § 45 Anm. I 68; — ir. sce
'Hagedorn', Gen. sciath (häufiger umgebildet sciach; nir. N. PI.
sgeacha. Sing, sgeach fem.), vgl. c. ysbydd-ad u. s. w. I 68; —
ir. de 'Rauch', Gen. diad (Ableitung deth-ach fem. ds.); vielleicht
*dijet-s oder *dijat-s zu gr. dsaro 'schien'; möglich wäre wohl auch
der Ansatz *dhweset-s zu ir. däsacht u. s. w. (§ 380, 1); identisch
(mit nach ceo § 446, 3 analogisch umgebildetem Nominativ) ist
vielleicht nsch. deö 'a ray of hght'.
Mir. gleo 'Kampf, Akk. gliaid LL 68b 20, 109a 30 (glied
LU 64a 33), Gen. gliad (auf *ghliwot-s zurückführbar, aber mit
aengl. gleo 'Freude' nur dann vereinbar, wenn man dies Wort von
gr. xkevtj 'Scherz, Spott' trennt). Durch Entgleisung N. A. gleo n-
(D. gleo kann alt sein), PI. Gen. gleo.
Ir. nise 'Schwestersohn', Gen. niath I 92; die Grundformen
waren *nepöt-s, Gen. *nep5t-os; im Nom. mußte das -5- zu kelt.
-M- werden, woraus weiterhin brit. -l- (erhalten in mc. nei nc. nai);
§ 447, 4. 448, 1] Flexion der -t-, der -w^Stämme. 103
da aber -ö- in den übrigen Kasus mit idg. -ä- zusammenfallen
mußte, so wurde nacb der Analogie von ir. tenge u. s. w. ein
irischer Nom. auf -e gebildet. Ogam (Ten. NIOTTA I 5 setzt
vielleicht eine abweichende Flexion mit kurzem -o- voraus; ob der
Gen. nieth Annais of Ulster, a. 692 lautgesetzlich oder analogisch
ist, bleibe dahingestellt. Die alte Pluralform liegt vor in br. ni-ed
(Sing. ni). — Ebenso flektiert ir. nie, nia 'Held', Gen. niad,
niath, PI. Dat. (nicht lautgesetzlich) niathaib; vgl. lat. nepös
'Schwelger' (mit nepös 'Enkelkind' identisch). — Über ir. lue,
Dat. luith 'Steuerruder' s. I 61, 251 (auf einer Entgleisung be-
ruht wohl der früh belegte Gen. Plur. luse Thes. I 498, 31).
-c/-Stämme sind drui 'Druide', Gen. druad I 61 und sui 'der
Gelehrte', Gen. suad S. 9. Abr. dorguid, c. hywydd.
Ein Stamm auf -jät-, -jat- oder -jot- (vgl. etwa lat. pari es.
Gen. parietis) scheint vorausgesetzt werden zu müssen bei ir.
leine fem. 'Hemd', Dat. lenith. Gen. lened, PI. Akk. lente
(vgl. c. lliain 'Leinwand' br. lien I 311); ir. seiche fem. 'Haut',
Akk. sechid n-, Plur. D. sechedaib (zu an. sigg 'harte Haut',
Liden, IFAnz. V 127); slige fem. 'Straße', Dat. sligid. Gen.
sliged, PI. A. slige da (Weiterbildung des -Jü-Stammes slige
'Schlagen').
Anm. 2. Schwierig ist die Beurteilung von tene mask. und fem.
'Feuer' (nir. teine), Dat. tenid, Plur. Dat. teintib, Dual N. A. tenid
(und nach der Analogie der -o-Stämme: tene); daneben Dat. Sing, tein;
vgl. ten-lach 'Herd' und c. corn. br. tan I 93 f. Bei der naheliegenden
Deutung des Nom. Sing, tene als N. A. Plur. Neutr. eines «-Stammes
bleiben lautliche Schwierigkeiten, s. § 156 Anm. 1 I 249 mit Nachtrag
(spielt das geschwundene -p- eine Rolle?).
§ 448. -w^Stämme. 1) Nicht-Neuti*a. Stamm -ont-: ah'.
(Ml.) sechtmogo 'siebzig'. Gen. sechtmogat. Schon früh er-
scheint -a statt -o: air. (Carlsr. Beda) tricha 'dreißig', PI. tri-
chit (br. tregont mit nicht-nominativischer Stammgestalt); air.
(Sg.) cöica 'fünfzig'. Gen. cöicat. Aufiälliger ist die Schreibung
-a in dem archaischen feda 'Herr', Gen. fedot Thes. II 244,
jünger Nom. fiado, fiadu. Gen. fiadat {*weidonts, Gen. *wei-
dont-os). — Stamm -unt-: air. dinu 'Lamm', Dat. dinit I 249.
In allen nicht-nominativischen Kasus mußten die -o«^Stlimme und die
-MW^Stämme zusammenfallen; daher Vermischungen im Nom. (fiadu
statt fiado; ähnlich wohl auch bei air. Nuadu MN, Gen. Nuadat,
vgl. c. Nudd MN, abrit-lat. Dat. Nodonti, Nodenti GN, *neudont-s,
Gen. *neudont-os). — Die Stämme auf -ant- haben Nom. -e ohne
104 Flexion der -w^Stämme, der -r-Stämme. [§448,1.2.449
vorhergehende MouilHerung (nach § 447 Anm. 1 zu erklären ; nach
I 293 ist die Entwicklung Nom. > -änt-s > -ans > -üs, Gen. -änt-os
> -ant-os u. s. w. anzunehmen): air. care 'Freund' (> mir. cara),
Dat. carit, carait, Gen. carat, Plur. Nom. carit, carait, Akk.
cairtea, Dat. cairtib (im Brit. ist der Plur. auf -antes nach Ana-
logie der -o-Stämme zu -antoi umgebildet worden: c. car, Plur.
ceraint, com. car 'Verwandter', ncorn. PI. keranz, br. kar, PI.
kerent; der c. Sing, ysgarant 'Feind' S. 8 ist nach dem Muster
des Plur. neugebildet). — Die Stämme auf -rit- (und -ent-) haben
Nom. auf -e mit vorhergehender Mouillierung: ir. fiche 'zwanzig'
(nir. fiche). Gen. flehet (die brit. Formen, mc. ugeint u. s.w. I 42,
setzen den Ausgang -i^tl voraus: Dual Neutr., s. § 474).
Anm. 1. Da die Mouillierung vor auslautendem -e in gewissen Fällen
lautgesetzlich verloren geht (I 349 ff.), so lassen sich die Ausgänge -änt-s
und -nt-s mit Hülfe des Irischen nicht immer unterscheiden; unsicher sind
die Grundformen von ir. bräge 'Hals' c. br euant u. s. w. I 100, ir.
näme 'Feind'. In einer Hiatusform ist die Unterscheidung ebenso wenig
möglich (doe lame gl. lacertus Sg. 68a 1, Akk. doit n- Ml. 29b 8, Gen.
mir. doat, zu skr. dös, Gen. dös-n-as, Wi. IF III 74f. ; ir. te 'heiß' I 92).
In ir. ainmne 'Geduld' I 169 stand vor der Endung ein -J-; sollte die
irische Flexion alt und auch für das Brit. vorauszusetzen sein (was jedoch
vom Gesichtspunkte der Suffixlehre nicht wahrscheinlich ist), so wäre wegen
c. anmynedd wohl der Ausgang -ijünt-s vorauszusetzen (vgl. etwa gr.
uvögitis), und die Senkung des -i- zu -e- im C. wäre ein Zeugnis dafür, daß
auch im Brit. der nach I 293 zu erwartende Nominativ auf -Uns y -äs be-
standen hat. Sehr mehrdeutig ist das erst mir. belegte tipra 'Quelle',
Dat. tiprait, PI. Dat. tibratib; vielleicht etwa * tu-ek-bhrusont-, zu brun-
nid 'bricht hervor' (-««- aus -sn-, s. Verbal verz.).
Anm. 2. Übertragung des Pluralausgangs der -«^Stämme: mc. ney,
PI. neyeynt, nc. nai, PI. neiaint (-^Stamm, §447,4); c. gof 'Schmied',
PI. gofaint (-n-Stamm).
2) Neutra (Thumeysen, KZ XXXVII 423, ZfcPh. V 20):
det n- 'Zahn', Dat. de'it. Gen. det, Plur. N. A. de't (später
deta, deoit), D. detaib, G. det n-; lochet n-, löchat n- 'Blitz',
Dat. löchait. Gen. lochet. Nom. Sing. -?i^, Ph -tßa (vgl. gr. Ttav
'alles', PI. TvdvTa); Dual -ntz : mc. ugeint, s. 1°. Das Wort für
'Zahn' ist sonst in den idg. Sprachen nicht neutr.
Flexion der Sonorlaut-Stämme.
§ 449. Die -r-Stämme. Paradigma: air. athir 'Vater' (nir.
athair).
§ 449 450] Flexion der -r-Stämme. 105
Sing. N. V. athir Plur. N. aithir Dual N. A. (athir?)
A. athir n- (V.) A. aithrea D. aithrib
D. athir D. aithrib G. athar
G. athar G. aithre n-
Über die Mouillierung des -th- vgl. § 242 Anm. 2 I 349;
ob das -th- im Dual N. A. mouilliert oder unmouilliert war, kann
ich nicht feststellen. Wie athir flektieren noch bräthir 'Bruder',
mäthir 'Mutter', siur 'Schwester' bildet A. D. siair, G. sethar;
PI. A. sethra, D. sethraib; Dual N. A. di siair, df fieir. —
Analogiebildungen nach den -Ä:-Stämmen: D. PI. hüasal-athra-
chaib Wb. 30d 1; mir. N. PI. (eigentlich A. PI.) sethracha.
Brit. Reste: c. brawd 'Bruder', PI. brodyr; com. broder,
bruder (d.h. etwa hröddr), PI. breder (d.h. hröddr), bredereth;
br. breur, PI. breudeur (§ 234); mir wenig klar ist der Plur.
mc. brodoryon nc. brodorion mit dem Sing, brodawr, brodor
(analogische Suf fixvertauschung) ; — c. chwaer 'Schwester', PI.
chwiorydd (br. c'hoar, PI. c'hoarezed § 412 Anm. 3).
§ 450. Rekonstruktion der Flexion der -r-Stämme. Sing.
Nom. Die idg. Formen waren ^pate, "^swesö, vgl. skr. pitä, svdsä.
In den Einzelsprachen ist jedoch das r vielfach aus den übrigen
Kasus in den N. Sing, gedrungen (gr. Ttaxr^q^ lat. pater, soror);
so auch im Keltischen, das also Spater, *swes5r voraussetzt (über
c. brawd vgl. I 491; c. chwaer hat -ae- aus -oe- und dies aus
-i- < -e- vor dem schwindenden Auslaut I 73). — Die Kasus-
endungen der übrigen Kasus sind die in § 445 angegebenen. In
der ursprünglichen idg. Flexion wechselten die Stammausgänge
-ter- und -tr- (vgl. gr. Akk. nuxiqa, D. rcaxq'i, G. na.xq6q)\ der-
selbe Wechsel wird auch im Keltischen stattgefunden haben; im
Ir. läßt sich jedoch -tr- von -ter- nicht unterscheiden. Ir. G.
athar ließe sich sehr gut aus *pater-os erklären; man wird sich
aber mit Rücksicht auf sethar für *patr-os entscheiden müssen;
denn -th- scheint (aus athir, bräthir, mäthir) nur in diejenigen
Formen von siur eingedrungen zu sein, in denen -s- unmittelbar
Yor -r- hätte stehen müssen (deshalb ist es im Akk. Sing., wonach
der Dat. Sing, sich gerichtet hat, nicht vorhanden). — Für den Nom.
Plnr. weist das Brit. auf -ter-es, -or-es; -ter-es ist im C. nach Ana-
logie der -o-Stämme zu -ter-oi mngebildet worden (ob auch im
Com. und Br. läßt sich nicht entscheiden); *chwior 'Schwestern'
ist dmxh den Antritt einer analogischen Pluralendung verdeutlicht
worden (ähnlich war vielleicht die Entwickelung auch im Br., wo
106 Flexion der -r-Stämme, -r- : -»«-Stämme. [§ 450. 451
jedoch nachher der Vokalunterschied zwischen dem Sing, und dem
Plur. aufgehoben wurde). Der ir. N. PI. aithir würde, wenn er
lautgesetzlich wäre, wohl auf *patr-es führen (I 349), und dieser
Ansatz würde eine feste Stütze gewinnen, wenn der N. PI. von siur
wirklich *sethir lautete, wie ZE 263, Thurneysen, Handb. 207
annehmen; er ist jedoch nicht belegt und war vielleicht eher mit
dem N. A. des Duals gleichlautend, aithir kann wohl auch die
Mouillierung des -th- aus dem Akk. PI. * pater-iiLS (vgl. gr. Ttazigag)
bezogen haben. — Der Dat Plur. aithrib erklärt sich gleich gut
aus * patr-hhis (vgl. skr. Instr. *pitr-bhü) und aus *pater-o-bhis;
nur der erstere Ansatz (vgl. gall. (xaTqeßo S. 84) läßt uns aber ver-
stehen, weshalb der Gen. PI. nach der Analogie der -i-Stämme
gebildet ist (die idg. Form war *patr-öm, womit die mir. Neubildung
athar zufälh gerweise wieder stimmt; vgl. Strachan, Trans. Phil.
Soc. 1903—1906 S. 236). sethraib hat sich im Timbre nach dem
A. PI. sethra gerichtet. Gall. suiorebe (Rhys, Celtic Inscr. 53)
kann, auch wenn es richtig als 'den beiden Schwestern' gedeutet
ist, zur Aufklärung der ir, Flexion kaum beitragen.
§ 451. Umgebildete -r-Stämme; Reste der -r- : -n-Stämme.
Nur die Verwandtschaftsnamen haben die alte Flexion erhalten.
Sonst sind die -r-Stämme, soweit die betreffenden "Wörter noch in
der Sprache vorhanden sind, in andere Deklinationen übergegangen,
unter denen wenigstens im Mir. und Nir. die -iÄ:- Deklination eine
große Rolle spielt (ir. ochair 'Rand' I 123, iuchair 'Fischrogen'
I 129 sind -tÄ:-Stämme). Vgl. § 446, 1. Im Brit. sind mehrere
-r-Stämme mit einem -Ä;-Suffix erweitert worden, § 381, 2. Ob
zwischen dem ir. -ik- und dem brit. -k- ein Zusammenhang besteht,
und ob weiterhin Zusammenhang mit dem -k- (oder -g-) von skr.
äsr-k 'Blut' (gr. eag lat. assir) angenommen werden kann, bleibt
noch zu untersuchen.
Die Klasse der alten -r- : -n-Stämme, die im N. A. Sing, -r-,
in den anderen Kasus -w- als Stammauslaut hatten (vgl. lat.
femur, Gen. feminis 'Schenkel'; gr. l'dtoQ, Gen. t'da-r-os 'Wasser';
skr. üdhar, G. üdhnas 'Euter') hat im Ir. noch einen Vertreter:
mir. arbar 'Getreide', Dat. arbaim. Gen. (schon air.) arbe, PI.
N. A. arbanna. Daß außerdem noch ein Teil der Fälle, in denen
-r- und -w-Ableitungen von derselben AVurzel als verschiedene
Paradigmen nebeneinander stehen (z. B. ir. fair und fäinne
I 82, 86), ursprünglich hierher gehört haben, ist wahrscheinlich.
§452] Mask. u. fem. -n-Stämme. 107
§ 452. Mask. und fem. -w-Stämme mit im Nom. Sing, ge-
schwundenem Auslaut. Irisches Paradigma: ir. brithem 'Richter'.
Sing. Plur. Dual
N. V. brithem N. brithemin N. A. brithemin
A. brithemin n- (V.) A. brithemna D. brithemnaib
D. brithemin D. brithemnaib G. britheman
G. britheman G. britheman n-
Statt -min kann, da -m- unmouiUiert ist, auch -main, -muin
geschrieben werden; neben -man erscheint auch -mon. — Weitere
Beispiele: ir. derucc 'Eichel', Gen. dercon; Miliucc MN, Gen.
Milcon; esc-ung fem. 'Aal', Gen. escongan. Die -w-Infektion
im Nom. Sing, fehlt bei den Wörtern, die in der letzten Silbe ein
-a- oder ein aus -ja- entstandenes -e- haben: talam (mask. Ml.
69 d 3, vgl. Atk. LBr. S. 910; im Nir. meist fem.) 'Erde', Dat.
talam. Gen. talman, PI. D. talmanib, Dual Akk. (durch Ent-
gleisung) talam; triath 'Meer', Gen. trethan; dülem 'Schöpfer',
suanem mask. 'Seil' u. s. w. § 402, 3.
Britannisches: c. ych 'Ochs' (über den Umlaut s. § 255, 5
I 376), PI. mc. ychen, nc. ychain, iicorn. ohan, mbr. ouhen,
nbr. ouc'hen, oc'hen (der Singular ist im Com. und Br. unge-
bräuchlich; dafür acorn. odion, br. ijenn I 370); — mc. nc.
lleidr 'Dieb', PI. lladron; corn. lader, PI. laddron; mbr. lazr,
PL lazron; nbr. laer, PI. laeroun (lat. Lehnwort, I 192); c.
Sais, PI. Seison u. s. w. I 217; c. ceneu 'junger Hund' *ka-
nawö, *qjpmwö (vgl. ir. cana I 121), Plur. cenawon (statt *ca-
nawon, vgl. cannawan Mab. 117; danach nc. Sing, cenaw; zur
Bildung des Wortes vgl. gr. TeTqäwv neben r. teterev 'Birkhahn';
falsch § 103 I 175). — Der Nom. Sing, auf -ö > -ü y -l hat bei
c. gwraig corn. gurek br. grek 'Erau' (I 161) Übergang in die
-j-Deklination bewirkt: PI. c. gwragedd corn. gvraget (0. M.
976; -t für -th = d) br. Leon gragez (in den anderen Dialekten
groage); Übergang in die -ja- oder -Jo-Flexion: c. draig fem.
'Drache', PI. dreigiau; abr. cepriou gl. laquearibus (nbr. kebr
mask. 'cbevron'; I 192). — Umgekehrt ist die Plui*alendung -on
im Brit. produktiv geworden: br. V. aer 'Natter'^ PI. aeron (setzt
wohl einen dem c. neidr 1 134 entsprechenden Nom. Sing, voraus);
corn. yuthewon 'Juden'; c. athraw 'Lehi-er', PI. athrawon, rhi 'a
lord', PI. rhion, du 'schwarz', PI. duon (auch in br. aotrou 'Herr',
PI. aotrounez, V. autroune, eutreune und roue 'König', PI.
rouanez, V. rouanne mag die Pluralendung -oti stecken; das -n-
108 Mask. und fem. -n-Stämme. [§452. 453
ist aber jedenfalls mit dem suffixalen -n- in br. itroun, rouanez
'Königin' assoziiert, vgl. aotrounia 'maitriser' u. s. w.). Mit dem
mouilliertem Auslaut des Plur. der -jo-, -o- und -ä-Stämme kom-
biniert sich die Endung -on zu -Jon: c. dyn 'Mensch', PI. dy-
nion; c. mab 'Sohn', PI. meibion (mc. auch meibon geschrieben),
corn. mebyon, br. mipien; c. gwas I 35, PI. gweision (mc.
auch gweisson geschrieben), corn. guesyon, mbr. guisien; mc.
morwyn 'Mädchen', PI. morynyon. Abweichend br. gad 'Hase',
PI. ged-on (mit dem Umlaut des alten -o-Stammes, aber ohne -j-).
Anm. Der Stammausgang der -«-Stämme ist noch auf keltischem
Boden ein produktives Suffix. Besonders bemerkenswert sind die gallischen
Stadtnamen wie Aballo "Apfelstadt", Cularo "ville des concombres''
(vgl. gr. Zixviüv), 8. Vendryes, MSL XIII 387 ff. Griechische Parallelen,
Brugmann, Grdr. II ^ 624; armenische Parallelen, KZ XXXIX 473.
Rekonstruktion. Der Nom. Sing, ging auf -ö aus: gall.
Frontu MN; vgl. lat. sermö, homö (über c. bele, bara s.
S. 24, 25). Übrigens sind die Endungen die in § 445 angegebenen
(Dat. PI. etwa -en-o-bhis, -on-o-bhis). In der idg. Flexion dieser
Stämme wechselte -e7i- oder -on- mit -n- ohne vorhergehenden
Vokal (skr. uksä 'Ochs', Akk. uksan-am, Gen. uksn-as; rägä 'König',
Akk. rügän-am, Gen. rägn-as). Dieser Wechsel hat zweifellos auch im
Keltischen stattgefunden. Das vokallose -n- assimilierte sich mit
einem vorhergehenden Geräuschlaut (c. gwrach 'alte Frau' I 159
gehörte ursprünghch zum Paradigma von gwraig, I 161). Die
alte Verteilung der Alternationsformen ist jedoch gestört worden;
alle Kasus von ir. talam deuten auf -mon- (in der Flexion von
brithem kann die mittlere Silbe lautgesetzlich nicht schwinden,
da sie auf -ija- beruht). Die Stöiiing war wohl schon in den
Ogaminschriften vorhanden (Gen. SEGAMONAS). Für den N. PL
sind die Ausgänge -en-es, -on-es durch c. ychen, lladron be-
zeugt (nc. ychain hat Epenthese nach Analogie der -o-Stämme).
§ 453. Einsilbige oder hiatus-haltige mask. und fem.
-w-Stämme. Ir. cü mask. 'Hund', A. D. coin, G. con, PI. N.
coin, A. cona, D. conaib, G. con n-; c. ci, PI. cwn; acom. ki,
mcorn. ky, PI. kuen (d. h. kön; Lhuyd ken); br. ki, PI. koun.
Die ursprüngliche Flexion war Nom. *k'wö, Akk. *k'won-m (oder
*k'w5n-m?), Gen. k'un-os u. s. w.; vgl. skr. Nom. svä^ Akk. svän-am,
Gen. sun-as, Plur. Nom. svän-as; der Stamm *k'un- hat im Ir.,
C, Br. wie im Gr. (Akk. Sing, xtva, Nom. PI. y.vveg) den Stamm
*k'won-, *k'wön- verdrängt; nur die corn. Pluralform scheint auf
§453. 454] Mask. und fem. -w-Stilmme. -Jm-Stämme. 109
*k'wön-es (mit aoalogischer Beseitigung des -w-, das lautgesetzlich
wohl nur vor -U, -u- schwinden sollte) zurückzugehen. Über die
Lenition nach cü s. I 448 f., 451. — Über ir. du s. I 89.
Ir. braö, brö 'Mühlstein', A. bröin n-, G. broon, bron.
C breuan (mit nicht nominativischer Stammgestalt; aus *guräwnn-),
acorn. brou br. breo (Nominativformen; *guräwö). S. I 62. —
Ir. leo 'Löwe' (lat. Lehnwort), Gen. PI. leon (aber Nom. leom
LL 57b 41, PI. leomain Ml. 80a 10).
Ir. brü fem. 'Bauch', Dat. mir. bruinn, broind, brü, Gen.
mir. brond, PI. Dat. bronnaib. *hhrusö, Gen. *bhrusn-os. S. 173.
Ebenso flektierte ir. ret-glu 'Stern', PI. Dat. ret-glannaib. Dual
N. A. di retglainn {-nn- wohl aus -n-, s. § 454).
§ 454. Die -/ew-Stämme. Paradigma: ir. toimtiu fem.
'Meinung'.
Sing. Plur. Dual
N. toimtiu N. toimtin N. A. toimtin
A. toimtin n- A. toimtena D. toimtenaib
D. toimtin, toimte, D. toimtenaib G. toimten
toimtiu G. toimten n-
G. toimten
Die lautgesetzliche Form des endungslosen Lokativs war -e;
-iu beruht auf der Analogie des Nom.; umgekehrt dringt bisweilen
die Form auf -e in den Nom.: dile 'Sündflut' Ml. 48d 17 (diliu
häufig im Mir.; aus c. diluw I 197), coibse 'Bekenntnis' Thes.
II 238.
Wie toimtiu flektieren die in § 392, 1 besprochenen nomina
actionis und einige anderen Wörter: noidiu 'Kind', genitiu 'Geni-
tiv', Gen. geniten, PI. Akk. geuitne (ist wie di'liu durch die
Nominativendung -iu analogisch zu dieser Deklinatiousklasse ge-
zogen worden). AVenn die letzte Silbe mit r, l, n anlautet, steht
im Auslaut nicht -n, sondern -nn (John MacNeill, The Irish Ogham
Inscriptions S. 347, Proceedings of the Roy. Ir. Ac. XXV, C,
No. 15): iriu 'Land', Gen. irenn; Heriu 'Irland', Dat. Herinn,
Gen. Herenn (c. Iwerddon); Derdriu FN, Gen. (mir.) Der-
drend; Bricriu MN, Gen. (mir.) Bricrend; imbliu 'Nabel',
Gen. imblenn; mir. di'liu. Gen. dilenn.
Wenn die Mouilherung verloren geht (I 349 ff.), entstehen
Formen wie tichtu 'Kommen', A. D. tichtain. Gen. ti'chtan.
So richtu 'Erreichen'; epeltu 'Tod'; mir. ortha 'Gebet' I 205
(-a aus air. -u); mir. lurga 'Schienbein', PL D. luirgnib, Dual
110 -n- u. -/ew-Stämme; Mischformen. [§454.455,1
N. A. lurgain; air. orddu 'Daumen'; mir. Albu, Alba 'Schott-
land', Gen. Alban (gr.-lat.'l</A/?foy, Albion u.s.w.); ulcha 'Bart',
Dat. ulchain; Mumu 'Munster', Dat. Mumain, Mumu, Gen.
Muman; Almu ON, A.D. Almain. Wenn die letzte Silbe mit
r, l, n anlautet, steht im Auslaut -nn: ir. äru 'Niere', PI. Dat.
äirnib. Gen. ärann; mir. Aru, A'ra 'Arran', Dat. A'raind; obla
'Hostie', Gen. oblann I 226; gualu 'Schulter', Gen. gualand;
Cüala ON, Gen. Cualand; A'nu 'die irische Göttermutter', Gen.
A'nann; dernu 'Handfläche', G. dernand. Ir. patu 'Hase' I 511
wurde wegen der Nominativendung -u analogisch zu dieser De-
klinationsklasse gezogen (vgl. air. patnide gl. leporinus).
Britannisches. C. PI. arodion, esgusodion u.s.w. §392,2.
Daß auch in einheimischen Wörtern bisweilen die Endung -ion
auf der alten -/en-Deklination beruht, ist wahrscheinHch. Ein klar
beweisendes Beispiel ist jedoch kaum aufzufinden.
Zur Rekonstruktion ist auf Ogam Gen. INISSIONAS zu
verweisen. Ein Stamm auf -Jon- ist wohl überhaupt für alle
anderen Kasus als Nom. Sing, anzunehmen (endungsloser Lokativ
auf -Jon). Die Stammform -in- war wohl verschollen (oder liegt
sie in Formen wie genitne, luirgnib, äirnib vor, die bei dem
Ansatz -jon- > ir. -ijon- nur durch Analogiebildung erklärt werden
können?).
§ 455. Vermischungen und Unregelmäßigkeiten der mask.
und fem. -n- und -^ew-Stämme. 1) Die -y^w-Stämme mit verlorener
Mouillierung wichen nur im Nom. Sing, (und im endungslosen
Lokativ) von den -n-Stämmen ab. Diese Übereinstimmung gab zu
Vermischungen mit Bezug auf den Nom. Sing. Anlaß. Dabei be-
kundet sich die Tendenz, diesen Kasus immer zweisilbig sein zu
lassen; den lautgesetzlich einsilbigen Nominativformen der zwei-
silbigen -w-Stämme wird ein -u angehängt; die Nominativformen
mehr als zweisilbiger -;m-Stämme werden des Nominativausganges
-u beraubt. So entstehen einerseits Formen wie ir. fiadu > fiada
'Zeuge', Akk. fiadain, lacha 'Gans', PI. N. lachain; wohl auch
lecco 'Wange', Dual Dat. lecnib (ein mehrfach analogisch um-
gebildetes Wort mit -hk- aus -kn-); lüta 'der kleine Finger', Dat.
lütain (-t- aus -dd-, -dn-)\ andererseits Formen wie ben dacht
'Segen', maldacht 'Fluch' (aus lat. benedictiö, maledictiö, vgl.
c. PL bendith-ion, melltith-ion), Akk. bendachtin, mal-
dactin. Gen. bendachtan, mir. mallachtan. Diese Nominativ-
formen fühi-ten aber zum Übertritt in die -«-Deklination: air. Gen.
§455,1 — 3] -n- u. -^ew-Stämme; Mischfonnen. 111
bendachtae, PI. Akk. maldachta. In ähnlicher Weise schwanken
düthracht 'Wunsch' (Dat. düthracht mehrfach in Wb., Gen.
duthrachtan Ml. 55a 17), fortacht 'Hülfe' (Akk. fortacht Wb.
14d 17, fortachtain Ml. 134b 3; das Simplex techt 'gehen'
beweist, daß die -«-Dekl. die ältere ist).
Anm. Das Schwanken zwischen -ä- und -n-Deklination findet sich auch
bei aisndis 'Schilderung': A.D. aisndis, aber (in Ml.) Gen. aisndisen,
Plur. Akk. aisndisnea. — Einen anderen Ursprung hat offenbar die
schwankende Flexion bei air. anira, animm fem. 'Seele' (trotz nir. anam
kann die Orthographie nur so gedeutet werden, daß das -mm mouilliert
war; eine Nebenform mit unmouilliertem -m liegt vielleicht in man am
'meine Seele' ? [Wb.]17c4 vor; das -n- war gewiß nicht mouilliert; deshalb
die Schreibung anaim Ml. 116b 9; ainira Wb. 3d 11, Ml. 130c 9 ist
wohl lateinisch beeinflußt), A. und D. anim, anmin, aumain, anmuin,
G. anme, PI. N. anmin, anmain, A. anmana, D. anmanaib, G. an-
man. Es handelt sich hier um die Vermischung eines Fem. *anamö, PI.
*anamones (reflektiert von mbr. eneff nbr. ene, PI. anaoun I 170) mit
einem Neutr. *anammn. Zum neutr. Paradigma gehören N. A. anim, G.
anme. Die Nebenform anam (vgl. anam-chare 'Seelenfreund') steht dem
alten *a?iamö näher (hat aber jedenfalls unleniertes m).
2) Mehrere -wä-Stämme treten im Laufe der mir. Periode in
die -w-Deklination über. Schon im Air. lautet von persan 'Per-
son', Gen. persine der N. PI. persin (-o-Flexion?); mir. Nom.
persu, persa, A. D. persain, jjersaind, aber noch Gen. per-
saine, persainde; nir. pearsa. Gen. pearsan. Mir. coloma,
columa 'Säule' statt *coloman aus lat. columna (die alte Flexion
noch in mir. N. Ph colomna). Air. in gen fem. 'Nagel' I 107,
Dat. ingin, N. PI. ingnea; mir. inga; nir. longa, Gen. iongan.
Air. uilen fem. 'Winkel' § 400; nir. uille, G. uilleann. Air.
almsan 'Almosen', Gen. almsine; mir. almsu, almsa. Gen. alm-
saine. Air. ith-land gl. area (Kompositum); mir. ithla. Air.
cuislen gl. stipula Thes. II 48, 17, mir. cuislend fem. 'Ader'
LL 147a 27; spät mir. cusle, nir. cuisle, Gen. cuisleann; air.
comrorcon fem. 'IiTtum', mir. comrurgu. Dagegen hat wohl ir.
cuile a store-house, cellar, air. cuilae gl. colina Sg. 51b 5, Gen.
mir. cuile und cuiled (nirgends ein -w-Stamm) mit lat. culina
nichts zu tun. Über air. muirmöru vgl. I 23.
3) Ir. menme (später nienmae, menma) mask. 'Gedanke',
A. D. menmain, menmuin, Gen. menman (in Sg. menmann),
Plur. A. menmana, D. menmanib, vgl. c. menw I 168, dürfte
Umbildung eines alten Neutrums sein; der Nom. Sing, ist wohl
112 Ir. goba. Die neutralen -w-Stämme. [§455,4.456
eine Weiterbildung *menmijo-s, die die alte neutrale Form ver-
drängt hat.
4) Sehr schwierig ist mir. goba ^Schmied', Dat. gobaind,
Plur. G. goband; c. gof, PI. gofion, gofaint, gofiaid; corn.
gof; mbr. gof f. Das Fehlen der Hebung im ir. Nominativ und
des Umlauts (der Epenthese) im Brit. verbietet den Ansatz eines
alten Nominativs auf -jö oder -ö. Der nir. N. PI. gaibhne, der
einen alten Akk. PI. *goibnea voraussetzt, kann analogisch sein
(vgl. luirgnib, äirnib § 454). Ist der Vergleich mit gall. Go-
bannio ON 186 richtig, so ist die Annahme einer heteroklitischen
Flexion kaum zu vermeiden; etwa Nom. -äs (oder -as; dann wäre
der ir. Nominativ Sing, nach 1° zu erklären). Gen. -as-n-os (oder
-äs-n-os)? Vielleicht war das Wort ursprünglich ein Neutrum; vgl.
die Flexion von skr. dös 'Vorderarm', Jus 'Brühe', Gen. dös-n-as,
jüs-n-as. Vgl. auch die -r- : -n-Stämme § 451.
§ 456. Die neutralen -n-Stämme. Paradigma: ir. beim
'Schlag'.
Sing.
PI.
Du.
N. A. beim n-
N.
A.
beimen, bei-
menn
N.
A.
beim n-
D. beimimm,
D.
beimennaib
D.
beimennaib
beim
-
G. beime
G.
beimen n-, bei-
menn n-
G.
beimen, bei
menn
ainm n- 'Name' hat vor allen Endungen unmouillierte Kon-
sonanten: Dat. anmaimm, anmimm, Gen. anme > anma, PI.
N. A. anman, an mann u. s .w. — Der N. A. Plur. nimmt später
die Endung -a an: anmanna. — Die meisten hierhergehörigen
Wörter haben das Suffix -7mn- (§ 401). senim 'Tönen' hat Dat.
senmuim, PI. N. senman. Ferner gehören hierher imb 'Butter',
Gen. imbe (mit mouillierten Konsonanten; Etymologie I 46); mir
'Bissen', PI. A. mir. mirend; gein 'Geburt', Dat. geinim, G.
geine (Belege bei Ascoli CCCCLVf.; die Art der Flexion hat
Thurneysen, Handb. 205 erkannt).
Britannisches: c. cam 'Schritt', PI. ac. cemmein; ac. anu
'Name', PI. enuein, corn. hanow, PI. henwyn, hynwyn; tam
'Stück', PI. tymmyn; bram 'Furz', PI. bremmyn; bom 'Schlag',
Plur. bommyn; colm 'Knoten', PI. colmennow. C. ymen-yn
'Butter' u. s. w.
Rekonstruktion. Weshalb das -n- der Endungen im Irischen
§456.457] Neutrale -n-Stämme. Stellung der Adjektive. 113
unleniert ist, ist nicht ganz klar; vielleicht handelt es sich um
Assimilation an das -mm-.
Sing. Nom. -'^; vgl. lat. nömen gr. ovo/ua. — Der Dativ
würde sich aus -'^-bhi (vgl. arm. anuam-b, Instrumentahs von anun
'Name') erklären. — Der Gen. würde sich aus -en-s erklären ; dieser
Genitivausgang ist jedoch im Idg. selten (vgl. etwa awest. xvmg,
Gen. von 'Sonne').
Plm\ N. A. -na, eventuell mit einem vorhergehenden Vokal,
vgl. lat. nömina; im Brit. ist Umbildung nach dem Muster der
-o-Stämme eingetreten. — Der N. A. des Duals ist analogisch dem
Sing, gleich gebildet (die idg. Dualfonn hatte wohl die Endung -!-.-
skr. nänml, asl. imeni 'die beiden Namen').
Anm. Das Neutrum be n- 'Weib' geht wohl auf *g"en zurück. Der
Genitiv bee ist analogisch gebildet. Eine ganz andere Deutung gibt
Liden, BB XXI 96 f., 114.
TU. Die Adjektive.
§457. (Stellung der Adjektive; Form des vorangestellten
Adjektivs.) Das attributive Adjektiv steht im Ir. und im Brit. in
der Regel nach seinem Beziehungswort: air. miad mör 'eine "große
Ehre'; in molad döinde 'das menschliche Lob'; mc. raorwyn
wineu delediw 'ein dunkelfarbiges schönes Mädchen'; y gwr hir
'der lange (große) Mann'; corn. gobar bras 'eine große Belohnung';
an dus vas 'die guten Leute'; br. gwin gwenn 'weißer AVein';
ar paotr bihan 'der kleine Knabe'.
Vor dem Beziehungswort stehen Pronomina, pronomenähnliche
"Wörter, Zahlwörter. Vgl. I 445 ff. Auch bei den eigentlichen
Adjektiven kommt Stellung vor dem Beziehungswort teils fakultativ,
teils (bei gewissen sehr häutig vorkommenden Adjektivbegriffen)
obligatorisch vor; in diesem Falle wird aber das Adjektiv nach den
für das erste Kompositionsglied geltenden Regeln behandelt; es
bewirkt Lenition (I 447) und es ist indekhnabel: air. forbe in
dag-imrata cen tetarcor drog-imrato 'die Vollführung des
guten Gedankens ohne ein Dazwischenkommen eines schlechten
Gedankens' Wb. 3d 5; messimir inna fir-aingliu 'wir werden
über die wirkHchen Engel Urteil fällen' 9c 10; c. cam arferau
'Mißbrauche'. Im C. kann jedoch beim vorangestellten Adjektiv
Genusflexion stattfinden (mc. gwen llaw 'weiße Hand'; dies jedoch
auch bei unzweifelhafter alter Komposition: Gwen-hwyfar FN
Pederseu: Vgl. kelt. Gramm. II. g
114 Stellung, Kongruenz der Adjektive. [§ 457. 458
I 266; vgl. auch abr, Uuin-mael : Uuen-brit I 41; mc. teir-
nossic 'drei Nächte alt'); noch auffälliger ist es, daß auch Plural-
flexion vorkommen kann (ein Beispiel I 447). Es ist im Einzelnen
nicht möglich, zwischen umgedeuteter Voranstellung des Adjektivs
und wirklicher alter Komposition eine scharfe Grenze zu ziehen;
schon deshalb soll hier von einer vollständigen Aufzählung der
voranstehenden Adjektive abgesehen werden; und dies um so mehr,
weil die Einzelheiten des Gebrauches sich erst spät und in den
verschiedenen Sprachen verschieden fixiert haben (im Ir. kann dag
'gut' nur vor dem Beziehungswort stehen; im C. steht da ganz
regelmäßig hinter dem Beziehungswort: mc. y wreic da 'die gute
Frau'; ebenso corn. vn flogh da 'ein gutes Kind').
§ 458. Kongraenz der Adjektive. Nach allgemein-indo-
görmanischer Regel stimmte sowohl das attributive als auch das
prädikative Adjektiv mit seinem Beziehungswort in Bezug auf
Kasus, Numerus und Genus überein. Die Übereinstimmung im
Genus wurde dadurch ermöglicht, daß neben dem anders gestalteten
Maskuhnstamm ein Femininstamm auf -ä oder -t gebildet wurde:
gr. v80-g : via; skr. bhäran 'tragend' (Akk. bhärant-am): Fem.
bhdrantt; oft waren jedoch die Maskuhnform und die Femininform
des Adjektivs identisch. Bas Neutrum unterschied sich vom Mask.
nur durch die besonderen Kasuseadungen des Nom. Akk.
Die herkömmHchen Kegeln der Kongruenz wurden im Keltischen
zunächst durch die schon besprochene Auffassung des vorangestellten
attributiven Adjektivs als erstes Kompositionsghed beeinträchtigt.
Davon abgesehen blieben die Regeln der Kongruenz im Ir. erhalten:
airde serce möre 'ein Zeichen großer Liebe' Wb. 24c 2; it
möra na bretha 'groß sind die ürteilsspmche' 17b 2. Zum neu-
tralen Prädikatsnomen bei einem fem. Abstraktum in Fällen wie
ba erchoitech n-doib toimtiu 'die Meinung war ihnen schäd-
lich' Ml. 35 b 25 vgl. § 407, 2. Gleichfalls steht neutrales Prädikats-
nomen vor einem durch den „Nominativ mit Infinitiv" ausgedrückten
Subjektssatz (§ 635). Im Nir. ist die sehr wesenthche Neuerung
eingetreten, daß das prädikative Adjektiv unflektiert bleibt: gu-rab
cosmhail cuirp na n-daoine re taoisleadh criadh 'daß die
Körper der Menschen einem Lehmklumpen ähnlich sind'; go
rabhadar na süile dall aige 'daß seine Augen blind waren'
Keating. — Im Brit. war die Entwickelung viel rapider als im Ir.
Die Einzelheiten der ac. und abr. Kongruenzregeln sind unbekannt.
Im Mc. stimmt das attributive Adjektiv immer mit seinem Be-
§459, 1] Deklination der Adjektive. 115
ziehungswort in Bezug auf das Genus und oft auch in Bezug auf
Numerus: danned hiryon melynyon 'lange gelbe Zähne'; deu
vackwy wineuon ieueinc 'zwei dunkelfarbige junge Burschen';
viele Adjektive entbehren jedoch der Pluralfiexion: gwyr arvawc
'bewaffnete Männer'. Beim prädikativen Adjektiv kann Kongnaenz
stattfinden, aber nicht selten findet Flexionslosigkeit statt: llym
awel (fem.) 'der Wind ist scharf'. Ein kleiner Rest der Genus-
fiexion ist durch Lhuyd für das Comische bezeugt (I 384); sonst
sind die Adjektive im Corn. und Br. indeklinabel.
§ 459. Deklination der Adjektive. 1) Das Mask. und
Neutr. ist ein -o-Stamm, das Fem. ein -ä-Stamm. Die Nominative
im Air.: Smg. Mask. und Fem. mall 'langsam', Neutr. mall n-,
Plur. Mask. maill, Fem. und Neutr. malla. Die endungslose
Form des N. A. Plur. Neutr. kommt nur in substantivischer Ver-
wendung vor: inna olc 'die Übel'. Sonst weicht die Flexion noch
in Wb. von den Substantiven nicht ab; aber schon in Ml. hat der
(Vok. und) Akk. PI. Mask. die Endung -a: lucu arda 'die hohen
Orte' (Akk.) Ml. 23d 23; retu nöiba 'heilige Sachen' (Akk.) Sg.
33a 6 (vgl. a Galatu burpu 'törichte Galater!' Wb. 19b 4; bei
substantivischer Verwendung bleibt die Endung -u bis in die mir.
Periode hinein erhalten: mir. A. PI. pecthachu 'Sünder, aber
firu möra 'große Männer'). Durch eine weitere Neuerung dringt
im Mir. die auf -a endigende Form auch in den N. PI. Mask.:
mir. laich londa 'wütende Helden'; dem Air. ist diese Erscheinung
fremd; höchstens könnte maicc cöima 'hebe Kinder' Wb. 27b 16,
vgl. Ml. 51b 8, 98 c 5 darauf deuten, daß in der alltäglichen
Sprache ein (unsicher wie umgrenzter) Anfang des Gebrauches
schon sehr früh vorhanden gewesen wäre. Vgl. Strachan, Eriu
I 4, Trans. Phil. Soc. 1903—1906 S. 217 ff.
Statt der Endung -a erscheint im N. A. PI. nach einem mouil-
lierten Konsonanten nicht das lautgesetzliche -e, sondern (nach Ana-
logie der -jo- : -yä-Stämme) -i: diless 'eigen', anmann dilsi'nomina
propria' (die Mouillierung rührt von dem l her). S. ZE 236,
Thurneysen, Handb. 216.
Auf -0- und -ä-Stämmen beruht die c. Genusflexion mc. trwm :
trom 'schwer' (ir. tromm), gwynn : gwenn 'weiß' (air. find. Gen.
find), die auch im Corn. und Br. vorhanden gewesen ist; s. 1383 f.
Diese Genusflexion ist im C. bei allen Adjektiven mit senkbarem
Vokal diu'chgefühi't worden, auch wenn sie ursprünglich anderen
Deklinationen gehörten (mc. crwnn : cronn *rund', ir. cruind,
8*
116 Deklination der Adjektive. [§ 459, 1—3
-/-Stamm; sogar c. cwta : cota 'kurz', bychan : bechan 'klein').
Auf -0- und -ä-Stämmen beruht ferner die brit. Pluralflexion der
Adjektive: mc. ieuanc 'jung', Plur. ieueinc. Wie bei den Sub-
stantiven trat auch hier oft die erweiternde Endung -on an, die
mit dem mouilherten Auslaut den Ausgang -Jon bildete: abr. blin-
ion gl. inertes, bueu-ion gl. concitis {Sing. br. buan); mc. gwynn-
yon zu gwynn 'weiß'; nc. gweig-ion zu gwag 'leer'. Das -j-
fehlt lautgesetzlich in Fällen wie mc. gwineu-on 'dunkelfarbig',
nc. budr-on 'schmutzig', chwerw-on 'bitter', geirw-on 'rauh'
(Sing. garw). Eine unerweiterte und eine erweiterte Form stehen
bisweilen nebeneinander: mc. Plur. arvawc 'bewaffnet', substan-
tivisch arfogion, vgl. brenhined coronogyon 'gekrönte Könige'.
Die auf den -o- : -ä-Stämmen beruhende Pluralflexion ist auch bei
den übrigen Stammklassen durchgeführt: mc. du-on 'schwarz' (ir.
dub, -w-Stamm); abr. tirol-ion gl. agrica (lat. Suffix -älis), mc.
cryn-yon von crwnn 'rund'. Alle Adjektive sind also im Brit.
-0- : -«-Stämme. Ein Genusunterschied ist im PI. nicht vorhanden
(c. gwynion, crynion mask. und fem.).
Mit dieser Flexion vgl. lat. nouus, noua, nouum, gr. vsog^
vaä, v^ov.
2) Das Mask. und Neutr. ist ein -/o-Stamm, das Fem. ein
-/ä-Stamm: ir. Mask. Fem. buide 'gelb', Neutr. buide n-. Der
N. V. A. PL lautet in allen Genera auf -^ aus: tri gnimu rechtidi
'durch Taten des Gesetzes' Wb. 2 b 24 (auch substantivisch im
Neutr. inna remeperthi 'das früher Gesagte' Ml. 23d 4, aber
inna dorche 'das Dunkle' Ml. 140c 5; dagegen im Mask. substan-
tivisch remeperthiu gl. quos Ml. 69a 4). Vgl. Strachan, Eriu
15. — Vgl. lat. serius, seria, serium.
3) Die adjektivischen -w-Stämme sind selten: ir. f liuch 'naß',
tiug 'dick', dub 'schwarz', il 'viel', ocus 'nahe', cum-ung 'eng',
fo-llus 'klar', an-bsud 'unstät', co-bsud 'fest', di-riug, di'-riuch
'gerade' (später mir. direch, nir. direach als -o-Stamm; kaum,
wie I 229 angenommen, lat. Lehnwort) und einige anderen Kom-
posita. Im Nom. Akk. Sing, ist das Fem. mit dem Mask. identisch.
Im D. und G. Sing, stimmt die Flexion mit den -o- : -ä-Stämmen;
der Plm-al wird nach der -i-Deklination gebildet: air. Gen. Sing, in
dirig. Sing. Dat. Fem. follais. Gen. foilse, Plur. N. Mask. foilsi
(mit lautgesetzlichem Fehlen der Mouillierung mir. N. PI. dubai),.
Plur. Gen. ile.
Die betreffenden "Wörter sind im Brit. teils -z<;o-Stämme (c.
§459,3—5] Deklination der Adjektive. 117
gwlyb 'feucht', tew 'dick'), teils gewöhnliche -o-Stämme (c. du
'schwarz', cyfyng 'eng' u. s. w.).
Die ursprüngliche keltische Flexion stimmt am besten zu skr.
Mask. tanü-s, Fem. tanü-s, Neutr. tani'i 'dünn' : das Mask. und
Neutr. -M-Stamm, das Fem. -M-Stamm (aus einer derartigen Flexion
ist auch gr. nolv-g, Fem. nolX-i], Neutr. tioXv entstanden). Im
Plur. ist jedoch der -ö-Stamm mit dem -w-Stamm zusammengefallen;
der Übergang in die -i-Flexion ist nur eine Weiterführung der auch
bei den Substantiven vorhandenen Tendenzen (§ 438, § 441). Die
Übereinstimmung des D. G. Sing. Fem. mit den -ä-Stämmen führte
zur Neubildung eines Gen. Sing. Mask. nach der -o-Deklination;
im Brit. wurde in einigen Fällen zum femininischen -ü- (-«<;ä-)Stamm
ein mask. -tto-Stamm gebildet.
Weniger gut erklären sich die kelt. Tatsachen durch die H}^o-
these, daß das Fem. mit dem Mask. identisch war (skr. Fem. tanü-s
neben tanü-s); und noch entscliiedener ist die Annahme abzulehnen,
das Keltische habe einen Femininstamm auf -l (skr. tanvt; lit. sal-
düs 'süß', Fem. saldi; vgl. gr. yXvY.vg, ylv/.e7a und die auf einem
-i-Femininum benihende Umbildung in lat, tenui-s u. s. w.) ge-
kannt.
4) Adjektivische -i-Stämme sind häufig: ir. Nom. Mask. und
Fem. maith, Neutr. maith n-. Der Gen. Sing., oft auch der Gen.
Plur. geht jedoch nach der -o- : -«-Dekhnation (Gen. Sing. Mask.
und Neutr. maith, Fem. maithe; Gen. Plur. aller Genera maithe
n- oder maith n-; die Form maith n- nicht substantivisch). Der
Nom. Akk. PI. Neutr. endigt auf -i (maithi), substantivisch teils
auf -e, teils auf -i (fudumne 'das Tiefe' Wb. 5c 16, 8b 6, aber
fudumnai Ml. 81a 4, vgl. c 15; 118a 9).
Im Brit. sind die betreffenden Wörter -o-Stämme geworden:
mc. crwnn 'rund', Fem. cronn, PI. crynyon.
Die ursprüngliche Flexion war vermutlich: Mask. Neutr. -i-
Stamm, Fem. -^-Stamm. Von der -«-Flexion bheb nur der Gen.
Sing., der einen Gen. Sing. Mask. nach der -o-Flexion ins Leben
rief.
5) Von -s-Stämmen finden sich nur kümmerliche Reste. Air.
tualang 'würdig', Nom. PI. Mask. ammi tuailnge 'wir sind
würdig' Wb. 17b 5 (mir. umgebildet N. Sing, tualaing, tualnge).
Über ir. to und gao s. I 55 und § 443. Der Femininstamm scheint
mit dem Maskulinstamm identisch gewesen zu sein. Vgl. gr. Mask.
Fem. evyevr^g, Neutr. evyevig.
118 Deklination der Adjektive. Komparation. [§ 459, 6—461
6) Verschliißlautstämme sind selten. Über ir. eola § 446, 2
und § 447 Anm. 1; ainb § 447, 2. Ir. deid (ungenau deed) 'faul'
mag wie lat. de-ses ursprünglich ein -c^-Stamm gewesen sein, zeigt
aber historisch nur Formen, die der -^-Dek]ination entsprechen.
Zum -n^Stamm te 'heiß' lautet der Nom. Plur. Fem. te'it; also
Femininstamm = Maskuhnstamm, vgl. lat. Mask. Fem. tepens.
Eine Femininbildung auf -i (vgl. skr. Fem. bhärant-i 'tragend') ist
bezeugt durch ir. birit 'Mutterschwein', com-brit 'schwanger',
am-brit, aimrit 'unfruchtbar', nir. aimrid; s. Thurneysen, KZ
XXXVII 424. Vgl. ir. Brigit I 100.
Komparation.
§460. Die Adjektive bilden im Ir. und im Brit. einen Kom-
parativ und einen Superlativ. Der Superlativ wnrd fast ausschließ-
hch dm-ch ein schon seit uridg. Zeit superlativisches Suffix gebildet;
der Komparativ wird teils nach ererbtem idg. Muster, teils durch
neuere Mittel gebildet. Außerdem besitzt das Irische und das
Cymrische einen Äquahs ('ebenso — , so — '); der irische Äqualis
ist jedoch von dem c. Äquahs etymologisch gänzhch verschieden.
SämtHche Komparationsformen sind indeklinabel (ohne Unterschied
des Sing, und des Plur.).
Über den \r. Äquahs vgl. Ascoh, Archivio glottologico itahano,
Supplem. period. I 53 ff., II 97 ff.; für das Brit. Zimmer, KZ XXXIV
161 ff. (andere Arbeiten: Aufrecht, Kuhn und Schleicher's Beiträge
I 100-103; Rhys, Lectures^ S. 231; Loth, MSL V 26. Rc. XI
206, XVIII 392; Ernault, MSL VII 228ff = Glossaire S. 268 ff.).
Über die Komparative und Superlative vgl. bes. Sommer, IF XI
217-244, Zimmer, KZ XXVin 370ff
§461. Der Äqualis. Irische Beispiele: lerithir 'so fleißig'
(le'ir), demnithir 'so sicher" (de min); vgl. § 390, Ic. Von Sub-
stantiven abgeleitet: mir. metithir 'ebenso groß' (meit 'Größe'),
sithithir 'ebenso lang' (c. hyd 'Länge'), lethidir 'ebenso breit'
LU 84b 22 (leth 'Seite'); mit Anschluß an die Komparative des
in § 463 besprochenen Typus: air. mir. moir 'ebenso groß', mfr.
lir 'ebenso viel', sia-thir 'ebenso lang', tresi-thir 'ebenso stark',
remi-thir 'ebenso dick'; jedoch auch mörithir 'ebenso groß',
liridir 'ebenso viel'; mit Vokalgebung des Kompar.: gilithir
'ebenso weiß' (gel). Zur ßedeutungsentwickelung vgl. gr. {.uläv-
TEQOv r^vxE Ttlooa 'fast so schwarz wie Pech' II. IV 277.
Der c. Äqualis entsteht durch Komposition der in § 384, 2e
§ 461—463] Der Äqualis. Der Komparativ. 119
besprochenen Abstraktbildungen auf mc. -het mit dem Präfix cyn-:
mc. kyn duhet ar muchud 'ebenso schwarz wie die Kohle'. Über
die Verschmelzung des h mit einem vorhergehenden Konsonanten
vgl. § 279. Über die Biverbierung vgl. § 361. Die Übereinstimmung
im vorsuffixalen Wortstück mit dem Kompar. ist alt bei nc. cyn
lleted 'ebenso breit', vgl. mir. com-lethet {-nt-) 'gleiche Breite'.
In anderen Fällen ist die Übereinstimmung analogisch: nc. cyn
nesed 'ebenso nahe', cyn hawsed 'ebenso leicht', cyn hyned
'ebenso alt'. Ausnahmsweise ist das zweite Kompositionsglied ein
anders geformtes Substantiv: mc. cy-meint 'ebenso viel' 'as much',
cy-nifer 'as many', cy-hyt 'ebenso lang'; hier keine Biverbierung.
Anm. Mit dem Äqualis assoziiert ist die Verwendung der Abstrakt-
bildungen auf -het in Ausrufssätzen („Admirativ") : nc. hardded yw 'wie
schön er ist!'. Der Admirativ kommt auch im Mbr. und heute in Treguier
und Vannes vor: mbr. guelhet tra 'herrliches Ding', cazret den 'der
schöne Mann!', V. lartet 'wie fett!' (lard; s. I 410).
§ 462. Die gewöhnlichste Form des Komparativs endigt im
Ir. auf -iu oder (mit teils lautgesetzlichem, teils analogischem Ver-
lust der Mouillierung) auf -u: dil 'lieb', Kompar. diliu; sen 'alt' :
siniu; älind 'schön' : äildiu; follus 'klar' : foillsiu; ard 'hoch' :
ardu. Weitere Beispiele §244,3 I 354f. Ir. laigiu, lugu 'klei-
ner' gehört zum Positiv becc. Auf dieselbe Endung weist c. hyn
'älter' (Positiv hen) I 377; mc. llei 'weniger' corn. le (Positiv c.
bychan corn. byhan) kann ebenso oder als altes Neutrum (§463)
gedeutet werden.
Die Grundform war -jös, Nom. Sing. Mask. des uridg. Kom-
parativs (vgl. awest. mas-jä 'größer', lat. senior 'älter').
§ 463. Der Komparativ war im Idg. oft nicht auf Grund
des Positivs gebildet, sondern als eine mit dem Positiv parallele
Wui'zelableitung; ein im Positiv vorhandenes Suffix fehlte im Kom-
parativ und wui'de durch das Komparativsuffix ersetzt: gr. exd--QO-g
'feindhch', Kompar. ixS^-iiov. Oft war auch die Vokalgebung der
Wurzel im Komparativ vom Positiv verschieden; namentlich hatte
der Komparativ oft Vollstufe der zweiten Wurzelsilbe gegenüber
der Vollstufe der ersten Wurzelsilbe oder der Schwundstufe im
Positiv (vgl. § 101): Pos. got. filu ^xieV (an. fiol-), Kompar. an.
f le-iri; vgl. gr. jTolvg : Ttls-iwv; Pos. gr. iigv-g 'breit', skr. urü-s
'weit', Kompar. skr. vdr-ljas-.
Diese Eigentümlichkeiten sind auch im Kelt. bei einigen häufig
vorkommenden Adjektiven vertreten. Vokalalternationen fanden
120 Der Komparativ. [§ 463
sich bei ir. il 'viel', Kompar. lia (vom Kompar. abgeleitet mc.
lliaws 'Menge'); ir. lethan c. llydan 'breit' (*JpZ^ I 43), Kompar.
ir. letha mc. 11 et nc. 11 ed {*plet-). Ein im Positiv vorhandenes
Suffix fehlte im Kompar. bei ir. mö-r, mä-r 'groß' c. mawr
acorn. -muer br. meur: Kompar. ir. mäa, möa, mä, mao, möo,
mou, mö c. mwy corn. moy br. mui (I 66); ir. sir 'lang' c. hir:
Kompar. ir. sia c. hwy; ir. oac 'jung' c. ieuanc: Kompar. ir.
öa mc. ieu. Hieran schließen sich einige Komparative mit einem
aus dem Superlativ verschleppten suffixalen -s-: ir. tren 'tapfer,
stark': Kompar. ir. tressa c. trech br. treac'h 1296; ir. nesso,
nessa 'näher' c. nes corn. nes (br. nez 'nahe'; Positiv ir. ocus
c. agos corn. ogas I 161); c. haws 'leichter' (Positiv hawdd).
Vgl. § 466. Ir. messa 'schlimmer' (Positiv droch-, olc), s. Anm. 1.
Bei der Erklärung dieser Formen ist von dem alten Neutrum
des Komparativs auszugehen. Und zwar muß man teils mit einer
Form auf -jos (vgl. skr. sre-jas 'besser', lat. mel-ius) teils von
einer Form auf -is (vgl. lat. mag-is) ausgehen. Aus -jos erklärt
sich ir. mäa c. mwy *mä-jos, vielleicht auch ir. lia *ple-jos {-Jos
ergab zunächst -e; zu mäa vgl. air. laa 'Tag' Wb. aus laithe;
übrigens beruht das -a zum großen Teil auf dem Einfluß des
Superlativs, womit die vom Positiv stark abweichenden Kompara-
tive am engsten assoziiert waren). .Sonst ist meist -is anzusetzen;
so bei ir. sia c. hwy aus *seis; ir. sia ist nach dieser von Sommer,
IF XI 236 herrührenden Erklärung eine ursprünglich einsilbige
Form, die nach Analogie des entsprechenden, nicht belegten Super-
lativs und nach Analogie der übrigen unregelmäßigen Komparative
auf -a zweisilbige Aussprache angenommen hat*; ferner bei c. ieu
yew-is (ir. öa erklärt sich wohl besser aus *jew-jos; das -a ana-
logisch wie bei mäa, lia); schließhch auch bei c. 11 ed *plet-is
(daraus wäre im Ir. *leith zu erwarten; letha ist analogisch ge-
bildet). Die durch ein -s- charakterisierten Komparative beruhen
ganz auf den entsprechenden Superlativen (bei ir. messa unbe-
legt); die Endung kann im Brit. -is gewesen sein; das irische -a
ist analogisch.
Anm. 1. Ir. messa gehört wohl zu osk. messimass 'medioximas'
(weiterhin zu lat. medius u. s. w.); also "mehr in der Mitte", "mittel-
mäßiger". Durch eine eigentümliche Bedeutungsentwickelung hat nir.
measa die Bedeutung 'lieber' angenommen: is measa liom mo mha-
thairnäm'athair 'I prefer my mother to my father' (eigentlich "mehr
1. Auch lia könnte auf *pleis zurückgehen.
§ 463—465] Jüngere Komparativtypen. 121
Leid ist mir um meine Mutter als um meinen Vater"', vgl. Dinneen; so
entstellt aus air. is ansu dam 'es tut mir mehr leid' Ml. 95d 13 die
Kedensart mir. ba handsalais 'tat ihm mehr leid, war ihm lieber' LL
73a 46 '-=■ ba diliu laiss LU 70b 15, is ansu lim-sa 'ist mir lieber'
"Wi. 265, 8; nir. annsa 'lieber'; vgl. das gegensätzliche is assu lem-sa
'es tut mir weniger leid' LU 69a 26, 27, vgl. 68a 39).
Anm. 2. Neben ir. maa, das altes Neutrum ist, vertritt mao, moo,
mou, mö das alte Mask. (danach air. nesso statt nessa). Das nsch.
dialektische reamha, Kompar. von reamhar 'dick' kann auf air. *rema
oder *remu zurückgehen (mit analogischer Mouillierung nir. reimhe).
Anm. 3. Das isolierte air. hire 'weiter' kann auf *j)er-jos zurück-
gehen (irea Thes. II 30, 30 ist wohl analogisch).
§ 464. Einige ursprünglich nicht komparativische Wörter
haben im Kelt. komparativische Bedeutung angenommen. C. is
I 50 und uch I 75 gelten als Komparative zu isel 'niedrig',
uchel 'hoch'; c. cynt I 37 gilt als Komparativ zu buan 'schnell';
an dieser Auffassung waren die Superlative is-af, uch-af, cynt-af
Schuld.
Ir. ferr 'besser' (Positiv dag-, maith), ac. guell mc. nc.
gwell (Positiv da) corn. guel (Positiv da, mas) br. gwell (und
gwelloc'h § 465; Positiv mad) sind wohl Substantive mit der
Bedeutung "Vorzug, Wahl"; die brit. Formen können auf *welno-
zurückgehen, vgl. lat. uolö 'will lieber', skr. vr-nl-te 'wählt, zieht
vor', varana-m 'das Wählen' u. s. w. Auch der Ansatz *welso-
ist lautlich möglich, und ir. ferr könnte lautlich auf *tver-so-
zurückgehen (idg. Alternation r : l, vgl. § 117, 2 I 188). Wahr-
scheinlicher ist es mir aber, daß das -rr- von ferr aus -II-
(< -In-) durch den Einfluß nicht verwandter Wörter entstanden
ist (vielleicht unter dem EinÜuß eines verlorenen Superlativs ^
c. goreu, wofür später ir. dech eingetreten ist). Anders Stokes,
Sprachschatz S. 274. Daß ir. ferr nicht wie die in § 463 be-
sprochenen Komparative die Endung -a annahm, beruht darauf,
daß der Superlativ (sowohl der faktisch vorliegende Superlativ als
auch die vermutete Entsprechung des c. goreu) unregelmäßig war.
C. gwaeth {-ae- aus -oe- nach § 259 I 386) corn. gueth br.
gwaz kann (mit c. gwell u. s. w. parallel) auf *iraitno- oder
*wäitno- "Vermeidung" zurückgehen, vgl. lat. uTtäre (Positiv c.
drwg corn. drog br. drouk).
§ 465. Die gewöhnlichste Form des Komparativs im Brit. hat
die Suffixe c. -ach, corn. -a, -e, br. -oc'h: mc. teg-ach 'schöner'.
Die AVirkungen des im Äqualis und Superlativ berechtigten -//-
122 Der Komparativ. Der Superlativ. [§ 465, 466 1. 2
dringen im Nc, Corn. und Br. analogisch auch in den Kompar.:
nc. tecach corn. tekke, corn. hakcre 'häßlicher', br. pinvidik-
oc'h 'reicher', bras-oc'h 'größer'. S. I 410, 504. Über den Ur-
sprung der Suffixe vgl. § 372, 2.
Diese Suffixe sind im Br. oft nachträglich an einsilbige Formen
getreten, die schon komparativische Bedeutung hatten: br. gwelloc'h
'besser'; br. nesoc'h 'näher'; gwasoc'h = gwaz 'schlechter'. Ganz
umgebildet: br. hiroc'h 'länger' (Positiv hir), iaouankoc'h 'jün-
ger'. Die zweisilbige und die einsilbige Form kombiniert: br.
muioc'h-mui oder muioc'h-vui 'mehr und mehr, immer mehr'
(Corn. und Treg. mu-ouz-mu mit volksetymologischer Umdeutung) ;
gwelloc'h-gwell 'besser und besser'; gwasoc'h-gwaz 'schlimmer
und schlimmer'; danach analogisch (mit dem Positiv an letzter
Stelle) dounoc'h-doun 'tiefer und tiefer' u. s. w.
§ 466. 1) Die Endungen der keltischen Superlative weisen
auf eine keltische Grundform -samo-. Gemäß den Lautgesetzen er-
scheint das (^im Ir. und Ac. erhaltene) lenierte -m- im C. und Mbr.
als -f (d. h. -v)\ geschwunden ist es im Corn. (wo der Superlativ
dadurch in der Regel mit dem Komparativ zusammengefallen ist)
und im Nbr.
2) a) Vor dem -s- stand in der Mehrzahl der Fälle ein Vokal.
Die irische Endung -em weist auf T-is-amo- oder *-es-amo-: dilem,
äildem, foillsem zu dil 'heb', älind 'schön', foUus 'klar'. Nach
einem Vokal wird -em lautgesetzhch zu -am: öam 'der jüngste',
mäam 'der größte' (vgl. § 463); analogisch steht -am nach Kon-
sonanten, wenn der Komparativ -u ohne vorhergehende Mouillie-
rung hat: ansam 'am schwierigsten', Kompar. ansu, Positiv anse
(vgl. §242, 2, §241, 3 b). — Im Brit. ist das aus -s- entstandene
-h- teils direkt erhalten (schwindet dann aber später): ac. hin-
ham 'der älteste' (mc. nc. hynaf); mc. hyshaf 'der unterste' (in
den Gesetzen; sonst mc. nc. isaf); mc. duhaf (nc. duaf) von du
'schwarz'; mc. ieuhaf (nc. ieuaf) 'der jüngste'; mc. mwyhaf (nc.
mwyaf) 'der größte', corn. moygha, mogha, moghya, moghye
ds. (-gh- wohl = -Ä-; -ghy- wohl sicher als -j- zu lesen; Lhuyd
gibt moya); mbr. querhaf (nbr. kera) 'der liebste'; teils ist es
mit einem vorhergehenden Konsonanten verschmolzen und so an
seinen Wirkungen kenntlich: mc. teckaf corn. tekca 'der schönste',
nbr. brasa 'der größte'. S. I 410, 504. Über die Qualität des
vor dem -h- geschwundenen Vokals lehrt uns das Brit. nichts. —
MutmaßHch vergleichbare galhsche Formen: Belisama GN, Tri-
§ 466, 2. 3] Der Superlativ. 123
gisaraura ON, Rigisamus GN, ßlesamus, Blesamius MN,
Cintusmus MN (zu c. cynt u. s. w. I 37).
b) In selteneren Fällen verbindet sich das -s- unmittelbar mit
einem vorhergehenden Konsonanten: ir. tressam 'der tapferste,
stärkste' c. trechaf br. trec'ha {-g-s- I 296); ir. nessam 'der
nächste' mc. nessaf nc. nesaf com. nessa br. nesa (-dh-s- 180);
c. hawsaf zu hawdd 'leicht'. Vgl. etwa gall. Rixamae OX.
Anm. 1. Superlative auf idg. -mmo- und -t-mno- sind in anderen idg.
Sprachen reichlich belegt: skr. adh-amd- 'der unterste', madhj-amü- 'der
mittlere', got. mid-uma 'Mitte', s,\x. prijd-tatna- 'der liebste', got. hlei-dumn
'link' u. s. w. Die Suffixgruppe -s-nimn- ist im Keltischen und im Itali-
schen belegt: lat. pigerrimus aus *pigrismmo- oder * pigreummo--^ lat.
maximus, pessimus; osk. nessimas I 80, messimass 'medioximas'. Der
Ursprung des -s ist nicht sicher; es liegt nahe, an die schwächste Form
des Komparativsuffixes -is- zu denken; wo aber ein anderer Vokal als -i-
oder wo kein Vokal vor dem Suffix steht, paßt diese Erklärung nicht ;
man wird hier an die substantivischen -s-Stämme erinnern müssen; vgl.
§ 365.
3) a) Das vorsußixale Wortstück hat dieselbe Form wie im
Komparativ: ir. öam mc. ieuhaf neben Kompar. ir. öa mc. ieu;
ir. mäam neben Kompar. mäa; mc. llettaf nc. lletaf neben
Kompar. mc. 11 et nc. 11 ed § 463. Daraus folgen vei'schiedene
gegenseitige Beeinflussungen. Das -J- oder die Infektion des Kom-
par. dringt im ßrit. in den Superl.: ac. hinham 'der älteste; c.
lleiaf 'der kleinste' abr. leih am (vgl. § 462); c. hwyaf 'der längste'
abr. -hoiam (in Personennamen; vgl. Loth, Rc. XV 94); mc.
mwyhaf 'der größte' corn. moygha br. muia. Umgekehrt ist
das -s- der Superlative ir. tressam, nessam, c. hawsaf u. s. w.
in die entsprechenden Komparative gedrungen und ir. messa
§ 463 Anm. 1 beruht auf einem nicht belegten Superlativ.
1)) In einigen Fällen schließen sich die Superlative nicht an ein
Adjektiv, sondern an ein Adverbium oder ein Substantiv an: c.olaf 'der
letzte' (ol 'Spur; hinten'), blaenaf 'der vorderste' (blaen 'Spitze');
cyntaf 'der erste', isaf 'der unterste', uchaf 'der oberste' (von cynt,
is, uch, die nachher als Komparative aufgefaßt worden sind, s. §464);
pennaf 'der wichtigste, vornehmste' (mc. penn 'Kopf'). In einigen
derartigen Bildungen war urspr. nicht das Suffix -samo-, sondern das
Suffix -tamo- (§ 393, § 402, 1) vorhanden; so bei mc. eithaf 'der
äußerste, Ende' *ek-tinmo- (vgl. lat. extimus) und gwarthaf 'su-
premus, Oberteil' *upor-ttnmo-] analogisch mag jedoch nach dem
ß ein h eingeschoben worden sein, vgl. I 404.
124 Der Superlativ. Syntax d. Komparationsfomien. [§466.467
Anm. 2. Im Air. finden sich einige Superlative mit wiederholter
Endung: dirgimem von diriug 'gerade', firianamam von firian
'gerecht', saibihem gl. peruersissimi (-ibera aus -imem).
Anm. 3. Ein nicht durch ein superlativisches Suffix charakterisiertes
Wort fungiert als Superlativ zu ir. dag-, maith, c. da (vgl. § 464): ir.
dech 'der beste' (etymologisch wohl = lat. decus), c. goreu (vielleicht
ein Kompositum, vgl. gr. vn^Q-sv; Grundform dann etwa *upor-esu). Im
Corn. und Br. ist aus dem entsprechenden Komparativ ein Superlativ neu-
gebildet worden: corn. guella br. gwella.
Anm. 4. Der Superl. ist im Ir. seltener als der Kompar. Im Nir. ist
er (wie im Eomanischen, Ngr. u. s. w.) verloren gegangen. Im Brit. ist er
bis heute lebenskräftig. Über Superl. im C, Corn. in Sätzen wie 'je größer,
je besser' s. ZE 931, Kowland § 486.
§ 467. (Syntax der Komparationsf ormen ; Weiterbildung.)
Die Komparationsformen werden im Ir. nur prädikativ verwendet:
is moir sleb(e> firinne dse 'so groß wde die Berge ist die Gerech-
tigkeit Gottes' Ml. 55d 11; batir möir claideb ü-garmna an
da claideb 'es waren größer ihre beiden Schwerter als der Schaft
des Weberbaums' LL 252b 35; arm -b ad irlamu de 'damit er
um so bereiter sei' Wb. IIa 7; arm-bat irlamu de ind fir 'da-
mit die Männer um so bereiter seien' 22c 10; hi telaig ba
nessamdindslog 'zu dem Hügel, der dem Heere am nächsten
war' Ml. 55c 1; in da mer ata nessam do lutain 'die beiden
Finger, die dem kleinen Finger am "nächsten sind' Thes. II 249, 11.
Die attributive, substantivische oder adverbiale Verwendung des
Kompar. und Superl. mrd durch eine Umschreibung vermieden:
an gräd as isliu 'der niedrigere Grad' ('der Grad, welcher nie-
driger ist') Wb. 4b 25; frescsiu fogchricce as moo 'Erwartung
einer größeren Belohnung' 10c 21; a ben ind fir as dech in
Ere 'o Frau des besten Mannes in Irland' Wi. 260; r-a-fitir
as lia 'die meisten wissen es' Wb. 23c 21; inti asemiu (= as
semiu) gl. tenuior Ml. 19d 8; na tomnathar nech ni bes mö
quam serui 'niemand denke höher (etwas, das höher ist) quam
serui' Wb. 17a 13; honaib toisechaib .i. hua neuch as air-
cendam 7 as errindem cecha soinmige 'from the leading
things i. e. from what is first and highest of every prosperity'
Ml. 56b 22; ni-mmerat bes hire gl. ultra non proficient 'sie
werden nicht länger betrügen' Wb. 30c20; nachitochthad fri-a
choscc ni bes ire 'es quäle dich nicht länger (= quäle dich
nicht länger ab), ihn zurechtzuweisen' 31d 11; innani as deg
ro-chreitset 'diejenigen die am besten geglaubt haben' ("die ge-
glaubt haben, was (wie es) am besten ist") 31a 6; asmaamroseche-
§ 467. 468] Syntax der Komparationsformen. Zahlwörter. 125
star arsidetaid gl. uetustissimus omnium auctorum Homerus,
'who has most followed antiquity' Sg. 208 b 15.
Anm. 1. Air. ni as "was ist" vor einem Komparativ wird im Nir.
zu einer Partikel nios.
Eine wirkliebe Ausnahme von dieser Regel ist das nicht sicher
analysierbare air. ferr assa-ferr 'immer besser', nesso assa-nesso
'immer näher', messa assa-mmessa 'schlimmer und schlimmer'
(ass- vermuthch = acus 'und'). Das deklinierbare comnessam
'der Nächste' (desseirc de et comnessim 'love of God and of
neighbour Wb. 23 b 1) ist nicht als eine Komparationsfonn zu be-
trachten; über öser und sinser s. § 390. Latinismen: doini
saibibem gl. peruersissimi homines Ml. 3a 5; du thuichsimem
gl. acceptissimi tui (G. Sing.) 71b 21; in mäam gl. prinmm Wb.
Ic 20. Nicht Kompar., sondern Positiv ist inna mindechu gl.
tenuiores quosque 'die Armen' Ml. 26b 18.
Im Brit. können dagegen die Komparationsformen attributiv
vorkommen; Beispiele in § 311 I 447 f. Vielleicht ist jedoch dieser
brit. Zustand nicht altererbt, sondern eine Neuerung, die einen Zu-
stand wie im Irischen abgelöst hat; durch diese Hypothese erklärt
man am besten das Eindringen ursprünglich substantivischer Fonnen
(§ 464, 465) in das Komparationssystem.
Über die Form des zweiten Komparationsgliedes nach einem
Komparativ s. § 421. Im Brit. wird es durch eine Partikel 'als'
angeknüpft (mc. no, noc nc. na, nag I 415; corn. ys, es, ages;
br. eget, evit I 530 f.). Die Angabe des Unterschiedes kann im
Ir. dm'ch i n- ausgedrückt werden, vgl. § 417 Anm.; 'um so' wird
durch nachgesetztes de ausgedrückt: irlamu de 'um so bereiter';
de verschmilzt im Mir. und Nir. mit dem Kompar.: mir. möti.
möte 'um so größer', messaiti 'um so schlimmer' nir. miste
nsch. miosd. Corn. the well 'um so besser', ZE 298.
Anm. 2. Diminutive der Komparative: br. pelloc'hik S. 31. Air.
laigeniu, mäauu, huillenu gl. minusculus, maiusculus, pluscula sind
wohl künstliehe Formen.
Yin. Die Zahlwörter.
§ 468. Die Grundzahlen zeigen im Keltischen mit Bezug
auf Form (Flexion) und Konstruktion eine Reihe von Eigentüm-
lichkeiten, wodurch sie sich von den übrigen Adjektiven (Substan-
tiven) als eine besondere AVortklasse aussondern. Diese Eigentum-
126 Zahlwörter. Eins. Zwei. [§468—470
lichkeiten sind zum größten Teil aus dem Idg. ererbt oder auf der
ererbten Grundlage entwickelt. Speziell keltisch ist die mehrfach
hervortretende (uns auch bei den Pronominen und bei dem Verbum
'sein' begegnende) Unterscheidung zwischen verbundenen (konjunkten)
und unverbundenen (disj unkten) Formen. Vor den un verbundenen
Formen steht im Ir., falls kein anderes Bestimmungswort voraus-
geht, die Partikel a (§ 274, 5), die wohl mit dem Gen. Sing. Fem,
a %r' identisch ist (Fem. für Neutr., oder auf äram fem. 'Zahl'
bezogen ?).
An die Darstellung der EigentümHchkeiten der Grundzahlen
füge ich in § 479 eine Übersicht über die wichtigsten von den
Grundzahlen ausgehenden Ableitungs-Kategorien.
§469. Eins. Ir. öin; c. un; com. un, unverbunden onan;
br. eun, unverbunden unan. Etymologie §39 157; Sandhiregeln
§ 311 I 447. Das Wort hat verschiedene über das Gebiet der
Zahlwörter hinausreichende Verwendungen : als unbestimmter Artikel
im Com. und Br. (nicht aber im Ir. und C; im Ir. kann sogar
der Zahlbegriff vor einem Substantiv unausgedriickt bleiben: bö ar
f hichit '21 Kühe', Eobinson, Rc. XXVI 378; nir. ceann aca 'one
of them' "[ein] Stück, Exemplar von ihnen"; neben lä n -and 'eines
Tages' als Einleitungs- oder Übergangsformel in der Erzählung
steht schon im frühen Mir. auch 1-ä n-oen und laa n-oen and,
und die nir. Formel ist aon lä amhäin; in diesen und ähnlichen
Redensarten ist das Zahlwort jedoch noch nicht ganz zum unbe-
stimmten Artikel geworden, sondern bedeutet 'ein gewisser'); — in
der Bedeutung 'derselbe' (br. eun, s. Troude unter meme; c. yr
un, z. B. Mab. 200 Z. 16—20; daraus ir. inonn 'derselbe', vgl.
§ 505); — unverbunden in der Bedeutung 'selbst' (mit vorher-
gehendem possess. Pron.; mc. vy hun, vy hunan 'ich selbst',
3. Plur. e hun, e hunein 'sie selbst' u. s. w.; corn. ow honan
'ich selbst', agan honan 'wir selbst'; br. me va unan 'ich selbst',
ni hon unan 'wir selbst' u. s. w.; zum h- s. I 413).
Anm. Im Nir. besteht dialektisch eine verschiedene Aussprache der
verbundenen und der unverbundenen Form: Arran verbunden en, unver-
bunden hin, vgl. Quiggin § 156. Aus diesem Grunde wird das verbundene
Zahlwort oft aen (oder ean) geschrieben; unverbunden a haon.
§ 470. Zwei. Ir. verbunden N. A. Mask. da, Fem. di,
Neutr. da n-; Dat. Mask. Fem. Neutr. dib n-; Gen. Mask. Fem.
da, Neutr. da n- (über die spätere Dehnung des Vokals in den
Formen da, da n-, di s. I 301); unverbunden dau > dö (I 55).
§470.471] Zwei. Drei. 127
Im ßrit. lautet das Mask. ac. dou mc. deu nc. dau corn. dow,
dew mbr. dou nbr. daou; das Fem. c. dwy acorn. dui mconi.
dyw, dew br. diou (§ 222, 2 I 322 und I 250). Die Flexionsformen
sind die regelmäßigen Formen eines -o- : -«-Stammes; die brit.
Formen sind die alten Nomin ativfonnen, das ir. un verbundene dau
ist der alte Nom. Mask. Über die Sandhiregeln s. I 441, 392,
403; daß das Neutr. auch im Brit. eklipsierte, ist unzweifelhaft;
darauf deutet neben br. daou c'hant *200' auch br. daou zra
'zwei Sachen' (S. 67; vgl. noch Le Roux, Annales de Bretagne
XII 24) und c. deu-cant '200', deu-tu 'on both sides', wonach
deu-parth ds. analogisch gebildet ist.
Über ir. fo di 'zweimal' s. I 301 (vgl. skr. Neutr. cht = Fem.).
— In der Komposition erscheint im Ir. de- : de-äith 'bipennis',
de-chorpdae gl. bicorpor, de-riad gl. bigae. Thurneysen bei
Bnigmann, Die distributiven und die kollektiven Numeralia der idg.
Sprachen (Abh. d. ph.-hist. Kl. d. königl. sächs. Ges. d. Wiss. XXV,
Nr. V) S. 66 vergleicht abrit. ur/ieavog Jovrf/.akrß(jVLO(i neben Di-
calydones VN und setzt *c^^m- an; dann wäre vor unmouillierten
Konsonanten im Ir. * dia- zu erwarten. Die Sache ist ganz zweifel-
haft, und man kommt mindestens ebenso gut mit dem Ansatz *dwi-
aus (die Dehnung ist dann sekundär; kurzer Vokal in ir. demess
nir. deimheas S. 34). Das Brit. kennt in der literarischen Periode
keine besondere Kompositionsform: c. deu-ben 'zweiköpfig', dwy-
flwydd, dwy-flwydd-ol 'zweijährig' (pen mask., blwydd fem.).
— Ein Adv. *dwis kann in mir. in-de 'entzwei' vorhegen.
§ 471. Drei. L\ N. A. Mask. tri (nicht lenierend), Neutr.
tri (lenierend); Dat. Mask. Neutr. trib, Gen. tri n-; Fem. N.
teoir, teora, A. teora, D. teoraib, G. teora n-. Brit. Mask.
c. tri corn. try br. tri, Fem. mc. teir nc. tair corn. ter, tyr
br. teir (über die brit. Sandhiregeln s. § 285, 2 und 10). — Das
Mask. und Neutr. flektierte nach der -i-Deklination; der idg. Nom.
*trejes (skr. trajas lat. tres) ist jedoch im Kelt. durch den Akk.
*trins verdrängt worden. Der ir. N. A. Neutr. geht auf idg. *tri
(skr. tri) zurück. Der ir. Gen. Mask. Neutr. ist kaum lautgesetzlich
(Ogam TRIA I 5 aus idg. *trijöm, vgl. gr. tqh'h'). Das Fem. wai"
ein -r-Stamm; urspr. Nom. *tisores, vgl. aw. tisarö (daraus ir. teoir).
Akk. *tisorns (daraus ir. teora, das jedoch schon in Wb. auch als
Nora, fungiert). Der Dat. und der Gen. sind im Ir. analogisch
gebildet; die ursprünglichen Formen waren etwa *tisi'-bhis (skr.
Instr. tisr-bhiS) und ^'tisr-öm (aw. tisrqtn; die schwache Stammform
128 Drei. Vier. [§471.472
tisr- ist im Skr. in den Akk. und Nom. gedrungen: tisr-as). Die
brit. Femininformen setzen (wenn der Stamm auf -sor- ausging,
vgl. § 255, 3) eine -y-haltige Endung voraus (mc. teir aus *te-eir,
in der Stammsilbe vom Zahlwort 'vier' beeinflußt, in der Endung
nach den -ja- oder -J-Stämmen umgebildet; also *tesorjäs oder
*tesorJes); einfacher wäre vielleicht die Annahme eines Stammes
*tesar- (mit -ar- aus idg. -i'r-), der mit der Flexion der reinen -«-
Stämme zu einer Nominativform *te-eir führen müßte, vgl. § 430
und § 255, 1. Mehr hierüber in § 472.
'Dreimal': ir. fothri (Präp. + Akk. Neutr.). — Kompositions-
form ir. tre-, tre- (aus idg. *tri-) : air. i-sin tre-chostu gl. in
tripode; mir. tre-thond 'drei Wellen'; air. trechenelse, tre-
chenel 'drei Arten' Thes. II 246f. (als Plur. behandelt, vgl.
il-chenele PI. 'viele Arten' Wb. 12d 4). Die im Falle der Hebung
lautgesetzlich zu erwartende Form tri- steckt vielleicht in mir. trilis
'Flechte' *tri-pltHi- zu got. falßan 'falten', gr. Tgi-rtldowg {a aus t),
s. Marstrander, ZfcPh. VII 366.
§ 472. Vier. Ein Gegensatz zwischen verbundenen und un-
verbundenen Formen ist im Air. nicht vorhanden. Belegt ist : Mask.
N. cethir, A. cethri, Neutr. N. A. cethir (lenierend); das Fem.
war mit dem Fem. von 'drei' analog, also cetheoir, cetheora
u= s. w. Im Mir. wü'd cethri als verbundene Form in allen Ge-
schlechtern und Kasus durchgeführt; dabei wirkt die allgemeine
Tendenz, die Flexion der vor dem Substantiv stehenden adjektivi-
schen Wörter zu beschränken. Nir. verbunden ceithre oder
cheithre, unverbunden ceathair. Brit. Mask. ac. petguar mc.
nc. pedwar corn. p es war (ncorn. pagar I 501) br. pevar; Fem.
mc. pedeir nc. pedair corn. peder, pedyr br. peder (über die
brit. Sandhh-egeln s. § 285, 10). — Der ir. N. Mask. und die brit.
Maskulinformen gehen auf *kuetwores (vgl. skr. catväras, gr. xäto-
Qsg) zurück (brit. wo > wa nach I 34, 385); derN. A. Neuti\ cethir
kann *kuetwori oder *h'etwöri sein, vgl. skr. catväri und KZ
XXXVI 79 (es könnte sich jedoch auch um eine bloße Analogie-
bildung nach dem Muster des Zahlwortes 'drei' handeln, wo das
Neutr. sich nur durch die Sandhiregel von dem Mask. unterscheidet).
Für das Fem. wird eine idg. Flexion Nom. * kuetesor-es, Gen.
'^kuetesr-öm anzusetzen sein; die starke Stammform ist jedoch nur
im Keltischen belegt; sowohl im Skr. wie im Aw. ist die schwache
Stammform in den Nom. gedrungen: skr. catasras, aw. catatorö.
Die brit. Formen sind ebenso wie bei 'drei' zu beurteilen; falls man
§ 472— 474J Vier. Fünf — Dreißig. 129
lieber mit der reinen -ä-Flexion als mit der -ja- oder -2-Flexion
rechnen will und demgemäß für das Brit. lieber einen Stamm
'*kuetesar- als einen Stamm *h<etesor- ansetzen möchte, so bietet
sich bei diesem Zahlworte eine doppelte Möglichkeit, das Ir. mit
dem Brit. in Übereinstimmung zu bringen; man kann als gemein-
same Formen entweder Ma.sk. * kuetwores, Fem. *kuetesares ansetzen
und für das ir, Fem. analogische Umbildung nach dem Muster
des Mask. (zu *-sores) annehmen oder umgekehrt von *k'<etwores :
*kuetesores ausgehen, woraus im Brit. lautgesetzlich '^-wares, *-sores,
analogisch * -wares, * -sares geworden wäre. In beiden Fällen wäre
anzunehmen, daß ^drei' sich nach 'vier' gerichtet hätte.
'Viermal': ir. fo chethir. — Kompositionsform *kuetivor- :
gall. petor-ritum I 36, ir. cethar-denus 'vier Tage' (cethir
'Vieh' *k>(etwor-ped-s I 94); anders gall. Petru-corii VN I 176.
§ 473. Fünf — zehn (indeklinabel). 'Fünf: ir. cöic nir.
cüig ac. pimp mc. nc. pump corn. pymp br. pemp I 37. 'Sechs':
ir. se mc. chwe (verbunden), chwech (meist unverbunden) com.
whe (unverbunden: dew vgens blythen ha whe '46 Jahre' P.
C. 351), whegh (ncorn. yn whegh dythyow 'in six days") br.
c'houec'h I 78 (über die c. Kompositionsformen vgl. Loth, Annales
de Bretagne XX 537 — 538). 'Sieben': ir. secht n- mc. seith nc.
saith corn. seyth, syth br. seiz I 72. 'Acht': ir. ocht n- c.
wyth ncorn, eath br. eiz I 123. 'Neun': ir. noi n- c. naw corn.
naw br. nao I 61. 'Zehn': ir. deich n- mc. dec nc. deg (deng
I 402) corn. dek br. dek 146. Über die Sandhiregeln vgl. §263,
6, 8; § 270, 3; § 271, 3; § 307.
§ 474. Die Zehner. Die Zehnerzahlen des Idg. waren teils
echte Komposita (femininische Singularformen) mit dem Schlußglied
*-k'mt-j *-k'omt- (zu *dek'm, *dek'm-t 'zehn'), teils Univerbierungen
mit einer neutralen Dualform {*-k'intl, lat. uiginti) oder Plural-
form {*-k'omta, gr. rgia-Kovra) als Schlußglied. Der erstere Typus
ist im Ir. alleinherrschend (über die Flexion s. § 448, 1); er wird
auch im Brit. bei den Zehnern 30 — 90 vorgelegen haben; bei '20'
war jedoch im Brit. der Univerbierungstj'pus vorhanden. — '20*:
air. fiche mc, ugeint nc. ugain corn. ugens, ugans br. ugent
(ir. *wi-k''rp,t-s, brit. *wi-k'mtt, vgl. I 42, § 252 Anm. 6 I 366; die
Formen der anderen idg. Sprachen variieren teils im Anfangsglied,
teils im Schlußglied). — '30': air. tricha ac. trimuceint br. tre-
gont gall.-lat. Abi. Plur. tricontis (omnibus tricontis 'tous les
mois de trente jours', vgl. Loth, Comptes rendus des seances de
Pederson: Vgl. kolt. Gramm. II. 9
130 Vierzig — Million. [§ 474—476
l'Academie des Inscriptions et Belles-Lettres 1909, S. 24); br.
tregont stimmt (als Form der obliquen Kasus) genau zu aw.
prisqs (mehr oder weniger abweichend in den anderen idg. Sprachen);
ir. tricha ist durch sein -/- auffällig (etwa aus *trijuk'omt-s, einer
nach '40' gebildeten analogischen Form; das -i- von fiche könnte
dann durch den Einfluß von tricha erklärt werden); ac. trimu-
ceint ist teils nach '70', teils nach '20' umgebildet. — '40': mir.
cethorcha, cethracha *htetruk'omt-s (zur Form des ersten Gliedes
vgl. gall. Petrucorii VN I 176). — '50': air. cöica nir. cao-
gad I 324. — '60': mir. sesca, *swek's-k'omt-s. — '70': air.
sechtmogo, etwa *septmmo-k'omt-s oder *septmmu-k'omt-s {das -u-
wäre nach dem Muster von '40' eingetreten). — '80': mir. ochtmoga
(Gen. air. ochtmugat); *ok't7nmo-k'omt-s oder *ok'tinmu-k'onit-s, nach
dem Muster von '70' gebildet. — '90': nir. nöcha (Ableitung air.
nöichtech 'neunzigjährig'; hat wohl dasSuffix -jäko-s; anders 1 151);
scheint auf * netvo-k' omt-s zurückzugehen.
§ 475. Hundert und tausend. '100': ir. cet (neutr. -o-Stamm)
c. cant corn. cans br. kant I 46. Nir. cead kann auch '120'
bedeuten („6 x 20 in jedem Hundert, wenn nicht von Geld oder
Menschen die Redeist" Arran; „of seed plants etc., that are coun-
ted in scores, as cead cabäiste, six scores of cabbage plants;
cead eise, 128 fishes [Kerry]" Dinneen). Ähnlich liegt die Sache
im C: cant byr 'a short hundred, five scores'; cant hir 'a long
hundred, 112 Ibs. (weight); six scores (number)' Silvan Evans
S. 672. Eine Parallele Hegt bekannthch im Germanischen vor
(an. hundraj), oder hundraj) tölfroett '120', hundraj) tiroett
'100'; vgl. Joh. Schmidt, Die Urheimath der Indogermanen und
das europ. Zahlsystem, Berlin 1890): Die ganze Erscheinung hat
mit einer sexagesimalen Zählmethode wohl nichts zu tun, sondern
beruht auf der gewohnheitsmäßigen Forderung, beim Kauf ein
reichhches Maß zu erhalten i; daß gerade 20 als abrundende Zu-
gabe zum Hundert so häufig vorkommt, erklärt sich aus der häu-
figen Zählung nach Stiegen. — 1000: ir. mile (fem. -;a-Stamm)
c. mil corn. myl br. mil; Lehnwort aus lat. mllia.
§ 476. Die einheitlichen Benennungen der Zahlen über
1. Die psychologischen Motive sind dieselben, die z. B. dazu geführt
haben, daß in Dänemark „Kündigung mit der gesetzlichen Frist eines
Vierteljahrs" eine Frist von etwa 4 Monaten voraussetzt; vgl. auch dän.
är og dag "ein Jahr und ein Tag" d. h. 'ein Jahr und sechs Wochen'
(vgl. die d. und englischen Entsprechungen).
§ 476. 477| Konstruktion der Zahlwörter. 131
tausend sind im Kelt. wie anderswo jung. Mc. myrd nc. myrdd
'10,000' ist eine mittelalterliche gelehrte Entlehnung aus lat. my-
rias, myriad-em. Weiterführende c. Systeme von Benennungen
(myrddiwn oder rhiallu 100,000', buna '1,000,000' u. s. w.) sind
bei Silvan Evans unter buna angeführt; die Etymologie dieser
künstlichen Benennungen liegt nicht immer auf der Hand; rhi-
allu mag 11 u 'Schar' enthalten; buna ist von bun 'a host, a
number' abgeleitet. Modern: nir. milliün 'Million' c. miliwn
corn. mylyon br. milion.
§ 477. Konstruktion der Zahlwörter. Im Air. sind (wie
sonst in den alt-idg. Sprachen) die Zahlen 1 — 10 Adjektive (vor
dem Beziehungswort stehend), die Zahlen von 20 an dagegen Sub-
stantive, die den Gen. regieren (zum Genus vgl. die Belege § 478, 2).
Der Unterschied zwischen Substantiven und Adjektiven wurde im
Brit. durch den Verfall der Deklination verwischt, und die adjek-
tivische Auffassung wurde bei allen alten Zahlwörtern herrschend.
Für nc. mil und myrdd gilt jedoch die Regel, daß sie nicht attri-
butivisch verwendet werden: mil o wyr '1000 Männer'; vgl. mc.
mil 0 anniueileit '1000 Tiere', myrd o wyr '10,000 Männer';
jedoch auch mil verthyr I 442 (und im Corn. und Br. wird
'1000' adjektivisch verwendet). Die Konstruktion mit einer Prä-
position kann indessen auch bei den niedrigeren Zahlwörtern vor-
kommen: nc. deg o wyr gwahangleifion '10 aussätzige Männer',
br. pemp a dud 'fünf Personen'. Vgl. die Anm. unten. Auch
können die kleineren Zahlwörter im C. ebenso wie die größeren
einen Plural bilden: nc. yn dywysogion ar filoedd, yn dy-
wysogion ar gannoedd, ac yn dywysogion ar ddegau ar
deugain, ac yn dywysogion ar ddegau 'als Befehlshaber über
je 1000, j'e 100, je 50, je 10' Exodus XVIII 21; deg o ddegau
'zehnmal zehn' (= deg deg, vgl. § 478, 2).
Anm. Pleonastisoh: mir. bätar aice se ingena d-ingenaib 'er
hatte sechs Töchter' LL53b24; tricha saer do prim-saraib Heren d
'30 Baumeister von den besten Baumeistern Irlands' Wi. 254; deich cet
lurech do lurechaib '1000 Panzer', Ebel, Kuhn u. Schleicher's Beiträge
IV 357; mc. y doeth tri chawr o gewri attam 'drei Riesen kamen
gegen uns' Mab. 287; deunaw weis o weissen culyon '18 magere Bur-
schen' Mab. 205.
Im Nir. wird häufig mit Hülfe des Wortes ceann 'Stück" gezählt:
Arran x'eh k'iN go wulän choitre cinn do bholäin '4 Ochsen' (vgl.
br. eur penn moc'h 'ein Ferkel'). Das Gegenstück ist cuid 'Teil' vor
nicht gezählten Begriffen: Arran » xud' fola a chuid fola 'sein Blut', do
xud' ha do chuid ba 'deine Kühe'.
9*
132 Konstruktion der Zahlwörter. [§ 477
Die Auffassung der nach dem Zahlwort stehenden Form der
Substantive hat sich im Nir. und im Brit. zum Teil verschoben.
Die nach 'zwei' stehende Dualform wird im Nir. nicht mehr ver-
standen, sondern als eine Singularform aufgefaßt, und diese Sin-
gularform ist analogisch auch bei den folgenden Zahlwörtern (bis 6)
eingeführt worden, wo sie mit der ererbten Pluralform konkurriert
(s. I 441). Das ist derselbe psychologische Vorgang, der auch im
Eussischen vorliegt, wo die nach 'zwei' berechtigte Dualform auch
nach 'drei' und 'vier' eingedrungen ist.
Anders war der Verlauf im Brit. Im Mc. besteht noch der
Gegensatz zwischen dem Dual und dem Plur.: deu uab 'zwei
Söhne', tri meib 'drei Söhne'. Die Dualform war bei den
-o-Stämmen lautgesetzhch mit der Singularform identisch; bei an-
deren Stammklassen war sie wohl lautgesetzlich mit der Pluralform
identisch; mc. deu ychen 'zwei Ochsen' kann eine alte Dualform
sein, die jedoch als Pluralform aufgefaßt wurde. Es entsteht so
ein gewisses Schwanken zwischen Sing, und Plur. nach 'zwei'
(Strachan, Introd. S. 31); im Laufe der Zeit siegte jedoch der
Sing. Die nach den Zahlwörtern von 'drei' an stehende Plural-
form hatte ihrerseits ein besonderes Schicksal, üie alte Pluralform
der -0- und -ä-Stämme, die in anderen Verbindungen durch eine
Erweiterung verdeutlicht wurde, blieb nach Zahlwörtern (wo der
Begriff der Pluralität selbstverständlich war) unerweitert bestehen:
mc. tri meib 'drei Söhne' neben meibon (nc. meibion) 'Söhne'.
Wo kein Umlaut oder Epenthese vorhanden war, hei diese alte
Pluralform mit dem Singular und mit dem nach dem Zahlwort
'2' stehenden Dual zusammen: mc. tri dyn 'drei Menschen', teir
morwyn 'drei Mädchen', naw eglwys 'neun Kirchen', naw bren-
hin 'neun Könige'. Dieser scheinbare Singular konnte nun auch
bei Wörtern, die nicht -o- oder -ä-Stämme waren, nachgeahmt
werden (z. B. bei nos 'Nacht', -w-Stamm, bei mil-gi 'Windhund',
-w-Stamm; aber regelmässig teir chwioryd 'drei Schwestern',.
pump gwraged 'fünf Frauen'; ferner nach Zahlwörtern: dieu
'Tage', blyned 'Jahre' S. 92, 89, I 113, welche Formen jedoch zum
Teil als Singularformen aufgefaßt werden). Im Com. steht wohl
immer der Sing,: naw alweth 'neun Schlüssel', cans dauas '100
Schafe', myl vlythen, syth cans blythen '1000, 700 Jahre',
ncorn. whea dyth 'sechs Tage' (Gwreaus an bys 413; in einer
anderen Quelle allerdings whegh dythyow). Im Br. steht regel-
mäßig der Singular nach den Zahlwörtern (Ernault, Gramm. S. 27),
§ 478, 1] Addition, Subtraktion. 133
^ 478. Addition und Multiplikation im Zahlwortsysteni.
1) Die Zahlen zwischen den verschiedenen Zehnern werden durch
Addition von Zehnern und Einern ausgedrückt. Die Einerzahl
steht im Ir. vor dem Substantiv (vor der Bezeichnung des Ge-
zählten); darauf folgt dann ohne Einfluß auf die syntaktische Kon-
struktion entweder das Wort deec, jünger deac (zweisilbig), dec,
nir. deag (d. h. d'eg) '10', etwa * dwi-pewkuom "zweimal fünf"
(Adv.; oder * dwi-joewkuöm, Gen. PI.?) oder der Genitiv eines höheren
Zehners: di mili deec 12000'; di huäir deac 'zwölf Stunden';
da deiscipul sechtmogat '72 Discipel'. Statt des Genitivs der
Zehnerzahl (fichet u. s. w.) erscheint später eine Konstruktion mit
ar (ar fichit), und diese Konstruktion ist bei den höheren Zahlen
herrschend: fiche ar chet '120'; deich ar dib cetaib '210';
coic mili ochtmugat ar chet '185000". Die größere Zahl^kann
schließhch durch ocus 'und' angereiht werden: mir. deich mbliadh-
na ocus ceithri fichit '90 Jahre' "zehn Jahre und \'iermal
zwanzig".
Im Brit. findet sich keine Entsprechung des ir. deec; die
Zahlen 11 — 19 sind meist untrennbare Zusammenrückungen der
Einerzahl mit dem gewöhnlichen Worte für 'zehn' (mc. deudec
nc. deuddeg '12', mc. pymthec nc. pymtheg '15'; ncorn. ednack
'11', mcorn. dewthek '12', ncorn. tardhak, trethek '13', pu-
zwarthack '14', mcorn. pymthek '15', ncorn. huettag, whet-
tak '16', seitag '17', eatag '18', nawnzack '19'; br. unnek,
daouzek, trizek, pevarzek, pemzek, chouezek, seitek
'10 — 17', naontek '19'); eine Spur desselben Typus im Irischen
ist mir. cöicthiges 'vierzehn Tage' 'quinze joui's' I 487. Im C.
erscheint daneben die Konstruktion mit ar: mc. un ar dec '11",
tri ar dec, fem. teir ar dec '13', pedwar ar dec, fem. pedeir
ar dec '14' (nc. un ar ddeg u. s. w. ; Wortstellung wie im Ir. : mc.
un march ar dec '11 Pferde', pedeir blyned ar dec '14 Jahre');
16 — 19 werden durch Addition an 15 ausgedrückt: mc. un mar-
chawc ar bymthec 16 Ritter'. Die Zahl 18 wird jedoch auch
durch Multiplikation ausgedrückt: mc. nc. deunaw; ähnlich immer
im Br. triouec'h ("dreimal sechs"). Die Addition an '20" wird
durch c. ar com. br. war ausgedrückt: mc. tri meib ar hugeint
'23 Söhne', corn. dek-warn-ugans sterlyn 'thirty Sterling", br.
daou zen war-n-ugent '22 Leute'; die eigentümlichen Sandhi-
regeln sind I 403 und 407 angegeben und gedeutet worden: es
darf danach als sicher gelten, daß das Brit. urspr. eine präpositions-
134 Multiplikation. Nicht-Dezimal-System. [§ 478, 2. 3
lose Konstruktion (wie ir. fichet) gehabt hat. Bei Addition an
höhere Zehner als 20 wird mc. nc. a, com. br. ha 'und' verwendet:
nc. deg a deugain '50' ("10 und zweimal 20"), corn. dew vgens
blythen ha whe '46 Jahre', br. daou ha tregont '32'.
2) Eine Multiplikation wird im Kelt. durch bloße Nebenein-
anderstellung des Multiplikators und des flektierten oder unflek-
tierten Multiplikandus ausgedrückt: ir. tri f ichit 'dreimal 20', secht
trichit 'siebenmal 30', coic cethorchuit gl. quinquies quadra-
genae, di chaicait 'zweimal 50' Thes. II 315, secht cet '700',
deich mili '10000', tri nöi n-immaire 'thrice nine ridges' Thes.
II 298, secht n-ocht gl. septies octoni Thes. II 20, 36; cöic
deich ubull öir '50 Goldäpfel' Wi. 221, tri secht cumala '21
Cumal' ZE 303, vgl. LL 54a 14, b 16; cöic deich cöica 'fünf-
mal zehn sind fünfzig' Sg. 4a 5; ac. tri pimp 'dreimal fünf, c.
deg deg yw cant 'zehnmal zehn sind hundert'; corn. myl vyl
'eine Million'; br. triouec'h '18'.
3) Nicht an das Dezimalsystem gebundene Additionen und
Multiplikationen (die auf einem Streben nach größerer sinnlicher
Anschaulichkeit beruhen) sind im Keltischen häufig: c. un ar
bymtheg '16'; ir. mör-feser 'sieben Personen' ("große Sechsheit",
vgl. § 479, 2); — ir. deec s. unter 1°; c. deunaw, br. triouec'h
'18' u. s. w.
Besonders beliebt ist wie auch anderswo (vgl. IF XXII 343 ff.)
das Rechnen mit 20: air. tri fichit fer '60 Männer' Thes. II
242; mir. nöi fichit '180'; deich mbliadhna ocus ceithri
fichit '90 Jahre', deich mnaa 7 secht fichit '150 Frauen'.
Diese Neigung hat im Nir. und Nsch. zur Ausbildung eines regel-
mäßigen Vigesimalsystems geführt; die alten Zehnernamen 30—90
sind heute veraltet. Ähnlich, aber rapider war die Entwickelung
im Brit.; das Mc. steht schon ganz auf demselben Standpunkt wie
das Nir.: mc. dec ar hugeint '30', ac. douceint mc. deugeint
'40', mc. dec a deugeint '50', triugeint (Loth, Hc. XXXI 320),
trugeint '60', pedwar ugeint '80' (chue ugeyn myu '120 Kühe'
Ges., pedeir gwlat a seith ugeint '144 Länder'). Ebenso im
Corn.: dek-warn-ugans '30', ncorn. dewthak warn-ygans '32',
mcorn. dev vgens '40', try-vgons '60' u. s. w.; und im Br.: daou-
ugent'40', tri-ugent '60', dek ha tri-ugent '70', pevar-ugent
'80'. Das Vigesimalsystem wird im Corn. und ßr. dadurch gebrochen,
daß '50' als "ein halbes Hundert" ausgedrückt wird: corn. hanter-
cans, br. hanter-kant (ähnlich zum Teil auch im Nir.: Arran
§ 479, 1] Ordinalia. 135
La-x'ed leath-chead statt leith-chead); das Br. allein hat den
alten Zehnernamen tregont *30' erhalten.
§ 479. Ordinalia und Zahlsubstantive. 1) Die Ordinalia
1 — 2 sind von den entsprechenden Grundzahlen gänzlich ver-
schieden: ir. cet-, cetne (§ 514, 7), c. cyntaf corn. kensa mbr.
quentaf nbr. kenta 'der erste' I 37; ir. tänaise, tänise (§ 367
S. 21), mc. eil nc. ail (§ 517), corn. nessa (S. 120), secund (ro-
manisch), br. eil 'der zweite'. Bei 3 finden sich zwei alte Bildungen :
ir. tris- (so in den meisten air. Belegen), tres-, tress- (im Air.
seltener; später alleinherrschend; vgl. den unverbundenen Dativ et
he-som triuss 'und er als der dritte' Wb. 7c 8) kann auf *tristi-,
^tristo- zurückgehen; die erstere Form ist mit lat. testis 'Zeuge'
aus *tersti-s < *tristi-s (vgl. osk. tr^staamentud 'testamento') iden-
tisch (vgl. russ. tretij 'Zeuge'); dagegen geht c. trydydd (Fem.
trydedd), corn. trysse, trege, br. trede etwa auf *trUjo- (oder
*tritijo-) zurück, vgl. die leise variierenden Formen lat. tertius,
umbr. tertiam-a 'ad tertiam', got. pridja, asl. trettfi, skr. trtlja-s.
Ir. cethramad 'der vierte' (mit der Ableitung cethr am thu, Gen.
cethramthan, PI. N. cethramdin 'Viertel') ist nach dem Muster
von 7 — 10 gebildet; das Brit. hat dagegen eine Ableitung auf -ijo-\
c. pedwerydd (Fem. pedwaredd I 373; die mc. Schreibung des
Mask. als pedwyryd erklärt sich aus § 255 Anm. 1 I 374) com.
peswere br. pevare.
Die Ordinaha von 5 an hatten die Endung -eto- ; mit dem Auslaut
der Grundzahlen 7 und 10 entstand -w-eto-, welcher Ausgang sich viel-
fach, bes. in den jüngeren Sprachformen, analogisch verbreitete (er drang
gelegenthch auch in das Gebiet 1 — 4: air. cethramad 'der ^^erte',
nir. triomhadh 'der dritte', aonmhadh deag mc. unvet ar dec
'der elfte', nc. eilfed oder deufed, Fem. dwyfed 'der zweite',
nbr. trived, Fem. teirved 'der dritte', pevarved, Fem. peder-
ved 'der vierte'). Die Formen der einheitlichen Ordinaha: 5: ir.
cöiced, mc. pymhet, nc. pummed, corn. pympes, mbr. pempet,
nbr. auch pemved; 6: ir. sessed, mc, chwechet, nc. chweched,
chwechfed, com. whefes, br. c'houec'hved; 7: ir. sechtmad,
mc. seithfet, nc. seithfed, corn. seythves, br. seizved; 8: ir.
ochtmad, c. wythfed, ncorn. eathas, br. eizved; 9: ii'. nömad,
c. nawfed, ncorn. nawas, br. naved; 10: ir. dechmad, c. deg-
fed, corn. degves, br. dekved; 14: mbr. peuardecuet, nbr.
pevarzekved, gall.-lat. petrudecametus; 30: mbr. tregontuet,
nbr. tregontved; 50: ir. cöicetmad; 100: ir. cetmad. c. can-
136 Zahlsubstantive. [§ 479, 1. 2
fed, br. kantved; 1000: c. milfed, br. milved. Die Ordinalia
der durch eine syntaktische Verbindung ausgedrückten Zahlen sind
meist regelmäßig: 23: ir. tris fichet; 47: ir. sechtmad cethor-
chat; 13: c. trydydd ar ddeg; 50: c. degfed a deugain.
Abweichungen finden sich bei Addition von 1 und 2: ir. ein ar
fichit '2l8tes Heft' (vgl. § 469); nir. aonmhadh deag, c. un-
fed ar ddeg s. oben; ir. unverbunden aile deac 'der zwölfte',
verbunden ala rann deac 'twelfth part' Thes. II 13, 29, indala
descipul sechtmogat 'der 728te Discipel' (daraus nir. an dara
'der zweite').
Über die Sandhiregeln vgl. I 446, 443, 444, 464 f.
2) Bezeichnungen für (eine Mehrheit von) Personen: 1 — 10:
ir. öinar, dias (fem., zweisilbig; Dat. diis, G. desse), triar
(Gen. triir), cethrar, cöicer, seser, mör-feser ("große Sechs-
heit"), ochtar, nönbar, dechenbar (dechnebar). Mit Aus-
nahme von dias sind diese Formen dm^ch ein Suffix -uro- (S. 51)
gebildet; volksetymologisch wurde die Endung mit ir. fer 'Mann'
assoziiert (daher die Endung -bar bei 9 und 10). Diese Sub-
stantive werden u. a. häufig im appositioneilen Dativ (§417 S. 75)
verwendet.
Eine Mehrheit von Sachen: 2: ir. dede, 3: trede, 4: ce-
tharde, 7: sechte. Diese Formen sind neutr. und als Substan-
tivierungen der nicht seltenen Adjektive auf -de (öindae 'ein, ein-
zig', trede 'dreifach' Wb. 21 d 13, cetarcoti gl. quadragenas
[Wb.] 17 d 1) zu betrachten. Etwas abweichend ist die Bedeutung
bei nöidecde '19jähriger Zyklus'. Müssig ist die Adjektivendung
-de in in trisdecdi gl. tertii decimi Ml. 72c 8 (sie dient nur dem
Zweck, die lat. Flexion nachahmen zu können).
Eine Mehrheit von Tagen: trichtaige '30 Tage', noich-
tiche '29 Tage' (noichtech '29 Tage enthaltend', von nöi fichet
abgeleitet und mit diphthongischem oi zu sprechen; nicht mit
noichtech '90 jährig' zu verwechseln, das von nöcha abgeleitet
ist und keinen Diphthong enthält; zum Suffix vgl. noch cetach
'hundertjährig', 'sehr reich, 100 Arbeiter, Kühe u. s. w. besitzend').
Über cöicthiges '14 Tage' s. I 487 und § 478, 1; erinnert im
Suffix an dias 'zwei Personen'; vgl. auch mir. treise 'di^ei Tage'
(t reise dec und, mit Anlehnung an die Ordnungszahl, woran
treise zufälligerweise erinnerte, treise dechmaide).
§ 480] Die persönlichen Pronomina im Ir. 137
IX. Die persönlichen Pronominal
§ 480. Das System der persönlichen Pronomina im Ir.
Die persönlichen Pronomina des Altirischen sind: 1) die ererbten
idg. ungeschlechtigen (der Genusflexion entbehrenden) Pronomina
der 1. und 2. Person; 2) für die 3. Person ein dreigeschlechtiges
Pronomen, das vom idg. Standpunkt zu den Demonstrativprono-
minen gerechnet werden mußte. Dies Pronomen der 3. Sing, (mit
d. er, sie, es identisch) fungiert zugleich als reflexives Pronomen
(Belege in § 484, 1, 6).
Die persönlichen Pronomina werden als Subjekt eines Verbums
nicht verwendet^); das Subjekt wird durch die Verbalendung aus-
gedrückt; die Pronomina kommen also im Nominativ nur unver-
bunden vor. Als Objekt und nach Präpositionen erscheinen die
persönlichen Pronomina nur in einer unbetonten und lautlich redu-
zierten Form, und zwar entweder suffigiert (der Präposition oder
dem nicht zusammengesetzten Verbum enklitisch angehängt) oder
infigiert (hinter dem ersten Präverb des zusammengesetzten Ver-
bums). Der Genitiv der persönlichen Pronomina kommt in einer
verbundenen und in einer unverbundenen Form vor; die verbundene
Form ist immer unbetont.
Wenn der durch die Verbalendung, das infigierte oder suffi-
gierte Pronomen oder die verbundene Genitivform ausgedrückte
Begriff besonders hervorgehoben werden soll, so geschieht dies
mittels eines besonderen Wortes, das enklitisch auf die pronomen-
haltige Betonungseinheit folgt: neben tiagu 'ich gehe', am beo
'ich bin lebendig', ro-m-icc 'hat mich geheilt, erlöst', do-m 'zu
mir', mo chuimrega 'meine Fesseln' steht mit Hervorhebung des
Begriffes der ersten Person (des Sing.) tiagu-ssa, am beo sa,
ro-m-icc-sa, do-m-sa, mo chuimrega sa. Das Verstärkungs-
wort (das Augens) ist selbst ein Pronomen (falsch ist daher die
von ZE verwendete Bezeichnung particula augens); in einigen
Fällen (2. Sing., 1. 2. Plur., zum Teil 3. Sing. Fem.) ist es etymo-
logisch, mit dem unverbundenen persönlichen Pronomen identisch;
1. Cuuo, Beiträge zur vgl. Sprachf. lY 217 — 239; d'Arbois de Jubain-
ville, Decliuaison des pronoms personnols en vieil-irlaudivis, MSL VII
277 — 285; L'intixation du substautif et du pronom . . eu grec archaique
et en vieil irlandais, MSL X 283—289; Sommer, Das Prouomea personale
infixum im Altiriscbeu, ZfcPh. I 177—231; Verf., KZ XXXV 400—420.
2) Vgl. jedoch § 482, § 483.
138 Die persönlichen Pronomina im Ir. [§ 480
in anderen Fällen ist es jedoch ursprünglich ein demonstratives
Pronomen (das Augens der 1. Sing, sa, so ist mit gr. o skr. sa
'dieser' identisch; vgl. skr. so 'kam 'ich hier').
Anm. Daß die Personalendung eines Verbums (mit oder ohne Augens)
mit einem Subjektpronomen gleichwertig ist, zeigt sich u. a. in dem Falle,
wenn zu dem zuerst genannten Subjekt eine Erweiterung mittels 'und'
hinzugefügt wird: dolluid anair i-rricht da geise 7 a hinailt "sie
kam von Osten in Gestalt zweier Schwäne und ihre Dienerin" 'sie und
ihre Dienerin kamen . .' LL 125 a 25; rosirius indiu 7 ^^ liath
morbrugi Erend "ich habe gesucht und der Grauschimmel" 'ich und der
Grauschimmel haben heute die Hauptstriche Irlands durchsucht' HJ104a 26;
na fetar-su J Fergus 7 mathi Ulad 'weißt du und F. und die Helden
Ulsters nicht?' LL 73a 10; in oen uair dano tancatar 7 techta
Conchobair 'zu derselben Stunde kamen sie und die Boten Conchobar's'
112a 2; forbrisfet comlund sceö Fergus dänae co loingis Ulad
'sie und der kühne F. mit der Verbanntenschaar aus Ulster werden im
Kampfe siegen' LU 81b 34.
Wenn der durch eine Personalendung oder ein Pronomen auszu-
drückende Begriff durch einen Zusatz mit 'und' erweitert wird, wird die
Erweiterung häufig in der Form der Endung oder des Pronomens vorgegriffen:
conrancatar (3. Plur.) 7 Dubthach 'er (Patric) und Dubthach trafen
zusammen' Thes. II 241, 5; condricfem (1. Plur.) and ocus tii 'ich und
du werden dort zusammentreffen' Fei.' LXI (Fel."^ 86); darala eturru
(3. PI.) ic imbirt fidchilli 7 Fergus 'es war zwischen ihm und Fergus
beim Brettspiel ein Streit entstanden"' LL 103b 39; etorro7tal(main)
'zwischen ihm (dem Hause) und der Erde' LU 103 a 35. In diesem Falle
steht im Mir. nach einem dativischen Pronomen (nach der konjugierten
Präposition do) der mit 'und' eingeleitete Zusatz im Nom. immanarnaic
doib (3. PI.) 7 in maccaillech 'es fand Zusammentreffen statt für ihn
und die junge Nonne (zwischen ihm und der jungen Nonne)' LL 285b 47;
scith limm comrac düib (2. PI.) 7 Cüchulaind "lästig ist mir
Kampf für dich und C." es 'tut mir leid, daß du und C. kämpfen werdet'
Lü 68a 44. In dün-ni (L PI.) et Barnaip 'mir und Barnabas' Wb.
10 d 1. kann Barnaip Nom. sein. Vgl. Stokes, Beiträge zur vgl. Sprachf.
11 394—395; Ebel, ebenda IV 357—358; Stokes, Trans. Phil. Soc. 1860—61
S. 168 f.; Zimmer, KZ XXXII 153 ff. Vgl. § 492 Anm.
Das Nir. weicht vom Air. sehr wesenthch ab; die suffigierten
und infigierten Verbalobjekte sind aufgegeben; die urspr. unver-
bundenen Formen kommen sowohl als Objekt wie als Subjekt vor.
§481]
Die persönlichen Pronomina im Ir.
139
§481.
Altirisches Hauptparadigma-
1. Sing.
2. Sing.
1. Plur.
2. Plur.
Nom. (unverbunden)
me
tu
snisnijsnini,
sisni, sinni
sib, sissi
Nom. mit Augens
meisse
tussu
I litigiert
-m- (len.)
-t- (len.)
-nn-
-b-
I litigiert in rela-
tiven Sätzen
-dorn- (len.)
-dot- (len.)
-don-
-dob-
Iiifigiert nach der
Negation na
-chim- (len.)
-chit- (len.)
-chin-
-chib-
Suffigiert
-m
-t
-nn
-b
Verbundener Gen.
mo (len.)
do (len.)
ar n-
far n-, for n-,
bar n-
Verbundener Gen.
vor Vokalen
m-
t-
Verbundener Gen.
nach Präpositionen
-m- (len.)
-t- (len.)
Unverbundener Gen.
mui, muisse
täi
athar, är
sethar, se-
thar-si, sar
Augens
sa, so : se
SU : siu
ni (sni [Wb.]
15 c 20)
si
3. Sing. Mask.
Fem.
Neutr.
3. Plur.
Nom. (unverbunden)
he
si
hed
he
Nom. mit Augens
hesom, he-
hedön (Sg.
hesidi (Sg.
side
si ede
he<d) se)
hese)
Infigiert
-a n, Null
-a-, -e-. Null
(eklips.)
-s n-
(len.)
-s n-
Infigiert in relativen
Sätzen
-d n-
-da-
-d- (len.)
-da-
Infigiert nach der
-ch- (len.)
Negation na
-ch n-
-cha-
(-chid, -did
§ 486 Anm. 1)
-cha-
Suffigiert bei Verben
(Akk.)
-i, -it
-s-
-i, -it
-s
Suffigiert bei Präp.,
Akk.
-i
-he
-i
-hu
Suffigiert bei Präp.,
Dat.
-0
-i
-0
-ib
Verbundener Gen.
a (len.)
a
a (len.)
a n-
U nverbundener Gen.
ai
äi
äi
äi («)
Augens
som : sem,
si (und Nom.
som (selten);
som : sem.
sium (u. Nom.
side, Akk.
Nom. side.
sium (u. Nom.
side, Gen.
nach Verben
Gen. sidi (mir.
sidi, Gen.
sidi)
sidi)
and-aide 'da-
selbst'); so,
sin, son, ön,
§514
side; a ra-
besa sa 'ihre
Sitten' Wb. 9 b
17)
140 Die unverbundenen persönl. Pronomina im Ir. [§481. 482
Anm. Die Hauptpunkte dieser Paradigmen werden in den folgenden
Paragraphen näher erörtert. Hier bemerke ich nur noch folgendes: t-
'dein' vor Vokalen kann zu th- leniert werden, -t- 'dein' nach Präpo-
sitionen ist unlenierbar, s. I 464, 274. — Der Gen. der 3. Person lautet
im archaischen Air. noch e: in-e laim 'in seiner Hand" u. s. w. Thes.
II 245; e fethol 'bis badge of office" Thes. I 490, 36; vgl. noch imm-e-
lei I 275, imm-en-etar 'gegenseitig' Ml. 26b 20, 27; auch ma ass-e
ma 'mehr und mehr' Thes. I 714, 13 enthält wohl einen Genitiv (Fem. für
Neutr., vgl. S. 125 und S. 65). — Über die Verbindung der vokalisch an-
lautenden Genitivformen mit vorangehenden Präpositionen vgl. I 260 (inn-a
chorp, lia chele u. s. w.). — Über die Schreibung äii = ai s. § 208
Anm. 2 1307. — Über se, siu, sem, sium s. § 242 Anm. 1 I 348f.
und § 243 I 352 f. Über ro-fitis 'Ihr wisset', ar-neut-sa u. s. w. I 254, 420.
§ 482. Die unverbundenen Formen. Nominativ: is me
as apstal geinte 'ich bin der Heidenapostel' Wb. 5b 17; ni me
as beo 'it is not I tiiat am alive' 19a 18; cani messe immo-
forling cretim duib-si *is it not I that bave caused belief to
you?' 10c 18; ni fil nech and . . acht meisse möinur 'there
is no one therein . . save me alone' 5a 25; is he dobeir log
deit 'it is He that gives thee a reward' 6a 11. Nach der Kopula
und nach cia 'wer ist' kommen die Pronomina der 3. Person auch
als Subjekt vor: it he coisnimi inso file lib-si 'das sind die
Streitigkeiten, die bei euch sind' 7d 13; is he dia as eola 'it
is God who is knowing' 8d 23; ce he ro-scrib 'wer es ist, der
gesehrieben hat' Sg. 197 a 19. Vgl. § 522, 2, 3. Nicht klar ist
cia tussu dixnigedar gl. tu quis es Wb. 4c 24, s. § 520.
Genitiv in possessiver Verwendung: is and nad bi müi na
täi 'dort gibt es nicht das meinige noch das deinige' LU 131, 31,
vgl. Thes. II 195e; eclais de bi leic di an as n-ai 'die Kirche
des lebendigen Gottes, laß ihr, was das ihrige ist' LL 149 a 1.
Die air. Belege sind losgerissene Übersetzungen lateinischer Aus-
drücke, daher syntaktisch nicht verwertbar: setharsi gl. uestram,
muisse gl. meam Wb. Ib 2, 3; innam muisea gl. mea (als
Neutr. Plur. mißverstanden) 18 d 13; mui gl. mei Sg. 209 a 7.
Die flektierte Form aiib gl. de suis in Ml. ist ein arger Latinismus.
Anm. Häufiger als der unverbundene Genitiv in possessiver Verwen-
dung ist eine Verbindung mit der Präposition la: ni lim-sa superae-
dificare 'es ist nicht meine Sache darauf zu bauen' Wb. Sc 17; ni lat
in cäch for-sam-mitter 'not thine is every one on whom thou passest
judgmenf Wb. 6 b 22.
Genitiv in partitiver Verwendung: marb cechtar n-athar
dialailiu 'tot ist jeder von uns für den andern' Wb. 20c 26;
§483.484,1] olse. Kasussyiitax d. verbünd, persöid. Fron. imir. 141
caraid cechtar n-är a dan 'jeder von uns liebt seine Kunst'
Thes. II 294, 2; cechtar n-äi .i. mulier et innupta AVb. 10b 11
(über cechtar n- s. § 407 S. 64); cach nse § 530, 1.
^ 483. Sehr unregelmäßig ist air. olse, olse-som 'inquit',
Fem. olsi, mit der dazu gehörigen Pluralform olseat-som 'sagten
sie' neben ol in popul 'sagte das Volk', ol Pol 'sagte Paulus'
u. s. w. Etymologisch ist jedenfalls ols-e zu analysieren; ols-
verhält sich zu ol wie ass- 'aus' zu a § 151 I 244; das -s- läßt
sich als die Verbalendung -st deuten; ols-e ist von caris 'liebte'
aus *qarast is nur durch die verschiedene Betonung des Prono-
mens verschieden (daß ol unbetont, das Pronomen relativ stärker
betont war, geht auch aus mir. ol suide 'sagte er' hervor; die
unbetonte Form des Pronomens ist side). Auch mir. ols-me 'ich
sagte' kann eine alte Form sein, olseat ist durch Anfügung der
gewöhnlichen Pluralendung der Verba an das unanalysierbare olse
gebildet (und ist wohl das Muster für cateat § 522 gewesen),
olse und olseat haben (als ol-se, ol-seat aufgefaßt) sicher sehr
wesentlich zur Ausbildung der nir. Pronomina se ^er', siad 'sie'
(Plur.) beigetragen. Eine andere falsche Auffassung war durch die
Betonung nahe gelegt; ol- suide sieht aus wie eine Verbindung
einer Präposition mit einem betonten demonstrativen Pronomen
und konnte als 'seinetwegen', 'soweit es sich auf ihn bezieht' auf-
gefaßt werden; wegen dieser Auffassung wurde ol- schoii im spä-
teren Air. durch ar ersetzt (ar crist 'sagte Christus'); mir. ar.
for s. I 273. Das air. ol ist aber seinerseits gewiß nicht die ur-
sprünglich in diesen Redensarten vorhandene „Präposition"; älter
war wohl *sech-se; *sech-s-, *sech- war eine Verbalform =
mc. heb 'inquit' I 129, wurde aber mit der Präposition sech (c.
heb I 129) verwechselt; als später die wirkliche Präposition sech
mehr und mehr von ol verdrängt wurde, ist auch in der Gruppe
*sechse das falsch aufgefaßte sech- durch ol ersetzt worden.
§ 484. Kasussyntax der verbundenen Formen. Die mit
den Verben verschmolzenen Formen fungieren 1) als Objekt: ce
no-n-molid ce no-n-airid 'whether ye praise us, whether ye
blame us' Wb. 16a 1; berth-i leiss co cenn 'er trägt es bei
sich bis zum Ende' 23a 19; — reflexiv: connäch moidea nech
'damit niemand sich rühme' 2b 4; massu i-ssöiri et imdibu
möit-i nech 'wenn jemand sich wegen edlen Geschlechtes oder
Beschneidung lobt' 23d 29; — bei Verba sentiendi et declarandi
kann das Objektspronomen das Subjekt des vom Verbum abhängigen
142 Kasussyntax d. verbünd, persönl. Pronomina im Ir. [§ 484, 1
Satzes vorgreifen: arna-m-tomnad nämmin duine 'damit er
nicht von mir glauben sollte, daß ich kein Mensch wäre' 17 d 23;
amal as-n-don-berat 'wie sie von uns sagen' gl. sicut aiunt
quidam nos dicere 2 a 12; — beim Passiv (nur die Pronomina der
1. und 2. Person werden hier infigiert): ni-n-incebthar 'we shall
not be blamed' 15 d 27. — Nicht selten bezieht sich das Objekts-
pronomen auf die Handlung des Verbums (Verf., KZ XXXV 401,
415): in LXXV animabus descendit lacob Aegyptum .i. co-sna
coic anmanib sechtmugat; noch d-a-chotar coirp im-
murgu 'mit 75 Seelen; jedoch gingen es (den erwähnten Gang,
dorthin) die Körper' Ml. 38b 2; brig inna persine do-d-iccfa
'die Gewalt der Person, welche kommen wird' (eig. 'es kommen
wird', auf aduentum im lat. Text sich beziehend) Wb. 29c 4; do-
sn-icfa cobir cid mall, bith maith immurgu intain do-n-
d-iccfa 'Hülfe wird zu ihnen kommen, wenn auch spät; es wird
aber gut werden, wenn sie so ("es") kommt' 5c 5; obiurgatio quae
fit a pluribus i. is sochuide ro-d-chürsach 'viele haben (den
Tadel) getadelt, den Tadel geäußert' 14d 18; bid sochuide
atrefea indiut-siu 7 bit (zu lesen bid) failid nach öin ad-
id-trefea 'viele werden in dir wohnen, und froh wird jeder sein,
der es (so, dort) wohnen wird' Ml. 107 a 15; non solum ut in eum
credatis, sed etiam ut pro illo patiamini .i. ni hedameitno-n-
chretid-si (no-n- aus no-n-d-) act fodaimid fochidi airi
'nicht nur habt Ihr diesen Glauben, sondern Ihr ertraget Leiden
um ihn' Wb. 23 c 7. — In ähnlicher Weise oder vielleicht als
akkusativisches Prädikatsnomen fungiert das Pronomen in: ni airmi
som ön ar chumscugud, ar is a bäs i m-bäs do suidib;
comscugud immurgu iustorum abäs i m-bethith sön ad-in-d-
rimi som 'er rechnet dies nicht als eine Veränderung, denn es
ist von Tod in Tod für diese; die Veränderung aber der Gerechten
aus dem Tod ins Leben, das ist es, was er dafür rechnet' 13 d 17.
Anm. 1. Die infigierten Pronomina werden oft antizipierend ver-
wendet, wo eine deutlichere Angabe des Objektes folgt (mit ungenauem
Genus: nithucat beos ruin ind rechto 'sie verstehen es noch nicht,
das Geheimnis des Gesetzes' Wb. 15a 34; rün ist fem.).
Anm. 2. Gewisse Verba enthalten immer ein Pronomen: ar-a-chri-
nim gl. defetiscor Sg. 145b 1; atbail 'er stirbt'; amal ro-n-gabus-sa
(ro-n- aus ro-n-d-) 'wie ich bin' (eigentlich "wie ich es genommen habe").
Diese Verba sind eigentlich transitiv; mit dem Objektspronomen drücken
sie aber das aus, was durch ein intransitives Verbum ausgedrückt werden
könnte; vgl. frz. 1' empörter sur. Vgl. Verf., KZ XXXV 406, 416.
§ 484, 2 — 5] Kasussyntax d. verbünd, persönl. Pronomina im Ir. 143
2) Als Bezeichnung des Zieles bei einem Verbum der Be-
wegung: do-sn-icfa cobir 'Hülfe wird zu ihnen kommen' Wb.
5c 5. 3) Als Dativ beim Verbum 'sein' um den Begriff 'haben'
auszudrücken: o-don-roib ind indocbäl 'so that we may have
the glory' 15b 27; ro-sm-bia log 'sie werden Lohn bekommen'
6a 5; iss-um-ecen precept 'mir ist Notwendigkeit zu predigen"
lOd 24; ni-b-ecen log na airlicud act taibrid a fil Hb 'Ihr
braucht nicht zu kaufen oder zu borgen, sondern gebet, was Ihr
habt' 16c 17. Mit dieser Ausdrucksweise konkurrieren jedoch
Präpositionsverbindungen: nad obiad ic do 'there would be no
heahng to him' Ml. 58a 9; is ecen dam no-n-da-ges dait-
siu 'it is necessary to me that I pray for them to Thee' 'daß ich
dich (dait-siu) um sie (-da-; 'diese Sachen') bitte' Ml. 21b 9.
Der Begriff 'haben' wird meist mit Hülfe der Präposition la aus-
gedrückt: is hed as linn a n-dumelam 'this (only) is ours, what
we consume' Wb. 13c 12; seit leu 'sie beneiden' "haben Neid"
23b 13 (das Neuirische drückt 'haben' durch die Präp. ag, aig
[air. oc] aus: tä airgead aige 'er hat Geld'). 4) Als Dativ beim
Verbum 'sein' mit einem substantivierten Adjektiv (seltener einem
Substantiv) als Subjekt um das anerkannte Vorhandensein (den
Besitz) einer Eigenschaft auszudrücken ("mir ist Gerechtes" = 'ich
bin gerecht'): ni-mp-tha firion ar-a-chuit-sidi 'ich bin nicht
deshalb gerecht' "mir ist Gerechtigkeit nicht zuerkannt" gl. sed
non in hoc iustificatus sum Wb. 8d 24; ni di chorp atöo-sa
höre ni-m-tha laäm 'ich gehöre nicht zum Körper, weil ich
nicht Hand bin' "weil mir nicht die Würde, der Titel 'Hand' ist"
12a 21; meti nibad-am-beo d-ingnais rig maige da cheo
'ich wünschte (S. 81), ich wäre nicht am Leben in der Abwesen-
heit des Königs von Mag Da Cheo' LL 276a 41; ni ba-m-beo
meni . . 'ich will nicht lebendig sein, wenn nicht . .' LL 59, 29;
dia taltar in chloch as do chind, bia-t marb fo chetöir
'wenn der Stein aus deinem Kopfe entfernt wird, wirst du sofort
tot sein' LL 124a 44; ba-m-sa ferr im rath 7 tidnacul dib,
ba-m-sa ferr im chath 7 comrac 'ich war die beste von ihnen
(meine Überlegenheit war anerkannt) in Milde und Freigebigkeit,
in Schlacht und Kampf und Streit' 53b 26. Vgl. amal ron-ga-
bus-sa "wie ich es genommen, bekommen habe" = 'wie ich bin',
oben Anm. 2. 5) Als Dativ bei einer Verbindung der Kopula
mit einem Prädikatsadjektiv: nipa-d n-aidrech a n-durairn-
gert 'nicht reut ihn, was er versprochen hat' Wb. 5c 9; is bses
144 Kasussyntax d. verbünd, pers. Pronoraina im Ir. [§ 484, 6, 7. 485
intan du-n-gni nech olc iss-id n-aithrech fuchetoir 'es ist
Sitte, daß wenn jemand Böses tut, reut es ihn sofort' Ml. 90 d 12.
Viel häufiger ist jedoch die Verwendung der Präposition la: ni-
r-bu aithrech lim-sa 'ich habe es nicht bereut' Wb. 16b 6; ni
aidrech limm quod scripsi 'ich bereue nicht quod scripsi' 9b 20;
is gle limm 'es ist mir klar' 9d 9 (die la- Verbindungen bedeuten
besonders häufig 'nach der Ansicht, nach dem Urteil jemandes': is
derb limm 'ich betrachte es als sicher' u. s. w.).
Anm. 3. Das infigierte Pronomen kann bei transitiven Verben nicht
dativiseh fungieren: is he dobeir log deit 'er ist es, der dir Lohn gibt'
Wb. 6a 11.
6) Die Verbindungen von Präpositionen mit suffigierten Pro-
nominen geben zu keinen syntaktischen Bemerkungen Anlaß. Re-
flexiv: ducuitig tarais fadeissin 'er hat bei sich selbst ge-
schworen' Wb. 33 d 10.
7) Die verbundenen Genitivformen fungieren teils als pos-
sessiver, teils als objektiver Genitiv: tri a precept 'durch seine
Predigt; dadurch, daß er gepredigt hat' Wb. Ib5; in n-a pre-
cept et inn-a chomalnad 'in teaching it and in fulfilling it'
24d 12; oc-a-t(h>echt S. 81. Wo ein possessiver und ein ob-
jektiver Genitiv zu demselben Substantiv gehören sollten, wird der
possessive Genitiv durch la umschrieben: is dia rofitir for serc
si lim-sa 'it is God that knoweth my love for you' Wb. 23a 27;
vgl. 4 b 16. Der Genitiv ist scheinbar von einer Präposition re-
giert in imm-an-etar 'gegenseitig', ni thiber sa tra mo tharb
di-an-etur 'ich werde meinen Stier weder dem Einen noch dem
Anderen von ihnen (weder dem Ailill noch der Medb) geben' LL
55a 26 (vgl. die Redensarten wie eter söir et döir, eter mug
et coimdid 'both free and unfree, both servant and lord' Wb.
27c 15 u. s. w.; jedoch ist es möglich, daß -etar, -etur nicht mit
der Präposition identisch, sondern ein davon abgeleitetes Substantiv
ist). — Antizipierend: a ainmm in druadh 'sein Name, des
Druiden' Wi. 129.
^ 485. Form und Stellung der infigierten Pronomina. Das
infigierte -m- 'mich, mir' ist nicht leniert; in Ml. wird zwischen
zwei Vokalen -mm- geschrieben: ro-mm-alt-sa gl. educauit me
Ml. 45 c 3; in "Wb. findet sich die Doppelschreibung niemals.
Anders liegt die Sache bei -nn- 'uns', wo die Gemination etymo-
logisch ist; Wb. schreibt zwar oft -n- auch vor Vokalen, aber
§ 485. 486] Form u. Stellung d. infigierten Pronomina im Ir. 145
ebenso häufig -nn-: ro-nn-icc-ni 'hat uns erlöst' Wb. 21b 8.
Vor Konsonanten wird -nn- regelmäßig zu -n- verkürzt.
Die kürzere Form der infigierten Pronomina der 3. Sing.
Mask. und Neutr, steht nach ni 'nicht': ni cheil 'er verhehlt es
nicht' Wb. 5b 5; mani n-airi 'wenn er ihn nicht findet' Ml. 30 d
24. — Bei den eklipsierenden infigierten Pronominen -s n-, -d n-,
-ch n- ist an § 261 Anm. 1 I 390 zu erinnern.
Vor den infigierten Pronominen -m-, -t-, -nn-, -b- erscheint
nach einem ursprünglich vokalisch, jetzt aber konsonantisch aus-
lautenden Präverb ein Vokal: imra-um-forling 'has caused me'
Wb. 13b 6; imm-un-cualammar 'wir haben von einander ge-
hört' 18d 3; act imm-an-ärladmar 'sobald wir mit einander
gesprochen haben werden' 29 d 10; höre ar-in-robe 'weil es uns
bevorstanden hat' 29d 22; ar-ob-röinasc gl. despondi uos 17b 27.
Etymologisch ist dieser Vokal natürlich der sonst geschwundene Aus-
laut des Präverbs; seine Qualität schwankt aber sehr, teils unter
dem Einfluß der benachbarten Vokale und Konsonanten, teils wohl
auch analogisch (ob der geschwundene Auslaut der Pronomina Eintiuß
geübt hat, ist nicht sicher). Über die Form der Pronomina nach
den ursprünglich konsonantisch auslautenden Präverbien s. § 486, 5.
Der innere Vokal der -ch- und -d-Formen ist gleichfalls schwan-
kend: na-chim-r-indarpai-se 'daß er mich nicht verworfen hat'
Wb. 5a 18; mod o-din-roirea 'so daß es uns genügt' 29b 16;
in-dit-moide 'worin du dich rühmen kannst' 2b 12; na-
cham-thised-sa 'der nicht zu mir gekommen wäre' Ml. 107b 8;
con-dam-chloither-sa 'daß du mich hörest' Ml. 21b 6. -i- ist
die älteste Form des Vokals; das häufige -o- der -d-Reihe beruht
wohl auf Assoziation mit dem Präverb do- (auf dieser Assoziation
beruht auch die Auflösung des -d-Pronomens in in-da-ro-n-
comarlecis-ni § 552, 3); -a- ist für Ml. eigentümlich.
Neben dem -d- der -d-Reihe erscheint auch -t-: fo-t-era
§ 486 Anm. 3; mi-tn-imret 'daß sie ihn betrügen' Ml. 74b 22;
ani remi-ta-tet 'das, was ihnen vorangeht' Sg. 197b 5; aingil
du-t-fidetar 'die Engel, die ihn führten' Thes. II 242, 13. Vgl.
noch § 486, 5.
Anm. Über die Stellunjj; der infigierten Pronomina vgl. § .ö52. Hier
sei nur noch bemerkt, daß die zwischen Kopula und Prädikatsnomen stehen-
den Formen (Beispiele § 484, 4 und 5) für das irische Sprachbewnßtsein als
infigiert, nicht als suffigiert gelten.
§ 486. Regeln für das Vorkominen der -d-Reihe. 1) Die
Pedersen: Vgl. kolt. Gramm. II. 10
146 Die -d-Formen der ir. persönl. Pronomina. [§ 486, 1. 2
-d-Formen der infigierten Pronomina erscheinen in Sätzen, in denen
das Relativum Subjekt ist; ferner neben dem relativen -n- (§ 267)
und hinter den relativen Präverbien (§ 268; auch co n- 'bis, da-
mit'): in linn no-d-chreitfea 'diejenigen ("die Zahl"), welche
es glauben vsrerden' Wb. 4d 7; is innon iress no-don-firiani-
gedar 'es ist derselbe Glaube, der uns rechtfertigt' 19a 14; amal
do-n-d-beir 'wie er es gibt' 5c 24; dia-n-chomalninn (-d-
zwischen -n- und -ch- geschwunden) 'wenn ich es erfüllte' 3c 28;
amal as-n-don-berat 'wie sie von uns sagen' 2a 12; tresin-
dip-piat fochricci 'wodurch euch Belohnungen werden werden
(wodurch Ihr Belohnungen erhalten werdet)' 25d 8; con-dum-
fel 'so daß ich bin' 3c 38; mod con-id-tuccid 'sodaß Ihr es
verstehen könnet' 21c 11; con-did-tuctis (mit doppelt gesetztem
-d-) 'sodaß sie es verstehen könnten' 21c 21; ind airm in-did
epiur 'die Stelle, worin ich es sage' 4b 26; onabse nii in-didn-
ingaba a chocubus 'sodaß nichts da ist, worin ihn sein Gewissen
tadeln kann' 11 d 8.
Anm. 1. Nach der Negation na kommen die -d-Formen nicht vor:
arna-chn-aurchoissed 'damit es ihn nicht aufhalten sollte' Wb. 8a 4;
na-ch-thoimled 'er soll es nicht essen' IIb 18; nur in der 3. Sing.
Neutr. ist eine -d-Form belegt: na-did-chreti 'der es nicht glaubt'
15b 14; indi na-chid-chualatar 'diejenigen, die es nicht gehört haben'
25 d 14 (sowohl na-did- wie na-c"hid- ist als eine Neubildung zu be-
trachten; über maskulinisches na-chid n- vgl. Strachan, Eriu I 157*);
über act na-n-d-leicci s. § 537, 9. Ein -ch- loses Pronomen nach der
Negation na ist in Wb. einmal belegt: arna-m-tomnad nämmin
duine 'damit er nicht von mir glauben sollte, daß ich kein Mensch wäre'
17 d 23. Vgl. § 559.
Anm. 2. Die Pronomina der 1. und 2. Person kommen jedoch nicht
selten ohne -d- auch in relativen Sätzen vor: is suail ro-m-fera 'it is
little that suffices me' Wb. 24b 15; is he no-t-ail 'er ist es, der dich
ernährt' 5b 28; ni ecen do-b-imchomartt 'it is not necessity that has
constrained you' 3 b 21.
Anm. 3. fo-d-era, eig. 'bewirkt es', hält das Pronomen auch dann
fest, wenn ein Objekt noch folgt: in ed fo-d-era baas 'ist es das, was
Tod bewirkt?' Wb. 3c 33. Jüngere Schreibungen fu-dd-era Wb. 33c 12,
fo-t-era LL 55a 30, nir. fä deara, s. Asp. i Irsk 78f.
2) Die -d-Formen finden sich häufig (besonders bei der 3. Sing.
Mask. und Neutr.) nach den Konjunktionen cia, ma: cia do-d-
rigensid cosse 'obgleich Ihr es bisjetzt getan habt' Wb. 20d 3;
ma nu-dub-feil 'wenn Ihr seid' 19c 20; auch wohl nach co:
CO fo-ta-bothad 'daß er sie erschreckte' Ml. 33b 16. Vgl. § 525, 2,
§ 537, 2, Strachan, Rc. XXI 412 ff.
§ 486, 3—5] Die -d-Formen der ir. persönl. Pronomina. 147
3) nipa-d n-aidrech und iss-id n-aithrech § 484, 5.
4) Nach der Fragepartikel in: duüs in-d-aithirset 'ob sie
es vielleicht bereuen werden' Wb. 30b 30.
5) Nach den ursprünglich konsonantisch auslautenden Prä-
verbien ess-, ad-, frith-, for-, etar-, in-, com- erscheinen -d-
Formen auch außerhalb relativer Konstruktion : a-t-biur 'ich sage
es' Wb. 9b 20 (as-biur 'ich sage'); a-tob-ci side 'er sieht euch'
Wb. 25a 26 (ad-cii 'er sieht'); fri-tum-chomart-sa 'I have
been offended' 33a 12 (£rith-org-); for-t-gillim 'ich bezeuge es'
4b 27; for-tan-roichan-ni 'du hast uns belehrt' Ml. 22c 3;
for-dob-moinetar 'sie beneiden euch' Wb. 19d 27; co etar-
dam-dibet-sa gl. ad interficiendum me 'damit sie mich vernichten'
Ml. 44c 31; co a-tom-snassar gl. ut inserar Wb. 5b 30 (in-
snadat gl. ingeriint); co-tn-imthse 'wird ihn begleiten' 12c 4
(com- imb- -f tiag-). Eigentümlich ist das -t- der meisten von
diesen Formen, das nur bei ad- und frith- lautgesetzlich aus -d-
(-<#-) erklärt werden kann.
In relativen Sätzen erscheinen zum Teil dieselben Formen :
an a-tamm-re-sa gl. exsurgente me Ml. 31c 14 (Inf. eirge);
massu thol a-tom-aig 'if it is desire that drives me' Wb. lOd
26 (ad-ag-); for-dub-cechna gl. qui uos commonefaciat 9a 16;
fri-sna preceptori a-tob-segat-si 'den Lehrern, welche zu euch
kommen' 14d 37 (Inf. insaigid 'Aufsuchen, Besuchen'). Gegen
die sonstige Regel steht das relative -n- nach dem Pronomen in
dem Satz ciofut fri-tat-n-iarr-su a da' 'how long shall he
offend Thee, o God' Ml. 93a 15. Abweichende Formen in rela-
tiven Sätzen finden sich namentlich bei dem Pronomen der 3. Sing.
Mask. Neutr. (-idn-, -id-, neben dem -tn-, -t- der nicht relativen
Formen) und außerdem in mehreren Fcällen nach dem relativen -n-:
a) ass-id-beir 'der es sagt' Wb. 20a 10; amal as-n-don-berat
'wie sie von uns sagen' 2a 12; amal as-in-d-biur-sa '^^^e ich
es sage' 13 a 25; ganz gleiche Formen können auch bei den Präverbien
ad- und in- auftreten: amal as-in-chobra ind ingen 'wie das
Mädchen es wünscht' 10 b 18 (-d- zwischen -n- und -ch- geschwun-
den; Inf. accobor); ass-id-roilliset 'welche es verdient haben'
17a 9 (Inf. arilliud); innani ass-id-grennat 'derjenigen, die
ihn verfolgen' Ml. 18d 2 (Inf. ingreimm); — b) ad-id-trefea
'der es (dort) wohnen wird' Ml. 107a 15; ad-in-d-rimi som 'was
er dafür rechnet' Wb. 13d 17; ind fir sin for-id-tet 'of that
man who helps him' Ml. 30c 3. — c) in-dat-togar sa gl. inuo-
10*
148 Die hinter Verben suffigierten Pronomina im Ir. [§ 487
candi te 'daß ich dich anrufe' Mh 72c 4; huare con-da-airleci
'because thou permittest them' 59c 10. Es ist jedoch nicht ganz
sicher, daß das -n-d- statt -t- in diesen Formen auf der relativen
Konstruktion beruht; vgl. corrici cith besti beoa in-da-ärben
uäinn 'sogar die lebendigen Tiere, vertreibe (gl. repeile) sie von
uns' Thes. I 4, 31 (oder ind-a-ärben ?). Mit relativen Präverbien
entstehen die Formen conid-, condid-, indid- s. 1°; ebenso is
he con-id-rotig 'er ists, der es baute' Wb. 33a 2. — d) do-
naibhi friss-idn-oirctis 'denen, die ihn zu kränken pflegten'
Ml. 39 a 20.
Anm. 4. Das (ursprünglich vokalisch auslautende) Präverbium aith-,
das proklitisch mit ad- zusammenfallt, verlangt dieselben Pronominalformen
wre ad: a-tat-gentar-su 'du wirst erkannt werden' Ml. 121 d 22; ad-
id-geüin 'welche es erkennt' Wb. 12c 13 (Inf. aithgne).
§ 487. Die hinter Verbalformen suffigierten Pronomina
sind schon im Air. selten, da die Infigierung in den meisten Fällen
vorgezogen wird. Bei Verbalformen, die kein anderes Präverb be-
sitzen, wird die Infigierung durch Vorsetzung des Präverbs no-
ermöglicht: no-s-nerta in sonirt 'der Starke stärkt sie' Wb.
10 c 3. Die bisher belegten suffigierten Pronomina (vgl. Sommer,
ZfcPh. I 223, Verf., KZ XXXV 418, Sarauw, Irske Studier S.55f.)
sind meist an eine nicht relative 3. Sing, gefügt; daneben finden
sich außerdem Formen der 3. PI. und 1. PI. Präs. mit dem Pro-
nomen der 3. Sing. Mask.-Neutr. Es ist wohl anzunehmen, daß
die Suffigierung in den meisten anders gearteten Fällen nicht etwa
zufällig unbelegt ist, sondern daß sie nach dem Sprachgebrauch aus-
geschlossen war. Beispiele: mir. tath-um 'ich habe', that-ut
'du hast', that-us 'sie hat', air. taith-iunn mir. tath-und 'wir
haben' (-thiunn aus der Simplexendung der 3. Sing., die gewöhn-
lich in der Gestalt -id erscheint, + Pronomen; die -w-Infektion
ist lautgesetzhch, wenn man das Pronomen als *snös ansetzt; vor
-m, -t und dem singularischen -s war sie jedenfalls analogisch;
bemerkenswert ist, daß das Verbum tä- sonst niemals mit Simplex-
endungen vorkommt); berth-i 'trägt es' Wb. 23a 19 (berid +
Pron.), möit-i 'rühmt sich' (möidid + Pron.) 23d 29; 27 a 29;
ni na teit do menma su, teit-i menma neich aile 'was dein
Gedanke nicht erreicht, der Gedanke eines anderen erreicht es'
Wi. 97, 19; leics-i huad 'er Heß ihn von sich, ließ ihn gehen'
Ml. 52; ooscaig in gae 7 saids-i . . hi talmain 'removed the
spear, and fixed it . . in the ground' Ml. 55c 1 (leicis, saidis
§ 487. 488] Die suffigierten Pronomina im Ir.
149
+ Pron.); fil-us "es gibt sie", 'sie sind' Thes. II 246, 247; itius
anuas 7 du-s-claid anis 'er frißt sie (uineam) von oben und
wühlt sie von unten auf Ml. 102a 15 (ithid). Das vor dem
Pronomen stehende -th- oder -s- wird mechanisch übertragen:
firianichth-i a hiress 'sein Glaube rechtfertigt (firianigidir)
ihn' Wb. 2b 28; foilsigth-i 'offenbart es' 12a 7; oenichth-i
som fri-sna hireschu 'er vereinigt sich mit den Gläubigen'
32d 8; subaigth-ius 'freut sich an ihnen' Thes. II 294; boithius,
boithus 'es war ihnen, sie hatten' Wi. 137, 8, 21 (böi 'war');
snäids-iunn 'er schütze uns' Thes. II 300 (das -s- von den -s-Kon-
junktiven übertragen). Wo das Pronomen -i an eine 3. PI. gefügt
wird, wird nach dem Pronomen noch die Personalendung wieder-
holt; es entsteht so der Ausgang -tit; danach anlogisch bei der
1. Plur. -mit: bertit 'sie nehmen (berit) es' Wb. 13a 16; gebtit
'sie werden ihn nehmen' 26a 8; guidmit 'wir bitten es (unsere
Bitte), wir bitten darum' 15 d 18.
§ 488. Die konjugierten Präpositionen. Die folgenden Prä-
positionen sind mit suffigierten Pronominen belegt: cen 'ohne', co
'bis', eter 'zwischen', fri 'gegen', im 'um', la 'bei', amal 'wie',
sech 'praeter, ultra', tar 'über . . hinaus', tri 'durch' (mit dem
Akk.); — ar 'für', fo 'unter', for 'über', i n- 'in' (mit dem Akk.
und dem Dat.); — a 'aus', di 'von', do 'zu', fiad 'coram', iar n-
'nach', IS 'unterhalb', ö 'von, seit', oc 'bei', ös 'über', re n- 'vor'
(mit dem Dat.). Die Präp. co wird vor dem Pronomen verdoppelt,
amal erscheint mit anlautendem s (vgl. I 165); i n- nimmt die
Form des sonst nur als Präverb belegten ind- gall. ande- skr.
ddhi (Anlaß gab die in der Verbalkomposition stattgefundene Ver-
mischung der beiden Wörter; die Form des Präverbiums vor infi-
giertem Pronomen wurde für die Gruppe Präposition -f- Pronomen
vorbildlich, vgl. § 503, 3).
cen
CO
eter
fri
Sing. 1
• •
cuccum
etrura
frimm,
f riumm
2
cenut
cucut
, ,
frit, friut
3.M., Neutr.
Akk.
cene
cuci
etir, itir
friss
3. M., Neutr.
Dat.
^ ,
^
. .
3. Fem. Akk.
• •
cuicce,
cucae
• •
frie
150
Die konjugierten Präpositionen im Ir.
[§488
cen
CO
eter
fri
3. Fem. Dat.
PI. 1
2
3. Akk.
3. Dat.
cenuib
cenaib
cucunn
cucuib
cuccu
etrunn
etruib
etarru
frinn
frib
friu
im
la
amal
sech
Sing. 1
immum
lern, limm,
lium
samlum
mir. sechum
2
immut
lat
mir. samlut
mir. sechut
3. M., Neutr.
less, leiss,
Akk.
imbi
laiss
samlid
sechse
3. M., Neutr.
Dat.
, ,
. .
3. Fem. Akk.
impe
laee,l8e,lee
mir. secce
3. Fem. Dat.
. .
. .
. .
PL 1
immunn
linn, leinn
2
immib
lib
. .
3. Akk.
impu
leu, leo
samlaib
seccu
3. Dat.
. .
. .
. •
tar
tri
ar
fo
Sing. 1
2
3. M., Neutr.
Akk.
3. M., Neutr.
Dat.
3. Fem. Akk.
3. Fem. Dat.
PI. 1
2
3. Akk.
3. Dat.
mir. forum
torut
tarais
mir. tairse
torunn
trium
triut
triit
free
triunn
trüb
mir. tairsiu treu
airium,
erum
erut
airi
erunn
airib,eruib
si, airiub
airsiu, er-
riu, ,erru
foi
fo, fou
mir. fose
foib
for
i n-
a
di
Sing. 1
form
indium
diim
2
fort
indiut
essiut
diit
3. M., Neutr.
Akk.
foir, fair
ind
3. M., Neutr.
Dat.
. .
and
ass
de
§488]
Die konjugierten Präpositionen im Ir.
151
for
1 n-
3. Fem. Akk. I forrae | inte
3. Fem. Dat. fuiri | indi
PI. 1 fornn indiunn
2 forib,fuirib indib
3. Akk. 1 forru I intiu
3. Dat. I forib, 1 indib
I foraib !
essib
di
essi, esse I di
diin
: diib
diib
do
fiad
IS
lar
Sing. 1
dorn, dam
fiadam
issum . .
2
duit, dait,
. . iarmut
deit, dit
3. M., Neutr.
Akk.
. ^
, ,
^ ^
iarum
3. M., Neutr.
Dat.
do, dö, dau
,
,
3. Fem. Akk.
,
3. Fem. Dat.
di, di
, ,
PL 1
dun
^ ,
2
düib
fiadib
3. Akk.
.
3. Dat.
doaib, doib,
döib, doiib
fiadib
ö
oc
ÖS
re n-
Sing. 1
huaimm
mir. ocum
uasum
mir. rium
2
huait
mir. ocut
. .
remut,
3. M., Neutr.
Akk.
3. M., Neutr.
huad.
• •
mir. uaso.
mir. riut
riam
Dat.
3. Fem. Akk.
3. Fem. Dat.
PI. 1
huaid
huadi
huainn,ön-
occo, occa
occi, occae
ocunn
uasa
remi
mir. riun.
2
3. Akk.
3. Dat.
ni, huann
huaib
huadib
mir. occaib
occaib
ösib
renuinn
remib
Anm. Ähnliche Formen sind noch dess-um 'rechts von mir', tuath-
um 'links von mir', araae, araae eig. "wie dies", 'immo' Wb. 13a 20, 21;
10 d 2 (berichtisj^ende Antwort), auch 'o weh' ("ach, so was") LL 59, 10
(Ausruf der Überraschung und des Schreckens); zu Grunde liegt ein am-
'wie', das nur in dieser Verbindung und in am-iu, am-n-e § Ö14, 7 be-
152 Die Augentia der persönl. Pronomina im Ir. [§ 489
legt ist (mit amal u. s. w. verwandt). — Das -m der 1. Sing, war in den
meisten Fällen unleniert; im Nir. kommt leniertes -m nur vor in nir. damh
nsch. dhomh Manks dou 'zu mir' (daneben jedoch auch schon nir. dam
nsch. dhom). — Das Timbre des auslautenden Konsonanten ist im 1. Sing.,
2. Sing., 1. PI. in der Kegel unmouilliert und meist gerundet, bisweilen
jedoch mouilliert: huaimm, huait, huainn; duit; das Nir. hatdiom,
diot, dinn 'von mir, dir, uns', liom, linn 'bei mir, uns'.
CO n- 'mit' kommt mit Pronominalforraen überhaupt nicht vor (dafür
la). Der Grund dieser sonderbaren Erscheinung wird darin zu suchen sein,
daß man im Ir. ursprünglich Verbindungen wie lat. me-cum, nöbis-cum
gehabt hat, die nachher als systemwidrig und lautlich sonderbar empfunden
wurden und synonymen Ausdrücken weichen mußten.
§ 489. Die Augentia, Das einzige deklinable Augens side
zeigt verschiedene vom Akzent und vom ursprünglichen Auslaut
des vorhergehenden Wortes abhängige Formen, sede mag stärker
betont gewesen sein als side: co crist, ar ni farnic sede nach
maid ar-a-chiun i-sin domun 'bis auf Christus; denn er (der)
fand keinen Guten in der Welt vor' Wb. 2a 21; vgl. 24a 37.
Die Form ede steht bei dem unverbundenen Pronomen si 'sie'. Die
Form ide kommt nach lenierenden Wörtern vor: a n-icc ide
'ihre Erlösung' 4c 39; for-a lam-ide 'an dessen Seite, an ihrer
Seite' LL 56b 28, 47 (aber for-a läim sidi LU 56b 10, 13);
mir. and-aide 'daselbst' (auch and-side). Eine ganz schwach
betonte Form ist ade, das sowohl "nach nicht lenierenden wie nach
lenierenden Formen vorkommt: a serc ade 'to love them' Wb. 15c
10; a n-esseirge ade 'ihre Auf erstehung' 25b 21; a bes ade 'seine
Sitte' 24a 17; Gen. Mask. adi: iss-a eregem adi 'it is his com-
plaint' Ml. 35a 20. Aus ade, adi entsteht de, di : is si a pennit de
'das istseineBuße' Wb.26b 20; a thorbe de 'seinNutzen, derNutzen
davon' la 3; as-n du christ rocet de 'that it (faissine 'die
Prophezeiung' fem.) was sung of Christ' Ml. 25b 6; soscelae
as-n-indedat di 'das Evangelium verkünden sie' Ml. 42b 7;
ni-s-rothechtusa (=^ -us-sa) di 'ich hatte sie nicht' Ml. 44b
10-11 (Akk. PI. Fem.); falsch ist die Flexion in ä n-aram di
'ihre Zahl' Ml. 18 d 3. — Die Flexion dieses Augens ist im großen
ganzen regelmäßig erhalten; Entgleisungen kommen jedoch vor;
it he-side 'sie sind es' Wb. 27a 13 könnte als Neutr. PI. ver-
teidigt werden; aber anderswo kommt dieselbe Form als Mask. PI.
vor: 28 d 5, vgl. 14d 34; 23b 14, 16; 30c 13 (fem.); ade ist in
Wb. indeklinabel: ar-a chuit ade 'deswegen' 28c 10 = ar-a
chuit sidi 8 d 24. — Zweimal wird sid geschrieben (vor Vokal):
Wb. 3c 14; 30b 23; die Form se in Neutr. he(d>se und Plur.
§ 490. 491] 'selbst' im Air. 153
he-se Sg. 201a 3; 4b 12 ist eine sehr reduzierte Form desselben
Wortes; über mir. and-saic s. I 11.
Antn. Weite Trennung des Angens vom zugehörigen Pronomen: is
airi no-bith digaimm leo ante o sin 'deshalb (airi sin) pflegten sie
Digamma vor dem q zu haben' Sg. 9b 10; ni-ba samlid do-em-sa mo
thuaid insin 'nicht so (samlid sin; in sin ist sonst nicht Augens der
persönlichen Pronomina) werde ich mein Volk verteidigen' Ml. 37c 20.
§ 490. Die Ausdrücke für 'selbst' im Ir. (vgl. Asp. i Irsk
S. 93 f.) bestehen offenbar aus einer Form des Verbums 'sein' (f-,
fad-) oder cia, cid 'wenn auch' (zu c-, cad- reduziert) + einem
persönlichen Pronomen als Prädikatsnomen + einem Demonstra-
tivum als Subjekt; jedoch müssen zahlreiche Ausgleichungen und
Übertragungen stattgefunden haben. Etymologisch klare Formen
sind: 3. Sing. Mask. fad-e-sin, f-e-ssin, f-e-in, cad-e-ssin,
c-e-sin; 3. Sing. Fem. fad-i-sin; 1. PL fa-ni-sin, ca-ni-sin;
2. PI. fad-i-sin (mit analogischer Lenition des s- von si 'Ihr' zu
h > Null statt zu /■ > 5); 3. PI. fad-e-sin, fad-e-sine^ fad-
e-sne, f-e-sin, f-e-sine, f-ei-ssne, cad-e-sin, cad-e-sin,
cad-e-sne. Formen, die das Pronomen -e-, -e- enthalten, sind
aber überall neben den regelmäßigen Formen vorhanden; die 1. und
2. Sing, kennen überhaupt nur -e-Formen. Die übertragenen
-e-Formen scheinen im Plur. und im Sing. Fem. die Subjektgruppe
-sine, -sne zu bevorzugen (belegt ist fesine als Sing. Fem. und
1. Plur., feisne als Sing. Fem. und 2. PI., fadeisne als 2. PL);
in 1. 2. Sing, finden sich nur Formen mit dem lenierten Demon-
strativum -in: fein, fadein sind als 1. und 2. Sing., cein, ca-
dein als 1. Sing, belegt (alle diese Formen sind zweifellos von der
3. Person ausgegangen, obgleich fadein, cein, cadein zufälliger-
weise in der 3. Person nicht belegt sind). Die Auffassung der
Subjektgruppe -sin-e (vgl. cet-n-e, am-n-e § 514, 7, 8) als
nur dem Plur. und (wegen der Gleichheit der intigierten Pro-
nomina der 3. Plur. und der 3. Sing. Fem.) dem Sing. Fem.
zugehörig ist ganz sekundär. Im Nir. gilt für alle Personen die
Form fein.
In der Bedeutung 'selbst' erscheinen ferner Formen wie 1. Sing,
os-me, 3. Sing. Mask. as-e, es-e, oss-e (LU 65a 40), cith-
iss-e, 1. PL is-nini (Wb. 33a 7; 26b 5), os-ni (19a 15), cid
os-ni (14b 14), 3. PL at-e, it-e, über deren Ursprung oben I 275
die Rede war.
§ 491. Die mir. nnd nir. Entwickelung des Systems der
154 Die persönlichen Pronomina im Mir. und Nir. [§ 491
persönlichen Pronomina geht uns hier nur in den allerwichtigsten
Zügen an (vgl. Strachan, The infixed pronoun in Middle Irish,
Eriu I 153 — 179). Die antizipierende Verwendung der infigierten
Formen wird im Mir. häufiger und trägt zur Schwächung des Ge-
fühls für die Bedeutung derselben bei. Die -d-Formen der 1. und
2. verschwinden; in der 3. Person greift -s- um sich, wird als
3. Sing. Mask. verwendet und kommt auch in relativen Sätzen
vor, und es entsteht eine Form -das-; -ar- und -bar- treten
neben -nn- und -b- auf (nach der Analogie der mit objektivem
Gen. verbundenen Infinitiven). Auch in der Verwendung der
Augentia kommen Verschiebungen vor (sin als Mask. u. s. w.).
Die unverbundenen Formen erscheinen schon in LU und LL als
Objekt (am Ende des Satzes gestellt): in lä thucus-sa thu 'an
dem Tage, da ich dich nahm' LL 53b 16; ni leicfem-ni uaind
he 'wir werden ihn nicht von uns geben' LU 105a 39 (das Pro-
nomen bezieht sich auf curad-mir 'Heldenteil', das im Air. neutr.
sein müßte); ro-buadir in rograd hi 'die große Liebe brachte
sie in Verwirrung' 49b 23; dorat di-a fiadnaib fein lat 'er
gab sie zu ihren rechtmäßigen Besitzern' 105a 33 (fiado 'Herr'
hat die Flexion von fiadu 'Zeuge' angenommen; iat = air. PL
he). Mit derselben Wortstellung erscheinen ferner die unver-
bundenen Pronomina als Subjekt der Kopula: ba gabalt a i cu-
mail e 'er war auf eine Cumal geschätzt' LL 54 a 41 (statt des
air. Augens side, sede; vgl. ba gabalta i cumail 54a 44); is
ecsamail he fri-sna srotha aile 'er ist von den übrigen Strömen
verschieden' LU 29a 33; is la Coinculainn lar firinne ar
belaib öc n-Erenn uile he 'er gehört mit Recht dem Cuchu-
laind vor allen Helden Irlands' 112a 25; is e gaiscedach as
dech fil dib he 'er ist der beste Krieger, den es unter ihnen gibt'
101a 40. Statt des air. he erscheint ferner gelegentlich Sing, se,
PI. siat.
Was im Mir. im Keim liegt, ist im Nir. voll entwickelt. Die
infigierten und hinter Verbalformen suffigierten Pronomina sind
gänzlich aufgegeben (aus -mit § 487 Schluß entwickelt sich die
gewöhnliche nir. Endung der 1. Plur. der Verba : -mid, -maid).
Die unverbundenen Pronomina fungieren fern gestellt in der Form
thü, e, i, iad 'du, er, sie (Sing. Fem.), sie (PI.)' regelmäßig als
Subjekt der Kopula und als Objekt; die Normalform der unver-
bundenen Pronomina tu, se, si, siad fungiert (in der Stellung
unmittelbar nach dem Verbum) als Subjekt der selbständigen Verba
§ 492] System der persönl. Pronomina im Brit. 155
(entsprechend bisweilen auch bei der 1. und 2. Plur. : inn, sinn;
ibh, sibh); guidhim thü 'ich bitte dich', nach tri de iad sin
'sind sie nicht drei Götter?', aber an g-creideann tu 'glaubst
du?', do chuaidh se 'er ging', tä, se n-a righ 'er ist König'
(S. 76), ni aithnigheann se e 'er kennt ihn niclit'.
§ 492. Das System der persönlichen Pronomina im Brit
ist in mehreren Punkten vom air. System wesentlich verschieden,
was jedoch meist das Ergebnis einer jüngeren Entwickelung sein
wird, die in ähnlicher Richtung wie die mir. und nir. Entwickelung
verlaufen ist.
Der Gegensatz zwischen den unverbundenen Pronominen und
den Augentien ist im Brit. weniger scharf als im Air.; die beiden
Kategorien haben überall denselben etymologischen Ursprung. Der
Umstand, daß in der 3. Sing. Mask. ein Pronomen verwendet wird,
das ursprünglich nicht in das Paradigma 'er, sie, es' gehörte, das
aber mit dem ir. Augens som identisch ist (c. ef u. s. w.), deutet
zwar darauf, daß wenigstens in dieser Person der air. Zustand als
gemeininselkeltisch betrachtet werden darf. Wie die Sache aber
historisch liegt, ist die Benennung Augens für das Brit. weniger
passend; die Benennung 'enkhtische Formen' drückt den Kern der
Sache besser aus. Die folgenden Beispiele zeigen die brit. enkli-
tischen Formen in der Funktion der air. Augentia: mc. y gweleis i
'ich sah'; a thydi a-m-gwely i 'und du wirst mich sehen'; oho-
naf i 'von mir'; vy-ggwreic i 'meine Frau'; corn. ny welaf vy
'ich sehe nicht'; neb a-m gruk vy 'derjenige, der mich geschaffen
hat'; ahanaf vy 'von mir'; yn ow feryl vy 'in meiner Gefahr';
mbr. penaux neuse ez bevif me 'wie werde ich dann leben?';
e-m cleuhet me 'daß Ihr mich höret'; diguenef me 'von mir';
ma corff me 'mein Körper'. Die brit. enkhtischen Formen haben
aber auch zum Teil die Funktion der irischen infigierten oder hinter
Verbalformen suffigierten Formen: mc. nyt yspeilwys ynteu vi 'er
plünderte mich nicht'; gordercha hi 'Hebe sie!'; corn. dylyr vy
'befreie mich!' Beim Imperativ wird das Objekt im C. und Com.
immer durch ein enklitisches Pronomen ausgedrückt; über das Br.
s. § 498 Anm. 1.
Die Infigierung besteht noch in einem gewissen Umfang, der
unten in den einzelnen Paragraphen genauer angegeben werden
wird ; im C. finden sich Spuren einer früheren reicheren Entfaltung.
Die infigierten Pronomina verschmelzen im Corn. und Br. in eigen-
tümlicher Weise mit dem Verbum 'sein' zum Ausdruck des Be-
156 Die persönl. Pronomina im Mc. [§ 493
griffes ^baben'; vgl § 484, 3 (über das Ir.) und § 493 Anm. 1 S. 158
(über das C). Suffigierung binter Verbalformen kommt absolut nicht
vor; dagegen ist die Suffigierung binter Präpositionen ebenso ent-
wickelt wie im Ir.
Eigentümlicb für das C. ist eine Klasse von Pronominen, die
auf -eu ausgehen und teils selbständig, teils enklitisch verwendet
werden können. Die Bedeutung ist '(ich, du . .) auch, andererseits'.
Im Corn. findet sich eine Entsprechung nur in der 3. Person und
nur enklitisch; die enthaltene Nuance ist wohl 'auch' (als Ausdruck
der Übereinstimmung zwischen Gedanken, Absicht und Wirklich-
keit, Ausführung). Ich nenne diese c. und corn. Reihe „zusammen-
gesetzt" (sie sind von einem Pronomen und einem etymologisch da-
von verschiedenen Augens zusammengesetzt und unterscheiden sich
so von den durch Verdoppelung augierten Pronominen).
Über 'selbst' im Brit. s. § 469.
Anm. Wenn ein pronominaler Begriff durch einen Zusatz mit 'und'
erweitert wird, kann diese Erweiterung in der Form des Pronomens vor-
gegriffen werden: mc. brodoryon ym ni (1. PL) ar gwr y buost neitli-
wyr yn y ty 'ich und der Mann, in dessen Haus du gestern Abend warst,
sind Brüder' Mab. 203, 5. Vgl. § 480 Anm.
§ 493, Mittelcymrisches Hauptparadigma. S. S. 157.
Anm. 1. Die unverbundenen Nominative werden ähnlich wie im Ir.
verwendet: mc. mi a wnaf 'ich werde' tun' (ir. is me . .); cyn no mi
'früher als ich (mich)'. Über ac. issem mc. sef s. § 638. Die unverbun-
denen Genitive fungieren nur possessiv, aber in mehrfacher Konstruktion :
mal pei teu uei 'als ob es das deinige wäre, dir gehörte'; gaffel holl
Freinc yn einym 'ganz Frankreich als das unsrige gewinnen'; mit dem
Artikel substantivisch: y meu, yr einym 'der meinige, unsrige' (statt des
Artikels kann auch ein verbundener Gen. stehen: dy teu ti 'der deinige';
pluralisch or rei teu 'von den deinigen, von deinen Leuten', or petheu
einym 'von den unsrigen, von unseren Sachen'). Vgl. Strachan, Introd. S. 41.
Die Infigierung kommt nach den Verbalpartikeln a, y, neu und nach
der Negation vor: a thydi a-m gwely i 'und du wirst mich sehen'; yr
pan y-th weleis gy ntaf 'seit ich dich zum ersten Male gesehen habe';
ferner nach den Konjunktionen tra 'während', yny 'bis', o 'wenn'. Nur in
den alten Gedichten und im Ac. ist Infigierung nach dem perfektischen ry
und nach den wortbildenden Präverbien ry, dy, er belegt: ry-m-goruc 'hat
mich gemacht' (später z. B. y-th ry-gereis 'ich habe dich geliebt'); dy-
m-ryt (-t = d) 'gibt mir'; er-ych-gwynawr 'on vous pleurera'; ac. ri-t-
pucsaun 'je t'avais desire'; s. Strachan, Eriu 11128'% Loth, Kc. XXXI 24,
XXIX 8. In den alten Gedichten findet sich schließlich Infigierung
zwischen Kopula und Prädikatsnomen in der in § 484, 4 und 5 angege-
benen Bedeutung: ys-ym arglwyd 'ich bin ein Herr', yss-im ediuar
'ich bereue' '"es ist bereut für mich" Strachan, Introd. S. 102, 233. — Das
493]
Die persönl. Pronomina im Mc.
157
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158 Die persönl. Pronomina im Mc. [§ 493. 494
Pronomen der 3. Person lautet -e- nach tra, a; Null nach der Partikel y;
-s- nach o, neu, nach der Negation und nach ry: a mi a-e h-arhoaf yno
'und ich werde ihn dort erwarten'; y gwelaf 'ich sehe sie'; pann y h-
archo udunt 'when he asks it of them'; ny-s gweleis eiryoet 'ich habe
ihn niemals gesehen'. Die besonderen Formen des infigierten Pronomens
(nach ny und ry) in relativen Sätzen kommen nur in den alten Gedichten
vor (ir nep nuy h-atnappo 'to one who does not recognise it'; ar nuy-
bo 'from what he has not'). — Die Kasusfunktion des infigierten Pronomens
ist in der Kegel akkusativisch; dativisch ist sie beim Verbum 'sein': vn
tat a-e bu 'sie hatten denselben Vater' (häufiger ist eine Präpositions-
verbindung: seith meib a oed idaw 'er hatte sieben Söhne'; oder man
verwendet ganz andere Ausdrücke: bieu 'cuius est' u. s. w.). Dativisch ist
die Funktion aber auch bei 'geben': y perffeith garyat hwnnw a-n
rodho yr yspryt glan 'diese vollkommene Liebe gebe uns der heilige
Geist' (dies ist dem Ir. gegenüber eine Altertümlichkeit). — Vgl. Khys,
Some notes on Welsh infixed pronouns, Kc. VI 50ff. ; Strachan, Eriu
III 28.
Die verbundenen Genitivformen verschmelzen mit vokalisch auslauten-
den Präpositionen (auch mit yn 'in') und mit a 'und', no 'als' (nach einem
Komparativ); y-m keissaw 'mich zu suchen' (y = ir. do); ny byd vy
eneit y-m kor ff 'meine Seele wird nicht in meinem Körper sein'; a-e
wreic 'und seine Frau'; nyt attebei yr vn mwy no-e gilydd 'dereine
antwortete nicht mehr als der andere'. Die Präp. y 'zu' ergibt mit dem
Pronomen der 3. Person: y cheissaw 'sie zu suchen' (Kontraktion der
historischen Formen der Präp. und des Pron.); o-e chladu 'to bury her';
o-egwlatoed 'to their countries' (Kontraktion einer älteren Form der
Präp. mit dem Pron.); y-w that 'zu ihrem Vater' (Metathese eines *w-y
= oe). Die Form oc eu porthi 'to support them' (Strachan, Introd. 42)
ist eine Analogiebildung nach no, noc 'als'.
Anm. 2. Im Nc. schreibt man ein 'unser', eich 'euer', ei 'bis, her'
(nach dem Muster der un verbundenen Formen; zur Aussprache vgl. Sweet
S. 442). — Für eu 'eorum' ist ac. ou aus L. Land, belegt (ZE 373, Strachan,
Introd. S. 224).
§ 494. Die konjugierten Präpositionen im Mc. werden sehr
regelmäßig gebildet. Nur der vor dem Pronomen stehende Vokal
variiert {-a-, -o-, -y-)\ unregelmäßig ist im 'zu mir'. Eine auffällige
Form haben vor dem Pronomen die Präpositionen ar und o; ar
erscheint als am-, vielleicht durch Vermischung mit der Ent-
sprechung des ir. iar, vgl. 1438 (ebenso corn., br. warn- s. § 497,
§ 500); o erscheint als ohon-, womit corn. mbr. ah an- stimmt
(Gruppe von zwei Präpositionen, vgl. mc. han-fot 'herkommen aus',
ir. an-iar 'von V^esten', a-tuaid 'von Norden' u. s. w. ; Etymologie
§ 647); die Präp. rac erscheint zum Teil als roc-, rog-:rogdaw,
rocdi, rogom, rocdunt (aus -ä- § 32, 2, § 187, 1).
§494]
Die persönl. Pronomina im Mc.
159
ar 'auf
rac 'vor' 1 gan 'mit' 1 y 'zu'
Sing. 1.
2.
3. Mask.
3. Fem.
Fl. 1.
2.
3.
arnaf
arnat
arnaw
arnei, arni,
erni
arnam
arnawch
arnunt,
arnadunt
ragof genhyf,
gennyf
ragot genhyt,
gennyt
racdaw gantaw,
(ac. racdam) I ganthaw
racdi, recdi, genti,
genthi
ragom
ragoch
racdunt
genhym,
gennym
genhwch,
genuwch
gantunt,
ganthunt
im, ym
itt, ytt
idaw
idi
in, ynn
ywch
udunt
Wie arnaf flektieren amdanaf 'um mich' (am 'um'), adanaf
(der anlautende Vokal wird teils a-, teils y- geschrieben; tan, dan
■runter'), ohonaf (3. Fl. ohonunt, onadunt, 3. Sing. Fem. ohonei,
ohoni, oheni; Präp. o 'von'), attaf (att 'zu'). Wie ragof flek-
tieren die meisten Präpositionen: ynof (3. Sing, yndaw, yndi;
yn 'in'), hebof (heb 'ohne'), trossof (3. Sing, trostaw, trosti;
tros 'über'), trwydof (3. Sing, trwydaw, trwydi; trwy 'durch'),
ryngof (3. Sing, ryngtaw, ryngthaw; y rwng 'zwischen'); yrof
(3. Sing, yrdaw; yr 'für'); y-rof (3. Sing, y-rydaw; ro 'zwischen')
und die unvollständig belegten uch 'über' (3. Sing, ody-uch-taw),
is 'unter', nem 'außer'. Wie genhyf flektiert wrthyf (3. Sing,
wrthaw, wrthi, 2. Fl. wrthych, wrthywch; wrth 'gegen').
Anm. Ac. Formen der 3. Person: Sing. Mask. racdam gl. sibi (zu
rac), Fem. didi (zu mc. y 'zu'), PI. gurthdo (zu mc. wrth 'gegen'). Ab-
weichende Formen der 3. Sing. : trio, truio 'per eum', trusso 'trans eum'
L. Land.; mc. yn-o 'dort' (corn. br. eno; eig. "darin", vgl. ir. and 'dort,
darin'; über yna s. § 513,2), racko 'yonder' (zur Bedeutung vgl. das häu-
fige [Peredur] a gychwynnwys racdaw 'machte sich auf weiter fort';
im Nc. 0 00 und acw mit Beseitigung des vermutlich als Artikel aufgefaßten
r-; das -w [heute -u § 233] von acw ist vor Vokal entstanden: acw j'm
raro Went 'dort im Lande Gwent' Lewis Glyn Cothi); mc. draw 'beyond"
(yma a thraw 'here and there') ist *tra-o zu tra 'beyond' § 285, 3; diw
'zu ihm' § 523, 4. — Neben 3. PI. -unt findet sich im Mc. auch -u und
-ud: arnadud u. s. w. — 1. Plur. auf -n (archaisch), s. Loth, Kc. XXXI 325.
Die 1. PI. auf -m und die 3. PI. auf -nt haben sich nach der Analogie
der Personaleudungen der Verba gerichtet. Die 1. PI. i-n 'zu uns' ist wohl
eine Altertümlichkeit; dagegen ist i-m 'zu mir' jedenfalls das Ergebnis
einer jungen Umbildung. Der Vokal der Präp. y unterlag in der 3. Sing.
160
Die persönl. Pronomina im C, im Corn.
[§495
Fem. und 3. PI. Assimilationen (idi, udunt); das i- drang analogisch auch
in andere Formen; im Nc. ist es überall durchgeführt: 3. PI. iddynt.
Getrennte Formen: mc. a mi, a thi 'mit mir, mit dir', gwedy myvi
'nach mir'.
§ 495. Cornisches Hanptparadigma.
I 1. Sing. I 2. Sing. I 1. PI.
2. PI.
Unverbunden
my, rae
ty, te
ny
why, wy
1 einfach
-vy, -ma,
-e, -a
-te, -ta(nach
-th und -s).
iiy
why, wy
Enkli- ]
-se, -sa, -sy,
tisch \
-ge, -gy
1 ver-
I doppelt
-ma vy
-te se, -the
gy» -ge gy
nyny
lufigiert
-m-
-th-, -d-.
-n-, -gan-.
-s-, -gas-,
Null (len.,
-gen-
-ges-,-gis-
prov. I 466,
425)
Suffigiert
-f, -ff
-s
-n
-ugh
Verbundener
Genitiv
ow
the, <fe
(len.)
an, agan
as, agas,
ages, agis
Verbund. Gen.
nach Präp. und
Konjunktionen
-m
-th, -t, -d
-n, -gan.
-gas,-ges,
(len., "prov.)
-gen
-gys, agis
3. Sing. Mask. 1 3. Sing. Fem. 1 3. Plur.
Unverbunden
. einfach
Enkh- j^erdoppelt
tisch j
/zusammen-
' gesetzt
Infigiert
Suffigiert
Verbundener Genitiv
Verbundener Genitiv
nach Präp. und Kon-
junktionen
I ef
I -e, -a, ef
; -e ef, -(e)ve,
-(e)va, -eue ef
ty, hyhy
-y» ^J
-y tiy
h y
-y
' -ense
-n-
-tho(-th- =
I i, y (len.)
-y (len.)
-ensy
-s-
■^-), -thy (-d-)
i, y (spirant.)
-y (spirant.)
-ensy, engy
-s-
-the {-d-)
aga (spirant.)
-ga, aga
(spirant.)
Anm. Die unverbundenen Nominative werden wie im C. verwendet:
corn. my a wra 'ich werde tun'; ken mam neffre es hyhy te nawhela
'suche niemals eine andere Mutter als sie' M. C. 198. Unverbundene Genitive
sind nicht belegt; dafür werden Ausdrücke mit gans 'mit' verwendet: ge-
nes yw an mychterneth 'dein ist das Eeich'.
§ 495. 496] Die persönl. Pronomina im Corn. 161
Beispiele für die "Verschmelzung der enklitischen Formen mit dem
Verbura: pe-n-dra wra-raa 'was soll ich tun?' (gnraf 'ich werde tun'j;
o-ma 'ich bin' (of); grug-e, grug-a 'ich habe getan". — a na wyl-ta
'siehst (wylyth) du nicht?'; pe fes-te 'wo warst du?'; raara so-se map
dev 'wenn du der Sohn Gottes bist' (os, s-os 'du bist'); os gy benyges
'du bist gesegnet'; pa-n-dra a woven-te se 'was fragst du?' (govenvth
'du fragst'); raygtern o-te se 'du bist Herr' (alte Verschmelzung von
OS 'du bist' c. wyt mit dem Pronomen); präg y tols-te sy 'weshalb hast
du betrogen?' (tolsys 'du hast betrogen'); taw the gy 'schweige du'. In
saw te ha me 'rette dich und mich' M. C. 191 hat die unverbundene Form
me die unverbundene Form auch des ersten Pronomens hervorgerufen. --
py le y fyth-e koffys 'wo wird er gefunden werden?'; ott-ev-e 'da ist
er', p-le m-eve 'wo ist er' (yma 'ist'); dro-ve 'bring es!'; y wre-fe 'er
würde tun'; pan ve-va genys 'als er geboren wurde'; trogh y hy 'töte
sie!'. — Die zusammengesetzten enklitischen Formen kommen nur in Ver-
bindung mit Ott-, wott- vor: ewne an raen me a wra; a wottense
ewnys da 'ich werde den Stein zurechtmachen; jetzt ist er auch (schon)
gut zurechtgemacht' P. C. 3212.
Infigierung findet nach den Verbalpartikeln a, y, nach dem Präverb
re und nach den Negationen statt: tyru-mgruk 'du hast mich gemacht":
mar ny-th wolhaff 'wenn ich dich nicht wasche'; my a-th pys, mv
a-d pys 'ich bitte dich'; ty a fyth 'dir wird sein'. Über das Verbum
'haben' s. § 496.
Verschmelzung der Genitive: thu-m arluth 'meinem Herrn", y-m
Colon 'in meinem Herzen'; ferner gans am car 'mit meinem Verwandten',
orth am vresyl 'für meinen Streit'; — y-th torn 'in deine Hand',
y-t Colon 'in dein Herz'; ha-d la<fe 'und dich töten'; — y gen lyfrvow
'in unseren Büchern"; — war gas flehes 'über eure Kinder'; — th-v
gour 'zu ihrem Manne'.
§ 496. Das Verbum 'haben' im Corn. (ZE 565ff.)-
Präs. Sing. 1. am bes, am bus, am bues 'ich habe' (z. B.
ovn am bus vy 'ich habe Fm'cht'; my nym bues dout 'ich habe
keinen Zweifel'); 2. mar thues 'wenn du hast', na thues 'daß du
nicht hast'; 3. Mask. an gefes 'er hat', nyn jeves, nyn geuas
'er hat nicht' (-g-, -j- = g); Plur. 2. as bues, agas bus. — Ipf.
Sing. 1. am bo; 3. Mask. an gevo; Plur. 1. ny gen bo 'wir hatten
nicht'. — Fut. Sing. 1. am byth; 2. a fyth 'du wirst haben*, ny
fyth 'du wirst nicht haben'; 3. Mask. an gevyth, yn gefyth;
3. Fem. (negiert) nys tevyth; Plur. 1. (negiert) ny gen byth;
2. ys byth, y gas byth; 3. (negiert) nys tevyth. — Konjunktiv
Präs. Sing. 1. ym bo; 2. ryth fo, a vetho; 3. Mask. an geffo;
Plur. 1. ma-gan bo 'damit \är haben'; 2. res bo, re ges bo,
ragas bo; 3. res teffo. — Konjunktiv Ipf. Sing. 1. am be;
3. an geffe; Plur. 1. yn ve. — Prät Sing. 1. am be; 2. re fue;
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II. W
162 Die persönl. Pronomina im Com. § 496. 497]
3. Mask. yn geve, an geva, negiert nyn gefe; 3. Fem. (negiert)
nys teve, nys teva; Plur. 1. (negiert) ny gen bue; 3. nys teve.
— Plusquampf. Sing. 2. (negiert) ny vea; 3. Mask. nyn gyfye;
PI. 2. nys vye.
Den verbalen Bestandteil dieses Paradigmas bilden die dritten
Personen des Yerbums 'sein': Präs. us (d. h. ös), Ipf. o, Fut. byth,
Konj. Präs. bo (betho), Konj. Ipf. be, Prät. bue, be, Plusquampf.
bye. Die vokalisch anlautenden Formen haben zum Teil analogisch
ein b angenommen. Vor den Verbalformen stehen die die Infi-
gierung vermittelnden Partikeln a, y, re, ny, na (oder die Kon-
junktionen mar, ma, hinter denen eine Partikel geschwunden ist)
mit angehängten dativischen Pronominalformen. Dem Sprach-
bewußtsein war aber der ursprüngliche Bau der Gruppen nicht mehr
klar, sondern man faßte sie als transitive Formen auf. Dies geht
schon aus der häufigen Voranstellung des Subjekts des Begriffes
'haben' hervor: map den nyn ieves ol bewnes 'der Menschen-
sohn hat nicht volles Leben'; nach der ursprünghchen Konstruktion
hätte dies Subjekt eher im Dativ (d. h. von the 'zu' regiert) dem
pronomenlosen Verbum folgen müssen. Noch deutlicher verrät sich
die neue Auffassung durch eine Reihe von Neubildungen, wodurch
die Verbalform die den infigierten Pronominen entsprechenden
Personalendungen annimmt: an tekter as betheugh why 'die
Schönheit, welche Ihr haben werdet'; Konj. Präs. nan beyn 'damit
wir nicht haben'; Konj. Ipf. Sg. 1. am been; ma-m vethen 'da-
mit ich habe'; Prät. Sing. 1. am bef; nam buef 'daß ich nicht
gehabt habe'; Plusquampf. Sing. 2 (negiert) ny f yes; PI. 1. (negiert)
nygen byen. Als Infinitiv gilt caffos.
Anm. Im Kcorn. findet sich: me, ny an gevyth 'ich werde hahen',
'wir werden haben'; ef as tevyth 'er wird haben' (vgl. schon P. C. 788).
§ 497. Die konjugierten Präpositionen im Cornischen.
Über die Formen der PräjDOsitionen war, a vor einem Pronomen,
s. § 494. Merkwürdig ist die mit dem Mbr. stimmende Form gen-
von gans 'mit' (mbr. gant) vor den Pronominen der 1. und
2. Person; sie kann nicht, wie I 539 vermutet, von der seltenen
Form der pronomenlosen Präp. com. gan ausgegangen sein; eher
ist in der 2. Sing, das erste f (com. s) durch Dissimilation gegen
das zweite t geschwunden und der so entstandene Stamm gen-
analogisch verbreitet worden (unterstützt durch eine unklare Asso-
ziation von genef : com. gan so mbr. gant äff mit Fällen wie
corn. dresof : 3. Sing, dresto, ragof : ragtho u. s. w.).
§ 497. 498] Die personl. Pronomina im Corn., Br.
163
war 'auf
rag, rak
'vor, wegen'
gans 'mit'
the 'zu'
Sing. 1.
warnaf
ragof
genef
thym, dym
2.
Warnas
ragos
genes
thys, dys,
thyso, dyso
3. Mask.
warnotho
ragtho
ganso
thotho, dotho
3. Fem.
warnethy
rygtliy
gynsy
thethy, dethy
PI. 1.
warnan
ragon
genen
thyn, dyn
2.
warnough
ragough
geneugh,
genough
theugh, deugh
3.
warnethe
ragthe
ganse
thethe, dethe
Wie warnaf flektiert ahanaf 'von mir' (3. Sing. Mask. anotho,
Fem. anethy, Plur. annethe; die Präp. lautet a 'von'). Wie ra-
gof flektieren ynnof (3. Sing. Mask. ynno, Fem. ynny, PI. ynne;
yn 'in'), drethof (3. Sing. Mask. dretho; dre 'durch'); dresof
(3. Sing. Mask. dresto; dres 'über . . hinaus'); agesos 'quam tu'
(3. Sing, agesso, 2. PL agesough, esough; ages, es 'als' S. 125);
yntre 'zwischen' (3. Sing. Mask. yntretho, PL 1. yntrethon,
2. yntrethough, 3. yntrethe), ryp 'neben' (rybon 'neben uns').
Wie genef flektiert worthyf (worthys, worto, worty, worthyn,
wortheugh oder worthough, worte).
Im Ncorn. ist die 3. PL nach der Analogie der Verba um-
gebildet: warnothans, anothans, dothans (zu war, a, the).
Getrennt: wose my thys thy thefen 'nachdem ich es dir
verboten hatte' O. M. 280 (Infinitiv-Satz).
§ 498. Mittelbretonisclies Hauptparadigma.
I 1. Sing. I 2. Sing. | 1. PL 2. PL
XJnverbunden
Enklitisch
Infigiert
Suffigiert
Verb. Genitiv
Verb. Gen.
nach Präp.
und Kon-
junktionen
me
-me
■m-(spirant.
k- und t-)
-ff
ma, va
(spirant, V.
nie ekl.
I 402)
-m (spirant.
k- und t-)
te
-de
-z- (len.,
prov., 1 466)
-t
da (len.
■z ([len.],
prov.)
ni
-ni
■on-, -hon-
(spirant. k-)
-mp
on, hon, nbr,
hon, hör,
hol (spirant.
k- I 402)
-n, -on
(spirant. k-)
11
hui, nbr.
c'houi
-hu, -uy, -u
-oz-,-(h)ouz-,
-ho(z)-
(nbr. -ho-,
-hoc'h-, prov.)
-ch, nbr. -c'h
oz, ouz, hoz,
houz, ho (nbr.
ho, hoc'h;
prov. I 426)
■oz, -ouz
(prov.)
164
Die personl. Pronomina im Br.
[§498
3. Sing. Mask.
3. Sing. Fem.
3. Plur.
Unverbunden u.
enkhtisch
eff, nbr. hen
hi
y, nbr. hi, hint
Infi giert
-en-,-hen- (nbr.
-hen-, -her-,
-hei-; Spirant.
k-, I 4021)
-he- (spirant.)
-ho- (spirant.)
Suffigiert
-(h)aff (nbr.
-(h)i, -zi
-(h)e, -[h]o.
-han), -zaff
-ze, -zo
Verb. Genitiv
e (len.)
he (spirant.)
ho (spirant.)
Verb. Gen. nach
Präp.
-e (len.)
-e (spirant.)
-0 (spirant.)
Anm. 1. Die unverbundenen Nominative fungieren wie im C. und
Com.: mbr. me a er et 'ich glaube'. Es gibt keine unverbundenen Genitive;
dafür verwendet man teils Präpositionsverbindungen (nbr. did eo ar
rouantelez), teils die verbundenen Genitive mit mbr. heny nbr. hini
(Sing.), re (Plur.): nbr. va hini 'der, die meinige', va re 'die meinigen';
mbr. da heny 'der deinige'; e heny 'der seinige', e re 'die seinigen'.
Infigierung findet nach den Verbalpartikeln a, e, dem Präverb ra und
den Negationen statt: mbr. doe ra-m pardono 'Gott verzeihe mir!'; mar
e-m queret 'wenn Ihr mich liebet'; me a-z guel 'ich sehe dich'; r-on
bezo 'es sei uns!'. Die Partikeln a, e fehlen vor einem eine eigene Silbe
bildenden Pronomen: ef on care 'er liebte uns'; in solchen Fällen ist die
Infigierung also zu einer bloßen Voranstellung geworden. So auch beim
Imperativ: hon sicour 'hilf uns'; das- Pronomen der 1. Sing, lautet vor
einem Imperativ ma: ma sicour 'hilf mir'. Nur in der dritten Person
verwendet das Br. beim Imperativ ein enklitisches Pronomen: quem er et
6 f 'nehmet ihn !', nbr. kemerit-han 'prenez-le', kemerit-hi 'prenez-la',
kemerit-o 'prenez-les'. ZE 372, Vallee S. 107, Ernault, Gramm. S. 29.
Verschmelzung der Genitive: mbr. da-m priet 'meinem Gemahl',
e-m calon 'in meinem Herzen', ha-m souzan 'und meine Sorge', d-oz
croeadur 'eurem Kinde', d-e seilet 'um ihn zu sehen', d-e guelet 'ad
eam uidendam', d-o comprehendaff 'ad ea comprehendenda'.
Anm. 2. Die Ähnlichkeit der infigierten Pronomina mit den Genitiven
hat zu verschiedenen Neuerungen geführt. Zunächst sind bei gleich-
lautenden Formen auch die gleichen Sandhiregeln durchgeführt. Weiterhin
sind im Nbr. neben den ererbten Formen der infigierten Pronomina der
3. Sing. Mask., 1. Sing., 2. Sing, auch die Formen -e-, -va-, -da- auf-
gekommen: me am euz da bedet 'ich habe dich gebeten', Vallee S. 107;
ho tad en deuz va c'helennet 'euer Vater hat mich unterrichtet', Le-
gonidec, Dict. br.-fr. S. 65. Die vor dem Infinitiv berechtigten Formen
sind also auch bei anderen Verbalformen üblich geworden. Da das vor dem
Infinitiv stehende Pronomen ein Genitiv war, so konnte dafür eine Um-
schreibung mittelst einer Präposition eintreten (vgl. § 424 Anm. 2 S. 82);
auch diese Umschreibung ist in das Gebiet des finiten Verbums gedrungen:
ho tad en deuz kelennet ac'hanoun 'euer Vater hat mich unterrichtet'
§ 499] Die persönl. Pronomina im ßr. 165
(eigentlich "von mir"), va brcur a vago ac'hanod 'mein Bruder wird
dich erziehen' ("von dir"), s. Legonidec, a. a. 0.
§ 499. Das Verbum 'haben' im Brit. (ZE 569ff.; d'Arbois
de Jubainville, Etüde sur le verbe auxiliaire breton kaout 'avoir',
MSL I 63—71; Loth, Du verbe 'avoir' en breton, MSL IV 37—44).
Mbr. Paradigma:
Präs. Sing. 1. em-eus, me am-eux; 2. ez eux, 3. Mask. en
deveux; 3. Fem. be deveux; PI. 1. hon eux; 2. hoz eux;
3. ho deveux. — Ipf. Sing. 1. em-oa; 3. Mask. en devoa, en
devoe; PI. 1. hon oa; 2. oz oa; 3. ho devoe. — Präs. der Ge-
wohnheit. Sing. 1. em bez; 3. Mask. en deuez; PI. 2. ho bez;
— Ipv. Sing. 1. ham bezet; 2. haz vezet; PI. 1. hon bezet;
2. hoz bezet; — Konj. Präs. Sing. 1. em bezo; 2. ez vezo;
3. Mask, en devezo; PI. 1. on bezo; 2. oz bezo. — Konj. Ipf.
Sing. 1. em be; 2. nez ve; 3. Mask. en deffe; PI. 1. on be,
2. ouz be. — Prät. Sing. 1. em boe; 2. az voe; 3. Mask. en
deffoe; 3. Fem. he devoe; PI. 2. oz boe; 3. ho deffoe. —
Plusquanipf. Sing. 3. en divise, en divije.
Aus dem nbr. Paradigma: Präs. 1. em euz; 2. ec'h euz;
3. Mask. en deveuz, en deuz; PI. 2. hoc'h euz; — Ipf. Sing. 1.
em boa; 2. ez poa; 3. Mask. en devoa, en doa; Fem. he de-
voa, he doa; PI. 1. hör boa; 2. ho poa; 3. o devoa, o doa;
— Präs. der Gewohnheit. Sing. 1. em bez; 2. ez pez; 3. Mask. en
devez, en dez; — Ipv. Sing. 2. az pez; 3. Mask. en defet; Fem.
he defet; PI. 1. hör bezet; 2. ho pezet; 3. o defent; — Konj.
Präs. Sing. 1. em bezo; 2. ez pezo; 3. Mask. en devezo, en
dezo; — Konj. Ipf. Sing. 1. em be, em befe; 2. ez pe, ez pefe;
3. Mask. en defe, en de; — Prät. Sing. 1. em boe; 2. ez poe;
3. Mask. en devoe, en doe; — Plusquampf. Sing. 1. em bije;
2. ez pije; 3. en divije, en dije.
Die Entwickekmg war mit der cornischen ziemhch parallel.
Nbr. Ipf. em b-oa hat das b- analogisch nach den übrigen Tem-
pora angenommen; das b- ist zum Teil auch ins Präsens gedrungen:
nbr. hör beuz 'wir haben' u. s. w. Eine aus der transitiven Auf-
fassung folgende Umbildung der Flexionsendungen hat zueret im
Imperativ stattgefunden; hier findet sich schon im Mbr. in der
2. Sing, die Form Crist haz-uez trugarez ouzimp 'Christus,
habe Mitleid mit uns!'; und im Nbr. hat auch die 3. PI. des Ipv.
immer Personalflexion. Dialektisch findet sich vollständig durch-
geführte Personalflexion: em bijenn me 'ich würde haben'; erneu-
166
Die persönl. Pronomina im Br.
[§ 499. 500
som(p) 'wir haben'; emoamp 'wir hatten'; endevoant 'sie hatten'.
S. Ernault Rc. IX 258-266.
Der Infinitiv lautet mbr. cafout, caffout, nbr. kaout.
Anm. Das -/- des nbr. Ipf. Konj. 3. Person defe (gegenüber dem -v-
der übrigen Tempora) ist eine Analogiebildung nach der Form befe (vgl. zu
dieser Form § 608). Weshalb aber das -/- auch in den Imperativ (defet,
defent) gedrungen ist, bleibt mir unklar.
§ 500. Die konjugierten Präpositionen im Br. Den c. und
corn. Formen mit den Zwischen vokalen -a- und -o- entsprechen im
Br. nur Formen mit -o- (1. Sing., 2. PL mbr. -off, -och oder
-ouff, -euch); dem c. Zwischenvokal -//- entspricht teils -e-, teils
-i- (damit stimmen die corn. Schreibungen, vielleicht aber nur zu-
fälHg). Über die Form der Präpositionen oar, a, gant s. § 494,
497. Mbr. Paradigma:
I oar 'auf 1 gant 'mit' ouz 'gegen' 1 da 'zu'
Sing. 1.
oarnouf
gueneff
ouziff
diff
2.
oarnot
guenez
(guenet)
ouzit
dit
3. Mask.
oarnezaff
gantaff
outaff
dezaff
3. Fem.
oarnezy
ganty
outy
dezy
PI. 1.
oarnomp
gueneomp
ouzimp,
ouzomp
deomp,
dym-ny
2.
oarnoch
gueneöch.
ouzich,
deoch.
guenech
ouzoch
dich-uy
3.
oarneze
gante
oute
deze, dezo
Wie oarnouf flektieren die übrigen Präpositionen: ahanoff
(3. Sing. Mask. anezaff, Fem. anezy, PI. aneze; Präp. a 'von');
enouff (Sing. 2. ennot, 3. Mask. ennhaff, Fem. ennhy, Ph 1.
enomp, 2. enoch, 3. ennhe); dauedof 'zu mir' (3. Sing, daue-
taf, Fem. daguitty, 2. PI. davedoch; Präp. davet); eguidoff
'für mich' (Sing. 2. eguidot, 3. Mask. eguytaf ; PI. 3. eguetou,
eguyte; Präp. eguit I 530f.); eguedoff 'quam ego'; entromp
'zwischen uns' (2. PI. entroch, 3. yntreze; entre 'zwischen');
drezouff 'durch mich' (Sing. 2 augiert dreizoude, 3. Mask.
dreizaff, Fem. dreizy, PI. 2. dreizoch, 3. dreize; dre 'durch');
dirazoff 'vor mir' (dirac 'vor').
Nbr.: warnoun 'auf mir', warnoud, warnezan, warnezi,
warnomp, warnoc'h, warnezo (Treg. warne); ennoun 'in mir',
3. Sing, ennan, enni, PI. enno (Treg. enne); egedoun 'als ich',
3. Person egetan, egeti, egeto; von etre 'zwischen' wird etre-
zoun u. s. w. gebildet; von evel 'wie' eveldoun, 3. Sing, evel-
§ 500. 501] Etymologische Erklärung d. persönl. Pronomina. 167
tan, evelti; von hep 'ohne' hepzoun und hepdoun. In der
Flexion von gant 'mit' ist der Umlaut aufgehoben: Sing. 1. ganen,
2. ganez, 3. Mask. guntan, Fem. ganti, PI. 1. ganeomp,
2. ganeoc'h, 3. ganto (Treg. gante).
Über mbr. eno 'dort', ahano, ahane 'de lä' vgl. § 494 Anm.,
§ 502 Anm. 1. — Die Endung der 1. PI. beruht auf der Analogie
der Verba. Die nbr. Endung der 1. Sing, ist von der mbr. Endung
verschieden; sie stammt aus der Verbalflexion, vgl. § 602.
Hinter goude 'nach' finden sich keine suffigierten Pronomina;
dagegen findet sich mbr. ho goude 'nach ihnen', nbr. em goude
'nach mir', enn he c'houde 'nach ihm', enn hon goude 'nach
uns', s. Ernault, Dict., Troude unter apres.
Etymologische Erklärung der persönlichen Pronomina.
§ 501. Die Pronomina der 1. und 2. Person. 1. Sing.
Die in allen übrigen idg. Sprachzweigen erhaltene eigentümliche
Nominativform (lat. ego u. s. w.) ist im Keltischen früh verloren
gegangen; sie konnte um so eher in Vergessenheit geraten, weil sie
nach der air. und gewiß urinselkeltischen Regel (§ 480) nicht als
Subjekt eines Verbums verwendet wurde. Der unverbundene Nom.
ist durch den Akk. ersetzt worden (vgl. frz. moi 'ich'). Ir. me,
mei-sse, c. mi, myvi, corn. my, me, br. me setzen nach I 250
einen Akk. *me voraus, vgl. gr. /ue. Das infigierte Pronomen, das
nach irischer Regel leniert, läßt sich gleichfalls auf * me zurück-
führen, womit sich jedoch ein dativisches *moi, vgl. gr. i^ioi, ge-
mischt haben kann; auf *nie und *moi gehen ferner auch die
suffigierten Pronomina zurück.
Anm. 1. Die c. Samlhiregel für das infigierte Pronomen ist von dem
possessiven Pronomen übertragen. Das Timbre des -m-, -m im Ir. ist zum
Teil analogisch beeinflußt, vgl. § 487, § 488 Anm. Das infigierte -m- ist
nach den Regeln der Lenitions-Syntax unleniert; das hinter Präpositionen
suffigierte -m mußte teils leniert, teils unleniert sein; es hat aber Aus-
gleichung stattgefunden, im Ir. zu gunsten des unlenierten, im Brit. zu
gunsten des lenierten -m (mit der sonderbaren Ausnahme c. ym corn. thym
= nir. damh).
Die ursprüngliche Form des Genitivs war etwa *mene, vgl.
asl. mene, aw. mana. Es ist anzunehmen, daß diese Form im
Kelt. zu einer scheinbar reduplizierten Form *meme (vgl. skr. nidma)
umgebildet wurde; aus einer derartigen Form sind nach I 243 die
brit. verbundenen Genitive c. my, -m-, corn. -m-, br. ma, -m-
(die urspr. eklipsierten, s. § 270, 2, § 271, 2, § 275) erklärbar. Da-
168 Etymologische Erklärung der persönl. Pronomina. [§ 501
gegen geht das mc. unverbundene meu und das ir. verbundene
mo auf ein nach der Analogie der zweiten Person gebildetes
*mewe > *mowe zurück; ob das ir. unverbundene mui, müi direkt
auf dieselbe Grundform zurückgehen kann (man erwartete eher *möi,
vgl. nöi 'neun' I 61), oder ob darin eine später zu mo nach der
Analogie der 3. Person (äi : a) gebildete Form steckt, bleibe dahin-
gestellt. Corn. ow hat zwar die Sandhiregel des c. my u. s. w.
gehabt (§ 271, 2), wird aber trotzdem auf *vow aus *mowe zurück-
gehen und mit c. meu (das B. B. 25b 11 verbunden auftritt: meu
fit 'ma foi', Loth Ec. XXXI 326) identisch sein.
2. Sing. Der alte Nom. ist im Ir. erhalten, im Brit. auf-
gegeben. Ir. tu, tu-ssu aus *tu, vgl. gr. (dor.) rv. Das Augens
ir. SU geht auf *stu zurück und beruht auf der Verschmelzung des
Pronomens mit einer vorhergehenden Verbalform auf -s (steckt das-
selbe Augens auch in corn. dyso 'zu dir'?). Die brit. Nominativ-
formen c. ti, tydi, corn. ty, te, br. te beruhen auf einem alten
Akk. *te <^ *twe, vgl. gr. ge. Auf einem Akk. *t('w)e und einem
Dativ *t{iv)oi (vgl. gr, aoi, toi) beruhen die infig. und suffig. Formen.
Antn. 2. Das Timbre des -t-, -t im Irischen ist zum großen Teil ana-
logisch beeinflußt. Das infigierte -t- war unleniert; daher brit. p u. s. w.,
wofür im Corn. durch Entgleisung (wie auch in der kürzesten Form des
Genitivsl auch die lenierte P"'orm -d- auftritt; hinter Präpositionen mußte
-t teils leniert, teils unleniert sein; im Ir. Ausgleichung zu gunsten des
unlenierten, im Brit. zu gunsten des lenierten Lautes (mit der Ausnahme
mbr. guenez nbr. ganez 'mit dir'). Das Nc. schreibt auffälligerweise -t
(nicht -d): arnat 'auf dir' u. s. w.
Die Genitive (sowohl c. teu ir. täi als auch die verbundenen
Formen ir. do, § 159, 6 I 253, c. dy, corn. the, br. da, I 284)
gehen auf *towe < *tewe zurück, vgl. skr. tdva.
1., 2. Flur. Die Nominative waren im Idg. ursprüngHch wohl
von den in skr. vaj-cim, got. weis 'wir', skr. füj-dm, got. jus 'Ihr'
vorliegenden Stämmen gebildet. Diese Stämme sind aber im Kel-
tischen verschollen; es kommen nur Formen vor, die zu den ur-
sprünglich nicht nominativischen Stämmen von skr. Akk. Dat. Gen.
was 'uns', vas 'euch', lat. nös, uös gehören. Ir. sni-sni und si-
ssi, si-b sind verdoppelte Formen verschiedenen Alters; dazu die
nicht verdoppelten Augentia ni, si und die brit. Pronomina c. ni,
chwi (nini, chwichwi), corn. ny, why, br. ni, c'houi, die auf
eine Grundform mit langem Vokal weisen ; l kann aus e entstanden
sein, und hinter dem e kann ein -s geschwunden sein. Man kann
also *snes, *swes ansetzen. Diese Formen weichen besonders durch
§501] Etymologische Erklärung der Pronomina der 1., 2. PI. 169
das anlautende s- von den entsprechenden Formen der anderen
idg. Sprachen ab (Brugmann, Grdr.^ II 2 S. 385 vergleicht got.
i-zwis 'euch'; das s- könnte von der 2. Person in die 1. Person ein-
geführt sein). Mit diesen Nominativen sind die ir. infigierten und suffi-
gierten Akkusative und Dative -nn-, -nn (aus *-sn-) und -b-, -b im
Wesentlichen identisch; nur muß die 1. Person einen hinteren Vokal
gehabt haben, denn das regelmäßige w-Timbre des -nn läßt sich
nicht durch Analogiebildung erklären (es ist vielmehr das Muster
gewesen, wonach 1., 2. Sing, -m, -t das w-Timbre annahmen); also
(da -b mouilliert ist) etwa *snös, * swes oder *snos, '^swes mit der
Vokaldifierenz des lat. noster : uester (umbr. Abi. Sing. Fem.
uestra).
Mit den irischen infigierten und suffigierten Pronominen stimmen
c. -n-, -n, -ch-, -ch, corn. -n-, -n, -ugh, mbr. -(h)on- (das -ho-
stammt aus dem Gen.), mbr. -ch. Dagegen weichen corn. -s-, br.
-(h)oz-, -(h)ouz- 'euch' merkwürdig ab; der frühe Schwund des zr
deutet vielleicht darauf, daß im Corn. und Br. statt *swes nach
dem Muster von *snos ein *swos eingetreten war; vor dem o wäre
das w geschwunden. Das nbr. c'h von -hoc'h- erscheint nui- vor
Vokal und darf mit dem c. -ch- nicht identifiziert werden; es
stammt wohl aus dem Genitiv^ wo es auf einer Nachahmung von
he : he c'h 'ihr, sie' (I 408) beruht. Über corn. -gan-, -gen-,
-gas-, -ges- s. § 503, 6.
Die ir. Genitive athar, sethar haben komparativische Endung
wie lat. nostrum, uestrum, got. unsara, izivara, sind aber keine
direkte Fortsetzung alter Formen. Am besten geht man von
*'^seröm, *sweseröm aus, die zu *esar, unbetont *asar, und *sear
hätten führen müssen; *sear wurde (durch Vertauschung des
Suffixes *-ero- mit dem Suffix *-iero-) zu sethar umgebildet, und
von da aus drang das -th- auch in die 1. PI. (was um so leichter
ging, weil auch -sar als ein komparativisches Suffix empfunden
werden konnte, vgl. sin-ser, ö-ser S. 44). Aus athar, sethar
entstanden in unbetonter Stellung die eklipsierenden Formen ar,
far oder for (aus unbetonter Stellung in betonte Stellung über-
tragen ist är; zur Dehnung vgl. 1301; ebenso sar in mir. indala-
sar 'des einen von euch beiden', das außerdem von är beeinfiußt
sein kann).
Die brit. Genitive mc. a-n, a-wch, corn. a-n, a-s, br. ho-n
ho-z bestehen aus einem artikelartigen Pronomen, dessen älteste
Gestalt in br. ho- (idg. *so) vorliegt, und einem enklitischen
170 Etymologische Erklärung der persönl. Pronomina. [§ 502
Genitiv. Da die vorhandenen Sandhierscheinungen auf alte eklip-
sierende Kraft der Genitive (oder wenigstens des Genitivs der
1. PI.) deuten, so sind diese Genitive etwa als *snüsöm (*snesöm?),
* swesöm, *swösöm anzusetzen; vgl. asl. nasü, vasü. Corn. agan,
agas sind von den infigierten Pronominen beeinflußt. Die c. un-
verbundenen Formen einym, einweh enthalten kaum etwas Altes;
vielmehr hat man nach dem Muster der Genitive der 3. Person
eidaw, eidi, eidunt die an die konjugierten Präpositionen er-
innerten, zunächst ein *ei-n, *ei-ch gebildet; als später -m statt
-n in die konjugierten Präpositionen eindrang, entstand die Konta-
minationsbildung einym, wonach wiederum ein weh geschaffen
wurde. Im Nc. ist die Eutwickeluug noch weiter vorgeschritten:
Sing. 1. eiddof, 2. eiddot, PI. 1. eiddom, 2. eiddoch.
§ 502. Das Pronomen der 3. Person. Nom. Sing. Mask.
*is : ir. he I 294. Vgl. lat. is, got. is 'er', C. corn. ef , mbr. eff
gehört zum ir. Augens som; dazu noch die Endung der 3. Sing.
Mask, der konjugierten Präpositionen ac. -am mbr. -haff, s. Anm. 1
S. 172; die Vokalverhältnisse sind schwierig; um die Annahme einer
idg. Alternation kommt man kaum herum; wenn man es wagen darf,
das ir. o von som durch eine Analogiebildung zu erklären, so ge-
nügt der Ansatz *semo- : *smmo- (Umbildung eines konsonantischen
Stammes Nom. *sem-s, Gen. *smm-os?); vgl. gr. slg 'ein' (aus
*sem-s): af.ia 'zusammen', und weiterhin got. sama 'derselbe', asl.
samü 'selbst'. C. efo ist wohl mit dem akkusativischen -o er-
weitert, worüber vgl. Anm. 1 S. 172. — Fem. *si: ir. si c. hi
corn. hy br. hi. Vgl. got. si. — Neutr. *id oder eher *idä : ir.
hed (I 246, 432). Vgl. lat. id oder eher got. ita (dessen -a auf
einen langen Vokal -ä oder -ö zurückgeht; die ir, Lautlehre schließt
-ö aus; vgl. auch skr. idä 'jetzt', womit lit. tadä 'dann' parallel
ist; auch das Lit. deutet auf -ä, nicht -ö), — Plur, Mask. *joi:
c. wy (;'- also vor dem aus oi > ei [vgl. c. dwy I 250] entstan-
denen geschlossenen e in unbetonter Silbe geschwunden, vgl. § 545, 3).
Vgl. lit. jie. — Plur. Fem. *ijäs : ir. he (das zunächst zu er-
wartende *ea ist also wegen der Stellung im absoluten Auslaut zu
e kontrahiert worden). Vgl. g. ijös. — Plur. Neutr. *^: corn. mbr.
y nbr. hi. Vgl. aw. z. In allen keltischen Sprachen ist also der Genus-
unterschied im PI. aufgehoben. Im Ir. wird das Fem. zunächst (wie
bei den Adjektiven) das Neutrum erobert haben, um schließlich
auch ins Maskulinum zu dringen; im C. hat das Mask. als die am
häufigsten gebrauchte Form den Sieg errungen; am auffälligsten ist
§ 502] Etymologische Erklärung der Pronomina der 3. Person. 171
mir die corn. und br. Entwickelung; die Neutrumsform kann aber
durch den Gleichklang mit br. hi 'sie', ni 'wir', c'houi 'Ihr' unter-
stützt worden sein. Nir. siad c. wynt br. hint sind nach der
Analogie der Verba und der konjugierten Präpositionen umgebildet.
Akk. Sing. Mask. *m: ir. -a n-, c. -e- (unsilbisch; ursprüng-
lich eklipsierend, s. I 406 f.; -y- § 503, 5), corn. -n-, mbr. -en-
(und durch analogischen Einfluß -hen-); suffigiert hinter Verben ir.
-i, hinter Präpositionen teils -i, teils Null mit vorhergehender
Mouillierung. Vgl. alat. im. — Fem. *sijäm: ir. -s n-, hinter Präpo-
sitionen -e mit vorhergehenden Wirkungen eines h (impe, secce),
-se (tairse); im Brit. liegt teils eine unlenierte Form (c. -s-, das
auch mask. ist; corn. -s-), teils eine lenierte Form (c. -e-, br. -he-)
vor; vielleicht ist aber für das Brit. die Grundform *slm (woraus
zunächst *sim) anzusetzen. — Das Neutr. ist nicht belegt, es sei
denn, daß man in den irischen konjugierten Präpositionen eine mit
dem Mask. zusammengefallene Form *id, eine Nebenform von
*idä, suchen wollte (vgl. lat. id). — Plur. Mask. *söns: ir. hinter
Verbalformen -s (mit-w-Timbre; infigiert -s n- durch Vermischung mit
dem Fem. Sing.); hinter Präpositionen -u mit vorhergehenden Wir-
kungen eines A (impu, seccu), -su (tairsiu; die Mouilherung ana-
logisch nach dem Fem. Sing.); im Brit. liegt teils eine unlenierte Form
(c. corn. -S-), teils eine lenierte Form (br. -ho-; hinter Präpositionen
ac. gurth-d-o, corn. -o, br. -o) vor; dabei ist dann anzunehmen, daß
ans, das im Inlaut zunächst zu -ös- geworden wäre, im Auslaut
vielmehr zunächst brit. -ons, weiterhin -os > -o ergeben hat. Vgl.
alat. SOS. C. -e- ist die Form des Fem. Sing. — Plur. Fem.
nicht belegt. — Plur. Neutr. *ijä steckt mit singularischer Funktion
in dem ir. infigierten neutralen -a- und in den konjugierten Prä-
positionen cen-e 'ohnedies', sechse 'darüber hinaus'. * ijä muß
eine Umbildung der älteren Form *l sein.
Anm. 1. Die konjugierten Präpositionen air. friss und less (analo-
gisch leiss) sind aus frissom, lessom abstrahiert (eig. fri-ssom, d. h.
das Pronomen som von der Präp. fri regiert, le-ssoin); in tar-ai-s steckt
das Pronomen -i- und das anlautende s- des Augens; über samlid s.
§374 Anm. S. 28 und §515,4 Anm. 2; in triit nir. trid steckt wohl eine
Partizipialendung im Neutr., "durchgehend" (die Mouillierung kann ana-
logisch sein); oder samlid, triit zu § 503, 2, 3? — Die in Ml. belegten
Formen cenaib, samlaib sind Entgleisungen nach dem Muster der
dativischen Formen; sie sind gewissermaßen Vorläufer für die nir. dialek-
tische Entwickelung, die (z. B. im Arrandialekt) bei sämtlichen konjugierten
Präpositionen in der 3. Plur. die dativische Endung durchgeführt hat.
172 Etymologische Erklärung der Pronomina der 3. Person. [§ 502
Große Schwierigkeit bereiten die konjugierten Präpositionen desBrit.
Die Endungen sind aber jedenfalls akkusativisch (^mit der Annahme von
Dativf'ormen würde man gar nicht auskommen). Als älteste Endung des
Sing. Mask. hat -o (ac. trio u. s. w., corn. gans-o) zu gelten. Das -o
scheint aber nichts als die Pluralendung sein zu können; es wäre also
(wie im Ir. im Neutr. des persönlichen Pronomens und wie im Ir. und Brit.
bei dem Demonstrativum ir. sin c. hynn § 516, 5) eine Vermischung der
pluralischen und der singularischen Formen eingetreten, woraus es sich
erklären läßt, daß im Br. neben -o im Plur. auch -e (* im) erscheint (sin-
gularisch ist -o: -e im mbr. ahano, ahane 'de lä'); nach einer Periode,
wo -0 und -e promiscue im Sing, und im Plur. verwendet wurden, wäre im
Corn. eine Differenzierung eingetreten, wodurch -o dem Sing., -e dem Plur.
zugewiesen worden wäre. Im C. und im Br. wäre dagegen das singula-
rische -0 durch das Augens *samo- ersetzt worden: ac. rac-d-am, mbr.
-äff, -haff, nbr. -an, -han. Von den ac. Formen des Mask. Sing, und
des Plur. (-am, -o) weichen die mc. Formen durch eine rätselhafte
Dehnung (-aw statt *-awf, -u) ab; beruht die Dehnung vielleicht auf
dem Einfluß des Fem., wo man eine auf *sim "> *sim zurückgehende
Endung mit kurzem -i (c. -y u. s. w.) erwartet, wo aber in allen brit.
Sprachen vielmehr eine (auf dem Einfluß des Nom. beruhende) Endung
mit langem -i (c. -i u. s. w.) erscheint? Man hätte eine Zeit lang im Fem.
i und i gehabt und danach im Mask. neben a ein «, im Plur. neben n ein
ö eingeführt; dies wäre so früh geschehen, daß das ö ebenso wie das ö
der lat. Lehnwörter entwickelt werden konnte. Als letztes Eätsel bleibt
die c. Form des Plur. -ud neben -u;.wohl Kontamination von -u und -yd
(gwell noc-yd, nog-yd 'better than they' Skene II 180, 21; 270, 21;
aus noc + yd § 503, 2, 3 + geschwundenem Pronomen).
Dat. Sing. Mask., Neutr. ^jö (Instr.), *jöi (idg. Dat.), *Jöd
(Abi.): ir. hinter Präpositionen -u, -o: fou, dau, occo, uaso;
vielleicht geschwunden in iarum, riam, huad (analogisch huaid).
— Fem. " jäi oder *ijäi: ir. hinter Präpositionen -i (zur Lautent-
wickelung vgl. S. 86). — Plur. Mask. Neutr. *jobhis (Fem. *jd-
hhis?): ir. hinter Präpositionen -ib, -aib. — Es ist bei diesen An-
sätzen vorausgesetzt, daß die endgültige Verschmelzung der Prä-
positionen mit den Pronominalformen erst nach dem Schwunde des
anlautenden ;'- im Ir. stattgefunden hat. Man würde natürlich
mit den Ansätzen *ö, *öi, *üd, *obhis (und im Nom. PL Mask. *oi)
lautlich ebenso gut auskommen.
Anm. 2. In Verbindung mit Verben kommen die Dativformen nicht
vor, der Dativ wird von den infigierten und suffigierten Akkusativformen
mit vertreten (vgl. air. esse, occae = essi, occi). Die konjugierten
Präpositionen der 3. Sing. Mask., Neutr. enthalten zum großen Teil gar
kein Pronomen: fo, de, do; ass (die vor einem proklitischen Worte ent-
standene Form der Präposition, I 259, ist hier eingedrungen, vielleicht von
§502. 503, 1. 2] Etymolog. Erklärung der persönl. Pronomina. 173
den falsch analysierten Verbin<lungen mit dem Augens sora unterstützt};
and 'dort, in ihm' ist ein mit der Präp. i n- (oder mit dem Präverb ind-
gall. an de-) gar nicht verwandtes Adverbium; s. I 114f. Über huad s.
§ 503, 3.
Gen. Sing. Mask. *esjo, Fem. * esjäs (woraus ir. *esijo,
*esijäs): ir. äi (das a ist in unbetonter Stellung entstanden; die
Form ist also eine Kompromisbildung wie der Gen. 1. Plur. unverb.
är; oder ist *asJ0y *asjüs anzusetzen?); c. "^eid, das nach dem Muster
der konjugierten Präpositionen zu mc. Masc. eidaw, Fem. eidi
differenziert wurde. Aus denselben Grundformen erklären sich
auch die verbundenen Formen ir. a, c. com. y, br. Mask. e,
Fem. he (zum h- s. § 282 I 413). Vgl. skr. Mask. asja, Fem.
asjäs. — Plur. Mask. Neutr. *esöm: ir. a, mc. eu, ac. ou (aus
*e-o), br. ho (aus *g/?o). Ir. äi, c. eidunt und das c. verbundene
y beruhen auf der Analogie des Singulars (ae in ir. cach n-se ist
aus unbetonter Stellung übertragen); corn. aga ist nach der Ana-
logie der Genitive der 1., 2. Plur. agan, agas aus einer kürzeren
Form umgebildet. Mit der Grundform * esöni stimmen in der
Endung skr. e-süm, ahd. iro. — Der Gen. PI. Fem. ist verschollen.
§ 503. Die mit den persönlichen Pronominen verschmol-
zenen Elemente. 1) Die zusammengesetzten Pronomina c. minheu,
titheu, ninheu, chwitheu, ynteu, hitheu, wynteu sind, wie
schon das Corn. zeigt, von der 3. Person ausgegangen. Sie sind
sämthch Nachahmungen der 3. Sing. Mask. ynteu, worüber s.
§ 512. Man hat diese Form als yn-teu empfunden und hat da-
nach wohl zunächst Fem. hi-theu, nachher die übrigen Prono-
mina geschaffen ; in der 1. Sing, fand Anschluß an das possessive
Pronomen statt; nach der 1. Sing, wurde die 1. Plur. gebildet (die
vielleicht ihrerseits wiederum Einfluß auf die Vokalgebung der
1. Sing, ausgeübt hat).
2) Über das -d- der irischen infigierten Pronomina der Re-
lativsätze vgl. § 537, § 545, 2. — Auch das in nicht-relativen Sätzen
nach den ursprünglich konsonantisch auslautenden Präverbien er-
scheinende dentale Element hat zweifellos denselben Ursprung. Es
hat sich aber das Gefühl ausgebildet, daß in diesem Falle nur ein
-t-, nicht ein -d- berechtigt war. Das -t- war in einigen Fällen
durch Verschmelzung mit dem Präverb (ad-, fritli-) entstanden;
in anderen Fällen ist es durch Doppelsetzung des -d- entwickelt;
ein Teil der Formen (co-t- u. s. w.) sind aber ganz zweifellos laut-
gesetzwidrig und nur durch Übertragung und Analogiebildung zu
174 Die mit persönl. Pron, verschmolzenen Elemente. [§ 503, 3. 4
erklären. Als das -t- sich überall festgesetzt hatte, wurden zum
Teil besondere Formen für die Relativsätze neugebildet.
3) Mit dem irischen -d- ist ferner zweifellos das brit. -d- der
konjugierten Präpositionen der 3. Person identisch; die Verbindung
einer Präposition mit einem Pronomen hat die Form angenommen,
die dem entsprechenden Präverb mit dem Pronomen zukam (ac.
gurth-d-o ist also mit ir. frit- vergleichbar). Die Erklärung setzt
also voraus, daß die Infigierungsregeln in allen brit. Sprachen einst
dem ir. Gebrauche ganz ähnlich waren. Das -d- hat sich bisweilen
auf sämtliche Formen der konjugierten Präpositionen verbreitet (c.
trwydof ^durch mich', corn. drethof, mbr. drezouff; mbr. di-
razoff [mit Schwund eines g vor dem z\ u. s. w. ; nur ausnahms-
weise gibt dies im ßr. zu einer Umbildung der Formen der 3. Person
nach dem Muster von mbr. ouziff : outaff Anlaß: nbr. hep-z-
oun, 3. Sing, heptaü, woraus wiederum eine 1. Sing, hepdoun
hervorgeht); sogar die pronomenlose Präposition kann beeinflußt
werden: mc. att 'zu' [* ad + d-, vgl. ir. at-). — Denselben Ur-
sprung wie das brit. -d- in der dritten Person der konjugierten Prä-
positionen hat wohl auch das ir. d in huad 'von ihm', huadi 'von
ihr', huadib 'von ihnen'; es ist aus einer Präverbverbindung über-
tragen; zwar erscheint ir. ö nicht als wortbildendes Präverb; als
relatives Präverb mußte es aber in- der Periode vor der Ausbildung
der relativen Ekhpse mit dem d der persönlichen Pronomina der
Relativsätze zusammentreffen können. Bedeutsam ist der Umstand,
daß das -d- hier wie im Brit. nur in der 3. Person auftritt; vgl.
dazu § 486 Anm. 2. Ganz anders über huad bei Thurneysen,
Handb. S. 476. Vgl. was über ir. ind- in § 488 gesagt ist.
4) Das im Verbum 'haben' im Corn. und Br. in der dritten
Person zwischen dem Pronomen und dem Verbum erscheinende
-de- (woraus corn. -|e-), das im Corn. vor einsilbiger Verbalform
deutlich den Akzent trägt, wird man trotz allen Schwierigkeiten
gleichfalls mit dem unter 2° und 3° besprochenen -d- in Verbin-
dung bringen müssen. Das -d- wird aus J -f- ^ entstanden sein,
vgl. c. yd-wyf mc. yttwyf 'ich bin'. Die abnorme Stellung des
Pronomens vor dem Dental wird darauf beruhen, daß dieser wie im
mc. yttwyf fest geworden war und nicht mehr in seiner ursprüng-
lichen grammatischen Bedeutung verstanden wurde. Die Haupt-
schwierigkeit ist das lenierende -e-, das auf den Dental folgt. Man
wird an den alten Auslaut des Adverbiums *idhe erinnert, dessen
Erhaltung bei frühem Schwund des Vokals der ersten Silbe nicht
§ 503,5. 6. 504] Die mit persönl. Pron. verschmolzenen Elemente. 175
undenkbar wäre (vgl. ir. in-di-t-moide § 485), der aber sonst im
Brit. nirgends erhalten ist. Jedenfalls müßten vielfache analogische
Übertragungen mit im Spiele sein.
5) Von den beiden Formen des infigierten Pronomens in Re-
lativsätzen im C. -\vy- und -yw- ist die letztere durch Metathese
aus der ersteren entstanden; -wy- in rwy- ist wiederum weiter
nichts als das alte o des Präverbs (vgl. ir. ro) mit dem gewöhn-
lichen infigierten Pronomen *im, *sim. Das so entstandene -wy-
wurde von dem Präverb ry auf die Negation ny übertragen. Die
Verteilung der lenierten und der unlenierten Formen des Prono-
mens (-nw-y- in relativen Sätzen, ny-s- in nicht relativen Sätzen)
stimmt mit der Regel, daß die Präverbia nur in relativen Sätzen
lenieren (§ 320, 1 I 470).
6) Über das vor dem Pronomen erscheinende -ch- nach der
Negation na im Ir. s. § 559. Diesem ir. -ch- entspricht zweifellos
das -g- der corn. Pronomina -gan- 'uns', -gas- 'euch' (ha na-
gan-byth gobyr vyth 'und es wird uns kein Lohn sein je' O. M.
2821; vgl. ir. na-chin-rogba uall 'damit Stolz uns nicht er-
greife' Wb. 15 d 40). Das -g- ist aber von den ursprüngHchen
Bedingungen losgerissen worden und zu einem untrennbaren Be-
standteil des Pronomens geworden. Von den Objektspronominen
wurde das -g- schließlich auf die Genitive übertragen: -gan,
agan 'unser' (neben -n, an ds.), -gas, agas 'euer'; auch sogar
-ga, aga 'eorum', obgleich eine (/-Form des Pronomens 'eos' nicht
vorkommt. (Über eine ältere Ansicht s. Stokes, Beiträge zur vgl.
Sprachforschung III 156.)
X. Die demonstrativen Pronomina.
§ 504. Das idg. System der demonstrativen Pronomina ist im
Keltischen sehr geändert worden. Aus dem idg. Paradigma Mask.
*so, Fem. *sä, Neutr. *tod (gr. o, t}, ro) sind zunächst die mit t-
anlautenden Formen ausgemerzt worden (über einen Rest des t-
s. §516, 1). Der Stamm *so- hat sich in Weiterbildungen ziemlich
reich entfaltet. Jedoch gibt es genau genommen nur ein einziges
durchfiektiertes Pronomen, den bestimmten Artikel (§ 505 — 513,
§ 516). Die übrigen s-Formen sind meistenteils Augentia oder Ad-
verbia oder besten Falls Pronomina mit defekter Flexion (§ 514 —
516). Außerdem gibt es nur noch einige wenige mit Vokal oder
mit k- anlautenden pronominalen Formen (§ 517, 518).
176 Der ir. Artikel. [§ 505
§ 505. Der bestimmte Artikel im Irischen.
Mask. Fem. Neutr.
Sing.
N.
in (vor Kons.), in
t ind
a n-
(vor
Vok.)
A.
in n-
in n-
a n-
D.
ind
ind
ind
G.
ind
inna
ind
Plur.
N.
A.
ind
in na
inna
inna
D.
-naib
G.
inna n-
Dual in allen Formen in.
Antn. 1. Die als ind angesetzten Formen bewirken Lenition. Das
-d gehört zum Stamm des Artikels und bleibt erhalten vor Vokalen, vor
wortanlautendem ä-, vor leniertem /-, s-, ?•-, Z-, n-, bisweilen vor leniertem
m- und b-, schwindet aber vor leniertem ;/-, k-, p- und vor allen nicht le-
nierten Lauten (s. I 114, 140 und die Paradigmata S. 82, 86). Daraus er-
klärt sich die Abwesenheit des -d in den nicht lenierenden Kasus; im Akk.
Sing, folgt immer ein unlenierter Konsonant oder das Sandhi-w (das gleich-
falls unleniert war): in n-athir 'den Vater'; im Nom. Sing, folgt immer
ein unlenierter Konsonant oder das Sandhi-A (I 408), womit -d zu -t ver-
schmilzt: int athir 'der Vater". Auch mit einem wortanlautenden le-
nierten s- verschmilzt -d zu -i (int .serc 'die Liebe'), was jedoch meist
von der Orthographie verhüllt wird (normale Schreibung also ind serc,
gesprochen /iv7' erk: ausnahmsweise sogar in seti 'die Wege' Wb. 9a 18,
gesprochen iiv't' ed't, wie auch in fi rinne 'die Gerechtigkeit' 4d 23; 9c
30, gesprochen ii/d' iriN ne, weil man beim Buchstabieren das lenierte s
und / unleniert gesprochen hat).
Anm. 2. Verschmelzung mit lenierenden Präpositionen: do-nd idol
'dem Götzen', do-naib ballaib 'den Gliedern"; di-nd soscelu 'vom Evan-
gelium': ar in bethid 'für das Leben', ar a n-indeb 'für den Gewinn',
ar-naib grädib 'für die Grade'. Nach nicht lenierenden Präpositionen
erscheint das ursprüngliche anlautende s-: co-ssin oin 'bis zum Einen',
co-ssa laa sa 'bis zu diesem Tage', fri-sna hireschu 'gegen die Ge-
rechten', iar-sin tairgiriu 'nach der Verheißung', for-sna dligetha
'auf die Gesetze', i-snaib fochidib 'in den Leiden'. Einige Entglei-
sungen finden sich : oc-in forcitul 'beim Unterricht'; tre-sin fuil 'durch
das Blut'; nach for kann statt sn- auch n- vorkommen: for-naib gni-
maib 'auf den Taten'. — Die zweisilbigen Formen des Artikels werden,
wie die angeführten Beispiele zeigen, nach Präpositionen immer einsilbig;
sonst geht der Vokal der ersten Silbe im Air. nur ganz ausnahmsweise ver-
loren, s. I 264.
Anm. 3. In der proklitischen Verbindung ind-ala (I 273 und § 517)
hat der Artikel jede Flexion verloren (auffällig: ind aile 'der andere'
§ 505. 506] Der Artikel im ßrit und Gall. 177
Nom. Mask. Thes. 1492, 24). Ebenso in dem indeklinablen innonn,
inonn, inunn, inun 'derselbe': innonn indocbal 'dieselbe Ehre' (fem.)
Wb. 24 d 13, innonn forcital 'dieselbe Lehre' 17b 32, it inonn aide
'sie sind dieselben' 23b 16; nir. ionann (auf der ersten Silbe betont).
In diesem Worte steckt der Artikel und das Zahlwort oin (S. 126). Ob
die ünbetontheit des Zahlwortes darauf beruht, daß die ganze Gruppe ur-
sprünglich proklitisch gewesen ist, oder ob alte Betonung des Artikels (wie
in indiu I 294) anzunehmen ist, entscheide ich nicht. Im jüngeren Air.
sind neugebildete Formen für Fem. und Neutr. belegt: Fem. sinonn Sg.
189b 2 (auch als Neutr.: 76a 3, 198a 5: nach § 407, 3?). Neutr. ednon
öen Sg. 201a 11, 55b 3, ednun n-6in Ml. 70d 1. Häufig steht nach
inonn pleonastisch noch 6 in. Auch nicht verschmolzene Gruppen von
Artikel + oin in der Bedeutung 'derselbe' kommen vor, und auch nach einer
solchen Gruppe kann ein pleonastisches oin stehen: in na oena raeite gl.
tantidem Sg. 203a 26, inna oina oina sa gl. hos eosdem Ml. 70a 4.
Anm. 4. Altertümliche Formen. Neutr. Sing, se: fri-se-llar 'to
the ground' Ml. 36 d 18; Neutr. PL: inda fodb gl. exuuias Thes. II 47,
24, indä errend gl. Stigmata [Wb.] 20d 5, vgl. Thurneysen, ZfcPh. III 53.
Spätere Entwickelung. Mir. Nom. PI. Mask. (Fem., Neutr.) na: na
maic 'die Söhne'. Die besondere Form des N. A. Sing. Neutr. geht all-
mählich verloren. Das -b des Dat. Plur. wird allmählich aufgegeben: do-
na statt do-naib.
§ 506. Der bestimmte Artikel im Brit. und Gall. Ac. ir:
ir pimphet 'der fünfte', ir anamoii gl. menda, in ir coit 4n
dem Walde' ZE 671; mit o 'von', di 'zu' verschmolzen: or garn
gl. medio; dir arpeteticion gl. miseris. Mc. yr (vor silbischen
Vokalen, ;'- und h-), y (vor Konsonanten und w): yr eiry 'der
Schnee', yr iarlles 'die Gräfin', yr hen-wr 'der alte Mann', y
inab 'der Sohn', y waew 'der Speer', yn y llys 'in der Burg'.
Mit Präpositionen verschmolzen: o-r raab 'von dem Sohne', a-r
geifyr 'mit den Ziegen', y-r fforest 'zum Walde'; ferner a-r
meirch 'und die Pferde'.
Acom. en bit 'die Welt'. Mcorn. an, en; Verschmelzungen:
ha-n map 'und der Sohn'; the-n tas 'dem Vater', a-n nef 'vom
Himmel'; yn chy 'ins Haus' (yn 'in').
Abr. en; mit do 'zu' verschmolzen: don. Mbr. en, an; ver-
schmolzen: da-n bet 'zur Welt'; Doe n tat 'Gott der Vater'; en
offeren 'in der Messe'. Nbr. ann (vor silbischen Vokalen, h-, d-,
t-, n-), al (vor 1-), ar (vor Hinterlingualen, Labialen, j, s): ann
ene 'die Seele', ar iar 'die Henne', ar waz (oaz) 'die Gans', ar
zac'h 'der Sack'. Mit der Präp. 'in' verschmolzen: enn, el. er.
Gall. ooGLV vefxriTOv (Akk. Sing. Neutr.) 'dies Heiligtum'.
Pederson: Vgl. kolt. Gramm. II. 12
178 Gebrauch des Artikels. [§ 506—508
Anm Über den Wandel w r im C. und Br. s. I 155. In dem beim
Appositious-Instrumentalis und als Adverbialzeichen verwendeten Dativ des
Artikels bat dieser "Übergang im C. nicht stattgefunden: ac. hin rac. yn
(S. 76 f.). Vielleicht verhielt sich der Dativ einst zum Nom. wie im Ir.
Dat. ind zu Nom. in; damit stimmt es, daß ein Eest des -d (durch Sandhi
zu -t verschoben) im Mbr. im Dat. erhalten ist: ent seder 'tran-
quillement' (aber mbr. en mat nbr. ervat 'gut'). Ob in corn. Dat. yn
gegenüber dem sonstigen en, an ein Umlaut oder zufällige orthographische
Variation vorliegt, bleibe dahingestellt. Über mc. y neill s. § 517, 3;
ac. in-it-oid s. § 511 Anm. 3 S. 183.
§ 507. Gebrauch des Artikels. Das hier nach seiner Haupt-
verwendung als Artikel bezeichnete Pronomen fungiert 1) adjekti-
visch, und dann immer proklitisch; für sich allein fungiert es als
Artikel, mit einem nach dem Substantiv stehenden Augens be-
deutet es 'dieser', 'jener'; 2) substantivisch, entweder allein, prokli-
tisch vor einem relativen Satz, oder proklitisch in Verbindung mit
einem betonten Augens.
§ 508. Fehlen des Artikels. 1) Der Artikel fehlt vor
einem Substantiv, das einen bestimmten Genitiv regiert: air. icc
in domuin 'die Erlösung der Welt' Wb. 5c 14; tuath dse' 'das
Volk Gottes' 30b 14; talland cäich uanni 'das Talent eines
jeden von uns' 12a 12 (auch torad precepte nach aili 'die Frucht
der Predigt eines Anderen' 17b .18, vgl. 9c 31; icc anm an so-
chuide 'die Erlösung der Seelen vieler Leute' 24 d 14); — mc.
ystlys y fforest 'der Rand des Waldes', llys Arthur 'Arthurs
Hof; — corn. cvsyl an tas 'der Rat des Vaters'; — mbr. argon
an dibr 'l'arQon de la seile' u. s. w. Dagegen kann der Artikel
selbstverständlich vor dem von einem vmbestimmten Genitiv be-
gleiteten Substantiv stehen: air. ä cenele rdoine 'das Menschen-
geschlecht' Wb. 5c 16, nc. y llyfr gweddi 'the prayer book'.
Antn. Der Artikel steht im Air. häufig vor einem Substantiv mit
einem definierenden bestimmten Genitiv: fri-ssa lind serb in chür-
sactha 'zum bitteren Trank des Tadels' Wb. 7d9; assin folud ap-
priscc inna colno 'aus der gebrechlichen Substanz des Körpers' = 'aus
der g. S., die unser Körper ist' 9 c 10; vgl. 9 d 5. Andere Fälle eines
Substantivs mit dem Artikel vor einem davon abhängigen Gen. mit dem
Artikel sind wohl zum Teil bloße Anakoluthien.
2) Der Artikel fehlt ferner vor Substantiven, bei denen die
Bestimmtheit in anderer Weise (durch ein possessives Pronomen
u. s. w.) ausgedrückt ist (auch eine Ordnungszahl bewirkt im Air.
bisweilen Fehlen des Artikels: cetnae accuis 'der erste Grund'
Ml. 118 d 12, vgl. unter 4°); ebenso bei Substantiven, bei denen
§ 508, 3] Gebrauch des Artikels. 179
die Bestimmtheit selbstverständhch ist (Eigennamen). Es gibt jedoch
sowohl im Nir. wie im Mc. und Nc. geographische Eigennamen,
die mit dem Artikel verbunden werden: nir, an Späin, c. yr
Ysbaen 'Spanien', vgl. Strachan, Introd. S. 21, Rowland § 417,
418. Auch werden Personennamen im Mc. bisweilen mit dem
Artikel versehen; so nach heb 4nquit: heb y Peredur, heb yr
Owein, vgl. nc. ebr 'inquit'; aber auch in anderen Verbindungen,
s. z. B. Mab. 93, 2 und 18.
3) Im Air. fehlt der Artikel vor einer Reihe von Appella-
tiven, die mit den Eigennamen eine gewisse Bedeutungsähnhchkeit
haben; vor einigen Wörtern fehlt er immer, vor anderen in ge-
wissen formelhaften "Wendungen: dia 'Gott' (auch im Brit. ohne
Artikel: c. duw, com. dew, br. doue); diabol und demun
, 'Teufel' Wb. 22d 11; 9d 24; de acht 'Gottheit', döinecht 'Mensch-
heit' 32c 13; apstil 'die Apostel', fäithi 'die Propheten' 21c 5;
do hüasalathrachaib 'den Patriarchen' 30d 1; sacart 'Priester'
10 d 15, 16; heritic 'die Ketzer' 30b 24; geinti 'die Heiden'
5b 17; do chorintib 'den Korinthiern' 16d 7; do firianaib 'den
Gerechten' 13b 27; for pecthachu 'auf die Sünder' 25 d 19;
linn cretmech 'die Gläubigen' lOd 13; etir tuaith 'among the
lay-folk' 28d 31; la-mmarbu 'mit den Toten' 25b 22; besad
felsub 'die Sitte der Philosophen' 27a 10; i taig rig 'in the
king's house' 23b 9; corp duini 'der Körper des Menschen' 12a
29, b 12; eter söir et döir eter mug et coimdid 'der Freie
und der Unfreie, der Sklave und der Hcit' 27 c 15; — nem 'das
Himmelreich' 22b 23; ar indocbäil talman 'um den Ruhm der
Erde' 23d 21; grien 'die Sonne' Thes. II 21, 37 (aber a n-£escae
'den Mond', ebenda); bethu suthin, bethu frechdirc 'das ewge
Leben, das gegenwärtige Leben' Wb. 13b 20, c 10; bäs 'der Tod'
23d 12; bräth 'das jüngste Gericht' 25b 16; hesseirge et
flaithemnas 'die Auferstehung und das Reich' 25c 13; 30a 20
hicc 'die Erlösung' 17d 27; in niulu 'in die Wolken' 25b 23
in seclis 'in der Kirche' 28 d 24; i tempul 'im Tempel' 26a 8
for altöir 'on the altar' lOd 18; hi croich 'on the cross' 28b 4
dar-esi cesto 'nach dem Leiden' 32 d 3; rüna 'die Geheimnisse
15a 29; soscele 'das EvangeUum' lOd 20; fetarlice, nuied-
nisse 'das alte, das neue Testament' 15a 25^ 27; gräd 'der Grad'
28d 9; i precept 'im Predigen' 17c 5; a döiri 'aus dem Exil'
30b 14; hiress 'der Glaube'; fial amirisse 'der Schleier des Un-
glaubens' 15a 29; iar m-bathius 'nach der Taufe' 28b 21; ce no-
12*
180 Gebrauch des Artikels. [508, 3—5
tad maic si raith 'obgleich Ihr die Söhne der Gnade seid' 33b 8;
comalnad recto 'die Erfüllung des Gesetzes' 6a 27; cen serbi
pectho 'ohne die Säure der Sünde' 9b 12; iar n-immarmus, iar
forcitul, iar n-aithirgi, iar cretim 'nach der Sünde, der Be-
lehrung, der Reue, dem Glauben' 28b 30; 16a 14; 22c 2; 10a 29;
ö düalchib 'von den Lastern' 27a 13; archuit öisa et besä
'mit Bezug auf das Alter und den Charakter' 28 d 24; cholno,
spirito 'des Fleisches, des Geistes' 19a 17; 14c 42; hi claar
cridi 'in the table of the heart' 15a 11; corp 'der Körper',
animm 'die Seele' 27b 2; 31b 26; 30a 2; o belib 'mit den
Lippen' 14c 23; cenn 'der Kopf, läam 'die Hand', coss 'der
Fuß', süil 'das Auge' (im Fabelstil) 13a 19; 12a 21, 25; süili
'die Augen' 25c 23; — re proinn 'vor der Mahlzeit' 28c 20;
maicc lai et soilse 'Söhne des Tages und des Lichtes' 25c 6;
in aidchi 'in der Nacht' 24d 14; co cenn 'to the end' 23a 19;
iar fir 'in der Wirklichkeit' 16a 7.
4) Der Artikel kann in Air. sogar vor einem Substantiv mit
folgendem Augens fehlen: diuellimur inde, Iphitus et Pelias
mecum .i. docuirethar cetna persan sin persana aili chu-
cae 'diese erste Person schließt andere Personen an sich an' Sg.
191a 2; far failte sin frinn olim nobis facta 'jene eure
Freude, die Ihr einst uns gegenüber gezeigt habt' Wb. 19 d 22;
tri indlach inna talman n-i-sin Ml. 40d 16, s. § 512. Corn.
a-le-mma 'from this place', br. bre-maiT I 434.
5) Ein Substantiv, das durch einen relativen Satz bestimmt
wird, hat im Ir. und im Brit. den Artikel: air. dund öis nad
chaithi cach tuari 'den Leuten, die nicht jede Speise essen'
Wb. 6c 11; mc. y marchawc a rannassai yr aualeu 'der
Ritter, der die Äpfel geteilt hatte' Mab. 194; corn. an luef am
gruk 'die Hand, die mich geschaffen hat' R. D. 143; br. al loden
zanvez a zigouez din 'der Teil von Gütern, der mir zukommt'
Loth, ehrest. S. 363. Ausnahmen von dieser Regel sind jedoch
im Air. nicht selten: ainm däno dorigeni i tossug 'den Namen
der Profession, die er ursprünglich betrieben hat' Wb. 27 d 10;
is he cruth inso sem no-s-messamar 'this, truly, is the way
we shall judge them' 9c 10. Vgl. Wb. 10 b 21; 12 d 5; 13 a 16;
24c 17; 25c 10; 27c 36; 28c 20, d 26; 30a 11. Ähnlich im
Mc. : rac hyt y buant ar goll 'wegen der langen Zeit, wäh-
rend der sie verloren gewesen waren'; hyt IIa yd oed keffyleu
a gywedei gynnut udunt 'bis zum Orte, wo die Pferde waren,.
§509.510] Gebrauch des Artikels (des Demonstrativpronomens). 181
welche für sie Brennholz transportierten' Mab. 194, 195. Com.
corf yn beth a worseugh why 'der Körper, den Ihr ins Grab
gelegt habet' R. D. 48; den na gresso *the man who does not
believe' R. D. 2478. Vgl. § 511, Anm. 2.
§ 509. Wo ein unbestimmtes Substantiv von einem Ad-
jektiv begleitet als Prädikatsnomen nach der Kopula stehen sollte,
wird im Air. das Adjektiv vorangestellt und das Substantiv folgt
mit dem Artikel: is acher in gäith innocht 'es ist ein scharfer
Wind diese Nacht' Thes. II 290; is maith in chommäin dorat
doib 'es ist eine gute Belohnung, die er ihnen gegeben hat' Wb.
6d 7; is m()r in dethiden file dom-sa 'es ist eine große Sorge,
die ich habe', 'ich habe eine große Sorge' 26d 19; is möith a
forcital 'es ist eine milde Belehrung' 19c 1; mädramil in macc
'es ist ein mutterähnlicher Sohn' 13 d 10; mor int serc 'es ist
eine große Liebe' 22b 11; ni sulbir in briathar 'es ist kein be-
redtes Wort' 17b 4; ni alind in ball näd chometig don
chorp 'es ist kein schönes Glied, das sich dem Körper nicht fügt'
22a 13; bad spirdide in guide 'es sei ein geistiges Gebet' 22d
21; na bad naimtide a cosc 'es sei keine feindliche Zurecht-
weisung' 26b 28; ni-pu immaccus int aidrius 'es war keine
baldige Rückkehr' 18 d 5. Statt des Adjektivs steht Präposition
+ Kasus: bad ho thoil in fognam 'es sei freiwilhger Dienst'
22d 5; bad in dia in failte 'es sei Freude in Gott' 23d 19;
bad in domino int aurlatu 'es sei Gehorsam in Gott' 27c 3.
Die ganze Ausdrucksweise ist mit frz. eile a les cheveux
blonds psychologisch parallel ; der Substantivbegriff wird als selbst-
verständhch oder gegeben betrachtet. Daher in einem Vergleich
(wo der Substantivbegriff nicht selbstverständlich ist): is lestar
fäs, is crann crin, nad deni thoil ind rig thuas 'he is an
empty vessel, he is a withered tree, whoso doth not the will of the
King above' Thes. II 294.
Nir.: is deas an cailin i sin 'sie ist ein schönes Mädchen'
(mit einem Subjektspronomen nach dem Substantiv; dies Pronomen
hat aber die Form, die sonst dem Objektspronomen eigen ist, s.
§ 491); is mör an fear an fear üd 'jener Mann ist groß'. S.
Atk. Keat. Appendix S. VI, Molloy 145.
Über eine ähnliche Konstruktion im Cornischen s. § 523, 6.
§ 510. Demonstrative Verwendung des nicht augierten
Artikels kommt nur in erstarrten Verbindungen vor: ir. in-diu,
in-nocht S. 79 (Vermischung mit der Präp. i n- zeigt sich bei
182 Gebrauch des Artikels (des Demonstrativpronomens). [§ 511
im-buarucli 'heute früh' und bei nir. i m-bliadhna 'this year').
c. y-ma 'hier' "dieser Ort".
§ 511. Die substantivische Verwendung des nicht augier-
ten Artikels vor einem relativen Satz findet nur im Neutr. statt.
Vgl. über das Irische Verf., KZ XXXV 394 f., über das C. At-
kinson, Proceedings of the Royal Irish Academy, 3. Ser., Vol. III
475f., Zimmer, ZfcPh. II 86ff., Loth, Rc. XXXI 358-364.
Air. ni dignem an dogniat som 'wir werden das nicht tun,
was sie tun' Wb. 17b 9; nach gäo dom an asbiur 'daß das-
jenige nicht unwahr ist, was ich sage' 17 d 12. Der Artikel steht
normalerweise unmittelbar vor dem relativen Satz; er kann jedoch
durch einen partitiven Genitiv oder eine damit synonyme Präpo-
sitionsverbindung davon getrennt sein: mir. an gaisceda tue o
Scäthaig, air. an du imnedaib 7 frithoircnib fodaimiS. 81;
mir. an do doraid tarraid Coinculainn 'das von Schwierigkeit,
was den Cuchulainn überfiel' Wi. 300, 2. Der Artikel steht im
Ir. in dieser Verwendung nicht nach Präpositionen (der Satz for-
san Israhel 7 Aron 7 as Leui trachtaid inso 'this comments
on I. and A. and L.' Ml. 138 c 13 ist anakoluthisch).
Im C. findet sich im Gegenteil diese Verwendung des Ar-
tikels nur nach Präpositionen: mc. ef a dely gwneuthur me-
dhecynyat rad yr a uo en e llys Ges. Vened. 1 18, 6, s. S. 65;
a dywedut y rodei pob dim or a archei y brenhin 'und er
sagte, er würde alles geben von dem, was der König forderte' Red
Book II 286, 12; dy glot ry giglef ym pob gwlat or y bum
'deinen Ruhm habe ich gehört in jedem Lande, von dem, wo ich
gewesen bin' Mab. 214, 17. a-r a 'von dem, was' ist fast = a.
Anm. 1. Die Ähnlichkeit dieser o.-Koustruktion mit den ir. relativen
Präverbien (§ 268) ist ganz oberflächlich; im C. regiert die Präposition das
demonstrative Pronomen, im Ir. regiert sie das (ursprünglich formell nicht
ausgedrückte) Eelativum. Wo im Ir. in der Satzfuge eine Präposition dem
Sinne nach das Demonstrativum regiert, wird entweder das Pronomen inti
(§ 512) verwendet (do-nd-i, o-nd-i = mc. y-r, o-r), oder das Demonstra-
tivum wird formell nicht ausgedrückt (6 'seit', ol 'weil', co 'bis' I 399;
so auch im Brit.: mc. wrth a dywedeisti 'nach dem, was du gesagt
hast' Strachan, Introd. 52, wrth 'weil', corn. rag 'denn', mbr. rac 'denn';
mc. 0 und o-r 'wenn'). Vermischungen der demonstrativen Präpositionen
mit den relativen Präverbien haben allerdings im Ir. zweifellos stattge-
funden; bei CO findet die Vermischung vor unseren Augen statt (die alte
Konstruktion steht neben der neuen); bei ol nach einem Komparativ ist
sie der Bedeutung wegen (S. 78) notwendigerweise anzunehmen; aber die
uns vorliegenden Tatsachen führen dann zur Annahme der folgenden Ent-
§ 511] Gebrauch des Artikels. Ir. an 'indem'. 183
wickelunf^sreihe: 1) ol bewirkt keine Eklipse und bildet mit dem Yerbum
keine Zusammensetzung; 2) nach dem Muster der relativen Präverbia
werden nach ol Eklipse und Kompositalendungen des Verburas eingeführt:
ol-dau, ol-riiboi; 3) das in dieser Weise zum relativen Präverbium ge-
wordene ol n- nimmt an der formalen Umbildung der relativen Präverbia
teil: ol-am-bieid si. Die umgekehrte Kekonstruktion, wonach ol-an-
älter als ol n- und mit c. y-r, o-r parallel wäre, ist ganz unwahrscheinlich.
Wenn man ferner z. B. bei ar-a n- 'damit' von der Bedeutung "propter
hoc" ausgehen will, so wird man mit Rücksicht auf ar 'denn' anzunehmen
haben, daß dies "propter hoc" ursprünglich durch die Präposition allein,
nicht durch Präposition + Artikel ausgedrückt gewesen ist.
Anm. 2. Das Demonstrativpronomen vor dem relativen Satz kann
ganz fehlen. Air. r-a-fitir as lia 'die meisten ("was das meiste ist")
wissen es' Wb. 23c 21; ni irbagam nä dernam 'we boast not what we
do not' 17b 6; ni-m-bia durata 'er wird nichts zu geben ("was er
gebe") haben' Ml. 57a 13; is lestar fas, is crann crin nad deni
thoil ind rig thuas S. 181; ni bia di mütaib bes huilliu in oen
sillaib 'es wird nicht mehr Mutae ("was mehr ist von Mutae") in einer
Silbe geben' Sg. 7a 1; ro-boi du meit a pecthae som combu uisse a
n-epeltu 'ihre Sünden waren so groß ("es war soviel von Größe ihrer
Sünden"), daß ihr Tod gerecht gewesen wäre' Ml. 98c 6; attä di seirc
la laitnori inna n-gree co-seichetar cid a comroircniu 'die La-
teiner haben eine solche Liebe ("das, soviel von Liebe") für die Griechen, daß
sie sogar ihren Irrtümern folgen' Sg. Ia2. Ir. bes 'vielleicht' wird eigent-
lich" was sein mag" bedeutet haben. Weglassung des Demonstrativums vor
einem mit einem Relativsatz synonymen Ausdruck: mir. fagabar do
feraib Herend tairismi comrama frim-sa S. 81; ni theiged i-sin
mag can arigud 'es kam nichts auf die Ebene ohne bemerkt zu werden'
LL 71a 48. — Mc. aet a-e mynno 'gehe wer (es) will' Mab. 23, 15;
keis a-th ladho 'suche jemanden, der dich töten wird' 5, 24; na tbwy-
llaf a-m cretto 'ich werde nicht denjenigen betrügen, der mir glaubt'
117, 15 u. s. w. — Corn. ny thue dresto na varwo 'no one goes over
it that does not die' R. D. 2226; an geffo pows as gwyrrfyns 'wer
einen Rock hat, verkaufe ihn' M. C. 51. — Mbr. chede a ry 'voici ce que
tu feras' Ernault, Gloss. Vgl. § 543. Über das Fehlen des Demonstrati-
vums nach einer Präposition s. Anm. 1.
Anm. 3. Aus dem neutralen Demonstrativpronomen vor einem Re-
lativsatz hat sich im Air. eine Konjunktion a n- 'indem' (ZE 709) ent-
wickelt: an no-n-geiss 'when thou beseechest" gl. testificans Wb. 30b 4;
an aslui grien fo a fuined, dosoi dond Orient 'when the sun goes
away to its setting, it turns to the east' Thes. II 21, 36. Über die rela-
tive Eklipse nach dieser Konjunktion vgl. I 397.
Dieselbe Entwickelung hat auch im C. stattgefunden: ac. in-it-oid
'indem . . war"; mc. dyuot a wnaeth yn yd oed y kawc 'er kam bis
wo das Gefäß war' Mab. 50 (yn ist Objekt des Bewegungsvorbums, vgl. S. 72);
yn y gwelych eglwys can dy pater wrthi 'wo (wenn) du eine Kirche
184 Ir. inti. [§511. 512
siehst, sage dein Vaterunser davor'; yn y bei orchyuygedic angheu a
gyuodes y trydyd dyd 'who, when death had been overcome, arose on the
third day'. S. Strachan, Rc. XXVIII 198, Introd. 130. Daß der Übergang
n y r in diesem Falle nicht eingetreten ist, erklärt sich sehr einfach daraus,
daß immer ein Vokal auf das n folgte. Die mc. Konjunktion yny 'bis' scheint
teils dem ir. a n-, teils dem ir. an -na 'indem nicht' zu entsprechen: dyuot
a arugantyr holl niferoed hyny vydant yn emylykae 'the whole
multitude came tili they were beside the enclosure' Strachan, Introd. 130f.;
ny bu hir, yny vyryawd Peredur ef . . yr Uawr 'es dauerte nicht
lange, bis P. ihn zu Boden warf Mab. 200; yny ymgaffwyf ac efo . .
ny cheffy ditheu trigyaw dwynos yn vn ty 'bis ich ihn treffe, sollst
du nicht zwei Nächte in einem Hause bleiben' Mab. 196. Mit com. er-
na 'bis' ist c. yny nicht identisch (es sei denn, daß corn. erna sein r
einer volksetymologischen Umbildung oder einer Vermischung verdankt).
§ 512. Ein dem Ir. und Brit. gemeinsames Augens des
Artikels ist ir. -i c. -eu. Bei dem adjektivischen Artikel steht das
Augens im Ir. selten allein: in duine in chainchomraic hi ^der
Mann dieses freundhchen Verhältnisses' Ml. 61c 2; in maic hi
roslassa and *die Knaben, die dort zu Boden geworfen waren'
LU 59b 14. In der Regel folgt noch das Augens sin: in bair-
gen hl sin 'dies Brod' Wb. IIb 8; a m-bäs n-i-sin 'dieser Tod'
15d 12. Augens ohne Artikel (§508,4): triindlach innatalman
n-i-sin 'durch diese Spaltung (in dl ach, ohne Artikel wegen des
folgenden bestimmten Genitivs) dei- Erde' Ml. 40 d 16 (n- ist ver-
schleppte Eklipse, vgl. § 265 Schluß). Seltener folgt tall: ni-n
chruth hl thall 'nicht in jener Weise' Wb. 26b 13. Das sub-
stantivische int-i, intii (Fem. ind-i, Neutr. an-i; Akk. Mask.
Fem. inn-i; Gen. Sing. Fem., Nom. PI. Fem., Neutr., Akk. PI.
inna-hi. Gen. PI. innan-i u. s. w.; für ind-i wird häufig ind-hi
geschrieben, vgl. I 406) steht im Ir. 1) vor einem relativen Satz:
intii labrathar ilbelre 'derjenige, der viele Sprachen spricht'
Wb. 12c 19; indhi pridchite 'diejenigen, welche ijredigen' 29a
12; do menmanib innani asbertis 'den Gedanken derjenigen,
welche sagten . .' 25b 27; an asberin o belib et ani imme-
rädin ö chridiu 'das, was ich mit den Lippen sagte, und das,
was ich im Herzen dachte' 14c 23; for-sna-hi comalnatar
teil dse 'on those who fulfil God's will' 20d 1; for-san-i as-
rubart 'auf das, was er gesagt hat' 9c 1; 2) appositioneil vor
einem Personennamen: inti Moysi 'er, Moses' 33a 2; 3) vor
einem Augens oder einem Ortsadverbium: sechip-he im do dia
im do pheccad . . adib mogse indi-sin gl. serui estis eius cui
oboeditis 'wer er auch ist, ob (Ihr) Gotte oder der Sünde (ge-
§ 512] Ir. inti c. ynteu corn. -ense. 185
horchet), so seid Ihr Sklaven von diesem (d. h, von Gott oder von
der Sünde, personifiziert)' 3b 15; fri genti asbeir som ani-
siu 'zu den Heiden sagt er dies' 4d 17; äni thüas 'das, was
oben steht', 'Jenes oben' 10a 15 (ani-siu sis 'was weiter folgt',
"Dieses nach unten" 15 d 33); gluäs indi riam 'eine Erklärung
des Vorhergehenden' 17 d 21; titul indi archiunn 'Überschrift
des Folgenden' 28a 11; äni chetna 'dies selbe', 'in derselben
Weise' LU 61a 9.
Anm. 1. Ir. inti war auf der letzten Silbe betont. Schon früh wurde
es fälschlich als in-ti analysiert; daher mir. Dat. don-ti, Gen. in-tii
(Atk. LBr. S. 745), imm-on-ti thanic 'um denjenigen, der gekommen ist'
LL 72a 47. Im Nsch. gilt ti, im Nir. te als ein Substantiv mit der Be-
deutung 'individual' 'Person' (nir. te kommt im Wesentlichen nur in den
Fällen vor, wo air. -hi möglich war; nsch. ti hat dagegen vielfach die
Kechte eines gewöhnlichen Substantivs gewonnen; im Nsch. wird zu ti
ein Fem. to 'weibliche Person', im Nir. dialektisch umgekehrt zu te ein
Fem. ti gebildet). S. darüber Asp. i Irsk S. 132.
Mc. ynteu (ac. yntou L. Land.) ist zu einem persönhchen Pro-
nomen geworden, s. § 493, § 492; vgl. ir. inti-sin. Es steht wie ir.
inti oft appositioneil vor einem Personennamen oder einem damit
bedeutungsverwandten Appellativ (ynteu Bwyll 'er, Pwyll'; hitheu
wreic Teirnon 'sie, T.'s Frau'). In der Verbindung neu ynteu
hatte das Pronomen die Bedeutung 'idem', wurde aber sehr irüh
adverbiell aufgefaßt, es ist daher indeklinabel (y gelwit hi Lun-
dein neu ynteu Lwndrys 'sie wurde Lundein oder mit einem
anderen Namen Lwndrys genannt') und steht auch in Fällen, wo
gar kein PronominalbegrifF vorhanden ist ('oder aber'); nc. ynte
'otherwise'. Vgl. Strachan, Inti'od. 34. Über das entsprechende
corn. Pronomen vgl. § 495 S. 161.
Anm. 2. C. ynteu ist auf der ersten Silbe betont. Schon sehr früh
wurde es fälschlich alsyn-teu analysiert; eine Femininform hi-theu wurde
gebildet (vgl. ir. si-nonn neben inonn § 505 Anm. 3); darauf folgten
weitere Neubildungen (§ 503, 1). Einen anderen Weg ging die corn. Ent-
wickelung; vermutlich hat zunächst die alte Form des Mask. auch für das
Fem. und den Plur. Geltung gewonnen; dann ist die Endung nach Analogie
der enklitischen persönlichen Pronomina umgestaltet worden: Mask. -ens-e,
Fem. und Plur. -ens-y.
Anm. 3. Die Identifikation von ir. inti und c. ynteu unterliegt
keinerlei lautlichen Bedenken; das Augens war * hce, vgl. skr. iva (l 442);
daraus einerseits ir. -ii, -i, andererseits ac. -ou, mc. -eu; denn jedes -itc-
ist im Auslaut eines mehrsilbigen c. Wortes zu -ou ^ -eu geworden:
yw 'ist', pi-eu 'cuius est'; in keinem sicheren Fall ist unbetontes c. -yw
aus -iw- entstanden; über Ceruyw s. S. 16; in gwr-yw, ben-yw kann
186 Augentia des Artikels. [§ 513, 1
-uwo- vorliegen. Eher könnte die Heranziehung der cornischen Formen be-
denklich sein, da wohl auch im Corn. lautgesetzlich -ow zu erwarten wäre,
vgl. gall. Dexsiua: c. deheu corn. dyghow br. dehou I 36 (falls hier
volle Identität anzunehmen ist).
§ 513. 1) Die häufigsten Augentia des adjektivischen Artikels
im Ir. sind so (auch sa; durch Mouillierung se, I 349, 353) und
sin. so weist bisweilen auf das Nähere, sin auf das Entferntere:
in-fect-so, ind-or-sa 'jetzt', aber in tain sin 'damals' Wb. 3c 14;
in anderen Fällen weist so auf das im Zusammenhang Folgende,
sin auf das Vorhergehende: is si thol dee didiu ani'-siu .i. a
trede so .i. bona et placens et perfecta 'dies ist also der Wille
Gottes, diese drei Sachen, bona et placens et perfecta' 5c 22; in
glaine sin et ind nöibe et in firinne is i n-anmim in choim-
ded . . düib-si a trede sin 'diese Reinigkeit und Heiligkeit und
Gerechtigkeit, es ist im Namen des Herrn, daß Ihr diese drei
Sachen besitzet' 9 c 30. Das Augens steht bei Koordination mehrerer
Substantive nur einmal; vgl. das soeben angeführte Beispiel und
in male si et in tuistidi 'diese Söhne und Eltern' 28d 22 (si
statt se, vgl. 14b 6). Über Weglassung des Artikels vor dem
Augens s. § 508, 4.
Die substantivischen Gruppen in -so (in Ml. auch in-se:
114a 1, 115c 1, 128d 9) und in-sin haben nur neutrale Bedeutung
('dies', 'jenes'): ma rufeste inso"'wenn Ihr dies gewußt hättet'
Wb. 9d 9; fomnid insin 'gebet Acht auf dies' 20b 15; is döire
duib-si inso uile do foditin 'es ist Unfreiheit für euch, dies
alles zu ertragen' 17c 17; ni fiu düib-si insin do eitsecht 'it
is not worthy for you to hear that' 18c 11; com-mad inso sis
roscribad som 'sodaß es dies Folgende wäre, was er geschrieben
zu haben pflegte' 26b 31; lerithir inso 'so fleißig' 27d 19;
teccomnocuir inso 'this has happened' 10a 4; trog insin 'sad
is that' 19 b 4. Sie haben eine Tendenz, zu bloßen Augentien
herabzusinken: is hed insin forchun 'dies ist's, was ich lehre'
10a 13; is hed inso an aithescc 'dies ist die Antwort' 9d 15;
is si inso in targabäal 'dies (si § 407, 2) ist das Verbrechen'
9c 19; it he coisnimi inso file lib-si 'das sind eure Kämpfe'
7d 13; is do inso noainfeda 'it is for this that thou wouldst
have remained' 27 d 20 (do 'dazu', konjugierte Präposition).
Antn. Über andere Verwendungen der Wörter so und sin s. § 514;
über die Etymologie s. § 516. Auch gewisse Adverbia können als Augentia
des ir. Artikels auftreten : cenmathä in tegdais n-ucut 'besides yonder
house' Wb. 33a 4. Über cetne s. 2°.
§513,2.514,1—3] Die s-Demonstrativa im Ir. 187
2) Das dem ir. sin etymologisch entsprechende Wort erscheint
im C. nach dem Artikel in ähnlicher Verwendung wie im Ir. (mc.
y chwedyl hwnn 'diese Erzählung'; yr hwnn 'derjenige'; yr hynn
'dasjenige'). Es hat aber auch andere Verwendungen und wird
daher in § 515 besprochen. Andere mc. Augentia des Artikels
sind yma 'hier' (or parth yma 'von dieser Seite'; über die Ety-
mologie s. § 510); hwnt (§ 515, 5), racko (§ 494 Anm.), draw
(§ 494 Anm.) 'dort', cynneu (y gwr gynneu 'jener Mann, der
früher erwähnte Mann' Mab. 165, 184; Plur. von cynt I 37, vgl.
corn. agynsow 'lately', 'vor kurzem'; zur Bedeutungsentwickelung
vgl. ir. cetne 'derselbe': in fer cetnse 'derselbe Mann, der früher
erwähnte Mann' Wi. 127 Z. 17, 19; cetne ist ein adverbielles
cet- mit den Augentien -n-e, vgl. § 490, ist aber deklinierbar ge-
worden und hat sich auch neben cet- 'der erste' vor dem Sub-
stantiv eingebürgert). Das Nc. verwendet als Augentia yma 'hier',
yna 'istic' (mc. yna; aus yno unter dem Einfluß von yma; ebenso
corn. ena), acw 'illic'. Corn. ma, na (= c. yma, yno): an den
ma 'dieser Mann', an nos na 'jene Nacht'. Br. man (mit Nasa-
lierung wegen des anlautenden m-, vgl. I 388; auch ma; = c.
yma), se (§ 515,3), hont: mbr. an mab man 'dieser Knabe', an
clezef se 'iste gladius', an kaer hont 'jene Stadt'.
§ 514. Die übrigen Vertreter des Demonstrativstammes
*so- im Ir. 1) s-air 'gegen Osten, ostwärts', s-iar 'gegen "Westen',
8-18 'hinunter', s-uas 'hinauf', s-echtar 'hinaus' (analogisch sa-
dess 'südhch', sa-thuaid 'nördhch', s. Wi. Täin, Thes. II 22, 35;
die ältere Form ist fa dess, fa thuaith Wb. 29a 21, vgl. I 271).
Das s- darf als Akkusativ gelten (Ziel einer Bewegung, § 414 S. 72);
daneben steht in lokativischer Funktion ein t- : t-air 'im Osten',
t-iar 'im Westen', t-i's 'unten', t-uas 'oben', t-all 'dort' (vgl.
§ 517); auch tess 'im Süden' zu dess 'recht, südlich' (Analogie-
bildung). Ablativische Bedeutung haben an-air 'von Osten', an-
iar 'von Westen', an-is 'von unten', an-uas 'von oben', an-
echtair 'von außen'; an-all 'von dort her, von jenseits', an-dess
'von Süden', a-tuaid 'von Norden' (tuaid 'nördhch'); das an-
dieser Wörter war nach Ausweis des Neuirischen unbetont; es ist
oben § 494 S. 158 als eine Präposition gedeutet worden. 2) so,
gewöhnhch sa, im Falle der MouilHerung se, Augens der 1. Sing.,
§ 480, 481. 3) so, seltener sa, im Falle der Mouilherung se,
Augens des Artikels § 513, selbständig in demnithirso 'so sicher'
Wb. 28c 14; fri-sso 'dazu' Wb. 13a 22 (vielleicht richtiger fris-so,
188 Die s-Demonstrativa im Ir. [§ 514, 4 — 8
vgl. mir. and-so ^hier' neben and -sin ^dort'). In der selbständigen
Verwendung und in in -so 'dies' war dies so betont; es er-
hielt daher das o besser als das unter 2° besprochene Wort.
4) se 'dies', selbständiges betontes Pronomen nach Präpositionen:
co-sse 'bis hierher, bisher' (cu-se Wb. 33 d 8), corricci se gh
adhuc 'bisher', cenmitha se 'besides this', ar-se 'deshalb'. Über
se-ch- s. § 525. 5) siu Lok. 'hier', auch i-ssiu (hi-siu Wb.
17b 3), s. § 422 S. 79; re-siu 'bevor' (Konjunktion, I 397), de-
siu 'diesseits', 'von dieser Seite'. 6) siu, Augens von int-i §512.
Wird mit dem vorhergehenden Worte etymologisch identisch sein,
ist aber mit dem unter 3° besprochenen Augens so gleichbedeutend:
amal ro-mböi a n-dliged sin i fetarlicci ata ani-siu i
nüiethnissiu 'wie jenes Gesetz im alten Testament gewesen ist,
so ist dies im neuen Testament' Wb. lOd 19; fochidi ar ecin
co-ssin, fochidi o thuil ani-siu sis 'gezwungene Leiden bisher
(im Vorhergehenden), freiwillige Leiden dies, w^as folgt' 15 d 33.
7) sin (nir. sin mit mouilhertem -n), Augens des Artikels und der
Verbindung int-i § 512, § 513; Augens des persönhchen Pro-
nomens der 3. Sing. Neutr.: d-a-gniu-sa sin 'ich tue dies' Wb.
14d 26; a fius sin 'das Wissen davon' 10b 27; samlid sin 'so'
28b 17; airi . . sin 'deshalb' Sg. 9b 10; mir. and-sin 'dort'
(ant-sin Ml. 36a 1). Selbständiges Pronomen: creitmech sin
as messa ancreitmech 'dies ist ein Gläubiger, der schlimmer als
ein Ungläubiger ist' Wb. 28 d 23 (= in sin); demnithir sin 'so
sicher' ML 131 d 12; meist nur nach Präpositionen: co-ssin 'bis-
her' (Beispiel unter 6°), fri-sin 'dazu' Wb. 12d 41, hi-sin 'dort'
33b 7, iar-sin 'nachher', di-sin 'davon' 12b 32, do-sin 'dafür'
25d 8, fo-sin 'in that case' Ml. 42c 24. Schließlich findet sich
das Pronomen sin, zum Teil in lenierter Form und zum Teil zu
-sin-e erweitert, als Bestandteil der Konglomerate, die 'selbst' be-
deuten (§490); -sin-e findet sich im Pronomen cet-n-e (§513,2),
und in am-n-e 'so' neben am-in (und am-ein in Wb. in der
Formel ol-is-amein 'weil es so ist, denn es ist so'; im Mir. amein
als Ausruf, etwa 'ach, so was!'; == am in oder aus amae § 488
Anm. + sin?); amnin 'so' Wb. 13c 12 ist amne + sin. Vgl.
noch das Pronomen sodin unter 10° und mir. ammä-in nir.
amhäin § 99 Anm. 4 I 165. Über mir. anall-ana, ille-na s.
§ 517, 3. 8) sund 'hier' Wb. 14c 20; di-sund 'davon' 27a 26,
do-sund 'dazu' 21d 6 u. s. w., o-sund innonn 'von hier an'
22d8; erweitert sund-a 25b 9 (das -a ist mit dem -e von -sin-e
§514,9—11] Die s-Demonstrativa im Ir. 189
unter 7° identisch; sund selbst ist deutlich mit sin und mc. hwnn
verwandt). 0) suide 'dieser' (im Dativ auch neutr.): als Subjekt
in mir. ol suide 'sagte dieser' § 483, Strachan, Eriu I 5; meist
nach Präpositionen: tri suide 'durch diesen' AVb. 3d 21, tri
suiidib 'durch diese' Ml. 56b 15; la suide 'bei ihm', la suidiu
und la suidib 'bei ihnen' Wb. 17c 13; 5a 1; 8a 11; 9b 17;
6b 17; 8a 12; 9c 2; 17dll; 21b 11; for suide 'auf ihn' 10a 1;
fri suide 'gegen ihn', fri suidiu, fri sudib 'gegen sie' 31d 19;
9b 19; Ml. 31a 18; do suidiu 'für ihn', do suidib 'für sie' Wb.
6c 4; 13d 17 u. s. w.; di suidiu 'von diesem' Sa 5 (neutr.?), di
suidib 'von ihnen' 3d 28; ar suidib 'vor ihnen' 28c 12; ö suidiu
'daraus' 19c 6 (wohl neutr.); oc suidiu 'dabei' (neutr.) 4a 27;
26 d 17; i-ssuidiu 'damals, unter diesen Umständen' 12a 3; 20a 6;
13d 20; i-ssuidi 'therein' (fem.; bezieht sich auf Thessalonica)
24b 23; i-ssuidib, hi suidib 'darin' (Neutr. PL) 15c 11; 21a 13;
nach einem Komparativ: moö suidiu 'mehr als jenes' 24a 5. Aus
di suidiu ist in unbetonter Stellung didiu 'also' entstanden
(restituiert di sudiu Wi. 255, 18; 209, 14; auch de-seic mit süd-
irischem Wandel des d, Zimmer KZ XXXII 215, vgl. oben I 11).
Unbetont und daher in abgeschwächter Lautgestalt (side u. s. w.)
kommt dies Pronomen als Augens der persönHchen Pronomina der
3. Sing, vor, s. darüber § 489. 10) sodin 'dies', nach Präpo-
sitionen, die den Akk. regieren: tri sodin 'dadurch', ar sodin
'dafür', la sodin 'dabei', amal sodin, amal sodain 'wenn dem
so ist' Wb. 4a 6; 14c 11; 28a 23; 13b 15; 17b 32 u. s. w.
Suppliert das Paradigma von suide; besteht aus einem mit suide
verwandten Bestandteil + dem Augens sin. Über eine unirische
Verwendung der beiden Pronomina suide und sodin s. v< 533.
11) sön 'dies' ist in unbetonter Stellung aus sodin entstanden
und supi^liert das Paradigma von sodin; es steht als Subjekt: is
fir son 'dies ist wahr' Wb. 17c 22 (vgl. 4b 17, d 3; 5b 31:
lOd 31); is si ind f ir-threbaire sön 'dies ist die wahre Klug-
heit' 5d 29; a fius sin immurgu ba maith sön, act ni bed
uall and; atä sön and tra 'dies zu wissen (daß der Götze nichts
ist) wäre jedoch gut, wenn nur kein Hochmut dabei wäre; dies ist
aber dabei' 10b 27 (sön bezieht sich nach § 407, 2 auf die Nicht-
Neutra fius und uall); oft = 'das heißt, nämhch': diacones sint
unius uxoris uiri .i. re n-airite gräid sön 'das heißt, vor der
Weihung' 28c 6 (vgl. 6c 30; 18d 2; 23d 32; 27d 25 u. s. w.;
pleonastisch nach dem erklärenden sechis 10b 12); ist Prädikats-
190 Die s-,Ä-DemonstrativadesIr.,ßrit. [§514,12.515,1—4
nomen: sön ('das ist's') adindrimisoms. § 484, 1 S. 142; Augens
des Objekts: sech co-t-aneccar-sa sön 'obgleich ich dies (tun)
könnte' 14c 40 (vgl. 10c 20; 32a 21). 12) ön 'dies', eine schwächer
betonte Form von sön mit konstanter Lenition : is coru düib-si ön
'dies ist passender für euch' Wb. 5d 37; tanquam filiis dico
.i. iar forcitul ön 'das heißt, nach dem Unterricht' (erst durch
die Bekehrung sind sie tilü geworden) 16a 14; omnia autem
propter aedificationem uestram .i. dogniu-sa ön "nämlich,
tue ich' 'dogniu-sa ist zu supplieren' 18a 19 (vgl. 25c 25; 31b 15;
pleonastisch nach sechis 25c 7); ni-chumcam-ni ön 'wir können
das nicht' 4a 27; aithirgid besu; dian-d-aithirsid ön is i n-
deseircc . . rigthir cuccuib 'ändert eure Sitten; wenn Ihr dies
(§ 407, 2) ändern, wird man in Liebe zu euch kommen' 9 a 23;
ohne infigiertes Pronomen: nicon-laimemmar-ni ön 'wir wagen
dies nicht' 17b 8. Nach hed 'es' steht als Augens immer ön
(§ 481).
§ 515. Die übrigen Vertreter des Demonstrativstammes
*so- im Brit. 1) Br. ho- c. corn. a- in br. ho-n mc. corn. a-n
'unser', br. ho-z mc. a-wch corn. a-s 'euer', s. S. 169f. 2) he- in
c. he-ddyw u. s. w. 'heute', c. he-no u. s. w. 'heute Nacht' § 422
S. 79, br. he-vlene c. e-leni 'dies Jahr' I 113. 3) Ac. se: de
se nichoilam immet 'davon glaube ich nicht viel' (Thurneysen,
Rc. XI 205); mbr. nbr. se 'dies' (als Subjekt, Objekt und nach
Präpositionen; evel se 'so'; zugleich Augens des Artikels, §513,2;
mbr. quement se 'so viel').
4) Mc. hwnn (Mask.), honn (Fem.), hynn (Neutr.) 'dieser,
diese, dies' : hyn a dywedaf ytti 'dies sage ich dir'; mit dem
Artikel: yr hwnn (Mask.), yr honn (Fem.), yr hynn (Plur.) 'der-
jenige' (vor einem Ortsadverbium, einem Genitiv oder einem Relativ-
satz: yr hynn a geissy 'dasjenige, was du suchst'); als Augens
des adjektivischen Artikels: y chwedyl hwnn 'diese Erzählung'
(Mask.), y votrwy honn 'dieser Ring' (Fem.), yr anniueileit
hynn 'diese Tiere' (Plur.). Erweitert h w n n w 'jener', Fem. honno,
Neutr. hynny; yr hwnnw 'derjenige', Fem. yr honno, Neutr. yr
hynny; Augens des adjektivischen Artikels hwnnw, Fem. honno,
Plur. hynny. Das substanti^^sche Neutr. dieser Pronomina ist mit
dem adjektivischen Plui\ etymologisch identisch; der substantivische
Plur. wird umschrieben: y rei hynny 'jene' (Plur. von hwnnw),
y rei 'diejenigen' (Plur. von yr hwnn). — Im Ac. ist belegt: hinn
(enuein di Sibellse int hinn 'diese sind Namen der Sibylla');
§515,4] Die s-, A-Demonstrativa des Bnt. 191
ir hinn issid Christ gl. Christus quem cunctis spondent in saecla
prophetae, also wohl 'das, was Christus ist'; hir-unn gl. quem;
erweiterte Formen: hunnoid 'dieser' (substantivisch), ir gur hun-
nuid 'dieser Mann', hiiinoid 'dies', 'cela'. — Nc. hwn 'hie',
hwnna (aus hwn yna) 'iste', hwnnw 'ille'. — Com. hen-ma,
hemma, hema 'dieser', 'dies' (Mask. und Neutr.; mit Schwund
des -a: hem yv marth 'dies ist ein Wunder'), homma 'diese'
(Fem.); hen-na, hena 'jener, jenes', honna 'jene'. Die Formen
hen (Mask. und Neutr.), hon (Fem.), die nur vor yw 'ist' und o
'war' vorkommen, sind wohl aus henna, honna entstanden. Sämt-
liche Formen kommen nur substantivisch vor; der Plur. fehlt (da-
für: an re-ma, an re-na). In den Verbindungen pup huny
'every one' und leas huny 'many a one' wird man mit Rücksicht
auf die bretonische Entsprechung eine hierher gehörige Pronominal-
form erkennen müssen; sie ist aber lautlich von dem Zahlwort un
beeinflußt (vgl. mir. cach oen, c. pob un 'every one', c. IIa wer
un 'many a one'). — Das Mbr. kennt ein nicht augiertes henn 'dies'
(mbr. evel-henn "wie dies" 'so'; pebez tro vezo henn 'quel
spectacle ce sera', cret henn 'glaube dies') und dreierlei augierte
Formen: he-man 'dieser, dies', Fem. homman, homan, houm-
man (nbr. he-man, Fem. hou-man); hennez 'iste, istud', Fem.
honnez (nbr. hennez, Fem. hounnez; V. heneh, Fem. honeh);
hen hont, hennont 'ille, illud' (nbr. hen-hont, Fem. houn-
hont). Der Plur. fehlt und wird durch mbr. an re-man, an
re-se, nbr. ar re man, ar re ze, ar re hont ersetzt Von diesen
Formen bereitet nur hennez der Erklärung Schwierigkeit; ich
deute es als henn + mbr. guenez 'mit dir' (das in der Enklise
auf der zweiten Silbe am stärksten betont gewesen sein wird, wes-
halb die Silbe ge- verloren ging). Ferner besitzt das .Mbr. ein
Pronomen heny (nbr. hini), das dem mc. Neutr. hynny entspricht,
aber für alle Genera (auch für das Fem.) verwendet wird; es wird,
wo es syntaktisch möglich ist, mit dem Artikel verbunden und be-
deutet (wie c. yr hwnnw) 'derjenige'; vor einem Relativsatz: ann
heny a fazio 'quiconque sera en faute'; ouz an goat real ez
voe disleal . . luzas voe n heny 'Judas war derjenige, der
gegen das königliche Blut treulos war'; vor einem Genitiv (hier
fehlt der Artikel nach § 508,1): malloz doe . . ha heny luzas
'der Fluch Gottes . . und derjenige des Judas'; vor einem Adjektiv:
enn heny original 'dans le (peche) original'; ferner: ma heny 'der
meinige', pe heny 'lequel' (pe dre heny 'pai' lequel'), nep heny
192 Erklärung der 6--Demonstrativa. [§515,5.6.516,1.2
'irgend jemand', pep heny 'jedermann'. Als Plur. gilt an re,
re : an re ne-n care 'diejenigen, die ihn nicht liebten', an re
dieug 'die Faulen', da re 'die deinigen', pep re 'tout le monde'.
Anm. 1. Im Com. und Br. Iiat die dem mc. hynn entsprechende alte
Neutralform (hen-, henn) deshalb auch die Funktion als Mask. über-
nommen, weil sonst Mask. und Fem. zusammengefallen wären.
Anm. 2. Me. felly, y velly 'so' scheint = br. evel henn (mc. ual
hyn E.B. II 189, 1; 221, 2) zu sein; es bleibt jedoch unklar nach welcher
Analogie das -nn beseitigt worden ist (oder ist es — ir. samlid, und dies
[gegen § 374 Anm. S. 28] zu amal sod-in?).
5) C. hwnt 'dort', 'yonder', br. hont. Ist trotz der abweichen-
den Bedeutung wohl sicher = ir. sund 'hier'; auffällig ist dann
das brit. -t\ durch Sandhi zu erklären wie bei mbr. ent § 506
Anm.?
6) Mc. y sawl 'so viel', by sawl 'wie viel', corn. suel, sul
'so viel, diejenigen' (vor einem Relativsatz), py suel a vynnyth
'whatever thou wilt', br. seul 'um so viel' (vor einem Komparativ).
Vgl. (vom Anlaut abgesehen) gr. zrili-xo-g 'so groß, so alt', lat.
tälis 'solcher'.
§ 516. Etymologische Erklärung der s-Demonstratlva i.
Abgesehen von dem soeben erwähnten c. sawl u. s. w. handelt es
sich so gut wie ausschließhch nicht um Ableitungen, sondern nur
um Umbildungen und Augieruogen des idg. Pronomens '^so,
'"sä, *tod.
1) Zunächst ist, wie schon § 504 hervorgehoben, das anlautende
t- aus dem Paradigma ausgemerzt worden. Weiui die in § 514, 1
gegebene Deutung von ir. s-iar, t-iar richtig ist, muß das t- zu-
nächst aus dem ISTom. verdrängt worden sein, während es in den
übrigen Kasus noch vorläufig bestehen blieb: Nom. Sing. Neutr.
*so{d), Lok. *toi (daraus durch Elision, vgl. I 305, ir. s-, t-).
Später ist das t- auch aus den obliquen Kasus und aus den Ab-
leitungen verdrängt worden.
2) Ir. so 'ich' ist der alte Nom. Sing. Mask., ir. so 'dies' der
Nom. Sing, Neutr. In br. ho-n, ho-z (§ 515, 1) kann die Mas-
kulinform oder die Form des Neutr. stecken; das e von c. he-ddyw,
br. he-vlene kann auf Umlaut beruhen; danach analogisch c.
he-no br. he-noz; corn. ha-neth ist wohl eine ältere Form (aus
1) Vgl. Ehys, Kc. II 194 f.; d'Arbois de Jubainville, Kc. II 204—216;
Windisch, Kc. V 461—466.
§516,3—5] Erklärung der s-Deraonstrativa. 193
Fem. *sä nach § 187, 1 I 283?). Das Pronomen zeigt in allen
diesen brit. Formen keine Kasusflexion.
3) Ir. se 'dies' mit dem Dat. siu ist nach der Flexion ein
-jo-Stamm, vgl. skr. Mask. sja, Fem. sja, Neutr. tjad 'jener, der".
Ir. se kann wenigstens in unbetonter Stellung aus *s}o(d) statt
*tjod entstanden sein; bei ac, br. se läßt sich die Möglichkeit der
Entstehung aus *sjo(d) weder beweisen, noch widerlegen (anlauten-
des idg. sj- ist sonst im Kelt. nicht belegt); vgl. I356i. Natürlich
könnte in ir. ac. br. se auch ein idg. e vorliegen, und der ir. Dat.
siu könnte analogisch sein; eine Grundform *sed (< *ted} läßt
sich aber kaum durch die anderen idg. Sprachen stützen.
4) Der Ursprung des Artikels wird durch gall. Neutr. oo-aiv
klar; diese Form ist als *so{d) settdha 'das dort' zu analysieren;
vgl. zu *sendha asl. tqda 'illac' und mit Bezug auf die Endung gr.
evd^a. Als Nom. Mask. und Fem, wäre eigentlich *so sendha, *sä
sendha, als Akk. Mask. und Fem. *som sendha, *säm sendha zu
erwarten und entsprechend in den übrigen Formen. Statt der ur-
sprünglichen Flexion des ersten Gliedes der Gruppe trat {wie so
oft in ähnhchen Fällen) Endflexion der verschmolzenen Gruppe
ein: Nom. Mask. *sosendho-s, Fem. *sosendhä, Akk. * sosendho-m ,
^'sosetidhäm (nur N. A. Neutr. *so-sendha blieb unverändert). Durch
Schwund des Vokals zwischen den beiden s des proklitischen
Wortes (vgl I 325) entstand weiterhin *sendho-s, * sendha u. s. w.,
woraus die historischen inselkeltischen Formen zu erklären sind.
Der haplologische Schwund des o war natürlich nur zu einer Zeit
möglich, wo das zweite s trotz der Lenition noch nicht zu // ge-
worden war. In gewissen Formen des Paradigmas mußte -e- laut-
gesetzlich zu -i- werden (I 37); dies -i- wurde nachher im ganzen
Paradigma verallgemeinert. Über die Entwicklung des N. A. Sing.
Neutr. s. I 243.
Anm. Bei dieser Deutung des Artikels ergibt es sich, daß c. he-
ddyw 'heute', he-no "heute Nacht' u. s. w. sich ebenso zu ir. in-diu,
in-nocht verhalten, wie diese irischen Wörter sich zu ind adaig sin
'diese Nacht' u. s. w. verhalten: das sonst übliche Augens fehlt.
5) Eine zusammengehörige Gruppe bilden ir. sin, -sin-e,
sund, sund-a (§514,7,8) und mc. hwnn (honn, hynn), hwnnw
(honno, hynny), hwnt u. s. w. (§ 515, 4, 5). Die Identifikation
des ir. sin mit der als Neutr. Sing, verwendeten Pluralform mc.
hynn corn. hen- mbr. henn setzt natürhch voraus, daß zunächst
sowohl im Ir. wie im Brit. im Plur. eine einzige Form für alle
Podersen: Vgl. kelt. Gramm. II. 13
194 Erklärung der s-Demonstrativa. [§516,5.6
Genera durchgeführt worden ist, und zwar muß diese Form die
alte Maskulinform auf -^ gewesen sein (vgl. dazu die Beseitigung
des Genusunterschiedes beim Plur. des persönlichen Pronomens der
3. Person : ir. he u. s. w. S. 170). Die nunmehr auch als Neutr.
PI. fungierende Form konnte dann sehr leicht auch als abstraktes
Neutr. Sing, verwendet werden (vgl. das ir. infigierte -a- und suffi-
gierte -e 'es' S. 171). Das ir. sin muß, obgleich es auch betont
vorkommt, trotzdem seine Lautgestalt in der Enklise erhalten haben;
in dieser Stellung kann Umlaut eingetreten sein und ursprüngliches
-nd- zu -n geworden sein. Wir gelangen so zum Ansatz eines
inselkeltischen Pronomens *sondo-s, Fem. *sondä, Plur. (und Neutr.
Sing.) *sondl; ir. sund ist der betonte Dativ dieses Pronomens.
Die weitere Deutung ist schwierig. Die Verknüpfung mit dem als
Artikel verwendeten proklitischen Pronomen ist wohl nur dann
möglich, wenn man annimmt, daß außerhalb der Proklise die
Gruppe *so sendha lange Zeit unverschmolzen bestehen blieb; das
s- von * sendha unterlag der Lenition, wurde zu h und schwand;
das nunmehr anlautende e- der Partikel ging in gewissen Verbin-
dungen (nach langem Vokal) verloren; die so entstandene Form
*-nda wurde verallgemeinert und verschmolz schließlich untrennbar
mit dem Pronomen, worauf Endflexion der Gruppe eintrat. Oder
ist das in * sondos enthaltene Augens vielmehr mit ir. and (§ 517, 2)
identisch?
Schwierig ist auch die Deutung des letzten Elementes von ir.
-sin-e, sund-a, c. hwnn-w, honn-o, hynn-y, ac. hunn-oid,
hunn-uid, hinn-oid. Nur das liegt auf der Hand, daß die Har-
monie des Augens mit dem Vokal des Pronomens in c. hwnn-w,
honn-o, hynn-y auf einer sekundären, aber offenbar gemein-
britannischen analogischen Neuerung beruht. Zunächst trat wohl
eine Differenzierung des Auslauts des Mask. und Fem. Sing, ein (vgl.
die S. 115 f. besprochenen Analogiebildungen), worauf der Plur. dem
Beispiel folgen mußte. Die wahrscheinlichste Grundform ist für
das Brit. -o, womit ir. -a, -e unbedenklich identifiziert werden darf.
Dies -0 wird (trotz der verschiedenen Art der Deixis) mit ir. so
'dies' identisch sein. In ac. hunn-oid u. s. w. ist an das -o noch
ein weiteres Augens getreten; vgl. 6°.
6) In ir. suide 'dieser' steckt *so -f- -d- aus *idhe skr. iha
'hier' (vgl. § 503, 2, § 537, § 545, 2). Die Partikel ist erst nach dem
Verlust des anlautenden i- mit dem Pronomen verschmolzen; dar-
auf ist Endflexion nach dem Muster der -jo-Stämme eingetreten
§517,1—3] Demonstrativa mit vokalischem Anlaut. 195
(und zwar so früh, daß Hebung des -o- zu -u- noch stattfinden
konnte). Nur im N. A. Neutr., wo noch das Augens sin angehängt
worden war, trat die -^o-Plexion nicht ein (sodin). Ac. -oid in
hunn-oid enthält gleichfalls das Wort *idhe, aber die Ver-
schmelzung ist hier erst ganz spät eingetreten; die Partikel hat
dieselbe Form wie sonst im C.
§ 517. Demonstrativa mit vokalischem Anlaut. 1) Über
die kelt. Entsprechung des durch lat. is u. s. w. vertretenen Para-
digmas, s. § 502; über ein dazu gehöriges Adverbium *idhe 'hier'
s. § 516, 6.
2) Ein Demonstrativstamm *an-^ *on- liegt vor in ir. and 'dort'
{§ 502 Anm. 2 S. 173) und in ir. inn-onn 'auf die andere Seite',
'ins Jenseits', 'fortan' (o-sund inn-onn gl. de cetero Wb. 22d 8;
24b 6; 26a 31), nir. anonn, Arran 9süs (auf der letzten Silbe
betont; nsch. a null durch Anlehnung an an all 'von jenseits').
Enthält wie an -all, t-all ein -w-Suffix, s. S. 196.
3) Ir. aile, N. A. Sing. Neutr. aill, sonst als regelmäßiger
-jo- : -jä-Stamm flektiert; meist adjektivisch (nach dem Substantiv),
bestimmt und unbestimmt: rann aile 'ein anderer Teil' Wb. lOd 18,
donaib ballaib ailib 'den anderen Gliedern' 12b 11; substan-
tivisch unbestimmt: nach aile; substantivisch bestimmt (selten):
an aill 4b 24; ind aile 'der andere' Thes. I 492, 24; inna aile
(Gen. Sing. Fem.) Thes. II 15, 42; ohne Artikel oder begleitendes
nach (Neutr. na) steht Neutr. aill . . aill in der Bedeutung 'alii
. . alii' s. das Glossar bei Stokes, Oengus (' und '^) und ZE Nach-
trag zu S. 358 Z. 26. Im ersten Glied einer Einteilung ('ein', 'der
eine") wird aile sonst nicht verwendet; es kann hier ein Substantiv
ohne weiteren Zusatz stehen (bestimmt oder unbestimmt: Wb. lOd 18;
8a 7; 9c 19 u. s. w.), und außerdem kommen zwei prokUtische
reduzierte Formen von aile vor: -la nach cach (cach-la sei . . in
sei aile 'das eine Mal . . das andere Mal' Wb. 15d 9) und -ala
in Verbindung mit dem Artikel (ind-ala § 505 Anm. 3: dond-
ala lucht . . dond lucht ailiu 'der einen Schar . . der anderen
Schar' Wb. 16c 20; substantivisch steht ind-ala nur vor einem
partitiven Genitiv eines Pronomens: ind-ala n-äi 'der eine von
ihnen' S. 64; selten steht ala ohne den Artikel: ala rann deac
brotto 'the twelftli part of a moment' § 479, 1 S. 136). Vgl.
über -la und ind-ala noch I 273. Aus ala -|- aile entsteht
alaile, N, A. Sing. Neuti'. alaill; das ei-ste Element ist meist
ohne Flexion, während das letzte Element regelmäßig flektiert:
13»
196 Demonstrativa mit vokalischem Anlaut [§ 517, 3
A. Sing. Mask. alaile, Dat. alailiu u. s. w.; jedoch Gen. Sing.
Fem. ala-aile, Gen. PI. ala-n-aile. alaile ist meist substantivisch,
dem Sinne nach bestimmt oder unbestimmt (aber niemals mit dem
Artikel verbunden); es kann jedoch auch adjektivisch sein: di
chosscc alailiu *mit einer anderen Zurechtweisung' Wb. 9a 23;
sech alaili dliged 'über andere Rechte hinaus' Ml. 18c 11; kann
in den beiden Gliedern einer Einteilung vorkommen (alaili . .
alaili 'Einige . . Andere' Wb. 29a 28); kann auch ohne Wieder-
holung 'Einige' bedeuten (Wb. 13a 16). Über die dissimiherte
Form araile s. I 273. Über ele, arele statt aile, alaile s.
I 358.
Diesen irischen Formen entsprechen im ßrit. unredupliziert:
mc. eil 'der zweite' (bop eilwers 'alternately'); corn. yll, eyll
'alter' 'der eine (von zwei)' (nach einem possessiven Pronomen); br.
eil . . all (an eil re hag ar re all 'les uns et les autres'; an
eil hag e-gile 'l'un et l'autre', an eil hag e-ben 'l'une et l'autre';
unan . . eunn all 'Einer . . ein Anderer'; außerdem bedeutet eil
'der zweite'; peb eil deiz 'alle zwei Tage', peb-eil e lennimp
'nous lirons tour ä tour'); — in untrennbarer Verbindung mit dem
Artikel: mc. y neill 'der eine' (mit oder ohne ein folgendes 'der
andere'); corn. an nyl, an neyl 'alter' 'der eine von zwei' (mit
oder ohne folgendes y-ben-'der andere'), py nyl 'uter, na nyl
'keines von beiden' 'weder'; — redupliziert ohne Dissimilation: mc.
y Hall 'alter' 'der andere' (voraus geht häufig y neill, das jedoch
bisweilen zu y lleill umgebildet wird; vgl. das ir. ind-ala . .
alaile Wb. 4c 16 u. s. w.); — redupliziert mit Dissimilation: mc.
arall, PI. ereill 'ein anderer' (nicht unmittelbar nach dem Artikel);
corn. arall, PI. ereil; br. arall (indem ar- gegen die Grammatik als
Artikel aufgefaßt wurde, entstand daraus das oben angeführte all).
Kompositionsform: ir. all-slige 'zweites Aushauen', al-anman
'andere jSJamen' Ml. 2a 6, 48c 34; mc. all-dut 'Ausländer', gall.
Allo-broges VN (I 97).
Adverbium: ir. t-all 'dort', an-all 'von jenseits' (mit den Ab-
leitungen al-tar, al-tarach S. 44, allaid S. 39 und Zusammen-
setzungen wie all-muir 'Ausländer' c. all-myr 'transmarine, fo-
reign'); c. all an 'hinaus'.
Die Grundformen waren: für das Pronomen *alp-s, N. A.
Sing. Neutr. *alid (vgl. lat. alius, Neutr. alid), für das Adverbium
etwa *al-na (vgl. ir. cen § 518; in c. all an liegt vielleicht eine
Art Wiederholung des Suffixes vor; es darf mit mir. an-all-ana
§ 517, 3. 518, 1— 3| Ä;-Demonstrativa. 197
'heretofore, hitherto', worin ebenso wie in dem parallelen mir. ille-na
'hierher' eine Augensgruppe [§ 514, 7J vorliegt, nicht verglichen
werden). Das -In- des Adverbiums wurde zu -II- assimiliert, als
stammhaft aufgefaßt und auch in das Pronomen eingeführt, soweit
nicht ein unmittelbar folgendes -j- hinderhch war; es entstand so
*aljo-s, *aUid. Das Brit. hat im einfachen Pronomen die Maskulin-
und Femininform (c. eil u. s. w.), im reduplizierten Pronomen die
Neutralform (c. Hall, ar all) u. s. w. verallgemeinert. Durch spätere
Entgleisung drang -11- in mc. y neill (durch den Einfluß des
folgenden y Hall). — Mit dem Pronominalstamm *a/- verwandt ist
*ol- in ir. ol (Präp. und Konjunktion) 'darüber hinaus', 'wegen',
'weil' I 438, § 267, 4 I 397, § 421 Anm. 1 S. 78, § 511 Anm. 1);
ol ist die vortonige Form von ind-oH gl. ultra Sg. 220a 6. Grund-
form etwa *ol-na.
Vgl. Rozwadowski, Quaestiones grammaticae et etymologicae I
(Krakau 1897) S. 1-21.
^ 518. Demonstrativa mit anlautendem k-. 1) Ir. ce :
bethad ce 'of the present hfe' Thes. II 332. Kann ein als Augens
verwendetes Adverbium sein. 2) Corn. an keth 'dieser, der früher
erwähnte, derselbe'; adjektivisch vor einem Augens oder einem
Relativsatz: yn keth forth-na 'auf diesem Wege' 0. M. 713; an
keth map eth alemma 'that sarae Son who went hence' R. D.
2509; substantivisch Fem. an keth hon-na 0. M. 1172, Plur. an
keth re re-n crowse 'dieselben Leute, die ihn gekreuzigt hatten'
M. C. 185. Vei^chmelzungen: yn ketel-ma 'in dieser Weise' (keth
+ del I 473), yn ketella 'in jener Weise' (*yn keth del na),
kettel "wie", 'so bald als'.
3) Ir. cen 'diesseits' (in cen-alpande gl. cisalpinus); 'ohne'
(eig. "auf dieser Seite bleibend, nicht erreichend"; eine andere Be-
deutungsentwickelung liegt vor bei c. heb 'ohne', eig. "jenseits",
vgl. ir. sech 'über . . hinaus'); cen-e 'ohne dies' 'außerdem': ata
dethiden fuiri cen-e 'sie hat eine Sorge außerdem, eine andere
Sorge' Wb. 3d 34; ba mör fechtae cenae 'es gab viele andere
Gelegenheiten' Ml. 39a 3; durch das synonyme, der Etymologie
nach jedoch gegensätzliche ol verdeutlicht: leuiti olchene 'die
anderen Leviten' Wb. lOd 17 (vgl. 7d 1; 18d 14; mir. archena
Wi. 255, 14). Ableitungen centar, centarach S. 44, cendaid
'zahm' S. 39 (-nd-, d. h. -nn- statt -n- durch den Einfluß von Plur.
cennta, von cendais S. 21 und von dem Doppelkonsonanten des
gegensätzlichen allaid 'wild'); von cene abgeleitet: cenathe 'ab-
198 Die Ä;-Deraonstrativa. Das fragende Pronomen. [§518,4.519
wesend', in chenadid gl. absque S. 28. 4) Corn. ken 'ein an-
derer; sonst': ken toi 'ein anderes Loch'; dar ken 'beyond other'
M. C. 135; ken me ny-n lavarsen 'otherwise I should not have
Said it' M. C. 188. — Br. ne ouzounn netra ken 'je n'en sais
pas davantage'; hep ken, hep-mui-ken 'sans plus' (mbr. quen).
— C. am-gen 'anders; besser' (Adv. und Adj.).
Ir. ce ist *k'i, vgl. lat. -c, -ce in hi-c, hi-ci-ne, huius-ce
(davon abgeleitet ci-trä 'diesseits, ohne'), lit. si-s asl. si 'dieser'
u. s. w., s. Verf., Les pronoms demonstratifs de l'ancien armenien
S. 12 — 17. Corn. keth ist dasselbe Wort mit dem in § 516, 6
besprochenen Augens *idhe. Ir. cen, corn. br. ken ist etwa *k'ina,
vgl. ahd. hina 'von hier fort, hin' (Rozwadowski, Quaestiones gramm.
et etym. S. 10); zum Suffix vgl. gr. iva 'damit', skr. Jena 'wohin,
damit'.
XI. Die fragenden, unbestimmt relativen und unbestimmten
Pronomina.
§ 519. Das fragende Pronomen. Irisch. Unverbunden:
Sing. Nom. Mask. Fem. cia, Neutr. cid; Gen. coich. Verbunden:
Sing. Nom. Mask. Fem. und Dat. aller Genera: ce, ci, cia, c- (vor
Vokal); Nom. Neutr. cid, ced. Plur. (verbunden) ce-,. ci- (cit ne
§ 522, 3). Über cia, ci- als Neutr. s. die Anm. und § 522, 1, 6,
§ 525.
Cymrisch. Unverbunden: pwy 'wer, was'. Gen. pi-. Ver-
bunden: py, pa, p-, Null.
Cornisch. Unverbunden: pyw, pyv, pu; Gen. pe-w "cuius
est". Verbunden: py, pe, p-. Null.
Bretonisch. Unverbunden: piou; Gen. bi-ou, bi-aou 'cuius
est'. Verbunden: pe, Null.
Anm. 1. Ir. Nom. cia c. pwy com. pyw br. piou (vgl. § 222, 2
I 322) lassen sich auf * k"ei zurückführen, vgl- lat. qui. Die brit. Formen
(und das Ir. ?) würden übrigens auch den Ansatz einer Grundform *k"oi
[*k"o-i, endungsloser Nom. mit einer Partikel -i) gestatten (vgl. c. dwy 'zwei'
I 250). Neutr. ced aus * k"idä, Nebenform von *kuid, vgl. lat. quid; die
Form cid beruht auf Vermischung mit cid 'though it be' § 525. Der Dat.
ist nicht mit Sicherheit zu rekonstruieren, da er nur unbetont vorkommt
und sehr leicht vom unbetonten Nom. beeinflußt sein kann; möglicherweise
ein Lok. *k"ei {*kui>i'>). Die brit. Genitivforraen gehen auf *kui zurück;
die ir. Form beruht auf Wiederholung des Fronomens und Erstarrung des
ersten Reduplikationselementes; also etwa */t«o-A;"i-; im Mir. kommt auch
ein (später verschmolzener) reduplizierter Nominativ eiche 'wer, was?' vor,
s. Kuno Meyer, Contrib. und vgl. § 525, 3. Der ir. Nom. Plur. kann auf
§ 520] Das fragende Pronomen. 199
*k"ei {* k"ot?) zurückgehen. Ir. cia als Neiitr. (cia de dof^epa 'was von
beiden ich wählen soll' Wb. 23b 33; cia deochatar "wohin sie geganj^en
waren' LL 29üa 27) ist vielleicht ebenso wie inc. pwy 'was?' (z. B. Mab.
127, 7; ac. pui gl. quid) eigentlich eine Pluralform.
Anm. 2. Die fragenden Pronominalformen haben eine Tendenz, auch
als unbestimmt relative, unbestimmte oder relative Pronomina verwendet
zu werden. Darüber handle ich in § 525—531 und in § 5.33 Anm. In
§ 520 — 524 bespreche ich die formalen Eigentümlichkeiten der unverbundenen
und verbundenen fragenden Formen, wobei es nicht zu vermeiden war, daß
gelegentlich auch unbestimmt relative und relative Formen mit heran-
gezogen wurden.
§ 520. Verwendung der nnverbundenen Formen des
fragenden Pronomens im Ir. und Brit. Das unverbuiidene fra-
gende Pronomen steht an der Spitze des Satzes, und zwar fast
immer mit folgender relativer Konstruktion: Sver (ist's), der, den,
dem u. s. w.'; aus diesem Grunde kommt neben dem Gen. nur der
Nom. vor. Ir. cia rannas düib 'wer teilt für euch?' Wi. 103,20;
ro-fitid cid ar-id-fuirig 'Ihr wisset, was es zurückhält' Wb.
26a 11; cid fri-ssa-sennar 'weshalb es geblasen wird' 12c 46;
cid no-m-betha im etarceirt a messa 'weshalb solltest du dich
mit der Auslegung seines Urteils befassen?' 4c 24; cid näch-
intsamlid 'why do ye not imitate it?' 14a 28 (eig. "was ist's,
daß . ."). Mc. dywet pwy a uu yma 'sage, wer hier gewesen ist'
Mab. 196; corn. pyw a thysquethes thyso the vos noeth 'wer
hat dir geoffenbart, daß du nackt bist?' O. M. 261; mbr. piou a
clesquet 'wen suchet Ihr?'. Im C. tritt, wenn das Fragewort
Prädikatsnomen ist, keine relative Konstruktion ein: mc. pwy wyt
ti 'wer bist du?' Mab. 208; dagegen corn. pyv a ylta-gy bones
'wer kannst du sein' R. D. 2511 (über das Irische vgl. § 522).
Ir. cia tussu dixnigedar gl. tu quis es Wb. 4c 24 sieht aus wie
eine Erweiterung des zu einer untrennbaren Gruppe verschmolzenen
einfacheren Satzes cia t%issu.
Der Genitiv kommt nur als Prädikatsnomen bei der Kopula
vor. Ir. is in derb coich in mug 'es ist unsicher, wessen der
Sklave ist' Sg. 209b 30 (im Mir. bedeutet coich auch 'wer': coich
thussa 'wer bist du?', eigentlich "wessen bist du?"; ist als Subjekt
verwendbar: coich and-so 'wer ist hier?'; hat in der alten Be-
deutung Pluralflexiou: coichi na eich sin 'wem gehören diese
Pferde?'; mit enklitischer Kopula: coch-it na inili inida 'wjis
sind das für viele Viehherden?'; s. Wi. und Wi. Täin). Mir. pi-eu
'ciüus est?' (zu yw 'ist' § 512 Anm. 3); fungiert auch relativ und
200 Das fragende Pronomen. [§ 520. 521, 1
hat meist konstante Anlautslenition: minneu bleu ydwyiarllaeth
'ich aber bin es, dem die beiden Grafschaften gehören' Mab. 239;
regelmäßig gebildet ist noch vor allem pi-oed (bi-oed) 'cuius erat';
sonst geschieht die Formenbildung meist auf Grund des verschmol-
zenen pieu: pwy biew-ynt hwy 'wem gehören sie?' Mab. 60;
3. Sing. Ipf. pieu-oed, Fut. piei-fyd; Konj. Präs. pieu-fo, Konj.
Ipf. piei-ffei; Prät. piei-fu (oder leniert: bieu-oed u. s. w.). Die
Entstehung der vor f- und ff- fakultativ auftretenden Form piei- ist
unklar; Dissimilation im Prät.? Ausnahmsweise findet sich transitive
Auffassung: ni ae pieifydwn 'wir werden sie besitzen'. S. ZE 573ff.,
Strachan, Introd. 107 f., ßhys, Bß. XVIII 268 fif. Im Corn. ist
pew ganz zu einem transitiven Verbum geworden: me a-s pew
'ich habe sie' P. C. 2858; war tu hay vam a-n pewo 'on the
side of bis mother that owned him' M. C. 207 (vgl. mc. bieu-
oed); ysse yn the see yn weth a bewe the tas Daveth 'sit in
thy seat also which thy father David possessed' 0. M. 2393 (Ipf.
nach dem Muster der regelmäßigen Verba); hierher vielleicht auch
may beu vy eres 'damit er mich in Frieden lasse' "damit er habe
Frieden mit Bezug auf mich" RD: 2224 und ty a vew ov grath
nefre 'du hast meine Gnade für immer' O. M. 974 (mit Lenitions-
entgleisung). Mbr. biou, biaou ist flexionslos: an re man biou
glan an bet 'ceux-lä sont les possesseurs du monde entier'; an
matbyaouanmadou 'le bon qui possede les biens'; es kann
wie corn. pew mit einem Objektspronomen verbunden werden;
s. Ernault, Dict; Greg, de Rostrenen gibt einen Inf. piaouat,
piaout, Partiz. piaouet.
§ 521. Die verbundenen Formen des fragenden Pronomens
im Ir. in attributiver Verwendung und in Verbindung mit Prä-
positionen. 1) Vor einem Substantiv. Die Verbindung kann von
einer Präposition regiert sein, die dann zwischen dem Pronomen
und dem Substantiv steht. Ir. c-airm 'wo?', cia airet, c-airet
'wie lange?', 'wie weit, wohin?', ce-meit, cia-mmeit 'wie viel?';
cid maith 'what good' Wb. Id 7; ced torbe, cetorbe 'welcher
Nutzen?'; cetorad gl. quem fructum? 3b 29; ce-seirc gl. quam
caritatem 14 d 15 (Akk.; im Zusammenhang irischer Rede konnte
jedoch ein Objektsakkusativ kaum vorkommen). Dativ: cia in das,
c-indas 'wie?'; cia chruth pridchimme-ni 'in welcher Weise wir
predigen' 24d 5 (ci-crud [Wb.]24a9); ci-fiu, cia fiu 'wiesehr?'.
Mit Präposition: ci-o-fut 'väe lange?'; cia du forcunn gl. quem
ad finem? Ml. 33a 9; ci-o ainmnid dixnigidir gl. ex quo sit
§521,2.522,1] Das fragende Pronomen. 201
nominatiuo Sg. 207 b 3; cia in olcaib gl. in quibus malis Ml. 23b 2
(cia steht hier analogisch, kann nicht eine alte Form des Dat. Plur.
sein); vgl. dazu cia port indib maith oigedacht 'in what place
guesting is good' Wb. 26b 24; cia airm indid inimaircide do
epert amen 'auf welchem Punkte es für ihn passend ist, Amen
zu sagen' 12 d 18 (Flexion und Präposition durch relative Um-
schreibung vermieden). Vgl. I 445 (cia chuin gl. quando beruht
auf Analogiebildung, s. § 524).
2) In Verbindung mit dem Pronomen noch, Neutr. ni (Dai
Mask. Neutr. neuch): cia du neuch gl. ad quem? Ml. 16a 9; cia
ar neoch dorrignis gl. ad quid hoc fecisti? Sg. 217a 5. Be-
tonung der Präposition, enklitische Aussprache des folgenden Pro-
nomens, das dadurch sein auslautendes -x verliert, zeigen die fol-
genden Beispiele: ci-er-niu, cia e(r) neo gl. quam ob rem Ml.
47b 1; 101a 4; ce-do-no rigne occo 'wozu AusführHchkeit da-
bei?' Wb. 8d 15; ce-do-no tuidecht friss 'wozu Widerstand?'
6 a 4. Das -dono der beiden letzten Belege ist durch die Be-
tonung von danau, dano 'auch' § 171 Anm. 2 I 267 verschieden,
scheint aber trotzdem damit assoziiert gewesen zu sein; denn die
Form daniu neben danau beruht offenbar auf Einfluß emer
älteren Form von ce-dono. Mit diesen Präpositionsverbindungen
konkurriert die Umschreibung mittelst relativer Präverbia, s. § 520;
isoliert ist c-air 'weshalb' Thes. II 1, 26, coir ds. [Wb.] 19 d 10
(pleonastisch vor einem anderen Frageworte: cair in si a meit
friscomartatar 'haben sie sich denn so sehr vergangen?' Wb.
5b 11; cair in acen sinn 'kennst du uns denn?' Wi. 11^ 189;
carcid adaichfer-sa 'was werde ich denn fürchten?' Ml. 68c 17).
Über can 'woher?' s. § 524, 2.
§ 522. Die verbundenen Formen des fi'agenden Pronomens
in verbalen Ausdrücken im Ir. 1) Als Prädikatsnomen in Ver-
bindung mit der Kopula (in diesem Falle lautet das Neutr. ci-;
über die unbestimmt relative Bedeutung der Gruppe ci-p vgl. § 525):
ni bu chumme düib ce-bad he fri-san-dente gl. iniuriam fa-
citis et fraudatis, et hoc fratii 'es wäre nicht gleich für euch, gegen
wen Ihr es tätet' Wb. 9c 24; ci-pad a dene ind hesseirgi
'welche die Baldigkeit der Auferstehung sein würde', 'wie bald die
Auferstehung stattfinden würde' 25b 27; ci-p ed techtas nech
'whatever it is that any one has' 12 d 41; ci-p-e dib no-digsed
hi tossaig 'wer auch von ihnen zuerst käme' LL 278a 44; ce-
ptar he 'wer sie waren' Kuno Meyer, Contrib. 362. Die Kopula
202 Das fragende Pronomen. [§522,2—6
steht zwischen dem fragenden Pronomen und einem damit ver-
bundenen Substantiv oder nech (§ 521, 1, 2): ci-b cenel tra
di-a-roscribad 'welche die Nation auch sein mag, zu der (der
Brief) geschrieben worden ist' 3b 20; ci-p cruth 'wie es auch sein
mag' 5d 33; 12d 24; 14d 34; ce-pu-dono adrad dse do tha-
birt do Pool 'wozu (weshalb) wäre es, götthche Verehrung dem
Paulus zu geben?' 7d 16; cia-pu-dono dun indarpe geinte
'wozu wäre für uns Vertreibung der Heiden?' 19a 14. 2) Als
Prädikatsnomen vor einem persönlichen Subjektspronomen: ce he
roscrib 'wer es ist, der geschrieben hat' Sg. 197a 19; ced ed
tra fo-deud 'was ist es denn schheßlich?' Wb. 3b 28. Das Subjekts-
pronomen steht zwischen dem fragenden Pronomen und einem dazu
gehörigen Substantiv: ci-si chiall bis indib 'what is the meaning
that is in them' Sg. 217a 2; cid chenel nö ce-si aram gl. ad
quod genus uel numerum refertur Sg. 197b 3. 3) Mit ce he, ce
si, ced ed parallel ist ci-t n-e : cit ne robatar gl. quae uero
illae erant? Ml. 61b 8; cit ne briathra robatar 'welche waren
die Worte?' 61b 7. Vgl. § 267, 8 I 398. Das -t ist die 3. PI. der
Kopula. 4) Statt des persönl. Pron. erscheint inti-sin (im Kasus
vom Verbum des Relativsatzes abhängig) in: c-inni-sin frisnaiccai-
siu gl. quem praestulare 'auf wen wartest du?' Thes. II 227, 30.
5) In der Bedeutung 'wo ist?' erscheint cote, catte gl. ubi
est? Wb. 13d 25; 19d 22; vgl. cate in firinne hö hiriss 'worin
besteht die Gerechtigkeit aus Glauben?' 4d 23; cate imdibe
crist 'worin besteht die Beschneidung Christi?' 27a 13; vgl. lOd 28;
25c 23 (zweimal). Zur Bedeutungsentwickelung vgl. § 523, 7. Die
Form ist vor allen Geschlechtern des Sing, als Subjekt unverändert,
vor einem pluralischen Subjekt steht coteeet 9a 17, cateet 5c 16,
cateat 31a 7 (vgl. § 483). Aus *cia äit he; über äit 'Ort' s.
§ 97, 4 I 161 (vgl. c-äit 'wo?'). Es ist nicht wahrscheinhch, daß
uir. cad e, go de, nsch. de 'was?' (nir. cad e an chaoi 'welche
Weise, wie?') hierher gehört {-d- wäre neben nir. äit 'Ort' auf-
fällig; und ein nir. cad nsch. ciod kommt auch in anderen Ver-
bindungen vor; vgl. Asp. i Irsk 166).
6) ciaricc, ciarricc, cericc gl. quid ergo, quid enim, quid?
(Wb. 2a 5; 3a 11, b 13, c 18; 9b 24, vgl. Ml. 16 d 1) bedeutet
wohl 'was folgt daraus, was nützt es?'; für die Etymologie wird
man sich auf Wb. 9b 24 (ciarricc .i. ni airicc ni 'was nützt es?
d. h. es nützt nichts') berufen müssen; das erste Element ist neu-
trales cia. Die Doppelung des r zeigt jedoch, daß das Wort sich
§523,1—4] Das fragende Pronomen. 203
für das Sprachgefühl in cia-ricc zerlegte. — ce roich 'wie weit
es reicht' Sg. 26a 11. — Mit infig. Pron.: cichi-b-ro-erad wört-
lich 'what has been preparcd for you?' Wi. I[I 237.
§ 528. Verwendung der verbundenen Formen de.s fragenden
Pronomens im Brit. 1) Vor Substantiven. Mc. pa diaspedein
'was für ein Geschrei' Mab. 203, 26; pa drwc, py drwc 'quid
mah?' 169,4; 178, 15; py gampeu 'was für Taten?' Mab. 223, 5;
pa tri ederin gwillt 'welche drei wilden Vögel?' Ges. IV, 4, 39;
pa wed 'wie?' Mab. 99, 12; pa du, pa le, py le, ble 'wo?'; pa
feint, py feint "welche Größe" 'wie groß?'; py gy-bellet 'wie
fern?' Mab. 222, 29; 223, 1 (pell 'fern'; statt des nomen ab-
stractum auf -et ist die Äqualisform eingetreten); pa beth, py
beth, peth, beth "welche Sache", 'was?'. Com. py vr 'welche
Stunde?'; pe-le, ple 'wo, wohin?'; py gymmys 'wie viel?' (Äqualis
statt des nomen abstractum; c. pa feint); pyth 'was?'. Mbr. pe
marchadouryen 'welche Kaufleute?'; pe eur 'wann?'; pe du
'wohin?'; pe-guement 'wie viel?', pe-guen-ealet 'wie hart?', pe-
tra 'was?', pebez, pez 'was?'; pe rac tra 'weshalb?', pe en lech
'wo?', pe a lech 'woher?' u. s. w. 2) Vor gewissen Pronominen.
Mc. pa un 'was für Einer?', Plur. pa rei 'was für welche?'. Com.
py nyl S. 196. Mbr. pe heny 'lequel' (fragend und relativ),
pe en heny 'dans lequel', Plur. pe re 'lesquels', pe a re 'desquels'.
Mc. pa ryw, py ryw, pa gyfryw 'qualis?' (pa ryw wr, pa
gyfryw wr 'quahs uir?'); rac. by sawl com. py suel 'wie viel?'.
3) Vor einer Präposition. Mc. pa-h-ar 'wozu?' (vgl. I 407; ohne
-Ä-: pyr 'weshalb?'); pa-h-am 'weshalb?'; pa rac, py rac 'wes-
halb?', com. p-rag, mbr. pe-rac; mbr. pe dre 'par oü?' (auch
relativ; relativ ferner pe voar 'worauf, pe gant 'wodurch', pe da
'ä qui' u. s. w., s. Ernault, Gloss. 467, Dict. 350). Über mc. pan
u. s. w. s. § 524, 2. 4) Vor einer konjugierten Präposition (ana-
phorisch-relative Konstruktion). Com. ef dysmegys py gansse
y fue guyskys 'let him declare by whom he was Struck' P. C.
1373 ("wer sie sind, er wurde von ihnen geschlagen" = "wer sie
sind, von denen er geschlagen wurde"). Mc. ac yn betrus gan-
taw or diwed pa diw y daniweinei y uudugolyaet *und un-
sicher war es ihm, wem schließlich der Sieg zufallen würde' R. B.
1157,29 ("wer, es würde ihm zufallen'"; heb wybot . . y by diw
y damweinhei y uudugolyaeth 'ohne zu wissen, wem der Sieg
zufallen würde' R. B. II 162, 6 ist eine Verdeutlichung des nicht
mehr verständlichen diw, eig. "wem, es würde ihm zufallen"); ac.
204 Das fragende Pronomen. Ableitungen. [§ 523, 5—8. 524
pa diu gl. quid 'wozu?'. Mc. py diw 'wem' kann auch unbe-
stimmt relativ fungieren: guynn j vyt py diw y rodir keren-
nyd Duf 'glücklich, wem die Freundschaft Gottes gegeben wird!'
Skene II 308, 21; s. Strachan, Introd. S. 48 f. 5) Vor einer das
relative Pronomen regierenden Präposition: mbr. pe da piou 'ä
qui?' Ernault, Gloss. S. 492 f. Nach diesem Muster auch mbr.
pe-ban 'woher?', vgl. § 524, 2.
6) Als Prädikatsnomen vor einem mit dem Artikel versehenen
Substantiv: pa-han cheyson as bues why P. C. 1970, pa-
han pleyt R. D. 2058, s. § 276 I 407; p-an vernans 'was für
ein Tod' «welches ist der Tod, der . ." 0. M. 2219, R. D. 2047;
p-an pyn 'welche Strafe?' O. M. 2233; p-an drok 'what evil?'
P. C. 338; p-en-dra geusys an den-ma 'was hat dieser Mann
gesagt?' P. C. 1306 ("welche ist die Sache, die . ."); p-an-dra
vyth grueys 'what shall be done' P. C. 568; p-an-dra yv henna
thyso 'what is that to thee?' R. D. 1642, p-an-dr-ew henna
^ynny ny 'was ist das für uns?', 'was geht das uns an?' M. C. 105.
Relativ ist p-an dra 'was' M. C. 80. Zum Artikel vgl. § 509
(ebenso im Nir.: cia an äit 'what place?'). Corn. p-an ist schließ-
lich als einheithches Wort 'was' aufgefaßt worden; daher pan a
chapel 'what chapel' ßeun. Mer. 642 ("was von . ."); panna huel
'what work?' Lhuyd S. 251.
7) Mc. mae 'wo ist?' xMab. 197, 21; 198, 14; 256, 24; vgl.
mae dy gyghor di 'worin besteht dein Rat?' 237,28; may breint
de destion dy 'what is the privilege of thy witnesses?' Ges. Ven.
II, 11, 25. Aus *p-ma + Verbum 'sein'. Vgl. corn. pe-ma
neb a vyn cte guhu<^a 'wo ist derjenige, der dich anklagen will?'
M. C. 34.
8) Vor einem Verbum, im Mc. in der Bedeutung 'was?' und
'weshalb?', im Corn. 'wo?', 'wohin?' (vgl. ir. cia 'wohin?'), im Mbr.
'was?'. Mc. pa wnaf 'was werde ich tun?'; pa daruu y Gara-
dawc 'was ist dem C. begegnet?'; pathawr (statt pa-th-dawr;
mit infig. Pron.) 'was geht es dich an?', py liuy di 'weshalb er-
rötest du?'. S. Strachan, Introd. S. 48; Loth, Rc. XXXI 27f. Corn.
pe feste 'wo warst du?' O. M. 467; py-th- eilen s 'whither they
may go' ßeun. Mer. 374, vgl. 369; relativ: the crist, j ben py
sensy, teller vyth nyn-g-o kefis 'for Christ, where he might lay
his head, no place was found" M. C. 206. Mbr. pe rif 'was soll
ich tun?'; pe leueret huy 'was saget Ihr?'. Vgl. noch § 587,6.
8 524. Ableitungen von dem fragenden Stamm. 1) Ir.
§ 524. 525j Ableitungen des fragenden Stammes. 205
cani, caini, cain, cini 'nonne', mc. pony 'nonne, quidni'. Das
erste Element dieses Wortes ist vielleicht ein Kasus des fragenden
Pronomens, fällt aber jedenfalls aus dem sonstigen Paradigma her-
aus (etwa N. A. Plur. Neutr. *Ä;"ä?). 2) Ir. can 'woher?', mc.
pan (auch relativ: pa le pan deuy di 'woher kommst du?' Mab.
200. 1; auch in der Antwort, § 548), mbr. pe-ban 'woher?'. Sehr
nahe liegt die Zerlegung des ir. can in c- + Präp. a n-, s. § 514, 1
und § 494; die Erhaltung des Eklipsen-n im Auslaut (can statt
*ca n-) und das Fehlen des h im Brit. {*pahan) wäre aber dann
unregelmäßig, wenn auch nicht unerklärlich. Mir viel wahrscheinlicher
ist jedoch die Deutung von can als eine Ableitung *kuana, vgl. all,
oll, cen § 517, 518 und ahd. hwanän 'woher?'; vgl. auch § 528.
3) Ir. cuin 'wann?' (auch cia chuin 1445). Mc. pan, pann (nur
relativ, d. h. als Konjunktion) 'als, wenn' (temporal; hyt pan 'bis';
or pan, yr pan 'seit'); 'weil, daß' (kausal: pa gyfryw wr yw
awch tat chwi pan allo lleassu pawb uelly 'was für ein Mann
ist euer Vater, daß er Jeden so töten kann?' Mab. 221, 13); 'daß'
(deklarativ; meist mit einem folgenden, zum Teil pleonastischen,
yw 'es ist': a dywedassant wynteu panyw merchet ieirll
oedynt 'und sie sagten, daß sie Töchter von Grafen waren' Mab.
191, 15). Corn. pan 'als, wenn, da' (temporal und kausal), kepar
ha pan 'als wenn, als ob', bys pan 'bis', a-ban 'seit; da, weil'
(aba na 'quum non' 0. M. 241). Mbr. pan 'quand, puisque',
ab an 'depuis que'; pa na 'quum non' und danach auch positiv
pa, aba. Wenn das -nn von c. pann sekundär ist, kann eine
Grundform *ki<ani aufgestellt werden (zum Suffix vgl. etwa lat.
pö-ne 'hinten'); schwieriger wäre die Annahme, daß c. -nn älter
als -n wäre und auf -nd zurückginge (ir. cuin dann wie sin
S. 194 zu erklären), in welchem Falle Anknüpfung an umbr. ponne
'quum' denkbar wäre. 4) Mc. cwt, cwd und cw 'wo?'. S. Strachan,
Introd. 120 (der die Form cw nur vor einem Dental belegt; Silvan
Evans hat cw 'woher?' aus Myv. Arch.); Loth, Kc. XXXI 178 f.
Entweder ist cwt wirldich cw + Partikel -t (vgl. ny-t neben ny
'nicht'); oder cwt ist die ursprüngliche Form (etwa aus *hiuti, vgl.
lat. ut 'wo, wie?'), die fälschlich in cw-t zerlegt wurde, worauf
Nebenformen cw-d und cw ins Leben traten, vgl. § 544 Anm.
Zum Lautlichen s. I 127. 5) Mbr. pet 'wie viel?' aus *k»otjo-,
vgl. gr. 7c6ooq {o aus -tj-\ weiterhin lat. quot, skr. kati 'wie viel?';
dazu vielleicht ir. sochuide 'Menge' *su-k'iotJü.
^ 525. Die unbestimmt relativen Pronomina des Ir. und
206 Die unbestimmt relativen Pronomina. [§ 525, 1. 2
die Konjunktion cia. 1) Die unverbundene Neutralforra cia (wohl
eigentlich Neutr. Plur.) und die verbundene Form ci- in der Gruppe
ci-p können im Ir. als unbestimmt relative Pronomina ('quodcun-
que') fungieren. Beispiele für ci-p sind in § 522, 1 angeführt
worden (ci-p ed, ci-p e, ci-b cenel, ci-p cruth). Beispiele für
cia: cia tiasam, cain temadar 'wohin wir auch gehen, möge
er (uns) gut schützen' Thes. II, 299, 30 (cia wird hier durch cipe leth,
secipe leth glossiert); cia ba beo, bid do preceptanme crist
'was (quodcunque = so lange) ich lebe, wird es zur Verkündigung
des Namens Christi sein' Wb. 23b 29; cia be a-mmet 'welches
auch ihre Größe sei' Ml. 61b 28; cia beith, noco-bia-so fö
mebail 'was auch sein mag, du wirst nicht in ("unter") Schande
sein' LL 260a 49; cia bai di-a chalmacht 7 di-a chura-
tacht dosfarlaic inti dosfarlaic sis, bäi di-a nertmaire 7
d-ä öclachas dasfucastar in cathmilid 'mit welcher Bravour
und Heldenhaftigkeit auch derjenige sie hineingeworfen hatte, der
sie hineingeworfen hatte, mit derselben Kraft und Mannhaftigkeit
zog der Schlachtenkrieger sie heraus' Wi. Täin Z. 773 ("wie viel
auch von seiner Bravour war . . so viel war von seiner Kraft",
"wie groß auch seine Bravour war, womit er sie hineingeworfen
hatte, derjenige der sie hineingeworfen hatte, so groß war seine
Kraft, womit der Schlachtenkrieger sie herauszog"); vgl. ge beith
d-febas a delba 'so viel auch ist von Trefflichkeit ihrer Gestalt'
Z. 3500; gia rabäi d-febas na himdegla, ra büi d-febas ind
imdibairgthi 'so groß auch die Vortrefflichkeit des Abwehrens
war, so groß war die Vortrefflichkeit des gegenseitigen Werfens'
Z. 3576; ce ro böi do raet in chotulta, böi do met na
athscisi 'wie lange auch der Schlaf dauerte, ebenso groß war die
Übermüdung' Z. 2471.
2) Von der Bedeutung 'quantumcunque' ist die ir. Konjunk-
tion cia ausgegangen. Als Konjunktion ist das Wort unbetont
und nimmt daher teilweise auch die Form ce an (die nun gelegent-
hch auch auf das Pronomen übertragen wird, s. die Beispiele unter
1°); vor Vokal ci. Die Konjunktion cia bedeutet: a) 'obgleich;
wenn auch (selbst im Falle, daß . .)': ni-r-bo mebul less mo
charatrad cia-r-p-sa cimbid 'he has not been ashamed of my
friendship although I have been a captive' Wb. 30a 6; ce cho-
niis cor do setche uäit nii-s-coirther 'though thou may be able
to put thy wife away from thee, thou shalt not put her away'
10a 21; cia chondesin far süli do-sm-berthe dom 'though
§ 525, 2] Die unbestimmt relativen Pronomina. 207
I had asked for your eyes, ye would have given them to me'
19 d 24 (cia übersetzt in diesem Falle oft das lat. si). b) 'daß'
(nach Ausdrücken, die ein Urteil über das im Nebensatz Ausge-
sagte bezeichnen; ferner bei der Angabe eines Verhältnisses, einer
Sachlage, woraus im Hauptsatz, meist in negativer Form, eine Wir-
kung angegeben oder eine Folgerung gezogen wird): is huisse ce
ru-samaltar fri crist 'it is right that he be compared to Christ'
34a 4; is fo lium cia r-a-fesid 'es dünkt mir gut (ich wünsche),
daß Ihr es wisset' 14b 20; ni mebul lemm cia f-a-dam 'I am
not ashamed that I suffer it' 29d 27; is burbe dorn cia dogneo
möidim 'es ist eine Torheit für mich, mich zu rühmen' 17c 20;
caini-p-sa söir ce dugnen cach n-gni'm 'wäre ich nicht frei,
jede Tat zu tun?' 'stünde es mir nicht frei, jede Tat zu tun?'
10c 16; ba saithar do cia d-a-melad 'es wäre Lohn seiner
Arbeit {= torad sa(i)thir 10c 21), es zu essen' lOd 3; ni-sn-
ain ci asberat ni-n-tänicc recht 'es wird sie nicht schützen,
daß sie sagen: das Gesetz ist nicht zu uns gekommen' Id 1; ni-
hed no-t-beir i nem cia ba loingthech 'it is not this that
brings thee into heaven, that thou shouldest be a glutton' 6c 9;
can rofesta-su iccfe in mnäi ci a-ta-sode lat ar ecin 'wo-
her weißt du, daß du die Frau dadurch retten wirst, daß du sie
bei dir mit Gewalt zurückhältst?' 10a 10; ci asber-sa inso ni
to bar tathäir si 'daß ich dies sage, ist nicht um euch zu tadeln'
16a 24. c) 'siue . . siue': ce no-n-molid ce no-n-airid ni
tabir uäil na toris fornn 'whether ye praise us, whether ye
blame us, brings neither pride nor sadness upon us' 16 a 1.
Verschmelzungen, ci-ni 'obgleich nicht, daß nicht' (ein Wb.
4d 6); cesu, ciasu, ciaso = cia -f Kopula 3. Sing. Präs. Ind.;
cetu, ceto = cia -|- Kopula 3. Plur. Präs. Ind.; cid = cia -|-
Kopula 3. Sing. Präs. Konj.; cit = cia -f Kopula 3. Plur. Präs.
Konj. Dem Gebrauch zum Trotz unterliegt es keinem Zweifel,
daß cid und cit dem Ursprung nach indikativisch sind, cid be-
steht aus cia + *idhe § 537, § 545,2 -f *est 'ist', cid kann als
ein Adverbium 'auch' verwendet werden und in diesem Falle auch
vor einem Plur. stehen: robatar cid ferte di-a imthrenugud
'there have been even miracles to confirm it' Wb. 24c 5; cid
feissne 'auch sie selbst' 20c 22; cid snissni 'auch wir' 23d 23
(häufiger jedoch cit: bieit cit geinti hiressich 'there will be even
faithful Gentiles' 4c 40; cit hösidi 'auch sie' 5c 2). cid . . cid
'siue . . siue': cid cian cid gair 'sei es lange, sei es kurz' 3c 5
208 Die unbestimmt relativen Pronomina. § 525, 2 — 4
(cid sochumact no dochumact 'sei es leicht, sei es schwer'
10a 26; ced molad ced tathäir do-m-beraid si dom-sa
'though it be praise, though it be blame that ye give me' 8d 21;
die Form ced beruht auf Vermischung mit ced 'was?'). Für cid
steht cith [Wb.] 22a 5, ceith Wb. 33a 4, c 16, cith S. 148 Z. 4.
Über c-, cad- in den Wörtern für 'selbst' s. § 490.
Die Partikel *idhe folgt auch sonst auf die Konjunktion cia
und zwar infigiert, in einigen Fällen von einem infigierten Objekt
begleitet (cini-d-arillset 'obgleich sie es nicht verdient haben'
Wb. 4c 39; cia do-d-rigensid 'obgleich Ihr es getan habt' 20d
3; darüber § 486, 2 S. 146); in anderen Fällen allein (vor einem
indikativischen Tempus: ce ru-d-böi 'obgleich er war' 4b 13, vgl.
26a 23; 14dl3; cini-d-accastar 'obgleich er nicht gesehen wird'
26a 12; cia do-d-chommar foi 'although we have undergone it'
23 d 23; vgl. darüber § 537, § 545, 2).
Anm. Zu ir. cia gehört me. pei 'if it were, if aus *p-bei (bei
'wäre'), womit br. pe 'oder' wohl identisch ist.
3) In der Bedeutung 'quantumcunque, quidquid' kommt auch
eine reduplizierte Form vor: cosmail leiss cacha orr 'alike to
him whichever he may slay' Sg. 12b 7; ni digbad ni dia übull
cacha tomled de 'es nahm nichts von seinem Apfel weg (sein
Apfel schwand nicht), wie viel er auch davon aß' LU 120a 38.
Im Nir. wird gach a n- geschrieben.
4) Unbestimmt relativ ist ferner das Kompositum se-chi,
se-ch: sechi-p he 'whosoever he be' Wb. Id 19; 3b 15; sechi-b
gräd im-bether and 'in welchem Stande man auch ist da' 10a
18; sechi-p he dan 'whatever be the gift' 13a 3; sechi hed
rii a less 'whatsoever she may need' 7b 3; sechi hed bäs sön
'whatsoever death that may be' 13c 1; sechi chruth do-n-d-
rön 'in whatsoever manner I may be able to do it' 5b 18; sech
ni thartsat som, ni comtachtmar-ni 'ebenso sehr wie sie es
nicht gegeben haben, haben wir nicht darum gebeten' 24b 20.
Daraus entwickelt sich eine Konjunktion sech 'obgleich', die wei-
terhin zu einem Adverbium 'tamen' wird: sech r-a-pridchaisem
'although we have preached it' 5 a 7, vgl. 14 c 40; 19 a 11; 22 a
23; 27d 19; sech rocreitsid-si do demun 'yet ye have believed
in the devil' 26 a 23. Aus der unbestimmt relativen Bedeutung
hat sich relative Bedeutung entwickelt in sech-is 'das heißt' (er-
klärend), eig. 'quod est' (Wb. 10b 12; 12a 8; 14b 9; 20d 8).
Wohl aus ir. se und ir. cia komponiert und also nicht mit gr.
§ 526—528] Die unbestimmten Pronomina. 209
o-ti, b-Ttooog u. 8. w. vergleichbar; vgl. § 531. War für das ir.
Sprachbewußtseiii wohl mit der Präp. sech assoziiert.
§ 526. Die unbestimmt relativen Pronomina des Brit. ent-
halten das Wort mc. pynnac (auch pynhac, z. B. R. B. II
203, 1, welche Schreibung jedoch für die Etymologie schwerHch in
Betracht kommt) corn. pynak, pynag, penak, penag (auch pe-
nagh geschrieben; oft penag-ol, pynag-ol mit enklitischem oll
'all', ncorn. pennagel oder — mit stummem -e — pennagle)
mbr. pennac. Vor diesem Worte steht das fragende Pronomen
(mc. pwy bynnac 'quisquis'; corn. pyu penagh 'quisquis', pe penag^
py penag, pe penag ol 'quidquid'; mbr. piu pennac 'quisquis') oder
die Verbindung des adjektivischen fragenden Pronomens mit einem
Substantiv (mc. Ges. pa dyn puyllauc benac 'quicunque homo
sanus'; corn. py le penag 'ubicunque', auch py nyl pynag-ol
'utercunque', vgl. § 523, 2; mbr. pe-tra pennac 'quidquid'). Im
Corn. kann jedoch pynak auch allein stehen ('quisquis' P. C. 681,
1084; 'quidquid' 0. M. 528, R. D. 2000) oder mit pup 'jeder' zu-
sammengesetzt sein (puppenag-ol 'quiscjuis', puppenak ma 'ubi-
cunque'). Im Mbr. bildet pennac mit vorhergehendem un ein
unbestimmtes Pronomen: vn-uent penac 'aliquantus' (ment 'Größe),
ZE 401, Ernault, Dict. 398.
pynnac u. s. w. besteht aus dem unbetonten fragenden Pro-
nomen und einer Negation; vgl. russ. kto ni 'quicunque' und mbr.
Redensarten wie nac eu mar fier 'si fier qu'il soit'.
§ 527. Ir. cia kann im Mask. ein unbestimmtes Pronomen
sein: cia do-ra chardib sidchaire-sa sein 'dieser ist jemand
von meinen Sidvolk-Freunden' LL 76a 34 (LU 78a 10) Wi. Tain
Z. 2460, vgl. ebenda Z. 1720, 1826; bid cia cen chend inti
doraga di-a chosnam frim 'jemand ohne Kopf w^ird derjenige
werden, der kommt um es mir strittig zu machen' LU 100b 37.
Analogischer Plur. ciai Saltair na rann 5888; cia .i. fear 'ein
Mann' O'Cl. (mo chia 'ray husband' "der uieinige").
§ 528. Das nach einer Negation infigierte Element ir. -con-
bedeutet 'in irgend einer Beziehung'. Daher liegt in vielen Fällen
die nicht wörtliche Übersetzung 'nichts' oder 'kein' recht nahe, -con-
steht häufig vor nech 'jemand', nl 'etwas' oder dem adjektivischen
nach, Neutr. na 'irgend ein' oder vor etir 'durchaus'; ni-con-
übersetzt lat. 'numquam' und 'omnino non*. Air. ni o-chloor
act for cäin-sceil 'may I hear nothing but good of you' Wb.
23b 41 (vgl. 18a 2; 2b 21); ni-con-tuislifea gl. nihil tamen
Peilersen: Vgl. kelt. Gramm. II. \^
210 Die unbestimmten Pronomina. [§ 528
memoriae eins elabitur Ml. 27b 18; con-na-ccon-bet acht
degnimai less 'so daß er nichts als gute Taten hat' 129a 9; ar-
na-con-roib dethiden for neuch act toi dse do denum 'damit
niemand irgend eine andere Sorge habe als den Willen Gottes
zutun' Wb. 15d 11; ni-o-fil tra belre cen fogur 'es gibt keine
Sprache ohne Laut' 12d 5; ni-o-imruldatar cosa doine riam
lar srotha 'keine Menschenfüße hatten früher das Bett des Flusses
überschritten' Thes. I 488, 27 (vgl. Ml. 58a 9; 85b 7); ni-con-
sechmallad nech 'niemand vermied' gl. nemo a malo uacaret
Ml. 33c 21; ni odiurat ni diib 'nothiug of them remains' 72b
17; ni-o-airigur-sa na imned 'I feel not any tribulation' Wb.
16a 28 (Ml. 23d 6; 56c 8, d 2; 80c 9; 136b 7); o-na-con-
beth leu etir 'that it should not be with them at all' Ml. 35c 2
(vgl. 103d 9); ni-con-rocmi gl. quem omnino non tangeret 76a
12; air ni-con-bia som etir 'denn er wird überhaupt nicht exi-
stieren' Sg. 29b 10; ni-con-airsoilset .i. inna ginu 'sie haben
nicht geöffnet, sc. ihren Mund' gl. ora quae numquam ueri-
tati patuerunt Ml. 31b 9; ni-o-rogab terochraic ho fiur
sommu 'er hat niemals eine Bestechung von einem reichen Manne
angenommen' Ml. 36a 32; ni-con-laimemmar-ni ön 'wir wagen
dies keineswegs' Wb. 17 b 8.
Später wird das pronominale Element -con- trotz der abwei-
chenden Betonung mit dem Präverbium con- (com-) vermischt.
Es bewirkt daher gelegentlich Eklipse (statt der ursprünglichen
Lenition), s. § 318 mit Anm. 3 I 465f. Das -c- wird in denje-
nigen Fällen leniert, in denen der Anlaut des Präverbiums leniert
sein würde (im Mc. tritt diese Lenition überall nach ni ein, s.
§ 319, 2 I 467 f.; daher denn auch mir. no-chon- nsch. cha
'nicht' [zum Schwunde des ni- vgl. I 264]; dagegen könnte die
Lenition in dem air. Beispiel nem insin nad-chon-r-icthar
'dies ist ein Gift, das gar nicht geheilt werden kann' Ml. 33 d 10
schließlich lautgesetzlich sein). Und schließlich findet man nach
der Analogie des proklitischen Präverbs im späteren Air. und Mir.
bisweilen nach ni-con- ein iniigiertes persönliches Pronomen (niemals
in Wb.): ni-o-d-robae 'he had not' Ml. 41a 5, ni-o-da-bia 'they
will not have' 69a 8, ni-co-s-fuar-sa inna furgrad sin 'ich
fand sie nicht, diese Überbleibsel' 57 d 3, no-chon-om-tha-sa
düib acht . . 'ich habe nichts anderes (keinen anderen Rat) für
euch als . .' Wi. 265, 14; andere mir. Beispiele bei Strachan,
Eriu I 161.
§ 529] Die unbestimmten Pronomina. 211
-con- ist deutlich ein Adverbium mit der Endung -na wie
all, oll, cen § 517, 518; vgl. can § 524, 2.
§ 529. Das gewöhnliche unbestimmte Pronomen (die Bedeu-
tungen 'aliquis' und 'ullus, quisquam' vereinigend) ist ir. unver-
bunden nech, Neutr. N. A. ni (Dat. und Gen. in beiden Ge-
schlechtern neuch, neich), verbunden nach, N. A. Neutr. na
(Dat. Gen. Sing. Mask. und Neutr. nach; Gen. Sing. Fem., Plur.
N. A. Fem. Neutr. und A. Mask. nacha; PI. Dat. ho nach
mindaib 'von irgend welchen Abzeichen' Ml. 35d 16), mc. com.
mbr. nep.
Die aliquis-Bedeutung kommt im Ir. und auch im Com.
(0. M. 657) vor. Die Bedeutung 'ullus, quisquam' kommt beson-
ders in negierenden, fragenden, bedingenden Sätzen vor. Femer
nach dem unbestimmt relativen Pronomen (ir. sechi-p he dän
doberthar do neuch 'was für eine Gabe auch irgend Einem ge-
geben wird' Wb. 13a 3) oder nach einem Komparativ (mc. gwell
yw dedyf Cristonogaeth no neb dedyf or byt *das Gesetz
des Christentums ist besser als irgend ein Gesetz in der Welt'
Silvan Evans S. 919). Aber auch in anderen Fällen kommt, bes. im
Ir., eine ähnliche allgemeine Bedeutung vor, so daß die Übersetzung
'ein jeder' oder 'jeder' nahe liegt: ir. todiusgud neich do chretim
'einen Jeden (den im jeden einzelnen Falle Bezüglichen) zum
Glauben antreiben', forcetal neich iar n-a baithius 'einen Jeden
nach der Taufe belehren' Wb. 12c 39, 40 (= 'das Antreiben zum
Glauben', 'die Belehrung nach der Taufe' gl. prophetia, gl. doc-
trina); nach gnim umal bad he do-n-gneith 'every lowly deed,
let it be it that ye do' 5d 27; com. yn neb ehan a servys 'in
every kind of Service' M. C. 15. Von diesem Gebrauche ausge-
gangen ist wohl die in allen keltischen Sprachen vorkommende
Verwendung dieses Pronomens vor einem Relativsatz, in welchem
Falle es sich der Bedeutung 'deijenige' nähert: ir. arcessi do
neoch bes meldach less 'er erbarmt sich desjenigen, der ihm
lieb ist' Wb. 4c 19; ni sochude rochretti do neuch ro-
chualammar-ni huait-siu 'nicht viele haben an das geglaubt,
was wir von dir gehört haben' 5a 7; ni bes ire und andere Bei-
spiele § 467 S. 124; mc. (immer mit dem Artikel) ponyt oed
iawn y titheu kanhadu yr neb y delei hwnnw attaw . .
llad y benn ae rodi yr neb y mynhei 'wäre es nicht gerecht
für dich, demjenigen, zu dem er (der Hirsch) käme, zu erlauben,
seinen Kopf abzuschneiden und ihn demjenigen zu geben, dem
14*
212 Die unbestimmten Pronomina. [§ 529. 530, 1
er wollte?' Mab. 246; corn. neb a wheleugh why me yw 'ich
bin derjenige, den Ihr suchet' M. C. 68; mbr. nep a lavare
corapsou all 'qui dirait d'autres paroles' Ernault, Gloss. 442;
pleonastisch doe nep am croueas 'Gott, der mich geschaöen hat'
Vie de sainte Nonne 1007; in Verbindung mit pe heny: Jesus
pe heny nep a clesquet 'Jesus, den Ihr suchet'; im Nbr. kann
wie im C. der Artikel vor dem Pronomen stehen: ann nep a
raio 'celui qui fera' Troude, Dict. br.-fr. S. 479.
Anm. Die verbundene Form steht im Ir. vor einem Substantiv, vor
aile (ma ru-d-baitsius nach n-aile 'if I have baptized any other'
Wb. 8a 3), vor ae (na äe 'irgend etwas davon' 12b 33), vor substanti-
vierten Adjektiven (nach gein 'for any long time' [cian] 7a 11; 24d 11;
nach mor, Dat. Neutr, 'to any great extent' 'beinahe' [als Modifikation
einer Negation] 11 d 5, Ml. 64 d 13; 65 d 16 = c. nemmawr § 310 I 447).
Der unverbundene N. A. Sing. Neutr. ni 'etwas' wird schon im Air.
in einigen Fällen beinahe als ein Substantiv 'Sache' behandelt: mor ni
"ein Großes" 'in hohem Grade' Wb. 2d 14; 15a 23; 25a 25; Ml. 17b 12;
146 d (vgl. den soeben angeführten Dativ nach mor); na ni ararogart
som 'jede Sache, die er verboten hat' Wb. 5c 23 (= cach reit araro-
gart som ebenda); neph-ni gl. nihil Sg. 95a 3 (über neph- s. S. 8 f.;
vgl. das gegensätzliche is he side as ni 'it is He that is somewhat' Wb.
8c 14). Im Mir. ist ni ganz zu einem Substantiv geworden: cach ni
'jede Sache' (Wb. cach reit), nechtar da ni 'eins von beiden'. Hiermit
mischt sich wohl auch ani-sin, ani, Neutr. von inti-sin, inti § 512.
Zu ni 'Sache' findet sich im Mir. der Plur. nechi (se nechi airegda
'die 6 wichtigsten Sachen' LU 32a 46), nir. neithe.
Über air. cia du neuch, cia ar neoch, ce-do-no, ci-er-niu s.
§ 521, 2, § 522, 1.
Die Grundform des ir. nech c. corn. br. nep ist * m-k^os,
Neutr. *ne-k"od oder *ne-hnd (I 243 f., 2451). Es besteht aus der
Negation und dem fragenden Pron. und wird ähnlich entstanden
sein wie lit. ne-kada 'zuweilen' (kadä ne-kadä 'hin und wieder');
es ist also aus *kuos ne h'os (vgl. ir. cia du neuch) verkürzt.
Ableitungen: ir. nechtar 'alteruter' § 289, 7 I 421, § 407, 1
S. 64; c. nebawd 'somebody, anybody', corn. nebes 'wenig', br.
nebeud, neubeud § 234 I 335.
§ 530. 'Jeder'. 1) Ir. unverbunden cach, Gen. cäich;
verbunden cach (D. Mask. Neutr. cach, G. Mask. Neutr. cach
und caich Wb. 16a 31; 5c 3; Gen. Fem. cacha, älter cache
Thes. II 255, 4; Plur. Dat. cacha Wb. 16a 27, Sg. 208a 11).
Mc. unverbunden pawp, verbunden pop. Corn. pup, pop, pep
(d. h. pöp\ die ursprünghch betonte Form). Br. pep (ursprüngHch
§ 530 — 532, 1] Die unbestimmten Pronomina. 213
unbetonte Form § 187, 3 I 285). Über c. beu-noeth, beu-
nydd, com. bynytha, br. bemdez s. I 129, § 413 Anm. S. 72.
Die verbundene Form steht im Ir. vor einem Substantiv (air.
cach ball 'jedes Glied', cach reit 'jede Sache', cach-la sei
§517,3 S. 195, cach maid 'every good thing'), vor öen (air. cach
<5en 'every one' Wb. 4d 21; mc. pob un, PI. pob rei), vor dem
Gen. 'eorum' (cach na?, cach hse, cach he, cachse Wb. 12c 46;
19c 19; 27b 8; 17d 2). Die unverbundene Form hat im Ir. vor
einem Relativsatz den Artikel.
Grundform *h<äkuO'S, vgl. asl. kakü 'welcher?'.
2) Daneben existiert im Ir, eine verbundene Form cech
(D. G. Mask. und Neutr. cech, G. Sing. Fem. und N. PL Fem.
cecha; auch G. PI. cecha Ml. 91c 12). Steht vor Substantiven
und vor dem Gen. 'eorum' (cech-ae diib Ml. 40c 21, 146a 2 — 3;
du cechae 144c 8). Beruht auf Wiederholung des fragenden
Pronomens. Dazu cechtar 'jeder von beiden' (nach der Analogie
von nechtar § 529 gebildet).
§ 531. Für 'jeder' (= 'alle') gilt im Corn. und Br. :
com. kettep (kettep dyner 'jeder Pfennig, der letzte Pfennig'
P. C. 1514; kettep pen 'jeder Kopf, alle zusammen'; ol ketep
tam 'jedes einzige Stück'; das mehrfach vorkommende yn kettep
pol 'alle zusammen' enthält trotz der Schreibung das Wort ol
'all'; über yn s. § 418 S. 77; substantivisch kettep onan 'jeder
einzige, alle zusammen'); mbr. guyteb-unan, guitib-unan, guy-
teb-un-tam, guitib-un-tam.
Ein Kompositum. Das erste Element liegt vor in: c. gyd a
'zusammen mit'; yng ghyd 'zusammen'; mc. pawb y gyt 'alle zu-
sammen'; nc. i gyd oll 'all without exception' u. s. w.; tir cyd
(mc. tir kyt) 'land held in common'; mc. cyt-eisted 'zusammen-
sitzen'; acorn. chet-ua 'conuentus uel conuentio'; ncorn. kes-vewa
'zusammenleben' Gwreans an bys 1314; mbr. quet-breuzr 'con-
frfere'; mbr. quet nbr. ket, Augens der Negation, 'pas, point' (eig.
"zusammen"; ne lavaro ket kement-se 'il ne dira pas cela');
ein etymologisch dunkles AVort (zu lat. citus 'schnell, gleich bei der
Hand'?). Das zweite Element entspricht dem ir. sech § 525, 4.
Also corn. kettep aus *ket-hep "zusammen wer auch nur . ."".
§ 532. Die nicht vom fi'agenden Stamm abgeleiteten unbe-
stimmten Pronomina. 1) Ir. huile 'all' (vor dem Subst oder nach
demselben; Dat. PI. regelmäßig huilib, bisweilen jedoch huili: dun
uli, düib uili, doib uili 'uns, euch, ihnen allen' Wb. 21c 3;
214 Die unbestimmten Pronomina. [532, 2. 3
18b 23; 25c 31). Mc. yr hell gwn 'alle die Hunde'; y deulu
oll 'sein ganzer Hausstand'; dazu der Plur. yll, ill, eil vor Zahl-
wörtern: yll deu 'alle beide', yll pedwar 'alle vier'. Corn. ol,
oll: yn oll an bys 'in der ganzen Welt', en box oll 'der ganze
Krug'; pynag-ol § 526, yn kettep pol § 531 u. s. w. Mbr.
oll, holl: an holl bet 'die ganze Welt'. C. corn. br. holl ist
= lat. sollus 'totus'; ir. huile ist nach dem Muster von aile
§ 517, 3 weitergebildet. Zum Lautlichen s. I 411. 2) Ir. dim
gl. quippiam, gl. quicquam Ml. 27 d 9; 70c 14b; ni di nacca
dim .i. acht is du dim gl. non de nihilo 75b 20; it neph-
dimdi 'sie sind nichtig' 130d 7. Mc. dim 'irgend etwas'; nc.
ddim, Augens der Negation: ni adwaen i ef ddim 'I do not
know him at all'; daraus mo 1438. Etymologisch dunkel ; das ir.
Wort ist wohl aus dem C. entlehnt und hat nach der Analogie
des einheimischen ni die Bedeutung 'aliquid' neben 'quidquam' an-
genommen; nur diese letztere Bedeutung liegt im C. vor; sie kann
aus einem ganz konkreten Begriff entwickelt sein; vgl. c. dim wy
'the pellicle inside an egg-shell' (vielleicht *de-smo- 'Band' zu gr
dtü) 'ich binde').
Anm. Von dem Pronomen dim etymologisch verschieden ist die ir
Vorsilbe dim-, aus di- (S. 8) vor ml-, mr- fl 163) entstanden, aber analo-
gisch verbreitet: di-mbläith 'ungentle", di m-br ig 'Schwäche' (brig 'Kraft
I 101), dim-buan 'nicht dauerntl', dim-dach gl. ingratus Ml. 45a 7
102c 2, vgl. 124c 2, 5 (buidech 'dankbar').
3) Mc. ryw bryuet 'eine Art von Würmern' Mab. 96, 11;
y ryw beth 'eine solche Sache, dieselbe Sache' 194, 21; ym-
gaffel ar ryw uarchawc clotuawr hwnnw 'mit einem solchen
berühmten Ritter zusammentreffen' R. B. II 226, 29; y ryw or
hoffter hwnnw 'diese Art von Prahlerei' 215, 32; pa ryw
§ 523, 2; neb ryw gristawn 'irgend ein Christ' Mab. 219, 3;
vn ryw ymadrawd 'dieselben Worte' 200, 19. Daneben cyf-
ryw: yn y kyfryw le a hwnn 'an einem solchen Orte' 7, 3.
Dazu gehört ein in allen brit. Sprachen vorkommender Plur. mc.
rei onadunt 'einige von ihnen' Mab. 144, corn. re a-n e^ewon
'einige von den Juden' M. C. 203 (vgl. 181); dient meist (etwa wie
engl, one, ones) zur Substantivierung des Artikels und verschie-
dener Pronomina (Adjektive): mc. y rei, Plur. von yr hwnn
§ 515, 4; y rei teu § 493 S. 156; y rei ereill 'die anderen'
Mab. 83, 13; pa rei § 523, 2; pob rei § 530, 1; corn. an re
ma, an re na, an keth re S. 191; § 518, 1; re ereil 'some
§ 532, 4. 533| Die unbestimmten Pronomina. 215
others' M. C. 195; han re mvnys ow tene 'und die Kleinen,
welche saugen' P. C. 438; gans ken re 'von Anderen' P. C. 2002;
br. ar re man, ar re ze, ar re hont, mbr. da re, an re dieug
S. 191, 192, pe re § 523, 2, pep re § 515, 3, an hol re 'alle'. Die
Form re kommt im ßr. auch singularisch vor: mbr. vn re 'quel-
({u'un' Ernault, Dict. 367, vgl. Gloss. 563. Adjektivisch in nbr.
Treg. tri re dud 'trois menages, trois familles'; vgl. mc. holl-re
genedyl anifeileit 'every kind of animals' Strachan, Introd. S. 45.
Zur Etymologie vgl. I 67.
4) Verschiedene Substantive haben noch eine mehr oder weniger
pronominale Verwendung: ir. äis 'Alter', lin 'Zahl', lucht 'Schar',
foirinn, foirenn ds., mc. rann 'Teil', gwr 'Mann', dyn 'Mensch',
peth 'Ding', mbr. tra ds., quement 'so viel'. Bemerkenswert sind
besonders: ir. sochude 'Menge' (wird in der Bedeutung 'viele,
mancher' von einem maskulinischen Pronomen vertreten: ar dagni
sochuide bäas ar a charit 'denn viele tun es, Tod für ihren
Freund', 'denn mancher stirbt für seinen Freund' Wb. 12 b 34;
sochaide scaras fri a choemu 7 fri a chairdiu sund indiu
7 fri a chrich 7 fri a f er and 'viele trennen sich heute hier von
ihren Lieben und von ihren Freunden und von ihrer Heimat und
von ihrem Lande' LL 55b 20); ir. cele 'Genosse' (as coir de
chäch guide dee li-a chele 'daß es für jeden passend ist, zu
Gotte für den anderen zu beten' Wb. 7a 13), c. cilydd (mc. dyr-
nodeu calet tost a rodei bawp onadunt y gilyd 'harte Schläge
gab jeder dem anderen' Mab. 282; nc. o ben bwy-gilydd 'von
einem Ende zum anderen', or mor bwy-gilydd 'von Meer zu
Meer'; bw- ist = ir. co 'bis', Rhys Rc. VI 57); corn. y gele 'der
andere' M. C. 179, y gyle P. C. 506, 877, thy gela 'dem anderen'
Beun. Mer. 607; br. e-gile 'der andere' (dazu Fem. e-ben 'die
andere' I 47, vgl. ir. indara süil . . a setig 'das eine Auge . .
das andere' LU 79b 37 — 39; corn. y-ben, hy-ben bedeutet 'der
andere, die andere' [nach an nyl, an neyl, s. S. 196]; dies beruht
auf Verwechselung mit pen 'Kopf, Ende').
XII. Die relativen Pronomina*.
§ 533. In den beiden inselkeltischen Sprachzweigen besteht
mit Bezug auf den pronominalen Bau der Relativsätze (die bei der
1. Ebel, Beiträf?e zur vgl. Sprachf. V 17—53; Verf., KZ XXXV 316
—414; Thurneysen, IF Anz. IX 190—193.
216 Die relativen Pronomina. [§533.534
starren "Wortstellung des Keltischen ähnlich wie im Französischen
auch dem Zwecke der Inversion dienen, s. § 547) seit alter Zeit
ein tiefgehender Unterschied zwischen den Fällen, in denen das
Relativum als Subjekt oder Objekt fungieren sollte, und den Fällen,
in denen das Relativum irgend eine andere Funktion haben sollte.
In den Sätzen mit relativem Subjekt oder Objekt finden sich eigene
pronominale Elemente mit relativer Bedeutung seit alter Zeit vor,
in den übrigen Sätzen finden sie sich entweder überhaupt nicht
oder erst sekundär. Ich bezeichne die beiden Arten von Sätzen
als eigentliche und uneigentliche Relativsätze.
Anm. Über die vor dem relativen Satz stehenden demonstrativen
Wörter ist schon im Vorhergehenden gehandelt: ir. a n- mc. -r § 511, ir.
inti § 512; mc. yr hwnn, nibr. ann heny § 515, 4; ir. nech, c. y neb,
corn. br. nep § 529. Diese Elemente sind naturgemäß mit dem Eelativsatz
eng assoziiert (mc. a-r ny, die negierte Form von a-r a S. 182, wurde fast
als negierte Form des relativen a empfunden: a del . . ar ny del 'wer
kommt . . wer nicht kommt' Mab. 6), scheinen aber nur in sehr geringem
Umfang zu wirklichen relativen Pronominen geworden zu sein; im Mc.
kommen Verbindungen wie yn yr hwnn 'in welchem', yn y rei 'in welchen'
vor; sie sind jedoch besonders der Übersetzungsliteratur eigen, s. Strachan,
Introd. S. 44; ganz künstlich und sprachwidrig ist das in Ml. und Sg.
vorkommende ir. ol-sodin 'quod' 'was', ol ds., ol-suide n-dath gl. quem
colorem, s. Verf. KZ XXXV 326, Thurneysen, Handb. § 476.
In bedeutend größerem Umfang haben die fragenden Pronomina rela-
tive Bedeutung angenommen. Am' nächsten lag die unbestimmt relative
Verwendung (§ 525, 526; c. py diw § 523, 4). Gewöhnliche relative Be-
deutung kommt im Ir. so gut wie nicht vor (vgl. nur § 525 Schluß), ist
im C. und Corn. verhältnismäßig selten (mc. pieu 'cuius est' § 520, pan
§ 524, 2, 3; corn. py § 523, 8), im Br. außerordentlich häufig (besonders
bemerkenswert ist mbr. pe heny 'lequel', pe en heny 'dans lequel', pe
gant 'durch wen, wodurch' u. s. w. § 523, 2, 3). Über mc. pwy py s.
§ 587, 6.
Die relativen Pronomina im Irischen.
§ 534. Die Unterscheidung zwischen den eigenthchen und
den uneigentlichen Relativsätzen ist im Ir. durch die neu auf-
gekommene relative Eklipse (§ 266—268) gekreuzt worden. Die
Eklipse eroberte sowohl einen Teil des Gebietes der eigentlichen
Relativsätze als auch einen Teil des Gebietes der uneigentlichen
Relativsätze; durch Ausgleichung wurde aber die Regel eingeführt,
daß neben der Eklipse immer dieselben suffigierten und infigierten
Elemente auftreten wie in den eigentlichen Relativsätzen. Eine
gewisse Neigung, auch sonst Eigentümlichkeiten der eigenthchen
§535,1.2] Das suffigierte Relativum im Ir. 217
Relativsätze auf die uneigentlichen Relativsätze zu übertragen,
kommt erst im Laufe der literarischen Periode mehr und mehr zum
Vorschein; s. § 541, 1. In den ir. Relativsätzen tritt häufig ein
an und für sich nicht relatives pronominales Element -d- auf.
§ 535. Die suffigierten Elemente der eigentlichen Relativ-
sätze und der Eklipsensätze im Ir. 1) Die Verbalformen der
3. Sing, mit der Endung -d vertauschen in relativer Funktion diese
Endung gegen ein unmouilliertes -s: berid 'trägt', beres 'welcher
trägt' (Ind.), beras 'welcher tragen mag' (Konj.); inti cretfes
'derjenige, welcher glauben wird' Wb. la 3; fo besad fir trebuir
crenas tiir di-a chlainnd 'nach der Weise eines klugen Mannes,
der Land für seine Kinder kauft" 29d 23; inn äis deed caras
foigdi caich 'die faulen Leute (Akk.), welche das Betteln bei
Jedermann lieben' 25c 19; tuicci a n-gaibes in salm 'er ver-
steht, was der Psalm singt' 12d 42; cein gaibes 'so lange er hat'
26a 13 (Ind.); lasse gabas 'indem er nimmt' 13d 22 (Konj.);
amal gnis crist 'wie Christus wirkt' 21b 2; mairg bias oc
estecht 'wehe dem, der anhören wird' Wi. 190; ol-daas S. 78.
Anm. 1. Eine längere Form des suffigierten Elementes liegt vor in
der 3. Sing. Konj. be-so, be-su: quid iudicas fratrem tuura in non
mandueando .i. besu dagduine cini estar cach tiiari 'welcher ein
guter Mensch sein mag, obgleich er nicht jede Speise ißt' Wb. 6b 23, vgl.
24; massu ed besomo a fiusduib-si 'ifit be, greater is the knowledge
of it that ye have' 19 b 11 (die Übersetzung nach Stokes, The Old-Irish
Glosses). Vgl. mir. be-su ocus be-su chian 'sei es nahe' sei es fern'
I 455 (eig. "quod sit"). Dagegen bös 'vielleicht' § 511 Anm. 2.
2) Ein suffigiertes -e findet sich nach Verbalformen der 3. PI.
auf -t und nach einigen endungslosen Formen der 3. Sing.: berit
'sie tragen', a m-berta? eoin 'was die Vögel tragen' LU 19a 33;
it he cretite 'die sind es, welche glauben' Wb. 3d 18; indi . .
mörate mathi 'diejenigen, die die Guten verherrhchen* 6a 9;
intain creitfite 'wenn sie glauben werden' 5c 12; iudigte gl.
iudaizare 19a 13; — der 3. PI. der Kopula it 'sie sind' entspricht
relativ ata : it sib ata chomarpi 'Ihr seid es, welche die Erben
sind' 19c 20; doadbadar sunt ata n-ili dana in spirto 'es
wird hier gezeigt, daß die Gaben des Geistes viele sind' 12a 11;
— tete 'welcher geht' 9d 5; it he coisnimi inso file lib-si
'das sind die Streitigkeiten, die bei euch sind' 7d 13; luide 'who
went' Ml. 127 d 3, vgl. Verbalverz. tiagu.
Anm. 2. Eine ältere Form des suffigierten Elementes ist in ce-t-o,
ce-t-u 'obgleich sind', ma-t-u 'wenn sind' und in den entsprechenden
218 Das suffigierte Relativum im Ir. [§ 535, 3 — 6. 536, 1
Singularformen ce-s-o, ce-s-u, ma-s-o, ma-s-u erhalten (vgl. § 541,1'!.
Dasselbe Element sucht Thurneysen, IF Anz. IX 193, auch in ro-b-o, ro-
b-u 'oder', 'entweder' (vgl. § 552, 2); sehr zweifelhaft, vgl. § 582.
3) Die Endung der 1. PI. -mi wird mit dem suffigierten Re-
lativum zu -me (KZ XXXV 374): mat rete frecndirci gesme
'wenn es zeitliche Dinge sind, um die wir bitten' Wb. 4a 27; a m-bäs
tiagme-ni 'der Tod, in den wir gehen' 15b 28; intain diagma-ni
'wenn wir gehen' 3a 15 (vgl. S. 91). 4) Den passivischen und medialen
Formen der 3. Sing, und PI. auf -ir entsprechen relative Formen
auf -er, -ar (KZ XXXV 376): os cech anmimm ainmnigther
gl. super omne nomen quod nominatur 21a 14; inn almsin berar
do Hierusalem 'das Almosen (Akk,), das nach Jerusalem gebracht
wird' 16d 7; intain . . bertar drognimi essib 'wenn die bösen
Taten aus ihnen entfernt werden' 25c 23; is hed dathar dom
'deshalb ist man mir böse' 2ic 9; araill tra cairigedar som
sunda 'eine andere Sache tadelt er also hier' 25b 9; for-sna-hi
comalnatar toil das 'auf diejenigen, die Gottes Willen vollführen'
20d 1; arndip maith n-airlethar a muntir 1395. 5) Einigen
Formen der 3. Sing. Konj., Fut. oder Prät auf mouilHertes -s ent-
sprechen in relativer Funktion Formen auf unmouilliertes -s: ma theis
'wenn er geht' Wb. 14a 14, relativ tias Thes. II 39,25; a-lliles
dind ancretmiuch 'was dem Ungläubigen folgt' Wb. 10a 5;
giges 'welcher beten wird' Ml. 53c 3; — föidis 'er schickte',
soerais 'er befreite', relativ amal foides 'wie er schickte', soeras
'welcher befreite' Thes. II 304, 1; 302, 5. 6) Nach einigen un-
betonten VerbaKormen schwindet das suffigierte Element ganz;
neben file steht in relativer Funktion auch fei, fil, feil Wb. 4c 1;
10b 21; 13c 26; neben at-a findet sich relatives at, et, it Ml.
45d 1; 48a 10; 27a 9; Wb. 26b 2; 29a 29. Der 3. Sing, is 'ist'
entspricht in relativer Funktion as: brothchän as chöir duib
'it is pottage that is meet for you' 33c 15; do thaidbsiu as-n-
iress nöibas 'to manifest that it is faith that sanctifies' 19 b 14.
§ 536. Die infigierten Elemente der eigentlichen Relativ-
sätze und der Eklipsensätze im Ir. 1) Daß es ein infigiertes
relatives Element -s- gäbe, läßt sich nicht beweisen. Was darauf
deuten könnte, ist die Tatsache, daß die Präverbia ad-, in- (die
nicht relativ vor einem persönlichen Pronomen als at- auftreten
§ 486, 5) in gewissen relativen Konstruktionen (vor einem persön-
lichen Objektspronomen) die Formas- haben: amal as-in-chobra
ind in gen 'wie die Tochter es wünscht' Wb. 10b 18 neben ad-
§ 536, 1. 2j Das infigierte Relativum im Ir. 219
cobra Icc omnium 'er wünscht die Erlösung Aller' 28b 2, Inf.
accobor 'Verlangen'; innani ass-id-greiinat 'of those who per-
secute him' Ml. 18d 2 neben ingrenned gl. persequebatur 36d 25,
Inf. ingreimm. Aber einerseits ist die Erscheinung nicht konstant;
man findet mehrfach Formen wie ad-ind-rimi Wb., ad-id-trefea
Ml., s. § 486,5 und Strachan, Selections S. 67 ß; auch kann man,
besonders aus den jüngeren air. Denkmälern, Fälle anführen,
wo as- auch außerhalb relativer Konstruktion für ad- steht (KZ
XXXV 383). Und ferner gibt es eine Möglichkeit, die Erschei-
nung analogisch zu erklären: als Nachahmung des Präverbs ess-,
das vor einem persönlichen Pronomen at- lautet, während es in
den hier in Rede stehenden relativen Konstruktionen und, wo kein
persönliches Pronomen folgt, die vortonige Gestalt as- aufweist.
Liegt doch eine Vermischung der drei Präverbia ad-, in-, ess-
in Fällen wie ad-greinn gl. persequentis Ml. 54 b 23, neich ad-
gustis 'of whatever they desired' 69a 2 neben ind ecguisti gl.
optati 65b 2 klar und greifbar vor (vgl. auch adcuaid 'er hat
erzählt' Wb. 21d 11 neben co n-eicdid 'so daß Ihr erzählt habt"
24c 17, vgl. Verbalverz. fiad-). Ein so buntes Nebeneinander der
Präverbia ad-, in-, ess- wie in den jüngeren air. Denkmälern
kennt Wb. allerdings nicht; die Vermischung konnte aber in dem
hier in Rede stehenden Fall besonders leicht eintreten, weil über-
haupt die Unterscheidung zwischen relativen und nicht-relativen
Formen der drei Präverbia vor einem persönlichen Pronomen
(§ 486, 5; § 503, 2) auf einer Neuerung beruht. Das Präverb
aith- hat gewiß dasselbe Schicksal wie ad- gehabt; es lautete also
in den hier erörterten Fällen as-; unzweideutige Belege sind je-
doch nicht vorhanden.
2) Das einzige wirkhche infigierte relative Element ist ein
lenierendes -e-, -a- oder Null. Die Form -e- erscheint nach dem
Präverb imb-, die Form -a- nach air- und bisweilen nach ess-.
die Form Null in den übrigen Fällen: innani prechite et imm-
e-churetar cori 'derjenigen, welche predigen und Frieden bringen'
Wb. 5a 5 (mit der relativen Eklipse: imm-e-n-imgabad gl.
declinare Ml. 41a 6); seltener erscheint imm-a- Wb. 16b 8, Ml.
17b 6; imm-o-forling 'der bewirkt hat' Wb. 10c 18; mit ge-
schwundenem Pronomen: creitem hi cridiu im-folngi in duine
firian 'es ist der Glaube im Herzen, der den Menschen gerecht
macht' 4d 32, vgl. 33; — cach reit ar-a-ro-gart som 'alles,
was er verboten hat' 5 c 23; is hed in so ar-a-thä gl. reliquum
220 Dasinfig,Relativuin,dasiiifig.-d-imIr. [§536,2.537,1.2
est 10b 3 (mit der relativen Eklipse: a n-ar-a-n-egi gl. con-
querens Ml. 18d 1); mit geschwundenem Pronomen: is hed ar-thä
in so 'das ist's, was bevorsteht' Wb. 30 d 13; — indi ass-a-
guiset, inti as-a-gusi 'die, welche wünschen', 'der, welcher
wünscht' Ml. 61b 17 (mit der relativen Eklipse: in deni ass-a-
foiter guth 'in der Schnelligkeit, mit der die Stimme ausgeschickt
wird', 'so schnell wie man ein Wort sprechen kann' 48c 8); mit
geschwundenem rel. Pronomen: as-chom-arta gl. qui caesi sunt
26d 11.
Anm. Verschleppt ist as-a- in dem nicht relativen as-a-gninaim
gl. sapio Sg. 146b 16 und anderen Formen desselben Verbums.
Wo das relative Element schwindet, ist sein einstiges Vor-
handensein nur an der Lenition erkennbar; die Fälle mit relativer
Eklipse kommen daher nicht in Betracht. Beispiele für die Le-
nition sind I 467 angeführt; vgl. noch a n-ad-chodados-sa 'das,
was ich erworben habe' Wb. 7a 16; niani be nech fris-chom-arr
doib 'wenn niemand da ist, der ihnen widerstehen (schädigen) kann'
Ml. 77a 12; cach led do-choid som 'überall, wo er hingegangen
ist' Wb. 14c 20; fo-chelfatar gl. qui dihgunt 30d 15; orobad
inn-a chorp ni in-choissised tobe uitiorum 'damit in seinem
Körper etwas wäre, das die Abschneidung uitiorum bezeichnete'
2c 7; is hed inso no-chairigur 'das ist es, was ich tadele'
lld 1.
§ 537. Das infigierte Element -d-. Die in § 535—536 be-
sprochenen Elemente waren ursprünglich nur in den eigentlichen
Relativsätzen vorhanden; in die Eklipsensätze, soweit sie aus un-
eigentlichen Relativsätzen entstanden sind, sind sie nur durch eine
Analogiebildung eingeführt worden. Anders liegt die Sache bei
dem in Relativsätzen häufig auftretenden, in der Mehrzahl der
Fälle infigierten Elemente -d-. Es kommt vor: 1) In den eigent-
lichen Relativsätzen und in den Eklipsensätzen vor einem infigierten
persönlichen Pronomen, s. § 486. In § 503, 3 habe ich Tatsachen
angeführt, die dafür sprechen, daß das -d- ursprünglich nur vor
den Pronomiualformen der 3. Person berechtigt gewesen ist. Nach
gewissen Präverbien steht dasselbe Element (in differenzierter Ge-
stalt) auch in nicht-relativen Sätzen vor einem infigierten persön-
lichen Pronomen. 2) Nach der Konjunktion cia vor der ge-
schwundenen Kopula und vor einem infigierten persönlichen Pro-
nomen, jedoch auch allein (vor einer indikativischen Verbalform)
s. S. 207f. In ähnlicher Weise erscheint das -d- auch nach der
§537,2—5] Das infigierte Element -d- im Ir. 221
Konjunktion ma 'wenn' : ma-d 'wenn ist' (Konj.; durch Assoziation
mit den Formen des Ipf. Konj. auf -ad auch Svenn wäre'); ma-
ni-d Svenn nicht ist' (scheint ohne Prädikatsnomen einen verkürzten
Satz 'wenn nicht' bilden zu können: Wb. 17b 32); ma nu-dub-
feil § 486, 2; ma du-d-ell ni 'wenn er etwas gestohlen hat'
Wb. 22b 7; ma ru-d-choiscset a-mmuintir 'wenn sie ihren
Hausstand gezüchtigt haben' 28c 7. Über -d- nach co vgl. § 486, 2.
Da cia ursprünglich Plur. Neutr. des fragenden Pronomens ist,
und da nach dem unverbundenen fragenden Pronomen relative
Konstruktion eintritt, so könnte man darauf kommen, das -d- aus
dieser relativen Konstruktion erklären zu wollen; aber gerade wo
die pronominale Bedeutung von cia noch lebendig ist, scheint das
-d- nicht aufzutreten (cid nur 'though it be', nicht 'wie viel es sei');
und ma konnte, wenn die I 472 gegebene Deutung richtig ist,
nicht einen eigentlichen Relativsatz einleiten. Wir werden also an-
zunehmen haben, daß das -d- nach cia und ma von relativer
Konstruktion unabhängig ist. Vgl. aber § 541 Anfang. 3) Nach
der Fragepartikel in vor einem intigierten persönlichen Pronomen
(§ 486, 4) und vor der Kopula: duüs in-di-p fochunn icce do
a indarpe a oentu fratrum 'ob nicht seine Verbannung aus der
Gemeinschaft der Brüder Ursache seiner Heilung (Bekehrung) sein
mag' Wb. 26b 27; über in-d-a apstal 'bin ich ein Apostel?'
10 c 20 s. § 638. 4) Nach den relativen Präverbien vor der
Kopula (in der 3. Sing, oft doppelt gesetzt): oid aimm (zu lesen
ainm) dun chrunn 'so daß es Name des Holzes ist' Wb. 8a 5;
condid f irianu de 'so daß er um so gerechter ist' 2a 7 (Ind.); con-
di-b didnad dom-sa 'so daß es ein Trost für mich sein mag' Ib 1
(Konj.); indid 'worin ist' 12d 18; indib 'worin sein mag' 26b 24;
ondid 'wovon ist' 12d 23; arndip 'damit es sei' 22c 11. Die
beiden -d- des Ind. können zu einem -t- werden: cit n-e cumacte
diandid coir in fognam 'welchen Mächten es passend ist zu
dienen' 6a 9, aber inti diant ainm discessio 'derjenige, der den
Namen discessio hat' 26a 5. Über con-dan 'so daß wir sind'
u. s. w. s. § 638. Prät. : lasin-rubu maith 'denen es gut er-
schienen war' Ml. 131 d 11, vgl. 102d 4. 5) In Eklipsensätzen
nach den Tempuspräverbien ro- und no- vor dem Verbum 'sein":
is faittech ro-n-d-boi-som 'vorsichtig war er' Ml. 21d 4; nicon-
ru-accobrus ni bed uilliu indaas ro-n-d-böi ra-ingnae 'ich
habe niemals etwas gewünscht, das größer wäre als mein Verstand'
"als es ist, daß mein Verstand war" 136b 7; oire nu-n-d-em
222 Das infigierte Element -d- im Ir. [§537,6—9
membur uili du dea 'weil wir alle Glieder Gottes sind' Tbes.
II 246, 5. Über 2. Sing, nu-n-da u. s. w. s. § 638. 6) Zu -t-
verdoppelt nacb der Negation ni vor der Kopula: ni-t-at cosmili
'sie sind nicbt äbnlicb' Wb. 32 d 14. Über ni-t-a 'ich bin nicht,
du bist nicht' u. s. w. s. § 638. 7) Häufig bei dem Verbum do-
es-ta 'fehlt' in relativer Konstruktion: an du-d-esta 'das, was
fehlt' Wb. la 9, vgl. 12b 5; 26 d 8 u. s. w. Ebenso bei do-
ecmaing 'ereignet sich': is menic do-n-d-ecmaing 'es geschieht
oft' Ml. 54a 7; vgl. Thes. II 247, 11; acht dondecmaing ani-
siu 'nur daß dies geschieht' Sg. 137b 5 (über die Eklipse vgl.
§ 591 Anm. 2). 8) Häufig in der Verbindung ro-d-bo 'oder',
'entweder' = ro-bo, s. KZ XXXV 404; eigentlich wohl 'was
sein kann' oder 'quod sit'.
9) In den eigentlichen Relativsätzen und in den Eklipsensätzen,
femer nach relativen Präverbien und nach der Fragepartikel in
erscheint -d- in Verbindung mit der Negation als nad, jedoch
nicht vor einem infigierten persönHchen Pronomen: ani nad nöib
'das, was nicht heilig ist' Wb. 31c 1 (vor der geschwundenen
Kopula; vgl. 8a 18); dund öis nad-chaithi cach tuari I 467;
is dreecht diib nad-ro-chreit 'es ist ein Teil von ihnen, der
nicht geglaubt hat' 5c 2; annad-denam-ni 'das, was wir nicht
tun' 16a 24; i-sind-i nad-creitid 'darin, daß Ihr nicht glaubet'
Id 14; co-ni-ecmi nad-n-airchissa 'damit es nicht geschehe,
daß er nicht schonen mag' 5b 35; na bad hed a meit näd-m-
bse gl. nee nominetur in uobis 'nicht sei das genug ("seine Größe"),
daß es nicht vorhanden ist' 22b 14; ni näd-rii-bed ar se di
chorp 'nicht, daß (als ob) es deswegen nicht zum Körper gehöre'
12a 22; ni fil ceneel na belre i-sin biuth di-nad-ricthe
nech 'es gibt keine Nation oder Sprache in der Welt, von der
nicht jemand erlöst würde' 28b 1; in-näd-cualaid-si 'habt Ihr
nicht gehört?' 5a 21. — Gegen die sonstige Regel steht das rela-
tive -n- in diesen Fällen nach dem -d- ; relative Eklipse ist überall
da anzunehmen, wo keine Lenition stattfindet (also auch in dem
zuletzt angeführten Beispiel; "ist es, daß Ihr nicht gehört habt?").
Nur vor der indikativischen Kopula findet sich -n-d-: nant ni
idol et näd-n-escona ni '(wir wissen,) daß der Götze nichts ist
und nichts verunreinigen kann' 10b 26; asbeir in fect so as mug
et nan coimdiu 'er sagt jetzt, daß er ein Sklave und nicht Herr
ist' 17a 12 (vgl. 12d 28; 23a 13); höre na-n-d-at filii 'weil sie
nicht filii sind' 4c 8 (vgl. 26b 3). Ohne Eklipse und mit zu -t-
§537, 9. 538, 1] Die uneigentlichen Relativsätze im Ir. 223
verdoppeltem -d-: amal nät anse düib 'wie es für euch nicht
schwierig ist' 17c 11; cid na-t-at släin ind huli 'weshalb sind
nicht alle erlöst?' 28b 1. Femer kommt na-n-d vor einem Objekts-
pronomen vor: höre nä-n-r-airigsiur 'weil ich ihn nicht bemerkt
habe' 3c 26; act na-n-d-leicci concupiscentia carnalis
'nur, daß concupiscentia carnalis es nicht erlaubt' 3d 13. Über
die Konglomerate nadid- und nachid- s. § 486 Anm. 1. — Hervor-
zuheben ist schließlich, daß das -d- in den hier beschriebenen
Fällen meist nur fakultativ ist; mit den oben angegebenen Formen
konkurrieren also na (in bestimmten Fällen nach- § 559), na n-:
na-po cheneel dom-sa cosse 'das bisher nicht mein Volk war'
5a 14 (vgl. na-r-bo 4d3); na-bad eola 'der nicht kundig wäre'
33b 21; na-ro-pridchissem-ni '(ein Evangelium), das wir nicht
gepredigt haben' 17b 31; bied aimser nä-m-ba lobur 'es wird
eine Zeit kommen, wo er nicht schwach ist' 6b 15 (na-m-bad
12d 21; nämmin 'daß ich nicht wäre' 17d 23); nä-bad 'daß
nicht wäre' 16d 4; quid na-bi samlid 'weshalb ist es nicht so?'
18b 9; höre na-r-bu lour 'weil nicht hinlänglich war' 24b 20,
vgl. 5b 12; na (ohne Eklipse) 'damit nicht' 16a 9; 20c 4; 32c 16;
di-nacon-bi möin u. s. w. I 399.
Das häufig doppelt gesetzte Element -d- tritt also sowohl in
relativen als in nicht relativen Sätzen auf (die Auffassung desselben
als ein relatives Element ist eine Neuerung); es ist vor einem
persönlichen Pronomen (ursprünglich wohl nur vor einem Pronomen
der 3. Person) und vor dem Verbum 'sein' besonders beliebt, kommt
aber nach cia, ma und der Negation na (sowie in dem Falle 7°)
auch vor anderen Verbalformen ohne Pronomen vor; es ist meist
zwischen Präverb und Verbum infigiert (eine Ausnahme sind die
Verbindungen cid 'though it be' und mad 'if it be, if it were').
P 538. Die Tineigentlichen Relativsätze im Ir. Ohne for-
malen Ausdruck bleibt die relative Beziehung: 1) Nach Präpo-
sitionsverbindungen: is do thabirt diglae berid in claideb sin
'it is to inflict punishment that he bears that sword' Wb. 6a 13;
ma-ssu i-ssöiri et imdibu möit-i nech 'wenn es ist Adel und
Beschneidung, wovon jemand sich rühmt' ''wenn es ist von Adel
und Beschneidung, daß jemand sich rühmt" 23d 29; is fri-de
im-tiagam 'it is by day that we travel' 6a 30; — is and didiu
for-teit Spiritus ar n-enirti-ni 'es ist in diesem Falle ("dort"),
daß der Geist unserer Schwäche hilft', 'in diesem Falle hilft der
Geist unserer Schwäche' 4a 27; is samlid dano ginith demun
224 Der Uonitiv des Relatininis im Ir. [§ 538, 2—4. 539, 1
**so ist eis, daß . .". *so wirkt auch der Teufel* '2\h -2. Vj:!. auch
ma-d in chrud so bonuni "wenn es ist in dieser Weise, daß..",
•wenn wir uns in dieser Weise Terhalten* 31c 11. Weitere Beispiele
KZ XXXV 318. 343. 373. 375, 376. 2) Bisweilen nach Nominal-
tormen. worauf sich das Rolativum im Sinne eines adverbielleu
Kasus beziehen müßte, und nach einigen aus solchen Nominal-
fonnen entstandenen Konjunktionen ^regelmäßig ist in diesen beiden
FiUleu die relative Eklipse, I 396 f.): is ed ä eret is gessi dia
cene lii-bether in hac uita S. 80; höre ni-ro-imdibed 'weil
er nicht beschnitten woixien war" Wb. 23 d 25. So nach amal
•als ob* und in gewissen Fallen nach amal 'wie". KZ XXXV 387;
nach resiu 'bevor' und nach dul. in dul -so daß" (Wb. 30b 3;
25a 37: Sarauw. Ir&ke Studier S. 98 f.). 3) Bisweilen im Sinne
des deutschen "daß' (Eklipse ist auch hier regelmäßig): is gle
limm niodigente etrad ma rufeste inso 'es ist mir klar, daß
Ihr nicht Unzucht treiben wüitlet, wenn Ihi- dies wüßtet' 9d 9;
hierher auch is cumme doib bid idalte 'es ist dasselbe für sie,
als wenn es Götzenopfer wäre*, "gleich dem (Falle), daß . ."
lOc 3. 4. 4) Bisweilen bei den relativen Präverbien. s. § 268
I 398f.
Aaai. Gam selten bleibt die relative Beziehung unausgedrückt, wo
ein eigentlicher Relativsats möglich wäre: ataat alaaili interiecta
and it coitchena do cach ceatul 'es gibt einige Inteijectionen, die
(ür alle Xatiouen pw-irsw sind' Sg. 10a 1
§ 539. Der (ieuitiv des Relativniu? wird ausgedinickt:
1) Durch einen uneigeutlichen Relativsatz mit anaphorischem
geuitivischein Pix>nonien: ataat tra rete hie ni reid a m-brith
fri corpu peccatorum 'es sind hier also Sachen, die es nicht
leicht (nicht möglich) ist, auf die Körper der Sünder zu beziehen'
("lieren Beziehung . . nicht leicht ist') Wb. 13d 4: biit alaili and
rofinnatar a pecthe *es gibt einige, deren Sünden bekannt sind'
29a 28; i cach reit rohi a less 'in allem was er l)edarf' (''in
dessen Bedürfnis er kommt") 20c 11, vgl. 24b 2; 32a 4; uenis
.i. rethait uisci inn-a-medön 'Adern, in deren Innerem die Gre-
wässer laufen' Ml. 138 d 6. Die 3. Sii\g. der Kopula lautet in
diesem Falle as: inti as a ainm bis i-snaib titlaib 'derjenige,
dessen Name in den Überschriften ist' 2c 3: maith in fer as a
eich 'gut ist der Manu, dem die Pferde gehören* Wi. 272, 7; in
gilla sa at a chomrama oen-aidche so ule 'der Jüngüng, dessen
Kämpfe im Laufe einer Nacht so viel ("dies alles") sind" W;. 30O. 8
§539,2] Der Genitiv des Relatirums im Ir. 225
(vor einem Plural steht teils as, teils at; weitere Beispiele KZ
XXXV 399, Kuno Meyer, Contributions 132).
2) Durch einen Relativsatz, worin der den Genitiv regierende
Begü^ epexegetisch ohne anaphorisches Pronomen oder ein anderes
Bestimmungswort eingeführt wird. Ein solcher Relativsatz wird
durch as 'welcher ist', durch ein relatives Präverb, durch die Ne-
gation na oder durch die relative Eklipse eingeleitet: inti as be-
nirt hiress 'deijenige, dessen Glaube schwach ist* Wb. 6b 9. vgL
10c 1; cid as maith no as olc denum 'what is good or evil to
do' "was es ist, dessen Ausübung gut oder schlecht ist" Ml. 51b 7;
is ed as moam serc la dia "das ist es, was Gott am meisten
liebt' "dessen Liebe bei Gott am größten ist" 92c 5, vgl. 99b 5
(über la s. §484, 7); ni fil nech is lia seoit 7 möine 7 indmassa
andü-sa 'es giebt niemanden, der mehr Kostbarkeiten und Schätze
und Reichtümer besitzt als ich' LL 54a 29; int en as luathiu
lüamain for bith "der Vogel, dessen Flug der schnellste in der
Welt ist' LU 34a 5; so noch im Xir. na daoine is dilse fögh-
namh agus is deine saothar 'die Leute, deren Wert am
teuersten ist, und deren Arbeit am intensivsten ist' Irisleabhar na
Gaedhilge Nr. 205 S. 415; — la-sna cumachtgu foambiat
accai 7 mäm "to the mighty ones under whose bond and voke
they are' Ml. 59d 7; ani di-a-tudchad cuingid "das. was zu
suchen ich gekommen bin' "zu dessen Suchen ich gekommen
bin" Wi. 302. 9; ani imm-a-tudchaibair imresain 'das. worum
zu streiten Ihr gekommen seid' "wegen dessen Streitigmachen"
Wi. 300, 9; — o crist nad cetla celar "from Christ whose songs
are not hidden' Thes. II 352. 1; biad nad-roithechtsat riam
7 nad-rancatar les 'Essen, das sie früher nicht gehabt hatten
und dessen sie nicht bedurften' Ml. 97 d 7. vsl. Sg. 198 b 6 (über
less vgl. unter 1°); — im cech ret ru-n-ecat les 'in Bezug auf
alles, dessen sie bedürfen' Ml. 57 b 4.
Es kann sehr zweifelhaft sein, ob die epexegetische Auffassung
("der Mann, der schwach ist. d. h. sein Glaube", -unter denen sie
sind, d. h. unter der Macht und dem Joch". ~der nicht verhehlt
wird, d. h. die Lieder") ursprünglich ist; wahi-scheinHch handelt es
sich um die Umbildung eines alten uneigentlichen Relativsatzes
("der Mann, schwach ist der Glaube", "potentes, subsunt iugo*'.
"Christus, nicht werden verhehlt die Lieder"), der gerade durch die
Weglassung des eigentlich erfoixleiiichen Genitivs ('sein', 'eorum')
als ein nicht selbständiger Satz, als Nebensatz charakterisiert
Pedeisen: Vgl. kelt. Gramm. U. 15
226 Die relative Eklipse. [§ 540. 541, 1
wurde, ce meit asinu äis § 416 Anm. ist wohl durch Entglei-
sung nach *inti as sinu äis gebildet.
Anm. Der Genitiv des Kelativuius kann außerdem in verschiedener
Weise umschrieben werden: tabair ic dam nad-chura nech du-n-da-
bera di-alailiu '^ib mir die Kettung, die niemand einem Anderen geben
kann' Ml. 87d 12—13; (du-n-da-be ra ist eine Umschreibung des Infinitivs,
der den Genitiv des Relativums regieren sollte; vgl. ni cumaing int
idol a helned 'der Götze kann sie [das Opfer, ir. idbart fem.] nicht
besudeln' Wb. IIb 9); inti diant ainm discessio 'derjenige, dessen
Name discessio ist' Wb. 26a 5.
§ 540. Die Verwendungen der relativen Eklipse, die in
§ 267—268 aufgezählt sind, sind mit Ausnahme des in § 267, 1
besprochenen Falles auf dem Boden der uneigentlichen Relativsätze
entstanden; zum Falle § 267, 5 (relatives Prädikatsnomen) vgl.
§ 544, 5. Damit stimmt die Tatsache, daß bisweilen in den Eklipsen-
sätzen ein anaphorisches Pronomen auftritt: as n-di thalam do
§ 267, 6 I 3971; ni fail ni nad täi m o-dligeth-sa fair ^there
is nothing on which my law does not touch' Sg. 26b 7; vgl. Ml.
87 d 15. Die in § 535, § 536 beschriebenen suffigierten und in-
figierten Elemente waren also in den Eklipsensätzen ursprünglich
nur in dem Falle § 267, 1 (relatives Objekt) berechtigt, sind aber
von da aus auf die übrigen Fälle übertragen worden.
§ 541. Die spätere Entwickelung der Relativsätze im Ir.
1) Parallel mit der Übertragung der suffigierten und infigierten
relativen Elemente auf die ursprünglich nur uneigentlich relativen
Eklipsensätze kommt im Air. auch Übertragung derselben auf die
nicht relativen Sätze vor, in denen ein infigiertes -d- auftreten
konnte. So nach cia, ma, co: ni maith less cia gabthar do
'es gefällt ihm nicht, daß man ihm zu Leibe geht' Wb. 29b 5;
cia chonchelae gl. si dissimulas Ml. 106c 14 (vielleicht Schreib-
fehler); CO forchongram-ni 'that we should order' Wb. IIb 16a;
ei ar-a-rubartat(ar) biuth gl. licet perfi'uiti 'obgleich sie genossen
haben' Ml. 91b 1; m-ar-a-rubart biuth 'if thou hast enjoyed'
112b 5; — ci as-id-ciam-ni 'obgleich wir sehen' 2b 4; ci as-
id-roilliset 'obgleich sie es verdient haben' 77a 15; ci as-id-
biur sa 'obgleich ich (es) sage' Wb. 3a 2 (vgl. § 536, 1). Auch
in ce-so, ce-su 'obgleich ist', cet-o, cet-u 'obgleich sind', ma-so,
ma-su 'wenn ist', mat-u 'wenn sind' stecken relative Verbalformen,
s. § 535 Anm. 1 und Anm. 2.
Die suffigierten und infigierten relativen Elemente dringen im
jüngeren Air. noch in andere Gebiete; sie verdrängen in einigen
§541,2.3] Die spätere Entwickelung der Relativsätze im Ir. 227
Fällen die relative Eklipse (cid di'an 7 cian no-theisinn; amal
immechomairsed § 319 Anm. 1 I 467); nach resiu 'bevor' er-
scheint statt des uneigentlichen Relativsatzes ein Eklipsensatz (Ml.
104c 5) oder infigiertes Relatlvuni (risiu ad-cheth I 467); nach
Präpositionalverbindungen (§588,1) erscheint relative Konstruktion:
sie ailes-som 'so betet er' Ml. 104b 5; ni fris ru-chet 64a 13
(I 467). Diese Entwickelung schreitet im Mir. noch weiter: is dib
beres in coimdid a briathra firiana for cech n-oen duine
'it is from them that the Lord delivers bis righteous judgments on
every man' Atk. LBr. Z. 6239; is dait as chöir a thabairt
'es ist gerecht, es dir zu geben' Wi. 257 (vgl. LL 66b 28;
67a 24 u. s. w.).
2) Die Lenition nach Präverbien hört im Mir. auf, ein Zeichen
relativer Konstruktion zu sein (§ 319, 2 I 467 ff.); es kommt aber
eine neue relative Lenition des Anlauts des unkoraponierten Verbums
oder einer Präverb- Verb-Gruppe auf, und vor dem lenierten Verbum
wird im Nir. oft ein analogisch entstandenes a geschrieben: an
fear a mholas (§ 319,3 I 469f.). Die Endungen der 1. PI. -me
und -mi geraten schon in Ml. durcheinander (KZ XXXV 376).
Die relative Form der 3. Plur. wird im Mir. allmählich aufgegeben :
ferend sin choimetait cosmailius de 'das sind diejenigen, die
das Gleichnis Gottes bewahren' Wi. 170, 8, vgl. 104, 16; im Nir.
tritt dafür, wenn das Relativum Subjekt ist, die relative Singular-
form ein: na fir bhuaileas 'the men who strike'; in der nir.
Volkssprache wird auch sonst die relative Form der 3. Sing, für
die 3. Plur. verwendet, und sie gilt auch für die anderen Personen:
an te iarras siad 'derjenige, den sie suchen'; an fear bhuaileas
tu 'der Mann, den du schlägst'; nuair gheobhas muid isteach
%enn wir hineingehen werden'; s. KZ XXXV 374.
3) Das air. Demonstrativum a n- vor einem Relativsatz wird
allmählich als ein relatives Pronomen aufgefaßt. Es wird im Mir.
vielfach zu ina n-, ana n-, na n- umgebildet, weil a n- mit i n-
'worin' mir. in- a n- lautlich zusammengefallen war; auf dieses neu-
gebildete Relativpronomen (w'oraus Manks ny, nsch. na) folgt natur-
gemäß die echt zusammengesetzte Verbalform; auch auf nir. a n-
folgt die echt zusammengesetzte Verbalform. Die relativen Präverbia
sind noch in der nir. Schriftsprache (in gewissen Fällen auch in
der Volkssprache) erhalten und selbstverständlich mit dem als
Relativpronomen aufgefaßten a n- assoziiert. Vgl. KZ XXXV
397 ff., ZfcPh. II 381.
15*
228 Das Relativum im Brit. und Gall. [§542.543
Die relativen Pronomina im Brit. und Gall.
§ 542. Suffigierte und infizierte relative Elemente im
Brit. und Gall. Mbr. s-o 'welcher ist' (me so, nbr. me a zo 'ich
bin'). Thurneysen ZfcPh. VI 558 sieht in gall. diigiiontiio eine
3. PI mit suffigiertem Relativum, etwa ^welche bedienen'. Ein
infigiertes Relativum (Null mit Lenition) liegt in den alten c. Ge-
dichten vor, s. § 320, 1 I 470; weitere Beispiele: ry-brynw(y)
nef, nyt ef synn 'vvhoso purchases heaven will not be confounded'
Skene II 307, 2; gvae ry-cothwy 'woe to him who has angered'
39, 5; ny rydecho, ry-dygir 'he who does not run away is
wont to be carried away' 308, 15 (Strachan, Eriu II 218). Vgl.
S. 158 Z. 7, § 503, 5.
§ 543. Die gewöhnliche Form der eigentlichen Relativ-
sätze im Brit. In der späteren mc. Sprache und im Corn. und
Br. ist das infigierte Relativum durch die Verschiebung der Lenitions-
regeln unkennbar geworden. Vor allen nicht von einem Tempus-
präverbium oder einer Negation begleiteten Verbalformen steht
aber in den eigentlichen Relativsätzen das lenierende Wort c. corn.
br. a. Dieses relative Wort kann allein stehen (vgl. §511 Anm. 2):
mc. a wypei chware a ffonn a tharyan yn da, ef a wybydei
ymlad a chledyf 'wer es verstünde, mit Stab und Schild gut zu
spielen, der verstünde, mit dem Schwerte zu kämpfen' Mab. 201, 10;
a llyma a wnelych 'und hör mal, was du tun sollst' 201, 30;
a phei bydwn a vei hwy 'wenn ich länger ("was länger wäre")
geblieben wäre' 204, 9; corn guyn y vys a vo trigys yn the
servys 'happy his lot who is dwelling in thy Service' P. C. 122;
aban nag-es a wothf e 'because there is none that knows' M.C. 158;
nbr. heruez a guelaff 'suivant ce que je vois'; gret a gueret
'faites ce que vous voulez' Loth, Chrestomathie S. 438. In der
Regel geht jedoch ein Beziehungswort voraus: mc. yr neb a
ymkanlyno ac ymladeu 'demjenigen, der sich mit Kämpfen ab-
gibt' Mab. 193; y marchawc a rannassai, corn. an luef a-m
gruk, br. al loden zanvez a zigouez din § 508, 5; mc. hen-
wisc 0 bali rwyllawc ymdanei a uuassei da gynt 'ein altes
seidenes zerlöchertes Kleid trug sie, das früher schön gewesen war'
Mab. 205, 26. Über c. y-r a, o-r a, a-r a s. § 511. Über die Infigierung
eines persönlichen Pronomens nach a s. § 493 Anm. 1, § 495
Anm., § 498 Anm. 1.
Das relative a fehlt, wenn das Verbum mit einer Negation
§ 543. 544, 1—3] Die eigentl., die uneigentl. Relativsätze im Brit. 229
oder einem Tempusprilverhium komponiert ist: mc. dynyon di-
draha ny ellynt . . nac ymlad na ryfelu 'unkriegerische
Menschen, die weder kämpfen noch Krieg führen konnten' Mab.
193; ys tir nithiau ny bo pur *es gebührt sich zu worfeln, was
nicht rein ist' B. B. 42b 13; corn, na as troys na leyff na vo
golhys 'leave not foot nor band unwashed' M. C. 46; mbr. unan
na duy 'quelqu'un qui ne viendra pas' Loth, Chrestomathie S. 243;
mc. wedy y gyniuer collet a sarhaet ry-wnaethost titheu
ymi 'nach so viel Schaden und Beleidigung, die du mir angetan
hast' Mab. 99, 13; corn pyth yw en drok re-wrussys 'was ist
das Böse, das du getan hast?' M. C. 101; mbr. doe ra-m par-
dono 'Gott verzeihe mir' Nonne 388. Die alte Regel wird im Mc.
mit Bezug auf ry gebrochen; a ry ist im Mc. nicht selten, vgl.
§ 574. Mit Bezug auf die Negation ist die Regel dagegen fest-
gehalten worden, sodaß a im Nc. geradezu als Gegensatz der Ne-
gation aufgefaßt und eventuell Träger eines Gegensatz-Akzentes
werden kann: mi a welais 'ich habe gesehen' (so ist die Angabe
von Anwyl, ZfcPh. VIT 333 zu verstehen).
Anm. 1. Im Br. fehlt das relative a oft neben einem Vokal: mbr. ny
qiiemero 'wir werden nehmen'; nbr. Judaz en am grougaz 'Judas er-
hängte sich'. Vgl. corn. onon esa § fJ44, 9. Im Mc. fehlt a oft vor oed
'war'; auch mi yw 'ich bin' Mab. '2U9, 21.
Anm. 2. Durch Entgleisung kommt mc. br. a in gewissen uneigent-
lichen RelativScätzen vor, s. § 544, 6, 7, 8.
§ 544. Die nneigentlichen Relativsätze des Brit. Un-
eigentliche Relativsätze, in denen in den meisten Fällen die Par-
tikel mc. y, yd corn. y, yth br, e, ez (§ 320, 3c I 472) vor dem
Verbum steht, werden im Brit. verwendet: 1) Nach Präpositional-
verbindungen : mc. ac yr f forest yd aei y mab beunyd 'und
nach dem Walde ging der Knabe täglich' Mab. 193; ac yno y
bu ef teir wythnos 'und dort war er drei Wochen' 211, 6; corn.
<^en meneth olyff y<f-eth 'nach dem Ölberg ging er' M. C. 52;
avell du y fethyth gurys 'hke God thou shalt be made' M. C. 6;
mbr. gant aoun hac anquen ez crenaff 'vor Furcht und Be-
trübnis zittere ich' Nonne 883. 2) Nach Adjektiven, welche die Art
und Weise einer Handlung beschreiben: mc. kan-ys mawr y
karei 'denn er liebte ihn sehr' Mab. 212, 18; ac ny bu da y
doeth idaw yr ymwan hwnnw 'und nicht gut bekam ihm dieser
Kampf 214, 7. 3) Nach Substantiven im Sinne eines adverbiellen
Kasus: 0 achaws eu kedymdeithas a meint yd ymgerynt
230 Die uneigentlichen Relativsätze im Brit. [§ 544, 3—7
'wegen ihrer Freundschaft und der Größe ihrer gegenseitigen Liebe'
"womit sie sich liebten" 234, 13; mbr. coff ha quein ez breiniz
'an Bauch und Rücken bin ich verfault' Nonne 117. 4) Nach gewissen
als Konjunktionen verwendeten nominalen Formen: mc. ac ual yd
yttoed yn kerdet 'während er ging' Mab. 236, 7. Hierher gehört
auch die corn. und br. Konjunktion raa 'daß', lat. 'ut', etymologisch
= ir. ma 'wenn' (die Verbindung corn. ma-y br. ma-z enthält die-
selben Elemente wie ir. ma-d, ma -d-); Beispiele für die ursprüng-
liche lokale Bedeutung 'wo' und für die Bedeutung 'ut' bei ZE 726 f.;
ich hebe noch hervor, daß ma-z im Brit. oft das einfache ez ver-
drängt hat: mbr. muyhaf maz gallaf 'so sehr ich kann', guellaf
maz gallen 'so gut ich konnte', vgl. 2°; dez maz gouzuezher 'der
Tag, wo man erfahren wird' vgl. 3°; euel ma-e discleriet 'comme
vous le dites' Ernault, Dict, 330. 5) Wo das Relativum Prädikats-
nomen sein müßte; in diesem Falle fehlt in der Regel die Partikel
y, yd u. s. w.: mc. drwc uu gan Arthur, corn. lader vye, mbr.
guell ue gueneff § 320, 3b I 471f. Jedoch: Barabas yth-o
gylwys 'Barabbas war er genannt' M. C. 124. 6) Im Sinne eines
deklarativen 'daß': mc. dywedwch idaw nyt a y mi y rei hynn
'saget ihm, daß diese mir nicht passen' Mab. 70, 22; wynt a
welsant hagen or kaffei vedic da y bydei vyw 'sie sahen
jedoch, daß er am Leben bleiben würde, wenn er einen guten Arzt
fände' 212, 13; corn. ow leuerell . . y fenne terry an tempel
cref 'saying . . that he would destroy the strong temple' M. C. 91;
nbr. me gred ez eo klanv 'je pense qu'il est malade' und andere
Beispiele bei Troude, Üict. fr.-br. 745. Ein 'daß', lat. 'ut' wird im
Mc. in gewissen Fällen vor einem infigierten persönlichen Pro-
nomen durch Entgleisung durch a ausgedrückt; so deute ich die
Konstruktion nach pei 'wenn', eig. 'wenn es wäre' (§ 525 Anm.):
pei rodut 'wenn du gäbest' Mab. 224, 23, aber pei a-th gyme-
rwn 'wenn ich dich nähme' "wenn es wäre, daß ich dich nähme"
226, 24; pei a-s mynhut 'wenn du es wolltest' 213, 7; ebenso
nach gwedy: gwedy a-n gwelwch 'after ye see us' Strachan,
Introd. S. 57; ferner deute ich so das wünschende a: a-m cymuno
duw e hun 'may God himself give me coramunion' Skene II 233
(eig. "daß . . ."). Vgl. über a in der Antwort § 548.
7) Wo das Relativum dem Sinne nach von einer Präposition
regiert sein sollte. Entweder steht die Präposition dann (wie die
irischen relativen Präverbia) an der Spitze des Satzes: mc. trwy
y coUetto y gymodawc 'through which he may ruin his neighbour'
§ 544, 7, 8] Die uneigentlichen Relativsätze im Brit. 231
Strachan, Introd. S. 53; oder sie folgt mit einem anaphorischen
Pronomen nach dem Verbum: yny delych yr koet y doethost
trwydaw 'bis du nach dem Walde gelangst, durch den du ge-
kommen bist' Mab. 166, 6; estauell e brenyn er hon e bo en
kescu endy 'dasjenige Zimmer des Königs, indem er schläft' Ges.
Ven. I 11. 4. Vgl. die in § 523, 3, 4 angegebenen Konstruktionen
(mc. pah am y bydwn ysgymun i 'weshalb sollte ich verdammt
sein?' Mab. 203, 28). — Nicht selten wird jedoch ein solcher Re-
lativsatz im C. und Br. durch die Partikel a eingeleitet; das Br.
verwendet außerdem oft die unter 4° besprochene Konjunktion ma:
mc. y corr ar gorres a uu drwc Kei wrthunt 'der Zwerg und
die Zwergin, denen gegenüber K. böse war' Mab. 215, 4; mbr.
an vanesonou hoz boa goulennet eguetou 'das Wild, wonach
Ihr gefragt hattet' Nonne 296 (a vor hoz geschwunden); nbr. ar
marc'hadour a gomzomp anezaS oder ma komzomp anezaii
'le marchand dont nous parlons' Ernault Gramm. 31, vgl. Vallee
S. 118. Über br. pe gant 'durch den' u. s. w. (mbr. dre-n marv
pe gaut ez marvas 'durch den Tod, durch den er gestorben ist')
8. § 523, 3, 5. — Ferner ist hervorzuheben, daß die Präposition in
gewissen Fällen unausgedrückt bleiben kann: mc. lle y gwelych
eglwys 'wo (an dem Orte, an dem) du eine Kirche siehst' Mab.
195, 16; ae rodi yr neb y mynhei 'und ihn, wem er wollte,
geben' 246, 8; crefft y kaffon yn hymborth § 596, 3; mbr.
an bleut maz rer an bara can 'la farine dont on fait l'hostie
(das weiße Brod)' Ernault Dict. 330.
8) Wo eigentlich der Gen. des Relativums erforderlich war:
mc. ar gwr y buost neithwyr yn y ty 'und der Mann, in dessen
Haus du die vorige Nacht warst' Mab. 203, 5; mi yw y mar-
chawc y keueist di y gofut hwnn oe achaws 'ich bin der
Ritter, um dessentwillen du dies Ungemach gehabt hast' 209, 21;
corn. na-th fo mones th-y dybry § 597, 1. Jedoch tritt auch
hier im C und Br. oft das eigenthche Relativum a ein: mc. Teithi
Hen a oresgynnwys mor y kyuoeth 'T., dessen Reich das
Meer überschwemmte' Mab. 108, 24; nbr. ar zant a zo he c'houel
hirio 'der Heihge, dessen Fest es heute ist' Troude. Dict. fr.-br.
297 (mbr. me so neant ma auantur 'mon sort est cruel' Ernault,
Dict. 381). Über c. pieu u. s. w. s. § 520.
Wenn die Kopula Prädikatsverbum des Relativsatzes sein sollte,
kann sie weggelassen werden: mc. dyn enryued y ansawd 'ein
Mensch, dessen Aussehen sonderbar war' Mab. 196, 22; aniuei-
232 Die un eigentlichen Relativsätze im Brit. [§ 544, 8. 9
leit bychein gwell eu kic no chic eidon 'kleine Tiere, deren
Fleisch besser als Ochsenfleisch ist' 60, 19; vgl. Strachan, Introd.
S. 28, Rowland § 478; corn. un flogh yonk gwyn y (^yllas 'a
young child, white his raiment' M. C. 254; vgl. br, eun nor kollet
an alc'houez anezi 'une porte dont la clef est perdue', eun den
kollet e dok gantaii *un homme dont le chapeau etait perdu'
Vallee S. 118, 119. — Das als Prädikatsnomen des unei^entlichen Ee-
lativsatzes fungierende Adjektiv wird im Nc. als Attribut des Substantivs,
worauf sich der relative Satz bezieht, empfunden ('ein Mann, sonderbar mit
Bezug auf sein Aussehen' statt 'ein Mann, sonderbar war sein Aussehen');
deshalb die Lenition in gwraig lan ei chalon 'eine Frau, rein ihr Herz',
'eine Frau, deren Herz rein ist' (vgl. § 549 S. 242). — Rowland rechnet viel-
leicht mit Recht hierher den Satz gwyn ei fyd y gwr . . 'selig der Mann,
der . .', eigentlich "weiß seine Welt, ist der Mann . .", "Einer, dessen Welt
weiß ist, ist der Mann . .". Ganz ähnlich gebaut ist der von Strachan
angeführte rac. Satz ys drwc a wyr eu dihenyd vydem ni 'we should
he men of an ill ending', eigentlich (von a wyr abgesehen) "solche, deren
Ende elend ist, würden wir sein"; hier verrät jedoch der Zusatz a wyr
'von Männern', daß man trotz dem nach der ursprünglichen Konstruktion
korrekten Pronomen eu ("ihr", nicht "unser") das Adjektiv drwc auf das
Subjekt des Hauptsatzes statt auf dihenyd bezogen hat; daß man drwc
eu dihenyd nicht mehr als einen verkürzten Satz, sondern als ein Ad-
jektiv mit adverbieller Erweiterung aufgefaßt hat, beweist wohl auch das um-
schreibende ys (ys drwc . . vydem ni 'elend würden wir sein'). Wegen
ähnlicher Auffassung ist das Adjektiv mit dem Adverbialzeichen yn ver-
sehen worden in dem Satz pan yttoedynt uelly yn digrifaf gantunt
eu gware "während sie so saßen, ihr Spiel am ergötzlichsten" Mab. 153, 9.
9) In gewissen Fällen kann ein uneigentlicher Relativsatz an
die Stelle eines eigentlichen Relativsatzes treten (vgl, § 538 Anm.):
corn. onon esa yn preson barabas ytho gylwys 'es war ein
Mann im Gefängnis, der B. hieß' M. C. 124.
Anm. Die oben mehrfach belegte Partikel mc. y, yd u. s. w. steht
auch vor dem Verbum eines selbständigen Satzes und ist überhaupt eine
regelmäßige Begleiterin des Indikativs und des Konjunktivs des brit. Ver-
bums, wenn nicht das relative oder fragende a, eine Negation oder ein
Tempuspräverb 1) vorausgeht. Sie fehlt nur in dem unter 5° angegebenen
Falle, und nach gewissen Konjunktionen, außerdem im C. nach gewissen eng
mit dem Verbum verbundenen Adverbien (mad devthoste 'glücklich bist
du gekommen' B. B. 44a, moch guelher 'bald wird gesehen werden'
B. B. Ib) und im absoluten Satzanfang in Wünschen und Antworten (vgl.
auch das corn. gon 'ich weiß' im Satzanfang R. D. 1547, 1961, 2030). Sie
vermittelt die Infigierung eines persönlichen Pronomens (§ 493 Anm. 1,
§ 495 Anm., § 498 Anm. 1) und steht in diesem Falle im C. auch in eini-
1) Ausnahmsweise kommt y vor ry im Mc. vor.
§ 544. 545, 1. 2J Die Partikel c. yd. 233
gen Verbindungen, in denen sie sonst fehlt: inc. pan welsant 'als sie
sahen' Mab. 212, aber ^r pann y-th weleis gyntaf 'seit ich dich zum
ersten Mal gesehen habe' 216, 28; mat y-th anet 'it is well that thou
art born' Ökene II 101. Vgl. Strarhan, Introd. S. 55 ff.
Durch Verdoppelung von yd [ad) entstand im Mc. yt; eine verdoppelte
Form der Partikel steckt ferner in den Negationen mc. ny-t, na-t (= ny,
na), in der Partikel nie. neu-t neben neu § 584 und vielleicht in mc.
cw-t §524,4; schließlich ist eine verdoppelte Form in allen brit. Sprachen
in Verbindung mit dem Verbum 'sein' belegt (mc. ytt wyf 'ich bin", wovor
noch einmal yd stehen kann; com. es-of, yth es-af ds.; mbr. ne-d-ouf
'ich bin nicht" u. s. w. vgl. § 638); zum Teil auch bei dem Verbum 'gehen':
com. re-g-eth, re-s-eth 'ist gegangen' § 574 S. 276.
Schon aus mc. ny-t, na-t und rabr. ne-d-ouf geht hervor, daß die
Partikel ursprünglich infigierbar war. Hinter der Kopula steht sie in mc.
yssyd, das auffäliigerweise einen eigentlichen Kelativsatz einleitet: yss-
yd 0 wreic ueichawc yn y llys honn 'was von schwangeren Frauen
in dieser Burg ist', 'alle die schwangeren Frauen, die in dieser Burg sind'
Mab. 104, 3; kanys mi yssyd athro itt 'denn ich bin es, der dein
Lehrer ist' 202, 3. Aus der alten c. Poesie führt Lotb, Rc. XXXI 33,
328 ff. weitere Fälle vor, wo y, yd in einem eigentlichen Relativsatz steht,
oder wo a in einem eigentlichen Relativsatz fehlt.
Etymologische Erklärung der relativen Pronomina.
§ 545. 1) Die irisclie relative Eklipse ist, wie schon I 394ff.
dargelegt, eine irische Neuerung; sie ist aus einem ursprünglich
bedeutungslosen Eklipsen-n entwickelt und ist, wie ein Vergleich
von § 544 mit § 267, § 268 und mit § 538—540 zur Evidenz be-
weist, im Wesentlichen auf dem Boden der uneigentlichen Relativ-
sätze entstanden. Sogar bei der einen Verwendung der relativen
Eklipse, die in das alte Gebiet der eigentlichen Relativsätze fällt,
ist mit Rücksicht auf § 538 Anm. und § 544, 9 mit der Möglich-
keit zu rechnen, daß die uneigentlich relative Konstruktion mit
hineingespielt hat; und darauf beruht die in § 267, 1 ausgespro-
chene Vermutung, daß ein anaphorisches Olyektspronomen -n- 'ihn'
sich mit dem bedeutungslosen Eklipsen-w vermischt hat. Bei den
relativen Präveibien hat die formale Analogie des Neutrums des
Artikels eine Rolle gespielt; eine Vermischung mit dem wirkhchen
Artikel hat aber nicht stattgefunden (vgl. § 511 Anm. 1).
2) Daß das irische intigierte -d- (§ 537) mit c. yd corn. yth
br. ez (§ 544 mit Anm.) identisch ist, hat zuerst Thurneysen, IF
Anz. IX 191 ausgesprochen. Die ursprüngliche Gebrauchssphäre
dieses Wortes läßt sich nicht genau angeben; man darf aber jeden-
falls annehmen, daß das Wort ursprünglich nicht relativ war, daß
234 Etymologische Erklärung der relativen Pronomina. [§545, 2, 3
es aber früh in manchen Verbindungen als relativ empfunden wurde
und gerade zu dem Zweck über sein ursprüngliches Gebiet hinaus
verbreitet wurde, um die relative Beziehung da zum Ausdruck
zu bringen, wo sie entweder von jeher unausgedrückt war (in den
uneigentlichen Relativsätzen) oder wo der herkömmliche Ausdruck
derselben undeutlich geworden war (in den eigentlichen Relativ-
sätzen, wenn auf das Relativum ein persönliches Pronomen folgte,
das die Sandhiwirkungen des Relativums verdeckte). So kann man
die in verschiedener Richtung stattfindende Verbreitung des -d-Ele-
mentes im Brit. und im Ir. unter eine Formel bringen. Man wird
dann sehr an die Verwendung der dänischen Partikel der erinnert,
die, ursprünglich 'da' bedeutend (an. {)ar), in bestimmten Fällen
unbetont und bedeutungsleer das Verbum begleitet (der kom en
Mand 'es kam ein Mann'; igär kom der en Mand 'gestern kam
ein Mann') und, wenn sie in einem nicht in anderer Weise charak-
terisierten Relativsatz steht, geradezu als relatives Pronomen auf-
gefaßt wird (den Mand, der kom 'der Mann, welcher kam').
Man wird daher die von Ebel, Beiträge zur vergleichenden Sprachf.
V 148, vorgeschlagene Zusammenstellung von c. yd u. s. w. mit
skr. ihä 'hier' als durchaus zutreffend betrachten müssen. Grund-
form *i(/he (-e ist als Auslaut nach § 485 anzusetzen; vgl. zur
Endung asl. kü-de 'wo?', i-de rel. 'wo', si-de 'hier'). — Die Par-
tikel war im Keltischen in den meisten Fällen infigiert; suffigiert
war sie wohl nie (die Stellung zwischen Kopula und Prädikats-
pronomen, die durch mc. yssyd belegt ist, ist als Infigierung zu
betrachten, vgl. §485 Anm.); ir. ma-d, ci-d beweisen dagegen, daß
die Partikel unter Umständen vor dem Verbum stehen konnte, vgl.
§ 587, 5. Diese letztgenannte Wortstellung ist im Bnt. verallgemeinert
worden und auch für die ursprünglich infig. Partikel bei zusammenge-
setzten Verben durchgeführt worden ; ein auf die infigierte Partikel
folgendes Pronomen wurde gleichzeitig mit der Partikel aus der
Intigierungsstellung versetzt und wurde fortan als zwischen der Par-
tikel und dem zusammengesetzten Verbum infigiert aufgefaßt, was
dann auch bei unzusammengesetzten Verben nachgeahmt wurde.
3) Die relative Eklipse im Ir. und die Entwickelung des Ad-
verbiums *idhe sind zwei Äußerungen derselben Tendenz, die darauf
ausgeht, einen formalen Ausdruck für die relative Beziehung in so
vielen Fällen wie möglich zu schaifen. Dieselbe Tendenz bekundet
sich auch in der Übertragung der Mittel der eigentlichen Relativ-
sätze auf die uneigentUchen Relativsätze (§ 541, 1; § 543 Anm. 2) und
§ 545, 3] Etymologische Erklärung der relativen Pronomina. 235
in der Geschichte der Negationen (§559 Anm. 4 S. 260). Und auf
dem alten Gebiete der eigentlichen Relativsätze finden wir eine Wir-
kung derselben Tendenz in der Schaffung der relativen Gruppen
ir. ass-id-, ad-id- neben dem nicht relativen at- (§486, 5, § 536, 1).
Man würde sich jedoch irren, wenn man die so gefundene Linie der
Entwickelung nun auch in die fernere Vorzeit projizieren und
sämtliche relative Pronomina als sekundär betrachten wollte. Es
dürfte vielmehr allein wahrscheinlich sein, daß in den suffigierten
und infigierten Elementen der eigentlichen Relativsätze der letzte
Rest des idg. Relativpronomens *jo-s steckt.
Man muß von einem erstarrten N. A. Sing. Neutr. *jod (skr.
jad gr. o) ausgehen, woraus im Keltischen *o entstand (j- wird in
unbetonten Wörtern gemeininselkeltisch geschwunden sein, vgl. c.
wy § 502 S. 170). Dies *o hat im Ir. variierende Schicksale
gehabt: es ist teils als -o erhalten (ma-s-o 'wenn ist'), teils durch
Umlaut (unter dem Einfluß eines vorhergehenden mouillierten Kon-
sonanten oder eines -i) zu -e geworden (bert-e 'welche tragen',
'den, die, das sie tragen', berm-e 'den, die, das wir tragen'); es
ist in proklitischer Stellung zu -a reduziert worden (at-a 'welche
sind', ar-a-thä 'das bevorsteht') oder geschwunden (nach den
meisten Präverbien, auch in as 'welcher ist'); ist schließhch auch
in enklitischer Stellung bisweilen geschwunden , wobei an § 160
I 254 zu erinnern ist (berar 'der getragen wird' aus *bhe7-ed-z + *o
neben berir 'wird getragen' aus *hheredz § 626 u. s. ^\.). Es ist
unter allen Umständen notwendig anzunehmen, daß das Pronomen
*o bis in eine verhältnismäßig späte Zeit als ein selbständiges Wort
empfunden worden ist (namentlich für die Erklärung von ro-b-o,
§ 535 Anm. 2, wäre diese Annahme nötig); auch darf man nicht
erwarten, daß alle vorkommenden Formen sich rein lautgesetzlich
ohne analogische Ausgleichungen und Umbildungen entwickelt haben.
Aber auch so bleiben noch verechiedene schwierige Fragen. Es
wäre an und für sich möglich, den Unterschied zwischen bert-e
und ma-s-o einfach daraus zu erklären, daß der Auslaut von
berit 'sie tragen' mouilliert, der Auslaut von is 'ist' dagegen nach
§ 175 I 272 unmouiUiert ist. In Wirklichkeit steckt aber wohl
in ma-s-o nicht die Grundform von is, sondern nur *est -f *o;
zur Behandlung des Auslauts von *est vgl. z. B. ass-a- § 165
I 259. Ebenso stecken in tias als relative Form zu t^is, soeras
'welcher befreite' neben soerais 'befreite' nicht Verbalformen mit
den gewöhnlichen Simplexendungen (nicht die Grundformen von
236 Etymologische Erklärung der relativen Pronomina. [§545,3.546
teis, soerais), sondern Formen mit der Kompositalendung -st.
Vgl. § 602. Aus ma-s-o und *es-o 'welcher ist' ist die Endung
-so zunächst in andere Formen des Verbums 'sein' gedrungen
(be-so: beid = ma-s-o: ma-d); von da aus hat sie sich auf die
übrigen Formen der 3. Sing., die eine nicht relative Endung -d
hatten, verbreitet i); und schließhch ist das -o dann in fast allen
Fällen geschwunden (beres, caras u. s. w.). — Auch im Brit.
hat das relative Pronomen *o verschiedene Schicksale gehabt. Es
ist in mbr. s-o 'welcher ist' erhalten; nach Präverbien und nach
Negationen ist es geschwunden (nach mc. ry- u. s. w. idg. * pro
ist dieser Schwund ganz besonders leicht verständlich; möglicher-
weise ist die Behandlung nach der Negation mc. ny u. s. w. eine
Analogiebildung nach *pro- + *{j]o{d)). In einigen Fällen wird
das Pronomen *{))o{d) ebenso wie das Adverbium *idhe (s. 2°) im Brit.
vor dem Verbum gestanden haben, sei es, daß diese Stellung alt
ist, sei es, daß sie aus älterer Suffigierung entwickelt ist. In
dieser Stellung hat das Pronomen die Gestalt a angenommen (vgl.
c. an, awch, corn. an, as neben br. hon, hoz S. 169 f.). Dieses
a hat (parallel mit *idhe) auch die Funktionen des nach wortbil-
denden Präverbien infigierten Relativums übernommen und ist
Stütze der einst infigierten persönlichen Pronomina geworden.
Anm. Von dem relativen Pronomen a ist wohl die c. Fragepartikel
a 'num' (als Einleitung einer direkten oder indirekten Frage) etymologisch
verschieden; sie ist vielleicht = lat. at. Das Sprachbewiißtsein hatte sie
aber jedenfalls mit dem Eelativpronomen vermischt. Auch corn. a 'wenn'
(c. o) mag mit dem rel. a vermischt worden sein (Beispiel § 597, 4).
Negationen und Verba im Relativsatz. Verwendung, Stellung,
Verflechtung der Relativsätze.
§ 546. 1) Die Negation hat zum Teil im ßelativsatz eine
andere Form als im Hauptsatz, s. § 559. — Über die gelegenüiche
Betonung des ersten Präverbs eines rel. Verbums im Ir. s. § 552, 5.
2) Man darf es als eine ursprünglich gemeinkeltische Regel
betrachten, daß bei relativischem Subjekt das Verbum immer in
der 3. Singular steht, auch wenn das Beziehungswort des Relativ-
satzes eine andere Form (3. Plur., 1. 2. Sing., Plur.) hat. Abwei-
chungen von dieser Regel finden sich besojiders im Ir. und C.
Air. as-mme m-oinur ar-id-rochell 'daß ich allein es weg-
1) Schon Sarauw, Irske Studier S. 95, hat beres als Analogiebildung
nach as bezeichnet.
§ 546] Das Verbum des Relativsatzes. 237
genommen habe' Sg. 202a 7; cia tussu dixnigedar § 520; ni
sni cet-id-deirgni 7 ni sni du-d-rigni nammä Svir haben es
nicht zuerst getan, und wir haben es nicht allein getan' "nicht wir
sind es, die es zuerst . ., allein getan haben" Ml. 124b 3; bad
sissi coneit 'let it be ye that shall be indulgent' Wb. 6c 1; co
m-bad sissi doberad teist dim-sa 'so daß Ihr es wäret, die von
mir Zeugnis ablegten' 18a 3. Bei der Kopula findet man jedoch
die 3. Plur. nach 'wir', 'Ihr': it sib ata chomarpi Abracham 'it
is ye that are Abraham's heirs' 19c 20. Wenn das relativische Sub-
jekt sich auf eine dritte Person bezieht, stimmt das Verbum des Re-
lativsatzes mit Bezug auf den Numerus mit dem Beziehungswort über-
ein ; s. die Beispiele in § 535 und § 536. Dies ist gewiß eine Neue-
rung; sie war aber schon vor dem Anfang der Überlieferung voll-
ständig durchgeführt; keine wirkliche Ausnahme ist carpat ocus
da ech bas ferr la Connachta 'der Wagen und die beiden Pferde,
die bei den Connachtleuten die besten sind' LL 112 a 16 (= 'der
beste mit zwei Pferden versehene Wagen'); und es ist ganz zu-
fällig, daß das Nir. zur Verwendung des singularischen Verbums
bei pluralischem Beziehungswort zurückkehrt (§ 541, 2).
Mc. mi ys gwir heb ef a-e hadeilawd 'ich für wahr,
sagte er, habe sie (die Burg) gebaut' Mab. 252, 5 (und W. B.
394, 32); mae mi a-th vyrywys 'daß ich es bin, der dich nieder-
geworfen hat' Mab. 200, 11; mi ry-th w^elas 'ich habe dich ge-
sehen' B. B. 51a 12; ae diot dy arueu y amdanat ae titheu
a rodo arueu er eil 1 y mineu 'entweder deine Rüstung von dir
ablegen, oder du sollst mir eine andere Rüstung geben' Mab. 222,
13; ae ti a eirch uy merch. ys mi a-e heirch 'bist du es,
der um meine Tochter bittet? ich bin es, der um sie bittet' W. ß.
479, 29 (mi a-e heirch 'ich bin es, der um sie bittet' ebenda
Z. 24; vgl. Mab 120, 13); ar geireu hynny a aeth hyt att
Erbin 'diese Worte gelangten zu Erbin (wurden von E. gehört)'
Mab. 268, 24; gwyr a gauas clot mawr 'Männer, die großen
Ruhm erworben hatten' 138, 14; os wynteu a-e med hi 'wenn
sie es sind, die sie (die Stadt) besitzen' 91, 14 (weitere Beispiele
bei Strachan, Introd. S. 61 Note). Es gibt jedoch im Mc. zahl-
reiche Ausnahmen von der alten Regel. Wenn die relative Kon-
struktion als bloßes Mittel der Inversion empfuiulon wird (§ 547).
richtet das Verbum sich wohl immer nach dem Beziehungswort des
Relativsatzes mit Bezug auf die Person und sehr häutig auch mit
Bezug auf die Zahl (in der späteren Prosa steht immer Plur. nach
238 Relative Umschreibung. [§ 546. 547
dem Pronomen der 3. Plur.): mi a-e dywedaf 'ich werde es
sagen' 200, 5; ti a allut dywedut 'du hättest sagen können'
213, 6; ni a vydwn drostaw y keidw 'wir werden Bürgen für
ihn sein' 217, 15; naw brenhin coronawc a oedynt wyr idaw
'neun gekrönte Könige waren seine Männer' 244; wynt a welynt
'sie sahen' 194, 11. Sing, und PI. nebeneinander: y gwyr hynny
a-e gordiwedawd ac a ovynassant idaw 'diese Männer holten
ihn ein und fragten ihn' 29,17. Negiert: ny ellynt S. 229 Z. 2.
Corn. me a gris 'ich glaube'; te a yll 'du kannst'; ny a-n
pernas 'wir haben ihn gekauft'; y a armas 'sie riefen' u. s. w.
ZE 540; ol an bestes a gertho war an nor 'alle die Tiere,
die auf der Erde gehen mögen' O. M. 313. Negiert: an porthow
ny sef 'the gates stand not', aber my ny vynnaf 'ich will nicht'
E.. D. 119, 594, y ny wo^yens 'sie wußten nicht', me ny won
'ich weiß nicht' M. C. 254, 121 (me a wor P. C. 48).
Mbr. me a gourchemen 'ich befehle'; ny hoz les 'wir ver-
lassen euch'; huy a guelo 'Ihr werdet sehen' Nonne 240, 139, 934;
te-n goar 'du weißt es' Jes. 152b; hac y .. e-n dezrouas
'sie fingen es an'; an diaulou a incit Dioscorus 'die Teufel treiben
den D. an' Barbe 4, 726. Vgl. euel pan ve mema hunan
en deffe y gret 'als wenn ich es selbst wäre, der sie getan
hätte' Loth, Chrestomathie 297. (das Verbum 'mir ist' ist transitiv
als 'ich habe' aufgefaßt worden). Negiert: an re ne-n care S. 192
Z. 2 (Jes. 84a); a te na cret 'glaubst du uicht?' Jes. 74b u. s. w.,
s. Ernault, Rc. IX 251; aber nbr. dimizi dehoc'h me ne rinn ket
'je ne vous epouserai pas', ann hoU dud ne-d-int ket evit . .
'tous ne peuvent . .' Troude, Dict. fr.-br. 615 f.
Anm. Gall. dugiiontiio § 542 weicht vom Brit. ab.
§ 547. Nach den für das Ir. und für das Brit. geltenden
Wortstellungsgesetzen können vor dem Verbum nur gewisse pro-
klitische Wörter stehen. Soll ein betontes Wort des Nachdruckes
wegen an der Spitze des Satzes stehen, so tritt eine relative Um-
schreibung ein: das hervorzuhebende Wort wird Prädikatsnomen
der (oft nicht ausgedrückten) Kopula und Beziehungswort eines
Relativsatzes, der die eigentHche Aussage enthält. Im Irischen ist
die Ghederung der Aussage in zwei Sätze besonders deuthch. Die
einleitende Kopula kann zwar fehlen , sie ist aber außerordentlich
häufig ausgedrückt, und das vorangestellte Satzglied hat immer
einen deutlich empfindbaren Nachdruck: is recht nöibas et ni
croch crist 'das Gesetz heihgt, nicht das Kreuz Christi' Wb.
24a 28; brothchän as chöir duib ni biad bes sonairt 'Brei
§ 547. 548] Relative Umschreibung. Antwort. 239
ist passend für euch, nicht kräftiges Essen' 33c 15; toi cholno
forchanat 'den Willen des Fleisches lehren sie' 20c 20 (toi ist
Nominativ); is immallei roföitea 'zusammen sind sie ausge-
schickt worden' 27c 35; ni do legund and docoad-sa 'nicht um
dort zu lernen bin ich hingegangen' 18d 6; a persin ind iudidi
asbeir som ani-siu 'in the person of the Jew he saith this'
5a 1. Im ßrit. ist die Gliederung in zwei Sätze weniger deut-
lich, da die einleitende Kopula meist fehlt; der Nachdruck des
vorangestellten Satzgliedes ist auch oft sehr gering. Bei vorange-
stelltem Subjekt oder Objekt beweist nur noch das vor dem Verbum
stehende a, daß die Konstruktion relativ ist (ein Kasusunterschied
zwischen Nom. und Akk. ist nicht vorhanden); wenn ein anderer
Satzteil voransteht (sodaß ein uneigentlicher Relativsatz folgen
sollte), besteht kaum ein äußeres Merkmal dafür, daß die Auffassung
relativ gewesen ist (wenn man nicht die Partikel c. y, yd, corn.
y, yth, mbr. ez als ein solches Merkmal anerkennen will), vgl.
§ 549, 3. Mc. seith meib a oed idaw 'sieben Söhne waren
ihm', 'er hatte sieben Söhne'; ef a las 'er wurde getötet';
pryderu a oruc 'nachdenken tat sie', 'siedachte nach' Mab. 193;
corn. eleth de rygthy a seff 'angels rise before her' M. C. 226;
mab Marya mur a beyn a wo^ewy yn vr-na 'Mary's son
suffered much pain then' 54; mbr. aman he mestr he las he
hunan hac a ya buanec diganty 'hier läßt ihr Lehrer sie
allein und geht zornig von ihr weg' Barbe 125. Hierher gehört
auch das a des Nachsatzes in corn. an geffo pows, a-s gwyr-
^yns 'whoso hath a coat, let him seil it' M. C. 51 (vgl. c. ef
a wybydei im Nachsatz § 543). Vor einem Imperativ steht kein
a: corn. frut an wethen a skyans dybbry 'iß die Frucht des
Baumes der Erkenntnis' 0. M. 168; mbr. an peoryen . . bezent
soutenet ^que les pauvres soient secourus' Ernault, Rc. IX 249.
Die rel. Umschreibung war im Gall. nicht üblich: ratin . .
Frontu Tarbeisonios ieuru 'die Befestigung hat F. T. gemacht'.
§ 548. Die verneinende Antwort wird im Ir. und im Brit
oft durch die abhängige Negation eingeleitet; man darf darin das
Zeichen relativer Konstruktion ('daß') sehen. S. § 559 Anm. 1.
So zu deuten ist vielleicht auch rac. o r od weh cret . . a-s
redwn 'Wenn Ihr euer Wort geben . . Wir geben es' W. B.
475, 34 (rodwn Mab. 117, 16); c. oes § 638.
Anm. Andere Eigentümlichkeiten der Antwortsätze beruhen wohl
nicht auf relativer Konstruktion, sondern auf Assimilation an die Form
der Frage oder der Aufforderung. Vgl. über die Betonung des ersten Prä-
240 Satzstellung. [§ 549, 1. 2
verbs im Ir. § 552, 6. Mehrdeutig ist mc. pa le pan deuy di, heb y
raarohawc. pan deiiaf o lys Arthur, heb y Peredur 'Woher kommst
du? sagte der Kitter Ich komme von Arthur's Burg, sagte P.' Mab.
200, 2 (wohl "es ist von Arthurs Burg, woher ich komme").
§ 549. (SatzstelluDg und Satzverflechtung.) 1) Der Re-
lativsatz folgt auf sein Beziehungswort, entweder unmittelbar oder
durch ein adverbielles Satzglied davon getrennt. Beispiele S. 81
unten und im Vorhergehenden (z. B. § 547). Anakoluthisch ist wohl
der in § 515, 4 angeführte mbr. Eelativsatz, der vor dem Beziehungs-
wort an heny steht. An der Spitze des Satzgefüges kann ein
Relativsatz nur dann stehen, wenn das demonstrative Beziehungs-
wort unausgedrückt ist; diese Satzstellung ist im ßrit häufig (vgl.
§ 543); aus dem Ir. läßt sie sich wohl nur in erstarrten Formeln
(bes 'vielleicht' § 511 Anm. 2) und bei den vom Interrogativstamm
ausgegangenen (unbestimmt) relativen AVörtern (§ 525, 1) belegen.
Selbstverständlich hindert nichts, daß ein Konjunktionssatz das
Satzgefüge einleitet (ir. cia 'obgleich' § 525, 2; höre 'weil' Wb.
12b 6, 8, d 7 u. s. w.; act 'wenn nur' 27b 15 u. s. w.).
2) Eigentümhch für das Keltische ist die Satzfolge bei der
Verbindung von drei Sätzen. Ein zum zweiten Eauptgliede der
Verbindung gehöriger Nebensatz steht vor seinem Beziehungssatz,
bildet also die Mitte des ganzen Gefüges: ir. ce no-tad maic si
raith dano ma imroimsid hi dilgibther duib 'obgleich Ihr
Söhne der Gnade seid, wird auch euch nicht verziehen werden,
wenn Ihr sündigt' Wb. 33b 8; ci arfemtha-so iudicium quasi
a te ipso susceperis ni-po möiti 'wenn du das iudicium em-
pfangen hättest, solltest du dich nicht rühmen, als ob du es von
dir selbst hättest' gl. si accepisti, quid gloriaris, quasi non acceperis
8d 28; atluchur do dia ce rubaid fo pheccad nachib-fel
'ich danke Gott, daß Ihr nicht (unter der Sünde) seid, obgleich Ihr
unter der Sünde gewesen seid' 3b 19; . . hö rogaibther ciall
for riuth co-mbi remib rethith iarum 'so daß man, wxnn
man sich auf das Laufen (Verfolgen) bereitet hat, vor ihnen läuft
(sich flüchtet)' 13b 13; .. amal file oentid eter baullu coirp
duini con-roib ointu etrunni dano 'damit, wie es eine Verbin-
dung zwischen den Gliedern des menschlichen Körpers gibt, es
auch eine Verbindung zwischen uns gebe' 12b 12; . . amal fo-
n-gni cach ball di-alailiu i-sin chorp ara-fogna talland
cäich uanni di-alailiu 'damit, wie jedes Ghed im Körper dem
anderen dient, so auch die Begabung eines Jeden dem Anderen
diene' 12a 12; demin leis gia no-thachrad echt dö na
§ 549, 2. 3] Satzverflechtung. 241
lecfad Conall dö a denam 'es war ihm sicher, daß, wenn auch
eine Tat an ihn herankäme, Conall sie ihn nicht ausführen lassen
würde' LL 65b 32; mc. na wn heb y Peredur pei kaffwn
dysc na-s gwypwn 'ich weiß nicht, antwortete F., ob ich es nicht
verstehen würde, wenn ich Unterricht erhielte' Mab. 201, 9; tydi
eneit yr pann y-th weleis gyntaf a gereis yn vwyhaf gwr
'dich, mein Lieber, habe ich von allen Männern am meisten ge-
liebt, seit ich dich zum ersten Mal gesehen habe' 216, 27. In
dieser Weise kann auch ein eigentlicher Relativsatz mit einem de-
monstrativen Beziehungswort die Mittelstelle einnehmen : ir. i m -
maircide didiu indhi nädarröimsat buith in gloria Christi
ce ruhet i pein la diabul 'es ist daher passend, daß diejenigen
in Pein bei dem Teufel sind, welche es nicht angenommen haben,
in gloria Christi zu sein' Wb. 26a 23; . . inti ropo magister
prius co-mbi descipul post 'so daß derjenige, der früher Lehrer
war, nachher Schüler ist' 13a 12a; is hed a plus sapere les-
som na ni ararogart som ma dugnether 'das versteht er unter
plus sapere, wenn man das tut, was er verboten hat' 5 c 23.
3) Am eigentümhchsten gestaltet sich die Verflechtung der
Sätze, wo eigentliche und uneigentliche relative Konstruktion zu-
sammentrifft: ir. fri hiriss innani as deg rochreitset 'gegen
den Glauben derjenigen, die am besten geglaubt haben' 31a 6;
. . as maam rosechestar arsidetaid 'der am meisten dem Alter-
tum gefolgt ist' Sg. 208 b 15. Für sich allein würden die Schluß-
gheder lauten : *is deg rocreitset, *is maam rosechestar, und
zwar würde nach deg, maam die relative Eklipse eintreten
(§ 267, 2). Da hierin jedoch nur eine relative Umschreibung zur
Hervorhebung der Begriffe deg, maam vorliegt (§ 547), so ^vird
ganz sinngemäß in den angeführten Beispielen das Hauptverbum
durch eigentliche Relativkonstruktion mit einem subjektischen
Beziehungswort verbunden; dabei wird aber die einleitende Kopula
is in as verwandelt und die Auffassung der mit diesem as einge-
leiteten Sätze vernmtlich verschoben ('was am besten ist", 'was am
meisten ist'). Im Brit, wo die einleitende Kopula bei der rela-
tiven Umschreibung nicht ausgedrückt wird, kann eigentliche und
uneigentliche relative Konstruktion leichter kombiniert werden: mc.
mi a wydwn wreicka da itt a wedei 'ich wüßte eine Heirat
(eine Partie), die dir gut passen würde' Mab. 101, 11. In einigen
Fällen ist jedoch im Mc. bei derartiger Verflechtung der eigentlichen
und uneigentlichen relativen Konstruktion das adjektivische Prädikats-
Pedorsou: Vjcl. kolt. Oramm. II. \Q
242 Satzverflechtung. Die Präverbia. | § 549, 3. 550
nomeii des Kopulasatzes als Attribut des unmittelbar vorausgehen-
den Substantivs betrachtet worden: y wreic vwyaf a garei 'die
Frau, die er am meisten liebte' Mab. 211, 17 und 26; vgl. y gwr
mwyhaf a garwn 'der Mann, den ich am meisten liebte' 227, 8
und 10. In dem Satze pwy oreu or gweisson dybygy di a
chware § 310, 1 I 445, § 320, 3 I 471 ist die eigentliche (ob-
jektische) relative Konstruktion mit der uneigentlichen relativen
Konstruktion nach dem Prädikatsnomen (§ 544, 5) zusammen-
getroffen, wobei die eigentliche relative Konstruktion den kürzeren
gezogen hat und goreu fälschlich mit pwy verbunden worden ist
(die Lenition nach dem Muster von Sätzen wie pwy well genhyt
'was ziehst du vor?' 'was ist besser nach deinem Urteil?' W. B.
244, 21); vgl. den regelmäßigen corn. Satz pyv a synsow-why
moghya 'wen betrachtet Ihr als den größten?' P. C. 798.
XIII. Die Präverbia.
§ 550. Über die Präverbia und über ihre echte oder un-
echte Komj)osition mit dem Verbum war schon oben I 257 ff. vor-
läufig die Rede.
Kennzeichen der Komposition (der echten und der unechten)
ist im Ir. die Form der Personalendungen des Verbums; die
Personalendungen des komponierten Verbums sind andere (kürzer)
als die des Verbum simplex. Vgl. darüber § 602. "Wörter, nach
denen das Verbum Simplex-Endungen hat, sind nicht als Präverbia
zu betrachten.
Kennzeichen der unechten Komposition (im Gegensatz zur
echten) sind im Ir. die folgenden: 1) Das Präverb ist in der un-
echten Komposition proklitisch. Daraus folgen gewisse Änderungen
der Vokale und Konsonanten: ir. as- aus *eks-; ad- aus aith-;
do- aus di-; do aus to-. 2) Zwischen dem Präverb und dem
Verbum kann ein pronominales Element infigiert werden: ein persön-
liches Pronomen, das Element ir. -con- § 528, das Ortsadverbium
ir. -d- § 537, das relative Pronomen § 545, 3; die relative Eklipse
I394ff.; vgl. § 585, 6. Über Verschmelzungen des Präverbs mit dem
pronominalen Element vgl. § 485, § 486, 5. Ausnahmsweise finden
sich in der irischen Poesie auch nicht pronominale Elemente zwischen
Präverb und Verbum eingeschoben; de brath no-m-choimmdiu-
cöima 'vor dem Gericht schütze mich der Herr!'; for-don-itge-
Brigte-bet 'on us be Brigit's prayers' Thes. II 290, 11; 348, 4;
as-runa-rinnaid 'declared the mysteries' Fei. Jan. 12; o crist
§550] Die Präverbia. Einleitendes. 243
nad cetla celar § 539, 2. 3) Der ursprünglich auslautende Kon-
sonant des Präverbs verschmilzt nicht mit dem Anlaut des Verbums;
er schwindet jedoch nicht wie im eigentlichen Wortauslaut, sondern
wird (nach ähnlichen Regeln wie bei der Verbindung eines prokli-
tischen Wortes mit einem zweiten proklitischen Worte, I 259 f.)
erhalten: ir. as-biur 'ich sage' *eks bherö (Inf. epert); ad-cobra
*er wünscht' (Inf. accobor). Die Negation ir. na (I 243) hält je-
doch nur vor einem weiteren proklitischen Worte ihren ursprüng-
lichen auslautenden Konsonanten fest (nach-). 4) Der Hiatus
zwischen dem auslautenden Vokal des Präverbs und einem an-
lautendem Vokal des V^erbums wird in der Regel nicht wegelidiert:
I 305; dagegen tritt zwischen den beiden Vokalen im Nir., Mir.,
zum Teil auch im Air, das Sandhi-Ä ein : I 405, 406. Vgl. § 552, 5.
5) Ein ursprünglich vokaKsch auslautendes Präverb leniert nicht
den Anlaut des Verbums: § 319, 1 I 466; auch die Eklipse unter-
bleibt, § 585, 7, 6) Das Präverb wird in der Metrik nicht als eine
Silbe des Verbums gerechnet; im Kalender von Oengus, wo jede Vers-
zeile mit einem zweisilbigen Wort endet, kommen Formen wie con-
sädu 'I set together', for-tn-iadae 'closes it' als Versschluß vor
(daraus ist jedoch wohl nur eine Folgerung auf den Akzent zu
ziehen; vgl, z. B. den Versschluß na mis mdr sa 'of those great
months'). S. Stokes, On the Calendar of Oengus S, 12; On the
Metre Rinnard and the Calendar of Oengus as illustrating the Irish
Verbal Accent, Rc. VI 273 ff, — Das Gegenteil aller dieser Eigentüm-
lichkeiten ist Kennzeichen der echten Komposition; in der echten
Komposition ist das Präverb also nicht proklitisch und erlaubt keine
Infigieining; sein ursprünglich auslautender Konsonant verschmilzt,
wo die Lautgesetze es erfordern, mit dem folgenden Konsonanten;
sein auslautender Vokal wird vor einem Vokal in der Regel eH-
diert; sein ursprünglicher vokalischer bez. nasaler Auslaut bewirkt
Lenition bez. Eklipse eines folgenden Konsonanten.
Im Folgenden sollen zunächst die Regeln für das Vorkommen
der echten und der unechten Komposition angegeben werden
(§§ 551 — 556). Darauf werden die morphologisch-semasiologisch-
syntaktischen Eigentümlichkeiten der verschiedenen Klassen von
Präverbien erörtert. Als besondere Klassen von Präverbien heben
sich sofort die Negationen (mit der ir. Fragepartikel), die ir. rela-
tiven Präverbia ^, die Tempuspräverbia heraus; diese drei Klassen
1. Die relativen Präverbia sind schon in § 268 I 398 ff. besprochen;
16*
244 Echte und unechte Komposition. |§550 — 552.1
können als „syntaktische Präverbia" zusammengefaßt werden. Die
übrigen Prä verbia fasse ich als „wortbildende Präverbia" zusammen.
Innerhalb der Klasse der wortbildenden Präverbia gibt es jedoch
deuthche Unterschiede; das alte wortbildende Präverbium ir. imb-
u. s. w. hat eine Tendenz, aus der Wortbildung in die Syntax (als
Träger der reflexiven Bedeutung) überzugehen; und umgekehrt
gibt es im Ir. manche wortbildende Präverbia, die offenbar erst
spät Präverbia geworden sind, also erst spät aus dem Gebiet der
Syntax in die Wortbildung übergetreten sind (ir. remi- 'bevor'
u. s. w.); diese lockereu Präverbia stehen in der Kegel nicht nach
einem anderen wortbildenden Präverbium.
Das Vorkommen der echten und unechten Komposition ^
§ 551. Die Negationen, die Fragepartikel und die relativen
Präverbia bilden im Aii". mit dem Verbum immer nur unechte
Komposition. Dies gilt auch, wenn der Negation ein anderes
Präverb (relatives Präverb, Fragepartikel) vorausgeht. Daher die
Infigierung in arnach-n-aurchoissed som 'damit es ihn nicht
aufhielte' Wb. 8a 4; arna-con-roib dethiden for neuch 'da-
mit niemand irgend eine Sorge habe' 15 d 11 (über -con- s. § 528);
onach-digtith 'sodaß ihr es nicht gegangen seid' 9b 19.
§ 552. 1) Sonst gilt im Air. für den Indik. und Konjunktiv
die Kegel, daß das zweite Präverb betont ist; die echte Kompo-
sition fängt also mit dem zweiten Präverb an. Die mit wort-
bildenden Präverbia oder dem Tempuspräverb ro zusammengesetzten
Verba nehmen daher immer ein abweichendes Aussehen an, wenn
eine Negation, die Fragepartikel oder ein relatives Präverb voraus-
geht: ass-eirset 'welche auferstehen werden' Wb. 25b 16, aber in-
eseirset 'worin sie auferstehen werden' 13c 20; ind fochith
fo-llongam 'das Leid, das wir ertragen' 14b 15, aber amal nad
fulgara 'wie wir nicht ertragen', ni fulgam 'wir ertragen nicht'
Ml. 77d 7; ni legend ro-llegusa "nicht Lernen habe ich ge-
lernt", 'ich habe nicht Studien betrieben' Wb. 19a 6, aber ni
roilgius 'ich habe nicht gelesen' Sg. 148a 10; ni hed insin ro-
sie erhalten daher im Folgenden nicht ein besonderes Kapitel; die indi-
viduelle Form der einzelnen relativen Präverbia wird im alphabetischen
Verzeichnis der wortbildenden Präverbia (§ 585) mit berücksichtigt.
1. Zimmer, Keltische Studien, Zweites Heft, Berlin 1884; Thurneysen,
L'accentuation de l'ancien verbe irlandais, Kc VI 129—161; Zur irischen
Accent- und Verslehre, Ec. VI 309 ff.
§552,2.3] Echte und unechte Komposition im Ir. 245
legsid 'nicht das habt Ihr gelesen' Wb. 7b 23, aber in ni nad-
roilgisid- si 'habt Ihr nicht gelesen?' Ml. 17b 18; co chonscarad
gl. ut cassaret Ml 23b 14, aber in coscram-ni 'zerstören wir?'
Wb. 2b 20; do-srenga 'er zieht' Wi. 791, aber con tairrnget
'so daß sie ziehen' Wi. 804.
2) Zwischen einer Negation oder ro und der Kopula darf
kein Pronomen infigiert werden; es muß vielmehr zwischen der
Kopula und dem Prädikatsnomen stehen: ni-pa-dn-aidrech; inti
ro-po magister I 467; na-po cheneel 'das nicht Geschlecht
war' Wb. 5 a 14. Daß es sich hier nicht um alte echte Kompo-
sition, sondern um sekundäre Untreim barkeit handelt, liegt auf
der Hand. Auch wird das adverbielle -d-, -t- zwischen Präverb
und Kopula infigiert (wohl eine Altertümlichkeit, die deshalb er-
halten blieb, weil das infigierte Element früh bedeutungsleer ge-
worden war): in-di-p 'ob sein mag', in-di-b 'worin sein mag',
ni-t-at cosmili § 537, 3, 4^ 6. Besonders bemerkenswert wäre
ro-d-bo chosmilius 'oder ein Gleichnis' Wb. 14c 24 § 537, 8,
wenn die Analyse von robo als ro-b-o § 535 Anm. 2 richtig sein
sollte. Auch das relative n wird zwischen Präverb und Kopula
infigiert: amal ro-m-bo marb isu 'wie Jesus tot war' Wb. 15b 25;
arna toraontis na-m-bad rath spirito labrad ilbeelre 'da-
mit sie nicht glaubten, daß das Sprechen vieler Sprachen keine
Gabe des Geistes wäre' 12d 21; oire nu-n-d-em § 537, 5; jedoch
unterbleibt bisweilen die relative EkHpse vor der Kopula: nä-bad
'daß es nicht wäre' Wb. 16d 4; ro-u-d-biad fäilte lib-si et
ro-btis maithi for m-besa-si 'daß er bei euch willkommen sein
würde ("daß ihm Bewillkommung sein würde"), und daß eure Sitten
gut sein würden' 16b 19; quid na-bi samlid, cid na-t-at släin,
amal nät anse § 537, 9 S. 223.
3) Eine Neuerung, deren Anfänge wir schon im Air. beob-
achten können, die aber erst im Mir. und Nir. zur vollen Ent-
wickelung gelangt, führt dazu, daß das Tempuspräverb ro unter
Umständen auch nach einem anderen Präverb unechte Komposition
bildet. Sehr selten ist dies nach einem wortbildenden Präverb:
do-ro-n-donad-ni 'wir sind getröstet worden' Wb. 16b 17; for-
ru-m-chennad-sa 'ich bin vernichtet worden' Ml. 127c 10;
dodonaimm 'ich tröste' ist jedoch ursprünglich wohl gar kein
Kompositum (S. 56), und forcenu- 'enden' ist nicht von Präverb
und Verbum zusammengesetzt, sondern von dem zusammengesetzten
Substantiv forcenn 'Ende' abgeleitet; die analogische Akzent-
246 Echte und unechte Komposition im Ir. [§552,3
revolution in diesen beiden Wörtern hat zu der unregelmäßigen
ro-Verbindung Anlaß gegeben. Bei ar-ro-t-neithius-sa 'ich
habe dich erwartet' Ml. 46 b 20 scheint die Vermischung mit der
ro-losen Form (ar ar-ut-neithius-sa 'denn ich erwartete dich'
gl. quia sustenui te 46 d 14) eine Rolle gespielt zu haben. Häutiger
ist die Neuerung nach den syntaktischen Präverbien. In con-ro-
m-i'ccad 'sodaß ich geheilt worden bin' Wb. 28a 10 kann die
Vermischung von co u- und co für die Neuerung verantwortlich
sein; nach solchen Formen ist weiterhin dia-ru-m-soirae 'wenn
du mich befreist' Ml. 142 b 2 gebildet. In anderen Fällen hat die
veränderte Stellung des ro (§ 565) die Neuerung begünstigt: ni
ru-ra-chomairleicis-se 'Thou hast not permitted me' 76d 5; ni
ru-s-comallas(atar) 'sie hatten sie nicht erfüllt' 105a 6; auch
sogar in-da-ro-n-comairlecis-ni 'into which Thou hast let us'
77d 6 (-da-ro-n- für -don-ro-, obgleich -don- in diesem Falle
nicht ein Präverb enthält; es ist ganz zufällig, daß die analogische
Zerlegung des pronominalen Konglomerats -don- 'uns' mit der wirk-
lichen etymologischen Wortgrenze zusammenfällt).
Man darf getrost behaupten, daß die Neuerung im Air. noch
kaum über das allererste Stadium hinausgediehen ist, wo man noch
für jeden Einzelfall die besonderen Gründe, welche die Neuerung
hervorriefen, nachweisen kann.-
Mit voller Sicherheit über die Kompositionsart in solchen Fällen ab-
zuurteilen, in denen kein infigiertes Pronomen vorliegt, ist allerdings sehr
schwer, und die Möglichkeit ist nicht in Abrede zu stellen, daß die
Neuerung in einigen Fällen vorhanden gewesen sein kann ohne sich uns zu
verraten. Man muß sich aber sehr hüten, als Kriterien für die Neuerung
solche Umstände zu benutzen, die in Wirklichkeit nichts beweisen. Die
Restitution der ursprünglichen Form des Verbums mit Aufhebung der
in unbetonter Silbe zu erwartenden Akzentwirkungen (roboi aimser
nad- ro-chreitsid 'es hat eine Zeit gegeben, wo Ihr nicht geglaubt habt'
Wb. 5c 10 neben der reduzierten Form co- rro-chraitea sochuide 'da-
mit viele glauben' 12 c 33) und die Restitution der vollen Form des Prä-
verbs ro, ru mit Aufhebung der Elision vor einem Vokal (ni-ro-imdibed
'ist nicht beschnitten worden' 18 d 9), haben mit dem Akzent absolut nichts
zu tun (ebenso wenig wie die entsprechenden Restitutionen in der Nominal-
komposition: an-cretem 'Unglaube', ;ro-acairbe 'große Härte'). Thur-
neysen, Handb. 27, betrachtet offenbar den Vokal u des Präverbs ro, ru
als Beweis für proklitische Aussprache, aber ganz mit Unrecht. Zwar ist
die Form ru in proklitischer Stellung nicht selten; sie kommt aber auch
in der Akzentsilbe vor, wo sie nach I 361 ff. durch Hebung entstanden ist;
lautgesetzliche Fälle aus Wb. : ni ru-bi 'kann nicht sein' Wb. 11c 17,
ad-lrui-rmed 'ist gerechnet worden', dia-lru-ba 'womit du geschlagen
§552,3] Echte und unechte Komposition im Ir. 247
hast', imni-e-lrui-dbed 'der beschnitten worden ist', fo-1 rui-llecta
'sind beschmiert worden', fo-lrui-gensid 'Ihr habt gedient', ar-lru-
derged 'ist festgesetzt worden', as-lru-luiis 'ich bin entkommen'
s. Verbalverz. rira-, ben-, slig-, gni-, reg-, lu-; analogisch ver-
breitete Hebung in Wb. : ni Iru-thögai tsam 'wir haben nicht be-
trogen' Wb. 16a 22, i-lrru-follnastar 'worin er geherrscht hat' 13b 29,
dia-lru-muinestar 'denen er bestimmt hat' 4c 38, fo-lrru-suidigsetar
gl. supposuerunt 7b 5, as-lru-bart 'hat gesagt' u. s. w., s. Verbalverz.
ber-, con-ru-failnither 'daß es ausgefüllt werde' la9 (mit -a- aus -o-
in unbetonter Silbe zu fo-1 in-, Inf. fuillned 'supplieren'j, ni Iru-anus
'ich bin nicht geblieben' 14 d 29. Die analogische Verbreitung der Form
ru hat nicht ganz regellos stattgefunden; es unterliegt keinem Zweifel,
daß teils der Anlaut, teils der Wurzelvokal des Verbums dabei eine Rolle
gespielt hat (ru steht vor solchen Wurzelvokalen, die mit altem n und *
verwechselt werden konnten, also vor ursprünglichem n und e; außerdem
vor vokalischem Anlaut); sehr instruktiv sind die beiden Verba cret-
'glauben' und predchim 'ich predige', die in Wb. sehr oft das betonte
ro analogisch zu ru heben (ana ru-chrete-si, dia-lru-chretsid-si,
ceta-iru-chreti, ciatu- !ru-chre itset, cetu-lru-pridach, dia-iru-
pridchos-sa, dia- iru-pridchad Wb. 17a 13; 8c 11; 7b 11; 14a 29;
26c 4; 7b 7; 8c 17); vor diesen Verben lautet das proklitische Präverb,
das natürlich keiner Hebung unterliegen konnte, regelmäßig ro (vor cret-
la 3 [zweimal]; 5a 7, b 21; 7b 11; 10a 29, 30; 13a 34; 17a 6; 24b 31,
d 23; 25d 20; 26a 23; 27a 15, b 15; 31a 6; vor predch- 7b 12, d 4;
10c 20; 13a 21, 32, 33, b 10, 12; 17c 1: 18b 7; 19b 6; 20b 4; 21b 9;
23a 3, 16, d 18; 24c 17 [zweimal], d 4; 25a 40, 41; 26b 6; 27a 3, d 3 ;
28a 18); die einzigen Ausnahmen sind a-rru- pridchad 14 d 23 und ma
ru-d-Ipredchisem 10 d 9. Bei diesen Verben ist die Form ru also ge-
radezu ein Kriterium für echte Komposition; ein weiteres Kriterium für
echte Komposition ist die Lenition (und der Umstand, daß die Lenition im
Air. nach ro an zweiter Stelle niemals fehlt, enthält einen deutliehen
Fingerzeig für die Beurteilung der Fälle, wo weder für echte noch für un-
echte Komposition ein Kriterium vorliegt). Zimmer, Kelt. Stud. II 123,
Thurneysen, Ec. VI 323, Strachan, Trans. Phil. Soc. 1895-98 S. 186 konnten
die Bedeutung der Lenition übersehen, weil die air. Lenitionsregeln damals
unbekannt waren; heute darf man aber den Irrtum nicht weiter fort-
pflanzen.
Ein ganz anderes Bild bietet das Mir. Hier ist ro nach
einem syntaktischen Präverb offenbar in der Regel proklitisch.
Dies geht zunächst aus den Lenitionsregeln hervor; auch nach einer
Negation und nach co n- 'bis, sodaß' folgt ro der Regel in § 319
Anm. 4 I 468 und läßt ein passivisches Verbuni unloniert (Verf.,
KZ XXXV 370); ferner wird ein Pronomen nicht wie im Air.
selten, sondern ganz regelmäßig nach ro infigiert, wenn ein
syntaktisches Präverb vorausgeht, s. Strachan, Trans. Phil. Soc.
248 Echte und unechte Komposition im Ir. [§552,3—5
1895 — 98 S. 186; bedeutsam sind auch Formen wie diar, cor,
nir, nar für air. dia-ro-, co-rro-, ni-ro-, na-ro- : dia-r choisc
'als er bezwang' Saltair na Rann 7615, co-r clasta a fert 'da-
mit sein Grab gegraben würde' LU 130a 9; ni-r thüargaibset
'sie konnten es nicht aufheben' 103a 34; uair na-r chomaill
'weil er nicht erfüllt hatte' Atk. Lßr. 4035, vgl. 4037. Direkt
wird die unechte Komposition bezeugt durch die Metrik des Fei.
(na-ro-tuirmed 'who has not been recomited' als Versschluß,
Epilog 122) und durch die Reime im Saltair na Rann (Strachan,
a. a. O. S. 185). Es linden sich jedoch noch im Mir. verschiedene
Spuren des älteren Zustandes; bis ins Nir. hinein hat sich -raibhe
'war' erhalten (nir. go raibhe 'so daß er war', ni raibhe 'er war
nicht' u. s. w.); sonst erscheint im Nir. nur -r: gu-r, nio-r, nä-r
{= mir. cor, nir, nar).
4) Einmal bildet das reflexive imm- an zweiter Stelle un-
echte Komposition: imm-un-cualammar nimun-accamar 'wir
haben von einander gehört, wir haben uns nicht gesehen' Wb. 18d3.
Diese Neuerung beruht (ebenso wie die Neuerung bei ro) auf dem
syntaktischen Charakter des Präverbs; sie wurde deshalb nicht
weiterentwickelt, weil eben die Tendenz des imm-, zum syntaktischen
Präverb zu werden, nicht weitergedieh.
5) Echte Komposition kommt in den eigenthchen Relativ-
sätzen bisweilen bei dem ersten Präverb vor: di neuch thörnther
'von dem, was bezeichnet wird' Sg. 59b 18 (to-fo-rind-); is hed
foirfea 'das ist es, was bewirken wird' Wb. 11 d 3 (zu fo-fera
'bewirkt'); donaibhi thecmongat 'von denjenigen Dingen, die
sich ereignen' Sg. 2a 10; imbed ind raith tecomnacht dia
doib 'die Fülle der Gnade, welche Gott ihnen zuerteilt hat' Wb.
26d 23 (vgl. das nicht relative do-ecomnacht 'ist zuerteilt worden'
14c 33). In den beiden letzten Beispielen kann man jedoch nicht
mit voller Sicherheit behaupten, daß echte Komposition vorliegt,
da die Ehsion auch einige Male in der unechten Komposition
vorkommt: teccomnocuir inso 'dies hat sich ereignet' 10a 4;
tuccad 'ist gebracht worden' 24b 26. Und es darf außerdem als
sicher gelten, daß die echte Komposition im Relativsatz eine bloße
Analogiebildung ist: die in dem Relativsatz durch die Lenition in
unmittelbare Berührung gebrachten Vokale, die durch kein h ge-
trennt waren, sind nach dem Muster der echt komponierten Formen
behandelt worden (Kontraktion in thörnther, foirfea, Elision in
den beiden anderen Beispielen^ Anders zu beurteilen ist jeden-
§552,5 — 554] Echte und unechte Komposition im Ir. 249
falls ce röich 'was (wie weit) es reicht' Sg. 26a 11 (Verbalverz.
saig-), s.S. 304. Auf Nachahmung derartiger Fälle beruhen wohl
die Sätze ciafiu todlaiger-sa gl. quam iusta postulem Ml. 38c 22
(unirische Übersetzung) und cia, a gillai, ol Cond fri-a mac,
acailli 'wen, o Sohn, sagte C. zu seinem Sohne, redest du an?'
LU 120 a 13.
6) Echte Komposition des ersten Präverbs kommt in der Ant-
wort vor: cumcim ecin 'ich kann fürwahr' LU 62b 37 (Antwort
auf die Behauptung ni chumci son 'das kannst du nicht'); gaib
i-t läim mo föesom airtho. Atmu, ol Conchobar 'nimm in
deine Hand, mich ihrem Schutze zu befehlen. Ich willige ein,
sagte C LU 59 b 9, vgl. 12. Auf Arran habe ich auf eine mit
abair 'sage!' eingeleitete Aufforderung die Antwort abröchad
'ich werde sagen' erhalten. Ich nehme an, daß die echte Kompo-
sition in diesen Fällen ursprünglich auf Nachahmung der mit in
eingeleiteten Frage oder des auffordernden Imperativs beiniht. Vgl.
§ 556.
§ 553. Im Imperativ findet echte Komposition des ersten
wortbildenden Präverbs statt: airbir biuth 'genieße!' Wb. 29a 25;
taibrid 'gebet' 16c 17; taibred 'er soll geben' 22b 7; taibrem
'geben wir!' 13 d 15; vgl. Verbalverz. her-. Jedoch findet mau
im Imperativ unechte Komposition zum Zwecke der Infigierung
eines Pronomens: du-m-em-se 7 deich tar-m-chenn 'schütze
mich und nimm Rache für mich!' Ml. 72d 11. Wenn der Impe-
rativ kein wortbildendes Präverb enthält, wird ihm zum Zwecke
der Infigierung das Tempuspräverb no vorausgeschickt: n-an-
glanad 'er soll sich reinigen' Wb. 11 d 8.
In den Nominalformen des Verbums findet immer echte
Komposition des ersten wortbildenden Präverbs statt. Inf. tabart
'geben', Gerundiv tabarthi 'zu geben', Part, tairberthae gl. in-
curuatum Ml. 130c 7 (Verbalverz. her-).
§ 554. Akzessorische Unterschiede zwischen den echt
komponierten und den unecht komponierten Formen (vgl. Sarauw,
Irske Studier S. 53 — 67). Ein Unterschied in der Wurzel besteht
zwischen con- icc 'er kann' und ni 'cum-aing 'er kann nicht'.
Auch zwischen ad-'con-darc 'ich habe gesehen' (Präs. ad-Iciu)
und ni 'acca 'ich habe nicht gesehen', wo außerdem das Vor-
handensein oder Fehlen des Tempuspräverbs -com- unterscheidend
ist; so auch (ohne Wurzelunterschied) bei ad-lco-tade gl. conse-
cutus est: ni letade (Präverb in-, mit ad- verwechselt); vgl. dar-
250 Echte und unechte Komposition im Ir. [§ 554. 555
über und über ro-fitir 'er weiß' : ni fitir § 571, § 580. Ein wort-
bildendes Präverb ist in unehter Komposition vorhanden, fehlt aber,
wo echte Komposition hätte eintreten müssen, bei at- tau 'ich bin':
ni tau (darüber Genaueres in § 641); verwickelter liegt die Sache
bei fo-ceird, fo-ceirt 'wirft, legt': ni cuirethar, vgl. Verbalverz.
Bei do-les-ta 'fehlt': aran-es-bat (§ 647) fehlt das in der un-
echten Komposition notwendige Präverb to- wenigstens teilweise
noch in der echten Komposition; durch den Antritt des an und
für sich überflüssigen ersten Präverbs ist Akzentwechsel und laut-
liche Variation im bedeutsamen Wortstück (es- + Verbum) ver-
mieden worden. Demselben Zweck dient offenbar die in der un-
echten Komjjosition bisweilen vorkommende Doppelung des ersten
Präverbs: do-du-thractar 'welche wünschen' Wb. 26b 1, Inf.
dü-thracht (di- fo- + Wurzel); imm-'im-gabaim 'ich ver-
meide', Imperativ 2. PI. ^imgabaid; fu- Ifuasna 'verwirrt', Inf.
fuasnad; Prät. 3. Sing, for- r-or-bris, Inf. for-brisiud
'brechen'; do- tuit 'er fällt', fora-ltuit 'worauf er fällt'. Ver-
schiedene Fehlbildungen kommen dabei vor: fo-da- r-or-cenn
'der sie vernichtet hat' Wb. IIa 27 (for- scheint als fo-ro- auf-
gefaßt zu sein); feib fo-n-d- üair 'wie er es gefunden hat' Sg.
144b 3, fo- frith 'wurde gefunden' Thes. II 346, 6 neben amal
nach-fuar 'wie ich ihn nicht gefunden habe', ni frith 'wurde
nicht gefunden' (als ob das wurzelhafte /'- dieser Formen ein
Präverb wäre). Sehr häufig ist in die unecht komponierte Form
durch falsche Analyse der echt komponierten Form ein unetymo-
logisches -/"- gedrungen, das wenigstens in einem Teil der Falle
als das Präverb -fo- aufgefaßt wird: do-lfuaircc 'der drischt',
Inf. Ituarcun (to- + org-); do-ifuarat 'bleibt übrig', diurad
'Rest' (di-od-reth-); do-ra- fo-scartae-se gl. exponebar, Part.
diuscartae gl. deposita Ml. 127c 20; 19c 15 (di-od-scart-);
do-lfuismim 'zeuge', Inf. tuistiu (to-od-sem-); für do-tui-t
'fällt' (worin -tui- das Präverb -to- ist) tritt im jüngeren Air.
du-fuit ein; vgl. do-fuislim gl. labo neben tuisel 'Kasus'
(S. 46); man findet sogar do-d-fongad 'who swore it' zum nicht
komponierten tongu 'ich schwöre'. Vgl. das Verbalverz.
§ 555. Die spätere Entwickelung der echten und un-
echten Komposition im Ir. Der Zusammenbruch des alten
Kompositionssystems der Präverbia war schon im Air. vorbereitet.
Das Freiwerden des Tempuspräverbs ro (§ 552, 3) und die Um-
modelung der unecht komponierten Formen nach dem Muster der
§ 555. 556J Echte und unechte Komposition im ßrit. 251
echt komponierten Formen (§ 554) deuten schon in dieser Richtung.
Wenigstens in einem Fall findet sich ferner im Air. eine echt
komponierte Form als ein präverbloses »Simplex behandelt: Icoisctir,
'coscitir 'werden zurechtgewiesen' Wb. 31b 25; 22c 10 neben
dem Sing, o-lsechtar, o-isechthar 22c 20, Ml. 57 d 14 (man
hat die echt zusammengesetzten Formen als Ableitungen von dem
Substantiv cosc 'Zurechtweisung' aufgefaßt, vgl. den umgekehrten
Vorgang bei forcenn- § 552, 3; die Neuerung drang vielleicht
deshalb um so leichter gerade in diese Form, weil das lautgesetz-
liche *con-lsechtar mit der Singularform o-sechtar aus o-sech-
thar S. 69, 1421 zusammengefallen wäre). Die Schwächung und
der Schwund der vortonigen Präverbien im Mir. (§ 170 I 265)
vollendete das Werk. Im Nir. finden sich nebeneinander Formen
mit verallgemeinerter echter Komposition (diultaim 'I deny'; air.
do-'sluindi 'er leugnet': ni Idiltai) und Formen mit geschwun-
denem vortonigem Präverb (fuasglaim 'I release"; air. do-'fuasilci
'er löst', Inf. Ituasulcud). Nur bei gewissen ganz unregelmäßigen
Verben findet sich im Nir. noch ein Unterschied zwischen den
„independent forras" und den nach den alten syntaktischen Prä-
verbien vorkommenden „dependent forms" (vgl. Atk. Keat. Appendix
S. XlXfi"., Dinneen S. 785ff.): (do)chonnaic 'er sah' (Arran xonik').
ni fhaca'ersah nicht', nach faca, nach bh-faca (§ 319 Anm. 3
1.468) 'daß er nicht sah'; chuaidh 'er ging', gon-deachaidh 'daß
erging'; a deir 'er sagt' (Arran »rfV; air. atbeir 'er sagt es'), go
n-abair 'so daß er sagt', abair 'sage!'; (do)bhi 'er war', ni raibhe
'er war nicht' u. s. w. (die entsprechenden air. Formen findet man
im Verbalverz. unter ad-ci-, tiag-, her- und in § 645). Durch
eine Neuerung gilt fuil (air. fil) als „dependent form" zu tä (air.
attä) 'ist'; vgl. § 642. Über die alte Form der 3. Sing. Präs. auf
-and, nir. -ann s. § 598 Anm. 4 (ursprünglich Kompositalform ; im
klassischen Nir. „dependent form", weil eben die Verbindung mit
syntaktischen Präverbien der einzige Rest der lebendigen Verbal-
komposition im Nir. ist; im heutigen Nir. sowohl „independent'"
als „dependent"). Über die Verwendung der „abhängigen'' (echt
zusammengesetzten) Verbalformen nach dem Pronomen a n- im
Nir. s. § 541, 3.
§ 556. Daß einst auch im Brit. ein ähnliches Kompositions-
system der Präverbia und Verba wie im Air. geherrscht hat, geht
namentlich aus den Lenitions- und Infigierungsregeln der alten
cymrischen Gedichte hervor (§ 320, 1 I 470; I 474: II 156; § 542).
252 Echte und unechte Komposition im Brit. [§ 556 — 558
Die britannische Akzentregelung (§ 180 I 276) mußte jedoch den
Akzentunterschied zwischen den prokhtischen und den ursprünglich
betonten Präverbien aufheben und so den Zusammenbruch des
alten Systems vorbereiten, der denn auch schon im klassischen Mc
im Corn. und Mbr. noch vollständiger als im Nir. stattgefunden
hat. Die Wege der Entwickelung waren jedoch andere als im Ir.
Besonders eigentümlich ist die Ausbildung der beiden neuen Verbal-
partikeln oder syntaktischen Präverbia mc. y, yd, corn. y, yth,
mbr. ez und c. corn. br. a aus den alten infigierten pronominalen
Elementen *idhe und ^jod (§ 545, 2, 3); dadurch wurde es mög-
lich^ die Infigierung nach wortbildenden Präverbien zu vermeiden;
der Umstand, daß a und yd vor einem Imperativ fehlen, und daß
das Objektspronomen dem Imperativ folgt (§ 544 Anm., § 547 S. 239,
§ 492 S. 155), ist ein deutliches Zeugnis dafür, daß der Imperativ
im Brit. vielleicht noch ausnahmsloser als im Ir. echt komponiert ge-
wesen ist. Auch erinnert das Fehlen des y, yd in der Antw^ort
im C. an die irische echte Komposition in demselben Falle (§ 552, 6).
Die Unterschiede in der Form der alten Präverbia sind meist zu
Gunsten der in der echten Komposition entwickelten Lautgebung
ausgeglichen worden (so z. B. in c. cyf-ar-fod 'zusammentreffen',
cyf-er-fydd 'wird zusammentreffen', worin cyf- dem ir. com- der
echten Komposition, nicht dem con- der unechten Komposition
entspricht; jedoch z. B. c. dy-fod 'kommen' neben ty-wys 'führen').
Am längsten haben offenbar die verschiedenen Lenitionsregeln Stand
gehalten.
Die Negationen.
§ 557. Die gewöhnliche einfache Negation des Hauptsatzes
ist ir. ni, ni mc. ny nc. ni corn. ny br. ne § 157 I 250. Ver-
schmelzungen: ir. cani, caini, cain, cini 'nonne' mc. pony
§ 524, 1; ir. cini, ein 'obgleich nicht'; mani, main, mini 'wenn
nicht' (über mir. mar-bad s. § 95, 4 I 155); mc. ny-t enthält
das Adverbium -t-, § 544 Anm.; auch mc. ny-s, worin -s in der
Hegel klar als ein persönliches Pronomen fungiert, ist bisweilen
mit ny gleichwertig. Über air. ne-b- S. 8, über air. ni-con-,
mir. nochon-, nocha-, nsch. cha s. § 528.
§ 558. Ir. na nir. nä c. corn. br. na 'noch' (vor einem Satz-
teil). Der Ausdruck für 'weder . . noch' variirt: im Ir. bleibt
'weder' unausgedrückt (siu nä tall 'weder in dieser Welt, noch im
Jenseits' Wb. 3d 17; ni bia lobad na legad 'es wird weder
§558] Die Negation na. 253
Verfaulung nocli Auflösung geben' 13 d 19); im C. und Br. wird
na wiederholt; im Corn. wird 'weder' durch na nyll ausgedrückt.
Vor einem silbischen Vokal lautet das AVort mc. nac corn.
nag br. nag, nak: mc. ny lyuassei neb . . kynnullaw na
raeirch nac arueu 'niemand wagte weder Pferde noch Waffen
zu sammeln' Mab. 193; corn. na nyl oges nag yn pel ny-s
guelaf 'weder nahe noch fern sehe ich sie' O. M, 1141; br. nag
ann eil nag egile 'ni Tun ni l'autre'. Im Ir. bleibt das Wort
vor einem betonten Vokal unverändert: cen f res es in bäis na
hirchri 'ohne Tod oder Verfall zu erwarten zu haben' Wb. 3a 14;
ni ar log na aithi 'nicht für Lohn oder Vergeltung' 14c 8. Da-
gegen steht nach vor einem proklitischen Worte: in ri nach in
popul 'weder der König noch das Volk'; for ri nach far tuad
§ 165 I 259; do gae . . nach do scian 'weder dein Speer noch
dein Messer'; ani dia-tudchad cuingid . . nocon-füar in
Erind nach in Alpain 'das was ich zu suchen gekommen bin, habe
ich weder in Irland noch in Schottland gefunden'; nocha-crenob
rig n-Erinn fort-sa nach ar fer n-aile 'ich werde den König
Irlands nicht um dich noch um einen anderen Mann verkaufen'
Wi. 223, 13; 302, 9; 127, 13. Vor einer konjugierten Präposition
steht na : na form fein 'noch über mich selbst' Wb. 8d 26; na
diib si 'noch von euch' 24c 16.
Dasselbe Wort mit der Bedeutung 'ne . . quidem' steckt in
corn. nag-onon M. C. 25, mbr. negun, nygun nbr. nikun 'nie-
mand'; zum Umlaut vgl. mbr. guitibunan § 531.
Es unterliegt keinem Zweifel, daß dies gemeininselkeltische
Wort aus *ne-kue (vgl. lat. ne-que) entstanden ist. Zum Auslaut
vgl. I 243; zum Ä;-Laut vgl. I 127. Unklar ist nur das a.
Anm. Mc. nac corn. mbr. na stehtauch zwischen zwei negierten Verben:
mc. meibon a dynyon didraha ny eUynt nac ny wedei udunt
nac ymlad na ryfelu 'Kinder und mutlose Menschen, die nicht konnten
und denen es nicht paßte weder zu kämpfen noch zu kriegen' Mab. 193;
corn. na olough na na wreugh drem 'weinet nicht und klaget nicht!"
P. C. 2640; mbr. na clevif na na santif quet an poanyou cref 'de
Sorte que je n'entonde ni ne sente las grandes douleurs' Jos. 38a.
In dieser Verbindung ist die in na 'noch' enthaltene Negation
pleonastiscb, und das Wort scheint also 'und, oder' zu bedeuten. Durch
Analogiebildung steht dann mbr. na auch in anderen Verbindungen in der
Bedeutung 'und, oder', bes. als Einleitung einer Frage, vor mar 'wenn"
und in gewissen Arten von (verallgemeinernden) Relativsätzen: na te?
pez eux te prederet 'et toi, qu'est-ce que tu penses'?' Barbe 364;
na piu voe plen en ordrenas 'oder wer hat es klar befohlen' 118:
254 Die Negation na. [§559,1
mar galhe na mar die bezaf 's'il se pouvait, et si cela doit etre'
Jes. 24b. Vgl. Ernault, Dict. 341. — Beispiele für mc. na . . na 'siue . .
siue' sind § 595, 3 angeführt. Vgl. auch corn. ellas pan . . na pan ..
na pan 'ach, daß . . und daß . . und daß . .' 0. M. 614—618.
§ 559. Als Satznegation (Negation eines Verbums) kommt
in allen inselkeltischen Sprachen in bestimmten Fällen ein mit der
in § 558 besprochenen Negation gleichlautendes Wort vor. Die
Hauptverwendungen dieser Satznegation lassen sich unter drei
Gesichtspunkte vereinigen: sie steht im Ir., Mc, Corn. bisweilen
nach 'und'; sie tritt (in den verschiedenen Sprachen in verschiedenem
umfang) als Negation der abhängigen (relativen) Sätze auf; sie
steht (in allen vier Sprachen) regelmäßig vor dem Imperativ, in
seltenen Fällen durch Entgleisung auch vor dem Konjunktiv i.
1) Ir. ni ind fessln eirbthi 7 nach do duaisilbi na-nni
dogni 'er verläßt sich nicht auf sich selbst und nicht sich selbst
schreibt er das zu, was er tut' Ml. 51b 12; o ro bitis na buidne
oc innsaigid Astoröth . . 7 na tabrad freccra doib 7 na
hiccad iat, lotar co cathraig n-aile 'als die Scharen den A.
gesucht hatten und er ihnen keine Antwort gab und sie nicht
heilte, gingen sie nach einer anderen Stadt'; ro-bädusa bliadain
imlän for oen lepaid 7 na-r fetus ergi 'ich habe ein ganzes
Jahr in einem Bette gelegen und habe nicht aufstehen können'
Atk. LBr. 1958, 2777. Mc. o gwely vwyt a diawt or byd
reit itt wrthaw ac na bo o wybot a dayoni y rodi itt
kymer dy hun ef 'wenn du Essen und Trank siehst, wenn du
es brauchst und es dir nicht aus flöfhchkeit und Güte gegeben
wird, nimm es dann selbst' Mab. 195, 18; kanys estrawn gene-
dyl a phaganyeit ywch ac nat atwen inheu etwa na-ch
raoes na-ch deuodeu 'denn Ihr seid ein fremdes Volk und
Heiden, und ich kenne noch nicht eure Sitte und Gebräuche'
R. B. II 134, 13; ac na disgynnych 'und steige nicht ab!' Mab.
255, 29 (W. B. 399, 21). Corn. ha nagan byth §503,6 S. 175.
2) Im Ir. ist na die regelmäßige Negation in den eigentlichen
Relativsätzen und in den Eklipsensätzen: na ro-pridchissem-ni
düib 'das wir euch nicht gepredigt haben' gl. euangehum quod
non recepistis AVb. 17b31; na-po cheneel 'das nicht Geschlecht
1. Im Br. hat na eine Tendenz, auch über die im Folgenden an-
gegebenen Grenzen hinaus an die Stelle von ne zu treten: ne oder na
d-eo ket 'ist nicht' Troude, Dict. fr.-br. 615; ne oder na zeu ket 'il ne
vient pas' Legonidec, Dict. br.-fr. 459 u. s. w.
i?559,2] Die Negation na. 255
war' gl. in non gentem 5a 14; amal na fil 'wie nicht ist' 14c 24;
bied aimser nä-m-ba iobur 'es wird eine Zeit kommen, wo er
nicht schwach sein wird' 6 b 15. Die relative Eklipse ist hier wie anders-
wo eine sekundäre Erscheinung, die in einigen Fällen fehlt; in
diesen Fällen bezeichnet dann na allein die relative Beziehung,
sodaß man eine Art Zwischenstufe zwischen den uneigenthchen
Relativsätzen (wo die Negation ni lautet) und den Ekhpsensätzen
anzuerkennen hat: ni fil diib mnäi nach-it-charad no nä
beth cuit dait 'es gibt nicht unter ihnen eine Frau, die dich
nicht Hebte und dir nicht gut wäre' Wi. 207, 12 (vgl. ni fil cuit
do nach aliu innium-sa 'ich bin keinem Anderen gut' Z. 13);
weitere Beispiele in § 552, 2 Schluß; vgl. na imroimser 'lest
thou sin' Wb. 20c 4; na biam in gorti na nocti 'so daß wir
nicht hungrig oder nackt sind' 16a 9; ar-na 'damit nicht', co-na
'so daß nicht'; weitere Beispiele in § 268 I 399. na kann auch
einen asyndetischen Bedingungssatz einleiten: asrubairt rim-sa
rad i'i-gle Goll mac rig na Germane naconi-beind aice
cen ail nach beind in Herinn adbail atrubart-sa fri-sin
Isech fri-sin fer fichda forbseth cia no-trebaind sund nach
than na gebaind a thuarastal 'Goll, der Sohn des Königs von
Germanien sprach zu mir ein klares Wort, daß weim ich nicht
bei ihm ohne Schmach wäre, sollte ich im mächtigen Irland nicht
sein. Ich sagte zu dem Helden, dem zornigen, überaus törichten
Manne, daß wenn ich auch eine geraume Zeit hier wäre, so würde
ich seinen Sold nicht nehmen' LL 109a 19; dothung mo deo
d-an-adraim nacom-berat ar ecin samlaid nach-am-berat
ar ais 'ich schwöre bei meinen Göttern, zu denen ich bete, daß
wenn sie (ihn) unter diesen Umständen nicht mit Gewalt davon-
tragen, werden sie ihn nicht im Guten davontragen' 55a 13 (Ant-
wort auf die Z. 21 referierte Drohung: cen co tucaind ar äis,
doberaind ar ecin 'wenn ich nicht im Guten gäbe, würde ich
gezwungen geben'). Vgl. § 593, 2.
Viel beschränkter und im Ganzen gewiß viel altertümlicher ist
der c. Gebrauch. Mc. na bedeutet 'daß nicht' (nach verba sen-
tiendi et declarandi, nach den Verben des Seins und Geschehens,
nach verba impellendi et efificiendi): dywet na deuaf y lys vyth
'sage, daß ich niemals in seine Burg kommen werde' Mab. 199,25;
can buost yn ormes yn gyhyt a hynny mi a wnaf na bych
bytli beilach 'da du so lange ein Unterdrücker ("Unterdrückung")
gewesen bist, werde ich bewirken, daß du es nicht länger werdest'
256 Die Negation na. [§559,2
223, 14; kanys y gynnedyf yw na daw marchawc ar y dir
ef na mynno ef ymwelet ac ef 'denn es ist seine Sitte, daß
kein Ritter in sein Land kommt, mit dem er nicht eine Begegnung
(einen Kampf) wünscht' 281, 27 (das zweite na kann als 'ut non'
gefaßt werden; oder der Satz kann nach § 544, 7 beurteilt werden);
na bedeutet auch 'ob nicht': na wn . . pei kaffwn dysc na-s
gwypwn 'ich weiß nicht, ob ich es nicht könnte, wenn ich Unter-
richt erhielte' Mab. 201, 10. Aus na 'daß nicht' erklärt sich pei
na 'wenn nicht' (vgl, §544,6), namyn na 'nur daß nicht', nocyt
na 'als daß nicht' (nach einem Komparativ), rnegys na 'als ob
)iicht'. Ferner steht na nach Präpositionen: mal na, ual na 'als
ob nicht; sodaß nicht', yr na 'da nicht, obgleich nicht', am na
'deswegen daß nicht' (Mab. 250, 28), wrth na 'weil nicht', gwedy
na 'nachdem nicht', eithyr na 'außer daß nicht'; auch nach einigen
nominalen Konjunktionen: hyt na 'so daß nicht', o achaws na
'weil nicht', pryt na 'daß nicht' 'since not' (kausal). In verschie-
denen etymologisch gleichartigen Fällen steht jedoch ny (can ny
'da nicht', cyn ny 'obgleich nicht', o-ny 'wenn nicht'). In den
eigentlichen Relativsätzen steht ny; ebenso in einem asyndetischen
Bedingungssatz: ny daw y mackwy hwnnw vyth yr llys nyt
a Kei or llys allan 'dieser Bursche wird niemals in die Burg
kommen, wenn nicht Kei aus der Burg geht' Mab. 205, 4.
Im Corn. wird na nicht nur in der c. Weise, sondern zum
Teil auch in den eigentlichen Relativsätzen (ny bei der rel. Um-
schreibung § 546 S. 238) verwendet: com. neb na ylly 'der nicht
konnte' M. C. 20; dal na bo^ar ny ase nag omlanas nagonon
'blind nor deaf he left not who was not cured, not one' M. C. 25; na
ylly 'daß er nicht konnte' M. C. 13; uynytha na effo coul 'so that
he may never drink broth' P. C. 1620; nag vs 'so daß nicht ist'
1523; ab an na 'da nicht' 2115; präg na 'weshalb nicht' 2594;
kyn nag-off 'obgleich ich nicht bin' M. C. 8; rak na 'weil nicht'
P. C. 1194; R. D. 865 (rak ny P. C. 2547). Auch in einem asyn-
detischen Bedingungssatz: na ve bos fals an den ma ny-n
drossen ny bys deso 'if this man were not false, we should not
have brought him to thee' M. C. 99.
Mit dem Corn. stimmt das Br.: vnan na duy 'jemand der nicht
kommen wird'; na gallo 'so daß er nicht kann' Nonne 28,44, Jes.
138a; ioae . . nac eux fin dezy 'Freude, welche kein Ende hat'
"für welche kein Ende ist" Barbe 789; an tad ne oue ket pell
na velas santelez ar plac'h 'es dauerte nicht lange, bis der
§559,2] Die Negation na. 257
Vater die Heiligkeit des Mädchens sah' ("es war nicht lange, daß
nicht . .") Ernault, Gloss. 437; quen na 'bis' (quen nbr. ken
aus mbr. quent nbr. kent 'avant'); rac na 'damit nicht' Nonne 672.
Ein asyndetischer Bedingungssatz mit eigentümlicher Verwendung
der Negation liegt vor in Fällen wie nag oa mar calet, tennet
eu 'quelque dur qu'il füt, le voilä arrache' Jes. 158b; ez die pep
heny goelaff a devry nac eu mar fier 'chacun doit pleurer de
tout son coeur, si süperbe qu'il soit' Jes. 3a (zur Negation vgl. engl,
never so much; im Corn. ohne Negation: kyn . , vyth mar
'though . . ever so . .' R D. 392, 398, O. M. 2068).
Anm. 1. Die Negation na wird häufig in der Antwort verwendet; sie
wird hier eigentlich 'daß nicht' bedeuten. Ir. cid son, nach tussu
darrecoisc, ar Conchobar. nad me omm, bar Cathbad 'Was ist
das, bist du es nicht, der ihn angewiesen hat? sagte Conchobar. Ich ge-
wiß nicht, sagte Cathbad' LL 64b 48 (nach nie ecin lautet die Antwort
in der Parallelstelle LU61a 44); in döig . .? nad döig eni 'Ist es wahr-
scheinlich . .? Es ist gewiß nicht wahrscheinlich' LL 61b 7; airi-siu
sund . .! nad anseb em 'Bleib hier . .! Ich werde fürwahr nicht bleiben'
76b 40; daher seotu duit. nad geb-sa 6n *Ich werde Kostbarkeiten
geben. Ich werde das nicht annehmen' LU70b5; anat didiu, ol Ailill.
nach ainfet dano, ol Medb 'So mögen sie bleiben, sagte A. Sie sollen
auch nicht bleiben, sagte M.' LU 56b 25. Mc. dyro nawd idaw. na
rodaf myn vygcret 'Gib ihm Gnade! Ich werde fürwahr nicht geben'
Mab. 217, 20 (na rodaf yrof i a duw 'ich werde nicht geben, bei Gott"
217, 24): a vu efgennyt ti a gwneuthur anuod arnat. na vu myn
vygcret 'Hat er dir etwas Böses angetan? Er hat nicht fürwahr' 196,25;
a weleist di varchawc yn mynet heibaw na hediw na doe. nawn
heb ynteu beth yw marchawc 'Hast du einen Ritter vorübergehen ge-
sehen, heute oder gestern? Ich weiß nicht, antwortete der, was ein Ritter
ist' 194, 21; vgl. 201, 9. Corn. na lader by my vallok '(If any fellow
comes and steals the rods from us secretly, all shame it will be to our
class.) He shall not steal, by my belt' 0. M. 2067; na nahaf 'I will not
recant' (Antwort auf eine drohende Aufforderung) 2655; venytha na
wreugh hethy. na hethyn by goddys soul 'Never do ye stop. ^Ye
will not stop, by God's soul' 2697; vgl. P.C. 915; 1411; 2040; 2756. Mbr.
na raint quet '(Ils feront en sorte de vous chasser d' ici.) Ils ne le feront
point' Barbe 767. Vgl. ZE 751, Verf., KZ XXXV 364, Strachan, Trans. Phil.
Soc. 1899-1902 S. 54 ^
Anm. 2. Weniger klar ist es, ob die Verwendung von na in der Frage
gleichfalls aus dem na des Nebensatzes zu erklären ist. Bei na nach in
im Ir. darf man es unbedenklich annehmen, vgl. über in näd-cnalaid-si
§ 537, 9; vgl. auch die in Ml. mehrfach vorkommende Formel in ni nad
(in ni nad-curacu-sa gl. an nequeo 18b 5; seltener positiv: in ni irr
'wirst du töten?' 77a 10, 13, 15), worin ni das Neutr. von nech (§ 529)
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II. 17
258 Die Negation na. [§559,2.3
ist, so daß in ni 'ist es der Fall (daß)' bedeutet. Zweifelhafter ist das
fragende nach im Mir. und Nir. (mir. nach tussu 'bist du es nicht?',
s. Anm. 1; nir. nach fliuch ata an lä 'how wet the day is'; mir. nach
dernad etercert düib 'wurde euch nicht eine Entscheidung gemacht?'
LU 110a 41); es könnte aus *in nach entstanden sein. Ob die Über-
einstimmung mit br. na hirr eo an noz 'que la nuit est longue' mehr
als zufällig ist, weiß ich nicht. (In dieser Eedensart ist na als "combien"
aufgefaßt worden ; daher die Neuerung nag a vevelien a zo e ti va zad
'wie viel Diener sind in dem Hause meines Vaters' Loth, Chrestom. 365).
3) Vordem Imperativ. Ir. na tuic seitchi 'nimm nicht eine
Frau!' Wb. 10a 30; na comeitged dö 'er soll gegen ihn nicht
Nachsicht haben' 10a 7; naanam 'hören wir nicht auf 20c 14.
Mc. na dos 'gehe nicht!' Mab. 204, 6; na wiscet y uorwyn dim
ymdanei 'das Mädchen soll nichts anziehen' 256, 27; nac ewch
bei lach 'geht nicht weiter!' 23, 10. Corn. na ol 'weine nicht!'
R. D. 853; na olough 'weinet nicht!' P. C. 2640. Mbr. na vez
'sei nicht!', na ehan quet 'säume nicht!' Nonne 615, 620, 10.
Das konjunktivische Verbot wird durch die gewöhnliche Ne-
gation (ir. ni u. s. w.) ausgedrückt, s. § 590, § 594. Gewisse Ver-
mischungen kommen jedoch vor. Im Ir. stammt das na vor einem
wünschenden Konjunktiv offenbar aus dem Nebensatz; air. nach-
in-ro-gba üall . . nach-in-ro-gba derchoiniud Wb. 15d 40
ist nach dem Zusammenhang des Textes richtig von Stokes als
'that pride may not seize us . . that despair may not seize us' über-
setzt; die Verwendung eines derartigen 'daß'-Satzes als wünschender
Hauptsatz wird aber allmählich um sich gegriffen haben; im Nir.
ist nä-r die regelmäßige Einleitung eines negativen Wunsches.
Aus dem Mc. führt ZE 752 zwei Beispiele für na vor dem Konj.
an; der eine Fall (llyma vygkyghor . . na rodher 'das ist mein
Rat, daß er nicht gegeben ward' Mab. 258, 28) ist jedoch ein
Nebensatz; in dem zweiten Fall geht ac 'und' voraus, s. 1°. Com.
na allons caffus cheson 'mögen sie keine Ursache finden können!'
O. M. 1835.
Anm. 3. Ein auslautender Hinterlingual erscheint im Ir. bei der Satz-
negation nach denselben Regeln wie bei der Satzteilnegation (§ 558), d. b.
vor einem proklitischen Worte, genauer vor einem persönlichen Pronomen
und vor der geschwundenen Kopula der 3. Sing. (Verf., KZ XXXV 412f.):
nachi-b-fel 'daß Ihr nicht seid' "Wb.3b 19; cid nach intsamlid 'why
do ye not Imitate it' 14a 28; amal nach annse n-düib 'wie es für euch
nicht schwierig ist' 6d9; 7iiach do 'und es ist nicht zu ihm' Ml. 51b 12;
näich do imdibu 'daß es nicht von der Beschneidung handelt (ist)'
Wb. 10a 15. Jedoch erscheint der Konsonant nicht vor dem adverbiellen -d-.
§559] Die Negation na. 259
s. die Beispiele für nad, nat § 537, 9; auf Neuerung beruht die Form
nachid- (§ 486 Aniu. 1). Schon in Ml. fängt die Form nach- an, sich über
ihr ursprüngliches Gebiet hinaus zu verbreiten: huare nach derni aadam-
rugud ar a meit 'because he cannot express admiration of Him for the
greatness of it' 128 c 3; im Mir. schreitet diese Entwickelung noch weiter
(nach beind 'daß ich nicht sein sollte', nach ainfet 'sie werden nicht
bleiben', nach dernad 'wurde nicht getan?' s. oben 2°, Anm. 1, Anm. 2).
— Im Brit. findet sich zwar eine Tendenz, die konsonantisch auslautende
Form zur Vermeidung des Hiatus zu verwenden, aber es ist ganz klar, daß
diese Tendenz auf einer Neuerung beruht, und mehrere Umstände deuten
direkt auf eine ältere Kegel, die mit der irischen Eegel identisch gewesen
sein wird. Im Mc. wird die Form na nur vor unsilbischen Lauten und wo
ein g durch Lenition geschwunden ist (yr na allei 'obgleich er nicht
konnte' Mab. 219, 15; na wn 'ich weiß nicht' Anm. 1; na at 'erlaube nicht'
Mab. 261, 15) verwendet; zur Vermeidung des Hiatus verwendet man nat
und in den Fällen, in denen die Partikel y, yd nicht vorkommen darf (also
vor dem Imperativ und in der Antwort, § 544 Anm.) die Form nac : ac
natatwen, s. unter 1°; hyt nat oed 'sodaß nicht war' Mab. 179, 5;
am nat aei 'weil sie nicht ging' 184, 27; nac ewch, s. unter 3°; nac
amouyn 'frage nicht!' Mab. 202, 1; nac ymchoel di dracheuyn 'kehre
nicht zurück!' 270, 14; nac af 'ich werde nicht gehen' 289, 15 (Antwort auf
eine Aufforderung); nac ef 'nein' "es ist nicht dies" 228, 10 u. s. w. Im
Corn. finden sich zahlreiche Beispiele für na vor einem silbischen Vokal; vor
den vokalisch anlautenden Formen des Verbums 'sein' steht immer nag
präg nag vsy ef genes 'why is he not with thee?' 0. M. 573; nag-off
(s. unter 2°; aban nag-es §543 S 228); ebenso vor einigen infigierten per-
sönlichen Pronominen (ha nag-an byth gobyr vyth 'and not any wages
will be for us' 0. M. 2821). Ob der Gegensatz zwischen präg naymwhelaf
«why do I not cast myself?' P.C. 2594 und nag omlanas 'who was not cured'
M. C. 25 auf regellosem Schwanken oder auf einer Eegel beruht, kann ich
nicht entscheiden. Im Mbr. ist nac, nag die regelmäßige Form vor den
vokalisch anlautenden Formen des Verbums 'sein': nac ouf 'daß ich nicht
bin' Jes. 41a, nac eu 'daß nicht ist' Barbe 478, nac eux fin dezy 789
(s. unter 2°), nac ouch mar notabl 'wie vornehm Ihr auch seid' 492,
nag oa dleet 'der nicht verdient war' Jes. 85a, nag oann bezet 'daß ich
nicht gewesen war' 197 a; goat naguedi quet en cor ff 'sang qui n'est
pas dans le corps' Ernault, Gloss. 436; mysterou . . am eux guelet . .
nac ynt licit da recitaff 'Geheimnisse habe ich gesehen, die es nicht
erlaubt ist zu erzählen' Jes. 62a; ha neguint quet 'et qui ne sont pas'
Ernault, Gl. 436. Außerdem findet man me diffenno nac ay . . den 'ich
werde befehlen, daß nicht jemand gehe' Barbe 190; aber in der Regel na vor
einem Vokal: mir neb tro na achapo quet 'garde bien qu'elle n'echappe'
492, na ehan quet s. unter 3°. — Bei der Beurteilung der ursprünglichen
Regeln für die Verteilung der Formen na und nac ist auch c. pynnac
u. s. w. § 526 in Betracht zu ziehen (ist die Kopula *est nach -nac ge-
schwunden?).
17*
260 Die Negation na. Weiterbildungen. [§559.560,1—3
Anm. 4. Die etymologische Erlilärung der Negation na 'nicht' liegt
auf der Hand. Sie ist mit na 'noch' identisch. Die Verwendung 1° (ir.
ocus na, c. ac na) ist durch die Hinzufügung eines pleonastischen 'und'
aus älterem *na "und nicht" entstanden. Auch in den uneigentlichen
Eelativsätzen bedeutete na ursprünglich 'und nicht' (mbr. ioae nac eux
fin dezy also eigentlich "Freude, und ihr ist kein Ende"; entsprechend zu
beurteilen ist rac. na raynno ef ymwelet ac ef, s. unter 2°, und ir.
ni fail ni nad tai mo dligeth-sa fair § 540); na war also ursprüng-
lich absolut nicht ein Mittel relativer Konstruktion, sondern geradezu ein
Symptom dafür, daß kein eigentlicher Relativsatz vorlag ; bei dieser Sach-
lage ist das C. geblieben; da aber die in dieser Weise durch na ein-
geleiteten Sätze dem Sinne nach relativ waren, so konnte (namentlich nach
dem Ersatz des sonstigen *na "und uicht" durch ir. ocus na u. s. w.) na
von dem Sprachbewußtsein als Ausdruck der relativen Beziehung auf-
gefaßt werden und nun auch in die eigentlichen Relativsätze dringen. Wie
wenig übrigens ein 'und' als Ausdruck der relativen Beziehung dem kelti-
schen Sprachgeist fremd ist, beweist das Nc. und Nbr. ; vgl. die Beispiele
für ein c. ,, relatives Pronomen" ag bei Silvan Evans S. 93 und nbr. Doue,
hag a zo en Nenv 'Dieu, qui est dans le ciel' u. s. w. Vallee S. 117 ff.,
vgl. Ernault, Gramm. S. 31. Vor dem Imperativ wird na ursprünglich die
Bedeutung "ne quidem" gehabt haben.
§ 560. Weitergebildete mit na- anlautende Negationen.
1) Air. nade, nate 'nein' (als Antwort auf eine positive Frage)^
'doch' (als Antwort auf eine negative Frage), s. z. B. Wb. 4b 14;
lOd 5. Aus nad, nat -f he "nicht ist er es" (vgl. mc. nac ef
nc. naga 'nein' S. 259 Z. 22). 2) Air. nathö 'nein' kann
nur aus mc. nado nc. naddo entlehnt sein; so (und nur so)
erklärt sich die Korrespondenz ir. / c. d, s. I 110; ir. nathö kann
auch nicht aus na + einem positiven tö (LL 280a 15) entstanden
sein, da na nicht leniert. Mc. nado nc. naddo ist die verneinende
Antwort auf eine Frage mit Bezug auf die Vergangenheit; die be-
jahende Antwort lautet do; vgl. Strachan, Introd. 135. Ich vermute,
daß -do ursprünglich in unbetonter Stellung entstanden ist und sich
zu yd oed 'war' ähnlich verhält wie mc. y 'sein' zu eid-aw 'der
seinige' (§ 502); die bejahende Antwort ist aus der verneinenden
abstrahiert (eine andere Deutung gibt Rhys, Lectures^ S. 242; da-
nach wäre -do aus dem Präverb *to entstanden, hinter dem die
Verbalform weggelassen wäre; *to ist aber kein Tempuspräverb,
sondern ein wortbildendes Präverb, das nur bei einer Minderzahl
der Verba vorkam). 3) Air. fa-nacc 'oder nicht': in tree , .
fa-nacc 'ist es durch sie oder nicht?' Wb. 2c 4; auch fa-naic
Ml. 91c 1, 9. Dazu naicc 'nein'. Ferner ni di nacca dim
§560,3. 561] Weiterbildungen der Negation na. 261
'not of a non-something' Ml. 75b 20; nacce 'keineswegs' 72b 4.
Die Bedeutung 'nicht' ist wohl aus "nichts" entwickelt; naico
ist *naku kuid, während nacce, nacca aus *nak" + Neutr.
PI. des fragenden (unbestimmten) Pronomens besteht. Unklar bleibt
der Verlust der Mouillierung in fa-nacc. Davon abgeleitet com.
nahe, nagha br. nac'h 'leugnen' (zum Lautlichen vgl. I 127;
c. naea ds., nacäd 'refusal, denial' enthält das in § 370 S. 23
besprochene Denominativsuflix und kann direkt von mc. nac 'nicht'
abgeleitet sein).
Anm. Neben den unter 1° und 3° angeführten Formen gibt es Neben-
formen ohne n-: ate 'nein', 'doch" ('iramo') Thes. II 4, 30, Ml. 114a 15;
mir. aicc, acc 'jiein'. Hierher scheint auch t-accu, t-acco 'nein', 'doch'
Wb. 15a 2; 19a 18; 25a 3 zu gehören (vielleicht eigentlich "zu nichte";
t- wäre die Präposition do mit altertümlicher, sonst nicht vorkommender
Elision des Vokals: -accu Dat. von *acce). Es ist ganz zweifellos, daß
diese «-lose Formen unursprünglich sind. Vielleicht beruhen sie darauf,
daß man neben einer anderen Negation (nate ni clöin 'nein, er ist nicht
ungerecht' Wb. 4 c 17) den Ausdruck als pleonastisch empfunden hat und
daher, indem man fälschlich n-ate, n-acc analysierte, die eine Negation
beseitigt hat. Vgl. c. amyn = namyn 1138 (die dort gegebene Deutung
dieses Wortes aus na und maint "wenn nicht so viel [wie]" ist sehr un-
sicher; vielleicht eher nam-yn, worin yn aus mc. -hynu 'dies' § 515, 4
zu erklären wäre; vgl. mc. nem-och 'außer euch', com. nam-na 'tantum
non', 'beinahe'; br. nem-et kann wie eg-et 'als' zu beurteilen sein; c.
namyn wäre dann wohl direkt zu air. na-mmä 'nur', eigentlich "und
nicht mehr" zu stellen; vgl. über mir. ammain §99 Anm. 4 I 165) Die-
selbe Subtraktion eines n- findet sich bei br. eget 'als' (nach einem
Komparativ) com ages (und reduziert ys, es) neben mc. nocyt, nogyt,
das aus no, noc + der Verbalpartikel yt besteht und nach der I 415
gegebenen Deutung keine Negation enthält.
Die Tempuspräverbia^.
§ 561. Als Ausdruck der perfektischen Bedeutung einer
1. Strachan, On the use of the particle ro- with preterital tenses in Old
Irish, Trans. Phil. Soc. 1895—1898 S. 77—193, 326—355; Zimmer, Air. asbert
und asrubart in ihrer Bedeutung für die altirische Tempuslehre, KZ
XXXVI 463—556; Thurneysen, Die Verbalpartikel ro, KZ XXXVII 52-92;
Sarauw, Irske Studier S. 25—49, S. 91—135; Verf., KZ XXXVII 219—250,
XXXVIII 421—425; Strachan, Action and Time in the Irish Verb. Trans.
Phil. Soc. 1899—1902, S. 408—438; Welsh ry, Eriu II 60-61; 215-220:
Loth, La particule verbale ro (ry) en gallois, cornique et breton, Kc. XXIX
1-67, XXX 1-36, XXXI 23-48, 333-367; G. P. Williams, The preverbal
particle re in Cornish, ZfcPh. VII 313—353.
262 Die Tempuspräverbia. [§ 561. 562, 1
indikativischen oder konjunktivischen Verbalform und in einigen
damit verwandten Verwendungen fungieren im Ir. mehrere Prä-
verbia, unter denen jedoch ro- den breitesten Raum einnimmt; in
einigen Fällen wird jedoch die perfektische Bedeutung ohne die
Hülfe eines perfektischen Präverbs zustande gebracht. Das ßrit.
besitzt nur ein perfektisches Präverb : die Entsprechung des ir. ro-.
So ergeben sich für die folgende Darstellung die drei Hauptab-
schnitte: Bedeutung der perfektischen Verbalformen im Ir. (§ 562
— 564); Morphologie der perfektischen Formen im Ir. (§ 565—573);
Perfektpräverbia im Brit. (§ 574—577); darauf folgt die etymolo-
gische Erklärung des Systems der perfektischen Präverbia (§ 578
—583).
Anm. Die perfektischen Präverbia waren ursprünglich nicht nur vom
Imperativ und von den Nominalformen des Verbums ausgeschlossen, son-
dern auch in gewissen Fällen selbst im Indikativ und Konjunktiv nicht
gebräuchlich; darüber wird in § 583 zusammenfassend gehandelt.
Schließlich bespreche ich in § 584 das ir. Präverbium no,
das in bestimmten Fällen in unechter Komposition die nicht-per-
fektischen Formen der nicht mit wortbildenden Präverbien zusam-
mengesetzten Verba begleitet. Es ist allerdings sehr zweifelhaft,
ob die Bezeichnung Tempuspräverb für ir. no zutreffend ist; die
Funktion dieses Wortes erinnert vielmehr lebhaft an die neuge-
schaffenen brit. Präverbia c. y, yd u. s. w. und c. corn. br. a
(§ 556), und mau könnte in der Tat daran denken, ir. no mit
diesen beiden brit. Präverbien unter einer gemeinsamen Benennung
zusammenzufassen. Da aber die beiden brit. Wörtchen schon in
demjenigen Kapitel besprochen worden sind, wozu sie etymologisch
gehören, so sei ir. no hier angereiht.
Bedeutung der perfektischen Verbalformen im Ir.
§ 562. Perfektische Bedeutung. 1) Das Präteritum mit
perfektischem Präverb hat die Bedeutung eines Perfektums oder
Plusquamperfektums: air. ro-comalnisid-si an ro-pridchissem-
ni düib 'Ihr habt erfüllt, was wir euch gepredigt haben' Wb.
26b 6; argart doib nant maith o-ro-itatar a-rrig 'er rief
ihnen zu, daß sie ihren König nicht gut gehütet hatten' Ml. 55 c 1
(com- 4- em-). Demgegenüber kann man das nicht perfektische
Präteritum als Narrativ bezeichnen (ein Beispiel ist argart in dem
soeben angeführten Satz).
§ 562, 2] Bedeutung der perfektischen Verbalformen im Ir. 263
Anm. 1. Die Verteilung des perfektischen und des narrativen Prä-
teritums ergibt sich im Allgemeinen leicht aus der Grundbedeutung der
beiden Tempora. Es kann hervorgehoben werden, daß das perfektische
Präteritum in den losgerissenen Sätzen der air. Glossen sehr häufig konstatie-
rend (mit Bezugnahme auf die Zeit des Glossators) vorkommt: is co Euam
d 0 d e c h u i d (§ 570) serpens ni coAdam höre as lobro in uli er quam
uir 'die Schlange ist zu Eva, nicht zu Adam gekommen, weil die Frau schwä-
cher als der Mann ist' Wb. 17 b 29. Selbstverständlich ist es, daß der
Narrativ in der oratio obliqua von dem mit dem Hauptverb Gleichzeitigen
verwendet wird: intan as-ru-bart som fri-mmaccu Is rahel i m-boi
di öinachdaib leu ro-beth for dib milib ech 'zur Zeit, wo er zu
den Kindern Israels gesagt hat, ob sie soviel Reiter hätten, daß es für
2000 Pferde ausreiche' Ml. 43d 1 (über ro-beth s. § 571, 1).
Nach der Konjunktion ho 'seit' steht der Narrativ, wenn der Haupt-
satz etwas bezeichnet, das von dem angegebenen Zeitpunkt an eine Zeit
lang gedauert hat und noch weiter dauert: ho boi mo chland y mo
cheneel is oc frecur ceill dae ataa 'seit mein Stamm und mein Ge-
schlecht besteht, ist es mit dem Dienste Gottes beschäftigt' Wb. 29 d 6,
0 chretsit ni-n-tä airli ar m-ban 'seit sie den Glauben angenommen
haben, ist uns nicht Beherrschung unserer Frauen' 31 c 7 ; vgl. Ml. 63 a 4
(und 82 d 9). Dagegen steht das perfektische Präteritum, wenn der Haupt-
satz ein abgeschlossenes Ereignis erzählt (ho 'nachdem'): o adcuaid
(§ 566) rüin icce in cheneli döine, asbeir iarum 'nachdem er das
Geheimnis der Erlösung des Menschengeschlechts erzählt hat, sagt er
darauf . .' Wb. 21 d 11, vgl. 3a 7.
Eine Altertümlichkeit ist die Verwendung des nicht perfektisch charak-
terisierten Präteritums nach dem mit dem Verbura verschmolzenen mad-
'gut': mad-genatar ä thim thirthidi 'glücklich seine Diener!' (eig.
"gut sind geboren seine Diener") Ml. 90b 12. Jedoch ni-ma-to-r-chom -
lod-sa fleid düib 'nicht zum Glück habe ich ein Fest für euch bereitet'
LU 103a 28 (zu doecmalla 'sammelt' mit analogischem Anschluß an
lod 'ich ging').
Über die modale Verwendung des nicht perfektisch charakterisierten
Präteritums s. § 588, Ic.
2) Das Präs. Ind. mit perfektischem Präverb hat die Bedeu-
tung eines Praesens consuetudinale perfectum (bezeichnet das, was
einem gewohnheitsmäßigen Geschehnisse vorausgeht): amal du-
n-erbarar fidboc hi caimmi fri dibirciud n-as iarsindi
ro-m-bi hi rigi Svie ein Bogen in Krümmung gebracht wird
zum Schießen damit, nachdem er gerade gewesen ist' Ml. 99d 1;
is besad na-mmuimme dogni deidbleän di oc munud ä
dalti ho-r-bi accobor la; nebud dö in noidenacht nach
gein 'es ist Sitte der Amme, daß sie sich bei der Erziehung des
Pflegekindes zum Kinde macht, wenn sie den Wunsch gefaßt hat.
264 Bedeutung der perfektischen Verbalformen im Ir. [§ 562, 2 — 4
daß er nicht mehr lange kindisch sein soll' Wb. 24d 11; in nuall
do-n-gniat ho ru-maith for a naimtea remib 'das Geschrei,
das sie erheben, wenn sie ihre Feinde besiegt haben' Ml. 51c 9.
Anm. 2. Ein sonst im Präsens vorhandenes präsensbildendes -n- fehlt
in dem Praes. consuetud. perf. in ho bu-r-orbaither in gnim 'wenn
(= so oft) die Tat vollendet ist' Ml. 15a 6 (zu forfen 'vollendet' 64c 2);
mani-d- tes-ar-bi ni di maith ass-a gnimaib in-tain ro-m-boi
etir tuäith is uisse a airitiu in seclis 'wenn nichts Gutes in ihren
Taten gefehlt hat, während sie unter den Weltlichen war, ist es gerecht,
sie in die Kirche aufzunehmen' Wb. 28 d 31 (eine allgemeine Eegel für die
Aufnahme der Witwen in die Kirche; man beachte hier auch das mit dem
Präs. synon^'me Prät. ro-m-boi).
3) Das Ipf. Ind. mit perfektischem Präverb bezeichnet ein
Praeteritum consuetudinale perfectum: in molad ro-n-gab in
popul hu ru-bith ä nel impe ac tuidecht a Egipt 'das Lob-
lied, das das Volk gesungen hat, wenn (so oft) die Wolke um sie
(um die Arche) gewesen war auf dem Rückweg aus Ägypten' Ml.
82 d 11 (= 'jedesmal, wenn die Wolke aufhörte, um sie zu sein';
diese Deutung — Sarauw S. 35 — scheint durch die Glosse
83 a 4 und den dazu gehörigen lat. Text, vgl. Exodus XL 36 — 37,
geboten zu sein; man beachte übrigens das konstatierende ro-n-
gab von einer Handlung, die sich wiederholt hat). Auffälliger-
weise bezeichnet das perfektipch charakterisierte Ipf. Ind. ein
Praesens consuetudinale perf. in dem Satz duthluchetar ni nad-
tardatis do gl. qui exigunt quod mutuo non dederunt Ml. 85 d 5
(s. Verbalverz. her-).
4) Das Futurum mit perfektischem Präverb hat die Bedeu-
tung eines Fut. exactum: mani roima for a cenn ni mema
for-sna bullu 'wenn nicht das Haupt überwunden sein wird,
werden die Glieder nicht überwunden werden' Ml. 89 c 11 (vgl.
Verbalverz. maid-). Eine Berechtigung, die Futurform roima
(Fut. exact.) in einen Konjunktiv ro-ma zu korrigieren, fehlt. — Der
Konditionahs mit perfektischem Präverb liegt vielleicht vor in is ed
rogigsed 'er würde darum gebeten haben' ('das von ihm geäußerte
Gebet würde sich darauf beziehen') 32 d 5 (also ein Fut. exact. in
praeterito); eine andere Bedeutung würde vorliegen bei Dauid
praedicens ea quae populo erant in Babilone mansura .i.
ro-feidligfitis .i. ar-a-ro-bates 'was bleiben sollend gewesen
ist, d. h. was bevorstehend gewesen ist' 108 b 5 (Fut. in praeterito
perfecto); ich kann aber darin nichts als eine schlechte und un-
irische Schulübersetzung aus dem Lat. sehen; daß das perfektische
§562,5. 563] Bedeutung der perfektischen Verbalformen im Ir. 265
Präverb hier unirisch ist, zeigt der Vergleich mit 43 d 1 (s. oben
Anm. 1).
5) Das Präs. und Ipf. Konj. mit perfektischem Präverb: act
ar-roi-lgither ind epistil so düib-si berthir uäib Laodi-
censibus ^sobald dieser Brief euch vorgelesen worden ist, soll er
von euch zu den Laodicensern gebracht werden' Wb. 27 d 13;
com-bad notire ro-d-scribad cosse 'so daß es ein Schreiber
wäre, der es bisher geschrieben hätte' 27 d 16; fo besad fir
trebuir crenas ti'ir di-a chlainnd cid risiu ro-bfiü cland
les is samlid ar-ro-bert-som ar n-icc-ni cid risiu ro-
beimmis etir 'nach der Sitte eines weisen Mannes, der Land für
seine Kinder kauft, schon bevor er Kinder bekommen hat, so hat
er unsere Erlösung vorbereitet, schon bevor wir geboren waren'
29 d 23.
Anm. 3. Das nach act 'sobald' berechtigte perfektische Präverb bleibt
auch dann, wenn die Bedeutung der Konjunktion sich zu 'vorausgesetzt
daß' verschiebt: act ni ro-bat pecthe less 'provided he have no sins'
Wb. 11 d 9.
§ 563. Bedeutung der Möglichkeit. 1) Präs.: ciasu
airegdu in fer ni ru-bi nechtar de cen alail 'obgleich der
Mann vornehmer ist (als die Frau), kann Keiner von ihnen ohne
den Anderen sein' Wb. 11c 17; air meit ind huachta ni ru-
bthar indib 'wegen der großen Kälte kann man in ihnen nicht
sein (wohnen)' Ml. 94b 23; huare nach derni a adamrugud
S. 259 Z. 3; amal m-bis cometid la-mmaccu nach-a-ro-
chlat 'wie ein Hüter bei Kindern ist, welche sich nicht selbst
hüten können' 19c 15 (Verbalverz. cel-); ro-dassed im na heochu
ona-dichtim seccu. ni etaim dano techt sech nechtar in
da roth iarndae in carpait ar a fsebraige 7 ni dichtim dano
sech in dam 'die Pferde sind rasend geworden, so daß ich an
ihnen nicht vorbei gehen kann; ich kann auch an den beiden
eisernen Bädern des AVagens nicht vorbeigehen wegen ihrer Schärfe ;
ich kann auch nicht an dem Hirsch vorbeigehen' LU63a 8. Bei
der Bedeutung 'posse' ist in der Regel nicht die Situation, sondern
die Qualität des Subjekts die Grundlage für die Möglichkeit; bis-
weilen liegt geradezu die Bedeutung 'consuesse' vor: masu thü
em, ar Nadcrandtail, noco-rucaim-se cend uain bic don
dünud ni her do chend n-gillai amulaig 'wenn du es bist in
der Tat, sagte N., so ist es nicht meine Sitte, den Kopf eines
Lämmchens nach dem Lager zu bringen (Verbalverz. her-), ich
266 Bedeutung der perfektischen Verbalformen im Ir. [§ 563, 2 3. 564
werde deinen Grünbart-Kopf nicht bringen' LU 69b 41; vgl.
Strachan, Eriu II 61 % The Gaelic Journal, Nr. 167 S. 605.
Anm. 1. Ein präsensbildeades -n- fehlt in nicon-r-ocmi 'kann nicht
berühren' Ml. 76a 12 (wenn nicht darin ein Schreibfehler steckt). Dagegen
do-r-or-ban gl. proficit Ml. 62a 20; du-r-or-banat 43b 5; auch sogar
is arcbuit foguir ni ruban-and ni archuit scribind 'it is as re-
gards sound that it cannot be, not as regards writing' Sg. 3b 28. Vgl.
§ 598 Anm. 4 (S. 334 mit Fußnote), § 647 und Verbal verz. ben-.
2) Fut: ni de-r-genat mü bäs cid accubur leu 'sie wer-
den meinen Tod nicht bewirken können, auch wenn sie es wün-
schen' Ml. 80a 9 (Verbalverz. gni-); ru-n-sluinfem-ni cene
f anisin 'wir werden ohne dies selbst imstande sein uns zu er-
kennen zu geben' Wb. 15a 4. Konditionalis: mad aill duib
cid accaldam neich diib d-a-ri-gente Svenn Ihr wünschtet
sogar mit Jemandem von ihnen zu sprechen, so könntet Ihr es
tun' 13 b 3.
3) Konjunktiv: cia ru-be cen ni diib ni ru-bai cenaib huli
'wenn es auch etwas davon entbehren kann, kann es sie nicht alle
entbehren' Ml. 20d 4; ar-nach-n-aurchoissed som fri nii
du-ronad nach aile 'damit er nicht bei dem aufgehalten würde,
was ein Anderer tun könnte' Wb. 8 a 4.
Anm. 2. Ein Präteritum mit 'kann'-Bedeutung steckt vielleicht in
ro-bo, ro-d-bo 'oder', eigentlich "was sein kann". Thurneysen sieht jedoch
darin einen Konjunktiv. S. § 535 Anm. 2, § 537, 8.
Anm. 3. Die Bedeutung 'posse' wird nicht selten auch durch eine
nicht perfektische Verbalform ausgedrückt: näd n-escona ni S. 222 Z. 5
V. u.; nad fodlaiter gl. indiuiduis 'welche nicht geteilt werden können'
Sg. 28b 22; di-nacon-bi moin 'woraus keine Kostbarkeit werden kann'
Ml. 85b 7; hi pein nad-ful 'in punishment that he may not endure'
32d 5 (Verbalverz. fo-long-); ne comraotius in se uindicetur .i.
acht amal fu-n-d-16 'but as he may endure' 32d 2; ro-leldar dib
con-nach-a-gluaistis in charbait 'they clung to them so that the
chariots could not move' 96c 13; no-s-blathiged ona tairised cuil
form 'er glättete sie, sodaß nicht eine Fliege auf ihnen stehen konnte'
LL 68a 45; tar-a-toissed 'by whom He could swear' Wb. 33d 10 = dar-
a -do-ch-taised Ml. 78a 4.
§ 564. Wunsch-Bedeutnng und Verwandtes. 1) Wunsch:
ro-p corse doib 'Friede sei ihnen!' Wb. 20 d 1. 2) Befehl (das
perfektische Präverb steht nur in negativen Sätzen): ni to-r-
gaitha 'er betrüge nicht!' 25b 5; ni-m de-r-saige fri üathad
no-m-diusca immurgu fri sochaide 'wecke mich nicht gegen
Einen (wenn nur ein Feind kommt), wecke mich aber gegen Viele'
LU 62a 25. Vgl. KZ XXXVII 241 f. 3) Absicht: arna de-
§564,565] Bedeutung der perfektischen Verbalformen im Ir. 267
r-lind gl. ne scandalizem Wb. 10c 14 (Verbalverz. sluind-);
o-did-t-a-r-ilbse 'damit du es übergebest' 29c 2 (to-ad + selb-).
4) Notwendigkeit: is ecen oh-d-ä-r-bastar 'es ist notwendig,
daß gezeigt wird' Sg. 211a 10 (zu do-ad-badar 'wird gezeigt');
is tacir deit ni t-äi-r-le lat 'es ist passend für dich, daß du
nicht verkehrest' Wb. 30 d 20 (Inf. t-ad-all, s. Verbalverz, eil-);
is toich cia dorattid-si ni dia muintir 'es ist gebührend, daß
Ihr seinem Hausstande etwas gebet' 16c 11 (Verbalverz. ber-);
immaircide ce ru-bet i pein 'it is meet that they should be in
punishment' 26a 23; böi ni ro-glante and 'there was something
to be purified there' 31c 18; bäi and ni ro-erthe 'there was
somewhat there to be given' 27 a 16. 5) Das Zugeben (Erlauben)
verschiedener Möglichkeiten (in unbestimmt relativen Sätzen):
sechi chruth do-n-d-rön 'in welcher Weise auch ich es tun
mag' 5b 18 (Verbalverz. gm'-); na maith ro-be 'whatever good
there is' 5d 30. 6) Die perfektische Verbalform nach acht 'vor-
ausgesetzt daß' (§ 562 Anm. 3) kann auch hier angereiht werden.
Anm In einem umschreibenden Relativsatz nach co n- 'damit' oder
acht 'vorausgesetzt daß' wird bisweilen das perfektische Präverb wieder-
holt; in anderen Fällen fehlt es (was wohl altertümlicher ist): co-rru-p
leir ro-s-comalla thar 'damit er sie sorgfältig erfülle' Ml. 129b 2; aber
co-ru leir du-n-gne nech in preceupt 'damit Jeder die Vorschrift
sorgfältig ausführe' 129b 1; acht ro-p re forciunn ro-bbe 'vorausge-
setzt daß es vor dem Auslaut steht' Sg. 169 a 1; aber acht rop Cr ist
pridches 'wenn er nur Christus predigt' Wb. 23b 24.
Morphologie der perfektischen Formen im Ir.
§ 565. Das gewöhnlichste perfektische Präverbium ist ro-
(proklitisch bisweilen ru-; betont durch Hebung ru- S. 246 f.,
durch a-Umlaut ra- I 369, durch Haplologie röi- I 324; dm-ch
Elision r- I 305; über do-ri-geni, do-ri-ltiset I 358, vgl.
Verbalverz. leic-; ro- wird im Nachton zu -r- oder -ar- redu-
ziert; lad-ro- > ar-, ess-ro- > er- u. s. w. ; unregelmäßig ist
t-es-ar-bae gl. aberat u. s. w. von t-es-ban- 'fehlen': die be-
sonders bedeutsame Präverbgruppe t-es- wird in diesem Verbum
immer ungetrennt und ohne Verschmelzung mit einem folgenden Kon-
sonanten durchgeführt). Wenn das Verbum mit wortbildenden
Präverbien zusammengesetzt war, variiert die Stellung des perfek-
tischen ro-. Nach der ältesten, im Air. noch vielfach erhaltenen
Regel, stand es (wie das wortbildende ro-) unmittelbar vor dem
Verbum, also nach allen anderen Präverbien: oii-d-är-bastar,
268 Das perfektische Präverb ro im Ir. [§ 565
ni t-äi-r-le § 564, 4; do-intarräi I 408. In einigen Fällen
steht jedoch das perfektische Präverb vor dem letzten wortbildenden
Präverb, dessen Verbindung mit dem Verbum (meist wohl wegen
stattgefundener lautlicher Vorgänge) unauflösbar geworden ist:
ni-m-de-r-saige § 564, 2 (di- od- + sech-); fo-t-r-äcbus-sa
gl. reliqui te Wb. 31b 1; arna-fa-r-cabtis 'lest they should be
left' 31 d 13 (fo-ad- + gab-; zum Lautlichen vgl. § 253, 2). Zu
weiteren Verschiebungen gab das Bestreben Anlaß, die durch die
Reduktion und Verschmelzung des Perfektpräverbs entstandenen
unregelmäßigen Formen zu vermeiden. Dabei gaben die Fälle ein
Muster ab, in denen das Präverb von jeher an zweiter Stelle stand;
hier war es nach § 550, 3 vor Verschmelzung mit dem vorher-
gehenden Präverb geschützt; durch die Betonung war sein Vokal
gegen Schwund gesichert (soweit nicht Elision eintreten konnte);
er unterlag nur den Änderungen, die aus § 224 ff. folgen (röi- vor
geschwundener Beduplikationssilbe § 224, ru- im Falle der Hebung,
ra- vor geschwundenem a § 253, 2) und bewirkte nur solche Ände-
rungen des folgenden Anlauts, die für das Gefühl der Zusammen-
gehörigkeit der verschiedenen Formen des Verbalparadigmas wenig
störend waren (Lenition). Da aber dieser Schutz der Integrität
des Präverbs in den das Muster abgebenden Fällen nur dann be-
stand, wenn kein syntaktisches Präverb vorausging (as- ru-bart
'er hat gesagt', aber dian-erbart 'wovon er gesagt hat'), so ging
man bei der Nachahmung einen Schritt über das Muster hinaus
und ließ das perfektische ro- die zweite Stelle (die Akzentstelle) in
der Präverbreihe einnehmen, gleich viel ob das erste Präverb wort-
bildend oder syntaktisch war; die Stellung des ro- wurde also be-
weglich: imm-e-'rui-dbed 'der beschnitten worden ist', ni Iro-
im-dibed 'ist nicht beschnitten worden' Wb. 18d 9; do-ro-
churestar gl. exciuerat, ni ru-tho-churestar Ml. 16c 6, ISd 6.
Anm. Alte und neue Formen stehen bisweilen nebeneinander: ni-m-
tho-r-gaith 'hat mich nicht betrogen' Ml. 38a 13, aber ni ru-tho-gait-
sara 'wir haben nicht betrogen' Wb. 16a 22; im-fo-r-laing 'hat bewirkt'
Ml. 61b 4, aber arna-r-imfolngar 'damit nicht bewirkt werde' Wb. 10c 14.
Durch eine weitere Neuerung, die sich jedoch erst im Mir.
vollzieht, wird ro- nach einem syntaktischen Präverb nach den Re-
geln der unechten Komposition behandelt, § 552, 3. Eine noch
weitere Neuerung, von der nur die allerersten Anfänge im Air. zu
spüren sind, führt dazu, daß ro- auch dann vor dem ersten wort-
bildenden Präverb stehen kann, wenn kein syntaktisches Präverb
§565. 566] Die ir. perfektischen Präverbia ro-, com-. 269
vorausgeht; air. Belege sind: ma ru-d-choiscset 'wenn sie ge-
züchtigt haben' Wb. 28c7, ro-coscad gL correptus est Ml. 49a 5
(aber dies Verbum wurde schon früh als ein Simplex aufgefaßt,
8. § 555); ru-tuirset gl. scrutati sunt 44d23 (to-sir-); im Mir.
sind die Beispiele nicht selten: ro-im-räidset 'sie dachten nach'
LU 70b 47; 71b 40. So war ro- im Begrifif, zu einem immer proklitischen
Wörtchen zu werden, das ganz gewiß ohne weitere Störungen bis
auf den heutigen Tag hätte bleiben können, wenn es nicht allmäh-
lich bedeutungsleer geworden wäre (§ 573) und deshalb einer ge-
waltsamen Reduktion unterlegen wäre (I 265), deren Endergebnis
der nir. Zustand ist: ro- ist in Verschmelzung mit syntaktischen
Präverbien als -r erhalten, sonst aber überall durch do ersetzt;
nur in gewissen unregelmäßigen Verben ist betontes oder nachtoniges
ro- noch erhalten: ni raibhe 'er war nicht', go n-dearna 'daß
er tat' (zu air. do-gniu 'ich tue').
§ 566. Ein nicht seltenes perfektisches Präverb ist -com-:
mani-be nech fris-chom-arr doib-som 7 d-a-im-chom -arr
di-a chomalnad 'wenn niemand da ist, der sie kränken und sie
zwingen kann, es zu erfüllen' Ml. 77a 12 (-com- ist das regel-
mäßige Perfektpräverb bei allen Zusammensetzungen von org-;
nach einem syntaktischen Präverb erscheint jedoch ro-: ho r-es-
arta gl. qua caesi sunt 'wovon sie getötet worden sind' 34b 13;
ebenso bei dem nicht mit wortbildenden Präverbien komponierten
Verbum: ro ort 'hat getötet' 48c 8); — ni tabir dia forn-ni
fochith nad-fo-chom-olsam cid ind fochith fo-llongam
dober dithnad dar-a-hessi 'Gott gibt nicht über uns ein Drang-
sal, das wir nicht erdulden können; auch das Drangsal, das wir
erdulden, er gibt Trost danach' Wb. 14b 15; — do-choim-
arraig gl. qui spoliauit MI. 14b 1, do-com-arraig gl. nudauit
48d 15, du-coim-rachtar gl. exuerant 100c 27, vgl. I 324; —
i n-aimsir in t-ind-nacul sin du-n-e-com-nacht dia inni
Saül inn-a lama som ro-gab-som in salm so 'zur Zeit dieser
Übergebung, wodurch Gott den Saul in seine Hände übergeben
hatte, hat er diesen Psalm gesungen' 55c 1 (to- -|- ind- oder in-
+ Wurzel, vgl. I 418); — o ad-cu-aid § 562 Anm. 1 (Präs.
ad-fet-som 'er erzählt', 3. Plur. ad-fiadat); in-cu-aid gl. in-
dicauit Ml. 123d 7 (Präs. 3. Sing, in-fet); ad-fet und in-fet
sind wohl ursprünglich identisch; in echter Komposition erscheint
nur in-: con eicdid 'sodaß Ihr erzählt habt' Wb. 24c 17.
270 Die ir. perfektischen Präverbia ad-, od-, ess-. [§567 — 569
o-ecius 'damit ich erzähle' LU 70a 19. — Vgl. noch über do-
coem-nagtar, du-cui-tig § 569, do-cu-aid § 570.
§ 567. Bei Verben, deren erstes wortbildendes Präverb com-
ist, fungiert ad- als periektisches Präverb: co-tob-ä-rrig 'hat
euch gebunden, gezwungen' Wb. 9b 19 (o-riug 'ich binde'); —
co-t-a-scrais 'du hast es zerstört' Ml. 91b 12; in com-scar 'ob
er zerstört hat' 91c 9 (com- + scar-; in co-scram-ni 'zerstören
wir?' Wb. 2b 20); — ma con-a-til biucc 'wenn er ein wenig
geschlafen hat' Wb. 29 d 15 (Inf, co-tlud). Mehr Beispiele bei
Sarauw S. 45f. Mir. con-a-mmelt 'he has rubbed' (Inf. com-
milt), Stokes, KZ XXXVIII 461 f.
ad- läßt sich nicht immer klar von od- trennen, das zweifellos
gleichfalls als perfektisches Präverb fungieren kann: con-ai-t-echt
'das ich erbeten hatte' Ml. 132d 5, aber con-oi-t-echtatar 'das,
was sie gesucht hatten' Wb. 8a 14; ad- steckt in ni com-tacht
'er hat nicht gebeten' Ml. 59c 3 (com- di- -f saig-, Inf. cuingid).
Verba mit den wortbildenden Präverbien com -od- nehmen
ro- als perfektisches Präverb: con-ro-scaig 'er hat bewegt' Ml.
45c 2, ni ro-chum-scigther sön 'es kann nicht bewegt werden'
Wb. 30b 15; nad-ru-chum-gab 'daß er nicht erhoben hat'
Ml. 20a 7, con-ua-r-gabad 'qui est elatus' 32c 1 (zu co-ta-
ocbat 'sie erheben sich' Thes. IL 13, 26, arn-da-cum-cabat 'daß
sie sich erheben' Ml. 46a 12). Auch steht ro- vor Verben mit
com- als zweitem wortbildenden Präverb: f or-ru-chon-grad 'es
war befohlen worden' 34d 4 (Verbalverz. gair-).
§ 568. ess- als perfektisches Präverb kommt vielleicht bei
dem Verbum ibid 'ertrinkt' vor: ass-ibsem 'wir haben getrunken'
Wb. 12 a 17. Jedoch fehlen alte Belege für das narrative Präte-
ritum und für das perfektische Präteritum mit Wunsch- oder 'kann'-
Bedeutung; vgl. § 572, 10.
§ 569. Die perfektischen Präverbia com-, od- stehen nie-
mals an erster Stelle; wenn das Verbum nicht mit einem wortbil-
denden Präverb zusammengesetzt ist, tritt ein to- oder di- als
Stütze vor das perfektische Präverb; dies geschieht auch bis-
weilen bei dem perfektischen ess-, obgleich dies Präverb auch
allein vorkommen kann: du-cui-tig 'er hat geschworen' Wb. 33d
10, vgl. Ml. 78a 5; dara-do-ch-taised 'bei dem er schwören
könnte' 78a 4; do-coem-nagtar 'sie haben gewaschen' Fei.
Jan. 4 (Verbalverz. nig-); vgl. do-cu-aid §570; — do-o-mmalgg
gl. mulxi Sg. 23b 2, Prät. Pass. do-o-mlacht Annais of Ulster 732
§569.570] Doppeltes perf. Prä verb. Wurzelverschiedenheit. 271
(Inf. mir. blegon); co t-o-pacht a chend de 'sodaß er seinen
Kopf von ihm schlug' LU 110b 30 (vgl. Wi. Täin S. 1060; Ver-
balverz. bong-); — desid 'hat sich gesetzt' AVb. 3a 7 (di- ess-),
vgl. du-n-essid gl. desedisse Ml. 121a 11 (Narrativ siasair.
vgl. Verbalverz. sad-); dellig hat sich gelegt', acht na dellset
'provided they lie not down' (laigid 'legt sich'; vgl. Strachan,
Trans. Phil. Soc. 1895—98 S. 62, Rc. XXVIII 196; bei der Ana-
lyse von dellig als di- ess- -f Wurzel ist -eil- statt des zu er-
wartenden -el- unregelmäßig; es ist aber kaum besser mit Thurn-
eysen, Handb. 322, in dessid und dellig die Präverbgruppe di-
en- zu suchen; denn in diesem Falle ist dessid unregelmäßig;
die beiden Verba haben sich wohl gegenseitig beeinflußt).
§ 570. Wurzelverschiedenheit der perfektischen und der
nicht perfektischen Formen kommt in einigen Fällen vor. Von
tiagu 'ich gehe' lautet das perfektische Präteritum 3. Sing, do-
cu-aid (von einer mit w- anlautenden Wurzel) 'ist gegangen', das
perfektische Präsens ni dichtim § 563, 1, das perfektische Präs.
Konj. 3. Sing, do-cöi Wb. 29a 28; das narrative Prät. 3. Sing,
lautet luid. Damit stimmen zum Teil die Komposita: do-dechaid
'er ist gekommen', do-luid 'er kam'; jedoch nio-im-ru-ldatar
'hatten nicht betreten' Thes. I 488, 27, fo-ind-ar-lid gl. subin-
trauit Wb. 3a 6, in-r-ua-laid gl. inierit Ml. 71c 7 u. s. w. —
Zu den sich supplierenden Verben fo-ceird, fo-ceirt 'wirft, legt',
-cuirethar (Prät. narrativ fo-cairt, -corastar) lautet das per-
fektische Prät. ro-laa 'hat gelegt' Sg. 75a 4, Präs. Konj. perfek-
tisch o-ra-1 'damit ich lege' Wb. 7a 4 u. s. w. Ebenso du-
corastar 'erlegte' Ml. 52, aber du-s-ra-le 'er hat sie gesetzt' 23c
16; dagegen ist do-cuiriur 'ich lade ein' regelmäßig (Prät. perf.
3. Sing, do-ro-churestar), — Neben birt 'trug, gebar' (Verbalverz.
ber-) steht das perfektische ro-uic 'hat getragen, hat geboren*,
Präs. perf. 3. PI. nad-r-ucat Ml. 87c 3, Präs. Konj. perf. 3. Sing.
con r-ucca Wb. 12c 32; neben do-bert er gab, brachte' steht
do-ra-t 'hat gegeben', do-uic 'hat gebracht' mit entsprechenden
perfektischen Formen der übrigen Tempora (arna ta-r-ta 'damit
er nicht gebe' Wb. IIb 18 u. s. w.). Besonders beachtenswert ist
do-uic, das kein perfektisches Präverb enthält (Ipv. na tuic Wb.
10a 30); vgl. §572, 6. Regelmäßig sind dagegen die übrigen Zu-
sammensetzungen von ber- (as-beir 'er sagt', Prät. 3. Sing, nar-
rativ as-bert, perfektisch as-ru-bart u. s. w.). — Neben gat-
'stehlen, wegnehmen', Prät. gatsat 'sie stahlen, nahmen weg' Atk.
272 Perfektische Präverbia in nicht-perfektischer Funktion. [§ 571
LBr. Z. 704, vgl. LU 82 b 10 steht ma du-d-ell 'wenn er ge-
stohlen bat' Wb. 22b 7, o-t-all a chenn dind aithiuch labar
'damit ich dem großmäuligen Kerl seinen Kopf nehme' Ml. 58 c 6.
Jedoch ist auch mir. 3. Sing. Prät. ro gat belegt. Vgl. § 572, 7.
§571. Perfektische Präverbia in nicht-perfektischer Funk-
tion. 1) Das Futurum und der Konditionalis des un verbundenen
Verb, 'sein' wird, wenn ein persönliches Pronomen zu infigieren ist,
mit ro- verbunden, falls kein anderes Präverb vorhanden ist: ro-
t-bia log 'du wirst Lohn erhalten' Wb. 6a 11 (aber ni-m-bia
fochricc 'ich werde keine Belohnung erhalten' 10 d 23, tresin-
dip-piat fochricci 'wodurch Ihr Belohnungen erhalten werdet'
25d 8); ro-n-d-biad fäilte 'daß er Freude haben würde' 16b
19 (dagegen: do-ar-r-chet di chein no-m-biad adrad dse la
genti 'es war vor langer Zeit prophezeit worden, daß Anbetung
Gottes bei den Heiden sein würde' 6d 8; is ed no-biad 'dies
würde sein' Ml. 32d 5; is samlid inso no-biad chäch 'so
würde Jeder sein' Wb. 9d 25); vor dem verbundenen (als Ko-
pula fungierenden) Konditionalis steht immer ro- (zum unterschied
vom Ipf.): ro-bad bethu dorn dian-chomalninn gl. mandatura
quod erat at uitam 'welches für mich Leben sein würde, wenn
ich es erfüllte' 3c 28. 2) Die drei Verba ro-fitir 'er weiß', ro-
laimethar 'er wagt', ro-cluinethar 'er hört' werden im Ind.
und Konj. immer mit ro- verbunden, wenn kein anderes syntakti-
sches Präverb vorausgeht (dagegen ni fitir 'er weiß nicht', o-festar
cäch 'so that every one may know' Wb. 28d 11, finnad 'er soll
wissen', cluinte 'höre!' u. s. w.). ro- fehlt in dem Kompositum
imm-un-cualammar 'wir haben von einander gehört', ist dagegen
fest nach fo- (intan . . näd-fo-r-chluinter 'wenn er nicht ge-
hört wird' Wb. 25 b 28, vgl. das Verbalverz.). 3) In zwei Para-
digmen wird com- bedeutungsleer zwischen dem wortbildenden
Präverb und dem Verbum eingeschoben, wenn das wortbildende
Präverb proklitisch ist: ad-co-tade 'hat erworben', aber ni etade
(-CO- auch im Präsens Ind.: ad-co-tat 'sie erwerben' Wb. 6a 6,
und im Konjunktiv); ad-con-darc 'ich habe gesehen', aber ni
acca 'ich habe nicht gesehen' (-con- nur im Prät). Vgl. § 554.
Jedoch findet sich von ad-ciu die perfektische Form ad-ro-
darcar 'kann gesehen werden' Sg. 172a 2, und einige Komposita
bilden regelmäßige perfektische Formen mit -ro-: fris-r-a-cacha-
sa 'ich habe gehofft' Ml. 47a 8; do-r-e-cachtar 'sie haben hin-
§ 572] Fehlen der Perfektpräverbia im Ir. 273
gesehen' 53b 11; dian-da-de-r-caither-su Venn du einen Blick
auf sie geworfen hast' 102 b 10.
§ 572. Einige Verba nehmen kein perfektisches Präverb
an, werden aber trotzdem sowohl perfektisch wie nicht perfektisch
verwendet (bei einigen Verben sind jedoch unsere Belege ungenü-
gend, sodaß die Möglichkeit besteht, daß sie eventuell nur perfek-
tisch sind). 1) Die Verba, die mit einem wortbildenden ro- zusam-
mengesetzt sind: as-ro-choili 'er bestimmt' Ml. 35d 22; dund
er-choiliud as-ro-choilsem 'zu der Bestimmung, die wir be-
stimmt haben' 22c 3; do-ro-choinset 'sie haben verzweifelt'
46a 17 (Inf. derchoiniud). Jedoch kommt hier bisweilen per-
fektisches ro- vor, wenn es nach den Stellungsregeln in § 565 von
dem wortbildenden ro- getrennt werden kann: dian-d-r-e-r-choil
'denen er es bestimmt hat' 46c 7; ni ru-de-r-choin 'er hat nicht
verzweifelt' 44a 1. Da aber diese Stellungsregeln auf Neuerung
beruhen, so findet man auch Formen vne ni de-r-menmar-ni 'wir
haben nicht vergessen' 64a 3 (di-ro- + muin-, Inf. dermat);
inn-im-rui-mdetar 'wo sie gesündigt hatten' 105a 1 (imb-ro-
+ mid-, Inf. immormus). 2) Die Formen des Verbums gnin-:
itir-gen-sa gl. expertus sum 79a 11. Das Prät. dieses Verbums
hat meist präsentische Bedeutung, s. Verbalverz. In einem doppelten
Kompositum istro- belegt: co remi- e-r-gnaitis gl, ut praenos-
cerent 19b 8. 3) Das Verbum düthracht 'gönnen", dessen Prät.
präsentische Bedeutung hat (dian-du-thraccar-sa 'denen ich
gönne, wünsche' Wb. 14b 6). 4) Das Verbum fo-gab- 'finden'
mit dem Prät. 1. Sing, -fuar (die übrigen Komposita von gab-
nehmen das perfektische ro- an). 5) Alle Formen der Wurzel
ic- mit der Supplementwurzel ang-: ni-n-t-änicc 'ist nicht zu
uns gekommen' Wb. Id 1; ani nad-com-nactar döini 'das, was
die Menschen nicht gekonnt haben' 8a 14 u. s. w., vgl. das Ver-
balverz. 6) do-uic 'er hat gebracht' mit den entsprechenden Prä-
sensformen fungiert nur perfektisch (§ 570); in der Bedeutung 'ver-
stehen' "bringen können'' bildet dieselbe Verbalwurzel mit dem-
selben Präverb ein vollständiges Paradigma ohne Unterscheidung
perfektischer und nichtperfektischer Formen (t-uicci, do-sn-ucci
'er versteht, versteht sie', ni t-ucfa 'er wird nicht verstehen'; nur
der Inf. wird noch im Air. von der Wurzel her- suppliert und
lautet tabart Ml. 42c 13; 44d 6; mir. Inf. tuicsiu, vgl. Sarauw.
Irske Studier S. 120 ff. und Verbalverz. her-). 7) to- -F eil-,
all- 'wegnehmen, stehlen, Raum für etwas geben' (ni talla, ni
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. 11. 18
274 Die perfektischen Präverbia im Nir. [§ 572. 573
tella 'es ist nicht möghch' u. s. w., vgl. Verbalverz.); Formen, die
notwendigerweise als nicht perfektisch zu betrachten wären, sind
nicht belegt; in der Bedeutung 'wegnehmen, stehlen' wird das
Verbum durch das nicht perfektische gat- supphert (§ 570); 'Raum
geben' ist wohl eigentlich "wegnehmen können"; jedoch wird dazu
schon im Air. ein Inf. tellad gebildet: is irchride a tellad
erru-som gl. haec autem omnia in figura contingebant illis 'ver-
gänglich ist das Stattfinden dieser Dinge (ihr Stattfinden; "das
Raumgeben für sie") bei ihnen' Wb. IIa 29. 8) ad- -|- bath-
'sterben' (as-in-d-bathatar gl. aduersarios interisse Ml. 36d 10).
Es ist denkbar, daß ad- ursprünglich ein perfektisches Präverb
war, vgl. no-m-baad gl. mori; es gibt jedoch schon im Air. einen
Inf. apthin (Akk.) und ein ro-Prät. der Wurzel ba- (höre ro-
m-bebe 'weil gestorben ist'); und in der historischen Zeit ist ad-
+ bath- eher mit a-t-baill 'stirbt' als mit ba- assoziiert (die
Wechselwirkung zwischen den Infinitiven apthin und epeltu,
jünger apaltu liegt auf der Hand); a-t-baill nimmt regelmäßig
das perfektische ro- an. Vgl. Verbalverz. 9) ithim 'ich esse'.
Möglicherweise steckt jedoch in dem Prät. 3. PI. do-otar die
Präverbgruppe di-od- (§ 569) mit einer eher zur idg. Wurzel *ed-
als zur idg. Wurzel *pit- (ir. ith-) gehörigen Verbalform. 10)
Schheßlich ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß auch ib- 'trin-
ken', Prät. 1. PI. ass-ibsem (§ 568) der Unterscheidung zwischen
perfektischen und nicht perfektischen Formen entbehrt hat.
§ 573. Das spätere Schicksal des Systems der perfekti-
schen Präverbia. Die mir. Denkmäler liefern noch sowohl für
die Morphologie als auch für die Syntax des im Vorhergehenden
beschriebenen Systems der perfektischen Formen ein äußerst wert-
volles Material. Aber andererseits fehlt es schon in LU nicht an
Zeugnissen für die Anfänge der Auflösung; das perfektische Prä-
teritum hat schon ums Jahr 1100 vielfach die Funktion des nar-
rativen Präteritums mit übernommen. Im Nir. ist der alte Nar-
rativ gänzlich aufgegeben. Das einzige noch lebendige Perfekt-
präverb, das in der doppelten Gestalt -r und do (§ 565 Schluß)
auftretende air. ro-, ist so zu einem ziemlich müssigen Begleiter
des Präteritums geworden, der auch vor manchen Formen steht,
die im Air. das Präverb ro- nicht annehmen: nio-r thug 'er gab
nicht', vgl. §319 Anm. 2 I 468; einige Ausnahmen gibt es jedoch
noch immer: fuair 'er fand', ni fhuair 'er fand nicht', ni fhaca
'er sah nicht' (zu air. ad-ci-) u. s. w. Von dem air. ro- bei nicht
§ 573. 574, Die perfektischen Präverbia im Brit. 275
präteritalen Verbalformen ist in der lebendigen Sprache nur ein
Fall noch erhalten: die Verwendung von na-r vor dem negativen
Wunsch: nä-r bheiridh tu choidhche air 'mögest du ihn nie-
mals ergreifen' (Prät. rüg se air 'er ergriff ihn') O'Growney,
Simple Lessons in Irish^ IV 83.
Die perfektischen Präverbia im Brit.
§ 574. Die Morphologie der perfektischen Formen im Brit.
ist sehr einfach. Nur die Entsprechung des ir. ro- fungiert als per-
fektisches Präverb. Unsichere Spuren anderer perfektischen Prä-
verbia sucht Loth, Rc. XXX 29; am ehesten könnte er mit der
Deutung von mc. yueis 'ich trank', er-yueis 'ich habe getrunken'
(Skene II 69, 17; 266, 19) Recht haben (wenn er- aus *eks-ro-
entstanden ist, so ist das alte perfektische *eh'S-, vgl. ir. ass-ibsem
§ 568, durch ein pleonastisches *ro- verdeutlicht worden). *ro-
steht im Brit vor allen Verben, auch vor solchen Verben, die im
Ir. kein perfektisches Präverb annehmen: mc. ry duc 'er hat ge-
tragen, gebracht' Skene II 86, 18; 91, 16; corn. re thokko 'er
trage' 0. M. 583. Sogar c. rhoddi u. s. w. 'geben', das zu ir.
do-ra-t 'er hat gegeben' gehört und eigentlich schon in dem rho-
das perfektische Präverb enthält, wird wie jedes andere Verbum
behandelt, fungiert nicht-perfektisch und nimmt in perfektischer
Funktion das lebendige Tempuspräverb an: mc. ry-m rotes 'hat
mir gegeben', ry-m roddwy 'er gebe mir' Myv. Arch. 160a 14;
236b; corn. eff re ros 'er hat gegeben' Beun. Mer. 1930; br.
Doue ra roi dehoc'h an euruzded 'que Dieu vous donne la
joie' Troude, Dict. fr.-br. 746. Eine sehr merkwürdige Ausnahme
bildet das corn. Prät. gallas 'er ist gegangen, er ist geworden',
das immer perfektisch fungiert, aber niemals ein perfektisches Prä-
verb annimmt (G. P. Williams, ZfcPh. VII 338, 342); von diesem
Verbum kommt außer dem Prät. noch ein Plusquampf. 3. Sing,
galse 'war gegangen' und ein Partizipium gyllys 'gegangen" vor;
vermutlich ist das g- unursprünglich (unter dem Einfluß von gallaf
'ich kann' angetreten); der ursprüngliche Stamm *all- könnte dann
zum Konjunktivstamm eil- (pan ello 'wenn er geht', er na
gyllyf 'bis ich gehe', eigenthch er nag yllyf) gehören, vgl. ir.
t-ell-, t-all- §572,7. Als nicht-perfektisches Präteritum fungiert
eth 'ging' 'iuit', das jedoch auch perfektisch verwendet werden
kann. Dagegen mc. ry- gallas, ry -alias *ist fortgegangen' Myv.
Arch. 186 b 47, 187 b 15.
18*
276 Morphologie der brit. perfektischen Präverbia. [§ 574
Die ursprünghche Stellungsregel, wonach *ro- hinter allen wort-
bildenden Präverbien steht, ist noch durch ac. di-r-gatisse gl. con-
cesserat (nc. dy-adu 'to leave, permit, let') vertreten; vgl. oben über
mc. er-yueis. Sonst steht das perfektische Präverb in der Ge-
stalt mc. ry com. re br. ra vor allen wortbildenden Präverbien,
auch vor dem reflexiven Präverb: mc. racod ny ry-im-gelir
'from thee there is no concealing' Skene II 54, 20 (B. B. 49 b 10).
Dagegen steht ry im Mc. hinter dem Adverbium mat 'gut', das
vom brit. Standpunkt kaum als ein Präverbium zu betrachten ist,
s. § 575, la.
"Wegen der Stellung vor den wortbildenden Präverbien wai*
*ro- sehr häufig Stütze der infigierten Pronomina. Belege für das
archaische Mc, Corn., Mbr. gibt Loth, Rc. XXXI 30ff., 364f.
In der Verbindung mit den infigierten Pronomin en unterliegt das
Präverb gewissen Änderungen: mc. rwy- § 503, 5, corn. ty ru-m
gruk 'du hast mich gemacht' 0. M. 88, banneth an tas r-agas-
bo 'der Segen des Vaters sei euch' 1723, mbr. r-on-bezo 'sei
uns'. Zu den nach *ro- infigierten Elementen gehört auch das re-
lative Pronomen (§ 320, 1 I 470, § 542); ferner das Adverbium
*idhe: mc. yn drws ry-t-gweieis-y wyr lletrudyon 'ä la porte
je vis des hommes rouges de sang' Skene II 183, 17, Loth, Rc.
XXXI 32f.; corn. re-g-eth, re-s-eth 'ist gegangen' G. P. Wil-
liams, ZfcPh. VII 339.
Hieraus folgt, daß die zur Vermeidung der Infigierung dienen-
den neuen Präverbia a und mc. y, yd u. s. w. (§ 556) vor *ro- nicht
stehen. Diese Regel ist im Corn. und Br. immer festgehalten
worden. Im Mc. wurde aber allmählich die Infigierung nach ry
ungebräuchlich und es entstanden Verbindungen wie y-th ry-
gereis 'ich habe dich gehebt' Mab. 118, 3; duw a-n ry-amwc
*Gott kann uns schützen' Skene II 149, 3. Dadurch wurde die
alte Regel gebrochen, und a ry, y ry kommt daher bisweilen im
Mc. vor (Loth, Rc. XXXI 24ff.).
ry verschmilzt im C. mit gewissen vokalisch auslautenden
Wörtern: neu-r (neu Präverb § 584), ny-r (ny 'nicht'; häufiger
ny ry), gwedy-r (vor einem Infinitiv; gwedy 'nach') a-r (a 'und'),
a-r (a, Relativpronomen; nicht mit a-r a, a-r ny § 511, § 533 Anm.
zu verwechseln, worin a-r aus Präp. -|- Demonstrativum besteht), y-r
(ac y-r gyscwys 'und er hat geschlafen' Mab. 28, 24; auch ver-
doppelt yd yr; yr wird über sein ursprüngliches Gebiet hinaus
verschleppt und mag bei dem Ersatz des mc. yd vor Vokalen
§ 575, 1] Verwendung von mc. ry. 277
durch nc. yr [§ 320 I 472 1 eine Rolle mitgespielt haben; vgl. Loth,
Kc. XXXI 843 — 356). Im Corn. verschmilzt re in Wünschen
bisweilen mit dem Worte 'Gott': do-r-sona dyugh 'Gott segne
euch' ßeun. Mer. 1076; ncorn. du-r-dala the why 'Gott ver-
gelte es euch' (Loth, Rc. XXXI 366).
§ 575, Verwendungen des perfektischen Präverbs ry
im C. Im archaischen Mc. hat ry dieselben Hauptverwendungen
wie air. ro-. Im klassischen Mc. hat ry nur die eigentliche per-
fektische Verwendung und kommt auch so nicht in demselben Um-
fang wie in der älteren Sprache vor. Im Nc. ist ry gänzlich un-
gebräuchlich oder veraltet.
1) Perfektische Bedeutung, a) Das Prät. mit ry hat die
Bedeutung eines Perfekts: peth ryued ryweleis 'eine sonderbare
Sache habe ich gesehen' Mab. 194, 5; vgl. Loth, Rc. XXIX 14,
XXX, 22, Strachan, Eriu II 219. Hierher neu-r derw 'schon
ist zu Ende' Mab. 210, 17; 217, 19, da dies Präs. (von dar-fot)
die Bedeutung eines Prät. hat. Das perfektische Prät. kann u. a.
auch bezeichnen, was Gewohnheit gewesen ist: ry-duc oe lovlen
glas lavnawr 'il a porte (serrees) dans sa main les lames bleu-
ätres'; ry-duc diwyll o win bebyll ar lies tymyr 'il a rap-
porte abondamment des tentes ä vin pour le protit de son pays
natal' Aneir. 19, 20; 23, 16, s. Loth, Rc. XXIX 14. Es kann
ferner auch eine aus der Erfahrung gefolgerte allgemeine Regel
ausdrücken: ny ry-golles nef ny bo ynvyt 'personne n'a perdu
le ciel qui ne füt insense' Myv. Arch. 180 b 3, Loth Rc. XXIX
24f. In diesem Falle nähert es sich (wie der gr. gnomische Aorist)
der Bedeutung eines Präsens.
Bisweilen hat das perfektische Präteritum die Bedeutung eines
Plusquamperfektums: a guedy honny onadunt e kefreythyeu
a uarnassant eu cadu Heuel a rodes y audurdaut udunt
'and after promulgating the laws which they had decided to estab-
lish, Howel sanctioned them with bis authority' Ges. (Ven.) Vor-
wort; vgl. Loth, Rc. XXIX 10, 32.
Das Prät. ohne ry fungiert sowohl perfektisch als narrativ ;
das Prät. mit ry kann niemals narrativ fungieren. Das Prät. mit
mat 'gut' nimmt gewöhnlich kein ry: mab ny mat an et 'nicht
gut ist ein Sohn geboren' Skene II 299 (jedoch ny mad ri-aned
'nicht glückhch ist geboren, wer . .' B. B. 27 a 15). S. Sti-achan,
Eriu II 219 3. Über das narrative Prät. von -hören' und 'sehen'
vgl. § 580, 2.
278 Mc. ry. [§ 575, 1
b) ry steht vor dem Plusquamperf. : y vorwyn ry weise i
trwy y hun 'das Mädchen, das er im Traume ('während seines
Schlafes') gesehen hatte' Mab. 85, 9. Dieselbe Bedeutung hat das
Plusquampf. ohne ry. Bisweilen wird jedoch durch ry ein Plus-
quampf. zweiten Grades gebildet, das sich auf das bezieht, was einem
Plusquampf. vorausgegangen ist: a dechreu amouyn a gwyr
da y wlat beth uuassei y arglwydiaeth ef arnadunt hwy
y vlwydyn honno y wrth ryuuassei kyn no hyiiny 'und er
fing an zu fragen, wie seine Herrschaft über sie dieses Jahr ge-
wesen wäre, im Verhältnis wie sie früher gewesen wäre' Mab. 7,
22, vgL Zimmer KZ XXXVI 536.
c) ry mit dem Präs. Ind. bildet ein Praesens consuetudinale
perfectum (nur archaisch): ti a nodyd a ry-geryd o pop kar-
char 'du schützest denjenigen, den du geliebt hast, gegen jedes
Gefängnis' Skene II 180, 6; lleas^ paup pan ry-dighir 'der
Tod eines Jeden trifft ein, wann es vom Schicksal bestimmt worden
ist' 34, 18, pawb pan ry-dyngir yt ball 'Jeder erhscht, wann
es vom Schicksal bestimmt worden ist' 94,10; a ry-borth y gath
porthet lygot 'wer die Katze gefüttert hat (füttert), soll die Mäuse
füttern' Sprichwort (Rc. XXX, 2); a gwyn rwy ni ry-gwynfan
'wer zu viel klagt, hat nicht geklagt' ('seine Klage ist nichtig') Myv.
Arch. 839.
d) ry mit dem Impf, kann (archaisch) ein Praeteritum con-
suetudinale perfectum bezeichnen: nit atwanei ri guanei 'er
pflegte nicht wieder zu schlagen, wen er geschlagen hatte' (d. h.
sein Schlag war todbringend) Aneir. 36, 22. Steht auch (archaisch)
im Nachsatz nach einem irrealen Bedingungssatz im Sinne eines
Plusquampf., Loth, Rc. XXIX 35 (in derselben Verwendung kann
auch das Ipf. ohne ry vorkommen, Mab. 280, 7).
e) ry mit dem Konjunktiv: gvae ry-cothvy 'malheur k qui
l'aura irrite' B. B. 37a 15 (in gewöhnlicher Orthographie ry-
gothwy; Inf. coddi); nyt oes ar y helw namyn yr un ty
hwnn ny-s ry-dycko iarll 'sie besitzt nur dieses eine Haus, das
ihr der Graf nicht genommen hätte' Mab. 184, 25; kyt ry-
wnelych di sarhaedeu llawer kyn no hynn ny-s gwney
bei lach 'obgleich du bis jetzt viele Unbilden getan hast, wirst du
sie künftig nicht tun' 99, 2; kerydus wyf na chyrbwyllwyf
a-m ry-wnel da ^zu tadeln bin ich, daß ich nicht erwähne, was
1. Zu ir. lige 'Grab' c. lle 'Ort'? Davon mc. lleassu 'töten'.
§575,1—3] Mc. ry. 279
er mir Gutes getan hat' Skene II 200, 16. In demselben Sinne
kann auch der Konj. ohne ry verwendet werden: a gothuy Crist
na chisced 'wer Christus erzürnt hat, soll nicht schlafen' ß. B.
35b 5; nyt atwna duw a-r a wnel 'Dieu ne defait pas ce qu'il
aura fait' Skene II 258, 26 (in einer jüngeren Quelle: duw da
nid adwna a wnaeth, s. Loth, Rc. XXIX 43). — Ipf. Konj.:
mynet a oruc serch y uorwyn ym pob aelawt itaw kyn nys
rywelhei eiroet 'die Liebe zum Mädchen drang ihm in jedes
Gliedmaß, obgleich er sie niemals gesehen hatte' W. B. 454, 22
(yr na-s gwelsei Mab. 102, 5).
f) ry mit dem Inf. hat die Bedeutung eines Inf. Perf.: dwy
o-th eifyr di gwedy ry-uynet gwylltineb yndunt a rygolli
eu kyrn 'zwei von deinen Ziegen sind wild geworden und haben
ihre Hönier verloren' Mab. 194, 6 (gwedy mit dem Inf. hat den
Werteines Partizipiums; die Kopula ist nicht ausgedrückt); a gwedy
clybot ry-uarw brenhin (Ffreinc) 'als er gehört hatte, daß der
König von Frankreich gestorben war' Mab. 93 (zugleich ein Bei-
spiel dafür, daß ry nach gwedy fehlen kann). Die Verwendung
des perfektischen Präverbs in Verbindung mit dem Inf. ist eine c.
Neuerung.
2) Bedeutung der Möglichkeit (meist nur archaisch) : ry-seiw
gur ar vn conin 'a man can stand firm on a single reed' B. B.
45a 2 (-W = -f der gewöhnlichen Orthographie); ry-dieigc glev
0 lauer trum 'a resolute man can escape (is wont to escape) from
many a hardship' 46a 8; racod ny ry-imgelir 'from thee there
isno concealing' 49b 10; ry-dylawch eirchyad ac eirchyon 'es
ist seine Art, den Bitter und die Bitten zu schützen' Myv. Arch.
188b, s. Loth, Rc. XXIX 62; — ef a ry-eill ych neckau 'it
may be that he will refuse you' Mab. 60, 27; nyd arllutyaw ri
ry-ellir 'on ne peut arreter le roi' Myv. Arch. 188a, Loth, Rc.
XXIX 63; ef a-r allei vot yn wir a dywedy di 'what thou
sayest may be true' Strachan, Introd. S. 60.
Hiermit verwandt ist der archaische Gebrauch des ry beim
Futurum. Das Präverb ändert hier den Sinn nur unwesentlich;
es drückt wohl eine größere Sicherheit der Aussage aus: ry-dibit
div maur 'ein großer Tag wird fürwahr kommen' B. B. 29a 3.
Weitere Belege bei Loth, Rc. XXIX 48—54, vgl. auch Strachan,
Eriu II 215 ff.
3) Wunschbedeutung (archaisch): ren new ry-phriuom-ne
di gerenhit 'roi du ciel, puissions-nous meriter ton amour' B. B.
280 Mc. ry. Corn. re. [§575.576
44b 15, vgl. Loth, Rc. XXIX 44. Durch eine Entgleisung findet
ry sich in diesem Sinne sogar beim Imperativ (selten): r-im-
waredun 'protegeons-nous mutuellement' B. B. 12b 10.
Anm. 1. ry ist im Mc. nicht auf die positiven Sätze beschränkt,
sondern kommt auch nach einer Negation vor (Rc. XXXI 28 fF.). Dies ist
den anderen brit. Sprachen gegenüber als eine Neuerung zu betrachten.
Als Spuren einer älteren Regel darf man einerseits die Tatsache betrachten,
daß ry nach einer Negation in der ältesten Zeit bedeutend seltener ist als
später (im Prät. ist ry in der ältesten Zeit nach einer Negation sehr
selten: ry-treghis eu hoes 'their life has passed away' Skene II 128, 17,
aber ni threghis ev hoes B. B. IIa 13; im negativen Wunsche kommt
ry in den Four Ancient Books of Wales gar nicht vor, wohl aber in Myv.
Arch.), andererseits die bisweilen noch herausfühlbare Bedeutung des ry
als Gegensatz der Negation. Loth, Rc. XXX 33 bemerkt mit Recht, daß
der Satz ry seiw gur ar vn conin 'un homme se tient vraiment, peut
tres bien se tenir sur un seul roseau' gewissermaßen die Antwort auf
einen negativen Erfahrungssatz ist (Thomme ne se tient pas, ne peut se
tenir sur la pointe d'un roseau"). Vgl. noch am a ry-garaf-y ke-ny-m
karuy 'pour celle que j'aime, quoiqu'elle ne m'aime pas' Myv. Arch. 158b 34,
Rc. XXIX 61; a noddo Duw ry noddir 'ce que Dieu protege, est bien
protege' Sprichwort im Wtb. von Richards, Rc. XXIX 59 (die beiden Sätze
gehören nach der obigen Einteilung unter 2°).
Auch nach der Fragepartikel a kommt ry in der Prosa vor: a ry-fu
'ist er gewesen?' W. B. 121, 20.
Anm. 2. Die Wiederholung von ry in zwei parallelen Teilen einer
Aussage, in Vordersatz und Nachsatz u. s. w. ist im Mc. beliebt: gnawt
ry-gwyd ry-geis ny allo 'es ist gewöhnlich, es fällt, wer sucht, was er
nicht kann" Myv. Arch. 257a; ry-brynwys ry-erchis 'gekauft hat, wer
gebeten hat' (er muß den Kaufpreis bezahlen) Sprichwort im Wtb. von
Richards; ry-thrychynt ry-gyrchynt 'ils tailleront en pieces ce qu'ils
attaqueront' Skene II 211, 8, Rc. XXIX 50; ny ry-decho ry-dygir 'wer
nicht flieht, wird (tot) fortgetragen werden' Skene II 308, 15; ny ry-
peirch ny ry-parcher 'he shall not be respected who does not respect'
Ges. VIII, 11, 1 (Folio-Ausgabe S. 489); ny ry-weleis tec nwy ry-
gwelwy 'il n'a pas vu beaute celui qui ne l'a pas vue' Myv. Arch. 158b 42,
Rc. XXiX 41. Diese Sätze lassen sich mit lat. qui Antonium op-
presserit, is bellum confecerit u. s. w. vergleichen. Hervorzuheben
ist aber, daß das perfektische ry in dieser Weise auch mit einem wort-
bildenden ry korrespondieren kann: ry-gas ry-welir 'zu viel Haß wird
gesehen (bemerkt) werden' Sprichwort bei Richards; gnawd wedi ry-
serch ry-seiliaw cas 'd'habitude apres trop d'amour la haine s'etablit"
(Infinitiv) Myv. Arch. 144b, Rc. XXIX 67.
§ 576. Verwendungen des perfektischen Präverbs re im
Com. 1) Im perfektischen Sinne steht re beim Prät. und Plus-
quampf.: ny re-n welas Svir haben ihn gesucht' Beun. Mer. 1038;
§576,1—3.577] Mc. ry. Corn. re. 281
an toi re wrussens 'das Loch, das sie gemacht hatten' M. C 180.
In demselben Sinne können jedoch auch Formen ohne re vor-
kommen: pur wir te re leuerys 'du hast vollkommen wahr ge-
sprochen' M. C. 101, aber arluth guyr a leuersough 'Herr,
wahr habt Ihr gesprochen' M. C. 50; kemmys tra a lavarsa
ena y a-n rebukyas 'was er auch gesagt hatte, dort schimpften
sie ihn' M. C. 112. Das narrative Präteritum und das modale
Plusquampf. nehmen kein re an: Herodes a leuerys 'H. sprach'
M. C. 113; guelas ow map y carsen 'I would like to see my
Son' R D. 442.
2) Die Bedeutung der Möghchkeit sucht Loth, Rc. XXX 18,
wohl mit Recht in der bisher schwierigen (von G. P. AViUiams,
ZfcPh. VII 343 ausführlich besprochenen) Stelle: ow holen gvak
dyvotter^ ru-m kymmer hag awel bos 'mon estomac etant
vide, denüment peut me prendre et desir de nourriture' 0. M. 366.
3) Wunsch.- beneges re bo an tas 'gesegnet sei der Vater'
0. M. 1745. In einem Nebensatz: my a pys an tas a nef re
thanfono vngeans cref warnough 'I pray the Pather from
Heaven that He send heavy vengeance upon you' P. C. 2631.
Anm. Com. re steht niemals nach einer Negation (ny oder na); es
steht dagegen in den eigentümlichen, der Form nach positiven, dem Sinne
nach negativen Kedensarten mit byner, bener : ffrut da byner re
thokko "daß er je gute Frucht trage" 'möge er niemals gute Frucht
tragen' 0. M. 583, vgl. Beun. Mer. 1020, 3439. — re fehlt ferner nach der
Fragepartikel: a glewsyugh why 'habt Ihr gehört?' O.M. 2727; a wylste
gy Meryasek 'hast du den M. gesehen?' Beun. Mer. 1017. — Schließlich
fehlt re nach pan 'da, als' P. C. 1338, 2861, M. C. 208, 223. Wenn es
nicht ganz zufällig ist, das re in diesem Falle nicht belegt ist, so ver-
mute ich, daß es sich um eine ganz sekundäre Kegel handelt: pan mit
dem Plusquampf. hat sich nach pan mit dem Ipf., pan 'da' hat sich nach
pan 'als' gerichtet. Im Ncorn. wird die Verwendung von re seltener; nur
in den Wunschsätzen bleibt das Präverb lebendig.
§ 577. Verwendungen des perfektischen Präverbs ro >
ra im Br. 1) Die perfektische Verwendung beim Prät. und beim
Plusquampf. ist nur im Abr. belegt: ro-luncas gl. guturicauit;
ro-gulipias gl. oliuauit; ro-ricse(n)t-i gl. sulcauissent.
1. dy-vot-ter enthält ein negatives Präfix und die Endung -ter
(§ 390, la); das mittlere Element ist nicht bos 'sein', sondern bos, boys
'Essen'; die Bedeutung ist also 'Hunger, Hungersnot', vgl. c. di-fwyd-ig
'without food, foodless' Myv. Arch. 343a 33, dy-fwyta 'oft essen', viel-
leicht eigentlich "heißhungrig sein", br. di-voed 'qui ne peut etre rassasie,
parlant des animaux'.
282 Br. ra. Erklärung des perfektischen Systems. [§ 577, 2. 578
2) Das Mbr. und Nbr. kennt ra nur als Wunschpartikel: nbr.
ra vevo pell 'qu'il vive longtemps!'; ra zeufenn hirio ^que je
vinsse aujourd'hui'. In Treguier ist ra durch da ersetzt worden
(Ernault, Gramm. S. 35).
Anm. Br. ra steht nicht nach einer Negation.
Etymologische Erklärung des Systems der perfektischen Präverbia.
§ 578. Das System der perfektischen Präverbia im Ir. und
Brit. hat mit der in gewissen idg. Sprachen (bes. im Slavischen)
vorkommenden Unterscheidung eines perfektiven und eines im-
perfektiven 1 Aspekts absolut nichts zu tun. Der perfektive Aspekt
bezeichnet eine Handlung a terme fixe, der imperfektive Aspekt
das Gegenteil; aber weder der eine noch der andere Aspekt hat
mit der Bezeichnung des erreichten Zustandes oder der relativen
Zeit (Funktionen des Perfektums) irgend etwas zu schaffen. So
wird unser Perfekt oder Plusquampf. z. B. im Russischen ebenso
häufig durch ein imperfektives wie durch ein perfektives Verbum
gegeben (z. B. xoronü synovej, xoronil vnükov, provoznl v domovinu
stdrijx, provozdl molodyx^ a sam vsjo je5co ziv 'er hat Söhne, er
hat Enkel begraben [imperfektiv], er hat Alte, er hat Junge zum
Sarge begleitet [imperfektiv], und selbst lebt er noch immer'
Korolenko, Staryj zvonari, Boehme, Russische Literatur I 61). Und
umgekehrt würden die keltischen i^erfektischen Formen nach slavi-
scher Terminologie ebenso häufig als imperfektiv wie als perfektiv,
die nicht-perfektischen Formen ebenso häufig als perfektiv wie als
imperfektiv zu bezeichnen sein. Perfektisch, aber imperfektiv ist
z. B. air. ro-böi aimser nad-ro-chreitsid 'es ist eine Zeit ge-
wesen, wo Ihr nicht geglaubt habt' Wb. 5c 10; in molad ro-n-
gab in popul 'das Loblied, das das Volk zu singen gepflegt hat'
§ 562, 3; mc. ry-duc 'er hat zu tragen gepflegt' § 575, la; corn.
fest pel my re-n seruyas ef 'very long I have served him'
0. M. 852, G. P. WilUams, ZfcPh. VII 330. Nicht-perfektisch
perfektiv: air. do-luid Duaid iun-an dunad 'David kam einmal
in ihr Lager' Ml. 55 c 1 u. s. w.
Das keltische Perfekt-System ist kein Perfektiv- System und
kann auch nicht aus einem Perfektivsystem entstanden sein. Die
1. Die verwirrende, aber noch nicht durch eine bessere ersetzte Ter-
minologie der Aspekte geht von der Benennung des Tempus Imperfektum
aus. 'Imperfektum' ist aber nicht der Gegensatz von 'Perfektum'.
§578. 579] Erklärung des perfektischen Systems; das Prät. 283
morphologische Ähnlichkeit der beiden Systeme ist ganz oberfläch-
lich (die perfektive Bedeutung wird im Slavischen durch Kompo-
sition mit einem beliebigen Präverb zustandegebracht; die perfek-
tische Bedeutung wird im Keltischen durch Komposition mit
gewissen bestimmten Präverbien zustandegebracht); und die ße-
deutungsentwickelung der beiden Systeme berührt sich nur in ge-
wissen Ausläufern (der perfektive Aspekt kann im Slavischen zum
Ausdruck der Bedeutung 'posse' verwendet werden; es ist aber
dann ein auf der Situation beruhendes 'posse', nicht das auf der
Grenze von 'consuesse' stehende 'posse', das durch die keltischen
perfektischen Formen ausgedrückt werden kann). Vgl. KZ XXXV'II
219—250; XXXVIII 421—425, Endzohn, KZ XLIV 46f.
§ 579. Zur Erklärung des keltischen Perfektsystems muß
man von der Bedeutung ausgehen, welche die dem System dienen-
den Präverbia (ir. ro-, com-, ad-, od-, ess-) als wortbildende
Präverbia und in der Nominalkomposition haben, und von der Be-
deutung, die ihnen etymologisch zukommt. Vgl. mit kelt. *ro- aus
^pro- das slavische pro- 'durch' (russ. on vsjo leto pro-hyl v derevne
'er hat den ganzen Sommer im Dorfe verbracht'); mit dem kelt.
*k'om- vgl. lat. con-ficiö, cora-edö, asl. sün-esH 'aufessen', gr.
■/.aTa-q^ayeh', y.ava-/.6uTuv (zu gr. /.arä vgl. I 138); mit kelt. "ad-
vgl. das Intensivpräfix *ad- § 358, 2e S. 11; bei kelt. '^ud- und
*eks- konnte man leicht von der Bedeutung 'aus' zur Bedeutung
'ganz, zu Ende' kommen.
Diese Bedeutung der in Rede stehenden Präverbia mußte sie
sehr dazu geeignet machen, zur Hervorhebung der perfektischen
Funktion eines Präteritums zu dienen.
Die Entwickelung des keltischen Präteritums wird man sich
so vorzustellen haben, daß das Keltische zunächst ein Stück des
Weges, auf dem im Lateinischen das idg. Perfektum mit dem idg.
Aorist zusammengefallen ist, mitgemacht hat: auch im Keltischen
hat das Perfektum die Funktionen des Aorists übernommen. Von
der aoristischen Verwendung blieben jedoch diejenigen Perfekta
ausgeschlossen, die "mit einem für die Glossen-Bedeutung über-
flüssigen, die vollständige Durchführung der Handlung bezeichnen-
den Präverb zusammengesetzt waren. AVie im heutigen Deutschen
zwar 'ich habe gesagt' narrativ verwendet werden kann, nicht aber
'ich habe schon gesagt', so konnte in jener Periode zwar die Ur-
form von ir. gäd 'rogaui' aoristisch verwendet werden, nicht aber
die Urform von ro-gäd. Der so entwickelte Zustand gab ein
284 Erklärung des perfektischen Systems; das Prät. [§580
Muster ab, wonach man später aus alten Aoristen durch Kom-
position mit einem Perfektpräverb perfektisch fungierende Formen
geschaffen hat.
§ 580. Ferner blieben aus anderen Gründen einige Perfekt-
formen teils für immer, teils zunächst eine Zeit lang von der
aoristischen Verwendung ausgeschlossen: 1) Die Perfekta mit prä-
sentischer Bedeutung: ir. ad-gen 'ich weiß', -duthraccar 'ich
wünsche' § 572, 2, 3, -fetar 'ich weiß' § 571, 2 Auch das Prät.
(idg. Perf.) ad-co-tade § 571, 3 kann die präsentische Bedeutung
'besitzt' haben, s. Sg. 50a3 und Verbalverz. 2) Einige Perfekta, bei
denen das narrative Präteritum durch das Imperfektum ausgedrückt
wurde: -cuala 'ich habe gehört', -acca 'ich habe gesehen' § 571,
2, 3. Noch im Mc. wird das narrative Präteritum von 'hören' und
'sehen' durch das Ipf. ausgedrückt, auch wo die Bedeutung nach
unserem Sprachgefühl aoristisch ist (Thurneysen, KZ XXXVII
87 1): odyna ef a doeth y goet ac ym pell yn y coet ef a gly-
wei diaspat. Sef y gwelei wreic wineu delediw 'von da kam
er zu einem Wald, und fern im Walde hörte er ein Geschrei; dann
sah er eine dunkle schöne Frau' Mab. 203, 21. Dies beruht auf
einer aus dem Bedeutungsinhalt der beiden Verba sich natürlich
entwickelnden Tendenz; auch das Eussische, das allerdings in dem
obigen Satze am ehesten die . perfektiven Formen u-slysal, u-videl
{u-viddl) verwenden würde, hat sehr oft im^jerfektives slysal, videl,
wo wir nach unserem Sprachgefühl perfektive Formen erwarten
würden: ja slysal jix razyovör 'j'ai entendu leur conversation'
Makaroff, Dict. r.-fr. ; na tretiju noc matt u-snüla; i videla matt vo
sne, cto budto Annocka vo-sla k nej 'in der dritten Nacht schlief
die Mutter ein; und im Schlafe sah sie, daß A. gleichsam zu ihr
hereinkam' Berneker, Russisches Lesebuch''' S. 3. Wie es nun im
Russischen auch andere Verba gibt, die dieselbe EigentümHchkeit
aufweisen (z. B, ohedati 'zu Mittag essen'), so werden auch im
Keltischen vielleicht auch andere Verba als 'hören' und 'sehen'
hierher gehört haben; welche, läßt sich jedoch nicht ausmachen;
ob vielleicht 'essen" und 'trinken'? ob ro-'laimethar 'wagt'?
3) Die Perfekta, die einem suppletivistischen Paradigma ange-
hörten, worin der Aorist von einer anderen Wurzel als das Perfekt
gebildet war: ir. do-uic 'hat gebracht' neben do-bert 'brachte'
§ 570 (ir. do-uic geht allerdings der Form nach nicht direkt auf
ein idg. Perfektum zurück; daß aber ein Perfektum dieser Wurzel
im Keltischen bestanden hat, zeigt mc. d-uc, vgl. Verbalverz.
§580.581] Erklärung des perfektischen Systems; das Nicht- Prät. 285
her-). Hierbei ist zu beachten, daß Wurzelverschiedenheit des
Aorists und des Perfekts bei manchen Verben vorhanden gewesen
sein kann, bei denen sie nachher aufgegeben worden ist; diese
Vermutung ist überall da naheliegend, wo das Paradigma tatsäch-
lich suppletivistisch ist (-fuar : fo-gab-; to-ell- : gat- § 572,
4, 7). Ferner kann ein suppletivistisches Paradigma bisweilen ur-
sprünglich da vorhanden gewesen sein, wo es in der historischen
Zeit nicht mehr vorhanden ist; vielleicht gehörte ad-bath- ij 572,8
ursprünglich in das Paradigma von a-t-baill 'stirbt'.
Anm. 1. Das Prät. von to-ell- erscheint teils mit dem Vokal -e-.
teils mit dem Vokal -a-: ich nehme an, daß -u- der ursprüngliche Vokal
war (vgl. corn. g alias mc. ry-gallas § 574), und betrachte das Prät.
trotz der historischen -s-Elexion als ein altes Perf. (Medium?); ad-bath-
war wohl ursprünglich ein Prät. (Perf.) Pass. Vgl. Verbalverz.
Von den in dieser Weise von aoristischer Verwendung aus-
geschlossenen Perfektformen besitzen einige kein hervorhebendes
Präverb (do-uic 'hat gebracht'), andere besitzen ein solches (ro-uic
'hat getragen', do-cu-aid 'ist gegangen', ro-fitir 'er weiß', ad-
co-tade 'er besitzt' u. s. w.). Wie schon angedeutet, sind einige
Formen für immer von der aoristischen Verwendung ausgeschlossen
geblieben (do-uic, ro-uic, do-cu-aid). Andere sind später teils
durch Änderung der Syntax, teils durch Umbildung des Paradigmas
dazu gekommen, auch aoristisch verwendet werden zu können
(t-änic 'er ist gekommen, er kam'; ro-cuale 'er hat gehört, er
hörte' u. s. w.). Die Perfekta, die bis dahin kein hervorhebendes
Präverb besessen hatten, nahmen es aber auch jetzt nicht an; und
die Perfekta, die ein solches Präverb besessen hatten, gaben es
auch in der aoristischen Verwendung nicht auf; es war zu einem
integrierenden Bestandteil des Wortes geworden. Diese Präterita
sind also in perfektischer und in nicht-perfektischer Verwendung
gleichlautend.
Anm. 2. Die Perfekta, die mit einem wortbildenden ro- komponiert
waren (ni dermenmar-ni § 572, 1) sind gleichfalls in den beiden Ver-
wendungen gleichlautend; ob aber auch für sie anzunehmen ist, daß sie
eine Zeit lang von der aoristischen Verwendung ausgeschlossen gewesen
sind, bleibe dahingestellt.
§ 581. Außerhalb des Präteritums haben die Präverbia * pro,
*k'om, *ad, *ud, *eks zur Hervorhebung der Bedeutung 'posse'
('er tut es zu Ende' = 'er kann es tun'; vgl. KZ XXXVII 236,
"WO eine albanesische Parallele angeführt ist), der Wunsch-Bedeutung
286 Erklärung des perfektischen Systems ; das Nicht-Prät. [§ 582
und der Gewißheit einer futurischen Aussage (§ 575, 2; ir. ro-t-
bia § 571, 1) dienen können.
§ 582. Dagegen ist die perfektische Bedeutung (die Be-
zeichnung der relativen Zeit) überall außerhalb des Präteritums
eine Analogiebildung nach dem Prät. Eine Analogiebildung ist wohl
schon die Verwendung der Perfektpräverbia beim Plusquarapf. im
Brit.; denn zur Zeit, wo das perfektische Präverbsystem sich aus-
bildete, gab es vermuthch noch kein Tempus Plusquampf.; man
mag das Alter dieser neugebildeten Tempusform so hoch an-
schlagen wie man will, es wird trotzdem wahrscheinlich bleiben,
daß das perfektische Präverbsystem noch älter ist.
Bei den übrigen Tempusformen kann die perfektische Be-
deutung schon aus semasiologischen Gründen nicht vom Prät. un-
abhängig sein. Und es läßt sich durch verschiedene formelle
Gründe direkt beweisen, daß die Entwickelung hier vom Prät. ab-
hängig ist. 1) Die Verba, deren Präteritum in perfektischer und
nichtperfektischer Verwendung gleich lautet, sind auch außerhalb
des Prät. in den beiden Verwendungen gleichlautend: resiu t-ised
hiress 'before the Faith had come' Wb. 27c 8 (zu t-änicc 'kam,
ist gekommen'). Für die Sonderstellung dieser Verba läßt sich
aber nur beim Prät. (§ 580), nicht bei den übrigen Tempusformen
eine Erklärung finden. 2) Als Ausdruck des Praesens consuetu-
dinale perfectum ist das Prät. direkt belegt (in-tain ro-m-böi
§ 562 Anm. 2); vgl. noch act ropo cho n-etarceirt 'provided
it be with Interpretation', act ropo cho torbu 'provided it be with
protit' Wb. 13a 26, 27, vgl. § 562 Anm. 3 (Prät. im Sinne des
perfektischen Präs. Konj.). Nicht ausgeschlossen ist es ferner, daß
die in perfektischer Verwendung vorkommenden besonderen Präsens-
formen (ho bu-r-orbaither, mani-d tes-ar-bi § 562 Anm. 2)
teilweise auf dem Einfluß des Perfekts beruhen können. 3) Die
suppletivistischen Verba, die das Perfekt von einer besonderen
Wurzel bilden (was mit einer uridg. Gepflogenheit stimmt), führen
diese Wurzel auch außerhalb des Prät. in den perfektischen Formen
durch: rosiu docöi gräd forru "bevor der Grad auf sie gegangen
ist", 'bevor sie den Grad angenommen haben' Wb. 29a 28
(docuaid 'ist gegangen'; luid 'er ging'; teit 'er geht').
Es hat aber auch eine gevsrisse Wechselwirkung zwischen dem
Nicht-Prät. in der eigenthch perfektischen Bedeutung und den
semasiologisch vom Perfekt unabhängigen Formen mit der Be-
deutung der Möglichkeit (Fähigkeit), des Wunsches stattgefunden.
§ 582. 583, 1] Erkl. d. perf. Systems; dasNicht-Präi, der Infinitiv. 287
Einerseits haben diese Formen wohl den Weg für die eigentUch
perfektische Bedeutung im Nicht- Prät. vorbereitet; andererseits sind
sie nachher selbst durch die Assoziation mit dieser neuen Be-
deutung unter den formellen Einfluß des Prät. geraten. Sie stimmen
daher morphologisch mit dem Präteritum überein ; sie entbehren
eines äußeren Kennzeichens, wenn im Prät. die perfektischen und
nicht-perfektischen Formen gleichlauten (do-mra-air fiado 'may
the Lord come to me' Thes. II 353, 1; to-air- -f ic-); in supple-
tivistischen Paradigmen werden sie von der Perfektwurzel gebildet
(ni dichtim § 563, 1; eine sonderbare Mischbildung ist ad-ro-
darcar § 571, 3). Man findet auch direkt ein Prät. im Sinne
eines perfektischen Konjunktivs: acht co-r-bu i-mmaith beith
semper 'aber daß er immer im Guten sein mag' Ml. 90 d 11 ;
co-r-bu du reir nach aili labraimme gl. non alieno seruimus
imperio 'that we should speak at the will of some other' 31b 16;
daher hindert nichts die Auffassung der Formel robo, rodbo
'oder' (§ 535 Anm. 2) als ein Prät. im Sinne eines Präsens der
Möglichkeit.
§ 583. 1) Die perfektischen Präverbia fehlten ursprünglich
bei den Nominalformen des Verbums und beim Imperativ. Der
mc. Gebrauch des ry beim Infinitiv, § 575, If, und die isolierten
Beispiele für ry beim Imperativ im Mc, § 575, 3 sind zweifellos
Neuerungen.
Anm. Auch ir. na tuic seitchi 'nimm keine Frau' Wb. 10a 30 ist
vom iriseben Staudpunkt eine Uuregelmäßi«rkeit, da to-uc- sonst nur in
den perfektischen Formen des Paradigmas to-ber- verwendet wird (§ 570).
Ein Perfekt-Präverb enthält aber dieser Ipv. nicht, und es ist rnöglieb,
daß er eine Altertümlichkeit ist, ein Überbleibsel aus einer Zeit, wo to-uc-
noch nicht mit to-ber- ein Paradigma bildete; vgl. lat. d-ucö uxürom.
Das Fehlen der Perfekt-Präverbia beim Infinitiv erklärt sich
aus dem rein substantivischen Charakter dieser Form im Keltischen.
Ir. serc 'lieben' bedeutet eigentlich 'Liebe' und konnte daher durch
Komposition mit einem intensiven Präverb nur die Bedeutung
'große Liebe' (nir. ro-shearc), nicht aber 'geliebt haben' oder
'heben können' entwickeln. Ir. cotlud 'schlafen' ist zwar Inf. von
com- + tuil- (perfektisches Prät. o-a-til 'hat geschlafen' Wb. 29d 15),
bedeutet aber eigentHch 'Schlaf; daher is gnath ro-chotlad iar
mor-thoirsi 'gewöhnlich ist tiefer Schlaf nach großer Betrübnis'
Atk. L.Br. Z. 3049. Nur im Brit. sind die Infinitive enger mit
dem System der tiniten Verbalformeu verbunden worden; daher
288 Die Nominalformen, der Ipv.; die negierten Formen. [§583, 1.2
konnte hier, wenn die Verwendung der perfektischen Präverbia
noch lebenskräftig war (was schließlich nur im C. der Fall war),
durch Neubildung ein perfektischer Infinitiv geschaffen werden.
Beim Gerundiv konnte selbstverständlich weder die eigentlich per-
fektische Bedeutung noch die Bedeutung der Möglichkeit ent-
wickelt werden, und beim Perf. Part. Pass. war die Hervorhebung
der perfektischen Bedeutung durch ein Präverb nicht nur über-
flüssig, sondern wegen des adjektivischen Charakters der Form kaum
möglich.
Auch beim Ipv. erklärt sich das Fehlen der perfektischen
Präverbia aus einfachen semasiologischen Erwägungen. Denn so
sehr die hervorhebende Bestimmung 'zu Ende, vollständig' im
Wunsche am Platze ist, so unpassend kann sie unter Umständen
im Befehl werden, wo sie nur einen gebieterischen Ton ausdrücken
würde. Die perfektischen Präverbia fehlen daher nicht nur beim
Ipv., sondern auch beim positiven konjunktivischen Befehl; beim
negativen konjunktivischen Befehl (§ 564, 2) sind sie durch Ent-
gleisung zu derselben Zeit eingeführt worden, wo sie in den nega-
tiven Wunsch eingedrungen sind.
2) Es unterliegt nämlich keinem Zweifel, daß die perfektischen
Präverbia ursprünglich nach einer Negation überhaupt nicht ge-
bräuchlich waren. Wie in der Nominalkomposition die negativen
Präfixe im gegensätzlichen Verhältnis zu den intensiven Präfixen
standen (ir, an-bsud : co-bsud S. 9; am-brit : com-brit S. 118;
ain-b 'unwissend': su-i 'Gelehrter', c. hywydd 'intelligent' u. s.w.),
so war auch bei den Verben die Negation der Gegensatz der her-
vorhebenden Präverbia. Im Corn. und Br. kommen die perfek-
tischen Präverbia nach einer Negation überhaupt nicht vor. Im
archaischen Mc. finden sich deutliche Spuren derselben Regel
(§ 575 Anm. 1). Und auch im Irischen fehlt es nicht an Tat-
sachen, die in derselben Richtung deuten: ro-t-bia, aber ni-m-
bia; ro-fitir, ro-laimethar, ro-cluinethar; aber ni fitir
u. s. w.; ad-co-tade, aber ni etade; ad-con-darc, aber ni
acca § 571 (vielleicht ist auch hervorzuheben, daß die meisten der
in § 563 Anm. 3 angeführten Beispiele für die Bedeutung 'posse'
bei Verben ohne perfektisches Präverb negiert sind; schließlich
mag zu erwähnen sein, daß neben dem in § 582 besprochenen
ro-po, co-r-bu in der Bedeutung eines Präs. Konj, ein negiertes
bo, bu in ähnlicher Bedeutung vorkommt: ni-bo intain no-m-
beid ar süil tantum dogneith toil far coimded 'es sei nicht
I
§583.584] Ir. no. 289
allein, wenn Ihr vor seinen Augen seid, daß Ihr den Willen eures
Herrn tut' Wb. 27c 9; cid arindid hi in ben adomgladathar,
cid na-bu in fer 'warum ist es das Weib, das mich anredet?
warum ist es nicht der Mann?' Wi. Ir. Texte II 2, 243; vgl. Ml.
56a 13).
Es wird gleichfalls eine alte semasiologisch zu erklärende
Regel sein, daß die perfektischen Präverbia, wie es im Corn. der
Fall ist (§ 576 Anm.), nach der Fragepartikel fehlten.
Diese alten Beschränkungen der Verwendung der perfektischen
Präverbia, wurden im C. und wohl noch früher im Ir., als die
Präverbia sich schon weit von ihrer ursprünglichen Bedeutung ent-
fernt hatten, durch syntaktischen Zwang aufgehoben. Sie blieben
im Ir. im Wesentlichen nur in denjenigen Fällen bestehen, in
denen die perfektischen Präverbia nicht ihre gewöhnliche Bedeu-
tung hatten und daher außerhalb des syntaktischen Systems standen
(§ 571). Aber auch hier blieb die alte Sachlage nicht ungestört.
Die nach Negationen und der Fragepartikel geltende Hegel wurde
auf die Stellung nach den relativen Präverbien übertragen; das
perfektische Präverb fehlt also nach allen syntaktischen Präverbien.
In dem Falle ro-t-bia (§ 571, 1) war diese Neuerung deshalb
nahe gelegt, weil hier das Präverb dazu gekommen war, ledighch
als Stütze eines infigierten Pronomens betrachtet zu werden; es
konnte also überall da fehlen, wo eine solche Stütze überflüssig
war. Dieser Fall mag auf die übrigen ro -Fälle (ro-fitir u. s. w.)
einen gewissen Einfluß ausgeübt haben. Bei ad-co-tade : ni
etade wurde durch die Erweiterung der alten Regel eine große
morphologische Vereinfachung erzielt: statt der zwei Reihen von
echt zusammengesetzten Formen (*ectade : etade u. s. w.) konnte
man sich mit einer Reihe begnügen.
Das irische Präverbium no^
§ 584. Das Präverb ir. no bildet mit dem Verbum nui- un-
echte Komposition, und zwar verbindet es sich nur mit einem nicht
in anderer Weise zusammengesetzten Verbum. Es kann also diesem
Präverb kein anderes Präverb weder vorausgehen noch folgen. Im
Präs. Ind. und Konj., im Fut. und Prät. und beim Ipv. wird no
nur verwendet um die Infigierung eines persönhchen oder relativen
Pronomens oder des relativen n zu ermöglichen. Beim Ipf. Ind.
1. Vgl. Sarauw, Irske Studier S. 55f.; Stracbaii, ZfcPh. II 491 f.
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. U. 19
290 Ir- no. [§584
und Konj. und beim Konditionalis steht dagegen auch ohne Pro-
nomen immer no, wenn kein anderes Präverb vorhanden ist; in
§ 604 wird die Vermutung begründet werden, daß auch in diesem
Falle in Wirklichkeit ein infigiertes Element vorhanden ist.
Beispiele: no-d-moladar fesin 'der sich selbst lobt' Wb.
17b 21; is hed inso no-chairigur 'das ist es, was ich tadele'
lld 1; is lerithir inso no-n-guidim-se dia 'so tieißig beteich
zu Gott' 27d 19; bad samlith n-a-chomalnith 'let it be thus
that ye fulfil it' 13a 32; an no-n-geiss gl. testificans 30b 4; is
hed no-molfar 'das ist es, was ich loben w^rde' 9a 22; huand
uair nu-n-da-bertatar filistindi 'von der Zeit an, als die
Philister sie forttrugen' Ml. 82 d 9; n-an-glanad 'er soll sich
reinigen' Wb. lld 8; — co m-bad ar thoil doine no-prid-
chinn 'so daß ich um der Menschen willen predigte' 18c 13; co
no-comalnithe 'that it might be fultilled' 3d 26; is do inso
no-ainfeda 'it is for this that thou wouldst have remained' 27 d 20.
Das Präverb fehlt jedoch bei den verbundenen Formen des Verbums
'sein' (wegen der hier geltenden besonderen Infigierungsregeln,
§ 552, 2, § 485 Anm.): amal bid fiadib no-crochthe 'als ob er
vor euren Augen gekreuzigt würde' Wb. 19b 6; dicunt alii bed
n-ainm do dorus sainredach 'Andere sagen, daß es der Name
einer besonderen Türe wäre' Ml. 131c 3; ci-pad a dene §522,1;
amal bimmis octarche 'as if we were dregs' Wb. 9a 7; ni-r-
bo mou leu brig a tobai indate bitis cranna doiscairi du-
fubaitis 'nicht größer erschien ihnen die Bedeutung ihrer Zer-
schneidung, als wenn es gewöhnliches Holz wäre, was sie zer-
schnitten' Ml. 92d 6. Über den verbundenen Konditionalis ro-bad
s. § 571, 1.
Die Verwendung des Präverbs no lehrt uns absolut nichts
über seine ursprüngliche Bedeutung. Es ist aber sicher mit dem
mc. Präverb neu (mit infigierten Elementen neu-s, neu-t; mit
dem perfektischen Präverb neu ry oder neu-r) zu identifizieren,
das mit wenig greifbarer Bedeutung (vielleicht 'schon') sowohl vor
einem Präsens als vor einem Prät. vorkommen kann: neu-s
gwarchae mynwent 'now the graveyard imprisons him'; neu-r
doetham y erchi Olwen 'we have come to ask for Olwen'.
S. Strachan, Introd. 125; ZE 620. Wenn es sicher wäre, daß
mc. neu 'schon' oder 'jetzt' bedeutet hat, würde man das Wort zu
skr. nu 'jetzt' oder zu lat. nouus 'neu' u. s. w. stellen müssen;
§585,1] Die wortbildenden Präverbia. 291
formell würde man es am einfachsten als ein Kasus von *newo-s
'neu', etwa *newö{d) deuten können.
Die wortbildenden Präverbia.
§ 585. Der alte Bestand der idg. Präverbia ist im Ir. da-
durch sehr erweitert worden, daß allerlei vor dem Verbum stehende
Adverbia in die Kategorie der Präverbia aufgenommen worden
sind; dies ist auch im Brit. geschehen, aber kaum in so großem
Umfang wie im Ir. Übrigens fehlt im Brit. das entscheidende
Merkmal, wonach die Präverbia von den übrigen vor dem Verbum
stehenden Wörtchen unterschieden werden können : die besonderen
Personalendungen der komponierten Verba. Auch im Ir. versagt
dies Kriterium bisweilen wegen der Unzulänglichkeit der Über-
lieferung. Ich gebe im Folgenden ein Verzeichnis aller im Ir. mit
Sicherheit als Präverbia aufzufassenden Wörter.
1) Ir. ad-, vor persönl. Pronomen at-, in Relativsätzen jedoch
zum Teil ad-id-, ass-id-, S. 147. Das -d assimiliert sich in der
echten Komposition mit einem folgenden s, einem Verschlußlaut oder
einem m, schwindet mit Ersatzdehnung vor r, l, n, I 476f, I 113;
intakt ist das Präverb ad- in der echten Komposition nur vor einem
erhaltenen oder geschwundenen silbischen Vokal und vor idg. w:
ad-all 'Besuch', ni adliub 'ich werde nicht besuchen'; do-ad-bat
'er zeigt', ad- kann im Nach ton schwinden, s. die Beispiele in
§ 567.
Anm. 1. ad- ist in der unechten Komposition nicht selten mit ess-
und in-, mit denen es in der Stellung vor einem Pronomen zusammenfällt,
vermischt worden; an der Vermischung nehmen auch ind- und aith- teil;
zunächst ist in- mehrfach durch ad- ersetzt worden: in-cu-aid und ad-
cu-aid § 566; ad-co-tade : ni etade § 554; ad-greinn 'welcher ver-
folgt' Ml. 140c 2 neben dem Inf. in-greimm; ferner hat ein altes oder
neues ad- bisweilen einem ass- weichen müssen, zunächst in gewissen
relativen Konstruktionen (§ 536, 1), dann aber auch in anderen Fällen:
as-fenimm gl. testificor Wb. 22a 20 neben do-ai -r-fenus gl. narraui
18d 7; umgekehrt ad- statt ass- : ad-ru-bartmar 'den wir erwähnt
(gesagt) haben' Sg. 197 b 16. Vgl. Sarauw, Irske Studier S. 61—66.
Zu c. add- in add-oer 'kühl' (über die Präp. mc. att s.
§503,3 S. 174; über c. addef br. ansav s. 1388,474), gall. Ad-
mageto-briga ON; lat. ad 'zu' an. at. Es hat eine idg. Neben-
form d- gegeben: got. at-augjan 'zeigen' ahd. z-ougan; skr.
t-sarati 'schleicht' (Osthoff, Bß XXII 257). Diese Nebenform
steckt in mc. dwc 'wird tragen' com. dog mbr. douc und lat. d-ücö
19*
292 Die wortbildenden Präverbia. [§585,2—6
'ich führe', ist aber im Ir. durch to- ersetzt worden, s. Verbalverz.
ber-. Vielleicht auch in ir. d-alte 'Zöghng'.
2) Ir. air-, proklitisch ar-, mit dem rel. Pronomen ar-a-;
kann in betonter Stellung zu er-, ir- umgelautet werden, I 358;
über laur- I 339; über larr- (auch lairr-) aus 'air + ro- vgl.
I 477.
Ist auch Präp. Daher als relatives Präverb ar-an- Wb. 2a
10 u. s. w., ar-in-d- 5a 31 (auch ar-id- 7d 2). ar-a n- wird
auch als eine Konjunktion 'damit, daß' verwendet (ar-m-bad, ar-
n-di-p I 399, II 221; ar-im-p 'damit sei' Wb. 14b 17; ar-bed
'daß es wäre' 2b 4; negativ ar-na-).
Vgl. c. ar-feru 'to use', er-grynu 'to tremble'; corn. er-vyre
(Präs. 3. Sing, yrvyr, Part, yrverys, yrvyrys) 'bestimmen'; br.
ar-bouella 'economiser'; gall. Are-brigium ON. Vgl. I 40, 91.
3) Ir. aith-, proklitisch ad-, vor persönl. Pronom. at-. Über
aud-, led-, lid- s. I 339, § 327 Anm. 1; 'aith- + ro wird (laut-
gesetzlich? 1485) zu air- : du-air-cher 'ich habe gekauft' Thes. I
498, 14 (to-aith- + cren-).
Über Vermischungen mit anderen Präverbien s. die Anm. unter 1°
(as-gen-su 'du kennst' MI. 140b 3; asa-gninaim gl. sapio Sg. 146b 16;
Inf. aith-gne).
Vgl. c. ad-brynu 'to redeem', ed-lygu 'to review'; mc. at-
waen corn. as-won 1 104; br. a"d-ober 'refaire'; gall. Ate-boduus
MN. Vgl. I 40, 177.
4) Ir. cäin- 'schön' (S. 10, I 23) ist, wie die Betonung zeigt,
als Präverb behandelt in cain- ro-gnatha gl. quae bene acta sunt
Ml. 39a 24. In ac. ni cein guodeimisauch gl. non bene passae
kann cein ein infigiertes Adverbium sein. Vgl. 6°.
5) Ir. cet-, proklitisch ceta-, cita- : cet-buid, cetbaid,
cetfaid 'Sinn', ceta-biinn gl. sapiebam, cita-biat 'sie fühlen,
merken'; läse o- ceit-bani 'indem du zustimmst', dia- co-ceit-
bani 'dem du zustimmst', com-chet-buid 'Übereinstimmung'. Die
proklitische Form enthält ein erstarrtes Pronomen, vgl. asa-gninaim
unter 3°; dabei hat vielleicht auch das folgende Präverb (6°) Ein-
fluß geübt.
C. can-fod 'to perceive' (Präs. 3. Sing, cen-yw, Fut. cen-
fydd, Prät. can-fu); ar-gan-fod ds. Zu ac. cant 'mit' u. s. w.
I 138.
6) Ir. proklitisch ceta-, cita-, cetu-, ci'atu- 'zuerst': it he
ciatu-ru-chreitset 'sie sind es, die zuerst geglaubt haben' Wb.
I
§585,6. 7J Die wortbildenden Präverbia. 293
14a 29; is he cetu-ru-pridach 'er hat zuerst gepredigt' 26c 4;
ceta-ru-chreti 'der zuerst geglaubt hat' 7b 11 (-ru- ist betont;
vgl. S. 247); ceta-thuidchetar 'welche zuerst gekommen sind'
Wb. 21c 5. War ursprünglich kein Präverb, sondern ein vor dem
unkomponierten Verbuni stehendes Adverbium, das beim zusammen-
gesetzten Verbum infigiert wurde: intan ad-cita-ac£e 'als sie zu-
erst sah' Thes. I 488, 21, fris-cita-comrici 'dem du zuerst be-
gegnest' Thes. II 23, 38. Vgl. über das infigierte Adverbium *idhe
§ 545, 2.
Gehört zu c. cynneu, gynneu com. a-gynsow mbr. a-guetou
I 139; ist eine Pluralform von ir. ce't- c. cynt u. s. w. I 37.
Grundform etwa '^- qent-ow-es (mit derselben Lautentwickelung wie
im proklitischen ro-bo, ro-bu § 159, 6 I 253). Lautgesetzlich ist
also cetu-, das wohl immerhin durch weitere Schwächung zu
-ceta- werden konnte; die Form ciatu- beruht auf dem Einfluß
der Konjunktion cia (cetu 'obgleich sie sind' u. s. w. S. 207).
V) Ir. com-, proklitisch con- (nicht eklipsierend: con-cela-siu
'du mögest verhehlen'), vor persönl. Pron. cot-, in einem Relativsatz
zum Teil con-id- S. 147 f. In der echten Komposition wird das
-m- zu -w- (geschrieben -n-) vor g- , zu n (genauer .\) vor d] es
schwindet vor -s, -k, -t, vgl. I 149, 151; vor w- sollte das -m- laut-
gesetzlich spurlos schwinden, s. I 166, vgl. ad-cu-aid, in-cu-aid,
do-cu-aid § 566, § 570, ar-a-cho-at 'das schädigt, aufhält'; die
Entwickelung -)yiw- > -&- I 64 ist in der Verbalkomposition selten
(coi-bge 'Gewebe'). Die Form com- (durch Hebung cum-) ist
lautgesetzlich erhalten vor Vokalen und vor r, /, n; oft ist com- in
anderen Fällen, wenigstens in den Nominalformen, analogisch
restituiert: com-foiride gl. comparandam Ml. 64c 4; com-chet-
buid s. unter 5°, vgl. I 475. Reduktion im Nachton: for-n-gaire,
for-gare 'Befehl' I 485; dara-do-ch-taised § 569. Über die
Form coim-, coem- s. I 324.
Kommt zwar als Präp. (co n- 'mit'), nicht aber als relatives
Präverb vor (dafür la-).
C. cyf-ar-fod 'to meet'; cy-r-haedd 'erreichen' S. 28; mc.
ryuedawt ry-gynneryw a mi 'eine sonderbare Sache ist mir
begegnet' Mab. 29, 22 (aus *cyn-d-er-y w); corn. kev-ar-wouth
'tröste!' P. C. 1043; c. ar-gy-weddu 'to härm', abr. ar-co-gued
gl. iniquos; gall. Uer-com-bogius MN; lat. cum asl. sü 1 138.
Da *k'om mit *k'rnta (5°) verwandt ist, wäre es denkbar, daß ir.
cot- eine Kontamination der beiden Präverbia wäre. Nicht hier-
294 Die wortbildenden Präverbia. [§585,8—10
her gehört mc. cyt- nc. cyd- u. s. w., s. § 531 und unten S. 322
Fußnote.
8) Er. d-, s. ad-.
9) Ir. dl-, di-, de-, prokhtisch do-. Im Nachton reduziert:
näd cuin-t-gim 'daß ich nicht verlange', ni cuin-gem Vir ver-
langen nicht' Wb. 14c 12, d 38 neben amal chon-de-gam-ni
'wie wir bitten' Ml. 107c 8 (cora-di- + saig-). Idi- + od- er-
gibt diu-; Idi- + fo- ergibt vielleicht dasselbe Resultat (Inf. Gen.
PI. diunag gl. baptismatum zu do-fo-nuch gl. luo; jedoch kann
in diesem Verbum nach §554 auch di- + od- angesetzt werden);
Thurneysen, KZ XXVIII 150 betrachtet du- (in dü-thracht
'Wunsch', do-dü-rgimm 'reize') als Ergebnis von de- + fo-.
Auch Präp. (di 'von'). Relatives Präverb dian- Wb. 8c 11
u. s. w. (vgl. die Konjunktion dia n- 'wenn'), di-na-d-, di-na-
con- I 399.
C. dy-gelu 'to conceal' (mir. ni di-chliter 'werden nicht ver-
borgen'); corn. d-re-hetho (3. Sing. Konj.), br. di-r-eza S. 28.
Gall. ßguTov-ÖE S. 91, I 52; lat. de. Die Grundform ist *de; der
Vokal ist aber im Kelt. zum Teil verkürzt worden, vgl. S. 8.
10) Ir. ess-, proklitisch as-, vor einem persönl. Pron. at-, in
Relativsätzen jedoch zum Teil assid- S. 147; mit dem rel. Pro-
nomen as- oder assa- (die letztere Form erscheint bisweilen er-
starrt auch in nicht relativer Verwendung: asa-gninaim gl. sapio,
s. 3°). Die Form less- aus *e^•s wechselte mit *ek, dessen -A; sich
mit einem folgenden stimmhaften Verschlußlaut assimilierte (vgl.
I 477) und vor einem r-, l-, n-, m- mit Ersatzdehnung schwand:
ei-rge 'das Aufstehen'. Die Form ess- ist jedenfalls seit jeher
vor einem Vokal berechtigt: ess-eirge 'Auferstehung'; sie ist auch
vor einem stimmlosen Verschlußlaut allein belegt: do-es-ta 'fehlt'.
Sicher in analogischer Weise restituiert erscheint ess- vor f-: es.
föite 'ausgesandt' (die so entstandene Gruppe -sf- kann zu -sp-
werden I 421); auch in diesem Falle ist ess- allein belegt. Ziem-
lich selten ist *eks vor einer Liquida restituiert worden; -ksl-, -ksr-
ergab dann -U-, -rr-: errenaid 'zahlt!' Ml. 20c 2 (as-ren 'er zahlt'),
dellig § 569. Noch jünger ist die Restitution von es- vor einem
stimmhaften Verschlußlaut: ni es-gaibter gl. nee excipiuntur Ml.
145c 1, ni-s-tuarascbat feisin 'they do not express themselves'
Sg. 7a 11 (to-for-ess- + gab-), t-es-buith 'Fehlen' vgl. I 421.
a statt e in ais-nd-is 'Erklärung' neben ass-ind-et gl. explicat
ist analogisch; ebenso gelegentHche Formen wie dian-d-apir 'wo-
§585,10—13] Die wortbildenden Präverbia. 295
von du es sagst' Sg. 66b 10. — Reduktion im Nachton: oosna
'endigt' Sg. 22a 4, Inf. cum-s-anad 'Aufhören' (com-od-ess-
-f- an-); o-s-nad 'Seufzer' (od-ess- + an-). — Über Vermischungen
mit anderen Präverbien s. die Anra. unter 1°.
Auch Präp. (a, as 'aus' I 259). Relatives Präverb as-an-
Wb. 5b 39 u. s. w., as-na- Ml. 125b 7 (S. 317 Z. 28f.).
Als Präverb in c. ech-ain 'to rest' mbr. eh-anaff 's'arreter';
*tid- 4- *eks- in c. uch-enaid 'Seufzer' (mit Anlautsdehnung, vgl.
I 255) mbr. huanat (im C. auch ochenaid; durch Vermischung
mit der Präp. o?); *eks- + *pro- ergibt vielleicht c. er- s. § 574.
Als nominalbildendes Präfix in mc. eh-ofyn, gall. Exobnus S. 12,
c. ysgarant u. s. w. S. 8. Lat. ex gr. t'S..
11) Ir. etar-, proklitisch eter-, etir-, itir-; nimmt die Pro-
nomina der -d-Reihe, s. S. 147. Beispiel: etar-scarad 'Trennung'
Wb. 9b 19, eter-scertar 'werden getrennt werden' 8b 3. Die
Formen etar- und eter- u. s. w. geraten früh durcheinander.
Auch Präp. (eter, etir 'zwischen'). Rel. Präverb eter-an-
Wb. 28b 32.
Etymologie I 139, vgl. I 246.
12) Ir. fo-, proklitisch fo-, fu-. Kann in der echten Kom-
position durch Hebung zu fu- (fu-bae, mir. fu-ba, Inf. von fo-
ben-), durch a-Umlaut zu fa- (ni fa-gaib I 369) werden oder
mit einem folgenden Vokal kontrahiert werden (föcre, ara-foima
I 308; fäcbäil 'hinterlassen, zurücklassen', Inf. von fo- ad- -f gab-,
ist eine unregelmäßige Form, die zunächst auf *fa-ad- zurückgehen
muß). Reduktion im Nachton: aur-gnaid neben ar- fo-gnat
I 339; tö-be 'abschneiden', Inf. von to- fo- + ben-; vgl. unter 9°.
Über analogische Einführung eines scheinbaren Präverbs fo- s.
§ 554.
Auch Präp. ('unter'). Relatives Präverb fo-an-.
Ac. ni cein guo-deimisauch gl. non bene passae, nc. go-
ddef, di-o-ddef 'ertragen', br. gou-zanv (ir. fo-daimim 'ich er-
trage'). Die c. Nebenform gos- ist durch Verschmelzung mit einem
infigierten Pronomen entstanden (gos-ymdeithio und gosmeithio
'mit Vorrat vei-sehen'; gos-tegu 'schweigen, still werden', vgl. lat.
taceö). *upo, vgl. lat. sub gr. vnö got. uf skr. i'ipa (über die brit.
Formen des Wortes vgl. noch I 34 f.).
13) Ir. for-; nimmt die Pronomina der rf-Reihe, s. S. 147.
ito-for- : tör-mach, Inf. von do-for-maig 'er vermehrt*. —
Auch Präp. ('über'). Relatives Präverb for -an- (Wb. 29 a 23),
296
Die wortbildenden Präverbia. [§585,13—15
for-san- (6b 22), mit der Negation for-na- I 399; form-bed
'worauf wäre' Ml. 23 d 17.
Abr. guor-cerdorion gl. circumcellionum; c. gwar-chadw
*to watch', gor-chymmyn 'befehlen', com. gor-hemennaf 'ich
werde befehlen', br. Inf. gour-c'heraenn; gall. uer-tragus I 35.
Vgl. I 246 Zu lat. s-uper gr. i/tio got. ufar skr. npäri.
14) Ir. frith-, proklitisch friss-, vor einem persönl. Pro-
nomen frit-, in Relativsätzen jedoch zum Teil frissid-, S. 147f.
In der echten Komposition findet sich zum Teil eine scheinbare
Assimilation an einen folgenden Verschlußlaut: frecre 'Antwort',
freccor ceil 'Verehrung'; frebaid, Inf. von fris-ben 'heilt'; diese
Assimilation ist kaum lautgesetzlich, s. I 419; daneben finden sich
Formen mit erhaltenem -th und folgender analogischer Lenition,
I 473, und schließlich Formen mit fres- : fres-csiu 'Hoffnung'
(fris-aiccim gl. opperior, s. Verbalverz. ad-ci-). freisndis 'Wider-
spruch' ist regelmäßig aus frith-ess-ind- + Verbum (Verbalverz.
-fiad-) entstanden, vgl. os- aus od-ess- unter 10°.
Auch Präp. (fri 'zu, gegen'). Als relatives Präverb frissan-.
Etymologie I 43 f., 439. Ursprünglich kein Präverb; die prokli-
tische Form friss- ist die konjugierte Präposition in der Form der
3. Sing. Beispiele für die Komposition mit Infinitiven und Verbal-
formen im Brit. : c. gwrth-air 'protest' (= ir. frecre 'Antwort')
gwrth-eb 'objection', corn. gofth-eby 'antworten'. An zweiter
Stelle steht das Präverb scheinbar inmc. am-ry-sson 'Streit, streiten',
ir. imbressan, Präs. 3. PI. im-fre-snat {-w- wäre im C. nach dem
-mb- des ersten Präverbs so früh geschwunden, daß es keinen Ein-
fluß auf die Entwicklung des folgenden r ausüben konnte; der
Dental des Präverbs wäre vor dem s- geschwunden; oder c. -ry-
aus *{p)ro, das irische Wort entlehnt?).
15) Ir. iarm-, iar-, proklitisch iarmi-, iarmu-, iarma- :
iarm-uidigthe gl. postposita Sg. 3b 31, iarmu-ru-sudigestar
gl. postposuit Ml. 130a 7; iar-f-aigid 'fragen', iarmi-foig 'wo-
nach er fi-agt' 70c 6. Auch Präp. (iar n- 'nach'), aber als rela-
tives Präverb nicht belegt.
Etymologie I 93. Über Spuren des Wortes im Brit. s. S. 158,
I 438. Ursprünglich kein Präverb; die prokhtische Form enthält
ein Pronomen (iarmu- = iarum, konjugierte Präposition 3. Sing.
Mask., iarmi- 3. Sing. Fem.?); daraus scheint die Form der
echten Verbalkomposition entstanden zu sein: in dem einheitlichen
Worte mußte der Vokal der zweiten Silbe schwinden (iar-faigid
§585.15—17] Die wortiiädeDdeii Vnwetbt». 297
hat ofileniertes f^ TgL nir. fiafmigbe; die Leniticm in iann-
nidigthe ist analo^ischf. In der Nominalkoinposition mag iar n-
Todtommen: an-iar-tüaid ^oa Nndwesten^ !%€& 11 13. 30.
16) It. imb-. {NrokÜtisch im-, imm-. mit dem Beiatir-
{NTonomen imme-^ imma-. Die Tolle Form imb- kann tot Vokal
und r- Torkommoi (auch in den Fäüen. wo ein f- tot dem Vokal
oder dem r- durch Loiition gesdiwmkdeii istii; mit einem lenierten
»- Terschmilzt sie za imp- : imb-radnd und im-radad 'Denken':
impüd 'Umdrebmig^ zn imme-soi-sia ^wdohe dn drehst' ML
lila 6. Ycac andearm Konsonanten steht im-, ror Vokalen
oft iimm-. — Über die Toidenz dieses WMtes. ach za einem
syntaktischen Präreih zor Bezeichnung der BeflexiYität zn ent-
wickeln, s. § 550 S. 244. § 552. 4.
Auch Präp. 0m, imm *am\ BelatiTes PräTerb iniman-
ML 50d 2, immon- Thes. II 294. 27. immaan- ML l?b 4. nir.
mo-an- I 264: im- I 399.
E^in<^k)g;ie I 45. Neben der normaloi biit ¥orm am- ic
am-ddiffjn Verteidigen*; am-wyn 'reiteidigen', Präs. 3. Sing,
am-wg; br. am-onk 'difl&er, lemettre''; ooni. am-bosas -er rer-
^Kscfa^ kommt hänfiger eine nmgelant^be Fonn c. jm-, com. em-.
jm- (om-) br. em- tot (c. jmddiddan, S. 5611; diese Fonn ist
als Bezeichnung der r^eaiTen (|and xeziprokenjl Funktion des
Verbums {wodukthr: mc. yd ym-gerrnt ^sie fiditai ach gegen-
seitig' Mab. 234. 13; njt jm-gelaf -ich weide midi nicht rer-
hdil«i' 209; 3; com. em-lathe t honan ^sich sdbst töten' B. D.
2073: mab du ef a om-wra *he malres himaeif Son of God'
M. C. 143: rm-saw ^are diyself P. C 2866; mhr. em-rentaff
"se rendre': im Mlv. gsht oft ein Ofajddbqxon. Tonus: hoz em quifit
'Ihr werdet euch finden (weidet sein)'; e-m em tennif f ich werde
mich zurückziehen* Nonne 1421. 307: e-n em discuezas *er zdgte
sich* Je& 173a. Im Nlv. ist die mit dem Ptcml da- 3. Sing. Mask.
rerbundene Form yerallgraneineft worden (en em garomp -wir
lieben uns' u. s. w), s. Emanh, Rc VUI 36fil; falsch oboi I 492.
17) Ir. in-, tot einon peisönL Pron. at-. in einem Belatir-
äatz jedodi zum Teil assid-, s. S. 147. Das -n ist der idg. Aas-
lant und veisdimilzt daher in der echten KompositiMi nadi den
B^eln der Lautldire mit einem iiJgenden stimmlosoi Veischlaft-
laut und mit gewissen anderm KcMisonantai : ecoscc 'Aussdien*
zu in- cho-sig H>ezeichnet' (über die kurznAalischen Formen wie
tecosc 'Bdehnmg^, rgj. I 419: anders Thnmepen Handb. 4701;
298 Die wortbildenden Präverbia. [§585,17—21
durch Neuerung trat die Form in- mit folgender Lenition ein:
in-chosc 'bezeichnen', t-in-chosc 'Belehrung'; so wurde in- mit
ind- (18°) vermischt, weshalb auch vor Vokal ind- statt in- auf-
treten kann: hua-r-ind-ualad-su gl. quo inisti Ml. 93c 14. Über
die Vermischungen in der Proklise s. die Anm. unter 1 °.
Auch Präp. (i n- 'in'). Als relatives Präverb in- (über die
spätere Entwickelung vgl. § 541, 3).
Die brit. Formen der Präp. sind I 400 f., 402 und in § 494,
497, 500, 506 angeführt; für das Präverb fehlen klare Belege.
Gall. e-ssedum I 86. Lat. in gr. sv, Ivi got. in. Die Neben-
form *eni ist in der Nominalkomposition belegt (ir. in gen 'Mäd-
chen' I 101); in der Verbalkoraposition ist eine andere Nebenform
*m (skr. m 'nieder, hinein') belegt: ar-nei-gdet I 340, 486.
18) Ir. ind-, proklitisch vielleicht bisweilen ind- in den
Fällen, in denen die Erhaltung des -d- lautgesetzlich möglich war
(ind-a-ärben oder in-da-ärben § 486 S. 148), in der Regel je-
doch in (lautgesetzlich vor allen Konsonanten), vor einem persön-
lichen Pronomen at- (in-samlathar 'er ahmt nach' Wb. 9a 15,
a-ta-samlibid 'Ihr werdet ihnen nachahmen' 5a 13; in-ärbenim
Sg. 146b 10 gl. appello, lasse a-ta-ärban 'indem er sie vertreibt'
Ml. 65a 14). In der echten Komposition mußte die Form lind-
lautgesetzlich nicht nur vor Vokalen, sondern wegen der Lenition
auch vor gewissen Konsonanten (I 114) erhalten bleiben: ind-
ar-pe 'Vertreibung", intamil 'Nachahmung' (-t- aus -d- + leniertem
s). ind- ist aber so mit dem unter 17° besprochenen Präverb
vermischt worden, daß es oft nicht zu entscheiden ist, ob ursprüng-
lich ind- oder in- vorhegt. — Etymologie I 45, vgl. II 10, 11.
19) Ir. mad-: mad-bocht 'gut wurde geerntet' Thes. 11334,3
vgl. S. 263, I 272. — Mc. mat S. 277, 276.
20) Ir. mi-: mi-tn-imret 'daß sie ihn betrügen' Ml. 74b 22;
vgl. 56b 26. Ist ursprünglich kein Präverb; vgl. oben S. 10.
21) Ir. -ni- s. unter 17".
22) Ir. oc-, proklitisch ocu-: ocu-biat 'sie werden berühren'
Ml. 126b 12, ocu-bendar 'who are touched', nad ocmanatar
'who are not touched' 54a 12, nicon-r-ocmi § 563 Anm. 1. Ist
kein altes Präverb, sondern eine jüngere Präposition (oc 'bei'; zur
Etymologie vgl. I 126; anders Vendryes, Rc. XXXI 104). Die
proklitische Form ist die 3. Sing. Neutr. der konjugierten Präpo-
sition, vgl. S. 151. Das in der echten Komposition auf oc- fol-
gende -m- kann teilweise nach I 387 aus dem anlautenden b- der
§585,22—24] Die wortbildenden Präverbia. 299
Verbaiform entstanden sein; es wird aber durch iar-m-, re-m-
u. s. w. gestützt worden sein.
2i5) Ir. *od- bildet nur echte Konoposition, es steht daher in
finiten Verbalformen niemals an erster Stelle. Das -d- verschmilzt
mit einem folgenden Geräuschlaut und schwindet mit Ersatz-
dehnung vor einem folgenden r-, l-, «-; -d-m- wird in nicht laut-
gesetzlicher Weise zu -mm-; nur vor silbischen Vokalen und w-
müßte das -d- lautgesetzlich bleiben, dieser Fall ist aber nicht
belegt. Im Nachton schwindet das Präverb meist ganz und ist
nur an der Gestalt der vorhergehenden und folgenden Konsonanten
erkennbar (mit einem vorhergehenden Vokal kontrahiert: föcre,
fo-d-uacair I 316). Vgl. die Beispiele in § 567. Über Ver-
mischung mit ifo- vgl. §554. In Infinitiven und anderen Verbal-
substantiven erscheint *od- nicht selten an erster Stelle: uccu
'Wahl', vgl. Verbal verz. gu-; opad, obbad 'Weigerung' I 476;
ind öcbäl 'the rising' Thes. II 13, 24f.; osnad 'Seufzer' s. unter
10°. In der finiten Verbalflexion tritt vor ein ursprüglich an
erster Stelle stehendes *od- ein weiteres Präverb (co-ta-ocbat gl.
exsurgunt Thes. II 13, 26); ausnahmsweise wird die Reihenfolge
der schon vorhandenen Präverbia umgekehrt: oslucud 'öffnen'
Ml. 46b 5 (od- ess- + leic-), Prät. 3. Sing, as-öilgg LU 59a 39
(ess- od-; die Wurzelform -Igg ist aus den Flexionsformen über-
tragen, in denen noch eine Silbe folgte); häufiger jedoch mit vor-
gesetztem air- : ar-n-da-osailci 'daß sie sich öffnet' Sg. 147a 2.
Wird auch in manchen brit. Zusammensetzungen vorliegen
(c. uchenaid, ochenaid 10°, diffryd I 477). Vgl. skr. ud 'hin-
auf, hinaus'. Es gab eine idg. Nebenform *wo?, worauf an. üt
'hinaus', asl. vij- (untrennbares Präverb) ds. beruhen. Über die Über-
einstimmung des Keltischen und des Slavischen im Akzent s. I 259.
24) Ir. rem-, proklitisch remi-, mit dem relativen Pronomen
auch reme- : remi-suidigddis 'sie pflegten vorzusetzen' Sg. 28a9;
a trede remi -erb art 'die drei Sachen, die er zuvor gesagt hat'
Wb. 5c 22; reme-n-uicsed gl. praeoptare 'daß er voraus wünschte'
Ml. 47c 12; rem-suidigud 'Vorsetzung' Sg. 215a 4.
Auch Präp. (re n- 'vor', temporal), vgl. I 392. Ist kein altes
Präverb; die prokhtische Form ist die 3. Sing. Fem. der konju-
gierten Präposition, s. S. 151. Gehört hierher corn. re, ren in
Beteuerungen (re dev an tas 'by God the Father', ren ov thas,
ren-o-thas 'by my father'; eigenthch etwa "vor", örtlich)?
25) Ir. ro-. Steht als wortbildendes Präverb unmittelbar vor
300 Die wortbildenden Präverbia. [§585,24—27
dem Verbum (also nach allen anderen Präverbien); einige Beispiele
in § 572, 1; beim perfektischen Präverb hat sich diese Stellungs-
regel vielfach verschoben, s. § 565. Sonst besteht kein lautlicher
Unterschied zwischen dem wortbildenden und dem syntaktischen
Präverb.
Ac. ri-t-pucsaun S. 156, nc. rhy-bucho 'to long greatly';
c. rhy-buddio 'warnen' I 474; an zweiter Stelle in c. cy-r-haedd
corn. d-re-hetho br. di-r-eza S. 28 (ir. ro-saig 'reicht bis');
mc. d-ry-chauel, dy-r-chauel, corn. d-re-hevel I 334. Über
das perfektische Präverb im ßrit. s. § 574. Zu gr. /r^o, lat. pro-
ficiscor, got. fra- {fra-letan 'entlassen'), lit. pra- (pra-kifsti
'durchhauen'), asl. pro- [pro-günati 'verjagen'), skr. pra- [pra-
hudhjate 'erwacht'). Das Präverb scheint in allen idg. Sprachen
ursprünghch an letzter Stelle unmittelbar vor dem Verb gestanden
zu haben, vgl. Strachan, Trans. Phil. Soc. 1895—98 S. 170, KZ
XXXV 612f., Jackson, KZ XXXVl 149ff.
26) Ir. sechm-, proklitisch sechmi-, sechmo- : lasse
sechmi-n-ella 'indem er vorübergeht' Ml. 61a 5, sechmo-ella
'entbehrt' Sg. 196b 2; nad sechm -alla gl. qui non omittit
Ml. 35 d 13.
Zur Präposition sech I 129, 439 (rel. Präverb sech-an- Ml.
120b 2). Ist kein altes Präverb; sechm-, sechmo-, sechmi- ist
nach dem Muster von iarm-, iarmu-, iarmi- (15°), gebildet; vgl.
22°, 24°, 27°, 29°.
27) Ir. tarm-, proklitisch tarmi- : tarmi-berar 'wird über-
tragen', tairm-thecht 'Übertretung'. Zur Präp. tar I 439 (rel.
Präverb tar-an-, dar-an-). Kein altes Präverb; tarm-, tarmi-
sind nach 15°, 24° gebildet.
28) Ir. to-, proklitisch do-. to- kann durch Hebung zu Itu-
(ceta-thui-dchetar 'welche zuerst gekommen sind' neben do-de-
chuid 'ist gekommen', s. Verbalverz. do-tiag-), durch -a-Umlaut
zu ta- (nicon-ta-rat I 369) werden; über den scheinbaren -f-üm-
laut in ni tirga, ni terga, nicon-tiber vgl. I 358 und Verbal-
verz. leic-; wird vor einem Vokal zu t- elidiert (I 305); wird nach
dem Schwunde eines idg. w- mit einem folgenden Vokal kontrahiert
(tör-mach 'Vermehrung' : do-for-maig 'vermehrt').
Auch Präp. (do 'zu'). Als relatives Präverb di-an-.
C. dy- corn. de- br. di- I 284. In der Nominalkomposition
c- ty- (ty-wysog I 308). Hierher wohl die Präverbgruppen c.
d-ad- (d-ad-brynu 'zurückkaufen, loskaufen', corn. d-ys-prenne;
I
§585,27.28] Die wortbildenden Präverbia. 301
mbr. d-az-prenaff I 528; vgl. ir. Inf. t-aid-chricc), d-ar- (c.
d-ar-feru Ho accustom', vgl. ir. do-air-bertar fo reir da* 'sie
werden unter den Willen Gottes gebracht' Wb. 22c 10; c. d-ar-
paru 'to prepare, to make ready', corn. Ipv. d-ar-bar 'prepare',
br, d-ar-bari 'servir d'aide-magon'), d-an- (c. d-an-fon 'senden'
= an-fon, corn. d-an -von, 'wohl *to-'Q,dhi- + *mon-, vgl. lat.
moneö; die Präverbgruppe entspricht dem ir. t-ind- z. B. in
t-ind-nacul 'Zuerteilung'), d-am-, d-ym- (c. d-am-ry-son
'streiten' = am-ry-son, vgl. 14°; d-ym-gyf-arch 'grüßen', vgl.
ir. Inf. im-chom-arc 'Gruß'; br. d-am-glevet 'entendre ä demi',
d-am-zigeri 'entr'ouvrir'; corn. d-onm-ethy 'heiraten' Beun. Mer.
327, 329, br. d-im-izi 'heiraten, sich verloben', vgl. c. dy-weddi
'betrothal, espousals'; entspricht der ir. Präverbgruppe t-imb- z. B.
in t-im-ne 'Auftrag'). Zur Etymologie vgl. § 415 S. 74.
29) Ir. trem-, tre-, proklitisch tremi- und tris- : tremi-
berar 'wird übertragen' Wb. 8a 5, ni trem-f eidliget i-ssa
suthin 'sie halten nicht aus für immer' Ml. 21 d 4; tris-n-gatat
gl. configere 'daß sie durchbohren' 75b 9, ro-t-tre-gdastar 'hat
dich durchbohrt' LL 108b 47, no-m;thre-gtaifet 'werden mich
durchbohren' 67b 17 (als nicht komponiert behandelt; vgl. tre-
catim gl. foro Thes. II 42, 21). Das Präverb tre- steckt viel-
leicht auch in to-thre-bach gl. eruptio Ml. 129d 9, 123d 2
(Sarauw, Irske Studier S. 71).
Auch Präp. (tri, tre 'durch'). Rel. Präverb tre-san- Wb.
27c 20, tresin-dip-piat 'wodurch euch werden werden', tresin-
da-bia 'wodurch ihnen werden wird' 25d 8.
Etymologie § 305, 1 m I 438, vgl. I 439. Als Präverb in
abr. tre-orgam gl. perforo (und in corn. ov tre-nyge 'flying over"?
oder d-re-?). Wohl kein altes Präverb; tremi-, trem- ist nach
remi-, rem- (24°), tris- nach fris- (14°) gebildet.
Anm. 2. Auch einige nicht als wortbildende Präverbia vorkommende
Präpositionen sind als relative Präverbia belegt: co 'bis' (c. bw- in bw-y-
gilydd S. 215), rel. Präv. cosa-tuidches 'zu dem man gekommen ist'
Sg. 199b 1 (daneben als Konjunktion co n- § 511 Anm. S. 182, I 399 f.): la 'bei'
(§ 179, 1 I 275), rel. Präv. lassan- Wb. 14d 28, lasn- 8d 10, 30c 23;
0 'von', rel. Präv. boan- 5c 16, huan- Thes. I 485, 18, hon- Ml. 17c 7,
on-did 'wovon ist' Wb. 12 d 23.
Anm. 3. Ein im Ir. nicht vorkommendes altes Präverb liegt vor iu
c. he-brwng u. s. w. I 119 und in mc. han-fot 'herkommen aus', s.
S. 158 und § 647. Vgl. skr. sam-bhavalt 'entsteht, stammt von' (die gewöhn-
liche Bedeutung des Präverbs im Skr. ist 'zusammen, zugleich"; die Be-
302 Die wortbildenden Präverbia. [§586,1
deutung 'von' in ir. an-iar u. s. w. verhält sich dazu wie sl. sü 'von' zu
SM 'mit' aus *k'otn oder gr. xarä 'herab von' zu ac. cant 'mit', I 138).
§ 586. 1) Wie schon die in § 585 angeführten Beispiele
zeigen, ist Häufung von Präverbien im Kelt. eine häufige Er-
scheinung. Gruppen von zwei wortbildenden Präverbien sind ganz
gewöhnlich, auch Gruppen von drei wortbildenden Präverbien sind
häufig; selten sind nur die Gruppen von mehr als drei wortbilden-
den Präverbien.
In zahlreichen Fällen läßt sich beobachten, daß das letzte
Präverb besonders bedeutsam ist, während die vorhergehenden Prä-
verbia für die Bedeutung mehr oder weniger gleichgültig sind und
den Eindruck machen, später angetreten zu sein: ir. to-air-ro-
+ can- 'prophezeien' (do-aur-chanaimm I 339, do-ar-r-chet
I 477; -ro- hat die Bedeutung des gr. 7iq6- in ftQO-q)tJTrjg)., air-
fo- + em- (inti ar-a-foim 'he who receives', inti hon-eroimer
'he from whom it is received' Ml. 17c 7, Inf. air-itiu; ist ur-
sprünglich identisch mit lat. sümö); air-ro- + gab- (con-dom-
ar-r-gabad-sa gl. ut me comprehenderet Wb. 17 d 14, Part.
aur-gabtha Thes. II 28, 35; vgl. lat. pro-hibeö); to-di-fo-
-I- reg- (dodürgimm 'ich reize', Inf. tudrach; die Bedeutung ist
kausativisch zur Bedeutung des lat. surgö), imb-ro- + mid-
(immormus 'Sünde'; vgl. d. .sich vermessen). Besonders die
Präverbia to- und di- stehen oft vor einem anderen Präverb ebenso
bedeutungsleer wie etwa d. her, hin in herum, hinaus u. s. w.:
ir. to-aith- + cren- 'zurückkaufen'; c. d-an-fon, d-am-ry-son,
d-ym-gyf-arch, § 585, 28°; c. d-ar-feru ir. do-air-bertar
ebenda, vgl. gr. fcsgi-cpegco {7reQi-rjvey'/.sv elg eavrov ^d-^vag u. s. w.) ;
ir. do-etar-cuirethar 'intercedes' Wb. 4b 19; to-com- -f- sech-
'folgen' (du-d-choisgedar 'welche darauf folgt' Ml. 62c 6b, vgl.
lat. con-sequor); to-ess- -f sem- 'ausgießen, vergießen' (Präs.
3. PI. do-esmet, Inf. teistiu); to-od- -f sem- 'zeugen' (Präs.
3. PI. do-fuismet, Inf. tuistiu); di-ro- -f cöin- 'verzweifeln'
(Präs. 3. PI. de-ro-chöinet, Inf. de-r-choiniud); di-od- + ber-
'wegnehmen, betrügen' (Präs. 3. Sing, do-opir, Inf. diupart). Bis-
weilen sind die Präverbia synonym (od-ess- in osnad, oslucud,
s. § 585, 10°, 23°); bisweilen wird geradezu dasselbe Präverb wieder-
holt (ess-ess- + reg- in ess-eirge 'Auferstehung'; in-t-in-scana
'beginnt', Inf. in-t-inn-scann; o-to-cho-sgedar gl. consequens
'welcher folgt' Ml. 103d 25; im-t-im-celfam-ni gl. cingemus
24a 7; to-ad-to-ad- -f leic- in do-n-atalcfe gl. cum deleniueris
§586,2.587,1—3] Stellung des Verbums. 303
69c 6, Inf. inna t-a-t-a-lc gl. fomenta 144c 6 [zu -Ic vgl. S. 299
Z. 22] eig. "heranlassen", dann 'liebkosen').
Einen gewissen Einblick in den Vorgang der Häufung der
Präverbia gewähren die in § 554, § 569 und § 585, 23 besprochenen
Verhältnisse.
2) Vermischungen und Fehlbildungen. Die Grenzen z\vischen
den verschiedenen Präverbien einer Präverbgruppe oder zwischen
den Präverbien und dem Verbum sind für das irische Sprachgefühl
öfters unsicher geworden. Die Präverbgrupi^e fo-ro- ist bisweilen
mit dem Präverb for- vermischt worden, vgl. § 174 Anm. 2 1271;
die Präverbgruppe to-ro- in to-r-be 'Nutzen' (vgl. lat. prö-sum)
ist als to-for- autgefaßt worden (do-r-or-ban gl. proficit 'kann
nützen' Ml. 62a 20). Vgl. noch fo-d-uacair I 316, do-r-iltiset
I 358, ad-ru-spen I 421. Ein nicht zusammengesetztes Verbum
ist bisweilen als zusammengesetzt aufgefaßt worden: dodonaimm,
forcenn- § 552, 3 S. 245; do-d-fongad § 554; ad-ro-rsat 'sie
haben angebetet' zum Präs. 1. Sing, lasse nad-n-adraim-se gl.
non adorando, obgleich es sich um ein lat. Lehnwort handelt (I 207).
Das Verbum \
XIV. Syntax des Verbum fluitum.
§ 587. Stellung des Verbums. Das Verbum finitum steht
im Inselkeltischen normaler Weise an der Spitze des Satzes. Em-
phatische Voranstellung eines anderen Satzgliedes wird durch die
relative Umschreibung (§ 547) vermieden. Vor dem Verbum stehen
nur I) Konjunktionen (die etymologisch eigenthch dem Hauptsatz
angehören; Beispiele I 397, § 511 Anm. 1 S. 182 f.); 2) das Ad-
verbium ir. bes 'vielleicht' (das eigentlich einen besonderen Satz
bildet, § 511 Anm. 2 S. 183); 3) die Präverbia (zu denen seit
vorkeltischer Zeit auch die Negationen gehören, die z. B. im Sla-
vischen immer mit dem Verbum eine ßetonungseinheit bilden: russ.
nS hyl 'er war nicht', kak on ni byl umjön 'wie klug er auch
1. Stokes, Beiträge zur vgl. Sprachforschung III 47—64, VI 459—474,
VII 1-69, 253—256; Ebel, ebenda III 257-270; Stracban, The Verbal
System of the Saltair na Eann, Trans. Phil. Soc. 1895—1898, 1—76;
Stracban, Grammatical Notes, ZfcPh. II 480-493, UI 474—491. Vgl. die
bei den einzelnen Abteilungen angeführte Literatur.
304 Stellung des Yerbums. [§587.4—6
[§ 526 Schluß] war' nach derselben Akzentregel wie pri-hyl 'er ist
angekommen'); 4) die infigierten Pronomina (die beim Verbum
simplex suffigiert erscheinen); 5) einige Adverbia (die wohl ur-
sprünglich beim präverbversehenen Verbum infigiert wurden, beim
Verbum simplex aber proklitisch waren); im Ir. wurden sie teilweise
mit den Präverbien vermischt, s. § 585, 4, 6, 19, 20; bei nuie-,
uile- I 474 und bei mos- 'bald' in raos-riccub-sa 'ich werde
bald kommen' läßt sich die Vermischung mit den Präverbien nicht
direkt beweisen; jedoch spricht die Erhaltung des Auslauts in
mos- *moA;'s I 78 (Nebenform rao-, mu-) sehr dafür, vgl. §550, 3;
auch im C. stehen gewisse Adverbia vor dem Verbum: ac. cein
§ 585, 4, mc. mad- 'gut', moch- 'bald' § 544 Anm.; bei ir. -d-
c. yd ist mit Bezug auf die Wortstellung besonders auf § 537
Schluß S. 223, § 545, 2 zu verweisen; zu den irischen als Prä-
verbia verwendeten konjugierten Präpositionen (§ 585, 14, 15, 22,
24, 26, 27, 29) vgl. corn. rygthy a seff S. 239 Z. 20; 6) einige
fragende Wörter. Die Fragepartikel in gehört im Ir. ganz zu den
Präverbien, sei es, daß dies auf einer ererbten Regel beruht, sei
es, daß sie erst auf ir. Boden mit den Präverbien vermischt worden
ist. Das fragende Pronomen bildet in der Regel einen besonderen
Satz, wonach relative Konstruktion eintritt (§ 520); es finden sich
jedoch viele Spuren einer älteren Regel, wonach das fi-agende Pro-
nomen einfach an der Spitze des Satzes vor dem Verbum stand;
solche Spuren sind: das an der Spitze des Satzes stehende fragende
Prädikatsnomen, das im C. betont, im Ir. (was wohl älter ist) pro-
klitisch ist (S. 199, 201); die adverbiellen Ableitungen des fragenden
Pronomens (S. 205) und im Brit. das von einer Präposition regierte
fragende Pronomen (§ 523, 3; vgl. für das Ir. § 521, 2); und
schUeßHch die in § 522, 6, § 523, 8 besprochenen Fälle, in denen
das Neutr. 'was?' als Subjekt oder Objekt mit dem Verbum ver-
bunden ist (das fragende Pronomen ist sogar in einigen Fällen
Vermittler der Infigierung eines persönlichen Pronomens; auf die
Betonung der Präverbia übt es in ir. ce-röich Einfluß; diese Er-
scheinungen kommen jedoch nur sporadisch vor). Daß in einer
älteren Zeit auch das Mask. 'wer?' als Subjekt mit einem Verbum
verbunden werden konnte, folgere ich aus den von Loth, Rc.
XXXI 28 aus Myv. Arch. 213 a 46, 248 a 16 angeführten fragen-
den Nebensätzen mc. pwy py geidw 'wer hält', o gouynnir pwy
py ryd vwyhaf 'wenn man fragt, wer am meisten gibt', worin
pwy py wohl eine verdeutlichende Erweiterung eines älteren
§588,1] Bestand des Verbums. Gebrauch der Tempora. 305
fragenden py* ist (wenn man auch später vielleicht py als relatives
Pronomen gefaßt hat; ähnlich ist vielleicht sogar mbr. pe da piou
Erweiterung eines älteren pe da, s. § 523, 3, 5).
§ 588. Der Forraenbestand des Verbum finitnm und der
Gebrauch der Tempora. 1) Der Indikativ unterscheidet ein Prä-
sens, Imperfektum und Präteritum, im Ir. zugleich ein Futurum
und einen KonditionaHs, im Brit. zugleich ein Plusquamperfektum.
a) Das Präsens hat im Ir. die gewöhnlichen Funktionen eines
Präsens und kann außerdem die bis in die Gegenwart dauernde
Handlung bezeichnen : atät tri laa 7 teora aidchi and 'sie sind
dort seit drei Tagen und drei Nächten' LL 249b 11; 6-tü-sa
i-sin dun sa iss-ed laithe inso asiam (= as siam) limm
•'seit ich in dieser Burg bin, ist dies der Tag, der mir der längste
zu sein schien' LL 249b 3 (Strachan, Trans. Phil. Soc. 1895-98
S. 229; vgl. jedoch hö böi § 562 Anm. 1); ebenso mc. ys gwers
yd wyf yn keissaw 'seit einer Weile suche ich' Mab. 126, 28;
br. tri miz zo ez eo klanv 'il est malade depuis trois mois'
(Troude depuis). Im C. und Corn., wo ein Futurum fehlt, hat das
Präs. auch futurische Bedeutung: mc. dywet na deuafylysvyth
'sage, daß ich niemals nach seiner Burg kommen werde' Mab.
199, 25; corn. ny-m gvelyth arte 'du wirst mich nicht wieder
sehen' O. M. 244; dem Br. ist diese Verwendung des Präs. jedoch
fremd (das Fut. wird durch den Konj. Präs. ausgedrückt).
Anm. Auch im Nsch. hat das Präs. futurische Bedeutung: theid
'wird gehen' (air. teit 'geht'), ni 'wird tun' (air. do-gni 'tut'); es be-
zeichnet zugleich, was zu geschehen pflegt; die Präsensbedeutung im eigent-
lichen Sinne wird durch eine Umschreibung ausgedrückt (ta mi ag
bualadh 'ich schlage'); das alte Put. ist verloren.
b) Das Ipf. bezeichnet im Ir. die wiederholte oder gewohn-
heitsmäßige Handlung in der Vergangenheit (das, was zu geschehen
pflegte): dognithe a n-asbered Moysi 'what Moses used to say
used to be done' Wb. 15 a 18. In bedeutend größerer Ausdehnung
wird das Ipf. im Brit. verwendet; es bezeichnet nicht nur das, was
zu geschehen pflegte, sondern auch das, was in der Vergangenheit
fortdauerte (in Ausführung war): mc. ual y kyrchei ef y bont
'während er sich der Brücke näherte' W. B. 433, 8; pan deuthum
i yma gyntaf eingon gof a oed yma 'als ich zum ersten Mal
hierher kam, war hier ein Schmiedeamboß' Mab. 129, 12; a gahv
a wneth attaw y verch hynaf a gofyn idi pa veint y karei
1. Wie com. pyu peuagh aus pynak J; 526.
Pedersen: Vgl. kelt. Oramm. II. 20
306 Gebrauch der Tempora. [§588,1
hi efo 'er rief seine älteste Tochter und fragte sie, wie sehr sie
ihn liebte' K B. II 65, 4. Hieraus entwickelt sich die narrative
Verwendung der Imperfektformen von 'hören' und 'sehen', wovon
in § 580 die Rede war. Corn. morogeth a vynne <fen cyte
^e vos gorthijs 'er wollte nach der Stadt reiten um verehrt zu
werden' M. C. 28. Mbr. ne gallenn muy ma m-em difenn
'ich konnte mich nicht länger verteidigen' Nonne 386. Das Irische
verwendet in diesem Falle das Prät.: in -tan böi sim occ-a
n-airlegend atchuala gair mor 'als er im Begriffe war sie zu
lesen, hörte er ein großes Geschrei' Wi, 19, 37; asberad som
na-m-bu tressa dia Hirusalem im-böi dia cecha cathrach
olche(na) oben S. 78 Z. 6 v. u. Es unterliegt aber keinem
Zweifel, daß das Brit. in diesem Punkte altertümlicher ist als das
Irische; die Einschränkung in der Verwendung des Ipf. steht mit
der Entwickelung des Prät. in Verbindung. Ferner entspricht das
cymrische und cornische Ipf. dem ir. Konditionahs, zunächst in der
Bedeutung eines Futurum in praeterito: mc. ny wydyat hi beth
a wnaei 'sie wußte nicht, was sie tun sollte' Mab. 268, 29; corn.
fy thyso pan leuersys temple dev y-n tystrewys hag arte
kyn pen try dyth guel ys kyns y-n dreheuys 'pfui dir, daß
du gesagt hast, du würdest den Tempel Gottes niederreißen und
ihn wieder vor Ablauf dreier Tage besser als früher errichten'
P. C. 2862; ferner im Nachsatz nach einem irrealen Bedingungs-
satz (vgl. § 593,5 und § 597,4); vgl. c° Schluß. Über die gelegent-
liche Verwendung des brit. Ipf. statt des Plusquampf. vgl.
§ 575, Id.
c) Das keltische Prät. entspricht dem idg. Aorist und dem idg.
Perf. Über die Art und Weise, wie man im Kelt. das perfektisch
fungierende Prät. von dem nicht-perfektischen Prät. unterscheidet,
vgl. § 561— §583. Mit Bezug auf den Aspekt ist schon in § 578
hervorgehoben worden, daß das keltische Prät. sowohl perfektiv wie
imperfektiv fungiert. Da der idg. Aorist perfektiv war, so muß die
imperfektive Verwendung aus dem idg. Perfektum stammen. Der
imperfektive Aspekt ist denn auch beim kelt. perfektischen Präteritum
äußerst häufig; er ist aber von hier aus auch in das narrative Präte-
ritum gedrungen, und zwar nicht nur im Ir., sondern auch im Brit. : ir.
CO port im-böi in ri *zu dem Ort, wo der König war' Ml. 55c 1;
mc. a thra barh(a)awd yr un or pedwarugein marchawc
ar y gossot kyntaf y byryawd pob un onadunt. ac o oreu
y oreu y doe(t)hont attaw. ac yn diwethaf oll y doeth y
§588,1.2] Gebrauch der Tempora. 307
iarll attaw 'so lange ein Einziger von den 80 Rittern übrig war,
warf er bei dem ersten Angriti" je Einen von ihnen zu Boden; und
immer tapferer kamen sie gegen ihn (d. h. immer kam ein tapfererer
Ritter als der soeben überwundene gegen ihn), und zuletzt von
allen kam der Graf gegen ihn' W. B. 432, 12; corn. me a wruk
trespastye cref pan y-n neghys 'ich habe eine schwere Sünde
begangen, als ich ihn verleugnete' P. C. 1442; mbr. maz voe
gloaset ma calon ufvel pan ho guylis 'sodaß mein armes Herz
gequält wurde, als ich euch (dich) sah' Jes 175 b. Der neue Zu-
stand ist im Ir. dadurch systematisiert worden, daß die Funktionen
des alten Ipf. einer Beschränkung unterlagen; im Brit. hat das
Ipf. seine alten Rechte besser behauptet. Über das Prät. im Sinne
des Plusquampf. s. § 562, 1, § 575, 1 S. 277.
Das nicht-perfektische Präteritum bezeichnet im Ir. (wie im
Lat. das Ipf. Ind.) das, was gebührend, passend, möglich u. s. w.
gewesen wäre, nicht aber geschehen ist: in loc diam-bu thabarthi
ermitiu feid 7 im-bu choir frecur ceil dce a-t-lentai(s>-som
adi 'den Ort, dem man Ehrfurcht hätte zeigen sollen, und wo es
passend gewesen wäre, Gott zu verehren, pflegten sie zu besudeln'
("sie pflegten ihn zu besudeln") Ml. 22a 4; ar böi sön in potestate
mea ma d-a-gnenn 'denn dies wäre in meiner Macht, wenn ich
es täte (tun v/ollte)' Wb. lOd 31; ci adcobrinn möidim do de-
num ni böi adbar hie 'auch wenn ich wünschte mich zu rühmen,
wäre hier kein Anlaß (Stoff)' 17 d 17. Das Prät. ist hier wohl
sicher an die Stelle eines älteren Ipf. getreten; die formale Unter-
scheidung dieses Falles den durch den irischen Konditionalis aus-
gedrückten Fällen gegenüber ist aber jedenfalls alt.
2) Der Imperativ besitzt nur ein Tempus, das sich formell
eng an den Ind. Präs. anschließt. Der Konj., der teils dem idg.
Konjunktiv, teils dem idg. Optativ entspricht, hat zwei Tempora,
ein Präsens und ein Ipf. Das Ipf. Konj. ist im Hauptsatz selten
(com. Beispiel S. 321 Z. 3), nur im Br. spielt es als Entsprechung
des ir. Konditionalis (des c. und corn. Ipf. Ind.) eine größere
Rolle. In den Nebensätzen ist das Tempus meist vom Hauptsatz
abhängig: ir. is bees donaib dag-forcitlidib molad ingni
inna n-etside ara carat an ro-chlüinetar 'es ist Sitte der
guten Lehrer, den Verstand der Zuhörer zu loben, damit sie das,
was sie hören, lieb haben mögen' Wb. IIb 6; asbert Conchobar
fri a muintir ara scortis a cairptiu 'C. sagte zu seinen Leuten,
daß sie die Wagen abspannen sollten' Wi. 137, 5. Dabei kann
20*
308 Personen und Numerus. [§588,2. §589,1.2
das historische Präsens des Hauptsatzes als ein Prät., das perfek-
tische Präteritum als ein Präsens betrachtet werden: teit . . o-
digsed 'es geht (ein Bote zu Eocho), damit er ginge . .' LU
20b 37; dodeochad-sa o Findabair ar do-chend-so co
n-dechais di-a haccallaim 'ich bin von F. vor dich gekommen,
damit du gehest, mit ihr zu sprechen' LU 72b 7 (anders z. B.
Wb. 8d 26). Bisweilen ist jedoch das Tempus des Nebensatzes
vom Hauptsatz unabhängig, wobei das Ipf. das Unmögliche be-
zeichnet oder ein Ausdruck der Bescheidenheit oder einer vor-
sichtigen Folgerung ist: ni molat dia i n-ifurnn co n-etaitis
dilgud ho suidiu tri sodain 'they praise not God in hell, so
that they might obtain forgiveness from Him thereby' Ml. 130 b 6;
atö oc combäig friss im sechim a gnime et im gabäil
desimrechte de o-roissinn cutrummus friss 'ich kämpfe mit
ihm mit Bezug auf Nachahmung seiner Taten und mit Bezug auf
Beispiel-Nehmen an ihm, damit ich Gleichheit mit ihm erreichen
möchte' Wb. 26d 17; ba doig bed n-ingcert in testimin so
'wahrscheinlich ist dieser Text verdorben' Ml. 61b 15 (vgl. Wb.
27d 16; Sg. 68a 3); mc. na wn heb y Peredur pei kaffwn
dysc na-s gwypwn 'ich weiß nicht, sagte P., ob ich es nicht
könnte, wenn ich Unterricht erhielte' Mab. 201, 10.
Im Brit. hat auch das Plusquampf. (neben der indikativischen
Verwendung) konjunktivische Bedeutung; darüber s. § 615, § 618.
§ 589. Personen und Numerus. 1) Das inselkeltische
Verbum unterscheidet drei Singular- und drei Pluralpersonen (die
Pluralformen werden auch nach dualischem Subjekt verwendet).
Über Simplexendungen und Kompositalendungen s. § 602.
2) Verschiedene Eigentümlichkeiten im Gebrauch der Formen
sind schon im Vorhergehenden besprochen worden: über das u. a.
in der Verbalendung zum Vorschein kommende Vorgreifen eines
nachträghch durch 'und' angereihten Subjekts s. S. 138 und § 492
Anm. S. 156; über die Form des Verbums nach dem ßelativum
als Subjekt s. § 546; über die fakultative Verwendung der plura-
lischen Verbalform nach einem Kollektiv als Subjekt s. § 411 'und
§ 412 mit Anm. 1. Ir. is lour da preceptöir 'zwei Lehrer sind
genug' Wb. 13a 9 ist ein Beispiel der ungenauen Verwendung des
Neutr. (Sing.), s. oben S. 65. Die 2. PI. als höfliche Anrede statt
der 2. Sing, ist im Corn. und bes. im Mbr. häufig.
Wenn im Ir. ein unbestimmter neutraler Begriff 'es' Subjekt
der Kopula vor einem pluralischen Prädikatsnomen ist, nimmt die
§589,2] Personen und Numerus. 309
Kopula in der Kegel, aber nicht immer pluralische Form: it boill
imm-e-folnget corp 'it is members that make up the body' Wb.
12a 19; it sib ata chomarpi S. 237 (3. Plur. vor 'Ihr'); Singular:
bad sissi coneit und co m-bad sissi doberad teist S. 237;
in fer as a eich § 539 S. 224; cid ferte, cid snissni S. 207.
Immer it he 'sie sind es'. Im Mc, Sing.: o-s wynteu S. 237 Z. 33.
In den brit. Sprachen findet sich (in verschiedener Ausdehnung
in den verschiedenen Sprachen und Perioden) der sonderbare Ge-
brauch, daß das Verbum vor einem pluralischen Substantiv als
Subjekt im Sing, stehen kann. Ich vermute, daß verschiedene
Gründe sich vereinigt haben, um dies Resultat hervorzurufen: ein
Schwanken zwischen dem Sing, und dem Plur. der Kopula vor
einem pluralischen Prädikatsnomen (wie im Ir.); das Schwanken
zwischen dem Sing, und Plur. vor einem kollektivischen Subjekt;
und schließlich kann (wie das Nir. § 541, 2 zeigt) der Singular
des Verbums nach relativischem Objekt vor einem pluralischen
Substantiv als Subjekt auf einer Analogiebildung nach den
Sätzen mit relativischem Subjekt beruhen. Wenn das Subjekt
nicht ausgedrückt ist oder durch ein persönliches Pronomen ver-
treten ist, steht niemals die Singularform des Verbums statt der
Pluralform. Beispiele aus dem Mc: gweisson doethaf or byt
yw vym brodyr i 'die klügsten Jünglinge in der Welt sind meine
Brüder' Mab. 91, 13; yna y kerdwys y kennadeu 'dann gingen
die Boten' 86, 10 (neben yna y kerdassant try wyr ar dec yn
gennadeu 'dann gingen 13 Männer als Boten' 86, 23); sef a
wnaeth y weisson 'das nun taten die Burschen' 82, 16. Aus
dem Schwanken zwischen Singular und Plural hat sich schließlich
im Nc. eine Regel entwickelt, die ungefähr das Gegenteil der ur-
sprünglichen Sachlage ist; nach Rowland § 569 f. stimmt das
Verbum immer in Person und Zahl mit dem vor dem Verbum
stehenden substantivischen Subjekt (relative Umschreibung), steht
aber in der 3. Sing., wenn ein substantivisches Subjekt folgt (wenn
das Subjekt nicht ausgedrückt oder durch ein persönliches Pronomen
vertreten ist, stimmt das Verbum immer in Person und Zahl mit
dem Subjekt überein). Corn. Beispiele: gorhenmennaf may
tefo gveyth ha losow 'ich befehle, daß Bäume und Pflanzen
wachsen'; me a vyn may fo formyys dre ov nel bestes
puskes hag ethyn 'ich will, daß durch meine Macht geschaffen
werden Tiere, Fische und Vögel'; kref yv gvrythyow an spethes
may th-yv ov dyv-vregh terrys 'stark sind die Wm-zeln der
310 Gebrauch der Personen. [§589,2.3
Dornsträucher, sodaß meine Arme gebrochen sind'; mur nyns-yv
an gobrov 'groß sind die Belohnungen nicht'; p-an forthov yv
an re-na 'what ways are those?'; nans yv mysyov tremenys
'jetzt sind Monate vergangen' O. M. 28, 42, 687 f., Beun. Mer. 98,
344, 803. Mbr.: ez de uz an broys 'vinrent des hommes du pays"
Barbe 20.
Anm. 1. Im Nir. werden die Personen beim Verbura in zweierlei
Weise ausgedrückt, entweder „synthetisch" mit Hülfe der ererbten Personal-
endungen oder „analytisch" mit Hülfe der selbständigen persbnl. Prono-
minen, vor denen das Verbum immer in der 3. Sing, steht: ceilidh rae,
tvi, se, sinn, sibh, siad oder ceileann me u. s. w. 'ich verhehle, du
verhehlst, er verhehlt, wir verhehlen, Ihr verhehlt, sie verhehlen'. Dabei
gibt es syntaktische Kegeln für die Verwendung der synthetischen oder
der analytischen Flexion (die synthetischen Formen sind häufig in der
Antwort: Arran tä me l'ejst aNiS. täir *ich bin jetzt geheilt. Ja, du bist es');
die einzelnen Personen verhalten sich jedoch in dieser Beziehung nicht
gleich (selten ist z. B. auf Arran die analytische Form des Präs., Ipf.
1. Sing.). Vgl. O'Donovan S. 153, F. N. Finck, Die araner mundart I 152
—154, Stewart S. 69 ff.
Ausgangspunkt für diese Neuerung war wohl der in gewissen Fällen
lautgesetzlich eingetretene Zusammenfall verschiedener Personen (ceilidh
tu, ceilidh se statt air. mir. 2. Sing, ceili, 3. Sing, ceilid, die nach
dem Verstummen des -dh gleich lauten mußten; die ursprüngliche Kom-
positalform nir. ceileann galt schon seit alter Zeit sowohl für die 2. wie
für die 3. Person): auch die besonderen Verhältnisse der Relativsätze
(§ 541, 2) mögen Einfluß geübt haben; vielleicht auch das Passiv, das von
jeher nur die 3. Person kannte. Ein interessantes Ergebnis der Gleich-
wertigkeit von Pronominen und Personalendungen ist die dialektische Ver-
wendung der alten Endung der 1. PI. -maid (S. 154 Z. 7 v. u.) als selb-
ständiges Pronomen (Arran tä se xo ma ^ün, mud' 9 sgura 5 xel's 'es ist
ebenso gut für uns, uns von einander zu trennen' [do sgaradh, Inf.]).
Mit der durch relative Umschreibung geschaffenen analytischen Flexion
des Corn. und Br. (com. my a gar, br. me a gar 'ich liebe'; vgl. Ernault,
Ec. IX 249—258) hat die nir. analytische Flexion historisch nichts ge-
meinsam.
3) Subjektlose Konstruktion ^ ist im Ir. auch bei transitiven
Verben häufig: arnach-corathar i-mraoth 7 machthad 'that
it may not put him in Stupor and adtniration' = 'damit er nicht
in Verwunderung gerate' Ml. 68b 9; bec nach-am-ralae i
n-derchoiniud 'es hat mich beinahe zur Verzweiflung gebracht'
1. Sarauw, Irske Studier S. 124; Stokes & Strachan, Thes. I 545 Fuß-
note f; Strachan, The Gaelic Journal Nr. 164 S. 543 unter docuirethar;
Strachan, Eriu II 60f.; Verf, KZ XL 138.
I
§589,3] Gebrauch der Personen. 311
= 'I have almost fallen into despair' 90c 17; o-did-tarla sechse
'bis es ihn daran vorbei gebracht hat' 'until he cornes past it' Wb.
24a 17; do-m-ralai i cumsanad for mo dergud 'I chanced to
be resting on my bed' ("es hatte mich geworfen") Atk. LBr.
Z. 1488; do-t-rala ind 'thou art in it' Rc. VI 183; nachi-
tochthad fri a choscc 'quäle dich nicht damit ab, ihn zurecht-
zuweisen' ("es soll dich nicht abquälen") Wb. 31 d 11; rofetar
nii-m-irchöi nach gein lib-si 'ich weiß, daß es mich nicht
lange bei euch aufhalten wird' 'daß ich nicht lange aufgehalten
werden werde' 7a 11; arnach-n-aurchoissed 8a 4 (s. § 486
Anm. 1 S. 146); ni thelfea doib 'es wird für sie nicht möglich
sein' 25c 2 (vgl. § 572, 7); co fo-r-croth a rig-thech n-uile
'sodaß es das ganze Königshaus erschütterte' 'sodaß das ganze
Königshaus erzitterte' Wi. 261, 1; ro äs gnoe möir in n-ingin-
i-sin 'dies Mädchen wuchs mit großer Schönheit auf (eigentlich
"auxit puellam") LU 42 a 2. Andere auffälligere Beispiele der subjekt-
losen Konstruktion sind: maided fair lib 'er soll von euch über-
wunden werden' "es soll durch euch über ihn brechen" Wb. 7c 4;
imm-an-esoirg döib 'sie töteten sich gegenseitig' "es tötete ihn auf
beiden Seiten für sie" Wi. 259, 3; onä-m-on-acced döib 'sodaß
sie sich gegenseitig nicht sehen konnten' LL 279b 31; imm-an-
arnaic döib oben S. 138 Z. 12 v. u.; ni-m-a-fitir doib 'sie
wußten von einander nichts' "es wußte ihn gegenseitig nicht für
sie" Wi. 17, 23 (und eine Reihe von ähnlichen Belegen bei den
mit dem reflexiven imm- zusammengesetzten Verben, s. Wi.
S. 515).
Anm. 2. In der späteren Sprache wird die subjektlose Konstruktion
bisweilen durch eine subjektische Konstruktion ersetzt, wodurch ein ur-
sprünglich transitives Verbum intransitiv wird (das ursprüngliche Objekt
wird als Subjekt aufgefaßt): ro lä i socht mör inti Mac Dathö 'M. D.
blieb lange schweigend' (ursprünglich "es hatte ihn in großes Schweigen
gebracht") Wi. 97, 6; daralatar inda hapstail huile i n-oen tegdais
'die Apostel befanden sich alle in einem Hause'; doralatar doib ann-
sin da dhall 'es begegneten ihnen dort zwei Blinde' Atk. LBr. Z. 5560,
4409; irara-a-com-siuitar doib 'sie gerieten in Kampf wider einander*
Wi. 272, 12 (weder das infigierte Pronomen noch der Zusatz doib stimmt
zur subjektischen Konstruktion; vgl. imm-on-sinsetar fir 'die Männer
sind in Kampf geraten' LL llGb 1).
Natürlich können einige Verba von jeher sowohl intransitiv wie tran-
sitiv gewesen sein (äs- ist im Air. immer subjektisch und intransitiv:
'wachsen'); und bei den mit dem reflexiven imm- zusammengesetzten
Verben wird von jeher eine regelmäßige subjektische Konstruktion neben
312 Gebrauch des Konjunktivs im Ir. [§ 589, 3 — § 591, 1
der subjektlosen Konstruktion gestanden haben (inim-un-cualammar
ni-m-un-accamar S. 248 Z. 16; act imm-an-ärladmar 'sobald wir
mit einander gesprochen haben werden' Wb. 29 d 10).
Im archaischen Mc. spielt die subjektlose Konstruktion wohl
eine ähnliche Rolle Avie im Air.: llicrid rid, reuhid Hin 'it spoils
the ford, it freezes the lake' = 'the ford is spoiled, the lake is
frozen'; din a collei bei na-s-prinhei 'man would have been
lost, had He not ransomed him' Skene II 47, 10; 14, 8. Corn.
hy holon hy a torse 'her heart would break' 0. M. 2174. Sonst
findet sich im Brit. keine Spur dieser Ausdrucksweise, es sei denn,
daß man das häufige Nebeneinander von transitiver und intransi-
tiver Bedeutung bei demselben Verbum im Br. (brasaat 'ver-
größern, wachsen' u. s. w.) aus älterer subjektloser Konstruktion
erklären will.
Gebrauch des Konjunktivs im Ir.^
§ 590. Der Konjunktiv bezeichnet im Ir. einen Wunsch:
d-a-ro-lgea dia doib 'Gott verzeihe es ihnen!' Wb. 31a 2;
im-b i cein fa i n-accus beo-sa nio-chloor act for cäin-
scel 'möge ich, ob ich fern oder nahe bin, nichts als gute Nach-
richten von euch hören!' 23b 41. Ferner einen Befehl (in Fällen,
wo der Befehl nicht sofort, sondern erst bei einer gewissen Ge-
legenheit oder, wie in Lebensregeln, allgemein in der Zukunft
ausgeführt werden soll; der Konjunktiv übersetzt daher mehrmals
einen lat. Imperativ auf -tö): soira-siu gl. liberato Ml. 61c 15;
dogne-su maith fris-som et bid maid som iarura 'tue ihm
Gutes, und er wird nachher gut werden' Wb. 5d 39; ce choniis
cor do setche uäit nii-s-coirther S. 206 Z. 3 v. u.; ni gessam-
ni nii bes chotarsne di ar n-i'cc 'bitten wir um nichts, daß
unserem Heil zuwider wäre' IIa 24.
§ 591. Der ir. Konjunktiv wird ferner potential verwendet.
1) In Hauptsätzen: dofuthris-se a buith i-m gnais fein ar a
hireschi 'ich möchte wünschen, daß er in meiner Nähe wäre,
wegen seines Glaubens' Wb. 32a 9; mu-riis-si far n- doch um
'I might soon come to you' Ml. 34a 4; auch in los angereihten
1. Atkinson, On the Function of the Subjunctive Mood in Irish, Pro-
ceedings of the Eoyal Irish Academy, 3. Ser., Vol. III (1894), p. 428—440;
Strachan, On the Uses of the Subjunctive Mood in Irish, Trans. Phil Soc.
1895—98, p. 225—355; Sarauw, Remarks on the Verbal System of Modern
Irish, ZfcPh. IV 72—86.
§591,1 — 4] Der potentiale Konjunktiv im Ir. 313
Sätzen mit co n- 'sodaß' (und in dazu gehörigen umschreibenden
Relativsätzen): co m-bad notire ro-d-scribad cosse 'sodaß es
ein Schreiber wäre, der es bisher geschrieben hätte' (vorsichtige
Folgerung) Wb. 27d 16. 2) Nach be's 'vielleicht': bess risat
ade ani asa-torbatha 'vielleicht werden sie das erreichen, von
dem sie weggeschnitten worden sind' 5b 39; asbert Mongän
fria arna-bad brönach, bes do-sn-ised cobair 'M. forderte
sie auf, nicht betrübt zu sein, vielleicht würde Hülfe zu ihnen
kommen' LU 183b 4; 3) In der abhängigen Frage: nihil horum
sciens .i. in-dam-soirthae du lamaib mu nämat fa-naic 'ob
ich aus den Händen meiner Feinde befreit werden würde oder nicht'
MI. 91d 4; na scarad fri-sin fer düs in r-ict(h)ar tri a
gnäis-si 'sie soll sich von ihrem Manne nicht trennen, ob er
vielleicht durch den Verkehr mit ihr gerettet werden könnte' Wb.
10a 3; duüs indip fochunn icce S. 221; duüs in intamlitis
gl. si quomodo ad aemulandum provocem Wb. 5b 20. Die Grenze
zwischen den potentialen und den voluntativen fragenden Neben-
sätzen ('was man tun solle', § 592, 4) ist nicht scharf.
Anm. 1. Die abhängige Frage au und für sich (ohne potentiale Be-
deutung) verlangt nicht den Konj.
4) In einem Bedingungssatz oder einem konzessiven Satz:
mani pridag atbel ar ocht et gorti 'wenn ich nicht predige,
werde ich vor Kälte und Hunger sterben' Wb. lOd 24; cia fu-
dama in firiän ni du imnedaib hi-sin biuth frecndairc
soirfithir dano in cein n-aili dano 'auch wenn der Gerechte
etwas von Leiden in der gegenwärtigen Welt erleiden mag, wird
er auch ein anderes Mal befreit werden' Ml. 68 d 14; ni ticed
scis mo chnamai cid dian 7 cian notheisinn 'weariness used
not to come to my bones though I went fast and far' 41 d 9;
robü mör a homun lium-sa mad and atbelmais-ni i-snaib
fochaidib 7 i-snaib imnedaib hi-robammar 7 mani-n-
soirthae riam 'groß war meine Furcht davor, wenn wir in den
Trübsalen und Leiden, worin wir waren, sterben sollten, und wenn
wir nicht vorher befreit werden sollten' 96a 10; asbert Mugain
fri-sin m-ban-cainti doberad a breth fein di dia m-berad
a mind dir do chind na rigna 'M. sagte zur Schmähdichterin,
sie würde ihr, was sie selbst verlangte, geben, wenn sie das goldene
Diadem von dem Kopfe der Königin nähme' LU 52a 32; iss-ed
a n-dliged dogres mani foired causa euphoniae 'this is always
the rule unless the causa euphoniae should operate' Sg. 157 b 11;
314 Der potentiale Konjunktiv im Ir. [§591,4.5
acht mä dothisad ardd-ri secht nirae dö ni reg-sa 'außer
wenn der hohe König der sieben Himmel kommen sollte, werde
ich nicht gehen' Trip. Life 118 Z. 15; is a macc di-a ses ceni-
bed ä ainm som bes foir 'es ist sein Sohn nach ihm, auch wenn
es nicht sein Name sein sollte, der auf ihm ist (den er trägt)'
Ml. 23 d 17. Wie die Beispiele zeigen, steht der Konj. auch in
den zu einem solchen Bedingungssatz oder konzessiven Satz ge-
fügten Relativsätzen, wenn sie einen Teil des potentialen Sinnes
bilden. — Disjunktiv: imb i cein fa i n-accus beo-sa § 590.
Anm. 2. Die bedingende oder konzessive Konjunktion verlangt an
und für sich, wenn kein potentialer Sinn vorhanden ist, nicht den Kon-
junktiv: ma du-d-esta ni di bar n-iris iccfidir per aduentum
nostrum "wenn etwas an eurem Glauben fehlt, wird es per aduentum
nostrum gut gemacht werden' Wb. 25a 30; cia ru-d-chualatar ilbelre
et ce n u-s-labratar ni-pat ferr de 'obgleich sie viele Sprachen gehört
haben und obgleich sie sie sprechen, werden sie deshalb nicht besser
werden' 12 d 28. — cid, cit, mad, raat S. 207 f., § 537, 2 enthalten ety-
mologisch den Indikativ, fungieren aber konjunktivisch, vgl. Strachan,
Trans. Phil. Soc. 1895—98 S. 267 1; cid scheint Wb. 5a 16 indikativisch zu
fungieren. — Dieselbe Konstruktion (mit dem Konj. oder mit dem Ind.)
wie nach cia findet sich auch bei dem erst im Mir. belegten cen co n-
(cen CO n-, cein co n-) 'obgleich nicht, wenn nicht', das etymologisch aus
cia -}- ni-con- (§ 528) besteht, aber offenbar als ''ohne daß" aufgefaßt
wurde: 7 fo leis gid no-rissed 7 ba fo leis gin co-rissed 'es war
ihm recht, wenn es träfe, und es "war ihm recht, wenn es nicht träfe'
LL 74b 44; atä biad lat cen con-essara 'Essen steht vor dir, ohne
daß du es ißt' Wi. 97, 9; dober-sa m-ingin duit ein co fetar cia tu
'ich werde dir meine Tochter geben, obgleich ich nicht weiß, wer du bist'
Ec. V. 200; vgl. Wi. 417, K. Meyer, Contrib. cen.
Nach dia n- als Bedingungskonjunktion steht jedoch immer der
Konj.; dia n- mit dem Indikativ ist temporal; nach acht 'so bald; vor-
ausgesetzt daß' steht der Konj. sowohl in teraitoralen wie in bedingenden
Sätzen: act risam nem bimmi aBcni 'sobald wir in den Himmel kommen,
werden wir weise sein' Wb. 12c 9; acht as-r-ingba desylläbchi 'pro-
vided it exceed disyllabism' Sg. 187 a 1; dagegen steht der Ind. nach dem
eklipsierenden acht 'nur daß': accobor la-m menmuin maid do im-
radud act nand-leicci concupiscentia carnalis 'mein Geist hat den
Wunsch, Gutes zu denken, nur daß concupiscentia carnalis es ihm nicht
erlaubt' Wb. 3d 13.
5) In relativen Sätzen, die sich auf einen unbestimmten Fall
beziehen, gleich viel ob sie durch ein unbestimmt relatives Pronomen
oder durch das relative Pronomen eingeleitet werden: cacha orr
§ 525,3 S. 208; sechi-p he lasam-be iustitia legis 'wer es auch
sein mag, der iustitia legis besitzt' Wb. Id 19; intan bes n-äil
§591,5.6.592,1] Konjunktiv der Absichtim Ir. 315
do 'wann es ihm gefallen mag' Ml. 94cl7; is he didiu a m-bes
adi inti diib bes tressa orcaid alaile 'das ist also ihre Sitte:
wer von ihnen der Stärkere sein mag, tötet den Anderen' 19d 6;
inti bes anirlithe 1. näd-chomalnathar an asberar friss
r-am-bia digal 'wer ungehorsam ist oder das nicht ausführt, was
zu ihm gesagt wird (was ihm befohlen wird), wird Strafe erhalten'
Wb. 27c 14; nä maith ro-be 'was Gutes es auch geben mag'
5d 30; Dominus prope est .i. do thabairt düib neich risid a
less 'um euch zu geben, was Ihr bedürfen möget' 24b 2; is insa;
in ball do thinchosc neich asberad cenn 'das Glied kann nicht
korrigieren, was das Haupt äußert (äußern möchte)' 13a 19; cid
a-tob-aich cen dilgud cech ancridi dognethe frib 'was
treibt euch, nicht jedes Unrecht zu vergeben, das euch getan werden
möchte (mag)' 9c 20; chech irnigde do-n-gneid i tuil dee
bed dlichthech 'let every prayer that ye make in God's will be
lawful' Wb. 5c 20.
Anm. 3. Wenn dagegen der Eelativsatz einen bestimmten Fall be-
trifft, steht der Indikativ (die Grenze zwischen den beiden Arten von
Relativsätzen ist jedoch flüssig): necessarium autem existimaui ministrura
necessitatis meae mittere ad uos .i. neich roiccu a less 'dessen, was ich
bedarf Wb. 23 d 9; nad deni oben S. 181, 29; te ipsum saluum facies et
eos qui te audiunt .i. cäch ro-t-chechladar oc precept 'Jeden, der
dich predigen hören wird' Wb. 28d 16; asbeir nad-m-bi ciall la nach
disluindi dliged remdeicsen 'er sagt, daß wer das Gesetz der Vor-
sehung leugnet, keinen Verstand hat' Ml. 50 d 1.
6) Nach amal 'wie', indaas 'als': rogat ne commotius in se
quam modus patitur uindicetur .i. acht amal fu-n-d-16 'sondern
so wie eres ertragen kann (können mag)' Ml. 32d 2; öentadaigfit
ule do fugiull firän in chomded ernifes do chäch amal
die 'Alle werden sich dem gerechten Urteil des Herrn fügen, der
Jedem geben wird, wie er es verdient' LU 36a 43; indaas bemmi
i n-doiri coricci sentaid 'than that we should be in captivity
tili old age' Ml. 105b 6.
Anm. 4. Wo kein potentialer Sinn vorbanden ist, steht nach amal
und indaas der Indikativ: amal fo-n-gni cach ball di-alailiu i-sin
chorp 'wie jedes Glied im Körper dem anderen dient' Wb. 12a 12; nicon-
ru-accobrus ni bed uiUiu indaas rondböi m-ingnae Ml. 136b 7,
s. S. 221 Z. 3 v. u.
§ 592. Der Konjunktiv bezeichnet im Ir. die Absicht.
1) In den eigentlichen Absichtssätzen (nach ara n- 'damit', co n-
und CO 'damit', coni, cona, arna, na 'damit nicht"): coni be etir
816 Konjunktiv der Absicht im Ir. [§592,1—3
in peccato act co beidin poenitentia 'damit er gar nicht in peccato,
sondern in poenitentia sein mag' Wb. 9 b 2; omnis autem qui in
agone contendit ab omnibus se abstinet .i. arm-bad irlamn de don
buäith 'that he might be the readier for the victory' Ha 7. Auch
nach CO n-, co 'bis' steht der Konj., wenn eine Absicht ausgedrückt
werden soll: ni taibre gräd for nech o-feser a inruccus don
gräd sin 'du sollst niemandem einen geistlichen Grad zuerteilen,
bis du seine Würdigkeit für diesen Grad kennst' 29 a 22; placuit
nobis remanere .i. o-dised ar muinter 'bis mein Hausstand käme'
25 a 8.
Anm. Wenn dagegen co n-, co keine Absicht bezeichnet ('bis', 'so-
daß') steht der Ind. : roptar irlithi ar möge diin o-tanicc hiress et
it anirlithi iarura 'unsere Sklaven waren uns gehorsam, bis der Glaube
kam, und seitdem sind sie ungehorsam' Wb. 29b 2; erroris immunia .i.
ona-bi comrorcon and 'sodaß darin kein Irrtum ist (sein kann)' ML
82 d 6; cein co-rancatar 'so lange, bis sie erreichten' LU 56a 45.
2) In Objektssätzen: ci as-id-ru-bart-sa nad-tintae-siu
'obgleich ich gesagt habe, daß du nicht übersetzen sollst' Ml. 3a 15;
cunic cid a cumachtae n-doindae n-du-n-ema in duine
§ 267, 7 I 398; is tacair arn-di-p samlid do chäch 'es ist
passend, daß es für Jeden so ist' Wb. 22c 11; is ferr limm
r-a-fesid 'I prefer that ye should know it' 12a 1; ba meite
limm ni scartha friumm S. 81 Z. 7; pestilentiae proprium est
inficere .i. fris-n-orr Ml. 15a 10.
3) In relativen Sätzen: böi ni ro-glante and 'there was
something to be purified there' Wb. 31c 18, vgl. 27a 16; bad
hed dogneid 'let it be that that ye do' 5d 30; orobad inn-a
chorp ni inchoissised tobe uitiorum S. 220 Z. 20; co m-betis
degnimai leu trissan-etis bethaid afrithissi 'that they should
have good works, whereby they should obtain life again' Ml. 107 c
12; äil dam bothnait diamair i n-geisind dia 'mir gefällt
eine verborgene Hütte, worin ich Gott anbeten könnte' LL 286 a
17; eirgg ass bale na clör-sa th-imrädud 'geh fort zu einem
Orte, wo ich nicht von dir sprechen höre' 280a 18. Auch in
solchen Relativsätzen, die die Nebenumstände der durch einen
Konjunktiv oder Imperativ oder in irgend einer anderen Weise
ausgedrückten Absicht oder Willensäußerung angeben: connä
ruchrete-si do neuch act nech dogned na gnimu sin 'that
ye might not believe in any one save one who did those deeds'
Wb. 17a 13; toisc limm fer oin-setche du-nna-ructhae act
§592,3. 593,1] Konjunktiv der Absicht, der Irrealität im Ir. 317
oen tuistiu 'ich wünsche einen Mann, der nur mit einer Frau ver-
heiratet gewesen ist und dein nur ein Kind geboren worden ist'
Thes. II 241, 9; haec commone testificans coram Domino .i. an
no-n-geiss cäch imm-a chomalnad 'indem du einen Jeden
bittest, es zu erfüllen' Wb. 30b 4; intan immeromastar nach
noib ara cuintea dilgud de i-sind aimsir sin 'damit, wenn
irgend ein Heiliger sündigt, er dann um Gottes Verzeihung bitte'
Ml. 51a 18; ni-bo intain no-m-beid ar siiil tantum dogneith
toil far coimded S. 288f.; intan dogne ernaigthi eirg a n-
inad n-derrit 'when thou prayest, go into a secret place' Atk. Lßr.
7997; cein bes nuiednisse gnid cach daguim 'solange das
neue Testament dauert, sollt Ihr jede gute Tat tun' Wb. 33a 17;
immaragaib döib ci-pe dib nodigsed hi tossaig co tissed
CO fis scel di-arailiu 'sie kamen überein, daß wer von ihnen zu-
erst ginge, mit Nachrichten zu dem Anderen kommen sollte' LL
278 a 44.
4) In fragenden Nebensätzen: ara scrüta cid forchana do
hicc caich 'damit er erwäge, was er zum Heil eines Jeden lehren
soll' Wb. 31b 10; (Ind.: cia de dogega S. 199 Z. 1).
§ 593. Der Konjunktiv bezeichnet im Ir. das Unwirkliche
oder das Unmögliclie. 1) In relativen Sätzen, die als Teil des
Verneinten einen negativen Satz ausfüllen: ni tabir dia fornni
fochith näd-fochomolsam 'Gott gibt uns kein Drangsal, das
wir nicht ertragen können' Wb. 14b 15; nad-fil nech congne
fris acht dia 'daß niemand da ist, der ihm hülfe, außer Gott*
Ml. 114b 18; cid ar-na-bu son inchoissised longud 'weshalb
war es nicht ein Wort, das Essen bedeutete?' 56a 13; ni-o-robae
rann di rannaib in domain in-na-ructais in do(i)ri 7 as-
nach-a-tucad dia 'es gab keinen Teil der Welt, wohin sie nicht
in Gefangenschaft gebracht worden waren, und woher Gott sie
nicht zurückgebracht hatte' 125b 7; ni-o-fil frithorcain nach-
am-thised-sa 7 nad-fo-r-damainn 'es gibt keine Widerwärtig-
keit, die nicht zu mir gekommen wäre (ist), und die ich nicht er-
tragen hätte (habe)' 107b 8; arna tomnathar bed foam-
mamichthe deacht don döinacht 'damit man nicht glaube, daß
die Gottheit der Menschheit unterworfen wäre' Wb. 13c 2; ni nad
liibed ar-se di chorp act ata de 'nicht, daß sie deshalb nicht
zum Körper gehörte, sondern sie gehört dazu' 12a 22; ni tait dia
fo tairhgere con-id-chumscaiged 'Gott nimmt nicht ein Ver-
sprechen auf sich, so daß er es änderte (zurücknähme)' Ml. 109 d 5;
318 Konjunktiv der Irrealität im Ir. [§593,1.2
debitores sumus non carni, ut secundum carneni uiuamus .i. co
n-gnemmis gnimu colno 'sodaß wir die fleischlichen Taten
täten' Wb. 4a 9; in si a meit friscomartatar co n-dositis
huili a fide Christi 'haben sie sich so sehr vergangen, daß sie alle
a fide Christi abgefallen wären' Wb. 5 b 11 (die EVage ist gleich-
wertig mit einer Negation); desj^eraueram .i. arin-d-risinn ön
'that I should reach it' Ml. 92a 5 (die Bedeutung des Haupt-
verbums ist negativ); dorochöinset arn-da-beth in tairsem
hi-robatar riam 'sie hatten die Hoffnung aufgegeben, die feste
Stellung zu erhalten, in der sie früher gewesen waren' 131c 9;
ni to-r-menmar-ni ara ra-betis in gnimai sin 'wir hatten
nicht erwartet, daß diese Taten stattfinden sollten' 115b 1; ni böi
a cörugud co rised Conaire 'es war nicht möglich, Frieden
zwischen ihnen zu stiften, bis nicht C. käme' LU 83a 15; ni
theged nech cucu co n-arnastä a foesam 'niemand ging zu
ihnen, so lange nicht ("bis") sein Schutz verabredet wäre' 59a 25;
ni theiged in ri iramach nach i-tech co n-dechsad chucai-
seom 'der König pflegte nicht von Hause auszugehen oder nach
Hause zurückzukehren ohne zuvor zu ihm gegangen zu sein' ("bis
er zu ihm gegangen war") LL 281b 44.
Anm. 1. Ein relativer Satz, der nicht Teil des Verneinten ist, steht
im Ind.; vgl. die oben angeführten Beispiele Wb. 5b 11 (friscomartatar)
und Ml. 131c 9 (hi-robatar); ferner ni rübai Cuchulaind nech . .
CO rancatar Cuailngi 'C. tötete niemanden, bis sie nach Cuailnge
kamen' LU 65a 1. Ebenso steht der Ind. in einem relativen Satz nach
einer Frage, die nicht mit einer Verneinung synonym ist: cid arin-d-
epur 'weshalb sage ich es?' Wb. 5a 31.
In ni nad r-indualatar act in-r-ualdatar 'not that they did
not incur, but they did incur' Ml. 24b 11 ist der Ind. vielleicht deshalb
gewählt, um den Begriff des Prät. unzweideutig zum Ausdruck zu bringen.
2) Hier anzureihen ist der Konjunktiv in den durch na (na-con-)
eingeleiteten asyndetischen Bedingungssätzen neben negiertem Haupt-
satz (vgl. oben S. 255, 256 und § 597, 1). Der Bedingungssatz
steht nach seinem Hauptsatz, wenn dieser unabhängig ist; wenn
aber das ganze Satzgefüge von einem anderen Satz abhängig wird,
tritt meist die in § 549, 2 angegebene Satzfolge ein. Beispiele:
noco-chreitiub-sa duit-siu nöco-ro-dusce Coinculaind 'ich
werde dir nicht glauben, wenn du nicht den C. auferweckst (bis . .)'
LU 113a 4; is aire-sin naco-risat fir Herend timchell ar
galaib oenfir ni ricub-sa aris in fer cetna 'deshalb werde
ich, bis nicht die Männer von Irland ringsum in Einzelkämpfen
§593,2—5] Konjunktiv der Irrealität im Ir. 319
(an ihn) herangehen werden, nicht wieder an denselben Mann her-
angehen' LL 80a 22; tiur-sa brethir, nachas-idnaidiub-sa
and-so ni bas raö näco-clörat fir Herend mo chomergi-
sea assin leön 7 assin chess *ich sage ein Wort, ich werde
hier nicht weiter auf sie warten, ohne daß die Männer von Irland
von meiner Erhebung aus dem Schaden und aus dem Leiden hören'
LL 95a 17. Vgl. noch Atk. LBr. Z. 5319 (naco rup follus
= lat. donec clarescat), 7646, Senchus Mör III 142, 22; 426, 10
(nach negiertem Hauptsatz); I 62, 19; II 388, 25 (nach cen 'ohne');
I 54, 11, 12; Itl 502, 19 (nach positivem Hauptsatz).
Anm. 2. Das -con- (§ 528) ist in diesen Verbindungen mit co n-
'bis' assoziiert worden, und das na- ^ no- ist als bedeutungslos auf-
gefaßt worden; so ist es dahin gekommen, daß noco in der Bedeutung
'bis' mit dem Ind nach einem positiven Satz (statt co n-) stehen kann:
iss-and no-adnaictis clanna Heremoin ..nocotänicCremthand
'dort pflegten die Nachkommen des H. begraben zu werden, bis C. kam'
LU 51a 8, vgl. Atk. LBr. Z. 217 und 3918.
3) Nach resiu 'bevor': molid 7 älgenigid resi'u rocür-
sacha 'he praises and soothes before he repriniands' Wb. 4a 2;
robtar irlithi ar möge düun resi'u tised hiress, robtar
anirlithi iarum 'unsere Sklaven sind gehorsam gewesen, bevor
das Christentum kam; seither sind sie ungehorsam gewesen' 27c 8.
4) Um eine angeführte Aussage u. s. w, (oratio obliqua) als
unrichtig oder unsicher zu bezeichnen: asberat alaili . . co
m-bad du dethriub no-tesad an lacob 7 co m-bad du
deichthrib immurgu an Israhel 'Einige behaupten, daß das
Wort Jacob sich auf die zwei Stämme, das Wort Israel sich da-
gegen auf die 10 Stämme bezöge' Ml. 34 d 6; uisum sane est
quibusdam . . .i. co m-bad si amser sin ro-n-gabthe in salm
'daß dies die Zeit wäre, zu der der Psalm gedichtet worden wäre'
24d 7; inda leu-som ni-s-roissed imned 'es scheint ihnen, als
könnte Trübsal sie nicht erreichen' 39c 34 (aber noch da leinu
ba firinne 'yet we supposed it was righteousness' Wb. 31 d 5).
Wie die Beispiele zeigen, steht der Konjunktiv in den zu einer
solchen oratio obliqua als Teil derselben gefügten Relativsätzen.
5) In Bedingungssätzen (Ipf. Konj.; im Hauptsatz steht der
Konditionalis): docoith digal form matis tuicsi ni rigad
'Strafe ist über sie gekommen; wenn sie auserwählt gewesen wären,
wäre sie nicht gekommen' Wb. IIa 22; ar mad foriigaire
dognein docoischifed pian a thairmthecht 'denn wenn ich
einen Befehl gäbe, würde Strafe auf die Übertretung desselben
320 Konjunktiv der Irrealität im Ir. [§593,5.6.594
folgen' 10a 27; ni-m-ar-iccfed mani tindnised int athir
nemde 'es wäre nicht geschehen, wenn nicht der Vater im Himmel
(ihn) übergeben hätte' 4b 13.
Eine gewisse Kürze des Ausdrucks liegt vor in: ba miscuis
atroilliset mani thised trocaire 'Haß haben sie verdient, (und
er wäre ihnen auch zu Teil geworden,) wenn nicht die Barmherzig-
keit dazu gekommen wäre' 4c 15; ni räncatar som less a
scribint mainbed di-ar nertad 'sie brauchten nicht geschrieben
zu werden, (und wären nicht geschrieben worden,) wenn es nicht
zu unserer Stärkung wäre' 6c 31.
6) In Vergleichssätzen und in den dazu als Teil des irrealen
Ausdruckes gehörigen Relativsätzen (Ipf. Konj.): ropridchad düib
cessad crist amal adcethe 1. foröcrad düib amal bid fiadib
nocrochthe 'das Leiden Christi ist euch gepredigt worden, als ob
Ihr es sähet, oder es ist euch verkündigt worden, als ob er vor
euren Augen gekreuzigt würde' Wb. 19b 6; amal ni cuimsin
hi frecndirc a n-asberinn per epistulas 'als ob ich anwesend
das nicht könnte, was ich per epistulas sagte' 17b 1; is cumme
doib bid idalte domeltis 'es ist dasselbe für sie, als wenn es
ein Götzenopfer wäre, das sie verzehrten* 10c 3; is miscsigiu . .
oldaas bid iniquus asberad 'es ist gehässiger . ,, als wenn er
iniquus sagte' Ml. 59a 7.
Anm. 3. Ein Kelativsatz, der nicht ein Teil des als unwirklich Be-
zeichneten ist, steht im Ind.: amal bid alai(li) chumachtaig rethes
cenerchötäretho 'as though of sorae mightj man who runs without
check to his running' Ml. 42 c 19.
Gebrauch des Konjunktivs im Brit.^
§ 594. Der Konj. kann im Brit. einen Wunsch oder einen
Befehl ausdrücken. Mc. duw a rodo da ytt 'Gott gebe dir Gutes'
Mab. 15, 2; ny bo gwaeth yr gwaelawt ty noc yr gwarthaf
dy 'es sei nicht geringer dem untersten Teile der Halle als dem
obersten Teile der Halle' 105, 10; ac. anbiic guell gl. aue, mc.
hanpych gwell, henpych gwell "mögest du besser herkommen",
Grußformel (Inf. han-fot § 647) Mab. 87, 25; 35, 22 u. s. w.;
ny chatwyf vy w(y)neb ot af 'möge ich meine Ehre nicht be-
1) Atkinson, On the Use of the Subjunctive Mood in Welsh, Procee-
dings of the Royal Irish Academy, 3. Ser., Vol. III (1894), S. 459—478;
Vendryes, De l'imparfait du subjonctif dans le moyen gallois , MSL XI
258—267.
§594. 595, 1. 2] Wünschender, potentialer Konjunktiv im Brit. 321
halten, wenn ich gehe' 199, 22; kyweirer y minneu vy march
'man rüste mir mein Pferd aus!' 208, 2. Corn. yn della thyn re
wharfo 'so be it dnne to us' O. M. 667; ru-m gorre th-y wlas
'möchte er mich nach seinem Reiche bringen' O. M. 531. Mbr.
doe guir roe tron ra-m pardono 'Gott, der wahre Himmels-
könig, verzeihe mir'; pe-n diaoul ra-m foulo'ou que le diable
m'emporte!' Nonne 388, 820.
§ 595. Der Konjunktiv hat im Brit. potentiale Bedeutung
1) In Hauptsätzen. Der Konj. nähert sich hier der Bedeutung
eines Fut; diese Verwendung des Konj. ist häufig in den alten c.
Gedichten, wird aber später selten; im Br. führt sie zui* regel-
mäßigen futurischen Geltung des Konjunktivs^ Mc. nyt arbettwy
car corff y gilyd 'the friend shall not spare the body of his compa-
nion' Skene II 127, 10; mbr. ez rentif sider ma speret 'je ren-
drai sürement l'esprit (meinen Geist)' Nonne 895; pebez anquenou
a gouzafhet oar ann bet man 'quelles douleurs vous allez
souffrir sur cette terre!' Jes. 44b; nac ouf quet sur, me-z assur
crenn, evelhenn na ne carhen bout 'ich bin gewiß nicht (Einer
von seinen Jüngern), ich versichere dich, und ich möchte nicht so
sein' Jes. 78a; vgl. a te na desev, pan eu mab doe beu, na-m
clevhe? Certes, me a goar, na grabe; rac traytour ne si-
courhe na ne carhe nep 'glaubst du denn, daß er, wenn er der
Sohn des lebendigen Gottes ist, mich nicht hören würde? Gewiß,
ich weiß es, er würde es nicht tun, denn niemand würde einem
Verräter helfen oder ihn lieben' Jes. 90a. Vgl. § 597, 4 Schluß.
2) In einem fragenden Nebensatz: manac ditheu y mi pa
furyf y gallwyf hynny 'sage du mir, in welcher Weise ich dies
kann' Mab. 3, 5; mi a af hyt He mae y marchawc y edrych
a allwyf y dial arnaw 'ich werde dahin gehen, wo der Ritter
ist, um zu sehen, ob ich es nicht an ihm rächen kann' 204, 12;
heb wybot pwy vei eu gelynyon 'ohne zu wissen, wer ihre
Feinde waren' R. B. II 105, 5; na wn pei kaffwn dyse nas
gwypwn oben S. 241 Z. 4, Com. prederys peb ay worfen
fettyl allo gorfenne 'let every one think of his end, how he may
end it' 0. M. 228; y hwalsons ol adro mar caffons goff
1. In der jetzt folgenden Darstellung der Verwendung des Konjunktivs
in den Nebensätzen wird für das Br. von allen solchen Fällen abgesehen,
in denen einfach futurische Bedeutung vorliegen kann. Das Gebiet des
Konjunktivs in den Nebensätzen ist übrigens im Br. bedeutend eingeengt
worden.
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II. 21
322 Der potentiale Konjunktiv im Brit. [§595,2.3
yredy 'they sought all about if they should find a smith readily'
M. C. 154 (der Ind. lautet kefons P. C. 582); ple ma haneth
a wor den vyth nnay caffen wheth cryst len a wryth 'where
is there to-night any man who knows where I may yet find (Ipf.
Konj.) Christ füll of sorrow' R. D. 850; the wothfos pyth vo
ena 'to know what is there' O. M. 751; myr pa-n-dra wylly
ynny 'look, what you can see in it' 0. M. 801.
Anm. 1. Wenn kein potentialer Sinn vorhanden ist, steht im fragenden
Nebensatz der Ind.: rac. mi a wnn pwy wyt ti 'ich weiß, wer du bist'
Mab. 2, 11, ny wn i pwy wyt ti 'ich weiß nicht, wer du bist' 2, 24.
3) In einem Bedingungssatz oder einem konzessiven Satz.
So im Mc. in einem zweiten (negativen) Bedingungssatz, der ohne
Bedingungs-Konjunktion auf einen vorhergehenden Bedingungssatz
folgt: o gwely vwyt a diawt or byd reit itt wrthaw ac na
bo o wybot a dayoni y rodi itt kymer dy hun ef S. 254
Z. 24; ferner in einem zu einem futurischen Bedingungssatz als
Teil der Bedingung gehörigen Relativsatz : or byd ae gwarauunho
itt hediw 'wenn jemand ihn dir heute nicht gönnt' Mab. 253,21.
Nach mc. cyn, cyt 'obgleich, wenn auch', cyn ny, cyny, cany
'obgleich nicht', corn. kyn, ken 'obgleich, wenn auch'*: mc. a
chyt archo ef itti yr eil 'auch wenn er dich um den zweiten
(Schlag) bittet' Mab. 3, 19; .kyt rywnelych di sarhaedeu
llawer . . nys gwney beilach 'wenn du auch viele ßeleidungen
geübt hast, wirst du es nicht ferner tun' 99, 2; or gwely wreic
tec gordercha hi kyn ny-th uynno 'wenn du eine schöne Frau
siehst, dann liebe sie, auch wenn sie dich nicht (haben) will' 195,
22; a chyn bei drut hynny ny bu hir yny-m byrrywyt i 'und
obgleich es gewaltsam losging, dauerte es nicht lange, bis ich zu
Boden geworfen wurde' 169, 11; corn. kyn leuerryf guyr den
fyth ahanough ny vyn crygy 'obgleich ich die Wahrheit spreche,
will niemand von euch je glauben' P. C. 1481; — nach mc. yr na
'obgleich nicht' (eigentlich die negierte Form von yr a, s. 4°):
darogan yw idaw kaffel etiued ohonat ti yr nas kaffo o
1. Jedenfalls eine Präposition; jedoch kaum (wie I 425 vermutet) das
ac. cant(c. cany = cyny beweist nichts), sondern eher die Entsprechung
des ir. co n- lat. cum 'mit'. Die c. Nebenform cyt wird von dem neben
dem Präverb cyn- (cyf-) stehenden etymologisch unverwandten Nebenform
cyt- (§ 585, 7) beeinflußt sein. Die Ähnlichkeit des mc. cyt, cyn ny
(cyny) mit dem ungefähr gleichbedeutenden ir. cid, cini (S. 207) ist
leerer Zufall.
i
§595,3] Der potentiale Konjunktiv im ßrit. 323
arall 'es ist eine Prophezeiung für ihn, einen Erben mit dir zu
bekommen, auch wenn er ihn mit keiner anderen Frau bekommt'
Mab. 101, 23. — In Ausdrücken wie 'je größer, je besser': mc.
goreu yw gennyf-i bo kyntaf 'je früher, um so lieber ist es
mir' Mab. 12, 4; 79, 19; a phei vwyhaf vei y vrys ef pellaf
vydei hitheu y-wrthaw ef *je größer seine Eile war, um so
ferner war sie von ihm' 9, 5. — Disjunktiv: mc. pan dycko
beich na mawr na bychan uo 'wenn er eine Last trägt, sei sie
groß oder klein' 109, 19; na marchawc na phedestyr y del
idaw 'sei es ein Ritter, sei es ein Fußgänger, zu dem er kommt'
246, 9.
Anm. 2. Nach c. o, or 'wenn' steht, wie die obigen Beispiele zeigen,
der Indikativ; ebenso nach coro., br. mar 'wenn': com. mar rayn dev
'wenn Gott will' 0. M. 650; mara tybbryth a henna . . yn mes
alemma ty a 'wenn du von diesem ißt, sollst du fort von hier gehen'
0. M. 81; mbr. ha mar tech.. heb nebabaff me he caffo 'und wenn
sie entfliehen sollte, werde ich sie ohne irgend welche Schwierigkeit finden'
Barbe 401. — Vgl. das asyndetische mc. nyt a Kei oben S. 256 Z. 20. —
Nach mc. cyt findet sich der 3. Sing. Imperativ des Verbums 'sein': kyt
boet keuyndyrw y mi 'obgleich er mein Vetter ist' Mab. 44, 13; vgl.
69, 23. Im Com. steht bisweilen nach ken der Indikativ des Verbums
'sein': ken nag of gvyw 'obgleich ich nicht würdig bin' P. C. 481; kyn
do 'obgleich er war' M. C. 163, ken thew pell 'obgleich es fern ist' Gwreans
an bys 1942 (aberKonj., wo der potentiale Sinn deutlicher hervortritt: ny
skap kyn fo vyth mar für 'he will not escape though he be ever so
cunning' K. D 2019). — Im Mbr. steht der Ind. in Sätzen wie nac eu
mar fier 'si fier qu'il soit' Jes. 3a, vgl. oben S. 257; non obstant da
tourmant nen devoa hoant quet 'bien qu'il n'eüt ancunement envie
de te faire de la peine' Jcs. 92b.
Wie im Ir. ist es auch im Brit. unmöglich, eine scharfe Grenze
zwischen den bedingenden und den temporalen Konjunktionen zu ziehen.
Im Mc. steht der Konjunktiv nach pan 'wenn', gwedy 'so bald', tra
'während', wenn von der Zukunft oder von einer wiederholten Handlung
die Kede ist: pan delych dy hun yth wlat ti a wely a wneuthum
yrot ti 'wenn du selbst nach deinem Lande kommst, wirst du sehen, was
ich für dich getan habe' Mab. 6, 10 (or pann 40, 19, hyt pan 37, 11);
a phan dywettei Arthur yr yraadrawd teckaf wrthyf or a allei
y dywedwn ynneu yr yraadrawd hwnnw yn haccraf a allwn wrth
Vedrawt 'wenn A. zu mir die freundlichsten Worte, die er konnte, sagte,
so sagte ich diese Worte zu Medrawt in der häßlichsten Weise, in der ich
konnte' ^lab. 147, 24; gwedy delych atref par uessuraw yr ynys oe
hyt ae llet 'wenn du nach Hause gekommen bist, laß dann die Insel der
Länge und der Breite nach ausmessen' 96, 28; a pheri yr kigyd gwedy
y bei yn dryllyaw kic dyuot idi atharawbonclustarneibeunyd
21*
324 Der poteiitiale Konjunktiv im Brit. [§595,3.4
'und sie lieiäen den Fleischer jeden Tag, wenn er Fleisch zerschnitten hatte,
zu ihr hintreten und ihr eine Ohrfeige geben' 34, 9; hediw a pheunyd
tra barbae y wled honn 'heute und jeden Tag, so lange dies Fest
dauern wird' 17, 10. Im Corn. steht der Konj. nach pan, wenn von der
Zukunft die Kede ist: marow vyth pan y-n kyffyf a thesetnpys 'er
soll sofort sterben, wenn ich ihn finde' E. D. 1777 ("wann ich ihn finden
mag"); ha-n bewnans pan y-n kylly the-n dor ty a dreyl arte
'and the life when thou losest it, to the earth thou shalt turn again' 0.
M. 63; pan wryllyf tremene 'when I shall pass away' 0. M. 531; vgl.
813; 825; vynytha hedre vywy vmnia ny-ra gvelyth arte 'ever while
thou livest, here thou shalt not see me again' 0. M. 243. Mbr. pan quer-
het 'puisque vous le voulez' Jes. 48a (vielleicht 'si uultis', ZE 514).
4) In relativen Sätzen, die sich auf einen unbestimmten Fall
beziehen. Mc. yr a j^mbilio a thi 'wie sehr er dich auch bittet'
Mab. 3, 19; yr a dotter yndi 'wie viel auch in sie gelegt wird'
15, 13; yr a welych nac yr a glywych nac ymchoel di
dracheuyn 'was du auch sehen oder hören magst, kehre nicht zu-
rück!' 270, 13; yr y uychanet a uo 'wie klein es auch ist', yr
meint uo 'wie groß es auch ist' 60, 6; 221, 9 (bychanet 'Klein-
heit', meint 'Größe'); pwy bynnac a vynno kanlyn Arthur
bit heno y-Ghernyw gyt ac ef. ac ar nys mynno bit yn
erbyn Arthur hyt yn oet y gygreir 'wer dem A. folgen will,
soll heute Nacht mit ihm in Cornwall sein; und wer es nicht will,
soll sein Feind sein auch während der Waffenfrist' 160, 28; pa
diaspettych di bynnac 'wie sehr du auch aufschreien magst'
104, 7; pwy bynnac a ovynhei i mi yr hynn yd wyt ti yn y
ovyn ny chaffei y eneit gennyf nac yn rat nac ar werth
'wer auch immer mich nach dem fragte, wonach du mich jetzt
fragst, behielt nicht sein Leben weder umsonst noch gegen Entgelt'
222, 1; pa arch bynnac a erchych di ymi hyt y gallwyf y
gaffel itti y byd 'worum du mich auch bittest, wirst du es, so-
weit ich vermag, erhalten' 13, 1; yn y lie y mynnych di 'wo du
auch willst' 12, 5; y nos y kysco vym merch gennyt 'die
Nacht, in der meine Tochter mit dir schlafen wird' 122, 6; titheu
a eliy gyfnewityaw yr a uo gwell 'du kannst es vertauschen
gegen, was besser sein mag' 62, 9; yr neb a ymkanlyno ac
ymladeu 'demjenigen, der sich mit Kämpfen abgibt' 193, 5;
y march kyntaf a welych 'das schnellste Pferd, das du sehen
wirst' 9, 10; ar wreic vwyhaf a garho a daw y gyt a phob
gwr 'und mit jedem Manne wird die Frau, die er am meisten
liebt, kommen' 252, 23; y dyn y dottit yn y gylch ny welei neb
§595,4.5] Der potentiale Konjunktiv im Brit. 325
euo ac euo a weleibawp 'wer darauf gesetzt wurde, niemand
konnte ihn sehen, und er sah Alle' 153, 1. Corn. pynag a
wharf'o an cas Svhatever the case may be' 0. M. 1698; suel a
vynno bos sylwys golsowens ow lauarow Svhosoever would be
saved let him hearken to my words' M. C. 2; a wrello dybry
'wer ißt (essen mag)' 0. M. 231; ol an tyr a bywfy 'all das
Land, das du besitzen magst' O. M. 581; me a-n herth guel ha
gyllyf 'I will thrust it the best I can' P. C. 3012. Mbr. lequet
seder nep a querhet . . da miret 'mettez qui vous voudrez, pour
le garder' Jes. 168a; da ober seder a querhet 'pour faire ce
que vous voudrez' 45a; en manyer maz diliberhet ordrenet
ha deviset gl an 'befehlet und entscheidet, wie Ihr (= du) über-
legen möget' 45a; guelhaf maz guelhet 'du mieux que vous
pourrez' 45b; ha te salver a receuy pep pasque humplan
ma helly 'empfang deinen Heiland jedesmal zu Ostern so demütig
wie du nur kannst' Loth, Chrestomathie S. 331 Z. 2 v. u. ;
hoaruezet a hoaruezo 'arrive que pourra' Nonne 1593.
Anm. 3. Wenn der Eelativsatz sich auf einen bestimmten Fall be-
zieht, steht der Ind.: mc. kanys yna y dyt marchawcy llamhystaön
gosteo. nyt amgen erohi yr wreic vwyhaf a gar kymryt y llam-
hystaen 'for then, the knight of the Sparrow-Hawk will make procla-
mation, and ask the lady he loves best, to take the Sparrow-Hawk' Mab.
253, 19; mbr. em em gourchemennaf muyhaf raaz gallaf 'je me
recoramande de mon mieux' Jes. 198 a.
5) Nach mc. ual 'wie': mi a wnaf ual y dywettych di
'ich werde tun, wie du sagen magst' Mab. 276, 27; wrth ual y
bo dy enryded 'je nach dem, wie deine Vornehmheit sein mag'
2, 23 (über Absichtssätzen mit ual s. § 596, 1). Nach corn. del
'wie': my a wra ol del vynny 'ich werde alles tun, wie du es
wünschest' 0. M. 246; dog manerlich ov baner del vynny
bos rewardyys 'carry my banner valiantly, as thou wishest to be
rewarded' 0. M. 2201; lauar thym del ym kerry pan vernans
an geve ef 'sage mir, wenn du mich lieb hast, was für einen Tod
er hatte' 0. M. 2218; ha mar scon del y-n guylly ef a-th
saw 'and so soon as thou seest him, he will heal thee' ß. D. 1694.
Anm. 4. Die Vergleichskonjunktion verlangt au und für sich nicht
den Konj.: mc. pei gwypwn vot yu da gennyt ti mal y mae da
gennyf i 'wenn ich wüßte, daß os dir gefiele, wie es mir gefällt' Mab.
213, 19; ualydawymywn 'indem er hineinkommt' 226, 5; auch steht
der Ind. nach ual 'sodaß' 167, 24; com. ny a vyn mos the besy whare
war an arluth kor del yw-e luen a versymayrollo ynnep teller
dour the eve *we will go to pray soon to the dear Lord, as he is füll
326 Konjunktiv der Absicht im Brit. [§ 596,1
of mercy, that he may give, in some place, water to them to clrink' 0.
M. 1822.
§ 596. Der Konj. bezeichnet im Brit. die Absicht. 1) In
den eigentlichen Absichtssätzen. Mc. mal y crettoch 'damit Ihr
glaubet' Mab. 131, 10, vgl. 249, 23; carchara wynt hyt nat
elont dracheuyn 'verhafte sie, sodaß (damit) sie nicht zurück-
kehren' 34, 14; ereill a gyghorei it rodi dy uerch y un o
dylyedogyon y deyrnas hon ual y bei vrenhin gwedy ti
'Andere rieten dir, deine Tochter einem von den Adeligen dieses
Landes zu geben, damit ein König nach dir da wäre' R. B. II
114, 30. Corn. may hyllyf clewas 'damit ich höre (hören kann)"
P. C. 554; venytha na sowyny 'that thou mayest never thrive'
0. M, 539; rag na vo degees 'that it may not be opened' O. M.
964. Mbr. euit maz guili 'damit du sehest' Nonne 1156. Ferner
nach mc. yny 'bis', wenn von der Zukunft die Rede ist, oder wenn
eine Absicht direkt bezeichnet wird: ny russya dim ragot yny
delych y-m kyuoeth i 'nichts wird dich aufhalten, bis du nach
meinem Lande kommst' Mab. 3, 26; kyghor yw gennyf ellwng
dewrwyr am y benn ae dala yny wypych diheurwyd am
hynny 'mein Rat ist, tapfere Männer gegen ihn zu schicken und
ihn festzuhalten, bis du die Wahrheit in dieser Sache weißt' 237,
30; nyt ymadawn inheu ac ef yny wypwn pwy uei neu yny
orffei y lleill ar y Hall 'ich wollte mich von ihm nicht trennen,
bis ich wüßte, wer er sei, oder bis der Eine den Anderen über-
wunden hätte' 262, 16. Ebenso nach mc. hyt pan 'bis': ar llinat
hwnnw a uynnaf i y gaffel y heu yn y tir newyd draw hyt
pan uo ef a uo pennlliein gwynn am penn uym merch i
'und diesen Flachs will ich haben um ihn in jenem Neuland zu
säen, bis er es wird, der ein weißes Kopftuch um den Kopf meiner
Tochter wird' 121,22; gelwyssit . . hyt pan y gwarettei y ren
rwy digonsei 'es wurde angerufen . ., bis der Herr, der sie er-
schaffen hatte, sie befreite' Skene II 138 Z. 2 v. u. Nach corn.
erna 'bis': gans myyn gureugh hy knoukye erna wrello
tremene 'bewerfet sie mit Steinen, bis sie stirbt' 0. M. 2695;
neffre ny fynnaf crygy erna hyndlyf y golon 'I will not ever
believe until I touch bis heart' R. D. 1531; nach corn. bys ma:
ty a vew bys may fy loys 'thou shalt live tili thou be grey' 0.
M. 72; bys may th-yllyf yn ow gulas 'until that I enter into
my kingdom' P. C. 726. Br. ken na zeuio 'jusqu'ä ce qu'il
vienne', ken n-e divije kavet anezhan adarre 'jusqu'ä ce qu'eUe
§596,1.2] Konjunktiv der Absicht im Biit. 327
l'eüt retrouve' Troude, Dict. fr.-br. S. 526b; que n-ou devou
groit penigen 'bis sie Buße getan haben' Loth, Chrestomathie
S. 330, 28.
Anm. Dagegen steht der Ind. nach c. yny, wenn es sich nicht auf
die Zukunft bezieht oder eine Absicht bezeichnet: hyny vydant (histo-
risches Präs), yny vyryawd S. 184 Z. 7, 9; yny vyd 'bis er ist' (bist.
Präs.) Mab. 198, 6 und 12. Vgl. mbr. gant eur boan quen teribl que
na uoe eur mis cren en poan 'mit einem so furchtbaren Schmerz, daß
sie einen ganzen Monat im Schmerz war' Loth, Chrestomathie S. 348, 7.
2) In Objektssätzen. Mc. mi a wnaf na bo y-th gyuoeth
na gwr na gwreic a wypo na bo tidi wyf i 'ich werde be-
wirken, daß in deinem Lande weder ein Mann noch eine Frau ist,
welche wüßten, daß ich nicht du bin' Mab. 3, 22; minneu a
baraf . . na bo Uawnach no chynt 'ich werde bewirken, daß
er nicht voller als früher ist' 13,30; sef y harchaf itt na myn-
nych wreic 'ich bitte dich, daß du keine Frau suchest' 100, 20; mi a
tynghaf dynghet idaw na chaffo ef enw yny kaffo gennyf i
'ich bestimme als sein Schicksal, daß er keinen Namen bekommen
soll, bis er einen von mir bekommt' 69, 21; Andromacta . . a
anuones at Briaf y beri idaw wahard Ector nat elei y dyd
hwnnw yr vrwydyr 'Andromache schickte zu Priamos um ihn
zu veranlassen, zu verhindern, daß Hektor diesen Tag in den
Kampf ginge' R B. II 22, 27; ny allaf i na chysgwyf 'ich
kann nicht umhin zu schlafen' Mab. 277, 4, vgl. 274, 26; ti a
geffy nawd . . gan dy uot yii gedymdeith ac nat elych
y-m herbyn yr eil-weith 'du wirst Gnade erhalten . . unter der
Bedingung, daß du mein Bundesgenosse wirst und nicht ein anderes
Mal gegen mich gehst' Mab. 283, 12; dewis ae ti a elych yr
llys ae titheu a delych gyt a mi . . ae niinneu a yrro un
or teulu 'wähle, ob du nach der Burg gehen willst, oder ob du
mit mir kommen willst, oder ob ich Einen von meinem Gefolge
schicken soll' 237, 9; dewis ae mi a agorwyf y porth itt ae
menegi (Inf.) yr neb pennaf dy uot titheu yn drws y porth
'wähle, ob ich die Türe für dich öffnen soll oder dem Oberen
melden, daß du vor der Türe bist' 205, 14; dewis di ae kerdet
(Inf.) ae na cherdych 'wähle du entweder zu gehen oder nicht
zu gehen' 150, 25; vgl. 225, 22; 222, 12; auory y mae oet dyd
yrof i ac ef y rodi (Inf.) y vorwyn honno idaw neu ynteu
a lad ho vy meibon 'morgen ist die zwischen ihm und mir fest-
gesetzte Frist, ihm dies Mädchen zu geben, oder daß er meine
328 Konjunktiv der Absicht im Brit. [§596,2—4 j
Söhne töten soll' 189, 10; mi a vynnaf iawn y gennyt neu
uinneu a gaffwyf y gennyt ti diruawr ouut 4ch will Genug- ^
tuung von dir haben, oder daß ich ein übergroßes Leid von dir *
erhalte' 282, 18. Corn. me a-th pys may leuery 'ich bitte dich,
daß du sagest' R. D. 2046; ha me a wyth na-n lyttry 'and I
will keejD that thou steal him not' R. D. 58; ef a ruk agan dy-
fen aual na wrellen dybbry 'he did forbid us that we should
not eat the fruit' 0. M. 183; hag inweth gvra the-th worty
may tebro ef annotho 'laß auch deinen Mann davon essen' O.
M. 200. Mbr. mir n-en heuliy mir n-en cometti quet 'garde
toi de le suivre, garde toi de le commettre' Nonne 592; ret eu
ez mirvy 'es ist notwendig, daß du stirbst' Jes. 65a; m-oz pet
ez autrehet ez mirvif äffet da quentaf 'ich bitte dich ("euch"),
daß du mir erlaubest, daß ich durchaus zuerst sterbe' 35 a.
3) In relativen Sätzen (mit den eigentlichen Absichtssätzen
sind die Sätze verwandt, die die vorausgesehene Konsequenz einer
bestimmten Beschaffenheit ausdrücken; ferner die an eine Frage
gefügten Sätze, welche die psychologische Konsequenz der Tatsache
angeben, wonach gefragt wird, und so fast kausal zu sein scheinen).
Mc. llyma a wnelych 'hör mal, was du tun sollst' Mab. 201,30;
keis a-th ladho 'suche jemanden, der dich töten wird' 5, 24;
gwna oet y del Riannon y-th ol 'bestimme einen Tag, wo R.
dir folgen soll' 17, 18; kymer wreic arall y bo ettiued itt
oho n ei 'nimm eine andere Frau mit der du einen Erben zeugen
kannst' 18, 6; kyrchwn Lloegyr a cheisswn grefft y kaffon
yn hymborth 'let us go into England, and seek some craft where-
by we may gain our support' 47, 11; a daw hitheu yma yn
teruyn y gweler 'kommt sie je hierher so nahe, daß man sie
sehen kann?' 117, 10; py derw ytti pryt nat atteppych y neb
hediw 'was fehlt dir, daß du niemandem heute antwortest?', py
wyneb yssyd arnat ti pryt na delut y edrych y gofut a uu
arnaf i 'schämst du dich nicht, daß du nicht kamst, das Unglück
zu sehen, worin ich Avar?' 176, 20, 21; pa uedwl yw dy teu di
pryt na bwyttehych 'woran denkst du, daß du nicht ißt?' 292,
29; pan allo oben S. 205 Z. 16. Corn. ny a thynyth vn flogh
da thy-n a seruyo 'we shall produce a good child to serve us'
O. M. 665; lyf bras my a thoro a gutho ol an nor beys 'ich
werde eine große Flut bringen, welche die ganze Erde verbergen
wird' 0. M. 982.
4) In fragenden Nebensätzen (wenn man fragt, was man tun
§ 596, 4. § 597, 1—3] Konjunktiv der Irrealität im Brit. 329
solle). Mc. rodwch y-m gyghor pa uorwyn y geisswyf 'gebt
mir einen Rat, was für ein Mädchen ich suchen soll' Mab. 68, 1;
val yd oed Kynan Meiradawc yn pedrussaw beth a wnelei
'als K. im Zweifel war, was er tun sollte' R. B. II 114, 8 (da-
neben auch der Ind.: ny wydyat hi beth a wnaei *sie wußte
nicht, was sie tun sollte' Mab. 268, 30). Diese Verwendung des
Konjunktivs ist wohl nur im C. belegt; vgl. com. ny won vyth
pe-th-af lemyn 'ich weiß durchaus nicht, wohin ich jetzt gehen
soll' 0. M. 355; yv gans ow thraytor dyskis fatel dons th-ov
hemeres '(die Schar) ist von meinem Verräter belehrt, wie sie
kommen sollen um mich zu nehmen' M. C 61 (Konj. deffons).
5; 597. Der Konj. bezeichnet im Brit. das Unwirkliche oder
Unmögliche. 1) In relativen Sätzen, die als Teil des Verneinten
einen negativen Satz ausfüllen. Mc. nyt oes yndi neb ny-th
aduapo 'es ist niemand drinnen, der dich nicht (als seinen Herrn)
kennen wird' Mab. 3, 29; ny wnn i neb a-e gwypo 'ich weiß
niemanden, der es wüßte' 131, 2; . . na daw marchawc . . na
mynno ef ymwelet ac ef oben S. 256 Z. 2 (vgl. § 593, 2);
a oes ohonawch chwi a adnapo y uarchoges racco 'gibt es
jemanden unter euch, der die Reiterin dort kennt?' Mab. 8, 30,
vgl. 80, 20. Corn. tra ny vyth yn pow adro na wothfo the
tharryvas 'there is not a thing in the country round which he
will not know how to discover' 0. M. 190; nynsus gorryth . . a
lauarre 'es gibt keinen Mann, der äußern könnte' R. D. 422;
popel Ysral ny assaf na-s gorren y thy whyl cref 'the people
of Israel I will not allow, that I put them not to hard work' O. M.
1490 (vgl. § 593, 2); auffällig: pyw a thysquethes thyso the vos
noeth . . lemyn an frut grath na-th fo mones th-y dybry
heb pegh 'wer hat dir geoffenbart, daß du nackt bist, wenn nicht
die Gnadenfrucht, welche zu essen dir nicht ohne Sünde erlaubt
ist?' O. M. 263. Br. n-int ket deuet c'hoaz e-m zi a gement
a oufenn 'sie sind noch nicht zu mir gekommen, soviel ich weiß
(wüßte)' Troude, Dict. fr.-br. 816b; mbr. na ne-m-eux quet tra
en bet nemet huy . . tra a carhenn 'außer dir habe ich nichts
in der Welt, das ich liebe' Barbe 101.
2) Corn. kyns del vy serrys my a wra ol del vynny
'rather than thou be angry I will do all as thou wishest' O. M. 245.
3) Um eine angeführte Aussage (oratio obliqua) als unrichtig
oder unsicher zu bezeichnen : mc. hawd yw gennyf kaffel hynny
kyt tybyckych di na bo hawd 'es ist leicht für mich, dies zu
330 Konjunktiv der Irrealität im ßrit. [§597,4
erreichen, wenn du auch glaubst, daß es nicht leicht ist' Mab.
120, 26; ny thybygaf inheu na wypych ti 'ich glaube nicht,
daß du nicht wüßtest' R. B. II 157, 17; nyt er tebygu ohonaw
ef na bei deilwg '(er sprach so) nicht weil er glaubte, daß es
nicht würdig wäre' R. B. II 26, 15.
4) In Bedingungssätzen (Ipf. Konj.; im Hauptsatz steht der
Ind., Ipf. oder Plusquampf.). Im Mc. werden diese Bedingungs-
sätze meist durch die Konjunktion pei {§ 525 Anm. S. 208) ein-
geleitet, die selbst ein Ipf. Konj. des Verburas 'sein' enthält: pei
iach dy angheu uydei 'wenn er am Leben gewesen wäre, wäre
es dein Tod gewesen' Mab. 133, 27; pei a-s gwypwn mi a-e
dywedwn 'wenn ich es wüßte, würde ich es sagen' 130, 5; bei
dywetut ti ymi y peth a ovynnaf ytti minneu a dywedwn
y titheu yr hwnn a ovynny ditheu 'wenn du mir das sagtest,
wonach ich dich frage, würde ich dir das sagen, wonach du fragst'
194, 22 (hier ist die irreale Ausdrucksweise als Zeichen der Be-
scheidenheit von dem noch Möglichen verwendet); mit der Kon-
junktion cyn : kin ottei eiry hid in Aruul Melin ni-m
gunaei artu awirtul 'if it poured down snow as far as Arvwl
Melyn, gloom would not make me sad' (vielleicht eher 'würde es
mich nicht finster und traurig machen') B. B. 46b 3. An die
Stelle des Bedingungssatzes kann ein Relativsatz treten: a wypei
chware a ffon a tharyan yn da ef a wybydei ymlad a
chledyf oben S. 228 Z. 20; ar neb a welhei y uorwyn yn y
wisc honno ef a welei olwc wedeidlwys arnei 'und wer das
Mädchen in diesem Gewand gesehen hätte, der hätte einen würde-
voll-schönen Anblick an ihr gesehen' W. B. p. 204 Z. 7 v. u.;
vgl. noch digawn oed hynny yn tal gwassanaeth a uei vwy
no-r un a wneuthumi 'dies wäre genug um einen größeren
Dienst zu belohnen als den, welchen ich getan habe' Mab. 276,11;
ti a allut dywedut a uei hygarach pei a-s mynhut 'du
hättest etwas sagen können , das freundlicher gewesen wäre, wenn
du gewollt hättest" 213, 7. Ein irrealer Bedingungssatz kann an
einen nicht irrealen Hauptsatz gefügt werden: minneu a baraf
pei dottit yssyd yn y seith cantref hynn o vwyt a llynn
yndi na bo llawnach no chynt 'ich werde bewirken, daß er (der
Sack) nicht voller wird als früher, auch wenn man Alles, was von
Speise und Trank in diesen sieben Hundertschaften ist, hineintäte'
Mab. 13, 29. — Corn. mestry vyth te ny vea . . ken onan
^ys na-n rolla 'du hättest keine Macht gehabt, wenn nicht ein
§597,5.598]
Irisches Präsensparadigma.
331
Anderer sie dir gegeben hätte' M. C. 145; lemmyn a-n caffeii
er an ascal y-n toulsen yn creys an tan 'wenn ich ihn jetzt
erwischte, würde ich ihn beim Kragen in die Mitte des Feuers
werfen' R. D. 289; mar-s-ellen hep cous orty hy holon hy
a torse 'wenn ich ginge ohne zu ihr zu sprechen, würde es ihr
das Herz brechen' O. M. 2173. — Im Mbr. ist der Konjunktiv
auch in den Hauptsatz gedrungen (vgl. § 595, 1): mar carhe
me-n rohe dezaff *je le lui donneraiS; s'il voulait' Nonne 1568;
me carhe ma be aes 'je voudrais, si c'etait facile' 1514.
5) In Vergleichssätzen (Ipf. Konj.). Mc. mal pei y cledyf
a dottei yn y wein 'als ob er das Schwert in die Scheide steckte'
Mab. 128, 7; sef y gwelei y llew yn y ganlyn ac yn gware
yn y gylch ual milgi a uackei e hun 'und er sah, daß der
Löwe ihm folgte und um ihn her spielte wie ein Jagdhund, den
er selbst großgezogen hätte' 187, 4; megys kyt bei un onadunt
'als ob er Einer von ihnen gewesen wäre' R. B. II 94, 24; heb
wybot dim y wrthaw mwy no chyn ny ry fei eiryoet vch y
dayar 'ohne daß man mehr davon wüßte als wenn es niemals über
der Oberfläche der Erde gewesen wäre' R. B. II 141, 20. Corn.
kepar ha pan ve hegar 'als wenn er Freund wäre' M. C. 40,
(vgl. jedoch M. C. 64, 74, P. C. 1173, wo sonderbarerweise der
Indikativ zu stehen scheint). Br. evel pa ve eur marc'h e ve
'comme si c'etait un cheval' Troude, Dict, fr.-br. 182b; mbr. euel
pan ve me ma hunan oben S. 238 Z. 20.
XV. Aktivische Flexion des Präs. und Imperf. Ind.
und des Imperativst
§ 598. Irisches Präsensparadigma (berimm 'trage', be-
nimm 'schlage', carimm 'liebe', gaibimm 'nehme', leicimra 'lasse')
-0- : -e-
-na-
-a-
-i-
-l-
Stämme
Stämme
Stämme
Stämme
Stiinime
Praes. simpl.
Sing. 1
berimm
benimm
carimm
gaibimm
leicimm
2
beri
beni
cari
gaibi
leici
3
berid
benid
carid
gaibid
leicid
PI. 1
bermi
benmi
carmi
gaibmi
leicmi
2
berthe
bente
carthe
gaibthe
leicthe
3
berit
b e n i t
carit
gaibit
leicit
1. Lottner, Die altiriscben Verbalklassen, Beiträi^e zur vergl. Sprach-
forschung II 322 — 329; (l'Arbois de Jubainville, J^tude sur le prösent du
verbe irlandais, MSL V 237—283.
32
Irisches Präsensparadigma.
[§598
-0- : -e-
-na-
-a-
-i-
-V-
Stämme
Stämme
Stämme
Stämme
Stämme
Praes. comp.
feiiig.
1
-biur
-benimm
-caru,
-gaibiu,
-leiciu,
^ß
-carimm
-gaibimm
-leicimm
2
-bir
-beni
-cari
-gaibi
-leici
3
-beir
-ben
-cara
-gaib
-leici
PI.
1
-beram
-benam
-caram
-gaibem
-leicem
2
-berid
-benid
-carid
-gaibid
-leicid
3
-berat
-benat
-carat
-gaibet
-leicet
Ipf.
Sing.
1
-berinn
-beninn
-carinn
-gaibinn
-leicinn
2
-bertha
-benta
-cartha
-gaibthea
-leicthea
3
-bered
-benad
-carad
-gaibed
-leiced
PI.
1
-berniis
-benmis
-carmis
-gaibmis
-leicmis
2
-berthe
-bente
-carthe
-gaibthe
-leicthe
3
-bertis
-bentis
-cartis
-gaibtis
-leictis
Ipv.
Sing.
2
beir
ben
car
gaib
leic
3
berad
benad
carad
gaibed
leiced
PI.
1
beram
benam
caram
gaibem
leicem
2
berid
benid
carid
gaibid
leicid
3
berat
benat
carat
gaibet
leicet
Anm. 1. Der flexionelle Unterschied zwischen den verschiedenen Stamm-
klassen ist sehr gering. Er zeigt sich nur in der 2. und besonders in der
3. Sing, des Praesens compositum. Wichtiger ist der Unterschied im Timbre
des Wurzelauslauts. Bei den -o- : -e-Stämmen findet sich ein Wechsel
zwischen Mouillierung und Nicht-Mouillierung: ohne Mouillierung war der
Wurzelauslaut in der 1. Sing., 1. und 3. PI. des Präsens compositum; daß
die Mouillierung auch in den entsprechenden Personen des Praesens simplex
ursprünglich gefehlt hat, ist wahrscheinlich, und sie fehlte noch im Air.
wenigstens in der 3. PI. und 1. PL (rethait 'sie laufen' Ml. 138d 6;
tiägmi 'wir gehen' Wb. 15b 28, relativ diagma-ni 3a 15); für die
1. Sing, kann man im Zweifel sein, ob do-aur-chanaimm gl. sagio Sg.
60b 12 (vgl. Anm. 3) oder saigim gl. adeo 217 a 3 die normale air. Eegel
vertritt; im Ipf. war die Mouillierung als Kennzeichen des Indikativs im
Gegensatz zum Konjunktiv durchgeführt: at-beirmis 'wir pflegten es zu
sagen' Wb. 26b 19, as-beirtis 'welche zu sagen pflegten' 4c 23; im Ipv.
fehlte die Mouillierung in der 3. Sing., 1. und 3. PL Die -na- und -«-
Stämme hatten unmouillierten, die -i- und -l-Stämme mouillierten Wurzel-
auslaut. Diese Eegeln über die Mouillierung konnten jedoch durch Laut-
gesetze gestört werden: taibred 'er soll geben' Wb. 22b 7 (die Mouil-
lierung rührt von dem -b- her); dofoirnde 'es bezeichnet' Sg. 9a 12 (to-
fo-+rind-; -«-Stamm: die Mouillierung rührt von dem -r- her): do-sluindi
'leugnet', aber ni diltai Sg. 201b 10 (die Mouillierung wegen der Konso-
nantengruppe aufgegeben). Und schließlich finden sich Vermischungen
verschiedener Präsensklassen und allerlei Analogiebildungen.
§598] Irisches Präsensparadigma. 333
Vokalwechsel kann innerhalb des Präsensparadigmas nur in Klasse I
vorkommen. Hebung? eines e ist lautgesetzlich in der 1. und 2. Sing, des
Praes. compos. und in der 1. Sing des Praes. simplex (-biur, -bir; biru
Anm. 3; die 2. Sing, des Praes. simplex kommt von einem Verbum mit
dem Wurzelvokal -e- nicht vor; die unregelmäßige Form ar-a-rethi 'which
thou assailest' Wb. 6b 22 neben 1. Sing, ar-riuth gl. adorior Thes. II
228, 31 deutet aber auf Fohlen der Hebung in der nicht belegten Form
*rethi 'du läufst'). Umlaut eines di{)hthongisclien ia ist vor allen
mouillierten Konsonanten lautgesetzlich (2. Sing, des Praes. simplex tegi,
3. Sing. Ipf. -teged von tiag- 'gehen'). Kaum regelmäßig ist der Vokal-
wechsel in cingid, -cing 'geht', 3. PI. cengait; -r-iccim 'ich gelange',
1. PI. -r-ecam, 3. PI. ru-n-ecat; unerklärt ist der Wechsel in saigim
gl. adeo, 3. Sing, saigid, -saig, 3. PI. segait, vgl. I 39.
Anm. 2. Neben den im obigen Paradigma vertretenen Stammklassen
können als besonderer Typus (Unterabteilung der -o- : -e-Klasse) noch die-
jenigen Verba betrachtet werden, deren Wurzel (nach dem Schwunde eines
w, j oder s) vokalisch auslautet. Diese Verba zeichnen sich durch die
Erhaltung der sonst schwindenden auslautenden Vokale aus: at-noi 'er ver-
traut ihn an' (Inf. aithue gl. depositum, c. ad-neu 'deposit, pledge'),
on-6i 'bewahrt', co-ta-öe-i-ade 'bewahrt sie' (das -i- nach §208 Anm. 2
I 307 zu beurteilen); do-guiu 'ich tue'; ad-cii (und ad-ci) 'sieht'.
Anm. 3. Abweichende Endungen des Präsens. Die 1. Sing, des Praes.
simplex endigt bisweilen auf -u; so in den in Anm. 2 besprochenen Hiatus-
verben: biuu-sa 'ich bin' Wb. 16d 8; ferner in tiagu 'ich gehe', arco 'ich
bitte', biru 'ich trage'. Umgekehrt findet sich die Simplexendung -iram
häufig auch als Kompositalendiing; am seltensten bei den -o- : -e-Stämmen
(for-chanim 'was ich lehre' Wb. 8c 3 neben for-chun 10a 13, do-aur-
chanaimm gl. sagio), bei den übrigen Stämmen häufiger als die eigentlich
regelmäßige Endung (ich habe sie deshalb ins Paradigma aufgenommen;
bei den -na-Stäramen habe ich sogar nur diese Endung im Paradigma an-
geführt; daß aber auch eine Endung -u vorhanden gewesen ist, folgere ich
aus for-fiun gl. anclo, anclor und aus ro-iccu 'ich erreiche', nad-
cumcu-sa 'daß ich nicht kann' neben ni-chumgaim 'ich kann es nicht',
hi-tucu 'worin ich verstehe', indem ich trotz den lautlichen Schwierig-
keiten, die im Verbalverz. zu erörtern sein werden, in diesen Formen alte
-na-Stämme sehe). Auch die Simplexendung der 2. Sing, der -o- : -e-Stämme
kann als Kompositalenduug auftreten: ar-a-rethi, 8. Anm. 1. — Die
2. Sing, hat abweichende Endung in a-t 'du bist', die 1. PI. hat die
Endung -n in gewissen Formen des Praes. compos. des verbundenen Ver-
bums 'sein': ni-d-an, ni-t-an 'wir sind nicht', con-d-an 'sodaß wir sind":
die 2. PI. weicht ab in a-di-b 'Ihr seid'. — Die 3. PI. des Praesens sim-
plex hat im archaischen Air. (nach einem unmouillierten Konsonanten") die
Endung -ot : tuthegot, tuesraot I 6.
Anm. 4. Die mit relativen oder persönlichen Pronominen verschmol-
zenen Formen des Präs. sind ins Paradigma nicht aufgenommen. Solche
Formen sind: 3. Sing, mit relativem Subjekt oder Objekt: beres, benas.
334 Irisches Präsensparadigma. [§598
caras, gaibes, leices; 1. PI. mit relativem Objekt: berme u. s. w.;
3. PI. mit relativem Subjekt oder Objekt: berte ii. s. w. ; 3. Sing, mit
akkusativischem (seltener dativischera) Pron. der 3. Sing. Mask. und Neutr.,
3. Sing. Fem. oder 3. Plur., 1. Sing., 2. Sing., 1. Plur.: berthi, *berthius,
*berthium, *berthiut, *berthiunn u. s. w., 1. PI. und 3. PI. mit
Pron. der 3. Sing. Mask. und Neutr. *bermit, bertit u. s. w. Darüber
und über die entsprechenden Kompositalformen mit infigierten Pronominen
ist in den Kapiteln über relative und persönliche Pronomina gehandelt.
Eine eigentümliche Verschmelzung findet sich bei der 2. und 3. Sing,
des Praesens simplex; sie besteht darin, daß das enklitische Ortsadverbium
and 'dort' sich unauflösbar mit der Verbalforra vereinigt, wobei seine Be-
deutung verblaßt. 2. Sing.: mir. in acenand sinn 'kennst du uns (dort)?'
Wi. ir^ 189, 17 (-and ist im Ms. hineinkorrigiert). 3. Sing.: air. is ar-
chuit foguir ni ruban-and ni ar-chuit scribind 'it is as regards
sound that it cannot be^, not as regards writing' Sg. 3b 28; mir. siarthar
CO urtrachta imChoinculainn and-aide 7iiQSoicu-snahüathaib
7 no-s-cerband 7 no-s-bruend iat 'Cuchulaind wird dort von einer
gespensterhaften Easerei ergriffen und wendet sich zu den Schreckens-
gestalten und zerschneidet sie (dort) und zermalmt sie (dort)' LU 109a 23;
tic Cuculaind fo sodain 7 immäcomarnaic do 7 don scäl 7 no-s-
tuarcend cäch araili dib 'C. kommt in diesem Augenblick (fo sodain
= and-aide im vorhergehenden Beispiel) heran, und er gerät in Kampf
mit dem Riesen, und sie zerquetschen sich dort (nun) gegenseitig' 105a
29; circuU tentide imon tir sin imm-a cuaird 7 cach ind 7 ass
7 ni erchötigend 'ein Feuerkreis ist um dies Land herum, und Jeder
(geht) hinein und heraus, und es schadet ihm nicht (dort)' 27b 20; is
and-sin slucit na da draic dec thentide cach anmain d-eis a
cele CO curend üadi in draic inichtarach i n-gin diabail 'dort
verschlingen die 12 Feuerdrachen die eine Seele nach der anderen, bis der
unterste Drache sie (nun, dann) von sich in den Rachen des Teufels wirft'
29 b 20; mairc tra fil i-sna pianaib sin i comaitreib muintiri
diabuil mairc nat-eroichligend in mdinnter sin 'wehe dem, der
in diesen Qualen im Zusammenwohnen mit der Schar des Teufels ist! wehe,
daß er sich (dort) vor dieser Schar nicht hüten kann' 'Wi. 190 (LBr.; in
LU nad foichlend); in sinn ait hi funend grian 'an dem Ort, wo
die Sonne untergeht' LU 48a 13; sruth tentide beos and-side . . 7
impäid imm-ä cuaird anmand inna pecthach 7 no-s-fastand co
cend se m-bliadne dec 'es ist noch ein Feuerstrom dort . . und er um-
gibt ringsum die Seelen der Sünder und hält sie dort fest 6 Jahi;e lang'
1. Daß die Wurzel ben- mit einem wortbildenden Präverb sowohl
'sein' als 'schlagen' bedeutet, ist längst erkannt; zufälligerweise hat man
übersehen, daß ben- 'sein' auch ohne wortbildendes Präverb vorkommt:
benad fri a chubus fessin 'let it concern his own conscience' Wb.
20c 8; fri-sin chomarsain benait na secht n-aithne so eis Atk.
LBr. Z. 7374, vgl. 7315. Vgl. Verbalverz. ben-.
§598 Irisches Präsensparadigma. 335
29a 36; atchiu dar in iiiuir ille ni-n-acend nach meraiffe raar-
cach in raara mongaig ni lenand do sithlongaib 'ich erschaue ihn
über das Meer zu mir (kommen), kein Narr sieht ihn (dort), den Eeiter
des bemähnten Meeres, er bedient sich (dabei) nicht der Lang'schiffe' 50a
15; and-sin no-d-fegand dano in gilla 'da sah ihn aiich der Bursche
an' LL 68a 47; is and-sin tincais Cuchulaind fair is inund 6n 7
no fegand 'da blickte C auf ihn (dies Wort ist dasselbe wie no fögand)'
74a 34; ocus tincais Ailill furri .i. no-s-fegand 61a 28 (hier geht
kein is and-sin voraus, aber die Situation ist wie bei den beiden vorher-
gehenden Beispielen). Es wird Zufall sein, daß in allen diesen Beispielen
ein syntaktisches Pr<äverb vor dem Verbura steht: ohne syntaktisches
Präverb erscheint die Form arpetend 'spielt' LL 154b 7, leider in un-
klarem Zusammenhang. Im klassischen Nir. (wo schon jede Spur der ur-
sprünglichen lokalen Bedeutung des suffigierten Elementes vollkommen er-
loschen ist) kommt die Form der 2. und 3. Sing, auf -ann, -eann nur
nach einem syntaktischen Präverb vor, vermutlich deshalb, weil man die
bei den nicht (mit wortbildenden Präverbien) zusammengesetzten Verben
seit jeher geltende Regel auf die (mit wortbildenden Präverbien) zusammen-
gesetzten Verba übertragen hat. In der späteren nir. Sprache hat die
Endung -ann, -eann um sich gegriffen und ist wenigstens in Teilen von
Irland zur alleinherrschenden Endung der 3. Sing, der regelmäßigen Verba
geworden, mag ein syntaktisches Präverb vorausgehen oder nicht; sie fehlt
im Wesentlichen nur bei den unecht komponierten Formen gewisser un-
regelmäßiger Verba (adeir 'sagt' u. s. w. S. 2511; in der analytischen
Flexion gilt sie für alle Personen. Ursache dieser großen Verbreitung war
das Streben nach einer deutlicheren Unterscheidung zwischen dem Präsens
und dem Futurum , dessen -/- im Nir. zum Teil zu -h- wurde und weiter-
hin verstummte (I 409). Vgl. Strachan, ZfcPh. II 481 f., Atkinson, Procee-
dings of the Royal Irish Academy, 3. Ser., Vol. I (1890) S. 416 fr, Fiuck,
Die araner mundart 1 139, 148 ff. — Eine ganz andere Deutung der Formen
auf -and, -end gibt Thurneysen IF 1329 ff., XXVI 131 ff.. XXVII 160, vgL
Pokorny, KZ XLIV 39 ff.
Anm. 5. Der Imperativ bildet ausnahmsweise auch eine Form der
1. Sing : tiag-sa 'ich werde gehen' Ml. 58c 6; timorc-sa 'ich werde zu-
sammentreiben' LU 74a 44. Vgl. Sarauw, Irske Studier S. 93, ZfcPh.
IV 86, V 515f., Strachan, Trans. Phil. Soc. 1895-98 S. 229f, ZfcPh. V 577.
In seltenen Fällen erseheinen in imperativiscber Verwendung abweichende
Formen, die dem Ursprung nach konjunktivisch sind: decce lat 'sieh!'
Wb. 10c 20, na-dene ainmnit "tue nicht Geduld!" 'sei nicht geduldig!'
Ml. 55a 1, vgl. Verbalverz. oi-, gni-; euire 'wirf!' Thes. II 19, 36; tale
'bezahle! 'Ml. 36a 32; tair 'komm!', a-t-r» 'steh auf!', com-eir 'erhebe
dich!' (Verbalverz. reg-), foir 'hilf!' (fo-reth-), no-m-ain 'schone mich!'
(aingid 'schützt'); vgl. Zimmer, KZ XXX 118. Konjunktivischen Ur-
sprungs ist auch der Imperativ 1. PI. des Verbums 'sein' baän, ban.
Anm. 6. Aus der neuirischen Entwickelung seien die folgenden Züge
erwähnt. Die Endungen der nicht zusammengesetzten Verba werden bei
336 Ir-? brit. Präsensparadigma. [§598. 599
allen regelmäßigen Verben verallgemeinert; nur die in Anm. 4 besprochene
Endung -ann, -eann hält sich eine Zeit lang als spezielle „dependent
form" (nach syntaktischen Präverbien), bis sie schließlich wenigstens in
Teilen von Irland die alte Simplex-Endung der 3. Sing, -idh verdrängt.
Die alte Kompositalendung der 3. Sing, hält sich in Irland bei gewissen
unregelmäßigen Verben (adeir 'sagt' u. s. w.). Die 2. Sing, hat die Endung
-ir, die vermutlich aus dem Deponens stammt (-cuirir kann zu 1. Sing,
-cuiriur nach dem Muster von tegi neben tiagu 'ich gehe' gebildet sein;
die Neubildung läßt sich schon aus dem Mir. belegen: d-a fhuigir 'von
dem, was du erhältst' Atk. LBr. 7538). In der 1. PI. wird die durch Ver-
schmelzung mit einem Objekt entstandene Endung air. -mit verall-
o-emeinert. Der Vokal verschiedener Endungen wird gedehnt. Also Präs. :
cuirim 'ich lege', cuirir, cuireann (cuiridh), cuirimid, cuirthi,
cuirid; Ipf. do chuirinn, do chuirtheä, do ehuireadh, do chuiri-
mis, do chuirthi, do chuiridis; nach unmouillierten Konsonanten wird
statt -i- natürlich -ai- geschrieben, statt -mid erscheint -maid, -muid
oder -maoid u. s. w. Über die analytische Flexion und die Verwendung
der Verbalendung -muid als selbständiges Pronomen s. § 589 Anm. 1.
§ 599. Britannisches Präsensparadigma (mc. corn. mbr.
caraf 'ich liebe').
Mc. Corn. Mbr.
Präs. Siug. 1 caraf caraf caraff
2 cery^ keryth querez
3 car car car
PI. 1 carwn keryn queromp
2 cerwch' kerough, kereugli queret, quirit
3 Garant kerons queront
carenn
cares
care
caremp
2 carewch careugh carech
3 cerynt kerens carent
Ipv. Sing. 2 car car car
3 caret cares, carens caret
PI. 1 carwn keryn queromp
2 cerwch kerough, kereugh queret, quirit
3 carent carens, cares carent
Anm. 1. Gewisse Spuren der Unterscheidung verschiedener Stamm-
klassen haben sich im Brit. erhalten. Von den -7-Stämmen ist eine Keihe
von Formen ausgegangen, die vom obigen Paradigma abweichen: Präs.
Ipf.
Sing.
1
carwn
caren
2
carut
cares
3
carei
care
PI.
1
carem
caren
§599] Brit. Präsensparadigma. 337
1. Sin?,', auf -if im archaischen Mc. (corif 'ich werde lieben'); umgelautete
Formen der 3. Sinj^. im Mc, Com. und Mbr.: mc. geill 'er kann' (gallaf
'ich kann') com. gyll mbr. guell; mc. f?eilw 'er ruft' (1. Sing, galwaf)
com. gelovv; mc. tyrr 'bricht' (1. Sing, torraf) com. ter; mc. cyll 'ver-
liert' (1. Sing, collaf) com. a geyl, a gyll (0. M. 319, Gwreans an bys
832) mbr. quell; mc. gwyl 'sieht' (1. Sing, gwelaf); die archaischen mc.
Formen der 3. Sing, des Präs. auf -id (Anm. 3) und vielleicht die archai-
schen mc. Formen der 3. PI. des Präs. auf -ynt (dywedynt 'sie werden
sagen'); umgelautete Formen der 3. Sing, des Ipf. im archaischen Mc. :
gelwi, Iledi 'pflegte zu rufen, pflegte zu töten' Aneir. 22, 15f.; umge-
lautete Formen mit -y-, -y in der Endung in der 1. und 3. Sing, des Ipf.
im Com.: a woctevj 'ertrug er' M. C. 54 (Inf. gothaf); fylly 'fehlte'
M. C. 180; ny yllyn, ny ylly 'ich, er konnte nicht' E. D. 533, M. C. 13,
83, 150; ny welyn, ny wylyn, ny wely 'ich, er sah nicht' M. C. 220,
R. D. 434, M. C. 217 (die entsprechenden Konjunktivformen haben in der
Endung -e-, -e mit der etymologisch gleichwertigen Variante -a-, -a und
entbehren des Umlauts: gallan, gallen, galla, gallo 0. M. 1348, 2117,
P. C. 3007, M. C. 15, 21, 53, 164; mar a quellan 'wenn ich sähe' P. C.
1944); umgelautete Formen der 3. Sing. Ipf. im Mbr.: diguery 'ouvrait"
.Tes. 209b (digor 'er öffnet'), guilly 'pouvait' Barbe 336, guyly 'voyait'
Ernault, Dict. 303; 3. Sing. Ipv. auf -it im archaischen Mc: bernit 'er
soll urteilen', Inf. barnu; 3. Sing., PI. Ipv. auf -ys (-es), -yns mit Um-
laut im Corn. : kevsyns, gylwes, gwyrt^yns 'er soll sagen, rufen, ver-
kaufen', kelmyns, hembrynkys 'sie sollen binden, bringen' (cows-,
galw-, gwerth-, colm-, hembronk-). — Über Formen mit abr. -o-
mc -aw- vor der Personalendung s. Anm. 3.
Von der 3. Sing, abgesehen findet sich im Mc. und Nc. Umlaut nur
bei der Wurzelvokal a. Die Schreibung der umgelauteten Vokale variiert
im Corn. zwischen e, y, ey. Im Nbr. ist der Umlaut in der Regel ganz
beseitigt.
Anm. 2. Verba mit altera Hiatus (nach dem Schwunde eines .< oder p)
sind kaum belegt. Eine große Rolle spielen dagegen die Verba mit jüngerem
Hiatus nach dem Schwunde eines g, namentlich die abgeleiteten Vorba auf
1. Sing. mc. -haaf. Die regelmäßige Flexion ist im Mc: Präs. Sing. 1.
rydhaaf 'ich befreie', 2. rydhey, 3. rydha, Ipv. Sing. 2. rydha, 3.
rydhaet u. s. w. (der auslautende Vokal schwindet nach denselben Regeln
wie bei Verben mit einem erhaltenen Konsonanten vor der Flexionsendung).
Es finden sich jedoch in der 3. Sing. Präs. und in der 2. Sing. Ipv. auch
Formen auf -aa, später -ä; und der Ausgang -a wird auf andere Verba
übertragen: teruyna 'endet', cerda 'geht', prydera 'trage Sorge!'.
Anm. 3. Ältere oder abweichende Formen. Präs. 1. Sing.: abr.
rannam gl. partior, datolaham gl. lego 'versammle', etnooil-haam
'halte Vogelschau', enmetiara gl. innuo , guirgiriam gl. hinnio,
doguorenniam gl. perfundo. — 2. Sing.: ac. nerthi gl. hortabere. Über
eine archaische mc. Form der 2. Sing, auf -yd (ceryd 'du liebst') s.
Strachan, Introd. S. 83. In anderer Weise weicht ab: mc. wyt 'du bist'
Pedorsen: Vfjl. kelt. Gramm. II. 22
338 ßrit. Präsensparadigma. [§599
com. 0 8 mbr. out. — In der 3. Sing, finden sieh Formen, die der irischen
Simplexendung entsprechen: ac. istlinnit gl. profatur (ir. sluindid,
-t-Stamm), prinit 'kauft' (ir. crenid, -wa-Stamm), agit, hegit 'geht',
abr. crihot gl. uibrat, fleriot gl. redolet, cospitiot 'schwankt'. Ent-
sprechende Formen finden sich auch im archaischen Mc. und zwar in
mehreren Fällen im regelmäßigen Wechsel mit Kompositalformen: trengid
golud, ni threing molud 'Keichtum vergeht, nicht vergebt Ruhm';
tyvid maban, ni thyv ei gadachan 'das Kindchen wächst, nicht
wächst seine Windel'; chwareid mab noeth, ni chwery mab newy-
nawg 'ein nackter Knabe spielt, nicht spielt ein ausgehungerter Knabe'
(der Hiatus beruht auf dem Schwund eines -g-) Myv. Arch. 859, 843;
pereid y rycheu ny phara ae goreu 'die Furchen dauern; derjenige,
der sie gemacht hat, dauert nicht'; eyt dydaw 'geht und kommt';
llewychawt 'leuchtet', ny chaffaw 'wird nicht finden' Skene II 289, 304,
117, B. B. 4b 9 (caffaw wird zu einer Simplexform auf -awt nach dem
Muster des gleichfalls vorkommenden gwnaw 'tut' gebildet sein; dies ist
wiederum eine Nachahmung von daw 'kommt', vgl. Verbal verz. ag-)'. —
1. PL: abr. na docondom-"ni gl. non arcemus. — 2. PL: abr. guotroit
gl. demiilgitis {-g- im Hiatus geschwunden, I 97). — 3. PL: ac. amal iter-
cludant gl. cernis ut subigant, limnint gl. tondent, nertheint gl.
armant, scamnhegint gl. leuant, abr. imcobloent gl. apocant; mc.
pebyllyawnt 'sie werden Zelte aufschlagen' Skene II 212, 10.
In der 3. Sing, des Ipf. kommt im Mc. bei einigen Verben eine
Endung -at, -yat vor: atwaenyat, atwaenat 'kannte', gwydyat,
gwydat 'wußte' und einige teils aus lautlichen, teils aus morphologischen
Gründen als Analogiebildungen" (nach gwydyat) zu betrachtende J'ormen
des Verbums 'sein' (oedyat, oedat 'war', pieuat 'cuius erat', vgl. §520;
s. außerdem Ehys, Rc VI 47 Fußnote, Gwenogvryn Evans, The Black Book of
Carmarthen S. 109); in dem Beispiel Peredur a atwaenat bawp ona-
dunt ac nyt atwae<ne)y neb or teulu euo Mab. 219, 8 sind die beiden
Formen offenbar nach Analogie der Simplexformen und Kompositalformen
des Präs. verteilt; diese Verteilung ist jedoch gewiß nicht alt, vgl. nys
atwaenyat, nas atwaenat 236, 7; 239, 2. — Über eine nach der Ana-
logie des Sing, gebildete 3. PL Ipf. auf -eint (c aneint = cenynt
'singen') s. Strachan, Introd. 84.
Anm. 4. Jüngere Formen. Die 2. Sing, des Präs. lautet im Nc. ceri,
die 2. Sing, des Ipf. lautet cerit. — Die 1. Sing, des Präs. lautet im Nbr.
karann (mit der Personalendung des Ipf.). Die Personalendung des Ipf.
ist auch in die 2. Sing, des Präs. gedrungen, die in allen Dialekten auf
-z oder -s auslautet: V. kares. Vgl. Loth, Rc. X 348.
1. Über das Eindringen des konjunktivischen -h- vor die Endungen
-it, -awt, -awnt (und vor die Endung -it der 3. Sing, des Ipv.) s. Strachan,
Introd. S 83 f., S. 88, Gwenogvryn Evans, The Black Book of Carmarthen
S. 112. Es kommt auch in der 3. Sing, des Präs. eine Endung -etawt,
-atawt vor (zum passivischen -etor, -ator, -etawr u. s. w. nach der
Proportion -awt: Pass. -awr gebildet, vgl. § 623).
§ 600] Die Präsensstammklassen des Idg. und des Kelt 339
Etymologische Erklärung des Präsensparadigmas.
§ 600. Die Stamniklassen. Die -o- : -e-Klasse entspricht
dem durch gr. (f^Qto (PI. cptgofuev, (piqeTe, (ftgovoi), lat. scribö
u. s. w. vertretenen Typus. Sie hat aber auch einen Teil der ur-
sprüngHchen konsonantischen Stämme in sich aufgenommen, vor
allem einige Verba mit innerem präsensbildenden Nasal: bo-n-gid,
-boi-n-g 'bricht', Prät. Pass. -bocht, vgl. skr. 1. Sing, hhana-
ß-mi, 3. Sing, hha-na-k-ti 'ich breche, er bricht', 1. PI. bha-n-
g-mds, Part, bhag-nä-s 'gebrochen'; to-n-gu 'ich schwöre', Prät
(perfektisch) du-cui-tig. Diese Nasalverba sind übrigens auch in
mehreren anderen idg. Sprachen, teilweise sogar im Skr., in die
-0- : -g-Klasse übergegangen (lat. frangö, tangö, findo u. s. w.,
skr. lumpd-fi 'zerbricht' u. s. w.).
Anm. Der einzige im Kelt. erhaltene konsonantische Stamm ist ir.
am 'ich bin', vgl. skr. asmi gr. (f/ui u. s. w.
Die ir. -w^'-Stämme^ entsprechen dem Typus des gr. TVfQvt^fji
•verkaufe' (dem das ir. renim 'verkaufe', Konj. 3. Sing, ni ria,
etymologisch entspricht). Med. neQvaf-iai. In diesem Typus wechselte
idg. -nä- (Sing, des Präs. Akt.) mit -na- (in den übrigen Formen);
das Keltische hat -na- verallgemeinert. In diese Klasse sind im Kelt.
zunächst einige ursprünglich konsonantische Stämme mit innerem
Nasal übergegangen: ad-greinn 'verfolgt', 3. PI. in-grennat,
* ghre-n-dh-na- (und daraus -ne-) zn rs\. gre^dq 'gehe' (lat. gradior);
ferner ein großer Teil der Verba des Typus skr. su-nö-mi 'presse
aus', 1. PI. su-nu-mds, in welchen Verben im Idg. -neu- mit -nu-
alternierte; im Kelt. wird zunächst -nu- verallgemeinert worden sein
(weshalb die Wurzelsilbe im Ir. Hebung zeigt): ir. ar-a-chrinim gl.
defetiscor, 3. Sing, ar-a-chrin, 3. PI. bore arin-chrinat 'weil
sie zerfallen' (entspricht von der Endung abgesehen dem skr,
sf-nä-mi 'verletze', Pass. 'verwelke, vergehe'; die verschiedenen
Nasalpräsensklassen sind in den Einzelsprachen zum Teil durch-
einander geraten).
Den ir. -ä-Stämmen entsprechen in den anderen idg. Sprachen
teils -ä-Stämme, teils -äjo- : -ö/e-Stämme: lit. mäto-nie 'wir sehen',
asl, delaje-mü 'wir machen'. Es ist äußerst schwer, ein klares Bild
von der ursprünglichen Verteilung der -ä- und der -äjo- : -äje-
Formen zu gewinnen; an der Ausbildung des kelt. Paradigmas
haben wohl beiderlei Formen teilgenommen. Mit den -djo- : -äje-
1. Vgl. Thurneysen, KZ XXXI 84 ff.
22
340 Die Personalendungen des Idg. und des Kelt. | § 600 — 602
Formen kann im Kelt, der seltenere Typus der -öjo- : -ö/e-Stämme
sich gemischt haben: lit. vaziüoju 'ich fahre', yg\. gr. nioi^oo) 'ich
vermiete'.
Die ir. -i-Stämme entsprechen dem Typus des lat. capiö. In
dieser Präsensklasse wechselte ein Stamm auf -jo- : -je- (lat. 3. PI.
capiunt) mit einem Stamm auf -i- (ht. myli-me 'wir lieben').
Beide Stammformen haben an der Ausbildung des keltischen Para-
digmas teilgenommen.
Die ir. -^-Stämme entsprechen verschiedenen ursprünglichen
Typen; teils den mit Stämmen auf -jo- : -je- {-ijo- : -Ije-) wechseln-
den -z-Stämmen anderer Sprachen (vgl. kleinr. gori-mö 'wir brennen',
lat. farciö, 1. PI. farclmus, finiö, 1. PI. finimus), mit denen
sich im Kelt. Stämme auf -ejo- : -eje- (asl. celejq 'werde heil', 1. PL
cHeje-mü) gemischt haben können; teils den alten Kausativen und
Intensiven auf -ejo (mit der idg. -o-Stufe, § 112, in der Wurzel-
silbe): ir. at-suidi 'hält fest' got. satjip 'setzt' skr. sädäja-ti ds.;
ir. sluindid, di-sluindi I 83 f. Auch einige ui'sprüngliche Nasal-
präsentia sind in diese Klasse aufgegangen: ir. -leicci 'läßt' zu
lat. linquö.
^ 601. Die Personalendungen des Idg. waren bei den
-0- : -e-Stämmen und bei den nicht auf -o- : -e- ausgehenden
Stämmen zum Teil verschieden: gr. cpfQco, aber 7t6Qvrii.ii, elfii.
Ferner bestand im Idg. ein Unterschied zwischen primären En-
dungen und sekundären Endungen; im indikativischen Präsens-
paradigma hatte das Präsens primäre, das Ipf. sekundäre Endungen:
skr. Präs. krinä-mi 'ich kaufe', 2. Sing, krmä-si, 3. Sing, krlnä-ti,
Ipf. 1. 2. 3. Sing, ä-krinä-m, ä-krinä-s, d-krinä-t. Unter Um-
ständen mögen die sekundären Endungen auch im Präs. gebräuch-
lich gewesen sein; wenigstens zeigen mehrere idg. Einzelsprachen
im Präs. teilweise sekundäre Endungen.
§ 602. Die herkömmhche Ansicht, daß der Gegensatz
zwischen Simplexendungen und Kompositalendungen im Kelt.
auf dem alten Gegensatz zwischen primären und sekundären En-
dungen beruhen sollte*, ließe sich zwar in der 3. Person durch-
führen, in den anderen Personen aber nicht; wir wären bei der
alten Hypothese genötigt, in der Verteilung der Endungen außer-
halb der 3. Person ein sinnloses Wirrwarr anzunehmen. Ein ein-
heitliches Prinzip ergibt sich aber, wenn wii* die für die 2. PI. un-
1. Vgl. Zimmer, KZ XXX 119i; anders Meillet, Kc. XXVIII 369ff.
§602.603] Etymologische Erklärung des Präs. Ind. 341
umgängliche Annahme, daß die Simplexendung aus der Komposital-
cndung durch die Suffigierung eines Pronomens entstanden ist, auf
die übrigen Personen übertragen. Wir stehen also der wohl-
bekannten keltischen Eigentümlichkeit gegenüber, daß Suffigierung
eines Pronomens nur bei einem unkomponierten Verbum möglich
ist; in diesem Falle ist das suffigierte Pronomen natürlich ein
Subjektspronomen. Auch für die oben S. 235 f. erwähnte Erschei-
imng, daß vor dem suffigierten Relativpronomen in der 3. Sing,
eine Kompositalendung, in der 3. PI. aber eine Simplexendung er-
scheint, ergibt sich so eine einfache Erklärung: wo das Relativum
Subjekt war, konnte natürlich ein persönliches Subjektspronomen
nicht suffigiert werden; als Prädikatsverbum in einem Relativsatz
konnte aber nach § 546, 2 nur eine Form der 3. Sing, vorkommen ;
also konnte das persönliche Subjektspronomen nur in der 3. Sing,
überflüssig werden. — Einige aus dem Idg. ererbte Personal-
endungen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit den keltischen Subjekts-
pronominen hatten, sind in den Dienst des neuen Systems getreten;
vor allem gilt dies von der Endung der 1. Sing, der Kicht-o-
Stämme -mi, die mit dem keltischen Pronomen *tni 'ich' (I 250,
II 167) gleichlautete. — Die verschiedenen keltischen Endungen
haben lautgeschichtlich nicht das gleiche Alter; in einigen Fällen
sind die alten Verbindungen der noch ganz uridg. aussehenden
Verbal- und Pronominalformen in ungestörter Verschmelzung bis
auf die Zeit unserer Überlieferung fortgesetzt; in anderen Fällen
haben sie neuen Verbindungen der schon in verschiedener Weise
lautlich geänderten Verbal- und Pronominalformen weichen müssen.
Daß die Unterscheidung zwischen Simplexendungen und
Kompositalendungen keine speziell irische Erscheinung ist, sondern
auch im Brit. vorhanden gewesen ist, geht aus § 599 Anm. 3 her-
vor. Das Brit. hat aber früh (wie später das Nir.) die Unter-
scheidung aufgegeben; dabei sind in der Regel die Simplexendungen
verallgemeinert worden ; in der 3. Sing., PI. hat jedoch die Kompo-
sitalendung gesiegt.
§ 603. Erklärung der einzelnen Personalendungen des
Präsens. 1. Sing. Ererbt war bei den -o- : -e-Stämmen die Endung
-ö (ir. -biur : gr. q^tQiu), bei den wa- Stämmen die Endung -mi
{ir. renim : gr. 7itQvy]f.u)\ bei den -ä-^ -i-, und -i-Stämmen, die mit
-äjo- : -äje-, -Jo- : -^fi-Stämmen u. s. w. alternierten, können beide
Endungen ererbt sein: ir. carim gehtauf *qarü-mi, ir. -caru auf
*qaräjö zurück; ir. leicim geht auf *l'whH-mi, ir. -leiciu auf
342 Etymologische Erklärung des Präs. Ind. [§603
*litokujö zurück. Vgl. die Hiatusverba ir. -tau, -biu 'bin'. Als
die Form auf -mi dazu gekommen war, der Form auf -ö gegen-
über als Simplexendung zu gelten, traten verschiedene Neubildungen
ins Leben: einerseits Formen wie berim (aus *bherö me könnte
berim nur dann entstanden sein, wenn die Verschmelzung aus
einer Zeit stammte, wo das auslautende -ö noch nicht zu -ü ge-
worden war), andererseits for-fiun gl. anclo, anclor, ro-iccu 'er-
reiche' (nach ir. -biur und -caru gebildet). — Das -m der ir.
Endung -im muß ursprünglich leniert gewesen sein, vgl. mc. com.
mbr. caraf u. s. w.; in historischer Zeit ist es im Ir. jedoch immer
unleniert, was aus dem Einfluß des Verbums 'sein' (ir. am aus
*esmi) zu erklären ist (im ßrit. ist *esmi durch eine analogisch
umgebildete Form c. wyf u. s. w. ersetzt worden). Im Brit. steht
vor dem lenierten -m (-f) der Vokal -a-, der aus den -wa-Stämmen
stammt, aller Wahrscheinlichkeit nach aber früh im Paradigma der
-ä-Stämme eine große Verbreitung gefunden hat. — Die ir. Simplex-
endung -u (tiagu 'gehe') kann, wie Thurneysen, Handb. S. 339,
annimmt, nach dem Vorbild der 2. Sing, geschaffen sein (verhält
sich zum -w-Timbre der Korapositalendung, wie die Simplexendung
der 2. Sing, -i sich zum -j-Timbre der entsprechenden Komposital-
endung verhält; dabei können auch die Kompositalendungen mit
-u der anderen Stammklassen Einfluß geübt haben). Unwahr-
scheinlich ist w^ohl die Zurückführung auf *steiQhö eg , wobei *e(j
eine Nebenform des durch lat. ego gr. ayio vertretenen Nominativs
sein müßte.
2. Sing. Auch hier bestand aller Wahrscheinlichkeit nach ein
tiefgehender Unterschied zwischen der Endung der -o-Stämme und
der Endung der übrigen Stämme. Die -o-Stämme mögen eine
Endung -ei oder -oi mit gestoßener Intonation gehabt haben
{*blierei, vgl. lit. vedi 'du führst', reflexiv vedie-s); daraus erklärt
sich ir. -bir, vgl. Meillet, MSL XIV 412—415 (vgl. über c.
2. Sing. Prät. cereis-t § 617). Die Nicht-o-Stämme hatten die
Endung -si (skr. krinä-si 'du kaufst'); man darf ir. beni auf
*bhma-si zurückführen. Nach Analogie der bei der 1. Sing, wal-
tenden Verhältnisse wurde nun aber -si als die Simplexendung (die
pronomenhaltige Endung), -ei als die Kompositalendung aufgefaßt
{-si wurde also gewissermaßen als ein Pronomen aufgefaßt, obgleich
das wirkliche Pronomen ganz anders lautete; vgl. die nir. Auf-
fassung der Verbalendung -muid als ein Pronomen = sinn 'wir'
§589 Anm. 1); es erfolgten daher Analogiebildungen wie *bhere-si
§603] Etymologische Erklärung des Präs. Ind. 343
(oder *bherei-si?) ir. beri und *-b/iina-jei, das hher mit * bhina-si in
ir. beni zusammenfiel. Bei den -i- und -«-Stämmen üel -i-si, -i-si
mit -jei, -tjei zusammen. Die Endungen der -ä-Stämme (ir. cari,
-cari) müssen analogisch sein, da wohl weder -ä-si noch -ä-jei zu ir. -i
führen konnte. — Die brit. Endungen werden von den -i-Stämmen
ausgegangen sein: mc. cery aus -i-si, mc. ceryd com. keryth
mbr. querez aus -i-jei. — In ir, a-t 'du bist' mc. wy-t com.
o-s mbr. ou-t (I 73) ist an die Simplexendung noch ein wirkliches
Pronomen gefügt.
3. Sing. Das Keltische hat die idg. Sekundärendung über-
nommen, die sowohl bei den -o-Stämmen als bei den übrigen
Stämmen -t lautete. Ir. -beir, -ben, -cara, -gaib, -leici aus
*bhere-t, *bhinü-t, *qarä-t, *^hablii-t, "^livkuj-t; ir. berid, benid
u. s. w. aus *bheret is, *bhinat is u. s. w. Die Verschmelzung
muß natürlich in eine uralte Zeit zurückgehen. Im Brit. ist die
Endung -U is durch ac. istlinnit, die Endung -ät is durch die
abr. Formen auf -ot, die mc. Formen auf -awt (§ 599 Anm. 3)
vertreten; die Kompositalendungen -et, -at, -ät, -it, -It mußten alle
schwinden; -U ist noch an den Infektionswirkungen (mc. geill,
tyrr § 599 Anm. 1) kenntlich.
1. Plur. Ir. -beram, -benam, -caram, -gaibem, -leicem
aus *bhero-mos, *bhina-mos, *qarä-mos, ^'ßhabhi-mos, *lii3k»l-mos;
ir. bermi, benmi u. s. w. ist durch verhältnismäßig junge Ver-
schmelzung aus *berom ni, * benam ni u. s. w. entstanden. Das
-m der ir. Kompositalformen ist leniert, das -m- der Simplexformen
ist unleniert (aus -mn-). Im Brit. trat eine ähnliche späte Ver-
schmelzung ein; dabei wurde -mn- zu n : c. carwn (Form der -o-
Stämme), com. keryn (wohl nicht die Form der -/-Stämme, son-
dern eine in der Vokalgebung der beiden Silben an die 2. PI. [die
urspr. in der zweiten Silbe -y- gehabt hat] angeglichene Form); im
Br. scheint die Assimilation durch eine rechtzeitige Restitution auf-
gehoben worden zu sein, worauf -mn- zu -mpn- wurde (I 171).
Oder besteht der Hauptunterschied zwischen dem C, Corn. und
dem Br. darin, daß im C. und Corn. ein leniertes -w, im Br. ein
(aus dem Verbum 'sein' übertragenes) unleniertes -m mit dem w-
des Subjektspronomens zusammentraf? Der Umlaut der Wurzel-
silbe in mbr. queromp ist aus der 2. PI. übertragen.
Anm. 1. In ir. ni-d-an 'wir sind nicht', con-d-an 'sodaß wir
.sind' ist ausnahmsweise ein Subjektsprouomen an das Verbum compositum
344 Etymologische Erklärung des Präs. Ind. [§603. 604
angehängt, vgl. dazu § 552, 2. -wm- ist hier nicht zu -m-, sondern zu -n-
geworden, was vielleicht auf spätere Entstehung der Gruppen deutet.
2. Flur. Die ererbte Personalendung war etwa -te (das Skr.
hat die Primärendung -tha, die Sekundärendung -ta: Präs. hhara-
tha, Ipf. d-bharafa; gr. Präs. (pegETe). Ir. -berid, -benid, -carid,
-gaibid, -leicid aus *hhere-te, *bhina-te, '*qara-te, *Qhabhi-te,
*lwk'n-te. Die Simplexformen (ir. berthe u. s. w.) beruhen auf
*bhere-te wes u. s. w. ; die Verschmelzung mit dem Pronomen muß
uralt sein. In adib 'Ihr seid' ist das Pronomen zweimal suffigiert,
das zweite Mal in der Gestalt *swes. Im Brit. ist das lautgesetz-
liche Ergebnis der alten Verschmelzung nicht erhalten, sondern
nach dem Wirken der Auslautsgesetze im C. und Com. durch die
Verbindung der Kompositalforra mit dem Pronomen * swes ersetzt
worden; in mc. cerwch corn. kerough ist also vor dem x ein -t
geschwunden; im Br. ist das -t später restituiert worden, vgl.
§ 605, 1 Schluß S. 347. Der vor der Personalendung stehende
Vokal war in allen brit. Sprachen ein kurzes -i-, das entweder von
den -i-Stämmen ausgegangen ist oder aus -e- {-a-) durch den um-
lautenden Einfluß des suffigierten Pronomens *swes entstanden ist.
Anm. 2. Im Lat. und im Armenischen (KZ XXXVIII 213) hatte die
Endung der 2. PI. analogisch das -s der 1. PI. angenommen und lautete
*-tfS (lat. scribitis). Das Irische verbietet den Ansatz einer derartigen
Form für das Keltische. Das anlautende s- des Pronomens *su:es (S. 168)
kann also nicht aus der vorhergehenden Verbalendung stammen; es könnte
aber aus der 1. PL *snös, *snes übertragen sein, und in diesen Formen
könnte das s- aus der Verbalendung stammen; für diese Erklärung spricht
die Tatsache, daß durch ir. berthe eine s-lose Form des Pronomens der
2. PI. verbürgt ist. Indessen ist auch eine andere Erklärung möglich,
s. oben S. 169.
3. Plur. Die idg. Primärendung war -nti, die Sekundärendung
-nt. Das Keltische hat die Sekundärendung übernommen. Ir.
-berat, -benat, -carat, -gaibet, -leicet aus *bheront, *bhinant,
*qaränt, ^ghablijoitt, *lmk"jont; ir. berit u. s. w. aus kelt. *&<'ron^
ei oder *beront oi (über das Pronomen vgl. S. 170 und 235). Im
Brit. sind die Kompositalendungen verallgemeinert; mc. carant aus
-ant, -änt (Form der -na-, -ä-Stämme, vgl. I 292f.), corn. kerons
mbr. queront aus -ont (Form der -o-Stämme); der Umlaut der
Wurzelsilbe im Corn. und Mbr. stammt aus der 2. PI.
§ 604. Erklärung des Ipf.» Allgemeines. Das Imper-
1. Windisch, Das irische Praesens secundarium, KZ XXVII 156 — 167;
Strachan, The so-called absolute form of the Irish imperfect, ZfcPh. II373ff.
§604] Etymologische Erklärung des Ipf., Ind. 345
fektum unterschied sich im Idg. vom Präsens durch das Augment
*e- und durch die sekundären Endungen (gr. t-cfegov skr. d-hhuram
'ich trug'; das Augment stand auch vor den ührigen in uridg. Zeit
als präterital aufgefaßten Tempora, also u. a. vor dem Aorist, vgl.
arm. Aorist e-ber 'er trug'; dagegen nicht vor dem Perfektum). Da
das Augment in den meisten idg. Sprachen verloren ging, war die
ererbte Bildung des Ipf. wenig charakteristisch, und in mehreren
Sprachen ist daher ein neues, im Stamm vom Präsens deutlich
verschiedenes Ipf. gebildet worden (lat. ferebam; lit. sük-davau,
Ipf. von sukü 'ich drehe'; asl. neseaxü, Ipf. von we.s(j 'trage'). Die
Wege, auf denen ein derartiger charakteristischer Imperfektstamm
zustandegebracht wurde, waren sehr verschieden.
Auch im Brit. liegt deutlich eine Tendenz vor, das Ipf. durch
die Form des Stammes zu charakterisieren; das charakteristische
-e- des Ipf. ist jedoch nur im Corn. und Br. ganz durchgeführt;
die c. 1. Sing, carwn zeigt, daß urspr. ganz wie im Präsens der
-o-Stämme ein Wechsel zwischen -o- und -e- vorhanden war. Das
-e- wird also in der 2. und 8. Sing, und in der 2. PI. vorhanden
gewesen sein, und es wird in allen diesen Formen ungestört geblieben
sein (was im Präs. nicht der Fall war: es wurde hier in der 2. PI.
umgelautet und schwand in der 3. Sing.); aus der 2. PI. drang das
-e- in die 1. und 3. PL (aus -e- entstand im C. vor -nt nach I 37
ein -y-\ vgl. den Umlaut im Corn.); darauf wurde es im Corn. und
Br. im ganzen Paradigma durchgeführt. Hiermit hat die Durch-
führung der Mouillierung im Ir. (§ 598 Anm. 1) nichts zu tun.
Die ursprüngliche charakteristische Eigentümlichkeit des Ipf.
darf also nicht in der Stammform, sondern nur in den Endungen
gesucht werden. Da das ipf. im Ir. im Aktiv und im Deponens
gleichlautet, so darf man, wo die idg. Aktivendungen zur Erklärung
der keltischen Formen nicht ausreichen, eventuell die idg. Medial-
endungen heranziehen. Die Heranziehung von einzelsprachlicheu
Endungen wie gr. 1. PI. -f.iEoi>a, deren idg. Alter nicht erwiesen
ist, und die außerdem zur Erklärung der keltischen Laute nicht
genügen, ist natürlich unerlaubt; auch die Heranziehung von
konjunktivischen Endungen wie skr. 1. Sing. Konj. Präs. -äni ist
gänzlich unerlaubt. Vom keltischen Standpunkt darf man ferner
im Ipf nur Kompositalendungon suchen; denn die irische ßegel,
daß das Ipf. nur komponiert auftritt, ist unbedingt alt; daß die
Unterscheidung zwischen Simplexformen und Kompositiilformen, die
im Mc. belegt ist, auf Analogiebildung beruht, habe ich in § 599
346 Etymologische Erklärung des Ipf., Ind. [§ 604. 605, 1
Anm. 3 ausgesprochen. Freilich ist das irische Iniperfektpräverb
no- (§ 584) zweifellos jung; es muß aber vor der Ausbildung
dieses Präverbs ein anderes Element vorhanden gewesen sein, daß
ähnlich wirkte.
Anm. Was dies für ein Element gewesen sein kann, ist schwer zu
entscheiden. Fast möchte ich vermuten, daß das idg. Augment *e- im
Keltischen als Präverb fungiert hat und an allen morphologischen Eigen-
tümlichkeiten der Präverbia teilgenommen hat; es hat durch ein infigiertes
Pronomen von dem Verbum getrennt werden können, es hat in der un-
echten Komposition den Anlaut des Verbums unleniert gelassen (vgl.
§550,5 S. 243) u. s. w. Die von allen anderen idg. Sprachen abweichende
Trennbarkeit des Augments war aber nicht eine im Kelt. erhaltene hohe
Altertüralichkeit, sondern im Gegenteil eine keltische Neuerung. Eine
weitere Neuerung wird im Ir. im Anschluß an die Ausbildung des Präverbs
no- eingetreten sein. Dies Präverb, das ursprünglich ein Adverbium ge-
wesen ist, wird, wenn es in seiner ursprünglichen konkreten Bedeutung
vor eine nur mit dem proklitischen Augment zusammengesetzte Verbalform
trat, keine Änderung der Betonung hervorgerufen haben ; das unbetonte
und bedeutungsleere Augment e- konnte daher nun als ein infigiertes
Element betrachtet werden. Und als no- seine ursprüngliche konkrete
Bedeutung mehr und mehr verlor und ohne Bedeutungsnüance als Ver-
mittler der Infigierung (wo sie nicht in anderer Weise möglich war) ver-
wendet wurde, konnte sich leicht die Regel ausbilden, daß no- vor jede
augmentierte Form treten mußte. Vor dem verbundenen Ipf. des Verbums
'sein' blieb no- deshalb weg, weil hier die Infigierung in anderer Weise
(zwischen der Kopula und dem Prädikatsnomen, vgl. § 485 Anm., § 545, 2
S. 234) möglich war. Wenn man nicht annehmen will, daß das Augment
wirklich in die Stellung zwischen Kopula und Prädikatsnomen versetzt
worden ist, würde übrigens auch die Annahme, daß das sonst beim Ipf.
obligatorische Augment von jeher vor den unbetonten Formen des Ver-
bums 'sein' gefehlt hätte, eine genügende Erklärung des Fehlens des no-
vor diesen Formen sein. Bei dieser ganzen Deutung des no- ist natürlich
vorauszusetzen, daß das Augment im Keltischen vor dem Aorist (etwa
wegen der Vermischung dieses Tempus mit dem idg. Perfektura) schon
sehr früh gefehlt hat. Im Brit. wäre die Eatwickelung viel einfacher
gewesen: das Augment wäre hier, wie in den meisten anderen idg.
Sprachen, spurlos geschwunden. — Die ganze hier vorgetragene Hypothese
dürfte mit dem keltischen konservativ -revolutionären Sprachgeist gut
stimmen.
§ 605. Erklärung der einzelnen Formen des Ipf. 1) Es
muß nach diesen Prämissen sofort in die Augen fallen, daß eine
ganze Reihe von Formen des keltischen Imperfekts schlagend mit
den Endungen des idg. Ipf. Akt. übereinstimmt, nur daß der Aus-
laut durch ein heute geschwundenes enkhtisches Element in einer
sonst nur vorhistorisch zu erschließenden Gestalt erhalten gebHeben
§605,1.2] Etymologische Erklärung des Ipf., Ind. 347
ist. So erklären sich: 1. Sing. c. carwn ir. -berinn, 2. Sing,
corn. mbr. cares, 3. Sing. c. care-i corn. mbr. care, 1. PI. ir.
-bermis, 2. PI. ir. -berthe. Das auslautende -m ist zu -n (un-
leniert, also n) geworden; das auslautende -s als -s (unleniert) er-
halten; das auslautende -t geschwunden. Das enkhtische Element
muß ein adverbiell fungierendes Wort sein, das erst nach dem
Wirken einiger konsonantischen Auslautgesetze und nach dem
Wirken der Lenitionsgesetze dazu gekommen ist, mit dem Verbura
eine Worteinheit zu bilden, während es früher wohl ganz selb-
ständig gewesen ist. Es muß mit einem Vokal, und zwar mit
einem kurzen vorderen Vokal {e- oder i-) angelautet haben; dieser
Vokal bewirkte im Ir. Mouillierung des -nn und -s, bewirkte aber
im Bi-it. keinen Umlaut. Wegen der ir. 2. PI. ist ein e- wahr-
scheinlicher als ein i-, und ich vermute daher, daß es sich um das
idg. *est 'ist' handelt, das als ein ursprünglich selbständiges Sätzchen
das Imperfektum begleitet hat um die Dauer hervorzuheben (es
hatte also die Bedeutung des russischen to i delo "das ist die
ganze Sache" : on to i delo igröjet v karty 'er spielt unaufhörlich,
fortwährend Karten'). Die einzelnen Formen waren: 1. Sing.
*e-bherom, est; 2. Sing. *e-bheres, est; 3. Sing. *e-bkeret, est (daraus
*e-bere-e, woraus nach den Regeln in § 159 S. 251 ff mc. -ei com.
br. -e entstand; vgl. bes. mc. rei corn. br. re 'einige', I 67); 1. PI.
* e-hheromos, est (die Sekundärendung war im Idg. etwa *-mo\, vgl.
skr. sunu-mds 'wir pressen aus', aber ä-sunu-ma 'wir preßten aus';
sie ist aber im Kelt. von der Primärendung verdrängt worden);
2. PI. *e-bherete, est. Die 3. PI. *e-bheront, est mußte durch rein
lautliche Entwickelung in der Endung mit dem Präsens zusammen-
fallen; deshalb wurde im Ir. nach dem Muster der 1. PL die Form
-bertis neugebildet (vgl. das nach ir. bertit 'sie tragen ihn' ana-
logisch gebildete bermit 'wir tragen ihn', S. 149, und das Ver-
hältnis zwischen den Endungen -mar und -tar im Perf.). Im
ßrit. hat man dagegen (wegen der Ausbildung eines besonderen
Imperfektstammes auf -e-) dem Zusammenfall der Endungen des
Ipf. und des Präs. keinen Widerstand geleistet; man hat vielmehr
sogar auch in der 1. und 2. PI. die Präsensendungen eingeführt
(das C. hat in der 1. PI. die alte pronomenlose Form -m; das -w
war etwa durch den Enifluß des Verbums 'sein* unleniert; das Br.
hat in der 2. PI. die alte Endung -ch ohne die im Präsens später
eingetretene Restitution).
2) Übrig bleiben dann als einer Erklärung bedürftig nur noch
348 Etymologische Erklärung des Ipf. Ind., des Ipv. [§605,2. 606
die 2. Sing. ir. -bertha, nie. carut und die 3. Sing. ir. -bered,
mc. gwydat, gwydyat (§ 599 Anm. 3). Es handelt sich hier um
mediale Endungen, auf die kein enklitisches Element folgte (das
*est, das im Aktiv das deutlichste Kennzeichen des Imperfekts
war, war im Medium deshalb überflüssig, weil die Präsensformen
ein -r angenommen hatten, vgl. § 627). Ganz klar liegt die Sache
bei der 3. Sing.; mc. gwydat, gwydyat gehört zu einem medialen
Paradigma (ir. ro-finnadar, ro-fitir Sveiß'; in demselben Para-
digma hat auch das Slavische eine mediale Form erhalten: asl.
vede 'ich weiß'); nach mc. gwydat ist das synonyme mc. atwaenat,
atwaenyat gebildet. Ir. -bered, -benad, -carad, -gaibed,
-leiced aus * e-bJiere-to , *e-bhina-to, *e-qarä-to, * e-ghabhi-to,
^e-lmkul-to, vgl. gr. l-cptqk-io u. s. w. Die mc. Endung -at rührt
aus den -/^a-Stämmen her; das vor der Endung stehende j kehrt
in 1. Sing, mi a wydywn 4ch wußte' Skene II 180, 13, com. my ny
wothyen, ef a wo^ye, y ny wo<^yens wieder (ZE 603, Rhys, Rc.
VI 471). Schwieriger ist die Erklärung der 2. Sing.; die Endung
von ir. -bertha, mc. carut stimmt mit der Endung von skr.
2. Sing. Med. ä-bhara-thäs (man muß dann idg. -thäs ansetzen,
worin vielleicht eine alternierende Nebenform der oben I 249 an-
genommenen Endung -thes steckt); rätselhaft ist aber dann das vor
der Endung im Mc. stehende -u-; ich vermute, daß es sich um
eine Vermischung mit dem Optativ (skr. 2. Sing. Med. bhdre-thas
aus *blieroi-thüs) handelt; die Form wäre also aus dem Paradigma
des kelt. Ipf. Konj. eingedrungen.
§ 606. Etymologische Erkläi'ung des Ipv. In der 2. Sing,
hatte der Ipv. bei den -o-Stämmen keine Personalendung, sondern
lautete auf den Stammvokal aus: *bhere; daraus ir. beir; vgl. gr.
(fige, lat. scrTbe. Weniger sicher ist es, ob auch die Nicht-o-
Stämme von jeher endungslose Imperative gebildet haben; sicherer
bezeugt ist eine Form aui -dhi (gr. i'-d^t 'geh!'); endungslose Formen
kommen jedoch in den verschiedensten idg. Sprachen vor, mögen
sie ererbt oder neugebildet sein, und auch für das Keltische sind
sie vorauszusetzen: *bhina, *qarä, *ghab/n, ^lirakui.
Es hat im Idg. noch besondere Imperativformen wenigstens
für die 3. Sing, gegeben (vgl, gr. q^eghco, lat. scribitö); diese
Formen sind aber im Kelt. aufgegeben. Überall außerhalb der
2. Sing, werden in imperativischer Funktion Formen verwendet,
die mit den Komposi talformen des Indikativs identisch sind.
Daß sie gerade mit den Kompositalformen identisch sind,
§606.607] Irisches Konjunktivparadigma. 349
bedeutet nach § 602, daß beim Imperativ kein Subjektspronomen
suffigiert gewesen ist. Aus diesem Prinzip erklären sich die Formen
der 1. Sing. (ir. tiag § 598 Anm. 5), der 1. und 2. PI. ohne
weiteres. In der 3. Sing, wird eine Form verwendet, die auch
beim Deponens verwendet wird und daher als eine alte Medialform
gedeutet werden darf. Anzusetzen ist *bliere-to, *bhina-to, *qarä-to,
*Qhabhi-to, *lmk"i-to] die Form ist identisch mit der Grundform,
aus der die 3. Sing. Präs. Ind. des Deponens ir. -sechetha-r 'folgt',
lat. sequitu-r durch den Antritt eines -r aus *se (I 71, § 625)
gebildet ist. Sowohl im Ir. wie im Brit. (wo die Form der -o-
Stämme verallgemeinert ist: mc. caret u. s. w.) hat aber eine
Wechselwirkung zwischen der 3. Sing, und der 3. PL stattgefunden;
daher im Ir. bei den -o-Stämmen die Endung -ad statt -ed
(her ad nach 3. PI. berat aus *bhfront); im Brit. umgekehrt 3. PI.
auf -ent statt -ont nach dem Sing. (mc. mbr. 3. PI. carent);
im Corn. ist die Pluralform carens auch als Singularform verwendet
worden; dabei ist die schwache Aussprache des n vor einem aus-
lautenden -s mit im Spiele, vgl. I 539, Nachtrag zu I 138; deshalb
kann auch umgekehrt die Form ohne (geschriebenes) -n- als Plural-
form vorkommen: hembrynkys 'sie sollen bringen' P. C. 584. Die
Verwendung einer gemeinsamen Form als Sing, und Plur. war
wegen der in § 589, 2 besprochenen syntaktischen Regeln unan-
stößig (ganz anders Stokes, ßeitr. z. vgl. Sprachf. III 158, Trans.
Phil. Soc. 1860-61 S. 171 f.).
XVI. Aktivische Flexion des Konjunktivs^
§ 607. Ir. Konjunktivparadigma (b er- 'tragen', leic- 'lassen',
tiag- 'gehen').
I -ä-Konjunktiv 1 -s-Konjunktiv
Praes.
Simplex Sing.
1
bera
leicea
tiasu
2
bere
leice
tesi
3
berid
leicid
teis
PI.
1
bermi
leicmi
tiasmi
2
berthe
leicthe
*tiaste
3
berit
leicit
tiasit
1. Thurneysen, Zu den irischen Verbalformen sigmatischer Bildung-,
KZ XXXI 62-102; Strachan, Trans. Phil. Soc. 1899-1902, 291-314;
Vendryes, MSL XI 258 ff.; d'Arbois de Jubainville, MSL I 134-144; Loth,
MSL V 136 ff., Rc. VII 233.
350
Iris
5che
s Konjunktiv
paradigma.
[§607
-ä-Konjunktiv
-s-Konjunktiv
Praes. comp.
Sing.
1
2
3
-ber
-bere
-bera
-leic
-leice
-leicea
-tias
-teis
-te, -tei
PI.
1
2
3
-beram
-berid
-berat
-leicera
-leicid
-leicet
-tiasam
-tesid
-tiasat
Ipf.
Sing.
1
2
3
-berinn
-bertha
-berad
-leicinn
-leicthea
-leiced
-tesinn
-tiasta
-teised
PI.
1
2
3
-bermis
-berthe
-bertis
-leicmis
-leicthe
-leictis
-tiasmis
-tiaste
-tiastis
Anni. 1. Der Stamm des -ä-Konjunktivs wird meist so gebildet, daß
-ä- an den Wurzelauslaut tritt; die präsensbildenden Elemente der -o- : -e-
Stämme, der -wa-Stämme und der -i'-Stämme fehlen also im Konjunktiv; zu
renira 'kaufe', gaibira 'nehme' lautet der Konj. 3. Sing, -ria, -gaba;
bisweilen weicht der Konjunktivstamm durch eine Alternation im Wurzel-
vokal vom Indikativstaram ab: Ind. mairnid 'verrät", at-bail 'stirbt',
ad-baill 'was stirbt' (-//- aus -In-; ist wie mairnid ein umgebildeter
-na-Stamm), Konj. 3. Sing, -mera, at-bela. Bei den -ä-Indikativen ist der
Konjunktivstamm mit dem Indikativstamm identisch. In allen diesen
Fällen ist der auslautende Konsonant der Wurzel im ganzen Konjunktiv-
paradigma unmouilliert. Dagegen'entspricht den indikativischen -i-Stämmen
ein -ä-Konjunktiv mit mouilliertem Wurzelauslaut (und daher mit -ea und
-e- statt -a und -a- in den Endungen).
Das -5- des -«-Konjunktivs hatte wechselndes Timbre, im Wesent-
lichen nach denselben Kegeln wie bei dem Ind. der -o- : -e-Stämme; jedoch
scheint der ganze Plur. des Praes. simplex und des Ipf. unmouilliertes -s-
gehabt zu haben; und dies unraouillierte -s- dringt bisweilen in den Sing,
des Ipf.: CO cho tabosad-si gl. ut uos comminueret Ml. 18a 7 (com-
-\- bo-n-g-). Das konjunktivische -s- wird unmittelbar an den Wurzel-
auslaut gefügt, wobei die Wirkungen der die -s-Gruppen betreffenden Laut-
gesetze sich zeigen; präsensbildendes infigiertes -n- fehlt: Präs. Konj.
1. Sing, tiasu, 2. Sing, con-iis, 3. Sing, in-fe, in-re, fris-n-orr,
3. PI. fris-n-orrat von tiag- 'gehen', com--{-ic- 'können', in--}-fiad-
'erzählen', in- + reth- 'angreifen', frith- -1- org- 'beleidigen'. In der
vokalisch auslautenden 3. Sing, des Praes. compos. sollte, wenn die Verbal-
form betont war, lautgesetzlich Auslautsdehnung eintreten; diese Dehnung
ist zum Teil analogisch in die übrigen Formen gedrungen: 1. Sing, fu-lös
nach 3. Sing, fo-llö zu fo-lo-n-g- 'ertragen' u. s. w. (I 294); dabei trat
an die Stelle eines -e- vor unmouillierten Konsonanten analogisch der
Diphthong -ia-: 3. PI. Ipf. in-griastais zu in-grennat 'welche verfolgen'
{* ßhre-n-dh-na-), vgl. § 200 I 295. Der in der 3. Sing, des Praes. compos.
bei Betonung der Verbalform aufgehobene Unterschied zwischen Ursprung-
§607] Irisches Konjunktivparadigma. 351
lieh k)irzen und ursprünglich langen Vokalen mußte nach den Lautgesotzen
wieder deutlich worden, wenn ein Präverb betont war: ein kurzer aus-
lautender Vokal mußte dann schwinden (na-d-fu-1 'die er nicht ertragen
kann', fo-lo-n-g-); ein langer Vokal mußte dagegen erhalten bleiben;
sehr oft ist jedoch auch ein langer Vokal geschwunden (con-ei-t von
com-i n- + tiag- u. s. w., § 156 Anm. 2 I 249); bisweilen ist auch ein
kurzer Vokal erhalten geblieben (arna-in-gre 'damit er nicht verfolge'
Ml. 111c 6). Durch diesen (lautgesetzlichen und analogischen) Vokal-
schwund entstehen oft Formen, in denen von der Verbalwurzel nur der
anlautende Konsonant oder gar nichts übrig ist (as-n-ind Ml. 23d 2 zum
Ind. ass-ind-et 'erklärt'). — Verhältnismäßig selten weicht der Stamm
des -s-Konjunktivs durch eine idg. Alternation mit Bezug auf den Wurzel-
vokal vom Ind. ab; so in guidimm 'ich bitte', Konj. 2. Sing, -geiss;
vielleicht auch in salgim 'suche', Konj. 2. Sing, ro-sais gl. ut attingere
possis Thes. II 28, 35, vgl. ara-cuintea 'damit er suche' Ml. 51a 18
(com-di- -|- saig-) ; es würde sich hier um eine idg. Alternation a : ä
handeln.
Anm. 2. Bei den Hiatusverben sind die Formen des -ä-Konjunktivs
und des -«-Konjunktivs zum Teil durcheinander geraten. Zu Ind. biuu
'ich bin', -gniu 'ich tue', 3. Sing, biid, -bi, gniith, -gni lautet der
Konj. 1. Sing, beo, -gneo, 3. Sing, beid, -be, -gne (mit dem Vokal -e-
ira ganzen Konjunktiv: Ipf. 1. PI. -bemmis, -gnemmis, 3. Sing, -beth,
-gned u. s. w.). Derselbe Gegensatz zwischen dem indikativischen -i- und
dem konjunktivischen -e- findet sich auch bei dem Verbum ad-cii 'sieht",
Konj. 2. PI. ad-ced Wb. IIb 22 (der Konj. dieses Verbnms hat jedoch
mediale Endungen, vgl. Verbalverz.). Das -e- kann in allen zweisilbigen
Formen aus hiatusbildendem -la- entstanden sein, vgl. I 311; auch -be,
-gne werden lautgesetzliche Formen sein (vgl. sce aus *sqwij<its I 252):
einsilbige Formen wie Ipf. 3. Sing, -beth, -gned sind aber analogisch,
und beo, -gneo sind nach dem Muster der s-Konjunktive gebildet.
Die Konjunktive der -na-Stämrae zeigen gleichfalls eine gemischte
Flexion: l.Sing. coni-glöu gl. ut non haeream Ml. 86b 8 (Ind. glenaid
'bleibt stecken'), 3. Sing, -ria, 3. PL -riat (renim 'verkaufe'), aber 3. PI.
rel. glet-e 'welche stecken bleiben". Die belegten Formen sind mit Aus-
nahme der 1. Sing, die Formen des -ä-Konjunktivs.
Anm. 3. Abweichende Endungen. Die Kompositalform der 1. PI. des
verbundenen Verbums 'sein" (der Kopula) lautet -ban; damit identisch ist
der Imperativ baän. ban (der Ipv. schließt sich, wie immer, mit Bezug
auf die Endung an die Kompositalforraen an). Imperativisch fungierende
Formen des -s-Konjunktivs sind tair, atr», comeir, foir, no-m-ain
§ 598 Anm. 5.
Anm. 4. Verschmolzene Formen: 3. Sing. rel. beras, tias, 1. PI. rel.
berme, tiasme, 3. PI. berte, tiaste. Formen mit suffigiertem Objekt
werden wohl in ähnlicher Ausdehnung wie beim Ind. vorhanden gewesen
sein; Belege fehlen fast gänzlich; über snaids-iunn s. S. 149. Ver-
schmelzungen des Konjunktivs mit dem Adverbium and finden sich nicht
352 Brit. Konjunktivparadigma. [§608
(vgl. dazu, daß das infigierte Adverbiuru -d- in gewissen Fällen gleichfalls
nur den Ind., nicht aber den Konj. begleitet, § 537, 2 S. 220).
Anm. 5. Über den Konjunktiv im Neuirischen vgl. Sarauw, ZfcPh.
IV 72 ff.
§ 608. Brit. Konjunktivparadigma, Für das Mc. wähle
ich als Paradigma das Verbum 'lieben', für das Corn. und Er. (um
nicht zu\ael Formen konstruieren zu müssen) das Verbum 'können'
(daneben mbr. beuaff 'leben', deceff 'trügen').
Mc.
Corn.
Mbr.
Präs.
Sing.
1
car(h)wjf
gyiiyf
guillif
2
cer(h)ych
gylly
guilly
3
car(h)o
gallo
gallo
PI.
1
car(h)om
gyllyn
guelhomp (beohimp)
2
car(h)och
gallough
guelhet
3
car(h)ont
gallons
galhint (deceffont)
Ipf.
Sing.
1
car(h)wn
gallen
galhenn
2
car(h)ut
galles
galhes
3
car(h)ei
galle
galhe
PI.
1
car(h)em
gallen
galhemp
2 car(h)ewch galleugh galhech
3 cer(h)ynt gallens galhent
Anm. 1. Das für den Konjunktivstamm charakteristische h ist im Mc.
im Präs weniger fest als im Ipf.; im Mbr. ist das h im Präs. nur in den
drei Pluralformen belegt; im Corn. fehlt das h regelmäßig. Das h ver-
schmilzt mit einem vorhergehenden Konsonanten nach den Eegeln I 409 f.,
und derartige Verschmelzungen lassen sich auch aus dem Corn. belegen:
mc. 3. Sing, dycko, dywetto, eistetho (neben lladho) 1410; corn. Präs.
2. Sing, lyttry, Ipf. 3. Sing, ladtre E. D. 58, 0. M. 2232 von laddra
'stehlen'; Präs. 3. Sing, deppro 0. M. 187 (von dybbry 'essen'), effo
P. C. 1620 (von eve 'trinken'), re-thokko, pysso, cresso I 410, 501,
leuerryf, lauarre S. 322 Z. 29, S. 329 Z. 24, kerry, guylly § 595, 5,
yllyf U.S.W. S. 353 (daneben Formen, in denen die Wirkungen der Ver-
schmelzung aufgehoben sind: na-n laddro 'damit er ihn nicht stehle'
K. D. 380, may tebro 'damit er esse' 0. M. 200). — Im Mc. dringt das
h auch in einige nicht-konjunktivische Formen, § 599 Anm. 3 Fußnote.
Im Nbr. ist das aus vh entstandene / aus Formen wie mbr. marvhenn,
bevhenn, Ipf. Konj. von meruell 'sterben', beuaff 'leben' (vgl. mbr.
gouffenn von gouzout 'wissen", I 423) auf sämtliche Imperfekte des Konj.
übertragen worden: nbr. kanfenn 'ich würde singen'; im Präs. Konj. ist
das h aufgegeben: PI. kanimp u. s. w. (dialektisch -fomp, -fet, -fönt).
Über den Gegensatz zwischen corn. Ind. gyllyn 'ich konnte' und
Konj. gallen s. § 599 Anm. 1 (Konj. 3. PL fallens M. C. 49).
§ 608] Brit. Konjunktivparadigma. 353
Das A des Konjunktivs ist aus einem « entstanden; nur in zwei ar-
chaischen mc. Formen hat dies s sich (wie beim irischen «-Konjunktiv) un-
mittelbar mit dem auslautenden Konsonanten der Wurzel verbunden: duch
'er führe' (Loth, Kc. XX 79f.j zum Präs. Ind. dygaf (-x aus ks), {^wares
'er helfe' (Khys, Rc. VI, 36) zum Inf. gwaret f-s aus tu). Spur einer ent-
sprechenden Bildung ist mc. tech- in ny rydecho 'wer nicht flieht'
(§ 542 S. 228) br. tec'het 'fliehen' zu ir. techid 'flieht', Konj. 1. Sing.
-tes {x aus kus I 128 hat sich auf das ganze Verbum verbreitet).
Anm. 2. (Suppletivismus, -^-Konjunktive). Bei dem Verbum 'gehen',
dessen Ind. von der idg. Wurzel *aff- (lat. agö I 96) gebildet wird (mc.
corn. af mbr. äff 'ich gehe', 3. Sing. mc. corn. mbr. a), wird der Kon-
junktiv meist von einer anderen Wurzel gebildet: mc. Präs. Sing. 1. elwyf,
el(h)wyf, 2. eHh)ych, 3. el, PI. el(h)ora, el(h)och, el(h)ont, Ipf.
el(h)wn u. s. w. ; corn. Präs. yllyf, ylly, ello, yllyn, yllough,
*ellon8, Ipf. eilen u. s. w. (-11- aus -Ih-); mbr. 3. Sing, me a y-el, me
a y-elo 'ich werde gehen' (die einzige häufige Form dieser Wurzel im Mbr.;
zum Hiatuseinschub vgl. § 218); 2. PI. net elot 'Ihr werdet nicht gehen"
Jes. 201b. Daneben kommen einige regelmäßige Formen von der Wurzel
*ag- vor: mc. 3. Sing., PL aho, ahont; im Mbr. herrschen diese Formen:
Präs. 1. if, 2. y, 3. ay, PI. 1. a(h)imp, ehomp, 2, ehet, eheut, 3.
ahint, Ipf. ahenn u. s. w. Der suppletivistische Konjunktiv war ursprüng-
lich auch bei dem Verbum 'kommen' (mc. Ind. deuaf 'ich komme' u. s. w.
I 100) vorhanden: mc. Präs. Sing. 1. del(h)wyf, 3. del u. s. w. : daneben
hat das Mc. auch 3. PI. deuhont (Loth, Ec. XXXI 494) und Formen, die
von der Wurzel des Verbums 'sein' mit dem Präverb *to- gebildet sind :
Sing. 1. dy-bwyf, 3. dyppo, dyffo u. s. w.; diese Formen sind im Corn.
alleinherrschend: dyffyf, dyffy, deffo u. s. w.; im Br. ist der Suppleti-
vismus beseitigt: Sing. 1 duiff, 2. duy, 3. duy, deuy, PI. deuhimp
u. s. w.
Die Wurzel, die sich in dieser Wei?3 mit der Wurzel *aff- kombiniert
hat, liegt im Ir. zunächst mit der Bedeutung 'gehen' in einer Reihe von
Zusammensetzungen vor: a-ta-ella 'besucht sie' (Inf. ad-all), do-da-
aid-lea 'der sie besucht' (Inf. t-ad-all), läse sechmi-n-ella 'indem er
vorübergeht' u. s. w.; ferner mit der kausativischen Bedeutung 'gehen
lassen': a-t-com-la 'er fügt sich selbst hinzu", do-e-cm-alla 'sammelt'
{*to-eks.fcom-), t-ella §572,7, §570 S. 271f. (to-ell- 'wegnehmen, stehlen"
stimmt semasiologisch genau mit to-ag- 'forttreiben, rauben', Inf. t-tiin).
Ir. Ind. -ella verhält sich zum brit. Konjunktivstamm el- wie ir. ad-baill
zu at-bela S. 350, d. h. der Ind. enthält ein präsensbildendes -nä-. Die
Verwandtschaft mit gr. iXce-vroj 'treibe, fahre", arm. ela-uem 'komme heraus,
steige hinauf, eianim 'werde' {-t- aus -In-, KZ XXXIX 424) liegt auf der
Hand. Vielleicht gehört zu derselben Wurzel auch das Prät. mc. ry-gallas
'ist fortgegangen', corn. gallas 'ist gegangen, geworden" S. 275 (-//- aus
dem im Brit. verlorenen, im Ir. erhaltenen Präs. Ind.).
Nach dorn Muster der Verba 'gehen' und 'kommen" ist im C. und Corn.
auch zum Verbum 'tun' (mc. gwnaf u. s. w. I 96) ein -/- Konjunktiv ge-
Pertersen: Vgl. kelt. firamm. II. 23
354 Erklärung des Präs. Konj. [§608.609
bildet worden: mc. gwnel(h)wyf, 3. Sing, gwnel u. fe. w. (neben 3. Sing.,
PI. gwnaho, gwnahont), corn. guryllyf, gurylly, gurello u. s. w.
(daneben 3. PI. may wrons, 'damit sie tun' 0. M. 2Ü34; im Br. nur regel-
mäßige Formen: mbr. Präs. 1. Sing, gruif, grif, 3. PI. grab int u. s. w.).
Die Neubildung erklärt sieb daraus, daß mc. gwnaf u. s. w. iiberbaupt als ein
Kompositum von af 'icb gebe' bebandelt wird. Indem aber scbließlich das
-l- als ein ableitendes Element aufgefaßt wurde, wurde im Corn. aucb zu
dem Verbum 'geben' (corn. rof 'icb gebe') Konjunktivformen mit -/- ge-
bildet: Präs. Konj. 3. Sing, rollo, 3. PI. rollons, Ipf. Konj. 3. Sing,
rolle, rolla (daneben Präs. Konj. 3. Sing, roy u. s. w., vgl. Verbalverz.
ber-).
Anm. 3. Ein gewisses Schwanken in den Endungen beruht auf gegen-
seitiger Beeinflussung der verschiedenen Personen. Das -wy- der 1. Sing.
kann im Mc. auf die 3. Sing, (-wy) und 3. PI. (-wynt) übertragen werden,
und umgekehrt kann -wy- durch den Einfluß der Endungen mit -o- zu
-oe- werden (1. Sing, -oef, 3. Sing, -oe, 3. PI. -oent). Im Mbr. ist das
-i- der 1. Sing, auf die 1, 3. PL übertragen worden, die sich dadurch deut-
licher vom Indikativ unterscheiden; für die 3. PI. ist die Endung -(h)ont
nur spärlich belegt (Nonne 1449 f.); das Fehlen des Umlauts beweist aber,
daß die Endung -(h)int nicht alt sein kann.
Aus dem Abr. ist belegt: decmint 'werden zehnten', iolent gl.
precentur (mit auffälligem -e-).
Aus der späteren Entwickelung sei hervorgehoben, daß im Nbr. in
der 1. Sing, des Präs. (wie beim Ind.) die Endung -f durch das aus dem
Ipf. eingedrungene -nn ersetzt worden ist: kaninn von kana 'singen';
die 2. PI. des Präs. Konj. lautet nbr. kanot.
Etymologische Erklärung des Konjunktivparadigmas.
§ 609. Präs. Konj. Der ir. -ä-Konjunktiv hat eine genaue
Entsprechung im Lat: 1. Sing, scribam, 1. PL scribämus neben
dem indikativischen -o- : -e-Stamm scrTbö; alat. 3. Sing, ad-uenat,
per-uenat neben ueniö. Im Lat. gibt es auch einen -e-Kon-
junktiv: amem, amemus neben dem indikativischen -ä-Stamm
amö amämus; von einem solchen Konjunktiv gibt es im Ir. keine
Spur, wohl aber, wie ich glaube, im Brit. (c. car(h)wyf I 51).
Das Nebeneinander eines -ä-Stammes und eines -o- oder -jo-
Stammes kommt auch in anderen idg. Sprachen vor, aber so, daß
der -ä-Stamm dem Ind. des Aorists gehört: asl. zove-tü 'ruft', Aor.
3. Sing. züva\ asl. pise-tü 'schreibt' (-yo-Stamm), Aor. 3. Sing, pisa;
lit. sukü 'ich drehe' (-o-Stamm), Aor. 3. Sing, süko; leidziu 'lasse'
(-jo-Stamm), Aor. 3. Sing, leido. Neben einem präsentischen
-ä-Stamm steht ein aoristischer -e-Stamm in lit. mataü 'ich sehe',
3. Sing, mäto, Aor. 3. Sing. mäte. Die italisch-keltischen Kon-
§609] Erklärung des Präs. Konj. 355
junktivformen sind mit den slavisch-baltischen indikativischen Aorist-
formen ganz identisch; derartige mit einem Indikativ identischen
Konjunktivformen nennt man in der idg. Grammatik gewöhnlich
Injunktive.
Anm. Aus der Zugehörigkeit des keltischen Konjunktivs zum idg.
Aoristparadigma erklärt sich auch das Fehlen des präsensbildenden -n- in
ir. -mera, at-hela (§ 607 Anm. 1 S. 350, vgl. lat. attigat zu attingö)
und der Suppletivismus bei mc. af, Konj. elwyf (§ 608 Anm. 2; vgl. lat.
tulat zu ferö, etymologisch zum n-Präsens tollö).
Auch die ir. -s-Konjunktive sind in der 3. Sing, (und vielleicht
in der 2. PL, ausnahmsweise auch in der 2. Sing.) mit den indika-
tivischen -s-Aoristen anderer idg. Sprachen identisch, sind also
Injunktive. Sonst erscheint jedoch im ir. Konjunktiv nicht (wie in
den indikativischen Aoristformen des Idg.) ein -s-Stamm, sondern
ein -so- : -se-Stamm, der mit dem konjunktivischen -so- : -Sß-Stamm
des Gr. und des Indischen (gr. Ind. egv-oo-a^ev Vir zogen' [-a/.i-
aus -mm-], Konj, bei Homer igv-aoo-iuev, skr. Ind. d-näi-s-ta 'Ihr
führtet', Konj. in den Veden ne-tia-tha) identifiziert werden könnte.
Wie das Gemisch der beiden Bildungsweisen in der irischen Flexion
aufgekommen ist, bleibt unsicher.
Die einzelnen Formen der irischen Konjunktivformationen lassen
sich etwa in der folgenden Weise erklären. -ä-Konjunktiv: 1. Sing,
-her aus *bheräm vgl. lat. feram; die Simplexform bera verhält
sich dazu, wie im Ind. biru sich zu -biur verhält. Die endungs-
lose Kompositalform ist analogisch auch auf diejenigen Fälle über-
tragen, wo vor der idg. Endung *-«m ein -j- stand (no-foid gl.
mittere *daß ich schicke' Wb. 23 d 1); lautgesetzlich wäre in diesen
Fällen die ir. Endung *-e. 2. Sing, -bere etwa aus *hhera-jei
oder *bherä-ei (vgl. die litauische analogisch gebildete Form sukal
'du drehtest'), bere aus *bheräsi. 3. Sing, -bera aus *bherät (§ 156
I 250), berid (beraid) aus *bherät is. Die Pluralformen zeigen
die aus dem Ind. bekannten Personalendungen hinter einem Stamm
auf -«-. — -s- Konjunktiv: 1. Sing, -tias, 2. Sing, -teis aus
* steigh-s-ö , *steigh-s-ei; dazu Simplexformen wie beim Ind. der
-o-Stämme. Die imperativisch fungierende 2. Sing, a-t-ra'' geht
auf *reg-s-s, die 3. Sing, -tei, -te geht auf *sfeigh-s-t zurück, s.
I 244 f., vgl. skr. (vedisch) d-prä-s *du fülltest, er füllte* (mit
Schwund eines -s in der 2. Sing., eines -t in der 3. Sing.), asl. da
*du gabst, er gab' (mit Schwund der auslautenden Konsonanten;
vgl. 2. PI. da-s-te u. s. w.). Die Pluralformen stimmen mit den
-^3*
356 Erklärung des Präs. Konj. [§609
indikativischen -o-Stämmen (über die 2. PI. vgl. § 611 Anm. 1 c°).
Die brit. Formen bieten der Erklärung erhebliche Schwierig-
keiten. Trotz dem mehr oder weniger konsequent durchgeführten
aus dem -s-Konjunktiv stammenden -h- gehen die Endungen offen-
bar auf den -ä- und -e-Konjunktiv zurück. 1. Sing mc. carwyf
führe ich auf * qaremi zurück (I 51), aber auch in corn. gyllyf
mbr. guillif steckt wohl die Endung -emi; vermuthch entwickelte
das -e- sich in verschiedenen Formen des Paradigmas verschieden,
worauf eine Lautgestalt im C, eine andere im Corn. und Br. ver-
allgemeinert wm'de. 2. Sing. com. gylly mbr. guilly wohl aus
-esi; in mc. cerych kann das -ch schwerhch ein suffigiertes Pro-
nomen sein ; wahrscheinlicher ist es, daß es sich um eine ursprünglich
imperativische Form handelt, die in das konjunktivische Paradigma
aufgenommen wurde, vgl. skr. 2. Sing. Ipv. Med. bhäva-sva; cer-y-ch
müßte dann auf -i-swo zurückgehen (das -i- müßte aus den -i-Stämmen
übertragen sein); vgl. Loth, Rc. XV 93 f. Die brit. 3. Sing, geht auf
die Komi^ositalendung zurück; lautgesetzlich müßte die Form dann
aber endungslos sein, da sowohl -ät wie -et im Brit. abfallen mußte;
die endungslose Form ist erhalten in mc. el, mbr. y-el (und y-elo;
corn. ello) 'er gehe' § 608 Anm. 2; in der Regel hat jedoch die
3. Sing. Konj., um vom Ind. unterschieden werden zu können, aus
dem Plur. den Vokal -o überpommen, der als das charakteristische
Merkmal des Konjunktivs aufgefaßt wurde. Einen gewissen Einfluß
mag dabei das beim Ipf. (Ind. und Konj.) stattfindende Verhältnis
zvrischen der 3. Sing, und den Pluralpersonen ausgeübt haben (es
ist bemerkenswert, daß die mc. Personalendungen des Plur. des
Konjunktivs mit dem Ipf. stimmen). Im Plural ist der Vokal -o-
wohl in der dritten Person entstanden. Die Endung -änt hätte
nach § 197, 1 zu -ant werden müssen; die Länge ist aber aus den
anderen Personen, und zwar in der Gestalt -ö-, wieder eingeführt
worden und nun zu -o- gekürzt worden (die langvokalische Form
ac. cuinhaunt gl. deflebit 'werden beweinen' wird ein Ind. sein,
vgl. S. 338 ^); das so entstandene -o- ist im C. im ganzen Plur.
durchgeführt, mag auch einst im Corn. und Br. durchgeführt ge-
wesen sein; im Mbr., wo das -h- in den drei Pluralpersonen das
wesenthchste Merkmal des Konjunktivs geworden war, sind die
Endungen unter den Einfluß des Präs. Ind. geraten; so auch im
Corn., wo jedoch der Gang der Entwickelung weniger klar ist. Im
Br. hat außerdem die Tendenz geherrscht, das -i- (> -1- > -e-) aus
der 1. und 2. Sing, in den Plural einzuführen; in der 3. Plui". be-
§609— 611J Erklär, d. Präs., Ipf. Konj. Ir. Futurparadigma. 357
ruht das neben -int stehende abr. -ent wohl auf einer Kürzung
nach § 197, 1.
§ 610. Das Ipf. Konj. ist eine Neubildung, die vom -«-Kon-
junktiv ausgegangen ist. Der -s-Konjunktiv ist durch die Annahme
der imperfektischen Endungen imperfektisch geworden. Das im Brit.
erscheinende -h- ist auch im Ir. vorhanden gewesen, ist aber -svie
sonst überall im Ir. geschwunden; in Formen wie -ber(a)inn u. s. w.
ist das Timbre des Wurzelauslauts vom -«-Konjunktiv beeinflußt.
Zweifellos besteht ein Zusammenhang mit dem iat. Ipf. Konj. (scri-
berem u. s. w.).
Mit dieser Neubildung mag der alte Optativ sich gemischt
haben (mc. carhut aus carut, vgl. § 605).
XVII. Aktivische Flexion des Fut. und Konditionalis ^
§ 611. Irisches Futttrparadigma (rannid 'teilt', leicid 'läßt',
canid 'singt', berid 'trägt', guidid 'bittet').
(Siehe Tabelle auf folgender Seite.)
Anm. 1. Stammbildung. a) Das -6-Futurum zeigt teils die Flexion
der -o- : -e-Stäiume (1. Sing. Fut. comp.), teils die aus dem -ä-Konjunktiv
bekannten Endungen (1., 2. Sing. Fut. simpL. 2., 3. Sing. Fut. compos.). —
Das Timbre des futurischen -f- oder -b- hängt zum Teil von dem unmittel-
bar vorausgehenden Wurzelauslaut des Verbums ab (rannfa zum -ä-Präsens
rannid mit unmouilliertem -nn-, leicfea zum -»-Präsens leicid mit
mouilliertem -c-); oft finden sich jedoch auch neben -ä-Präsentien Futur-
formen mit mouilliertem -f-, -b- (atrefea 'wird wohnen' zum Präsens
atreba 'wohnt'). Steht zwischen dem Wurzelauslaut und dem -f-, -b- ein
Vokal, so schwankt das Timbre, jedoch so, daß Mouillierung häufiger als
Nicht-Mouillierung ist (Beispiele wie pridchibid 'wird predigen' zum -ä-
Präsens pridchid 'predigt' neben hi-pridchabat 'werden sie predigen?'
Wb. 13a 13, ni cumgubat 'sie werden nicht können' Ml. 54a 19 neben
ni cumcaibed 'er würde nicht können' 42c 32 richten sich nach den
Timbre-Kegeln der -o- : -e-Stämme, § 598 Anm. 1 S. 332; analogisch zu er-
klären sind Formen wie ni foircnibea 'wird nicht enden' Ml. 69b 9,
duroscibet 'sie werden sich auszeichnen' 84b 1, s. Verbalverz. forcenn-,
scuich-; immer unmouilliert ist selbstverständlich das -b der 1. Sing.
Fut. compos.; nio-ainib sa 'ich werde nicht aufhören' Ml. 53b 8 u. s. w.
ist nur orthographisch ungenau: -i- statt -iu-). — Mit Bezug auf den
1. Vgl. Thurneysen, IF Anz. IX 47 Z. 3 f.; Vendryös, Sur Ihypothese
d'un futur en -hh- italo-celtique, Mölanges Havet (1909) S. 557 ff.; E. Kieckers,
Zum altirischen f- und b-Futur, IF XXVII 325—332; Zimmer, KZ XXX
112 ff., 209 ff. ; Thurneysen, Zu den irischen Verbalformeu sigmatisoher
Bildung, KZ XXXI 62—102; Strachan, Trans. Phil. Soc. 1899—1902, S. 291 ff.
358
Irisches Futurparadigma.
[§611
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§611Anm. 1] Irisches Futurparadigma. 359
Stiramton des Futurzeichens gelten die Kegeln: 1) Im Silbenauslaut er-
scheint-b-, -b (1. Sing. Fat. compos. -löiciub; vgl. folnibthe 'Ihr werdet
herrschen' und andere Formen des Deponens und des Passivs); 2) zwischen
Vokalen ist -b- häufiger als -f-; lautgesetzlich wäre immer nach einem be-
tonten oder unbetonten Vokal -b- zu erwarten; Formen wie ad-id -roillifet
'welche es verdienen werden' Ml. 61a 20 und ceine no-soife-si u gl. donec
auertis sind analogisch, aber nicht selten; 3) nach Konsonanten steht fast
immer -f-; nur nach -s- kommen Ausnahmen häufiger vor (artüaisbet
'werden schweigen' Ml. 126b 12 u. s. w.), sonst sind sie ganz vereinzelt (da-
ucbaid 'Ihr werdet es verstehen' Wh. 21c 12, nacha-soirbed 'daß er
sie nicht retten würde' Ml. 53 d 6); mit dem -f- verschmilzt ein wurzel-
auslautendes -b- (atrefea 'wird wohnen' mit den orthographischen Vari-
anten atrebfea und atrebea); mit einem -b- ist das Futurzeichen ver-
schmolzen in co-tn-erba 'er wird sich anvertrauen' Ml. 112a 3,
b) Das -«-Futurum hat die Endungen des -«-Konjunktivs. Der Wurzel-
auslaut ist daher immer unmouilliert; deshalb Schreibungen wie no-n-
da-bertais 'daß sie sie führen würden' Ml. 124b 6.
Das -ä-Futurum ist in der Kegel redupliziert; dabei sind zwei
Typen zu unterscheiden: ein Typus mit nicht-schwundstufiger Gestalt der
Wurzel und ein Typus mit schwundstufiger Wurzel. Nicht-schwundstufig
war die Wurzel z. B. in -cechna 'wird singen', nio-chechrat 'sie werden
nicht lieben' (carid 'er liebt'); denn nur wenn man annimmt, daß zwischen
-ch- und -n- oder -r- ein Vokal gestanden hat, ist die Erhaltung des -ch-
lautgesetzlich ; ferner in f - a - d i d m e d 'er würde es ertragen' (f o - d a i m i m 'ich
ertrage'), wo die Mouillierung der sekundären Konsonantengruppe auf den
Schwund eines vorderen Vokals deutet (um die Hebung des Vokals der
Keduplikationssilbe lautgesetzlich zu erklären müßte man eigentlich ein
idg. -e- kelt. -i- ansetzen; indessen kann die Hebung auch vor einem -e-
analogisch eingetreten sein, s. S. 361 oben); vgl. noch das Deponens
gainithir 'wird geboren', Fut. gignithir, s. Verbalverz.
Schwundstufige Wurzelsilbe findet sich im Fut. wie im Präs. bei
gn-i-u, do-gn-i-u 'ich tue', Fut. 1. Sing, do-gen, 3. Sing, do-gena
{*gegnät oder *gignät); ferner bei itar-gninim gl. sapio, Fut. 3. PI. etir-
genat (mit -e- zu lesen). Schwundstufige Wurzelsilbe im Fut. neben einem
anders gestalteten Präsens liegt vor bei celid 'verhehlt', Fut. 1. Sing,
-cel {*fcefcläm oder *!ci/cläm); gairid 'ruft', ar-gair 'verbietet', fris-gair
'antwortet', Fut. 3. PI. ar-gerat, 3. Sing, fris-cera (mit -e- zu lesen,
Stamm *gegrä- oder *gigrä-) und in mehreren anderen Fällen, die als laut-
gesetzlich gelten können (lautgesetzlich ist vielleicht auch das als Para-
digma verwendete böra, s. I 117). Der so entstandene Futur-Typus mit
langem -e- hat sich aber analogisch verbreitet: gatid 'nimmt weg', Fut.
1. Sing, -get, gaibid 'nimmt', Fut. 3. Sing, gebaid (-t'-). Bei den vo-
kalisch anlautenden Verben wird die Reduplikation in verschiedener Weise
durchgeführt; di-em- 'schützen' folgt dem -e-Typus (Fut. 3. Sing, du-ema
Ml. 67c 5; mit -e- zu lesen); ib- 'trinken' hat neben dem Konjunktivstamm
eba- einen Futurstamm iba-, Fut. 1. Sing, nach hib, worin -7- aus -iV-
360 Irisches Futurparadigma. [§ 611 Anm. 1
kontrahiert sein mag; neben dem Konjunktivstamm era- 'gewähren' (Prät.
3. Sing, ro-ir) steht Fut. 3. Sing, mit suffigiertem Objekt ebarthi; nach
Th. Handb. S. 425 handelt es sich um eine mit idg. p- anlautende Wurzel,
die eine reduplizierte Form *pebrä- oder *pibrä- (mit der Alternation p : b
I 187) gebildet hat; die so entstandene Futurbildung ist bei alid 'nährt',
mir. Fut. 3. Sing, no-dn-eblae (statt -ebla) 'der ihn erziehen wird'
analogisch nachgeahmt worden.
Ein -«-Futurum ohne Keduplikation kommt in einem suppletivistischen
Paradigma vor: zu tiagu 'ich gehe', do-tiagu 'ich komme' gehört das
Fut. 3. Sing, regaid, do-rega, 1. Sing, do-reg. Sarauw, Irske studier
S. 96 f. sieht darin ein altes Präs. Ind. (= gr. fp/o^uat), das futurische Be-
deutung bekommen hat und deshalb sekundär die Endungen des -»-Fu-
turums angenommen hat.
c) Das -s-Futurum wird ursprünglich dieselbe Flexion wie der -«-Kon-
junktiv gehabt haben; die 2. PI. des Fut. simpl. gigeste beruht wohl
nicht auf einem -o- : -e-Stamm, sondern auf einem -s-Stamm: * g^^heguedhs-te
wes; entsprechend kann auch für den Kon j. anzusetzen sein; dagegen wird
wohl der ganze Konditionalis ein -o- : -e-Stamm sein, die 2. Sing, -gigesta
und die 2. PL *-gigeste (falls sie richtig angesetzt ist) werden also Ana-
logiebildungen sein; auch in der 3. PL des Kondit. kommen neben Formen
auf -sitis wie -mebsaitis 'würden brechen' TBL 51b 22 analogische
Formen auf -stis vor: no-didlastäis, s. unten. Die 1. Sing, des Fut.
simpl. hat jedoch früh die Endung -a angenommen: gigsa 'ich werde
bitten' LL 278a 34 (kann nach I 341 orthographisch für *gigsea sein;
die Gruppe -gs- war wegen des nach dem -g- geschwundenen vorderen
Vokals mouilliert; die Mouillierung wird durch gigse-sa gl. supplicabo
Ml. 47 d 4, worin -a- nach den Eegeln des Inlauts in -e- gewandelt ist,
direkt bezeugt). Auch in der Art und Weise, in der das -s- sich mit dem
wurzelauslautenden Konsonanten (Dental oder Hinterlingual) verbindet,
stimmt das s-Futurum mit dem s-Konjunktiv. Auch wohl in der ursprüng-
lichen Vokalisation der Wurzelsilbe; jedoch treten im Fut. nach der Ke-
duplikationssilbe die gewöhnlichen Vokalreduktionen der unbetonten Silben
ein. In der 3. Sing, des Fut. compos. ist wie in der entsprechenden enkli-
tischen Konjunktivform der Wurzelvokal teils als Auslaut erhalten, teils
geschwunden: ni mema 'wird nicht brechen' (maidid 'bricht'), co-tn-
irathse 'wird ihn begleiten' (com- imb- + tiag-), aber do-da-cich von
do-cing 'schreitet', ni indail 'He will not part' Ml. 96a 8 (zu dlongid
'spaltet'; wohl aus ind- *ndhi- und *dedlughst oder *didlughst mit Reduk-
tion von -d-d-d- zu -d- und mit analogischer Mouillierung des -l) ; du-fi
gl. uindicabit ML 67 c 5 {*weimqst qAqx *wnciqst\ Präs. do-f eich, do-fich).
Das S-Futurum ist in der Regel redupliziert. Die Reduplikations-
silbe hat teils den Vokal -e- (ni mema 'wird nicht brechen' zu
maidid 'bricht'), teils den Vokal -2-, der in einigen Fällen auf der
Wirkung eines -i- oder -u- der Wurzelsilbe beruht (o-riris-siu gl. ligabis
Ml. 134d 3 zu con-rig 'bindet'; Fut. 1. Sing, no-t-ninus YBL 52b 24
zu nigid 'wascht'; Kondit. 3. PL no-didlastäis LU 95a 33 zu dlongid
§611Anm. IJ Irisches Futurparadigma. 361
spaltet', vgl. I 43), in anderen Fällen analogisch vor einem -e-, -o- der
Wurzelsilbe eingetreten ist (no-gigiuß 'worum ich bitten werde' zum
Konj. 1. Sing, -ges, Präs. guidimm; fo-lilus-sa 'ich werde ertragen"
zu fo-loing 'erträgt'). Die ererbten Gruppen -dl-, -chl-, die nach dem
Vokal der Keduplikationssilbe lautgesetzlich mit Ersatzdehnung schwinden
müßten, bleiben analogisch erhalten: nodidlastäis, s. oben, ad-cichlus
gl. uenabor Thes. II 48, 6 zu an adcladat gl. aucupantes Ml. 112b 2.
Beispiele für die bei anlautendem s- und /- eintretende Entwicklung sind:
mir. no-t-selas 'ich werde dich töten' zu slaidid 'schlägt'; mir. do-ssib
'wird verfolgen' zu an du-m-sennat 'indem sie mich verfolgen' Ml. 39c 28
(die Wurzel hat idg. *stv-); mir. ro-sia 'wird erreichen' {* sesägst oder
* sisägsi), PI. 1. 2. ro-sesiura, ro-sesaid (mit -e- aus der Hiatusgruppe
nach I 262, 311; die air. Orthographie wäre -sesem, -sesaid; die wirk-
lichen air. Formen werden aber eher ein unmouilliertes s vor der Endung
der 1. PL, ein mouilliertes s vor der Endung der 2. PI. gehabt haben; die
Verteilung des Timbre wird erst im Mir. in Unordnung geraten sein); air.
läse do-n-da-fius 'when I shall vanquish thera' Ml. 126c 19 (to -f- fich-),
fessa 'ich werde kämpfen' Lü 133a 7 (mit -e- aus der Hiatusgruppe, wo-
durch der Futurstamm zufällig mit dem nicht reduplizierten Konjunktiv-
staram zusammenfällt). Eeduplikation bei vokalischem Anlaut: friss-iurr
gl. auersabor, fri-tamm-iurat 'werden mir schaden' Ml. 37c 12, 33a 1
zu fris-oirc 'schädigt' (die Erhaltung der Hiatusgruppe vor einer weiteren
Silbe ist bei der Wurzel org- durch zahlreiche mir. Beispiele belegt; da-
neben ist die lautgesetzliche Foi'm in a fr is-n -errat 'when they will in-
jure' MI. 100c 9 erhalten). Über ithim 'ich esse', Konjunktivstamm ess-,
Futurstamm is- (in der Vokalisation mit ib- 'trinken' Konj. eba-, Fut. ib-
parallel) s. Verbalverz. — Vernichtung der Keduplikationssilbe mit Ersatz-
diphthongbildung nach § 224 I 324: fo-chichur-sa 'ich werde werfen'
LU 70a 4 (zu fo-cheirt 'wirft'), aber ni föichur-sa LL 251b 20. Die
Bedingungen für die Entwickelung des Ersatzdiphthonges fehlten in Fällen
wie do-da-ess-arr som 'was sie retten wird' Wb. 5c 12 (to-ess- -|-
org-), con-desat gl. exquirent Ml. 46c 13 (com-di- -|- saig-), do-
coised 'würde gehen können' (di-com- -\- einer mit idg. w- anlautenden
Verbalwurzel, s. Verbalverz. tiag-). Es lag nämlich in diesen Fällen keine
Aufeinanderfolge von zwei mit gleichen Konsonanten anlautenden Silben
vor (das intervokalische -s- und -w- war früh geschwunden) ; aber auch wo
diese Aufeinanderfolge vorlag, konnte trotzdem keine Diphthongbildung
stattfinden, wenn nicht ein -o- vorausging, also z. B. nicht nach den Prä-
verbien di-, ess-; auch bei den Präverbien od- und for- findet sich tat-
sächlich niemals Diphthongierung, sei es, daß das Lautgesetz hier wegen
der konsonantischen Verhältnisse nicht gewirkt hat, sei es, daß die Normal-
form der Präverbia analogisch restituiert worden ist; also arutais-siii
gl. reficies Ml. 56a 11 zu arutaing 'erquickt, stellt her'; vielleicht steckt
od- auch in do-fo-nus gl. lauabo Ml. 47a 19 (nigid 'wascht'), vgl.
§ 585, 9 S. 294. Nach der Analogie aller dieser Fälle unterbleibt die
Ersatzdiphthongbildung wohl auch gelegentlich in Fällen, wo sie regel-
362 Irisches Futurparadigma. [§611
mäßig zu erwarten wäre: läse ar-ii-dam-l'uirset 'when they shall detain
me' Ml. 114c 11 (ar-fo- + rig-), vgl. jedoch Fut. 2. Sing, ar-a-foiris
37c 18. — s-Futura ohne Eeduplikation kommen bei einer kleinen Anzahl
von Verben vor: ni-sn-ain 'wird sie nicht schützen' (aingid 'schützt'),
an atamm-re(8>-sa gl. exsurgente me (ess- + reg-), in-re gl. inuadet
(ind- -|- reth-), seiss 'wird sitzen' (saidid 'sitzt'); vgl. noch Verbalverz.
laigid 'liegt', techid 'flieht'. Es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit
nach um blosse Analogiebildungen; ang-, ess-reg-, ind-reth-, sad-
sind Fälle, in denen bei lautgesetzlicher Vernichtung der Keduplikations-
silbe in der Enklise keine Ersatzdiphthongbildung stattfinden konnte: laigid
kann sich nach saidid gerichtet haben.
Anm. 2. Die Hiatusverba bilden zum Teil ein -«-Futurum; das futu-
rische -s- ist jedoch intervokalisch geschwunden: as-ririu-sa gl. impen-
dam Wb. 18a 14 (zu as-ren 'bezahlt'); dazu 3. Sing, as-riri mit unregel-
mäßiger Erhaltung des auslautenden -i (vielleicht von dem unkomponierten
*riri beeinflußt); die 2. Sing. mir. lile 'du wirst folgen' (lenaid 'folgt')
hat ä-Flexion. Im Plur. des Fut. und im Konditionalis mußte -s- und -ä-
Flexion zusammenfallen; belegte Formen sind: lilit 'sie werden folgen';
giulait gl. haerebunt (mit lautgesetzlicher Entwickelung der Gruppe -gl-)
zu glenaid 'bleibt stecken'; no-giulad 'würde stecken bleiben"; ara-
chiurat 'sie werden schwinden' zu arachrinim gl. defetiscor. Die
Formen imm-us-aiccichet 'sie werden sich gegenseitig sehen", in-
acciged 'wo er sehen würde' (zu ad-cii 'sieht') lassen sich lautgesetzlich
nur als -ä-Konjunktive deuten, da die Wurzel dieses Verbums auf ein -s-
ausgeht, das in Verbindung mit dem futurischen -s- erhalten bleiben müßte;
du-e-ci[ci]gi 'welcher sehen wird' (di- en- + ci-) ist jedoch nach dem
Muster der -s-Formen wie asriri gebildet (ursprünglich war dies Futurum
deponential, vgl. Verbalverz.). do-gega 'ich werde wählen', 3. PI. do-
gegat (to- + gu-, zu lat. gus-tus u. s. w.) sind -«-Formen. — Ein un-
redupliziertes -«-Futurum bildet das Verbum 'sein': bieid, -bia 'wird sein'.
Das ist vermutlich (ebenso wie regaid Anm. 1 b° S. 360) ein umgebildetes
Präs. Ind., vgl. KZ XXXVII 242 f. Dieselbe Futurbildung findet sieh auch
in denjenigen Zusammensetzungen des Verbums 'sein', die im Präsens den
Stamm ben- verwenden: fris-bia 'wird heilen' zu fris-ben 'heilt', Inf.
frebaid. Auch das Fut. von ben- 'schlagen' ist unredupliziert, scheint
aber der -s-Flexion zu folgen: du-fo-bi gl. abscidet Ml. 96a 7, Inf. tobe
'Abschneiden'. Hier wird das Fehlen der Reduplikation auf analogischen
Einflüssen beruhen: teils auf dem Einfluß derjenigen Komposita, in denen
die Eeduplikation lautgesetzlich spurlos schwinden konnte (vgl. Verbalverz.),
teils auf dem Einfluß der Zusammensetzungen des Verbums 'sein', teils
schließlich, wie Thurneysen, Handb. S. 378, annimmt, auf dem Einfluß einer
Wurzel *wi-, deren reduplizierter Futurstamm nach irischen Lautgesetzen
ein scheinbar reduplikationsloses Aussehen annehmen mußte (s. Verbalverz.
fen-).
Anm. 3. Eine altertümliche Endung hat in-eresom-ni 'worin wir
auferstehen werden' Thes. I 713, 26.
§ 611. 612, 1] Ir, Futurparadigma. Erkl. d. Futurparadigraas. 363
Anm. 4. Verschmolzene Formen. 3. Sing. rel. rannfas, l/icfes,
cechnas, bcras, giges; liles 'was folgen wird' Wb. 10a 5 (lenaid
'folgt'); 1. PL rel. rannfimrae ii. s. w.; 3. PI. rel. rannfite, leicfite,
cechnite, berte, gigsite; bebte 'welche sterben werden' (zu no-m-
baad gl. mori, Ipf. Konj. 3. Sing.). Formen mit suffigiertem Objekt:
ebarth-i 'wird es geben' Ml. 46b 12; bi-th-us 'er wird sie feos) schlagen'
LU 127a 32; gebtit 'sie werden ihn nehmen' § 487 S. 149. Nach den
Objektsformen der 3. und 1. PI. auf -tit und -mit ist eine 1. Sing, auf
-at gebildet worden: raga-t sa 'ich werde es (= dahin) gehen' LU
19b 34. Die Bedeutung des Pronomens ist jedoch schon im Mir. oft ver-
blasst: clöenfat sa 'ich werde beugen', failsigfet sa 'ich werde zeigen',
biat sa 'ich werde sein' (vgl. Strachan, ZfcPh. II 488). Im Nir. ist -ad
zur gewöhnlichen Endung der 1. Sing, geworden.
Anm. 5. Aus der neuirischen Entwicklung. Das -/- des Futurums ist
im Nir. zum Teil in der Aussprache zu h geworden, das weiterhin unter
Hinterlassung verschiedener Nachwirkungen schwinden kann (Arran t'uka
I 409; go Mrad Se go n-gearrfadh se Asp. i Irsk. S. 81). Dabei
kommen verschiedene Sonderbarkeiten vor: im Arrandialekt wird -f- nur
im Aktiv zu -h- während es im Passiv bleibt; in dem von Quiggin be-
schriebenen Dialekt wird -/- im Aktiv und im Fut. Pass. zu -ä-, bleibt
aber im Kond. Pass. als -/"- (Quiggin § 180 S. 69, § 311 S. 110).
Die auffälligste Neuerung des Nir. ist die Umbildung des Futurtypus
mit innerem -e- (-bera u. s. w.) zu einem Typus mit -eo- (vgl. die mir.
1. Sing, do-m-beuir, Tomas 0 Mäille, The Language of the Annais of
Ulster, Manchester 1910, S. 164; nach ara-chiurat u. s. w., oder nach
dem Prät. 3. Sing, -geuin neben dem Fut. -gena 'wird erkennen'?) und
die ungeheure Verbreitung dieses Typus, s. I 298 f. Die übrigen Typen
des reduplizierten Futurums sind im Nir. verloren gegangen.
Im Nsch. ist das Futurum verloren und durch das Präsens ersetzt
worden, s. § 588 Anm. S. 305.
Etymologische Erklärung des Futurparadigmas.
§ 612. 1) Daß das Fut. und der Konditionalis keine irische
Neuerung, sondern ein gemeininselkeltisches Erbe ist, läßt sich durch
syntaktische Erwägungen wahrscheinlich machen. Dem ir. Fut. und
Konditionalis entspricht im C. und Com. der Verwendung nach
das Präs. und Ipf. Ind. (S. 305, 306), im Brit. dagegen das Präs.
und Ipf. Konj. (S. 321, S. 331). Schon dies Auseinandergehen der
brit. Dialekte erklärt sich am besten, wenn man annimmt, daß es
sich um Abweichungen in verschiedener Richtung von dem noch
im Irischen erhaltenen Urzustand handelt. Besonders instiniktiv
sind die Hauptsätze zu irrealen Bedingungssätzen; der Gegensatz
zwischen ir. ni-m-ar-iccfed, mani tindnised (S. 320) und böi
sön in potestate mea, ma d-a-gnenn (S. 307) ist vorkeltisch, denn
364 Erklärung des Futurparadigmas. [§612,1.2
er entspricht dem Gegensatz zwischen lat. si sei rem, dicerem und
quem patris loco, si ulla in te pietas esset, colere debebas;
das irische Präteritum der letzteren Konstruktion (böi u. s. w.) ist
die Fortsetzung eines alten Ipf. Ind.; in dem anderen Satztypus
(ni-ra-ar-iccfed) muß also seit vorkeltischer Zeit eine Form ge-
standen haben, die sowohl von dem Ipf. Ind. des C. und Com. als
auch von dem Konj. des Br. verschieden war, d. h. es muß seit
jeher hier der Konditionalis gestanden haben. Gewisse morpholo-
gische Reste des Futursystems haben sich denn auch noch im Brit.
erhalten.
2) Das irische -^-Futurum ist, wie die 1. Sing, des Fut.
compos. und die Mouillierungsregeln für das intervokalische -b-
(§ 611 Anm 1 S. 357) zeigen, ursprünghch wenigstens vorwiegend ein
-o-:-e-Stamm gewesen; man kann also Grundformen auf (1. Sing.)
-ä-bhö, -l-bhö, (3. Sing.) -ä-bhet, -l-bhet u. s. w. konstruieren und
direkt lat. amä-bö u. s. w. vergleichen. Dieser -o-:-e-Stamm ist
dann aber später zum Teil nach dem Muster der ä-Futura und
«-Konjunktive umgebildet worden. — Das italisch-keltische -J-Fu-
tunim wird, wie längst vermutet worden ist, auf Zusammensetzung
mit einem zur idg. Wurzel *bheu- 'werden' gehörigen Präsens be-
ruhen (vgl. Brugmann, Grundriß II 1266). Britannische Formen,
die auf die Entstehung dieser Bildung Licht werfen, sind in § 648
angeführt; Reste des wirklichen -6-Futurums sind im Brit. nicht
belegt.
Anm. In welchem Umfang der Übergang des -5- in -/'- lautgesetzlich
ist, und in welchem Umfang Analogiebildungen anzunehmen sind, ist nicht
ganz klar. Jedenfalls war -/- nach Konsonanten, vielleicht aber nicht aus-
schließlich nach stimmlosen Konsonanten entstanden. Vgl. §71 Anm., § 332,
I 503. Sicher nicht lautgesetzlich, aber als Analogiebildung leicht ver-
ständlich ist das -f- nach einem erhaltenen Vokal und das -/- nach -6- (atrefea
'wird wohnen'). Jedenfalls können die kleinen Schwierigkeiten, die in
diesem Punkte vorliegen, keineswegs die obige Erklärung zum Scheitern
bringen. Keine andere denkbare Deutung würde mit den Lautgesetzen
besser stimmen (idg. -stc- ist mit idg. -bh- im ir. Inlaut und Auslaut unter-
schiedslos zusammengefallen; die Annahme, das -/'- des ir. Fut. wäre ähnlich
wie das -f- des nbr. Konjunktivs und Fut. [§ 608 Anm. 1] aus einem
wurzelauslautenden -8- in Verbindung mit einem -h- <^ idg. -s- entstanden,
ist lautgesetzlich unmöglich, da ein solches -h- nach der Akzentsilbe im
Irischen keinen Einfluß auf den vorhergehenden Konsonanten ausübt; Be-
lege sind die ir. Superlative (und Konjunktive); Ausnahmen kommen nur
bei Zusammensetzungen und Verschmelzungen von einst selbständigen
Wörtern vor, s. § 277).
§612,3—614] Erkl. d. Futurparadigmas. Ir. Präteritum. 365
3) Das -ä-Futurum und das -.s-Futurum weichen nui" durch
die Reduplikation von dem -'7-Konjunktiv und dem -s-Konjunktiv
ab. Eine Entsprechung des -«-Futurums ist im archaischen Mc. be-
legt: cygein Svird singen' Skene II 148, vielleicht auch gorchegiu
'wird singen' Aneirin 26, 19, s. Rhys, Rc. VI 37 f. Die Epenthese
in c. cygein deutet vielleicht darauf, daß wie beim Konjunktiv
(§ 609) so auch beim Futurum neben den -ä-Formen auch -h-
Formen gestanden haben i^qiqanU, oder mit Rücksicht auf
gorchegin vielleicht *qeqanet).
Da für beide reduplizierten Futurtypen wo möglich eine ein-
heitliche Erklärung zu finden ist, so kommt der von Zimmer KZ
XXX 125 ff. vorgeschlagene Vergleich des -s-Futurums mit dem alt-
indischen Desiderativ {buhhürsati 'will halten' zu bhdrati 'trägt',
smrüsate 'will hören' zur Wurzel sru-, Präs, srnöti 'hört') kaum in
Betracht. Wahrscheinlicher ist es, das wir es mit einer Konjunktiv-
bildung des Perfekts zu tun haben; das -s-Futurum ist dann mit
dem lat. Futurum exactum (tutuderö, pepulerö) verwandt, und
es wäre vielleicht zu erwägen, ob nicht das lat. -ä- : -e-Futm"um
trotz der fehlenden (geschwundenen?) Reduphkation und dem (se-
kundären?) Anschluß an den Präsensstamm mit dem keltischen
-ä- : -e-Futui'um zusammenhängt. Die Vokalgebuug der Wui'zelsilbe
der irischen Futura läßt sich schwerlich als ein Argument gegen die
Herleitung aus dem Perfektstamm verwerten.
§ 613. Der Konditionalis kann teils nach dem Muster des
Ipf. Ind. und des Ipf. Konj. neugebildet worden sein, teils seit jeher
neben dem -Z>-Futurum vorhanden gewesen sein. Der Kouditionahs
des -^-Futurums wäre eine Zusammensetzung mit einem Imperfektum
der idg. Wurzel *bheu-. Bedenkt man, daß diese Wurzel neben
der futurischen Bedeutung (ir. bieid 'wird sein' mc. byd corn.
byth) auch die Bedeutung eines Konsuetudinalis hat (ir. biid 'pflegt
zusein' mbr. bez), so kann man es nicht als unmöglich bezeichnen,
daß der irische -5-Konditionahs mit der zusammengesetzten Form,
die im Lat. das idg. Ipf. verdrängt hat (am ab am u. s. w.) einen
gewissen historischen Zusammenhang haben kann.
XVIII. Aktivische Flexion des Prät. uud Plusquampf ^.
§ 614. Irisches Präteritnmpai-adigma (carid 'hebt', leicid
'läßt', rädid 'spricht', berid 'trägt', guidid 'bittet", canid 'singt').
1. Windisch, Das irische -/-Präteritum, Boitr. z. verj^l. Spraohf.
366
Irisches Präteritum.
[§ 614
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§ 614J Irisches Präteritum. 367
Anm. 1. Stammbildung. Wenn im -«-Präteritum das -«- zwischen
zwei Vülcalen steht, hat es in der Regel auch in der 1. und 3. PI. analo-
gisch mouilliertes Tinihre angenommen: ro-pridchissem 'wir haben ge-
predigt'. -«-Präteritum mit unmouilliertem Wurzelauslaut neben einem -i-
Präsens: 1. Sing, ro-gabus, 3. Sing, ro-gab zu gaibid 'nimmt'.
Das -^Präteritum wird nur von Wurzeln auf -ff-, -r-, -l-, -m- gebildet:
as-r-e-racht 'ist auferstanden' (ess- ess- -f- reg-), ro ort 'hat ge-
tödtet' (org-; zwischen -r- und -t ist x geschwunden), ro alt 'hat er-
zogen' (-ail 'nährt'), do-r-et 'hat verteidigt' (di- -|- em-). Auslautendes
-cht bleibt lautgesetzlich (§ 242, 2 1349) unmouilliert: ni comtacht su
'du hast nicht verlangt' Ml. 60 b 20.
Das suffixlose Präteritum wird teils ohne teils mit Reduplikation ge-
bildet. Ohne Reduplikation: 1) lod 'ich ging', 3. Sing, luid, s. Verbal-
verz. tiagu, und das ganz unregelmäßige do-cer 'er fiel' (3. Sing, mit
unmouilliertem Auslaut; in der Enklise ist das -r jedoch in der Regel
mouilliert: do-ro-chair 'ist gefallen', s. Verbalverz. tuit; 3. PI. do-ro-
chratar 'sind gefallen'); 2) eine Reihe von Verben, die den Wurzelvokal
zu -ä- dehnen: -gaid (guidid 'bittet'), -räith (rethid 'läuft'), -täich
(techid 'flieht'), -scaich (scuichid 'weicht'); dazu gesellt sich noch
fo-caird (fo-ceird 'wirft'). In der Mehrzahl der Fälle ist das suffixlose
Präteritum redupliziert. Die Reduplikationssilbe hat (im Gegensatz zum
reduplizierten Futurum) immer den Vokal -e- (ohne Hebung)*: cechaing
'er ging' (Präs. cingid), -sescaind 'sprang hervor' (sceindid), fo-nenaig
'er wusch, reinigte' (nigid), -leluig 'leckte' (ligid). Dies ist für die
Beurteilung der ursprünglichen Vokalgebung der Wurzelsilbe wichtig; man
kann z. B. für -nenaig, -leluig nicht das präsentische -i-, sondern nur
etwa idg. -oi- als Vokal der Wurzelsilbe annehmen. Die ererbten Gruppen
von Verschlußlauten (^ Spiranten) + Sonorlauten bleiben analogisch er-
halten: ro-cechladatar gl. suifoderunt (claidid), vgl. Verbalverz.
grenn-; auch die Entwickelung der mit -s- anlautenden unsilbischen
VIII 442—470; Windisch, KZ. XXIII 201fiF.; Päpke, über das irische -s-
Präteritum (Jenaer Dissert.), Bremen 1880; Zimmer, Die Schicksale des idg.
-s-Aorists im Irischen und die Entstehung des keltischen -«-Präteritums,
KZ. XXX 112 — 198; Zimmer, Das sogenannte -^Präteritum der keltischen
Sprachen, KZ. XXX 198-217; Strachan, BB. XIII 128; Thurneysen, KZ.
XXXVII 111—120; Quiggin, The -s-Preterite in Middle Irish, Eriu IV 191
— 207; Tomas 6 Mäille, The Language of the Annais of Ulster, Manchester
1910, S. 157 — 164; Dottin, La formation du preterit irlaudais moderne,
Melanges Saussure, Paris 1908, S. 191—208.
1. In vereinzelten, spät-altirischen und mittelirischen Belegen hat die
Reduplikationssilbe den Wurzelvokal des Verbums (des Präsens) ange-
nommen: rocachain 'hat gesungen' Ml. 48b 11; atbobuid 'lehnte ab'
LU. 133b 1; -bobig zu bongid 'bricht' Rc. XI 446 (Thurnoysen, Haudb.
S. 394). Vgl. übrigens -cuale Anm. 2, do-rat ij 620, mc. atwaen J; 615
Anm. ld°.
368 Irisches Präteritum. [§ 614
Gruppen bleibt auf halbem Wege (im Wesentlichen auf der Stufe des le-
nierten Anlauts) stehen: sephainn 'spielte' (Präs. -seinn); do-sephain
'verfolgte', an du-n-da-sepfainn 'als er sie verfolgte' (to- + senn-
' verfolgen'), -selaig 'er schlug' (sligid 'schlägt'), senaich 'tropfte' (Präs.
snigid). Bei den mit /- (idg. w-) anlautenden Verben kann durch den
Schwund des intervokalischen -w- und den Schwund des Vokals der zweiten
Silbe eine Verdunkelung der Keduplikation eintreten: fichimmir 'wir
kämpften' {-i- statt des zu erwartenden -e- der ersten Silbe im Anschluß
an das Präsens; über die Singularform -fich, fleh vgl. das Verbalverz.).
Eine eigentümliche Keduplikation liegt vor bei der vokalisch anlautenden
Wurzel icc- : t-änicc 'kam' (1. Sing, t-änac, 3. PI. t-äncatar), vgl.
skr. ünasa 'erreichte'; über ro-ir 'hat gewährt' vgl. § 611 Anm. lb° S. 360;
die p- : A-Eeduplikation (vgl. ebenda) liegt vor bei lingid 'springt', Prät.
-leblaing; sie ist aber vielleicht schon in diesem Beispiel eine Analogie-
bildung (nach jetzt verlorenen Mustern), da lingid doch wohl zu skr.
langhati 'springt auf, mhd. 1 in gen 'vorwärts kommen' gehört; eine weitere
Analogiebildung nach dem Muster von lingid, -leblaing ist drebraing
zu dringid 'erklimmt'. Nach dem Akzent schwindet die Reduplikations-
silbe teils mit Ersatzdiphthongbildung (for-roichan 'habe gelehrt' u. s. w.,
§ 224 1324), teils spurlos (ad-con-dairc 'hat gesehen' zu ad-cii 'sieht',
vgl. gr. SedoQxe).
Anm. 2. Die Hiatusverba zeigen auch im Prät. einige Besonderheiten
und Vermischungen verschiedener Typen. In der 3. Sing, ist ein urspr.
auslautender Vokal erhalten in böi 'war' (suffixloses Prät., 3. PL bätar),
ro-cl6i 'hat besiegt' (-s- Prät.; in 3. PI. -cloiset ist -i- wohl nur Timbre-
zeichen). Bei der Wurzel so- (Prät. 3. PL ro-soisset) ist der in der be-
tonten 3. Sing, entstandene Diphthong auch in die Enklise übertragen:
Wb. do-intarrai, ML du-intarrae 'ist zurückgekehrt' (to- ind- ro- -t-
soi); ähnlich bei der Wurzel lu- (as-ru-luüs 'ich bin entkommen', 3. PL as-
luiset): Prät. as-ro-chum-lai 'ist ausgegangen' Sg. 7b 19, as-ru-chum-
läe Ml. 17b 2. Lautgesetzlich mußte aber in unbetonter Silbe ein ein-
facher Vokal entstehen: ni ro-be 'ist nicht gewesen' (betont ro-boi
'ist gewesen"); ro-cuale 'hat gehört' (etwa *k'uk'lowe, mit unregelmäßiger
Keduplikation, vgl. I 253; 1. Sing, -cuala, PL -cualammar, -cualid,
-cualatar; Präs. ro-cluinethar); -ac3B 'sah' (etwa *ad-kuekuose oder
* ad-kuehtoise zu ad-cii 'sieht', Wurzel *kues- oder *kuis-, *kueis-). Vgl.
ro-bebe 'ist gestorben' (Ipf. Konj. 3. Sing, -baad); ad-co-tedae, ad-
co-tade 'hat erworben' (Präs. 3. PL ad-co-tat; das Prät. ist zweifellos
redupliziert, hat aber analogisch die Flexion eines -s-Prät. angenommen:
1. Sing, ad-co-tadus, 3. PL ad-co-tatsat); iram-rerae (InL im-ram
'Eudera', IpL -raadj. Von solchen Fällen aus ist die Endung -e auf -ra-le
neben ro-laa 'hat geworfen' übertragen (ein -s- Prät. des Typus -car, nicht
des Typus -leic; 2. PL ro-lasid). Anders gestaltet ist do-röigu 'hat ge-
wählt' (1. 2. Sing, -roiga, -roega, 2. PL -roigaid, 3. PL -roigatar);
ferner das zweifach konsonantenschwache Prät. mir. fiu 'er schlief (Wurzel
*tves-, InL fess; Prät. 2. Sing. mir. for-sa-rro-a 'worauf du geschlafen
§ 614] Irisches Präteritum. 369
hast', 1. PI. fem mir, 3. PL feotar). 3. Sing, auf -i, -i findet sich in -bi
'er schlug' (3. PI. beotar muß analogisch nach einer mit /- anlautenden
Wurzel gebildet sein; vgl. § 611 Anm. 2), Präs. benaid; ro-geni 'hat
getan' zu gniu 'tue' (do-ri-geni und do-ri-gni; redupliziert, aber als
-s-Prät. flektiert: Sing. 1 dorignius, 2 dorignis, PI. dorigensam,
dorigensid, dorigensat); ad-ru-choisseni zu Präs. 3. PI. ad-co-
snat 'sie streben', vgl. Verbalverz. sni-; as-roilli 'er hat verdient' (-«-
Prät., 3. PI. ad-roilliset, s. Verbalverz. sli-). Von solchen Fällen aus
ist die Endung -t wohl auf ad-ro-ni 'hat anvertraut', imm-r-äni 'hat
vermacht' (3. PI. imm-r-ansat) übertragen, vgl. das Präs. atnoi 'er ver-
traut ihn an' und I 441. Von einer Keihe von Wurzeln auf -j- bleibt in
der 3. Sing, nach der Reduplikationssilbe, welche Hebung zeigt, nur noch die
anlautende Konsonanz der Wurzel erhalten: -fuair 'hat gefunden' {*tcetor-
y *weur-; Hebung hier unmöglich; Prät. Pass. -frith, s. Verbalverz.
fo-gaib-; Prät. 1. Sing, fuar); dith 'sog' (dinid 'saugt'); eich zu ciid
'weint'; -rir 'verkaufte' (renaid); -lil (3. PI. ro-leldar) zu lenaid 'folgt';
-ciuir 'kaufte' zu crenaid 'kauft' (do-r-ad-chiuir 'hat losgekauft',
l.Sing. du-air-cher); ara-rui-chiuir(3. PI. -ar-r-c(h)eoratar) zu ara-
chrinim gl. defetiscor; -giuil zu glenaid 'bleibt stecken'; ad-geuin
'erkennt' (1.2. Sing, -gen, 1. PI. -genammar; Präs. l.Sing. -gninaim).
Wie die Beispiele zeigen, entwickeln sich in den Hiatusverben die Gruppen
von Verschlußlauten und Sonorlauten nach der Eeduplikationssilbe in laut-
gesetzlicher Weise. — Nur im perfektischen Prät. und in den davon ab-
hängigen perfektischen Formen der anderen Tempora ist die Wurzel von
do-ra-t 'hat gegeben', 3. PL do-ra-t-sat (I 369, II 271) belegt.
Anm. 3. Zu den Endungen. Wegen des besonderen (nicht erzählen-
den) Stils und Inhaltes der air. Glossen und wegen des Eindringens des
Perfektprä verbs ro- in die narrativen Formen im Mir. (§ 573), lassen sich
die Simplexformen des Präteritums nur unvollständig belegen. Man darf
annehmen, daß der Singular des -^-Präteritums mit dem -s-Prät. überein-
stimmte: 1. Sing. *birtu, 2. Sing. *berti. Die 2. Sing, des suffixlosen
Prät. wird wohl mit der Kompositalform gleichlautend gewesen sein. Für
die 2. PL des -«-Präteritums wird man nach Maßgabe des -s-Futurums eher
*lei eiste als *leicside anzusetzen haben; beim -^Prät. und beim suffix-
losen Prät. sind wohl Formen wie *berte, *cechnide zu erwarten.
In der 1. und 2. PL werden die Kompositalformen auf -mar und -tar
auch als Simplexformen verwendet: mir. lodmar, lotar 'wir, sie gingen'
(neben lotir); air. bätar (unverbunden), batar und batir (verbunden)
'sie waren'. Die Verteilung der Formen -ammar, -atar und -mar, -tar
schwankt; die kürzeren Endungen scheinen in besonders langen Formen
bevorzugt zu sein: as-ru-bartmar 'wir haben gesagt' (aber 3. PL as-
ru-bartatar); fo-coimlach tar gl. pertulerunt (fo-loing 'erträgt'). Mit
den rythmisehen Gesetzen § 165 Schluß I 260 stimmen diese Formen nicht.
In as-ru-bartatar ist die Verschmelzung der beiden -t- vermieden
worden ; dagegen wird die Verschmelzung von -d- und -t- nicht vermieden ;
vielmehr scheint die Attraktion der beiden Laute (I 325) der Grund zu
Pedorsen: Vgl. kelt. Gramm. E. 24
370 Das irische, das brit. Präteritum. [§ 614. 615
sein, weshalb in lotar 'sie gingen' gegen die allgemeine Eegel der Vokal
zwischen dem Wurzelauslaut und der Endung fehlt; danach hat sich lod-
mar gerichtet; ähnlich do-cotar 'sie sind gegangen', wonach 1. PI. do-
commar (do-dechommar 'wir sind gekommen') gebildet ist (als ob das
-d- nicht stammhaft wäre). Vgl. Thurneysen, KZ. XXXVII 97. — In Ml.
kommen Formen der -^Präterita wie ad-r-obartat gl. obtulerant, con-
aitechtat gl. quaesiuerunt u. s. w. vor; vielleicht nur verkürzte Schrei-
bungen.
Die Kompositalendung der 3. Sing, -i findet sich bei einigen Verben
auf -t-, wird aber allmählich aufgegeben: ru-rädi 'hat gesprochen' Wb.
7d 9, aber imm-e-ro-rai d 'den er erwähnt hat' Sg. 197b 15; fo-r-aitbi
'hat gelacht' Thes. I 488, 24, aber niro-thib 'er hat nicht gelacht' LL.
261a 17.
In der 2. PL (compos.) erscheint im Mir. eine nach der Analogie der
Endungen der 1. PI. -mir, -mar und zugleich unter dem Einfluß des in-
figierten Pronomens -bar- (S. 154) gebildete Form auf -bair: t-ancabair
'Ihr seid gekommen'. Beispiele aus LU bei Strachan, ZfcPh. II 492 f. Das
-r ist wohl deshalb mouilliert, weil die alte Endung -id ein mouilliertes
-(f hatte und dadurch im Gegensatz zur 1. PI. stand. Nir. -bhar.
Anm. 4. Verschmolzene Formen. 3. Sing. rel. des -«-Prät. soeras,
foides § 535, 5 S. 218; des -^Prät-: bert-a LU. 128b 26; des suffix-
losen Prät.: luid-e 'welcher ging', gäd-e 'welcher bat', giul-se 'welcher
stecken blieb'. 1. 3. PI. rel. des -s-Prät. : carsimme, carsite (gläid-
sete gl. rugientibus Thes. I 713, 29); des -i!-Prät. und suffixlosen Prät.
bertar, bertatar; lodmar.
3. Sing, mit Objekt: leics-i § 487 S. 148, saids-ius 'setzte sie
(eam)' LU. 58a 29, gabs-us 'nahm sie (eos)' 101b 16; boi-th-us 'war
ihnen' § 487 S. 149, bi-th-us 'schlug sie (eos)' LU. 76a 18.
Anm. 5. Im Neuirischen ist durch Vermischung des -s-Prät. und des
Buffixlosen Präteritums ein einheitlicher Typus des Prät. geschaffen worden:
Sing. 1 do ghabhas 'ich nahm', 2. do ghabhais, 3. do ghabh, PL 1.
do ghabhamar, 2. do ghabhabhar, 3. do ghabhadar; Sing. 1 adu-
bhras 'ich sagte', 2. adubhrais, 3. adubhairt (air. at-ru-bart), PL 1.
adubhramar, adubhrabhar, adubhradar; Sing. 1 do chualas 'ich
hörte', 2. do chualais, 3. do chuala, PL 1. do chualamar u. s. w.
§ 615. Das britannische Präteritumparadignia besteht aus
einem Präteritum und einem Plusquamperfektum. Das Plus-
quampf. wird verwendet: 1) als ein Plusquamperf. Ind. (im C. und
Corn.): mc. dieu oed gantaw na welsei dremeint kyn decket
a hi eiryoet ar arall 'er war überzeugt, daß er niemals einen
ebenso schönen Anbhck wie sie an einer anderen Frau gesehen
hatte' Mab. 205, 25; corn. he^ow pan e^ys yn mes cleves
vyth ny-th kemerse 'als du heute ausgingst, hatte keine Krank-
heit dich ergriffen' M. C. 157; 2) als ein Konditionahs, und 3)
als ein Konjunktiv (die Tempusbedeutung des Konditionalis und
§ 615] Gebrauch des Plusquampf. 371
des Konjunktivs ist im C. plusquamperfektisch, wobei nur daran
zu erinnern ist, daß auch das Ipf. Ind. und das Ipf. Konj. die-
selbe Bedeutung haben kann, vgl. § 575, 1 d S. 278, § 597, 4
S. 330, Strachan, Rc. XXVIII 199 tf.; im Com. und Br. ist die
Tempusbedeutung oft imperfektisch ^): mc. buassei well itti pei
rodassut nawd yr mackwy 'es wäre besser für dich gewesen,
wenn du dem Jüngling Gnade gegeben hättest' Mab. 217, 26;
corn. hag a pe ow thus äewj ny-m delyrfsens yn del-ma
'(my kingdom is not in this world,) and if it were, my folk would
not have given me up to you thus' M. C. 102; a-n guelesta a
thyragos a alsesda y aswonfos 'wenn du ihn vor dir sähest,
würdest du ihn dann erkennen können?' R. D. 862; the pygy
certan mensen 'ich möchte dich sicher bitten' R. D. 444;
del garsen mur 'wie ich sehr wünschen möchte' R. D. 846;
Pylat a vynsse gwy^e bewnans Ihesus 'Pilatus hätte ge-
wünscht das Leben des J. zu retten (möchte gern retten)' M. C.
125; Pylat a ros ^en vorogyon aga ro may lavarsans . .
T. gab den Söldnern ihre Gabe, damit sie sagten, daß . .' M. C. 250;
mbr. maz galse chom ez chomse 'wenn er hätte bleiben können,
wäre er geblieben' Jes. 205a; monet d-e guelet ne cretsenn
'je n'aurais ose aller le voir' Nonne 1142; meur a guer . . ouz
eux bezet lavaret dif penaux gant poan garo ez marvsech
'viele Worte, die du mir darüber gesagt hast, mit welcher grau-
samer Qual du sterben würdest' (Fut. in praeter.) Je's. 21a; rac
ef a lavare yvez ez daczorchse dan trede dez emaes a-n
bez maz gourvezse 'denn er sagte auch, daß er am dritten Tage
auferstehen würde aus dem Grabe, worin er liegen würde' (Fut. in
praeterito) 167a; petra neuez so hoaruezet na galsesde quet
eguetou sarmon nac prezec 'was Neues ist geschehen, daß du
nicht reden noch predigen konntest?' Nonne 664; da quent maz
marvse ez sco ann nos se da pidif e tat 'avant de mourir il
passa la nuit h prier son Pere' Jes. 64a; a huy proffe quet..
ez rosech lin d-e yuynou 'würdet ihr beweisen können, daß Ihr
Flachs in ihre Hände (Nägel) gegeben hättet?' Nonne 1626.
Als Beispiel der Flexion wähle ich das Prät. und Plusquampf.
des Verbums 'lieben'.
1. Deshalb dringt der Plusquampf. -Stamm des Verbums 'sein' im
Mbr. bisweilen in den Konj. Präs., s. § 645.
24-
372 Das brit. Präteritum. f§ 615
Mc. Com. Mbr.
Prät. Sing. 1 cereis kerys quiris
2 cereist kersys,kersta quersot
3 caras caras caras
PI. 1 carassam kersyn quersomp
2 carassawch kersough quersoch
3 carassant carsons quersont
Plusquampf. Sing. 1 carasswn carsen carsenn
2 carassut carses carses
3 carassei carse carse
PI. 1 carassem carsen carsemp
2 carassewch carseugh carsech
3 carassynt carsens carsent
Anm. 1. a) Spuren verschiedener Stammklassen sind bes. im C. er-
halten. Vor dem -ss- des Plur. Prät. und des Plusquampf. erscheint teils der
Vokal -a- (wie in car-a-ss-am u. s. w.), teils der Vokal -y-: dihagyssei
'war entkommen' Mab. 218, 2 (Inf. dianc), mynnyssynt 'hätten ge-
wünscht' 246, 24. Verhältnismäßig selten ist der Vokal (wie im Com. und
Br.) geschwunden: adawssei 'sie hatte versprochen' Mab. 238, 14, caw-
ssant 'sie nahmen' (Sing, cefeis, cefeist, cafas; Inf. caffel); cymer-
sant (und cymerassant) 'sie nahmen' (Präs. 1. Sing, cymeraf, Inf.
cymryt); gwelsant 'sie sahen- (Inf. gwelet); nc. clywsant 'sie hörten'
(Präs. clyw-af). In der 3. Sing, des Prät. steht vor dem -s ein -a-, -e-,.
-i- oder -wy-: caras 'liebte', anfones 'sandte', torres 'brach', rodes
'gab', agores 'öffnete' (vgl. Loth, Rc. XXXI 492), trewis 'schlug' (Inf.
taraw), peris 'bewirkte', erchis 'bat'; cyscwys 'schlief (in den Ge-
setzen keskus; heute in Süd -Wales -ws, Eowland § 291). Corn. 3. Sing,
gylwys 'rief, toys, tos 'schwur', kemeres, kemeras 'nahm'.
b) In der 3. Sing, des Prät. finden sich im C. Formen auf mc. -awd
nc. -odd neben den Formen des -s-Prät. : lladawd 'tötete' (1. Sing. 11 e-
deis, Plusquampf. 3. Sing, lladyssei u. s. w.); dygwydawd 'fiel' (und
dygwydwys; Plusquampf. 3. Sing, dygwydassei; Inf. dygwydaw);
cerdawd 'ging' (und cerdwys; 3. PL cerdassantj; cehyrdawd 'be-
gegnete' (cehyrdwys; Inf. cyhwrd); gwahardawd 'hinderte'; gwrth-
neuawd 'widersprach'; byryawd 'warf (byrywys; Inf. bwrw): edry-
chawd 'blickte'; talawd 'zahlte'; mynnawd 'wollte'; gwisgawd 'klei-
dete' (Inf. gwisgaw); trigyawd 'verweilte' (trigywys, Inf. trigyaw)
u. s. w. Im Nc. ist -odd die gewöhnliche Endung der 3. Sing, des Prät.
c) Reste des -^Prät (vgl. Ehys, Ec. VI 24 ff.): mc. 3. Sing, cymerth,.
cymyrth 'nahm' corn. kemert(h) M. C. 3 (vgl. die -s-Formen unter a°);
mc. 3. Sing, differth, diffyrth 'schützte' (und differwys; Inf. diffryt);
vgl. ir. -bert; — 1. Sing, g weint, 3. Sing, gwant 'durchbohrte, tötete'
(daneben ym-wanawd 'kämpfte' u. s. w.); 1. Sing, ceint, ceintum,.
§ 615] Das brit. Präteritum. 373
2. ceuntost, 3. cant 'sang'; — maoth 'er erzog' 'nursed', 3. PI. mae-
thant (magu 'auferziehen'); 3. Sing, dyrreith 'kehrte zurück' (zur iri-
schen Wurzel reg-, vgl. as-r-e-racht 'ist auferstanden'); 3. Sing, am-
wyth 'schützte', dydwyth 'brachte' statt amuc, dyduc (s. d"; Inf.
amwyn, dydwyn). Voll erhalten ist das -^P^äteritum nur bei dem Ver-
bum 'gehen' mit seinen wirklichen und vermeintlichen Zusammensetzungen:
mc. Sing. 1. euthum, 2. aethost, 3. aeth', PI. 1. aetham, 2. aeth-
awch, 3. aethant (Sing. 1., 3. deuthum, doeth 'kam', gwneuthum,
gwnaeth 'tat' neben gorugum, goruc; Sing. 1. ym-d-eith, 3. ym-
d-aeth 'ging herum'; vgl. Verbalverz. ag-, gni-, tiag-); corn. Sing. 1.
yth, 2. ythys, 3. eth, PI. 2. etheugh, 3. e<fons; mbr. Sing. 1. yz
(Ernault, Kc. XXXII 81«), 3. aez; nbr. Sing. 1. iz, 2. ezoud, 3. eaz, PI. 1.
ezomp, 2. ezot, 3. ezont (und ejoud, ejomp, ejot, ejont).
Zu dem Prät. 'ging' wird im Corn. und Br. ein Plusquampf.-Stamm
auf -je- gebildet: corn. 3. Sing, dethye, dothye, dothe 'war gekommen',
3. PI. do(fyans, de^fens {-d- = p); s. ZE. 595; mbr. 3. PL azyent
'qu'ils allassent' Barbe 183 (2. Sing, azes Jes. 213b), deuzye 'viendrait'
Jes. 232 a, de uze Barbe 180, PI. 2. deuzech Jes. 7 a, PI. 3. deuzyent
Ernault, Dict. 265, (g)razye 'il aurait fait' Ernault, Kc. XI 479. Im C.
ist nur ein durch Komposition mit dem Ipf. des Verbums 'sein' gebildetes
Plusquampf. belegt: Sing. 1, 3. ath-oedwn, ath-oed (durch Assimilation
ad-oed) 'war gegangen' (3. Sing, dath-oed 'war gekommen', gwnath-
oed 'hatte getan'). Das so gebildete Plusquampf. hat nicht nur indika-
tivische, sondern auch konjunktivische Bedeutung.
d) Suffixlose Präterita (vgl. Ehys, Kc. VI 16 ff.): mc. 1. Sing, cigleu,
mit Augens ciglefi, ohne Augens auch ciglef, 3. Sing, cigleu 'hörte'
(Inf. cly-bot; Präs. 1. Sing, clywaf); entspricht dem ir. 1. Sing, cuala,
3. Sing, cuale; schwierig ist die Deutung des Keduplikationsvokals, der
schwerlich auf einen alten langen Vokal (ü, r, e) zurückgehen wird , son-
dern irgendwie an die Stelle eines -y- getreten sein wird; — mc. Sing. 1
atwaen 'weiß', 2. atwaenost, 3. edwyn, PI. 1. atwaenwn, 2. etwey-
nwch, 3. atwaenant; Plusquampf. Sing. 1 atwaenwn, 2. atwaenut,
3. atwaeney und atwaenat, atwaen yat (S. 338, S. 348); vgl. über
Vermischungen der Vokalgebung das Verbalverz. gnin-; corn. 3. Sing,
aswon, 1. PI. aswonyn; entspricht dem ir. reduplizierten Präteritopräsens
Sing. 1. adgen, 3. adgeuin; der Reduplikationsvokal muß aber dann im
C. ein a (oder o § 259, 2) gewesen sein ; zum -tc- vgl. I 96 (daß c. -wu-
nicht etwa als das Präverb *upo zu deuten ist, zeigt der Infinitiv ad-na-
bot); — mc. 3. Sing, dywawt 'sagte' (auch mit Dissimilation dywat,
dywot; wird durch -s-Formen suppliert: 2. Sing, dy wedeist; 3. PI. dy-
wedassant, Plusquampf. 3. Sing, dywedassei; Inf. dywedut, Präs.
dywedaf); 3. Sing, godiwawd 'ereilte' (Inf. nc. goddiwes, goddi-
weddu); 3. Sing, gwa-rawt 'half (Inf. gwa-ret; vgl. ir. fu-rräith,
1. Dazu im Mc. eine analogisch gebildete Simplexform auf -yd (-d
dem Eeime nach = -t): eithyd Skene II 179, 188; vgl. die S. 338 be-
sprochenen Präsensformen.
374 Das brit. Präteritum. [§ 615
8. Verbalverz. reth-); 3. Sing, amkawd 'sagte', 3. PI. amkeudant
(z. B. W.B. 486, 31, 11; 488, 14); — mc. Sing. 1. dugum 'brachte', 2.
dugost, 3. duc, PI. 1. dugam, 2. dugawch, 3. dugant, Plusquampf.
3. Sing, ducsei (Präs. d-ygaf, Inf. dwyn; so auch die übrigen Zusam-
mensetzungen dieser Wurzel: am-uc 'er schützte'; Sing. 1. gorugum,
2. gorugost, 3. goruc 'tat', PI. gorugam u. s. w., ohne Plusquamperf.,
neben gwneuthum, gwnaeth zu gwnaf 'ich tue'); com. Prät. 3. Sing,
duk, Plusquampf. 2. PI. decsyugh M. C. 50; im Mbr. ist dies alte Prät.
durch ein regelmäßiges -s-Prät. verdrängt worden: 3. Sing, dougas Barbe
180 (corn. 1., 3. Sing, gruk 'tat', leniert wruk, wreg, also mit -ö- zu
sprechen, wird durch -s-Formen suppliert: 2. Sing, grussys, gressys,
3. Sing, leniert ros, PL 1. grussyn, 2. grussough, 3. grussons,
Plusquampf. grussen u. s. w.); — archaisch rac. 3. Sing, goreu 'tat',
mbr. guerue, nbr. geure, vgl. I 335 (neben -s-Formen der dem ir. gni-
entsprechenden Wurzel: mbr. 1. Sing, gris, 3. Sing, grez, 1. PI. gre-
somp, Plusquampf. grasenn u. s. w.); c. goreu ist wohl go-r-eu; -eu
br. -ö aus *äg'e (zu lat. agö), vgl. Verbalverz. gni-; — mc. Sing. 1.
bum 'war', 2. buost, 3. bu, PI. buam u. s. w., Plusquampf. buasswn;
corn. Sing. 1 buf, buef, bef (d. h. 6ö?;) 'war', 2. bus, bues, bes, 3. bue,
be, Plusquampf. byen; mbr. Sing. 1. biof, biouf 'war', 2. biout, 3. boe,
PL biomp, Plusquampf. bihenn, bisenn, vgl. § 645, § 646.
Anm. 2. Ältere oder abweichende Formen. Regelmäßige Formen des
-s-Prät. aus dem Ac. und Abr. : 1. Sing. abr. strouis gl. straui ; 3. Sing,
abr. ro-gulipias gl. oliuauit, ro-luncas gl. guturicauit; 2. PL ac. ni
cein guodeimisauch gl. non bene passa, 3. PL ac. linisant gl. lauare;
Plusquampf. abr. ro-ricse(n)t-i gl. sulcauissent. — Nach der Analogie
der Präsensformen auf -it und -ot (S. 338) sind Formen der 3. Sing, des
Prät. auf -sit, -sot gebildet: abr. toreusit gl. attriuit, archaisch mc.
kewssit 'nahm', abr. tinsot gl. sparsit (soLoth; Stokes tinsit) ; vgl. eithyd
= aeth 'ging' S. 373 *. — Über 3. PL Prät. auf -sont, -out im Mc. s.
Loth, Kc. XXXI 493. — Vom Verbum 'gehen' gibt es ein mit dem Verbum
'sein' zusammengesetztes Prät. im Mc. : ath-wyf 'ich ging', 3. Sing,
eth-yw, euth-yw, PL 1., 3. eth-ym, eth-ynt, doth-wyf 'ich kam',
3. Sing, ded-yw, PL 1., 3. deuth-ym, deth-ynt (häufige Vermischungen
der umgelauteten und der nicht umgelauteten Formen). — Kontaminationen
des -«-Plusquamperfekts mit dem Plusquampf. des Verbums 'gehen' (Anm.lc°):
cawssoedwn statt cawsswn 'ich hatte genommen', s. Strachan, Introd.
87. — Abweichende Bildung der 1. Sing, des Prät. im Corn.: galsof 'ich
bin geworden' 0. M. 373, E. D. 775 (3. Sing, gallas, 3. PL galsons,
Plusquampf. 3. Sing, galse).
Anm. 3. Nbr. Paradigma: Prät. Sing. 1. liviriz 'ich sprach', 2. le-
verzoud, 3. lavaraz, PL 1. leverzomp, 2. leverzot, 3. leverzont,
Plusquampf. lavarzenn (kaniz 'ich sang', kanzoud, kanaz u. s. w.).
Statt des inlautenden -z- kann -z- erscheinen: kanjoud, kanjomp, Plus-
quampf. kanjenn u. s. w. Das -i- ist durch Mouillierung (vor dem -e-
des Plusquampf.? oder unter dem Einfluß des vorhergehenden Vokals, z. B.
§616.617j Etymologische Erklärung des Prät. Das -s-Prät. 375
in bijenn 'ich wäre gewesen'?) entstanden und analogisch verbreitet
worden.
Etymologische Erklärung des Präteritumparadigmas.
§ 616. Das keltische Präteritum beruht teils auf dem idg. Aorist,
teils auf dem idg. Perfektum; vgl. oben S. 283 fif., S. 306 f. Das
-s-Präteritum und das -^Präteritum sind eigentümliche keltische
Neubildungen, die vom alten Aorist ausgehen; das suffixlose Prä-
teritum setzt in viel getreuerer Weise indogermanische (meist per-
fektische, seltener aoristische) Formationen fort. Die mc. Formen
auf -awd beruhen auf einer vom idg. Perfekt ausgegangenen Neu-
bildung, s. § 620, 3.
§ 617. 1) Das -s-Präteritum ist eine auf den idg. -s- Aorist
(gr. £-öei^a u. s. w.) zurückgehende Formation. Es wird aber im
Irischen im Wesentlichen nur von den abgeleiteten Verben auf
-ä- und -^- gebildet; einige Verba anderer Art haben sich ange-
schlossen (-gab US 'ich nahm'; do-uccus 'ich habe gebracht' statt des
im Brit. erhaltenen suffixlosen Prät. mc. 3. Sing, duc; vgl. die Bei-
spiele in § 614 Anm. 2) oder sind in air. Zeit im Begriff, sich
analogisch anzuschheßen (näd arröimsat 'die nicht angenommen
haben', s. Verbalverz. em-); aber in sämtlichen Fällen ist zwischen
dem wurzelauslautenden Konsonanten und dem Tempusmerkmal
-s- ein Vokal vorhanden, soweit er nicht nach den Synkoperegeln
(I 260) schwinden mußte; dieser Vokal ist teils kurz, teils lang
gewesen (-car, -rädi).
Anm. Spuren des unmittelbaren Antritts des Tempusmerkmals an
den Wurzelauslaut scheinen beim Deponens vorhanden zu sein, vgl. § 621
Anm. 6. Dagegen sind die von Zimmer KZ. XXX 129 ff., 151 angeführten
Belege für dieselbe Erscheinung beim aktivischen Verbum sämtlich anders
zu deuten; inti ra-föir e 'denjenigen, der ihm zur Hülfe gekommen war'
LL. 80b 43 enthält keineswegs ein altes *upu-rei-st, setzt vielmehr das
aus dem Nir. bekannte Präsens föirim 'ich helfe" voraus, das aus dem air.
-s-Konjunktiv 3. Sing, -foir analogisch entstanden ist; das air. Prät. von
fo-riuth 'helfe' ist als fu-rraith 'er half belegt (die LL-Stelle ist über-
haupt morphologisch und syntaktisch jung); genau ebenso ist mir. do-r-
ecaim 'fand statt, trat ein' keineswegs ein altertümliches Prät. von air.
8. Sing. Präs. do-ecmaing, sondern eine ganz junge analogische Neu-
bildung, vgl. nir. Präs. teagmhaim (anders Thurneysen, KZ. XXXI 94 f.).
Im Brit. ist das -s-Präteritum die einzige lebendige Präterital-
bildung. Aber auch hier ist der Typus mit einem Vokal z\Nischen
dem wurzelauslautenden Konsonanten und dem -s- alleinherrschend.
Dieser Vokal ist im Sing, des Prät. lautgesetzlich erhalten und tiitt
376 Etymologische Erklärung des -s-Prät. [§ 617
namentlich in der c. 3. Sing, klar hervor; er war bei den Verben
auf -a- ein kurzes -a- (c. caras), bei den Verben auf -f- ein langes
-l- (c. erchis), woneben jedoch auch ein kurzes -i- existiert haben
muß (c. dihagyssei, mynyssynt u. s. w.); ein altes -e- habe ich
§ 34 Anm. I 51 in dem c. Ausgang -wys gesucht; daneben wird
ein -e- gestanden haben (c. torres, agores). Im Plural und im
Plusquampf. mußte ein kurzer Vokal nach den biit. Lautgesetzen
wohl sicher schwinden; c. carassam, mynyssynt u. s. w. werden
analogisch umgebildete Formen sein.
Die abgeleiteten Verba auf -a-, -e-, -i- besaßen in urindoger-
manischer Zeit wohl keinen -s- Aorist; nach dem Muster der pri-
mitiven Verba haben sie jedoch im Slavischen und im Griechischen
einen solchen Aorist neugebildet: gr. l-r/^rjffa, l-cpilr^oa, slav.
delaxü 'ich machte', velexü 'befahl', xvaliocü 'lobte'. So auch im
Keltischen. Das -s- mußte in diesen Neubildungen im Keltischen
(wie im Griechischen), soweit es intervokalisch war, lautgesetzlich
zu -h- werden; es ist aber nach dem Muster derjenigen (einst vor-
handenen) Aoriste, in denen das aoristische -s- unmittelbar an den
wurzelauslautenden Konsonanten getreten war, analogisch als -s-
restituiert worden i. Die Eestitution hat jedenfalls in einer sehr
alten Zeit stattgefunden, wo noch das -k-s- und -t-s- der Aoriste
der primitiven Verba mit wurzelauslautendem Hinterlingual oder
Dental sowohl im Ir. wie im Brit. unassimiliert erhalten war.
2) Die Flexion des -s-Prät. beruht zum Teil auf den alten
Endungen des Aorists; daneben kommen aber verschiedene analo-
gische Umbildungen vor; besonders merkwürdig ist die sowohl im
Ir. wie im Brit. klar vorliegende Umgestaltung der 1. und 2. Sing,
nach dem Muster des Präsens der -o- : -e-Stämme.
1. Sing, -so : ir. -carus mc. cereis u. s. w. Die ir. Sim-
plexform (carsu) erklärt sich wie beim Präsens (tiagu S. 342). —
2. Sing, -sei : ir. -caris, mc. cereis-t. Die c. Form ist durch
späte Suffigierung eines Subjektpronomens von der 1. Sing, diffe-
renziert worden; im Com. (kers-ys) und Mbr. (quers-ot) scheint
eine Form des Verbums 'sein' angehängt zu sein (vgl. c. caws-
soedwn, com. gals-of § 615 Anm. 2); com. kersta (kerste)
ist aus kersys + Augens entstanden (Vokalschwund zwischen
den beiden s- artigen Lauten nach I 325). Die ir. Simplexform
1. So auch im Griechischen. Die Eestitution des zu -h- werdenden
-«- fand nur in den wirklich aoristisch fungierenden Formen statt, nicht
aber im keltischen Konjunktiv (vgl. § 608).
§ 617—619] Erklärung des -s-Prät, -s-Plusquampf., -^Prät. 377
(carsi) geht auf -sesi zurück. — 3. Sing, -a-st, -Ist, -ist, -est,
-est : ir. -car, -rädi, -leic; Simplexformen -ast is u. s. w. : ir.
caris mc. caras, ir. rädis mc. erchis u. s. w. — 1. PL STjirnos :
ir. -carsam mc. carassam; vgl. gr. t-öei^a/uev lat. diximus.
Die corn. und br. Formen sind nach dem Präsens umgestaltet; die
ir. Simplexform (carsimmi) wie beim Präsens (S. 343) gebildet. —
2. PI. Es ist, wie ich § 614 Anm. 3 angedeutet habe, denkbar,
daß eine alte Form s-te (vgl. asl. delaste 'Ihr tatet') mit suffigiertem
Subjektspronomen -wes in der irischen Simplexflexion erhalten ge-
wesen ist; ir. -carsid und mc. carassawch (zum -weh vgl. S. 344)
setzen aber säte voraus, worin das -a- aus der 1. (und 3.) PI. über-
tragen ist (wie in gr. i-dei^aTe); der Ansatz eines -a- ist allerdings
nur für das C. unbestreitbar. Die corn. Form ist nach dem Muster
des Präs. umgebildet, die mbr. Form (quersoch) ist vielleicht von
dem Präsens des Verbums 'sein' beeinflußt. — 3. PL -si^t, vgl. asL
xvalisq 'sie lobten' : ir. -carsat, mc. carassant; die ir. Simplex-
form carsit beruht auf si^t ei oder snt oi. Die corn. und mbr.
Formen sind nach dem Muster des Präs. umgebildet.
§ 618. Das Plusquampf. des s-Prät. könnte an und für
sich eine auf speziell britannischem Boden vollzogene Neubildung
nach dem Muster des Ipf. Ind. sein. Die Bedeutung wäre dann
ursprünglich indikativisch und konditionalisch gewesen, die kon-
junktivische Bedeutung wäre erst später aufgekommen.
Es scheint mir jedoch mit Rücksicht auf die allem Anschein
nach uralten Formen, die in § 620, 5 besprochen sind, viel wahr-
scheinlicher, daß zwischen dem brit. Plusquampf. und dem lat.
Plusquampf. Ind. (amäueram, amäram) und Konj. (amäuissem,
amassem) ein historischer Zusammenhang besteht. Das Plus-
quampf. Ind. wäre dann nach dem Muster des Ipf. Ind. gebildet,
und die Erhaltung des intervokalischen -s- im Keltischen wäre, wie
im Prät., analogisch; das Plusquampf. Konj. wäre dagegen aus dem
-s-Prät. vermittelst des in den Urformen des lat. scrTberem und
mc. carhwn (S. 352 und § 610) nicht mehr als aoristisch, sondern
nur als konjunktivisch empfundenen -s- gebildet; im Plusquampf.
Konj. wäre also seit jeher ss- vorhanden gewesen. Die Verwen-
dung des brit. Plusquampf. als Konditionalis müßte in diesem Fall
eine Neuerung sein, die mit dem Verlust des alten Konditionalis
(§ 612, 1) in Verbindung stünde.
§ 619. Das -^Präteritnm ist von der 3. Sing, der konso-
nantischen Stammklasse des idg. -s-losen Aorists ausgegangen. Ir.
378 Erklärung des -^-Prät, des suffixlosen Prät. [§619.620,1.2.
-bert, -alt, -et u. s. w. gehen auf *bher-t, *al-t, *em4 zurück
und sind mit Formen wie skr. d-kar 'er tat' (mit geschwundenem
-t), arm. e-kn 'er kam' aus *e-guem-t u. s. w. zu vergleichen. Dazu
die Simplexformen ir. birt aus *bher-t is u. s. w. Die alten Formen
der übrigen Personen (vgl. skr. 1. Sing, a-karam, 2. a-kar mit ge-
schwundenem -s) wurden im Keltischen wegen ihrer Undeutlichkeit
durch Neubildungen ersetzt, bei denen das -t der dritten Personen
als stammhaft behandelt wurde (die Auffassung des -t als Personal-
endung mußte nach dem sehr frühen Schwunde des postvokalischen
auslautenden -t der 3. Sing, des Präs. u. s. w. sehr fern liegen);
die Personalendungen wurden dem -s-Prät. entlehnt; also 1. Sing.
-t-ö : ir. -biurt, c. gweint, ceint, corn. yth, mbr. yz; 2. Sing.
-t-ei : ir. -birt, c. *ceint, woraus ceunt-ost, corn. *yth in
yth-ys (zur Erweiterung vgl, § 617, 2). Später wurden im C. die
Endungen der 1. und 2. Sing, nach dem Muster des suffixlosen
Präteritums umgebildet: ceint-um, ceuntost, euth-um (vor der
Endung -um wurde -ei- zu -eu- und diese Form des Diphthongs
wurde dann auf die 2. Sing, übertragen); im Ir. nahm der Plur.
die Endungen des suffixlosen Prät. an. Auch das corn. und br.
Plusquampf. (§615 Anm. lc°) ist eine Analogiebildung nach dem
suffixlosen Prät., s. S. 383.
Die Kompositalform der 3. Sing, des -^Prät. war mit dem
ganz anders entstandenen Prät. Pass. gleichlautend: ir. -alt 'erzog'
und 'wurde erzogen'. Das hat dazu Anlaß gegeben, daß einige
ursprünglich nur passivische Formen auf 4 im Mir. auch aktivisch
verwendet wurden: ro-chet 'hat gesungen' LU. 40b 8 (air. Akt.
-cechuin, Pass. -cet). Ähnhche Vermischungen sind auch im
Brit. vorgekommen (vgl. mc. cant); darauf beruhen die aktivischen
mit dem Verbum 'sein' zusammengesetzten Formen: c. eth-yw
'ging', eigentUch "actus est", ath-oed 'war gegangen'.
§ 620. 1) Das suffixlose Präteritum ist in seltenen Fällen
ein idg. -s-loser Aorist mit vokalischem Stamm, Ein -o- : -e-Stamm
ist ir. lod, luid 'ich, er ging' *ludho-m, *ludhe-t, vgl. gr. i^lvd-ov,
r^lvd^e (Sarauw, Irske studier S. 97). Ein -a- Stamm ist do-cer
'er fiel' *k'era4 (zu skr. sr-nä4i 'zerbricht', Aor. a-sarl4, gr. v.e-
qcc'Clo} 'zerstöre', a-xi^^a-rog 'unversehrt'; vgl. Thurneysen, KZ.
XXXVII 119). Ein einsilbiger langvokalischer Stamm ist ir. -bi
'er schlug' *bhl4.
2) In den meisten Fällen ist jedoch das suffixlose Präteritum
ein idg. Perfektum, teils ohne, teils mit Reduplikation. Über die
§ 620, 2] Erklärung des suffixlosen Prät. 379
Yokalgebung der reduplikationslosen Formen ir. -räith mc. gwa-
rawt u. s. w. vgl. § 110 Anm. I 182; über ir. fo-caird s. 3°;
wenn mc. goreu nbr. geure ein *äge enthält (§ 615 Anm. 1
Schluß), läßt es sich mit an. ök, Prät. von aka 'fahren' vergleichen;
mc. duc 'brachte' ist '^'d-ouqe, vgl. I 1.51 und Verbalverz. i. Ir.
böi 'war' mc. bu com. bue (d. h. hö) mbr. boe, 1. PI. biomp
setzen wohl ein Paradigma 3. Sing. *bhöwe, 1. PI. *hha-me (oder
*bhri-mos) voraus, das im C. zu *bhöwe, *bhöu-me (c. -u- aus dem
Plural), im Corn. und Br. zu *bhöe, *bhu-me umgebildet wurde
{*bhöe ergab zunächst corn. und br. *böe, das im Corn. zu bö kon-
trahiert, im Br. zu boe differenziert wurde, vgl. § 197, 2; wegen
des erhaltenen br. leue § 370 S. 22 ist etwa anzunehmen, daß die
Differenzierung nur in der Proklise eintrat; aus dem Plur. stammt
die br. Wurzelgestalt bi-). Für die reduplizierten Präterita ist mit
großer Wahrscheinlichkeit die Vokalgebung des gr. Tcinovd^a, ni-
noid^a u. s. w. anzunehmen: die zweite Silbe hatte immer -o-,
wenn der Wurzelvokal ein solcher war, der mit -o- alternieren
konnte (Beweis S. 367). Merkwürdig sind nur die reduplizierten
Präterita einiger vokalisch auslautenden Wurzeln, vor allem der
Typus des ir. 1. Sing, ad-gen, 3. Sing, adgeuin, mc. 1. Sing,
atwaen, 3. Sing, edwyn (§ 614 Anm. 2 S. 369, § 615 Anm. ld°);
die irische Hebung und der c. Umlaut beweisen, daß in der 3. Sing,
nur ein -l oder ein zu -i gewordener Diphthong geschwunden sein
kann; in der 1. Sing, kann ein ä, ein o oder ein «<;- Diphthong
1. Sehr schwierig ist mc. amkawd, amkeudant 'er sagte, sie sagten';
-kawd, -keudant enthalten vermutlich das Präverbium *k'oin und das
suffixlose Prät. einer mit w anlautenden und mit d (dh) auslautenden
Wurzel; im PI. ist nach I 279 f. zwischen -w- und -d- vor dem urbrit.
Akzent ein kurzer Vokal geschwunden {-eu- aus -ow-); im Sing, war der
Wurzelvokal lang {-ä- oder -ö-, urbrit. -ö-, c. -aw-) und trug den urbrit.
Akzent; daher mußte das -o- zwischen k'- und -w- schwinden, und auch
das tu ist vor dem urbrit. ö geschwunden (vgl. § 133, 2 I 214). Aber bei
dieser Analyse bleibt die Etymologie dunkel ; nur der Plur. fügt sich dem
Vergleiche mit ir. ad-cuaid 'hat erzählt', in-cuaid gl. indicauit (§566
S. 269). Sollte im Keltischen die Wurzel *wid- mit der Wurzel des lat.
uädü (die man in ir. do-cuaid 'ist gegangen' suchen könnte) vermischt
worden sein ? Die beiden Wurzeln haben sich wohl semasiologisch be-
rührt; vgl. über ir. foidim 'ich schicke' 1359 (Sarauw will ZfcPh. V 509 *
ir. do-cuaid auf die Wurzel * wid- zurückführen, während Thurneysen
Handb. S. 397 ro-fadatar 'sind weggegangen' vergleicht).
Da mc. amkawd, amkeudant wohl veraltete Formen waren, darf
man nicht aus der Schreibung folgern, daß das -k- unleniert wäre.
380 Erklärung des suffixlosen Prät. und mc. -awd. [§ 620, 3
{-öu nicht ausgeschlossen) geschwunden sein. Man könnte lautlich
skr. 1. Sing. Akt. gagnäii\ 3. Sing. Med. gapie^ vergleichen, und
vielleicht haben derartige Formen, die auch bei einigen anderen
der betrefi"enden irischen Präterita vorausgesetzt werden könnten,
wirklich in der Entwickelung eine Rolle gespielt. Die Medial-
endung der 3. Sing, könnte sich mit dem wurzelhaften -i- anderer
Flexionsformen des Verbums assoziiert haben und kraft dieser Asso-
ziation die aktivische Endung verdrängt haben; daß die als Wurzel-
auslaut umgedeutete Medialendung besonders gut in der 3. Person
paßte, wo sie mit aoristischen Formen wie *bhl-t 'schlug' (deren -t
sehr früh schwand) übereinstimmte, liegt auf der Hand. Anders
scheint die Entwickelung bei dem Präteritum der Wurzel *dö-
'geben' gewesen zu sein; die 3. Sing. (skr. dadäu) erscheint im
Gallischen als öeöe; der als Personalendung aufgefaßte Ausgang
-öu ist also durch die gewöhnliche Endung der 3. Sing, {-e) ersetzt
worden; im ir. do-ra-t 'hat gegeben' wird nach I 369 ein *^o-
pro-dade stecken; -a- wird unter dem Einfluß jetzt verlorener
Formen des Verbums mit der Wurzelgestalt da- (vgl. lat. da-mus,
da-tus u. s. w.) eingeführt sein; die Flexion als ein -s-Prät. (3. PI.
do-ra-t-sat) ist sekundär.
3) Die Formen auf mc. -awd sind zweifellos vom alten Per-
fektum ausgegangen. Man rnuß von einem Paradigma des Typus
Sing. 1. lledeis, 2. liedeist, 3. *llawd, PI. 1. lladyssam aus-
gehen, worin wie in manchen anderen Fällen (vgl. § 615 Anm.
lc°, d°) neben fast vollständig durchgeführter regelmäßiger -s-
Flexion sich in der 3. Sing, noch eine anders gebildete altertüm-
liche Form behauptet hatte. In einem solchen Paradigma mußte
der Ausgang -awd als charakteristisches Merkmal der 3. Sing,
empfunden werden, und wegen der oft schwachen Artikulation des
intervokalischen d (§ 67 Anm. 3 I 112) konnte das Sprachbe-
wußtsein darin eine kontrahierte Form sehen und dafür das unkon-
trahierte lladawd einführen. Ob gerade 11 ad 'töten' das be-
stimmte Verbum gewesen ist, worin sich die Neubildung zuerst
vollzogen hat, ist natürlich unsicher; man darf aber wohl annehmen,
daß sie sich leichter bei einem Verbum mit wurzelhaftem -ad-,
Prät. -awd als bei einem Verbum mit wurzelhaftem -ed-, Prät.
-awd einstellen konnte. Einen wohl vorbereiteten Boden für die
1. Auch 3. Sing.; eine entsprechende Form liegt vielleicht dem lat.
nou-i zu Grunde. 2. Auch 1. Sing.
§ 620, 4] Mc. -awd. Endungen des suffixlosen Prät. 381
Neubildung bot aber aller Wahrscheinlichkeit nach auch das Ver-
bum cerdet 'gehen', das vermuthch zu ir. fo-ceird, fo-ceirt
'wirft, legt' gehört; zu diesem Verbum gab es eine Alternations-
form mit idg. -re- statt -er- : abr. credam gl. uado (vgl. die Alter-
nation in dem möglicherweise hiervon abgeleiteten ir. er od c. cordd
§ 101 I 173); von dieser Alternationsform war vermuthch das Prät.
*crawd gebildet, das neben cerdeis, cerdeist u. s. w. fast not-
wendigerweise als eine verstümmelte Form aufgefaßt und zu cer-
dawd umgebildet werden mußte; auf das einstige Vorhandensein
eines derartigen Prät. deutet wohl auch ir. fo-caird, fo-cairt,
das deutlich zum Typus -räith gehört, in der vorliegenden Form
aber unmöglich alt sein kann (vgl. was § 197, 1 über die Ent-
wickelung der Langdiphthonge im Keltischen gesagt ist); es wird
aus *fo-cräid umgebildet sein.
4) Die Flexionsendungen des aus dem idg. Perfekt hervor-
gegangenen snifixlosen Prät. 1. Sing, -a : ir. -cechan *qeqana,
mc. cigleu *k'uk'lowa, vgl. gr. nsTtoL^a, skr. cakara 'habe getan'.
In mc. bum 'ich war', corn. buef ist ein Subjektspronomen suffi-
giert (mbr. biof, biouf ist analogisch umgebildet). Nach mc. bum
ist dug-um, gorug-um gebildet. — Die 2. Sing, hatte im Idg.
ursprünglich die Endung -tha : skr. cakartha 'hast getan', gr. olo-d^a
'du weißt'; sie wird im Keltischen zu -as umgebildet worden sein:
ir. -cechan *qeqatias vgl. gr. fttrroid^ag (Thurneysen, Handb.
S. 400). Mit einem in sehr alter Zeit angehängten Subjektspro-
nomen ist daraus die mc. Endung -ost entstanden: buost, dugost
(gwd-ost 'du w^eißt'; zum Paradigma s. § 623, § 627); der Vokal -o-
statt -a- ist vielleicht in buost unter dem Einfluß des einst voraus-
gehenden -w- entstanden (unwahrscheinlicher ist der Vergleich der
Endung -ost mit der aus Fällen wie olo-d^a stammenden gr. En-
dung -od-a in t-qrjod^a oder mit lat. uidisti u. s. w.). Corn. bues
ist Analogiebildung nach dem Impf., mbr. biout nach out 'du
bist' und nach dem -s-Prät. gebildet. — 3. Sing, -e : ir. -cechuin
*qeqane, mc. dywawt u. s. w., vgl. mbr. boe S. 379, gall. öede
'hat gegeben'. Vgl. gr. ^ce7coid^€, skr. cakära 'hat getan'. — 1. PL
-me (-mo?), -mme : mc. dugam, vgl. gr. TiEjroii}a(.iEv. Die iiische
Form ist nach dem Muster der 3. PI. umgebildet. Corn. bueu
'wir waren' nach dem Präs. oder Ipl, mbr. biomp nach omp
'wir sind". — 2. PL Die idg. Form unsicher. Flu- das Ir. und C.
ist vielleicht von einer Endung -a-te (wie beim -s-Prät.) auszugehen ;
vgl. gr. ne/coid^aie. Corn. bugh, beugh 'Ihr wäret' nach dem
3^ El^malosaAgt Ecfcfinmg des safiBcdosm Fkit [§ eSUk 5
F)ra& odar 1^^ nfar. bioch nadi omeli ^Bs- seüd*. — Die 3l PL
hatte im Idg. voU die Elndmg -f-: skr. ea^ir-wr '^ haben getni'.
Bkse Bodomg isl in UmSsdieB isnd im KdltJodhen mät, einer -«r?-
Elndaang bonltaanmiieEt iiatden: lalL nlde-r-nmt^ ir. -cechnatsr.
eeebnitir, -gidatair, gaditir. Dai der TokaU Ttir der EblnL^
>tir, -tar im ADgeraeinen boodtgeseldidi wrhalfa»» a bieOien adbeEm:
(§ 614 Ajnm. % 9(» daatf maoii afe Gramünm der Endai^ -«tf-r
ode^-fl^f ansetien, votans mmnadist; oneanf -«firi enfigfonde SbEn
waMaimd; daians etl&t skih die irisdie SimpleiendnB^; & Kacl-
pasütalendnaBig isl emsie AnatBo^ebDlIdiiaiiig nadhi den findai^en de^
Dqponens vaA ^^^sE^ts. Hc dvgaAt^ cncB. bons ''sb waien%
mbc biont smd jüngeEe analo^eii gdbOdete flonaem.
Die Simgplesfennen srad im Ja im ^ngnllai;, wenQä^? '^~
der 1. muä. 3^. F^BSon, mü den Kom^osttallfiKmen idwrtiiiicfr' .
aneb im flnr. aeigl sieb, veni^lbeBS in der L. mtd 3. P r -
eine llendenE^ die KaampoBäaiiSamim zpgkädb aib SümjplBif . : :
m Terwenden. Dies bann näeUt duEanf beruhen, dafi äatt Z
sebeüdnog zwiseben lSnqplesfe»men nnd KanpaaafaiWwrmrr,
altem An&ng an gelebllt ^tJtite; gegen eöae sokbe TenL..'
^pnebt e. bmm^ cncn. bmef mid e:. bnost «ni noeb meL:
T^ltsttebe, dafi d» SStmplfflgfiBcm der S. H. ans elh^mdki^.^
Gbcinden Wtbet ak d» ent^iedhende £<n^osttalinm sem
Der Gbnmd der 'BMsAmaam^ Ifegit m^^idbsnpe^ in de:
dnng der 3l Sin^; in der Teriaindnng; *f«f«sne » baotn in -l: :
Zeil S&Mm des knnen aKhonlenden -c eingeltiNABa sek
90 entsKandene *^fB^pm » mnfile siswoihl im Ik '«ie im Ar.-
*^e^pam meySumumMitm, Wenn man den Gieidbidben abasf
dafi ^ im Kelledben ein ^Btonomen "^^j^" *Ö£b* ge@riben :
bannite ((S. 3^ so bnmlte aneb in der Tetbmdmg ^^fitii^''
E&MBn sital%^nBden baben; ^$«9«» «§" biltle aber im Ir.r
'^'ee^bnin e^^ben; also mnffi (fie GSmÄktaä, der SörnffiesiarL
der KmupaaUaMmm. der 3L i^^g. andk viier dkenr Tensneif
anf einer ((aLlID@nimt£§i sdhr HskM Tessliaindl&z&eiiD Asmlkandlr)..
berabesL
H) Das Fhi'qpinfif.. dfö Verisumt» '':3sli.' .xirr« bji^Zi iLXtL
bibenn« bisenn isit x^m dem eben & S«^ fiir 'äsn Hur, «^
F^t. vQttaai^ieeieltslten iSUamm '"'lila^ gebolldslt M^'^IbdüdnK^sse äst
im Cbwn. esn HJ^kerar Xn^äattiv Saatfgesittdiki:
dmiablteteaertaA KMpnbJär iiiii.iimaiymjiniliiir:
-A>BiUhng <(bibenn)) esbaÜlten Jl^üter nacb
§621] Irisches Deponens. 383
quampf. des -s-Prät. zu bisenn umgebildet); im C. ist eine voll-
ständige Umbildung (zu buasswn) eingetreten. Das Plusquampf.
des Verburas 'sein' war wohl das Muster für das Plusquampf. -Ipf.
des Präteritopräsens c. gwyr com. gor 'er weiß' (mc. gwydywn,
corn. gothyen, mbr. gouzyenn), wonach wiederum im Com. und
Br. ein Plusquampf. des -^Prät. 'ging' gebildet ist (§ 615 Anm. lc°).
Vgl. noch Ernault, Rc. XI 478 f.
XIX. Deponens und Passiva
§ 621. Irisches Deponensparadigma (labrur 'ich rede',
midiur 'ich urteile').
Praesens simpl.
Sing.
1
labrur
midiur
2
labrither
mitter
3 labrithir
midithir
PI.
1
labrimmir
midimmir
2 labrithe
mitte
3 labritir
miditir
Praesens comp.
Sing.
1
-labrur
-midiur
2
-labrither
-mitter
3
-labrathar
-midethar
PI.
1
-labrammar
-midemmar
2
-labrid
-midid
3
-labratar
-midetar
Ipf.
Sing.
1
-labrinn
-midinn
2
-labratha
-mittea
3
-labrad
-mided
PI.
1
-labrimmis
-midmis
2
-labrithe
-mitte
3
-labritis
-mittis
Ipv.
Sing.
2 labrithe
mitte
3 labrad
mided
1. Windisch, Über die Verbalformen mit dem Charakter r im Ari-
schen, Italischen und Keltischen, Abh. d. phil.-hist. Kl. d. kgl. sächs. Ges.
d. Wiss. X, Leipzig 1887; Zimmer, KZ. XXVIII 342—370, XXX 224—292;
Strachan, Trans. Phil. Soc. 1891—94 S. 444—568; Dottin, Les dosinences
verbales en r en sanskrit, en italique et en celtique, Rennes 1896; Thur-
neysen, KZ. XXX 63—65, XXXVII 92—111; Verf. KZ. XL 157—171; IF.
Anz. XII 97.
384 Irisches Deponens. [§ 621
PI. 1 labram(mar) midem(mar)
2 labrid midid
3 labratar midetar(vgl, Anm.l)
Konj. Prs. simpl. Sing. 1 labrar messur
2 labrither messer
3 labrithir mestir
PI. 1 labrimmir messimmir
2 labrithe meste
3 labritir messitir
Konj. Prs. comp. Sing. 1 -labrar -messur
2 -labrither -messer
3 -labrathar -mestar
PI. 1 -labrammar -messammar
2 -labrid -messid
3 -labratar -messatar
Konj. Ipf. Sing. 1 -labrinn -messinn
2 -labratha -mesta
3 -labrad -messed
Ph 1 -labrimmis -mesmis
2 -labrithe -meste
3 -labritis -mestis
Fut. simpl. Sing. 1 labrafar messur
2 labrafider messer
3 labrafidir miastir
PL 1 labrafimmir messimmir
2 labrafide meste
3 labrafitir messitir
Fut comp. Sing. 1 -labrafar -messur
2 -labrafider -messer
3 -labrafadar -miastar
PL 1 -labrafammar -messammar
2 -labrafid -messid
3 -labrafatar -messatar
Konditionalis Sing. 1 -labrafinn -messinn
2 -labrafada u. s. w.
3 -labrafad
§ 621] Irisches Deponens. 385
PI. 1 -labrafimmis
2 -labrafide
3 -labrafitis
Praet simpl. Sing. 3 labristir midair
Praet. comp. Sing. 1 -labrasur -midar
2 -labriser -midar
3 -labrastar -midair
PI. 1 -labrasammar -midammar
2 -labrisid -midid
3 -labrasatar -midatar
Anm. 1. Die deponentialen Endungen. Das Deponens ist im Ipf. Ind.
und Konj. und im Konditionalis mit dem Aktiv identisch; ebenso in der
2. PI. der übrigen Tempora und in der 3. Sing, des Ipv. Auch in der
1. Plur. des Ipv. war wohl ursprünglich eine -r-lose Form üblich: na
s eiche m 'folgen wir nicht' Wb. 25c 6 (der einzige Beleg für die 1. PI.
des Ipv. aus Wb.); mit der 1. PI. wird die 3. PI. des Ipv. (in Wb. nicht
belegt) gestimmt haben ; vielleicht ist auch irmith Wb. 12d 24 die 1. Sing.
Ipv. (statt *irmiuth) des deponentialen air- + mid- 'verstehen', also
'laß mich verstehen' (im konzessivem Sinne: 'laß mich nur die fremden
Sprachen verstehen, in der Kirche werde ich aber die Sprache des Volkes
sprechen'). Also scheinen die -r-Endungen im Imperativ ursprünglich ganz
gefehlt zu haben.
Eine vereinzelte Erscheinung ist es dagegen, daß das Prät. des depo-
nentialen -cluinethar 'hört' aktivische Flexion hat (-cuale, 1. Sing,
-cuala).
Im Plur. des suffixlosen Prät. ist kein Unterschied zwischen dem
Aktiv und dem Deponens vorhanden, da auch die aktiven Formen der 1.
und 3. PI. auf -r ausgehen. Damit wird es in Verbindung stehen, daß
bisweilen auch der Singular des suffixlosen Prät. eines aktivischen Ver-
bums die -r-Endungen angenommen hat: 3. Sing. Prät. -damair, teccom-
nocuir, mir. imchomarcair zu daimid 'fügt sich, leidet', doecmaing
'ereignet sich', imcomairc 'fragt'; -duthraccar 'ich wünsche' neben
Konj. 1. Sing, do-fu-thris, Fut. 3. PI. huare du-n-futharset (Konj.
3. PI. du-tairsetar Ml. 56c 7 ist eine Analogiebildung). Vielleicht be-
gegnet jedoch dieselbe Erscheinung auch gelegentlich beim -s-Prät. : for-
derisiur, adroneestar Anm. 6; vgl. Anm. 2. — Selten ist die Erschei-
nung daß der Konj. und das Fut. eines aktivischen Verbums deponentiale
Flexion haben: Konj. 1. Sing, ad-cear, 3. -accadar, Fut. 2. Sing. mir.
at-chichither (daneben früh aktivische Formen, s. Verbalverz. und §611
Anm. 2) zu ad-cii 'sieht'; Konj. 1. Sing, -esur, 3. Sing, estir, -estar
zu ithid 'ißt'.
In den deponential charakterisierten Formen fehlt zum Teil die Unter-
scheidung zwischen Simplex- und Kompositalendungen (so immer in der
Pedersen : Vgl. kelt. Gramm. 11. nc
386 Irisches Deponens. [§ 621
1. und 2. Sing.); mir in der 3. Sing., 1. und 3. PI. wird diese Unter-
scheidung (-ir : -ar) durchgeführt. Archaische Formen: du-fuisledor
'gleitet' Thes. II 24, 34; frisbrü demor gl. aporiaraur [Wb.] 15b 22.
Über Synkope vor -tbar, -mar vgl. Anm. 4, § 622 Anm. 1 S. 389.
Die deponential charakterisierten Formen können keine suffigierten
persönlichen Objektspronomina annehmen; vor einem solchen Pronomen
tritt die aktivische Form ein: f irianichth-i, foilsigth-i, oenichth-i
§ 487 S. 149. Dagegen gibt es zu den Formen auf -ir relative Formen
auf -er, -ar : 3. Sing., PI. Präs. cairigedar, comalnatar (§ 535, 4
S. 218); 1. PI. Präs.: i-sind huiliu labramar-ni 'in allem, was wir
sprechen' Ml. 31b 23; a cosmiligmmer 'indem wir vergleichen' Sg.
211a 14 (Stokes, A Supplement to Thesaurus Palaeohibernicus, S. 7).
Anm. 2. Späteres Schicksal der deponentialen Endungen. Das Deponens
ist im Laufe der historischen Zeit im Abkommen; Spuren finden sich schon
in Wb.: oldaas do-n-tlucham gl. quam petimus Wb. 21d 9 (zu do-
tluchur 'ich bitte'). Viel häufiger sind derartige Formen schon in Ml.:
labraid 'er spricht' 115a 2, läse labraimme 'wenn wir sprechen' 31b 15,
vgl. 16. Noch weiter vorgeschritten ist der Zustand in Sg., und im Laufe
der mir. Periode stirbt das Deponens aus, gibt aber zu verschiedenen
Neubildungen Anlaß. Der air. Unterschied zwischen -ar, -er und -ur,
-iur in der 1. Sing, des Präs. Konj. und Ind. verschwindet, und die En-
dung -ur (-ar, -er) wird zum Merkmal der 1. Sing, des Konjunktivs
aktivischer Verba: ci-p e uair fogabur bäs 'zu welcher Zeit ich auch
den Tod finden mag' Atk. LBr. Z. 617; cid cian co tisor 'selbst wenn es
lang dauert, bis ich kommen werde' LU 66a 6. Indem dies -ar, -ur als
stammhaft betrachtet wird, wird eine 2. Sing, auf -ra, eine 3. PI. auf -rat
gebildet: co fessara 'damit du erfahrest' LL 254b 42 (-fitir 'weiß');
näco-clorat 'ohne daß sie hören' oben S. 319 Z. 3 (-cluinethar 'hört').
Über die 2. Sing, des Ind. auf -ir s. § 598 S. 336. Im Prät. kommen
Formen wie ro-lämratur 'haben gewagt', ro-midratar 'haben geurteilt'
vor (Thurneysen Handb. S. 401), womit ro-fetartar 'sie wissen' LU. 90b 10
verwandt sein könnte, während ro-genartar 'sind geboren worden' Wb.
4 c 12 doch wohl ein bloßer Schreibfehler ist (der allerdings psychologisch
mit den späteren Analogiebildungen verwandt ist). — In der 3. Sing, des
-s-Prät. ist die Endung -estar, -astar, -ustar auch in ursprünglich
aktivischen Verben häufig: ro-gabustar 'hat genommen' Atk. LBr. 3239;
so schon in Ml. a rru-n-eillestar 'indem er besudelt hat' 63a 14 (as-
lenaimm 'besudele'; -II- aus -In-); ro-dligestar 36a 29 (dligim 'habe
Anspruch auf).
Anm. 3. Stammbildung des Präsens. Neben den -ä-Stämmen (labrur)
und den -^-Stämmen (midiur) kommen noch -o- : -e-Stämme vor; sie haben
in der 1. Sing, unmouillierten Wurzelauslaut, stimmen aber sonst ganz mit
den -»-Stämmen überein: do-tluchur 'ich bitte' (zu lat. loquor I 43),
3. Sing, do-tluchethar ; -sechetar 'sie folgen' (zu lat. sequor). In
die Klasse der -»-Stämme übertragen ist das Nasalpräsens -cluiniur 'ich
höre', 3. Sing, -cluinethar (skr. srnöti 'hört' mit aktivischer Flexion).
§ 621] Irisches Deponens. 387
Auch die Synkopere^eln üben einen gewissen Einfluß auf das Aus-
sehen der Flexion. Die Erhaltung des Vokals vor der Endung in 2. Sing,
labrither neben mitter u. s. w. erklärt sich daraus, daß zwischen -b-
und -r- ein Vokal geschwunden ist (vgl. c. llafar u. s. w. oben S. 7,
c. llafaru 'sprechen' u. s. w.); wäre der Vokal vor der Endung geschwunden,
müßte die 2. Sing, bei einem -ä-Verbum auf -thar ausgehen, vgl. Anm. 4.
Noch silbenreicher waren die abgeleiteten Verba auf -aig-, -ig- (oben
S. 23); von -foilsigur 'ich offenbare' lautet die 2. Sing, foilsigther.
-foilsigther, 2. PI. foilsigthe (zwischen -s- und dem geschwundenen
-h- ist ein Vokal geschwunden; daher bleibt der Vokal vor dem -g- er-
halten, der darauf folgende Vokal schwindet); 1. PI. foilsigmir, -foil-
sigmer, aber 3. Sing., PI. foilsigidir, -foilsigedar, foilsigitir,
-foilsigetar.
Anm. 4. Stammbildung des Konjunktivs. Der -ö-Konjunktiv hat in
der 2. Sing, nach geschwundenem Vokal hinter einem unmouillierten Kon-
sonanten die Endung -thar : fo-mentar gl. scito Wb. 30c 2; der -ä-
Konjunktiv zu einem -r-Präsens hat in der 1., 2. Sing, die Endungen -er,
-ther: foilsiger, -foilsiger; foilsigther, -foilsigther. Einfluß
der Synkoperegeln wie im Indikativ.
Die Stammbildung zeigt übrigens beim -ä-Konjunktiv und beim -s-
Konjunktiv dieselben Eigentümlichkeiten wie im Aktiv (§ 607 Anm. 1).
Idg. Vokalaiternation: Ind. gainithir 'wird geboren', Konj. Ipf. 3. Sing,
-genad; Ind. do-moiniur, do-muiniur 'glaube' (I 360), Konj. 3. Sing,
dummenathar Ml. 49a 15, PI. 1. dumenammar 78b 24, dumenmar
15 d 5 (die Synkope ist gegen das Paradigma, vgl. aber die 3. Sing, co
armentar feid gl. ut reuereatur Wb. 31c 10 zum Ind. ar-muinethar
feid 'ehrt').
Hiatusverba: Konj. 1. Sing, adcear zu ad-cii 'sieht', -cloor (mir.
-clor S. 316 Z. 8 v. u.; Konj. Ipf. 1., 3. PI. air. -cloimmis, -cloitis)
zu -cluinethar 'hört'.
Anm. 5. Stammbildung des Futurums. Im -6 -Futurum zeigen sich
dieselben Unterschiede im Timbre wie im Aktiv ; nach dem mouillierten /
erscheint der Vokal -e- statt des -a- des Paradigmas: -molfar 'ich werde
loben', ad-aichfer 'ich werde fürchten', 3. Sing, ad-aichfedar, 3. PI.
ni aichfetar. Mit Bezug auf die Synkope finden sich in der 1. Sing,
einige Analogiebildungen: do-cuirifar 'ich werde einladen' u. s. w.
Auch das -ä-Fut. ist im Deponens belegt: -gignethar 'wird geboren
werden', Kondit. 3. Sing, -gigned (Präs. gainithir); mir. Fut. 1. Sing,
ata-gegallar, 3. Sing, ata-gegalldathar zu ad-gladur 'ich rede
an'; mir. at-chichither 'du wirst sehen' (ad-cii 'sieht', vgl. § 611
Anm. 2); ro-cechladar 'wird hören' (ro-cluinethar 'hört').
Die Stammbildung des -s-Fut. stimmt mit dem Aktiv. Durch lautge-
setzliche Vorgänge ist die Reduplikation in -fessur 'ich werde wissen',
3. Sing, -fiastur (Präs. 3. Sing, -finnadar, Prät. -fitir 'weiß') undeut-
lich geworden. Danach hat sich 1. Sing, messur, 3. Sing, miastir,
-miastar (s. das Paradigma) analogisch gerichtet (Thurneysen, Handb.
S. 381).
25*
388
Das irische Deponens und Passiv. [§ 621. 622
Änm. 6. Stammbildung des Prät. Das Deponens kennt nur das -«-
Prät. und das suffixlose Prät. (dagegen gibt es keine Entsprechung des
aktivischen -^Prät.). Im Gegensatz zum Aktiv seheint das Deponens -«-
Präterita zu besitzen, bei denen das -s- direkt an konsonantischen Wurzel-
auslaut gefügt ist (vgl. Thurneysen, KZ. XXVIII 151—153). So zunächst
bei ad-glädur 'rede an' : mir. imm-usn-a-r-lasatar 'sie unterredeten
sich gegenseitig' Kc. VI 164, oarlastär 'sodaß er anredete' LU. 102a 28
(daneben schon in LU 3. Sing, ad-gladastar); ferner das merkwürdige,
offenbar reduplizierte und als suffixloses Prät. flektierte Prät. 3. Sing,
siasair 'saß', -siassair, 3. PI. rel. siasatär zu saidid 'sitzt' (statt
siasair findet sich im Mir. auch die aktivische Form seiss, vgl. Zimmer,
KZ. XXX 151; es kann aber nicht als sicher gelten, daß diese Form schon
im Air. präteritale Bedeutung gehabt hat, vgl. Verbalverz.) ; weiterhin
forderisiur gl. lustraui Ml. 133b 8 zu forderet gl. illustrat 78b 8
(falls darin kein Fehler steckt). Und schließlich wird ad-ro-neestar
gl. sustinuit Wb. 4c 35 und ar-r u-neastar gl. sustinendo Ml. 50b 8
(zu in-neuth, ar-neut-sa 'ich warte') eine (freilich recht auffällige) ana-
logische Umbildung eines *-nestar sein, das durch die deponentiale
Flexion von der Assoziation mit den übrigen Formen halbwegs losgetrennt
war (daneben in Ml. regelmäßige aktivische Formen: ar-ro-t-neithius-sa
S. 246, PI. 3. ar-ru-neith-set).
Das -s-Prät. der -r-Verba hat Mouillierung: 1., 3. Sing, -foilsig-
siur, -foilsigestar, 1., 3. PI. -f oilsigsemmar, -foilsigsetar.
Das suffixlose Prät. kann ohne Keduplikation gebildet sein: Sing. 1., 2.
-fetar, 3. -fitir 'weiß' (Präteritopräsens), PI. -fitemmar, -fitid, -fi-
tetar und -fetatar; mit idg. Pehnstufe -midair 'urteilte' (i = idg. e);
-lämair 'wagte' (Präs. -laimethar); redupliziert ist -genair 'wurde
geboren', 3. PI. -genatar zu gainithir 'wird geboren'; danach ist ana-
logisch gebildet: do-menar 'ich glaubte', 1. PI. ni to-r-menmar (do-
moiniur 'ich glaube'); forcomnucuir, teccomnocuir 'ereignete sich'
(zur Wurzel icc-) haben dieselbe Reduplikation wie das aktivische t-änicc
§ 614 Anm. 1 S. 368 (zwischen -m- und -n- ist ein Vokal geschwunden).
§ 622. Irisches Passivparadigma (Flexionsmuster: die in
§ 598 benutzten aktiven Verba und das Deponens midiur 'ich
urteile' § 621).
benir
bentir
-benar
-bentar
-bente
-bentis
Praes.simpl.Sing.3 berir
PI. 3 bertir
Praes.comp.Sing.3 -berar
PI. 3 -bertar
Ipf. Sing. 3 -berthe
PI. 3 -bertis
Ipv. Sing. 3 berar jbenar
PI. 3 bertar 'bentar
carthir Igaibthirlleicthir
cartir Igaibtir [leictir
I I
-carthar -gaibther -leicther
-cartar -gaibter -leicter
leicthe
-leictis
-carthe !-gaibthe
-cartis -gaibtis
carthar gaibtherleicther
cartar gaibter 'leicter
§ 622]
Das irische Passiv.
389
Konj. Praes. sinipl. Sing. 3 berthir jleicthir [messir
PI. 3 bertir lleictir 'messitir
Konj. Praes. comp. Sing. 3 -berthar '-leictherl-messar (-mestar)
PI. 3 -bertar -leicter '-messatar
Konj. Ipf. Sing. 3 -berthe
PI. 3 -bertis
Fnt. simpl. Sing. 3 berthir
PI. 3 bertir
Fut. comp. Sing. 3 -berthar -leicfider
PI. 3 -bertar -leicfiter
Kondit. Sing. 3 -berthe -leicfide
PI. 3 -bertis -leicfitis
-leicthe -meste
:-leictis |-mestis
leicfidir miastir
leicfitir messitir
-miastar
-messatar
mia8te(?)
Praet. simpl.
Sing. 3 brethe
PI. 3
Praet. comp.
Sing. 3 -breth
bith;e
carthe
-bith -carad
gabthe leicthe messe
■gabad ,-leiced -mess
PI. 3 -brethaj-bithai-carthal-gabtha -leicthea -messa
Anm. 1. Im Präsens-, Konjunktiv- und Futurparadigma ist die Stamm-
bildung des Passivs dieselbe wie im Aktiv bez. Deponens (vereinzelt kommt
die Erscheinung vor, daß das Passiv einen -s-Konjunktiv oder ein -s-Futu-
rum neben aktivischen oder deponentialen -«-Formen bildet, s. Verbalverz.
ad-cii und -clu inethar). Im Präs. Ind., im Ipv., Präs. Konj. und Fut.
gehen die Endungen auf ein -r aus, das im Ipf. Ind., Ipf. Konj. und im
Kondit. nicht vorkommt. — Die 3. Sing, hat teils die Endungen -ir, -ar,
teils die Endungen -thir, -thar; -ir und -ar stehen im Präsens Ind.
und in dem mit dem Praes. compos. gleichlautenden Imperativ der -o- : -c-
Stämme und der -na-Stärame, oft auch der -/-Stämme (do-furcabar 'wird
«rhoben', con-garar 'wird gerufen', s. Verbalverz. gaib-, gair-), ferner
im -s-Konjunktiv, wo jedoch auch die Endung -tar eindringt (besonders
in den längeren Formen mit betontem Präverb: cia du-indnastar 'daß
zuerteilt wird' Ml. 56 a 13, zu do-ind-naich gl. distribuit); die Endungen
-thir, -thar (nach -s- u. s. w. -tir, -tar) stehen in den -ä- und -*-Prä-
sentien, im -ä-Konjunktiv und im Fut. — Die Endungen -thir, -thar
und die Pluralcndungen -tir, -tar in ursprünglich dritter oder fünfter
Silbe bewirken Synkope des Vokals der zweiten oder vierten Silbe, wodurch
das Passiv sich scharf vom Deponens abhebt: 3. Sing., PI. suidigidir,
-suidigedar 'setzt', suidigitir, -suidigetar 'setzen', Pass. suidig-
thir, -suidigther 'wird gesetzt', suidigtir, -suidigter 'werden ge-
setzt'; Fut. Pass. ni dilgibther 'wird nicht verziehen werden' zu do-
luigim 'ich verzeihe', pridchabthar 'which will be preached'; ebarthir
'wird gegeben werden' zum Konj. Pass. er- thar (-ä-Fut. ; -ar- durch
390 Das irische Passiv. [§ 622
Svarabhakti I 262; vgl. § 611 Aam. lb° S. 360); dagegen ist as-rirther
'wird gezahlt werden' (-ä-Fut. zu as-ren-) mit scheinbarem Schwunde
zweier Vokale {-i-a-) nur analogisch zu erklären. Eine Ausnahme von der
Synkoperegel bildet die 3. Sing, des -s-Fut. co-tan-rirastar 'wir werden
gebunden werden' (com- + rig-), fu-lilastar gl. fulcietur Ml. 109b 7
(fo-loing 'erträgt'; vgl. Kondit. 3. Sing, fu-lilastse LU. 20a 24), miastir,
miastair 'wird geurteilt werden', rel. miastar Wb. 9c 9, Ml. 30 d 25.
57 c 7. Vor den Endungen der 3. PI. kommen häufiger Ausnahmen von
den Synkoperegeln vor , teils zur deutlicheren Unterscheidung vom Sing,
(miditir gl. aestimantur Wb. 4c 9; die 3. PL des -s-Konjunktivs), teils
ohne ersichtlichen Grund (scribatar 'welche geschrieben werden' Wb. 17b 2).
Vor der Endung -ar tritt meist keine Synkope ein, aber Anlaß zur Syn-
kope konnte nur in der Komposition vorkommen, wo eine analogische Re-
stitution so nahe lag, daß Belege wie do-formagar 'wird vermehrt', do-
adbadar 'wird gezeigt', con-utangar 'wird gebaut', fo-älagar 'wird
niedergeschlagen', do-fuisemar 'wird gezeugt'^ weniger Gewicht haben
als das einmalige im-folngar 'wird bewirkt' (Verbalverz. long-). Die
analogische Erhaltung des Vokals der zweiten Silbe hat in as-berr 'wird
gesagt', do-berr 'wird gegeben' = as-berar, do-berar die Auswerfung
des Vokals zwischen den beiden r (vgl. I 325 mit Nachtrag) zur Folge ge-
habt. — Das Timbre des Wurzelauslauts ist bei den -r-Verben mouilliert;
ebenso im Präs. und Ipf. Ind. der -j-Verba mit den Endungen -thir, -ther
und im Ipf. Ind. der -o- : -e-Stämme; sonst ist der Wurzelauslaut unmouil-
liert und ebenso auch das -s- des -s-Konj. und -s-Fut. Das anlautende -th-,
-t- der Endungen richtet sich .beim unmittelbaren Zusammentreffen mit
dem auslautenden Konsonanten der Wurzel nach dem Timbre des Wurzel-
auslauts; in der Stellung nach einem erhaltenen Vokal hat das -th- und
-t- der -r-Endungen eine Tendenz zur mouillierten Aussprache*; vgl. das
Paradigma und Fälle wie a pridchither 'was gepredigt wird' Wb. 7c 10,
fessaitir 'werden gekämpft werden' LL. 188b 6.
Die einzigen vorkommenden verschmolzenen Formen sind die relativen
Formen auf -ar (-er) : pridchabthar, miastar, scribatar u. s. w.
Anm. 2. Der Stamm des Präteritums ist vom aktivischen (deponen-
tialen) Präteritum gänzlich unabhängig. Das Tempusmerkmal tritt bei den
-o-:-e-Präsentien unmittelbar an den Wurzelauslaut : -bre-th {-re- aus idg.
1. Hier liegt die analogische Restitution ganz auf der Hand; bei
lautgesetzlicher Erhaltung des Vokals der zweiten Silbe hätte das -s- die
Mouillierung verlieren müssen (*do-fosamar); die lautgesetzlichere Form
war wohl *do-fuismer; amal du-n-esraar 'wie vergossen wird' Ml.
44 d 1 ist Schreibfehler oder Mischbildung.
2. Dieselbe Tendenz bekundet sich bei mehreren anderen flexivischen
Konsonanten, die nicht im Auslaut oder vor dem auslautenden Vokal
standen; vgl. über das futurische -f-, -b- und über das -s- des -s-Prät. § 611
Anm. 1 S. 357, S. 367; auch die (aktivischen, deponentialen und passi-
vischen) Endungen des Ipf. und Kondit. -mis, -tis haben nach erhaltenem
Vokal mouilliertes -m- und -t-.
§622.623] Das ir. Passiv. Das brit. Deponens und Passiv. 391
-r-), -bi-th, -mess {-ss aus -d-t- > -tH- § 87 I 136j, ad-cess zu ad-cii
'sieht' {-SS aus -s-t-), -bocht zu boingid 'bricht, erntet' (S. 339), -ort
zu orgid 'schlägt' (-rt aus -rg-t-), -alt zu alid 'zieht auf, -cet zu
canid 'singt'; auch -det zu daimid 'gewährt, erleidet'. Bei den -i-
Präsentien tritt die Endung bisweilen an einen Stamm auf -a- : -gabad;
-grad in den Zusammensetzungen von gairid 'ruft' (ar-a-ro-grad 'was
verboten worden ist'); vgl. ro-ratha 'wurden gegeben' zum Konjunktiv-
stamm era- § 611 Anm. lb° S. 360; das verlorene Präsens war wohl iden-
tisch mit lat. pariö (weitere Verwandte: lat. paräre, pars, portiö, gr.
EJioQov 'gab*, jiETiQcoxai 'ist gegeben, bestimmt'). Bei den -ö- und -l-Prä-
sentien trat die Endung jedenfalls an den auf -U- und -i- endigenden
Stamm.
Von einer ganz anderen Wurzel als das Aktiv ist das Prät. Pass.
ro-gaet gebildet (zu -goin 'tötet', Inf. guin). Jedoch ist es, wenn die
Vermutung I 494 richtig ist, vom Aktiv beeinflußt. Durch einen solchen
Einfluß übernimmt das Perfektpräverb ro- vor dem Prät. Pass. den nur im
Aktiv nach § 224 berechtigten Ersatzdiphthong: do-roigad 'ist gewählt
worden' nach do-röi-gu 'hat gewählt' (auch mit Bezug auf die Endung
dürfte do-roigad eine ganz junge Analogiebildung sein). Über die Asso-
ziation des Prät. Pass. mit dem aktivischen -^Prät. vgl. § 619.
Die 3. Sing, des Praet. simpl. hatte vor dem -e einen unmouillierten
Konsonanten; daher mir. bretha u. s. w. Wie die (im Mir. mit dem Sing,
zusammenfallende) 3. PI. im Air. gelautet hat, ist unsicher (*brethe oder
*brethi oder gar *bretha?).
In der späteren Sprache finden verschiedene Neubildungen mit Bezug
auf das Prät. Pass. statt. Der Ausgang -s (aus -s-t-, -t-t-) greift um sich:
ro-bas 'man ist gewesen' statt des älteren ro-both; t-ancas 'man ist
gekommen'. Zur 3. Sing, des Praet. comp, auf -ad wird eine Pluralform
auf -ait, -it gebildet: ro-gabait 'sind genommen worden' LU. 50b 2.
§ 623. Deponens und Passiv im Brit. Der einzige in allen
brit. Sprachen erhaltene Rest des Deponens ist mc. gwyr 'er weiß'
com. gor mbr. goar = ir. fitir; über die anderen Formen dieses
Präteritopräsens vgl. Verbalverz. fid-; über das Plusquampf.-Ipf. s.
§ 620, 5. Im archaischen Mc. finden sich noch einige andere
Reste des Deponens, s. Rhys, Rc. VI 40 ff., Loth, Rc. XXXI 481;
3. Sing, auf -awr : ry-glywawr 'wird hören' Skene II 221, 8,
dydeuhawr Svird kommen' 213, 9, delawr 'kommt', diangawr
'entkommt'; 3. PI. auf -anhawr: clywanawr 'werden hören',
gwydyanhawr 'sie wissen'(?) Skene II 181,29; 182,28; 2. Sing,
auf -yr : ry-m-awyr 'gestehe mir, schenke mir!' 158, 2. — Dem
ir. Deponens gainithir 'wird geboren' entspricht im Brit. ein
Passiv: mc. Prät. ganet, mbr. Präs. ganer, Prät. ganat (daneben
im Mbr. aktivische Formen mit transitiver Bedeutung: gano 'wird
gebären', ganas 'sie gebar').
392 Das brit. Passiv. [§ 623
Paradigma des brit. Passivs (mc. com. mbr. caraf 'ich liebe'):
Mc. Corn. Mbr.
cerir
keryr
carer
cerit
kerys
caret
car(h)er
carer
carher
cer(h)it
*kerys
carhet
carat
caras
carat
carassit
?
carset
Präs.
Ipf.
Konj. Prs.
Konj. Ipf.
Prät.
Plusquampf.
Das Plusquampf. hatte vermutlich im Corn. eine dem Mc.
und Mbr. entsprechende Form (also carsys); darauf deutet der
jedoch nicht ganz unanfechtbare Beleg danvan-sys 'war geschickt
worden' M. C. 93 (kaum als 2. Sing. Prät. Akt. zu fassen, da
diese Form 0. M. 1670 danfen-sys lautet). Von dem Verbum
'können' kommt aber das Plusquampf. Pass. galser vor (ha re-na
galser the rey the voghesegyon yn beys 'and these might
have been given to the poor in the land' P. C. 537); diese Neu-
bildung dient wohl gerade der deutlicheren Unterscheidung von
der 2. Sing, des Prät. Akt.
Anm. 1. Sowohl im Präs. wie im Prät. zeigen sich Spuren der ver-
schiedenen Ausgänge der Verbalstämme. Die Präsensendung -ir im C.
(ac. celir nimer bichan gutan, ir maur nimer 'eine kleine Zahl ver-
birgt sich unter der großen Zahl' Thurneysen , KZ. XXXVII 98 ; corn.
gyllyr 'man kann', wovon gyller, geller nur orthographisch verschieden
ist; mbr. guillir 'man kann', guilir 'man sieht', wovon die gleichbe-
deutenden Formen galler, gueler etymologisch verschieden sind) rührt
von den -j-Stämmen her; daneben finden sich im Mc. Formen auf -awr
die von den -ä-Stämmen ausgegangen sind: agorawr 'wird geöffnet werden',
lladawr 'wird getötet werden"; dem entspricht im Mbr. die Endung
-eur : mireur 'wird gehütet', Konj. guelheur 'wird gesehen werden'.
Das -er des mbr. Indikativs und des Konjunktivs aller brit. Sprachen
stammt aus den -o- : -e-Stämmen. Im Prät. ist der Vokal vor dem -t im
Mc. ein -a-, -e-, -t- oder -wy- (wie in der 3. Sing, des Prät. Akt., § 615
Anm. la°): rodet 'wurde gegeben', gelwit 'wurde gerufen' (galw 'rufen'),
erchit 'wurde gebeten', byry wyt 'wurde geworfen' (bwrw 'werfen' 1 105),
cymerwyt 'ist genommen worden'; es finden sich auch altertümliche
Formen mit -s aus -t-t- : 11 as 'wurde getötet', gwys 'man weiß' (Mab.
124, 3, 8; 132, 5); vgl. mbr. gous 'man weiß'; mc. aeth- Anm. 4.
Anm. 2. Im archaischen Mc. finden sich Präsensformen auf -ator.
1. Vor der Endung -awr steht oft ein -h- (talhaur 'wird gezahlt
werden' BB. 16a 12), das wohl analogisch ist (vgl. S. 338 Fußnote); es
könnte sich jedoch auch um wirkliche alte Konjunktivformen handeln.
§ 623] Das brit. Passiv. 393
-otor (-0- wohl aus idg. -ö-, § 32), -etor, -itor : kymysgetor 'wird ge-
mischt' Skene II 181, 2 v, u., kwynitor 'wird beweint' 280, 23; cly-
witor com can ni weler 'man hört das Hörn, obgleich man es nicht
sieht' Myv. Arch. 842 (die -t-Forra wird in diesem Beispiel deutlich als
Simplexform im Gegensatz zur -t-losen Kompositalform verwendet). Durch
Kontamination mit der -t-losen Endung entstehen Formen wie lloscetawr
'wird verbrannt werden' Skene II 119, 21. Häufig erscheint vor der En-
dung ein -A-, das in unzweifelhaften Indikativformen wie canhator 'man
singt' Skene II 209, 8 nur analogisch sein kann. Unbedingt analogisch
ist in allen Fällen das auf -t- + -h- zurückgehende -tt-^ : megittor 'wird
aufgezogen werden' BB. 31b 5, kenhittor 'wird gesungen werden' 26b 7,
brithottor 'wird bunt gemacht' 17a 5, Myv. Arch. 268a 8, dygettaur
'man wird bringen' BB. 13 a 9.
Anm. 3. Spuren der Unterscheidung zwischen Singular und Plural
scheinen im Mc. bei den -r-losen Tempusbildungen vorzukommen. Über
Hais 'wurden getötet' (moderne Orthographie statt *lleis) neben 11 as
'wurde getötet' Myv. Arch. 453 b 22 vgl. Loth, Ec. XXXI 493. Und wie
im Irischen der Plur. des passivischen Ipf. Ind. und Konj. und des Kon-
ditionalis mit den entsprechenden Aktivformen identisch ist, so scheinen
auch im archaischen Mc. aktivisch gebildete Pluralformen des Plusquampf.
mit passivischer Bedeutung vorzukommen: lledeseint, lledessynt
'waren getötet worden'; auch llesseint 'würden getötet worden sein'
(an llas 'wurde getötet' angeschlossen); eine entsprechende Imperfektform
ist vielleicht colledeint (von c olle du 'vernichten'); s. Strachan, Introd.
S. 84, Loth, Rc. XXIX 28, XXXI 490 f. Vgl. ac. planthonnor gl. fodi-
entur.
Anm. 4. Das Prät. Pass. ist im Mc. bisweilen mit dem Verbum 'sein'
zusammengesetzt. Das Verbum 'sein' hat in diesem Falle die Form -pwyt
(Prät. Pass.), und davor steht ein nackter Verbalstamm: gwassanaeth-
pwyt 'wurde gedient', gwan-pwyt 'wurde durchbohrt', tal-pwyt 'wurde
gezahlt' (Inf. gwassanaethu, gwanu, talu). Vgl. § 648. Bisweilen
steht jedoch (unter dem Einfluß des Plusquampf., s. unten) vor -pwyt
eine Form, die schon als Prät. Pass. charakterisiert ist: dywes-pwyt
'wurde gesagt' {-s aus -t-t-; dywedaf 'ich sage'), aeth-pwyt 'wurde
gegangen' (s. Verbalverz. ag-), gwnaeth-pwyt 'wurde getan', maeth-
pwyt 'wurde aufgezogen' (Inf. magu). Das-s- von Formen wie dywes-pwyt
hat sich analogisch verbreitet: roes-pwyt, clyws-pwyt, dechreus-
1. Das einfach geschriebene -t- kann, wie ich oben stillschweigend
angenommen habe, altertümliche Orthographie des lenierten -t- sein ; in
manchen Fällen wird es jedoch wohl = -tt- sein. Die Einführung der
Endung -awr, -hawr und des -h- nach dem -t- beruht darauf, daß das
-t- gewissermaßen als eine Art Stammerweiterung empfunden wurde; in
derselben "Weise wird-tor mit der -t-losen Konjunktivendung -er zu -tter
kontaminiert (traethatter 'möge vorgetragen werden' Skene II 296, 4),
und ein -J- kann nach dem -t- wie nach dem wirklichen Wurzelauslaut
erscheinen (llemittyor 'will be trampled upon' 305, 4).
394 Das brit. Passiv. Gebrauch des Deponens u. Passivs. [§ 623.624
pwyt (roi, rodi 'geben', cly-bot 'hören', d e c h r e u 'anfangen'). Indem
das -s- solcher Formen mit dem -s-Prät. und das Vorstück von aeth-
pwyt mit dem aktivischen -^-Prät. assoziiert wurde, wurde zum suffixlosen
Prät. d u c 'brachte' ein Prät. Pass. d u c - p w y t gebildet. Von anderer Art sind
die aus dem Prät. Pass. durch Zusammensetzung mit dem aktivischen oed
'war' gebildeten Plusquamperfekta: dysgad-oed 'war gelehrt worden',
cath-oed 'war genommen worden' (-th statt -eth <^ -xt-, idg. -pt-, -bh-t-;
Inf. caffel I 423); Vermischung mit dem Kompositionstypus des Prät. ist
jedoch (zum Teil unter dem Einfluß aktivischer Formen, § 615 Anm. 2)
eingetreten und hat zu Formen wie gwnath-oedit 'war getan worden',
cass-oedit 'war genommen worden' geführt.
Anm. 5. Im Nbr. lautet der Konj. (durch engeren Anschluß an das
Aktiv) auf -or aus: kanor 'es werde gesungen'. Das Prät. lautet kanjot
oder kanzeur, kanjeur (z, ? aus dem aktivischen -s-Prät.).
§ 624. Gebranch des Deponens nnd des Passivs im Ir.
nnd Brit. 1) Das Deponens unterscheidet sich mit Bezug auf
Bedeutung und syntaktische Konstruktion absolut nicht vom Ak-
tivum. Es ist vom keltischen Gesichtspunkt nur eine gewissen
Verben eignende besondere Flexionsweise. Es fällt jedoch in die
Augen, daß diese Flexionsweise vorzugsweise bei solchen Verben
vorkommt, die im Idg. mediale Flexion hatten: ir. sechithir 'folgt':
gr. {-'Ttof-iat 'ich folge', skr. 3. Sing, sacate (vgl. lat. sequor); ir.
ar-sissedar 'steht fest' : gr. i'(jra;uai (aber lat. persistö); ir. gai-
nithir 'wird geboren' : gr. 'yiyvoinac (vgl. lat. nascor); ir. midi-
thir 'urteilt' : gr. f.i€doixai, ixi]öo[.iai (vgl. lat. medeor); ir. do-
muinethar 'glaubt' : skr. manjate 'denkt' (vgl. lat. reminiscor).
Die wenigen Reste des Deponens im Brit. zeigen neben deutlicher
Übereinstimmung mit dem Irischen gewisse Verschiebungen; die
deponentiale Flexion des Verbums 'kommen' (dy-deuhawr, de-
lawr) mag darauf beruhen, daß das Prät. (doeth 'kam', dath-oed
'war gekommen') das Aussehen eines Passivs hatte (das Deponens
scheint im Brit. viel enger als im Irischen mit dem Passiv asso-
ziiert gewesen zu sein).
2) Das Passiv wird im Air. mit einem Subjekt der dritten
Person verbunden: berir breth foir 'judgment is passed upon
him' Wb. 12d 38; intain . . bertar drognimi essib 'wenn die
schlechten Taten aus ihnen beseitigt werden' 25c 23. Die Plural-
form des Passivs ist noch im Mir. durchaus lebendig (vgl. die in
§ 622 Anm. 2 Schluß erwähnte Neubildung). Dagegen kann das
Passiv nicht mit einem Subjekt der 1. oder 2. Person verwendet
werden; statt dessen verwendet man eine subjektlose Konstruktion
('man') mit infigiertem Objektspronomen: ni-m-tharberar 'ich
§ 624, 2] Gebrauch des Deponens und Passivs. 395
werde nicht gebracht', 'man bringt mich nicht' Wb. 9c 31 (to-air-
+ ber-); con ro-m-iccad 'so daß ich erlöst worden bin' 28a 10;
CO nu-m-gabthae gl. ut occuparer Ml. 27b 7; araal no-n-seicn-
dichther ni Svie wir verleumdet werden' Wb. 2a 11; ro-n-mess
ni gl. aestimati sumus 4b 22; arnach-it-r-indarpither 'damit
du nicht verworfen werdest' 5b 33; ni-b-iccfither 'Ihr werdet
nicht erlöst werden' 20a 11; do-b-ro-grad 'Ihr seid gerufen
worden' 24c 4; is sisi no-b-crete gl. credebamini Ml. 46a 13.
Im Nir. ist die subjektische Verwendung des Passivs gänzlich auf-
gegeben; es wird immer als eine 'man'-Form aufgefaßt und regiert
den Akk. sämtlicher Pronomina: an tan bheirthear iad 'wenn
sie geboren werden' Atk. Keat. 72, 13; no gur fägbhadh fo-
lamh foghtha e 'bis er leer und ausgeplündert zurückgelassen
wurde' 19, 21. — Das Brit. steht schon beim Anfang der Über-
heferung im Wesentlichen auf derselben Stufe vne das Nir.: das
Passiv wird als eine subjektlose aktivische 'man'-Form aufgefaßt.
Daher existiert (von den in § 623 Anm. 3 besprochenen Über-
bleibseln abgesehen) kein Plural. Die 1. und 2. Person werden
wie im Air. durch infigierte Objektspronomina ausgedrückt: mc.
y-m gelwir i 'ich werde genannt', y-th elwir ditheu 'du wirst
genannt', y-m-byrywyt 'ich wurde geworfen' Mab. 214, 15; 147. 16;
181, 2; com. y-m gylwyr 'ich werde genannt' O. M. 1; mbr.
ne-m gueler quet 'man sieht mich nicht' Nonne 485, ne-z
guelhet quet 'man würde dich nicht sehen' Barbe 630. Die
3. Person des Sing, ist unausgedrückt in Fällen wie mc. na rodher
'es werde nicht gegeben' Mab. 258, 28; mbr. me venu, ez graher
'ich will, daß es getan werde' Jes. 23b; ein infigiertes Objekts-
pronomen der 3. Sing, läßt sich aber wenigstens aus dem Nc,
Corn., Br. belegen: nc. fe-i dysgir 'er wird unterrichtet' Rowland
§ 301; corn. ma-n gueller a uer termyn 'as will be seen in a
short time' P.C. 1940; mbr. e-n gryat 'on le cloua' Ernault Dict.
S. 302. Ein Substantiv wird jedoch noch im Nc, soweit die Leni-
tionsregeln in Betracht kommen, als Subjekt, nicht als Objekt be-
handelt (es bleibt unleniert): rhoddir llyfr iddo 'ein Buch wird
ihm gegeben' Rowland § 905.
Mit der Auffassung des Passivs als 'man'-Form stimmt es,
daß auch die intransitiven Verba ein Passiv bilden können: air.
tiagar 'man soll gehen' Ml. 16c 5; rigthir 'man wird gehen*
Wb. 9a 23; mir. docüas 'man ist gegangen' Wi. 130, 8; air. cia
bethir 'obgleich man ist' Wb. 5d 33, ro-both 'man ist gewesen';
396 Gebrauch des Deponens und Passivs. [624. 625, 1. 2
nir. bithear 'man ist' u. s. w.; mc. buwyt %an ist gewesen';
com. may fether 'daß man sein wird' 0. M. 46; rabr. nbr. bezer
'man ist'; man kann im ßr. sogar eine 'man '-Form des umschrie-
benen Passivs bilden: mbr. pan vezer aman ganet 'quand on
est ne ici-bas' Nonne 148; nbr. bet e oar 'on a ete', bet e oad 'on
avait ete' Vallee S. 150. Häufig ist im ßrit. das Passiv der Verba
^können', 'wollen', 'sollen', 'tun' vor einem Infinitiv: mc. y gellir
dywedut 'es kann gesagt werden' Mab. 175, 23; y neb y dy-
lyer y kymryt 'der genommen werden soll' 16, 20; com. y fyn-
ner mara kyller . . ow dyswul 'man wünscht mich zu ver-
nichten, wenn man kann' P. C. 2600; mara keller y wythe 'if
he can be kept' 3058; mar ny wrer y wythe "wenn nicht getan
wird sein Hüten" 'wenn man es nicht hütet' R. D. 341; mbr. maz
galler ma blam 'sodaß ich getadelt werden kann' Nonne 1665;
da lacat a rer . . en un pechet 'du wirst in eine Sünde geführt'
"führen wird getan" Barbe 756.
Etymologische Erklärung des Deponens und Passivs.
§ 625. Allgemeines. 1. Das keltische Deponens und
Passiv ist zweifellos mit dem lateinischen Deponens und Passiv
eng verwandt. Auch im Oskischen und Umbrischen finden sich
entsprechende Formationen, uiid sie zeigen hier zum Teil ähnliche
morphologische und syntaktische Unregelmäßigkeiten wie die kelti-
schen Systeme; so begegnen -Mose Formen wie umbr. 3. Sing.
Konj. ferar 'feratur', osk. 3. Sing. Ind. loufir "Übet" 'oder', und
das Passiv wird teilweise mit einem Objekt verbunden: osk. cen-
samur esuf (Nom.) in eituam (Akk.) 'geschätzt soll werden er
selber und sein Vermögen' (hier also Nom. der Personenbezeich-
nung, aber Akk. der Sache; Thumeysen, KZ. XXXVH 103; ßuck,
A Grammar of Oscan and Umbrian S. 178).
2) Eine Übersicht über die Geschichte der Deutung dieser
außerhalb des Italischen und Keltischen nicht vorkommenden ^
1. Nur der Vollständigkeit wegen erwähne ich, daß Sieg und Sieg-
ling, Tocharisch, die Sprache der Indoskythen, Sitzungsber. d. Kgl. preuß.
Ak. d. Wiss., phil.-hist. Classe, 1908, S. 926, passivische und mediale
-r-Formen im Tocharischen zu finden glauben. Das Tocharische (vgl.
Emil Smith, „Tocharisch", Christiania 1911) stimmt in vielen Punkten
schlagend mit dem Idg. und bes. mit den idg. Centura-Sprachen überein, zeigt
aber daneben sehr auffällige und von den übrigen idg. Sprachen gänzlich
abweichende morphologische Eigentümlichkeiten. Die Verbalflexion ist von
§ 625, 2—4] Erklärung des Deponens und Passivs. 397
Formationen gibt Dottin, Les desinences verbales en -r S. 362 ff.
Die älteste Deutung (Bopp, Vergleichende Grammatik ^686, ''11
322) sah in dem -r der passivischen und deponentialen Endungen
ein suffigiertes reflexives Pronomen *se. Dabei bot sich als
nächste Parallele die litauische reflexive Flexion (sukuö-s 'ich
drehe mich', 2. Sing, sukie-s, 3. Sing, süka-s, PI. 1. sükame-s,
2. sükate-s; nicht reflexiv s u k ü , suki, süka, sükame, sükate;
daß das reflexive Pronomen sich auch auf die 1. und 2. Person
bezieht; stimmt mit dem alten idg. Sprachgebrauch). Da man zu-
nächst nur das Lateinische ins Auge faßte, schien die lautliche
Erklärung des -r aus -s sehr einfach: sie schien sich aus dem all-
gemeinen lateinischen Übergang eines intervokalischen s in r zu
ergeben. Daß man hierin nicht richtig gesehen hatte, zeigte die
Heranziehung des Oskisch-Umbiischen und des Keltischen; denn
an dem allgemeinen lateinischen ßhotazismus nimmt nur das Um-
brische, nicht aber das Oskische und das Keltische teil (das inter-
vokalische -s- wird im Oskischen zu -z-, im Keltischen zu -h-).
3) Aus diesem Grunde hat man nun die Erklärung des -r
aus dem Reflexivpronomen gänzlich aufgegeben und vielmehr die
Aufmerksamkeit auf das in den Endungen der 3. PI. des Per-
fekts im Altindischen erscheinende, zweifellos aus dem Urindoger-
manischen ererbte -r gerichtet. Auf dieser Grundlage hat Zim-
mer (KZ XXX 224 ff.) eine bestechende Hypothese aufgestellt.
Er geht von Formen wie ir. do-berar, do-ber-r aus, worin er
eine alte 3. PI. des Aktivs sieht, die auf die *man'-VerweJidung
beschränkt worden war. Aber dadurch ist (um von anderen offen-
kundigen Schwächen der Deutung abzusehen) nur die objektische, nicht
aber die subjektische Konstruktion des Passivs erklärt; und man wird
behaupten dürfen, daß die idg. -r-Endungen der 3. Plur. des Per-
fekts sich nicht als geeignet erwiesen haben, als Ausgangspunkt
einer Erklärung des italo-keltischen Deponens und Passivs zu
dienen. Nur das wird zuzugeben sein, daß die idg. perfektischen
-r-Endungen sich in gewissen Fällen mit den keltischen deponen-
tialen und passivischen -r-Endungen gemischt haben.
4) Bei der Verwerfung der alten Suffigierungstheorie, wonach
das alte deponentiale und passivische -r aus einem Reflexivpro-
nomen *se entstanden wäre, hat man erstens die auf Schritt und
Sieg und Siegling nur wenig erforscht. Die Texte sind noch nicht allge-
mein zugänglich gemacht. Ein Urteil über die tocharischen -r-Formen ist
daher vorläufig gänzlich unmöglich.
398 Erklärung des Deponens und Passivs. [§ 625, 4 — 6
Tritt zu beobachtende und für das ganze Wesen der lautlichen
Entwickelung der Sprache charakteristische Tatsache übersehen,
daß die im Wortinnern waltenden Lautgesetze nicht mit den Laut-
gesetzen des Sandhi identisch sind. Ferner hat man nicht genü-
gend die Möglichkeit beachtet, daß das -r sich eventuell in ge-
wissen bestimmten Verbindungen (ir. berir aus *hhered se, § 626)
entwickelt und sich von da aus auf andere Fälle verbreitet haben
könnte. Und schließhch ist man gar nicht darauf aufmerksam
gewesen, daß gerade diejenigen Sprachen, die der lautlichen Erklä-
rung des -r aus *se Schwierigkeiten zu bereiten schienen, durch ihr
morphologisch-syntaktisches System wichtige Argumente zugunsten
der Suffigierungstheorie liefern. Ganz besonders gilt dies vom
Keltischen.
5) Äußerst charakteristisch ist zunächst der Umstand, daß das
-r in denjenigen Tempnsbildungen fehlt, die ursprünghch niemals
unkomponiert vorkamen und daher niemals ein suffigiertes Pro-
nomen annehmen konnten (Ipf. Ind. und Konj.; Konditionalis;
vgl. S. 345f. ; ich berufe mich jedoch nur auf das Deponens und
den Plur. des Passivs; mit dem Sing, des passivischen Ipf. Ind.
und Konj. und des passivischen Konditionalis und mit dem brit.
Plusquampf. Pass. hat es eine besondere Bewandtnis, s. § 628).
Möglicherweise war das -r ursprünglich auch dem Imperativ fremd
(vgl. § 621 Anm. 1 ; im Brit. felilt der Ipv. des Passivs und wird durch
den Konjunktiv ersetzt, und auch der irische Ipv. des Passivs könnte ein
umgedeuteter Konjunktiv sein, vgl. §626); dies würde dann damit stimmen,
daß tatsächlich auch im Ipv. keine suffigierten Pronomina vorkommen (über
die Subjektspronomina vgl. S. 349; daß auch die suffigierten Objektspro-
nomina im Ir. beim Ipv. ausgeschlossen sind, könnte allerdings zufällig sein,
vgl. S. 252, S. 155). Bedeutsam ist vielleicht auch der Umstand, daß das
Prät. -cuale 'er hörte' (von der 1. und 3. PL abgesehen) ohne -r gebildet
wird, obgleich das Präsens -cluinethar lautet: das in diesem Verbum
feste ro- (§ 571, 2) ist im Prät. seit jeher vorhanden gewesen (vgl. § 580,2)
und mußte also die Suffigierung verhindern; das Nicht-Prät. hat sich da-
gegen erst später mit Bezug auf das ro- nach dem Prät. gerichtet (vgl.
§ 582 S. 287), mag also früher auch unkomponiert vorhanden gewesen sein,
sodaß die Suffigierung hier nicht ausgeschlossen war.
6) Ganz anders erklärt sich das Fehlen des -r im Prät. des
Passivs. Diese Form ist, wie auf der Hand liegt, und wie man
längst erkannt hat, ein -^o-Partizipium (vgl. lat. auditus est u. s. w.).
Das Gesamtbild des keltischen Passivs ist demnach das folgende:
es besteht teils aus Formen, die auf ein -r ausgehen, das jeden-
falls mit dem -r des Mediums (Deponens) identisch ist und aus
§ 625, 6| Erklärung des Deponens und Passivs. 399
morphologischen Gründen als ein suffigiertes Element betrachtet
werden muß, teils aus Formen, die auf dem alten -^o-Partizipium
beruhen; beide Reihen von Formen können teils subjektisch, teils
subjektlos und eventuell mit einem Objekt konstruiert werden.
Dieses Gesamtbild deckt sich in allen Pnnkten mit dem Ge-
samtbild des polnischen Passivs, das teils aus Formen mit dem
(nach den Gesetzen der polnischen Wortstellung bald suffigierten, bald
vor dem Verbum stehenden) reflexiven Pronomen si§, teils aus
Formen der idg. -to- und -wo-Partizipia besteht und teils subjek-
tisch, teils subjektlos und eventuell mit einem Objekt konstruiert
wird. Also teils subjektisch: urodzil mu sig synaczek (Nom.)
'ein Söhnchen wurde ihm geboren', listy si§ pisz% (Plur.) 'die
Briefe werden geschrieben' ^ ; teils subjektlos: kiedy sie zna oso-
biscie autora (Obj.) 'wenn man den Verfasser persönlich kennt',
cal^ ksi^zkg (Akk.) czyta sie jak powiesc 'das ganze Buch
liest sich wie ein Roman'; Passiv des Verbums 'sein': gdy si^
jest gospodarzem w swojej nauce 'wenn man Herr seiner
Wissensenschaft ist'; reflexive oder mediumähnUche Ausdrücke mit
si^: pasc sig 'weiden' (intransitiv), chwycic si§ czego 'nach
etwas greifen' u. s. w.^ Femer subjektisch: ta regula nader
scisle od pici niewiesciej zachowana jest 'diese Regel ist
von dem weiblichen Geschlecht sehr genau beobachtet worden';
subjektlos: ukladano (imperfektiv) gramatyki filozoficzne 'man
verfaßte philosophische Grammatiken', rozpocz§to (perfektiv) ba-
dania fizjologiczne 'man begann physiologische Forschungen'.
Die objektische Konstruktion kann bei den -no- und -^o-Partizipien
vielleicht zum Teil darauf beruhen, daß diese Partizipia im Idg.
1. si? richtet sich im Wesentlichen nach einer altindogermanischen
Wortstellungsregel, wonach die enklitischen Wörter hinter dem ersten
selbständigen Worte des Satzes stehen; auf derselben Wortstellungsregel
beruht schließlich auch die Wahl zwischen Suffigierung und Infigierung im
Irischen.
2. Falls man gegen die Parallelisierung des keltischen -r mit dem
polnischen unbetonten Reflexivpronomen einwenden will, daß das -r zwar
passivische und mediale, nirgends aber greifbar reflexive Bedeutung hat
('er rühmt sich selbst' ist ir. möit-i § 487 S. 148), so antworte ich, daß
dies darauf beruhen kann, daß der reflexive Ausdruck zur deutlicheren
Unterscheidung vom Passiv eine analysierende Erneuerung erfahren hat :
eine solche Erneuerung kann auch auf slavischem Boden vorkommen: russ.
on vedjöt seb/ä xorosö 'er beträgt sich gut' neben scot vedjöt-sja 'die Rech-
nung wird geführt'.
400 Erklärung des Deponens und Passivs. [§ 625, 6. 7. 626
ursprünglich gegen die genera verbi (Aktiv und Passiv) neutral
waren, vgl. Brugmann IF V 117 flf. Dagegen ist die doppelte Kon-
struktion bei den auf dem Reflexivpronomen beruhenden passiven
Formen jedenfalls von allgemeinen (nicht durch ein idg. sprach-
liches Erbe bedingten) psychologischen Faktoren hervorgerufen.
Die subjektlose, eventuell objektische Konstruktion der reflexiven
Formen im passiven Sinne findet sich bekanntlich auch im Italie-
nischen: non mi si accusi di arroganza 'man beschuldige mich
nicht der Selbstüberhebung'; si visitö assieme le collezioni
'man hat zusammen die Sammlungen besehen'. In der dritten
Person vs^echseln im Italienischen die subjektlose und die subjek-
tische Konstruktion mit einander: si vende dei libri und si
vendono dei libri 'man verkauft Bücher'; in der ersten und
zweiten Person kommt dagegen nur die subjektlose Konstruk-
tion vor.
7) Die angeführten Parallelen zeigen schlagend, daß die
Deutung des -r aus dem Reflexivpronomen *se allen syntaktischen
EigentümHchkeiten des keltischen Passivs gerecht wird. Dies kann
von keiner anderen bis jetzt vorgeschlagenen Deutung behauptet
werden. Mit dem lautlichen Problem kommt man leicht zurecht.
Man kann aber noch fragen, wo das nach 5° in gewissen Fällen
zu erwartende infigierte Reflexivpronomen geblieben ist Ich
kann nur antworten, daß es ebenso wie die nach § 602 zu erwar-
tenden infigierten Subjektspronomina abhanden gekommen ist. In
welchem Umfange aber dabei eine rein lautgesetzliche Entwicke-
lung anzunehmen ist^, und in welchem Umfange mit Analogie-
bildungen zu rechnen ist, versuche ich nicht zu entscheiden.
§ 626. Die r-Formen des Passivs sind durch den Antritt
des reflexiven Pronomens an die aktiven Formen gebildet. Laut-
gesetzlich kann das -r aber nur im Singular sein. Die ererbte
Personalendung der 3. Singular war -t (S. 343); dies -t hatte sich im
Uritahschen zu -d entwickelt (Brugmann, Grundriß I^ 912). Die-
selbe Entwickelung nehme ich auch für das Keltische an. Ir.
3. Sing, berir ist demgemäß aus *bhered se entstanden {-ds- >
-dz- > -z- > -r-); der auslautende Vokal ist sehr früh (schon ur-
1. dobeir 'er gibt' aus * to-is-bheret , do-tluiched 'er bat' aus
* to-se-ts-{e)(lkueto, do-m-beir 'er bringt mich' aus *to-is-me-bheret, ni-m-
chluined 'er hörte mich nicht' aus * ne-se-is-me-{e)k' lu?itto ? Massenhafte
Analogiebildungen müssen unter allen Umständen vorkommen.
§ 626] Erklärung der -r-Formen des Passivs. 401
italisch-keltisch) geschwunden; das Timbre des irischen -r ist vom
vorhergehenden Vokal bewirkt (§ 158 I 246), denn man darf kaum
annehmen, daß hinter dem urkeltischen * herer aus *bhered se noch
ein Subjektspronomen suffigiert wäre (über die relative Form
berar s. S. 235). Mbr. carer ist in der Endung mit ir. berir
identisch, mc. lladawr deutet auf -äd se, mc. cerir auf -id se.
Ir. 3. PI. bertir kann nicht lautgesetzlich auf *hheront se zurück-
gehen, sondern muß eine Analogiebildung nach dem Sing, sein;
etwa urkelt. *heront-er nach dem Sing. * herer \ danach weiterhin
*qar anter ir. cartir u. s. w.
Auf Neuerung berulit einerseits das irische -th- mc. -t- in
gewissen Singularendungen , andererseits die Unterscheidung zwi-
schen Simplexendungen und Kompositalendungen auf -r (Komposi-
talendungen auf -r kann es nach den Erörterungen in § 625 ur-
sprünglich gar nicht gegeben haben). Im Irischen kann *qarater >
carthir nach dem Muster des Plurals *qaranter geschaffen worden
sein; die Neubildung drang nui' bei den -«- und -z- Verben durch;
bei den -o- : -e-Stämmen hinderte der zwischen dem Sing, und
Plur. herrschende Vokalunterschied (Passiv * herer : *beronter, Aktiv
*beretis : *beront ei) die Neubildung, die zu keiner vollen Überein-
stimmung zwischen dem Sing, und dem Plur. hätte führen können * ;
die unregelmäßigere Form blieb bei den überhaupt unregelmäßige-
ren Verben bestehen. Einen anderen Verlauf nahm die Entwicke-
lung im Brit., wo einerseits der Plural des Passivs früh unge-
bräuchlich wurde, andererseits früh eine Vermischung des Depo-
nens und des Passivs eintrat; die Neubildung drang hier bei allen
Stammklassen durch (mc. -etor, -ator, -itor § 623 Anm. 2), die
Endung wurde von dem Deponens beeinflußt (daher der Ausgang
-or), und schließlich ist (unter dem Einfluß der aktivischen Formen,
S. 336, 338) die Regelung eingetreten, daß die -^-haltige Form als
Simplexform, die -Mose Form als Kompositalform (des Passivs und
des Deponens) durchgeführt wurde.
Im Irischen wurde die Unterscheidung zwischen Simplexformen
und Kompositalformen nach dem Muster der 3. Plur. dos Präs.
Akt. so durchgeführt, daß die Simplexforni durch mouillierten Aus-
1. Daraus wird zu folgern sein, daß die 3. Plur. der -F-Stämme die
Endung -int gehabt haben (anders oben S. 344); die t-Stämme, die in der
Bildung des Passivs ursprünglich mit den -o- : -e-Stämnien stimmten
(§ 622 Anm. 1), werden dagegen in der 3. PI. die Endung -Junt gehabt
haben. Hatten die -na-Stämme in der 3. PI. die Endung -n-ont [vg\. § 107)?
Pedersen, Vgl. kelt. Gramm. II. 26
402 Erklärung der -r-Formen d. Passivs, des Deponens. [§ 626. 627
laut, die Kompositalform durch unmouillierten Auslaut gekenn-
zeichnet wurde. Dies wurde dadurch ermöglicht, daß Formen auf
unmouilliertes -r teils direkt vorhanden waren, teils nach nahelie-
genden Mustern leicht geschaffen werden konnten. So kann das
Schwanken zwischen der neugebildeten Form carthir *qarater und
der ererbten Form *carar aus *qarar (vgl. mc. lladawr) die
Mischbildung -carthar hervorgerufen haben. Die Kompositalform
des Präs. Ind. -berar^ kann nach dem Muster des Imperativs
berar geschaffen worden sein, weil im Aktiv der PL des Impe-
rativs mit den Kompositalformen des Präs. Ind. gleichlautete; der
Imperativ berar seinerseits wird ein alter -ä- Konjunktiv sein
{*bheräd se), der sich eben wegen der Assoziation mit dem Ind.
der Umbildung zu berthir *berafer entzogen hatte. Schließlich
können auch die deponentialen Formen auf unmouilliertes -r Ein-
fluß geübt haben. Bei ir. benir : -benar ist die Form auf un-
mouilliertes r ererbt {^bhinad se), die Form auf mouilliertes -r neu-
gebildet.
§ 627. 1) Die r-Formen des Deponens bestehen wenigstens
zum Teil aus den alten idg. medialen Formen + -r. Selbstver-
ständlich muß der Antritt des -r in einer Zeit erfolgt sein, wo
das in der historischen Zeit gänzlich erloschene Gefühl für die be-
sondere Bedeutung des M-ediums und für die Verwandtschaft
dieser Bedeutung mit der Reflexivität noch durchaus lebendig war;
und der Antritt des -r wird dem Zwecke gedient haben, den er-
erbten unregelmäßigen und zum Teil undeutHch gewordenen Aus-
druck der medialen Bedeutung zu verdeutlichen. In welchem Um-
fange das -r in der Verbindung mit einer Medialform lautgesetz-
lich auf *se zurückgeführt werden kann, ist unsicher. An und für
sich hindert nichts die Annahme, daß das -s des enklitischen *se
nicht nur nach -d (§ 626), sondern auch nach einem Vokal laut-
gesetzHch zu -z- (woraus weiterhin -r.-) geworden ist ; und in diesem
Falle kann ein großer Teil der Formen des Mediums lautgesetzHch
sein. Aber andererseits würde die analogische Übertragung eines
unter anderen Bedingungen entstandenen -z- ein leicht verständ-
licher Vorgang sein, und die Annahme, daß das -r in keiner Form
1. Man hat das -a- der Kompositalendung -ar als ein Svarabhaktivokal
auffassen wollen (Zimmer, KZ XXX 236; Thurneysen, Handbuch S. 345);
diese Auffassung ist aber keineswegs notwendig, vgl. § 622 Anm. 1 mit
Fußnote.
(
§ 627, 1—3] Erklärung der -r-Formen des Deponens. 403
des Deponens lautgesetzlich wäre, würde daher die Gesaratdeutung
absolut nicht gefährden.
2) Die 1. Sing, des Präs. Ind. geht zunächst auf -ör zurück
(ir. do-tluchur lat. loquor; bei den -ä-Stämraen ist -ä-Jör, bei
den -i- und -i-Stämmen -{i)jör, -Ijör anzusetzen: ir. labrur, mi-
diur). Diese Endung beruht wohl auf einer alten medialen En-
dung -öi (Brugmann, Grundriß II 1374), die im Itahschen und
Keltischen zum Zusammenfall mit der aktiven Endung -ö neigte
und daher durch das angehängte -r verdeutlicht wurde. Mit dem
Präs. stimmt das -s-Prät. (ir. labrasur), der -s-Konjunktiv und
das -s-Fut. (messur). Die Formen des -ä-Konjunktivs und des
-^-Futurums (ir. labrar, labrafar u. s. w.) können eine Endung
-är voraussetzen, die mit lat. loquar stimmt und möghcherweise
auf eine alte Medialendung -äi (aus -ä-ai) zurückgeht, die freilich
mit der gr. medialen Endung der 1. Sing, der -a-Stämme (io-ca-
juat) nicht stimmt. NatürHch könnte in -är auch eine uralte italo-
keltische Analogiebildung stecken; dagegen liegt kein Grund vor,
das irische -ar vom lat. -ar zu trennen um es als späte Analogie-
bildung nach der Simplexendung des Aktivs (bera, rannfa §607,
611) zu erklären. Eine solche späte Analogiebildung liegt dagegen
wohl in dem suffixlosen Prät. (-midar, vgl. -fetar 'ich weiJß') vor.
3) Die 2. Sing, scheint im Mc. die Endung -yr gehabt zu
haben, die wohl ganz spät nach Analogie des aktivischen -y (S. 336)
gebildet ist. Ebenso wenig ursprünglich ist die irische Endung
-ar im suffixlosen Präteritum (-midar). AltertümHcher ist dagegen
die Endung -the-r des Präs. Ind., des -ä-Konj. und des -6-Fut.,
deren erstes Element mit der Endung der 2. Sing, des Ipv. -the
identisch ist und nach I 249, II 348 auf idg. -thes zurückgeht
(im -s-Prät., -s-Konjunktiv und -s-Futurum ist -thes direkt an das
tempusstammbildende -s-, nicht an einen -so- : -se-Stamm getreten:
ir. Konj. messe r aus *meds-thes -j- r). Das (unmouilherte) -r scheint
jedoch erst nach dem Schwunde des auslautenden -s an die Endung
angetreten sein zu können. Auch die lat. Form loqueris scheint
nicht uralt, sondern Umbildung des daneben noch vorkommenden
loquere zu sein^ worin die -r-lose Medialendung -e-so (vgl. gr.
Aor. 2. Sing, e-yeveo, Plusquampf. hhQaijio u. s. w.) steckt. Also
war in der 2. Sing. uritaUsch-kel tisch wohl keine -r-Endung vor-
handen. Auch in der 2. PL kennt weder das Keltische noch das
1. loqueris: Ipv. loquere = scribis: scribe.
26'
404 Erklärung der -r-Formen des Deponens. [§ 627, 4
Italische eine -r-Endung; vermutlich war im Uritalisch-Keltischen
die alte Medialendung (vgl. skr. Präs. bhava-dhve, Ipf. bhava-dhvam
oder gr. (pege-od^e, sq:>6Q£-o&€) noch ohne suffigiertes -r erhalten^
wurde aber später aufgegeben und im Lateinischen durch ein Par-
tizipium (loquimini), im Irischen durch die Aktivendung ersetzt.
4) Die 3. Sing., 1. PL und 3. PL bilden durch die (nur in
der 3. Sing, des suffixlosen Prät., vgl. unten 5°, nicht durchge-
führte) Unterscheidung zwischen Simplexformen und Komposital-
formen eine besondere Gruppe. Diese Unterscheidung ist, wie ich
glaube, durch die Vermischung der italisch-keltischen -r-Endungen
mit den idg. -r-Endungen der 3. PI. des Perfekts durchgeführt.
Durch diese Vermischung erklären sich auch die eigentümlichen
Synkoperegeln, die für diese drei Personen gelten.
Wir haben einerseits außerhalb des suffixlosen Prät. mit alten
Formen auf -to-r, -mo-r, -nto-r (vgl. lat. loquitur, loquimur^
loquuntur) zu rechnen; darauf deuten die archaischen air. Schrei-
bungen du-fuisledor, f risbrüdemor § 621 Anm. l S. 386 und die
archaische mc. Passivendung -tor, die man bei der offenkundigen
Vermischung der Passiv- und der Deponensflexion im Brit. getrost
als ursprüngliche Deponensendung deuten darf (vgl. § 626) ^ Die
Endungen der 3. Sing, und 3. Plur. enthalten die alten idg. me-
dialen Sekundärendungen (vgl. gr. s-cpagsTo, l-cptQOvro) -f- r; die
Endung der 1. PI. erklärt sich dagegen nicht aus der alten Me-
dialendung (vgl. gr. (fieQ6(.ied^a, scpegoi^ed^a) und nur sehr gezwungen
aus der Aktivendung, die im Italischen und Keltischen offenbar
-mos, nicht -mo lautete (S. 347); sie ist wohl im Wesentlichen
durch den Einfluß der 3. PI. und 3. Sing, geschaffen worden.
Andererseits hatte das Keltische offenbar die alte Medial-
endung der 3. PI. des Perfekts -rai (skr. vivid-re, 3. PI. Perf.
Med. von vindati 'findet') ererbt; sie wurde (wie die aktivische
Endung -r § 620, 4 S. 382) mit einer -«^Endung kontaminiert;
so entstand -ont-rai oder -y,t-rai; daraus ir. *miditir (mit Erhal-
tung des Vokals der zweiten Silbe, die vor der Entwickelung des
Svarabhakti Vokals zwischen -t- und -r die letzte Silbe war).
Von da aus drang eine Endung -nt'i- > -tir als Simplexform
in die übrigen -r-Tempora, und fast notwendigerweise stellte sich
als Gegenstück dazu eine singularische Simplexendung -^V > -thir
1. Umgekehrt gilt die alte Passivendung -awr im Mc. auch für das
Deponens und hat analogisch pluralische Formen auf -anhawr (§623 An-
fang) ins Leben gerufen.
§ 627, 4. 5] Erklärung der -r-Endungen des Deponens. 405
{-s-tir) ein; umgekehrt entstand im suffixlosen Prät. eine Kompo-
sitalform der 3. PL auf *-ntnr > -tar, und schließlich wurde die
Unterscheidung zwischen Simplexformen und Kompositalformen
auch in der 1. PI. aller -r-Tempora durchgeführt {-nur r-:-mmor >
-mmir: -mmar; das -mm- ist aus den Simplexendungen des Aktivs
übertragen).
Aus dem hier angenommenen Ursprung der Simplexendungen
erklärt sich das Fehlen der Synkope in ir. midithir, midimmir,
miditir u. s. w. sowie die Erhaltung des -st- in der 3. Sing, des
-s-Prät. (cichnaigistir 'zischte' Sg. 152b 2), -s-Konj. (raestir)
und -s-Fut. (miastir), wodurch das Deponens sich deutUch vom
Passiv unterscheidet (gaibthir, gaibtir, messir; analogisch dringt
jedoch -st- teilweise auch ins Passiv, vgl. § 622 mit Anm. 1). Da
das Unterbleiben der Synkope in der 3. Sing, und PI. ein w^ert-
volles Mittel zur Differenzierung des Deponens vom Passiv war,
haben sich die Kompositalendungen analogisch nach den Simplex-
endungen gerichtet (-midethar, -midetar); nur ganz vereinzelt
ist die lautgesetzliche Form erhalten geblieben (co ar-mentar
feid § 621 Anm. 4). Auch im suffixlosen Prät. und in der 1. PI.,
wo die Erhaltung des Vokals ohne morphologischen Wert Avar,
haben sich die Kompositalendungen nach den Simplexendungen
gerichtet; in der 1. PI. sind die Ausnahmen jedoch häufig (du-
menmar, -foilsigmer und danach foilsigmir, S. 387).
5) Von dem unter 4° geschilderten Assoziationskreis blieb die
3. Sing, des suffixlosen Prät. deshalb ausgeschlossen, weil sie keine
-^haltige Endung hatte. In der vorHegenden Form -midair
steckt kaum eine alte Medialendung (skr. 3. Sing, hubtidhe von
hödhati 'merkt'; vgl. § 620, 2); es handelt sich wohl wie bei der 1.
und 2. Sing, des suffixlosen Prät. um eine junge (wenn auch vor dem
Schwunde des vokalischen Auslautes zustandegekommene) Analogie-
bildung nach dem Aktiv; -midair (zufälligerweise in der einzigen
air. Belegstelle, Ml. 72b 21, so geschrieben; die ältere Ortliographie
wäre midir) geht auf * mede-r ebenso zurück wie das passivische
berir, berair 'wird getragen' auf '^ herer. Der Grund, weshalb
im Sing, des suffixlosen Prät. durchweg späte analogische Formen
vorliegen, könnte darin zu suchen sein, daß die ererbten -r-Formen
keine deuthche Unterecheidung der Personen boten (vgl. skr. 1.,
3. Sing, bubudhe, 2. Sing, bubudhise). Nahe liegt jedoch die Ver-
mutung, daß im Prät. überhaupt keine Formen mit suffigiertem
-r ererbt waren. Das Ur-Italokeltische wird die (vom Aktiv hin-
406 -r-Formen, -r-lose Formen des Deponens. [§ 627, 5. 628
länglich verschiedenen) alten Medialendungen ohne -r verwendet
haben (vgl. etwa gall. legasit, karnitu I 245); dafür treten später
im Lat. (und Brit., S. 391, 394) passivische Formen, im Ir. neu-
gebildete -r-Formen ein.
In einem einzigen Verbum hat die 3. Sing, des suffixlosen
Prät. einen besonderen Ursprung. Die ir. Form -fitir c. gwyr
com. gor br. goar 'er weiß' geht auf '^widr zurück und ist mit
skr. vidür 'sie weissen' identisch (I 113). In diesem unregelmäßigen
Verbum ist die aktivische -r-Endung der 3. PI. zunächst eine Zeit-
lang ohne Kontamination mit den -n^-Endungen erhalten geblieben.
Später entstand jedoch eine Form ^widontr oder *wid'^tr, und das
Nebeneinander der alten und neuen Form führte schließlich dazu,
daß *widr > *u-idri als eine Singularform betrachtet wurde.
Formell sah *widri ganz wie eine Singularform aus, und es gab
im Keltischen syntaktische Verbindungen genug, in denen das
Sprachbewußtsein unter solchen Umständen in der Auffassung des
Numerus unsicher werden konnte (z. B. nach Kollektiven; vgl. ni
fitir muntar nime Wb. 21c 22 und ni fitetar muntar nime
21 d 1 'die Bewohner ["der Haushalt"] des Himmels wußten es
nicht'). Die in dieser Weise umgedeutete Form hat darauf im Iri-
schen die übrigen Personen beeinflußt: daher das -t- und die
Hebung im Plur. -fitemmar, -fitid, -fitetar und das -t- in der
1. und 2. Sing, -fetar. Ich nehme also an, daß das Präterito-
präsens 'weiß' im Keltischen ursprünglich aktivische Flexion hatte;
die übrigen Formen (Präs. ro-finnadar, Konj. -festar, Fut.
-fiastar) können dagegen die mediale Flexion ererbt haben (vgl.
gr. oida, el'aof^ai).
§ 628. Die -r-losen Tempora geben beim Deponens zu
keinen weiteren Erörterungen Anlaß. Die alten Augmenttempora
(d. h. das Ipf. Ind. und Konj. und der Konditionalis) sind in der
Flexion mit dem Aktiv identisch; die Endungen, die in der 2. und
3. Sing, medial, sonst aber aktivisch sind, sind in § 605, 1, 2 be-
sprochen. Nach § 625, 7 werden diese Tempora ursprünglich ein
infigiertes *se enthalten haben. Der Ipv. hat im Sing, alte -r-lose
Medialendungen (2. Sing, -the §627, 3; 3. Sing, -ed, -ad §606),
im Plur. teils -r-Endungen, teils -r-lose Aktivendungen (die an die
Stelle der alten Medialendungen getreten sind).
Ein bunteres Bild bieten die passivischen -r-losen Tempora.
Nur der Plur. der Augmenttempora stimmt mit dem Aktiv und
Deponens. Es handelt sich um alte aktivische Formen (ir. -bertis,
§ 628] Erklärung der -r-losen Formen des Passivs. 407
mc. -eint § 623 Anm. 3), deren passivische Verwendung ursprüng-
lich von einenn infigirten *se bedingt war.
Das Prät. Pass. ist dagegen, wie schon in § 625, 6 bemerkt,
ein -^o-Partizipium (ir. -breth aus *hhfto-s, *bhrtä, *bhrto-m, m
subjektloser Verwendung aus *bhrto-m) und muß als solches bis in
eine ziemUch späte Zeit empfunden worden sein : die Pluralform
ir. -bretha zeigt dieselbe Analogiebildung mit Bezug auf die
Endung wie die Adjektive, s. § 459, 1, und das Plusquampf. kann
noch im Mc. mit dem Verbum 'war' verbunden sein (§ 623 Anm. 4;
mc. cath-oed wie lat. captus erat). Die irische Simplexform
breth-e enthält das Pronomen he 'er' in unbetonter Gestalt.
Aber auch den Singularformen der Augmenttempora liegt ein
-^o-Partizipium zu Grunde. Aber nicht das Part, des Grundverbums,
sondern das Part, eines abgeleiteten Stammes auf kelt. -l-, vorkelt.
-e- oder -J-, worin zwei verschiedene Bildungstypen zusammenge-
flossen sein können: 1) der durative Typus auf -e-, der durch lat.
tene-re exemplifiziert werden kann; vgl. dis-tendö (mit präsens-
bildendem -d-) 'ich spanne auseinander': dis-tineö, 'ich halte aus-
einander'; ir. gaibid 'nimmt': lat. habeö 'halte'; asl. je-ti (Präs.
imq) 'nehmen': ime-ti 'haben'; lit. tver-ti 'fassen': ture-ti 'haben';
2) der iterative Typus des lat. nocere "wiederholt töten wollen",
'schädigen' neben necäre 'töten'; vgl. gr. cfOQeco 'trage umher'
neben q'eQw 'trage'; asl. nosi-ti 'herumtragen, wiederholt tragen'
neben nes-ti 'tragen'. Das abgeleitete Verbum hatte oft eine andere
Vokalgebung als das Grundverbum (vgl. gr. cpooeto : cpegw); dieser
Unterschied ist jedoch im Keltischen analogisch beseitigt worden.
Also ir. breth-e *bhrtos is 'wurde getragen', -berthe (vgl. die
mc. Endung -it) *bheretos is 'wurde dauernd, wiederholt getragen'.
— Ein großer Teil der Formen sind analogisch gebildet. So
schon ein Teil der Imperfekte des Ind. Zur Not könnte noch
-carthe mc. cerit ein altes *qaretos is 'er wurde wiederholt ge-
liebt' sein (man könnte sogar den Stamm *qare- in lat. carere
"wiederholt, fortwährend verlangen [müssen]", 'entbehren' wieder-
finden wollen); aber zu den meisten abgeleiteten Verben auf -ä-
und -i- konnte ein derartiges Durativum oder Iterativum nach alt-
idg. Sprachgebrauch nicht gebildet werden. Zu einem -wa- Verbum
konnte nur ein -w-loses Durativum oder Iterativum gebildet
werden (vgl. russ. glja-nü-ti 'den Blick auf etwas richten', gljade-tt
'den Blick auf etwas gerichtet halten'), nicht aber eine Form wie
ir. -bente (das ebenso wie -carthe auch nocli durch das Timbre
408 Erklärung der -r-losen Formen des Passivs. [§628—630
den Anschluß an den Präsensstamm des Grundverbums verrät).
Offenkundige Analogiebildungen sind ferner die Konjunktivformen
und die Konditionalformen (nur der -6-Konditionalis könnte zur Not
einen vom Verbum 'sein' gebildeten Stamm * bhwe- enthalten, vgl.
asl. be 'erat' neben dem Aorist by 'fuit'); neben den brit. Plus-
quamperfektformen wie mc. carassit ist noch im Mc. ein älterer
Typus (cath-oed u. s. w.) erhalten. — Zur Form der Endung ist
noch zu bemerken, daß mbr. caret neben mc. cerit eventuell mit
dem sonstigen Schwanken zwischen -e und -e- in Verbindung stehen
könnte, vgl. über c. agores 'öffnete' u. s. w. § 617^ 1 S. 376, über
c. rodet 'wurde gegeben' § 623 Anm. 1; vielleicht Hegt jedoch in
mbr. -et nichts Altes vor, sondern nur eine Vermischung mit den
Präteritalformen des Typus c. rodet (unterstützt durch das -e- des
Präs. mbr. carer). Ferner ist hervorzuheben, daß ü-. -berthe nach
dieser Deutung ursprünglich keine Kompositalform gewesen sein
kann. Ursprünglich muß * berthe mit einer Kompositalform *-bered
{*bheretos) gewechselt haben, die zufälligerweise mit der dem Plur.
-bertis entsprechenden Singularform *-bered {*bhereto) gleich-
lautete. Da sonst beim Ipf. kein Untei-schied zwischen Simplex-
formen und Kompositalformen bestand, wurden *berthe und *-bered
promiscue verwendet, bis schheßhch die deutlichere Form den Sieg
davon trug.
XX. Die Nomiualformen des Terbums und ihre Verwendung.
§ 629. Die im Uridg. am engsten mit dem System der
finiten Verbalformen verbundenen Nominalformen (die -w^-Partizipia,
die -m- oder -m-n-Partizipia, das Partizipium des Perf. Akt., vgl.
gr, (ptQtüv, (fSQOfxevog, elöwg) sind im Keltischen verloren gegangen
(Reste der -/«^Pai'tizipia sind in § 448, ßeste des Perfektpartizi-
piums in § 447, 3 S. 102 zu finden).
Von dem mit den finiten Verbalformen weniger eng assoziier-
ten -to- und -wo-Partizipium (vgl. § 625, 6) hat sich nur die -to-
Form erhalten, die unerweitert in gewissen passivischen Formen
steckt, die in der historischen Zeit als finite Verbalformen empfunden
werden (§ 628). Als Partizipia fungieren zwei verschiedene Er-
weiterungen des idg. -^o-Partizipiums. Außerdem besitzt das Kel-
tische ein Gerundiv und einen Infinitiv.
§ 630. Das Partizipium (des Prät. Pass.) wird im Ir., Com.,
Br. durch das Suffix -tjo- gebildet. Bei den primitiven Verben
§ 630] Die Partizipia. 409
(-0- : -e- Stämmen, konsonantischen Stämmen, -na-Präsentien) trat das
Suffix direkt an die Wurzel; dieser Typus ist aber nur im Ir. er-
halten: bi-the 'geschlagen' (Präs. benid), im-di-bthe 'beschnit-
ten'; sri-the (sernid 'breitet aus'; -n- aus -f-); cli-the (celid
'verbirgt'; -li- aus -/-); tui-cse 'auserwählt' (Wurzel * yeus-, *(/us-,
s. Verbalverz. -gu); ad-nach-te 'begraben' (Verbalverz. aingid);
t-imm-artae ML, t-imm-orta Sg. 'eingeengt' (org-; -rt- aus
-rkt--, die Mouilherung lautgesetzlich verloren); claisse 'gegraben'
(claidid; -ss- aus -d-t-); cete 'gesungen' (canid). Bei den -ä-
und -«-Verben tritt das Suftix an einen Stamm auf -a- und -i-\
ein Stamm auf -a- kommt wohl auch bei den -i-Präsentien vor.
Der Stammvokal muß im Ir. durch Synkope schwinden, wenn er
in der zweiten (oder vierten) Silbe steht; in den so entstehenden
sekundären Kosonantengruppen treten verschiedene lautgesetzliche
Änderungenein. Also: ir. in-fo-lg-i-the 'verborgen' (nach einem
*folgithe zu fo-luig- gebildet); ei-ln-i-the 'besudelt' (as-
lenaimm 'besudele', worin das ursprünglich vielleicht nur präsens-
bildende -na- als stammhaft behandelt wird); aur-gabtha gl.
demptus; croch-the 'gekreuzigt' (vgl. § 289, 7 I 421); foite
(f oidid 'sendet'; danach rem-foite gl. praemissus); com-chlante
gl. consitus (nach einem nicht belegten cl ante zu clandid 'pflanzt,
zeugt'); suidigthe 'gesetzt' {*sodesagUjo-); foammamichthe
'unterjocht' u. s. w. Im ßrit. scheint der Typus auf -atjo- bei
allen Verben verallgemeinert worden zu sein: com. keris 'geliebt';
beneges, benegas 'gesegnet'; mbr. hanuet 'genannt' (mit ana-
logisch beseitigtem Umlaut der Wurzelsilbe); prenet 'gekauft'.
Über das C. vgl. § 384, 3, S. 40.
Die Bedeutung des -^yo-Partizipiums kann an das GeiTindiv
gränzen: air. neph-fodlide gl. insecabilem Sg. 189b 6 (fo-däli
'er verteilt'), neph-chumscaigthe gl. mutari nescius Ml. 40d 23
(com-od- + scuich-).
Im Nir., Com., Mbr. werden mit Hülfe des -^jo-Pai-tizipiums
verschiedene umschriebene Verbalformen gebildet: nii*. tä se
deanta agam 'ich habe es getan', nuair bhi si deargtha aige
'als er es (das Feuer, nir. teine fem.) angezündet hatte' (vgl.
Zimmer, ZfcPh. III 63—98); com. ty o gylwys 'du wurdest ge-
nannt' R. D. 1096; cryst a fue lythys garow 'Christ who was
cruelly slain' 903; y fue gynys a wyrhes 'er wurde von einer
Jungfrau geboren' 1199; mar noyth genys del vye 'as naked
as he had been born' M. C. 130; del yv leuerys thynny 'wie
410 Das Gerundiv. [§631. 632
es uns gesagt worden ist' R. D. 1271; yth-os sylwys 'du bist
gerettet worden' 1103; dasserghys yw 'er ist auferstanden' 1004
(von einem aktivischen intransitiven Verbum; = re thassorhas
1272); bos dasserghys 'auferstanden sein' 1214, aber bones
dasserhys 'auferstehen' 939; mbr. en deueux groaet 'er hat
getan' Barbe 791, nbr. kared ounn 'ich werde gehebt' u. s. w.
§ 631. Eine andere Erweiterung des -to-Partizipiums (ir.
carthach mc. caredic, abr. hanter-toetic) ist in § 385 be-
sprochen. Sie ist besonders im C. in lebendigem Gebrauch, bildet
aber keine umschriebene Verbalformen.
§ 632. Das Gerundiv ^ hat im Ir. die Endung -thi ohne
Hebung des vorhergehenden Vokals, c. -dwy corn. -dow abr. -toe,
woraus man nach irischen und britannischen Lautgesetzen kaum
eine andere Grundform als -toujo- (oder -teujo-, -taujo-) konstruieren
darf; vgl. I 56, 521, II 39 f. Im Ir. wird das Gerundiv (ähnlich
wie die Komparationsformen, § 467) nur prädikativ verwendet,
kommt nur im Nom. vor und lautet im Sing, und Plur. gleich
(flektierte Formen finden sich nur bei sklavischer Übersetzung aus
dem Lateinischen). Bei den primitiven Verben wird die Endung
unmittelbar an die Wurzel gefügt (dieser Typus ist nur im Ir. er-
halten): ir. is amlaid is buithi do chäch 'so soll jeder sein'
Wb. 24a 17 (die Form ist nicht regelmäßig; vermuthch vom Inf.
buith 'sein' beeinflußt); innahi batar buthi ar thuus 'die-
jenigen Dinge, die am Anfang hätten sein sollen' Ml. 23c 16;
bethi 'zu schlagen'; srethi gl. substernendum ; clethi 'zu ver-
bergen, der verborgen werden soll' (vgl. die Partizipia bithe,
srithe, clithe § 630); is imcasti gl. consideranda (s. Verbalverz.
ad-cii; -st- statt des zu erwartenden -ss- wie im passivischen -s-
Konj. und -s-Fut.); bedcuimrechti gl. adstringendam (com- +
rig-); ni bo comitesti dö 'he should not be indulged' (com- in-
+ tiag-; die Form ist ganz unregelmäßig, offenbar von -s-Konj.
und -s-Fut. beeinflußt); is gessi gl. adorandus (guidid 'bittet');
ni eclastai gl. non est excutienda Sg. 27a 15 (zu as-gleinn
'excutit'; die Wurzel lautet wohl auf -d- aus; -st- also statt -ss-,
das im Partizipium neph-ecailse gl. indiscussum erscheint; Ml.
15 d 7 scheint ecailsi Gerundiv zu sein, kann aber keine regel-
mäßige Form sein); donaibhi beta cheti gl. ad canenda (ca-
nid 'singt'). Bei den -ä- und -i- Verben scheint die Endung an
1. Vgl. Zupitza, KZ XXXV 444—461; Loth, MSL VI 66-69.
§ 633. 634] Der Infinitiv. 411
einen Stamm auf -a- und -t- gefügt worden zu sein; die irische
Synkope wirkt in derselben Weise wie beim Partizipium (§ 630):
ni äirmithi ar ni 'es darf nicht als etwas gerechnet werden'
(Verbalverz. rim-); din dinit bed sästai gl. de agna pascenda;
arichthi *zu vermerken'; leicthi 'zu überlassen'. Im Brit. ist
der Typus auf -a-toujo- verallgemeinert worden, s. die Beispiele in
§ 384, 3 S. 39f.
§ 633. Als Infinitive ^ werden im Air. Verbalsubstantive
der verschiedensten Form verwendet; sie sind dekUnierbar und
werden wie Substantive konstruiert (das Objekt im Gen.). Diese
Sachlage ist im Wesentlichen als gemeinkeltisch zu betrachten, und
sie ist im großen Ganzen bis auf den heutigen Tag bestehen ge-
blieben. Die Morphologie wird zwar in den jüngeren Sprachperioden
durch das Umsichgreifen gewisser Infinitivtypen vereinfacht, und im
Brit. werden die syntaktischen Eigentümlichkeiten des Infinitivs
durch den Verlust der Kasusflexion der Substantive teilweise ver-
wischt; aber trotzdem bleiben die Züge des alten Systems noch in
den jüngsten Sprachstufen unvertilgbar.
Anm. Nicht jedes Verbalabstraktum ist ein Infinitiv; nur solche Ab-
strakta, die in der Bedeutung den zugehörigen Verben genau entsprechen (die
einfach die Handlung des Verburas ausdrücken), dürfen als Infinitive be-
zeichnet werden; man darf also u.a. niemals ein Substantiv, das nicht mit
einem objektiven Genitiv verbunden werden kann, als Infinitiv eines tran-
sitiven Verbums betrachten. Es kann indessen aus Mangel an Belegen oft
schwer zu entscheiden sein, ob ein gegebenes Verbalabstraktum als Inf.
anzuerkennen ist oder nicht; in zweifelhaften Fällen verwende ich im Ver-
balverz. die Bezeichnung ,,Abstr."
§ 634. Form des Infinitivs. Der Infinitiv kann vom Verbum
finitum etymologisch ganz verschieden sein: air. serc 'Liebe, lieben',
carimm 'ich liebe'; precept 'predigen', pridchimm 'ich predige';
di-gal 'rächen' I 101, do-fich 'rächt' (die echt zusammengesetzten
Formen wie ni dig 'er rächt nicht' sind nur zufällig dem Inf.
lautlich ähnlich); mbr. ober 'tun' (aus lat. opera), groaff 'ich
tue'; mc. mynet com. niones, mos mbr. monet, mont 'gehen',
mc. com. mbr. af 'ich gehe'.
In der Regel ist jedoch der Infinitiv mit dem finiten Verbum
wurzelverwandt. Er hat 1) vokalisches Suffix: ir. ri'm, äram
'zählen' (rimid, ad-ri'mi 'zählt'; der Inf. ist Stammwort des Ver-
bums); fu-lang 'aushalten' (foloing 'hält aus'); slige 'schlagen'
1. Vgl. Windisch, BB II 72 ff.; Vendryes, MSL XVI 249 ff.
412 Der Infinitiv. [§ 634
(fem.); slaide ds. (fem.) mc. 11 ad ds,, ym-lad 'kämpfen'; com. cows
'reden'; mbr. comps ds. — 2) ein -s^Suftix (sehr selten): togais
'betrügen' (Präs. 1. Sing, do-gäithaimm; vgl. S. 19); — 3) ein
-^-^Suffix: ir. anacol, Dat. im-scrip-gail, gabäl; mc. meddwl,
nc. sisial 'flüstern', sonial 'to keep talking', mc. kafael, kaffel,
com. drehevel § 372, 1; mc. gadael (= gadu) 'erlauben'; —
4) ein -f/-Suffix: ir. saigid § 374, 1; — 5) ein -nd-Snfüx (ent-
lehnt): ir. scribend u. s. w. § 375; — 6) ein -Ä;-Suffix: mc. redec
'laufen' com. resek mbr. redec (vgl. Verbalverz. ir. reth-); da-
nach mc. ehedec 'fliegen'; ein -Ä;w-Sitffix: ir. Dat. reicc 'ver-
kaufen', creic 'kaufen' (Prs. renid, crenid); — 7) ein -Ä:^Suffix:
ir. rossacht 'schwanken' (roissid 'schwankt'), airchissecht 'scho-
nen' (ar-cessi 'schont'), eitsecht 'hören' (in- + töis-, Ipv. 3. PI.
eitset); c. marchogaeth corn. marogeth mbr. marheguez
'reiten'; — 8) ein -^Suffix: ir. buith 'sein' mc. bot corn. bos
(analogisch bones, nach mones 'gehen') mbr. bout; ir. breth
'tragen' {-re- aus -r-; berid 'trägt'); mc. cymryt 'nehmen' (cyme-
raf 'ich nehme', k'om- + bher-), im Nc. zu cymeryd umgebildet,
corn. kemeres, mbr. quemeret; ir. epert 'sagen' (as-beir 'sagt');
techt 'gehen' (tiagu 'ich gehe'); mess 'urteilen' (midiur); vgl. §383;
— besonders häufig sind die an ein mehrsilbiges vokalisches Vor-
stück gefügten -^Suffixe: ir.- comalnad 'erfüllen', sellned 'be-
sudeln' (as-lenaimm 'besudele'), im-radud 'überlegen'; mc. gor-
derchat 'lieben'; gwelet corn. gweles mbr. guelet 'sehen'; mc.
yfet 'trinken'; mbr. seilet 'sehen'; mc. dywedut 'sagen'; vgl.
§ 384; — die br. Endung -out (mbr. nbr. gallout 'können', caf-
fout 'erhalten') ist Analogiebildung nach bout 'sein' mit Zusam-
mensetzungen (mc. gwybot 'wissen', mbr. gouzuout, gouzout);
— 9) ein -^Ä:-Suffix: mc. eredic nc. aredig 'pflügen' (Präs. nc.
arddaf I 70); — 10) ein -^r-Suffix: mc. gwneuthur, br. Cor-
nouaille mezur, § 389; ein -^r-/n- Suffix: ir. al-tram 'erziehen';
— 11) ein -i^Suffix: ir. for-cital 'lehren' (for-cain 'lehrt');
danach analogisch intinscital neben in-t-inn-scann 'anfangen';
— 12) das Suffix -tijen-: ir. aigthiu 'fürchten' (-ägur 'ich fürchte'),
fo-ditiu 'ertragen' (fo-daim 'er erträgt'); — 13) ein -^Suffix:
c. sefyll 'stehen' corn. seuell mbr. seuell; mc. gallel (= gallu)
'können'; corn gelwel 'rufen' mbr. gueruell; mbr. guenell nbr.
genel 'gebären'; -el ist eine häufige Infinitivendung im Corn. und
Br.; aus dem Ir. mag oul (Dativ) 'trinken' (ibid 'trinkt') hierher-
gehören (zweisilbig; vgl. russ. pöjlo 'Trank, besonders für das Vieh');
§ 634. 635J Der Infinitiv. 413
— 14) ein -w-Suffix: ir. äin 'spielen' (Präs. 3. PI. agait); mc.
d-wyn 'führen' (Präs. dygaf) corn. doen, doyn, don mbr. doen
(Präs. dougaf; nbr. Inf. dougen); mc. am-wyn 'schützen'; adol-
wyn 'bitten' (Präs. adolygaf, vgl. ir. do-tluchur); analogisch
c. ymrain I 237; br. eren 'binden' (ereet 'gebunden') § 398;
analogisch aotre-n 'accorder' (frz. Lehnwort, § 131, 4 I 212),
mbr. antre-n 'entrer' (Prät. antreas 'il entra'); da das -w-Suffix
sonst im C. nur nach einem vokalisierten Hinterlingual vorkommt,
liegt es nahe, auch mc. llefein 'schreien', diasped-ein 'rufen,
schreien' als Analogiebildungen zu betrachten; vielleicht ist dia-
spedeit Mab. 210, 25 die ältere Form; indessen könnte llefein,
diaspedein auch an ir. orgun 'schlagen', fedan. Gen. fednae
'führen', tuididen § 241 Anm. I 348 angeschlossen werden; vgl.
noch c. igian 'seufzen' (Präs. igiaf), chwerthin 'lachen' I 504;
— 15) ein -m-Suffix : ir. gnim, den um 'tun' (do-gni 'tut'), in-
greimm 'verfolgen' u. s. w. § 401; ir. accaldam 'anreden', cre-
tem 'glauben', mc. gwisgaw corn. guyske mbr. guisquaff nbr.
gwiska, ac. erchim, abr. diprim, c. prynu u. s. w. § 402, 2;
mc. rydha-u 'befreien' u. s. w. ; — 16) -m-n- : ir. lenmain, c.
ehed-fan § 403.
§ 635. Gebrauch des Infinitivs. 1) Subjekt, Objekt und
Prädikatsnomen des Infinitivs. Das Objekt des Infinitivs steht
im Air. im Genitiv: comalnad ind huili rechte 'das ganze
Gesetz zu erfüllen' Wb. 20a 12; a fulang 'sie zu ertragen' "ihr
Ertragen" 17 c 26. Das Subjekt des Infinitivs wird durch die
Präposition do eingeführt: magthad la suidiu cretem do gein-
tib 'sie wundern sich darüber, daß die Heiden glauben' 'mirantur,
gentes credere' 5a 1; asrochoili inn-a chridiu buid dond
ingin i n-ögi 'er bestimmt in seinem Herzen, daß die Tochter
unverheiratet bleiben soll' 10b 20; tre atlogud buide donaib
nöibaib 'durch die Danksagungen der Heiligen' 17a 3; ind
airitiu colno do Crist 'daß Christus körperhche Gestalt ange-
nommen hat' "die Annahme des Körpers" 31 d 2. Bei einem in-
ti-ansitiven Verbum kann jedoch auch ein subjektiver Genitiv vor-
kommen: a m-buith immallei 'ihr Zusammensein' 10a 4; for-
comnacair buith a maicc som hi Röim 'bis son happened to
be in Rome' Sg. 148a 6. Das Prädikatsnomen steht bei 'sein' im
Nom.: buith nochtchenn 'barhäuiDtig (fem.) sein' Wb. 11c 12;
m-aicsin i n-imniud iar m-buith socumail 'to see me in
trouble after being happy' Ml. 44 c 6.
414 Gebrauch des Infinitivs. [§ 635, 1. 2
Im Brit. ist durch den Verlust der Kasusfiexion der Substan-
tive der Unterschied zwischen dem genitivischen Objekt des Infini-
tivs und dem akkusativischen Objekt des finiten Verbums zum
großen Teil aufgehoben worden. Aber von den persönlichen Pro-
nominen werden noch die Genitive als Objekt des Infinitivs ver-
wendet: mc. y wan 'ihn durchbohren' "sein Durchbohren" Mab.
219, 11, vyn dwyn 'mich zu führen' 213, 25; corn. y derry 'ihn
zerbrechen' M. C. 35; an re-na a yl äo, <?ysky 'diese können
dich belehren' M.C. 80; mbr. ma lacat me garu dan maru yen
'me livrer durement ä la froide mort' Barbe 687. Das Subjekt
kann im Mc. durch die Präposition o 'von' oder y 'zu' eingeführt
werden: rac dy lad ohonaw 'damit er dich nicht töte'; gwedy
cladu y gwr ohonaw 'nachdem er den Mann begraben hatte';
am lad ohonat titheu y gwr priawt hi 'weil du ihren Ehe-
mann getötet hast'; mynet ohonat y lys Arthur 'daß du nach
der Burg Arthur's gehst' Mab. 204, 7, 13, 23, 24; gwedy
udunt oresgyn yr holl wlat 'nachdem sie das ganze Land er-
obert hatten' E..B. II 116, 33. Bei intransitiven Verben kann das
Subjekt in genitivischer Form ausgedrückt werden: manac vy mot
yma ac or mynnir vy nyvot y mywn mi a deuaf 'melde, daß
ich hier bin, und wenn man will, daß ich hineinkomme, werde ich
kommen' Mab. 205, 16; ac yno y clywei uot sarlf yn gorwed
ar uodrwy eur 'da hörte er, daß eine Schlange auf einem goldenen
Ring lag' 218, 27; cynn dyuot y gwyr oc eu neges 'ehe die
Leute von ihrer Sendung zurückkamen' 219, 20. Vgl. corn. dref en
agen bos vnwoys 'because of our being one blood' Beun. Mer.
235; mbr. dre he bout 'parce qu'elle etait' Ernault, Dict. 229
(aber nbr. dre ma-z oc'h mad 'parce que vous etes bon' Troude,
Dict. fr.-br. 366).
2) Rolle des Infinitivs im Satze, a) Der Infinitiv kann im
Air. in allen Konstruktionen eines gewöhnlichen nomen abstractum
vorkommen: er kann als Subjekt oder Objekt stehen, genitivisch
fungieren (fer denma bairgine gl. pistor), von einer Präposition
abhängig sein. Auch die Verbindung mit den Begrifien 'können',
'wollen', 'sollen' u. s. w. hat keinen besonderen verbalen Charakter.
Man sagt cid toi dö airbert biuth inna tüare 'auch wenn er
wünscht, die Speisen zu genießen' Wb. IIb 18, iss-um-ecen
precept 'ich muß predigen' lOd 24, aber ebenso ho-r-bi accobor
Ise nebud dö in noidenacht S. 263 Z. 3 v. u. (wo das Subjekt
des Infinitivs von dem Subjekt des Wollens verschieden ist) und
§ 635, 2] Gebrauch des Infinitivs. 415
ni-b-ecen log na airlicud S. 143 Z. 7 (lc3g 'Bezahlung' ist
kaum ein Infinitiv). Man sagt höre conicc digail forib 'be-
cause he can punish them' Wb. 6 a 17, aber auch ni curauing
imfogbaidetith na lanamnas mani-p toi la-sin fer 'she
cannot practise continence or copulate unless the husband pleases'
9d 16 (wo die Substantive nicht Infinitive sind). Nach tualang
'im Stande' erscheint jedoch bisweilen statt des Genitivs eine un-
flektierte Form des Infinitivs (§ 423 S. 80), worin vielleicht der
Anfang einer Verschiebung in der Auffassung des Infinitivs zu er-
kennen ist. In dieser Beziehung ist der Zustand im Brit. etwas
vorgeschrittener (mc. mynnaf 'ich will', gallaf 'ich kann', dylyaf
'ich soll' u. s. w.); sonst liegt die Sache ähnlich wie im Air,
Eine große Rolle spielt besonders im Ir. und Mc. die Ver-
wendung eines Infinitivs mit hinzugefügter Bezeichnung des Sub-
jekts im Sinne eines Nebensatzes (Beispiele unter 1°); dafür im
Com. und Mbr. häufiger ein wirklicher Nebensatz.
b) Im Air. wird oft ein besonderer Infinitivsatz in der Weise
gebildet, daß der Subjektbegriff oder Objektbegriflf des Infinitivs in
die Konstruktion des Infinitivs eintritt, worauf der Infinitiv mit do
'zu' hinzugefügt wird: ni äil in sin do epirt 'es ist nicht ange-
nehm, daß dies gesagt werde' Wb. 27c 8; ni fi'u düib-si insin
do eitsecht 'nicht passend ist es für euch, dies zu hören' 18c 11;
ba uissiu iud figor do imthrenugud ueritatis 'richtiger wäre
es, daß das Bild die Wirklichkeit bestätigte' 18c 10; uisse (Neutr.
Sing.) in boill do äss ö-n chiunn 'es ist gerecht, daß die
Glieder vom Kopfe her wachsen' 22a 17; aber: ba uissiu düib
oldäte (Plur.) pecthe do buid and gl. portate Dominum in
corpore uestro 'das wäre passender für euch, als daß Sünden
darin sind' 9d 13; — ni amre lim-sa als lobor do denum
diib-si 'es wundert mich nicht, daß man euch als schwache Leute
behandelt' "schwache Leute aus euch macht" 17b 29; — is hed
ön as maith les-som do chluas 'das ist es, was es ihm gefällt
zu hören' 23c 2; — scarad fri indeb in domuin et toi dce
do denum 'sich von dem weltlichen Gewinn zu trennen und den
Willen Gottes zu tun' 30a 18; nipo accobor la-ssin feir no-
pridchad suide et a cheile do thuidect dar-a-hosi 'der
Mann, der predigte, hatte nicht Lust, sich zu setzen, und daß sein
Genosse an seine Stelle träte' 13 a 20 (in diesen beiden Belegen
ist der Infinitivsatz durch 'und' mit einem Infinitiv verbunden); —
ascendit do epert do-som 'daß er (Subjekt, s. 1°) ascendit sagt'
22a 4; — precept do-som didiu et todiuschud combad
416 Gebrauch des Infinitivs. [§ 635, 2
aurlam cäch di-a bathis et a descipul som don bathis
iarom 'er soll also predigen und antreiben, damit jeder bereit sei,
getauft zu werden, und nachher soll sein Diszipel die Taufe aus-
führen' 8a 4; — is bes leu-som in daim do thuarcuin 'es ist
Sitte bei ihnen, daß die Ochsen dreschen' lOd 6; is besad leu-
som in fid do thöbu 'they have a custom to cut a tree' 5b 42;
is hecen doib ingremmen do foditiu 'es ist notwendig für sie,
Verfolgungen zu dulden' 30c 23; bid heet lib-si geinti do bith
in hiris 'Ihr werdet beneiden, daß die Heiden im Glauben sind'
5a 13; — ba saeth mor la Dectiri innt-sinnruth a dalta
do ecib 'es war ein großer Kummer besonders für D., daß ihr
Zöghng gestorben war' Wi. 138, 27; dursan do dal dedenach
tussu d-ec missi d-anad 'traurig dein letztes Zusammentreffen:
daß du gestorben bist, ich zurückgeblieben' LL 88a 4; — do-
archet do Israhel hüathad n-döine do chretim 'es war den
Israeliten prophezeit worden, daß nur wenig Leute glauben würden'
Wb. 4d 4; — ad-r-aichsetar digail du thabairt forru 'sie
befürchteten, daß Strafe über sie verhängt werden sollte' Ml. 80d 4;
ni-o-agathar drochscela du thabairt cucai 'he does not fear
that bad tidings may be brought to him' 129a 12; ma fessed
comdidnad du thiarmoracht ind uilc 'wenn er gewußt hätte,
daß Trost dem Unglück folgte' 87 d 4; indii adchobra som do
hicc 'die er zu retten wünscht' Wb. 28b 1; — ata i n-aicniud
chaich denum maith 7 imgabail uilc do denum 'it is in the
nature of every man to do good and to avoid doing evil' Ml.
14c 12.
Antn. 1. Mit diesen Infinitivsätzen zu vergleichen sind Sätze wie is
amre leu cäch i comrorcuin 'sie wundern sich darüber, daß alle im
Irrtum sind' Wb. 22 a 16.
Anm. 2. Die Häufigkeit dieser Konstruktion , wodurch der Dativ zu
dem am häufigsten gebrauchten Kasus des Infinitivs wird, hat eine Ten-
denz geschaffen, den Dativ auch an Stelle des Nominativs zu verwenden :
air. brith 'tragen' statt breth, gabäil 'nehmen' (Wb. 19 d 3) statt
gabäal (7a 7). Umgekehrt erscheint bisweilen die Nominativform als Dativ
(gabal 16d 4; 23b 18; 26b 18; 30c 22).
Dieselbe Konstruktion ist auch im Corn. häufig: rak ty the
weles 'weil du gesehen hast' RD. 1551; nyns-a y-m colon
why the geusel orth Ihesu 'es geht nicht in mein Herz (es
ist mir unmöglich zu glauben), daß Ihr mit Jesus gesprochen habt'
1481; pan glewas yn del-ma y de gewseil 'als er hörte, daß
sie so sprachen' M.C. 249; Pylat yn ta a wo^ye y <fe gusel
dre envy 'Pilate well knew that they spoke through envy' 127;
§ 635, 2] Gebrauch des Infinitivs. 417
mur a ioy a-s-kemeras y <fe ^eank yn della 'great joy took
them, that they escaped thus' 251; me a garsa Crist c?e plesya
'I would like to please Christ' Beun. Mer. 166.
c) Gewisse Verbindungen des Infinitivs mit Präpositionen
fungieren partizipium-ähnlich. So im Air. die Verbindung mit oc :
00 nertad 'bestätigend' Wb. 7b 12; ce ru-d-böi ludas occ-a
thindnacul som 'obgleich Judas im Begriff' gewesen ist, ihn zu
verraten' 4b 13; ataat oc timthirecht apostolorum 'they are
a-serving' 'sie dienen den Aposteln' 14a 30; it mathi side oc
aslug 'sie sind tüchtig im Überreden' 30c 13 (vgl. Ml. 129d 14;
LL 70a 44); is glicc som oc aslug 'er ist schlau zum Über-
reden' Wb. 14d 27; ni-t-at soir huili oc tintuüth a belru
inn-alaill 'nicht alle sind tüchtig zum Übersetzen aus einer Sprache
in eine andere' 12b 23; tren oc tecmallad, lobor oc tec-
mallad 'tüchtig zum Sammeln, schwach zum Sammeln' 16c 25,26.
Über mc. c-ä räd u. s. w. s. I 264; über die heutige Aussprache
vgl. I 276. Im Mc. fungiert die Präp. yn (ohne Sandhiwirkungen,
1 401) in derselben Weise: yn mynet 'gehend'; yd wyf i yn
darparu gwled itti 'ich bin im Begriff, ein Fest für dich zu be-
reiten' Mab. 182, 25; andere Präpositionen können jedoch an-
nähernd dieselbe Verwendung haben: o-e welet ef yn kyuodi
'ihn sich erheben sehend' Mab. 220, 2 u. s. w. Das Cornische
verwendet ow, vor Vokalen owth, vor poss. Pron. worth, das
Mbr. oz, das Nbr. o (I 287, 425, 426): corn. ow kelwel 'rufend'
O.M. 2430, ow th-ysethe 'sitzend' P.C. 2342, worth 5e welas
'dich sehend' M.C. 172; mbr. ouz gouuernn 'regierend', oz ma
souten 'mich unterhaltend' Barbe 357. — Mc. gwedy 'nach' mit
dem Inf. bildet ein Part. Prät. : y mae gvedy mynet 'er ist ge-
gangen' W.B. 408, 7; sef y gwelynt marchawc gwedy dyr-
chauel arwyd ymwan 'sie sahen dann einen Ritter, der das
Zeichen des Kampfes erhoben hatte' Mab. 219, 26. Die Verbin-
dungen des Infinitivs mit com. wose mbr. goude 'nach' (P.C. 1315,
Jes. 186 a u. s. w.) haben nicht diesen partizipialen Charakter.
Anm. 3. Mc. rac mit dem Inf. bedeutet 'damit nicht' (s. 1°), com.
rag mit dem Inf. dagegen 'weil' oder 'um zu, damit' (s. 2b°; rag cafos
'um zu erhalten' M.C. 38). Ir. cid atob-aicb cen dilgud 'was treibt
euch dazu, nicht ("ohne") zu verzeihen' Wb. 9 c 20.
d) Im Mc. kann der Inf. ohne Präposition mnschreibend mit
einer darauf folgenden Form des Verbums 'sein' verbunden werden:
medylyaw yd wyf 'ich bin überlegend', 'ich überlege' Mab. 75, 26.
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II. 27
418 Gebrauch des Infinitivs. [§ 635, 2
Eine in allen brit. Sprachen häufige Umschreibung kommt
durch die Verbindung des Infinitivs mit dem Verbum 'tun' zu-
stande: mc. ryf edu yn uawr a orugant 'sie wunderten sich sehr'
Mab. 194, 10; a-th gyrchu a wna 'und er wird dich angreifen'
168, 8; kennattau y mab a orucpwyt 'man schickte nach dem
Sohne' 101, 27; com. ny wreugh why tryge 'Ihr werdet nicht
bleiben' O.M. 317; an frut ple russys tyrry 'wo hast du die
Frucht gepflückt?' 210; mar ny wrer y wythe § 624 Schluß;
mbr. hoz trugarecat a raf 'ich danke euch' Jes. 15a; ho pas-
caf e grez Moyses 'M. hat euch ernährt' 129a; da lacat, a rer
§ 624 Schluß.
e) Im Mc. kann der Inf. die Stelle eines finiten Verbums
vertreten, und zwar teils als Fortsetzung eines finiten (oft durch
'tun' umschriebenen) Verbums, teils als historischer Infinitiv: a dis-
gyn a oruc Peredur a dyuot racdaw y mywn. a llawen uu
y uorwyn wrthaw. a chyfarch gwell idaw'P. stieg vom Pferde
und ging vorwärts hinein; und das Mädchen nahm ihn freudig
entgegen und begrüßte ihn' Mab. 196, 6; pan bebillo Lloegir
in tir Ethlin a guneuthur Dyganhuy dinas degin 'when
Lloegyr (die Engländer) shall encamp in the land of Ethhn and
make D. a strong fort' Skene II 23, 10; tra yttoed vilwyr
Arthur yn ymlad ar gaer rwygaw o Gei y uagwyr a chym-
ryt y carcharawr ar y geuyn 'während die Krieger Arthur's
mit der Stadt kämpften, durchbrach .Kei die Mauer und nahm den
Gefangenen auf seinen Rücken' Mab. 131, 29. Ähnlich im Corn.:
may ^eth war ben y ^ewleyn ha pesy yn ketel-ma 'so that
he went upon his knees and prayed thus'; i vam pan y-n dre-
hevys ha-y vos deued^is de, oys 'when his Mother (had) reared
him, and he was come to age' (wörtlich "und sein Gekommensein");
mar a cresyn ha bos vas 'if we believe and be good' M. C.
54, 10, 258 (vgl. 250); s. Stokes, Beitr. z. vgl. Sprachf. III 161.
Über Inf. = Ipv. im Ir. s. Windisch, BB. II 85.
3) An dem Tempusbegriff und an der Unterscheidung zwischen
Aktiv und Passiv nimmt der Inf. ursprünglich nicht teil. Durch
Neuerung kann er jedoch im Mc. mit ry- komponiert werden
(S. 279), und im Corn. und Mbr. wird oft ein passivischer Inf.
durch Umschreibung mit bos 'sein' gebildet: ny yllons bos ny-
fyrys 'they cannot be numbered' O.M. 1544 (über die ältere Aus-
drucksweise s. § 624 Schluß); mbr. a guell bezaf . . consideret
'der erdacht werden kann' Jes. 235 a.
§ 636, 1. 2] Das Verbum 'sein'. 419
XXI. Vollparadigmata der Verba.
Das Verbum 'sein'^
§ 636. 1) Das Gesamtparadigma des Verbums 'sein' wird
schon im Uritalokeltischen aus Formen der beiden "Wurzeln *es-
und * bheu- zusammengesetzt gewesen sein, und zwar so, daß wenig-
stens das Prät. von der Wurzel *bheu- gebildet wurde. Diese
"Wurzel ist ferner in den keltischen Nominalformen, in lat. foret
osk. fustd und im osk., umbr. Fut. 3. Sing, fust, umbr. Ipv.
2. 3. Sing, futu belegt. Daneben spielt ein auf der "Wurzel *bheu-
beruhender erweiterter Präsensstamm *bhwl-, *bhwije- im Kelti-
schen eine große Rolle. Sein Präsens steht neben dem Pr^ens der
Wurzel *es- als ein synonymes Verbum mit der Grundbedeutung
'werden' (vgl. lat. ftö), woraus sich teils futurische Bedeutung, teils
die Bedeutung eines Praesens consuetudinale entwickelt. Die be-
sondere Bedeutung des Stammes *bhwl- machte ihn sehr dazu ge-
eignet, die "Wurzel *es- nicht nur aus dem Futurum, sondern auch
aus dem Konj. (über dessen Form in § 646 zu handeln ist) und
Ipv. zu verdrängen. So blieb von der Wurzel *es- im Keltischen
nur das Präs. und Ipf, Ind. bestehen; und im Irischen, wo das
Ipf. überhaupt nur die wiederholte Handlung bezeichnet (§ 588b),
mußte notwendigerweise auch das Ipf. der Wurzel *es- aufgegeben
werden.
Anm. 1. Im Com. und Br. haben gewisse von der Wurzel *es- gebil-
deten Formen unter Umständen ein anlautendes b- angenommen (§ 496,
§ 499), und im Nbr. hat umgekehrt das Prät. der Wurzel * bheu- nach der
Analogie des Ipf. der Wurzel *es- das anlautende b- aufgegeben (oe 'fuit'
statt mbr. boe nach der Analogie von oa 'erat'; Ausgangspunkt waren die
lenierten Formen a voe 'qui fuit' u. s. w., in denen das aus b- durch die
Lenition entstandene v- als Hiatuseinschub, vgl. § 218, aufgefaßt werden
konnte).
Überflüssig ist die Vermutung Thurneysen's, Handb. S. 432, der irische
Konjunktiv beo sei aus *eo {*esö) umgebildet; überflüssig ist gleichfalls
die früher öfters (zuletzt von mir, KZ XXXVII 243) geäußerte Ansicht,
ir. biu 'ich pflege zu sein' gehe auf * gi<licö (lat. utuö) zurück.
2) Das Paradigma ist im Irischen durch die Unterscheidung
1. Stokes, Transactions of the Philological Society 1885—1887. S. '202ff.,
KZ XXVIII 55—109; Strachan, The Substantive Verb in the Old Irish
Glosses, Trans. Phil. Soc. 1899—1902, S. 1—82; Julius Pokorny, Zur iri-
schen Kopula, KZ LXIII 298; Atk. Keat., Appendix S. I— XIII; A. 0. An-
derson, Syntax of tho Copula 'is' in Modern Scotch Gaelic, ZfcPh. VII 439 flF.;
Loth, Kc. XXXI 318.
27*
420 Das Verbum 'sein'. [§ 636, 2
zwischen verbundenen (unmittelbar vor einem Prädikatsnomen ^
stehenden) und unverbundenen (nicht unmittelbar vor einem Prä-
dikatsnomen stehenden) finiten Formen noch komplizierter geworden.
Einen Bedeutungsunterschied zwischen den verbundenen und den
unverbundenen Formen gibt es an und für sich nicht. Zwar wird
die Kopula in der Regel durch verbundene Formen ausgedrückt,
und die unverbundenen Formen haben in der Regel die Bedeutung
des selbständigen Begriffes 'sein' ('sich irgendwo befinden', 'vor-
handen sein', 'existieren'); aber wenn das Prädikatsnomen nicht
auf die Kopula folgt, wird auch die Kopula durch unverbundene
Formen ausgedrückt : ba deidbiriu dünni immormus ol-nii-böi
do-som 'es war natürlicher für uns zu sündigen als für ihn' Wb.
9c 10; vgl. 26d 26; 12a 21; ni di chorp atöo-sa S. 143 Z. 24;
vgl. Wb. 15a 13; ata dia atach li-dün-ni 'Gott ist uns eine
Zuflucht' Ml. 66d 1; ataat mesai dse nephchomtetarrachti
'die Urteile Gottes sind unfaßbar' 55d 11; ni fil immurgu acht
infructuosa, s. § 642. Die Kopula wird jedoch in Verbindung mit
einem persönhchen Subjektspronomen durch eine verbundene Form
ausgedrückt, wenn ein bestimmtes Prädikatsnomen folgt (it he
coisnimi § 482); vgl. über die Verbindungen mit dem fragenden
und unbestimmt relativen Pronomen § 522, § 525, 1, 4; über in
fer as a eich u. s. w. § 539, 1 S. 224 (vgl. Thes. II 241, 9).
Bei den unverbundenen Formen steht bisweilen ein Appositions-
Instrumentalis (§ 417), der sich im Nir. zu einem Prädikatskasus
entwickelt; dadurch wird der Bedeutungsunterschied zwischen den
beiden Reihen von Formen noch mehr verschoben, und man pflegt
im Nir. die verbundenen Formen (die unmittelbar mit einem Prä-
dikatsnominativ verbunden werden, während das Subjekt am Ende
des Satzes steht: is righ e; auch is e an mac as sine e 'er ist
der älteste Sohn', vgl. S. 154 Z. 29) als Verbum assertivum, die
unverbundenen Formen (die durch das Subjekt von dem folgenden
Prädikatsinstrumentalis getrennt sind: tä se n-a righ, s. § 417)
als das Verbum substantivum zu bezeichnen. Die Formen der
1. Die Stelle eines Prädikatsnomens kann auch ein adverbieller Aus-
druck, ja sogar ein ganzer Satz vertreten: is immallei S. 239 Z. 3; is
6-nd athir dö "es ist vom Vater für ihn" 'er stammt vom Vater' Wb.
21d 4; is nach fitir side I 272 Z. 5; is amal bid fri Crist fris-
ortbe 'it is as though ye ofiFended against Christ' Wb. 10c 12, vgl. 5b 35,
25d26; is com-bat maithi coisctir 'es ist, damit sie gut werden, daß
sie zurechtgevpiesen werden' 31 b 25.
§636,2.3. §637] Das Verbum 'sein'. Präs. u.Ipf. der Wurzel *e.s-. 421
Wurzel *bheu- (*bhwl- u. s, w.) werden in betonter Gestalt als
unverbundene, in unbetonter und reduzierter Gestalt als verbun-
dene Formen verwendet (die verbundenen Formen unterscheiden
sich zugleich von den unverbundenen durch verschiedene Infigie-
rungs- und Sandhiregeln: iij 552, 2 S. 245; das anlautende b er-
scheint demgemäß in der Regel in unlenierter Gestalt und wird,
wenn ein anderes proklitisches AVort vorausgeht, oft — mit der
Orthographie des Wortinnern — -p- geschrieben; über lenierte
Formen — mit f s. § 174 I 270, § 317 Anm. 3 I 465; amal
fid 'as it were' Ml. 37b 22). Dagegen werden die Formen der
Wurzel *es- nur verbunden gebraucht; die entsprechenden unver-
bundenen Formen werden durch eine Reihe von synonymen Verben
suppliert, von denen -tä (§ 641) schon im Air. fest zum Paradigma
des Verbums 'sein' gehört, während fil (§ 642) erst im Laufe der
mir. und nir. Entwickelung in ein ganz fest geregeltes Verhältnis
zu den übrigen Präsensformen gebracht wird; die in § 643, 644
besprochenen Verba sind niemals ganz ins Paradigma aufgenommen
worden.
Anm. 2. In den Fällen, in denen 'mir ist' mit 'ich bin" synonym
geworden ist (§ 484, 4), sind ursprünglich un verbundene Formen des Ver-
bums 'sein' infolge der Bedeutungsverschiebung sekundär unbetont ge-
worden, und man findet deshalb auch unbetonte Formen der Wurzel -tä
(ni-mp-tha firion u. s. w.). Über eine andere unbetonte, aber vielleicht
von der Bedeutung 'stat', nicht 'est' ausgehende Verwendung von -tä
(noch da leinn u. s. w.) s. § 641 y S. 432.
3) Die Kopula kann einer alten idg. Gewohnheit gemäß (gr.
y.al6g 6 avrjq 'der Mann ist gut', russ. dorn nov 'das Haus ist
neu') unter Umständen ganz fehlen: ir. barbär inso 'das ist ein
Barbar' Wb. 12d 6; faith cach fer dinaib feraib hisiu 'ein
Prophete ist jeder Mann von diesen Männeni' 12 d 40; maic ni
do-som 'wir sind Söhne für ihn (seine Söhne) 19d 8; toi cholno
forchanat 'it is the will of the flesh which they teach' 20c 20.
Für das ßrit. vgl. § 547 (und § 638, 3 a, b). In einem Falle hat
sich diese Ausdrucksweise festgesetzt (hat sich suppletivistisch mit
dem Paradigma des Verbums 'sein' verbunden): ir. ni 'ist nicht'
(ni anse 'es ist nicht schwer' Wb. 24b 11; ni col dö 'es ist
keine Sünde für ihn, es ist nicht unverdient, er hat es durchaus
verdient' 6b 20); in 'ist es?' (in doich 'ist es wahi-scheinlich?'
Wb. 4c 16); vgl. auch com. ymnia mbr. ema § 638. 3a°.
§ 637. Das Präsens und Ipf. der Wurzel *es-.
422
Präs. und Ipf. der Wurzel *es-. [§ 637. 638, 1
Praes. simpl.
Ir.
Mc.
Com.
Mbr.
Nbr.
Sing. 1
am
wyf
of
ouff , of
ounn
2
at, it
wyt
OS
out
oud
3
is
yw
yu
eo, eu
eo
PI. 1
ammi, am-
min
ym
on
omp
omp
2
adib, adi,
idib
ywch
ough
ouch
oc'h
3
it
ynt
(ac. hint)
yns
ynt
int
Praes. comp. Ir. Sing. 1 -d-a, -t-a, -t-am
2 -d-a, -t-a
3 Null, -d
PL 1 -d-em, -d-an, -t-an
2 -d-ed, -d-ad
3 -d-et, -d-at
Ipf.
Mc.
Corn.
Mbr.
Sing. 1
oedwn
en
oann
2
oedut
es
oas
3
oed, oedyat
(ac. oid)
0
oa
PI. 1
oedem
en
oamp
2
oedewch
*eugh
oach
3
oedynt
ens
oant
Anm. Das Mbr. iennt passivische Formen: Präs. eur (Ernault, Dict.
202; nbr. oar, eur), Ipf. oat. Es liegt aber kein Grund vor, darin etwas
Altes zu sehen; es sind junge Analogiebildungen, wobei der Diphthong
oa aus dem Ipf., der Vokal eu (ö) aus der Präsensform euz 'ist' § 638, 3c
bezogen ist. Über c. yd ys, yd ydys, Ipf. yd oedit s. § 638, 3b S. 428.
Über die irischen scheinbar zur Wurzel *es- gehörigen, in Wirklich-
keit aber auf rein äußerlichen Analogiebildungen beruhenden imperfekti-
schen Konjunktivformen -d und -tis s. § 638 Anm. 1.
§ 638. Ergänzende Erörterungen zum Paradigma der
Wurzel *es-. 1) Relative Formen. Ir. 3. Sing, ce-so, ce-su,
ma-su, 3. PI. ce-to, ce-tu, ma-tu, mbr. 3. Sing, so nbr. zo s.
§ 535 Anm. 2 S. 217 f. und § 542 S. 228. Die gewöhnlichen re-
lativen Formen sind im Ir. 3. Sing, as, 3. PI. ata, at. Über mc.
yssyd s. S. 233.
§638,2] Anmerkungen zum Paradigma der Wurzel *es-. 423
2) Die Kompositalformen und die Verschmelzung mit dem
Adverbium *idhe. Beispiele für die irischen Kompositalformen:
in-d-a apstal 'bin ich ein Apostel?' Wb. 10c 20; ni-t-a chumme
se friu-som 'ich bin ihnen nicht gleich" 20c 25; ni-t-am toir-
sech 'ich bin nicht betrübt' [Wb.| 15b 21; — an nu-n-da cho-
cuibsid siu 'indem du mitbewußt bist' Ml. 58b 6; ceni-ta chum-
gabtha siu 'bist du nicht erhaben?' 84c 3; — ni 'ist nicht'
§ 686, 3; nach 'ist nicht' (in Relativsätzen) § 559 Anm. 3 S. 258;
ci-d 'obgleich ist', ma-d 'wenn ist', ma-ni-d 'wenn nicht ist',
condid, indid, ondid u. s. w. S. 207, 221; — con-d-an maicc
'sodaß wir Söhne sind' Wb. 20d 10; ni-t-an reprobi ni 'wir sind
nicht reprobi' 18b 9; oire nu-n-d-em membur uili du dea 'for
we are all members unto God' Thes. II 246, 5; — ni-d-ad
foirbthi si 'Ihr seid nicht vollkommen' Wb. 14a 8; ce nu-d-ed
issidi 'obgleich Ihr kundig seid' Thes. I 713, 25; — ni-t-at
cosmili 'sie sind nicht ähnlich' Wb. 32d 14; do-nna-td-et ad-
blama inna-e-siu 'to whom these things are not ready" Thes.
I 713, 23; ni-t-aat cosmuli 'sie sind nicht ähnlich' Wb. 9b 17
(-aa- durch Assoziation mit den Formen der Wui'zel -tä); nit 'sie
sind nicht' (Thes. I 437 Fußnote h) kann nach I 325 aus nitat
entstanden sein; vgl. sechit 'welche es auch sind' Ml. 101 d 4
neben sechitat 69a 18. — Die Formen mit erhaltenem -e- (-d-em,
-d-ed, -d-et) sind archaisch.
Anm. 1. Die Null-Form des Verbums in der 3. Sing, ist teils durch
Schwund einer Verbalform *esf (so nach lautlichen und morphologischen
Kriterien bei nach und bei den Formen auf -d), teils durch Nicht-Setzung
der Verbalform (so bei ni, wie das Fehlen des -d beweist) zu erklären.
Durch Anschluß an die Konjunktivformen des Imperfekts auf -ad
haben die Formen mad, cid und danach auch die entsprechenden Plural-
formen mat 'wenn sind', cit 'obgleich sind' konjunktivische Bedeutung
angenommen. Auszugehen ist von mad, das in der Bedeutung eines Ipf.
Konj. vorkommt (S. 319 Z. 3 v. u.) und eine Pluralform matis 'wenn
wären' bildet. Man hat anzunehmen, daß im Satztypus mad forngaire
dognein 'if it were a command that I gave' die der relativen Umschrei-
bung dienende Kopula ursprünglich präsentisch und indikativisch war;
präsentisch ist sie auch sonst oft bei einem Hauptverbum im Prät. (Bei-
spiele S. 239), und indikativisch könnte sie sehr wohl gewesen sein, da sie
als rein formales Mittel der Wortstellung an und für sich an der irrealen
Bedeutung nicht teilnimmt. In dieser Stellung wurde aber mad (wegen
der Ähnlichkeit mit bad u. s. w.) zu einem Ipf. Konj. umgedeutet, und
eine Pluralforra matis wurde nach dem Muster von Formen wie com-tis,
ar-dis (S. 439), in denen zwischen den beiden Konsonanten ein -b- ge-
schwunden war, gebildet. Die präsentische Konjunktivbedeutung von mad
424 Anmerkungen zum Paradigma der Wurzel *es-. [§ 638, 2
(z. B. Wb. 2a 8») beruht wohl auf einer Kontamination der präsentischen
Indikativbedeutung mit der imperfektischen Konjunktivbedeutung, cid,
das einem Ipf. Konj. weniger ähnlich sah, ist wohl erst durch den Einfluß
von mad als Präs. Konj. konjunktivisch geworden; es ist noch im indika-
tivischen Sinne belegt (Wb. 5a 16); als ein Ipf. Konj. ist es äußerst selten
(etwa Wb. 16c 25?).
Zu mad und cid ist noch daran zu erinnern, daß man nach ma und
cia eigentlich keine Kompositalform des Verbums erwartet hätte, da diese
Konjunktionen sonst nicht als Präverbia auftreten.
Falls manid wirklich einen vollständigen Satz bilden kann (Wb.
17 b 32, S. 221), so hat die gewöhnlich verbundene Form in diesem einen
Fall unverbundene Verwendung.
Im Brit. kommen besondere Kompositalformen so gut wie gar
nicht vor; nm' mc. nyt 'ist nicht', nat 'daß nicht ist', ponyt 'ist
nicht?', neu-t 'ist' (mit dem Präverb neu-, S. 290); corn. mar-
na-s, mar-ne-s und (stark reduziert) mars 'unless, except' O. M.
948, R.D. 2220, O.M. 226 u. s. w.
Das -t dieser mc. Formen ist mit dem irischen -t- in ni-t-at
identisch und beruht auf Doppelsetzung des in ir. ma-ni-d vor-
hegenden Adverbiums *idhe (§ 545, 2), das im Brit. in mehrfacher
Weise in Verbindung mit dem Verbum 'sein' vorkommt. Zunächst
kann es unverdoppelt vor dem Verbum 'sein' in derselben Funktion
wie vor allen anderen Verben (vgl. § 544 Anm.) vorkommen: mc.
yd wyf, corn. yth of, mbr. ez off. Ferner kommt es in der auf
Verdoppelung beruhenden Gestalt mc. ytt- nc. yd- corn. es-, eg-
(§ 344) mbr. ed- in fester Verbindung mit den Formen der Wurzel
*€S- vor, und zwar so, daß die Identität mit der sonstigen Verbal-
partikel nicht empfunden wird (es steht daher auch nach einer
Negation, nach den Partikeln mc. a und yd u. s. w.): mc. ytt-
wyf 'ich bin', 3. Sing, ytt-iw 'ist', yd ytt-oed 'erat'; nyt ytt-
wyf-i 'ich bin nicht' (enthält eigentlich das Adverbium *idhe vier-
mal); — corn. Präs. Sing. 1. es-of, yth es-af, 2. es-os, 3. vs-y,
vg-y (das Präverb hat in dieser Person den Vokal ö durch Ver-
mischung mit der unten [3c°] zu besprechenden 3. Sing, vs), PI. 1.
es-on, 2. es-ough, Ipf. Sing. 1. es-en, yth eg-en, 2. es-es,
3. es-e, PI. 1. es-en u. s. w. ; — mbr. Präs. Sing. 1. edoff, ez
ed-off und aed-off, ez aedouff, 2. ed-out, 3. ed-y, aed-y,
PI. 1. ed-omp, 2. ed-ouch, aed-ouch, 3. ez ed-ynt, Ipf. Sing. 3.
ed-oa, ed-o (me aed-oae 'ich war' Nonne 533), PI. 1. ed-oamp,
3. ed-oent, ed-ont; die Formen aed-oae (zweisilbig) und ed-
oent beruhen ebenso wie corn. Ipf. 3. Sing, es-e auf Anschluß
§ 638, 2] Anmerkungen zum Paradigma der Wurzel *es-. 425
an das Ipf. der regelmäßigen Verba; ob die Schreibung aed- nur
eine orthographische Variante für ed-, oder auf Kontraktion von
a ed- beruht (mir wahrscheinlicher), bleibe dahingestellt. Im Mc.
werden die mit ytt- zusammengesetzten Formen der dritten Person
nur mit einem bestimmten Subjekt verwendet (Strachan, Introd.
S. 100, 101); anders im Com. und Mbr. : com. ena vn lowarth
ese 'dort war ein Garten' M. C. 233; mbr. pan aedy pardon *da
es Ablaß-Fest ist' Nonne 472. Nach Strachan, Introd. S. 100,
vgl. S. 102, kommen die rac. ytt-Formen besonders dann vor, wenn
eine Negation (ny-t, na-t), ein Präverbium (z. B. neu-t) oder eine
Konjunktion ohne folgendes y, yd (z. B. pan 'als', ot 'wenn') vor
dem Verbum steht. Diese Beobachtung erinnert einerseits an die
irische Regelung, andererseits bildet sie die Brücke, die zu einem
eigentümlichen com. und mbr. Sprachgebrauch (ZE. 549 ff.) hin-
überführt. Im Corn. und Mbr. erscheint nach gewissen Partikeln
vor den Formen der Wurzel *es- (aber auch vor dem Verbum af
'ich gehe') ein mit dem irischen -t- identisches Element (com. -s-,
mbr. -d-): corn. mar-s-of 'wenn ich bin', 2. Sing, mar-s-os,
3. Sing, mar-s-ew, mar-s-yw-a, 2. PL mar-s-ewhy, 3. PI.
mar-s-ens; a-ss-o-ma squyth 'wie müde ich bin!' 'ich bin aber
müde!' O.M. 684 (2. Sing, a-ss-os, mit Augens a-ss-osa, a-s-
oge, a-s-ota, 3. Sing, a-s-yw, 1. PI. a-ss-on, Ipf. 3. Sing,
a-ss-o; das a- dieser Verbindungen ist wohl mit der Bedingungs-
konjunktion a identisch, die sich mit mar kombinieren kann: mar
a-s-os 'wenn du bist', mar a-s-yw 'wenn er ist' u. s. w.); ny-
ng-of 'ich bin nicht', 2. Sing, ny-ns-os, 3. Sing, ny-ns-yw,
ny-ng-yw, ny-ng-ew, 2. PI. ny-ns-ough, Ipf. 3. Sing, ny-
ns-o, ny-ng-o, ny-ni-o, 3. PL ny-ng-ens; mit einer (wohl mit
0. neu identischen) Partikel 'schon, jetzt' entsteht na-ns-yw 'schon
ist, jetzt ist'; — mbr. mar-d-ouf 'wenn ich bin'; ne-d-ouf,
ne-nd-ouf 'ich bin nicht', ne-d-eu, ne-nd-eu 'ist nicht', a ne-
d-eu, a-n-d-eu 'ist nicht?' (vielleicht ist ne-nd-eu nach dem
Muster des für das Sprachbewußtsein nicht mehr klar analysier-
baren a-n-d-eu gebildet; ähnhch wäre das -ns-, -ng- nach ny-
im Corn. zu erklären, wonach sich wiederum corn. na-ns-yw ge-
richtet hätte); auch mbr. ne-d-edy, ne-nd-edi 'ist nicht'.
Anm. 2. Mit den hier besprochenen Formen steht das -«/-Element von
corn. a-n gefes 'er hat', a-n gevyth 'er wird haben', mbr. e-u deveux
'er hat', e-ndevezo 'er wird haben' (§ 496, § 499) in Verbindung. Es
ist ganz klar, daß zwischen dem von der Wurzel *es- gebildeten Präsens
426 Anmerkungen zum Paradigma der Wurzel * es-, [§ 638, 3
und den von der Wurzel *bheu-, *bhwi- gebildeten Formen eine Wechsel-
wirkung stattgefunden hat, und ich habe oben § 503, 4 stillschweigend
angenommen, daß die *es-Formen den (lenierten) Anlaut der 6-Formen ana-
logisch angenommen haben (habe also ge-fes, de-veux analysiert). Viel
wahrscheinlicher ist es mir jetzt, daß man das Präsens der Wurzel *es-
als com. g-ef-es, mbr. d-ev-eux analysieren soll und darin eine Häu-
fung der beiden Präsensformen com. yu mbr. eo und com. vs mbr. eux
(s. unten 3c°) suchen soll: die i-Formen haben sich dann nach den *es-
Formen gerichtet.
Anm. 3. In suffigierter Gestalt findet sich das Adverbium * idhe nicht
nur in der mc. relativen Form yssyd (1°), sondern zugleich in mc. yssit
'es gibt', o-8-it 'wenn es gibt'; zu yssit ist eine unregelmäßige 3. PL
ysydynt gebildet; diese Formen werden mit einem unbestimmten Subjekt
verbunden.
3) Die Formen der 3. Sing, des Präs. im Brit a) Die regel-
mäßige Form mc. yw corn. yu mbr. eo unterliegt gewissen kleinen
lautlichen Variationen, Über mc, pieu 'cuius est' corn, pew br.
biou, biaou s. § 519, § 520 S. 200 mit Nachtrag und zum Laut-
lichen § 512 Anm. 3 S. 185 (mc. biew-ynt, pieu-f o, com, pew-o,
a bewe, a bywfy enthalten eine ähnlich erstarrte Form wie mbr.
d-ev-eux oben Anm. 2). Das -i- von mc. yttiw (2°) wird trotz
nc. ydyw eine lautliche, nicht eine orthographische Variante sein
(vielleicht von der Betonung abhängig; die ytt- Formen fungieren
in der Regel nicht als Kopula). Der auslautende Labial fehlt in
corn. vs-y, vg-y, mbr. ed-y, aed-y, ferner in mbr. e, ez e neben
eo, ez eo, in mc. a-e 4st es?' (ae anigryf gennyt ti dy uot
yma 'ist es dir unangenehm hier zu sein?' Mab. 238, 7; oft nur
der relativen Umschreibung [§ 547] dienend: ae ymlad a allut
ti Vürdest du kämpfen können?' 222, 14; ae . . ae 'entweder . .
oder' s. oben S. 327 Z. 28—36; ae ef ae arall 'entweder er oder
ein anderer' Mab. 198, 25); und schHeßlich in mc. y ma-e 'ist',
ma-e 'wo ist?'.
Nach der Etymologie müßte y mae eigentlich "hier ist" be-
deuten; der Begriff 'hier' ist aber ganz verblaßt (der tatsächliche
Ausdruck für 'hier ist' ist im Mc. yma y mae, vgl. dän. der er
der en Mand 'dort ist ein Mann'); über mae s. § 523, 7 S. 204.
Zu y mae gehört die Pluralform y maent; auf die Frage mae
'wo ist?' kann man durch die in § 548 Anm. erwähnte Assimi-
lation mit maent 'sie sind' antworten (W.B. 400, 25, 27); mae
kann auch relativ fungieren: yn lle mae gorev y gwyr 'wo die
Männer am tüchtigsten sind' Mab. 195, 16; a menegi y Arthur
mae mi a-th vyrywys 'und dem A. zu melden, daß ich es bin,
§ 638, 3J Anmerkungen zum Paradigma der Wurzel *es-. 427
der dich überwunden hat' 200, 11. — In den com. und mbr.
Entsprechungen des mc. y mae, raae fehlt das Verbum 'ist' voll-
ständig nach § 636, 3: corn. yma, ymma 'ist', pema 'wo ist?';
der Artikel des Substantivs m a fehlt in gewissen Fällen : m y a
wor p-le ma onan 'I know where there is one' O.M. 2561 (aber
yn le may ma 'in the place where he is' P.C. 2058; auch P.C.
557 bedeutet may ma wohl 'wo ist', nicht, wie Williams Dict. 242
annimmt, 'hier ist'); ellas govy ma ov dyllas ov tewy 'o weh,
daß meine Kleider brennen!' O.M. 2633; der Plur. y mons 'sie
sind', ple mons 'wo sie sind' ist nach dem Muster der regel-
mäßigen Verba gebildet; — mbr. ema 'ist' (aber m-edy 'wo ist?');
daraus hat sich im Nbr. ein vollständiges „present d'actuaUte"
entwickelt, das die ed -Formen verdrängt hat, aber im Ipf. durch
ed-Formen suppliert wird: Präs. Sing. 1. emaoun, emoun 'je
suis actuellement', 2. emaoud, emoud, 3. ema, PI. 1. emaomp,
emomp, 2. emaoc'h, emoc'h, 3. emaint, emint, Ipf. Sing. 1.
edoun, 2. edoz, 3. edo, PI. 1. edomp, 2. edoc'h, 3. edont
(Vallee S. 149, Ernault Gramm. S. 41, Troude, Dict. fr.-br. S. 366).
b) Eine mit dem ir. is stimmende Form ist im C. erhalten:
ac. is, iss; mc. ys im Satzanfang vor einem Prädikatsnomen (oft
im Dienst der relativen Umschreibung, § 547): ys gwir 'es ist
wahr' Mab. 187, 18; ys drwc a gedymdeith uuost di ac ys
da a gedymdeith a golleist di 'ein schlechter Genosse bist du
gewesen, und einen guten Genossen hast du verloren' 51, 4; vgl.
Loth, Rc. XXXI 318; — archaisch mit einem infigierten Pron.
verbunden: ys-ym arglwyd, yss-im ediuar S. 156; — mit der
Konjunktion kan 'da' verbunden, teils mit deutlicher 'ist' -Bedeu-
tung (Mab. 177, 15), teils bedeutungsleer: kanys gwell yw gen-
nyt-ti 'da es dir besser dünkt' Mab. 166, 2; — mit der Konjunktion
0 'wenn', oft nur der relativen Umschreibung dienend: o-s ymlad
a vynny a mi 'wenn du mit mir kämjjfen willst' 222, 11; o-s
gofut a daw arnawch 'wenn Drangsal über euch kommt' 210, 19
(dies OS 'wenn ist' ist natürlich von os 'wenn es', z. B. in os dir-
per 'wenn er es verdient' 233, 14 wohl zu unterscheiden); — in Ver-
bindungen wie yr ys talym 'seit einer Weile' 6, 17, yr ys seith
mlyned 'seit sieben Jahren' 55, 12 (yr ist = ir. iar und wird
nachträglich hinzugefügt worden sein; die ältere Form der Redens-
art liegt vor in ys gwers 'seit einer Weile' Mab. 126, 27); — in der
adverbiell erstarrten Verbindung ss-ef, s-ef (die Grundbedeutung
ist die des ir. is hed, vgl. ac. iss-em i anu 'das ist sein Name'):
428 Anmerkungen zum Paradigma der Wurzel *es-. [§ 638, 3
ssef a gaf as yn y chyghor 'dann entschloß sie sich, sie entschloß
sich nun' Mab. 193; ac yr neuad y deuth . sef y gwelei gwr
gwynllwyt telediw yn eisted 'und er ging in die Halle; er sah
nun einen weiß-grauen schönen Mann sitzen' 202, 11; in ähnlicher
Verwendung kommt auch bloßes ef vor, vgl. § 320 Anm. 2 I 472,
und im Mbr. entspricht ein bedeutungsleeres en (Loth,Rc.XXXI 321,
Chrestomatie 476, Ernault, ßc. VIII 44).
Die wenig greifbare Bedeutung von ys hat die Kontamination
ys oed 'es war' ermöglicht: ys oed gryssyn kelu y ryw was
hwnn 'es war Schade, einen solchen Burschen zu verbergen' Mab.
116, 29, vgl. 220, 16.
Eigentümlich ist die Verbindung des subjektlosen yd ys {sd
ys) oder yd ydys {da ddys) mit einem Inf. mit yn oder ohne yn
(§ 635, 2c° und d*^): yd ys yn lluydaw yn an hol "es ist in
Kriegführen hinter uns" 'man bereitet Krieg hinter uns' Mab. 63, 1;
vyg karcharu yd ydys "es ist im mich-gefangen-Nehmen" 'man
ist im Begriff mich gefangen zu nehmen'. In diesen Verbindungen
ist ys schheßlich als eine passivische Form aufgefaßt worden; daher
Ipf. yd oedit yn dygyuori y wlat 'man war im Begriff, das
Land zu erregen' Mab. 63, 6.
Schließlich kommt ys in verschiedenen Verschmelzungen vor:
mc. yss-it, o-s-it, ys-ydynt oben Anm. 3; mc. yss-yd, mbr.
s-o oben 1°.
c) Eine zusammengehörige Gruppe bilden mc. oes {oes), com. es,
vs, evs (d. h. ös\ mbr. eux (d. h. ös). Mc. oes steht zunächst in
der Frage und durch die § 548 Anm. erwähnte Assimilation zu-
gleich in der Antwort auf eine solche Frage: a oes porthawr?
oes 'gibt es einen Türhüter? Ja!' Mab. 103, 6. Daß br. Wort
wird einst dieselbe Verwendung gehabt haben, denn noch heute ist
euz (geuz, vgl. I 435 unten) ganz besonders in der Antwort ge-
bräuchlich: ha n-euz ket a dan er siminal? euz 'n'y a-t-il pas
de feu dans la cheminee? Si (il y en a)' Vallee S. 156. Für das
Corn. ist die Verwendung in der Frage direkt belegt: us dour
omma in oges 'is there water here at band?' Beun. Mer. 655;
seine Hauptverwendung hat das corn. Wort jedoch im eigentlichen
Relativsatz (das Relativpronomen a fehlt davor): ol myns es orth
^e vlamye 'alle diejenigen, die dich tadeln' M.C. 120; thu-m
seruons lel yn pryson evs 'zu meinen getreuen Dienern, die im
Gefängniß sind' R.D. 316. In allen drei Sprachen wird das Wort
nach einer Negation verwendet: mc. nyt oes neb 'es gibt nie-
§638,3. 639] Mc. oes etc. Erklärung des Präsens der W. *es-. 429
manden' oben S. 329, 14; com. aban nag-es a wothfe oben
S. 228, 27, ny-ns-us, ny-ns-ues, ny-ns-es, ny-ng-es 'es gibt
nicht' P. C. 2674, 2362, 0. M. 1236, M. C. 34; mbr. nac eux
den 'sodaß es keinen Menschen gibt (, der . .)' Jes. 28b, ne deux
'es gibt nicht' 14a; daran schließt sich com. mar-s-us 'wenn ist,
wenn es gibt' P. C. 2978, a-ss-us lues den 'wie viele Leute es
gibt!' Beun. Mcr. 757, mar a-s-us 'wenn ist' 635, na-ns-us 'jetzt
ist' 3949, rabr, mar-d-eux 'wenn ist' Nonne 97. Im Com. und
Br. bildet schließlich diese Form das Präsens des Verbums 'haben'
(§ 496, § 499). Fälle, die außerhalb des so umgrenzten Gebietes
fallen, sind im Com. selten: ahanas vs <^yn cowsys 'von dir ist
uns gesagt worden, daß . .' Beun. Mer. 229, kyn-th-us 'obgleich
ist' 1453, 2364; im Mbr. ist dagegen ez eux 'ist, es gibt' ganz
gewöhnlich (Jes. 10b u. s. w.); jedoch gilt diese weite Verwendung
von euz nicht für den Dialekt von Treguier (Vallee S. 156).
Es kann nicht zweifelhaft sein, daß mc. oes und com. mbr.
ÖS verschiedene Kontraktionen der Partikel a (Fragepartikel, Re-
lativpronomen) mit der als ir. is mc. ys erhaltenen Verbalform
sind. Im C. hat Diphthongbildung, im Com. und Br. Bildung
eines langen Vokales (urbrit. ö oder ä) stattgefunden. Die kontra-
hierte Form hat sich außerhalb ihres Entstehungsgebietes wohl zu-
nächst in der negativen Antwort und im Verbum 'haben' einge-
stellt (daß sie einst im Verbum 'haben' nicht allein herrschte, zeigt
die Kontamination mbr. d-ev-eux, s. Anm. 2).
§ 639. Etymologische Erklärung des Präsens der AVurzel
*es-. 1. Sing. *esmi (vgl. skr. asmi gr. elixl): ir. am, -t-am {a aus
e in der Proklise); in der gewöhnlichen irischen Kompositalform
-t-a ist das -m als vermeintliches suffigiertes Subjektspronomen
analogisch beseitigt worden (am: -t-a == 2. Sing, at: -t-a). Die
brit. E'ormen (mc. wyf u. s. w.) sind Analogiebildungen nach der
2. Sing.
2. Sing. *esi (vgl. skr. asi gr. ei): ir. a-t, -t-a, mc. wy-t
com. o-s mbr. ou-t. Nach dem Schwunde des intervokahschen -s-
hat sich ein Diphthong ei entwickelt, dessen regelmäßige Fort-
setzung im Mc. vorliegt; im Com. und Br. hat wegen der Proklise
eine gewisse Reduktion stattgefunden; das Ir. hat die gewöhnliche
Reduktion zu «. Das Pronomen ir. -t u. s. w. ist eret spät mit
dem Verbum verschmolzen.
3. Sing. *est (vgl. lat. est). Daraus erklären sich die Schwund-
formen ir. nach; manid, mc. nyt, corn. marnas u. s. w. (S. 424).
430 Erklärung der Formen der Wurzel *es-. [§ 639. 640
Aus *est is erklärt sich ir. is rac. ys, aus *est {j)o{d) erklärt sich
mbr. so. Das ir. is hatte in Verbindung mit dem Pronomen der
3. Sing, (is he, is si, is hed) mouilhertes s und daher den Vokal
ij der nun auch auf die Fälle übertragen wurde, wo das -s nicht
mouilhert war; nur in die relative Form (as) drang das i natürhch
nicht. Über c. oes u. s. w. s. § 638 Schluß. Mc. yw corn. yu
br. eo beruhen wohl auf Umstellung eines nach dem Muster der
2. Sing. mc. wy-t u. s. w. gebildeten mc. *wy u. s. w. Daß die
Metathese im Gegensatz zu mc. dwy, pwy (§ 222, 2 I 322) auch
im C. eingetreten ist, beruht auf der Unbetontheit, vgl. mc. rwy-:
ryw- S. 175, yw 'zu ihrem' S. 158; darauf wird auch das e des
br. eo (vgl. diou, piou I 322) beruhen.
Die 1. PL stimmt nicht zu skr. s-mas, sondern geht auf eine
nach der 1. Sing, gebildete Form *es-mos zurück: ir. -d-em mc.
ym; mit suffigiertem Subjektspronomen ir. ammi (doppeltes Pro-
nomen in ammin eulig Wb. 14d 28, ämminn imdibatai ni
'we are destroyed' Ml. 83 c 3); analogisch gebildet ist ir. -t-an,
vgl. § 607 Anm. 3 S. 351. Corn. on mbr. omp sind entweder
von der Flexion der regelmässigen -o- : -e-Verba (und zwar in vor-
historischer Zeit, als man im Corn. noch in diesen Verben eine
Endung -on hatte), oder von der 2. PL des Verbums 'sein' be-
einflußt.
Die 2. PL weicht gänzhch von skr. s-tha ab und ist eine nach
der Analogie der 2. Sing, in verhältnismäßig später Zeit gebildete
Form: ir. -d-ed, -t-ad aus *ei4e (über adib s. S. 344); mc. ywch
hat sich im Vokal entweder nach der Flexion der regelmäßigen
Verba (und zwar in vorhistorischer Zeit, als man im Mc. in diesen
Verben noch nicht die Endung -weh [I 385] hatte) oder nach der
1. Plur. des Verbums 'sein' gerichtete
3. PL *sent (entspricht, von der Sekundärendung abgesehen,
genau dem skr. s-anti got. sind osk. sent umbr. sent): ac. hint
ir. -d-et, -d-at u. s. w.; ir. it ist *sent ei (das Timbre des -t und
die Färbung des Vokals wie bei der 3. Sing.; rel. at, ata).
§ 640. Die etymologische Erklärung des Ipf. der Wurzel
*es- muß von der 3. Sing. (mc. oed com. o br. oa) ausgehen,
die auf *esät zurückgeführt werden und mit lat. erat idenfiziert
1. Auch andere Deutungen der 1. und 2. PI. sind möglich; man könnte
z. B. von alten analogisch gebildeten Formen * s-o-mos, *s-e-te ausgehen;
nur das steht vollkommen fest, daß es sich nicht um eine Fortsetzung der
alten idg. Formen handelt.
§ 640. 641J Erklärung des Ipf. der Wurzel *es-. Ir. at-tä. 431
werden kann (I 73). Das für die regelmäßigen Imperfektformen
charakteristische angehängte Element (S. 347) fehlt hier (weil die
Form so wie so von dem Präsens deutlich unterschieden war). Die
übrigen Personen des Ipf. sind, so wie sie vorliegen, nur analogisch
zu erklären. 1. Sing. *esäm, 2. Sing. *esäs hätten ohne ange-
hängtes Imperfektmerkmal mit *esät zusammenfallen müssen (mc.
*oed, mbr. *oa); durch Annahme der Imperfektendungen der
regelmäßigen Verba entstanden mc. oedwn, oedut, mbr. oann,
oas, worauf der Stamm oed-, oa-, auch im Plur., wo er in keiner
Weise lautgesetzlich entstanden sein könnte, durchgeführt ^vurde.
Die corn. Formen sind nach Analogie der regelmäßigen Verba ge-
bildet, zunächst vermutlich in Fällen, wo das Verbum enklitisch
war (auch die 3. Sing, hat in den Formen es-e S. 424, a bew-e
S. 426 nicht Widerstand leisten können).
§ 641. Als unverbundenes Supplementverbum zu den im
Irischen nui* verbunden auftretenden Formen der Wurzel *es- er-
scheint in erster Linie das regelmäßige Präsens -tä: Sing. 1. -tau,
-töo, -tö, 2. -täi, 3. -täa, -tä, PI. 1. -taam, 2, -taaid, -täid,
3. -taat. Dies Verbum ist fast immer komponiert und zwar 1)
mit einem relativen Präverb: forsa-taith 'worauf Ihr seid' Wb.
20b 6, i-täu 'worin ich bin' 32a 10; 2) mit der Negation ni vor
einem infigierten Pronomen: ni-t-ta 'du hast nicht' 2b 12, ni-n-
tä 'wir haben nicht' 31c 7, ni-b-tä 'Ihr habt nicht' 19 b 10 (un-
betont nach § 484, 4 und § 636 Anm. 2: ni-mp-tha firion,
ni-m-tha laäm Wb. 8d24, 12a 21; ni-ta cumacc do chain-
gnim 'er [der Körper, corp] ist nicht kräftig zu guter Tat' 4a 6
[mit infigiertem Pron. der 3. Sing. Mask.]; ni-tha di-a meit 'es
ist nicht so groß' 5b 10 [mit infig. Pron. der 3. Sing. Neutr.]);
3) mit no vor einem infigierten Pron.: no-m-thä 'was ich habe'
13c 10; no-b-tä 'die Ihr habt' 14c 16; 4) sonst regelmäßig mit
einem als at- erscheinenden Präverb, sodaß die Normalform Sing,
attöo, attäi, attä, PI. attaam, attaaid, attaat ist.
Es kommen jedoch verschiedene Unregelmäßigkeiten vor: a)
-tä bildet Komposition mit der Konjunktion ö 'seit, von wo', die
sonst nicht ein Präverbium ist: ö-thä quod si 'von da an, wo quod
si . . steht' Wb. 15a 22; ö-tü-sa S. 305, 11, ö-tü sund 'seit ich
hier bin' LU 40a 8; vielleicht ist jedoch mir. ö-tü aus *ö attü
kontrahiert, und ö-thä eine isoherte Unregelmäßigkeit dei-selben
Art wie cen-ma-thä,, cen-mi-thä und iarmitha I 472f.; b) in
Verbindung mit ol 'als' (nach einem Komparativ) kamen Ursprung-
432 Ir. at-tä. [§ 641
lieh Simplexformen des Verbums -tä vor, wie namentlich die
3. Sing., PI. mit suffigiertem Relativpronomen oldaas (oldoas
Thes. n 10, 10), oldäte beweisen; indessen ist ol in dieser Ver-
bindung später als ein relatives Präverb aufgefaßt worden, s. I 399 ;
und noch eine weitere Verschiebung der Auffassung war im Air.
vorbereitet: ol 'als' verband sich mit keinem anderen Verbum als
'sein', und oldaas steht daher fast als eine einheitliche Konjunktion^
in Fällen wie oldaas do-n-tlucham 'als wir bitten' Wb. 21d 9,
oldaas ro-foided 'als geschickt worden ist' 32a 25; oldaas
steht in derselben Weise sogar vor einigen Formen des Verbums
'sein', s. I 398, oldaas bid ar n-äinsem 'than should be our
accusation' Wb. 4 b 17; so ist man schließlich dazu gekommen, die
relativen Simplexendungen von oldaas, oldäte auf das wirkliche
Kompositum mir. an-dü-sa (§ 421 Anm. 1 S. 78) zu übertragen:
air. 3. Sing, indaas Ml. 135a 13, 3. PI. indate 92 d 6; auch das
gewöhnliche Kompositum mit at- kann nach einem Komparativ
auftreten (2. Sing, atai-siu S. 79, 8, atse-siu Wi. II ^ 213, 18;
1. Sing, mit merkwürdiger Schreibung adoa-sa Thes. I 485, 31),
und dazu gehört die 3. Sing. rel. adaas Sg. 190a 4 (Kontami-
nation von daas, s. unten ß°, und *ataas?; dieselbe Form in
unklarer Verwendung Sg. 193 a 2 a, ZfcPh. VII 481; sollte schKeß-
lich auch das oben § 366 Anm. 3 S. 21 anders gedeutete adas
'siquidem, utique, quamuis u. s. w.' hierher gehören?).
Unkomponiert wird das Verbum in den folgenden Fällen ver-
wendet: a) in der 3. Sing, mit suffigiertem Pronomen : taith-iunn
u. s. w. S. 148; ß) im Passiv in der Bedeutung 'man ist böse,
zornig': ished dathar dorn 'deshalb ist man mir böse' Wb. 21c 9;
is hed dathar dun 'deshalb ist man uns böse' 28 d 4 (dazu das
perfektische Prät. Pass. is hed ro-m-both, ro-m-bod 19a 9,
5b 31 und aktivische Formen wie ni nach ein aile no-taid
dorn 'it is not any other fault that ails you at me' 'es ist nicht
wegen irgend eines anderen Versehens, daß Ihr mir böse seid'
19d 26 und mir. cid no-täi, cid atäi, cid tai mit folgendem
do 'weshalb bist du böse?', s. KZ XXXV 3911; 3. Sing, cid
daas in caillech Stokes, Trip. Life 28, 17); y) in der Bedeutung
'scheint': noch da leinn 'es schien uns' Wb. 31d 5; da lim
'methought' Thes. 11 291, 5; in derselben Bedeutung jedoch auch
1. Vergl. für die erste Person: is äildiu a-mmag ro-gab süil
oldo-sa 'das Auge hat einen schöneren Platz erhalten als ich' Wb.
12 a 25.
§ 641] Ir. at-tä. 433
ata lat 'es scheint dir' 25b 17 und in da leu 'es schien ihnen'
Ml. 39c 34, vgl. 60b 1, 96a 6; mir. dar limm, indar limm 'es
scheint mir, es schien mir', vgl. Asp. i Irsk S. 153, Strachan
ZfcPh. I 14. In dieser Bedeutung scheint das Verbum nicht in
Suppletiv- Verhältnis zur Wui'zel *bheu-, *bhwl- zu stehen. Die
mir. Form, die später mit der Präposition dar, tar assoziiert wird,
kann gewiß nicht durch eine solche Assoziation entstanden sein;
sie kann dagegen nach § 179, 1 I 275 aus *dathar oder *tathir
entstanden sein und wird ursprünglicher als die unregelmäßige
Simplexform da sein.
Anm. Die8*dathar, *tathir kann jedoch nicht passivisch, sondern
nur deponential gewesen sein. Und diese deponentiale Flexion ist keines-
wegs auffällig; denn -ta gehört (s. I 79) zur idg. Wurzel *8thä-, die im
Keltischen wie im Gr. in der Bedeutung 'stehen' mediale Flexion gehabt
hat, vgl. über ir. -sissiur §624,1. Dem ir. is hed dathar dorn u. s.w.
(oben ß°) entspricht im Brit. die Kedensart mc. ny-m-tawr 'es kümmert
mich nicht', pathawr (statt *pa-th-dawr) 'was kümmert es dich?' Mab.
279, 19, com. ny-m-der, ny-m-dur, ny-m-duer, nu-m-duer, nu-
m-dur 'it concerns rae not' P. C. 682, E. D. 1059, 1898, Beun. Mer. 374,
443, mar a-th dur 'if it regards thee' R. D. 845, mbr. ne-m-deur 'ich
will nicht', n-on-deur 'wir wollen nicht', a huy oz deur 'wollt Ihr?';
jedoch wird die Form auf -r sowohl im Mc. wie im Mbr. als aktivische
3. Sing. (= Stamm) aufgefaßt; deshalb Neubildungen wie mc. Ipf. ny-m-
torei, Fut. ni-m-dor-bi B. B. 30b 8, mbr. Ipf. ne-m-deurie, Konj.
Ipf. mar oz deurfe 'wenn Ihr wolltet', Prät. e-n deurfoe 'er woUte',
Inf. deur-uout u. s. w. (Strachan, Introd. S. 97, Ernault, Dict. S. 265).
Es liegt am nächsten, die brit. Formen als deponential aufzufassen: "steht
im Wege, ist hinderlich" (vgl. lat. per me stat; zum Übergang in die
Bedeutung "gefällt mir" vgl. § 463 Anm. 1 S. 120f.); und auch das irische
is hed dathar dom kann ursprünglich deponential gewesen sein, wurde
aber wegen der Assoziation mit -ta als passivisch aufgefaßt und rief die
Neubildungen ro-m-both, no-taid, uo-täi ins Leben.
Wenn das Verbum -tä ursprünglich ein Medium gewesen ist, so er-
klärt sich das Fehlen der -r-Endungen in den Kompositalformen nach
§ 625, 5, und man darf sogar vermuten, daß die überflüssige Komposition
mit at- dem Zwecke diente, den Gegensatz zwischen den unkomponierten
-r-Formen und den -r-losen Kompositalformen zu beseitigen. Die Simplex-
formen der 3. Sing, mit suffigiertem Objektspronomen, die nach § 621
Anm. 1 S. 386 des -r entbehrten, blieben daher unkomponiert bestehen; die
r-Formen retteten sich dagegen nur in den unter ß° und j'° angegebenen
speziellen Verwendungen.
Was für ein Präverb eigentlich in dom at- steckt, ist mir unklar; ist es
mit dem häufig auftretenden bedeutungslosen in- (indaas, indate, inda
leu oben b°, y°\ indat iudei 'welche [Prädikatsnomen] die Juden sind'
Wb. 5b 34) identisch? Vgl. § 647, 8.
Pedereen: Vgl. Icelt. Gramm. II. 28
434 Ir. at-tä, fil. §641. 642
Wenn wir von den unter ß° und y° angegebenen speziellen
Verwendungen absehen, hat das Yerbum -tä teils die Bedeutung
'befindet sich irgendwo, in irgend einem Zustand', teils die Bedeu-
tung -es gibt'. Die erstere Bedeutung ist die häufigste, und -tä
ist daher in der Eegel von einer adverbiellen Bestimmung begleitet:
ataa i cach epistil a sain-chomarde sin 'in jedem Briefe be-
findet sich dies besondere Zeichen' Wb. 26b 31; is amne atäa
'so verhält es sich* 6a 19; ataat oc timthirecht § 635, 2c.
Übergangsfälle sind: atä comarde fuirib gl. signati estis spiritu
sancto 'ein Zeichen ist auf euch' Wb. 21a 5; ataat tra rete hie
ni reid a m-brith fri corpu peccatorum 'es finden sich also hier
Sachen, die es nicht leicht ist auf die Körper der Sünder zu be-
ziehen' 13 d 4, vgl. 13c 26, § 538 Anm. S. 224. Ganz erreicht
ist die Bedeutung 'es gibt' in Fällen wie: attä immurgu asbeer
'es gibt indessen etwas, was ich sagen werde' Wb. 32a ,22; ataat
da n-orpe ro-gab Abracham 'there are two heritages which
Abraham has obtained" 2 c 21; vgl. Sg. la 2, § 511 Anm. 2
S. 183. Ganz regelmäßig ist die Bedeutung 'es gibt', wenn das
Verbum mit einem infigierten oder suffigierten dativischen Pronomen
verbunden ist (oben 2°, 3°, a°).
In gewissen Konstiniktioneu ist das Verbum -tä selten; so in
den eigenüichen Relativsätzen und den EkHpsensätzen (es kommt
nach einem relativen Präverbium vor, s. oben 1°; vgl. femer ni so-
chude diib ataat and 'nicht viele von ihnen [von den Weisen]
gibt es dort' Wb. 8 a 17); nach den Konjmiktionen ma, cia,
CO n-, kommt -tä nicht vor; nach einer Negation kommt es nur
mit einem infigierten Pronomen (oben 2°) vor.
§ 642. In den FäUen, wo -tä nicht oder wenig gebräuch-
lich ist, tritt dafür das transitive Verbum fil^ ein, das eigenthch
ein Imperativ "voici, voilä*' ist. Über die variierenden Schrei-
bungen (fil, feil, fei, mii\ fail, fuil) und über die Etymologie
ist I 358 und I 272 Nachtrag gehandelt. Relative Form file, fil
§ 535, 2, 6; mit Objektspronomen der 3. Plur. filus, s. S. 149.
fil hat wohl zunächst das Verbum -tä in denjenigen Fällen
zurückgedrängt, in denen der Begriff' 'es gibt' auszudrücken war
(nui' in denjenigen Fällen nicht, in denen ein datinsches Pronomen
vorhanden wai'); ferner hat es in einigen Konstruktionen, in denen
die Bedeutung 'es gibt' häufig war, die Herrschaft errungen (fil,
1. Sarauw, Ec. XTII 276.
§ 642] Ir. fil. 435
file 'der sich findet', ni fil 'findet sich nicht', ma fil 'wenn sich
findet' sind Analogiebildungen nach fil, file 'den es gibt', ni fil
'es gibt nicht', ma fil 'wenn es gibt'). Beispiele aus dem Air.:
fil ni de as fir 'es gibt etwas davon, das wahr ist' Wb. lld 2;
coisnimi file lib-si 'die Streitigkeiten, die es bei euch gibt'
7d 13, inna fer fei and nunc 'der Leute (Gen.), die jetzt da sind
(leben)' 4c 1; amal file öentid eter bauUu coirp duini 'wie es
Gemeinschaft unter den Gliedern des Körpers des Menschen gibt'
12b 12; doadbadar file rath dee lat-so 'es wird gezeigt, daß
du die Gnade Gottes hast' 12d 20; ma nu-d-fel in spirut nöib
indium-sa 'wenn der heilige Geist in mir ist' 11c 1, vgl. 19c 20;
ci-ni-n-fil Hb 'daß wir nicht bei euch sind' 16b 9; con-dum-
fel fo mäm pectho 'sodaß ich unter dem Joche der Sünde bin'
3c 38; ni fil linn in bees so 'wir haben diese Sitte nicht' 11c
21; nio-fil S. 210 Z. 5; ata torad la gnimu soilse ni fil
immurgu acht infi'uctuosa gl. noHte communicare operibus in-
fructuosis tenebrarum 'die Taten des lichtes haben ihre Frucht;
sie (die opera tenebrarum) sind aber nur infructuosa' Wb. 22 b 26
(fil scheint hier die un verbundene Kopula zu verti'eten); atluchur
do dia ce-rubaid fo pheccad nach-ib-fel S. 240 Z. 29; co-
na-fil dualchi na accobra colnidi leu 'sodaß sie nicht Laster
oder fleischliche Lüste haben' Wb. 20c 1.
Eine ganz feste Grenze zwischen den Fällen, in denen fil,
und den Fällen, in denen -tä zu verwenden ist, gibt es im Air.
nicht, und man soll nicht durch gepreßte Interpretation von Stellen
wie Wb. 8a 17, lld 2 eine feste Regel durchzuführen versuchen.
Die Verteilung ist fortwährend im Fluß, bis schließhch im Nir.
fuil vollständig die Rolle als „dependent form" von tä übernimmt
(S. 251); es wäre aber ein grober Anachronismus, denselben Zu-
stand schon für das Air. anzunehmen. Wenn im Mir. fil häufig
in der Antwort auf die Frage in fil 'gibt es?' vorkommt (Strachan,
Trans. Phil. Soc. 1899—1902 S. 54), so braucht dies nur in sehr
geringem Grade von der in § 548 Anm. besprochenen Assimilation
der Antwort an die Frage abhängig zu sein; fil war auch ohne
diese Assimilation seit alter Zeit im Anfang eines Hauptsatzes ge-
bräuchlich (vgl. cid sön ar Mac Roth . fail a mör-abba ar
Däire 'weshalb das? sagte M.; es gibt dafür einen guten Grund,
sagte D.' LL 55 a 20).
Anm. Im Mir. ist das Bewußtsein von dem subjektlosen und transi-
tiven Charakter von fil so weit verdunkelt worden, daß eine 3. PI. fil et
28*
436 Ir. dicoisin, rongab, at-tot-chomnicc. [§ 643. 644
gebildet worden ist; das Nir. hat eine vollständige Flexion: l'uilim 'ich
bin', 2. Sing, fuilir u. s. w.
§ 643. Ein transitives Verbum ist gleichfalls das im Air.
viermal belegte di-coisin, das die Nuance der erschöpfenden, auf
den Grund gehenden Angabe zu enthalten scheint: arnab uilib
cumactib dichoissin i nim et talam 'statt aller Mächte, die
es überhaupt (im Ganzen) im Himmel und auf der Erde gibt' Wb.
21a 13; amal do-n-coisin 'so wie wir wirklich (im Grunde) sind*
17b 10; cech rann neirt duchoissin 'jeder Teil der Stärke, die
es überhaupt gibt' Ml. 108c 14, vgl. Sg. 209b 29. Vgl. mir. eis
lir baird docuissin 'wie viel Barden gibt es im Ganzen?' Wi.
III 5. Mehr mir. Beispiele bei Strachan, Trans. Phil. Soc. 1899
— 1902 S. 60. Wie zu fil ist auch zu di-coisin im Mir. eine
Pluralform (dochuisneat) gebildet worden.
Von di-coisin ist das subjektische Verbum 2. Sing, -dixnig-
ther, 3 Sing, -dixnigedar (auch als Simplex rel. dixnigedar
Wb. 4c 24), 3. PI. rel. dixnigetar abgeleitet, das dieselbe Be-
deutungsnüance enthält und oft durch 'existiert' übersetzt werden
kann.
Die Bedeutungsnüance von di-coisin ist offenbar von dem
zweiten Präverb *k'om abhängig. Die Etymologie des Verbums
ist unsicher; man könnte an lät. de-sinit (transitiv) 'endigt' denken.
§ 644. Mit dem Präsens des Verbums 'sein' synonym ist das
in Eklipsensätzen auftretende ro-n-gabus "ich habe es genommen"^
"ich habe es", 'ich bin'; vgl. § 484, 4 S. 143; 3. Sing, ro-n-gab,
ro-n-d-gab; 3. PI. ro-n-gabsat. Am häufigsten ist die Redens-
art nach amal 'wie' belegt, sie kommt aber auch in anderen
Ekhpsensätzen vor. Außerhalb der Eklipsensätze kommt sie viel-
leicht nicht (wie ich § 267, 9 I 398 angenommen habe) vor; ro-
n-gab scientia Hb Wb. 6d 12 ist vielleicht von dem im lat. Text
vorausgehenden certus sum abhängig: 'daß Weisheit bei euch ist'.
Schließlich ist das Prät. von in-com- + icc- zu erwähnen:
cindas persine at-tot-chomnicc 'was für eine Person bist du?'
"hat sich für dich ereignet" Wb. 6b 13; mir. Etain ingin righ
Eochraidhe . . atam-comnaicc 'ich bin Etain, die Tochter des
Königs E.' Wi. 120, 17, vgl. das Wörterbuch von Wi. S. 378,
Kuno Meyer, Contrib. S. 141. Vgl. gr. ov(xßaivo), Tvyxävw.
§ 645] Paradigma der Wurzel *bheu- u. s. w. 437
§ 645. Paradigma der Formen der Wurzeln *bheu-, *bhwi-.
Präs. 1
Ir.
simpl. comp.
Mc.
Com.
Mbr.
Sing. 1
biuu -biu
bydaf
bethaf bezaff
2
-bi
bydy
bethyth ' bez (§224)
3
biid -bi
byd
(archaisch bi)
beth, bytb
bez
PI. 1
bimmi -biam
bydwn
bethyn
*bezomp
2
bydwch
bytheugh
*bezit
3
biit -biat
bydant
bethons
bezont
Verschmolzene Formen im Ir.: 3. Sing., 1. PI. und 3. PI. re-
lativ: biis, bimme, bite. Enklitische Formen: 3. Sing. -ru-b(a)i.
Verbundene (proklitische) Formen sind im Ir. selten: co m-bi
öin-chorp pectho 'sodaß es ein Sünden-Körper zu sein pflegt'
Wb. 9d 5, vgl. 13b 13, c 23; 4d 33; ni-pi cian a masse in
choirp 'die Schönheit des Körpers pflegt nicht dauernd zu sein'
28 c 25 U.S.W. Über ir. ni ruban-and, benait u. s. w. s. S. 334
mit Fußnote und vgl. § 647.
Das Ipf. ist regelmäßig: ir. Sing. 1. -biinn, 3. -bith, 3. PI.
-bitis (verbundene Formen sind nicht belegt); mc. 1. Sing, bydwn
u. s. w., com. bethen (ßeun. Mer. 1731), 3. Sing, bethe, mbr.
1. Sing. *bezenn, 3. Sing, beze (Barbe 727), nbr. bezenn u. s. w.
(Vallee S. 148). Im archaischen Mc. findet sich 3. Sing, bwyat
{zur Endung vgl. S. 338; der Stamm bwy- steckt mit anderer
Orthographie auch in der archaischen 3. Sing, buei, 3. PI. buyint
(Strachan, Introd. S. 99).
Ipv.
Ir.
Mc.
Com.
Mbr.
Sing. 2
3
bi
biid, bith
byd
bit, boet
byth, beth
bethens
bez
bezet
PI. 1
2
biid, bith
bydwn
bydwch
bethen
bethough
bezomp
bezet, bezit,
bet
3
biat
bint
bethens
bezent, bent
1. Im Ir. und Mbr. Praesens consuetudinale, im Mc. und Com. zu-
gleich Fut.
438
Paradigma der Wurzel *bheu- u. s. w.
[§ 645
Verbundene Formen im Ir. : Sing. 2. ba, 3. bed, bad, PI. 1.
baän, ban (§ 598 Anm. 5 S. 335), 2. bed, bad, 3. bat.
Eonj. Präs.
Ir.
simpl. comp.
Mc.
Com.
Mbr.
Sing. 1 ;beo, beu bwyf
byf, beyf
beziff, biziff
2
bych
by, bey
bezy, bizy
3
beid -be
bo
bo
bezo
PI. 1
bemmi -bem
bom
byyn, beyn
bezimp, bizimp
2
bethe -beid boch
byugh, beughbizhyt, bezot
3
beit -bet
bont
bons, byns
bezint, bizint
Verscbraolzene Formen im Ir.: 3. Sing., 3. PI. rel. bess, bete;
über beso, bes s. § 535 Anm. 1. Enklitische Formen: 3. Sing,
-roi-b, PI. 1. -ro-bam, 2. -ro-bid, 3. -ro-bat. Verbundene
Formen: Sing. 1. ba, -ba, 2. ba, -ba, 3. ba, -b, -p (condi-b,
indi-b, arndi-p S. 221); auch -bo, -bu (ro-po, co-r-bu, ni-
bo S. 286, 288); relativ bes, bas; PI. 1. -ban (comman 'daß
wir sind' Wb. 31c 11); 2. bede, -bad; 3. -bat; relativ bete,
beta, bata, — Ein vom Präsensstamm gebildeter Konj. (wie im
Mbr.) kann im Mc. (bes. in der Poesie) vorkommen: Sing. 1.
bydwyf, 2. bydych, 3. bytha Die von Loth, Rc. XXXI 496,
besprochene Form bwyr scheint eine deponentiale 3. Sing, zu sein;
auch a vythawr yn dwyll 'was Trug sein mag' Ges. XIII, II
14 (Fohoausgabe S. 635) scheint mir deponential zu sein (vgl. das
vorhergehende a vytho yn wirionedd 'was Wahrheit sein mag')^.
— Mbr. auch 2. PI. bihet (mit dem Stamm des Plusquampf,).
Konj. Ipf.
Ir.
Mc.
Com.
Mbr.
Sing. 1
*-beinn
bewn
ben
benn
2
-betha
beut
bes
bes
3
-beth
bei
be
be
PI. 1
-bemmis
beym
ben
bemp
2
-bethe
beugh
bech
3 -betis
beynt
bens
beut
Enklitische
Formen im
Ir.: 3. Sini
;. -ro-bad.
Verbundene
Formen: Sing. 1. -benn, -bin, 2. -ptha, 3. bed, bad, bid,
1. Vgl. Ipf. Ind. 3. Sing, bwyat. Ist die deponentiale Flexion durch
den Einfluß der Wurzel *tä- (§ 641) eingedrungen?
§ 645]
Paradigma der Wurzel *bheu- u, s. w.
439
-bed, -bad, PI. 1. bemmis, bimmis, -bimmis, 3. betis, bitis,
-btis (ar-dis 'damit sie sein sollten' VVb. 4a 10; com-tis 'so
that they might be' 10 d 33); vgl. S. 290. Über nämmin, com-
mad, armad s. I 118.
Put. und Kondit. (ir.)
•)
Fut. simpl.
Fut. comp.
Kondit.
1
bia
-beinn
2
3
bieid, bied
-bia
-biad
1
bemmi
-biam
-bemmis
2
-bieid,-bied
3
bieit, biet
-biat
-betis
Sing.
PI.
Verschmolzene Formen: Fut. 3. Sing., 3. PI. rel. bias, bete.
Verbundene Formen: Fut. Sing. 1. be, 2. -ba, 3. bid, -ba, rel.
bes, bas, PI. 1. bimmi, bemmi, bami, 3. bit, -bat, rel. beta,
bat; Konditionalis Sing. 3. bed, päd (oidfessed cia bed flaith
inn-a diad 'damit er erführe, wer nach ihm König sein würde'
Ml. 89b 7; ci-pad a dene S. 201 Z. 35; ob bed messe gl.
ratam fore Ml. 105b 14 korrekt irisch ist, bleibe dahingestellt),
-bad, PI. 3. -ptis (ro-m-dis 'daß sein würden' Ml. 48d 12).
Über die Komposition mit ro- s. § 571, 1 S. 272.
Prät.
Ir.
simpl. comp.
Mc.
Com.
Mbr.
Sing.l
-bä
bum
buf, buef, bef biof, biouf
2
buost
bus, bues, bes bleut
3
böi -böi
bu
bue, be boe
P1.1
-bämmar
buam
buen, ben biomp
2
-baid
buawch
bugh, beugh I bioch
3
bätar -bätar
buant
bons
biont
Die 3. Sing. ir. -böi enthält einen Diphthong; kann auch
bäi, im Mir. büi geschrieben werden. Verschmolzene Formen:
boithius 'es war ihnen' S. 149. Enklitische Formen: Sing. 1.,
-ro-ba, 3. -ro-be, -ra-be, PI. 1. -ro-bammar, 2. -ro-baid,
3. -ro-batar, -ra-batar. Verbundene Formen: Sing. 1. ba-sa,
-p-sa (ro-p-sa, ni-r-b-sa, a rro-m-sa 'indem ich gewesen bin'
Ml. 46b 9; durumenar ro-m-sa dia 7 ro-m bithbeu 'ich habe
gedacht, daß ich ein Gott sei, und daß ich unsterblich sei' 49b
440
Paradigma der Wurzel *bheu- u. s. w.
[§645
13; ro-p-sa huallach sa 'ich bin stolz gewesen' 49b 12); 2.
huare ro-m-sa 'weil du gewesen bist' Ml. 96d 1, a rru-m-sa
dite siu 'indem du geschützt gewesen bist' 103a 4 (die für das
SprachbewuJätsein nicht mehr analysierbare Form -psa ist aus der
1. Sing, in die 2. Sing, übertragen worden); 3. ba, -bo, -bu, -po,
-pu (ro-po, ni-r-bo), PI. 1. -bommar, -bummar, 3. -ptar (ro-
btar; co-nna-r-btar 'sodaß sie nicht gewesen sind' 99d 7; a
rru-m-tar 'indem sie gewesen sind' Ml. 34 d 10). — Im Nbr. ist
auf Grund der 3. Sing, eine ganz neue Flexion nach der Analogie
des Imperfekts aufgebaut worden: oenn, oez, oe, oemp, oec'h,
oent.
Flnsqnampf.
Mc.
Com.
Mbr.
Sing. 1
buasswn
byen
bihenn
2
buassut
byes
bihes
3
buassei (byssei
Ges. XI, I 7)
bye
bihe bise
PI. 1
byen
bihemp
2
byeugh
bihech
3
buassynt, buessynt
bihent bisent
Passiv
Ir.
Mc.
Com.
Mbr.
Präs. Ind.
bithir -bither (nc. byddir)
bezer
Ipf. Ind.
bydit
(nbr. bezed)
Konj. Präs.
bethir -bether
(nc. bydder)
bether (0.
M. 46)
bezher (Rc.
XXXII 74)
Konj. Ipf.
bythit
Prät.
botha (mir.)
-both
buwyt
(nbr. oed)
Plusquampf.
(nc. buasid)
(nbr. bijed)
Neben bezher findet sich im Mbr. auch biher als Konj.
Pass.: Kontamination mit dem Stamm des Plusquamperfekts.
Nominalformen. Partizipium: mbr. bezet, bei Gerundiv:
ir. buithi. Inf.: ir. buith (both, beith, bith), mc. bot, com.
bos (neugebildet bones), mbr. bout (neugebildet bezout, bezaff).
§ 646. 647] Komposita des Verbums 'sein'. 441
§ 646. Die etyiiiologische Erklärung des Paradigmas der
Formen der Wurzel *bheu- ist zum größten Teil schon im Vor-
hergehenden gegeben. Über die ursprüngliche Verteilung der Stämme
*bhwl- und *hhwije- im Präsensparadigma läßt sich nichts Genaues
aussagen; auf *bhwije- geht der Stamm mc. byd- com. beth-
mbr. bez- zurück, ebenso aber auch (nach § 45, 2, 3 I 67) die
Stammformen mc. bwy- (in nicht-letzter Silbe: Ipf. 3. Sing, bwyat)
und boe- (in letzter Silbe: Ipv. 3. Sing, boet, einsilbig, Skene
II 147, 12; die Form muß aber analogisch, etwa nach einer ver-
lorenen 2. Sing., gebildet sein); die mbr. Formen, in denen das -d-
geschwunden und Kontraktion eingetreten zu sein scheint (Ipv.
2. 3. PI. bet, bent, vgl. Partizip, bet), können zum Teil auf Kon-
tamination der beiden Stammformen *bhwije- und *hhwi- beruhen.
Der Konjunktivstamm lautete urspr. *bhwä- (vgl. ir. gaibim, Kon-
junktivstamm gaba- S. 350); darauf weist die (zum großen Teil
analogische) Formenbildung des Mc. und Com. und das mbr. Ipf.
Konj. (das konjunktivische -h- fehlt, vgl. § 647); der Konj. ist
aber im Mbr. und Mc. teilweise nach dem Muster des Ind. um-
gebildet worden; über das ähnlich umgebildete ir. beo u. s. w. s.
§ 607 Anm. 2 S. 351. Das ir. Fut. (mit Kondit.) ist ein umge-
bildetes Präs. (Ipf.) Ind., vgl. § 611 Anm. 2.
Über das Prät. und das Plusquampf. vgl. S. 379, 382.
Komposita des Verbums 'sein'^
§ 647. Präverb-Komposita. Im Präs. kommt nur im Brit.
(Mc.) die Wurzel *es- vor; das Irische kennt im Präsens -tä,
selten -fil, und außerdem zwei zur Wurzel *bheu- gehörige Formen
-bi und -ben. Die Präsensfonn -ben hat eine gewisse Vermischung
mit ben- 'schlagen', fen- 'winden' hervorgerufen, vgl. 6°, 11°. Im
Brit. ist in den Zusammensetzungen vor den Endungen des Kon-
junktivs das analogisch wuchernde -h- (vgl. § 608 Anm. 1 und
S. 356) vorhanden; es verschmilzt mit dem unlenierten -b- zu
-p-, mit dem lenierten -b- zu -/"-; statt des unkomponierten mc.
beynt (Konj. Ipf. 3. PI.) erscheint die eigentlich regelmäßigere
Form (cyf-er-)ffynt; Konj. Pass. gor-ffer.
1) Mit ar. Ir. ar-ta gl. restat Thes. II 44, 4; ar-a-thä,
ar-thä 'was bevorsteht' oben S. 219f.; höre ar-un-täa 'weil es
uns bevorsteht' Wb. 25d 25; Prät. 3. Sing, ar-ro-be 27 d 13,
1. Ernault, Ec. XI 458—487.
442 Präverb-Komposita des Verbums 'sein'. [§ 647, 1 — 4
vgl. 29d 22. Über das vielleicht hierhergehörige ar-a-fie s. § 174
Anm. 1, 2 I 271 f. — Mc. cyf-ar-fot 'begegnen', Präs. 3. Sing,
cyf-er-yw, cyf-er-fyd, Konj. cyf-ar-ffo, Konj. Ipf. cyf-ar-
ffei, 3. PL cyf-er-ffynt, Prät. cyf-ar-fu. Corn. whyr-vyth,
whyr-feth 'wird eintreten, sich ereignen', Konj. 3. Sing, whar-fo,
Prät. whar-fe^, Part, v^har-fethys, whyr-fys, Inf. whar-fos.
Mbr. hoar-vez 'il advient', Konj. hoar-uezo, Konj. Ipf. hoar-
ffhe, Prät. hoar-voe, Inf. hoar-uout. Im Corn. und ßr. ist
zunächst durch Ausfall des Vokals der ersten Silbe der Anlaut
kv- entstanden, der analogisch gegen das häufigere xw- ausgetauscht
worden ist. — Mc. d-ar-fot 'zu Ende sein', Präs. 3. Sing, d-er-
yw, d-er-w (über neu-r derw s. § 575, 1 S. 277), Ipf. dar-oed,
Präs. mit futurischer Bedeutung d-er-fyd, Konj. d-ar-ffo, Konj.
Ipf. d-ar-ffei, Prät. d-ar-fu. Nbr. d-ar-vout, d-ar-vezout
'arriver inopinement'; mbr. dareu, dare, das dem mc. deryw ent-
spricht, ist zu einem Adjektiv geworden: 'fertig, gekocht'; davon
abgeleitet darevet (Partizipium) 'gekocht'. — Mc. ry-gynneryw
'hat sich ereignet' Mab. 29, 22 (-nn- aus -n-d-).
Vgl. gr. 7t€QL-eoTi 'ist übrig'.
2) Mit ir. cet-, cita-. Ir. intan cita-m-bi ind läm in
terochraic 'wenn die Hand die Belohnung merkt' Ml. 36b 1;
3. PL cita-biat 22d 7, Sg. -3a 1; Ipf. ceta-biinn gl. sapiebam
Wb. 12c 8; Konj. 3. Sing, cita-be ML 68 d 15; Konj. Ipf. 1. Sing,
cita-m-benn 44c 15, 3. PL cita-m-betis 29c 13, Prät. 1. Sing,
cita-ro-ba-sa 44b 22; Abstr. cet-buid 'Ansicht' fem. Wb. 18d 9,
24b 4, ML 35a 8, Sg. 201b 15, PL cet-buidi Wb. 33c 18; vgL
noch ML 112b 14; mir. cetfaid LU. 61a (Rand). Mc. can-fot
'behold, perceive', Präs. Sing. 1. canh-wyf , 3. cen-yw, Ipf. can-
oed u. s. w. — Mc. ar-gan-fot ds., Konj. 3. Sing, ar-gan-ffo,
Prät. ar-gan-fu. Abr. er-cent-bidi-te gl. notabis, agnosces. —
Ir. läse o-iceit-bani 'indem du zustimmst', dia- co-ceitbani
'dem du zustimmst' Wb. Ic 9, 10, co-t-chet-banam 'we consent
to it' 15c 21; Abstr. com-chet-buid 'Übereinstimmung, Einhellig-
keit' 10a 21.
3) Mit ir. di : ni di-thät 'sind nicht verschieden' Ml. 113a 2;
Abstr. de-buith, de-buid 'Streit, Zwietracht'. VgL lat. de-sum.
4) Mit ir. ess-. Mir. aran-les-bat araile baill a cuirp
'denen irgend welche Glieder ihres Körpers fehlen' LU 34 b 49;
1. whyrys E. D. 1190 ist nach Fällen wie § 648, 4 analogisch gebildet.
§ 647, 4—7] Präverb-Komposita des Verbums 'sein'. 443
Abstr, mir. es-baid 'Fehlen' nir, easbhaidh^ — Air. do-es-ta
'fehlt' Ml. 35d 20, t-es-ta Thes. II 13,27; häufig mit infigiertem
-d- (§537,7 S. 222) du-d-es-ta, do-d-es-ta Wb. la 9; 12b 5;
14a 33; 23d 17; 25a 30; 26d 8; 3. PI. t-es-banat 11 d 11; ni
t-es-banat Thes. II 230, 17; Präs. perf. 3. Sing, manid-t-es-
ar-bi Wb. 28d 31 (oben S. 264, 7); Konj. 3. PI. eu t-es-bat
Thes. II 10, 6; Konj. Ipf. 3. Sing, mani th-es-bad Wi. 97, 18;
Prät. 3. Sing, t-es-ar-b« AVb. 17d 2, t-es-ar-bae Ml. 34c 16;
Inf. tesbuith 'fehlen'. Gen. tesbuithe Thes. II 10, 9-10; mir.
tesbaid Wi. 302, 19.
Anm. Zum Lautlichen vgl. § 565 S. 267, § 585, 10 S. 294. — Es gibt
im Mir. analogische (nach dem Muster von gaibid, s. Verbalverz.) gebil-
dete Futurformen: conna heseba 'sodaß nicht fehlen wird' LU 35a 1,
noco-teseba 46b 33, noco-tesse ba LL 293b 3 'wird keineswegs fehlen'.
— Gr. s^-Eozi 'steht frei, ist erlaubt'.
5) Mit ir. for-, mc. gor-. Mir. fordota 'auf dir ist' (= for-
dot-tä) LU 120a 20; Konj. 3. PI. for-don-itge-ßrigte-bet
oben S. 242 Z. 3 v. u. ; Kondit. for-biad Herin n a n-gein co
bräth 'die Geburt (das Kind) würde bis zum jüngsten Tag über
Irland herrschen' LL 290b 3, vgl. LU 61b 10, for-biath do
mac maccu caich 'dein Sohn würde die Söhne eines Jeden über-
treffen' Laud. 610, fol. 96b 5 (GGA. 1891 S. 169). Mc. gor-fot
'überwältigen, besiegen', Präs. (Fut.) 1. Sing, gor-fydaf, Konj.
3. Sing, gorffo, gor-po, Prät. gor-fu.
Vgl. lat. super- sum.
6) Mit ir. fris-. Ir. fris-ben 'heilt' Ml. 125c 4; Konj. fris-
m-bia 19d 12; Fut. fris-bia 96b 15; Inf. Nom. frebaid LU
21b 5, do frebaid Ml. 58a 4, Gen. freptha O'Dav. 93 (davon
ist ein Verbum frepthanaig- abgeleitet: a-rru-freptanaig-
thiisiur, zu lesen frepthanaigsiur 'indem ich geheilt habe' Ml.
103a 6, nephreptanaigthe gl. inmedicabilem 76a 17).
7) Mit mc. han- (wonach oft das Adverbium *idlie in der
Gestalt -d- infigiert wird, vgl. § 638, 2 und ir. do-d-es-ta oben
4°). Mc. han-fot 'herkommen aus', Präs. 1. Sing, han-d-wyf,
1. Air. es-pe, es-bae 'Nutzlosigkeit' Wb. 19d 17, Ml. 132b 3 schließt
sich nicht unmittelbar an die hier angeführten Verbalformen , sondern ist
das Gegenstück von to-r-be 'Nutzen' (s. unter 11°), womit man mit Thur-
neysen, Handb. S. 528, air. bae 'etwas Gutes, Nutzen" Wb. 5b 12 kom-
binieren darf (mir. baa; Gen. air. bäi Wb. 11 d 4 [vgl. torbi IIb 17],
Dat. ni torbe do bou 'it is no profit for good' 30b 6; *bhatciJo- statt
*bhowiJo- zu lat. fauere, skr. bhävajati 'bringt ins Dasein, fördert').
444 Präverb-Komposita des Verbums 'sein'. [§647,7—11
hann-wyf, han-wyf, hen-wyf (der Umlaut stammt aus der
3. Sing, und dem PI.), 2. han-d-wyt, han-wyt, hen-wyt, 3.
hen-yw (daneben, meist archaisch, handit, mit mehrfach ge-
setztem Adverbium und geschwundenem *est), PI. 1. han-d-ym,
han-ym, hen-ym, 3. hen-ynt; Ipf. han-d-oed, han-oed;
Präs. (Put.) 3. Sing, han-byd, hen-byd; Ipv. 3. Sing, han-fit;
Konj. 2. Sing, hen-pych (ac. an-biic, s. I 14), 3. Sing, han-ffo.
Die Formen mit -b-, Konj. -p- stammen aus der unechten Kom-
position ohne infigiertes *idhe] die Formen mit -v-, Konj. -f- ent-
halten wohl das infigierte Adverbium (zwischen -n- und -v- oder
-f- ist ein -d- geschwunden). Mbr. am-bout, ham-bout, han-
bout 'etat, maniöre d'etre, pouvoir'.
Vgl. skr. sam-hhavati 'entsteht, stammt von' (§ 585 Anm. 3
S. 301). Anders Loth, Rc. XXXI 501 f.
8) Ir. *in-däu 'als ich bin' (mir. an-dü-sa), Prät. 3. Sing.
im-böi ist wohl kein eigentliches Kompositum von 'sein', enthält
aber wohl auch nicht das relative Präverb in-, wie ich noch oben
§ 421 Anm. 1 S. 78 vermutet habe; eher ist in- mit dem be-
deutungsleeren at- von attä 'ist' identisch; das Präteritum muß
dann ursprünghch nur *böi, eventuell mit relativer Ekhpse *m-böi
gelautet haben, und im-böi ist eine Neubildung.
9) Mit ir. 0C-. Ir. Präs. -nicon-r-ocmi 'kann nicht berühren'
Ml. 76a 12; Fut. 3. PI. ocu-biat 126b 12; Praet. occu-ro-bae
98d 8; Pass. Präs. 3. PL ocu-bendar, nad ocmanatar 54a 12;
Fut. 3. Sing, ocu-bether 53b 17; Inf. (Gen.) ocmaide 39a 10.
10) Mit ir. remi-. Ir. remi-taat gl. qui praesunt Wb. 25c 15.
11) Mit ro-. Ir fo-ro- + ben- (zu for + fen- umgedeutet)
'vollenden' (vgl. Thurneysen, Rc. VI 135i): Präs. 1. Sing, for-
fiun gl. anclo, anclor Sg. 143a 4, Thes. II 227, 32; 3. Sing, for-
fen Ml. 64c 2; Konj. 3. Sing, far-fia 55c 16; 3. PI. for-fiat
23a 19; Prät. 3. Sing, for-thui, zu lesen for-chu-i, Ml. 33a 18
(mit perfektischem -com-), for-ru-chu-i 121c 24 (gl. conficit, das
vom Glossator als confecit verstanden wurde; oder ist die irische
Form perfektisches Präsens? Ist die Lenition in for-chu-i und
das merkwürdige -ru- in for-ru-chui noch eine Erinnerung daran,
daß das Verbum eigentlich nicht mit for-, sondern mit fo-ro-
komponiert war?); Passiv Präs. 3. Sing, for-fenar Thes. I 487, 18,
ni for-banar Sg. 148a 11, o-forbanar Wb. 14d27; ho buror-
baither Ml. 15a 6 (vgl. § 562 Anm. 2 S. 264; zur Verdoppelung
des ersten Präverbs vgl. S. 250); Prät. for-cu-ad 'ist vollendet
§ 647, 11] Präverb-Komposita des Verbums 'sein'. 445
worden' Thes. I 487, 26; Part, for-baide Ml. 42c 18, vgl. 116c 3,
105a 10 (foirbthe Adjektiv 'vollkommen'); Inf, for-be. Dat.
forbu Wb. 3d 5, 6; 14d 27; 20d 16. Die mit dem perfektischen
Präverb -com- gebildeten Formen und das Part, foirbthe sind
Neubildungen nach dem Muster des Verbums fen-.
Ir. to-ro- + ben- (zu to-£or- + fen- umgedeutet) 'nützen',
'vorwärts kommen'. Mit der Bedeutung 'nützen' : Präs. 3. Sing,
do-r-or-ban 'kann nützen' gl. proficit Ml. 62a 20, ni tor-ban
'nützt nicht' Wb. 12b 32, 33; PI. 3. du-r-or-banat gl. prosunt
Ml. 43b 5; an-nad-tor-banat gl. non expedientes Thes. II 29, 35;
Ipf. ni tor-banad (vielleicht ni torbanand zu lesen, vgl. S. 334 f.;
gl. non expedit) Wb. 17 d 18; Put. 3. PI. du-nd-ör-biat gl.
mortalibus profuturos Ml. 120 d 14 (nach dem Adverbium -d- ist
wohl kein Pronomen infigiert); Prät. d-a-r-or-bai 'es hat ihm
genützt' gl. cuia interfuit Sg. 203a 18; do-r-or-bai gl. cui rei
proficeret Ml. 123 d 5; Abstr. torbe neutr. 'Nutzen'. — Mit der
Bedeutung 'vorwärts kommen': Präs. 3. Sing, du-förban gl. eue-
niat Ml. 61a 22; Konj. du-nd-ör-biam ni 'daß wir dahin ge-
langen' gl. peruenire Ml. 105b 6; 3. PI. do-för-biat gl. perue-
nire 27a 10; Fut. 2. Sing, etir-a-törbie gl. te interfuturum esse
'unter denen du vorwärts kommen wirst' (oder handelt es sich um
eine nach dem Muster des lat. interfuturum mit wortbildendem
etir- zusammengesetzte Form?) 135d 2; Prät. 1. Sing, ni ru-thör-
ba sa gl. perueni Ml. 44b 29; 3. Sing, an-do-r-ör-pai gl. ueniens
Sg. 196b 8; 3. PI. hi ro-thor-batar Ml. 44b 29; Passiv Konj.
Ipf. du-for-baithe gl. usque ad suspiria ueniretur 31c 11; Abstr.
torbe gl. prouentum [Wb.] IIb 3. Das einmalige -p- in an-
dorörpai wird auf Vermischung mit 5° beruhen; daß aber das
Verbum 'vorwärts kommen' (lat. pröficere) von dem Verbum
'nützen' (lat. pröficere) ursprünglich etymologisch verschieden
wäre, glaube ich nicht.
Ir. di-ro- + ben-: Präs. ni de-r-ban 'hindert nicht' Thes.
II 294, 1; Fut. do-ro-r-biu sa 'ich werde hindern können' ZfcPh.
III 246, 18.
Vgl. lat. prö-sum.
Anm. Der hier vertretenen Auffassung kann man sich bei ir. forfen,
Inf. forbe dadurch entziehen, daß man darin ein wirkliches Kompositum
von fen- sieht. Bei ni torban, torbe ist sie aber nicht zu vermeiden;
denn der von Thurneysen, Handb. 528, betretene Wog ist nicht gangbar;
torbe ist nur als Infinitiv verständlich, nicht als ein gewöhnliches kom-
poniertes Nomen, da die Präverbgruppe to-ro- nicht in der Nominal-
446 Komposita des Verbums 'sein'. [§ 647, 12—648, 2
komposition auftritt; torbe ist also auf Grund der finiten Verbalformen,
nicht umgekehrt die finiten Verbalformen auf Grund des Nopiens torbe
entstanden.
12) Mit ir. to-. Ir. do-fil gl. prope est Wb. 4d 29; do-feil
26a 1. Daß in dieser Zusammensetzung fil, nicht -tä auftritt,
beruht wohl darauf, daß die Bedeutung 'voici' hier besonders
passend war. — Mc. dy-fot 'kommen', Präs. (Fut.) 1. Sing, dy-
bydaf, 3. Sing, dy-byd, dy-fyd, dy-bi, Konj. 3. Sing, dy-ppo,
dy-ffo, Prät. dy-bu, dy-fu. Das unlenierte -h-, Konj. -p- stammt
aus der unechten Komposition, -v-, Konj. -f- stammt aus der echten
Komposition; mit Ausnahme des Infinitivs sind die Formen nur
im archaischen Mc. häufig (vgl. Loth, Rc. XXXI 473 ff.), sie
weichen später den Formen der Wurzel *ag'-. Com. Konj. Sing. 1.
dyffyf, 2. dyffy, 3. dyffo, deffo, PI. 1. deffyn, 2. dyffough,
3. dyffons, deffons; Konj. Ipf. Sing. 1. deffen, 2. deffes, 3.
deffe, deffa, 3. PL deffens; Prät. 3. Sing, deve, dufe, dufa;
Part, devethys; Inf. devos, devones, s. ZE. 5761, Stokes, Beun.
Mer. 268; vgl. Verbalverz. ag-.
§ 648. Komposita des Verbnms 'sein' mit einem Verbal-
stamm als erstem Kompositionsglied kommen nur im Brit. vor;
es handelt sich ursprünglich wohl nur um Formen der Wurzel
*bheu-, kaum um Formen der Wurzel *es- (vgl. jedoch unter 3°).
Sonderbarerweise ist das unlenierte -b- der unechten Präverbkom-
position im C. in sämmtUche Verbalstammkomposita gedrungen; es
kommt in einem Falle (s. 3°) auch im Com. vor.
1) Mc. (archaisch) deu-byd, deu-bi 'wird kommen', Konj.
deu-po. Vgl. das Präverbkorapositum dy-byd § 647, 12 und s.
Verbalverz. ag-.
2) Das Verbum 'wissen'. Mc. Praes. consuetud. und Fut.
Sing. 1. gwy-bydaf, 3. gwy-byd (archaisch gwy-bi), Ipf. (Kon-
ditionalis) gwy-bydwn, Ipv. 2. Sing, gwy-byd, Konj. Sing. 1.
gwy-pwyf, 3. gwy-po, Konj. Ipf. 1. Sing, gwy-pwn, 3. PI.
gwy-pynt, Prät. 3. Sing, gwy-bu; Passiv Praes. consuet. und
Fut. gwy-bydir, Ipf. (Kondit.) gwy-bydit, Ipv. gwy-byder
Konj. gwy-per, Prät. gwy-buwyt; Inf. gwy-bot. — Corn. Präs
(Fut.) Sing. 3. goth-vyth, a wovyth, 2. PI. goth-ve^ough
Ipf. 3. Sing, goth-fythy (R.D. 2381), Ipv. 2. Sing, goth-feth
2. PI. goth-vetheugh, Konj. Sing. 2. goth-fy, 3. goth-fo, Konj
Ipf. Sing. 1. goth-fen, a cuffan 'wenn ich wüßte', 2. goth-fes
3. goth-fe, re woffe, Plusquampf. a woth-fye, Part, goth
§ 648, 3. 4] Verbalstamm-Komposita des Verbums 'sein'. 447
vethys, Inf. goth-vos, go-vos. — Mbr. Präs. Sing. 1. gouezaff
(Nonne 848), Ipv. 2. Sing, gouz-uez, 2. PL gouz-uezet, goue-
zet, Konj. Sing. 1. gouiziff, 2. gouz-uezy, 3. gouz-vezo, PI. 1.
gouezhimp, 2. (mit dem Stamm des Plusquamperfekts) gouz-
uihet, gouviet, Konj. Ipf. Sing. 1. gouffenn, PI. 1. goufbemp;
Passiv Konj. gouz-uezher, Konj. Ipf. gouffet; Part, gouz-uezet,
Inf. gouz-uout, gouzout.
Dazu Präs. mc. gwnn com. gon mbr. gounn, Ipf. mc. gwy-
dwn, gwydywn corn. goth(y)en mbr. gouzyenn.
3) Das Yerbum 'kennen, erkennen'. Das eigentliche Präsens
lautet im Mc. 1. Sing, adwaen (Ipf. atwaenwn), com. 3. Sing,
aswon; daneben corn. me an nabow (wohl besser annabow)
dyougel *ich weiß sicher' R.D. 2120, mbr. 3. Sing, ezneu, worin
wohl der Stamm an na-, azna- und das Präsens der "Wurzel *es-
steckt (corn. yw, mbr. eo, eu; das -b- in corn. annabow ist ana-
logisch); zu mbr. ezneu ist weiterhin 1. Sing, aznauaff gebildet
worden.
Die mit der Wurzel *bheu- zusammengesetzten Formen sind
Mc. Praes. consuetud. und Fut. Sing. 1. adna-bydaf, etne
bydaf, 3. edne-byd, Ipf. (Kondit.) 3. Sing, adne-bydei, Konj
adna-po, Konj. Ipf. adna-pei, Prät. adna-bu; Passiv Praes
consuet. und Fut. adna-bydir, Konj. adna-per, Konj. Ipf. adne
pit; Inf. adna-bot. — Corn. Präs. (Fut.) 3. Sing, ana-fyth; Inf
aswon-vos (statt *ana-vos durch den Einfluß des Präs. aswon)
— Mbr. Konj. 3. Sing, azna-uezo, 2. PI. (mit dem Stamm des
Plusquamperfekts) azna-vihet, Konj. Ipf. 3. Sing, azna-ffe, Prät.
azna-voe, Part, azna-vezet, Inf. azna-uout. Das Nbr. hat ein
regelmäßiges Verbum ausgebildet: Präs. 1. Sing, anavezann
(3. Sing, auch ene), Prät. anaveziz, Inf. anavezout.
Der Stamm c. ad -na- u. s. w. beruht auf *ati-g'na-. Mit
einem anderen Präverb und mit der Wurzelform ^g'nö-: ac. hep
am-gnau-bot 'ohne Bewußtsein', nc. ym-na-bod 'to be acquain-
ted', cyd-na-bod 'to acknowledge' (dagegen kann das einfache
na-bod, na-byddu 'to recognize' nicht alt sein). Ir. com-acna-
bad gl. consuetudo, Dat. com-acnabud (also anders als der Inf.
des Verbums 'sein' flektiert) enthält die Präverbia com- und ad-,
aber vielleicht nicht die Wurzel 'kennen', sondern die Wurzel 'ge-
bären, geboren werden' (lat. gnä-tus).
4) Das Verbum 'hören' ist im Mc. nur im Inf. mit dem Ver-
bum 'sein' komponiert: cly-bot (Präs. clywaf u. s. w.). Corn.
448 Verbalstämme in Komposition mit der Wurzel "^hheu-. [§ 648
Präs. (Fut.) Sing. 3. clew-vyth, cleu-fyth, clewyth; Kouj.
Sing. 1. clew-fyf, 3. clew-fo (unkomponiert : Ipv. 2. Sing, clew
O.M. 1389, Prät. Sing. 1. clewys, 2. clevs-ta, 3. clewas, PI.
2. clewsyug, 3. clewsons O.M. 214, 2642, 2027, 1990, M.C. 91,
Inf. clewas O.M. 1436).
5) Über mc. ni-m-dor-bi, mbr. deur-fe, deur-foe, deur-
uout s. § 641 Anm.
6) Corn. Präs. (Fut.) Sing. 1. tal-uethaf 'ich werde bezahlen',
3. tal-vyth, Konj. Ipf. 3. PI. tal-fens 'wären wert' (tal 'wird
bezahlen' O.M. 2605, 'ist wert' P.C. 486). Mbr. tal-uout 'wert
sein', ne tal 'nützt nicht', vgl. Ernault Dict. 388; nbr. tal-vezo
'vaudra', tal 'vaut', talie 'valait' Legonidec, Dict. fr.-br. 813.
7) Nur im Corn. ist belegt: pren-vyth 'wird kaufen, büßen'
M.C. 155 (aberpren 'wird kaufen', Inf. prenne, perna; vielleicht
gehört hierher auch der Konj. per-fo statt *pern-f o in der Stelle
rag my a vyth an kynso bom . . a rollo hag a perfo ov
meystry 'for I will be the first to give a blow, and to do my
duty' O.M. 2164), car-uyth 'wird lieben' (caraf 'ich liebe' P.C.
710; Konj. 3. Sing, carro, Inf. care); gwyl-vyth 'wird sehen'
(guelaf 'ich sehe' O.M. 1142 und gvelyth 'wirst sehen' O.M.
244, Konj. 3. Sing, guello, Inf. gueles).
8) Nur im Br. belegt: nbr. fal-vezout, fallout 'falloir' (me
a feil din 'ich will', Konj. 3. Sing, fal-vezo, Prät. 3. Sing, fal-
vezaz, Part, fal-vezet Troude, Dict. fr.-br. 937 f.). Mehr bei
Ernault, _Rc. XI 465 f.
9) Über die Komposition mit 'sein' im Prät. Pass. im Mc. s.
§ 623 Anm. 4 S. 393.
Die Komposition mit *bheu- dient deutlich dem Zweck, Verben,
die ein Sein, einen Zustand bezeichnen, die Bedeutung des Wer-
dens zuzuführen. Daß u. a. auch die Verba 'hören' und 'sehen'
als Zustands- Verba ('sehen' also nicht = 'erblicken', sondern =
'vor den Augen haben') betrachtet werden, stimmt vorzüglich mit
dem oben S. 284 geschilderten Gebrauch der Tempora bei diesen
Verben. Einige Analogiebildungen haben allerdings stattgefunden
(com. pren-vyth nach tal-vyth, mc. deu-byd nach dy-byd;
corn. annabow mbr. ezneu haben das ganz müßige Präsens der
Wurzel *es- nach dem Muster der Präverbkomposita angenommen).
Man darf unbedenklich lat. lique-fiö, cale-flö, pate-fTö
vergleichen. Es handelt sich um dieselbe uralte italokeltische Aus-
drucksweise, auf der auch das italo-keltische -ö-Futurum und das
§ 649] Vollparadigmata der übrigen Verba. 449
lateinische -6-Imperfektum (vgl. §612, 2, §613) beruhen; in den
Dienst der Tempusbildung getreten ist sie erstarrt und nach den
Regeln der einheitHchen Wörter behandelt worden; sie blieb aber
daneben in der ursprünglichen Verwendung immer lebendig, wurde
als analysierbar empfunden (daher lat. -f-, nicht -6-) und machte
die im unkomponierten Paradigma der Wurzel *bheu- eintretenden
morphologischen Änderungen mit.
Voilparadigmata der übrigen Verba.
§ 649. Regelmäßig sind im Irischen die meisten Verba, die
im Präsens -ä- oder -e-Stämme sind; sie bilden einen -ä-Konjunktiv,
ein -^-Futurum, ein -s-Präteritum. Unregelmäßig sind alle Verba,
deren Präsens anders gebildet ist (die -o- : -e-Stämme, -wa-Stämme,
-i-Stämme), und auch gewisse -«- und -i-Stämme (z. B. carid 'liebt',
do-gni 'tut'). Es lassen sich bei den unregelmäßigen Verben keine
erschöpfenden Regeln dafür geben, was für ein Typus des Konj.,
Fut., Prät. einem bestimmten Präsenstypus entspricht (der -«-Kon-
junktiv und das -s-Fut. findet sich nur bei Wurzeln auf einen den-
talen oder hinterlingualen Geräuschlaut; das -^Prät. nur bei Wur-
zeln auf einen hinterlingualen Geräuschlaut oder einen Sonorlaut;
das -ä-Fut. mit Ersatzdehnung statt der Reduplikation [-bera]
findet sich im Air. meist, aber schon nicht mehr ausschließlich bei
Wurzeln auf -r-, -l-, -w-). Es finden sich bei den unregelmäßigen
Verben bisweilen präsensbildende Elemente, die außerhalb des Prä-
sens fehlen; so das S. 339 besprochene -n-Element, ein -/-Element
(vgl. S. 350), ein -sÄ:-Element wie in lat. disco, Prät. didici (s.
unter nasc-; meist ist jedoch das -sk- im ganzen Paradigma fest
geworden). Nicht ganz selten ist die Erscheinung, daß das Para-
digma eines Verbums sich aus mehreren etymologisch verechiedenen
Wurzeln zusammensetzt (Suppletivverba; z. B. tiagu *ich gehe',
teit 'er geht', regaid 'wird gehen', luid 'er ging', docoid 'er ist
gegangen'). Zu den Unregelmäßigkeiten der Flexion kommt im Ir.
noch die vom Präverbsystem und von der Enklise des Verbums
veranlaßte Unregelmäßigkeit, sodaß schließlich die allermeisten der
häutiger vorkommenden Verba unregelmäßig sind. Ich gebe im
Folgenden teils als praktisches Hülfsmittel, teils als Belegsammlung
für die vorhergehende systematische Darstellung und als Material
für die Untersuchung solcher Fragen, die ich nicht eingehend be-
handelt habe, ein alphabetisches Verzeichnis der im Air. vorkommen-
rodorseii: Vtjl. kelt. Gramm. 11. 29
450 Verbalverzeichnis ador-, afameinn. [§649 — 651
den irgendwie unregelmäßigen ^ Verba mit Belegen für die charakte-
ristischen Formen (aber nicht mit Anführung aller Belegstellen
jeder Form); zum weiteren Ausbau des Verzeichnisses ziehe ich,
jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit, das Mittelirische heran,
indem ich vorzugsweise solche mittelirische Formen anführe, die alt
sein können, während ich die mittelirischen Neubildungen nur in
geringerem umfang berücksichtige.
Im Brit. sind die unregelmäßigeren Flexionsformen zum größten
Teil aufgegeben; der -ä-Konj. (mit einem vorhergehenden, aus dem
-s-Konj. stammenden -h-) und das -s-Prät. sind fast bei allen Verben
durchgeführt. Es gibt keine präsensbildendeu Elemente, die außer-
halb des Präsens fehlen (das -n- ist fest in mc. prynu 'kaufen'
u. s. w.). Die Präverb-Komposition bewirkt keine Unregelmäßig-
keiten. Die große Mehrzahl der brit. Verba ist also regelmäßig,
und diejenigen Unregelmäßigkeiten, die nicht schon in der vorher-
gehenden systematischen Darstellung genügend behandelt sind, lassen
sich bequem in Anmerkungen zum irischen Verbalverzeichnis unter-
bringen (über die brit. unregelmäßigen Verba vgl. ZE. 579 — 606;
Strachan, Introd. S. 88—97; Rhys, Rc. VI 16-49; Stokes, Beun.
Mer. [Notes], Stokes, Die mbr. unregelmäßigen Verba, Beitr. z. vgl.
Sprachf. V 306—362).
Verbalverzeichnis.
§ 650. ador- 'anbeten': Präs. 1. Sing, nad-n-adraim-se
Ml. 132c 1; 3. Sing. rel. adras Wb. 9c 33; Ipf. 3. PI. adordais
Ml. 36d 16; Ipv. 3. PI. adrat Wb. 6d 7; Konj. Ipf. 3. Sing,
ad-r-odar, zu lesen ad-r-orad Ml. 14b 4; Fut. 3. Sing, ad-n-
orfa 81 d 6; Prät. 3. Sing, (mit Obj.) at-r-or 69d 3; 3, PI. ad-
r-orsat Wb. Ib 19; Inf. adrad, Gen. adartha Ml. 67b 24,
116b 4.
Lat. Lehnwort (I 207), das teilweise als ein irisches Komposi-
tum behandelt wird; c. addoli br. azeuli I 206. Damit ist mir.
adraim do 'I cleave to, I trust to' (Stokes, KZ. XXXVII 253)
wohl identisch.
§ 651. afameinn 'utinam' Sg. 207b 14; abamin for-n-
aidminte 'möchtest du gedenken' gl. memora 161b 11; affamenad
som no-legad a macc 'he desired that bis son should read',
afamenad r-a-fesed 'er hätte es gern gewußt' 148a 6.
1. Deponentiale Tlexion ist dabei nicht als eine Unregelmäßigkeit
betrachtet worden.
§651.652] Verbalverzeichnis afameinn, ag-.. 451
Sieht aus wie Präs. 3., 2. Sing., Konj. Ipf. 3. Sing, einer
Wurzel -men- mit präsensbildendem -n- (-meinn); die proklitischen
Elemente sind unklar; etwa a f-a-meinn u. s. w. "o, er hat es
nötig", "o, du hast es nötig", "o, er hätte es nötig" (die Deutung
von a- ist jedoch äußerst zweifelhaft). Thurneysen Handb. S. 506
denkt an c. go-fyn (Präs. go-fynnaf) 'verlangen' com. go-vyn;
vgl. c. mynnu 'wollen', com. mynnes, mynnas 'wollen, Wille'
(mennaf 'ich will'), mbr. mennat; zur Präsensbildung vgl. asl.
po-mq-nq-ti 'gedenken'.
§ 652. ag- 'treiben, führen': Präs. 3. Sing. rel. aiges 'der
treibt' Wi. Täin; agait 'sie spielen' Fei. Sept. 4; Ipv. 2. Sing, aig
brot for in n-echraid 'treibe den Stachel auf die Pferde' LL
109a 24; 110a 4, 41; 111b 31; 3. PI. agat Wi. 206, 9; Prät
3. Sing, ro-da-acht LL 201a 37; Pass. Präs. 3. Sing, agair a
gubse 'die Totenklage über ihn wird abgehalten' LU 69a 36;
frisn-agar an nuall sa 'to whom this ciy is made' Fei. Epil.
406, rel. agar O'Dav. Nr. 142; 3. PI. segtair, segdair Wi.
Täin, agatair LU 67b 19 (statt *agtair); Konj. Ipf. 3. Sing, ro-
hagtha Wi. 122, 29; Inf. äin Kuno Meyer Contrib. 41, Gen.
Ana, äne LU 59a 32, 22; daneben Inf. aige.
Zusammensetzungen. 1) Mit ad-: Präs. 3. Sing, cid a-tob-
aig dö 'was treibt euch dazu?' Wb. 19d 10a, vgl. 6c 16, lOd 26,
Ml. 93d 12; a-tob-aich Wb. 9c 20; Prät. 3. PI. adachtatar
LU 65 a 12.
2) Mit imb- 'herumtreiben': Präs. 3. Sing. im-d(a)-aig Ml.
66d 18, imm-a-äig LU 106b 14, 122b 5, 3. PI. im-id-ägat
O'Dav. Nr. 1139; Konj. 2. Sing, imaga Nr. 66; 3. PI. onä m-usn-
ägat LU 111b 3; Prät. 3. Sing, immact Thes. I 497, 32; Inf.
mir. immäin, Gen. immana, immanse. Nir. iomänaim,
t-iomänaim 'ich treibe'.
3) Mit ind: Ipv. 2. Sing, indaig brot for-sin n-echraid
LU 61b 24, vgl. 62b 37; 2. PI. inagid 3a 10.
4) Mit to-: Ipv. 2. Sg. aigh taig 'geh und kehre zurück!'
O'Dav. Nr. 67; 2. PI. inagid tagid (wohl intrans.) LU 3a 10;
transitiv 'forttreiben': Konj. 2. Sing, ma imaga taga O'Dav.
Nr. 66; Prät. 3. Sing, do-sn-acht S. M. I 64; Inf. täin. Gen.
täna (und tänad).
Anm. Die entsprechenden brit. Formen sind meist intransitiv. 1) Ac.
agit, hegit 'geht'. Mc. Präs. af, ey, a (archaisch eyt), awn, ewch,
ant; Ipf. awn u. s. w.; Ipv. Sing. 2. dos, 3. aet, PI. awn, ewch, aent;
29*
452 Verbalverzeichnis ag-. [§ 652
Konj. el(h)wyf, el(h)ych, el, el(h)om u. s. w. (§ 608 Anm. 2j; Xonj. Ipf.
el(h)wn U.8.W.; Prät. euthum, aethost, aeth, aetbam, aethawch,
aethant (daneben perlektiscb Sing. 1. atb-wyf, ad-wyf, 2. atb-wyt,
ad-wyt, 3. etb-yw, ed-yw, PI. 1. etb-ym, 3. etb-ynt, ed-ynt);
Plusquampf. Sing. 1. atb-oedwn, 3. ath-oed, ad-oed; Passiv Präs. eir,
Ipf. eit, Konj. el(b)er, Konj. Ipf. el(b)it, Prät. aeth-pwyt; Inf. mynet.
— Corn. Präs. af, etb, a, en, eugb; Ipf. Sing. 1. en, 3. e, ee, PI. 3.
ens; Ipv. 2. Sing, a (Beun. Mer. 2022), gewöhnlieb ke, 3. ens, PI. 2. eiigb
(ncorn. kewgh), 3. ens; Konj. yllyf, ylly, ello, yllyn, yllougb;
Konj. Ipf. Sing. 1. eilen, 3. eile, PI. 1. eilen, 3. ellens; Prät. ytb,
ytbys (e^ys), etb, PL 2. etbeugb, 3. e^ons (daneben perfektiscb Sing.
1. galsof, 2. galsos, 3. gallas, PL 3. galsons, s. S. 275 and § 615
Anm. 2), Plusquampf. Sing. 3. galse; Part, gyllys; Inf. mones, monas,
mos, moys. — Mbr. Präs. äff, ez, a, eomp, et (aet), eont; Ipf. aenn
u. s. w. ; Ipv. Sing. 2. que, quae (nbr. ke, kea), 3. aet, PL 1. eomp,
2. it, et (nbr. aucb kit); Konj. iff, y, ay, a(b)imp, ebeut(ebet), abint
(daneben 3. Sing, a y-el, a y-elo); Konj. Ipf. abenn u. s.w.; Prät. Sing.
1. yz, 3. aez, PL 1. ezomp, 3. ezont (vgl. Ernault, Ec. XXXII 81®, wo
auch über das Eindringen des s aus dem -s-Prät. an Stelle des alten z ge-
bandelt ist; nbr. 1. iz, 2. ejoud, 3. eaz); Plusquampf. 2. Sing, azes,
3. PL azyent; Part, aet 'gegangen'; Inf. monet, mont.
Im Corn. und Mbr. erscheint vor diesem Verbum zum Teil dieselbe
verdoppelte Form des Adverbiums *idhe, die auch vor dem Präs. der Wurzel
*es- erscheint (§638, 2): com. es etb 'du wirst gehen', mara-s-aff 'wenn
ich gehe', ny-ns-a 'er geht nicht', re-g-etb, re-s-eth 'ist gegangen';
mbr. mar-d-eomp 'wenn wir gehen', ne-d-ahenn 'ich würde nicht gehen';
ne-t elot S. 353 Z. 17. Über mbr. rae y-a, a y-ez s. § 218 I 314.
2) Mc. Präs. d-euaf 'ich komme, werde kommen', deuy (doy; archaisch
doit d h. doyd), daw, deuwn (down), deuwcb, deuant (doant); Ipf.
Sing. 1. down, 2. dout, 3. doey, deuei, PL 3. doynt; Ipv. Sing. 2.
dyret, dabre, 3. deuet, doet, PL 1. down, 2. dowch, 3. deuent,
doent; Konj. del(h)wyf, del(b)ycb, del, PL del(h)om u. s. w.; Konj.
Ipf. del(h)wn u.s.w.; Prät. Sing. 1. deuthum, 2. deuthost, 3. doeth,
daetb, PL doetham, doethawch, doetbant (-oe- dringt auch in die
1. und 2. Sing., und -eu- kann aucb in der 3. Sing., PL erscheinen; da-
neben perfektiscb Sing. 1. doth-wyf, dod-wyf, 2. doth-wyt, dod-wyt,
3. doth-yw, dod-yw, ded-yw, PL 1. dod-ym, 2. dod-ywch, 3. dod-
ynt, deth-ynt); Plusquampf. 3. Sing, dotb-oed, datb-oed (doeth-oed,
daetb-oed); Inf. dyfot. Über dy-bydaf u. s.w. s. § 647, 12; über deu-
byd s. § 648, 1; schließlich kommen auch doppelt zusammengesetzte For-
men wie Präs. 3. Sing, dy-daw vor. — Corn. Präs. Sing. 1. dof, duff,
2. duetb. dutb, deth, 3. due, de, PL 1. duen, 2. deugb, 3. dons;
Ipf. Sing. 2. du es; Ipv. Sing. 2. dus, du es, des, 3. dens, PL 1. duen,
dun, den, 2. duegb, dugh, deugb, 3. dens; Konj. dyffyf u. s. w.,
Konj. Ipf. deffen u. s. w. (§ 647, 12); Prät. Sing. 1. dutb, duyth, dueyth,
2. dutbys, 3. dutb, duetb, deth (und de-ve u.s.w. § 647, 12j, PL 1.
§ 652] Verbalverzeichnis ag-. 453
duthen, 2. dutheugh, 3. dethons; Plusquampf. Sing. 3. dethye,
dothye, dothe, PI. doJ^yans, dei/ens; Pass. Präs. de er; Part, de-
vethys; Inf. devones, devos, dones, dos, doys. — Mbr. Präs. äing. 1.
deuaff , 2. duez, 3. deu, PI. 2. du et, 3. deuont; Ipf. deuenn u. s. w. ;
Ipv. Sing. 2. deux, deuz, 3. deuet, deut, duet, PI. 1. deomp, derap,
2. deuet, duet, 3. deuent; Konj. Sing. 1. duiff, 2. duy, 3. duy, deuy,
PI. 1. d euhy mp, 3. d uhy nt; Konj. Ipf. Sing. 3. deuhe, PI. 2. deuhech,
3. duehent; Prät. duiz, deuzout, deuz, PI. 2. deuzoch, 3. deuzont;
Plusquampf. Sing. 1. deuz ien, 3. deuzye, PI. 2. deuzech, 3. deuzyent;
Part, deuet, duet; Inf. donet, dont.
Das mc. -aic-, in nicht-letzter Silbe -o-, entspricht dem corn. und br.
-ö- (corn. -0-, -u-, -ue-, -eu-, -e- geschrieben; mbr. meist -eu-, vor einem
vorderen Vokal auch -u-); darüber und über mc. -eu- (d. h. -öü-) s. I 100.
3) Mc. 3. Sing, ym-d-a 'geht herum', Prät. 1. ym-d-eith, 3. ym-
d-aeth (Inf. ym-deith zu ir. tiagu 'gehe'); mii*upor- *nibhi: (leniert)
worymdaa 'goes about' Skene II 307, 15.
4) Abr. nit in-aatoe gl. non ineundum est.
5) Über das Prät. mc. goreu, mbr. guerue 'tat' s. S. 374. Über
die übrigen Formen dieses Verbums (Präs. mc. gwnaf corn. guraf mbr.
groaff) s. unter ir. gni-.
Zu lat. agö U.S.W. 196 (ad-igö, amb-igö, sub-igö). Die
intransitive Bedeutung wird sich im Kelt. in ähnlicher Weise wie
bei an. aka, lat. agö, gr. iXavict) u. s. w. entwickelt haben. Das
Brit. hat auf drei verschiedenen Punkten ein suppletivistisches
System eingeführt: a) Im Konj. (der ursprünglich zum Aoriststamm
gehörte) und im perfektischen Prät. wurde *ag'- durch die Wurzel
*el-, *ela- (gr. tlavno) verdrängt (§ 574, § 608 Anm. 2; vgl. unter
ir. eil-); in die einmal geschlagene Bresche rückte später im Corn.
bei dem Verbum 'kommen' ein Kompositum von *bheu- mit dem
Präverb *to- ein. b) Der Suppletivismus im Imperativ wird darauf
beruhen, daß wie in anderen Sprachen (vgl. Roman. Jahresbericht
IX, I 212) so auch im Brit. die Begriffe 'geh!' und 'komm!' durch
interjektionelle oder Imperativisch verwendete adverbielle Wörter
('fort!', 'her!') ausgedrückt worden sind. Der älteste derartige Er-
satz für 'geh!' ist in mc. dos zu suchen; wegen des anlautenden
d- ist dies Wort jedoch im Corn. und Br. zum Verbum 'kommen'
gezogen worden und hat analogisch den Vokal ö angenommen (corn.
dues mbr. deux). Das corn. ke mbr. que, quae, das die ledig-
gewordene Stelle des alten (mc.) dos eingenommen hat, wird ur-
sprüngHch der interjektioneile Ersatz für 'komm!' gewesen sein^.
1. Wohl nicht zu mc. cerdet uc. cerdded i-oru. kerthes mbr.
querzet nbr. kerzet 'gehen' (S. 381), wenn es auch im Nbr. (^vgl. Eruault,
454 Verbalverzeichnis ag-, äg-. [§652.653
Im C. ist der alte interjektionelle Ausdruck für 'komm!' später
durch dy-ret verdrängt worden, daß zu ir. rethid 'läuft' gehört.
Daneben steht im Nc. dy-re, wohl zu ir. reg- 'sich erheben'; das
schon im Mc. belegte dabre 'komm (schnell)!' ist dunkel, und es
kann unsicher sein, ob darin ein Verbum (an dy-re u. s. w. ange-
schlossen, aber nicht notwendigerweise damit verwandt; vgl. nc.
dadebru 'erquicken, wiederbeleben'?) oder ein adverbieller Aus-
druck (*dra bre "über den Berg!") zu suchen ist. c) Die Infinitive
liegen in der ältesten Form in mc. mynet und dy-fot vor; neben
com. de-vos 'kommen' entstand durch Einfluß des Verbums 'gehen'
devones und daraus weiterhin (wohl zunächst in unbetonter Stellung)
dones; ähnlich ist mbr. donet entstanden; die kontrahierte Form
ist deshalb im Br. alleinherrschend geworden, weil sie sich besser
als die -v-haltige Form an das Verbum finitum anschloß, aus dem
alle Formen der Wurzel *bheu- ausgemerzt waren. Mbr. dont ist
nicht durch Vokalschwund aus donet entstanden, sondern ist eine
Kontamination der alten Form (vgl. mc. dy-fot, corn. devos, dos)
mit der neugebildeten Form donet; danach ist nun weiterhin mbr.
mont (vgl. corn. mos) 'gehen' gebildet. Aber auch das o des In-
finitivs 'gehen' wird auf dem Einfluß des Verbums 'kommen' be-
ruhen; mc. mynet gehört (mit derselben Infinitivendung wie cer-
det 'gehen') zu einem 'Pfä&ens' * mi-na-rni 'ich gehe (vorüber)', vgl.
asl. mi-nq-ti 'vorübergehen, verfließen', lat. meäre 'wandeln, gehen';
der alte Vokal ist erhalten in corn. tremene mbr. tremen 'pas-
sieren' (auf altes -i- deutet der Umlaut des Präverbs, vgl. mc. tra
'über' § 285, 3 I 415) i.
§ 653. äg- 'fürchten'; Deponens; nimmt im Ind. und Konj.,
wenn nicht eine Negation oder ein relatives Präverb vorausgeht,
das wortbildende Präverb ad- an, das im Ipv. und den Nominal-
formen fehlt (Thurneysen, Handb. S. 328).
Präs. Sing. 1. ad-n-agur sa Ml. 74d 4, nad-n-agur sa
74b 19, ni ägor Thes. II 290, 5; Sing. 3. ad-agadar Ml. 53c 14,
ni-sn-agathar Wb. 6a 7 (vgl. la 3, Ml. 74b 21, 129a 2a, 12,
87d 15), nad-n-agether 'daß er nicht fürchtet' gl. non timeri ab
eo Ml. 129a 2 (die Endung ist unregelmäßig; kaum Passiv); PI. 3.
Gramm. S. 51) damit assoziiert ist. Auch nicht zu ir. cäi, cöi 'Weg',
vgl. Stokes, Salt, na E., Glossar S. 129.
1. Dagegen bedeutet corn. myns Beun. Mer. 1989 nicht, wie Stokes
annahm, 'gehen', sondern 'Größe'.
§653 — 655] Verbalverzeichnis äg- — an-. 455
ni agetar 39b 14; Ipf. Sing. 1, ad-again se 63cl 11; Ipv. 3. PL
agatar 51d 11; Konj. Sing. 2. ni aigther Wi. 208, 25; 3, co
Iru-agathar Ml. 66a 2; Fut. Sing. 1. ad-aichfer sa 68c 17; 3.
ad-aichfedar 46c 20; PI. 3. ni aichfetar 80b 13; Prät 3. PI.
ad-r-aigsetar, ad-r-aichsetar 124b 6, 80d 4, cona ru-aigse-
tar 35c 4; Pass. Präs. Sing, ad-n-aigther 27c 1; PI. na äigder
'wo nicht gefürchtet werden' Thes. II 294, 15; Ger. aigthi,
aichthi Ml. 104a 5, 128d 6; Inf. äigthiu Wb. 6a 12, 13, Gen.
aichthen Ml. 82d 8, jünger aigsin (Akk.) 51d 12.
Die Flexion zeigt ein Gemisch von -ä-Formen und -i- Formen;
der Wurzelauslaut ist vor einem Konsonanten mouilliert, sonst (mit
Ausnahme zweier Ml.-Stellen) unmouilliert. Vgl. got. ög 'ich fürchte'.
§654. al- 'ernähren, erziehen': Präs. 3. Sing, no-t-ail Wb.
5b 28; Konj. Ipf. 1. PI. no-n-almais Ml. 104d 6; Fut. 3. Sing,
mir. no-dn-eblai Wi. 141, 18 (statt -ebla; analogisch umgebildet:
no-dn-ebela Wi. 141, 4); Prät. 3. Sing, ro-mm-alt sa Ml. 45c 3
(daneben mir. ro-m-ebail Wi, 324 Z. 3 v. u.); Pass. Prät. 3. Sing,
ro-alt Wi. 71, 8 (daneben ro-m-eblad sa LU 123b 20); Part.
(Nom. PI.) altai Ml. 121c 10; Inf. altram, Gen. altraramo.
Vgl. lat. alö, an. Inf. ala.
§ 655. an- 'bleiben, ruhen, aufhören': Präs. 3. Sing. mir.
anaid Wi. 75, 16, rel. anas Ml. 71b 5; Ipf. 3. Sing, nu-n-anad
83a 4; PI. 3. in-andais 133b 4; Ipv. Sing. 2. an LU 116b 40
PI. 1. na anam Wb. 20c 14; Konj. Sing. 1. co-rr-an 7a 17
PI. 3. co-rru-anat ML 42a 4; Fut. Sing. 1. ainfa Wb. 14a 8
nio-ainib sa ML 53b 8 (statt -ainiub), ni anub sa LL 115a 28
Kondit. Sing. 2. no-ainfeda Wb. 27d 20; 3. ni ainfed 32a 11
Prät. Sing. 1. ni ru-anus 14d 29; 2. ro-n-anis siu 29d 9; 3.
anis Thes. II 242, 14, nad r-an Wb. 14d 30, ö ru-an Thes. II
242, 13, ro-n-an ML 126b 1, 2, ni ro-an Thes. II 292, 16; PL
1. ni-rr-ansam Wb.l9d 6; Inf. (Nom., Akk., Dat.) anad 27d 19,
31 d 13, ML 131 d 11, daneben aber cen anid 'ohne zu verweilen'
27b 16.
Mit od-ess- : osnad 'Seufzer' Wi.727, cö osnada gl. usque
ad suspiria Ml. 31c 10. Mit com -od-ess- 'endigen, ruhen, auf-
hören': Präs. Sing. 3. o-osna Sg. 22a 4; PL 3. conosnat 38a 4;
Konj. Sing. 2. conosnaissiu ML 70c 3 {-a- statt -e wegen des
angehängten enklitischen Wortes; -i- ist Timbrezeichen für das
folgende s); 3. conosna Sg. 206a 3; Konj. Ipf. PL 3. oosnaitis
ML 46b 3; Fut. Sing. 3. ni cumsanfa ML 80d 5; Prät. Sing. 1.
456 Verbalverzeichnis an-, anag-. [§655.656
ni rü-chumsanus sa 94b 14; 3. in ru-chumsan 32d 26, co-
r-osan 113c 5 (statt con-); Inf. cumsanad. Gen. cumsanto
Wb. 24 c 2, 33 b 7.
Mit fo-od-ess- 'wüten, toben, aufrühren' (fo- wird, wo kein
syntaktisches Präverb vorausgeht, doppelt gesetzt): Präs. Sing. 3.
fufuasna Thes. II 290, 4, f-a-fuasna Ml. 94c 8, vgl. Fei. Epil.
102, O'Dav. Nr. 895; Pass. Präs. Sing, fufuasnither Ml. 66 d 17;
Part. Gen. fuasnaidi 40d 3; Inf. fuasnad 2d 5, 77d 4, 16b 12.
Vgl. Wi. und S. M. Die Bedeutung ist vielleicht bisweilen von
sni- beeinflußt.
Über die brit. Formen s.S. 295. Die Bedeutungsentwickelung
war 'atmen' > 'ruhen' u. s. w. Vgl. skr. ani-ti 'atmet', got. us-anan
'ausatmen'.
§656. anag- 'schützen': Präs.3.Sing. aingid Wb. Id 15,
no-n-anich 16a 4, 5; Ipv. 2. Sing, no-m-ain B,c. VI 175, 31 (vgl.
§ 598 Anm. 5 S. 335); Konj. Sing. 3. ains-ium 'er schütze mich',
ro-nn-ain, PI. 3. ro-n-anset Thes. II 352, 4; 303, 3; 301, 3;
Fut. 3. Sing, ni-sn-ain Wb. Id 1, vgl. 25 d 14; Prät. 3. Sing,
r-an-anacht 17d 6, rel. anacht Thes. II 303, 2; Pass. Ipv. Sing,
nä hanagar LL 181a 23; Inf. anacul, Gen. anacuil (aus dem
Inf. dringt im Mir. das -c- in das finite Verbum, s. Kuno Meyer,
Contrib. S. 90).
Mit ad- 'begraben, begleiten': Konj.Sing.2. o-omm-adnaiss
Trip.84, 12; Passiv Konj. Ipf. Sing, a-tom-anaste gl. uolui deduci
Wb. 14c 20; PI. co adanastais gl. ut mandarentur terrae Ml.
100c 23; Prät. Sing, ad-r-anact Thes. II 242, 10; Part, adnachte
Sg. 20a 4; Inf. adnacul neutr. Die mir. Formen sind nach dem
Inf. umgebildet, s. Wi. S. 380 (Pass. 3. Sing, atnagar 'wird ge-
führt' LU 127 a 20).
Mit ad- ind- 'begleiten': Pass. Konj. Sing, at-dom-ind-nastar
gl. deducar Wb. 7 a 5.
Mit to- ind- (to- in-) 'zuerteilen': Präs. 3. Sing, doindnaich
Sg. 27b 12, duindnaig Ml. 59c 11, do-n-indnig som Wb.
28a 17; PI. 3. tinnagat gl. qui aliquid largiuntur Ml. 93a 20;
Konj. Ipf. Sing. 1. do-ndn-indinsin se Wb. 9b 7; 3. duindain-
sed Ml. 78b 18, mani tindnised Wb. 4b 13; PI. 2. do-dn-
indnasti se (zu lesen -ste si) 9b 7; Fut. 3. Sing, do-n-indin
13b 29; Prät. (mit dem perfektischen Präverb -com-) Sing. 2. du-
n-ecomnacht su Ml. 56a 18, duecomnacht 77c 5; 3. do-
ecomnacht 54c 26, vgl. 18, 23, 55c 1, 96b 5, 69a 16, Wb. la 1,
§656 — 658] Verbalverzeichnis anag- — arco. 457
33d 8, rel. tecomnacht 26d 23; Pass. Präs. Sing, doindnagar
16d 14, do-n-indnagar 14b 15, 16a 11, Ml. 103b 13; PI. rel.
tindnagtar Wb. 15c 2; Konj. Sing, duindnastar Ml. 56a 13,
doindnastar 142d 1; PI. doindnasatar Wb. 17a 2; Fut. Sing,
doindnastar Ml. 46c 20; PI. doinnasatar 30c 17; Prät. (mit
-ro-) do-rr-indnacht Wb. 20d 15, (mit -com-) doecomnacht
14c 33, do-n-ecomnacht 25c 26 (duecomnacht Ml. 77c 5
ist wohl Aktiv 2. Sing.), frisa-teicomnacht Wb. 19c 8; Part,
tinnachtae Ml. 126d 12; Inf. tindnacol, tindnacul. Zur spä-
teren Entwickelung vgl. I 493 und Zimmer, KZ XXX 66 ff. (dessen
Behandlung der lautlichen Prägen unbefriedigend ist).
Vgl. Sarauw, Irske Studier S. 79 ff., der mit Recht die Be-
deutung 'Schutz' aus "Geleite" ableitet. Die Wurzel ist wohl mit
der neben ir. ic- auftretenden Supplementwurzel ang- identisch.
§ 657. and- 'anzünden': Part, andithe Ml. 56d 3; Abstr,
andud 131 d 14, K. Meyer 15 Z. 5, Thes. II 295, 1, Ann. Ulst.
920, andod 'beginning' S. M. III 318, 11, annudh I 294, 9.
Mit ad- 'anzünden; anfangen': Pass. Präs. Sing, adaint er
LU 97a 22; Prät. Sing, ad-r-andad Fei. Apr. 5; Part, adanta;
Inf. adandad, adnad Atk. LBr., K. Meyer 15.
Mit for-od-(e)ss (vgl. Anm.) 'erleuchten': Präs. Sing, 3. for-
osnai, forosna Fei. Prol. 5; Ipv. Sing. 2. fursain LL 126b 25;
Pass. Präs. PI. forosnaiter LU 29b 2-3; Inf. fursundud Ml.
74b 1, fursunnud LL 249a 10, 259b 30.
Anm. Vgl. Thurneysen, ZfcPh. VIII 81. Das Verbum war wohl ein
-?-Stamm mit zum großen Teil verlorener Mouillierung; die Endung -ad
im mir. Inf. adandad, adnad ist also unurspriinglich. Die Etymologie
ist schwierig; sollte das Wort schließlich ein Komp. der Wurzel do- mit
dem Präverb c. han- (S. 301 f.) in verallgemeinerter in der Proklise ent-
standener Gestalt sein? Dann braucht in fursundud kein Präverb ess-
zu stecken; die Komposition mit od- könnte älter sein als die mit ad-
ln adandad.
§ 658. arco, arcu 'ich bitte' (in der Redensart arco fuin),
s. Corm. Transl. S. 2, Kuno Meyer, Contrib. 117.
Mit com-: Präs. Sing. 1. comaircim 'I inquire' S. M. (neu-
gebildete Form); Konj. Sing. 2. comairser S. M. IV 18, 18,
O'Dav. Nr. 488.
Mit aith-com-: Abstr. co n-aidchomarcaib 'mit Fragen*
Wb. 9d 14; ath-chomarc 'asking leave' S. M.
Mit frith- com-: Konj. Smg. 2. friscomarser O'Dav. Nr.
1012; Prät. Sing. 3. friscomarcair 'fragte' S. M. I 72, 25; Abstr.
458 Verbalverzeichnis arco — bäid-. [§658—660
(Gen.) f er frecmaircc fiss 'a man that is consulted for knowledge'
IV 334, 15.
Mit imb-com- 'fragen': Präs. Sing. 3. imm-e-chomairc
Ml. 27 d 4, imme-b-chomairc (-b- statt -d- verschrieben) Sg.
197b 10; Ipv. Sing. 3. na imchomarcad Wb. 28b 12; PI. 1.
imchomarcam Ml. 18a 1, 3; Konj, Ipf. Sing. 3. imm-e-cho-
mairsed 20b 18, 63c 9; Prät. Sing. 3. imchomarcair Lü 62a 7,
vgl. LL371b 20; Pass. Präs. Sing, imm-e-chomarcar Sg. 27a 2,
197b 10; PI. imm-e-chomarcatar 138a 4; Abstr. neutr. im-
chomarc 'Frage' Ml. 46b 1, 54c 15, 'Gruß' Wb. 24b 29, 30,
27dl u. s. w., imchumarcc 7b 4, Gen. imchomairc Ml. 107 d 7.
Mit to-com-: Abstr. tochmarc 'Freien, Werben' Wi. 831,
Thes. I 487, 22, Dat. tochmurc Ml. 127d 3.
Anm. Britannisches: Ac Inf. ercliim; rac. Präs. Sing. 1. archaf 'ich
bitte', 3. eirch, Ipv. arch, Prät. Sing. 3. erchis, Inf. erchi; corn. Präs.
Sing. 1. arghaf 'ich bitte, befehle', 3. ergh, Ipf. Sing. 3. yrghy, Ipv,
argh, Prät. Sing. 1. yrhys, 2. yrghsys, 3. erghys, yrghys, yrhys,
Part, yrhys; mbr. Prät. Sing. 3. archas 'il commanda"; — mit *]com-:
mc. cyf archaf 'ich bitte, frage, grüße', Inf. cyfarch; — mit *ndhi-:
mc. anner ch 'Gruß, grüßen'; — mit *to- ndhi-: corn. Prät. Sing. 3.
dynyrghys 'grüßte', Abstr. dynnargh 'Gruß'. — Etymologie I 44.
§ 659. ba- 'sterben': Konj. Ipf. Sing. 3. no-m-baad Ml.
23d 13, no-m-bäad Sg. 216a 4; PI. 3. no-m-batis Ml. 40a 2;
Fut. 3. PI. rel. bebte Wb. 25b 16; Prät. perf. ro-m-bebe 3b 3,
10c 11, narrativ mir. -beba Thes. II 314, 6 (später zu bebais um-
gebildet. Fei.); Inf. bäs Thes. II 238, 18. Eine Weiterbildung des
-^o-Part. ist bathach gl. moribundus Sg. 59a 14; vgl. bath 'Tod'
c. bad 'Pest'.
Komp. Konj. 3. PI. remi-m-baat gl. praemori Ml. 125d 9.
Mir. Fut. 3. Sing, at-beba, Prät. 3. Sing, at-beb Kuno Meyer,
Contrib. S. 141 können Analogiebildungen nach den in § 661, 662
besprochenen Verben sein.
Vgl. gr. E-ßrjv 'ging fort' [h. ßgorav ßijvai 'sterben'), Fut.
ßr^oofxai, Perf. /?«7^rj/.a; skr. Aor. a-^ä-^ 'erging'; lett. gahju [gäju),
Prät. von eimu 'ich gehe'. Bei dieser Deutung ist das ir. Prät.
bebe nicht ganz regelmäßig {*gueguäu mag zu *gueyuäwe erweitert
worden sein).
§ 660. bäid- {bad'-) 'untertauchen, ertränken'. Regelmäßiger
-i-Stamm (Präs. 3. Sing, ni bäid Atk. LBr. ist Neuerung); Pass,
Konj. Ipf. PI. nu-badaitis Ml. 96c 14; Part, bäte 106d 4, Nom.
PI. bati 84d 5; Inf. bädud Wb. 17 d 4.
§660.661] Verbalverzeichnis bäid-, ball-. 459
Mit di- 'löschen, auslöschen, vernichten': Pass. Prät. Sing,
con-de-r-badad Wb. 27a 21; Inf. dibdud Ml. 48c 33.
Mit ar-di- ds.: Präs. 3. Sing, ardibdai Ml. 48c 33; Prät.
3. Sing, ar-ro-dibaid Wb. IIa 19, ar-ru-dibaid Ml. 99a 2.
Mit imb-di- ds.: Part. Nora. PI. im-di-batai Ml. 83c 3.
Mit fo- 'untertauchen': Pass. Präs. fobäidithir, fo-m-baiter;
Inf. fobdod Thes. II 251, 11; 254, 1.
Vgl. c. boddi 'ertränken', corn. buthy O. M. 1048, bethy
Gwreans an bys 2441, br. beuzi. Vielleicht weiterhin zu skr.
gäha-te 'taucht sich', gädha-m 'Furt'.
§ 661. ess- + ball- mit infigiertem Objektspronomen ('es')
'sterben': Präs. 3. Sing, at-bail Wb. 4d 15, Sg. 4b 6, rel. ad-
baill Wb. 16b U, Ml. 108a 3 (ad- durch zufälHge Entgleisung
statt at-; nicht relativ ad-baill LU 20a 34), amal as-ind-bail
Ml. 57a 10, ni epil Wb. 30d 14, Sg. 28b 20, 30a 3, oid-apail
Ml. 91d 2, huan-epil 73d 7 (ohne Pron.?); Plur. 3. at-ballat
Wb. 9d 5; Ipv. 3. PI. aipleat Ml. 104b 2, na eiplet 73d 7
(ohne Pronomen); Konj. Sing. 1. as-ind-bel sa 48a 14; 3. ci
at-bela Sg. 30a 3, Thes. II 7, 29, as-in-bela Ml. 38b 6, mani
eple Sg. 181a 5 (-e statt -ea; es folgt ein unbetontes de 'if he
dies not of if), perfektisch dian-e-r-bala Thes. II 7, 30; PI. 1.
perf. arnach-e-r-balam ni Wb. 4b 19, dia n-serbalam ni Ml.
107 d 4; PI. 3. ar na eple t 77a 13 (ohne Pronomen); Konj. Ipf.
Sing. 1. CO at-belain se Ml. 54c 33, as-ind-belain se 131b 13;
3. as-ind-belad 110b 9, arnach aipled 85d 8; PL 1. at-bel-
mais ni 96a 10; 3. co at-beltais 36d 16, coni epeltais 99b 2,
arna epiltis 121 d 16 (ohne Pronomen); Fut. Sing. 1. at-bel Wb.
lOd 24; PI. 2. at-belaid si Ml. 29c 4; 3. at-belat Wb. Id 4,
atbelat Ml. 57a 3, 102b 10; Kondit. Sing. 3. at-bela<d> 16c 10;
PI. 1. at-belmis Wb. 4d 9; Prät. Sing. 1. ö-t-balt sa (statt ö
at-bult sa; das Faksimile zeigt nicht klar, ob -u- oder -a- zu lesen
ist), 0 at-ru-balt sa (mit deutlichem -a-) LU 115a 9, 18; 3. ät-
ru-balt M1.144d3; PI. 3. att-ru-baltar 100a 1, o-e-r-baltatar
LL76a 16; Abstr. epeltu Ml. 98c 6, Wb. 13b 20, epeltu 4d 20,
apaltu Ml. 30d 14.
Die echt zusammengesetzten Formen mit anlautendem a- be-
ruhen auf dem Einfluß des synonymen ad-bath- (§662); das Prä-
sens hat präsensbildendes -m- {-II- aus -In-). Eigentlich "es (das
Leben) auswerfen'', vgl. gr. sK-ßdlXco; weiterhin verwandt ist skr.
gala-ti 'träufelt herab, verschwindet', ahd. quellan 'quellen'. Die
460 Verbalverzeichnis ball heg-. [§661—663,2
Ableitungen dieser Wurzel haben in mehreren idg. Sprachen Be-
ziehung auf den Tod: aengl. cwelan 'sterben', cwield 'Tod', cwalu
'Töten', cwellan 'to kill', lit. Giltine 'Todesgöttin'; aus 'Tod' ent-
steht die abgeschwächte Bedeutung 'Qual, Pein': ahd. quäla, lit.
gelä 'heftiger Schmerz', russ. zalt 'Mitleid', Jemu zali 'er kann es
nicht über sich bringen'.
§ 662. ad-bath- 'sterben': Prät. (narrativ und perfektisch)
3. Sing, at-bath LU 40b 21, 118b 30, 34, Rc. XII 346, 17, oid-
abbad LL 250b 25, oid-apad LU 59b 29, o-appad 65a 27;
PI. 3. at-batha Ml. 98b 8, conid-aptha Rc. XI450, con-aptha
YBL 58b 4, condid-aptha Ann. Ulst. 830; daneben at-batha-
tar LL251a 31, ad-batar K. Meyer, Contributions 141, as-ind-
bathatar Ml. 36d 10, oid-apthatar LU 82a 30, LL 249a 25,
o-apthatar 248b 21, mir. auch at-bathsat Wi. 215, 25; Abstr.
aptu Ml. 74c 11, Akk. apthin Wb. 23c 5, 32c 16, apthain
Ml. 104 b 5.
Vgl. Zimmer, KZ XXX 148, Thurneysen, KZ XXXVH
112, 120, Strachan, Rc. XXVIII 205. Die Flexion als Prät. Pass.
hat als die älteste zu gelten; es handelt sich wohl ui'sprünglich um
ein -^o-Part. der in § 659 besprochenen Wurzel *guä-, "ist fort-
gegangen" (-^o-Partizipia konnten im Idg. auch von intransitiven
Verben gebildet werden). Das infigierte Objektspronomen beruht
auf Analogiebildung nach at-bail (§ 661). Mit den zu gr. q)ri(xi
gehörigen Formen epaid Thes. II 248, 7, aupaith 250,11, aipthi,
ipthach, aupthach, upthach 1339 hat ad-bath- nichts zu tun.
§ 663. heg-, bo-n-g-. 1) Mit to-aith-: Präs. Sing. 1.
doaithbiuch gl. abrogo Sg. 22b 2; PI. 3. con-da-tathbongat
'dissolve them (the contracts)' S.M. 11382,3; Konj.Sing. 3. cenni
ro-taithim III 56, 21; Part, taidbecti ZfcPh. VII 482; Inf.
taidbech Sg. 202b 3, taithmech. Dat. taithbiuch S. M.; vgl.
Wi. Täin 3875.
2) Mit to- 'einfordern' (nimmt das perfektische Präverb -com-,
durch Entgleisung jedoch auch -ro-): Präs. Sing. 3. doboing, ni
tobuing S. M. I 162, 10, I 86 Fußnote; PI. 3. nacon-toibget
V 254, 2; Konj. Sing. 2. forna-tu-r-bais S. M. I 86 Fußnote;
3. doboO'Dav.Nr.687, -tob S.M. V334, 13; P1.3. dobosat O'Dav.
Nr.686; Fut. Sing. 1. dobibus sa Wi.492; Prät.Sing.3. to-chom-
baig S.M. IV 8, 17; Pass. Präs. Sing, doboiigar II 352, 5, ni
tobongar 11 272, 3, 'tobgar Wi.834; Konj. Sing, dobosar S.M.
§663,2.664,1 — 3] Verbalverzeichnis beg-, ben-. 461
1188,6, dobostar V464,21, perf. Itochmastar O'Dav. Nr. 1550;
Inf. tobach, Dat. tobuch, Gen. tobaig.
Vielleicht zu skr. hhagati 'teilt zu'. Die Wurzelform bo-n-g-
beruht wohl auf Vermischung mit bo-n-g- 'brechen' § 669; die Ver-
mischung kann zunächst durch falsche Restitution der synkopierten
Silben eingetreten sein (-tathbongat statt *-tathbgat, -tobon-
gar statt -tobgar u. s. w.); das -h^- der synkopierten Formen von
beg- wäre also mit dem -ig- der synkopierten Formen von bong-
'brechen' verwechselt worden.
§ 664. ben- 'schlagen': Präs. Sing. 1. ben im Thes. II 42, 7,
II 249, 7; 3. benaid Ml. 46d 4, benith Thes. II 2.50, 11; Konj.
Sing. 2. CO Iru-bse LU 20b 6; Fut. Sing. 3. bithus "er wird sie
schlagen' 127a 32; Kondit. Sing. 3. no-biad YBL 43a 46; Prät.
Sing.2. dia-iru-ba Wb.l3d25; 3. bi LU24a8, bi-thus 'schlug
sie' LU 76a 18; ro-sm-bi Thes. II 346, 5, ni rü-bai 'er hat
nicht geschlagen' LU 65a 1; PI. 3. ro-beotar LU 62a 16; Passiv
Präs. Sing. rel. benar Thes. II 254, 3; PI. ni bentar Ml. 91b 3,
nad fe<n>dar 39d 7; Ipv. Sing, benar Ml. 93d 16; Konj. Sing.
CO bethir 36a 5; PI. cia betir 54a 17; Konj. Ipf. Sing, no-m-
bethe 39a 19; Prät. Sing, ro-bith Wi. 386; PI. ro-bitha Ml.
100b 2; Part, bithe 45d 6, 123c 17; Gerund, bethi 114c 12;
Inf. beim 139c 3 (beim foris, beim forais, aithbeim, aith-
beim forais 'Wiederholung, Rekapitulation' Wb. 10a 12 u. s. w.,
Ml. 131c 14, 56b 37, 94c 13).
Anm. Über Formen, die ich zu ben- 'sein' ziehe, s. S. 334 Fußnote
(benad fri, benait fri); in der Stelle benair fri cach n-ae a n-dede
se 'diese beiden Sachen (die Adjektive f^eneralis und specialis) beziehen sich
auf Jedes von ihnen (von den beiden Substantiven qualitas und quantitas)'
Sg. 28b 8 wird statt benair vielmehr berair zu lesen sein.
1) Mit to-ad-: taipe 'epitome' Ml. 14d 4, 37a 15.
2) Mit aith-: aithbe 'Ebbe' Thes. I 3, 30, Dat. aithbiu
II 24, 35.
3) Mit com-: Präs. Sing.3. comben 'haut ab' (statt con-) LL
250b 12, K. Meyer 460; Part. cuimt<h>e gl. eunuchus Thes. I
496, 37; Abstr. cuimbae 'destruction' K. Meyer 550, cumma
'shaping' K. Meyer 563 (davon abgeleitet cummaim 'I shape, form').
Mit aith-com: Präs. Sing. 3. a-dom-chumben 'schneidet'
Corm. Transl. 8 Z. 3 v. u.; Part, aidchuinithe gl. cauteriatam
Wb. 28c 17; Abstr. aithchumbe gl. cauteria Ib 21, vgl. Thes.
II 254, 2, 4, adcumbe gl. concisionem [Wb.] 23 d 22.
462 Verbalverzeichnis ben-. [§664,4 — 6
4) Mitair-di-: Präs. Sing. 3. ni airdben gl. nee interimit Sg.
30a 4; Part, airdbide Ml. 135 d 6, vgl. 49a 25, 33d 6; Gerundiv
airdbidi 55c 15, airtbidib 116d 4; Inf. airdbe 41 d 5, vgl. 2,
14a 2, 55b 17, 80c 13, 100a 6, airdbe, artbe Wi. Täin. Die
Formen mit -t- statt -d- (d. h. d statt ä) sind wohl von den un-
echt komponierten Formen beeinflußt (kaum ist zwischen air- und
di- ein Präverb, etwa com-, geschwunden). Vgl. noch etarairdbe
gl. internecionem Ml. 123 b 11.
Mit etar-di-: Präs. 3. Sing, etirdiben gl. interimit Ml. 42a
17; 3.Ph etirdibnet 15b 6; Ipf.3.Pl. etirdibnitis 99a 7; Konj.
3. PI. CO etirdibet 114c 8, co etar-dam-dibet sa 44c 31;
Konj. Ipf. 3. Sing, itir-n-da-dibed 45c 6; 3. PI. co itar-dam-
dibitis se 54d 14; Prät. 3.Sing. etir-ru-dib Ml. 123b 10; Pass.
Konj. Sing, co itirdibither Thes. I 493, 16; Inf. etardibe Wb.
25 d 17.
Mit imb-di- 'beschneiden': Ipv. 1. PI. imdibnem Wb. 15b 9;
Pass. Präs. Sing, iradibenar Sg. 143b 4; Konj. Ipf. Sing, ni
imdibthe Wb. Id 17, näd imdibthe Id 15; Prät. Sing, imm-
um-rui-dbed 23d 30, imm-e-rui-dbed 18d 9, ni ro-imdibed
18d 9, 23d 25, in ro-imdibed 2c 8; Part, imdibthe Id 20,
10a 14, 15, impdibthe Sg. 57a 7; Inf. imdibe (neutr.) Wb. 2a 2,
18d 9, Dat. imdibu 23d 27^28. Vgl. noch etarimdibiu gl.
interfectione Ml. 36 b 23, 73 a 5.
Mit to-imb-di- (oder di-imb-di-?): Präs. 1. Sing, doim-
dibnira 'ich kürze ab' Wb.l7d22; Pass. Ipf. Sing, du-n-indbithe
Ml. 88a 11 (zu lesen du-n-imdbithe).
Mit to-di: Konj. 3. Sing, do-ro-dba 'may she destroy' Thes.
II 325, 19.
5) Mit to-ess-: Prät. perf. 3. Sing, doserbai gl. concidit Sg.
60 b 18.
6) Mit fo- 'niederwerfen, vernichten, vereiteln': Präs. 3. PI.
fobenat Wb. 13b 13; Konj. 3. Sing, fo-m-bia gl. uitiare Ml.
15a 11; Prät. 2. PI. fo-ru-bid Wb.27c 27; Part, fubide ZfcPh.
VII 480, 7; Abstr. cen fubae cen dualaich 'ohne Fehler oder
Makel' Sg. 26a 8, mir. fuba agas ruba 'hewing and killing'
Wi. 581.
Mit to-fo-: dofuibnimm gl. putisso, gl. succido Sg. 12a 1,
22a 10; Konj. Ipf. 3. Sing, co dufubath gl. ut incideret Ml. 35c 1;
3. PI. dufubaitis 92d 6; Fut. 3. Sing, duföbi gl. abscidet 96a 7;
§664,7 — 9.665] Verbalverzeichnis ben-, ber-. 463
Pass. Präs. PI. dufuibniter 24c 6; Konj. Sing, co dufobither
2a 10; Prät. Sing, du-fo-r-bad gl. excisa est 92 d 4, do-fo-r-bad
si (statt do-b-fo-r-bad si) 'Ihr seid weggeschnitten worden' Wb.
20a 15; PI. asa-torbatha 5b 39; Part. PI. Nora, töbaidi Sg.
120a 1, Dat. tobaidib Ml. 48d 13; Inf. tobae (neutr.) 26c 2,
töbae Sg. 118b 2, tobe Wb. 2c 1, Dat. töbu 5b 41, 42, tobu
Ml. 37 d 8, Gen. tobai 92d 6 u. s. w.
7) Mit for-: mir. ni forbai 'er schnitt nicht', for-ru-mai
'er hat geschlagen', ni for-roi-m 'er hat nicht geschnitten' LU
69 a 8, 64b 29, 69a 10, s. Zimmer, KZ XXX 137.
8) Mit air-od-: Präs. l.Pl. co arubbnem gl. ut euisceremus
Thes. II 28, 33.
Mit ind-air-od- 'vertreiben': Präs. 1. Sg. inärbenim, inar-
benim Sg. 146b 10, Thes. II 228, 29 (falsche Übersetzung), 3. Sing,
lasse a-ta-ärban 'indem er sie treibt' Ml. 65a 14; Ipv. 2. Sing,
ind-a-ärben 'vertreibe sie!' Thes.14,31; 3. Sing, a-tat-äirbined
'let it impel Thee' Ml. 86c 10; Konj. 3. Sing, are n-indurbe (zu
lesen -in darbe) Thes. II 244, 24; Prät. 1. Sing. in-r-a(r)ba Ml.
46b 10; 3. Sing, nach-im-r-indarpai se 'daß er mich nicht ver-
worfen hat' Wb. 5a 18 (ar atarbid som, vielleicht verschrieben
für ar a-ta-r-arbi som, 'denn er hat sie vertrieben' Ml. 131c 9);
3. PI. in-r-arpatar Ml. 23d 8; Pass. Präs. Sing, inärbana(r)
gl. excluditur 73a 20, innarb(an>ar 14c 16; PI. innärbantar
15c 5; Ipv. Sing, nach-am-indarbanar sa 56a 22; Konj. Sing,
arnach-it-r-indarpither Wb. 5b 33; Konj. Ipf. PI. inärpitis
som 5c 1; Inf. indarpe 19a 14, indarbae neutr. Ml. 23c 8,
41c 10 u. s. w. Das häufige Längezeichen über -ar- erklärt sich
nach § 202 I 300 (die Tendenz zur Dehnung mag durch die
Assoziation mit -är- aus -ad-ro- gestützt worden sein).
Mit fo-ind-air-od-: Pass. Kondit. Sing, ni foindarpaide
'would not be put under' Ml. 26 a 1.
9) Mit to-: Abstr. tuba 'an attack' S. M., vgl. Wi.
Anm. Gehört zu rabr. benaff 'schneiden', quemenas 'tailla',
quemener nbr. kemener 'Schneider' (mit *Kom- komponiert), ac. du-
beneticion gl. exsectis, abr. etbinam gl. lanio (das pnäsensbildende -n-
fehlt in den Ableitungen abr. bitat gl. resecaret, Inf., c. bidio 'Bäume
beschneiden' I 24); weiterhin zu lat. perfines 'perstringas', asl. bi-ti
'schlagen'. Vgl. Thurneysen, KZ XXXI 84, Osthoff, l¥ IV 273.
§ 665. ber- 'tragen, gebären' (in allen perfektischen Formen
durch ro-ucc- suppliert): Präs. Sing. 1. biru KZ XLIV 114: 3.
464 Verbalverzeichnis ber-. [§ 665, 1
berid Wb.6al3, 29b 9, berth-i 'trägt es' 23a 19, beirthi ML
42b 7, no-t-beir Wb. 6c 9, näch-beir 6c 18, n-am-ber Ml.
86d 16, rel. beres 27c 1, m-beres 129c 8; PI. 2. no-berid Wb.
9d 15; 3. berit 18c 10, bert-it 'beziehen es' 13a 16, no-da-
berat 28d 26, ni berat Ml. 103b 16, rel. bertae 63c 18; Ipl.
Sing.3. no-s-bered Thes. I 494, 28; Ipv. Sing. 2. ber Ml. 38c 28;
PL 3. berat Wb. 13a 11, na berat 31c 12; Konj. Sing. 2. ni
berae ML 74d 13, 94a 1, raani-m-bera Thes. 11 296, 6; 3. no-
dom-bera Wb. la 8; PL 3. ceni berat Ml. 54a 28, rel. berte
Wb. 9c 12; Konj. Ipf. Sing. 1. no-s-berinn lOd 36; Fut. Sing. 3.
beraid ML 37a 9, reL bseras 94b 7; PLl. ni beram Wb.29b 15;
3. ni berat ML54a26,24; Kondit.Sing.3. om-berad Thes. I 488,
25(?); PL3. no-n-da-bertais ML124b6; Prät. Sing. 3. birt Thes.
II 242, 17, reL berta LU 128b 26; PL 3. reL m-bertatar Thes.
I 493, 25, bertar ML 127d 6, nu-n-da-bertatar 82d 9; Pass.
Präs. Sing, berir Wb. 4d 15, 7a 16, berair Ml. 80c 7, reL berar
Wb. 16d 7; PL bertair ML 26c 6, reL bertar Wb. 25c 23; Ipv.
Sing, berar 7b 4, vgL27a24; Konj. Sing, berthir 27d 13, ML 37a 8,
berthair ebenda, no-n-da(b>-berthar 134c 6; Konj. Ipf. PL
no-bertis Wb. 16d 4; Fut. Sing. reL berthar 12d 27, PL in
bertar 15a 3; Prät. brethae ML 52; Inf. breth § 252 Anm. 6
I 366. — Perfektische Formen: Präs. PL 3. nad rucat ML 87c 3,
nad rügat 75b 3; Konj. Sing.3. con-rucca Wb. 12c 82; Prät.
Sing. 1. rouiccius 9b 6; 3. ro-sn-uicc 5b 3, rouic 27a 22,
ruuc ML 63c 18, r-a-uc 45a 1, ro-da-ucai 46a 19, ni-n-ruc
Wb. 21b 3; PL 3. r-a-ucsat 26b 11, nad rucsat ML 23b 5, vgL
44a 15, 54d 16; Pass. Präs. Sing, ruucthar 'kann bezogen werden'
35b 10; Konj. Ipf. Sing, o-ructhae 104a 8, du-na-rructhse
Thes. II 241, 9; PL inna-ructais ML 125b 7, vgl. c 2; Prät.
Sing, ru-n-ucad 104a 8, rucad, rohucad Sg. 174a 1; PL
rouctha ML 132a 1, ructha 102c 7.
Zusammensetzungen (meist nicht suppletivistisch; vgl. jedoch
10° und 11°): 1) Mit air- (mit hinzugefügtem Dativ biuth in der
Bedeutung 'genießen'; mit folgender Präposition a, ass- in der Be-
deutung 'einen sprachhchen Ausdruck, einen Sinn aus etwas ge-
winnen, ableiten, durch etwas ausdrücken'; selten in noch anderer
Verwendung): Präs. Sing. 3. arbeir Wb. 10c 6, Ml. 43d 14, 60b
11, ar-a-ber 46b 7, vgL 69a 18; PLl. ar-id-beram Sg.26b2;
3. arberat Sg. 198b 7, vgL ML 50d 13, 61d 13, 67c 17, 69a 19;
Ipf. PL 1. huan-erbirmis 135d 3; 3. ar-m-bertis Sg. 196b 5,
§665,1.2] Verbalverzeichnis her-. 465
ar-a-bertis Ml. ISldlO; Ipv. Sing.2. airbir Wb. 29a 25; Konj.
Sing. 2. ar-a-m-bere 28c 11; 3. arbera Ml. 72b 26, ar-a-m-
bera Sg. 192b 2, ar-a-roi-brea Thes. I 498, 2; PL 1. ar-a-m-
beram Sg. 148a 1, asan-arbaram 40a 11; 2. arnäch airbirid
Wb. IIb 25; 3. ni arbarat 10c 1; Ko7ij. Ipf. Sing. .3. ar-a-m-
berad Ml. 83b 6; PI. 3. ni airbertis Wb. 10b 8; Fut. Sing. 1.
ni airbeer fritt 'I will not reproach thee with it' 32a 20; 3. nad
erbsera Ml. 110c 2, hon-erbera 48b 12; Kondit. Sing. 3. hon-
erberad 48a 5; Prät, Sing. 1. ar-a-ru-burt 108a 2; 3. ar-ru-
bart 21a 11, 35b 11 u. s. w., ni ar-bart 36a 4; PI. 3. ar-ru-
bartatar 34c 4, vgl. 97d 2, 100c 25, ar-a-ru-bartat 91b 1,
136b 3, ni ar-r-bartatar Sg. 40b 9; Pass. Präs. Sing, arberar
31a 3, ar-a-m-berar 148b 13, 14, arberr 146a 1, 190a 1, 3,
ni airberar 192a 1, asan-airberar 39a 26; PI. arbertar 33a
19a, 51b 11; Konj. Sing, ar-m-berthar M1.53c9; PI. arbertar
121b 3; Part. Dat. Sing, erberdu 97 d 2, Nom. PI. airbirthi
94dl; Gerundiv erbirthi 98c 10; Inf. airbert (fem.) Wb. IIb 18,
Ml. 59a 10, erbert 61c 9, 68b 14, 69a 23 u. s. w. Die Grund-
bedeutung ist etwa 'aus einer Lage in eine andere versetzen, um-
setzen, verwandeln'; zur Bedeutung 'vorwerfen' vgl. an. breg|)a
'schnell bewegen, verwandeln, voi'werfen'; der Zusatz biuth bedeutet
wohl nicht 'Welt', sondern 'Leben' und ist entweder als Instrumen-
talis nach § 417 oder als wirklicher Dativ (vgl. den Dativ bei lat.
uertö) aufzufassen.
Mit com-air-: Abstr. Akk. comairbirt m-biuth Thes. I
491,35, Gen. comairberte, comairbertae biuth 'mode of life'
Ml. 35c 15, 17, vgl. 65d 4.
Mit to-air- 'zwingen, mit Gewalt in eine Lage bringen, krüm-
men': Pass. Präs. Sing, du-n-erbarar Ml. 99dl, ni-m-tharberar
Wb. 9c 31; PI. doairbertar 22c 10, vgl. 25c 23; Ipv. PI. tair-
bertar 25c 23; Konj. Sing, du-mm-erberthar Ml. 49c 3; Prät.
PI. duar-bartha 99d 1; Part, tairberthae 130c 7, PI. Nom.
tairbirthi Thes. II 234, 6; Inf. Dat. do therbirt Ml. 46d 2.
Mit ad-to-air- (aith-to-air-?) 'redigere': Präs. Sing. 3.
atairbir; Inf. atairbert Sg. 197b 14, 15.
Mit ind-to-air- 'krümmen': Ipv. Sing. 2. intairbir Wb. 5b9.
2) Mit com- 'empfangen (von der Frau)': Prät. Sing. 3. co-
tom-bert sa LU 102a 39; Inf. in chombart sa, Akk. combairt
Thes. II 292, 1; 235, 5, Gen. combartae Ml. 71c 6, mir. meist
compert. Das -e- des mir. Inf. und das -mp- (d. h. -mb-) statt
Pedersen : Vgl. kelt. Gramm. II. 30
466 Verbalverzeichnis b er-. [§665,3
des im Mir. zu erwartenden assimilierten -mm- beruht auf Restitu-
tion unter dem Einfluß des etymologischen Bewußtseins (das jedoch
nachher verloren geht: mir. Prät. Sing. 3. ro chompir, ro choim-
prestar, Pass. Prät. ro-compred Wi. 437). Enthält nicht (wie
I 476 angenommen) ein Präverb -od-.
3) Mit ess- 'sagen' (Zimmer, Kelt. St.II 29— 41): Präs. Sing.
1. asbiur Wb. 8a 9, indid-epiur 4b 26, ar-ind-epur 5a 31;
2. asbir siu 12d 17, as-m-bir siu Sg. 208b 5, asbir, diand-
apir 66b 10; 3. asbeir Wb. 5a 1, as-iii-ber 10b 13 u. s. w,,
ass-id-beir 20a 10, adbeir 'sagt es' 5a 11, a-t-beir ds. 10 d 5,
as-ro-bair Sg. 198a 18, a-t-ro-bair 190b 4, as-ro-bar Ml.
17b 23, cani epir Wb. lOd 5, ni epeir 17d 11, o-eiper 33b 7,
ni eper Ml. 69a 21; PI. 1. asberam 14a 19, Sg. 55b 1, dian-
eprem 208a 7; 2. asberid si Wb. 5a 31; 3. as-n-don-berat
2a 12; Ipf. Sing. 1. asberin se Ml. 54c 26, asberinn se 91b 10;
3. asbered Wb. 15a 18, Ml. 54c 18, 23, 55c 17 (asberad 53d 6);
PI. 1. a-t-beirmis Wb. 26b 19; 3. asbertis 25b 27, asbeirtis
4c 23, Ml. 106d 3; Ipv. Sing. 3. na epred Wb. 10a 16; Konj.
Sing. 1. asber sa 16a 24, coni eper sa 32a 20; 2. asbere siu
12d 13, asbera su, con se-r-bara Sg. 209b 30; 3. asbera Wb.
22b 23, a-t-bera 12a 4; PI. 1. as-m-beram ni 2a 13; 2. as-
beraid 7d 10, ni e-r-barid -13c 13, o-e-r-barid 15d 6; 3. as-
berat 1dl, arna epret 7d 8, arna e-r-barat 27c 8; Konj.
Ipf. Sing. 1. asberin 14c 23, asberinn 17b 1; 2. asbertha Sg.
217b 15; 3. asberad Wb. 13a 13, 19, Ml. 59a 7, 67a 8, 95b 7,
a-t-berad 62c 2, con-epred 28b 11, 69a 21, conna epreid
70a 6, con-aipred 33c 17, perf. as-ind-ro-brad 50b 8, ni
se-r-barad 31b 20, vgl. 24; PI. 1. asbermis Wb. 18a 18; 3.
as-n-da-ro-bartis Ml. 31b 22, cenid epertais 28d 8; Fut.
Sing. 1. asbger 91b 10, asbeer, ni epeer Wb. 32a 22, 20; 3.
asbera 12 d 6, perf. ni e-r-bsera ZfcPh. VII484; PI. 1. asberam
Wb. 17c 23; 3. asberat 12d 12; Prät. Sing. 1. as-id-ru-burt
Sg.58b 1, vgl. 75b 2, 91a 3, Ml.öOd 7 (as-id-ru-bart sa 3a 15,
66c 1), ni £e-r-burt 44b 19; 3. asbert Thes.11241, 12; 242,3,6,
Ml. 16c 10, as-m-bert 58c 6, 124d 9, con-epert Thes.II 242, 15,
as-ru-bart Wb.4d 16, aut-ru-bert Thes. II 246, 14, dian-e-r-
bart Wb.l3cl2; PI. 1. as-ru-bartmar 8d26, as-ru-bartmmar
Sg. 55b 5, ad-ru-bartmar 197b 16; 3. as-ind-bertatar Ml.
124d9, as-ru-bartatar Wb.l8dl, as-in-ru-bartat M1.131d 12,
ni-sn-2erb(art>atar 29a 4; Pass. Präs. Sing, asberar Wb. 3c 21
§665,3—5] Verbal Verzeichnis her-, 467
u. s. w., asberr 21c 7, as-m-berr 33a 18, asber Ml. llOd 16,
114a 2, ni eperr Sg. 73a 11, dian-aip(err) Ml. 14d 13; PI.
asbertar Wb. 28a 20, Ml. 123c 8, o-epertar 8g. 3b 6; Ipf.
Sing, asberthe Thes. I 492, 25, vgl. Ml. 114a 7; Konj. Sing,
asberthar Wb. 10a 12, aran-epert(h)ar 5a 5, as-ro-barthar
Thes. II 17, 34, arna e-r-barthar Wb. lOd 13; Konj. Ipf. Sing,
asberthe 15d20, asberthae Ml. 77a 6, cini eperthe Wb. 19a 5,
arna eperthe 23d 25, o-eperthae Sg. 26a 6, vgl. Ml. 65d 13;
Fut. PI. asbertar Sg. 73b 8; Kondit. Sing, ni eperthse Ml.
127d 14; PrätSing. as-ro-brad Wb. 3c31, 5a 4, lOd 8, 12d 26,
33b 16, ni e-r-brad 32c 8, frisan-e-r-brath Sg. 220a 10;
Gerundiv eperthi 25b 9, eperth<i> Ml. 46a 11; Inf. epert Wb.
2c 24, Dat. epirt 28b 32, Gen. eperte 24c 5 (ebert Ml. 35c 27,
vgl. 40c 6, 94a 2, aipert 50b 8, verschrieben etbert 83a 5, Akk.,
Dat. epert 92c 4, 46a 24, Gen. epertae 59a 18).
Mit cain-ess-: Pass. Präs. Sing, cäineperr gl. benedicitur
Sg. 215 a 3.
Mit mi-ess-: Präs. Sing. 3. ni miaipir gl. non maledicit
Ml. 56d 16.
Mit rem-ess-: Präs.Sing.l. remiepvr gl. praedico Sg.222a 1;
Prät.Sing.l. remi-se-r-burt 'was ich früher gesagt habe' Ml. 23c 24;
3. reme-e-r-bart 15b 3, remi-se-r-bart 74d 7, remi-se-r-bart
94b 2, vgl. c 13, remi-e-r-bart Wb. 5c 22; PI. 1. <re)mi-e-r-
bar<t>mar Ml. 56b 26, remi-e-r-bartmar 42c 34, 73b 2, vgl.
33a 1, 36c 21, 97a 7; Part, remeperthe 'früher erwähnt' Wb.
23c 11, 32c 5, vgl. 10a 12, 13a 29, Ml. 17c 11, 23c 27 u. s. w.
4) Mit com-di-fo-: Abstr. cundubart 'Zweifel' Wb.4d28,
Akk. cundubairt 13b 12; durch Anlehnung an 10° mit -t- ge-
schrieben: cuntubart 3c 3, 13a 35, A. PI. cuntubarta 23c 26;
durch weitere Neuerung tritt in Ml. und Sg. cum- statt cun- ein:
cumtubart Sg. 99a 2, Ml. 46c 19, 37a 10, cumdubart 43d 20,
vgl. 37a 10; cumtabart 102d 4; nir. cuntabhairt 'danger, doubt,
perplexity'.
5) Mit for- 'zunehmen, wachsen': Präs. Sing. 1. forbiur Sg.
173a 1, vgl. 16a 13; 3. forbeir 32a 1, for-m-beir Wb. 26c 3;
PI. 3. for-m-berat Ml. 71c 1, an-nad foirpret Sg. 48b 5; Ipf.
Sing. 1. for-m-berinn se; 3. forberad Ml. 88a 10; Konj. PI. 3.
arna foirbret Ml, 27c 6; Fut. Sing. 3. forbora 'wird überholen'
LU 52b 26; Prät. Sing. 3. for-ru-bart Ml. 33c 10, 64c 7, ZfcPh.
VII 482, 2 (falsche Glossierung); PL 1. for-ru-bart mar 102 a 1;
30*
468 Verbal Verzeichnis b er-. [§665,6—8
3. forbertatar Corm. 19 (unter ferb), for-ru-bartatar Ml.
101a 10, for-ru-bartat 103d 6; Pass. Konj. Sing, na forberther
Thes. II 255, 18; Abstr. forbart 'Zuwachs' Sg. 67b 7, 167a 3,
forbbart 52a 8, vgl. 127b 3, Ml. 89c 13.
6) Mit frith-: Präs. Sing. 1. frisbiur gl. obnitor Sg. 22b 6;
3. nand rithbeir Thes. II 19, 32, vgl. II 36, 27; PI. 3. f ris-m-
berat gl. obesse Ml. 14c 21; Konj. Sing. 1. fris-a-ber gl. reniti
Thes. II 9, 25 (zu lesen fris-m-ber); 3. fris-bera ZfcPh. VII
480, 18; Fut. Sing. 1. frisber sa gl. enitar Thes. II 7, 32.
7) Mit imb- etwa '(mehrfach) betätigen, schnell oder kunstvoll
wohin bringen, spielen (lassen)': Präs. Sing. 2. imbir Thes. II 249,
11; PI. 3. imm-a-m-berat Ml. 111b 17; Ipv. Sing. 2. imbir
fodi 'put . . tvvdce' Thes. II 40, 26; Konj. Sing. 3. imm-a-bera
'employs it' Wb. 13a 3; Fut. Sing. 1. ni immer 'ich werde nicht
spielen' LU 130b 40; Prät. Sing. 3. im-da-ru-bart fair "es hatte
sie unvermutet darauf (auf den See) herabgeworfen" 'welche unver-
mutet auf den See herabgeworfen waren' Wi. 206, 12 (das infigierte
persönliche Pronomen ist fälschlich als relatives Pronomen verwendet
worden); con-idn-imbert inn-a laim 'brachte ihn (den Vogel)
kunstvoll in ihre Hand' Thes. II 343, 1; Pass. Präs. Sing, imber(r)
Ml. 131a 2, vgl. Thes. II 252, 2, forsan-imber<r> Mh 142d; Abstr.
tri imberta inna faidsine ^durch die (sprachlichen) Kunstgriffe,
Gepflogenheiten der Prophezeiung' 81c 6.
Mit mi-imb-: Konj. 3. PI. mi-tn-imret gl. decipere Ml. 74b
22; Inf. miimbert 17c 6, Dat. miimbirt gl. ad decipiendum
32a 8, vgl. 33 d 8, 18, 38a 13.
8) Mit aith-od- 'opfern': Präs. Sing. 3. adopuir Thes. II
241, 1, a-tn-opuir II 253, 6, ad-idn-opair Ml. 66b 4; PI. 3.
con-idbarat Wb. Ib 20; Prät. Sing. 3. a-t-r-öpert, adopart
Thes. II 238, 12; 239, 6; 242, 9, 19, ad-r-obart Ml. 32b 23;
PI. 3. ad-r-obartat 14a 16; Pass. Präs. Sing, adobarar Wb.
10c 3, adoparar IIb 15, adopar Ml. 73a 10, foran-idparar
Wb. 5b 6; PI. adopartar 10c 1, adobartar Ml. 60b 17; Ipf.
Sing, adoparthe; Prät. Sing, ad-r-opred Wb. 15d 20, a-tam-
r-oipred Ml. 44c 17; PI. atdopartha ZfcPh. VIII 173; Part,
edberthe ZfcPh. VII 484; Inf. idbart Wb. 15d 20, Akk. id-
bairt 22b 12, Gen. idbarte 30d 11, PL Akk. idbarta, idparta
24b 19, 20, PI. Gen. idbart lOd 17 (Nom. Sing, idbart, edbart
Ml. 87b 9, 8, Dat. Sing, edbairt, edpairt Ml. 33a 10, Thes. I
493, 17, Sg. 54a 11, Dat. PI. edpartaib 56b 7 u.s.w., s. I 339).
§665,8 — 10] Verbalverzeichnis her-. 469
Mit to-aith-od- 'darbieten': Konj. 2. PL ni.tidbarid Wb.
3b 11; Konj. Ipf. Sing. 3. do-n-edbarad Ml. 23a 4; Pass. Präs.
Sing, du-n-edbarar Ml. 123c 4; PI. na dedijardar 19c 18;
Part, tedbarthe 47a 5, bas-tidbarthae gl. letifer 'todbringend'
76a 16, taudbartha Thes. II 3, 33; Gerundiv tedbarthi, ted-
parthi Ml. 126d 3, Sg. 6b 23.
Mit di-od- 'berauben, betrügen': Präs. Sing, 3. doopir Sg.
221b 1; PI. 2. dioiprid Wb. 9c 23; Ipv. Sing. 3. na tiubrad
9d 20; Pass. Präs. Sing, ni diubarar Ml. 112a 4; Part, diu-
parthe Sg. 28b 21, diuparthae Ml. 68c 8, Dat. diubarthu
54d 18; Inf. diupart Wb. 16c 24, oc diupirt, oc diubeirt
'a-waning' Thes. II 22, 36; 20, 88, PI. Dat. diubartaib gl. detri-
mentis Ml. 89c 14. Die Änderung von din dib oiprib [Wb.] 9d
19 in *di-n-dib-oiprid, das als Glosse zu (nolite) fraudare
inuicem aufzufassen wäre (Konj. PI. 2.), ist unerlaubt; die Stelle
gibt ohne jede Änderung einen vorzüglichen Sinn; fraudare hat
hier die Bedeutung 'des Geschlechtsgenusses berauben, um den Ge-
schlechtsgenuß betrügen'; der Hauptglossator fügt daher hinzu ex
ratione coniugii 'um den ehelichen Verkehr' 9d 20, die prima
manus erklärt din dib oiprib 'um die beiden Tätigkeiten', d. h.
'um die gegenseitige Teilnahme am coitus' (vgl. oipred Sg. 190b3,
Wb. 10 c 22); durch die Korrektur gewinnt man dagegen eine
äußerst bedenkliche Lesart; wenn der Glossator nur die eigenthche
Bedeutung von fraudare angeben wollte, hätte er wohl *na diu-
brid oder eventuell diupart geschrieben, schwerlich aber nach der
Weise des ML eine in einen irischen Satz nicht passende sklavische
Wiedergabe der lateinischen Konstruktion geschaffen.
Mit fo-od- 'angreifen, in Angriff nehmen': Präs. 3. Sing, fua-
bair, fo-sn-opair Wi. 554; Prät. 3. Sing, fo-rr-öpart Wl Täin
Z. 1408; Inf. föbart.
9) Mittarm-: Pass. Präs. Sing, tarmiberar 'wird übertragen'
Hibern. min. 1, 24.
10) Mit to- 'bringen, geben' (Zimmer, Kelt. St. II 112f.,
45—47, Asc. CXCI; die perfektischen Formen werden von zwei
anderen Wurzeln gebildet: to-rat- 'geben', to-ucc- 'bringen'; über
to-ucc- 'verstehen' vgL § 572, 6 S. 273): Präs. Sing. 1. dobiur
Wb. 14a 20, ni-thabur, ni tabur, ni-s-tabor Sg. 179a 4,
19b 2, 204b 5, 8; 2. dubir ML 105d 4, llOd 13, 111c 13, do-m-
bir siu 45a 14, 87a 7, vgL 88a 4, dobir, d-a-bir Thes. II 249,
1, 2, 3, 10, ni tabair ML 63c 13, vgL 93c 10, 106c 12, Thes. n
470 Verbalverzeichnis ber-. [§ 665, 10
248, 12; 3. dobeir Wb. 21a 13, dober, ni tabir 14b 15, ni
tabair Sg. 214a 5, vgl. Ml. 51 d 2, 91a 17, 20; PI. 1. doberam
Wb. 13b 15, ni taibrem 15c 9; 2. d-a-berid si 24c 16; 3. do-
berat 15b 2, fuan-taibret Ml. 45a 3; Ipf. Sing, ni taib(red)
51d 5; PI. 3. dobertis 54c 30, du-m-bertis Thes. I 488, 18,
do-m-beirtis sora Ml. 90d 17; Ipv. Sing. 2. tabair 27c 12,
87d 12, 93c 15, taber Thes. 11 250, 16; 3. taibred Wb. 22b 7,
na taibred 27b 12; PI. 1. taibrem 13d 15; 2. taibrid 16c 17,
taibrith 6a 20; Konj. Sing. 2. do-m-berae Ml. 94 d 4, doberae
106c 1, fora-taibre, ni taibre Wb. 29a 23, 22, 28, ni toibre
20; 3. du-m-bera Ml. 40c 21, vgl. 57c 4, 87d 13, ceni taibrea
93a 9, vgl. 109c 14, mani-thobrea Wb. 4c 20; PI. 2. do-n-
beraid si 16c 9, do-m-beraid si 8d 21, ni taibrid 6c 1; PI.
3. du-m-berat Ml. 40c 21, duberat 73d 12; Konj. Ipf. Sing. 2.
dubertha 130d 15; 3. doberad Wb. 32a 12, 18a 3, vgl. Ml. 55d
11, 56a 13, mani taibred M1.35c 26; P1.2. doberthe Wb.l5d 8;
Fut. Sing. 1. dobeer 12c 35, ni thiber Atk. LBr. Z. 502, 1804;
2. doberae Ml. 44a 20, vgl. 50c 3, 55b 13, lOOd 5, in tiberse
77a 16; 3. do-sm-bera Wb.l3b 30, mir. ni-s-tibrea, ni thibre
Atk. LBr. Z. 423, 7590; PI. 3. doberat Wb. 6b 27; Kondit. Sing.
3. do-m-berad Mh 108a 5, na-n-da-tiberad 97d 10 (mir. na
tibred LU 42a 20); PI. 2. do-sm-berthe Wb. 19d 24; PI. 3.
dia-tibertais LU 46a 17; Prät. Sing. 1. do-m-biurt ZfcPh. IV
43,4; 2. dobirt Ml. 56a 13; 3. dobert 23b 10, 58c 4, vgl. 23b 7,
Thes. I 493, 17, dubbert, rel. du-bert, con-tubart II 241, 15,
16; 242,9, 18, 20; PI. 3. do-s-bertar 1493,23; Pass. Präs. Sing,
doberr Wb. 3c 1, 28c 4, dub(err) Ml. 42a 15, dober 56b 11,
duberar 105d 6, doberar 60b 19, Sg. 45b 9, dia-tabarr Wb.
17a 3, vgl. Ml. 35b 16, 18, 30a 9, forsa-tabar 54a 2, ara-
tobarr Wb. 12d 29; PI. dobertar lOd 20, tobertar Ml. 25b 6,
ni tabartar lOld 6; Ipf. Sing, doberthe 115a 14, Wb. 10dl6;
PI. dobertis Thes. I 492, 21, 23, dubertis Ml. 89a 2; Ipv. Sing,
tabarr 104b 2; Konj. Sing, doberthar Wb. 8d 18, 13a 3; PI.
do-m-bertar M1.45b5; Konj. Ipf. Sing, ceni tabarthae 40d 20,
trissa-tabarthe 36a 1; PI. dubertis 84c 9, dobertais 90a 14;
Fut. Sing, doberthar Wb. 16a 13, vgl. Ml. 72d 18, ni tiberthar
Wb. 18b 11; PI. du-m-bsertar Ml. 69b 1; Kondit. PI. ni tiber-
tais 15c 7; Part. Gen. tabarthi 25b 12; Gerundiv tabarthi
112d 1, Wb. 6c 19; Inf. tabart 16c 12, Akk., Dat. tabairt.
§665, 10] Verbalverzeichnis her-. 471
tabirt lOd 22, 14c 17, 4c 21, 28c 8 (Nom. tabairt 22c 10,
6a 21), Gen. tabarte 31b 3.
Perfektische Formen mit der Bedeutung 'geben': Präs. Sing. 3.
manid-tarti Ml. 51b 7; PI. 3. ni tartat Thes. II 2, 32; Ipf.
PI. 3. nad-tardatis Ml. 85d 5; Konj. Sing. 1. ara tart sa Wb.
14d 17; 2. dia-tar<te> siu ML 89c 5; 3. durata 57a 13, arna
tarta Wb. IIb 18, o-darta 28b 31; PI. 1. fris-tarddam Thes.
II 293, 19; 2. dorattid Wb. 16c 11, dia-tartaid Ml. 83b 11;
3. o-da-tardat 131 d 16; Konj. Ipf. Sing. 1. con-dartin Sg.
209b 26; 3. o-dardad Ml. 77a 7; Prät. Sing. 1. doratus Wb.
8c 6; 2. doratis Ml. 56a 15, duratis Ml. 80b 2, doratais siu
43d 18, duratais 56b 24; 3. dorat Wb. 4b 10, nicon-tarat
Mh 36a 1; PI. 1. doratsam Wb. 13d 15; 2. d-a-ratsid si 24b
21; 3. doratsat Ml. 115b 8, ni tartsat Wb. 24b 20, ni tartis-
set Ib 17; Pass. Konj. Sing, ara tartar 15a 19, con-dartar
4a 18, 20c 24, arnachon-tartar Ml. 127a 14; Prät. Sing, dora-
tad Wb. 4a 18, 19b 15 u.s. w., doradad 23c 16, doratath Sg.
7b 18, vgl. Ml. 25a 1, ara-tartad 90a 7, o-dardad 98b 8,
forsa-tardad 80d 4; PI. dorata 54c 17, nad-tarta 40a 13.
Perfektische Formen mit der Bedeutung 'bringeir: Ipv. Sing. 2.
na tuic seitchi 'ne duxeris uxorem' Wb. 10a 30 (§ 583 Anm.
S. 287; Ipv. PI. 2. tucaid 'gebt her!' LU 101a 38); Konj. Ipf.
Sing. 3. as-nach-a-tucad Ml. 125b 7; Prät. Sing. 1. do-n-
uccus sa Wb. 30a 11; 2. tuicais Ml. 56a 13; 3. do-n-uic Wb.
lOd 37, Ml. 16b 12, vgl. 38c 4, 44d 14, 50b 8, 67a 3, 118b 6,
131c 14, tu-n-uic 51c 26, douic 18c 5, duuic 84c 24, duic
25d 18, 40c 22, 111b 15, tuicc 98c 11, Sg. 203a 25, tuic 209b
29, Ml. 30c 5, 48c 19, 51c 30, 62a 2, 67a 8, 84c 19, Wb. 21d 1,
d-a-uc Ml. 38c 1, 3, vgl. Thes. I 486, 36, duuc Ml. 136c 1, tue
40c 17, tue side Wb. 24b 25, du-d-uccai Ml. 27d 23, ni tuic
som Wb.23al0, M1.51d 2, vgl. 35a 9, 50 d 18, 63c 9, Sg.209b 29,
fun-tuc Ml. 38c5; PI. l.ni tucsam Wb. 29b 14; 3. du-nn-ucsat
Ml. 92d 1; Pass. Präs. Sing, ni tucthar Wb. 27d 22; Konj. Sing,
con-ducthar Sg.200b 13; PI. in duccatar Wb.9b 19; Prät. Sing,
tuccad 24b 26, 28a 3, Ml. 71c 9, tucad Thes. II 28, 31; 242, 15,
Sg. 202b 8, thucad (rel.) 41a 7, 45b 19, 77b 5 (vgl. oben I 469),
ducad Ml. 56c 11, dia-tuiced Wb. 12b 12, con-ducad Sg.
17a 5.
to-ucc- 'vei-stehen': Präs. Sing. 1. hi-tucu Thes. II 293, 25;
3. do-sn-ucci Wb. 22c 1, d-a-ucci 13a 8, d-a-hucci 12c 21,
472 Verbalverzeichnis b er-. [§665,10.11
du-sn-ucai Ml. 42c 12, tuicci Wb. 12c 26, d 42, thuccai Ml.
42c 8, ni tucci, ni-thucci Wb. 12d 6, 11, c 46, ni tucai Ml.
42c 7, ni thucai Thes. II 292, 8; PI. 3. do-nd-ucet Wb. 8a 14,
ni-thuccat 12c20, ni-thucat 15a34; Ipf. P1.3. tuctais Ml. 125d
13; Konj. Sing. 1. (ce) thuc Thes. II 225, 19; 2. ara tuicce Wb.
28d 7, condid-tucce 30a 19; 3. ara tucca 27b 27; PI. 1. do-
n-d-uccam 24a 22; 2. ara tucid 32a 3, conid-tuccid 21c 11,
con-ducaid 21a 8; Konj. Ipf. Sing. 1. ni-s-tuccin 12d 25; PI. 1.
condid-tucmis ni 20d 17; Fut. Sing. 3. tucfa 12d 12, 15b 1,
ni tucfa 12d 3, ni-thucfa 13a 7; PI. 2. d-a-ucbaid si 21c
12; Prät. Sing. 1. ni tucus sa Ml. 91c 1; PI. 2. ni tucsid si
Wb. 12a 3; 3. ni tucsat 15a 32, vgl. 8a 10, Ml. 75d 10, nad
tuicset Wb. 15a 29; Pass. Präs. Sing, dohucthar Sg. 210a 4,
duucthar Ml. 51c 24, 55a 10, tuucthar 42c 2, ni tucthar Wb.
12c 46; PL ni tucatar 12c 43, nad tuctar Ml. 112d 7; Konj.
Sing, du-n-ucthar 79d 2; Konj. Ipf. Sing, con-ducthe 51d 1;
Fut. Sing, ni tuccfither Wb. 8a 5; Inf. tabart (tabairt Ml.
107c 16), mir. tuicsiu oben S. 273. Mit ceta-: Präs. PI. 3. cit-
id-tucat 'who first understand it' Ml. 125d 4.
ber- mit fo-to- 'subdere': Präs. Sing. 3. futabair Ml. 40d2;
Ipv. Sing. 2. fothabair 76d 11; Konj. Ipf. PI. 3. fu-n-dam-
thabartis se 54c 29, vgl. 72a- 7.
Mit frith-to- 'entgegensetzen': Präs. PI. 3. fri-ta-taibret
(das|persönl. Pron. fungiert relativ) Sg. 183 b 3; Prät. perf. Sing. 3.
fristarat Ml. 51d 3; Part. Dat. fritobarthu; Inf. Dat. frito-
bairt Sg. 183b 2, 3.
Mit imb-to-: Pass. Konj. Sing, imm-im-thabarthar gl.
circumder Ml. 41c 2.
11) Mit trem- 'übertragen': Pass. Präs. Sing, tremiberar
Wb. 8a 5, trimiberar, trimiberar Ml. 21c 3, 31b 22; Prät.
perf. Sing, trimirucad 2b 17.
Anm. Britannisches, a) Die Wurzel ber- bildet im Brit. keine finiten
Simplexformen (über c. bryd 'Gedanke' u. s. w. s. I 42). Komposita: ac.
anit arber bit gl. num uescitur; nc. arferyd, arferu 'gewöhnen, ge-
wohnt sein'; com. ervyre 'bestimmen'; c. d-ar-feru 'to accustom'; vgl.
oben 1°; — mit *Uom-: mc. cymryt 'nehmen' (nc. cymeryd), Präs.
cymeraf, Prät. Sing. 3. cymerth; corn. kemeres, Prät. kemert(h)
(S. 372); mbr. quemeret, quempret, compret; nbr. kemeret; — mit
*ati-ud-: ac. aperth, mc. nc. aberth § 327 Anm. 1480; mit *1com-ud-: c.
cyffred u.s. w. I476f.; mii*de-ud-: mc. diffryt (nc. diffryd, differyd)
§665Anni.] Verbalverzeichnis her-. 473
'verteidigen', Prät. differth, diffyrth; com. dyffres; vgl. oben 8°.
b) Die Wurzel des ir. do-rat, die im gall. <h(f( steckt (S. 380), bildet
im Brit. in fester Komposition mit *{p)ro- ein nicht suppletivistisches Ver-
bum 'geben'; im C. kann dies Verbum ohne Änderung der Bedeutung noch
mit *to- komponiert werden, im Com. bedeutet die Zusammensetzung mit
*to-{p)ro dagegen 'bringen'. Die perfektische Bedeutung des *{p)ro- ist
ganz verschollen, vgl. S. 275. Der zum größten Teil regelmäßigen Flexion
liegt der als Wurzel empfundene Wortkern *{p)ro-d- zu Grunde; das aus
-d- entstandene -9- ist aber im C. zum Teil, im Com. und Br. immer ge-
schwunden. In welchem Umfang dieser Schwund lautgesetzlich war (im
Prät. unmittelbar vor -s-?), und in welchem Umfang er auf Analogie-
bildungen beruht, ist nicht klar. Die Formen sind:
Mc. Präs. Sing. 1. rodaf 'ich (werde) gebe(n)', 2. rody, Ipf. rodwn,
rodut, rodeiu.s.w., Konj.Sing.3. rodo (rotho), Prät. rodeis, rodeist,
rodes, rodassam u. s. w., Plusquampf. rodasswn u. s. w., Prät. Pass.
rodet, Inf. rodi. Daneben Formen ohne -&-: Präs. Sing. 2. roy, Ipv.
Sing. 2. ro, Konj. Sing. 3. ro u. s. w.; im Prät. erscheinen Formen mit der
Flexion der suffixlosen Präterita: roesum, roesost, roes; Plusquampf.
Sing. 3. roessei und (vgl. § 615 Anm. 2) roessoed, rasoed, Prät. Pass.
roes-pwyt (§623 Anm. 4). Als Ipv. Sing. 2., PI. 2. findet sich auch moes,
moesweh (dem Ursprünge nach vermutlich interjektionell, vgl. § 652b
S. 453). — Mit *to- komponiert: nc. Präs. Sing. 3. dyrydd, dyry 'gibt,
wird geben', Ipv. Sing. 2. dyro u. s. w., Inf. dyroddi, dyroi (auch mc.
dyry 'gibt', dyro 'gib!').
Corn. Präs. Sing. 1. rof 'ich gebe, werde geben', 2. reyth, reth,
3. re (ree einsilbig Beun. Mer. 1694, 2836, rea 0. M. 2770), PI. 1. ren;
Ipf. 1. ren, 3. rey; Ipv. Sing. 2. ro, roy, PI. 1. ren, 2. regh; Konj.
Sing. 2. unbelegt (ry ZE 583 ist Inf., s. unten laim- Anm.), 3. roy und
rollo U.S.W. (§ 608 Anm. 2) ; Konj. Ipf. Sing. 1. rollen, 3. rolle, rolla
(M. C. 145); Prät. Sing. 1. rys, res, 2. ryssys, ressys, 3. ros, roys,
reys; Plusquampf. Sing. 1. rosen, 3. rose; Part, reys, roys; Inf. ry,
rey. — Mit *to- komponiert 'bringen': Präs. Sing. 1. droff, 3. doro;
Ipv.Sing.2. doro, dro, drou, dore (Beun. Mer. 508 'gib !|, 3685 'bringe!'),
3. drens, PL 2. dreugh, dregh, (mit Augens) drewhy; Prät. Sing. 3.
dros, re-dros, droys; Plusquampf. Sing. 3. drossa, PI. 1. drosen;
Part, dreys; Inf. dry, drey.
Mbr. Präs. Sing. 1. roaff, rof, 2. rez, 3. ro, re, PI. 2. reit, 3.
reont (Jes. 112b; nach Ernault, Dict. 301 zu graff 'ich tue'); Ipf. Sing. 3.
re (Jes. 207b, Nonne 1512; nach Ernault, Dict. 368 Präs.); Ipv. Sing. 2.
ro, PI. 1. reomp, 2. reit, roit, 3. roent; Konj. Sing. 1. reif, 3. roy,
PI. 1. rehomp, 2. rehet, 3. rohint; Konj. Ipf. Sing. 1. rohen, 3. rohe,
PI. 2. rohech, 3. rohen t; Prät. Sing. 3. roas, ros; Plusquampf. PI. 2.
rosech, 3. rosent; Pass. Konj. roher, Prät. roet; Part, roet; Inf.
reiff, rei. — Nbr. Präs. Sing. 1. roann, Ipf. roenn, Ipv. Sing. 2. ro,
Konj. Sing. 1. roinn, Konj. Ipf. rofenn, Prät. roiz, Part, roet, Inf.
rei, s. Legonidec, Dict. br.-fr. S. 29—30.
474 Verbalverzeichnis ber-. [§665Anm.
c) Dem ir. to-ucc- entspricht im Brit. ein nicht suppletivistisches
Verbum mit idg. Vokalalternation in der "Wurzelsilbe (I 174) und mit der
Bedeutung 'tragen, bringen', im C. auch 'führen'.
Mo. Präs. Sing. 1. dygaf, 2. dygy, 3. dwc, PI. 1. dygwn u. s.w.;
Ipf. dygwn u. s. w.; Ipv. Sing. 2. dwc, PI. 2. dygwch; Konj. Sing. 3.
dycko (Mab. 184, 26), archaisch dach S. 353; Prät. dugum, dugost,
duc, PL 1. dugam u. s. w. ; Plusquampf. Sing. 3. ducsei (Mab. 242, 17);
Pass. Ipf. dygit, Prät. ducpwyt; Inf. dwyn.
Corn. Präs. Sing. 3. dog und (mit Umlaut) dek, PI. 1. degen; Ipv.
Sing. 2. dok (doga 0. M. 1298?), 3. degens, degyns, PI. 2. degeugh,
degogh; Konj. Sing. 3. re-thokko, dogo, doga (Beun. Mer. 3746);
Konj. Ipf. Sing. 3. degy (M. C. 160); Prät. Sing. 3. duk; Plusquampf. PI.
2. decsyugh; Part, degys; Inf. doen, doyn, don.
Mbr. Präs. Sing. 1. dougaf, 2. doguez, 3. douc; Ipv. Sing. 2.
douc, PL 1. douguomp, 2. douguit, douget; Konj. Sing. 1. dou-
guiff, 3. dougo; Konj. Ipf. Sing. 3. douque, doucque; Prät. Sing. 3.
dougas; Pass. Präs. douguer, Konj. douquer; Part, douguet; Inf.
doen (nbr. dougen).
Dieselbe Wurzel mit einem anderen Präverb steckt in rac. go-r-uc
'tat' corn. g-r-uk (neben Formen der Wurzel *«</'-: mc. goreu u. s. w.,
§ 615 Anm. 1 S. 374); ferner in mc. am-ygaf 'schütze', Prät. 3. Sing,
amuc, Inf. amwyn; vgl. mbr. amouc 'retard'.
Auf Grund des Ir. und des ßrit. läßt sich für das Urinsel-
keltische ein suppletivistisches Paradigma 'geben' erschließen, worin
die nicht-perfektischen Formen, von *to-ber-, die perfektischen For-
men von *ro-d- gebildet waren. Von *to-ber- wurde das Präverb
*to- in verschiedener Weise auf *ro-d- übertragen (im Ir. hat nach-
her das Präverb to- auch vor ber- meist die Form ta- ange-
nommen, die eigentlich nur vor -rat- aus *pro-dade lautgesetzlich
war, s. I 369, II 380). Die perfektischen Formen des Nicht-
Präteritums sind Neubildungen nach dem perfektischen Präteritum
(§ 582); das perfektische Präteritum selbst hat im Ir. wenigstens
noch die Spur der alten Reduplikation erhalten; im Brit. ist aber
auch dies Tempus analogisch vollständig umgebildet worden. "^ to-
ber- hatte neben der Bedeutung 'geben' auch die Bedeutung 'brin-
gen', wurde aber in diesem Fall sicher nicht durch *ro-d- suppliert;
wie die perfektischen Formen von 'bringen' in urinselkeltischer Zeit
lauteten, ist ganz unsicher; die brit. Formen, die dem ir. to-ucc-
etymologisch entsprechen, haben offenbar niemals in einem supple-
tivistischen Verhältnis zu einem anderen Verbum gestanden, und
auch der irische Ipv. tuic ist wohl nach § 583 Anm. der Rest
eines alten Bedeutungsunterschiedes, der einst den Suppletivismus
mit *to-ber- hat verhindern müssen. Eher ist es denkbar, daß das
§665.666] Verbalverzeichnis ber-, bert-. 475
irische Suppletivsystem ber- : ro-ucc- alt sein könnte; vgl. das nur
im Prät. vorkommende mc. go-r-uc u. s. w.
Die Wurzel ber- gehört zu lat. ferö gr. (fkofo 'trage', an. Inf.
bera, asl. herc^ 'nehme' alb. hie 'bringe' arm. herem 'trage' skr.
hharämi. Mit den keltischen Zusammensetzungen vergleichbar sind
1) gr. 7ceQi(fiQco (S. 302), lat. perferö, 2) lat. conferO, r. so-brdti
'sammeln', 3) lat. efferö, 4) lat. sufferö, 5) v7C€Q(ftQ0J (vgl. iTteg-
q)€Qrjg), 7) ai.i(fi(plQ(i), 8) r. vy-hrati 'herausnehmen, auswählen'. —
ro-d- gehört zu lat. dö gr. diöwfxt lit. düomi asl. daml 'ich gebe'
2i\h.äa-59 'ich gab' arm. tarn 'ich gebe' skr. dddämi. — Mc. dygaf
u. s. w. gehört zu lat. dücö 'führe', g. tiuhan ahd. ziohan 'ziehen'
(in den übrigen Sprachzweigen nicht glaubwürdig belegt). Nichts
scheint mir gegen die Annahme zu sprechen, daß lat. d-ücö u. s. w.
ein Kompositum ist; dies Kompositum ist im Brit. unverändert er-
halten, im Ir. durch Umtausch des Präverbs zu to-ucc- geworden.
Sollte sich indessen nachweisen lassen, daß lat. dücö got. tiuhan
kein Kompositum sein kann i, so wäre für das Keltische wohl am
ehesten anzunehmen, daß im Ir. die Entsprechung des in Wirk-
lichkeit unkomponierten mc. dygaf, duc unter dem Einfluß des
dann unverwandten ro-ucc- zu einem Kompositum umgedeutet
worden wäre. Ir. ro-ucc-, mc. go-r-uc, c. am-ygaf stelle ich
unter allen Umständen zu got. bi-ulits 'gewohnt', lit. jimkstu 'ge-
wöhne mich' asl. vt/knq ds. (aus *unq-), arm. usanim 'lerne, gewöhne
mich', skr. uc-ja-ti 'ist gewohnt', ökas 'Wohnstätte'; die Bedeutungs-
entwickelung war etwa 'gewöhne das Vieh an die wechselnden
Wohustätten, Weideplätze, führe das Vieh, führe (überhaupt)'. Das
-cc- des irischen Verbums ist nir. -g- (nir. Prät. rüg 'trug, gebar'
u. s. w.) und beruht auf einer Präsensbildung *u-n-q- (wie in asl.
vyk-nq lit. jünkstu), vgl. I 151.
§ 666. bert- mit air- 'vorbereiten, bestimmen': Präs, Sing.
3. ar-a-berta Ml. 102c 5; Ipf. Sing. 3. ar-a-m-bertad 53d 4;
Prät. Sing. 1. ar-ro-mertus sa Wb. 31 d 14, vgl. Ml. 51a 12,
58c 9, d 17; 3. ar-ro-bert som Wb. 29d 23, ar-a-ro-bert Ml.
1. Gr. SaiSvaatadui,- fXxia&ni. sowie öudvaatad^ac ikxiaOut, anctQÜa-
ata&cti und Sct^iaau)- rö Tctoäaacü (Lagercrantz KZ XXXV 276) \Yürden
wohl in dieser Beziehung auch dann nicht beweiskräftig sein, wenn sie
wirklich hierher gehörten; dies ist mir aber deshalb zweifelhaft, weil wir
nicht wissen, was der Glossator eigentlich mit ekxfa&ai gemeint hat (viel-
leicht gar nicht die sinnliche Bedeutung); jaQÜaaio und 'führen' sind recht
verschiedene Begriffe ; auch ist das -aa- lautlich mehrdeutig.
476 Verbalverz. ber bo-n-d-. [§666—668
66c 19; Inf. erbert 23b 5, airmert 98a 7 (neutr.), Dat.
airmiurt 40d 12, airmbiurt 65a 8.
Vgl. c. armerthu, d-armerthu 'prepare', br. V. armerhein
'menager'. Vgl. Ernault, Gloss. S. 409, Rc. XXXII 68^.
§ 667. bidg- 'springen, stürzen': Prät. Sing. 3. bidcais,
bidgais LL 66b 24, 46; Inf. bidgud LL 263b 32, 265b 13 (ein
-«-Verbum; die Mouillierung von -dg- lautgesetzlich verloren). Vgl.
bedg 'Sprung, Ruck, Stoß' Wi. 385, Kuno Meyer, Contrib. 191.
Mit di- 'werfen' (in den echt zusammengesetzten Formen durch
di-bairg- ersetzt; -bidg- bleibt dagegen nach betontem ro):
Präs. PL 3. dubidcet gl. iaculantur Ml. 93 d 11; Ipf. Sing. 3.
du-m-bidced 53d 7; Konj. Ipf. PI. 3. do-m-bidctis 26d 7,
dubidctis 30b 1; Prät. Sing. 3. d-am-bidc 58c 4, do-rru-bidc
40 d 9, do-ro-bidc 58c 3. — Formen von di-bairg-: Präs. Sing.
1. cinnas dibairgim 'wie ich werfe' LL 65b 39; Ipv. Sing. 2.
dibairg 'triff!' 125a 29; Konj. Ipf. Sing. 3. arna-ra-s-dibairged
79a 13, nach-as-diburged 69a 46; Prät. Sing. 3. ro-dibairg
Rc. III 178, Kuno Meyer, Contrib. 635; Inf. dibirciud Ml. 58c 6,
99dl, dibiercud 26d 6 (verschrieben), mir. diburgud, dibrugud,
auch diburgun (nach dem Inf. von org- umgebildet). — Vgl. I 88;
über mc. Inf. bwrw, Prät. byryawd vgl. I 105.
§ 668. bo-n-d- kommt in zwei Zusammensetzungen vor:
1) mit ad- 'to proclaim, declare', 2) mit od- 'absagen, verweigern'.
Die beiden Komp. scheinen aber vermischt geworden zu sein.
1) Präs. Sing. 3. isboind, a-ta-baind, a-t-boind S. M. III
478, 17, IV 104-106, V 200, 14; Konj. 2. a-t-bois, 3. adbo
O'Dav. Nr. 89 (O'Dav. gibt als Erklärung urfocraim 'ich sage
an, verkündige' und obaim 'ich verweigere'); Pass. Ipv. Sing,
adbonnar S. M. III 298, 6; Inf. apad, abad, Gen. apuid III
288, 13; 290, 4, IV 4, 15, Gloss. S. 3, S. 68.
2) Konj. Sing. 3. coni-m-op Ml. 20b 6, arna oip 42a 2
(die MouilHerung analogisch); Prät. Sing. 3. a-t-bobuid LU 133b 1
(der Bedeutung nach hierher, der Form nach zu 1°, denn od-
kommt in unechter Komposition nicht vor); Inf. obbad Sg. 90a 2,
opad Thes. II 1, 5, opa<d> LL 107b 27.
Zu gr. Ttv-v-d^-avofxat 'frage', got. hiudan 'bieten', lit. pa-
bu-n-dü 'erwache', asl. hljudq 'beobachte' (Kausativ buditi 'er-
wecken'), skr. bödhati 'erwacht, wird gewahr'. Die Bedeutungs-
entwickelung wird im Kelt. ähnlich wie im Germanischen gewesen
sein. Ein drittes Kompositum ist ir. ro-bud 'Warnung' (Gen.
§669—671] Verbalverz. bo-n-g brenn-. 477
robaid LU 87a 14, 15; vgl. Wi. Täin), c. rhybudd, s. I 474.
§ 609. bo-n-g- 'brechen, ernten': Präs. Sing. 1. m-bung
Trans. Phil. Soc. 1891—94, 182 Z. 26 (Kompositalform statt der
Simplexform), 3. o-böing LU 59b 27; Fut. Sing. 1. bibhsa O'Cl;
Prät. Sing. 3. con -bobig ßc. XI 446, 2 v. u.; Pass. Prät. Sing,
mad-bocht 'gut wui'de geerntet' Thes. II 334, 3; Inf. buain. Gen.
buana Wi. 401, Sg. 62b 10.
Anm. Prät. Sing. 3. buich (Kuno Meyer, Contrib. 239) gehört wohl
zu einem anderen Paradigma (Präs. *buig-, vgl. dluig- neben dlo-n-g-).
Mit com- 'brechen': Präs. Sing. 3. oboing Wb. 4d 15; Konj.
Ipf. Sing. 3. cho-ta-bosad si Ml. 18a 7; Prät. Sing. 3. näd
chombaig Thes. II 346, 4; Pass. Präs. Sing, conbongar Thes.
II 251, 12; Fut. Sing, o-bibustar Wi. IP 247; Inf. combach
Thes. I 495, 1, II 253, 15, vgl. 18, 20, Ml. 118b 3, 126a 7.
Mit to- 'brechen': Prät. Sing. 3. co t-o-pacht S. 271 (mit
perfektischem od-? Stokes, KZ XXXVIII 469; die Flexionsform
nicht alt: aktivisch verwendete Passivform, s. § 619 S. 378), co
töe-r-baig LU 111b 21 (Kontamination einer -ro-losen Form mit
Ersatzdiphthong *-töe-baig und der Form -to-r-baig Wi. 298,
Z. 2 der Fußnote).
Mit to-tre-: Abstr. tothrebach, toithrebach gl. eruptio
Ml. 129 d 9, 123 d 2 (Sarauw, Irske St. S. 71).
Zu skr. bhanagmi arm. bekanem 'breche'. Vgl. § 663.
§ 670. both- mit f 0- 'erschrecken' (transitiv): Präs. Sing. 1.
fobothaim Sg. 146b 13, Thes. II 228, 33; 230, 20; 2. diam-
bupthai LU 24a 10 (entstellt); Konj. Ipf. Sing. 3. fo-ta-bothad
Ml. 33b 16; Inf. fubthad Ml. 40c 2, fubt(h>ad, Stokes Wi. IV»
510, LL 371a 16, vgl. S. M., buptbad LU 24a 10, vgl. Aisl. 163
(oder ist bupth- von fo-both- etymologisch verschieden?). Vgl.
Stokes, Sprachschatz 176.
§ 671. brenn- 'hervorquellen, sprudeln' u. s. w.: Prät. PI. 3.
bebarnatar LL 116a 17.
Mit to-ess-: Präs. Sing. 3. do-n-eprinn Sg. 145a 4; PI. 3.
doeprannat gl. affluant Ml. 39d 2, do-n-eprennet gl. hquefiunt
Sg. 209b 20; Prät. PI. 3. do-r-eprendset 'fiowed' Stokes, Goid.»
70 (mittelirische Neubildung); Inf. Wi. tepresiu, Atk. LBr. te-
persain. Gen. Sing, teipersen Ml. 126a 14, Nom. PI. tepairs-
nea, tipirsnea Ml. 123d 1, 129d 12, 81c 9, Gen. PI. tcpairsen
129 d 15 (Ableitungen 121a 18, 129 d 4, 5).
Mit to-od-: Präs. P1.3. toiprinnit gl. influunt, Stokes, Goid.^
478 Verbalverz. brenn bronn-. [§ 671—673
70 (eine junge Form mit Simplexendung statt der Kompositalendung).
Dazu das m.ir. Kausativ (Intensiv) bruinn- 'hervorquellen
lassen, hervorquellen, boil, smelt': Präs. Sing. 3. bruinnid, PI. 3.
bruindit, Inf. brunniud Kuno Meyer 277. Mit to-: Präs. Sing.
3. dubrüinn Ml. 81c 14.
Keltische Wurzel *brend-, Präs. ^hrend-na-mi (bebarnatar
und bruinn- haben jüngeres oder analogisches -n-, -nn- statt des
etymologischen -nd-). *brend- ist aus einer einfacheren Wurzel
*ber- erweitert (vgl. über ir. lind, rind I 37), die mit to-od- in
air. topur 'Quelle', mit to-ess- in mir. tipra 'Quelle', Dat. tiprait
vorliegt, tipra ist wegen der Hebung in der ersten Silbe etwa
auf einen Stamm auf -unt- zurückzuführen. Im letzten Grunde ver-
wandt ist lat. ferueö u. s. w. I 115, gr, cpQsaq 'Brunnen', ahd.
brunno u. s. w., lat. fretum.
§ 672. briss- 'brechen', regelmäßiger -«-Stamm (dieKomposital-
form der 3. Sing, des Präs. kann ich allerdings aus alten Quellen
nicht belegen): Pass. Ipv. Sing, brister Wb. 7c 4; Inf. brisiud.
Mit for- 'brechen, unterdrücken': Konj. Ipf. PI. 3. for-tan-
bristis ni Ml. 135d 4; Prät.Sing.3. for-r-orbris 34b 16, 67b 24
(S. 250); Pass. Konj. Ipf. PI. forbrissitis 85d 10; Fut. Sing,
forbrisfither 56d 10, ni forbrisbedar 51b 1; Prät. PI. for-
bristea 67b 18; Part, forbriste Thes. I 714, 10, vgl. Ml. 67b 17,
85d 9; Inf. forbrisiud Sg. 181a 8, forbrissiud Ml. 36a 32,
vgl. 37 b 23, 46 d 10, 61c 13.
§ 673. bronn- 'injure, damage, spoil': Präs. Sing. 3. bron-
daid S. M. V 216, 12, ni bronna (subjektlos) 'it wears not away'
Thes. II 310, 2; Konj. Sing. 3. ro-bria O'Dav. Nr. 300; Pass.
Präs. Sing, bronnair S. M. IV 98, 16; Konj. Sing, ro-briathar
V 168, 15. Die meisten Formen sind (wie das oben angeführte ni
bronna) nach dem Muster der regelmäßigen -ä-Verba gebildet, s.
die Wörterbücher von Wi., Kuno Meyer, S.M.; Inf. brondad S. M.
III 404, 9. Als ein -ä-Verbum flektiert auch bronn- 'bestow,
present, spend, consume'; die Bedeutung 'bestow, present' kann von
'spend, consume' abgeleitet sein, und diese Bedeutung kann wiederum
auf 'spoil' beruhen, sodaß die beiden gleichlautenden Verba auch
etymologisch identisch sind. Vgl. § 675.
Vgl. I 54, Strachan, Rc. XXVIII 195. Mit diesem Verbum
verwandt ist brüi-: Präs. Sing. 3. bruid 'zerbricht' Wi. 217, 9,
Prät. Sing.3. brüis, co ro-brüi, Inf. brüud u. s.w., Kuno Meyer,
Contrib. 276; — mit com- ds.: Pass. Prät. PI. (mit perfektischem
§674—676,2] Verbalverz. brud can-. 479
-ad-) o-a-brüithea Wb. 5b 29, con-a-pbruithea Ml. 36d 27,
Inf. combrudh Kuno Meyer, Contrib. 4.35. Verhält sich wohl zu
bronn- ähnlich wie dluig- zu dlo-n-g-.
§ 674. brud- mit frith-: Präs. Sing, 3. indi frisbrudi
gl. renuentis Ml. 44b 12, verschrieben frisbrubdi 28b 8; PI. 1.
frisbrüdemor gl. aporiamur [Wb.J 15b 22 (vielleicht eine unirische
Form); Inf. frithbruduth gl. respuere Ml. 76c 4. Vgl. Wi. 579.
Zu an. briöta aengl. breotan 'brechen'?
§ 675. caith- bedeutet im Nir. 'I throw, hurl, fling, cast;
waste, wear, spend; eat, drink, consume, use': Präs. Sing. 8. nad-
chaithi 'der nicht ißt' Wb. 6c 11; Inf. caithem.
Mit to-: Präs. Sing. 3. dochaithi 'spends, verwendet' Thes.
II 33, 22, dicathi 26, 35; Ipv. 3. nachi-tochthad 'es soll dich
nicht abquälen' Wb. 31 d 11 (vgl. oben S. 311); Prät. PI. 3. du-
ro-chthaisset gl. (uitae spatium) exegerunt Ml. 98b 13; Pass.
Präs. Sing. ducha(i)ter 82a 9; Inf. tochaithem S. M.
Zur Bedeutungsentwickelung vgl. § 673. Zu lat. quatiö?
§ 676. can- 'singen' (im Präs. teils -ä-Stamm, teils -e- : -o-
Stamm): Präs. Sing. 2. cani Thes. II 249, 2; 3. canaid Wi. 413,
Fei, rel. canas Wb. 27b 27, Ml. 24d 14; PI. 1. rel. canmae Fei
Epil. 242; 3. canait Wi. 413, rel. canta Fei. Dec. 28; Ipf. Sing
3. no-chanad Fel.2 S. 10 Z. 3 v. u.; PI. 3. no-chantais Fei
Jul. 30; Ipv. Sing. 2. can (und cain) Fei.; PL 2. canaid Wi. 413
Prät. Sing. 3. ro-cachain Ml. 48b 11, cachain Wi. 413, Feh;
PI. 3. cachnaitir, cachnatar, cechnatar Wi. 413, K. Meyer
313; Pass. Präs. Sing, canir Thes. II 249, 1, canair, hi-canar
Fei. Sept. 11, Epil. 187, nu-d-chanar Ml. 135a 6, imm-a-canar
LL 284b 48, rel. canar Thes. II 252, 5, 8, 12, 14, 19; Ph trissa-
cantar Ml. 122c 2; Ipf. Sing, no-cainte 102c 8; Prät. Sing.
ro-cet 57d 13, vgl. Ml. 2b 6, 25b 6, 64a 13, fo-ro-chet 35b 19;
PI. ro-ceta 30a 9, nad ro-cheta 115b 4; Part, cete Thes. II
17, 34; Gerundiv ceti Ml. 126c 4; Inf. ceul c 1, ce'ol Wi., Dat.
00 ciul Rc. VI 187, cetal Fei. Jun. 1, Ml. 60a 12, 33b 7, 107b 4
u. s. w. (jünger: Dat. cantain Wi. 413, K. Meyer 314).
1) Mit fo-ad-: Präs. Sing. 1. foacanim gl. succino Sg.
167 a 2.
2) Mit air-: Präs. Sing. 3. arcain '(das Gesetz) sagt', ar-
in-can S. M. IV 316, 17; 340, 1, ar-a-cain gl. incinere Ml.
64c 14; Prät. Sing. 3. arcächain LU 125b 8; Pass. Präs. Sing,
arcanar gl. cantatur Thes. II 18, 33; PI. arcantar gl. praecinun-
480 Verbal Verzeichnis can-. [§676,3—9
tm' Ml. 66c 7; Ipf. Sing, arcanta 'es wurde (zur Unterhaltung)
gesungen' LU 121b 5; Abstr. airchetal 'Gedicht'. Wohl eigent-
lich 'vorsingen'.
3) Mit ceta-: Pass. Prät. Sing, cita-ro-chet 'was first sung'
Ml. 86 d 19 a, vgl. 44 b 4.
4) Mit com- 'zusammen singen; übereinstimmen': Präs. PI. 3.
concanat K. Meyer 461, ocanat Ml. 32c 17; Pass. Präs. Sing,
con-chanair (zu lesen -ar) Corm. 2 (arg); Abstr. cocetal Ml.
145 c 4.
5) Mit fo-: Präs. Sing. 3. fo-m-chain 'sings to nie' Thes.
II 290, 7, 8, 9.
6) Mit for- 'lehren': Präs. Sing. 1. for-chanim Wb. 8c 3,
for-chun 10a 13; 3. for-chain 5d 10, vgl. Ml. 35d 7, 67b 3,
136c 11, 30d 12, 128 d 9, 129c 9, Thes. II 2, 26, ZfcPh. VIII 176,
ni forcain Wb. 11c 19; PL 3. forcanat Ml. 28a 15, vgl. 45b 15,
Wb. 20c 20; Ipf. Sing. 1. for-cha<na)inn se Ml. 54c 31; Ipv.
Sing. 3. forcanad Wb. 12d 41; PI. 2. forcanid 22d 1; Konj.
Sing. 1. cu farcan Ml. 68c 15; 2. forcane, odid-forcane Wb.
28c 11, 21, dl3; 3. for-chana 31b 10; P1.2. forcanit(h> [Wb.]
12c 18; 3. CO farcanat Ml. 45b 18; Konj. Ipf. Sing. 1. forca-
nainn 94b 13; Put. Sing. 1. for-<d>ab-cechan sa Ml. 53c 14 (vgl.
Stokes IF XXVI 140); 2. forcechnae siu Ml. 114b 11; 3. for-
dub-cechna Wb. 9a 16; Prät. perf. Sing. 1. forroichan sa Ml.
17d 1; 2. for-tan-roichan ni 22c 3; 3. forrochain 68b 8; PL
3. for-tan-roichechnatar ni 63b 1; Pass. Präs. Sing, forcanar
50d 12, 82c 8, vgL Wb. 3b 23; PL forcantar ML 34b 12, Thes.
I 487, 22; Part, foircthe ML 23b 12, 35d 6, 12, lUb 27, c 19,
vgl. 16b 4 (-th- durch Neuerung statt -t-); Gerundiv foircthi
132a 4, VgL 68c 14, forcanti (ganz neugebildet) Thes. II 22, 39;
Inf. forcital neutr. Wb. 3b 23, ML 64c 6, Dat. occ-a forcitul
Wb. 20c 3, vgl. Thes. II 247, 14 u. s. w.
7) Mit to-ind-: Konj. PL 3. du-n-inchanat gL incantare
ML 76a 18; Abstr. PL tinchitla b 2.
8) Mit rem-: Pass. Präs. Sing, remicanar gL praecinitur
ML 67b 11.
9) Mitto-air-ro- (oder to-air-fo-?) 'prophezeien': Präs. Sing.
1. doaurchanaimm Sg. 60b 12; 3. doerchain ML 21a 7, vgL
15d 10, do-n-aurchain, di-n-aurchain Thes. II 21, 33; 22,37;
PL 3. do-n-erchanat ML 19b 11; Ipf. Sing. 3. do-n-erchanad
54c 24; Prät. Sing. 3. du-nd-archechainn, du-n-aircechainn
§676,9.677] Verbalverzeichnis can-, car-. 481
som, du-n-archechainn 66c 12, 64c 22, tairchechuin Wh.
4c 40, d 8; PI. 3. d-an-äircechnatar som Thes. I 484, 28,
nad tairchechnatar Wb. 5a 1; Pass. Präs. Sing, duerchanar
Ml. llld 4; Prät. perf. Sing, do-n-airchet 35b 9, do-n-archet
Wb. 29c 3, doarchet 26a 11, doairchet 6b 26, doarrchet
5a 16, 6d 8, duaircet Ml. 24d 5, tairchet Wb. 15a 34, tairr-
chet 6d 6, 7a 2, tarrchet 26d 9, hi-tarchet Thes. II 253, 1;
PI. taircheta Ml. 38c 9; Part. Dat. terchantu Ml. 24d 6 (neu-
gebildet); Inf. tairchital Wb. 5a 8, Ml. 94a 10, oc taircitul
54c 30, oc taircetul LU 39b 29, Gen. tairchitil Ml. 89b 10,
Nom. terchital 64c 22, PI. Akk. tercitla 19b 10.
Anm. Britannisches: mc Inf. canu (Fut. cygein S. 365, Prät. ceint
S.372f.), com. cane, mbr. canaff, nbr. kana. Komposita: 1} c. achanu
'to chant, to niurmur'; 2) c. arganu 'to sing or chant' Silvan Evans S. 351;
4) c. cynghanu 'to liarmonize'; 5) e. goganu, gochanu 'to satirize,
lampoon', dyoganu 'to predict', mbr. diougan, diogan 'promesse, pre-
diction'; 6) c. gorcban 'incantation' (über mc. gorchegin s. S. 365),
acorn. vurcheniat gl. incantator; 9) c. aroganu, daroganu 'prophe-
zeien' (die Erhaltung des -o- ist kaum lautgesetzlich), abr. darcenneti
gl. hariolis. — Vgl. lat. canö(accinö, concinö, succinö).
§ 677. car- 'lieben': Präs. (meist -ä-Stamm) Sing. 1. caraim
se Thes. II 293, 16, no-caraim Ml. 79d 1, no-(ca)rim se Wb.
14b 1, no-n-dub-cairim se 23c 12, no-t-caru Fei. Epil. 311;
2. no-cari Wb. 6c 8; 3. caraid Ml. 75c 4, Thes. II 293, 17,
carid Wb. 25d 5, no-b-cara 27d 9, rel. caras 25c 19, Ml.
91b 17, 30c 3, caris Thes. II 247, 3; PI. 3. carait Ml. 124d 13,
no-s-car(a)t 123c 8, ni-m-charat sa Wb. 5c 6; Ipf. Sing. 3.
no-b-carad 23d 10; Ipv. Sing. 3. carad 25a 35; PI. 2. carid
27d 11, n-a-carid Ml. 68a 15; Konj. Sing. 2. care siu 43a 21,
ni-charae, no-carae 56b 31, 39; 3. con-ro-chra Wb. 6d 1;
PI. 3. ara carat IIb 6; Konj. Ipf. Sing, näd carad som 4d 17,
CO carad Ml. 14a 8; Fut. PI. 3. nio-chechrat Wb. 30c 4; Prät.
Sing. 3. ro-b-car si 23d 4, vgl. Ml. 65d 5, Sg. 193b 1, 196b 3,
ni cair Thes. II 328, 2; PI. 1. ro-n-dob-carsam ni Wb.25a35;
Pass. Präs. Sing. rel. carthar Ml. 75c 4, Sg. 193b 3, 196b 4;
Ph rel. cartar Ml. 78a 2; Gerundiv carthi Sg. 148a 2; Inf.
sercc Wb. 4b 10, vgl. Sg. 59b 5.
Mit ad-: Abstr. accur 'joy' Wb. 29d 9, Ml. 92a 16. accor
'hunger', accuras 'desire' K. Meyer 10, nir. an-acar 'aftliction'.
Mit com-ad- 'lieben': Prät. Sing. 3. ra-chomchar cäch a
cheile LL 153b 23.
Pedersen: Vgl. kelt. Granuu. II. 31
482 Verbalverz. cel- (cell-, ciall-). [§678,1
Mit od-: occuras 'Hunger' K. Meyer 10, nir. ocras.
Etymologie I 184, II 407.
§ 678. cel- 'verbergen': Präs. Sing. 3. ni ceil som, ni-
cheil Wb. 4d 16, 5b 5; PI. 3. nu-da-cbelat Ml. 54c 9; Ipf. PI.
3. nu-da-cheiltis Ml. 61a 2; Fut. Sing. 1. nad-cel Thes. II
290, 7; PI. 1. nat-celam Fei. Epil. 86, ni chelam LU 56b 28;
Prät. Sing. 3. ni-cbelt Thes. II 291, 11; Pass. Präs. Sing, nad-
cetla-celar II 352, 1 (oben S. 225, 243); Part, clithe II 295, 9,
Superl. clithem ZfcPh. VII 481, 13; Gerundiv clethi Thes. II
345, 1; Inf. in chleth Ml. 93c 10, vgl. Sg. 51b 8, cleith Wb.
23c 21, 29a 31, Akk. clid Ml. 40c 10, Dat. clith 87d 8, 100a 7,
PI. Akk. cletha Ml. 59a 9.
Die Zusammensetzungen von cel- haben sich mit einer ganz
verschiedenen Wurzel ciall- (Denominativ von ciall 'Verstand'
I 347, Deponens; die Bedeutung des Simplex ciallathar LU
91a 4, ciallastar LL 123a 31 ist mir nicht klar), zum Teil auch
mit einer Wurzel cell- 'ringsum gehen' so vermischt, daß eine
reinliche Trennung mit großen Schwierigkeiten verbunden ist.
1) Mit air- 'stehlen, rauben': Präs. Sing. 1. arcelim gl. aufero
Sg. 9a 7; 3. ar-a-chela gl. frustretur Ml. 31a 13; PI. 2. arce-
lith archäch 'ye take away from every one' Wb. 9c 23, ar-a-
ciallathar wohl 'nimmt weg, verzehrt' Corm. 26 unter legam,
ar-us-cialladar LL 293b 43; 3. ar-a-chelat gl. depraedantium
Ml. 134b 10; Ipf. PI. 3. ar-as-celatais 26b 19; Konj. Sing. 3.
ar-a-cela 36b 2; Fut. Sing. 3. ar-a-chelfea 18c 9; Prät. Sing.
3. ar-id-ro-chell Sg. 202a 7; Pass. Präs. Sing, ni ercheltar gl.
non aufertur Ml. 21c 12; [Part. vgl. S. 485]; Inf. airchellad Sg.
202a 7, 52b 3, Ml. 28c 5, 36b 2, 90a 11, erchellad 38a 13,
57a 2, 102a 10, vgl. 63c 16. Enthält wohl wirklich cel- (zur
Entwickelung 'verbergen' > 'stehlen' vgl. z. B. apreuß. au-klipts
'verborgen' : lat. clepö, gr. xkiftTO) 'ich stehle', got. hlifan 'stehlen');
die ßedeutungsnüance der List ermöglichte aber die Assoziation mit
ciall-; daher die Flexion als -«-Stamm und das -11-; vielleicht
hatte auch das synonyme t-ella, Fut. telfea, Prät. du-d-ell,
Inf. t-ellad (S. 274) Einfluß ausgeübt.
Mit to-air-: Präs. Sing. 3. do-don-archeil ar araim 'der
uns vor dem Gezähltwerden verhüllt' oder 'von dem Gezähltwerden
wegnimmt' LU 131b 40. Hiervon verschieden: Präs. Sing. 3.
taircella tomus 'he goes round its measurement' S. M.IV 344, 20,
tairchella huili dänu in spirito 'er geht alle Gaben des Geistes
§678,1—3] Verbalverz. cel- (cell-, ciall-). 483
durch' Wb. 12b 33, do-n-oirchell 'umgibt' Wi. 181, 30 (LBr.;
jüngere Flexionsform), dia-tairchelland 'womit er (die Pferde)
bändigt' LU 122b 30; Ipf. Sing. 1. dia-taircellad 113b 20, hi-
taircellad a folt 'worin er sein Haar zusammenhielt' 122 b 28;
Konj. Sing. 3. ara-tairchela 'that he may restrict' Wb. 9d 1;
Inf. tairchell 'to comprehend' Atk. LBr. 3406; vgl. dazu occ-a
airchell 'um (das Tor) herum', 'es umgebend' Wi. 181, 30. — Die-
selbe Wurzel cell- mit imb-: Präs. Sing. 3. imm-e-chella 'sur-
rounds' Ml. 67d 12; mit to-imb-: duimchella 'umgibt' d 8,
to-n-imchela 'goes round' Thes. II 33, 19; Konj. Sing. 3. do-
n-imchella II 26, 35; Prät. perf. Sing. 3. du-m-imm-er-chell
Ml. 108a 12; Pass. Präs. Sing, duimcheltar 108a 14; Konj. Ipf.
PI. doimchelltis 90d 5; Inf. timchell. Dat. oc timchull Thes.
II 33, 19, vgl. 22, oc ä thimchell Wi. 181, 14 (vgl. Wi.824); —
mit imb-to-imb-: Präs. Sing. 3. imtimchella gl. cingit Ml. 40c
14, vgl. 108a 9; PL 3. imtimchellat 116a 2, vgl. 68d 3; Ipf.
PI. 3. imm-in-timcheltis ni 32a 19; Ipv. Sing. 2. imthimchell
SU 28d 10; Fut. PL 1. imtimcelfam ni 24a 7; Kondit. Sing. 3.
hon-imthimchellfad 43b 9; Prät. perf. PL 3. imm-um-timm-
er-chellsat 130b 12, im-im-thimmerchelsat 44c 25; Pass.
Präs. Sing, imm-e-timcheltar 121a 1; PL im-thimcheltar
109c 5; Ipf. Sing, huan-imthimcheltae 65c 2; Ipv. Sing,
imthimcheltar 127b 17; Konj. Sing, arnacon-imthimchelltar
69b 7; Inf. imthimchell 108a 13, Dat. imthimchiull 120d 2,
123b 9; — mit to-air-imb-: Abstr. tairmchell 'Umkreisen' Wi.
803; — vgl. noch dofoichlenn 'er durchreist', Abstr. töichell
'journey' Rc. IX 464, IV 245, Dat. tochull ML 82 d 10.
2) Mit com- 'dissimulare', 'verbergen': Konj. Sing. 2. cia
chon-chelae ML 106c 14, concela-siu 101a 1 (-a statt -e: In-
lautsbehandlung des Vokals vor dem prokhtischen Worte); 3. ma
cho-t-chela Wb. 5a 9; Konj. Ipf. Sing. 3. reL o-chelad Ml.
114c 3; Prät. Sing. 3. concelt LL 333b 30, perf. con-ai-celt
Ml. 49c 9. — Die Wurzel ciall- bildet cocill 'a sparing, saving'
K. Meyer, cocell 'thought' Thes. II 253, 11.
3) Mit di- 'verhehlen, verbergen': Präs. Sing.2. nad-n-dichil
ML 56c 11; Pass. Präs. Sing, duceltar 111 b 11; PL mir. ni
dichliter Thes. II 352, 17; Part. (Gerundiv?) mir. dichelta Thes.
II 345, 9; Inf. dichleth K. Meyer 637, Akk. dic^hMith Wb.
la 4, dichlid ML 59a 9 (daneben dicelt Thes. II 345, 10, di-
chelt S. M.). — Die Wurzel ciall- bildet die hell 'Vernach-
31*
484 Verbalverz. cel- (cell-, ciall-). [§678,4
lässigung', Akk. dichill; vgl. S. M. Glossar unter dociallathar.
4) Mit f 0- 'hüten, sich hüten vor; erwarten; curare, procurare,
im Voraus bestimmen; diligere, ehren': Präs. Sing. 3. fuciallathar
gl. procurat Ml. 114b 3, föchiallathar LU78a30, nad foichli-
dar Salt, na R. 8050, nad-foichlend in muintir sin 'der sich
vor dieser Schar nicht hütet' LU 30b 37; Ph 1. fochellamar
Trip. L. XVIII 1; 3. nach-a-r-ochlat 'welche sich nicht selbst
hüten können' Wb. 19c 15; Ipv. Pl.l. fochlearaar (-ea- = -e-)
Wi.Täin S.705; 2. foichlid gl. curate Mh 68a 15; Fut. Sing. 3.
fucheillfea gl. curet 90c 15, PI. 3. fochelfatar gl. qui dihgunt
'who shall care for' Wb. 30d 15; Prät. Sing. 3. fochiallastar LU
132, 16 (mit der ungenauen Glosse .i. ro-tinöil 'versammelte'; daraus
folgert O'Dav. Nr. 362 ein ciall .i. tionol, was mit Unrecht von
K. Meyer 364 akzeptiert wird); PI. 1. ni ro-bar-fachlisem 'wir
hatten euch nicht erwartet' LL 112 b 8 (Stellung und Form des infig.
Pron. und -fa- für -fo- sind mir. Neuerungen) ; PI. 3. üair na-ro-
foichlitar 'weil sie nicht Acht gegeben haben' LU 33a 14 (Neu-
bildung); Pass. Präs. Sing, doadbadar . . as mö de focialtar
'es wird gezeigt . ., daß er noch mehr geehrt wird' Wb. 29c 4
(zur Satzstellung vgl. § 549, 3); Konj. Sing, mani fochlither a
bruth 'wenn nicht Vorkehrungen gegen seine Wut getroffen werden'
LU 106a 14, b 39; Prät. Sing.' fo-n-ro-chled gl. custodiebamur
Wb. 19c 13, fo-ro-chlad 'war vorausbestimmt worden' Thes. II
312, 5, i-rr-ochloth 'wo es bestimmt worden war' II 344, 4; Inf.
a chain-fochell 'ihn gut zu ehren' Wb. 15c 24, vgl. an-fochell
gl. incuria, Akk. anfochill Ml. 117b 7, 6, 127c 19. Alles läßt
sich von ciall- herleiten; die Form fochelfatar scheint aber von
cel- beeinflußt zu sein. Vgl. Zimmer, Kelt. Stud. I 72 f., Sarauw,
Irske Studier S. 33, ZfcPh. V 516f.
Mit air-fo- 'hüten, sich hüten vor, vorsehen, erwarten' 'to pay
attention, take care of (Atk. S. M.): Präs. Sing. 1. arfochlim
a n-insce 'ich sehe mich gegen ihre Rede vor' LU 124a 5; 3. is
si in chiall hisin ar-a-focladar quando dicit . . 'das ist die
Bedeutung, die er im Auge hat, indem er sagt . .' Sg. 209b 26
(-C- für -ch-; die Annahme [ZE 981 Fußnote, Zimmer, Kelt. St.
I 74], ar-a-focladar sei eine Ableitung von focul 'Wort' i, ver-
trägt sich weder mit den ir. Wortbildungsgewohnheiten noch mit
dem Zusammenhang der Stelle); Ipv. PI. 2. iraichlid, erachlid
1. Vgl. foclaid 'declares' S. M. Glossar 373.
§678,4.5.679] Verbalverz. cel- (cell-, ciall-), cert-. 485
LL 120b 4 (die zweite Silbe ist analogisch erhalten; vgl. das Part);
Konj. Sing. 2. aran-airichlea 82a 11 (-ea mir. statt -e); PI, 1.
cinnas Ifuirechlem 'wie sollen wir uns hüten?' 120b 13; Prät.
Sing. 2. ar-n-dam-r-oichlis se hua bäs 'thatThou hast guarded
me from death' Ml. 74d 7; Pass. Präs. Sing, urfoichlither S.M.
III 414, 24; Prät. PI. ar-f o-r-chelta 'sind gehütet worden' "VVb.
4c 37; Part. Sing. Nom. ercheltae 'gerettet' (nicht zu 1°) Ml. 53b
14, Akk. erchelltae gl. a malo periculi instantis ereptum Ml. 19a 2,
PI. Nom. aircheltai 27b 10, ercheltai 49a 8, Akk. ercheltu
32a 18; Inf. erfoichill gl. procurationem 73d 2, oc erochill
lathi brätha 'den jüngsten Tag erwartend' LU 31b 16, oc airi-
chill K. Meyer 58 (nir. oirchill; zur Aussprache vgl. § 228).
Enthält ciall-. Davon abgeleitet: nat-eroichligend oben S. 334
Z. 32, Prät. Sing. 3. airichligis K. Meyer 59.
5) Mitind-: Part, inchlide 'verborgen' Ml. 31d8, vgl. 40a 7,
50c 13, 53a 5, 66c 6, 100c 1, 140c 10; Abstr. fo inchlid 'steal-
thily' K. Meyer, Betha Colmäin 125.
Anm. Der ir. Wurzel cel- entspricht im C. das Verbum celu 'ver-
bergen, verhehlen' mit den Zusammensetzungen ar-gelu, cynghelu,
dy-gelu 'verhehlen', go-chlyd, go-chelyd, go-chel 'to avoid, shun,
eschew, to beware or take heed' (beweist, daß mit dem ir. fo-ciall- ein
fo-cel- sich gemischt hat), gogelu 'to eschew'. Vgl. weiterhin lat. celö,
occulö, ahd. helan.
Dem ir. ciall- entsprechen im Brit. die folgenden Zusammensetzungen:
c. ar-bwyllo 'to reason' br. arboella, arbouella 'economiser'; c.
cymhwyllo 'to reason'; di-bwyllo 'to lose the senses'; go-bwyllo 'to
provide, to procure'.
Das ir. cell- beruht auf einem alten -nn-Präsens * kvel-?ia-nii und
gehört zu lat. colö, gr.7itQt-TeXi.ofxiv(m>, TTtQi-nlofxivorv iviamaiv, df^(fC-noXos
(gr. TifQi-, tififft- = ir. air-, imb- in t-air-chell, t-im-chell), alb.
sjei 'bringe', skr. carati 'geht'.
§ 679. cert-. Mit com- 'verbessern, entscheiden': Präs.
Sing. 1. concertaim S.M. I 12, 24, Wi. 141, 7; 3. ocerta LU
104a 39; PI. 3. concertat Ml. 129c 11; Fut. Sing. 3. ocertfa
LU 104a 43; Prät. Sing. 1. perf. con-a-certus sa, con-ai-cer-
tus; 3. o-ai-cert sora Ml. 2a 1, 13, 6, con-idn-ai-cert Fei.
Epil. 105; Gerundiv cocarti Sg. 90a 7; Inf. Nom. coceirt LU
118a 36, Akk. coceirt gl. emendationem Ml. 2a 5, cocairt Salt
na R. 4567, Gen. cocerta, coicerta K. Meyer 405, S. M., aber
Nom. cocert LL 282b 11, cocart Sg.Marg.l93, 194b, 195, 196a.
Mit etar- 'deuten, dolmetschen': Präs. Sing. 3. ni etarcerta
Thes. I 4, 38; Ipv. Sing. 3. etarcertar (zu lesen etar cert ad)
486 Verbalverz. cess-, cess-. [§680. 681
Wb. 13a 6; Konj.Sing.3. co etercerta Wb. 12c 32; Pass. Präs.
Sing, etercertar Thes. I 487, 16; Inf. Nom. etarceirt, Gen.
etarcerta Sg. 207b 9, Gen. a hetarcerta Wb. 12d 22, aber
Nom. etarcert 27a 10, 29c 10, etercert Ml. 2d 2, Thes. I 488,
26, Nom. PI. etarcerta Sg. 220a 2.
Denominativ von cert § 141, 1 I 227. Die Infinitive sind
geradezu Komposita von cert (-«-Stämme nach § 359).
§ 680. cess- 'leiden, erleiden' (-ä-Stamm): Präs. Sing. 1.
no-cessim se Wb. 14 d 8; 3. rel. cessas Thes. II 247, 7; PL 1.
rel. cesme Wb. 13c 7; 3. rel. ceste Thes. II 247, 19; Konj. Sing.
3. rucesa Thes. II 247, 3; PI. 2. cia eheste Wb. 25a 10; Fut.
PI. 3. mit Obj. cesfaitit Wi. 70, 3; Prät. Sing. 1. ro-chessus-
<s)a Wb. 17d 12; 3. ro-cees 6b 20 u. s. w., vgl. Ml. 44b 1, d 4;
Abstr. cesad. Gen. cesto.
Mit com-: Konj. Sing. 3. aure-coicsa 'that he suffer with
(everyone)'; Abstr. coicsath 'fellow-suffering' Thes. II 245, 13;
246, 22, 26, coicsed 'Mitleid' ZfcPh. III 449, 14. Vgl. com-
chesad 'co-suffering' Sg. 188a 31.
Vielleicht *kent-sä- zu lit. kenciii 'leide', Fut. kf siu, ken-
tesiu; falls das Wort mit dem folgenden verwandt ist, ist ^h^e-n-t-
sä- anzusetzen.
§ 681. cess- mit air- 'schonen, Erbarmen haben' (-«-Stamm):
Präs. Sing. 3. arcessi, dian-airchissi Wb. 4c 19, 20; Ipv. Sing.
2. airchis Ml. 44b 7; Konj. Sing. 3. arcessea, nad-n-airchissa
Wb. 5b 35, mani erchissea Ml. 46c 15, ar-don-roi-gse 'may
have compassion' Thes. II 303, 4 (-e mir. statt -ea); Konj. Ipf.
Sing. 3. conna erchissed don bocht 'that he should not have
compassion on the poor man'; Prät. Sing. 3. ar-ro-cheis side
di bochtai chaich Ml. 61a 5, 9; Inf, di-a airchissecht 'to
spare him' Wb. 4c 21, Gen. airchissechtae Ml. 22c 14, vgl.
63 d 10, 98 c 8, 120 a 5.
Wohl *kuet-sl- zu c. ar-bedu 'to spare, to save', acorn. hen-
bidiat gl parcus. Die Bedeutung des irischen Wortes steht der
Kombination mit dem vorhergehenden Yerbum (§ 680) nicht im
Wege; vgl. lit. pa-kenteti 'sich gedulden, mit Jmds. Schwächen
ein wenig Geduld haben'. Das -s- wird vom alten Aoriststamm
(vom keltischen Konjunktivstamm) ausgegangen sein.
Ob das gleich flektierte mir. cess- 'to grumble; to be nig-
gardly', Inf. cessacht K. Meyer 353f., ar-ceissi 'beklagt sich'
§682.683,1] Verbalverz. ci-. 487
Wi. 145, 11, airchissecht 'Wehklagen, Beklagen' hierher gehört,
bleibe dahingestellt.
§ 682. ci- 'weinen, wehklagen': Präs. Sing. 3. ciid LU
133b 8, rel. cias Fei. Epil. 350; PL 3. näd chiat Wb. 10b 6;
Ipv. Sing. 2. nä cii LU 133b 13; Konj. Sing. 3. nach-a-cia Fel.i
CLXX 13; Konj. Ipf. Sing. 3. no-chiad Salt, na R. 8018; PI. 3.
ni cetis Wb. 10b 6; Prät. Sing. 3. eich LU 133b 12; Inf. ist
wohl mir. cöi, cäi, cüi 'weeping, waihng, lamenting' (in coi chias
mo laich es 'das Weinen, das meine Heldin weint' LL 146 b 49).
Nach Stokes, Fei. Glossar, zu lat. queror; also eine Wurzel
*k"es- (oder *kueis-). Aber das Adjektiv cithech gl. flebilium
Ml. 130c 13 und das Prät. eich deuten eher auf eine Wurzel *kei-;
sie könnten allerdings auf Analogiebildungen beruhen. Ir. cöin-
'klagen, wehklagen' hat, wie die brit. (bes. die corn. und br.) Formen
beweisen, unter allen Umständen mit ciid nichts zu tun (s. I 125,
378, 381).
§ 683. ci-. 1) Mit ad- 'sehen' (vgl. § 554 S. 249 und § 571, 3
S. 272): Präs. Sing. 1. a-t-chiu LU 50a 15, onach acciu LL
261a 49; 2. a-t-chi b 15, inn aci 'siehst du' Sg. 15b 6, innad-
n-accai Ml. 17b 17, cani accai 25b 14, o-aci Thes. II 21, 37;
3. adci Sg. 149b 6, adcii Wb. 12c 11, ad-chi 4a 25, a-tob-ci
side 25a 26, ni aicci Ml. 94c 3, niconn-acci LU 131b 39;
PI. 1. adciam Wb. 6a 30, Ml. 16c 5, 112b 12, as-id-ciam ni
2b 4, ad-chiam ni, ad-chiam 42b 22, 112b 13, ni accam
llld 1, cenid-aciam ni Thes. II 31, 23; 3. adciat Ml. 69b 2,
103b 13, nad-n-acat 93d 14; Konj. Sing. 1. adcear Thes. II
293,6,7; 3. odid-accadar Wb. 16d 6, coni accadar Ml. 53a 6,
arn-acathar 68b 9; PL 2. adced Wb. IIb 22; 3. adceter ML
3a 4 (der Glossator versteht den Text falsch); Konj. Ipf. Sing. 3.
adcheth Ml. 38c 9, conach acced, ona hacced LL 260a 13,
bl2, o-aiced LU48a34; PL 2. adcethe Wb. 19b 6; 3. conach-
n-accaitis ML 32d 12; Fut. Sing. 2. atchichither LU49a31;
Kondit. Sg. 3. in-acciged 65a 3; PL 3. adcichitis Wb. 7a 2;
Prät. Sing. 1. a-t-chondarc 'ich habe es gesehen' ML 113b 6,
adcondarc, ad-chondarc, ad-chondarc sa Thes. II 291, 3;
292, 2, 6, 22, ni-t-acca WL 120, 24; 3. adodairc, ad-chon-
dairc som Thes. I 488, 23; 493, 21, mir. auch adconnaic S. M.
(durch Anschluß an die Formen der Wurzel ci-); PL 3. atcon-
darcatar S. M. II 326, 13 (auch atconncatar III 168, 8, durch
Anschluß an die Wurzel ci-), ni accatar Wb. 26b 11, con-
488 Verbalverz. ci-. [§ 683, 1
acatar Thes. II 241, 11^ o-accatär LU23a31; Pass. Präs. Sing,
adcither Wb. Ib 15, Sg. 149b 6, Thes. II 22, 36, ad-chither
Wb. 12c 12, perf. ad-ro-darcar Sg. 172a 2, echt komp. näd-n-
acastar Wb. 25b 28, cinid accastar 26a 12 (die -s-Formen
waren wohl ursprünglich Konj ); Konj. Sing, mani accastar Ml.
50a 5; Konj. Ipf. Sing, adcethe 77 d 8; Fut. Sing, a-tat-
chigestar 59c 12, atchichestär LU 37b 16; Prät. Sing, ad-
chess Wb. 23c 11, adches Ml. 96d 1, nathn-aiccess Thes. II
253, 2; Inf. aicsiu Wi. 346, aicsin Mh 44c 6, 116a 1.
Mit ad-cita-ad-: Prät. Sing. 3. adcitaacse Thes. I 488, 21
(oben S. 293).
Mit frith-ad- 'hoffen, erwarten': Präs. Sing. 1. frisaiccim;
2. fris-n-aiccai siu Thes. II 228, 31; 227, 30, vgl. Ml. 68a 8,
fris-n-accai 53b 23 ('man'; oder 3. Sing.?); 3. frisaccai 144a 2,
nad frescai 62d 7; PI. 1. frisaccam ni 134a 5; 3. frissaccat
39d 27, nad frescat 69b 3; Ipf.Sing. 1. frisaccinn se 133b 11;
PL 3. fris-n-aiccitis 68a 9; Konj. Sing. 1. frissaccar 49d 3;
PI. 2. frisaiccid Wb. 25d 24; 3. fris-n-accatar Mh 124a 3,
frisaccat 2, vgl. 45d 17; Konj. Ipf. Sing. 3. con-fresced 136dl;
Prät. Sing. 1. fris-r-acacha sa 47a 8; 3. fris-r-a(ca)chae
68a 7, fres-n-accache ZfcPh. VII 480, 35, hi-ru-frescachae
Mh 44c 9, vgl 19; PI. 3. fri-t-r-acatar 131c 10, ni ru-fres-
cachtar 26b 25, ni ru-frescechtar 34d 17, ni ru-frescisset
72c 13, ni ru-rescesset 34c 11; Part, frescastae 68a 8, vgl,
40b 10, 56d 1, Dat. Neutr. negiert neph-frescestu 36b 9; Inf.
frescsiu Wb. 10c 21, vgl. 3a 14, Thes. II 2, 35, Ml. 58c 11,
62c 17, frescissiu 38a 13, 60a 4, 97d 10, vgL 44b 29, 53b 22,
69b 3, 90a 11.
Mit imb-ad-: Präs. Sing. 3. imm-a-n-accai 'welche er be-
hütet' ML 17b 6; imm-a-accai, nad-n-imcai gl. non considerat
114a 15; Fut. PL 3. imm-us-aiccichet 'werden sich sehen' Trip.
L. 158, 11; Prät. PL 1. ni-m-un-accammar 'wir haben uns nicht
gesehen' Wb. 18 d 3 (oben S. 248); Gerundiv imcasti gl. consi-
deranda ML 18d 22; Inf. immcaisin Sg. 54a 6, Dat. imcaisin
ML 28b 3, 81 d 3, 36a 15, Thes. II 2, 30.
Mit to-in-ad- 'bhcken' (fast nur im Mir. mit neugebildeter
Flexion belegt): Fut. Sing. 1. tincfat LL 67b 20; Prät. Sing. 3.
tincais LL 61a 28, 70a 17, 71a 22, 74a 34; PL 3. tincsetar
262b 21; Pass. Prät. Sing. do-r-enca[na]s gL perspectum esse
ML 33c 18; Inf. tincud LL 67b 20. Vgl. Zimmer, KZ XXX 29f.
§683,2,8] Verbalverz. ci-. 489
Mit rem-ad-: Part. Adv. ind remcastaid gl. consulte Ml.
121 d 7; rem-caissiu 'Vorsehung' 20c 3, 90c 9, 122d 7, vgl.
19c 17, 50c 22, 89a 4, 90b 19, 27d 10, 40b 15, remcisiu 50d 1.
2) Mit for- 'sehen': Präs. Sing. 1. ni airci'u LU 77a 9;
Konj. Sing. 3. ar-dos-ce Salt, na R. 4165; Fut. Sing. 2, ni-m-
aircecha sa LU 74b 3; Pass. Ipv. Sing, foircither; Konj. Sing,
larcastar 0'Dav.Nr.881, 109; Inf. forcsi (= forcsiu) LU 103b 5,
foircsin, foirsciu, fairgse S. M. Gloss. 389, farcsi, fargsi
u. s. w. Wi. Täin, aircsiu, airgse S. M. Gloss. 35. Mit forcsi
hat mir, Prät. Sing. 3, for-r-ecacha Wi. Täin (= do-r-ecacha,
§ 170 I 265) absolut nichts zu tun.
3) Mit di-in- 'sehen': Präs. Sing. 1. ni deccu Wb. 24a 13;
3. do-nn-eicci 9a 4, doecai Ml. 61a 8, ni deci 69a 16; Ipv.
Sing. 2. decce Wb. 10c20, de'icce 31b 19; 3. na decad 23c 16;
PI. 2. decith 20c 18, decaid Ml, 55c 1; Konj. Sing, 2. de-n-
ecaither su 73c 11, dian-da-lde-r-caither su 102b 10; PI, 1.
mani decamar Sg, 26b9; Fut. Sing. 3, dueci[ci]gi Ml. 111c 13;
Prät. Sing. 1, do-r-eccacha Wi, Täin S, 715^; 3, do-sn-ecacha
LU23a 40; PI, 3. do-r-ecatar, do-r-ecachtar, in-do-r-ecatar
Ml. 53d 17, b 11; Pass. Konj. Sing, duecastar Thes. II 239, 3,
doecastar Sg. 188a 6; Inf. deicsiu Wb. 25a 29, Akk. deicsin
15 a 20 u. s. w.
Mit aith-di-in-: Konj. Sing, 2. addeicider gl, respicies
Ml. 43a 19.
Mit etar-di-in-: Präs. Sing. 3. etird^cai gl. introspicit
Ml. 61a 8.
Mit iarm -di-in-: Präs. Sing. 3, iarmodecai 'der zurück-
schaut' LL 293 b 42.
Mit rem-di-in-: Präs. Sing. 2. remideci gl. consulis Ml.
55d 26; 3. remideci 25, remidc'ccai LL 293b 42; Prät. PL 1.
nad remde-r-cachmar ni Ml. 80b 14; Inf. remdeicsiu 'Vor-
sehung' 20b 2, 55d 23, 59a 18, 122d 7, vgl. 19d 1, 2 u. s. w.,
41a 5, 50d 1, 55d 21, 25, 90b 17, 91a 21.
Anm. Die beiden Hauptkomposita ad-cii und do-öicci supplieren
sich vielleicht zum Teil gegenseitig; wenigstens ist der Ipv. von ad-cii
nicht belegt, der Ipv. von do-eicci besonders häufig. Vor dem anlauten-
den Vokal der betonten Präverbia ad- und in- erscheint im Mir. oft ein
unursprüngliches f-: in-do-m-facca 'wo du mich gesehen hast' LL 113a
17, CO faca 'bis er sah' LU 105a 11, doföcai 'er sieht' 23a 30, doföcai
128 b 29. Durch den Schwund des proklitiechen Präverbs (§ 170 I 265)
entsteht aus do-eicci ein Verbum fecc- (Prät. Sing. 3. fecais, fecis
490 Verbal verz. ci-, cid-. [§683.684
Wi. 538). Ein Kompositum mit fo-in- ist nicht anzunehmen-, Formen wie
fo-ta-fecais 'er sah sie an' LU 130a 32, fo-rr-eccaig 'er blickte' LL
95b 44 erklären sich nach § 170 I 265.
Im Nir. besteht das Paradigma: Präs. do-chim 'ich sehe', „dependent
form" -feicim; Prät. do-chonnac 'ich sah', ,, dependent form" -faca;
Inf. feicsint. Dabei ist -feicim kaum lautgesetzlich aus -faicira (Keat.,
M'C.) entstanden , sondern vermutlich als die (literarisch eine Zeitlang
zurückgedrängte) Fortsetzung des mir. fecc- zu betrachten.
Das Auftreten des unetymologischen /- erklärt sich wie in zahlreichen
anderen Fällen, s. I 435, II 250. Begünstigt wurde die Entwickelung in
diesem Falle aber durch das Vorhandensein eines synonymen mit /- an-
lautenden nicht komponierten Verbums feg-, fech-: Konj. Ipf. Sing. 1.
com-fechinn gl. ut contuerer Ml. 113b 9 (in com- steckt ein Fehler);
Pass. Präs. Sing, nad fegar gl. non taxari 36a 38 (man erwartet den
Konj.); Inf. fegad S. M.; vgl. die Belege bei Wi. 539, Wi. Täin, Atk. LBr.
S. 697; nir. feachaim 'I look at'. Dies Wort bietet der Etymologie große
Schwierigkeiten; das lange -e-, das nicht auf Ersatzdehnung beruhen und
nicht aus einem idg. ei entstanden sein kann, scheint mir am ehesten aus
einer alten hiatusbildenden Vokalgruppe entstanden sein zu können; laut-
gesetzlich mußte allerdings durch die Synkope des letzten Vokals dieser
Gruppe ein kurzes -e- entstehen, aber durch die Wechselwirkung mit nicht
synkopierten Formen, worin durch Kontraktion ein -e- entstehen konnte,
konnte das -e- analogisch gedehnt werden (vgl. das Material I 310, 311
und über nir. deas 1321). Diese analogische Dehnung war vielleicht erst
mitteliriseh, sodaß das Fehlen des Längezeichens in den ältesten Belegen
nicht zufällig ist. Die wichtigste (hei der Flexion als -ä-Stamm sogar die
einzige) Form, in der keine Synkope eintreten sollte, war die 2. Sing, des
Ipv., in welcher Form auch das -ch statt -g entstanden sein wird. War
das Wort ein früh als Simplex empfundenes Kompositum *wi-sag- (vgl. skr.
vi- 'auseinander' und ir. saigim 'suche')? Der Anklang an feig 'scharf
wäre dann, trotz der Verwendung dieses Adjektivs von der Schärfe des
Auges (Wb. 21a 9) und trotz der Glosse neph-fegi gl. minus oculati Ml.
42 d 8, zufällig. Dagegen steckt in fuachimra chein fri fegi fis mu
rose . . 'I myself against the keenness of science point my . . eye', fua-
chaid sem 'er richtet (seinen Blick) aufmerksam" Thes. I 293, 23, 22
jedenfalls (trotz den air, Simplexendungen) eine mit fo- komponierte Ab-
leitung von feig, vgl. ro-s-fuach, ro-s-fuacha 'er hat sie gespitzt'
Wi. Täin, vgl. LU 69 b 11.
Die Wurzel ci- 'sehen' beruht wohl auf idg. * kues- (vgl. das redu-
plizierte skr. ca-ks-ate 'sieht') oder * kueis- (zu ir. ciall 'Verstand' c. pwyll
br. poell, die -11- aus -sl- haben; s. Thurneysen, Handb. S. 130; dann
vielleicht auch zu lat. quaerö, acquirü, inquirö, quaestiü; die
Alternation i : ai ließe sich zur Not nach § 119 I 189 rechtfertigen).
§ 684. cid- (vgl. Sarauw, Irske Studier S. 77): Pass. Konj.
Sing, chessair Ml. 51b 25; Prät. PI. ro-cessa 114a 6 (falsche
Glossierung); Part, cisse gl. inuecta 84b 11, PI. cissi gl. prouecta
§684. 685] Verbalverz. cid-, ein g-. 491
104b 9; Gerundiv cissib gl. transuehendis 122a 3 (die Kasus-
flexion ist unirisch; der Wurzelvokal ist vom Part, beeinflußt).
1) Mit air-di-: Part, airdixa gl. productus, 'lang' Sg. 92a 3,
vgl. 5a 15, 18a 6 u. s. w.
Mit to-di-: Präs. PI. 3. d-an-dichdet gl. deducunt Sg.8a8;
Pass. Fut. Sing, dudichestar gl. ducetur Ml. 30 d 25; Part, tuid-
chisse gl. adductae 72dl, duidchi<si> sidi gl. inducti Sg. 6a 12.
Mit fo-to-di-: Pass. Konj. Sing, fu-duidchestar gl. subduci
Ml. 36 b 10.
2) Mit ess-: Pass. Konj. Sing, ascesar gl. exseri Ml. 44a 4;
Prät. Sing, as-ro-chess gl. expansum est 39c 11; Inf. escsiu
Ml. 65a 5, tre eiscsin gl. per porrectionem Sg. 201b 16 (vgl.
eiscsen-de gl. intentiuura 221b 3). Auf Verallgemeinerung des
-s- (vgl. unter gu- § 747) beruht der als Ipv. verwendete -«-Kon-
junktiv Sing. 2. escse gl. intende Ml. 65a 4.
Mit rem-ess-: Konj. Ipf. Sing. 3. remiescsed gl. praeten-
deret Ml. 33 d 20.
3) Mit to- (woraus ti-, vgl. Verbalverzeichnis leic-; im
Verbum ist -s- verallgemeinert): Ipv. Sing. 3. ticsath 4et him
take up'; Inf. ticsäl Thes. II 245, 3, 10. Hierher gehören wohl
einige der mittelirischen Formen bei Wi. 822: Präs. Sing. 3. tiscaid
'sie hebt (ihr Kleid)' LU 20b 11 (als Simplex behandelt), tisca 'er
hebt in die Höhe' LU 64a 22; PI. 3. ticsat dona conuib
'they slip the hounds' Corm, Transl. 130h; Ipf. Sing. 3. nf thi'scad
'er nahm nicht weg' LU 112a 6. Vermischung mit einer ganz
anderen Wurzel hat aber jedenfalls stattgefunden: tiscaid LU
63 b 14 bedeutet deutlich 'er zieht (sein Kleid) aus', vgl. darüber
und über t-än-isca LU 65b 37—38 oben S. 19. Vgl. noch S. M.
Gloss. S. 725 f. Der Inf. ticsäl ist nach dem Muster der Kom-
posita von gaib- gebildet (ticsäl ist mit turcbäl synonym).
Anm. Zweifelhaft ist Part. Dat. (in oinehis) ticissiu '(in a basket)
let down' Thes. 1 497, 2 (•= *dichissiu? oder 'aufgehißt', zu 3° [to- oder
to-in-]? oder ist die Lesung überhaupt falsch, vgl. Thes. I 725?). Un-
sicher ist die Analyse von Präs. PI. 2. dufuinehidid 'ye descend" Ml.
67b 4; 3. dufuinchidet 108b 4; to-fo-ni- + cid-?
Vielleicht zu lat. cieö 'setze in Bewegung', got. haitan 'befehlen'.
§ 685. cing- 'gehen, schreiten': Präs. Sing. 3. cingid LU
48b 44, rel. cinges 102b 17, Thes. II 253, 10; PI. 1. cengmai
Rc. XII 114 (aber rel. cingme LU 57b 3); 3. cengait LU 29a
3, 28, rel. cengta Trip. L. 112, 24; Ipf. Sing. 3. no-cinged LU
492 Verbalverz. cing dich-. [§ 685—687
84a 43, 112a 1; Ipv. Sing. 2. cing LL 186b 26; 3. ceingeth
Thes. II 248, 6; Konj. PI. 3. rel. ciasto S. M. II 388, 3; Konj.
Ipf. Sing. 3. no-chess(ed) LU 84b 1; Fut. Sing. 3. cichis; PL 1.
cichsimiu (statt -mi) Rc. X 224, XII 114; Kondit. Sing. 3.
cichsed LU 102b 4, 18 (ohne Präverb!); Prät. Sing. 3. cechaing
Fei. Jan. 25 u. s w.; Pass, Präs. Sing, cengair, rel. cengar S.
M. III 26, 15, IV 378, 14; Konj. Sing, ciasair O'Don. Suppl.;
Abstr. ceimm 'Schritt' Wi., vgl. Ml. 41 d 7.
Mit frith-: Fut. PI. 3. friscichset LU 89a 44.
Mit to- 'kommen': Präs. Sing. 3. docing LU48b32, tocing
Thes. II 253, 10; Ipf. Sing. 3. docinged LU 112a 2; PI. 3. do-
cingtis LL261a20; Fut. Sing. 3. do-da-cich ZfcPh.III 463, 18;
PI. 3. adcichset LL 113b 23 (mittelirische Verwechselung der
Präverbia; vgl. die Variante mit ar- bei Wi. 104); Inf. tochim
Wi, 831 (daraus in proklitischer Stellung doch um I 392?).
Etymologie I 37, 187.
§686. cl ad- 'graben': Präs. Sing.3. claides 'was vernichtet'
S. M. III 204, 9; PI. 3. cladait Ml. 76d 14; Ipf. Sing. 3. no-
chlaided LU 109b 19; Konj. Ipf. Sing. 1. ara clasaind Rc. X
82, 11; Prät. PI. 3. co cechlatär LU 65b 3, ro-cechladatar
Wb. 5 a 24; Pass. Präs. Sing, cladar LU 69a 35 (statt -air);
Konj. Ipf. Sing, co-r clasta 130a 9; Prät. Sing, nach class LL
60, 32; Part, claissi gl. defossi Ml. 24c 21; Inf. claide. Dat.
claidi Sg. 35a 8 (vgl. class 'der Graben').
Mit ad- 'verfolgen, jagen, fischen': Präs. Sing. 3. ad-claidh
O'Dav. Nr. 97, con-aclaid Rc. XVI 63, 25; PI. 3. an adcladat
gl. aucupantes Ml. 112b 2, nad accladat S.M. IV 336, 12; Fut.
Sing. 1. adcichlus gl. uenabor Thes. II 48, 6; 362, 1 v.u.; Abstr.
aclaide S. M. IV 154, 15, aclaid Trip. L. 88, 25.
Mit com- 'to dig, excavate': Präs. Sing. 3. conclaid S. M.
IV 146, 7; Konj. PI. 3. conclasat O'Dav. Nr. 395; Prät. Sing. 3.
ocechlaid LU 64b 44, perf. con-ac-claid Rc. XV 310, 6.
Mit fo-: Prät. Sing. 3. fo-roichlaid gl. efifodit Ml. 24c 18.
Mit to-: Präs. Sing. 3. du-s-claid 'roots it up' Ml. 102a 15;
Inf. tochailt S. M.
Antn. Ir. clad- gehört zu c. claddu 'graben', br. klaza; vgl. com.
clath-va 'burial-place' ; dazu mit langem Vokal c. clawdd 'Graben',
ncorn. kledh 'ditch' Lhuyd 244c Z. 3 v. u., cleatb Gwreans an bys
1140, br. kleuz 'clöture, fosse, haie'. Zu lat. clädes.
§ 687. clech-, dich- (die Bedeutung des Simplex ist un-
§687.688,1] Verbalverz. dich-, clo-. 493
sicher): Ipv. PI. 2. clichit (zu lesen clichid) Wi. Täin 4967 (von
O'Cl. falsch als tionoilidh 'sammelt euch' erklärt; eher 'zeigt eure
Tüchtigkeit'); Prät. Sing. 3. clichis Salt, na R. 277 (aber das -s-
Prät. ist eine Neubildung), ro-chichlaig 'shook' 7765.
Mit air- '(kunstvoll) abwehren': Präs. Sing. 3. arclich K.
Meyerll6; Ipf.Sing.3. ar-a-chliched som LU 60b 8 — 9; Konj.
PI. 2. ar-a-clessid Wb. 22d 18; Prät. Sing. 3. ar-a-clich som
LU 59a 33 (aber das -s-Prät. ist eine mir. Neubildung); Pass.
Präs. Sing, arclechar K. Meyer 116; Inf. irchlige Wb. 22d 18
(mir. ersclaige, airsclaige, ursclaige durch Kontamination
mit slaide und slige 'schlagen').
Mit com- 'to dash, toss': Präs. Sing. 3. oclich LL 294b 1;
Prät. Sing. 3. conciuchail Magh Rath 200, 16 (kann in air. Zeit
nur die Futurumsform gewesen sein); Pass. Präs. Sing, oclechar
LL 294b 1; Kondit. Sing, conciuchlaisti, conciuchlaistidh
Magh Rath 144, 7; 268, 9, 11; Abstr. cuclige, cuclaige 'a
shaking, trembling, swerving, tossing' K. Meyer 547.
Anm. Verwandt ist ir. cluche neutr. 'Spiel, Spielen', cless, Gen.
clessa 'Kunststück, Waffenspiel', clechtaim (-ä-Stamm) 'ich pflege, übe
aus'.
§ 688. clo- 'besiegen' (aus dem Wurzelvokal und dem Vokal
der Endung entsteht im Auslaut diphthongisches oi; vor einem
erhaltenen, heute auslautenden nicht mouillierten Konsonanten ent-
steht hiatusbildendes oa; bei Synkope entsteht 5, das vor einem
mouillierten Konsonanten -öi- geschrieben wird): Präs. Sing. 3. rel.
chloes Corm. 9 (unter doch), cluas 'who turns back', 'der zu-
rückschlägt' ZfcPh. III214; Konj. Ipf. PI. 3. o-id-cloitis 'sodaß
sie ihn (besiegten und) vertrieben' Ml. 112b 20; Prät. Sing. 2.
ro-clois siu gl. uicisti 43d 18; 3. ro-chlöi gl. uincente 37a 5,
ro-cloi som, r-a-cloi som Thes. I 485, 26, ro-chathu-clöi
'overthrew battles' Trip. L. 214, 7; mit suffig. Objekt clui[d]sius
LU 14b 12; Pass. Präs. Sing, cloithir Ml. 16b 3; Konj. Sing,
rel. clöither 30c 1; Fut. Sing, no-b-cloifether gl. uincemini
67a 11; Prät. Sing, ro-cload Wb. 3bl; Part, cloithe Mh32b2,
vgl. 67b 13, 83b 7, 135c 2; Gerundiv Dat. PI. cloithib 131d 11;
Inf. cloud 56b 16, 70a 7, Trip. L. 64, 8.
1) Mit cora-air- 'agere': Präs. Sing. 3. co(n)erchlöi gl.
exagitat Ml. 33d 16; Pass. Präs. Sing, oerchloither gl. agitur,
'wendet sich' 18d 19, co-tom-erchloither gl. agor Sg. 17a 7;
PI. 3. conirchloiter gl. aguntur, 'werden gelenkt' Wb. 4a 14;
494 Verbalverz. clo-, cluin-. [§688,2.689
Ipv. Sing, comerchloither gl. agitetur Ml. 38c 29; Konj. PI. co
chonerchloatar gl. ut per multos gratiae agantur Wb. 14c 6;
Part. Gen. comerchloithi gl. pulueris a uento acti Ml. 54b 16,
gl. coacti 80 b 4.
2) Mit imb-: imchloud 'Wechsel' Sg. 31b 12.
Mit com -imb- 'wechseln, vertauschen' (nur in echt zusammen-
gesetzten Formen belegt, die schon im Air. als Simplexformen be-
handelt werden) : Präs. Sing. 1. coimchläim gl. cambio Sg. 186al
(der erste Buchstabe undeutlich); Prät. Ph 3. ro-coimchloiset
Trip. L. 76, 20; Inf. coimmchlöud Sg. 62a 4, coimchlud,
coimchlod Ml. 76d 12, 109d 4, vgl. 63d 3, mir. coemchlöd, cloe-
chlöd, s. oben I 324, 490. Davon (mit aith-) adchoimchladach
gl. reciprocum Sg. 209 b 12.
Anm. Die Grundbedeutung ist ganz deutlich 'wenden' ; daraus die
Bedeutung 'besiegen' wie bei gr. rgenw. Mit dieser Grundbedeutung stimmt
es, daß das Verbum die Präverbia air- und imb- (gr. nsQi-, ufxffl-) nimmt.
Etwa * hU-eu-jö, vgl. gr. noXevw 'wende um' (trans.). Davon abgeleitet
cloi gaithe gl. turbo, 'a whirlwind' Sg. 93a 4, K. Meyer 392, 389.
Anders Windisch, IF III 82 £F.
§ 689. cluin- 'hören': Präs. Sing. 1. ro-cluiniur sa LU
85a 15, ro-cluniur Liad. and Cur. 18, 10; 3. ro-cluinethar
Wb. 12c 22, vgl. 46, 27b 27, 29a 18, ni-s-cluinethar Ml. 21b 2;
PI. 1. ro-chluinemmar 112b 13; 3. ro-chlüinetar Wb. IIb 6;
Ipv. Sing. 2. cluinte ML 136a 10, Fei. Epil. 314, 365, 425, LU
66b 38, cluinnte gl. auchaide Corm. Transl. 15, cluinte, clu-
in ti Salt, na R. 1842, 2480, 3334; Ph 1. cluinem Salt, na E.
3315; Konj. Sing. 1. ro-cloor, nio-chloor Wb. 23d 2, b 41, na
clor sa LL 280a 18; 2. con-dam-chloither sa Ml. 21b 6, co
cloither su Trip. L. 244, 12; 3. ro-dom-chloathar Thes. II
358, 2; PI. 1. ro-cloammar ML 112b 12; 3. ro-cloatar 70a 2;
Konj. Ipf. Sing. 3. r-a-cload 43c 13; PL 1. mani cloimmis
Wb.26b23; 2. r-a-chlöithe 24d 21; 3. coni cloitis 5a 8; Fut.
Sing.3. ro-t-chechladar 28d 16, ro-n-d-cechladar ML53b 27;
Prät. Sing. 2. ro-chüala Wb. 28c 22, ro-cuala su ML 50d 7;
3. ro-chuale Wb.5a 7, ra-m-chualae ML 130b 11, vgL53b 26,
124d 6, con-id-chuale 20a 2, ni-s-cualae 59a 13, con-dam-
chualae 95c9; PL 1. ro-chualammar Wb.5a7; 2. r-a-cualid
22a 23, innäd-cualaid si 5a 21; 3. r-a-chualatar 8, ru-d-
chualatar 12d 28, ro-chualatar 30a 11, nach-id-chualatar
25d 14, vgL ML 102d 7; Pass. Fut. Sing, o-cechlastar LL
§689—691] Verbalverz. cluin coin-. 495
100a 25, vgl. YßL 49b 16; PL cechlaiter LL 47a 11 (un-
regelmäßige unkomponierte Form); Kondit. Sing, ro-cechlastai
LU 88b 24; Prät. Sing, ro-chlos Wb. 23c 11, Thes. II 292, 17;
Part. Gen. in chlothi Ml. 48b 3; Inf. Dat. do chluas Wb.
23c 2, Akk. cluais Ml. 130b 11.
Mit. imb-: Prät. PI. 1. imm-un-cualammar 'wir haben von
einander gehört' Wb. 18 d 3.
Mit mi-ess-ro-(?): mierchlos 'evil report' Ml. 22b 1.
Mit fo-ro- 'unvermerkt hören; etwas hören, was man nicht
hören sollte': Konj. Ipf. PI. 3. arna forchlötis LU 87a 2; Prät.
Sing. 2. na forcuala LL 109a 28; 3. ni forchuala YBL 124a
17; PI. 3. ni forchüalatär LU 65b 36; Pass. Präs. Sing, näd
forchluinter Wb. 25b 28.
Anm. Mc. clywaf 'ich höre' (Prät. Sing. 1. 3. cigleu, 2. clyweist
Mab. 233, 10, PI. 3. clywsont 22, 9, Plusqpf. Sing. 3. clywssei 279, 28,
PI. 3. clywyssynt 180, 17, Prät. Pass. clyws-pwyt, Inf. cly-bot, vgl.
S. 373, 393), com. Inf. clewas (Präs. Sing. 3. clew-vyth S. 448), mbr.
Inf. clevet, Präs. Sing. 1. clevaf. Vgl. lat. cluere, gr. Aor. exXvov,
ahd. hlü-t 'laut', asl. slu-ti 'cluere', arm. luaj 'ich hörte' (Präs. Isem), skr.
s'r-nö-ti 'er hört'.
§ 690. coil- mit ess-ro- 'bestimmen' (regelmäßiges -f-Ver-
bum): Präs. Sing. 3. asrochoili Ml. .S5d 22; Ipf. Sing. 3. asro-
choiled Wb. 27a 17; Ipv. Sing. 2. a-tam-rochoil se Ml. 24a
15; Konj. Ipf. Sing. 3. asrochoiled 36b 13; Prät. Sing. 3. as-
rochoili Wb. 10b 20, diand r-erchoil Ml. 46c 7; PI. 1. as-
rochoilsem 22c 3; 2. asrochoilsid; 3. asrochoilset 95c 3, 2;
Part. Nom. PL Mask. erchöilti Wb. 9a 3, vgl. ML 130b 9; Inf.
erchoiliud ML 22c 3, vgL 136d 6, herchoilud Thes. II 6, 34,
herchöiliuth Sg. 27b 9, Gen. a^rchoiltea ML 26d 13, PL Nom.
erchöilti 74d 7, vgL 9, Akk. serchöiltiu 132c 15.
Mit rem-: Prät. Sing. 3. remi-r[ij-erchöil Wb. 4b 8; xA.bstr.
remerchoiliud Thes. I 485, 31.
Hat wohl diphthongisches -oi- aus idg. -ai- und ist von der
verlorenen echt irischen Entsprechung des c. coel 'Vorzeichen' (I
56f.) abgeleitet; vgL c. coelio 'to believe, to trust', corn. cole,
cola 'horchen', Ipv. Sing. 2. ncorn. coole, kooll Gwreans an bys
595, 650 (Loth, Rc. XXXI 366); -ro- fungiert wie gr. ttqö- in
TtQO-yvioaig.
§691. coin- 'klagen, wehklagen': Präs. Sing. 3. coi'nid Ml.
30d 4, rel. coinedar 74b 1, coines 73b 12, coineas 102a 23;
PL 1. cöinmi Wb. 4a 23; 3. rel. chöinte ML 29b 4, coinde
496 Verbalverz. coin cren-. [§691—694
86d 1, 126d 5; Konj. Ipf. Sing. 3. nu-coined 32b 13; Inf.
coiniud 100a 3, mir. coiniuth, cäiniud.
Mit di-ro- 'verzweifeln': Präs.Pl.3. derochöinet Wb. 21b 1;
Ipf.Pl.3. durochointis Ml. 98a 2; Konj. PI. 3. arna derchoinet
117b 5; Fut. PI. 3. ni derchöinfet 57 d 11; Prät. Sing. 3. ni
ru-derchoin 44a 1; PI. 1. dorochöinsem ni 89a 6; 3. doro-
choinset 46a 17, 131c 9; Pass. Konj. Ipf. Sing, dorochöinte
75b 18; Part. Gen. derchointi 46a 18; Inf. derchöiniud Wb.
15 d 40, vgl. 21b 1, Ml. 90 b 19, c 17 u. s. w.
Anm. Zur Etymologie s. I 125, 378, 381; vgl. noch c. achwyn, er-
gwyno 'to complaia'. Hat diphthongisches -oi- (nir. caoinim) und darf
mit cäinid 'höhnt', Inf. cäined LL 54a 1, caned Ml. 58c 6 {kän-; nir.
cäinim 'I revile'; vgl. Stokes, Sprachsch. 66) nicht verwechselt werden.
§692. coisecr- 'consecrare' : Präs. Sing. 1. osecraimm Sg.
24a 5, vgl. 138a 13; Fut. Sing. 1. cosacrub sa Ml. 45b 12; PI.
3. osecrabat Ml. 66a 6; Prät. Sing. 3. cu-t-secar Thes. II242, 8;
Pass. Konj. Ipf. Sing, osecarthe Ml. 49a 11; Part, cossecarthae
Ml. 63a 6 u. s. w., Siiperl. cossacarthimem 50c 16; Inf. coi-
secrad 49a 11, Sg. 138b 7, Thes. II 242, 7, cosecrad, cosse-
crad Ml. 48b 11, d 27, Gen. cosaccartha Thes. II 33, 30.
Lat. Lehnwort, das als irisches Kompositum behandelt wird
(die Futurform cosacrub zeigt Kompositalendung, aber Lautgestalt
der anfangsbetonten Formen). Wird im Mir. wieder als ein Simplex
behandelt (s. Atk. LBr. S. 598) und unterliegt verschiedenen Meta-
thesen: Ipf. PL 3. no-choisergdais Corm. 31 Z. 10; Prät. Sing.
3. ro-coisric Wi. IV^ 176, 4.
§ 693. cräid- 'to torment, hurt, offend, aggrieve' {-«-Stamm),
s. K. Meyer 502; Inf. cräd Lü 40a 35.
Mitto-ad- 'exasperare, exacerbare': Präs. Sing. 3. doaccradi
Ml. 18d 13; PI. 3. duacradat 74c 1; Ipf. PL 3. duacratis
74c 7; Ipv. Sing. 3. tacradad 87a 1; Prät. Sing. 3. do-r-acräid
28a 17; Abstr. tacräth Wb. 33a 10.
Mit to-od-: Abstr. toccrad 'Erbittern, Aufbringen' Wi. 830.
§ 694. cren- 'kaufen': Präs. Sing. 3. rel. crenas Wb.29d 23;
PL 3. nad-chrenat 10b 7; Konj. Sing. 3. ni cria S. M. III
54, 3; Konj. Ipf. Sing. 3. no-da-criad V 392, 2; 394, 2; Prät.
Sing. 3. ni ciuir Thes. II 332, 3; Pass. Präs. Sing. reL crenar
S. M. II 360, 1; Ipv. Sing, crenar III 152, 27; Inf. Akk. cen
chreic LU 110a 26, Gen. creice S. M. II 368, 8, vgL Zupitza,
ZfcPh. I 466 f.
§ 694. 695] Verbalverz. cren-, cret-. 497
Mit to-aith- 'loskaufen': Ipv. PI. 2. (ta)idchrenid Wb. 27c
27; Prät. Sing. 1. (mit perfektischem -ro-) duai-r-cher Thes. I
498, 14; 3. do-r-adchiüir, do-rr-aidchiüir Wb. 2b 9, 32d 10,
dua-r-chiuir Ml. 73b 5; Pass. Konj. Ipf. PI. doaithchretis
123c 10; Prät. PI. do-r-athchratha 125b 9; Inf. Nom. taid-
chrec Ml. 123c 10, Nom. Dat. taidchricc, taithchricc Wb.
2b 9, 4b 16, Gen. taidchrecce 21a 6.
Mit fo- 'to buy, purchase, hire', s. S. M. Gloss. 377 (Pass.
Konj. Sing, focrethther IV 212, 31); Abstr. fochricc (fem.),
Gen. fochricce, N. PL fochricci 'Belohnung' Wb. 16a 13, 13b
27, 3c 1, 25d 8 u. s. w.; fochraic 'payment, reward; rent, hire'
S. M., vgl. M1.15d6, 18c 5. Vgl. noch terfochraic, terochraic
'Belohnung' Ml. 14 a 14, 36 a 32, b 1, 3, 115d 6 u. s. w.
Anm. Vgl. air. loch räch 'mercenarius', mir. tochra 'Umwerben',
t-ind-s-cra 'Kaufpreis für die Braut' (Zupitza KZ XXXV 457f.). Brit.
Formen I 128; ac. prinit 'kauft' 11 338. C. ad-brynu 'to redeem'; c.
dad-brynu u. s. w. II 300f. ; c. go-brynu 'to merit, to deserve' (gobr,
gobr wj 'Belohnung' II 16, corn. gober, br. gobr).
§ 695. cret- 'glauben' (§ 69 I 113): Präs. Sing. 1. no-
cretim Wb. la 2; 3. nad-id-chreti 15b 14, rel. cretes, cret-
tes, creites 2b 11, 19, 27; PI. 1. cretme ni (rel.) 13b 21; 2. ni
cretid, nad creitid 20a 13, Id 14; 3. ni cretet Ml. 96b 1, rel.
cretite Wb. 3d 18, crete Ml. 17c 4; Konj. Sing. 3. ro-cretea
Wb. 27b 15, CO- rro-chraitea 12c 33, arna ro-chretea JVIl.
127a 7; PI. 1. ro-cretem Wb. 27a 15; 2. ni cretid 18c 11;
Konj. Ipf. PI. 2. o-ro-chrete si, onä ru-chrete si 17a 13; 3.
nu-cretitis Wb. 5b Z. 18, ZfcPh. VI 465; Fut. Sing. 3. cretfed
(statt -fid) Wb. la 3, no-d-chreitfea 4d 7, rel. cretfes la 3,
creitfes 4d 5, creitfess 21, 23b 7; PI. 3. mus-creitfet 5c 2,
rel. creitfite 12, cretfite 15b 1; Kondit. Sing. 3. no-chreitfed
5a 20; Prät. Sing. 1. ro-cretus 17a 6; 2. ro-cretis 10a 30; 3. ro-
chreti 5b 21, 13a 34, 24b 31, Ml. 46a 14, ro-chretti Wb.5a 7,
nad ro-chreit 5c 2, ona ro-chret Ml. 33b 5; Ph2. r-a-chretsid
si Wb. 13b 10, ro-creitsid si 25d 20, rocretsi si la 3; 3.
chretsit 81c 7, ro-creitset la 3, vgl. Ml. 60b 16, ro-cretset
96b 5, 123c 1, 131c9, ni ro-chreitset 35c 20, 90c 22, nad ro-
chretset 131c 9, d 11; Pass. Ipf. Sing, nad crette Wb. 15a 31,
no-b-crete Ml. 46a 13; Konj. Ipf. no-crete 33b 26. llld 4,
ara crete 126c 10; Fut. Sing, nad creitfider AVb. 28c 14;
Gerundiv creti Ml. 96b 5; Inf. creteni Wb. 5a 1 u. s. w., vgl.
Ml. 142b 2. — Mit ceta-: § 585, 6 S. 292 f.
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II. 32
498 Verbalverz. cria-, cuir-. [§696.697
§ 696. crin- mit air- und festem Objektspronomen (Verf.,
KZ XXXV 406 f.) 'verschwinden, untergehen': Präs. Sing. 1. ar-a-
chrinim Sg. 145b l; 3. ar-a-chrin, ar-in-d-chrin Ml. 57c 12,
alO, vgl. Wb. 32c 10; PI. 3. ar-a-crinat Ml. 73c 2, ar-in-chrinat
Wb. 27b 1; Konj. Ipf. PI. 3. ar-ind-ro-chrietis Ml. 85d 1; Fut.
Plur. 3. ar-a-chiurat 59b 9; Prät. Sing. 3. ar-a-rui-chiuir
136a 8, ni archiuir LL 249a 49; PI. 3. o-ar-r-c<h>eoratar Ml.
26d 6; Inf. irchre Wb. 26a 5, vgl. 3a 14, erchrae Ml. 39c 34,
vgl. 30d 27, 31a 4, 58b 10, Sg. 169b 2, 192b 3, 193b 7, 197b 9
(davon irchride 'vergänglich' Wb. Ila29, 13d 8, 24b 5, erchride
Ml. 26 d 12). — Im Mir. wird das -n- fest: Fut. Sing. 3. noo-
airchranfa LL 293b 3; Prät. Sing. 3. ro-erchran Gl. zu ar-
ro-chiuir Fei. Prol. 67, 127 (Fel.i XXIVf.).
Vgl. §600 S. 339. Verwandt ist crin 'welk', wovon crinaim
'I wither' K.Meyer 518 (Präs. Sing. 3. rel. crinas Thes. II 249, 7).
§ 697. cuir- (Deponens), Konj. und Prät. cora-, 'legen,
setzen, werfen'; wird im Ind. und Konj., wenn kein syntaktisches
oder wortbildendes Präverb vorausgeht, durch fo-cerd- suppliert;
das Fut. wird von fo-cerd-, die perfektischen Formen von ro -la-
gebildet (so auch in den Zusammensetzungen). Daneben gibt es
ein cuir- 'einladen', im Air. nur mit to- belegt^, das den Supple-
tivismus nicht kennt und den -z-Stamm im ganzen Paradigma durch-
führt. Vgl. Thurneysen, Rc. VI 371, Sarauw, Irske Studier S. 124.
Präs. Sing. 3. rel. cuirethar Thes. II 37, 12; PI. 3. hi-cui-
retar Thes. II 18, 34; Ipv. Sing. 2. cuirthe Ml. 56c 5, cuire
(§ 598 Anm. 5) Thes. II 19, 36; 36, 32, LU 105b 30, 106a 18,
eure 58a 17, LL 279b 17; P1.2. cuirid Wb. 27b 11; Konj. Sing.
2. nli-s-coirther 10a 21; 3. arnach-corathar Ml. 68b 9; Prät.
Sing. 3. dia corastar 39a 3 (subjektlos), co corastar LL 250b
49, Lü 59b 32, o-da-corastär 129a 16; Pass. Präs. PI. fris-
cuirter Fei. Jan. 25; Gerundiv coirthi Ml. 72b 13 (vom Konj.
beeinflußt); Inf. cor Wb. 10a 21, Ml. 135c 1, Sg. 106b 2, Akk. PI.
curu Thes. II 11, 38.
Das Supplementverbum fo-cerd-: Präs. Sing. 3. fo-cheirt
Wb. 13c 21, vgl. 32c 11, Sg. 4b 6, f-a-cheird Ml. 94c 8; PL
1. Im Mir. auch unkomponiert cuir- 'einladen' (Inf. cuiriud); aber
auch cuir- 'legen, setzen, werfen' bildet im Mir. allmählich ein nicht
suppletivistisches durchgeführtes -»-Paradigma aus (ro-cured 'wurde ein-
geladen' LL 270a 10, ro-cuired 'wurde gelegt' B. Ball. 6b 25).
§ 697, 1—3] Verbalverzeichnis cuir-. 499
1. focertam Wb. 15b 4, fu-s-cerdam 34a 2 (nicht Ipv.); 3.
focerdat S. M. IV 172, 13, fu-chertat Ml. 93a 25; Konj. Sing.
2. foceirr Wb. 18c 24; Konj. Ipf. Sing. 3. f-a-cherred Ml.
124b 3; Fut. Sing. 1. fochichur sa LU 70a 4, ni föichur sa
LL 251b 20; 3. focicherr M1.87d 6, focicher Wi. Tain S. 807 ^
(umgebildet fochiuchra LU 56a 8); Kondit. Sing. 3. fochichred
LU 64a 40; Prät. Sing. 3. focairt 44a 2, 5, focaird Thes. I 493,
27; PI. 3. f-a-chartar Ml. 64a 10, fochartatär LU 23b 27
Pass. Präs. Sing, fucertar Wb. 34a 2, focertar Ml. 30c 3
focerddar Sg. 71a 19; PI. focerdatar Ml. 96c 11; Fut. Sing
focichertar YBL 116a 11; PI. fochichritar Salt. 8324; Prät
Sing, focress Thes. II 339, 4; 345, 2; 346, 6, LL 56b 17, 89a 44
Das Supplementverbum ro-la-: Präs. Sing. 1. ro-läo sa, ni
ro-läim LU58a24, 6f.; Konj. Sing. 1. o-ra-1 Wb. 7a 4; 3. arna
ra-la IIb 21, di<a>nd-ra-la Thes. II 37, 14 (subjektlos); PL 1.
CO ro-lam LU 48b 16; Prät. Sing. 2. ro-llais LL 251b 14; 3.
ro-laa Sg. 75a 4, r-a-la som Thes. I 489, 36, nach-am-ra-lae
Ml. 90c 17; PI. 2. ro-lasid Wb. 15d 1, cani ra-lsid 15a 1;
3. ni ro-lsat Ml. 16d 2; Pass. Prät. Sing, ro-laad Wb. 13d 9,
Ml. 44d 2, Sg. 153b 6, ro-llaad Ml. 29c 1, in-ro-läd LL251a
32 (ro-laad steht als Gl. zu focress Thes. II 339, 38; 345, 13;
346, 32); PI. ru-latha Thes. II 292, 11.
Zusammensetzungen: 1) Mit to-ad-: Abstr. tacur 'act of
Coming towards' S. M. I 252, 3 v. u.
Mit frith- to-ad-: Konj. Ipf. PI. 3. co f ristacor(tais) gl.
ut obiicerent Ml. 118c 3 (nicht ausgeschrieben, vgl. unter 3°; Ascoli
hat fristucor); Pass. Präs. Sing, fristacuirther gl. obiicitm- Sg.
21b 4. Falls frithtacuirsimem gl. infestissimum Ml. 106b 15
hierher gehört, ist das -s- kaum richtig (oder zu § 693?).
2) Mit air-: Präs. Sing. 1. ar-in-d-chuiriur Thes. II 293, 5
(unklar); 3. arcuirethar 'verlängert (das Leben, säegal)' ZfcPh.
III 448, 26; PI. 3. ni erchuiretar 'vergrößern nicht (die Zahl,
lin)' Sg. 6b 17. Vgl. mir. erchor, irchor, aurchor, urchor
'Wurf, Dat. PI. erchuraib, erchoraib gl. felis, iaculis Ml. 34c 13,
75b 8, airchur arathir gl. temo Thes. II 48, 35.
Mit imb-air-: Abstr. do immarchor chöre 'um Fiiedeu zu
bringen' Wb. 5a 5 (finite Formen bei Wi. 621).
3) Mit aith-: Präs. Sing. 3. adcuirethar 'they return' Sg.
73b 2 (subjektlos); PI. 3. adcuireddar 'they return' 202b 3 (durch
Entgleisung subjektisch); Konj. Ipf. PI. 3. 'aidchuirtis gl. obiice-
32*
500 Verbalverz. cuir-. [§697,3—8
rent 'vorwürfen' Ml. 118c 3 (die Stelle [co fristacor aidchuir-
tis . .] ist verschrieben; der Schreiber hat zuerst ein anderes Ver-
bum schreiben wollen, gab es aber auf halbem Wege auf und
schrieb aidchuirtis, das vom vorhergehenden co- gl. ut abhängig
ist und daher in echter Komposition erscheint; richtig wäre co
n-aidchuirtis); Inf. athchor 'sending back' K.Meyer 146, Gen.
aithchuir gl. recursus Ml. 42c 26. Supplementverbum: Konj.
perf. Sing. 2. forsna-hath-ro-la O'Dav. Nr. 104.
Mit to-aith-: Präs. Sing. 3. an do-n-aithchuiredar gl.
redeunte Sg. 18b 6, du-ad-churidar 'kehrt zurück' Ml. 34d 7;
Part, taidchoirthe 82c 6; Inf. taidchur, taidchor Wb. 3a 14,
Ml. 47b 6, 3, Gen. taidchuir 62c 7. Supplementverbum: Fut.
Sing. 3. do-n-aithfoicherr 'wird zurückbringen' Ml. 34d 8; PI.
3. du-n-athfoichret Ml. 72d 1 (intransitiv).
Mit frith-to-aith-: Abstr. Nom. PI. frithtaidchuir gl.
obicibus Ml. 121a 16.
4) Mit com-: Konj. Ipf. Sing. 3. cia concorad 'though he
contract' O'Dav. Nr. 736; Inf. do chocur chöre LU 21b 9 (auch
'whisper, secret talk, Council' K. Meyer, Wi. Täin, S. M.).
5) Mit di-: Inf. dichor, dichur 'Abwehr, abw^ehren', s. Wi.,^
Wi. Täin (wo auch finite Formen), S. M.; vgl. air. dechor, dechur
neutr. 'unterschied' Wb. 13 c 26 u. s. w. Dazu ein Denominativ
dechraim 'I fall asunder', 'I decide' K. Meyer.
6) Mit to-etar-: Präs. Sing. 3. do-etar-cuirethar gl. inter-
pellat Wb. 4b 19; Abstr. tetarcor 'das Dazwischenkommen, inter-
posing' 3d 5. — Mit etar-to-etar: Absti'. Dat. etartetarcur
'intercession, interval' Ml. 32 a 25, 88 d 13.
7) Mit frith-: Präs. Sing. 1. friscuriur 'ich lehne ab' LU
57b 26; 3. fri-t-curethar cheill 'who worships him' Ml. 41dl6;
Ipv. Sing. 2. frecuirthe ceill Thes. II 20, 39; Pass. Konj. PI.
friscoirter ceill Ml. 21d 3; Konj. Ipf. Sing, friscoirthe 95a 1;
Inf. freccor ceill 'Verehrung' Wb. llbö, vgl.29d 6, Ml. 30d 16,
43a 2, 79b 2, 106 d 3 (ceill von ciall 'Sinn'). Supplementverbum:
Fut. Sing. 1. frisfoichiurr ceill Ml. 78c 8.
8) Mit imb-: Präs. PI. 3. imm-e-churetar 'welche bringen'
Wb. 5a 5 (im-da-cuiret 'sie legen sie . . herum' LU 87b 18);
vgl. Wi. und Atk. LBr.; nir. Inf, iomchar 'tragen' (vgl. § 278
I 409). Supplementverbum: Konj. PI. 3. co-mm-os-ralat 'daß
sie sich davon machen' LU 111b 3 (subjektische Konstruktion statt
der älteren subjektlosen Konstruktion).
§697,9.10] Verbalverz. cuir-. 501
9) Mit in-: Supplementverbum Pass. Prät. Sing, in-ro-lad
4st hineingeworfen worden' Thes. II 10, 19. Vgl. ecor 'Anord-
nung, Ausstattung' nir. eagar (zur Kürze des e- vgl. § 288 Anm.
I 419); eine Nebenform mit langem e steckt in nir. teagar 'shel-
ter', wozu als Denominativ imm-e-thecrathar Svhat Covers' Ml.
65a 1, imm-us-tecrathar 'schützt sie' LU 102b 1; eine andere
Nebenform ist t-in-chor 'Ausstattung' Wi., S. M., vgl. LL 109a 5.
10) Mit to- in der Bedeutung '(her-)legen, setzen, werfen':
Präs. Sing. 3. (subjektlos) ducuiredar Thes. II 19, 36, du-n-d-
chuirethar Ml. 35d 22; Ipv. Sing. 2. tochre LU 132, 7; Konj.
Ipf. Sing. 3. rel. to- chorad Ml. 44a 19; Prät. Sing. 3. duco-
rastar Ml. 52, docorastar LL 248a 24, dochorastär LU 65a
40, 120a 34, vgl. 70a 10, 82a 13, co-tochrastar Wi. 11^ 184
(Z. 7); Pass. Präs. Sing, tarsa-tochuirther Ml. 22c 1, dia-
tochuirther 80b 7, fora-tochar Thes. I 485, 21 (-r statt -rr-; '
altertümliche Form); Inf. Dat. do thochur Ml. 28c 12, 29a 8.
Supplementverbum : Fut. PI. 3. con-dichret Ml. 44a 16 (zur
Redensart vgl. 19; das Präverb -fo- ist durch Lenition und Syn-
kope geschwunden; das Präverb to- ist wie im Fut. -ti-ber §585,
28 S. 300 behandelt und hat durch die Eklipse das -t- in -d- ver-
wandelt); Kondit. Sing. 3. doföichred Sg. 130b 2. Perfektische
Formen: Konj. Sing. 3. to-'rala Ml. 43b 15, odid-tarla Wb.
24a 17 (oben S. 311); Prät. Sing. 3. du-s-rale Ml. 23c 16; Pass.
Prät. Sing, doralad Wb. 13d 8, Ml. 14b 12, duralad 67d 9.
Mit to- in der Bedeutung 'einladen': Präs. Sing. 1. docuiriur
gl. ascisco Sg. 16b 8, to-lchuiriur Thes. II 357, 1; 3. docuire-
thar gl. asciscit Sg. 61a 7, vgl. 191a 2, do-choirethar gl. inui-
tante Ml. 29b 1; Fut. Sing. 1. docuirifar gl. citabo 3a 1; Prät.
Sing. 3. do-ro-churestar gl. exciuerat 16c 6, do-ro-chuiristar
gl. asciuerit 25c 13, do-rro-chuirestar gl. arcessiuit Sg. 184a 2,
ni ru-thochurestar gl. nulla exciuerat Ml. 18d 6; PI. 1. do-ro-
chuirsemmar gl. asciuimus Sg. 6b 18; Pass. Präs. Sing, dofo-
cuirther Ml. 18c 10 (verschriebene oder entgleiste Form; nicht
mit to-fo- komponiert); Kondit. Sing, ni tochuiribthe gl. non
ascisceretur Ml. 128a 2; Inf. tochuiriudh Wi. 832.
Anm. Die ir. Wurzel cuir- 'setzen, legen, werfen' hat im Brit. zahl-
reiche Spuren hinterlassen; unkomponiert in c. crybwyll, cyrbwyll
§ 232 I 334; mit *to-<de- in br. daskori 'zurückgeben' (vgl. I 528); mit
*Uom- in c. cynghor 'Kat' (ir. cocur); vgl. noch abr. i hep-corim
gl. cassum (der Form nach ein Inf.), c. heb-ir'M-i, hob-gor 'to put aside.
502 Verbalverz. cuir dal-. [§697—699,2
to dispense with" (heb-gor 'being dispensed', Adj.); c. rbagor 'Unter-
schied' oben S. 52.
Ir. cuir- 'einladen' könnte der Bedeutung wegen immerhin mit cuir-
'setzen, legen, werfen' identisch sein (es kann sogar in gewissen Fällen
schwer zu entscheiden sein, ob das eine oder das andere Verbura vorliegt);
die Schreibung do-ch oirethar Ml. 29 b 1 (in Thes. stillschweigend ver-
bessert oder verschlimmbessert) könnte indessen nach § 252, 1 I 360 auf
den Grundvokal a deuten, in welchem Falle mc. peri, Präs. paraf 'be-
wirken, verschaffen' 'to cause, to bid' (1 128) trotz der etwas abweichenden
Bedeutung nicht fern liegen würde.
Über ir. fo-cerd- vgl. S. 381 (die ursprünglichste Bedeutung der
Sippe liegt wohl vor in russ. cereditt 'wechseln').
In ir. la- sehe ich eine idg. Alternationsform der oben S. 353 be-
sprochenen ir. Wurzel el- (Präs. -ella); vgl. § 652 Anm. und Schluß.
§ 698. da-: Prät. Sing. 3. o-ro-dastar som 'er hat beab-
sichtigt' Wb. 7 a 14, vgl. Rc. XI 450, 122. Vielleicht zu mir.
con-d 'Sinn, Verstand', cun-du oben I 350, O'Dav. Nr. 435, asl.
scf-dü 'Urteil', lat. con-dö, conditio,
§ 699. dal- (-f-St.) 'austeilen, ausgießen': Ipv, Sing. 2. dale
LU 101a 33; Prät. Sing. 3. dälis LL 114b 16; Inf. däil Wi.
1) Mit com- 'teilen': Pass. Präs. Sing, frisi-condlaither
O'Dav. Nr. 341; Abstr. condäil Thes. II 293, 4.
Mit air-com-: Präs. Sin.g. 3. ni erchondla 'ist nicht teil-
haft' Sg. 208b 5 (statt -ai); Abstr. ernail 'participation, Anteil;
Art, Gattung' Atk. LBr., Wi., Wi. Täin, Fei, S. M. (ern. Thes.
n 246, 5?).
2) Mit fo- 'verteilen': Präs. Sing. 2. fodali Ml. 39c 2; 3.
fodäli Sg. 107a 5, 121b 1, vgl. Wb. 12a 8, Ml. 30d 26, 20c 8,
42b 27, lila 8; PI. 3. fodalet Sg. 72a 3, 4, 198b 2, ni fodlat
197a 21; Ipv. Sing. 3. fodlad Ml. 82d 2; Fut. Sing. 1. fudalib
sea Ml. 78a 10; 3. fodailfea 90a 8; Prät. Sing. 3. fo-n-d-ro-dil
Wb.lOall; Pass. Präs. Sing, fodailter Sg. 3b 15, fu-n-dailter
Wb. 33bl9; PI. nad-f odlaiter Sg. 28b 22, ni fodlatar 72b 1;
Prät. PI. fo-ro-dalta Ml. 99c 4; Part, fodlaide, fodlide Ml.
26a 9, Thes. II 7, 24, vgl. Sg. 54a 14, 111b 1, 189b 6; Gerundiv
fodlaidi Ml. 105b 13, Thes. II 21, 33; Inf. fodail Ml. 22d 16,
100b 22, lila 7, fodil Thes. I 495, 2, Sg. 147a 3 u. s. w.
Mitcom-fo- 'verkehren, teilnehmen': Präs. PI. 2. confodli(d)
Wb. 24bl9; Fut. PI. 2. confodlaibid si M1.53bl8. Davon abge-
leitet cobodlus, cobadlus, cobfodlus 'Gemeinschaft, Verkehr'
Wb.9bl7, 22b26, Ml. 22b 1, ran-chobfodlaid gl. particeps 86d 5.
§ 699, 3. 700] Verbalverz. däl-, dam-. 503
3) Mit to- 'eingießen, einschenken': Präs. Sing. 1. dodälim
gl. fundo Sg. 146b 6, vgl. Thes. 11 228, 32; Prät. Sing. 1. do-
ro-dalius LL 261a 32; Pass. Präs. Sing, dudailter Ml. 76b 4;
Konj.Pl. du-n-daleter lOld 5; Abstr. toddil 79a 5, vgl. 94c 20,
134b 4, 30d 1, 118c 8.
Anm. Vgl. c. gwa-ddol 'a portion or dowry" (John Rhys k David
Brynmor-Jones, The Welsh People S. 211-''), r. dolja 'Teil' lit. dalis ds.
(daly'ti 'teilen'). Von der hier besprochenen Wurzel däl- (mit alter
Länge) ist eine andere ir. Wurzel däl- (mit Ersatzdehnung; -ä-Stammj zu
unterscheiden; s. Wi. dälaira 'ich habe eine Zusammenkunft' (von däl
c. da dl I 135).
§ 700. dam- 'sich fügen, erleiden, gewähren' (bildet ur-
sprünglich wohl ein -«'-Präsens und einen -ä-Konj.): Präs. Sing. 3.
ni daim, na daimenn S. M. II 100, 7, V 318, 1 v. u. (aber
auch ni dam, na damand I 120, 19, V 250, 19); PI. 3. na
daimet V 250, 5, ni daimet LU 110a 44; Konj. Sing. 3. dia
n-dama Rc. VII 300; PI. 3. dia n-damat S. M. V 120, 10 (aber
Konj. Ipf. PI. 3. CO n-daimtis Lü 110b 9); Fut. Sing. 1. ni
didam sa Eriu III 136, 9; 2. in didma LU 63b 21 (jüngere
Futurformen: Sing. 1. noco-didem [wohl -didem zu lesen] LU
63b 22; Pl.l. ni didemam 110a 45; 3. demait LL 87b 6); Prät.
Sing. 1. ni ro-damar Trip.L. 140,16; 3. ro-dämair LL 132a 26,
ni ro-dämair 255b 1 (häufig ohne Längezeichen: ni damair
114a 32, 256a 10, na damair Fei. Febr. 9, ro-damair Salt.
7749, Atk. LBr. 4893; auf Neuerung beruht ro-det Salt. 6873);
PI. 3. ro-damatar Fei. Prol. 53, ni ro-dmatär LU 107a 40,
ro-damdatar Fei. Prol. 32, 53, damdatar Okt. 15, ni dam-
thatar Trip.L. 204, 1, ro-damnatar Fei. Prol. 32 (-md-, -mth-,
-mn- ist mir unklar; wurzelt wohl tiefer, als Thurneysen, Handb.
401, annimmt); Pass. Präs. Sing, ni damar LL 93a 54; Konj.
Sing, co-r damthar LU 112b 39; Prät. Sing, ro-det K. Meyer
586; Inf. deitiu, Akk. detin K. Meyer 605.
Mit ad- 'gestehen': Präs. Sing. 1. atmu LU 59b 9, 12 (vgl.
oben S. 249); 2. inn-atmai su Thes. II 4, 36; 3. at^a)im Ml.
42b 26; PI. 3. ataimet 131d 16, Sg. 33a 25, a-ta-daimet 181a
5; Ipv. PI. 2. atmaid LU 57a 16; Konj. PI. 3. perf. co n-ä-r-
damat Ml. 131d 16; Fut. Sing. 2. a-tum-didmae Fei. Epil. 494 ;
3. ad-n-didraa Imr. Brain I 25^''; Prät. Sing. 1. ad -ro-damar
Thes. II 9, 22; 2. ad-ro(da>mar su, inn-ä-r-damar su Thes.
113,32; 4,34, nach atamar Salt. 1406; 3. ad-ro-damair Trip.
L. 148, 5; Inf. atitiu K. Meyer 20.
504 Verbalverz. dam ded-. [§700—702
Mit fo- 'erleiden': Präs. Sing. 1. fodaimim se Wb. 23b 12,
17; 2. fo-daimi siu, fodaimi, ara-fodmai siu Ml. 55d 14, 11;
3. fodaim 38d 14, 99b 1, Sg.l5b5, 143a 6, vgl. IIa 1, ara-fodaim
M1.55dll; PI. 1. fodaimemMl.lllcl3; 2. fodaimid Wb. 17b24,
23c 7; 3. fodaimet Ml. 26d 12, 87b 17, 20, Wb. 2c 10, ni fodmat
20c 21; Konj. Sing.l. f-a-dam 29d 27; 3. fudama Ml. 68d 14;
Konj. Ipf. Sing. 1. coni fodmain se 73c 7, nad fo-r-damainn
107b 8; PL 3. fo-n-damtis 34b 11; Fut. Sing. 2. fo-n-didmae
siu 35c 33; 3. ni fuidema 56c 9; PI. 3. fo-s-didmat 15c 10
(fodemat LU 37b 4, Neuerung); Kondit. Sing. 3. f-a-didmed
Sg. 137b 5; Prät. Sing. 1. fo-rro-damar Wb. 19d 20, vgl. Ml.
22d 5, 39a 13, 58d 13, 95d 13, 14, 132c 12, nad fo-r-damar
sa LL119a 1; 3. fo-ro-damair Ml. 54b 28, 62d 9, vgl. 131b 12,
133a 6 (verscbrieben fo-ra-dair 54a 35), ni fo-r-dämair LU
111b 12; PI. 3. fo-ro-dmotär 35a 17, fu-ro-damnatar Ml.
96b 8, fo-n-d-ro-damnatar 105b 9, f o-ro-damna[m]tar 90c
13; Pass. Konj. PI. fo-n-damtar 46d 6; Inf. foditiu Wb. Ic 18,
30c 23 u. s. w., fodaitiu Sg. 137b 10, 209b 12, Dat. fodaitin
Ml. 24b 13, Nom. foditu Tbes. II 247, 10.
Mit com-fo-: Präs. Sing. 3. ofodim 'co-endures' Sg. 188a 31;
Konj. PI. 1. mä confodma(m) 'if we suffer togetber' Wb. 4a 17.
Anm. C. addef, br. ansav''gestehen' I 388, 422, 474. Ac. ni cein
guodeimisauch gl. non bene passae; nc. go-ddef 'to suffer; to permit,
to allow'; corn. gothaf 'ertragen'; br. gouzafiv, gouzav; c. dy-o-ddef
'to suffer'.
Ein verwandtes transitives Verbum liegt vor in ac. o-r dometic gl.
domito. Vgl. lat. domo, gr. ääfxvrjfii 'bändige', got. ga-tamjan 'zähmen',
skr. damjati 'ist zahm, zähmt'.
§ 701. dar- 'bespringen': Ipf. Sing. 3. no-daired LL 69a
31; Prät. Sing. 3. con-da-ro-dart Wi. 11^* 245, 240, co ro-dart
LL 168a 25; Inf. dair, Gen. dara S. M.
Vgl. gr. d^QioöY.10 'springe, bespringe', Aor. ed-OQOv.
§ 702. ded- 'euanescere, tabescere': Präs. perf. Sing. 3.
ru-deda Ml. 22d 7; Ipf. PI. 1. no-tedmais 131c 4; 3. no-
dedais 102d 14; Konj. Sing. 3. rel. dedas 104d 1; PI. 3. dedait
77b 10 (Fut.?); Konj. Ipf. PL 3. nu-n-dedais 83b 3; Fut. PL 3.
dedait 79b 10; Prät. Sing. 1. ro-dedus sa 44d 10, 50b 3; 3.
ro-ded 111b 12; PL 3. ru-dedsat 22d 6.
Mit com-: Prät. Sing. 3. o-ro-deda gL contabuit ML 118b 2.
Der Stamm ded- ist redupliziert und kann ursprünglich nicht
§ 703. 704, 1 . 2J Verbal verz. d e n - , d i - n - g -. 505
präsentisch gewesen sein, da Präsensstamm und Fut.-Stamm nicht
seit jeher identisch gewesen sein können (übrigens Heßen sich die
oben als Präs. und Ipf. bezeichneten Formen zur Not als Prät. und
Kondit. auffassen). Die Formen des Präsensstammes wurden ur-
sprünglich wohl von tin- gebildet. Wenn man annehmen darf,
daß das -a des Prät. -de da an die Stelle eines -e < -owe getreten
ist, kann man got. c^iw'ans 'sterblich' an. deyia 'sterben' vergleichen.
§ 703. de-n- 'saugen': Präs. PI. 3. denait; Ipf. PI. 3. ni
dendais Trip. L. 142, 13, 10; Prät. Sing. 3. dith Thes. 11 .346, 3,
rel. dide K. Meyer 655; Inf. deol ebd. 614. Im Mir. wird -ru-
fest: Prät. Sing. 3. ro-dinestar Thes. II 346, 23.
Dazu dinu 'Lamm' I 249. Etymologie I 111 (wo statt dinim
vielmehr denim zu lesen ist).
§ 704. di-n-g- 'unterdrücken' (Atk. Lßr. S. 645, Wi. IV^,
Wi. Täin, K. Meyer 655): Prät. Sing. 3. dedaig Thes. II 322, 7,
vgl. K. Meyer 655; Inf. mir. dinge.
1) Mit for- 'unterdrücken': Präs. PI. 3. fordengat Ml. 29a 13,
vgl. 75b 7; Ipf. Sing. 1. for-fi-dinginn se 115a 16; Prät. Sing.
2. for-ru-dedach su 96c 17; PL 3. for-ru-dedgatar 63c 3;
Pass. Präs. Sing, fordengar 57d 7; Konj. PI. for-n-diassatar
39b 12; Fut. PI. ardidsiter YBL 45b 12; Part. Ph fortechtai
Ml. 81c 15; Inf. fortige 75b 16, di-a fordinge LU 18, 19—20.
2) Mit air-od- 'erquicken, herstellen': Präs. Sing. 3. arutaing
Ml. 64c 20; Fut. Sing. 2. arutais siu 56a 11; Prät. Sing. 3.
arutacht, ar-do-utacht Thes. II 328, 4; 345, 3 (Neuerung);
Pass. Präs. Sing, ar-ün-utangar Ml. 135a 2; Gerundiv erdachtaib
130b 10; Inf. ertach neutr. 121b 7, vgl. 118c 7, irtach Wb.
32a 23, aurtach Wi. 868.
Mit com-od- 'bauen, errichten': Präs. Sing. 1. cunutgim Sg.
141a 1; 3. conutuinc Wb. 10b 28, co-tof-utainc si 8c 16,
conutunig (zu lesen -tuing) 8d 2, co-ta-utaing 'supports them'
Ml. 86a 18; Ipv. Sing. 3. comtangad Wb. 31c 15; Konj. Ipf.
Sing. 1. outsin Thes. II 27, 32; Fut. PI. 3. conutsat Tiip. L.
34, 10; Prät. Sing. 3. o-id-r-otig Wb. 33a 2, o-r-otaig 33 a 5,
Ml. 40d 5, con-r-otoich Thes. II 31, 26; PI. 3. con-r-ötgatar
Sg. 32b 6; Pass. Präs. Sing, chonutangar Ml. 14c 5; Fut. Sing,
conutastar LL 188b 17; Prät. Sing, con-r-otacht Ml. 48 d 27,
LLT 99b 7, 16; PI. o-r-otachta 99b 20; Part, cumtachtae,
cumtachta Ml. 57c 2, 84a 10; Gerundiv cumtachtaib gl. figendis
102d 10; Inf. cumtach Wb. 6c 26, 8c 18, 13a 3, 21c 5, 27d 24,
506 Verbalverz. di-n-g-, dlig-. [§704,2.705
28 b 9, Thes. II 241, 16, Ml. 72 a 5, 133 c 11, Sg. 139 a 4, 209 b 28,
vgl. Ml. 36c 17, 84a 7, 11, 94b 11, 102 d 12, 131c 8, cum dach
Sg. 148a 3, nir. cumhdach, vgl. aidchumtach 'rebuilding' Wb.
26a 8, athchumtach Ml. 135a 8, vgl. 118d 10, 20, adchum-
tuch (Dat.) Thes. I 489, 36.
Mit ad-com-od- 'hinzubauen': Präs. Sing. 3. ni adchumtig
Sg. 211a 8 (Sarauw, Irske Studier S. 84 will adchuintig [zu
saig-] lesen); Prät. Sing. 3. ado-r-otaig Ml. 35b 13.
Anm. Es ist wohl wahrscheinlich, daß es sich um zwei verschiedene
Verha handelt; das Simplex und das Komp. mit for- gehören wohl zu lit.
dengiü 'ich decke', Inf. deög-ti (Zupitza, Die germanischen Gutturale
S. 99); die beiden Komposita mit od- gehören dagegen wohl zu lat. fingü
(Sarauw, Irske Studier S. 83'), osk. fethüss 'muros', gr. TH^og 'Mauer', ToT^og
'Wand', awest. uz-daeza- 'Mauer' (auch im Präverb mit den ir. Wörtern
verwandt). Es haben aber morphologische und semasiologische Wechsel-
wirkungen zwischen den beiden Verben stattgefunden (der wurzelhafte
Nasal des ersten Verbums ist nach Analogie des zweiten als präsensbildend
behandelt worden; cum t ach hat im Mir. auch die Bedeutung 'a cover').
Nach Brugmann, Grundriß' II 999 gehören auch das Simplex und for-
ding- zu lat. fingö.
§ 705. dleg-, dlig- 'Anspruch auf etwas haben, verdienen':
Präs. Sing. 1. dligim ni duit 'ich habe Anspruch auf etwas bei
dir' Wb. 32a 20; 2. ni dligi LL 284b 23; 3. ni dlig Wb. 4c
23; PL 3. dlegait S. M. I 144, 19, nocha dlegat V 172, 20
(auch dligi t II 286, 21, vgl. V 172, 22); der Ipv. ist nicht belegt,
und es muß als zweifelhaft betrachtet werden, ob die Bedeutung
'Anspruch haben' (nicht 'beanspruchen, fordern') nach irischem
Sprachgebrauch die Bildung eines Ipv. zuläßt (Sarauw, Irske Stu-
dier 137, will statt dilich Wb. 32a 19 vielmehr *dlich lesen, aber
die Stelle ist ohne Korrektur verständlich, s. unter luig-); Konj.
Sing. 3. die LU 36a 44, LL 209b 54 (die Kompositalform steht
durch Entgleisung als Simplexform), na die S.M. V.176, 5; Konj.
Ipf. Sing. 1. no-dlessaind LL 284b 23; 3. no-tlessad 371b 25,
meni dlessad 81a 9, no-dlesadh S. M, II 42, 4, aber no-
dlesed I 224, 26; PI. 3. ro-dlesdais I 252, 34; Put. Sing. 3.
rel. dligfes Atk. LBr. 6396; Prät. Sing. 8. ro-dlig S.M.I 118, 1
U.S.W., ro-dligestar Ml. 36a 29, vgl. S. M. I 76, 12; PI. 3. na ro-
dlechtatar S. M. V 226, 20; Pass. Präs. Sing, dlegair Wb. Ib 8,
7a 8, 13a 17, 20a 12, 26a 32, Ml. 55a 7, 62c 6b, 90b 13, ni
dlegar Wb. 6a 24, vgl. Ml. 90d 11, nu-d-dlegar Wb. 32a 18;
PI. dlegtir 4a 10, dlegtair LL 260a 37; Konj. Sing, dlestar
§705—707] Verbalverz. fllig do-. 507
(rel.) S. M. I 240, 4, dia n-dlestar V 184, 1; Konj. Ipf. Sing,
ro-dlesta 1146, 4, ro-dlestea 1112, 10, d-an-dlesti 1152,14,
no-dlestea LL 69b 24; Kondit. Sing, ro-dligfithi Atk. LBr.
7566; Prät. Sing, ro-dlecht LL 153b 15, vgl. S. M. I 112, 9,
munar dlecht I 118, 1; Abstr. dliged neutr.. Dat. dligud, N.
PI. dligetha 'Gesetz, Schuldigkeit, Schuld'. — Mit air-: Präs.
Sing. 3. nad airdlig 'deserves not' Thes. II 295, 8.
Anm. Vgl. c. dylyu 'to have a right to, to deserve', com. dylly
'verdienen', rabr. dellit ds.; vgl. I 100, 333, 528.
§ 706. dlo-n-g- 'spalten', 'bersten': Fut. Sing. 3. no-s-
dedlai Salt. 8348 (die alte Futurform ist im Mir. mißverständlich
als Prät. verwendet worden: ro-n-dedail LU 47a 39); Kondit.
PI. 3. no-didlastäis LU 95a 33, 96b 28; Prät. Sing. 3. ro-s-
dedlaig Salt. 7958 (daneben ro-dlong Salt. 3555; PL 3. go ro-
dloingset LL 86b 43); Pass. Präs. Sing, dlongar Eriu II 10;
Inf. dluige K. Meyer 668.
Mit in- oder ind- (wofür in der unechten Komposition auch
as- eintritt): Präs. Sing. 1. indlung gl. findo Sg. 15a 5; 3. as-
dloing Ml. 48c 32; Fut. Sing. 3. ni indail 96a 8; Pass. Ipf. PI.
indloingtis gl. dissecabantur Thes. I 496, 35; Part. Dat. Mask.
neph-indlachtu gl. inscissa Ml. 96a 8; Inf. indlach neutr. Sg.
19a 3, 207a 12, Ml. 32a 1, 40d 16, 64a 1, Dat. indluch 129d8.
Neben dlo-n-g- besteht ein regelmäßiger -I-Stamm dluig-
(Präs. Sing. 3. kann ich nicht belegen); steht LL 86b 43 neben
dlo-n-g- (go ro-dluigset 7 go ro-dloingset). Etymologie I 43.
§707. do- 'sengen, brennen': Abstr. di-a doud LU 23b 38.
Mit ad- 'anzünden' (nur mir. Belege, die zum größten Teil
unregelmäßig sind, indem das Verbum entweder als Simplex oder
als ein Kompositum von so- behandelt wird; die Vermischung mit
so- erklärt sich daraus, daß in den echt zusammengesetzten Formen
beider Verba nur der Wurzelvokal klar zum Bewußtsein kommen
konnte, während sowohl das d- wie das s- mit dem Präverb ver-
schmolz): Präs. Sing. 3. attai seom Wi. Täin LXV, adsüi LL
35a 34, astöi Rc. VI 188. 9 (as- nach §585 Anm. 1 S.291; -t-
statt -d- im Anlaut des Verbums wurde ^^elleicht durch den An-
klang an as-toidi 'glänzt' hervorgerufen); PL 3. astuat RawL B.
502 p. 132b 42; Ipv. Sing. 2. ado B. B. 458b 9; PL 2. ataid
LL 287a 10; Fut. Sing. 3. rel. inti cotna ataifes 'wer zuerst
anzündet' b 46; Kondit. Sing. 3. nö-ataifed Trip. L. 42, 5; Prät.
Sing. 3. atäis LU 77b 25, atais LL 76a 2, ro-addai Trip. L.
508 Verbalverz. do dring-. [§707—709
42, 8, ra-addäi LL 287b 50; Pass. Präs. Sing, astoither Ml.
38d 18, atäither LU 87a 12, iun-ataither LL 179b 20; Ipf.
Sing, adsüithe LU 86b 7; Konj. Ipf. Sing, na rö-addaidi Trip.
L. 42, 3; Prät. Sing, ro-hatäd, ra-hatöd; PI. ra-ataithe, ra-
hatdäit K. Meyer 27: Lif. ätüd LU 85b 8, atud LL 252b 49,
fatöd Wi. 538, (f)rith-adöd 'Gegenentzündung' Wi. Täin 2350.
Anm. Vgl. Zimmer, KZ XXX 98—99, Thurneysen, ZfcPh. VIII 64.
Zu gr. SaCoi u. s.w. Hierher c. cynneu 'anzünden', cynnud 'Brennholz'
com. kunys br. keuneud ir. condud S.39 (Gen. condid Thes.II 226, 33);
ferner vielleicht c. ennynu 'to kindle' mit urspr. präsensbildendem -n- (-y-
aus idg. m; entgleist ennyn ds.); wohl auch corn. dywy, dewy 'brennen'
(intrans.), falls -w- nicht ungenau für -v- geschrieben ist, in welchem
Falle das Wort vielmehr zu c. deifio br. devi (I 313, 108, vgl. Osthoff,
IF XXVII 163; idg. Wurzel * dheguh-) gehören würde. Vgl. § 657.
§ 708. don- 'trösten': Inf. donad Ml. 86 d 8, Wb. 25c 3,
Salt. 1227, danad 1922. — Mit di-: Präs. Sing. 1. dodonaimm
gl. solor Sg. 53b 7; 3. nach-am-didna Ml. 86d 3; Ipv. PL 2.
d-an-donid Wb. 14d 21; Konj. PI. 3. dodonat 26d 21; Konj.
Ipf. Sing. 3. du-dam-donad Ml. 86d 10; Pass. Ipf. Sing, dii-m-
dontae se 62c 18, vgl. 7; Prät. Sing, do-ro-n-donad ni Wb.
16b 17 (vgl. oben S. 245); Inf. didnad, ditlinad Wb. Ib 1,
14b 15, Ml. 126c 16 (vgl. oben I 503). — Mit com-di-: Abstr.
comdidnad 'Trost' Ml. 62b 6, 87d 1, 4, comdithnad Sg. 90a 7.
— Mit imb-di- (vgl. Sarauw, ZfcPh. V 513): Pass. Fut. Sing, ni
imdidnibt<h)er 'no person will be released, or exempted' Wb.
15c 25; Inf. du- mm imdidnaad 'that I maj be released' Thes.
II 241, 13.
Vgl. c. diddanu 'to divert, to amuse', ym-ddiddan 'to con-
verse', corn. dytbane 'erfreuen'. S. oben S. 56f.
§ 709. dring- 'to step, advance': Präs. Sing. 3. dringid
S. M. II 318, 1 V. u.; PI. 3. drengait IV 384, 17, riasiu ro-
drengad (alte Orthographie - a t) taris 'before they may have leapt
over' IV 104, 9 (trotz der air. Regel § 593, 3 kaum als Konj. auf-
zufassen); Prät. Sing. 3. drebraing, dreblaing, ro-drebraing,
ro-dreblaing Fei. Apr. 2, 17, Aug. 26 (gl. ro-dringestar); Pass.
Präs. PL drengaitir 'are climbed' Thes. II 295, 16; Inf. dreimm
'klettern' Wi. 502.
Mit frith-: Pass. Präs. Sing, frisdrengar 'is regulated'; PL
frissdrengatar 'are distributed' S. M. Gloss. 419. VgL i-frith-
druing na sliged cetna 'denselben Weg zurück' LL 59a 40,
108 a 26, b 32, 264 a 44.
§710.711,1.2] Verbalverz. eg-, eil- (la-). 509
Nach Brugmann, Grdr. I^ 375 zu skr. drhdti *er befestigt'
(mit präsensbildendem Nasal).
§ 710. eg- 'schreien' Wi. 520; Inf. egem, s. Corm. Transl.
67, S. M. Gloss. 293, Akk. PL eigmea Ml. 113b 7.
Mit ar- 'klagen': Präs. Sing. 3. aregi Ml. 31a 20, vgl. 18d 1;
PI. 3. ar-an-eiget 20b 8; Konj. Sing. 3. ar-an-egea 95c 7;
Prät. Sing. 3. ar-ru-aeig 54b 29, ar-ud-r-eig 50d 1; Inf. aire-
gem Sg. 51a 7, eregem Ml. 90b 19, Gen. aereigme c 12.
Verwandt ist lacht- 'aufschreien' (Wi. 610): Präs. PI. 3. rel.
iachtaite Ml. 63d 9; Inf. iachtad LL 59, 12; — mit com-:
oechta gl. congemiscit Wb. 4a 22.
§ 711. eil-, la- 'gehen, in Bewegung setzen', eil- ist als
Simplex im Air. nicht, im Mir. nur unsicher belegt (dia n-ellad
. . o-n fhuigell f hiren 'if he swerved from the righteous judg-
ment' Atk. LBr. 4139 scheint irgendwie aus air. di-ell- entstanden
zu sein), la- (das außerdem die perfektischen Formen des Para-
digmas cuir- §697 bildet) kommt in Komposition mit od- (und ad-
com-?) vor; in den übrigen Zusammensetzungen erscheint eil-.
1) Mit ad- 'besuchen' (oft mit den konjugierten Formen der
Präp. la verbunden): Präs. Sing. 3. a-ta-ella 'passes to them'
Wb. 19b 15; PI. 3. ad-n-ellat Ml. 102a 15; Fut. Sing. 1. at-
dub-elliub lemm Wb. 7a 4, ad-n-elliub, adeilliub 14a 6, 7,
ni adliub LL 120a 17; Prät. Sing. 3. adella Thes. II 320, 7
(oder historisches Präsens?), adell laiss LU 60b 1; Inf. adall
LU 60b 3, Gen. adill Wb. 14a 8, adaill Ml. 102a 15.
Mit imb-ad-: Abstr. im adall 'Reise' Wi. 619.
Mit to-ad- 'besuchen': Präs. Sing. 3. do-da-aidlea Wb.
9d 5; Ipf. Sing. 3. rel. taidled; Ipv. Sing. 2. tadall lat LL 120a
7, 16; Konj. perf. Sing. 2. ni täi-r-le lat Wb. 30d 20; Fut. Sing.
3. do-sn-aidlibea 25d 14; PI. 1. doaidlibem Ml. 14d 5; Prät.
perf. Sing. 2. do-m-ai-r-liss Fel.i CVI 34; 3. ta-r-aill, do-n-
a-r-aill u. s. w, Wi. 809; Inf. a n-adall 7 a tadall oc techt 7
oc tuidecht LU 60b 3 (tadall verhält sich also zu adall wie
'kommen' zu 'gehen'), tadal Ml. 25a 3, Gen. tadill Wb. 27b 25.
2) Mit com-: Abstr. comol, comul, comall (neuti-.) 'an
assembly', s. die Glossare von Fel.^ und S. M.
Mit ad-com- 'hinzufügen, womit vereinigen': Präs. Sing. 3.
adcomla Wb. 3c 13, a-t-comla som 4a 10, vgl. 16a 19, 25b 16;
P1.3. ad-ind-chomlat Sg. 212b 7; Prät. Sing. 3. ad-ro-chomul
Ml. 58b 12; Pass. Präs. Sing, adcomaltar Sg. 148b 9, dian-
510 Verbalverz. eil- (la-). [§711,2—4
accomaltar 188a 15; PI. adcomlatar 51b 13, frisan-acom-
latar 198a 20, ni accomlatar Thes. II 17, 27; Konj. Sing,
adcomaltar Sg. 63a 17, dia n-acomoltar 197b 17; PI. ad-
chomlatar Ml. 35b 2; Konj. Ipf. Sing, resiu ad-ro-chomolta
Sg. 188a 16, co-ro-accomalta ZfcPh. VII 484; Part, acco-
mallte gl. socius Wb. 5b 25, acomoltae gl. coniunx Sg. 60b 20,
accomolta 'connected' 18a 1; Abstr. (neutr.) accomol 63a 14,
Wb, 22c 11, accumul 33b 17, acomol Sg. 32a 8, Gen. accu-
muil Ml. 15b 8 (vgl. comacumul, comacomol 'Konjunktiv',
'Konjunktion' Ml. 62a 15, Sg. 221b 6, Gen. in chomaccomuil
203a 11, vgl. Ml. 61a 18, Akk. PI. cen chomaccomla 28d 6).
Mit fo-ad-com-: Präs. Sing. 3. foaccomla 'he subjoins' Ml.
30b 10; Abstr. foacomol Sg. 18a 2, 212a 15, foaccomol 154a 1.
Mit to-in-com- 'sammeln': Präs. Sing. 3. doecmalla Wb.
9d 5; Ipv. PI. 2. tecmallid 14a 1; Prät. PI. 3. tüercömlässät
[Wb.] 7a 7; Part. Dat. Fem. tecmaltai Sg. 70a 2; Inf. tecmal-
lad Wb. 14a 1, 16c 25, 26. unterliegt im Mir. verschiedenen
Umbildungen; über Prät. Sing. 1. ni ma-to-r-chomlod sa s.
oben S. 263; oft wird -cmall- zu -clam- umgestellt (vielleicht
unter dem Einfluß von teclimm 'auswählen' §743,2): Prät. Sing.
3. ta-r-glaim LL 82a 35; Pass. Prät. Sing, ta-r-clamad 109a
47; Abstr. hi teclom LU 65a -14, Akk. teclaim Trip. L.; vgl.
Wi. 814.
Mit imb-to-in-com-: Konj. Sing.3. co mm-a-te-r-chomla
'so that he may collect them' Wb. 14a 2.
3) Mitdi- 'vom Wege abgehen, abweichen; deklinieren': Präs
Sing. 3. doella som LU 59b 10; Ipf. Sing. 3. ni dilled ZfcPh
VII 482; P1.3. d-a-eltais Sg. 75b 3; Konj. PI. 1. nadn-dillem
ni Ml. 106c 4; Konj. Ipf. Sing. 3. du-n-eliad 83b 6; PI. 3
du-n-eltis 78d 6; Prät. Sing. 3. du-r-eill 54d 8; PI. 3. do-r.
ellsat 36c 22, du-r-elsat 105b 18, di-r-ellsat Thes. II 26, 42
Pass. Präs. Sing, do-n-elltar Sg. 109a 4; PI. doellatar ebenda,
148b 9; Konj. PI. duellatar 4b 1; Konj. Ipf. PI. duelltis 4b 4:
Gerundiv dillithi Ml. 29 d 6; Abstr. diall gl. deuerticulum Sg
53b 3, 'Dekhnation' 158 b 6 (neutr.). Dat. diul, diull 97b 1,
106b 20, Gen. diil 104b 1. Mit fill- § 725 assoziiert?
Mit to-di-: Prät. Sing. 3. dodihel gl. deerrauerat Thes. II
47, 5, todiel Thes. II 361, 2 v. u.
4) Mit ind-: mir. in d eil 'bereiten, anspannen'? Die zuge-
§711,5—8.712,1] Verbalverz. eil- (la-), em-. 511
hörigen finiten Verbalformeii (Wi. 639) werden jedoch nicht als
komponiert behandelt.
Mit fo-ind- (oder fo-in-di-?): Konj. Sing. 3. fo-n-indlea
gl. euagari Ml. 25a 5; Abstr. foindel gl. peiniagatio 121 d 8.
Mit frith-ind-: Präs. Sing. 3. tri sin die 'faßt' LU 60 b 37,
vgl. Corm. S. 27 Z. 11 v. u., fri-ta-indle 'corresponds to them'
Sg. 213 a 3.
5) Mit to-in-od- 'sammeln': Präs. Sing. 3. do-in-ola gl. ad-
plicat Ml. 25b 3; Konj. Sing. 3. o-tinola Thes. II 6, 33, ara-
tinola II 244, 27; Prät. Sing. 3. do-r-inöl Ml. 51a 21; Pass.
Konj. Sing, do-n-inoltar 24a 8; PL arna tinolatar 55b 5;
Fut. Sing. tinolfit(h>er Thes. II 38, 3; Part, tinolta Ml. 145dl;
Inf. tin(öl) Wb. 27b 8, Dat. do thinöol 12b 3.
Mit com-to-in-od- 'sammeln': Prät. Sing. 3. o-ro-thinoll
Sg. 66b 23; Abstr. comthinöl 'Versammlung' Wb. 21c 7, Gen.
comthinöil Sg. 222a 3.
6) Mit sechm- 'vorübergehen', 'entbehren': Präs. Sing. 3.
sechmi-n-ella Ml. 61a 5, sechmoella Sg. 196b 2, nad sech-
malla Ml. 35d 13; Ipf. Sing. 3. nicon-sechmallad 33c 21;
Fut. PI. 1. ni sechmalfam 25a 3; Prät. Sing. 1. asa-r-sech-
maillius Stokes Ir. Gl. 142»*"; Pass. Fut. Sing, ni sechmal-
faider Ml. 14d 3; Abstr. Dat. sechmall 70b 3, Gen. sechmaill
102a 15.
7) Mit to- «) 'wegnehmen, stehlen' (nur perfektisch; wird
durch das nicht perfektische gat- suppliert), ß) 'Raum für etwas
geben' (vgl. oben S. 273 f., § 580 Anm. 1 S. 285; Sarauw, Irske
Studier S. 48; ganz anders Thurneysen, Handb. S.49): Präs. Sing.
3. (Bedeutung ß) du-nd-alla Ml. 30c 17, ni talla 65 d 6, 97a 7,
nio-talla Sg. 90a 2, ni tella Wb. 5c 13; Konj. Sing. 1 (a)
o-tall Ml. 58c 6; Fut. Sing. 3. (ß) ni telfea, ni-thelfea Wb.
25b 18, c 2; Prät. Sing. 3 (a) du-d-ell 22b 7; P1.3 (a) tallsad,
teallsadar O'Cl. (mit alter Orthographie -at, -atar; aber die
Endung -atar ist eine späte Neuerung); Inf. {ß) tellad Wb.lla29.
8) Mit tre: triall 'Reise' Wi. 848?
Anm. Über die brit. Formen und die Etymologie s. oben S. 353 und
§ 652 Anm. und Schluß.
^ 712. em-. 1) Mit com- 'schützen': Konj. Sing. 3. no-m-
choi'mmdiu-cöima Thes. II 290, 11 (oben § 550 S. 242); Prät.
PI. 3. (mit perf. -ro-) oroitatar Ml. 55c 1; Inf. comet Ml. 100c
512 Verbalverz. em-. [§712,2.3
19, vgl. 21, 135c 7, K. Meyer 440, Gen. cometa Ml. 55d 6.
Vgl. com- + 0-.
Anm. 1. Vom Inf. abgeleitet: Präs. Sing. 1. arcoimddim 'ich ent-
schuldige' Sg. 59a 15, ar-choimtiu Ml. lilc 5; Inf. irchoimted Wb.
26a 23, erchoimded Thes. I 490, 30 (-ä-Stamm; die Mouillierung rührt
vom -ra- her). Jüngere Ableitung: coimetaim 'ich schütze' Atk. LBr.,
Wi. 441. Fernzuhalten ist do chumtüth 'to preserve' Sg. 81b 8.
2) Mit di- 'schützen': Präs. Sing. 2. do-n-eim ni Ml. 110d9;
3. du-n-em side 112a 5; PI. 3. do-n-emat 39c 22; Ipf. PI. 3.
duemtis 79a 6; Ipv. Sing. 2. du-m-em se 72d 11, vgl. 62d 4;
Konj. Sing. 2. du-m-emae se 55b 2; 3. duema 53c 2, do-f-ema
'Wb.5d34, mani-n-dimea M1.88c2, (mit perf. -ro-) arin-deroima
39c 22; Konj. Ipf. Sing. 3. do-n-emad 37c 16, (mit -ro-) o-idn-
deroimed 55d 4; PI. 1. du-n-emmais 110b 5; Fut. Sing. 1.
duem sa 37c 20; 3. duema 67c 5, doemfea 128c 8; PI. 3.
do-t-emfet su 112c 1; Prät. Sing. 1. do-rr-et sa Wb. 31a 1;
3. do-r-et, du-nd-r-et Ml. 16c 8, 40b 8; Pass. Präs. Sing, due-
mar 87d 15, du-n-emar 39c 7; PI. nadii-dimter 100a 5; Konj.
Sing, do-n-emthar 112a 2; Konj. Ipf. Sing, do-n-emthse 120c
11, innan-dimithe 107d 1, o-dimthe 39c 7; Fut. Sing, do-
(b>-emthar si 53b 18; Part, (negiert) neph-dite 103c 5; Gerun-
div diti 145c 9; Inf. ditiu Sg. 57a 5, Dat. ditin Ml. 101c 14
u. s. w.
Mit imb-di-: Abstr. Gen. imditen Wi. 624, Dat. (imdit)in
'Verteidigung' Thes. II 292, 11.
Mithuad-di: Prät. Sing. 3. h uade-r -et 'enthüllte' Ml. 51d 14.
3) Mit air-fo- 'annehmen': Präs. Sing. 2. ar-a-foimi Ml.
68a 8 ('man'); 3. ar-a-foim 17c 7, ni eröim Sg. 139a 5; PI. 3.
ar-a-föimat 50b 17, arfoemat Wb. 34a 6; Ipv. Sing. 2. eröim
siu Ml. 132c 15; 3. iroimed Wb. 6d 4; Konj. Sing. 2. arfema
siu Ml. 68 d 13 (-a aus -e nach den Regeln des Inlauts vor dem
proklitischen Worte); 3. ar-a-foima 17c 3, are n-airema Thes.
II 244, 28, mani eröima I 498, 3; PI. 1. arfoimam II 245, 12;
3. arfemat Ml. 15d 4, mani eroimet 30d 13, arna arroimat
som Wb. 14d 37; Konj. Ipf. Sing. 2. arfemtha so 8d 28; PI. 3.
ar-a-foimtis Ml. 28c 18, diand-eröimtis Wb. 26a 22; Fut.
Sing. 3, arfema Ml. 105a 8; Prät. perf. Sing. 1. ar-roi-eit sa
Wb.6dl4 (oben I 307, 343); 3. ar-ro-et Mhl7c7, vgl. 16a 4, ar-
ro-eit Wb. 28d 28, arröit 32d 10, ar-a-roiat Ml. 24d 28, ni
arroit som 36a 34, hon-arroet 25d 11; PI. 1. ar-a-röitmar
§712,3-714] Verbalverz. em erb-. 513
Wb. 9c 10; 2. aröittid 13a 30; 3. näd arroimsat 26a 23;
Pass. Präs. Sing, hon-eroimer Ml. 17c 7; PI. ar-a-föimtar Sg.
156b 4; Konj. Sing, arfemthar AVb. 28c 19; PI. ar-a-foirntar
Sg. 210b 5; Part. (Dat. PI.) eritib Thes. I 491, 26; Gerundiv
eriti Ml. 29a 15, airiti Sg. 203b 3; Inf. airitiu Wb. 29a 6,
eritiu Ml. 59a 15 u. s. w. Lautgesetzlich sollte -fo- als zweites
Präverb nach I 305 zu -f- werden, als drittes Präverb schwinden;
das betonte -fo- bleibt jedoch oft erhalten und verschmilzt mit dem
Anlaut des Verbums zu einem Diphthong, der analogisch auch auf
die Fälle mit betontem air- (jedoch nicht auf die Nominalformen)
übertragen wird.
Anm. 2. Vgl. lat. emu (comü, demo, süraö; emptiö, sumptus),
lit. imü 'ich nehme', asl. imc^ ds., arm. imanam 'ich verstehe'; vgl. § 115
I 186.
§ 713. er- 'gewähren' (von Gott): Konj. Sing. 3. r-a-sera
Wb. 25a 31; Put. Sing. 3. mit Obj. ebarth-i Ml. 46b 12; Prät.
Sing. 3. ro-ir Wb. 17b 13, ro-nn-ir 20d 11; Pass. Konj. Sing,
ro-erthar 18b 23, Thes. II 304, 7; Konj. Ipf. Sing, ro-erthe
Wb. 27a 16; Fut. Sing, ebarthir 32a 27; Prät. PI. ro-ratha
Thes. II 318, 6.
Vgl. Sarauw, Irske Studier S. 126. Etymologie S. 391 (be-
sonders schlagend ist die Bedeutungsverwandtschaft mit dem vom
Schicksal verwendeten gr. /tsTTgtoTai).
§ 714. erb- 'anvertrauen, übertragen' (-I-Stamm, meist mit
verlorener Mouillierung): Präs. Sing. 1. no-m-erpimm Wb. 6c 3;
2. ni-t-erpi Id 10; 3. erbaid Ml. 14d 15, eirbth-i 51b 12,
nu-ndn-erbai 65b 6; Ipf. PI. 3. no-sn-erbtis 85d 4, nu-da-
erbtais, coni-sn-erbtais 46d 12, 10; Ipv. PI. 2. nach-ib-erpid
si Wb. 22d 6; Konj. PI. 2. no-b-irpaid 8b 2; Konj. Ipf. Sing. 1.
in-dam-erbainn Ml. 29d 5; Fut. Sing. 3. no-dn-eirbea 51b 10
(vgl. § 611 Anm. 1 a° S. 359); Prät. PI. 3. ro-eirpset 43c 18;
Pass. Konj. Sing. rel. erpther Wb. 31c 12; Prät. Sing, ro-erbad
25d 20, vgl. lOd 27, 18d 15, 31a 10; PI. ro-airptha Wb.8c 12;
Inf. erbud Ml. 43d 3.
Mit com- 'anvertrauen': Fut.Sing.3. co-tn-erba M1.112a3;
Prät. Sing. 3. con-id-r-eirb 54b 1, conn-id-r-erb som 33b 5,
con-id-r-erp 106b 8.
Mehie KZ XXXVI 94f. geäußerte Vermutung, daß erb- aus
air-orb- entstanden und nur durch Entgleisung als ein unkompo-
niertes Verbum behandelt worden ist, wird durch die Variation e-,
Pedersen : Vgl. kelt. Gramm. II. 33
514 Verbalverz. et-, e-th-. [§715.716,1—4
i-, ai- im Anlaut sehr gestützt; auch würde das Präverb air- sehr
sinngemäß sein (vgl. z. B. § 665, 1). Mit Unrecht habe ich diese
Vermutung oben I 184 aufgegeben.
§ 715. et- 'kleiden': Ipf. Sing. 3. no-n-eted LU 129a 25;
Inf. etiuth Wb. lOd 23, 24, aeitiud 29a 13.
Mit to- 'anziehen': Konj. Ipf. Sing. 3. do-n-etad som Wb.
13 d 20.
§ 716. e-th- (Stamm des Prät. [und Ipf.?] Pass.), eth-
(Präsensstamm) 'gehen', 'finden, erlangen, nehmen' (vgl. Zimmer,
KZ XXX 71—78): Präs. Sing. 3. ethaid 'nimmt' LL 124a 4,
'geht' Corm. 18 (unter ethur); Prät. P1.3. ra-ethsat LL 80b 30;
Pass. Prät. Sing, etha 112a 33, S. M. I 64, 4, hetha LU 55a 4,
etta LL 220a 44; Abstr. Akk. ri hethamain 239a 35.
1) Mit ad-: Präs. Sing. 3. adetha 'it attacks' ML 48 d 1,
atetha 'ergreift' LL 122a 4, 'nimmt' 175b 8; PI. 2. atethaid
109b 3 (mit Futurbedeutung?); 3. atethät LU 90a 30, a-tn-
ethat 63a 33; Ipv. Sing. 2. atetha LL 54b 24 u. s. w., a-tom-
etha LU 132a 35; Konj. Sing. 2. atetha Wi. 124, 26; Prät.
Sing. 3. ad-r-eth gl. corripuit Thes. II 47, 25, vgl. K. Meyer 21;
PI. 3. ad-r-ethsat LU 66a 36; Pass. Präs. PI. atethatär LU
43b 36, atethatär LL 96a 43, attethatar 97b 47 (mit Futui'-
bedeutung?). Hierher vielleicht das Abstr. aided 'gewaltsamer Tod'.
2) Mit aith- 'entlaufen': Präs. PI. 3. cia aithet a mna 'zu
wem entlaufen ihre Frauen' LU 114a 4 (statt *aith-ethat; anders
K. Meyer 74); Abstr. aithed 'Entlaufen' Wi. 357, S. M.
3) Mit fo- '(ver)gehen' (als Simplex behandelt): Prät. Sing. 3.
ro-faith, ro-faeth Wi. 537 (darf nicht mit dem Prät. von fed-
verwechselt werden).
Mit air-fo- 'aufbrechen, gehen' (nur echt zusammengesetzte
Formen, die durch Entgleisung als unkomponiert behandelt werden) :
Ipv. Sing. 2. urtha LL 68b 4, 58a 29, ortha LU 57a 38, vgl.
44b 19; Konj. Ipf. PI. 3. ara n-urthaitis LU 62a 3; Prät. Sing.
3. urtha LL 58a 38, 69a 29; PI. 3. urthatar LL 55a 34, 38,
57b 21.
Mit to-fo- 'adire, uenire': Prät, Sing. 3. dofaith, dofaeth
Wi. 495.
4) Mit to- 'gehen': Präs. Sing. 3. do-sn-ethat, d-an-ethat
'naht sich ihnen, ihm' LU 67b 39, 74a 21 (die Endung ist rätsel-
haft; das -t ist doch wohl kaum ein suffigiertes Pronomen; Kon-
tamination mit teit 'er geht', s. tiagu?); Konj. Sing. 3. do-n-
§716,5—718,1] Verbalverz. eth- — fed-. 515
ethea, do-n-ethe LL 173a 47, b 13 (oder Pass. Konj. Ipf.
Sing.?).
5) Mit trem-: Präs. Sing. 3. tremiethait gl. penetrans Ml.
43c 14 (das letzte -t steht unter dem -h-; die Lesung ist sehr
zweifelhaft; wenn -ethait richtig sein sollte, liegt wohl Kontamina-
tion mit teit vor); Gerundiv tremedti gl. penetrandum 1271) 11,
vgl. nem-thremeta gl. impenetrabilis Stokes Ir. Gl. 138*'^
Anm. Vgl. lat. i-re, itä-re. — In adremethaid Stokes Goid.'^ 93
steckt schwerlich ein Verbum eth-.
§ 717. fäisc- 'drücken' Wi. 537, nir. fäisgim 'I squeeze'.
— Mit to-: Präs. Sing. 3. tofasci 'binds' Thes. II 250, 10. — Mit
ess-to-: Präs. Sing. 3. astoasci 'it expresses' Sg. 189b 2; Konj.
Sing. 3. astoaiscea Ml. 73a 3; Pass. Präs. Sing, astoascther
Sg. 148b 7; Part. Komparativ estoaiscthiu Ml. 62a 10, 70b 11,
vgl. 107c 16; Gerundiv estoiscthi 134b 2; Inf. estosc, estoasc
24d 9, 97a 15, 114a 9, 144c 8, Dat. aestöasc Sg. 30b 4, Gen.
estoisc Ml. 102c 7.
Vgl. mc. gwascu br, gwaska 'drücken', ahd. wascan 'waschen'
(Zimmer, Kelt. St. I 116). Das -sk- ist wohl ursprünglich präsens-
bildend, vgl. skr. vähate 'drückt', gr. tod-tw. Die im Kelt. vor-
liegende Alternation ir. ä : brit. a ist dann wohl eine idg. Altema-
tion ö : a.
§ 718. fed- 'führen': Präs. Sing. 3. fedid gl. fert Thes. II
47, 31; PI. 1. rel. a fedme gl. circumferentes Wb. 15b 26; Prät.
PI. 3. ro-fadatar 29c 13 (nicht ganz klar; die lat. Worte circa
fidem exciderunt sind durch sech hiriss . . ro-fadatar glos-
siert; die Übersetzung 'sind weggegangen' Thurneysen Handb. S. 397
ergibt sich keineswegs von selbst; der Glossator kann exciderunt
als transitives Verbum aufgefaßt und den lat. Text durch 'haben
über den Glauben hinaus geführt' übei-setzt haben); Pass. Präs.
Sing, fedir Sg. 188a 12, rel. fedar gl. fern 210a 4; Ipf. PI. no-
feidtis gl. efferebantur Ml. 54 d 12; Abstr. fedan 'Joch' Wb.
16a 16, Gen. inna fednae gl. inuectionis Ml. 76a 9.
1) Mit com-: Absti\ Gen. coibedna gl. coniugationis Sg.
IIa 1, vgl. K. Meyer 402.
Mit air-com- 'schaden, hindern': Präs. Sing. 3. ar-a-choat
Ml. 31d 10; Ipf. Sing. 3. ar-a-choided 83d 2; Konj. Sing 3.
arcoi 46d 11; Konj. Ipf. Sing. 3. arnachn-aurchoissed AVb.
8a 4 (oben § 486 Anm. 1 S. 146); Fut. Sing. 3. nii-m-irchoi
7a 11; Pass. Prät. Sing, nad-n-airchös Ml. 97d 1; Part. (X. PI.
33*
516 Verbalverz. fed-. [§718,2—7
Mask.) erchoissi 73c 9; Abstr. erchoat, erchöt, erchot mask.
'Schaden' 42cl9, 47c 4, 56a 13, 61c 8, 121d 4, airchoid Thes.
I 714, 14, erchoit, irchoit Wi. 525, 645.
2) Mit air-di-: Abstr. airdiden 'productio, Dehnung' Sg.
92a 2, airdiden 167a 5.
Mit to-di-: Präs. Sing. 1. dodiut gl. sisto Sg. 152b 1, d-an-
diut ^ich bringe her' 77a 4; 3. d-an-diat 8a 9; Konj. Sing. 3.
dudi gl. inducat Ml. 35c 30; Konj. Ipf. Sing. 3. du-m-dised sa
78b 18; Prät. Sing. 3. du-sn-de-r-aid 99b 13; Pass. Konj. Ipf.
Sing, du-n-diastae gl. deduci 45c 4; Inf. Dat. tuididen 92c 5
(eigenthch die Nominativform), Akk. Dat. tudidin 50a 1, 96d 1, 2,
137c 6, Thes. II 27, 37, Gen. tui<di>dne Ml. 93b 3. Vgl. Zimmer,
Kelt. St. I 79, Sarauw, Irske St. 76 f.
3) Mit ess-: Präs. Sing. 1. assafiud gl. exsero Sg. 221b 4.
4) Mit for-: Pass. Präs. Sing, forfedar gl. superuehitur Ml.
129 b 14.
5) Mit imb-: Präs. Sing. 3. imm-e-fedat gl. circumferunt
Ml. 47d 7; Inf. imfheadhain O'Cl.
6) Mit ess-ind-: Präs. Sing. 1. asindiut gl. obsero Thes. II
228,32; ob Konj. Sing. 3. as-n-ind gl. adserere Ml. 23d 2 hierher
oder zu ess-ind- + fiad- gehört, ist zweifelhaft, da es sich wohl
unter allen Umständen um eine mechanische nicht sinngemäße
Übersetzung handelt.
7) Mit to- '(her)führen': Ipf. Sing. 3. du-da-feded Ml. 100b
17, du-s-feded 97c 5; PI. 3. do-d-fetis Thes. II 312, 3; Konj.
Sing. 3. do-n-fe Thes. II 299, 29; 325, 16; Konj. Ipf Sing. 3.
du-d-fessed Ml. 78b 14; Prät. Sing. 3. du-da-ru-id 63b 12;
PI. 3. du-t-fidedar Thes. II 242, 13.
Anm. Vgl. c. gwedd 'Joch', gweddu 'to yoke', ar-weddu 'to con-
vey, to bear', cy-weddu 'to convey, to carry' (cyweddu 'to conform' ist
ein ganz anderes Wort und gehört zu gwedd 'Form' I 41); dem ir- air-
com- + fed- entspricht c. ar-gy-weddu 'to härm, to hurt', abr. ar-
co-gued I 339. — Es handelt sich um zwei verschiedene Wurzeln: idg.
*wedh- 'binden', vgl. ahd. wetan 'binden', skr. vi-vadhd-s 'Schulterjoch';
idg. *tvedh- 'führen', vgl. lit. vedü 'ich führe'. Zur Wurzel 'binden' ge-
hört ir. fedan 'Joch', ir. coibedna und ir. air-com- + fed- 'hindern'
(^'schaden'); zur Wurzel 'führen' gehören die übrigen Zusammensetzungen.
Die eigentümliche Infinitivendung -an (fem.) rührt wohl von der Wurzel
'binden' her, yg\. gr. 6&6vt] 'Leinwand' (das ebenso wie an. uäj) 'Kleid' zur
Wurzel 'binden' gehört); in ir. erchoat steckt ein Inf. *tvedho-, dessen
-d nach Analogie der Präsensformen durch -t ersetzt worden ist (über das
-t der Präsensformen vgl. I 420). Die Wurzel *wedh- 'führen' wurde u. a
§719-721] Verbalverz. fe-n fer-. 517
von der Heirat verwendet: awest. väSajeiti 'führt die Braut heim'; vgl.
dazu c. dy-weddio 'heiraten', com. d-oin-ethy ds., mbr. d-im-iziff
'marier, se marier' nbr. dimizi (oben S. 301).
§ 719. fe-n-: Part, tech fithi, Gen. tighi fithi 'a wicker
house' S. M. V 496, 8; 316, 9. Sonst nur komponiert.
1) Mit aith- 'vergelten': Konj. Sing. 3. da n-aithea Atk.
LBr. 2948; Konj. Ipf. PI. 3, arand-athidisom (= -athitis som)
Wb. 21 d 11; Pass. Präs. Sing, adfenar LL 294a 23, S. M. 11
308, 20, I 256, 6, 7, 12, IV 386, 3; Fut. Sing, adfether Wb.
20b 7; Inf. aithe K. Meyer 72, S. M. Gloss. 47, Akk. aithi
Wb. 14c 8, 9, 10, 15b 11, 24d 1, vgl. Sg. 111b 3, Thes. II 227, 21.
2) Mit imb- 'umhegen': Präs. Sing. 3. imfen S. M. IV 68,
20, vgl. 128, 7; 138, 17; Konj. Sing. 3. (mit perfektischem -com-)
CO n-i'mcua IV 128, 4; PI. 3. co n-imcuaad (-ad ist junge
Orthographie statt air. -at) 128, 6 (verschrieben 130, 13); Pass.
Konj. Ipf. Sing, imm-a-feithe Ml. 110a 7; Part, imbithe, im-
bide 128a 9, 112b 17; Abstr. imbe (neutr.) 102a 13, vgl. 110b 2,
mir. ime S. M. Gloss. 478 (durch Entgleisung imcu IV 142, 4).
Anm. Über ir. for-fen 'vollendet', das gewiß nicht hierher* gehört,
8. §647, 11 S. 444f. Die Grundbedeutung der "Wurzel fe-n- kann 'winden'
gewesen sein; vgl. lat. uieö 'binde, flechte', asl. vi-ti 'winden, drehen',
kr. i-äja-ti 'webt, flicht'.
§ 720. fen- mit ess- (teilweise zu ad-sfen- umgedeutet)
'erklären, schwören' (-«-Stamm): Präs. Sing. 1. asfenimm gl. testi-
ficor Wb. 22a 20; 3. aspena Mh 39b 6; Prät. Sing. 3. ad-ru-
spen 78a 5; Abstr. Dat. aspenud, aspenad Ml. 102d 2, 3,
aispenud 54d 2.
Mit to-ess- (immer so umgebildet, daß das Präverb -ess- den
Vokal -a- aufweist) 'zeigen': Präs. Sing. 3. doaisbena S. M. V
360, 20; Ipf. PI. 3. CO taisfentais LU 50b 11; Konj. Sing. 3.
CO taisfena 100a 18, perfektisch doairfena S. M. V 360, 19;
Fut. Sing. 3. doasfenpha LU 17a 23; Prät. perf. Sing. 1. doair-
fenus Wb. 18d 7; 3. do-s-airf en S. M. I 16, 13, co tarfen 14, 26
(jüngere Form ro-taisfeöin LU 101a 21); Inf. taisbenad, tas-
fenad Wi. 805, S. M. Gloss. 691, in dasfenad ZfcPh. Vn
481, 23.
Anm. fen- weist auf * tci(f-«ä-, vgl. unten fiad-und finn- (besonders
bemerkenswert ist es, daß die Formen von doaisbena häufig als Glosse
zu doadbat § 722 auftreten, und daß doadbat in der Flexion von
doaisbena beeinflußt wird).
§ 721. fer- 'gewähren' (perfektisch 'gewähren können, ge-
518 Verbalverz. fer-, fiad-. [§721.722,1
nügen'): Präs. Sing. 3. ferid Wb. 4b 19, ro-fera, ro-m-fera
29b 13, 24b 15; PI. 3. ro-m-ferat Ml. 22d 5; Ipf. Sing. 2. fer
Thes. II 47, 16; Konj. perf. Sing. 3. o-din-roirea; PI. 3. o-röiret
Wb. 29b 16, a 9; Prät. Sing. 3. ferais, ro-fer Wi. 543; Inf.
mir. ferthain.
Mit £o- 'gewähren, bewirken': Präs. Sing. 1. fufirim Thes. I
497, 5 (-i- aus der echten Komposition); 2. f of erai siu Ml. 121b 17,
(fu)-n-dat-ferai 38c 26; 3. fofera Wb. 2a 17, fo-d-era 3c 33
(vgl. § 486 Anm. 3 S. 146); PI. 1. f-a-eram 15d 3; 3. ni föiret
27d 24; Ipv. Sing. 3. foired Ml. 43c 3; Konj. Ipf. Sing. 1. arna
föirin se Wb. 14d 3; 3. fu-erad 33b 13, mani. foired Sg.
157b 11; Fut. Sing. 3. rel. foirfea Wb. lld 3; Prät. Sing. 3. fo-
ru-ar 8b 5, 14c 43, Thes. 1487,21, fo-d-ru-ar Wb. 15a 15, Ml.
20b 17; Pass. Fut. Sing, fo-m-firfider sa 33b 10; Part, foiride
39b 7; Abstr. fuar neutr. 81c 2, Thes. II 13,28 (fuar-inbudcaid
'bridesman' "Hochzeit-Bereiter" Thes. I 487, 21).
Mit com-fo- 'comparare': Präs. Sing. 2. confoir(i> siu 'Thou
causest' Ml. 114c 4; PI. 1. confoirem ni 'vergleichen' Wb. 8bl3;
Prät. perf. PI. 3. conforoirisset 'haben bereitet' Ml. 69a 9;
Gerundiv comfoiride (zu lesen -di) 64c 4.
Mit rem-fo-: Pass. Prät. perf. Sing, remeroired gl. praesti-
tum esse Ml. 36d 8; Part, remfoiride 26c 5, Dat. PI. remfoi-
ridib gl. praestitis 72c 3; Abstr. remfuar gl. parasceuen Thes. I
486, 29, 'to prepare' II 10, 11, remuar 'a preparation' Ml. 104b 3.
Mit to-: Pass. Präs. Sing, duferthar gl. conditur Ml. 138a 9.
Anm. Vgl. ahd. weren, giweren 'gewähren'. — Ein Kompositum
mit ad- steckt vielleicht in ir. ad bar 'Material' Thes. 118, 32, Wb. 17dl7,
20a 9 (vgl. 8-aidbir oben I 305).
§ 722. fiad-. 1) Mit ad- 'verkünden, erzählen' (nur in un-
echt komponierten Formen, wo ad- nach § 585 Anm. 1 S. 291
aus in- entstanden sein könnte): Präs. Sing. 3. ad feit som Ml.
111c 4, adfet som 87d 1, adfet 62a 6, Sg. 18a 1, 103a 1; PI. 1.
adfiadam ni Ml. 14d 10, adfi(a)dam, as-n-da-fiadam 93d 14;
3. adfiadat Wb. 28c 23; Fut. Sing. 3. adfii Imram Brain S. 25,
52; Prät. (mit perfektischem -com-) Sing. 3. adcuaid Wb. 21d 11,
Ml. 65a 1, ad-chuiaid 123d 4, adcuid 110c 5, 126b 2; PI. 1.
at-chuadamar LU la 21, adcöidemmar Sg. 43a 6; Pass. Präs.
Sing, adfiadar Wb. 18c 8, rel. ad-iadar 27a 10; PI. adfiadatar
Ml. 23 a 13.
Mit to-ad- 'zeigen, erklären': Präs. Sing. 2. doadbit Sg.
§722,1-3] Verbalverz. fiad-. 519
159a 2; 3. d-a-adbat som Wh. 24a 7, vgl. Ml. 51c 11, doadbat
19d 21, 53b 27, 94c 10, Sg. 198a 24, vgl. Ml. 42b 27, 47a 17,
62d9, tadbat(som) Wb.4dl0, 10b21, 13c26, 26c 1, Ml. 40a 15,
56b 33, 74d 13, 138c 1, do-n-adbat Wb. 3c 21, vgl. Ml. 77b 6,
89d6, 98cl0, 135b 5, Sg. 6b 25; Pl.l. do-n-aidbdem 211a 12;
3. du-n-aidbdet Ml. 42c 2, 138d 12; Ipf. P1.8. du-n-aidbditis
Ml. 39c 35 (Pass.?); Ipv. PL 2. taidbdid Wb. 14d 22; Konj.
Sing. 2. perf. con-dä-r-bais 101c 6; Konj. Ipf. Sing. 3. do-n-
aidbsed 20a 9, taibsed Sg. 6b 25; Prät. Sing. 3. perf. d-a-ä-r-
buid Sg. 144b 3, du-a-r-buid Ml. 46 b 28, Thes. II 225, 28,
do-ä-r-buid, do-ä-r-bith Wb. 19c 11, du-a-r-baid Ml. 129c
15, vgl. 108b 8, 46 d 15, 62c 5; Pass. Präs. Sing, doadbadar
Wb. 3b 20, Sg. 207b 9 u. s. w., duadbadar Ml. 40d 3, 42c 17,
ta(d)badar 24d 25, tadbadar Sg. 63a 9, hi-tadbadar M1.32b 18,
40c 17, 22, ilOd 16; PI. duaidbdetar 30b 2, Wb.27a 27; Konj.
Sing. perf. con-dä-r-bastar Ml. 95b 6, vgl. Sg. 211a 10; Konj.
Ipf. Sing, do-n-adbastae Ml. 37b 23; Prät. Sing. perf. do-ä-r-
bas Wb. 3d 21, do-n-a-r-fas S. M. I 74, 12, nad tarbas Ml.
64d 13, ni tarbas 65d 16; Inf. taidbsiu Wb. lOd 37, 14d 1
u. s. w. (verschrieben Thes. II 225, 27). — Durch Kontamination
mit do-ais-bena § 720 entstehen Formen wie Pass. Präs. Sing,
tadbanar Wi. 798, do-n-adbantar Thes. II 4, 33; Ipf. PI. no-
tadbantais LU 103b 16.
2) Mit air-: Abstr. *airissiu 'Geschichte', lebor airissen
gl. fastus Sg. 106b 15, vgl. 31a 6. Nir. iris (mit air. hiress
'Glaube' I 91 vermischt).
3) Mit in-, ind- 'verkünden, erzählen', häufig Gl. zu lat. in-
dicarei; Präs. Sing. 3. infet Ml. 14b 12; Ipf. Sing. 3. infeded
LU 133a 29; Ipv. Sing. 1. indiad Ml. 35d 11, 103b 11 (Sarauw,
ZfcPh. IV 86); Konj. Sing. 1. perf. o-ecius LU 70a 13, 19 (das
-0- des perf. Präverbs ist in der ßinnensilbe geschwunden); 3. infe
Ml. 30b 12; Konj. Ipf. PI. 1. infesmais Ml. 17d 8; Kondit. Sing.
3. infessed LU 134b 31; Prät. perf. Sing. 3. incuaid 123d 7;
P1.2. CO n-eicdid Wb. 24c 17; Pass. Konj. perf. Sing, co n-ece-
star Thes. II 294, 13; Inf.^ mir. innisin (air. *indisiu) AVi. 643;
1. Daher ir. indidit 'Indikativ', Kontamination des lat. Wortes mit
dem ir. Verbum (mit infinit 'Infinitiv' parallel).
2. scel 'Nachricht' fungiert niemals als Inf. zu infet oder adfet
(Thurneysen, Handb. S. 409).
520 Verbal verz. fiad-, f ich-. [§722,3.723
ein anderes Abstr. ist air. in das neutr. 'Art und Weise', ursprüng-
lich etwa "Beschreibung" (zur Bedeutung vgl. das verwandte d.
Weise, ahd. wisa). Das mir. Verbum innisid, indisid 'erzählt'
ist entweder von indas abgeleitet oder auf Grund des Infinitivs in -
nisin und den -s-Formen des Verbums inf et analogisch entwickelt.
Mit ess-ind- (durch Analogiebildung erscheint das erste Prä-
verb in betonter Gestalt immer mit dem Vokal a-) 'erzählen, er-
örtern, beschreiben': Präs. Sing. 3. assindet gl. explicat Ml. 95 d 3,
dian-aisndet 54a 20, in-asndet Sg. 103a 1; PI. 2. as-n-indid
Ml. 115b 11 (vielleicht -indid(id) zu lesen; wäre aber auch als
wirklich gesprochene Form mit synkopiertem Wurzelvokal verständ-
hch); 8. as-n-indedat 42b 7, ni aisndedat 31a 19, in-aish-
dethat Sg. 70b 13; Ipf. Sing. 3. atindided Ml. 123b 15 (at-
statt as-); Ipv. Sing. 2. aisndid 70c 8; Konj. (Sing. 3. as-n-ind
23d 2 wohl kaum hierher, s. § 718, 6); PI. 3. asindiset 23a 19;
Konj. Ipf. Sing. 3. as-n-indised 31a 22, vgl. 42b 18; Fut. Sing.
1. ni aisndiusa (= -dius sa) Sg. 47a 13; 3. assinde ZfcPh.
VII 483, 30; PL 1. asindisem Ml. 35a 6; 3. asindisset 45b 19,
Wb. 30d 8; Prät. Sing. 3. as-r-indid Ml. 58a 8, vgl. 25a 10;
Pass. Präs. Sing, asindedar 17a 9, assindethar 90b 18, ni
aisndedar 119c 1; PI. asindetar 92c 9; Prät. Sing, as-r-indes
104c 8; Part, im-aisndisse, -oll-asndisse gl. amfaticus 40b 7;
Gerundiv aisndissi 114a 12; Inf. aisndis, aisiidiis, Gen. aisn-
disen Wb. 5 c 16, Ml. 64 d 2, 40 d 18 u. s. w. (vgl. I 486). Vgl.
comaisndeis 'Apposition' Sg. 149a 1, comaisndis 203b 7, 8.
Mit frith-ess-ind-: freisndis 'Widerspruch' Wb. 13a 11.
Mit rem-ess-ind-: Pass. Präs. Sing, remiaisndider gl.
praefatur Ml. 64 c 9 (falsche oder unirische Glossierung),
Anm. Zur Etymologie vgl. § 726. In der Bedeutung stimmt asl.
po-vedati '■^'^riytlai^ai, narrare', poln. po-wiadaö 'sagen' u. s. w.
§ 723. fich-, fech- 'kämpfen': Präs. PL 3. no-nd-fechad
(= -at), mit suffig. ReL fecht[h]a; Ipv. PL 2. fichith WL Täin
S. 837S 8463, Z. 5832; Fut. Sing. 1. fessa LU 133a 7; Prät.
Sing. 3. fich 20b 20, 133a 15, ro-fich 70b 20 (die Singularformen
müßten lautgesetzlich Spuren der Reduplikation zeigen, haben sich
aber analogisch nach dem PL und nach dem Präsens gerichtet);
PL 1. fichimmir 133b 41 (vgL § 614 Anm. 1 S. 368); Pass.
Präs. Sing, na fechar S. M. V 302, 31; Fut. PL fessai(tir) LL
188b 6; Prät. Sing. (reL) fechta Thes. II 319, 7; Inf. fich S. M.
IV 350, 1, Corm. TransL 45, 3 v. u., fich LU 42a 38.
723. 724 §1 Verbal verz. f ich-, f ig-. 521
Die Zusammensetzujigen verwenden als Infinitiv Komposita
mit gal 'Tapferkeit'. 1) Mit air- 'kämpfen, besiegen': Präs. Sing.
1. arfiuch Thes. II 249, 7; 3. arfich Wi. 373, K. Meyer 119;
Abstr. irgal Wb. 5cl 18, Akk. irgail 3b 11, PI. Nom., Akk. ir-
gala 6a 28, 15d 39. Vgl. imm-argal gl. lis Sg. 67b 7.
2) Mit di- 'strafen, rächen': Präs. Sing. 1. no-m-dichim se
Ml. 38c 21; 2. dufichi 71b 18; 3. dofeich Wb. 6a 16, dofich
9d 2, 15a 16, Ml. 19d 3, ni-sn-dig 24b 17; Ipv. Sing. 2. deich
72d 11; Konj. Sing. 2. dufess 44a 9, o-de-r-ais LU 20b 5;
Fut. Sing. 3. dufi Ml. 67c 5; Prät. Sing. 3. d-a-ru-ich 43d 19;
Pass. Präs. Sing, nach-diagar ni 101c 16; Konj. Sing, dufessar
32c 20; Konj. Ipf. PI. dofestais 29c 7; Fut. Sing, dufiastar
27c 4, 129b 4; PI. dufesatar 24b 19; Prät. Sing, du-ru-acht
43d 11, do-ro-acht 38d 8; Part, negiert neph-diachtae 111b 6;
Gerundiv diachti 23 d 18; Inf. digal fem. Wb. IIa 22, Dat. du
digail Ml. 31c 17, Gen. digle Wb. 5b 8 u. s. w. Vgl. di ar
n-imdegail 'for our protection' Thes. II 301, 9.
3) Mit fo- 'to inflict (injury, damage)' : Präs. Sing. 3. fofich
O'Dav. Nr. 929, Cäin Ad. § 35, 8. M. II 90, 18 u. s. w., ni fuich
V 462, 1; PI. 3. fofechat 404, 22; Konj. perf. Sing. 3. fo-rro-i
IV 220, 12; Pass. Präs. Sing, fofechar Cäin Ad. § 43, vgl. S. M.
IV 364, 10; Konj. Sing, muna fuasdar 'uuless somebody commits
an offence' V 462, 2, perf. lo-rru-astar II 396, 2 v. u.; Part,
(substantiviert) foachta Cäin Ad. § 43; Inf. fogal. Dat. fogail
V 236, 13; 160, 6 (jünger fuachtain).
Mit imb-fo- ds.: Präs. Sing. 3. imfuich O'Dav. Nr. 928.
4) Mit to- 'erobern, zerstören': Konj. Ipf. Sing. 3. dufesed
Ml. 33b 12, mani toissed 40d 13; PI. 3. perf. arnach-a-toir-
sitis 48d 27; Fut. Sing. 1. do-n-da-fius 126c 19; Part, negiert
neph-thoachtae 126c 22; Inf. togal 40d 14, Dat. di-a togail
66c 9, Gen. togle Sg. 66b 17 u. s. w.
Anm. fleh- gehört zu lat. uincü, gal zu gr. ;foA>J (oben S. 25).
Über die brit. Entsprechungen von ir. digal und irgal s. I 101. Vgl.
noch ir. esgal gl. aestus Ml. 96b 11, nir. easgal 'a storm, a wave'; es-
gal gl. tolletura Sg. 36b 4, nach Ascoli Sg. S. 163 'l'atto di smuovere'.
— Ir. fich- 'kochen' (intrans.) Wi. 548, das semasiologisch immerhin
(eventuell unter Heranziehung des gr. ntaaai) mit fich- 'kämpfen' ver-
mittelt werden könnte, scheint ein -t-Stamm zu sein: Konj. Ipf. Sing. 3.
na figed Wi. III 482, 13; Inf. fichiudh Wi. IP 43, 8 (fichiudh ist
übrigens hier mit irgal Wb. 5d 18 fast synonym).
§ 724. fig- 'weben': Präs. PI. 3. rel. fichte Thes. II 249, 7;
522 Verbalverz. fig- — finn-. [§ 724—726
Pass. Präs. Sing, asa-figther S. M. I 152, 18; Inf. t'ige fem.
Wi. 548, S. M. Gloss., oc ind figi Ml. 111b 17, vgl. 16.
Mit com-: Prät. Sing.3. con-ru-aig gl. contexuit Ml. 99a 2;
Abstr. coibge fem. 'Text' Ml. 72a 9, Sg. 69a 13 u. s. w.
Anm. Etymologie I 98. Das Prät. con-ru-aig (dreisilbig, -ai- im
Nachton aus -i-) ist von conoigset 'nähten' Wb. 19a 1 (zu uagim I 54)
gänzlich verschieden. Das Abstr. coibge hat mit coibche 'gift from
man to wife or concubine' (zu fiach 'Schuld' I 174) nichts zu tun.
§ 725. fill- 'drehen; flektieren' (-2-Stamm): Präs. Sing. 1.
fillim Sg. 145a 1, Thes. II 228, 27; Pass. Präs. Sing, filt(er);
Konj. Ipf. Sing, no-filte Sg. 203b 9, 12; Inf. filliud Ml. 138a 2,
Sg. 157 b 1, 158 b 6, Thes. II 230, 21.
Mit com-: Präs. Sing. 3. co-ta-fille 'co-entwines' S. M. IV
286, 6 (statt -filli); Pass. Präs. Sing, in cobfillter gl. utrum
implicetur ZfcPh. VII 485.
Mit in-: Prät. Sing. 3. in-ru-fill gl. implicuit Ml. 33c 11.
Ist ein altes -w-Präsens; zu lat. uoluö, gr. elvio, arm. gelum
'drehe', vielleicht auch skr. vr-nö-ti 'verhüllt'. Vgl. I 436.
§ 726. finn- 'wissen' (§ 571, 2): Präs. (der Gewohnheit)
Sing. 3. ru-d-finnadar Ml. 46c 24; PI. 3. nad-finnatar 99b
10; Ipf. Sing. 3. ro-d-finnad Sg. 209b 25; Ipv. Sing. 2. finnta
Corm. S.18 (emhde), 34 (orc), finta LL 59, 15, 263b 5, 303b 47,
finta SU 251a 18, finta-ssu 55b 26, fintai LU 92b 37; 3.
finnad Wb.29a 17; PL 1. find am Wi. Täin S. 461^, finnamär
LU 112b 38; 2. finnaid LL 58b 20; 60, 21; 3. finnatar LU
46b 11; Konj. Sing. 1. co-fessur Salt. 2883, co-fessur sa LL
68a 33; 2. ro-feiser Pel. Febr. 4, dian-fesser Okt. 24, o-feser
Wb.29a22, co-fesser Salt. 1327, 6113, o-feiser Sg. 209b 30, co-
fesar AVi.IIi S. 177, 106; 3. con-festar Wb. 12c 38, vgl. 28d 11,
Ml. 51b 10, nad fiastar Wb. 22 d 3 (-ia- aus dem Fut); PI. 1.
co-fessammar LU 58a 18; 2. rro-fessid Wb. 23a 5, r-a-fesid
12a 1, mani fessid 12d 5; 3. con-fesatar 26d 23; Konj. Ipf.
Sing. 1. ru-fessinn Ml. 59b 1, n(i)o-f essin 117d 4, dia fessaind
LL 62b 47; 2. ro-festa su Wb. 10a 10; 3. r-a-fesed Sg. 148a
6, ro-fessad LL 71a 11, co-fessad Thes. II 324, 22, ni-n-
fessed Wb. 16a 2, cini fesed Thes. I 3,39; PI. 1. dia fesmäis
LU 130a 18; 2. rru-feste Wb. 9c 8; 3. co-festais LL 54a
31; Fut. Sing. 1. ro-fessur sa Wb. 9a 21; 3. ru-fiastar Ml.
111c 13, ro-festar Wb. 12d 27 (Entgleisung), ni fiastar 12d
18; PL 1. ro-fessammar Salt. 1265; 2. ro-fessid Wb. 7d 6;
§ 726] Verbalverz. finn-. 523
3. ro-fessatar Ml. 69b 1; Prät. (mit Präsens-Bedeutung) Sing. 1.
ro-fetar Wb. 16d 7, ni fetar sa 28c 10, ZfcPh. VIII 176, ni
fetor sa Thes. II 241, 10; 2. in fetar su Wi. IIi S. 179, 156,
vgl. S. 178, 135, LL 264a 24; 3. ro-fitir Wb. 24d 5, ni fitir
26d 14 u. s. w., roi-nd-fiteir ZfcPh. VII 481, 27; PL 1. ro-
fitemmar Wb. 6c 16, 15a 5, 12c 5, 14b 19, nad fitemmar
16a 29, ni-s-fitemmar 12c 6, ni fitemmar Sg. 32b 5 (aber
ro-fetamar Trip. 42, 11, ra-fetamar LL 240b 2.3, nad fetam-
mar ni Ml. 37a 10); 2. r-a-fitid si Wb. 18b 9, ro-fitis 6a 18,
14c 12 (s. oben I 254); 3. ro-fitetar 23b 12, ni fitetar 27a 11
(und wohl auch 21 d 1), nad fitetar Ml. 35b 19, 21, nio-fitetar
95a 12, con-fitetar 9lc 18 (aber r-a-fetatar 54b 14, r-a-fetar
Wb. 28c 12, ro-fetartar LU 90b 10, ni fetar Ml. 96b 2);
Pass. Präs. Sing, nad fintar 30a 3, ni fintar Sg. 200b 13; PI.
ro-finnatar Wb. 29a 28, 30; Konj. Sing, ru-fessar, dia fessar
Ml. 24 d 17, 14 (ceni fesser [mit wegradiertem -a- vor dem -er]
Ml. 24 d 22 könnte schließlich trotz dem lat. si ignoretur als 'ob-
gleich du nicht weißt' gern eint sein; im Mir. erscheint co-festar,
dia festar s. Wi.545, Wi. Täin S. 975); Konj. Ipf. Sing, o-festa
Sg. 26b 8 (-ta statt -te; könnte jedoch auch als die 2. Sing. [=
'man'] des Deponens gefaßt werden), co-f essta Wi. 118, 10; Prät.
Sing, ro-fess Wb. 23b 9, nad fess Ml. 80b 10 u. s. w.; PL ni
fessa Fei. Prol. 76; Gerundiv fissi Thes. II 308, 18; Inf. fius
Wb. 10b 27, fiuss 30b 16 u. s. w. (daneben Neutr. PL fess gL
scita Ml. 73b 7, wovon festae 'scitus' 71a 2 mit dem Suffix -de
abgeleitet ist).
Anm. Brit. Formen. Mc. Präs. Sing. 1. gwnn, 2. gwydost, gwdost,
3. gw yr, PL 1. gwdam, gwdom, 2. gwdawch, gwydawch, gwdoch,
3. gwdant, gwydant; Ipf. Sing. 1. gwyd(y)wn, 2. gwyd(y)ut,
B. gwyd(y)at, PL 1. gwyd(y)em, 3. gwydynt; Passiv Ipf. gwydit;
Prät. (mit Präsensbedeutung) gwys. Die mit dem Verbum 'sein' zusammen-
gesetzten Formen (gwybydaf u. s. w.) sind in § 648, 2 angeführt.
Corn. Präs. Sing. 1. gon (leniert ny wen), 2. gothes, 3. gor, PL 1.
gothen, 2. gothough, 3. gothons (mar cothens 'if they can' Beun.
Mar. 1383); Ipf. Sing. 1. gothyen, gothyan, 3. go^ye, go^ya, PL 1.
ny wythen 'wir wußten nicht', 3. go^yens, go^yans. VgL § 648, 2.
Mbr. Präs. Sing. 1. goun, gönn, 2. gousot, 3. goar, PL 1.
gousomp, 2. gousoch, 3. gousont; Ipf. Sing. 1. gouzyenn, 3. gouzye,
PL 2. gouzyech, 3. gouzyent; Pas.s. Prät. (mit Präsensbedeutung) gous.
Das -8- des Präs. Akt., wofür in Middle Breton Hours auch -z- erscheint,
wird aus dem Passiv bezogen sein. VgL § 648, 2.
Das ir. Präsens geht auf * iri-n-d-na- zurück, vgl. skr. vi-n-
524 Verbalverz. finii foid-. [§726—728
dä-ti, vi-n-dä-te 'findet', arm. gt-anem 'finde' (und gr. lvdallof.iai
'erscheine'). Diesem Präsens entspricht mc. gwnn, corn. gon, mbr.
goun. Die übrigen brit. Präsensformen und das ir. Präterito-
präsens sind von einem idg. Perfektum (mit präsentischer Bedeu-
tung: gr. otda got. wait skr. veda 'ich weiß') ausgegangen, s. S. 406.
Das brit. Ipf. ist eigen thch ein Plusquampf., s. S. 383; über die
Endung des mc. gwydyat s. S. 348. — Verwandt (vielleicht aus
demselben idg. Paradigma entstanden) sind die in § 720 und 722
besprochenen Verba.
§ 727. fo- 'schlafen, die Nacht verbringen': Präs. Sing. 3.
foaid Thes. II 315, 6, föid LU 49a 17, faid Wi. II^ S. 180,
rel. foass Corm. 26 (laiches), foas S. M. I 160, 2 v. u.; PI. 3.
foait Stokes, St. Moling S. 24, 18, i-faeat S. M. IV 102, 22;
Ipf. Sing. 3. no-foied LU 128b 20, no-foad LL 286b 44; Ipv.
Sing. 2. föi 290a 42, fa 92a 9, foi Wi. Täin S. 649^; 3. foad
LL 260b 19, foiedh Wi. III 322; Konj. PI. 3. co-foet S. M. I
192, 27; Konj. Ipf. Sing. 3. no-foad LL 260a 14; Fut. Sing. 1.
fifit sa Wi. III 322; 3. lasa-fifea, nochon-fifea (-fifea ist
beide Male in -faifea korrigiert), rissi-fäibea Wi. 11^ S. 180*,
rel. fibas ebenda Z. 179, feefes LU 127a 32; Prät.Sing.2. forsa-
rr-oa 'on which thou hast slept' Eriu II 224, 3; 3. fiu, fiu Trip.
L. 156, 19; 174, 6; 184, 15 (durch Neuerung fais LU 46b 35,
faeiss LL 92a 14); PL 1. femmir; 2. hi-febair LU 122b 36;
3. feotär, feötar LU 58a 9, 108b 14, 109b 3, co feotär 57a 30,
65a 36, co-foitar, co-faitar LL 69a 50, 56b 14, co-foetar
S. M. I 64, 2 (durch Neuerung ro-fesetar ebenda 1 v. u.); Inf.
feiss, fess Wi. 540, S. M. Gloss. 352, Wi. Täin.
Anm. Das Schwanken der Vokalgebung beruht zum großen Teil
darauf, daß der im Auslaut entstandene Diphthong oi in Formen eindringt,
in welchen er nicht berechtigt war. Im Prät. lag ursprünglich ein redu-
plizierter Stamm zu Grunde, und auch dem historisch belegten -6-Futurum
ging wohl ein redupliziertes -«-Futurum voraus, worin der Vokal -i- sich
entwickelte. Mit Bezug auf die Bedeutung muß hervorgehoben werden,
daß fo- sich niemals auf den physiologischen Zustand des Schlafes bezieht
(vgl. tuil-), sondern immer bedeutet 'die Nacht irgendwo, irgendwie, mit
irgendwem verbringen'. Also zu skr. vdsati 'wohnt', g. wisan 'sein'; im
Vokal stimmt zum ir. fo- am besten arm. gom 'ich bin'. Der ir. Inf. ist
von feis, fess 'Fest' I 80 kaum etymologisch verschieden.
§ 728. föid- 'schicken' (-I-Stamm): Präs. PI. 3. föidit Sg.
181a 2, rel. föite 117a 5; Konj. Sing. 1. no-föid Wb. 23d 1;
Prät. Sing. 3. foids-i, foits-i Thes. II 242, 13, 14, ro-d-föidi
§728—731] Verbalverz. foid forrj;-. 525
Wb. 7d 2, ro-fuidi S. M. I 20, 6; Pass. Präs. Sing, foitir Wb.
25a 8, rel. foiter 17a 11; Prät. Sing, ro-foided 23a 7, 32a 25;
PJ. ru-foitea, ro-foitea 9d 14, 27c 35, ni r-oitea 5a 3; Part,
foite Ml. 34c 9; Inf. föit Wb. 15a 15, Ml. 34a 6.
Mit ess- 'aussenden': Pass. Präs. Sing, ass-a-foiter Ml. 48c 8;
Ipf. Sing, asffjite Thes. I 492, 25; Part. esf(3ite ebenda 24, vgl.
Ml. 48c 8, 102b 8; Inf. esföit 44a 10.
Mit in-: Part, in foite gl. immissus Ml. 99 b 3.
Mit rem- 'vorausschicken': Prät. Sing. 3. renii-r-oid Ml.
31c 9; Part. Akk. Fem. Sing., N. A. PI. remfoiti 35a 7, 30c 15,
Dat. remfoitib 58a 7.
Mit to- 'herschicken': Ipv. PI. 2. doföidid Wb. 14a 17 (zu
lesen d-a-); Prät. Sing. 3. do-r-oid Ml. 53d 9; Pass. Prät. Sing,
dofoided Wb. 32d 14; Inf. mo thooi(t> 14b 3, mo thoeit se
(zu lesen thooit) 26c 2 (Sarauw, Ii-ske Studier S. 94).
Anm. Etymologie 1359 (an. ueita 'gewcihren; leiten [Wasser] u. s. w.',
Sarauw, ZfcPh. V 509i).
§ 729. foln- 'herrschen' (Deponens): Präs. Sing. 2. follai-
ther SU Ml. 82d 5; 3. rel. follnadar LL 294b 8; Ipv. Sing. 2.
follaide Ml. 46b 18; Konj. Sing. 3. rel. fall(n)aither 90a 9
(follnaither Thes.); Fut. Sing. 2. folnaibe 18a 4; PI. 2. fol-
nibthe Wb. 25b 25; Prät. Sing. 3. i-rru-follnastar 13b 29:
Pass. Präs. PI. rel. follatar Ml. 77b 4.
Anm. Das -n- war ursprünglich präsensbildend; vgl. I 157, 179.
§ 730. forcenn- 'enden': Präs. Sing. 3. for-chenna Ml.
118d 6, ni foircnea 102a 15; PI. 3. for-chen(nat) Sg. 118b 1;
Konj.Sing.3. forcenna M1.132cll, arna-foircnea Wb.20bl3;
Fut. Sing. 3. ni foircnibea Ml. 69b 9; Prät. Sing. 3. fo-da-r-
orcenn Wb. IIa 27 (oben S. 250); PI. 3. for-ru-chensat Mh
100d9; Pass. Präs. Sing, ni foircnithser Sg. 6b 28; PI. forcentar
114a 5, forcennatar Ml. 48a 15, hi-foircniter Sg. 162b 1; Ipv.
Ph foircniter Ml. 73d 7; Konj. Ipf. PI. o-foircnitis 54a 18;
Fut. PI. forceinfiter 56cl9; Kondit.Pl. forceinnfitis Sg.6a6;
Prät. Sing, for-ru-m-chennad sa Ml. 127c 10; PI. ni rru-
foircneda 94c 18; Inf. forcenn neutr. 59b 2. di-a forciund
LU 125 b 8, vgl. oben I 475.
Anm. Vgl. 0. gorphon eorn. gorfenne. Ist eine Ableitung von
dem (im Ir. und C. als Infinitiv vorwondeton) Substantiv 'Ende' (^vgl. I 130,
II 245).
§ 731. forrg- 'to injure', 'überwältigen': Präs. Sing. 3. rel.
526 Verbalverz. forrg fuin-. [§ 731—733
forrges LL 99b 4; Ipf. Sing. 3. perf. ra-forrged 86a 47; Ipv.
Sing. 2. nach-am-forraig LU 71a 13, 22; Konj. Sing. 3. arna
ra-foirrgea S. M. IV 124, 17; PI. 3. forrgot Thes. I 714, 14;
Inf. forrach Wi. Täin. Das Verbum ist von dem Nomen for-
rach abgeleitet; verwandt ist auch forr-än 'Vergewaltigung'.
Über forrg- als Gl. zu org- vgl. S. M. Gloss. 389.
§ 732. fort- mit di- (de-) 'ausschütten, gießen, einschenken':
Präs. Sing. 3. rel. doirtes LL 74b 19, 33 (als Simplex behandelt);
Ipf. Sing. 3. con-doirted Fel.i C 25; Konj. Ipf. Sing. 3. dofortad
Ml. 36d 22; Prät. Sing. 3. co ro-doirt LL 254b 31; Pass. Konj.
PI. dofortatar Ml. 124d 12.
Airni. Gehört zur Sippe des lat. uertö; zur Bedeutungsentwickelung
vgl. frz. verser; bemerkenswert ist S. M. IV 56, 17, wo noco-tenn-doirtit
als Gl. zu nitinntatsom (vgl. Verbalverz. so-) verwendet wird. Vgl.
asl. vratiti russ. vorotiti 'wenden', skr. vartäjati 'dreht', got. fra-wardjan
'verderben'. Eine Wurzelform mit dem Vokal -e- liegt vielleicht vor in
adferta gl. auersatur Ml. 123d 8, vgl. honaib adbartaib gl. aduersariis
24b 9 und das Denominativ adbartaig- (adbartaigther gl. auersaris
44b 31 u. s. w.), vgl. c. gwerthu 'verkaufen' corn. gwerthe br. gwerza;
das Präverb wäre aith-. Über ir. cuairt vgl. I 205.
§ 733. fuin- 'untergehen (von der Sonne)': Präs. Sing. 3.
hi-funend LU 48a 13; Inf. fuined Thes. II 21, 37; 12, 31,
funed Ml. 119d 9, Gen. fuinid 94b 19, funid Thes. II 44, 5.
Mit fuined ist fuin Corm. S. 21 (unter fair) gleichbedeutend;
merkwürdig ist fuin gl. matuta Sg. 36a 2.
Mit to-air- 'to lower, to take down': Präs. Sing. 3. tairindi
Wi.Täin 5654, t-an-aurnat Thes. II 253, 5 (vgl. Anm.); Ipf. PL 3.
dofairnitis LL 55b 9; Ipv. Sing. 2. tairinn; PI. 2. tairinnid;
3. toirnet Salt. 6019, 7985, 4394; Pass. Konj. Ipf. Sing, ara
turnta LL 57a 2; Prät. Sing, do-r-airned Salt. 4495; Abstr.
tairinnud gl. deiectio Thes. II 22, 40, tairniud Trip. L., Wi.
Täin. Vgl. Trans. Phil. Soc. 1895—98 S. 64, Atk. LBr., Wi. Täin
S. 1065.
Mit to- 'to come down': Ipv. Sing.3. tained, PI. 3. toinet Atk,
LBr. S. 906; Inf. toined Ml. 42c 30 (opp. frisngabail), töiniud
Wb. 26a 5, Gen. töiniuda Thes. II 355, 2, vgl. Hib min.
Anm. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist schon fuin- komponiert,
und zwar gehört die irische Wurzel n-, ne- zu gr. v^ofiai (Stokes, Wi. IV^
510; zum Präverb fo- vgl. die Eedensart fo-a fuined Thes. II 21, 37).
Daraus erklärt sich die kaum abzuleugnende Vermischung mit neth- (in
der Form t-an-aurnat und umgekehrt in ad-ro-neestar oben S. 388).
§734, 1| Verbalverz. gaib-. 527
Auffällig ist die mir. Schreibung tain- neben air. toin-; ord n-aineda
'descending order' (opp. urd fresgabäla) S. M. V 26, 14, 15 enthält wohl
eine Umbildung des air. toined (als t-oined gefaßt).
§ 734. gaib- 'nehmen', 'singen': Präs. Sing, 1. gaibim Thes.
II 2, 35, nä-n-gabimm se Wb. 16d 4; 2. ma nu-m-gaibi gl.
si habes me 32a 16; 3. gaibid 9a 3, Ml. 64c 12, mit Obj. gaibth-i
Sg. 26b 7, ni gaib Wb. 3d 8 u. s.w., rel. gaibes 3d 15; PI. 3.
gaibit Sg. 200b 10, 204a 7, gabit Ml. 38a 8, rel. n-gaibde
76a 16; Ipf. Sing. 3. ni-s-gaibed Thes. II 315, 4; PI. 3. no-s-
gaibtis Ml, 2b 7, con-da-gaibtis 31c 6; Ipv. Sing. 2. gaib
Thes. II 290, 13; 3. gaibed Wb. 12d 41; PI. 2. gaibid 7b 14;
Konj. Sing. 3. arna gaba 28a 20, nach-in-ro-gba 15d 40, rel,
gabas 13d 22; PI, 1. gammai Ml. 32a 4; 2. o-ro-gbaid Wb.
26b 7; 3. o-ro-gbat 30a 24; Konj. Ipf. Sing. 3. no-gabad Ml.
33a 5, o-id-ro-gbad 39d 22; . PI. 2. no-s-gabth« Ml. 68b 2,
o-ro-gabthe si Wb. 24c 8; 3. ro-gabtis Ml. 123a 1; Fut. Sing.
3. gebaid Wb. 8a 7, rel. gebas IIa 6; PI. 3. ni gebat 4c 8,
onä gebat LU 56b 45, mit Objekt gebtit Wb. 26a 8; Kondit.
PI. 3. nu-n-da-gebtis Ml. 34c 8, nu-n-gebtais 95a 9; Prät.
Sing. 1. gabsu sa Thes. II 291, 7, ro-n-gabus Wb. 23b 18; 3.
gabais Thes. II 238, 16, gabis 1495, 1, mit Objekt gabs-i Thes.
II 242, 21, ro-gab Wb. 2c 21 u.s.w.; PI. 1. ni ro-gabsam ni
24b 20; 2. o-ro-gabsid 26a 25; 3. ro-gabsat 12b 13; Pass.
Präs. Sing, gaibthir 16d 7, ro-gaibther 13b 13, rel. gaibther
28c 20; PI. gaibtir Thes. II 295, 16, huan-gaibter Ml. 122c 2;
Ipf, Sing, no-gaibthe 138dl; Konj. Sing, cia gabthar Wb.29b 5,
arna ro-gabthar Ml, 30d 13; PI, arna ra-gbat[h]ar K.Meyer,
Hibernica minora Z. 244; Konj, Ipf, Sing, nu-m-gabthae Ml.
27b 7, no-gabthe 35b 18, ro-gabthe 16a 10, vgl. 24d 7; PI.
con-gabtis Wb. 19a 4, no-gabtis Ml. 35b 16; Prät. Sing, gab-
the 55c 1, ro-gabath 24d 13, ro-gabad 14a 4, Wb. 7a 7
u. s. w., fua-ro-gbad, hi-ro-gbath Ml. 24d 12, 10; PI. ro-
gabtha 133b 2, dia-ra-gbtha 35b 24; Gerundiv gabthi 76d 4;
Inf. gabäl, Akk. Dat. gabäil (vgl. § 635 Anm. 2 S. 416). Gen.
gabalae Ml. 83a 3, N. A. PI. gabala Wb. 19a 4. Eine künst-
liche Bildung ist Konj. Sing. 3. no-n-da-la(m)gaba gl. nianci-
pare MI. 43 a 2.
1) Mit fo-ad- 'hinterlassen, zurücklassen': Präs. Sing. 3. nad-
facaib Ml. 102a 20, vgl. 114b 16; PI, 3. fuäcbat 80a 10. fo-
äebat Thes. II 12, 28; Konj. PI. 2. co fa-r-gbaid LU 103a 31;
528 Verbalverz. gaib-. [§734,1—7
Fut. Sing. 1. fo-t-uigeb sa Beitr. z. vgl. sprachf. VII 16 (Ver-
mischung von -ad- und -od-); PI. 3. nocon-faicebat LL 112a
36; Kondit. Sing. 1. ni foicebaind Beitr. z. vgl. sprachf. VII 22;
Prät. Sing. 1. fo-t-r-äcbus sa Wb.31b 1; 3. facab, facib Thes.
II 240, 14, 15 (oder ist facib Präs.?), fäccab 242, 19, fo-r-acab
249, 9, Ml. 37d 10, fo-r-agab 30a 9, oid-fa-r-ggaib Thes. II
311, 2; PI. 3. fo-r-agabsat Ml. 95a 12; Pass. Konj. Ipf. PI.
arna fa-r-cabtis Wb. 31d 13; Prät. Sing, fo-r-acbad, fo-rr-
äcbad; Inf. fäcbäil Wi. 535.
2) Mit ceta-: Prät. Smg. 3. cita-ro-gab 'welcher zuerst
genommen (gesungen) hat' Ml. 38 c 3.
3) Mit com- 'zusammenhalten, halten': Präs. Sing. 3. con-
gaib som Ml. 131c 12, vgl. Sg. 35a 13; PI. 3. ogaibet 53a 10,
Thes. II 11, 37; Ipf. Sing. 3. ni congebed 315, 2 (statt -gaibed
oder -gibed); PI. 3. ni-s-congbaitis Ml. 55a 18; Prät. Sing. 3.
congab, conggab 'Heß sich nieder' Thes. II 242, 1; 238, 14,
con-congab 240, 14, 15, (mit perf. -ad-) conacab gl. continuit
Ml. 100c 1; PI. 3. ogabsat Thes. I 496, 36; Pass. Präs. Sing,
congaibther Wb. 21c 6, Thes. II 254, 18; PL ogaibter Ml.
27c 14, congaibetar Thes. II 247, 15; Inf. congbäil K.Meyer,
Contrib., Atk. LBr., 'a habitation' Wi. 445.
4) Mit di- 'wegnehmen, schwinden lassen, vermindern': Konj.
Sing. 3. arna de-r-gaba Wb. lOd 13; Prät. Sing. 3. du-ro-gab
Ml. 34d 18, ni-s-digaib Thes. II 333, 1; 337, 1, ni digaib
344, 2 (oder Präs.?); PI. 3. du-ro-gabsat Ml. 108a 6; Pass. Präs.
Sing, dogaibther Sg. 28b 20; PI. do-h-gaibter 218a 9; Fut.
PI. ni digebtar Ml. 73d 13; Prät. Sing, do-ro-gbad 17a 13,
di-ro-gbad Sg.9bl6; Part, digabthe Ml. 45c 12, PL digabthi
107c 7; Inf. digbäil Wb. 24d 15, vgl. Sg. 9a 16, 45b 7.
5) Mit ess-: Pass. Präs. PI. ni esgaibter gl. nee excipiuntur
Ml. 145c 1.
Mit to-for-ess-: Präs. PI. 3. ni-s-tuarascbat feisin 'they
do not express themselves' Sg. 7a 11; Abstr. tuarascbäil 'Be-
schreibung' Wi. 852.
6) Mit etar-: Präs. Sing. 3. etergaib gl. intercipit Sg. 14b4;
Inf. etargabäl 52a 18, 166a 3.
7) Mit fo- 'finden' (vgl. § 572, 4 S. 273, §554 S.250): Präs.
Sing. 1. cona fägbaim Atk. LBr. 2696; 2. ni fogbäi Thes. II
296, 6; 3. fogaib S.M. IV 194, 14, ni-s-fagaib Atk. LBr. 7992 ;
PLl. fogabum 6120; Konj.Sing.3. fögaba 5011; PI. 3. conach
§734,7—10] Verbal verz. gaib-. 529
fagbat 4193; Konj. Ipf. PI. 3. ara fagbaitis LL 61a 46; Fut.
PI. 3. nicon-foigebat Ml. 69a 8; Kondit. PI. 3. f-a-gebtis Wb.
8a 14; Pass. Präs. Sing, fogabar Atk. LBr. 7168, ni fagabar
5894; Inf. fagbäil LL 62b 44.
Das Supplementverbum : Prät. Sing. 1. nachfuar, nico-s-
fuar sa Ml. 57d 3; 3. fo-nd-uäir Sg. 144b 3; Pass. Prät. Sing,
fofrith Thes. II 346, 6, ni frith 334, ?>, vgl. 343, 3, co frith
348, 1.
8) Mit for-: Abstr. forgab (später nach § 376 forgam) 'a
blow, a tbrust' Wi. 569. Mit aith-for-: Akk. PI. aithirgabu,
athargubu 'Waffen' Wb. 22d 10, Ml. 64a 11, 66c 11, Dat. Sing,
atharcub 63c 1; vgl. K. Meyer athforgab; davon abgeleitet:
inna aithergabthi gl. instructos Ml. 95a 2.
9) Mit frith- 'frenare': Präs. Sing. 3. nach-id-frithgaib
Ml. 55c 11; Ipf. Sing. 3. frisgaibed 49a 24; Prät. Sing. 3. ni
ru-frithgab 124c 11; Part, negiert neph-frithgabthe Thes. I
492, 28.
10) Mit in- 'tadeln': Ipv. Sing. 3. a-tab-gabed Ml. 20d 11;
Konj. Sing. 3. indidn-ingaba Wb. 11 d 8; Fut. Sing. 1. ingeb
sa 8d 12; Pass. Konj. Sing, ingabthar Ml. 22c 10; PI. ingab-
tar 54a 7; Konj. Ipf. Sing, ona ingabthe 32c 19; Fut. Sing,
ni-n-incebthar Wb. 15 d 27 (die Schreibung mit -c- ist merk-
würdig; vermutlich nur eine orthographische Entgleisung unter dem
Einfluß von imb-od-gaib-); Inf. ingabäl Thes. II 1, 9, vgl. Ml.
54 a 10, 74 c 3, Wb. 19 a 8.
Mit air-in- (oder air-cora-?): Präs. Sing. 3. ni erngaib gl.
non refugit Ml. 32d 19; Gerundiv erngabthi gl. fugiendam 16a 5;
Inf. Dat. airngabail gl. fugae 29c 14.
Mit di-in 'zurückweisen, zurückschlagen': Präs. Sing. 3. na
diiigaib; Ipv. Sing. 2. dingaib siu; Konj. Sing. 3. na dirigba
Wi. Täin, do-r-ingba Thes. II 351, 5; Fut. Sing. 1. nach diiigeb
sa; 3. do-t-ingeba; Abstr. mo dihgbail se 'das meiner Würdige'
Wi. Täin. Vgl. Wi. 483, S. M. Gloss. 250, K. Meyer 655.
Mit ess-in- 'überschreiten': Präs. Sing. 3. asiii^aib Ml. 23a
13, 57d 16, 89d 8, 125d 8, 131a 6, 144d 1; Konj. Sing. 3. as-
r-ingba Sg. 71a 2, 169a 1, 187a 1, arna esngaba Ml. 22c 8;
PI. 3. asingbat Sg. 44b3; Prät. Sing. 1. as-r-ingbus Ml. 130d 4;
3. as-r-ingaib Ml. 22 d 9, 32 d 8, 10; PI. 3. as-r-ingabsat 113d
8, nad r-esngabsat 122d 8; Part, esngabthi (zu lesen -the)
22 d 9. Vgl. S. M. Gloss. 79.
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm, ü. 3^
530 Verbalverz. gaib-. [§734,11
Mit frith-in- (frith-com-?) 'aufsteigen': Abstr. Akk. Dat.
fresngabail, frisngabail, fresgabail Ml. 56b 1, 3, 42c 30,
Thes. II 355, 1, Gen. fresgabale II 254, 14. Finite Formen in
mir. Gestalt bei Wi. 575, Atk. LBr. S. 725.
11) Mit od-: Abstr. ind öcbäl 'rising'. Dat. oc-ond ocbäil
Thes. II 13, 24, 25.
Mit com-od- 'erheben': Präs. PL 3. co-ta-ocbat, co-ta-
ucbat Thes. II 13, 26; 11, 40; Ipf. Sing. 3. co-tn-ucbad Ml.
53d 8; PL 3. con-damm-uicbaitis se 39d 11, chonucbaitis
58c 2; Konj. Sing. 2. hi-cumgabse Thes. II 23, 39; 3, conocba
ML 79c 5; PL 3. arn-da-cumcabat 46a 12; Konj. Ipf. Sing. 3.
conucbad 39a 22, oucbad 35c 6; Fut. Sing. 3. conocaiba 20b
5; Prät. Sing. 3. conuccaib Thes. II 340, 5, perf. connuargab
Ml. 37b 15 (durch Entgleisung conuarcaib Atk. LBr. S. 609),
nad ru-chumgab ML 20a 7; PL 3. conocabsa(t> Thes. I 493,
24, connu[b]cabsat, onucaibset II 321, 1; Pass. Präs. Sing.
conocaba(r) ML 57d 8, conogabar Thes. II 251, 10; Ipv. Sing,
co-tab-ucabar si Ml. 46a 7; Konj. Ipf. PL conucabtis 68c 6;
Fut. Sing, conuicgebthar 64b 8; Prät. Sing. perf. conuargabad
32c 1; Part, ceni-ta chumgabtha siu 'bist du nicht erhaben?'
(-a aus -e vor dem enkhtischen Worte), cumgabthse 84c 3, Nom.
PL cumgabthi 43d 7; Inf. cumgabal 79d 5, 57d 4 u. s. w.
Mit to-for-od- (älter wohl to-ro-od-) 'erheben, bekannt
machen': Präs. Sing, 3. dufurgaib ML 138b 1, perf. tuargaib,
näd tuärgab S. M. lY 166, 4, Wb. 14b 22; PL 3. dufurga<ba>t
ML 75a 3; Ipf. Sing. 3. dufurcbad 72b 7; Prät. Sing. 1. con-da-
tuärgabusa (^ -us sa) Wb. 26d 10; 3. du-r-urgab ML 72c 16,
du-r-urgaib 63a 15, 138d 11, tuargab Wb. 26d 11, tuargaib
Thes. 11314,7 (rel.), na tuargaib 344, 3; PL 1. du-r-urgabsam
II 4, 29; 3. dofuargabsat ML 96c 1; Pass. Präs. Sing, dofur-
cabar Sg.43a3, nl turgabar (perf.?) 4b 14; Konj. Ipf. PL dufur-
gabtais 7b 8; Prät. Sing, tuärgabad Wb. 14b 22; PL du-r-
urgabtha Sg. 61a 15; Part, turgabths» ML 86d 14, vgL 32b 1,
75a 4, Thes.- II 26, 34; Inf. turcbäl Sg. 4b 4, ML 85c 14, vgl.
75b 19, Thes. I 494, 31, Dat. turcbäil II 12, 30, vgL ML 94b 18,
Gen. turcbalae 85c 13 (Asc. toir-). Die Hebung in -für- deutet
auf ein geschwundenes -u- der folgenden Silbe; in den echt zu-
sammengesetzten Formen könnte tuar- lautgesetzlich, tur- ana-
logisch nach do-fur- gebildet sein; umgekehrt ist do-fuar- ana-
logisch nach tuar-. Indessen ist auch mit der MögHchkeit zu
§734,11.12] Verbalverz. gaib-. 531
rechnen, daß nicht tur- nach do-fur-, sondern umgekehrt do-fur-
nach tur- gebildet ist; in tur- kann dann to-ro-od- stecken; der
auslautende Vokal des zweiten Präverbs war durch idg. Elision
vor dem anlautenden Vokal des dritten Präverbs geschwunden, das
-0- von to- unterlag der Hebung; die analogische Form do-fur-
rief echt zusammengesetztes tuar- (und dies wiederum do-fuar-)
hervor; vgl. die Anm. Sehr unregelmäßig ist die Verwendung von
tuar- in Formen, in denen keine echte Komposition zu erwarten
war (Prät. Akt. und Pass. in Wb.; steckt in tuar- etwa to-od- -\-
perf. ro-, ohne wortbildendes ro-? vgl. unter to-od-).
Mit imb-od- 'vermeiden' (§ 554 S. 250): Präs. Sing. 1.
immimgabaim Sg. 50b 8; 3. imm-a-immgaib 59a 13, imm-
e-imgaib Ml. 35 d 29, imimgaib 22c 11, ni-n-imgaib ni Thes.
II 7, 27; Ipv. Sing. 2. imcaib Wb. 28c 24, imm-an-imcab
30d 20; PI. 2. imgabaid 9d 6, Ml. 116b 6; Konj.Sing. 1. imm-
e-n-ingaib, im-da-ingaib (zu lesen -imgaib) 29d 2, 38a 3,
i-r-imgaib 'ob ich vermeiden kann' LU57b 12; 3. im-n-imgaba
Ml. 15b 12; PL 1. imm-e-n-imgabam, im-da-imgabam 35d
1, 19; 3. immimgabat 114b 8, com' imgabat 54b 24; Konj.
Ipf. Sing. 3. imm-e-n-imgabad 41a 6; Fut. Sing. 3. com' im-
geba 53a 13; Prät. PI. 3. im-r-imgabsat Thes. II 27, 35; Gerun-
div imcabthi Wb. 30b 25, imgabthi Ml. 51b 8, 10, 58a 20,
vgl. 40b 9, imgabthib (Dat. PI.) 29d 6; Inf. imgabäil Wb.
9d 6 u. s. w., imcabäil Sg. 203a 8.
Mitind-od-: Part, inducbaide gl. gloriosus, inclitus, specio-
sus, clarus ML 47 a 18, 64 d 9, 10, 68 b 9, 75 c 5, 139 d 2; Abstr.
indocbäl *Ruhm, Ehre', Akk. Dat. indocbäil. Gen. indocbäle
Wb. 4 a 18, 23 b 12, 4 c 40, b 9 u. s. w.
Mit to-od- 'erheben': Abstr. tucbäl Book of Armagh 221 r 1,
tocbäl (a ocbäl, Gwynn) Thes. II 253, 3. Finite Formen kommen
im Air. nicht vor; im Mir. sind sie häutig und verdrängen die
Formen von to-for-od-gaib-; sie werden zum großen Teil als
Simplexformen behandelt: Präs. Sing. 3. tocbaid u. s. w. Wi. 830;
nir. Präs. Sing. 1. tögaim, Inf. togäil.
12) Mit air-ro- (durch Entgleisung in einigen Fällen so be-
handelt, als ob es nur mit uir- komponiert wäre) 'ergreifen, fest-
nehmen': Präs. PL 3. ar-da-gaibet LL 252a 23; Konj. Ipf. Sing.
3. con-dom-arrgabad sa Wb.l7dl4; Prät.Pl.3. ar-an-gabsat
ML 74b 2; Part, aurgabtha Thes. II 28, 35; Inf. Dat. ergabail
ML 88a 2, Gen. ergabale 29c 18, aurgabale Thes. II 253, 15.
3i*
532
Verbalverz. gaib-
[§734,12
Mit to-ro- 'ein Versehen begehen' gl. committo, admitto:
Präs. Sing. 1. dorogbaim Ml. 43a 5; 3. dorogaib 16e 13; PI. 3.
dorogbat 28d 11; Konj. Sing. 3. dorogba Wb. 22b 9; PI. 2.
dorogbid 27b 18; Konj. Ipf. Sing. 1. dorogbämn Ml. 39a 18;
Prät. Sing. 1. durogbusa (= -us sa) 23c 13; 3. dorogab, du-
rogab 71b 14, 111b 28, ho-torgab 32a 23; PI. 3. dorogabsat
54a 36, 98c 6; Pass. Prät. Sing, dorogbad, durogbad 58d 1,
32c 9; Part, torgabthe 27c 17, Akk. Fem. torgabthi 23c 14;
Inf. torgabal, Akk., Dat. torgabail. Gen. torgabale, N, PL
torgaba[ba]la 15c 11, 62d 6, 22c 7, 58a 19, 44b 11, daneben
targabäal, Dat. targabail. Gen. targabalse. Dat. PI. targa-
ba[la]laib Wb. 9c 19, Ml. 22d 24, 71b 3, 70d 6.
Anm. Die beim Simplex noch klar liegende Verteilung der Stämme
(gaib- im Präs., gaba- im Konj. und Prät.) ist bei den Zusammensetz-
ungen vielfach gestört worden, zunächst wohl dadurch, daß im Präsens-
stamm die Mouillierung bei der Gruppe -gb- verloren ging; umgekehrt
tritt ferner mouilliertes -b im Prät., bei imb-od-gaib- sogar im Konj. auf;
zum perf. Präs. -tuärgab vgl. § 582 S. 286.
Britannisches: Mc. cafael, caffel, cael 'to get, obtain, find", Präs.
caffaf, ceffy, ceiff oder caf, cehy, cey; Ipf. caffwn und cawn u.s. w.;
Konj. caffwyf, ceffych u. s. w.; Prät. cefeis (ceis), cefeist, cafas,
cawssam, cawssawch, cawssant (cawssont); Plusquampf. cawsswn
und cawssoedwn, Sing. 3. ca^ssoed, cassoed; Pass. Präs. ceffir,
Ipf. ceffit (ceit), Prät. cafat, caffat, cahat, cat, Plusquampf. ca-
thoed, cassoedit. Das Schwanken der Formen beruht darauf, 1) daß
das im Konj., eventuell auch im Inf. (I 423), entstandene -ff- sich ana-
logisch verbreitet hat; 2) daß das -v- unter Umständen zwischen Vokalen
geschwunden ist und, wo es durch Vokalschwund unmittelbar vor -ss- zu
stehen kam, zu -iv- geworden ist; 3) daß der Diphthong -aw- und der
Diphthong -ae- (im Plusquampf. Pass., wo -eth- zunächst aus vorkelt.
-pt- entstanden ist) in ursprünglicher Proklise vor dem Verbum 'sein' zu
-fl- reduziert worden ist. — Corn. cafos, caffos (auch als Inf. des Verbums
'haben' §496 aufgefaßt). — Mbr. cafout, caffout (auch Inf. des Verbums
'haben' § 499). — Komposita: c. uchafael 'ascension' (= ir. ocbäl); mc.
drychauel, drychafael, dyrchauel 'heben', corn. drehevel (mit *to-
p70-ud- § 232 I 334; = ir. turcbäl). — Ein kürzeres Verbalnomen (wie
in ir. forgab) liegt vielleicht vor in c. cynghaf 'burdock'. — Über die
Alternation g : k (idg. ßh : q) s. I 187; g scheint auch im Brit. vorzuliegen
(c. gafael 'a hold, grasp', corn. gauel).
Das ir. gaib- bedeutet nicht selten 'haben' (vgl. die Etymologie I 95),
und die Komposita entsprechen in der Bedeutung zum Teil schlagend den
lat. Zusammensetzungen von habere; vgl. zu 1° lat. adhibeö, zu 3°
cohibeö, zu 4° debeü, zu 5" (ir. to-for-ess-) lat. exhibeö, zu 10°
inhibeü, zu 12° prohibeü.
§735.736,1] Verbalverz. gain-, gair-. 533
Ir. -fiiar, -fuair (vgl. oben S. 369) und -frith stellt man zu gr.
iuQ(axoi (das gr. h- ist dann unursprünglich).
§ 735. gain- 'geboren werden' (Deponens): Präs. Sing. 3.
gainethar (rel.) Ml. 44a 11, huan-gainedar Sg. 139b4, nicon-
gainedar Thes. II 5, 30; PI. 3. huan-gainetar Sg. 39a 26;
Konj. Ipf. Sing. 3. no-genad ZfcPh. VII 483, 35, ro-n-genad
Sg. 31a 6; Fut. Sing. 3. nochon-gignethair (mir. statt -thar)
Four Masters 845 (aktivisch gignid, rel. gignes Stokes, Beitr. z.
vgl. spraclif. VII 19f.); Kondit. Sing. 3. no-gigned Sg. 138b 1;
Prät. Sing. 1. co ro-genar sa Ml. 44c 11; 3. genair Thes. II
308, 16, in-genair 321, 3, ro-genir Wb. IIa 17, co ro-genir
Thes. II 253, 2, ro-genair 353, 12, Ml. 24d 4, 25b 5, ro-n-
genair Ml. 85b 11, Sg. 31a 6, rugenair, hi-ro-genair Thes.
II 291, 5, 11; PI. 3. ro-gena[r]tar Wb. 4c 12, mad-genatar
Ml. 90b 12; Inf. gein. Dat. genim, geinim. Gen. gene, geine
Ml. 85b 11, 59a 12, Thes. II 253, 4, Wb. 28c 12, 27c 21 (vgl.
§ 456 S. 112).
Mit aith-: Präs.Pl. 1. adgainemmar ni 'wir werden wieder-
geboren' Ml. 66 b 6.
Anm. Vgl. c. geni 'geboren werden', corn. genys, gynys 'geboren',
br. genel 'gebären', vgl. § 623 S. 391; c. rhi-eni 'parents, ancestors',
vgl. gr. Ti(i6yovoi, Vendryes, Ec. XXXII 235; c. cynh-enid 'inbred, natu-
ral' (cynh- — ao. cant 'mit'), J. Lloyd-Jones, ZfcPh. VIII 2-12; c. anian
*Natur' *ndhi-ynnä (zum -/- vgl. I 101); ir. in-gen 'Tochter' I 101. Etymo-
logie I 95 f.
§ 736. gair- 'rufen': Präs. Sing. 3. dian-gair; PI. 3. con-
gairet; Abstr. gairm neutr.. Gen. garma Wi. 587.
1) Mit ad- 'to sue, claini, seek from' (mit einem nomen ab-
stractum als Objekt nimmt es die Bedeutung 'strafend verfolgen,
verbieten' an): Präs. Sing. 1. adgaur gl. conuenio Thes. II, 228,
30; 3. adgair, ni acair S. M. Gloss.; PI. 2. a-t-gairith Wb.
9c 22; Konj. Sing. 3. adgara; Fut. Sing. 3. aran-aigera (-^-
jüngere Orthographie statt -c-); PI. 3. ni aicerat S. M. Gloss.;
Prät. Sing. 3. a-dob-ra-gart [Wb.| 19b 5 (as-id-ro-gas^r)t s.
unter 2°); Pass. Prät. Sing, ad-ro-grad AVb. 3c 22; Inf. acre
9c 20, vgl. Zimmer, KZ XXXIII 142, 146. Dazu wohl ind
acraidecht gl. (usurae) exactio Ml. 36a 25 (von acre ebenso ge-
bildet wie messidecht 'Rechtsprechung' von mess 'urteilen').
Mit to-ad- 'to sue, plead' (S. M. Gloss. 681): Präs. Sing. 3.
duacair Ml. 36b 3; Fut. Sing. 3. taiccera Wb. 6b 28; Prät.
534 Verbalverz. gair-. [§736,2.3
PL 1. do-r-acartmar 2a IB; Inf. tacre 25b 14, deg-tacrae
'good arguments' Thes. I 490, 30.
2) Mit air- 'verbieten': Präs. Sing. 3, argair, ar-i-n-gair
Ml. 27c 21; PI. 3. ar-an-gairet Wb. Id 7; Konj. Sing. 3. mani
airgara 2c 18; Konj, Ipf. Sing. 3. ar-id-garad Sg. 72b 6; Fut.
PI. 3. ar gerat Ml. 121 b 8; Prät. Sing. 3. argart 'called' 55c 1,
ar-gairt 'she herded' Thes. II 335, 2, ar-a-ro-gart Wb. 5c 23,
ar-id-ro-ga(r)t Ml. 132a 10 (schwerlich mit Thes. as-id-ro-
ga(r>t, zu 1°), ni argart Wb. 31c 25, nand-argart Ml. 53d 9;
Pass. Prät. Sing, ar-a-ro-grad, ar-ro-grad Wb. 3c 25, 9b 13;
Part, gergarthae Ml. 69a 21, PI. Akk. ergarthai 121d 6; Inf.
irgaire Wb. 3c 23, vgl. 30, 9d 1, 12d 32, 25c 12, ergairi (zu
lesen -e) Ml. 35c 11, vgl. d 18, 48c 5, 125a 7.
3) Mit com- 'rufen, schreien': Präs. Sing. 1. congairiu Fei.
Prol. 249, congairim; 3. conggair; PI. 3. conggairet; Prät.
Sing.3. (mit perf. -ad-) conacart Wi. 445, 444; PI. 3. conacar-
tatar Trip. L. 134, 6; Pass. Präs. Sing, congarar; Prät. perf.
Sing, conacrad Wi. 1. c.
Mit to-air-com- (oder to-air-in-?) 'versprechen': Präs. Sing.
3. duarngir Ml. 94a 4, rel. duairngir 106a 2, tairngir 50d 10;
PI. 3. duairngerat 87b 15; Konj. PI. 2. du-n-air(ngeraid) (nicht
ausgeschrieben) 75 d 6a; Fut. PI. 3. ni tairngerat Sg. 208b 3;
Prät. Sing. 1. du-n-da-r-airgiurt sa Ml. 109c 9; 2. du-r-
airngirt siu 74c 20; 3. du-r-airngert Wb.5c 9, do-r-airngert
14c 32 u. s. w.; PI. 3. du-n-d-r-ai<r>ngertar Ml. 67b 8, to-
airngertatar S. M. I 16, 4; Pass. Konj. Ipf. Sing, duairngerthe
Wb. 2c 17; Prät. Sing, do-r-airngred Wb. 2c 12, 19c 5, du-r-
airngred 19b 22, du-r-ai(r>ngred 33b 3, do-r-airngerad Ml.
113d 5; Part, tairngirthe llOd 5; Inf. tairngire neutr. AVb.
2c 19, Dat. tairgiriu 19c 3, Gen. tairngeri 33b 2 u. s. w.
Mit ess-com- gl. indicere, edicere: Fut. Sing. 1. asconger
Ml. 126c 8; Pass. Präs. Sing, ascongarar 14c 20; Prät. Sing,
as-ro-chongrad 121d 19; Part. Gen. esngarthi 94b 5; Gerundiv
D. PI. esngarthib 104d 7; Abstr. PI. (neutr.) esngaire 105c 6,
vgl. esccaire 'proclamation' (opp. irgaire) AfcLex. I 272^.
Mit for-com- 'befehlen': Präs. Sing. 1. forcongur Wb. 19d
25, for-chongrimm 9d 30; 3. forcongair Ml. 53a 23, 94b 3,
129b 7, 146a 1, Sg. 161b 4, f arogair Wb. 13a 27, for-chongair
5c 23, 15a 26, Ml. 94b 10, Sg. 161b 5, for-ta-congair Ml. 59c
11, for-n-da-congair 94b 3, f orsa-forgair Sg. 161b 5; Ipf.
§736,4—10] Verbal verz. gair-. 535
Sing. 3. far-choiigrad Wb. 32d 9; Konj. PI. 1. for-chongram
ni IIb 16a; Prät. Sing. 3. for-ro-chongart, for-ru-chongart
20c 9, Mi. 145d 7, 8, Sg. 199b 1; Pass. Präs. Sing, forsa-forcon-
ga(rar) Sg. 161b 4; Prät. Sing, for-ru-chongrad Ml. 34d 4,
for-ru-chon(g>rad 102d 15, fo-rr-orcongrad Sg. 199b 1 (vgl.
oben S. 250); Part. Nom. PI. forngarti (zu lesen -thi) 31b 7;
Inf. forngaire neutr. Wb. 10a 27, vgl. 31c 21, Ml. 53c 13 u. s. w.,
forgaire 62c 5, forgare Sg. 161b 6, 12.
4) Mit ess-: Abstr. madesgre 'that is to say' Thes.11246, 29.
5) Mit etar-: Abstr. etargaire 'trennen' LU 101b 6 — 7,
LL 92 a 30, 96 b 38, S. M. Gloss.
6) Mit frith- 'antworten': Präs. Sing.3. frisgair Sg. 193b 6,
Ml. 77a 15; Fut. Sing. 3. friscera Thes. II 353, 3; Prät. Sing.
3. frisgart 241, 10; Inf. frecre neutr. Wb. 25b 14 u. s. w.
Mit imb-frith-: Präs. PI. 3. imm-e-frecrat 'entsprechen
sich' Ml. 58a 11 (zweimal); Abstr. imfrecrae ebenda, 136c 3, 4.
7) Mit to-imb- 'bitten': Prät. Sing. 3. timgart O'Dav. Nr.
1558, do-m-r-imgart sa LU124b8; P1.3. timgartatar 107b 3;
Abstr. timgairi LIT 125b 6. Vgl. S. M. Gloss. 718f.
8) Mit in d- 'hüten': Abstr. ingaire Wi. 640, nir. ionghuire
'act of feeding, tending cattle'.
Mit di-in- 'rufen, hüten': Konj. PI. 3. do-n-r-ingrat 'mögen
sie uns hüten' Thes. II 301, 6; Part. N. Sing, dingarthaj gl. ap-
pellati Ml. 93b 7; Abstr. dingrae 'appellation' Sg. 50a 3. Oder
di-in- 'nennen', to-ind- hüten'?
Mit for-di-in- 'bedeuten': Präs. Sing. 3. fordingair Wi. 568
(Corm.); PI. 3. fordingrat, fordingrat Sg. 66a 2, 117a 1, for-
di<n>grat Ml. 37a 14, fardihgrat Sg. 26b 13.
9) Mit di-od-: Prät. Sing. 3. do-r-iucart 'shouted' Stokes
Goid.2 14, ro-diucart Atk. LBr. S. 647; Inf. diucrae gl. clamor
Thes. I 485, 20, mir. diucra, diucaire K. Meyer 664.
Mitfo-od- 'to proclaim, denounce': Präs. Sing.3. fo-d-uacair
Wb. IIb 24 (vgl.^r.ben I 316); Prät. Sing. 1. fo-s-r-ocurt 24a
26; 3. fu-s-ocart Thes. II 240, 18; Pass. Prät. Sing. fo-r-r)crad
Wb. 19b 6; Inf. focre 2d 17, oc focru 31c 22.
Mit air-fo-od- 'suggest, announce': Präs. Sing.3. ar-a-focair;
Pass. Präs. Sing, arfocarar; Inf. iröcre Wb. 16d 7. irf(')cre 'a
warning' 10.
10) Mit to- 'rufen, herbeirufen; benennen': Präs. Sing. 3.
dogair Ml. 29c 6. 30c 17; PL 1. dogairem ni Ml. 37b 16; 3.
536 Verbalverz. gair gel-. [§736,10—738
dugairet 62b 13; Konj. Sing. 1. in-dat-togar sa gl. inuocandi
te cura perpetua ^worin ich dich anrufen mag' 72c 4; Prät. Sing.
3. do-ro-gart 69d 14, Wb. 21d 2, do-da-ro-gart 22c 1, d-a-
ro-gart som Ml. 20b 2; Pass. Konj. Sing, to-ro-garthar 43b
15; Prät. Sing, dograth Anecd. from Ir. Manuscr. I 44, 20, do-
ro-grad Wb. 10a 12, 22, do-n-ro-grad 20d 9, do-b-ro-grad
24c 4; Inf. togairm 29d 2, Dat. togarmaim 27c 1 u. s. w.,
verschrieben to[r]gairm gl. compellatio Thes. I 4, 20.
Mit aith-to-: Konj. Sing. 3. ad-in-togra gl. reuocare Ml.
22 d 23.
Anm. Das Prät. Pass. do-lgrath (unter 10°) deutet, falls es eine
korrekte alte Form ist, auf eine idg. Alternation (gr- neben grr-); do-r-
airngerad (unter 3°; -ge- statt -ga- wegen der Mouillierung der Kon-
sonantengruppe) beruht also auf einer Neubildung. Vgl. S. 466 Nachtrag.
Vgl. abr. ar-uuo-art gl. fascinauit (vgl. ir. fo-gur 'Laut'). Etymo-
logie § 91 I 144.
§ 737. gat- ^stehlen, wegnehmen' (ursprünglich wohl nur
nicht-perfektisch, vgl. § 711, 7): Präs. Sing. 2. ni gati Ml. 106c
13; 3. ni gatda Wb. 10b 1; Ipv. Sing. 3. na gatad 22b 6; Fut.
Sing. 1. in get 9d 4; Kondit. PL 2. ni gette 9c 8; Prät. Sing. 3.
mit Obj. gats-ai 'nahm ihn heraus' LU 82b 10; PI. 3. gatsat
Atk. LBr. Z. 704 (statt gatsit); Inf. galt Ml. 70a 5. Formen
mit ro- sind im Mir. nicht selten, s. Wi., S. M. Nir. gadaim
*I lop off, I pull; I steal, I take away'.
Mit tre- 'durchbohren': Präs. Sing. 1. trisgataim Sg. 54a 1,
trecatim Thes. II 42, 21; Konj. PI. 3. tris-n-gatat Ml. 75b 9;
Fut. PI. 3. no-m-thregtaifet LL 67b 17; Prät. Sing. 3. dris-
ro-gat Ml. 86a 6, ro-t-tregdastar LL 108b 47 (junge Form);
Part, in na tragdai(de> gl. fossomm Ml. 77 a 19. Vgl. oben
S. 301 und S. M. Gloss.
Anm. gat- 'stehlen' ist von einem alten Nasalpräsens * ghad-nä-mi
ausgegangen, s. I 160; über c. genni s. I 39 {* aha-n-d- oder * ghe-n-d-) ;
ir. trisgataim wird wohl mit Unrecht (Stokes Sprachsch. 108) von gat-
'stehlen' getrennt.
§ 738. gel- 'verzehren, fressen, grasen': Präs. Sing. 3. gelid
Sg. 143b 1, Thes. II 227, 34; Ph 3. rel. geldae Ml. 80a 11;
Prät. Sing. 3. ro-gelt Thes. I 5, 41; Part. Nom. PI. neph-glidi
Thes. II 46, 21; 361; Inf. Dat. gleith, geilt Wi. 591.
Mit fo- ds.: Konj. PI. 3. fo-sn-gelat S. M. IV 338, 23;
Abstr. fogelt I 102, 3.
Etymologie oben I 96.
§739—741] Verbalverz. gell gläd-. 537
§ 739. gell-, gill- 'to pledge, prnmise': Konj. Sing. 3. gel-
laid 8. M. V 124, 14; Fut. 8ing. 1. gillfit I 120,' 27; Inf. gel-
lad V 124, 13.
Mit ad- (aith-?) 'schwören, versprechen': Präs. Sing. 1. atgil-
lim Atk. LBr. 1428, adgillim Fol.i XCIX, 2 v. u.; PI. 3. ad-
gellat LL 344d 42; Pass. Präs. Sing, adgelltar S. M. III 330, 1.
Mit for- 'bezeugen, versprechen': Präs. Sing. 1. forgell(im)
Sg. 21b 12, for-t-gillim Wb. 4b 27; 3. forceilla Ml. 64a 2;
PL 3. forgellat 87b 15, for-t-gellat 23c 15, for-id-gellat
116d 6; Konj. Ipf. Sing. 3. far-id-gellad 131d 12; Prät. Sing.
3. for-ru-gell 97a 12; PI. 1. for-ro-gelsam ni Wb. 25d 20;
Inf. forgell neutr. S. M. Gloss., Wb. 14c 38, 25d 20, forcell
Ml. 22d 19, 42c 1, forcal d 4, Gen. forcaill Ml. 46c 24.
Mit in- 'versprechen': Präs. Sing. 3. nadingella; Inf. in-
geall (-ea- späte Orthographie = -e-) S. M.
Mit di-od- 'kaufen': Konj. Ipf. PI, 1. perf, raani-s-dei-r-
climmis Wb, 26b 16; Prät. Sing. 3. di-rr-öggel Thes. II 239,
15; PI, 3. d-a-r-ucellsat Ml. 126d 7.
Anm. Ist von gell 'Pfand' I 136 abgeleitet. Verschieden davon ist
das von giall 'Geisel' abgeleitete Verbum giall-, göill- 'dienen, ge-
horchen': Präs. Sing. 3. gi<a)llaid Ml. 115d 12; Tut. PI. 3. geillfit
41d 13: Inf. giallad S. M. Gloss.; vgl. Wi. 593; mit ad- (aith-?): Präs,
PI. 3. atgiallat 'sie dienen' Fei. Epil. 60.
§ 740. ger- mit fo- 'erhitzen': Präs. Sing. 3. fogeir; Konj.
Sing, 3. fogera Thes. II 246, 1, 3; Prät. Sing. 3, fo-sn-gert LU
63a 36, Hierher f ir fogerrta 'test o£ cauldron' S, M, V 456, 23,
vgl, 470, 35; 472, 22, fir fogerrtha O'Dav, Nr. 416.
Dazu das Intensivum(?) Präs. PI. 3. guirit Ml. 39c 24; Konj.
Sing, 3. ma gorith Thes. II 245, 35; Pass. Präs. Sing, no-nn-
guirther ni Thes. I 491, 34; Inf. gorad Corm. Transl. 19 (bross-
nai). Die Vokale -u- und -o- gehen im Mir, bunt durcheinander,
s, Wi. und Fel,^; im Air, wird der Präsensstamm guir-, der Kon-
junktivstamm gora- gelautet haben.
Vgl. gr. ^i-'qoj und asl, goreti; s, oben I 108.
§ 741. gläd- mit ad- 'anreden' (Deponens; ursprünghch
wohl ein -e- : -o-Stamm, hat aber durch den Verlust der jMouil-
lierung meist das Aussehen eines -«-Stammes angenommen): Präs.
Sing, 1, adglädur Sg. 146b 9; 2, adgladaither su Wi. II«
243,9; 244,2; 3. adglädathar Sg,211bll, adgladathar Ml.SOd
10 u. s. w., adgladadar 115a 6, ad-n-glad<^ad)ar 53c 17. ad-
538 Verbalverz. gläd-. [§ 741
glad<ad)ar LL 249a 52, ni-m-acalladar Wi. II^ 243, 1 v. u.;
PI. 1. adgladamar LBr. 261b 45; 3. adgladatar Wi. II^ 228,
6 v.u.; Ipf. Sing. 1. a-tat-gladainn se Ml. 62c 16; 3. ni acäl-
dad 108b 9; Ipv. Sing. 2. a-tom-glaite se Trans. Phil. Soc.
1891—94, S. 182 Z. 4 v. u. (Corm.); Konj. Sing. 1. perf. o-idn-
arladur (statt -ar) LU 113a 7, co-ro-t-acilliur (statt -er) LL
112b 47; PI. 1. o-acaldam 252a 4, perf. con-arladmar Wi.
112228,5; 2. perf. conn-arlaidid I.e. Z.2v.u. (daneben kommen
im Mir. durch Vermischung mit dem Stamm des Prät. auch -s-
Formen vor: Sing. 1. perf. con-id-arlasar LU 40a 31; PI. 2.
perf. con-arlasar Wi. IP-^ 228, 13; über die neugebildete -r-
Endung in der 2. PI. vgl. Strachan, Trans. Phil. Soc. 1891—94,
497-); Fut. Sing. 1. a-ta-gegallar sa; 3. a-ta-gegalldathar,
a-ta-geglathar LU 19b 30, 33; Prät. (§ 621 Anm. 6) Sing. 2.
ad-ro-gailser Wi. II^ 183, 4; 3. perf. a-ta-ra-glastar LU 86a
17, con-arlastär 102a 28, arlastar 71a 40, ni arlasair 114a 3,
ni-n-arlasair 71a 11 (daneben a-t-glädastar Fiacc's Hymnus,
Thes. II 318, 4, vgl. Wi. 11^ 177, 4 v. u., LU 99b 40, 101b 34,
adglädastar Corm. S. 36 Z. 20, acillestar [rel.] LL 123b 6,
co-r-acaillestar Corm. S. 27, 4 v. u. ; auch no-tn-aiclestar
Trans. Phil. Soc. 1891—94, 160 Z. 3 v. u. hat wohl -cl- aus
-cid-, vgl. die oben angeführten Futurformen); PI. 1. ad gl aas mar
ni Wi. 11^ 228, 13 (con-arlasar inn-i adglaasmar ni 'daß Ihr
denjenigen sprechet, den wir sprachen' YBL; dazu in Eg., Wi. 1. c.
Z. 2 v.u., die Variante conn-arlaidid ina macco at-ro-glesim
ni 'damit Ihr die Burschen sprechet, mit denen wir gesprochen
haben'); Part. Nom. PI. acailsi Ml. 48a 10; Inf. accaldam fem.
Wb. 13b 3, vgl. 3c 4, 15a 20 u. s. w.
Mit imb-ad- 'gegenseitig anreden': Präs. PI. 3. imm-us-
accaldat Ml. 131c 19, im-usn-acallatar Wi. 11^ 226, 1; Konj.
PI. 1. perf. imm-an-ärladmar Wb. 29d 10; Prät. Sing. 3. ni-
m-an-arlastar doib YBL 118b 7 (subjektlos, vgl. oben S. 311);
PI. 3. imm-usn-arlasatar Rc. VI 164, 7; Abstr. immacaldaim
Sg. 200b 7, vgl. 161b 1, Wi. 619.
Anm. Ir. gläd- kann zu skr. hrädate 'timt' gestellt werden (womit
man dann nur unter Annahme einer idg. Alternation l:r das ahd. gruoz-
zen 'anreden' vergleichen darf). Von ir. gläd- etymologisch verschieden
ist das sinnverwandte glaid- (mit dem Diphthong -ai-) "brüllen': Präs.
Sing. 1. glaidim Thes. II 42, 6, gloidim Sg. 181b 2; Prät. PI. 3. rel.
gläidsete Thes. I 713, 29; vgl. gloed 'shout, yell' Atk. LBr.. nir. glaodh
'a shout, a call, a cry, a roar'.
§742.743,1.2] Verbalverz. gle-n-, glenn-. 539
§ 742. gle-n- 'stecken bleiben': Präs. Sing. 3. glenaid,
hin-'glen Thes. II 293, 20, 24; Ipf. PI. 3. con-glendais Corm.
S. 32 (nescoit); Konj. Sing. 1. coni gleu Ml. 86b 8; PI. 3. rel.
glete 127b 19; Fut. PI. 3. giulait 65b 7; Kondit. Sing. .3. no-
gi'ulad LU 84a 20; Prät. Sing. 3. ro-giiiil Ml. 98b 8, ro-t-
giuil Thes. II 290, 14, rel. giulae I 493, 20; Inf. Dat. glenamain
LU 50 b 36.
Mitto- 'adhere': Präs. Sing.3. na toglen; Inf. toiglenmain
S. M., toglenemon Sg. 78b 1, toglenamon 95a 7, 104b 2.
Anm. Vfjl. c. f^lynu mbr. en-fflenaff I 95; auch c. can-lyn
folgen' wird wegen der Gruppe -n-I- (nicht -n-ll-i nach § 92 I 147 hier-
her, nicht zu ir. len- gehören.
§ 743. glenn- (Sarauw, Irske Studier S. 75). 1) Mit di-
'to glean': Präs. Sing. 1. doglinn (statt dogliunn) .i. connuigim
'1 demand'; 3. doglinn 'collects' O'Dav. Nr.615, 616; Pass. Präs.
Sing, doglennar 'is selected' Ml. 133b 7; Abstr. diglaim S. M.
Gloss. 243, nir. dioghluim "a gleaning, a leasing, a compiling'.
2) Mit ess- (wofür in der Proklise durch Entgleisung auch
in- auftritt) 'untersuchen': Präs. Sing. 2. nad eclainni siu gl.
non discutis Ml. 64a 4; 3. as-n-gleinn gl. exscultat (d. h. aus-
cultat, aber vom Glossator mit excutit verwechselt) 105d 9, asglinn
gl. discutiens 70a 12, a-t-gleinn 'he learns him' gl. introspicit
61a 8; PI. 3. in glenn at gl. uestigant 137c 2; Ipf. Sing. 1. as-
gleinn(inn) gl. uentilabam in mente 96a 4; Konj. Sing. 2. in-
gleis gl. rimari potes 140c 7; 3. nad ecail gl. indiscussum 56c 8;
Part, negiert neph-ecailse gl. indiscussum, PL neph-(ec)ailsi
gl. indiscussa 56c 8, 114b 4; Gerundiv ecail si gl. discutiendi
15d 7, eclastai gl. excutienda Sg. 27a 15; Abstr. eclaim neuti*.
gl. discussionem Ml. 114b 15, eclim Dat. gl. indagine Sg. 17 a 6.
Vom Part, abgeleitet: ecailsid gl. disceptatrix Ml. 133d 5.
Mit to-ess- 'auswählen': Präs. PI. 3. doeclannat gl. (miß-
verstanden) allegant Thes. II 23, 41; Pass. Präs. Sing, du-n-
eclan(nar>; Prät. Sing. perf. duerglas Ml. 120d 2, doerglas
S. M. 1 16, 20, na terglas ZfcPh. III 5^; Part, tecai^se) gl. (miß-
verstanden) alligatus Sg. 39b 13; Inf. teclimm neutr. gl. (persona-
rum) acceptio Wb. Id 1, cen dau teclaim 'ohne Auswahl seiner-
seits' Ml. 35a 13 (dau "für ihn" enthält das Subjekt des Inf., §6;-5. 1).
Vom Part, abgeleitet: tecilsid (Stokes, Ir. Gl. 166, best tecelsid)
gl. (personarum) acceptor Thes, I 497, 14. Mit festgewordenem
-n-: Prät. PI. 1. nicon-te-r-glansam ni LL 269b 30.
540
Verbalverz. glenn-, gm'-. [§743,3.4.744
3) Mit fo- 'lernen': Präs. Sing. 1. fogliunn Thes. II 228, 26;
3. fo-d-glein Ml. 37b 12; Prät. perf. Sing. 3. nad roeglaind
LL86a 23, 39; Inf. foglaim Ml. 14c 10, 11, foglim Wb.30c 15,
d 2, Gen. foglaimme Ml. 42c 2.
4) Mit for-di-od- 'verschlingen': Konj. Sing. 3. arnach-t-
fordiucail Ml. 36a 32; PI. 3. for-tam-diuciiilset sa 44c 32;
Pass. Präs. Sing, for-n-diuclannar 104b 5; Fut. PI. fordiu-
guilsiter 84d 2; Part. Nom. PI. fordiucailsi 134b 5; Inf.
fordiuglaim LU lila 46, fordiuclaimm[aimJ Ml. 102a 10,
Dat. fordiuclaimmim 34b 6, fordiuclaim 19d 5, 75b 4.
Anm. Vielleicht hat es auch ein Kompositum mit for- (oder mit
fo-ro- od-?) gegeben, vgl. forglu 'Wahl, das Ausgesuchteste, Beste' Thes.
II 340, 1, farclu 295, 5, nir. forgla Atk. Keat. Indessen muß dies
Verbalsubstantiv, wenn hierhergehörig, nach dem Muster von forgu
'Wahr und den übrigen Zusammensetzungen von -gu gebildet oder (etwa
aus *for-glonn) umgebildet sein. Denn die Wurzel der unter 1° — 3°
besprochenen Verba geht zweifellos auf -d- aus: glenn- aus urkelt.
* glend-na-, vgl. asl. gl^deti 'sehen', r. gljadett, glja-nütt. Davon etj'mologisch
gänzlich verschieden ist das unter 4° besprochene Verbum, das auf idg.
*gl-nä-mi zurückgeht und zu ir. gel- § 738 gehört; die 3. Sing. *-glen
wurde nach der in § 454 S. 109 erwähnten Eegel zu * -glenn, *-gl(inv, was
zum Zusammenfall mit glenn- 1° — 3° geführt hat; alle -s-Formen des
Verbums 'verschlingen' sind analogisch gebildet.
§ 744. gni- 'tun, wirken'": Präs. Sing. 1. n-a-gniu sa Wb.
3c 30; 3. gniid sem, gniid side Sg. 199a5, gniith Wb. 21b2,
mit Obj. gnith-i sium fadesin Ml. 30b 20, no-d-gni Sg. 209b
22, rel. gnis 143a 6, Wb. 21b 2, Ml. 29b 8, 11; PI. 3. reL gnite
Sg. 156b 6, 7, Thes. II 230, 19, gnite I 487, 28, Wb. 12b 15;
Ipv. PI. 2. gnid 33a 17; Konj. PI. 3. rel. gnete Ml. 125c 3;
Konj. Ipf. PI. 1. con-gnemmis Wb. 4a 9; 3. trisan-gnetis
Ml. 23 a 2, no-n-gnetis 30a 4; Fut. PI. 3. rel. gen de Thes. I
714, 10; Prät. Sing. 3. genais Thes. II 328, 5, ro-geni, r-a-
geni Wb. 3c 25, vgl. Ml. 48c 6, ro-n-geni 22d 19, 27a 6, vgl.
31b 24; PI. 3. ro-n-da-geinset 29a 4, ro-genset 80c 6; Pass.
Präs. Sing. rel. gnither Sg. 140a 2, 188a 28, gnaither (rel. Form
in der Konstruktion nicht erfordert); PI. gnitir Ml. 38a 5, rel.
gniter 21c 3; Fut. Sing. gent[h]ir Thes. II 30, 32, rel. gentar
Wb. 12b 30, gentar Ml. 69d 6; Prät. Sing, ro-gniith Wb. 12b
30, ro-n-gnith Ml. 14a 18, ro-n-gnith 31b 20, ru-gnith Thes.
II 292, 10; PI. ro-gnitha Mi. 115b 4, ro-n-gnitha 97a 3, nad
ro-gnatha 115b 4; Part. Akk. PI. gnethi 115b 2, vgl. 126c 6;
Inf. gnim (-w-Stamm) Wb. 26a 12, Sg. 209a 1 u. s. w.
§744,1—3] Verhalverz. gni-. 541
1) Mit cain-: Pass. Prät. PL cain-ro-gnatha gl. quae bene
acta sunt Ml. 39a 24; Part, inna caiiignethi gl. bene acta 22d
18; Abstr. cäingnim ^to do well' Wb. 4a 6 u. s. w.
2) Mit com- 'helfen': Präs. 8ing. 3. ogni Wb. 26d 17; PI.
1. congniam 14c 42; Konj. Sing. 2. cungne (Ipv.?) ZfcPh. VIII
175; 3. congne Ml. 114b 18; Fut. Sing. 3. congena Wb. 22d 9;
Abstr. cungnum, conggnam S. M. V 490, 1, IV 326, 15 (eine
andere Bedeutung hat comgnim 'gemeinsame Tat' Ml. 56c 15,
vgl. 47 a 20).
Mit imb-com-: Abstr. inchongnam (zu lesen imchon-
gnam) 'gegenseitige Hülfe' AVb. 5d 5.
3) Mit di- 'tun' (viel häufiger als das Simplex): Präs. Sing. 1.
dogniu Wb. 17c 11, ni denim 12c 9, ni-s-denaim se M1.75a9;
2. dogni Wb. 6c 16, aran-deni siu Ml. 55d 21; 3. dogni Wb.
6a 8, dugni Ml. 39b 2, nad deni Thes. II 294, 28, näd deni
Wb. 31 d 12, perl nach de-r-ni Ml. 128c 3; PI. 1. dogniam
Wb. 15d 9, dogniam ni, nad denam ni 16a 24; 2. dogniith
si 9c 15, dogniith 25c 14, du-nd-gniid si Ml. 103b 13, dian-
denid si Wb. 8c 11; 3. dogniat 30c 14, dugniat 14b 17,
dogniat 17b 9, ni denat 12b 20, nat-denat 15d 6, perf. ni
dernat 22d 3; Ipf. Sing. 3. dugnith Ml. oOa 3; PI. 3. dugni-
tis 62c 13, dognitis 22a 4, do~nd-gnitis Sg. 9a 21; Ipv. Sing.
2. na dene Ml. 55a 1; 3. d-an-g<n>iid Wb. 8d 9, denad 28d
19; PI. 2. do-sii-gniith si 24b 12, denid 25c 17; Konj. Sing. 1.
dogneo 17c 20, d-a-gneo 3d 2, dugneu Ml. 23c 24, d 4, vgl.
92a 17, perf. do-nd-rön Wb. 5b 18; 2. dogne su d 39, vgl. 32a
24, mani dene 10a 17, ni dene 5d 38, perf. dorronai 32a 24;
3. dogne 12c 46, du-n-gne Ml. 129b 1, mani dena 35d 14,
vgl. 20a 14, 51a 16, perf doröna Thes. II 1, 27, arna derna
Wb. 4a 5, vgl. 12b 6, 17a 13; PL 1. do-s-gnem 21b 9. du-
g<n)em, näd-n-denam ni Ml. 23c 6, perf. con-dernam Wb.
22a 12; 2. dogneid 5d 30, dogneith si 12d 7, dugneid 22b
23, dogned si 25d 22, ni-sn-denaith 6b 29, o-dernaid 13d
30; 3. dugnet ML 120c 1, d-a-gnet 83b 14; Konj. Ipf. Sing.
1. d-a-gnenn AVb. lOd 31, dugnen c 16, dognein a 27, perf.
duröininn Ml. 46b 13, nach-derninn se AVb. 8a 5, o-dernain
Thes. II 225, 18; 2. dugnitha (zu lesen -gnetha) Ml. 103d 16;
3. dogned Wb. 17a 13, dogneth Sg.21b6, dugneth ML 33c 12,
d-a-gneth 51d 2, perf. duronad Wb. 8a 4, na dernad LU 100b
39; PL 1. dugnemmis Wb. 10c 21, dia n-denmis, perf. arna
542
Verbal verz. gm'-.
[§ 744, 3
dernmis Sg. 203a 6; 2. dognethe Wb. 9d 25, frisan-dente
9c 24, perf. doröntse si 16a 23; 3. dugnetis Ml. 74a 1, du-
da-gnetis 73d 1, conna dentis 124c 22, mani dendis 75d 2,
mani lentis 35c 18, perf. mani derntais Zimmer, Gloss. Hib.
274, 2 V. u.; Fut. Sing. 1. dugen, dugen sa Ml. 30b 9, 63a 6,
69a 21, in digen Wb. 9d 4, ni digen sa, ni digen Ml. 37c 2,
69a 21; 2. dugene 41b 4, do-n-genae siu Wb. 32a 25; 3.
dogena 26a 20, vgl. 3d 16, Thes. II 235, 16, dogena Wb. 20c
10, dugena Ml. 50d 10; PI. 1. du-n-genam ni 111 d 3, ni
digenam ni 30c 9, ni dignem Wb. 17b 9, vgl. 15d 6; 2. do-
n-genidl7a6; 3. dogenat 13a 13, du-n-genat, nad-n-dignet
Ml. 56b 15, perf. ni dergenat 80a 9; Kondit. Sing. 3. dogenad
som Wb. 26a 12, du-n-genad Ml. 123c 1, ni digned 14b 4;
PL 1. dogenmis Sg. 203a 6; 2. nio-digente Wb. 9d 9, perf.
d-a-ri-gente 13b 3, d-a-ri-gente lld 5; Prät. Sing. 1. perf.
do-ri-genu[a]s sa Ml. 2a 6, du-d-ri-gnius 23c27, do-ri-gnius
sa Wb. 24b 12, näd deirgenus a 14, ni dernus Ml. 39a 11; 2.
perf. do-m-ri-gnis Wb. 4c 27, du-nd-ri-gnis Ml. 128a 12, na
dernais siu Atk. LBr. 4040; 3. di geni Thes. II 239, 20, do-
geni Sg. 185b 4, LU 129b 45, dogenai Wi. 139, 27, nad-n-
digui Ml. 23b 10, perf. do-nd-ri-geni Wb. 6d 2, do-ri-geni
IIa 30, du-s-ri-geni Ml. 54a 34, do-ri-gni Wb. 4c 32, du-
d-rigni IIa 20, nad deirgeni 13b 17, ni dergeni Ml. 114b
12, nad-n-dergeni 39a 15, nad-n-dergini 23c 15 (mir. con-
dernai Wi. 42, 13, o-dernse, o-derna LU 111b 8, 23 u. s. w.);
PI. 1. perf. do-ri-gensam Wb. 14b 26, do-ri-gensam Ml. 46b
26; 2. perf. do-d-ri-gensid Wb. 20d 3, du-ri-gensid si 33d 5,
d-a-ri-gensi (= -sid) 9c 29; 3. dogensat LU 103a 3, perf.
do-ri-geensat Wb. 5a 24, do-ri-gensat 7d 10, do-ri-gensat
28d 19, du-ri-gensat Ml. 50c 7, do-ri-[n]gensat 16d 6, con-
dergensat Sg. 187b 6 (mir. o-dernsat LL 261a 5); Pass. Präs.
Sing, dogni'ther, dognither Wb. lOcll, dugnither Ml. 30a 3,
in-dentar Thes. II 230, 21, aran-dentar Wb.2al0, ni dentar
Sg. 51b 13; PI. dogniter 35b 13, du-n-gniter Ml. 138c 3,
do-n-gniter 26cl, lassan-denatar 84a 11; Ipf. Sing, dognithe
Wb. 15a 18, dognithe Ml. 38d 20, in-dentae 24d 9; Konj.Sing.
dognether Wb.29a21, dogneither 13a 29, dugnether 5c 23,
ara n -dentar Ml. 30d 13, perf. dorröntar Wb. 13d 21, arna
derntar Ml. 93a 1; PI. dugnetar 112d 8, mani denatar Wb.
8a 11; Konj. Ipf. Sing, dognethe 9c 20, Ml. 49a 11, mani
§744, 3. 4J Verbalverz. gm'-. 543
dente 29a 6, on-denta Sg. 9b 2, perf. dororita 65a 1; Fut.
Sing, dogentar Wb. 4d 1, 26a 8, Sg. 27a 13; Prät. Sing. perf.
ced durönath Wb. 33a 15, doronad 15a 33, lasan-dernad
Thes. II 289, 5, 8, 12; PI. dugnitha Ml. 73a 19, porf. doronta
Sg. 216a 1, doronta Ml. 133c 5; Gerundiv denti Wb. 12 d 41,
denti, deinti Ml. 51b 8, 10; Inf. denom Wb. 12a 9, denura
10c 5, Gen. denma 15d 38 (comdenum 'gemeinschaftliches Tun'
Ml. 34 a 23). — Das Schwanken zwischen synkopierten und nicht-
synkopierten Formen im aktivischen Futurstamm und Prät. beruht
auf Ausgleichung; lautgesetzlich war z. B. dorigni, -digni,
-dergeni, analogisch dorigeni, -dernai; über die Entwickelung
von -gn- zu -ngn- in einem Teil der Formen s. 1 487.
Mit fo-di-: Gerundiv fo deinti gl. sufficiendae Ml. 107a 10
(künstliche Bildung).
Mit mi-: Abstr. midenum 'evil-doing' Ml. 71b 9.
4) Mit fo- 'dienen' (in der Grammatik 'regieren, mit einem
Worte verbunden werden'): Präs. Sing. 3. fo-n-gni Wb. 12a 12-
PI. 3. fo-n-gniat Ml. 112b 4, ni fognat Sg. 203a 17; Ipf. Sing!
3. dia-fognad Thes. II 309, 3; Ipv. Sing. 3. fognad Wb. 20b
11; PI. 2. fognid 3b 28; Konj. Sing. 3. ara-fogna 12a 12; PI.
1. fognem 5d 19; 2. fogneith 20a 11; Fut. Sing. 1. fu-n-gen
sa Ml. 78d 2; 3. fogena Sg. 198a 19; Prät. perf. Sing. 3. forui-
geni Wb. 13b 7, (dia->forgeni Ml. 44c 9; PI. 1. dia-forgen-
sam Wb. 3c 15; 2. foruigensid b 28; 3. foruigensat Ib 22;
Pass. Präs. Sing, fognither; PI. fogniter 27b 9; Inf N. A. Dat.
fognam. Gen. fognama Wb. 10b 9, 31b 23, 4a 21, 8b 1, 3c 11
u. s. w. (fognad Wb. 27c 31).
Mit air-fo- 'to be serviceable to' 'Speise, Trank zurüsten, an-
richten' (vgl. Zimmer, KZ. XXX 28—29): Präs. Sing. 3. arfogni
S. M. II 350, 14; 404, 7; PI. 3. arfognat LU 57a 14; Ipf. Sing.
3. arfognad LL 72b 39; Ipv. Sing. 3. ergnad LU 58b 10; PI.
2. aurgnaid LL 249a 11; Konj. Sing. 3. ar-da-fogna S. M. IV
214, 8, ar-a-fogna V 318, 18; Prät. Sing. 1. ni mad-airgenus
'nicht gut (zu meinem Glück) habe ich (das Fest) angerichtet' LU
61a 2; 3. dia forgeni 60a 41 (for- durch Entgleisung statt
aur-); PI. 3. ni argensat 58a 12; Part, urgnaide LL 117a 50;
Inf. urgnam LL59, 1; 61a 44, 269b9, ergnam 125b 47, irgnam
174b 38, forgnam 264b 15, vgl. S. M. Gloss. urgnam (neuge-
bildet aurfognum I 228, 17).
Mit imb-fo- 'regieren, mit einem Worte verbunden werden':
544
Verbalverz. giii-
[§ 744^ 5_8. Anm.
Präs. Sing. 3. in-imfogni Ml. 27c 10 (zweimal); Konj. Ipf. Sing.
3. ara n-imfognad Thes. II 228, 36; Abstr. immognam, im-
fognam, immognom, Gen. immognaraa Sg. 95a 2, Ml. 72d 12,
Sg. 66a 20, 2b 3.
5) Mit frith- 'to serve' 'wirken, ausüben': Präs. Sing. 3.
frisgni Wb. 27b 3; PI. 3. frisgniat Sg. 33a 25, frisgniat Ml.
37b 12 (Asc. ohne Längezeichen); Konj. PI. 3. perf, frisrognat
S.M. II 262, 2; Pass. Konj. Sing. perf. frisrognaither 316, 19,
mani frithrognaither 322, 4; PL dia frithgnaiter 166, 3;
Abstr. frithgnam, frithgnom Thes. II 2, 29, Sg. 106b 12, Gen.
frithgnaraa Ml. 42c 2, N. PI. frithgnamai 39d 15, A. PI.
frithgnamu 56b 4 (jünger frichnara Wi. 578).
6) Mit mi-: Part. A. PI. mignethi gl. malefacta Ml. 28c 20;
Abstr. PI. Akk. miguimu 138b 5, Dat. mignimaib 27c 16,
55 a 3.
7) Mit rem-: Part. Gen. remgnethi gl. ante acti Ml. 103d 15.
8) Mit to-: Abstr. cen tognam n-occae gl. inlaborata
(gratia) 'ohne Anstrengung dabei' Ml. 89 c 16.
Anm. gni- gehört zur Sippe des lat. gignü u. s. w. (I 95 f.); die
Bedeutungsentwickelung 'zeugen' ^ 'hervorbringen' ^ 'machen' entspricht
der im Gr. beim Medium stattgefundenen Bedeutungsentwickelung (ir.
gniu kann als Kausativum zu gr.'-yiyvo/uai bezeichnet werden). Eine Spur
der älteren Bedeutung findet sich in aicned 'Natur' * ad-ymto-m. Morpho-
logisch tendiert die Entwickelung im Ir. dahin, einen Stamm *gnl- oder
* ffnij'e-, *gnijo- im ganzen Paradigma durchzuführen; manches deutet aber
darauf, daß das Verbum ursprünglich mit ir. bi- 'sein' (§ 646 S. 441)
morphologisch parallel gewesen ist. Dem Konjunktiv wird also ursprüng-
lich ein Stamm * gnä- zu Grunde gelegen haben; aus einem solchen Stamm
erklärt sich z. B. die 3. Sing. Konj. -dena *de-gnät; die 3. Sing, des Fut.
(-gena) geht entsprechend auf *ge(jnüt oder *gignüt zurück. Schließlich
wird auch das analogisch umgebildete Prät. (vgl. S. 369) ursprünglich nicht
einen Stamm * grii-, sondern etwa *gnä- enthalten haben; wäre der Stamm
seit jeher * gm- gewesen, so hätte in der ersten Silbe nicht -e-, sondern
nur -eu- stehen können; das -i der historischen Form der 3. Sing, -geni
muß in verhältnismäßig später Zeit aus dem Präs. eingeführt worden sein.
Aus dem Brit. gehört hierher erstens eine Keihe von Formen mit der
Staramgestalt *f/»n-, *gnije-. So wohl sicher die Verba mit der Bedeutung
'nähen' (c. gwnio mbr. gruyat nbr. griat, s. I 60); es ist natürlich
denkbar, daß zur Bevorzugung des Vokals -?- in diesem Falle die Assozia-
tion mit Formen, die dem ir. sni- (I 68) entsprechen, beigetragen hat.
C. gnif 'pain, anxiety, toil' hatte sich von den finiten Verbalformen los-
getrennt und nahm daher an der Entwickelung g- y gw- nicht teil. Dem
ir. Kompositum mit di- entspricht corn. dynythy 'zeugen'. Dem ir.
§ 744 Anm.] Verbalverz. gm'-. 545
Komp. mit fo- entspricht c. gweini 'dienen' (I 376; -m-Inf. wie ir. fo-
gnara), corn. gonys, gones 'arbeiten' mbr. gounit 'verdienen' (I 104;
-t- Inf. wie ir. fognad; vgl. c. gweinid 'attendance, Service'); in den fini-
ten Formen dieser Verba herrschte ein Stamm auf -iß- (]> c. -ydd- u. s.w.):
corn. Ipv. PI. 2. gonetheugh, Part, gonethys, mbr. Konj. Sing. 3.
gounezo u. s. w.; vgl. c. Konj. Sing. 3. gweinyddo, Inf. gweinyddu.
— Ferner gehört zu ir. gni- auch das Präsens des gewöhnlichen brit.
Verbums 'tun'; hier liegt aber ein Stamm *ffnä- zu Grunde, der analogisch
(vgl. S. 342) zu *gna- gekürzt wurde. Das Paradigma war suppletivistisch:
als Prät. (perf.) fungierte eine Form der Wurzel *ag- mit dem Präverb
*upo (mc. go-r-eu u. s. w. aus *upo-pro-äffe §615 Anm. 1 S. 374; daneben
eine Form der Wurzel *euq- : mc. go-r-uc, § 665 S. 475). Aus diesem
Anlaß wurde das ganze Paradigma von dem Paradigma der Wurzel *aff-
(§ 652 Anm.) stark beeinflußt: es wurde ein Konjunktivstamm auf *-e/- ein-
geführt u. s. w. Auf dem Einfluß von *upo-ag- beruht wohl auch das gio-
statt g- im Anlaut (I 96) und die Verwendung des Stammes *gnä- im Präs.
Ind. Die Formen der einzelnen Sprachen sind:
Mc. Präs. gwnaf, gwney, gwna, gwnawn, gwnewch, gwnant
(archaisch auch 3. Sing, gwnaw, 3. PL gwnaant, vgl. Loth, Kc. XXXI
495) ; Ipf. gwnawn, gwnaut, gwnaei, gwnaem, gwnae weh, gwney nt;
Ipv. Sing. 2. gwna, 3. gwnaet, PI. gwnawn, gwnewch, gwnaent;
Konj. gwnel(h)wyf u. s. w., s. S. 354; Konj. Ipf. gwnel(h)wn u. s. w.;
Prät. gwneuthum, gwnaethost, gwnaeth (gwneuth), gwuaetham
(-om), gwnaethawch, gwnaethant (-ont); daneben gorugum u. s. w.,
in der 3. Sing, auch goreu (S. 374); Plusquampf. gwnathoedwn u. s. w.
(S. 373); Pass. Präs. gwneir, Ipf. gwneit, Konj. gwnel(h)er, Konj. Ipf.
gwnel(h)it, Prät. gwnaethpwyt, gorucpwyt (S. 393f.), Plusquampf.
gwnathoedit; Inf. gwneuthur (zum Suffix vgl. § 389 Anm.; über die
Etymologie s. unten beim Com.).
Corn. Präs. guraf, gureth, gura, guren, gureugh, gurons;
Ipf. guren, gures, gure, PL 1. guren, 3. gurens; Ipv. Sing. 2. gura,
3. gurens, PL 1. gruen, 2. gruegh; Konj. guryllyf, gurylly, gu-
rello, guryllyn, gurellough, gurellons (may wrons S. 354); Konj.
Ipf. gur eilen u. s. w.; Prät. Sing. 1. gruk, 2. grussys, 3. gruk, (glros,
PL 1. grussyn u. s. w. (S. 374); Plusqpf. grussen u. s. w.; Pass. Präs.
gurer; Part, gurys, gureys; Inf. (g)wyth (R. D. 2250), gwethyll,
guthyll, guthel, gull, gul, gwyll, gruthyl, gwrethill. — Der
Anlaut ^wr- ans gton- (in gruk analogisch aus gor-) mag zu ^«»t« geworden
sein, was teils gur-, gwr-, teils gru-, seltener gr- geschrieben wird;
vor dem Vokal -u- im Prät. und Plus(ipf. steht nur gr- iprovehiert qur-,
qwr-, seltener er-, vor -u- nur er-; loniert wr-, auch vor -u-; daneben
r-, auch vor anderen Vokalen als -u-; leniert und provehiert whr-). Der
Vokal -u- im Prät. und Plusqpf. ist -ü- zu lesen; daher wreg = wruk
'er tat', Plusqpf. Sing. 3. wresse = russe u. s. w. ; dieser Vokal ist
wenigstens in gruk analogiscli (kann aus einer dem mbr. guerue ent-
sprechenden Form stammen). Der Inf. wyth entspricht dem mc. gweith
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II. 35
546 Verbalverz. gni-, gni-n-. [§744 Anm. 745, 1—3
'Werk, Arbeit' (I 123f.); aus gweith ist c. gwneuthur erweitert (zum
-eu- vgl. I 374 unten; das -n- ist aus den finiten Formen eingedrungen);
ebenso auch corn. gwethyll (sollte das Suffix ursprünglich dasselbe wie
im C. gewesen sein, so muß später eine Suffixvertauschung stattgefunden
haben; in gwrethill, gruthyl ist das -r- aus den finiten Formen ein-
gedrungen); die geschwächten Formen mit dem Vokal -u- (d. h. -w-, vgl.
gtl 'tun' Lhuyd S. 58) und teilweise mit geschwundenem -th- werden in
der Proklise vor einem Objekt entstanden sein.
Mbr. Präs. Sing. 1. groaff, graf, 2. gruez, grez, 3. groa, gra,
PI. 1. grueomp, graeomp, 2. gruyt, gruet, gret, 3. grueont, gre-
ont; Ipf. Sing. 1. gren, 3. grae, grea; PI. 3. grent; Ipv. Sing. 2. groa,
gra, 3. groaet,gret, PI. 1. grueomp, greomp, graeomp, gruemp, 2.
gruet, graet, gret, gruyt, gryt; Konj. Sing. 1. gr uif, grif, 2. gruy,
gry, 3. groay, gray, greay, PI. 1. groahimp, grahymp, 2. grue-
het, grehet, greheut, 3. groaint, grahint; Konj. Ipf. Sing. 1. gra-
henn, 3. groahe, grabe, PI. 1. groahemp, grahemp, 2. grahech,
(g)rech; Prät. Sing. 1. gris, 3. grez, guerue, PI. 1. gresomp, 2.
gruesocb, 3. gruesont, gresont; Plusqpf. Sing. 1. groasenn, gra-
senn, graesen, 2. grases, 3. groase, grase, PI. 1. (g)rasemp, 3.
groasent; Pass. Präs. graer, (g)rer, Ipf. graet, Konj. graher, Konj.
Ipf. groahet, grabet. Die Labialiaierung des Anlauts wird vor hinteren
Vokalen durch -o-, vor vorderen Vokalen durch -u- bezeichnet; die lenierte
Form ist r- (ohne Labialisierung).
§ 745. gni-n- 'kennen' kommt als Simplex nicht vor, sondern
nur in mehreren ungefähr gleichbedeutenden Zusammensetzungen.
1) Mit aith-: Prät. (teilweise mit Präsensbedeutung) Sing. 1.
adgen sa gl. cognosco; 3. adgeuin, ad-id-geüin Wb. 12c 13,
ni-n-aithgeuin Ml. 52; PI. 1. adgenammar Wb. 14d 28; Pass.
Präs. Sing, huan-aithgnintar Sg. 29b 10; Fut, Sing, a-tat-
gentar su Ml. 121d 22; Part. Nom. PI. «tgnithi Wb. Ib 14
(aus engnithi korrigiert; gemeint ist aithgnithi); Inf. aithgne
Wb. Ib 13, aidgne 19d 9, Dat. aithgniu, aidgniu Ml. 42b 13,
Wb. Ic 15 (mir. aichne; vgl. imm-r-aichne 'Irrtum').
2) Mit com-: Prät. Sing. 3. connä cungeuin (cungain)
nem nä talmain Trip. L. 114, 10, vgl. LU 105a 8; PI. 1. conä
cuingenmair Aisl. 121, 34; 3. coanä cungnetar LL 277b 27.
3) Mit ess-: Präs. Sing. 1. asagninaim gl. sapio Sg. 146b
16; Prät. (teilweise mit Präsensbedeutung) Sing. 2. asgen su Ml.
140b 3, in acen Wi. 11^ 189 (a- statt e- unter dem Einfluß von
aith-); Pass. Präs. Sing, assagnintar Sg. 29a 3, asagnintar
ebenda, 197b 4 (zweimal), 210a 10; PI. asagnintar 209b 13,
asgniintar Ml. 108b 4; Konj. Sing, asagnoither Sg. 180b 2;
Abstr. ecne 'Weisheit, Wissen' Wb. 8a 14, 15c 18 u. s. w.
§745,4.5] Verbal verz. gni-n-. 547
Mit rem-ess-: Konj. Ipf. PI. 3. perf. remiergnaitis gl.
praenoscerent Ml. 19b 8.
4) Mit etar-: Präs. Sing. 1. itargninini gl. sapio Thes. II
228, 34; 3. itargnin Thes. II 2, 30, etir-ii-g(n;in Ml. 102a 22;
Fut. PI. 3. etirgenat 68c 20, 73a 1; Prät. (teilweise mit Präsens-
becleutung) Sing. 1. etirgen sa 79a 11, etir-in-gen 94b 12,
itargen sa Thes. II 2, 26; 3. etirgein Ml. 24a 19 (= Präs.), ni
etargeiuin Sg. 197b 10, nach-id-etargeuin (= Präs.), nad-
n-etargduin Ml. 42c 10, 15; Inf. etargne, etarcne neutr. Wb.
8c 2, 23c 19, vgl. Sg. 198a 3, etarcnae Ml. 129c 13, etargna.
Dat. etargnu Sg. 197b 10, 11.
5) Mit in-: Prät. Sing. 3. connach-n-ingeuin 'sodaß er
ihn nicht erkannte' Ml. 52, ni ingeuin 69a 15; Pass. Konj. PI.
coni enggnatar Sg. 209b 13; Part. Akk. Fem. Dual, ingnaidi
74b 3; Gerundiv ingnaidi Ml. 63a 9, 105c 10; Inf. engne 'ver-
stehen, Verstand' Wb. 2a 18, Dat. engnu Ml. 14c 19, d 7, Xom.
ingnae 26b 8, 136b 7, 140b 3, Dat. ingnu 140b 2, 3, Thes. II
293, 16, Gen. ingni Wb. IIb 6, ingnai Ml. 89b 8.
Anm. Im Brit. hat das alte Präteritum durchaus präsentische, das
Plusqpf. imperfektische Bedeutung angenommen: mc. Prät. -Präs. atwaen
u. s. w., Plusqpf. -Ipf. atwaenwn u. s. w. S. 373 (auch 1., 3. Sing, atwen,
2. PI. atweynwch, etwenwch), Pass. Plusqpf.-Ipf. etweinit; com.
Prät.-Präs. Sing. 1. aswen Beun. Mer. 73, 3. aswon, PL 1. aswonyn.
Über corn. Präs. Sing. 3. annabow, mbr. Präs. Sing. 1. aznauaff, 3.
ezneu (mit dem alten Präteritopräsens gleichbedeutend) und über die mit
der Wurzel * bheu- komponierten Formen s. S. 447. Im Corn. findet sich
außerdem ein neugebildetes Prät. aswonys 'ich kannte, erkannte' (R. D.
1319, M. C. 84) und ein neugebildeter Inf. aswon (0. M. 1488).
Zu lat. noscö, gr. yiyvwaxo), g. (Präteritopräsens) kann 'kann' (an.
kann, aengl. cann, ahd. kan), an. (Präteritopräsens) knä 'kann', aengl.
cnäwan 'kennen', lit. zinö-ti 'wissen', asl. zna-ti, alb. noh 'ich kenne, er-
kenne', arm. canac'em 'kenne', Aor. caneaj, skr. gänämi, Perf. ^agnäu. In
der Formenbildung stimmt das Keltische am besten zum Skr. Man führt
das skr. Präs. auf idg. *gn-nü-mi zurück; auch das ir. Präsens ist ein
Nasalpräsens ; das -ni- der Wurzelsilbe ist jedoch sehr schwer zu erklären;
etwa als -tu- zu lesen (vgl. asgniintar Ml. 108b 4) und auf idg. -««-
zurückzuführen? Über das Prät. s. S. 379f. Im Konj. erwartet man einen
Stamm *gnö-, kelt. fj?iä- (vgl. ir. gnä-th I 48); dafür scheint *gno- ein-
getreten zu sein (asagnoither Sg. 180b 2); die Annahme Thurneysens,
Handb. 361, daß es sich um Einfluß seitens des Verbums -cluinethar
handelt, ist unsicher (mir. Konj.Sing.3. arnach-an-aithgnc LU71a35;
PL 3. atgniatt O'Dav. Nr. 156; Konj. IpL Sing. 3. atgnead LU 124 b 31
können nach gni- gebildet sein).
35*
548 Verbalverz. gon-, grenn-. [§746. 747, 1. 2
§ 746. gon- 'verwunden, töten': Präs. Sing. 3. gonaid LU
45b 6, no-do-guin S. M. II 284, 21, ni goin, no-d-goin IV
350, 18; 362, 22, rel. gonus (statt -as) V 176, 4; Konj. Sing. 2.
ni gona (mir. statt -e) III 484, 4; PI. 3. ro-n-gonat IV 322, 3
V. u., nä ra-m-gonat ZE 954, 33; Fut. Sing. 1. gegna, jünger
gena Wi. 11^ 246, 2, 15, ni-t-gen sa LU 68b 32; 3. genaid
•i. gonfid 117b 43; Prät. Sing. 3. geguin Fei. Oct. 23; PI. 3.
pi-s-gegnatar Mai 19; Pass. Präs. Sing. rel. gonar S. M. V
236, 13, gonair IV 178, 18, na gonair (statt -ar) LU 20a 29;
Fut. Sing, no-t-gignether LL 288b 51, vgl. Stokes, Beitr. z. vgl.
Sprachf. VII 61, geogainter Magh Rath 122; Prät. Sing, göite
LU 133a 34, göeta Thes. II 343, 3, goita Wi. Täin S. 645^,
ro-gset LL 154a 46, ra-gset 91b 31, dia-r-gse't LU 42a 34;
Part, goite Ml. 77a 19; Inf. guin neutr. 133a 4, Thes. II 357, 12,
Gen, gona Sg. 37b 20.
Mit aith-: Prät. Sing. 1. ad-ro-gegon sa gl. repupugi Sg.
181a 7.
Mit com-: Part, con goite gl. compunctus Ml. 58c 17; Abstr.
conguin gl. expunctio Ml. 23a 5, 'compunction' 32c 11, congain
90 d 10 u. s. w.
Anm. Das Präsens hat im Mir. schwankendes Timbre; ursprünglich
wohl Präs. guin-, Konj. gona-. Etymologie I 108. Über das Prät. Pass.
und Part. s. I 494 (oder ist -gfet, *-göit aus *-get * guhtdo-s umge-
bildet?).
§ 747. grenn-: Abstr. greim 'authority, power' Ml. 14b 14,
Wb. la 3 u. s. w.
1) Mit com- 'to collect, gather': Präs. Sing. 3. con grenn,
congreinn; Pass. Präs. Sing, congrennar K.Meyer 473; Abstr.
congraimm 'Benehmen, Erscheinung' Wi. 446, Wi. Täin.
2) Mit in- 'verfolgen': Präs. Sing. 2. a n-un-da-greinn siu
(zu lesen a n-in-) Ml. 36d 2; 3. adgreinn 140c 2, adgreinn 54b
23, 73c 1; PI. 3, ingrennat 26d 12, 127c 4, a-tam-grennat
39d 13, 127c 8, a-tan-grennat 45a 16, as-id-grennat 18d 2;
Ipf, Sing, 3, ingrenned 36d 25; PI. 3. ingreintis 87c 5; Ipv.
Sing. 3. ingrainned 44a 13; Konj. Sing. 3. arna ingre 111c 6;
PI. 3. ingriastais 38d 5; Prät. perf. Sing. 2. inroigrann 36d 7;
3. inroigrainn 26d 3, 37a 4, in-ro-grainn 26b 24, a-ta-roi-
grainn 30b 2; PI. 3. adroigegrannatar 25b 11 (mit restituierter
Reduphkation) ; Inf. in greim m, ingraim (neutr., -w-Stamm) Wb.
20c 21, Ml. 26d 12 u. s. w.
§747,3.748,1—5] Verbalverz. grenn-, gu-. 549
3) Mit to-: Präs. Sing. 3. dogrinn 'levies, collects' O'Dav.
Nr. 617; Ipf. PI. 3. co-togrennitis 'daß sie einholten, ereilten'
LU 62b 27; Konj. Sing. 3. dogre; Pass. Präs. Sing, dogrenar
O'Dav. Nr. 617, 671; Abstr. tograim 'pursuit' Rc. XXVII 312.
Mit imb-to-: Präs. Sing. 3. imtogrinn 'levies' O'Dav.
Nr. 1551.
Anm. Aus * ßhrendh-nä-, vgl. lat. gradior, asl. yreda 'gehe', got.
Akk. fjrtd '■ßalt-fi6v\
§ 748. gu-, go- 'wählen', kommt nur in Zusammensetzungen
vor (mit nu-dub-goithe si Wb. 5cl, das als ein dem inärpitis
som [§ 664, 8| entsprechender Konj. Ipf. Pass. gedeutet werden
konnte, ist wegen des ganz unsicheren Zusammenhangs nichts an-
zufangen; außerdem scheint gu- — sonderbarerweise — einen -s-
Konj. zu bilden).
1) Mit di-: Abstr. digu 'bad choice, the worst' Wb. 4d 3,
digu S. M. Gloss.
2) Mit ess- 'wünschen': Konj. Sing. 3. asagü Ml. 58b 9,
adgo S. M. V 408, 2. Aus dem Konj. (der möglicherweise in
potentialer Verwendung, vgl. § 591, 1 Anfang, mit einem Indikativ
verwechselt werden konnte) hat sich ein Verbalstaram guis- ent-
wickelt: Präs. Sing. 1. adgüisiu Thes. II 293, 3, 4; 3. adgüsi
Sg. 148a 4, as-a-gusi; PI. 3. ass-a-guiset Ml. 61b 17, adgu-
set 56b 21; Ipf. PI. 3. adgustis 69a 2; Konj. Sing. ß. ass-a-
gusea 129b 5; Prät. PI. 3. as-ru-geset 48a 17 (verschrieben;
oder hat sich der Konjunktivstamm von gu- mit dem Konjunktiv-
stamm von guid- § 749 gemischt?); Part. Gen. Sing. Neutr. ec-
guisti 65b 2, Komparativ ecguistiu 90c 7. Thes. will einen
Inf. aicsu Sg. 148a 9 finden.
3) Mit for-: Abstr. forgu, forggu 'Auswahl' Wi. Täin, S.
M. Glossar.
4) Mit od-: Abstr. uccu 'Wahl, Wunsch' Wb.30d23, 32b 6,
a ücu (zu lesen ä ucu) Sg. 148a 12.
Mit rem-od-: Konj. Ipf. Sing. 3. reme-n-uicsed gl. prae-
optare Ml. 47 c 12.
Mit to-od-: Part, tuicse 'ausgewählt' Wb. öc 7, vgl. 4b 15,
0 40, IIa 21, 22. Scheint suppletivistisch zum Paradigma von
to-gu- zu gehören.
5) Mitro-: Abstr. rogu 'Wahl' Wb. 9a 23. — Mitetar-ro-:
Abstr. etarrogu, etarrogo 'choosing between' Ml. 138b 4, Sg.
205b 1. — Mit imb-ro- vielleicht in immurgu 'indessen, auf der
550
Verbalverz. gu-, guid-
[§ 748, 6. 749
anderen Seite', eigentlich "umgekehrte Wahl" Ml. 34a 16, Thes. II
291, 6; 292, 20, imurgu Wb. 33a 5. Vgl. jedoch Thurneysen,
Handb. 510, Pokorny, KZ XLV 74, immargau (Subst.) Salt. 3058.
6) Mit to- Svählen': Präs. Sing. 3. dogoa S. M. V 390, 10
(dogoga IV 372, 15 ist entstellt, mit dem Prät. oder Fut. vermischt)
PI. 3. do-n-goatCäinAd. §37; Put. Sing. 1. dogega Wb. 23b 33
P1.3. do-n-gegat 30d 8; Prät. perf. Sing. 1. doi-b-roiga sa Ml
103c 15; 2. duroiga su 138b 8, dorroega Thes. II 319, 1; 3
doröigu Wb. 4b 31, doroigu c 16, 5b 12, dorroigu 5b 1, do-
b-röigu 26a 24; PI. 2. doroigaid 20a 4; 3. doroigatar 5b 12
Pass. Prät. perf. Sing, do-ro-gad Ml. 124c 13, doroigad 123a 14;
Part. D. PI. tuigsib 138b 10, Superlativ tuichsimem 71b 21 (in
Wb. nur tuicse s. 4°); Inf. togu Wb. 4c 13, 40, 20d 10, Thes.
II 225, 18; 295, 10, Ml. 123a 13, 131c 13.
Anm. Gehört zu gr. ysuo/uai u. s. w., I 79 f.
§ 749. guid- 'bitten', 'beten': Präs. Sing. 1. guidimm Wb.
22a 20, 29a 19, guidim 30d 3, no-d-guidiu Thes. II 331, 2,
no-guidimm Wb. 21a 8, no-b-guidim se 25c 29, no-n-gui-
dim se 27 d 19; 3. guidid d 7, gudid Ml. 88b 15, no-sn-guid
som Wb. 25b 9, ni guid Ml. 42a 4, nand-guid 59c 5, rel.
n-guidess Wb.24dl9, guides Ml. 32d5, gudes 39b 6, 127a 9;
Ph 1. guidmi ni Wb. 25d 21, mit Obj. guidmit 15d 18, Thes.
11322,9, rel. guidme ni Wb.4a27, näd guidem ni 21d 10, nu-
nd-guidem ni Ml. 53b 19; PI. 3. no-b-guidet Wb. 7b 21, rel.
gute Ml. 134d 8; Ipv. PI. 2. gudid 68a 15; Konj. Sing. 1. nu-
n-dat-ges, no-n-da-ges 21b 5, 8, 9; no-n-geiss Wb. 30b 4;
3. n-ges Ml. 39b 3, ara n-ge 51a 16; PI. 1. gesme (rel.) Wb.
4a 27, ni gessam ni IIa 24; 2. no-gessid 24b 3, ni gessid
26a 34, dia n-gessid si Ml. 53b 19; 3. perf. con-roi-gset Wb.
16c 23; Konj. Ipf. PI. 1. no-n-gesmais Ml. 21b 1; 3. no-
gestais 125a 4, conn-gestais 131 d 13, perf. a(ra> roi-gsitis
d 14; Fut. Sing. 1. gigse sa Ml. 47d 4, gigsa LL 278a 34 (vgl.
oben S. 360), no-gigius Ml. 46b 12; 3. rel. giges 53c 3; PI. 2.
gigeste si Wb. 14c 2a; Kondit. ro-gigsed Ml. 32d 5; Prät. Sing.
1. ro-t-gäd sa Wb. 27d 19; 3. ro-gäid Sg. 209b 26, ro-gaid,
ona ro-gaid Ml. 55d 4, nad-ro-gaid 124c 10, rel. gade Thes.
II 339, 5; PI. 1. ro-gadammar Wb. 15c 22, vgl. 24d 20; 3.
gadatar Thes. II 313, 1, ro-nd-gadatar Ml. 131d 14; Pass.
Präs. Sing. rel. guiter Wb. 30d 5; Konj. Sing, gessir 17 d 27,
rel. n-gesar Ml. 51a 17; Prät. Sing, gessa LU 74b 9, 82b 5;
§ 749 — 751 J Verbalverz. guid- — ib-. 551
Gerundiv gessi Ml. 26b 3, 107d 8, Fei. Sept. 28; Inf. guide fem.
Wb. 7a 13, Dat. guidi 4b 4 u. s. w.
1) Mit ad- (aith-?) 'to request, adjure': Präs. Sing. 3. ad-
guid S. M. V 272, 8; Prät. perf. Sing. 3. adroegaid Trip. 566,
24 (der Diphthong -oe- ist analogisch). Vgl. K. Meyer 22. Das
Abstr. liegt vielleicht vor in aicde fem. 'material; building, struc-
ture, work' K. Meyer 33 (Akk. aicdi Ml. 31d 10), eigenthch "Re-
quisit" (dann wäre das Präverb ad- gesichert).
2) Mit com-: Abstr. oc comguidi d^e 'Gott gemeinsam (mit
uns) anbetend' Ml. 53b 15.
3) Mit di-: Abstr. digde 'an urgent prayer, request; asking
pardon' Wi., K. Meyer, Monast. Tall.
4) Mit fo-: Abstr. foigde fem. 'Betteln' Wb. 25b 8, 9, 11,
0 19, 26 b 9, 14, 31b 23.
5) Mit air-ni- 'beten': Präs. Sing. 3. ar-a-n-neget Ml. 61b 1 ;
PI. 3. arneigdet Wb. 25c 23; Ipf. Sing. 3. arnig<d>ed Thes. II
315, 1; Ipv. PI. 2. irnigdid Wb. 22c 8; Inf. irnigde, ernaigde
fem. Wb. 4a 27, 10 d 15, Ml. 75a 6 u. s. w. Vgl. oben I 340, 486.
Anm. Über c. gweddi s. I 108 (Osthoff IF XXVII 173 sieht daTin
ein Kompositum mit *upo-). Gehört zu gr. nod^no, xi-^oauayf^ui I 108.
§ 750. iad- 'schheßen': Präs. Sing. 3. immon-iada Thes.
II 294, 27; Fut. Sing. 3. rel. n-eidfider Wb. 32c 13; PI. 3.
iadfaitir Rc. IV 252; Prät. Sing. 3. iadais Lü 59a 37; Pass.
Prät. Sing, ni ro-iadad Stokes Goid.^ 104, 2; Inf. iad ad Wi.,
Gen. lata Ml. 46a 8.
Vielleicht ein altes Kompositum, formell am nächsten dem gr.
lTti-TiOrii.li, in der Bedeutung dem lat. ob-dö entsprechend.
§ 751. ib- 'trinken': Präs. Sing. 3. ni ib Wb. 28b 24; PI.
3. ebait YBL 118b 6, vgl. S. M. Gloss.; Ipv. PI. 2. ibid Wb.
22c 7; Konj. Sing. 2. dia n-eba su Wi. 613; 3. perf. roiba 'der
zu trinken pflegt' Wb. 31b 9 (-öi- ist wohl als Diphthong zu lesen,
vgl. i? 552, 5 S. 248; zur Bedeutung vgl. §563 S. 265 unten; die
Verwendung von ro- als perfektisches Präverb weicht vom Prät.
ab); Konj. Ipf. Sing. 3. cein co n-ebad Atk. LBr. ; Fut. Sing. 1.
nach-hib, nach-ib sa: Ph 3. ibait Ml. 30c 18, LL 101b 1;
Kondit. Sing. 3. narh-ibad Atk. LBr.; Prät. Sing. 3. ibis YBL
180a 15, perf. con-essil) Wi. 529: PI. 1. perf. assibsem Wb. 12a
17; 3. perf. atibset Wi. 380, meni esbetar LL 115a 47; Pass.
Präs. Sing, in-ebar S. M. III 198, 22; Konj. PI. rel. n-ebtar Ml.
552 Verbalverz. icc-. [§ 752, 1
lOldö; Prät. perf. Sing, asibed LU 129a 42, nio-esbed Monast.
Tall. § 6; Inf. Dat. oul Ml. 129 d 14, vgl. 118 c 9, 94 c 12.
Vgl. c. yfed 'trinken', com. eve, br. eva. Zu skr. piba-ti
'trinkt' u. s. w. I 187; über den ir. Inf. vgl. § 634, 13 S. 412.
§ 752. icc- (vgl. § 572, 5). 1) Mit air- 'bewirken, zustande-
bringen, finden, erfinden': Präs. Sing. 3. ciaricc § 522, 6 S. 202,
ni airicc, ni airic Wb. 9b 24, 19b 2, nl airicc Sg. 137b 4;
Konj. Sing. 3. ari, mani-n-airi Ml. 30d 24; Prät. Sing. 3. ar-
a-anic Sg. 217a 4, on-airnic Trip. L. 110, 22; PI. 3. nad-n-
airnettar Ml. 108c 8 (zu lesen -airnectar Sarauw, Irske St.
S. 139), on-airnechtar Trip. 100, 2; Pass. Präs. Sing, arecar
Sg. 59a 7, 66b 16, 137b 2, 145b 3, ar[ar]ecar Thes. II 231, 29,
ar-a-n-ecar Sg. 137b 2, ni airecar 20a 9, 145b 3, vgl. 162a 1,
173b 6; PL ar-a-n-ecatar 8a 5, 65a 11, Ml. 19d 21; Konj.
Sing, m-arisar 30d 23, ar-a-n-isar Sg. 209b 13, vgl. 108b 2;
Konj. Ipf. Sing, arista 184b 3, aristae Ml, llOd 6; Prät. Sing,
ari'cht Sg. 197a 11 (di-eimal), arna-airecht 198b 3, in-airecht
Fei. Aug. 3; Inf. airec Febr. 27, Dat. airec Sg. 5a 11, airiuc
106b 20, Wb. 3d 10, Gen. airicc d 8, airic Sg. 4b 9. Dazu
aith-airec gl. argumentum Ml. 42b 9, A. PI. aithirciu 31a 21.
Mit imb-air- und festem infigiertem Pron. (das in einigen
Fällen mit dem Vokal des zweiten Präverbs verschmilzt) 'angehen,
passen': Präs. Sing. 3. imm-e-airic Ml. 35a 7, 73a 11, 74b 1,
d 13, 107b 1, llOd 8, co mm-a-airic 133c 4, imm-e-airc 74d
13, 103b 7 (die Synkope ist aus anderen Formen übertragen, in
denen noch eine Silbe folgte), immairc 74d 13, 119d 5, imm-
innd-airc 135a 7; PI. 3. immaircet 17b 20, imm-id-aircet
2b 5, d 4, vgl. 25c 15; Konj. Sing. 3. imm-and-airi 14d 16,
imm-e-n-airi 27b 12 (über conna mm-an-airi 54b 10 [ver-
mutlich 'damit es ihm nicht -wäderfahre'] s. 3° Schluß); Prät. Sing. 3.
imm-e-arnaic 24d 5; PI. 3. imm-id-arnactar 17b 19; Abstr.
immairecc 'conflict' Wb. 7c 4, hi cathaib 7 i n-immaircib
'in Schlachten und Kämpfen' LL 106 b 12, vgl. Wi. 620, Wi. Täin
S. 996 (daraus ist vielleicht die eigentliche Bedeutung des Verbums
ohne infigiertes Pron. zu erschließen). Vom Inf abgeleitet ist das
Adj. immaircide 'passend'.
Mit fo-air- 'finden' (in der echten Komposition bleibt das -o-
von fo- zum Teil unehdiert und das -a- von air- schwindet nach
den Synkoperegeln, vgl. § 168 I 262): Konj. Ipf. PI. 3. i-fuir-
sitis, hi-fuirsitis Thes. II 242, 4, 5; Prät. Sing. 3. fo-n-airnicc
§ 752, 1| Verbalverz. icc-. 553
Wb. 16b 2, ni farnic 2a 21; Pass. Konj. Sing, hi-fuirestar Eriu
II 224, 8; Prät.Sing. ni furecht Thes. II 346, 7; 348, 3; Abstr.
fuirec 'Bewillkommnung' Wb. 29c 8, 'Bewirtung' LU 60a 44,
fessa 1 furic, fessa 7 fuireca 'Feste' LL 172a 33, 48.
Mit to-fo-air- 'finden': Fut.Sing.3. dof uircifea Wb.25b 16.
Mit to-air- 'kommen': Ipv. Sing. 2. tair Thes. II 241, 12,
vgl. Wi. 802 (eigentlich Konj., § 598 Anm. 5 S. 335, vgl. S. 355
unten); 3. tairced LU 21a 16; Konj. Sing. 3. do-mm-air, ni-
m-thair Thes. II 352, 1, 2; 353, 1; PI. 3. tairset 305, 3; Konj.
Ipf. PI. 1. in tairsimmis LU 74b 46; Prät. Sing. 3. tarnaic
(= ro-scäich 'war vorüber'), ni tharnic Wi, Täin S. 1053, co-
tarnic Stokes, Goid.^ 101, Z. 14 v. u.; PI. 3. höre do-n-arnactar
Crist 'weil sie mit Christus verkehrt haben' Wb. 7b 13; Inf.
tairec 'preparations' O'Curry, Manners and Customs III 528 (vgl.
airec), ar cuit do thairiuc 'zu unserem Teil kommen', 'unseren
Teil bekommen' LL 113b 12. Vgl. imthairec 'supply' Wi. 628.
Anm. 1. Das Verbum doäirci 'bewirkt', 'bietet an' steht mit Bezug
auf die Bedeutung den oben besprochenen Verben sehr nahe, flektiert aber
wie ein (auch mit Bezug auf den Ausdruck der perfektischen Funktion)
regehnäßiger -t-Stamm mit teilweise verlorener Mouillierung und wird so
behandelt, als ob es die Präverbia to-ad-ro- enthielte. Vielleicht ein
Denominativ von tairec. [Mir. Neuerungen: Präs. Sing. 3. targaid,
toirgid "Wi. 810, LU 83b 37; Ipv. Sing. 2. tairg, toirg ebenda 34, 42;
Pass. Prät. Sing, tarcus; Inf. tair es iu Wi. 810, S. M. Gloss. 686 f.] Die
charakteristischen air. Formen sind:
Präs. Sing. 3. doäirci, doäircci Wb. 15b 28, 12c 26, tairci
12c 31, tärci 25a 4, ni täirci 27a 28; PI. 3. du-n-airceat Ml. 86c 14,
täircet Wb. 3b 8, ni täircet 30b 12, ni tarcat 31 d 10; Ipf. PI. 3.
ni taircitis Ml. 98c 2; Ipv. Sing. 3. na täirged, tairced Wb. 23c
13, 14; PL 2. taircid si Ml. 48b 15; Konj. Sing. 3. du-n-ä irrcea,
du-n-airrcea, dii-n-aircea 78b 22, 130a 15, 85c 2; PL 1. duaircem
ni 35b 3; 2. dia tarcaid si 83b 11; 3. du-n-aircet 46b 15; Konj.
Ipf. Sing. 3. dn-n-airced 35a 12; Kondit. Sing. 3. duaircibed, du-n-
alrcibed 29c 11, 10, 100b 7; Prät. Sing. 3. du-r-airric 33b 20, do-
r-ärricc, do-r-äricc Wb. 3c 15, 29, do-r-aricc 19b 23; Pass. Konj.
Sing, ni taircither Ml. 17 d 5; Part, taircide 27c 20; Gerundiv tair-
cidi, taircithi 19a 4, 18a 6; Inf. tairciud lila 5, tärcud 74a 1.
tärrgud 72b 10. Vgl. atarcud 'anaphora' Sg. 200a 8, vgl. 12, 198b G.
Mit com-: Prät. Sing. 2. läse o-rü-taircis gl. oonferondo Ml.
77d 1; Part, rer-chomthaircidib gl. tarn conrogatis 66d 10.
Mit fo-: Pass. Präs. Sing, futairrcether gl. subrogatur Ml. 108c 15;
PL fotaireiter gl. subrogantnr 122b 2.
Mit in-: Konj. Ipf. PL 3. in taircitis gl. incuterent Ml. 33 a 3;
554
Verbal verz. icc-.
[§ 752, 2
Prät. Sing. 3. indaas indaricc soiu 'als er zugefügt hatte' 54b 30 (man
erwartet den Plur.); Part, intaircide gl. inlatarum 133a 6.
Mit rem-: Part. G. Neutr. remthärcidi gl. antelatae Sg. 200 u 9.
2) Mit com- 'können' {in der echten Komposition tritt die
Wurzel ang- ein; in den synkopierten Formen mußte das -?<?- dieser
Wurzel zwischen zwei Konsonanten schwinden, sodaß ang- mit icc-
zusammenfallen mußte, vgl. I485f.; man kann in der Tat bezweifeln,
ob in allen diesen Formen wirklich ang- vorhanden gewesen ist,
vgl. bes. die 1. Sing, nad cumcu, die sehr an ro-iccu [3°] erinnert;
dem suffixlosen Prät. war die Wurzel ang- fremd): Präs. Sing. 1.
coniccim Wb. 20d 6, conicim Thes. I 498, 11, nad cumcu
sa Ml. 18b 5, ni chumgaim Thes. II 4, 30; 2. co-tn-ici LL
76b 48, ni-chumci oben S. 249; 3. conic Fei. Prol. 7, Epil. 434,
conicc Wb. 4b 11, 6a 17, co-td-icc 5b 40, conic Thes, I
4, 29, onic, cunic Ml. 24d 14, 74b 14, ni cumaing, ni cum-
uing Wb. IIb 9, 9d 16, 18, ni cuming Thes. II 6, 31 u. s. w.;
PI. 1. ni-chumcam ni Wb. 4a 27; 3. conecat, oecat Sg. 33a
12, 32b 14, co-t-ecat 173b 4, ni cumcat Ml. 23a 5, 57c 5,
60b 6, vgl. Sg.33a 16, 198a 2, ni chumgat Ml. 56c 7, vgl. 92c 14,
94b 3 u. s. w., nad cumget 112b 16; Ipf. PI. 3. ona cumgai-
tis 102a 9; Konj.Sing. 2. choniis Wb. 10a21; 3. oi Sg. 25b 14,
con-cumai Ml. 32d 15b, con-cu(mai) 129b 6, coni cumai 31c
19, nad chum 87d 13; PI. 3. ona cumset 39c 26; Konj. Ipf.
Sing. 1. ni cuimsin Wb. 17b 1; 3. cu-cuimsed Ml. 33b 21;
PI. 1. cho-t-ismis Wb. 25a 1, ni cuimsimmis 17c 18; 3. cho-
nistis Sg. 138a 9; Fut. Sing. 1. conicub Wb. 32a 20, in cum-
gub sa Ml. 49c 5; PI. 2. conicfid si, conicfed si Wb. 13a 10,
13; 3. ni cumgubat Ml. 54a 19; Kondit. Sing. 3. oicfed 14a 6,
ni cumcaibed 42c 32; PI. 1. oicfimmis Wb. 17a 10; 3. con-
nicfaitis Stokes, Goid.^ 69, 1; Prät. Sing. 1. co-t-aneccar sa Wb.
14c 40; 2. in coemnacar LL 76b 47; 3. co-t-änic Wb. 8a 14,
oanacuir Ml. 119d 7, nio-choimnucuir Wb. 19c 10, nach
coimnacuir Ml. 97d 10, vgl. 116c 5, nad coimnacur dia 97d 4,
5; PI. 1. ni coimnacmar ni 53d 9, 135d4; 2. nad cöimnacaid
Wb. 9b 10; 3. nad comnactar 8a 14, ni comnactar, nad
coimnactar som Ml. 76a 7, 5, ni-choimnactar 19c 5, nad
choimnactar 66d^6; Pass. Präs. Sing, ni chumangar LL 78b 2;
Abstr. cuniang, cumang AVb. 18a 14, Ml. 60d 3, Sg. 39a 26,
148b 5, Dat. cumung Wb. 5d 32, 16c 19.
Mit to-ad-com- 'bis wohin reichen': Ipf. Sing. 3. tacmun-
§ 752, 2. 3J Verbal verz. icc-. 555
gad Thes. I 493, 21 (umgebildet tacmaicced LU 84a 26).
Mit for-com- *sich ereignen': Konj. Ipf. Sing. 3. forcuim-
sed Wb. 4d 8; PI. 3. farcuimsitis Sg. 148a 5, farcumisitis
Thes. 11 228, 35; Prät. Sing. 3. for-chomnucuir Wb. 11c 15,
3d 25, farcomnucuir 19c 3, forcomnucuir 22b 8, 28c 14,
forcomnacuir Ml. 16c 5, vgl. 67c 18, for-chomnaccuir 113d 3,
forcomnacair 131c 14, Sg. 148a 6, hi-forcomnucuir AVb.
28b 6; PI. 3. forcomnactar Ml. 51d 13, 145d 8, hi-forcom-
nactar 97a 5; Part, forcmachte Sg. 30b 1, forcmachtae Ml.
120c 8, Nom. PI. forcmachti 34a 10.
Mit in-com- (vgl. § 288 Anm. I 419) 'treffen, eintreffen, sich
ereignen': Konj. Sing. 3. com' ecmi Wb. 5b 35, nad-n-ecmai
Ml. 15d 5, 22c 8, 121c 13, 122b 5, nad-n-ecma LU 71a 14;
Prät. mit Präsensbedeutung at-tot-chomnicc Wb. 6b 13 (vgl.
oben § 644 S. 436); wirkhches Prät. Sing. 1. a-ta-comcus sa
LU 114b 11; 3. adcumaing Ml. 19c 11, a-t-chomaing 24c 16,
cumaing LL 90 b 17 (mit Schwund des proklitischen Präverbs, s.
Wi. Täin S. 952), mir. auch ad-chomaic K. Meyer 18, o-ec-
maing LU 109b 21, con-id-ecmaing, con-eccmoing Rc. III
180, 182; PI. 1. con-ecmaingsem Fei. Epil. 7; 3. adcomcisset
Wb. 4d 13; Abstr. ecmong Wi. 518, K. Meyer 18.
Mit to-in-com- 'sich ereignen': Präs. Sing. 3. do-nd-ec-
maing Ml. 54a.7, vgl. Sg. 137b 5, do-n-ecmaing 40a 16, tec-
maing 9a 11, 29a 1, vgl. 30a 17, 18, 156a 2, tecming 161a 1;
PI. 3. doecmungat Ml. 63c 8, thecmoiigat Sg. 2a 10; Konj.
Sing. 3. do-n-ecmai Monast. Tall. 146, 19, do-t-eccme '(if) thou
happen to be' 160, 10, vgl. 161, 10; 143,24, nach-in-tecma Fei.
Jan. 10; Konj. Ipf. Sing. 3. doecmoised Wb. 5d 26, do-nd-
ecmised Monast. Tall. 143, 6, thecmaised 133, 9; Prät. Sing. 3.
tecmoncuir 153, 19, vgl. 162, 11, mit Verletzung der Synkopen-
regel teccomnocuir Wb. 10a 4, to-nd-echomnuchuir (-ch- =
-c-, -g-) Thes. II 247, 11 (noch weiter umgebildet do-m-chaom-
nacuir Monast. Tall. 144, 7, vgl. 153, 11; mir. do-r-ecgmaiii g
LL 67a 11, fo-r-ecmaing 73b 11, do-r-ecaim 54b 36, § 617
Anm.); Inf. tecmang, D. tecmung, G. tecmaing Ml. 35d 22,
90c 27, 54 a 31 u. s. w.
Mit com-to-in-com-: Konj. Ipf. PI. 3. co chuntecmaistis
gl. ut contingcrent Ml. 102a 24 (künstliche Bildung).
3) Mit ro- 'gelangen, kommen' (roiccu less mit dem Lion.
'ich bedarf): Präs. Sing. 1. roiccu Wb. 23d 9. ricu 32a 5. rui-
556
Verbalverz. icc-
[§ 752, 3
cim Ml. 22c 14, ni riccim Wb. 12 a 33; 2. möglicherweise (mit
der Bedeutung 'man') in corricci 'bis' (vgl. § 414 S. 72) "Wb. 9a9,
ML 42c 27, 137c 8, corici 101c 6, conricci, oricci Wb. 9a 9,
31b 13, Ml. 44b 10, o-da-rici 54c 34, conrici Thes. II 238, 7
u. s. w.; 3. näd ricc Wb. 12a 34, ni ric Ml. 36c 10; PI. 1. ni
recam Wb. 15d 1, con-recam Ml. 83c 3; 3. ru-n-ecat 57b 4,
ro-n-ecat 58d 5, ni recat 3a 14; Ipv. PI. 1. recam Thes. II
348, 8; Konj. Sing. 1. ris sa Wb. 14a 17, mu-riis si Ml. 34a 4,
dia rrisa Wb.9a20, arnad ris Thes. II 353, 5; 2. rois Fei. Epil.
146; 3. rohi Wb. 20c 11, rii 7b3, con-ri 24a 17, co-rri Ml. 125a
11, airnach-ri 22c 1; PL 1. risam Thes. II 304, 9, risam Wb.
12c 9; 2. risid 24b 2; 3. risat 5b 39, arnach-risat ML 112b
20; Konj. Ipf. Sing. 1. risin se Wb. 18a 23, ni risin se 9a 19,
arind-risinn Ml. 92a 5; Fut. Sing. 1. riccub sa Wb. 9a 19,
mos-riccub sa 28c 9, ro-n-icub 18b 14, o-ricub sa 32a 27;
3. ro-n-icfea 14a 25; Prät. Sing. 1. ranac sa, ränac LU 48a
1, 36, ni ränac 130a 34; 3. ränic Thes. II 240, 20, ro-b-änic
si Wb. 16d 10; PL 3. ni räncatar som 6c 31, nad rancatar
Ml. 35b 25, 97d 7, con-raincatar 90d 20; Pass. Präs. Sing,
recar Sg. 45b 1, ro-n-ecar ML 87d 14, ni reccar Wb. 15a 5,
ni recar 12c 3, vgL Sg. 209b 28, nad recar 198b 6; Fut. Sing,
ni ricfider Wb. 13b 28; Prät. Sing, o-richt ML 2a 6; Inf.
richtu Wb. 7a 3, ML 131c 9, Akk. ricctin 108a 10, rigtin
Wb. 28c 9, Dat. richte 17b 6, 7, richtin Ml. 105a 8, c 3,
VgL Thes. I 495, 13 (richtu a lessa LL 120b 46, vgL 121a 12;
später riachtain a lessa Atk. LBr., vgl. comriachtain S. 557,
tiachtain S. 558; Einfluß von ro-saig-).
Mit ad-ro- 'einholen': Abstr. Akk. arrachtin Thes. II 33, 22,
Dat. ärrachtu II 32, 29. S. Sarauw, Irske St. S. 72.
Mit com-ro- 'zusammentreffen, gelangen' (in der unechten
Komposition wird im Mir. zwischen -n- und -r- ein -d- einge-
schoben): Präs. Sing. 3. oricc Wb. 7d 9, frissa-comraic ML
48d 2, 69a 18; PL 3. condrecat WL Täin S. 946, frisa-com-
rac(at>, frisa-comrucat Ml. 69a 19, 23; Ipf. Sing. 3. condri-
ced WL Täin; Konj. Sing. 3. con-comuir Wb. 24a 17; PL 1.
co-t-rissam Thes. II 304, 10, condrisam WL Täin, o-comair-
sera Wb. 33a 9; 3. co-t-risat Thes. II 351, 6; Konj. Ipf. PL 3.
co-comairsitis Ml. 119d 12; Fut. Sing. 3. condricfa WL Täin,
frissa-comricfea Wb. 12c 35; Prät. Sing. 3. condränic Wi.
Täin, conranaic ML 52; Inf. comrac 'Zusammentreffen, Kampf
§ 752, 3. 4] Verbalverz. icc-. 557
Wi. 443, Gen. comraic ML 75a 1, 6a (später oc comriachtain
LU 28b 25). Vgl. cäinchoinrac 'freundlicher Verkehr, benevo-
lence' Wb. 24 b 5 u. s. w.
Mit ceta-com-ro-: Präs. Sing. 2. fris-cita-comrici 'dem
du zuerst begegnest' Thes. II 23, 38; Konj. Ipf. Sing. 3. cita-
coriimairsed Ml. 39c 15.
Anm. 2. Als ein regelmäßiger -»-Stamm flektiert ein Kompositum
mit den Präverbien to-air-cora-ro- (vielleicht ein Denominativ von com-
rac): Präs. Sing. 3. duerchomraici gl. adgregat MI. 110 d 1; PI. 3.
duerchomrac(et) 88c 5; Ipf. PI. 3. duerchomraictis; Prät. PI. 3.
duärchomraicset 61b 16, 17; Part. Akk. PI. terchomraicthi 62c 4;
Abstr. Dat. tercbomruc, tirchomruc, Gen. terchomric, tercbom-
raic 'Versammlung, Gemeinde' Wb. 14b 5, 18c 2, 13 d 18, MI. 125a 1.
Mit com- 'versammeln': Ipf. Sing. 1. conterchomraicinn se Ml.
119a 12; Prät. Sing. 3. chontarch omraic 57a 14; Part. Gen. Sing. Mask.
com therchomraicthi Sg. 3bl; Abstr. comthirchomracc, comther-
chomrac Wb. 7c 8, Sg. 16b 3 (mask. und neutr. Ml. 37c 6, 8).
Mit imb-ro- 'widerfahren': Konj. Sing. 3. co mm-a-ri Wb.
5d 37; Fut. Sing. 3. imm-a-ricfa LU 87b 36, im-ond-ricfa
Corm. p. XXXVII, ni m-a-ricfe LU 56b 29; Kondit. Sing.. 3.
ni m-a-riccfed Wb. 4b 13 (mit unregelmäßiger Stellung des infig.
Pron.). Mit 1° vermischt: conna mm-an-airi S. 552.
4) Mit to- 'kommen': Präs. Sing. 2. con-did-ticci 'bis auf
ihn' Wb. 24b 5; 3. do-da-ic Ml. 123d 3, tic Wi. 822; Ipf. Sing.
3. ni ticed Ml. 41 d 9; Ipv. Sing. 3. ticed; PI. 3. tecat Wi.;
Konj. Sing. 3. co-ti Wb. 8d 25, 26a 5 (zweimal). Ml. 26a 5, o-ti
Wb. 26a 11; PI. 3. arnach-a-tisat 17d 10, co ti'ssat Thes. II
316, 4; Konj. Ipf. Sing. 3. tised Wb. 27c 8, do-da-issed som
Ml. 39c 15, nach-am-thised sa 107b 8, ona tissed 27c 4,
mani thised Wb. 4c 15, condid-tised 21a 1, o-dised 25a 6,
con-tised Thes. II 242, 6; Fut. Sing. 3. do-sn-icfa, do-nd-
iccfa, do-d-iccfa Wb. 5c 5, 29c 4, ticfea 4d 6; PI. 3. du-nd-
icfet Ml. 19b 11; Kondit. Sing. 3. do-n-icfad Wb. 21a 3, nad
ticfed, nach-ab-ticfed Ml. 46a 19, 14; PI. 3. du-nd-icfitis
68a 1; Prät. Sing. 1. tanac sa Zimmer, Gloss. Hib. S. 274, 13;
2. tänac AVi.; 3. do-m-anicc Wb. 12c 9, du-nn-änic 25a 21,
du-da-änaic Ml. 123c 3, tänicc Wb. 30d 11, tanic Thes. I
493, 16, 20, tanaic Ml. 35d 1, tanicc Sg. 66b 17, nuie-tanicc
Wb. 7c 7 (oben I 474), ni-n-tänicc Id 1, vgl. 29b 2, 12b 34a,
5c 10, o-danicc 3c 27, o-tanic a 1, nl-n-tanic Ml. 14 d 4, 37a
15, ni-n-täuaic Sg. 26a 14, vgl. b 2, o-tanaic Ml. 82d 9; PI. 1.
558 Verbalverz. icc-, ith-, [§752,4.753
tancamar; 2. do-n-fäncid; 3. do-dn-ancatar, täncatar Wi.,
doancatar, mani täncatar S. M. III 106, 19, 17; Pass. Präs.
Sing, tecar S. M. Glossar S. 716; Inf. tichtu, Akk. tichtin,
Dat. ti'chte Wb. 25b 28, 14d 2, 19b 20 u. s. w. (mir. tiacbtain,
s. Sarauw, Irske St. S. 921; vgl. riacbtain oben S. 556). Der
Konj. von to-icc- dringt im Mir. in gewisse Zusammensetzungen
ein, die ursprünglich tiag- enthielten: Konj. Sing. 3. fristi Thes.
II 357h, PL 3. imm-un-tisat 300, 6 (Konj. Ipf. Sing. 3. ara
In-imthised 313, 1).
Anm. 3. Die Wurzel icc- kehrt wieder in c. dianc 'entfliehen' (das
im Hiatus häufig erscheinende -h- [Prät. Sing. 3. dihengis Mab. 41, 16
u. s. w.] hat wohl keinen etymologischen Wert); ferner in c. cyfranc
'meeting' (ir. comrac); c. dygyfranc 'to deal together'. Vielleicht be-
ruht das ir. Präsens auf *»Ä'-nä-; daß der mittlere Konsonant nicht wie
in den I 157 besprochenen Fällen geschwunden ist, könnte auf Einfluß der
außerpräsentischen Formen beruhen. Die Konsonantengruppe würde dann
nach I 151 eine genügende Erklärung der Yokalkürze sein; schwierig ist
aber dann noch das -i- des Prät. Pass. ar-icht, -r-icht und der Infini-
tive rieh tu und tichtu. Auswärtige Etymologie I 152. Die Wurzel
ang- ist vielleicht eine idg. Alternationsform zu anag- (§656); auswärtige
Etymologie unsicher.
§753. ith- 'essen' (suppletivistisches Paradigma): Präs. Sing.
1. itiiim Sg. 146b 5; 3. ithid Ml. 137c 2, mit fem. Obj. itius
102a 15, rel. hithes 133a 5, Thes. II 249, 6; PI. 3. ithit Atk.
LBr.; Ipf. Sing. 3. no-ithed LL 112a 11; PL 3. no-ittis LU
23a 11; Ipv. Sing. 3. ithed Atk. LBr. Z. 1023; PL 1. etham
Stokes, Goid.2 73 (Nr. 194); 3. ethat Atk. LBr. Z. 1781 (durch
Entgleisung ist arna hethat Corm. S. 22 unter gelistar als Konj.
verwendet); Konj. Sing. 1. perf. co n-daesur LU 104a 15; 3. estir,
cini estar Wb. 6b 23, 24; Pl.l.perf. co n-dessamar Salt.na rann
1266; Konj. Ipf. Sing. 3. o-essad LL 117a 50; PL 3. no-estais
ML 98b 9; Fut. PL 3. mit Obj. istait Beitr. z. vgL Spracht. VII
50; Kondit. Sing. 3. no-issad Rc. VIII 58, 11; PI. 3. nach
istais LL 260b 38; Prät. Sing. 3. aduaid FeLiLXII 14, duaid
KZ XXXI 254, doid Rc. VIII 58, 11, ni doid LL 261a 17.
nocho-doid 117a 48, nocha-duaid FeL^ XL 21, con-duaid
WL 504; PL 3. dootar Trip. Life 198, 8, dofeotar LL 291b 20,
aduatar FeL^ LXXXIII 2 v.u., mani dotar LL 115a 48; Pass.
Prät. Sing. perf. nico-does Monast. Tall. 129, 22; Part. Dat. PL
eisib Sg. 180b 1 (neph-esse ML 39c 37?); Inf. hithe ML
102a 15, Akk. ithi 56a 13, Dat. idi 124c 8 (vgL comithi gL
commensationes Wb. 20b 21).
§753—755] Verbalverz. ith- — laig-. 559
Anm. Die etymoloj-'ische Beurteilung ist sehr dadurch erschwert, daß
das Verbum erst im Mir. reichlich belegt ist. Es ist mir wahrscheinlich,
daß das e- in gewißen Formen des Präsensstamraes (Ipv.) auf Nachahmung
von ib- 'trinken' beruht; denn es liegt am nächsten, in ithid einen -F-
Stainm zu sehen; vgl. asl. pitati, pitcti 'nähren'; der Inf. ithe stimmt in
der En<lung zu asl. piSta 'Nahrung' (-st- aus -tj-); vgl. I 41. Den Konj.,
das Fut. und das Part, wird man dann auf die Wurzel *ed- (lat. edö, gr.
Fut. (<iof^c(i u. s. w.) zurückführen müssen. Schwierig ist die Erklärung
des Prät. ; das -f- von dofeotar kann nnursprünglich sein; es kann sich
um eine Analogiebildung nach dem Prät. von fo- 'die Nacht verbringen'
handeln (ein semasiologischer Anhalt für die Assoziation mit diesem Verbum
fehlt nicht: der Inf. feis 'die Nacht verbringen' ist mit feis 'Fest am
Abend mit Trank' O'Dav. Nr. 854 identisch). Als älteste Form der 3. PI.
darf man dootar betrachten (auf späterer Kontraktion von -oo' beruht
wohl das -ua- von aduatar u. s. w.); dootar läßt sich als di-od- +
suffixlosem -o-stufigem Prät. von *ed- deuten (oben S. 274); nur ist dann
die öingularform unregelmäßig: man erwartete etwa *dooit mit -t aus
ä -\- d (es sei denn, daß man den Schwund des Vokals zwischen den beiden
^ nicht mit den Fällen wie foit u. s.w. I 325, sondern mit forroichan
I 324 gleichaltrig sein läßt). Aber co n-daesur, nico-does? ist -ae-,
-oe- aus jetzt verlorenen Formen mit -oi^- aus -ud-ed- übertragen?
§ 754. labr- (Deponens) 'reden': Präs. Sing. 2. no-labri-
ther Sg. 159a 2; 3. labraid Ml. 115a 2, ar-id-labrathar Wb.
7d 2, vgl, Sg. 199b 6, 7, rel. labrathar Wb. 12c 19, 14c 29;
PI. 1. rel. labramar ni, labraimmi Ml. 31b 23, 15; 3. ni la-
brätar "Wb. 12b 22, rel. labratar Sg. 162a 3; Konj. Sing. 1.
labrar Wb. 12c 36; 3. nad labrathar Sg. 199b 5, rel. labrathar
Wb. 13a 4, Ml. 35d 22; PI. 1. rel. labraimme Ml. 31b 16; 3.
labritir Wb. 13a 5, nu-s-labratar 12d 28; Fut. PI. 1. ni la-
brafammar 12c 4; Kondit. PI. 3. no-labraifitis Ml. 55a 10:
Prät. Sing. 3. ro-labrastar 126c 10, Thes. II 248, 3; Inf. la-
brad Wb. 12d 7 u. s. w.
Mit frith-: Präs. PI. 3. frislabratar gl. oblocuntur Ml. 55a
10; Ipf. PI. 3. frislabritis 58d 12; Konj. Ipf. PI. 3. frislabritis
61b 24.
Anm. Vgl. c. llafaru 'reden' com. leuerel (Präs. Sing. 1. lauarafl
br. lavaret. Komp. (mit *io-pro-?) abr. torleberieti gl. pythonistarum,
darleber gl. pythonicus. Denominativ von ir. labar u. s. w., oben S. 7.
§ 755. laig- 'sich legen' (vgl. § 569 S. 271): Präs. Sing. 3.
laigid LU 39b 4, vgl. S. M., rel. laiges S. M.; Ipf. Sing. 3.
no-laiged Stokes, Goid.^ 161, 12 v.u.; Ipv. Sing. 3. laiged; PI.
2. laigid se Fel.i XXXII 22, 23; Konj. Sing. 1. i-llius -wo ich
mich legen mag' Thes. II 357, 17 (falls Thurneysen KZ XXXI 97
560 Verbal verz. laig-, la im-. [§755.756
Recht hat); PI. 3. perf. na dellset O'Dav. Nr. 694, na deilset
S.M.IV78, 9; 80,9; Konj.Ipf. Sing. 3. noco-less(ed) LL153a6;
Prät. perf. Sing. 3. dellig LL 204 a 28 u. s.w. (s. Strachan, Trans.
Phil. Sog. 1895 — 98 S.62), ind-dellechuir 'worin er sich gelegt hat'
Trip. L. 240, 20; Ph 3. dellgetar LL 43b 22; Lif. lige Wi. 662.
Mit com-: Fut. Sing. 3. conlee la Cäintigirn 'wird bei C.
schlafen' Imram Brain § 51. Das Abstr. coblige 'Beischlaf Wi.
434, PI. Dat. cobligib Wb. 6a 31 (vgl. I 167) enthält nach
Thurneysen, Handb. 120, com-fo-.
Mit frith-: Abstr. freslige 'act of lying down' S. M., Corm.
Transl. 6 (adart), vgl. O'Dav. Nr. 1005, 1011, Gen. fresligi
Wb. 3d 4.
Anm. Die Vokalgebung des Präsensstamms (-a-) stimmt mit gaib-
'nehmen, haben', said- 'sitzen'; vgl. § 28, 7. Zur Etymologie vgl. I 98
(c. gwely enthält das Präverb *m^;o- und ein dem ir. lige entsprechendes
Nomen). Vgl. noch luig-.
§ 756. laim-, Deponens, 'wagen' (vgl. § 571,2): Präs. Sing.
1. ro-laumur, rii-laimur Wb. 17a 8, c 21, ro-lomur Ml. 21b
5; 3. ro-laimethar Wb. 5a 15, 9c 3, na laimeda(r) (zu lesen
r-a-laimedar?) 17c 19; PI. 1. .. laimir sni [Wb.] 15c 20, ro-
laimemmar Wb. 15c 19, nicon-laimemmar ni 17b 8; PI. 3.
ni Hb matar (zu lesen ni lamatar) Ml. 69b 3; Ipf. Sing. 3. na
laimed LL 69a 38; PI. 3. ni laimtis 114a 24, na laimtis 64b
2; Ipv. PI. 3. na laimetar Ml. 60d 6; Konj. Sing. 1. ro-Uämar
Sg. 171b 1; 3. ni . . lämathair (statt -thar) LU 49a 38; Konj.
Ipf. Sing. 3. no-lamad 101b 6; Fut. Sing. 3. ro-t-lemathar
Wi. 269 Fußnote, noco-lemaither LU 63a 15; Prät. Sing. 3.
ro-lämair 112a 37, vgl. Fei. Prol. 58, LL 227a 37, ni lämair
LU 81a 41, vgl. 82a 33; PL 3. ro-lämratur oben S. 386 (ganz
unursprünglich ist ni ro-lamsatar LL 121b 22, vgl. 227a 36);
Pass. Präs. Sing. rel. lamar (ohne ro-!) S. M. I 96, 18; Ipf. Sing,
onä laimtheä LU 50b 20; Fut. Sing, ni lemthar LL 266a 27;
Abstr. N. Akk. PI. in na letena gl. ausus Ml. 16 c 2, 38 d 6
(jünger laimiud Wi. Täin S. 755 ^i).
Mit fo- 'nahe daran sein etwas zu tun', 'versuchen': Präs. Sing.
3. folamadar Trip. L. 208, 4 u. s. w.; Fut. Sing. 3. folimathar
LU 104a 38, 110a 49 (-i- statt -e- ist auffäUig; vgl. aber die Be-
merkungen über den Futui-stamm in der Anni. S. 561); Prät. Sing. 1.
con-folmaissiur Ml. 50d 8; 3. folamastar Trip. L. 80, 1, co-
folmastar LU 102a 20; Pass. Prät. Sing, fo-m-lämas bädud
§756. 757] Verbalverz. laim-, leg-. 561
'Ertrinken war nahe für mich' Wb. 17d 4; Inf. Dat. folmaisiu
LU 60b 44, falmaisi 52b 9, folmasi, folmaisse, folmaisi LL
74a 19, 32, 34, 108b 41.
Mit air-fo- 'vorhaben, im Begriff sein auszuführen': Präs.
Sing. 3. ar-a-folmathar Sg. 147b 4; PI. 3. arfolmotar Rc.
XII 88, 2; Pass. Prät. Sing, arfolmas dun insin Wb. 21a 2.
Anm. Das Prät. Pass. auf -s könnte eine Analogiebildung nach ro-
closs, ro-fess sein, veranlaßt durch die gemeinsame Präverb regel der
drei Verba (§571,2). Ein Futurstamm lilma- wäre anzunehmen, wenn die
Änderung von ni Hb matar Ml. 69b 3 in ni lilma tar und die Lesungen
conlilf athar, conlilfadar, nocho-lilfaithir statt des in LL und
YBL überlieferten conlindfathar, conlinfadar, nocho-linfaithir
(K. Meyer S. 474) sicher stünden (oder wenn die Formen mit -nf- lautgesetz-
lich aus älteren Formen mit -Im- entstanden wären). Dann wäre zu den
obigen Zusammensetzungen noch ein Komp. mit com- hinzuzufügen.
Vgl. c. llafasu, llyfasu 'wagen'; com. lauasos 'wagen dürfen,
Erlaubnis haben' (me a-th pys a lauasos 'ich bitte dich um Erlaubnis';
zum Inf. mit a nach pysy vgl. 0. M. 702, y-th pysaf a ry thymmo
cvsyl tha 'ich bitte dich, mir einen guten Rat zu geben' 0. M. 1567, vgl
376), Konj. Ipf. Sing. 1. leuesyn, PI. lauassen; mbr. lafuaez 'licit'
auch wohl c. cyflafan 'action audacieuse, coup d'audace', s. Loth, Rc
XXXII 304 f. Vgl. oben I 339 Z. 13 u. 31. Ist wohl, wie Ernault Dict
322 vermutet, mit läm 'Hand' (I 53) verwandt. Ir. dilmain 'free, per
missible, lawful' ist wohl nicht als di-lmain zu analysieren und zu lam
(Stokes, Beitr. z. vgl. Sprachf. VIII 332f., Job. Schmidt, Kritik der Sonanten-
theorie lOG) oder zu laim- zu stellen, vgl. oben S. 62.
§757. leg- 'lesen' (-«-Stamm): Konj. Ipf. Sing. 3. no-le'gad
Sg. 148a 6; Prät. Sing. 1. ro-llegusa ( us sa) Wb. 19a 6,
ni roilgius Sg. 148a 10; 2. ro-legais Wb. 28d 7; 3. in ro-
leg, in ro-leg Sg. 148a 6; PI. 1. ru-n-da-legsam ni Ml, 24d
24; 2. ro-legsid Wb. 7b 23, nad roilgisid si Ml. 17b 18; 3.
ro-legsat 24d 24; Inf, legend neutr,. Dat. legund. Gen. le-
gind Ml. 84d 4, Wb. 18 d 6, 12c 3 u. s. w.
Mit air- 'vorlesen, rezitieren': Präs. Sing. 3. arlega Sg. 211b
13; Ipv, Sing. 2. airlech 24a 14; Konj. PI. 2. con-arlegid si
Wb. 27d 14; Prät. Sing. 3. con-da-arleg Ml. 43b 14; Pass. Präs.
Sing, ar-a-llegthar Wb. 9b 3, 18a 24; PI. ar-a-legatar Sg.
213a 9; Konj. Sing. co(n)-arlegthar Wb. 25c 30, o-ärKTgthar,
perf. arroilgither 27d 13; Inf. airlegend Wi. 19, 37.
Anm. Lat. Lehnwort, s. I 222, 225, wo auch brit. Formen angeführt
sind. C. d-ar-llen, d-ar-llain 'lesen' stimmt mit Bezug auf die Prä-
verbia mit ir. airlegend. Der Inf. und die finiten Formen haben sich im
Brit. gegenseitig beeinflußt : nie. Konj. Sing. 3. darlleo u. s. w., nc.
Pedersen: Vgl. kolt. Gramm. II. 3ß
562
Verbalverz. leg-, leic-.
[§ 758. 759, 1
darlleno, Präs. Sing. 3. nc. derllyn; br. lennez, lennit 'du liesest,
Ihr lest'. Im Com. ist das alte Verbuni 'lesen' durch das engl. Lehnwort
Inf. redye verdrängt worden.
§ 758. leg- 'sich auflösen, zerechmelzen' (regelmäßiger -ä-
Stamm): Präs. Sing. 3. rel. legas Sg. 5a 10, IIb 1; Inf. legad,
Gen. legtha, lechtha Wb. 13d 2, Ml. 38c 9, Sg. IIb 2 u. s. w.
Mit di- 'zerstören, vernichten': Präs. Sing. 3. dolega Ml.
46d 6, 62b 20; Konj.Sing.2. ni de-r-legae siu 74d 13; Kondit.
PL 3. du-s-leichfitis 84c 20; Pass. Ipv. Sing, dilegar 127b 5
(als von einem -e- : -o-Stamm); Konj. Sing, du-n-dam-legthar
126d 10; Prät. Sing. perf. duroilged Wb. 2c 16; Inf. dilgend,
dilgent neutr. Sg. 52a 9, Ml. 33c 13, 48b 1, 53d 1, 83a 12,
ZfcPh. VII 480, 14, Dat. dilgiunn Ml. 33c 15, Gen. dilgind,
dilgint 48 b 17, 130 d 11. Der Inf. ist nach dem Muster von
leg- 'lesen' gebildet.
Mit fo-: Präs. Sing. 3. fo-llega '(die Tinte) läuft aus' Sg.
190 a ßand (Thes. II XXI).
Anm. Die intransitive Bedeutung von leg- und fo-leg- kann auf
subjektloser Verwendung eines transitiven Verbums beruhen. Zur Etymo-
logie vgl. I 123.
§ 759. leic- 'lassen' (-i-Stamm): Präs. Sing. 3. na-nd-
leicci Wb. 3d 13, ceni-d-lßci Ml. 30a 10; PI. 2. dia-leicid
Wb. 13b 12; Ipv. Sing. 2. leic 6c 7, 8, Sg. 222b 4; PI. 2. lei-
cid Wb. 6b 29; Konj. Sing. 2. co lece Ml. 103d 16; Fut. PI. 1.
leicfimmi ni, rel. leicfimme 14d 10, 8; Prät. Sing. 2. ro-m-
leicis se 44b 10, 11; 3. leics-i 'ließ ihn' Ml. 52, ni leic 58c 6,
r-a-lleic 53b 6, ni re-lic'23b 4; Pass. Präs. PI. nad l^ecetar
76d 15; Ipf. Sing, no-leicthe Thes. I 492, 22; Fut. Sing, leic-
fidir Wb. 6b 30, ni leicfither Ml. 90a 9; Prät. Sing, ro-le'iced
Wb. 5b 3, nach-rei-lced Ml. 49a 10; PI. ro-leicthea 90c 9;
Gerundiv leicthi Wb. Ic 12; Inf. leciud Ml. 105b 16, leiciud
Sg. 127b 3. Nir. leigim 'I let, leave'. ro- > re- war vermut-
lich nur vor einem im Wortinnern schwindenden -e- lautgesetzhch;
also -rei-lced lautgesetzlich, -re-lic analogisch; vgl. unten 4°. Es
handelt sich also um ein mit der in § 253, 2 I 368 f. belegten
Eegel paralleles Gesetz; vgl. § 684, 3 und § 585, 28 S. 300.
1) Mit to-ad- (vgl. Sarauw, Irske Studier S. 87) 'heranlassen,
nachgeben', mir. auch 'liebkosen, beschwichtigen': Präs. Sing. 3.
du-d-failci don 'gibt nach' Ml. 111b 23 (don 'Stelle'); Ipv. Sing.
2. talaig 'cherish' Wi. 799; Konj. PI. 2. ni ta-r-licid traigid
§759,1—3] Verbalverz. leic-. 563
'gebt nicht nach' Wb. 23c4 (traigid Akk. 'Fuß'); Konj. Ipf. Sing.
3. dufailced Ml. 35c 2, ara tailced Thes. II 240, 22; Prät.
Sing. 3. dofa-r-laic I 491, 30, nad tairlaic Ml. 131b 2; Pass.
Konj. Ipf. Sing, o-da-r-licthe Wb. 15c 13; Inf. tailciud Ml.
131 d 14, Thes. II 235, 15, talgud LU 127a 33.
Mit to-ad-to-ad- 'liebkosen, beschwichtigen': Fut. Sing. 2.
do-n-atalcfe Ml. 69c 6; Prät. Sing. 3. o-ro-tatailc 138a 7;
Pass. Ipf. PI. duatalictis 130c 19; Abstr. PI. inna tatalc 144c
6. -Ic im Auslaut ist Analogiebildung nach Formen mit lautgesetz-
licher Synkope (nach Formen, in denen -leic- eine Binnensilbe
mit schwächster Betonung war: ara tailced u. s. w.).
2) Mit air- 'leihen': Pass. Präs. Sing, ar-ä-leicthar, dian-
airlicther Ml. 127a 18, 15; Fut. Sing, arleicfither 57a 13;
Prät. Sing, ar-a-rei-lced, o-r-airleced 36a 30, 29; Inf. airli-
cud Wb. 16c 17, 31c 5.
Mit com-air- 'wohin kommen lassen, erlauben': Präs. Sing. 2.
conairleci Ml. 59c 10, vgl. 105c 9; 3. oairleci 27d 10, 40d 6,
44d 21, vgl. 54a 10; PI 3. conairlecet 121b 12; Ipv. nach-
chom[ni]airlic 32d5; Konj.Sing.2. in-dan-comairlece ni 77d 7
(eine verschriebene Indikativform ?) ; 3. con-damm-airleicea 38a 11,
mani-s-comairlecea 57c5, vgl. 56c 7, 27a 7, 32d5; Fut.Sing. 1.
nad comairleciub 31c 15; Prät. Sing. 1. con-r-airleicius 74c
15; 2. o-id-r-airlecis siu 87a 8, in-da-ro-n-comarlecis ni
77d 6 (vgl. oben S. 145, 246); 3. con-r-airleic 32c 4, vgl. 44d
16, 125a 9, nant-ro-chomairleic som 53d 9; Pass. Präs. PI.
conairleicter 62b 19; Konj. Sing, oairleicther 32d 17; Konj.
Ipf. Sing, airna comarleicthe 5; Part, comarleicthe 105b 1,
vgl. 20b 14, 27a 11; Gerundiv comlarlecti ZfcPh. YII 484; Inf.
comairleciud Ml. I23a 11, vgl. 44d 20, 87a 7, 9, 125a 10.
3) Mit od-ess- (bei unechter Komposition des ersten Präverbs
ess-od-) 'öffnen': Präs. Sing. 3. asoilgi Corm. 26, 22 (ZfdA. XXXII
282); Prät. Sing. 3. asoilgg, asoilg LU 59a 39, 40, a-tn-oilc
134b 1 (zur Synkope vgl. unter 1° und 4°); Inf. oslucud xMl. 46b 5.
Mir. oslaigid 'er öffnet' Wi. 726 (als Simplex behandelt), nir. os-
glaim 'I open' beruht auf den air. echt komp. Formen (und auf
den unecht komp. Formen von ersolcud mit Schwund des prokhti-
schen Präverbs); mir. Fut. Sing. 3. oislecaid KZ XXVIII 344
ist eine Neubildung (vgl. § 611 Anni. 5 S. 363).
Mit air-od-(e)ss- 'öffnen': Präs. Sing. 3. ar-n-da-osailci
Sg. 147a 2; PI. 1. arosailcim (zu lesen -cem) Ml. 98a 4: 3.
36*
564
Verbal verz. leic-.
[§ 759, 3. 4
ar-da-osailcet 46a 11; Ipv. Sing. 3. ersoilced 127a 20; Konj.
Sing. 3. ar-an-osailcea 24cl 19, 36b 8, 42b 12; PI. 3. ar-an-
osailcet 11, ar-n-da-ersoilcet 46a 12; Konj. Ipf. Sing. 3.
arosailced 39c 19, 110a 5; Fut. Sing. 1. arosulcub sa 37d21;
3. ni ersoilcfea 107d 11; Prät. PI. 3. nicon-airsoilset (statt
-leset) 31b 9; Pass. Präs. Sing, arosailcther 14c 15, 19, 27b 3;
Konj. PI. ar-an-osailcter 131c2; Kondit.Sing. nach-aib-ersoilc-
fithe; PI. nad-n-ersoilcfitis 46a 14, 19; Part, ersoilcthe 22a
11, b 1, vgl. 46a 7, 100c 24, Sg. 147b 7; Gerundiv ersailcthi
Ml. 14d 2; Inf. ersolcud 46a 22, 23, 55a 18, 120d 5, irsolcoth
Wb. 22d 27, ersolgud Sg. 107a 3, Gen. «rsoilcthe 14a 16.
Mit to-od-ess- 'lösen': Präs. Sing. 3. dufuasilci Ml. 127a
17; PI. 3. dofüasailcet Sg. 27a 2, dofuasalcat 19a 1; Konj.
Sing. 2. dufuasailce Ml. 29b 10; 3. perf. do-n-fo-r-slaice
(statt -ea) Thes. II 301, 7; Prät. Sing. 3. du-n-fo-r-sailc Ml.
125a 9, rel. tarslaic Thes. II 304, 1 (dorosilc Ml. 58a 11 ge-
hört nicht hierher, s. Sarauw, Irske Studier S. 138); Pass. Präs.
Sing, dofuasailgther, dofuasilcth(er) Sg. 71a 19, 18a 6; Fut.
PI. tuäslaicfit(er) LU 34a 28; Prät. Sing, dofo-r-sailced Ml.
118d 20, tofo-r-sailced 131d 1; Part. PI. Nora, tuasilcthi 91c
8, vgl. 32d 5; Inf. tuassulcud, tuasulcud 53c 14. 45d 16, 46a
21, 105d 10, Sg. 74b 3, tuasolcud 157b 7, tuasulgud Ml. 46c
17, 116c 2, tüaslucud Wi. 853. Durch Schwund des prokliti-
schen Präverbs entstand nir. fuasglaim 'I release, redeem' (schon
mir. Konj. Sing. 3. ro-n-fuaslaice Wi. 581).
Mit huad-to-ess-: hüatuasailcthae gl. absolutum Sg. 30b 4.
Anm. 1. In den unter 3° genannten Verben hat Wi. 853 Komposita
von leic- erkannt; vgl. auch Zimmer, Kelt. Stud. II 18 (später hat Zimmer
ZfcPh. VII 276^ an die Wurzel sluic- gedacht). Thurneysen, Ec. VI 138,
148 setzt eine Wurzel salc- an (die man aber, da das -c- als -g- zu lesen
ist, nicht mit Vendryes, MSL XV 360 ff., zu gr. f'Azto stellen darf); Handb.
II 100 setzt Thurneysen dagegen eine Wurzel olg- an. Indessen kann
der zwischen -/- und -^- mehrfach erscheinende Vokal (air. oslucud u. s. w.)
nicht sekundär sein (mir. dibrugud = diburgud S. 476 genügt nicht
zum Gegenbeweis).
4) Mit to- '(kommen) lassen, werfen': Präs. PI. 3. dolleicet
Wb. 13b 13, dolecet Ml. 121b 12, du-s-leicet Thes. II 11, 41;
Ipf. PI. 3. (nach-a)n-t(eilc)tis Ml. 146c 2; Ipv. Sing. 2. teile Thes.
II 258, 12 (die Synkope ist analogisch); PI. 2. nach-a-telcid Wb.
15d4; Part. Dat. teilcithiu Ml. 54d 11; Inf. teilciud, telciud,
teilend 112b 12, 118d 11, 15 (tailciud 131d 14 durch Ver-
§759,4—761] Verbalverz. le'ic len-. 565
mischuiig mit 1°). Nir. teilgim 'I throw' (zur Aussprache vgl.
I 329). to- > te- nach derselben Regel wie ro- > re- bei dem
nicht mit wortbildenden Präverbien versehenen Verbum.
Antn. 2. Ir. leicim gehört zu lat. 1 in quo u. s. w. (I 130, 152) und
hat also ursprünglich die Bedeutungen 'verlassen, überlassen' u. s. w. (die
Bedeutungen des frz. 'laisser') ; airlicud 'leihen' stimmt zu got. leih^an.
Aus der Bedeutung 'entlassen, gehen lassen' entwickelt sich aber die Be-
deutung 'entsenden, fortgehen machen' u. s. w. Vgl. einerseits leics-i
huad 'er ließ ihn gehen; er hinderte ihn nicht, weiterzugehen' Ml. 52,
andererseits no-leicthe fon dithrub '(der Bock) wurde in die Wüste
hinausgejagt' Thes. I 492, 22, leic uäit inna biada milsi 'cast from
thee the sweet foods' Wb. 6 c 7. Diese Bedeutungsentwickelung ist keines-
wegs auffällig; sie hat auch bei dem germanischen Verbum 'lassen' statt-
gefunden, das nach der Etymologie (vgl. got. lata 'lässig') gleichfalls ur-
sprünglich die Bedeutungen des frz. 'laisser' gehabt hat: aengl. Itetan 'to
leave behind ; to let go, send forth'; an. lata upp '(die Türe) aufmachen'
(vgl. oben 3°).
Mit ir. leicim ist mc. ellwng 'to disraiss, dispatch, let; to shed
(blood)' trotz der Übereinstimmung der Bedeutungen nicht (wie Zupitza,
KZ XXXVI 58', annimmt) verwandt; denn das mc. Wort hat nicht alte
Tenuis, sondern alte Media (Part. eUyngedig). Es gehört wohl zu ir.
in -long-).
Mbr. erlecguez 'mutuum' scheint aus dem Ir. entlehnt zu sein (vgl.
die in § 97 Anm. I 161 besprochenen Fälle).
§ 760. le-n- 'folgen' (wird mit der PräjD. di konstruiert):
Präs Sing. 3. lenid Wb. 5c 16, lenaid Sg. 9b 17; Ph 3. lenit
Wb. 29 a 23; Konj. Ipf. Smg. 3. no-liad ZfcPh. III 249, 19, Rc.
XI 446, 55; Fut. Sing.2. lile-ssa Fei. Prol. 309, 311; 3. rel. liles
Wb. 10a 5; PI. 3. lilit Trip. L. 180, 26; Prät. Sing. 3. ro-d-lil
LU 42a 33, ro-lin (zu lesen -lil) Ml. 54d 7, ni lil Thes. II 291,
16 (mit der Präp. la konstruiert); PI. 3. ro-leldar Ml. 96c 13;
Abstr. (Dat.) lenamain 101b 1.
Mitaith-: Abstr. athle 'track' K.Meyer, Betha Colmäin 122,
a haithle (mit dem Gen.) 'nach' Wi. 357, a äidlea Wb. 18c 11,
a athaithli K. Meyer, Contrib. 143.
Anm. Die Bed. 'folgen' ist aus 'an etwas kleben (intrans.)' entwickelt;
vgl. lat. linö 'beschmiere', skr. /«-nä-<i 'schmiegt sich an'. Mit älterer Bed.
ir. Dat. PI. lenoranaib gl. lituris Sg. 3b 4, abr. linom gl. litura.
§ 761. len- mit ess- 'besudeln' (regelmäßiger -«-Stamm):
Präs. Sing. 1. aslenaimm Sg. 54a 8, vgl. 17a 1, aslennim 173a
4; Ipf. PI. 3. aslentis Ml. 74c 3, a-t-lentaisom (= -tais som;
die Dehnung nach § 202) 22a 4; Prät. Sing. 3, ru-n-eillestar
63 a 14 (-11- aus -ln-\ die Mouillierung wegen des ausgefallenen -e-);
566 Verbalverz. len lin-. [§ 761—764
PL 1. iiad r-eildisem iii d 15 (-Id- = -II); 3. as-ru-lensat
74a 3; Pass. Präs. Sing, asslentar, aslentar 92d 12; Konj. PI.
aslentar 129c 17; Konj. Ipf. Sing, aslentae Sg. 64a 18; Prät.
Sing, as-ro-llennad Ml. 124d 17, ro-heilled 127a 13; PI. as-
ru-lenta 28a 22, 100c 18; Part, eilnithe Wb. 31b 29, 22c 11,
Gen. eillidi Ml. 63a 16; Gerundiv eillnithi 128d 2; Inf. seUned
Wb. 8d 6, hsellned Sg. 55b 11, a helned 'sie zu besudeln' Wb.
IIb 9, Nom. Akk. Dat. eilled, elled Ml. 22b 1, 137c 5, 92d 12.
Anm. Hierher stellt man auch das Partizipium druailnithe,
druailnide 'verdorben' Wb. 13 d 20, 30c 18, Sg. 202b 3, vgl. 163b 7,
Ml. 76a 5, 4 und das Abstr. druailned 'corruption' 38c 9 (lautet im Mir.
mit t- an: Pass. Prät. Sing, ro-tr uaillned 'was corrupted' Corm. gabur).
Die Deutung der dann anzunehmenden Präverbia ist schwierig, vgl. I 495,
II 11. Was as-len- (as-lenn- durch Einfluß der synkopierten Formen,
in denen der Nasal unmittelbar nach -1- die unlenierte Aussprache an-
nehmen mußte) betrifft, so darf man unbedenklich annehmen, daß das -n-
ursprünglich präsensbildend gewesen ist. Das Verbum ist mit dem vorher-
gehenden zweifellos etymologisch identisch; vgl. zur Bedeutung lat. oblinü.
§ 762. lig- 'lecken': Präs. Sing. 1. ligim Sg. 176a 1; Fut.
PI. 3. lilsit Ml. 89d 14 (Kondit. Sing. 3. a-tas-lilad LL68a 10
ist ganz unregelmäßig: Kondit. statt des Konj. Ipf.; a- statt no-
oder ro-; das infigierte Pron. unregelmäßig; die Verbalform ana-
logisch); Prät. Sing. 3. ro-leluig Wi. Täin S. 171^; PI. 3. lel-
gatar LU 57b 19. — Vgl. l"lOO.
§ 763. li-n-: Abstr. lie 'a liood' Ml. 81c 3, lia Wi. 662,
Thes! II 315, 4.
Mit to-od-: Abstr. tolae neutr. 'a flood' Ml. 93b 13, töla
Thes. II 229, 32. Mit in d -to-od-: Abstr. Dat. intölu Thes. II
27, 33.
Mit to- 'manare, pullulare, pollere': Präs. Sing. 1. dolinim
Sg. 158a 1, 173b 1 (hier gl. polluceo; richtige Glossierung?); 3.
dolin Ml. 2a 9, 68b 11 (hier gl. manere; falsch), 30 c 13 (gl. ap-
pendat; richtig?); PI. 3. dulinat Ml. 56a 14, 83c 7; Ipf. Sing. 3.
dolinad 133c7; Konj. Sing. 3. dolina tola 'whom floodsoverwhelm'
S. M. IV 220, 12; Prät. Sing. 3. do-ru-lin 64c 18; Abstr. tuile
neutr. 'flood' Thes. II 14, 35, vgl. II 24, 34, Ml. 51b 2. Mit
ind-to-: Abstr. Gen. intuli 129d 10.
Anm. Vgl. ThurneyseB, Handb. 333; falsch oben I 351. Hierher ge-
hört wohl noch foröil, furoil 'superabundance; excessive' Wb. 14 d 30,
16c 22, 27c 16, 10 d 10 (mit fo-ro-od-) und deroil 'gering' 18a 7, Ml.
88b 4, 90b 5, 92d 11. li-n- ist idg. * jü-neu-, vgl. skr. pr-nü-ti 'füllt'.
§ 764. lin- 'füllen' (regelmäßiger -ä-Stamm): Präs. Sing. 3.
§764.765,1—2] Verbalverz. liii-, ling-. 567
Ifnaid Ml. 38d 9, nu-n-d-lina 19b 5; Kondit. Sing. 3. iio-
linfed 25a 8, vgl. 11; Prät. Sing. 3. ro-lin Wb. 22b 13, vgl.
20d 11, Ml. 64d 16; Pass. Präs. Sing, lintair 25a 9, rel. lintar
Wb. IIb 13, no-n-lintar ni Ml. 18c 3; Ipf. Sing, no-lintae
32b 6; Konj. Ipf. Sing, nu-lintae 32b 15; Fut. Sing, linfider
(rel.) 103a 10, no-m-Iinfider sa, no-m-linfither sa 33b 6,
40a 18; Part, lintae 63d 12, vgl. 68a 14, 25c 16, 44d 9; Inf.
li'nad Sg. 198b 4 u. s. w.
Mit fo- 'voll machen, supplieren': Präs. Sing. 3. fo-d-lina
Wb. 14b 7, vgl. Ml. 122d 5; Konj. Sing. 3. fulina 45c 10; PL
3. folinat Wb. 24d 25; Fut. Sing. 3. folinfea 12d 14; Prät.
PI. 1. perf. furoillisem Ml. lOOd 8 {-II- aus -ln-\ diese Deutung
ist des Sinnes wegen wahrscheinlicher als die Deutung aus fo-sli-);
Pass. Präs. Sing, follintar 123a 10; Konj. Sing. perf. con-ru-
failnither Wb. la 9; Inf. fuillned Ml. 26c 6, fuilled 69b 6.
Mit to-: Abstr. tuilled 'Hinzufügung' Wi. 856.
Anm. Ist ein von einem Adj. 'voll' (vgl. lin 'volle Zahl' I 50) abge-
leitetes Denominativum.
§ 765. ling-, leng- 'springen': Präs. Sing. 3. lingid sem
Thes! II 15, 43; PI. 3. rel. lengtae Ml. 129c 20; Konj. Sing. 3.
rel. lias 33c 8; Kondit. Sing. 3. o-ribuilsed LU 63b 4 (die air.
Syntax würde einen Konj. Ipf. perf. erwarten lassen; rib- ist aber
wohl die RedupHkationssilbe *lib-); Prät. Sing. 3. ro-leblaing
Fei. März 5 (Neubildung o-lingis LL 109a 5); Inf. leim Wb.
5c 16, vgl. Sg. 106b 8. Vgl. tri athleim gl. resultando Thes. II
5, 26.
1) Mit com- 'kämpfen': Abstr. Akk. PI. cuimlengu gl. con-
gressus Ml. 112b 8, vgl. K. Meyer 445. Davon abgeleitet cuim-
lengaig- 'kämpfen': Gerundiv cuimlengaigthi Ml. 16a 11.
2) Mit fo-: Prät. perf. Sing. 1. foroiblang sa gl. praeueni
Ml. 95d 11, forroiblang sa ds. 107d 13; 2. foroiblang gl.
praeuenisti 43d 16; PI. 3. fo-rru-leblangtar gl. subsiluerunt
129c 21; Pass. Prät. PI. foroiblachta gl. sunt praeuenti 58d 6.
Der Ersatzdiphthong ist nicht lautgesetzlich, da das -e- in -leblaing
nicht zwischen zwei gleichen Konsonanten stand. Die Bedeutung
'praeuenire' hat sich aus "hinzuspringen" entwickelt; die Verwendung
des Verbums als AVicdergabe von 'subsilire' ist künstlich (und auch
die Form forruleblangtar ist künstlich).
Mit to-air-fo- 'herabspringen': Fut. Sing. 2. co tarblais LU
83b 14; Prät. Sing. 3. doeirbling, doarblaing Thes. I 488. 20,
568 Verbalverz. ling- — lo-n-g-. [§765, 2—767, 1
21, 22, tairbling, tarblaing Wi. 803, tarmlaing LL 59, 32,
neugebildet mir. tarblingis, tuirlinges; PI. 3. taurlaingset;
Inf. turlaim Wi. 803. Auf das Vorhandensein des Präverbs -fo-
deuten die schwankenden Schreibungen tair-, tuir-, taur- (-ö-,
§ 238 I 339); auch kann die Bedeutung 'herab' nicht von air-
bewirkt sein. Die Präverbgruppe to-air-fo- auch in tairinnud
§ 733, air-fo- in airitiu § 712.
Mit rem-fo- 'praeuenire' : Ipv. Sing. 2. remfolaing Ml. lOOd
12, vgl. 44c 24; Konj. Sing. 3. remifoil gl. antecipiet 23a 8.
3) Mit to- 'herspringen, entgegenspringen': Präs. Sing. 3. do-
ling Corm. 37 Z. 26; Ipf. Sing. 3. dolinged LU 128b 8; Prät.
Sing, 3. dolleblaing, dorroeblaing LL 250a 28, 251b 15.
Anm. Über die Etymologie vgl. § 614 Anm. 1 S. 368. Über c. llam
br. lamm = ir. leim s. I 47.
§ 766. long- 'essen, trinken' (-o- : -e-Stamm): Präs. Sing. 1.
ni luiigu LL 261a 41; 3. loingid LU 60a 19, rel. loingis
Monast. Tall. 131, 19; PI. 3. longait YBL 118b 5; Konj. Sing.
2. ni longe; 3. co longe (zu lesen -a) Thes. 11258,31 (das Ver-
bum bildet also im Spät- Air. einen -ä-Konj.; älter sind die später
überiieferten -s-Formen: Sing. 1. geini-s lu(s) sa 'though I drink
it not' O'Dav. Nr. 329, vgl. 1163, AfcLex. I 242; 3. oa ra-lü sa
(statt som) The Monastery of Tallaght 145, 21; PI. 1. loisiom
Goid.3 78 Nr. 194; 3. lusait O'Dav. Nr. 1195, ad-lüsat (zu lesen
ro-lüsat) Monast. Tall. 147, 24; Konj. Ipf. Sing. 3. ara lüsad
143,1; PI. 3. n-a-lüstis 129, 21: Pass. Konj . Sing, lusair AfcLex.
I 242, vgl. O'Dav. Nr. 329, 1163); Inf. longud Ml. 56a 13. Vgl.
c. llewa (die oben I 107 vorgetragene Deutung ist unhaltbar; eher
ir. long- aus *lu-n-g-, c. llew- Umlaut von hvit* low- aus '^lug-,
§ 59, 3 I 98).
§ 767. lo-n-g-. 1) Mit fo- 'fulcire', 'tragen, ertragen': Präs.
Sing. 1. folung Thes. II 42, 18; 3. foloing ZfcPh. VII 482, Wb.
29d 17, folloinc Thes. II 47, 31, nad fulaing Ml. 77d 3, 6;
PI. 1. follongam Wb. 14b 15, ni fulgam ni, ni fulgam, nad
fulgam Ml. 77d 6, 7; 2. ni fulngid si Wb. 8c 3; 3. folongat
Ml. 35a 3, nad fulngat 122a 8; Ipf. Sing. 1. fulungäin 86c
13; Ipv. PI. 2. fulget [Wb.] 20c 5 (statt -ith); 3. fulngat Ml.
60d 4, 7; Konj. Sing. 1. fulös, follös 33a 2, 62b 12, (co) fuUos
58c 12; 3. follö, fu-n-d-lö, follo lOOd 10, 32 d 2, 18, nad ful,
onach-ful 32d 5, 129a 5; PI. 1. ara fulsam Wb. 14c 2a, perf.
nad fo-chom-olsam Wb. 14b 15; 2. perf. nad fo-chom-alsid
§767, IJ Verbalverz. lo-n-g-. 569
IIb 2; 3. follosat Ml. 69a 7, 118a 11; Konj. Ipf. PI. 3. folo-
stais 104c 5; Fut.Sing. 1. folilus sa Wh. 23b 2.5, näd foelusa
LU 88a 19 (statt des Konj.); 2. ni f^lais 69b 8, vgl. S. M. I
264, 9; 3. ni faol {-ao- = air. oi) S. M. IV 384,3 v. u., als Konj.
verwendet cenidh fsel Anecdota from Ir. manuscripts I 75, 7;
PI. 2. ni ficlsaid LU 72a 9; 3. folilsat Wb.25d 15, Ml. 80a 13;
Kondit. Sing. 1. fulilsain se 73d 1; 3. ni foelsat (zu lesen -ad)
LU 96b 35, ni-s-fa'lsad 26a 16; PI. 3. ni foi<l>sitis Wb. 15a
20; Prät. perf. Sing. 1. focoemallag sa Thes. II 1, 25 (vgl. oben
1325); PI. 3. focoimlacbtar Ml. 47c 6; Pass. Fut. Sing, fuli-
lastar 109b 7, nochan-faelustar S. M. Y 312, 1 v.u.; Kondit.
Sing.fulilast£eLU20a24; Part.fulachtae Ml. 88b 12; Inf. folog
[Wb.j 17b 23, fulach Ml. 22d 9, 32d 4, folach S. M., fulang,
Dat. fulung Wb. 14b 18, 17c 26, d 28, 25a 14, d 9, 26b 7.
Mit imb-fo- 'bewirken' (flektiert meist wie ein regelmäßiges
-?-Verbum und verhält sich also zu fo-lo-n-g- ähnlich wie doäirci
'bewirkt' zu icc-, § 752 Anm. 1): Präs. Sing. 3. imfolngi Wb.
4d 32, 33, imm-e-folngi Ml. 17d 6 u. s. w., imm-e-folngai
Sg. 127b 3 u. s. w., con-immoliigai 199a 5; PI. 3. imm-e-
foliiget Wb. 12a 19 u. s. w., imm-e-folngat 5d 1, Thes. II
33, 23, Sg. 3a 11, Ml. 47b 7, ni imfolnget Ml. 78d 8; Konj.
Sing. 1. arna r-imfolngar Wb. 10c 14 (Depon., Thurneysen KZ
XXXVII 105'; oder Pass. Konj. Sing, mit der Endung -ar statt
-ither veranlaßt durch das Schwanken im Indikativ?); 2. imfoln-
gae siu 43a 20, con-imfo-r-lainge 78a 8; 3. imm-e-folnga
27d 20; PL 3. imm-a-folnget Wb. 25c 10; Konj. Ipf. Sing. 3.
imm-e-folnged Ml. 95a 5, imfolnged 92a 7; PI. 3. na imfoln-
gitis 38a 7; Fut. Sing. 3. imfolnguba 142b 3; Prät. Sing. 2.
im-im-£o-r-laingis se 'Thou hast made nie' 38d 18; 3. imfo-
r-laing 61b 4, vgl. 38c 10, 90b 14, imfo-r-ling Wb. 5b 21
U.S.W., imm-o-fo-r-ling 10c 18, imm-ed-orlig Zt'cPh. VII 484;
Pass. Ind. Sing, imfolngar Ml. 31 d 10, imm-e-folangar 44a 10,
71c 6, 88b 15, vgl. 122c 5, 145c 4, dian-immolngaithfer Sg.
3a 2; Konj. Sing, imm-e-folngither Ml. 23c 5; Konj. Ipf.
Sing, arna imfolangide Ml. 88b 15; Prät. Sing, imm-e-fo-r-
linged Wb. 15d 21, dian-imfo-r-lainged Ml. 69d 4; PI.
[o]imm-e-fo-r-laingthea 63b 6; Part, (oder Adj.?) noph-im-
folngidi gl. inefficaces 17a 5; Inf. imfolang. Dat. imfolung
20d 5, 30d 22, 24c 17 u. s. w.. Dat. imm-o-foluiig Thes. II 3.
29 (mit festgewachsenem Pron.; oder ist -ofo- nur schlechte Schrei-
570 Verbalverz. lo-n-g-, lose-. [§767,2.768
bung für gesprochenes -o-?). — Vgl. neph-aithimfolngicli gl.
inefficaces Ml. 80c 12.
2) Mit in- 'to put in': Präs. Sing. 3. inloing ^claims' O'Dav.
Nr. 1072; PI. 3. inlongad (-ad ist jüngere Schreibung statt -at)
'they Claim' S. M. IV 38, 9, vgl. IV 6, 1, eillgit (die echt zu-
sammengesetzte Form als Simplex behandelt) IV 38, 2 v. u.; Prät.
Sing. 3. inlolaig 'entered a claira' O'Dav. 1130, inlolaid 'put
in (a claim)' S. M. IV 16, 21 (junge Verwechslung von -dh und
-gh); Pass. Präs. Sing, inlongathar '(a vessel) is manned', eigent-
lich "is entered" IV 378, 7; Part, ellachtae gl. (terra) conferta
(pecoribus) Ml. 84a 6, adib ellachti hi Crist gl. Christum in-
duistis Wb. 19c 18, 21c 5, vgl. 16, 17, 22a 24; Abstr. i n-elluch
in (na) talman 'in the earth's mass' Thes. II 5, 32, i n-ellug
in na ^ecaillse 'in the communiou of the Churcb' Wb. 22 c 20,
vgl. 19 c 20, 23 a 12, 26 d 16, 29 c 8, d 22, 31c 19, Sg. 25 a 2,
188a 3, Gen. ellaig 25b 13. Vgl. nir. eallach 'cattle of any
kind; household goods, furniture'.
Mit to-in-: Konj. Sing. 2. Itellais S. M. IV 18 Z. 22, 26;
Abstr. tellach 'act of making entry on land to take possession',
'possession, land' S. M. (von tellach 'hearth, family' aus tenlach
I 540 Z. 1 V. u. verschieden).
Anm. Hierher vielleicht mc. eilwng § 759 Aam. 2. lo-n-g- gehört
zur Wurzel *leßh- in gr. U/og u. s. w. (s. I 98 und vgl. § 755 und § 771);
ursprüngliche Bedeutung 'legen' oder eher 'sich legen'; vgl. asl. lega 'ich
werde mich legen'. Die -o-Stufe des Vokals ist auffällig, vgl. aber bo-n-g-
uud to-n-g-. Vgl. Strachan, Trans. Phil. Soc. 1899-1902, S. 298'.
§ 768. lose- 'brennen' (-f-Stamm mit größtenteils verlorener
MouilHerung) : Präs. Sing. 3. loscaid Ml. 48d 2, rel. loscas Thes.
II 249, 6; PL 3. rel. loiscde Ml. 141b 2; Ipv. Sing. 2. loisc
47a 6; Prät. Sing. 3. ro-loisc 123a 15; Pass. Konj. PI. loscaitir
24e 5; Konj. Ipf. Sing, nu-lloisethe 32c 13; Part, loiscthe
Wb. 28c 17, PI. Dat. loiscdib Sg. 180b 1; Inf. lösend Wb.
lOd 18, Ml. 102b 9, 123c 6, 133a 4, vgl. u(le>-loseud gl. holo-
caustum 60b 18, PI. Nom. huleloisethi 13, Akk. loisthiu 39a
7, Dat. loiscthib 133a 3. Es ist also im Air. eine ausnahmslose
Regel, daß die Mouillierung vor einem erhaltenen Vokal verloren,
vor einem geschwundenen Vokal erhalten ist; im Mir. findet sieh
oft Mouillierung auch vor erhaltenem Vokal: Präs. Sing. 3. loiscid
u. s. w. Wi. 669, Pass. Prät. Sing, ro-loiseed, ro-losced KZ
XXXI 255, 3.
§768.769,1-3] Verbalverz. lose-, lu-. 571
Mit ess-: Abstr. a^lscud, ji-ilscud 'Begierde' Ml. 561) 26,
vgl. Wi. 522.
Mit lor-: Part, fori oi sc t he 'buriied' Ml. 31c 28; Abstr. for-
loseuth (zu lesen -scutli) Thes. II 236, 19.
Etymologie I 76, 383 (setzt voraus, daß das Wort im ßrit.
urspr. ein -ä-Stamm gewesen ist; älter als die -i-Flexion war im
Ir. die Flexion als -e- : -o-Stamm).
§ 769. lu- 'bewegen' (ursprünglich Deponens): Präs. Sing. 1.
da na-m-luur 'wenn ich mich rege' LL67b 17; Prät. Sing. 3. luis
'bewegte' 108b 41; Abstr. lüud 'Antrieb' Wb. 2b 1, luud gl. aries
('Mauerbrecher') Ml. 36 d 20, vgl. 102b 7 (identisch ist vielleicht
mir. lüth 'power, vigour' S. M., Rc. XII 58, 21; 66, 21, 'longing'
Fel.i Gloss., vgl. cet-lüd, cet-lud, cet-luth 'Anfang, erster An-
lauf Corm. 11 Z. 14 v. u., Salt, Wi. Täin 3502). Verwandt ist
luaraain 'Fhegen' Wi. 670, LU 34a 5, 62b 28, Rc. I 39 Z. 27.
1) Mit ess-com- gl. proficisci: Präs. Sing. 3. ni sescomlai
Sg. 3a 6; Prät. Sing. 3. as-ro-chumlai 7b 19, as-ru-chumläe
Ml. 17b 2; Inf. escumlüd gl. ingressus, migratio 15a 3, 61a 14,
126b 1, Gen. escumluda 62b 1. — Mit aith-ess-com-: Part.
PL Akk. aithescumluithiu gl. regressos Ml. 105c 2.
Mit to-com-lu- ds.: Präs. Sing. 3. documlai ass LL 120a
9, vgl. 251b 43; PI. 3. documlät ass 248b 6, docuralät 251b
29, documlät ass 51, 120a 24, LU 60a 35, vgl. 100a 21; Prät.
PI. 3. documlaiset 56a 13; Inf. tochumlud Thes. II 33, 27.
2) Mit ess- 'fortgehen, entkommen': Präs. Sing. 3. aslui
Thes. II 21, 36, asloi ZfcPh. VII 482, atlüi LU 21a 34. atloi
YBL 270a 2, adlai 54a 25; PI. 3. asluat gl. effugiunt Ml. 44a
17, asluat hiris 'verlassen den Glauben' Wb. 29a 3; Ipf. Sing. 3.
asluad Ml. 54c 21; Konj. Sing. 3. ni ro-hela Wb. 30a 10; PI.
1. arnnch-n-elammar 'damit wir ihn nicht verlassen' LU 15a 7;
2. ciacloid, zu lesen ci a-t-loid Wb.26a 2 (Sarauw, Irske St. 55);
Konj. Ipf. Sing. 1. asloin se Ml. 59a 1; Fut. Sing. 1. ni olub;
2. inn eläfa LL 249b 33; Prät. Sing. 1. as-ru-luüs Wb. 17dl6;
PI. 3. asluiset S. M. I 64, 3; Inf. elud LL 249b 41. Ml. 44 d 30.
92b 4, vgl. 44b 5, 86b 11, Thes. II 7, 34, Gen. heluda Ml.
86c 1, eelutha Wb. 11c 11.
Mit to-ess- ds.: Prät. Sing. 3. co-tela Rc. XI 446, 55.
ZfcPh. III 249, 20.
8) Mit fo- 'Hiegen': Priis. Sing. 1. foUüur gl. uolo 8g. 146b
11; Konj. Ipf. Sing. 1. fuluinn gl. auolaro MI. 140b 8. Vgl.
572 Verbalverz. lu luig-. [§769,4—771,2
fulumain gl. uolubile Sg. 61b 12, fulmaini gl. nutantes Thes.
I 3, 33.
Mit cora-fo-: Prät. PI. 3. o-ru-foluassat gl. conuolasse Ml.
67 c 16.
4) Mit com -od-: Prät. Sing. 3. conhualai 'departed' Thes.
II 320, 7, con-r-ualai Fei. Nov. 21 u. s. w. (dafür durch Ver-
wechselung mit dem Prät. von tiag- auch con-r-ualaid Jul. 12),
o-r-uloi LU 31a 18—19, con-r-uale O'Dav. Nr. 450.
Anm. Zu gr. nkico u. s. w. (I 91); zur Bedeutung vgl. das weiter-
gebildete ahd. fliogan 'fliegen' (lit. plaukiii 'schwimme"). Vgl. § 770.
§ 770. luaid- (-i-Stamm) 'bewegen', 'erwähnen', 'äußern,
singen' (mit dem Objekt molad 'Lob'): Pass. Fut. Sing, a molad
. . lüaidfidir läedib limm-sa 'his praise will be sung in lays
by me' Thes. II 295, 7, rel. intan luaithfider a chaingen som
gl. cum iudicium eius agitari coeperit Ml. 57c 7; Inf. (comobair
trebtha) do luad '(the means of) effecting (the ploughing)' S. M.
II 358, 3, vgl. S. M. Gloss. 542 („used of movement in general,
expressing an activity determined by the context"), luad anma
de 'the mention of God's name' Corm. 11 (unter celebrad), vgl,
Thes. II 290, 6.
Mit for-: Präs. Sing. 3. forluadi 'sways' Ml. 79b 5.
Mit imb- 'bewegen': Präs. Sing. 3. imluadi gl. exagitat Ml.
33d 16; Ipf. Sing. 3. imluadad gl. iactabat 33b 25; PI. 3. im-
luatis gl. tractabant 61b 25; Konj. PI. 1. imluadam ni gl. iactemus
93 d 13; Pass. Präs. Sing, (rel.) imm-e-luaiter gl. qui iactamini
135b 9; Inf. imluad 15a 17, 90d 15, 91b 4.
Anm. Vgl. ahd. fliozzan aengl. fleotan an. fli(Sta 'fließen'. Die
Annahme, daß ir. luad zu lat. laus gehörte, ist willkürlich.
§ 771. luig-. 1) Mit fo-ad- 'niederschlagen': Präs. Sing.
1. fo'algim Sg. 146b 14; 2. fufälgi siu Ml. 108c 12 (mit para-
sitischem -f-, vgl. oben S. 250); Prät. Sing. 3. fo-r-alaig Ml. 43d
5, 123b 9; Pass. Präs. Sing, fo-mm-älagar Sg. 146b 14, Thes.
II 228, 33; Inf. falgud Ml. 94b 3.
2) Mit di- 'verzeihen' (Konjunktivstamm di-loga-): Präs.
Sing. 1. doluigim se Wb. 14d 25; 2. ni dilgai Ml. 71b 22; 3.
do-d-lugi Wb. 14d25, dulugai Ml. 51a 15; P1.2. dian-dilgid
si Wb. 14d 24, ni dilgaid 9c 22; 3. duluget Ml. 56a 20; Ipv.
Sing. 2. dilich Wb. .32a 19 (vgl. oben §705 8.506); PL 2. dilgid
14d21, dilgid [Wb.] 18a 11; Konj. Sing. 2. dulogae Ml. 138b 7,
con-de-r-laig(e) 21b 7; 3. nad-n-dilga 30d 3, mani dilga
§771,2.3.772] Verbalverz. luig-, mag-. 573
46c 15, d-a-ro-lgea Wb. 31a 2; PI. 2. dulogaid Ml. 65a 10^
d-a-ro-lged (statt -id) Wb. 18a 12; Konj. Ipf. Sing. 3. con-
de-r-liged 32d 12; Fut. Sing. 1. d-a-lugub sa, d-a-lugub 14d
24, 32a 21, nad-n-dilgub Ml. 31c 15; 3. duluichfea 128c 6,
dulugfa 58c 18; Priit. Sing. 2. du-ro-lgis siu 124a 9, do-ro-
Igis 125a 12, du-n-d-ro-lgis 46b 29; 3. do-ro-laig 49c 9, 10,
50d 15, 136b 2; Pass. Präs. PI. duluigter 32c 15; Konj. Sing,
duloigther 58d 2; Konj. Ipf. Sing, ara n-de-r-laigthe 32c 17;
Fut. Sing, ni dilgibther Wb. 33b 8; Prät. du-ro-lged Ml.
124a 2, b3, Wb. 3b 12; PI. do-ro-lgetba 26c 11, do-ro-lgida
Ml. 32c 15, ni de-r-laichta Wb. 33b 8; Inf. N. A. D. dilgud
25c 22, 9c 20, Ml. 61a 36, 109a 2 u. s. w.. Gen. dilgotho, dll-
gutha, dilgudo, dilguda Wb.2c 17, 18b 20, M1.32d 15, 98d 6
u. s. w.
Mit ess-com-di-: Prät. Sing. 3. as-chünda-r-laig gl. qui
disrupit Ml. 83c 6.
3) Mit fo- 'verbergen': Präs. Sing. 1. fullugaimm Sg. 22b4;
Inf. folach Wi. 561.
Mit ind-fo- ds.: Part, infolgithe Wb. 21c 22, infolgide
Ml. 51 d 8, Gen. infolngithi Wb. lOd 37 (das -n- analogisch
nach § 767, 1).
Anm. Mit 3° vgl. c br. golo I 97. Kausativ zu laig- § 755, vgl.
got. lagjan 'legen' (jedoch könnte 2° auch zu leg- § 758 gestellt
werden).
§ 772. mag- mit to-for- 'vermehren': Präs. Sing. 3. do-
formaig Ml. 55c 20, doförmaich Wb. Ib5 (Ascoli; die Heraus-
geber haben -th gelesen); P1.3. doförmgat Sg.53all; Ipv. Sing.
2. törmaig Ml. 105d 4; Konj. Sing. 2. mani törmais Sg. 208a
2,3; 3. do-r-ormai S. M. IV 316, 9; PI. 2. ni-thormassid
Thes. II 292, 21: Fut. Sing. 3. duforma Trans. Phil. Soc. 1899
—1902 S. 293; Kondit. Sing. 3. dofoirmsed Ml. 35a 17; Prät.
Sing. 3. do-r-ormacht, rel. tormacht S. M. V 18, 1; 82, 4;
212, 1 V. u., 3 v. u.; Pass. Präs. Sing, doformagar Sg. 67a 12,
vgl. 28b 20, 58a 1, doformagar 188a 14, ni tormagar 202a 2;
PI. do-formmagddar 28b 18; Konj. Sing, dia tormastar Ml.
20a 19, vgl. 20: Fut. Sing, duförmastar Ml. 105a 8. dofor-
mastar LU 44b 32; Prät. Sing, du-r-or macht Ml. 90d 1; Part,
törmachte Sg. 208b 13, vgl. 76a 2, 53a 11, Ml. 55c 20, 89d 5;
Gerundiv tormachtai 88a 14; Inf. törmach, törmag, noutr.,
Dat. törmuch, Gen. törmaig Ml. 97c 2, Sg. 55a 2, 201b 17,
574 Verbalverz. maid-. [§ 773
77b 2, Thes. II 251, 6 u. s. w. Vgl. fortonnach 'addition' Sg.
202a 5, b 3, 212b 11, 12, 13, 14, 221b 5, 7, Ml. 88b 14.
Anm. Das ir. -g- ist aus -ch- (urkelt. -k-) entstanden. Vgl. c. magu
'auferziehen' (Prät. maeth), com. maga 'to feed, to nourish', br. maga;
ac. di-guor-mechis 'hat hinzugefügt' (vgl. Thurneysen Rc. XI 205).
§ 773. maid- 'brechen' (im Präsens ein -«-Stamm; intran-
sitiv; maidid re n- "es bricht vor (jemandem)" 'er siegt'; maidid
for "es bricht über (jemanden)" 'er wird besiegt'): Präs. Sing. 3.
fors(a)-maid Ml. 115d 12, forsa-moith llOd 10, perf. ru-maith
51c 9; PI. 3. maidit LL 113b 46, 114a 2; Ipv. Sing. 3. maided
Wb. 7c 4; Konj. Sing. 3. mani mä LU 88a 5, Corm. S. 5 Z. 14,
ma(ni) mse LL 102a 50, vgl. 94a 19 (dieselbe Form wird im Mir.
als Fut. verwendet, s. Wi. Täin); Konj. Ipf. Sing. 3. (als Kondit.
verwendet) no-maissed LL 61b 14; Fut. Sing. 3. memais Trip.
L. 138, 7; 142, 20, LU 81b 36, mebais LL 107b 19, 288b 48
(mebais LU 48b 26 ist mißbräuchlich als Prät. verwendet), co-
mmema LU 74b 5, ni mema, perf. mani roima Ml. 89c 11;
PI. 1. mebusmet Wi. 11^ 247, 6, con-memsam ne Wi. Täin
S.8641; 3. co-mmebsat LU 74a 42, rel. memsite Täin Z. 4977;
Kondit. Sing. 3. con-mebsad 5881 (statt des Konj. Ipf.; con-
statt no-); PI. 3. mebsaitis (ohne Präverb!) ebd. S. 859^; Prät.
Sing. 3. ro-mmemaid (perf.) Ml.- 127d 6, co-mmebaid Thes. II
346, 5, co-rröemid (perf.) LU 98a 31, LL 290a 25; PL 3. mem-
daitir LU 64b 25, o-mebdatar, perf. co-raimdetar Wi. Täin
Z. 1442, 109; Inf. maidm, Gen. madmae Mh 33b 11, 84c 6, 9.
Mit di-od-: diumaidm gl. irruptione Ml. 85c 6 (anders Thes.).
Mit to- 'hervorbrechen': Konj. Sing. 3. doma Trip. L. 84, 9;
Fut. Sing. 3. dorn mema Wi. Täin 4979; Prät. Sing. 3. dorarae-
maid LU 19b 17, perf. asa-toröimed Wb. IIa 19 (-ed statt
-id, vgl oben S. 497 Z. 271, S. 573 Z. 2); Abstr. tomaidb LU
40b 4, nir. tomhaidhm 'a bursting forth of water'.
Anm. Der Präsensstamm maid- entspricht genau dem lat. madeö;
vgl. auch gr. fxaSäw 'zerfließe', skr. madati 'sprudelt'; s. Thurneysen, IF
XIV 133.
Eine mit m- anlautende, mit -d- auslautende Wurzel steckt auch in
Präs. Sing. 3. indmaid 'er wäscht (die Hände)' TBL 118a 47; Pass. Präs.
PI. 3. inn-indmatar 'worin (die Füße) gebadet werden'; Inf. indmat Ml.
126c 17, 16, Corm. Transl. 109, 119, d-indmad a lam 'to wash her hands'
Fel.i LXXXIX 19, vgl. 31. Die betonte Form des Wurzelvokals ist aber
Tinsicher (indmaid ist wohl, worauf das erhaltene -d- des Präverbs deutet,
eine echt zusammengesetzte Form, die im Begrifl" ist, als Simplex behandelt
§774.775] Verbalverz, mair-n-, maith-. 575
zu werden); und es ist deshalb nicht zu entscheiden, ob das Verbum hier-
her oder zu asl. my-ti 'waschen', lit. mäudy-ti 'baden', apreiiß. au-rau-
snan 'Abwaschung' gehört. Das synonyme indlat 'Waschen der Hände
und Füße', Dat. indlut Thes. II 249, 10, könnte, wenn es nicht durch
Fernassimilation in Verbindungen wie indmat inna läm 'Waschen der
Hände' entstanden sein sollte, zu gr. nXvruj, lit. pläu-ti 'spülen' gehören
(vgl. § 769, 770).
§ 774. mair-n- * verraten' (Asp. i Irsk 104; oben I 163,
178, 179): Präs. Sing. 3. no-do-mairn S. M. II 284, 21, rel.
mairnes Atk. LBr. 5297, mairrnes S. M. V 176, 3, niairne<s>
O'Dav. Nr. 1272; PL 3. mairnit Atk. Lßr. 8006, vgl. S. M. II
288, 14; Konj.Sing.2. no-m-mera K.Meyer, Fianaigecht 26, 14;
PI. 3. perf. nach-a-ro-rnrat S. M. II 262, 3; Konj. Ipf. Sing. 3.
nu-merad Ml. 24c 20; Fut. Sing. 2. ni-n-mera LL 252a 30;
PI. 3. ni-ramerat Wb. 30c 20 (anders Sarauw ZfcPh. V 512),
nu-m-inerat sa Ml. 140c 1; Kondit. Sing. 3. ni-t-merad su
LL 64b 25 (mit der Gl. ni-t-mairnfed); Prat. Sing. 3. ro-d-
mert LU 84a 8, ro-mert som LL 269b 29, vgl. Salt. 3029 (und
jedenfalls auch 5361, 3071, trotz Strachan, Trans. Phil. Soc. 1895
— 1898 S. 36); PI. 1. nä mertamar LU 58a 16; 3. ro-me(r)ta-
tar Ml. 75d 5; Inf. N. A. D. mrath neutr. Wb. 18a 15, Ml. 33a
8, dll, 72b 1, Gen. mraith 74c 8, Pl.Nom. mratha Wb.lSa 22
(mir. Sing, brath Atk. LBr. 8006 u. s. w.). Dazu ein Komp. fo-
mraith, fomraid fem. 'Hinterlist' Wb. 18b 18, Ml. 28c 12, 30d
18, 31a 1, 53d 3, Gen. foimr^ethe 31c 3.
Mit frith-: Prät. PL 1. frismbertamar 'we betrayed' O'Dav.
Nr. 1020.
§ 775. maith- S-erzeihen' (-I-Stamm): Präs. Sing. 3. ni
mathi Wb. 6a 5, rel. maithess Svas gestattet' Sg. 28b 5; Inf.
raaithem Wi. 682.
Mit to- 'drohen': Präs. Sing. 2. dummaithi siu ML 70d 3;
3. domathi, dommathi 31c 24, 18c 7; Prät. Sing. 3. do-ro-
maith Trip. L. 392, 7; Inf. tomad Wb. IIa 16, Akk. Dat. to-
maith ML 31c 26, 33b 15, 18 (also ein -ä-Stamm), Gen. tomtho
26d 2 (Analogiebildung nach den Infinitiven mit suffixalem -ad).
PL Dat. tomthaib 79a 7 (im Mir. lautet der Inf. meist tomai-
them Atk. LBr., Wi., S. M.).
Anm. Es handelt sich jedenfalls um zwei etymologisch verschiedene
Wurzeln: maith- 'verzeihen' ist ein Lehnwort aus dem Brit., e. I 110;
to-maith- 'drohen' stelle ich zu alb. mas (aus *Mj«^/e>) 'messe', matem
'erhebe die Hand zum Schlage, Wurfe', matem t i bie 'ich hole aus. ihn zu
576 Verbalverz. mar rnel-. [§776—778
schlagen', maton t i pem, po kam frika ^tToijuüCo/xca vc< tov iitko, dU.u (/o-
ßovfiai. Nach dieser Deutung hätte to-maith- also ursprünglich die
drohende Gebärde bezeichnet (ein to-maith- 'messen' gibt es trotz Stokes.
Wi. IV"^ 559, im Ir. nicht). Auf Assoziation mit maith- 'verzeihen' beruht
der mir. Inf. tomaithem; gerade der Inf. auf -em hat aber zu einer
neuen Assoziation mit möid- 'rühmen', Inf. möidem geführt; vgl. ic
maidem 7 ic tomaithium Atk. LBr. 4324, in dara ni ro-tomaithis
si duinn 'one of the two things that thou hast attributed to us' 'die
eine der beiden Eigenschaften, die du uns rühmend zugeschrieben hast'
Stokes, Wi. IV^ Z. 4062; im Nsch. ist to-maith- ganz mit moid- zu-
sammengefallen (maoidh- 'threaten').
§ 776. mar- 'bleiben' (der Präsensstamm schwankt wie bei
can- § 676): Präs. Sing. 3. maraith Sg. 203 Rand, näd mair
Wb. 8c 15; PL 3. rel. mardda Sg. 203 Rand; Fut. Sing. 3. me-
raid Ml. 100 b 4, Thes. II 314, 3. — Etymologie I 44.
§ 777. mecc- mit di- 'verachten, entehren, verwerfen, ver-
urteilen': Präs. Sing. 1. demecimm Sg. 39b 1; 2. dommeicci-
ther Wb. Id 13; P1.3. du-n-dat-mecetar su Ml. 106c 11; Ipf.
P1.3. dummecitis 34c 6; Konj.Sing. 3. arna dimicedar 122d 2,
o-ru-dimicedar 129a 14; Prät. Sing, 3. ni ro-dimicestar 119a
10; Pass. Präs. Sing, dimeccither Wb. 8b 16; Ipv. PI. dimicter
Ml. 54b 9; Part, dimicthe Wb. 21d 3, Ml. 53b 24, vgl. 110c 7,
35c 23; Gerundiv dimicthi 74b 13; Inf. dimicen 129a 1, di-
micin LL 106a 46, aber in der Regel dimiccem fem. Wb. 4c 2,
vgl. 6b 11, IIb 26 u. s. w.
Anm. Vgl. c. di-r-mygu 'to contemn, to despise', ed-mygu 'to
honour, to admire' (ed- = ir. aith-), cein-mygu 'to celebrate, honour'.
Das unlenierte -m- stammt ans der alten unechten Komposition; da dies
bei di-r-mygu unmöglich sein würde, wenn seit jeher zwei wortbildende
Präverbia vorhanden wären, so ist anzunehmen, daß das Verbum ursprüng-
lich nur das eine wortbildende Präverb di- besaß; -r- ist ein festgewordenes
perfektisches Präverb. Das c. -g- ist altes -k-, das irische -cc- ist altes
-kn- (das -n- war ursprünglich präsensbildend). Als älteste keltische Be-
deutung des Simplex läßt sich "blicken" ansetzen (vgl. die Bedeutungs-
entwickelung bei lat. despiciö 'verachte', suspiciö 'verehre, bewundere',
respiciö). Da die Bedeutung 'blicken' wiederum aus 'glänzen, scheinen'
entstanden sein kann, ist lat. micäre jedenfalls verwandt.
§ 778. mel- 'mahlen': Präs. Sing. 1. melim Sg. 57a 2;
3. rel. meiles Fel.i LXXXVIII; Ipv. PI. 3. melat; Fut. Sing. 3.
ra-t-mela Wi. Täin 5831, 3425; Prät. Sing. 2. ro-meilt Fel.i
a.a.O., vgl. Hib. min. S. 71; 3. con-melt som Wi. Täin S. 635*;
Pass. Präs. Sing, melair LU 24a 23; Inf. Dat. mlith Ml. 23a 20,
bleth Corm. 14 (cumal).
§778—780] Verbalverz. mel- — mid-. 577
Mit com- 'zerreiben, zermahlen': Präs. Sing. 3, co-t-meil LU
74a 23; Fut. Öing. 1. omel 82b 31; 3. cu-tan-mela 106b 34;
PI. 3. co-to-melat 67b 15 (-to- statt -tob-); Prät. perf. Sing. 3.
con-a-mmelt Trans. Phil. Soc. 1891—94 S. 166, 19; Inf. Dat.
c<o)mmlith Ml. 118b 3, commilt Wi. Täin. Nir. cuimlim 'I
rub, grind between the palms'.
Mit fo- 'to spend, use up': Konj.Sing. 3. co-ro-foimli S. M.
V 244, 20 (-i statt air, -ea; die Stellung des ro- ist jung); Inf.
fomeilt, fomuilt, Gen. foimelta, fomalta S. M.
Mit to- 'verzehren': Präs. Sing. 3. dommeil Wb. 6c 7; PL
1. dumelam 13c 12; 3. d-a-melat 10c 3; Ipv. Sing, 2. tomil
6c 7; 3. nach-thoimled IIb 18; Konj. Sing. 1. arna to-r-raal
Ml. 119b 6; Konj. Ipf. Sing. 3. d-a-melad Wb. lOd 3, do-ro-
mlad Ml. 36a 29; PI. 1. dumelmis Wb. 10c 21, do-s-melmais
Ml. 111b 15; 3. domeltis Wb. 10c 3; Prät. Sing. 1. ni to-r-
mult 18a 10; Inf. Akk. tomailt IIb 12, Gen. tomalte c 2.
Etymologie oben I 45.
§ 779. mesc- 'mischen, verwirren' (-«-Stamm): Pass. Präs.
Sing, mescthair; Inf. mescad Wi., Wi. Täin. — Mit to-air-
'verwirren, stören': Konj. Sing. 3. arna tarmasca Thes. II 253, 7;
Abstr. tairmescc Wb. 10b 15. — Mit com- 'mischen': Pass. Präs.
PI. omescatar Sg. 61a 14; Part, cummascdae Ml. 115d 9, Nom.
PL cummascthai Sg. 62a 2; Inf. cummasc 2a 8, 197b 1, Ml.
34b 4, Gen. cumaisc 58b 3, cummisc Wb. 13d 3.
Etymologie I 76 (zu tair-mescc vgl. russ. mesäti 'stören').
§ VSO. mid- 'urteilen': Präs. Sing. 1. midiur Wb. 9a 2;
2. n-a-m(mi)tter, no-midter Ic 10, forsa-mmitter 6b 22;
3. midithir Ml. 30c 8, 35c 30, ni midedar Sg. 63a 14; Ipv.
Sing. 3. nach-ib-mided Wb. 27a 24; PL 2. midid 3b 5; Konj.
Sing. 3. rel. mestar ML 127d 12, fornait-mestar 30c 9;
Konj. Ipf. Sing. 3. o-did-messed Wb. 8d 26 (zweimal); Fut. Sing.
1. in mesor sa Sg. 179a 1, nu-mmesur Ml. 94b 8; 3. rel.
miastar 56c 10, miastar Wb. Id 9; PL 1. messimmir, messim-
mir ni, no-s-messammar 9c 10; Prät. Sing. 1. r-a-midar b 5;
3. ru-midair ML 72b 21, ro-midir Wi. Tain S. 1015, ro-midir
S. M. I 102, 6; PL 3. ro-midatar Trip. L. LIX 14 (ro-midra-
tar BB XVIII 64); Pass. Präs. PL miditir Wb. 4c 9, rel. mi-
detar ML 128b 2; Konj. Sing, mesair 36a 17, coni messar
42d 14, reL mestar 24a 10, AVb. 9c 6; PL rel. messatar ML
70a 9; Fut. Sing, miastir Wb. 9c 9, miastair ML 30d 25, rel.
Pedersen: Vyl. kelt. Gramm. II. 37
578 Verbalverz. mid-. [§ 780, 1—4
miastar 57c 7; Prät. Sing, ro-n-mess ni Wb. 4b 22 (die Sim-
plexform mesta S. M. V 394. 1 ist Neubildung statt *messa);
Part, messe Ml. 105b 14, vgl. 31c 28, 87b 16, 117a 2; Gerundiv
mör-messi gl. magni pendenda Thes. II 8, 35; Inf. N. A. D.
mess, Gen. messa Wb. IIb 26, 6b 5, 8d 18, 4c 24 u. s. w.
Vom Inf. abgeleitet: (messidecht) Gen. messidechtae 'Recht-
sprechung' Ml. 41a 11, vgl. 31 d 8; ein denomiuatives Verbum:
in mesad mesas in sacart in cailech 'the examination where-
with the priest examines the Chahce' Thes. II 253, 14.
1) Mit ad- Versuchen': Präs. Sing. 3. admidethar Thes. II
253, 15; Ipv. Sing. 3. aimmded Thes. II 20, 37; PI. 3. na aim-
detar Mh 56a 23; Konj.Sing.3. admestar LL 294a 24ff.; Prät.
Sing. 3. admidir S. M. I 72, 14, ad-ro-madair Wi. III 190,4;
Abstr. ammus Thes. II 253, 14, Wb. 2c 27, ML 91c 6, vgl. 75d8,
Gen. aimsea 104a 1, PI. Nom. aimsi 127c 25, Akk, amsiu 16a 2.
2) Mit air- 'treffen, verstehen': Präs. Sing. 3. ni irmadadar
Wb. 28a 21; Ipv. Sing. 1. irmith 12d 24 (oben S. 385); Konj.
PL 2. con-irmissid 27c 29; Prät. Sing. 3. con-er-r-madair LU
73b 20; PI. 3. ni irmadatar Wb. 5b 2, conaconn-armadatar
Ml. 54d 17; Pass. Konj. Ipf. Sing, dia n-irmastä 'wenn man
verstünde, wenn es gelänge' LL 290a 14; Inf. ermaissiu Ml. 2d5,
urmaisi K. Meyer S. 62. Vgl.K. Meyer 136, S. M. Gloss. 312.
3) Mit com- 'herrschen, können': Präs. Sing. 3. conmidethar
Ml. 121c 18, co-ta-mmidethar 17b 2, vgl. Monast. Tall. 149, 14;
Ipv. omitti LU 63b 17 (zu lesen com-); Konj. Sing. 1. omesar
sa (statt -sur) Monast. Tall. 129, 30; 2. conmeser 'thou shalt
measure' S. M. III 336, 5; 3. omestar 'who will equal' LU
104a 7 (K. Meyer 476), nad coimmestar gl. nequierit Ml. 127a
19; Konj. Ipf. Sing. 3. co-ta-coimsed Salt. 5387; Fut. Sing. 3.
conmiastar Eriu I 195; Prät. Sing. 1. perf. o-a-mmadar sa 'ich
habe geboten' Wb.26b 21; 3. omidir Monast. Tall. 141, 24, perf.
o-a-mmidir LL 36b 38, con-a-midir S. M. I 120, 18; PI. 3.
oaimthitar Wi. III 187, 14, vgl. K. Meyer S. 476; Pass. Prät.
perf. Sing, con-ai-mes S. M. Gloss. 174; Part, cuimse 'bequem,
passend' Wb. 14a 3, vgl. 22a 2; Abstr. comus 'power' Thes. II
244, 30. Vgl. CO im diu 'Herr' oben S. 102.
4) Mit ess- 'verweigern': Präs. Sing. 3. emid Goid.^ 94, 19
(Neubildung mit aktivischer Endung und dem Stamm der echt
komponierten Formen), emhid Gorm. 33 (unter oll am h; falscher-
weise mit dieimh, doeimh 'schützt' §712,2 assoziiert); Ipv. Sing.
§780,4—8] Verbalverz. mid-. 579
2. eimide 'foinidenaig no urfoichli' 'hüte dich' S. M. IV 32, 1
V. u., emdhe .i. fomnae no bith do menma 'hüte dich, oder habe
Acht' Corm. Transl. 69 Z. 10 v. ii., emhde .i. finnta no dfecha
'finde oder sieh!' Corm. 18, Transl. 64, emda 'hüte dich!' Wi.
106^2 (zur Imperativendung -e vgl. cuire § 697 S. 498).
Mit fo-ess- 'nicht können' (nur mir. Belege, aktivisch, zum
Teil mit Simplexendungen): Präs. Sing. 1. fo-r-eradim LL 284b
29 (das -r- ist möglicherweise nach § 563 zu erklären, vgl. mc.
ry-eill § 575, 2 S. 279; oder beruht fo-r- im Präs. auf Ver-
wechselung des präteritalen fo-r- mit dem Präverb for-?); PI. 3.
femdit LU 105a 39; Prät. Sing. 3. fo-r-emmid, fo-r-emid,
co-r-femid Wi. 569, 541; PI. 3. fo-r-emdetar Thes. II 346, 25.
Vgl. S. M. Gloss. 402, Atk. LBr. S. 721.
Anm. 1. Die Behandlung des Präverbs ess- vor m- scheint demnach
zu schwanken; die ältere Behandlung ist era- (mit leniertem -m), die jüngere
emm-. Die Deutung der Formen nach Atk. S. M. Gloss. S. 295 (1901),
Asc. Gloss. Palaeohib. CCCXCV (1903).
5) Mit frith-: Abstr. Dat. frithmius gl. suspicio Ml. 96b 10.
6) Mit di-od-: Abstr. diummus 'Stolz' AVi., K.Meyer, Gen.
diumsa Thes. I 488, 23.
7) Mit imb-ro- 'sündigen': Präs. Sing. 3. in-imruimdethar
Thes. II 253, 11; PI. 3. imm-e-ruimdetar Ml. 46b 23; Ipf.
Sing. 3. imm-e-roimded 115a 14; Konj. Sing. 2. na imroimser
Wb. 20c 4; 3. imm-e-romastar Ml. 51a 18, arna imromastar
Wb. IIa 16; PI. 2. imroimsid 33b 8; Konj. Ipf. PI. 1. imroim-
simmis 9c 10; 3. ceni iraroimsitis Ml. 51a 19; Fut. PI. 3.
imroimset, imruimset 54a 23, 27; Prät. Sing. 3. imrumadir
Wb. 13b 31, imm-e-rumediar (zu lesen -dair) Thes. I 485, 25;
PI. 3. inn-imruimdetar Ml. 105a 1; Pass. Prät. Sing, imm-e-
romas lllb5; Inf. immarmus, immormus Wb.28b 30, 3c 36,
10c 11, vgl. 14a 15, Ml. 105a 2 u. s. w. (mir. imarbus Wi. 627,
Atk. LBr.).
8) Mit to- 'abmessen, abwägen': Präs. Sing. 3. dummidethar
Ml. 82a 3; Konj. Sing. 3. dumestar 68d 1; PI. 3. domessatar
ZfcPh. VII 485; Fut. Sing. 1. dummessur sa Mh 78a 11; Prät.
Sing. 3. do-ru-madir si 16c 11; PI. 3. du-rui-mdetar 87c 4;
Part, toimse 25a 18; Abstr. tomus, Gen. toimseo 26b 6, 35c 23
u. s. w.
Anm. 2. Die Annahme, daß es sich um verschiedene Wurzeln handelte
(Asc. setzt med-, moth- und zwei verschiedene Wurzeln mid- au; vgl.
37*
580 Verbalverz. mid- — muin-. [§780,8-782,2
auch Windisch, IF III 73), ist unberechtigt. Zur Bedeutung der Präverbia
imb-ro- in 7° vgl. russ. o-pro-kitiuti ^umwerfen', o-pro-mjöt 'Flüchtigkeits-
fehler' {o-pecätka 'Druckfehler', 2}7o-maiü 'Fehlwurf'), ir. im-ro-11 'Fehl-
wurf' (zu § 711, vgl. § 697), imm-r-aichne 'Irrtum' (zu § 745, 1) u. s. w.
— Vgl. c. meddu 'to possess, to be able', gommedd 'to deny, to refuse'
(zu ir. 4°; go- ist sekundär wie in nc. gollwng statt mc. ellwng 'to let
go' u. 8. w.); ferner mc. med nc. medd 'inquit' (1. Sing, meddaf; nur im
Präs. und Ipf. vorkommend; das Ipf. wird als narratives Prät. verwendet;
Strachan, Introd. S. 97, Eowland § 324); com. y-n meth 'inquit', eigent-
lich 'er sagt es', PL 3. y-n me^ens (1. Sing, methaf Gwreans an bys
1352, Inf. meth es); mbr. emez 'inquit', nbr. eme (mit pronominalem
Subjekt mbr. emezaff 'inquit' nbr. mask. emezhaü, fem. emezhi, PI.
emezho, als ob das Wort eine konjugierte Präposition wäre; vgl. Ernault,
Rc. XI 465, 476); schließlich auch c. meddwl 'Gedanke'. Zu lat. me-
deor, gr. /u^(^o/Aat, f,ifi<So^ai, got. mitan 'messen'.
§ 781. mleg-, inlig- 'melken' (oben I 43): Ipf. Sing. 3.
no-blighed Trip. L. 72, 10; PI. 3. no-mbligtis LL 260a 27;
Prät. perf. Sing. 1. doommalgg Sg. 23b 2; Pass. Präs. Sing. rel.
arindl mblegar, blegar Corm. S. 28 (melg), 33 (oi), S. M. V
260, 3; Prät. perf. Sing, doomlacht Annais of Ulster 732; Inf.
blegon Wi. 400, K. Meyer 227, Gen. mbleguin Ann. of ü. 732.
Mit in- (ind-) od-: Präs. Sing. 3. inombligh 'mulcts or levies'
O'Dav. Nr. 1119; Pass. Präs. Sing, inomblegar 'is sued', 'wird
dem Verwandten des Schuldigen abgefordert' S. M. III 22, 12;
Abstr. inbleogan 'distraint of the kinsman-surety' S. M. Gloss.,
inbleogan, inmbleogan 'proclamation (of the law)' O'Dav.
Nr. 1145 (AfcLex. II 398 f.).
Mit to-in-od-: Konj.Sing.3. duinmail gl. eliciat Ml. 50b 1;
Prät. Sing. 3. du-r-inniailc gl. jiromulgauit 31d 3; Inf. ar in
tinmlegun gl. promulgatione 71c 18. Über die Verwandtschaft
mit lat. prömulgäre vgl. Meillet, MSL XVII 60fiF.
§ 782. moin-, muin-, Konj. mena-, 'denken' (Deponens):
Prät. Sing. 3. ro-menair 'er hat überlegt' Thes. II 321, 2, dia-ru-
muinestar 'für die er bestimmt hat' Wb. 4c 38.
1) Mit air- (und dem Zusatz feid) 'ehren': Präs. Sing. 3.
ar-as-muinethar Ml. 36a 18, ar-da-munethar 124c 16; Konj.
Sing. 3. arraentar Wb. 31c 10 (§ 621 Anm. 4 S. 387); Fut. Sing.
1. ar-at-muinfer sa Ml. 63a 3; PI. 3. ar-a-mmuinfetar 61a
16; Prät. PI, 3. ar-ru-muinset 90a 1; Pass. Präs. Sing, armun-
ter 28a 5; Konj. Sing, ar-a-mmentar 61a 11; Inf. ermitiu,
airmitiu 28a 21, Wb. 7d 14, vgl. Ib 17, 5d 16 u. s. w.
2) Mit aith- 'ehren, bewundern': Präs. Sing. 1. admuiniur
§782,2—6] Verbalverz. muin-, 581
Thes. II 250, 3; 2. adinuinter Fei. Okt. 2; PI. 1. admune-
mar Thes. II 349, 4. Zur Bedeutung des Präverbs aith- vgl. c.
edmygu § 777 Anm.
Mit for-aith- 'sich erinnern, erwähnen' (das m- wird nach
aith- mouilliert, was zur Vermischung des Indikativstamms mit
dem Konjunktivstamm Anlaß gibt; das Präverb for- wird in der
unechten Komposition mit fo-ro- verwechselt, vgl. §586,2 8.303,
und ergibt in Verbindung mit dem perfektischen ro- die Gruppe
fo-r-ur-, vgl. oben S. 250): Präs. Sing. 8. foraithminedar Ml.
17b 23, 55c 1, fo-da-raithmine<dar) 25c 5, vgl. LU 111 b 17,
33; PI. 3. foraithmenatar Ml. 34a 24; Konj. Ipf. Sing. 2. for-
n-aidminte Sg. 161b 11 (statt -menta); Prät. perf. Sing. 3. ni
ru-foraithmenair Ml. 24c 8, vgl. a 17; PI. 3. fo-r-uraith-
minset 135a 1; Pass. Präs. Sing, foraithmenter 17b 23, for-
aithmentar Ml. 52 (statt -minter); Inf. foraithmet neutr. 61b
12, vgl. 62 b 7, 135 d 1 u. s. w.
Mit com-for-aith-: Gerundiv comforait(h)miti gl. comme-
moranda Ml. 116d 5 (künstliche Bildung).
Mit to-aith- 'sich erinnern, erwähnen': Präs. Sing.3. doaith-
minedar Ml. 136c 11, du-n-aithmenadar Ml. 52 (-adar durch
Vermischung des Indikativstamms mit dem Konjunktivstamm),
taidmenadar Wb. 9c 30, rel. taidminedar som Sg. 22b 10,
ni taithminedar 13b 4; Inf. taidmet Wb. 3b 30.
3) Mit fo- 'sich in Acht nehmen, Acht geben': Ipv. Sing. 2.
fomnae Corm. Transl. 69 Z. 10 v. u.; PI. 2. fomnid, fomnid
si Wb. 20b 15, 33a 15; Konj. Sing. 2. fomentar 28c 9, 30c 2;
PL 2. fomenaid 7b 22; 3. fummenatar Ml. 43a 16; Inf. foimtiu
Wb. 31 b 19, vgl. Ml. 43a 16.
4) Mit for- 'beneiden': Präs. Sing. 3. farmuinethar gl. fas-
cinat Thes. II 46, 10; 360, 1 v. u.; PI. 3. for-dob-moinetar
Wb. 19d 27; Prät. PI. 3. formenatar xMl. 17b 16; Abstr. for-
mat. Dat. forraut 43a 14, Wb. 12c 29 u. s. w.
5) Mit di-ro- 'vergessen': Ipv. Sing. 2. nach-ara-dermainte;
Konj. Sing. 3. arnach-n-dermanadar Ml. 32d 5; PI. 1. con-
dermanammar ni 21c 3 (Indikativ?); Konj. Ipf. Sing. 3. do-
roimned 98d 5; Fut. Sing. 2. du-n-dam-roimnife se 32d 5;
PI. 3. duroimnibetar 77a 12; Prät. PI. 1. ni dermenmar ni
64a 3; Inf. dermet, dermat. Dat. dermut, Gen. dermait
23d 11, 96a 13, 32d 10, 124c 2, 23d 12.
6) Mit to- 'glauben'- Präs. Sing.l. domuinur sa Sg. 209b 10.
582 Verbalverz. muin- — nasc-. [§782,6—784,1
domuiniur LU129b 8, domoiniur Wb.l4a 10; 2. domointer so
Ic 13; PI. 3. domuinetar Ml. 39 d 26, vgl. 49b 7, d-a-munetar
som 35b 10, vgl. 113d 11, do-d-mainetar Sg. 5a6; Konj. Sing. 3.
dummenathar Ml. 49a 15, arna tomnathar 30c 5, Wb. 13c 2,
na tomnathar 17a 13; PI. 1. dumenamraar Ml. 78b 24, du-
menmar ni, arna tomnammar ni 15d 5; 3. in tomnatar 18a
5; Konj. Ipf. Sing. 3. domenad Sg. 207b 4, do-n-d-menad Ml.
49b 15, arna tomnad 51a 19, vgl. Wb. 17d 23; PI. 3. arna
tomnitis 4d 17, vgl. 25c 12, arna tomontis 12d 21; Prät. Sing.
1. domenar sa 3c 26, 27, to-m-'men(ar> sa Ml. 130d5, du-rii-
menar 49b 13, 130d 4, nio-to-r-raenar sa 42a 10; 3. do-ru-
menair 61d 2, du-ru-menar sora 32d 10; PI. 1. ni to-r-men-
mar ni 115b 1; 2. ni-tho-r-menid 68b 1; 3. do-ru-menatar
35b 18, vgl. 80b 10, Sg. 27a 18, do-ru-menatc4r LU lila 34,
ni to-r-menatar Ml. 90c 5, vgl. 6, 95b 3; Pass. Konj. Ipf. Sing,
arna tomainte 96b 18; Put. Sing, näd tomnibther Wb.25b 28;
Kondit. Sing, dorn muin fide Ml. 40c 17; Part. Dat. Sing. Neutr.
negiert neph-t<h>oimtiu 56d 1; Inf. toimtiu 61d 2, Wb. 16d4
u. s. Av., cäin-toimtiu 23a 22, mi-thoimtiu 24d 22.
Anm. Zur Etymologie vgl. I 47, II 394. Verwandt: ir. cum an
u. s. w. I 171; die in § 651 erwähnten brit. (und ir. ?) Formen; c. d-an-
fon u. s. w. II 301; abr. guo-monim u. s. w. I 385 (c. go-funo ist mög-
licherweise von einem nicht verwandten Worte beeinflußt: mc. d-am-unaw
'wünschen', Loth, Kc. XXIX 60'^).
§ 783. miin- 'lehren' (-I-Stamm mit teilweise verlorener
Mouillierung): Prät. Sing. 1. ro-m-münus Wb. 24b 18, vgl. 17;
PI. 3. r-a-müinset 5b 44; Part, huanaib muintib gl. monitis
Ml. 70b 1; Inf. munud Wb. 24 d 10, 11. Die Etymologie ist
unbekannt.
§ 784. nasc- 'binden', 'verpflichten': Präs. Sing. 3. ni naisc
S. M. I 861; PI. 3. ,ii nascat 186, 14; Konj. Sing. 2. ni nais
IV 36, 1, 2, 3, vgl. O'Dav. Nr. 1256, 1259; 3. ro-na O'Dav. Nr.
1378; Prät. Sing. 1. ro-nenasc sa LU 114b 6; 3. nenaisc S. M.
IV 346, 5; Pass. Präs. Sing, nascair, fora-nascar I 210, 25;
194, 23; Konj. Sing, nasair II 126, 1 v. u., ro-nasar 122, 13,
IV 100, 10, de-na-ro-nastar V 370, 7, co-ro-nastar 378, 2,
LU 59b 11; PI. ro-nasatar S. M. I 50, 1 v. u.; Prät. Sing, ro-
nas 216, 24, II 14, 28; Abstr. naidm. Dat. nadmaim, Gen.
nadma, PI. Nom. nadmanna u. s. w. S. M.
1) Mit air- 'verloben': Ipv.Sing.2. ar-ot-naisc LL 251b 22;
§784,2—5.785,1.21 Verbalverz. nasc-, ness-. 583
Fut Sing. 1. arnenas 'I will bind' Rc. XII 82, 80; Prät. Sing. 1.
perf. ar-ob-r(3inasc AVb. 17b 27; 3. arnenaisc LU 128b 20;
Pass. Konj. Sing, mari aranastar (zu lesen mani arnastar)
Thes. 11 38, 7; Inf. urnaidm S. M. II 346, 8 u. s. w.
2) Mit fo- 'verpflichten': Konj. Sing. 2. fonais O'Dav. Nr.
1256, ar-na-fo-r-nais[c] S.M.I861; Fut. Sing 3. fönen a ZfcPh.
III 465, 22; Pass. Präs. Sing, fonascar LU 72b 12; Konj. Sing,
nad fo-r-nastar S. M. V 476, 24; Inf. fonaidm S. M. Die
liniten Formen folgen jedoch in S. M. meist der regelmäßigen -l-
Flexion (Präs. PI. 3. fonaiscit; Pass. Präs. Sing, fonaiscither;
Fut. Sing, fonaiscfither).
3) Mit for-: Abstr. fornaidm 'bond' Ml. 27d 24, vgl. S. M.
II 98, 5.
4) Mit imb-: Ipv. Sing. 2. immonaisc gl. necte Thes. II
47, 21 (entgleiste Form, mit Restitution eines vermeintlichen Prä-
verbs fo-); Part, immainse gl. innexus Ml. 62c 9, PI. Nora, im-
mainsi gl. connexa 36d 11.
5) Mit in-: Abstr. PI. secht n-ennadman *le sette connes-
sioni' Ml. 2d 2, vgl. Asc. Ml. S. 617 f.; wenn der unklare Dat.
nenadmim O'Dav. Nr. 1299 hierher gehört, wird das anlautende
n- auf volksetymologischer Umgestaltung (Vermischung mit redu-
plizierten Formen) beruhen. Thes. konigiert ernadman, zu 1°.
Anm. Die Wurzel geht auf -d-, idg. -dh- aus (vgl. den Inf.); das -se-
ist präsensbildend, hat sich aber auch außerhalb des Präs. festgesetzt und
ist nur dem Konj. und Fut. (-s- aus idg. -dhs-), dem Prät. Pass. und dem
Part. (-S- aus idg. -dh- -f- -i-) fremd geblieben. Vgl. br. naska 'attacher
les bestiaux par les cornes'. Etymologie I 76; zum Inf. vgl. II 60.
§785. ness- (-ä-Stamm). 1) Mit ad- 'anklagen': Ipf. Sing.
3. ni äinsed O'Dav. Nr. 15 (oder Pass. Prät. Sing.?); Pass. Präs.
Sing, ainsithar 'is reproached' S. M. IV 384, 25 (als Simplex be-
handelt); Inf. äinsem Wb. 4b 16, 17, Gen. ainsemo Ml. o4a 18.
Mit to-ad- 'anklagen': Präs. Sing. 2. ara-tansi LU 56b 17;
Inf. tänsem 18, täinsem Fei. Epil. 524.
2) Mit com- 'unter den Füßen treten, verurteilen': Präs. PI.
3. connessat 'sie verurteilen' Wb. Id 7; Ipv. Sing. 2. comainse
gl. iudica Ml. 22b 2; Konj. Sing. 2. ni chomainse Wi. 214, 7;
3. nad chomaiusea Svho tramples not' Ml. 42b 28; Fut. Sing. 1.
co-t-nessiu(b) sa 'ich werde ihn unter den Füßen treten" 126c
17; 3. onesfea gl. contempnet (statt condemnet) Wb. 4b 15; Prät.
Sing. 3. lasse co-ru-nes gl. inculcando ]M1. 102d 5; Pass. Präs.
584 Verbalverz. ness-, neth-. [§785,2-4.786
Sing, [amal ones] amal conestar 'is trampled' 126c 17; Gerun-
div comainside Wb. 29a 16 (zu lesen -di; oder Part.?); Inf.
A.D. comainsem Ml. 36a 34, 74b 17, comainsem Wb. lld 6.
3) Mit di- 'verachten': Konj. Sing. 3. dunessa Ml. 36a 12,
o-de-r-nessa 129a 14; Fut. Sing. 2. donesbe 112c 3; Prät.
Sing. 1. d-a-ru-nesus 36c 1; Inf. dinseni Atk. LBr. S. 645,
vgl. K. Meyer, Hib. min., S. M.
4) Mit to- 'to bruise, crush' 'conculcare': Prät. PI. 3. ro-s-
tuindsetar (als Simplex behandelt); Inf. tuinsem Atk. Lßr. S.942,
vgl. Wi. Täin, Wi. IV 2, K. Meyer, Hail Brigit § 5.
Anm. Zwei Verba sind wolil zusammengefallen. 1°, 3° und teilweise
2° gehören wohl mit -ss- aus -ts- zu gr. oveiäos, arm. anicanem 'fluche'
(KZ XXXVIII 206), got. ganaitjan 'lästern', skr. fiindati 'schmäht, tadelt,
verachtet'; hierher vielleicht auch ir. Fut. Sing. 3. fonnitfea gl. sub-
sannabit, Inf. fonitiud Ml. 17a 4, 7 (-t- aus -cht-). Aber die Form der
Infinitive und die Bedeutung 'treten' (4°, teilweise 2°) erinnern an § 824
(etwa *ni-sthä-). Anders Sarauw, Irske St. S, 75.
§ 786. neth-. 1) Mit air- 'erwarten', gl. expectare, susti-
nere: Präs. Sing. 1. arneut sa Wb. 14a 18, ar-a-neut sa 23b
27; PI. 1. ar-a-nethem 31c 17; 3. arneithet Ml. 39d 25; Ipf.
PI. 3. ar-un-nethitis Thes. I 497, 43; Konj. Sing. 2. ar[r]-a-
nethe Ml. 55a 2; Fut. PI. 1. ar-da-nesamar Wi. II^ 175, 44,
ar-ta-nesamar Wi. TäinS.722i; 3. bar-da-nessat ebd. S.846^;
Prät. Sing. 1. ar-ut-neithius sa, ar-ro-t-neithius sa 46d 14,
b20 (vgl. oben S. 246); 3. ar-ro-neith 50b 8, ar-rü-neid 68a 6,
ar-ru-neastar 50b 8; PI. 3. ar-ru-neithset 9; Pass. Präs. Sing,
ar-a-neter 42c 23; Konj. Sing, aran-eirnestar 118d 10; Inf.
irnaide Wi. 645.
2) Mit in d- 'erwarten': Präs. Sing. 1. inneuth Thes. II 42, 11;
Ipv.Sing.2. (Depon.) indnite Wb.l0a21; 3. indnadad lld 14;
Fut. Sing. 1. ni-sn-idnus YBL 45b 31; Prät. Sing. 3. ad-ro-
neestar gl. sustinuit Wb.4c35; Inf. indnaide (neutr.), tri-sa n-in-
naide ar-a-neter si 'through the expectation with which it is
awaited' Ml. 42c 22, 23, indnide Wb. 4a 19, Dat. oc indn(idiu)
26b 7, iar-sind indnidiu ar-a-neut sa 'according to the expec-
tation wherewith I expect' 23 b 27.
3) Mit to-: Abstr. tumide 'a holding, possession' S. M.,
K. Meyer, Cäin Adamnäin S. 46, O'Dav. Nr. 824, Wi. IV^ 562.
Anm. 1° und 2° scheinen sich zum Teil zu supplieren; 1° ist in der
echten, 2° in der unechten Komposition selten. Über ad-ro-neestar,
ar-ru-neastar s. § 621 S. 388, § 733 Anm. S. 526. Zu derselben Wurzel
§787.788,1] Verbalverz. nig-, 110-. 585
gehört wohl noch im-nod neutr. 'Leiden, Drangsal' Wb. 16 a 28, 7 b 16,
Ic 18 u. s. w. Vgl. got. nipan 'unterstützen', skr. nüthd-m 'Hülfe'.
§ 787. nig-, neg- 'waschen': Präs. Sing. 3. no-d-nigh Wi.
Täin S. 5411^ rel. niges LU 29a 10; Konj. Ipf. Sing. 2. mani
nestä LL 284b 16; Fut. Sing.l. no-t-ninus Wi. Täin S. 880»;
Pass. Präs. Sing, näd iiegar Eriu II 224, 6, vgl. Monast. Tall,
155, 25, asa-negar ZfcPh. III 214, rel. negar Corm. Transl.
119, 1, Wi. Täin S. 54115, 5431^ 880^; Fut. Sing. perf. co roe-
nastar Eriu II 222, 21; Prät. Sing. perf. ni roenacht, nad roe-
nacht Eriu II 224, 4, 5, vgl. Monast. Tall. 155, 21, 23; Inf. nige
Wi. 708, Eriu II 222, 22. Vgl. necht 'rein' (s. Asc.).
1) Mit di- 'waschen': Präs. Sing. 3. dinigh S. M. IV 318, 3
V. u.; Prät. perf, PI. 3. docoemnagtar Fei. Jan. 4; Abstr. dinech
K. Meyer 654.
2) Mit fo- 'waschen': Prät. Sing. 3. fonenaig; Abstr. funech
Thes. II 322, 8, 22.
Mit di-fo- (di-od-?) 'waschen': Präs. Sing. 1. dofonug Sg.
22b 5, dofonuch 54a 8, 146b 2; PI. 3. dufonget Ml. 78b 5;
Fut. Sing. 1. dofonus sa 47a 19; Abstr. diunach, diunnach
S.M., Wi.485, K. Meyer 665, Gen. PI. diunag AVb. 33d 2. Vgl.
o glandiunucht gl. a lauacro ZfcPh. VII 485.
3) Mit to- 'waschen': Abstr. tonach Wi.IVni70, LU 119b
14, Rc. XXIII 437 (vgl. noch XIII 124, Wi. IV^ S. 310, O'Dav.
Nr. 1583), Dat. tonuch LU 119b 20 (nicht mit tonach fem.
^tunica' zu verwechseln; aber es wird dem Einfluß dieses Wortes
zu verdanken sein, daß tonach 'Waschen' in den Ortsnamen A'th
Toncha, Garb-Thanach fem. ist).
Anm. Zur Etymologie vgl. I 108 f.. Osthoff, IP XXVII 177.
§ 788. no-. 1) Mit ad-: Nom. PI. anai, Akk. anu, Dat.
änib. Gen. ane, anae 'Reichtum' Ml. 95a 13, 57a 3, Wb. 16c 2,
27 b 9, Ml. 56 d 14, b 43 u. s. w. (vgl. AscoU XXXV).
Mit imb-ad- 'vermachen', gl. delegare: Ipf. PI. 3. imm-an-
äntis; Konj. Ipf. Sing. 3. immänad; Prät. Sing. 3. imm-e-r-
äni Thes. II 28, 29; 27, 39, 38, imm-r-äni; PI. 3. imm-r-ansat
239, 12, 13; Pass. Prät. Sing, ro-immanad LU 122b 38; Abstr.
imna 'gift, bequest' S. M.
Mit to-imb-ad- 'vermachen', 'auftragen': Prät. Sing. 3. perf.
t-an-immairni Thes. II 289, 18, do-thimarnse LL 117a 17
(mit Verdoppelung des ersten Präverbs); Pass. Prät. Sing. perf.
doimmarnad Ml. 34a 6, timarnad LL 117a 16, LU 44b 27,
586 Verbalverz. no-, o-. [§788,2. 789,1.2
timarnäcl 45b 28; Inf. timne neutr. Wb. 3c 33, timpne 4d 24,
timnae Ml. 71b 14 u. s. w., tirana S. M. III 52, 1.
2) Mit aith- ^anvertrauen': Präs. Sing. 3. a-t-noi Trip. L.
140, 3; Ipv. PI. 2. aititnid (zu lesen aithnid) i-lläim Lücifir
di-a bädud ocus di-a formüchad i füdomain ifirn 'übergebet
sie in L's Hand, damit sie in der Tiefe der Hölle ertränkt und
erstickt werde' Wi. 183, 22; Konj. Sing. 3. adnoodur gl. cru-
ciendos reseruare Thes. 1714, 11 (könnte als ad-n-oodur zu § 789
gestellt werden ; aber ein ad-o- ist sonst nicht belegt, und die Bed.
'übergeben' ist im Zusammenhang durchaus möglich); Abstr. aithne
gl. depositum Sg. 66a 26, 'Reichtum' Thes. II xxii 1, vgl, S. M.
Gloss. 53. Vgl. asnoi 'he swore' K. Meyer 137.
Anm. Dem ir. aithne entspricht c. adneu 'deposit, pledge'. Mit
1° vgl. lat. ad-nuö, Stokes, Trip. L. 641, oben 1441 (wo die Angabe über
ir. anai ungenau ist). — Von den obigen Zusammensetzungen jedenfalls
etymologiseh verschieden ist fo-no- 'kochen, backen': Prät. PI. 3. f-an-
noiset Lü 23b 38, fonöiset LL 120a 13 (Rc. III 176); Pass. Präs. Sing,
fonither Monast. Tall. 132, 20; Konj. Sing, fonaither LL 251a 7; Prät.
Sing, fonoad LU 122b 38 (falsch durch ro-immanad glossiert: vgl.
Trans. Phil. Soc. 1899—1902 S. 434); Part, fonaithe LL 251a 43, Atk.
LBr. S. 714; Inf. fuine Wi. 582. Die Etymologie ist unbekannt (un-
annehmbar Zimmer, Zs. f. d. Altertum XXXV 106); erwähnen will ich die
Vermutung, daß es sich um ein entstelltes fo-gni- (echt komponiert
lautgesetzlich *föni-, danach in der unechten Komposition analogisch
fo-ni- u. s. w.) handeln könnte; vgl. air-fo-gni- S. 543.
§ 789. 0-. 1) Mit ad-: Konj. Sing. 3. ad-n-oodur (sehr
zweifelhaft, s. § 788, 2).
2) Mit com- 'bewahren': Präs. Sing. 3. onöi, co-ta-öei
ade Wb. 29d 29, ooi LU 98a 36, comathar(?) LL 119a 29;
PI. 3. co-tn-oat som Ml. 112b 20; Ipv. Sing. 3. comad LL
293b 1; PI. 2. comid Wb. 27a 3, co-td-öith si 7d 4; Konj.
Sing. 3. conoadar; Fut. Sing. 3. co-tn-öba LL 293b 2, 294b 11,
co-tn-oaba 21, co-tn-ofadar Strachan, Trans. Phil. Soc. 1891
—1894 S. 494; Pass. Konj. Sing, co-tam-r-oither Fei. Epil. 69;
als Inf. fungiert das zur Wurzel em- gehörige comet §712, 1
(comeit AVb. 28d 3, 29c 9, vgl. § 239 Anm. I 343), s. bes. Ml.
112b 20 (bete oc comet . . co-tn-oat).
Mit for-com- ds. : Präs. Sing. 3. for-ta-comai som Ml.
29a 3, for-t-chomi Sg. 176b 2, ni forcmi 188a 30; PI. 1. cia
forcomam ni 9a 22 (kaum Konj.); 3. forcomat 167b 1, näd
forcmat 50a 6, vgl. 21b 14, 157b 9; Konj.Sing.3. forcomedar
Monast. Tall. 129,35; Konj. Ipf. PI. 3. ara forcmatis Sg. 149a 5;
§789,2—791] Verbalverz. o- — org-. 587
Prät. Sing. 3. forcmastar LL 123b 7; Pass. Präs. Sing, for-
dom-cliomaither Sg. 139b 2; PI. forcomaidder IIa 2; Part,
forcmide 36b 3 (scheint Schreibfehler für forcmachte, § 752. 2
S. 555, zu sein); Inf. forcomet 112b 3, vgl. 22a 1, 214a 3, Ml.
49a 11 (weitergebildet forcoraetas 'Erhaltung' Sg. 208a 10, vgl.
Ml. 29c 3, 55d 7; ferner ein abgeleitetes Verbum forcoimetaid
'bewahrt', Atk. LBr. S. 720).
Anm. Vgl. skr. ävati 'freut sich, hilft, schützt', lat. auGre.
§ 790. od- (Sarauw, Irske Studier S. 87): Präs. Sing. 3. rel.
echlach oides a corp do cach 'an echlach-woman who prostitu-
tes her persou to every one' S. M. V 272, 4 (mit junger Schreibung
aidhes 274, 6, aees IV 64, 15); Ipv. Sing. 2. öid menraain gl.
intuere Ml. 101b 5, gl. ecce 24c 13; Konj. Sing. 2. mad ois 'if
thou lendest' O'Dav. Nr. 1310 (Kompositalform statt der Simplex-
form); Prät. Sing. 2. ro-huad so 'thou hast lent'; 3. ro-huaid
'has lent' S. M. V 368, 18 (Stokes, Rc. XXIV 407); Pass. Präs.
Sing, nad odur do (junge Orthographie statt odar) 'das ihm nicht
geliehen (überlassen) wird' S. M. V 262, 3; PI. rel. odatar 'are
lent' 370, 1; Ipv. Sing, odar III 152, 27 (odur IV 36, 26), odhar
'let it be lent' O'Dav. Nr. 1303; Gerundiv is oissi menmain gl.
intimanda Ml. 115c 6; Inf. ind huän menman gl. animaduei-sio
28d 12, oc uain 'in loaning' Wb. 31c5, oin. Gen. ona, PI. Nom.
onai 'loan' S. M. V 278, 8, I 138, 34, V 370, 1 u. s.w., O'Dav.
Nr. 1312, vgl. uäin, huain 'otium' Wb. 14a 25, Ml. 100a 3.
Mit cäin-: Konj. Sing. 2. cain-ois Wi. 214, 2.
Das Präs. hat idg. -u-, das Prät. hat idg. -ou-. Vgl. I 65.
§ 791. org- 'töten, verwüsten' (vgl. Thurneysen, Rc. VI 95 ff.,
371, Zimmer, KZ XXX 49ff.): Präs. Sing. 3. orcaid Ml. 19d 6,
no-dn-oirg S. M. I 12, 23, rel. orcas Wb. 28a 4, oirges S. M.
I 12, 12, IV 146, 14; Konj. Sing. 3. cacha orr Sg. 12b 7 (§525,3),
arna horr S. M. IV 124, 10, ro oir O'Dav. Nr. 1328; PI. 3. ro-
orat S. M. IV 140, 27; Fut. Sing. 2. in nl irr Ml. 77a 10, 13,
15 (§ 559 Anm. 2 S. 257), in-da-hierr 77a 16; 3. iür-th-und
'wird uns töten' LU 108a 19, rel. iuras 87b 37 (mittelirische
Neuerung); Prät. Sing.3. ro-ort Ml. 48c 8, ru-hort 63b 12; Pass.
Ipf. Sing. n<o)-oircthe Thes. I 492, 23; Ipv. Sing, orgar S. M.
IV 102, 8; Konj. Sing, ro-ortar 140, 25, rü-hor[g]tar 96, 1;
Konj. Ipf. Sing, nach ortha II 338, 19; Fut. Sing, ni hiürthar
LU 91b 22; Kondit. Sing, ro-iurtha LL 252b 27; Prät. Sing,
(rel.) orta Fei. Jan. 26, März 6, Sept. 7, ro-hort LU 99a 17,
588 Verbalverz. org-. [§ 791, 1—4
lasn-ort, las-r-ort Fei. Okt. 22, Prol. 106; PI. ro-horta, las-
r-orta Prol. 36, 65; Inf. orcun, Akk. D. orcuin, orcain, (Ten.
oircne Wb. 4b 23, Ml. 23b 4, 5, 73d 6, 85b 9, 99b 4, 60cl 3,
22b 1.
1) Mit com-air- -'iiren': Prät. PI. 3. perf. con-r-erortatar
Ml. 75 d 10, Sg. 210b4; Abstr. comrorcon, comrorcan 'Irrtum',
Akk. D. comrorcuin, comrorcain, Gen. corarorcne Wb.l8d7,
Ml. 25d 12, 82d 6, 127d 5, 56b 9, Sg. 90a 6, Wb. 22a 16, Ml.
14a 7, Ml. 82d 7, PI. Akk. comroircnea Wb. 30c 21 (com-
roi(r>cniu Sg. Ia2), Dat. comroircnib Ml. 105 d 4, Gen. com-
rorcan 2 a 6. Die Mouillierung des -rgn- im Akk., Dat. PI. ist
analogisch nach dem Gen. Sing. Vgl. noch § 455, 2 S. 111.
2) Mit com-: Abstr. Akk. comorguin 'the breaking (of
bones)' S. M. I 202, 1.
3) Mit di-: Abstr. Gen. diorcne 'destruction' Thes.11247, 11.
4) Mit ess- 'schlagen': Präs. Sing. 3. asoirc Sg. 33a 2,
asöircc Wb. Ha 11; Prät. perf. Sing. 1. as-com-ort Sg. 210a 6;
3. rel. as-chom-art Ml. 34b 18; Pass. Prät. perf. Sing, as-com-
art 36b 22; PI. as-chom-arta (rel.) 26d 11, ho-r-esarta 34b
13; Part, esartae Thes. I 491, 28, PI. Dat. esartaib Ml. 36b 17,
37b 29; Inf. essarcon, Akk. Dat. sesorcuin, esorcuin Wb.
12d 3, Sg. 33a 3, 67a 10, PI. Nom. esaircnea Ml. 51b 21, Dat.
esaircnib Wb. 15d 30, essarcnaib Ml. 131b 12 (vgl. esorcain
'act of injuring' S. M., esorguin 'crushing' O'Dav. Nr. 763).
Mit di-ess-: Prät. perf. Sing. 3. du-es-cm-a(r)t gl. confudit
Ml. 103d 4; Abstr. di-a n-diusarcuin (zu lesen -diasarcuin)
'to slay them' 84 b 11.
Mit ind-ess- (oder in-di-ess-, in-ess-?): Präs. Sing. 1. ni-
ssn-iunsurg 'ich bringe sie nicht in Verwirrung' Wi. 141,22 (vgl.
ebenda 8; 325, 2); Prät. Sing. 3. ionnsort, r-innsort 'moved'
O'Don. Suppl. (Ascoli CCLXVI); Pass. Präs. Sing, ni hinnsorgar
'he is not moved (from district to district)' O'Dav. Nr. 1140; Part,
insarta gl. impactum Thes II 8, 39; Inf. innsorguin 'motion
or driving' O'Dav. 1. c.
Mit air-ind-ess-: Prät. PI. 3. ar-r-insartat(ar; gl. quseserunt
Ml. 99 c 5.
Mit to-ess- 'befreien, retten': Präs. Sing. 1. tessurc, do-m-
esurc sa; 3. du-n-esairc; PI. 3. du-n-escarat (zu lesen -esar-
cat) Thes. II 249, 5; 248, 11; Konj. Sing. 2. ma d-a-essoir
'wenn du es ausnimmst'(?) Wb. 17d 2; Fut. Sing.3. do-da-essarr
§ 791, 5. 6] Verbalverz. org-. 589
som 5c 12; Prät. (mit perf. -com-) Sing. 3. do-nn-esmart Thes.
II 322, 9; Abstr. tesarcon, Akk. tesargain, Gen. tesairgne
Wi. 819, S. M.
5) Mit frith- 'verstoßen, etwas versehen': Präs. Sing. 2. fri-
sorcai-ssiu, fri-tamm-oirci se Ml. 44b 31, 26; 3. frisoirc
63b 17, fris-n-oirc 28a 20; PI. 3. frisorcat 15a 8, 86c 6,
104b 2, frisorgat 39d 30, fri-tamm-orcat 39c 27, vgl. 62c 21,
nad frithorgat 79a 3; Ipf. Sing. 3. frisorcad 118a 1; PI. 3.
frisoirctis 67b 14, friss-idn-oirctis 39a 20; Ipv. Sing. 3. na
fridoirced AVb. 14a 27; PI. 2. na frithorcaid Ml. 114a 9;
Konj. Sing. 3. fris-n-orr 15a 10, perf. rel. fris-chom-arr 77a
12; PI. 3. fris-n-orrat 80b 9; Konj. Ipf. Sing. 3. fris-n-orrad
124d 8; PI. 2. frisorthe Wb. 10c 12; Fut. Sing. 1. frissiurr
Ml. 37c 12; 3. fri-tamm-ior sa 32d 27, fri-tatn-iarr su 93a
15 (§ 266 Schluß I 396); PI. 3. fri-tamm-iurat 33a 1, fris-n-
errat 100c 9 (vgl. oben S. 361); Prät. perf. Sing. 1. fris-com-urt
sa AVb. 33a 12; 3. fris-com-art Ml. 63b 11, nad frith-chom-
art 47a 2; PI. 3. friscomartatar Wb. 5b 11, friscomartat
Ml. 111b 1; Pass. Präs. Sing, frissorcar Wb. 6c 13, fris-n-
orgar Ml. 77d 10; Konj. PI. fris-n-orratar ZfcPh. VII 480;
Prät. perf. Sing, fri-tum-chomart sa Wb. 33a 12; Part, fri-
thorta3 ebd., frithortae Ml. 39a 14, 50a 2, 59a 5, 127b 10, vgl.
19c 6, 29b 2, 39a 4, 58b 8, 132b 1; Inf. frithorcon, frithorgon,
frithorcun, A. D. frithorcuiu, frithorcoiu, frithorcain. Gen.
frithoircne, PI. Akk. frithoircnea, Dat. frithoircnib. Gen.
frithorcun Wb. 10c 5, Thes. II 246, 18, 19, Ml. 33a 16, 53b 6,
107b 8, 36d 1, 130c 6, 19c 5, 54d 13, 33a 18, 56d 11 u. s. w.
Mit com-frith-: Abstr. corafrithorcun gl. colHsio Ml. 138b 1
(künstliche Bildung).
6) Mit imb-: imortun (-cuin?) Dat. 'Strafe' (?) Wb. 6a 5.
Mit to-imb- 'zusammendrängen, einengen, zwingen, sti-afen':
Präs, Sing. 1. doimmurc Sg. 181b 3; 3. do-m-immuirc Wb.
23b 36; Ipv. Sing. 3. timmargad Ml. 136c 8; Konj. peii". Sing.
3. d-a-imm-chom-arr 77a 12; Fut. Sing. 1. doimmarr Wb.
9a 20; Prät. Sing. 3. d-an-immart Ml. 14b 14, perf. do-b-im-
chom-artt Wb. 3b 21; PI. 3. perf. do-mni-im-choni-art^atar)
Ml. 39c 32; Pass. Präs. Sing, ni timmorcar Sg. 3a 4; Ipf. Sing,
duimmaircthe Ml. 131a 10, vgl. 73c 4; PI. doimmairctis 36a
26; Konj. Ipf. Sing, do-n-immarthae 130c 21; Fut. Sing, du-
immarthar 90a 9; Part, timraartae 44a2, vgl. 118d 13, 121d5,
590 Verbalverz. org-. [§ 791, 7
27a 4, 57a 6, 'kurz' Sg. 52a 15, 56b 12, timmorta 3b 5, vgl.
115a 2, 126b 3, 3a 8; Abstr. Akk. timmor(cuiii) 18b 3, Dat.
timmarcuin Ml. 111c 3, Gen. timmoircne Sg. 221b 8, PL
Akk. timmaircnea Ml. 55d 18, Dat. tiraraaircnib Wb. 15d 31.
7) Mit to- 'zerquetschen, zerschlagen, zerstampfen' (vor dem
Anlaut des Verbums tritt in den unecht komponierten Formen ein
f- auf [vgl. obenS.250J; danach haben die echt zusammengesetzten
Formen die Gestalt tuarg- statt des zu erwartenden *torg- ange-
nommen, und schließlich ist -ua- aus der echten Komposition in
die unechte Komposition gedrungen ; nur die perfektischen Formen
zeigen noch klar die ursprünglichen Bestandteile der Zusammen-
setzung; vgl. Sarauw, Irske Studier S. 42): Präs. Sing. 3. dofuäircc
Wb. lOd 6, dofuairc Ml. 84b 12; PI. 3. dufuargat 85b 6; Ipf.
PI. 3. dufuiarctis 33a 6 (statt -fuairctis); Konj. Sing. 3. du-
fuarr 48c 31, perf. do-com-ar 23d 5; PI. 2. dufuarraid ni
78d 7; Konj. Ipf. Sing. 3. arna tuarrad, nach-a-tuarrad 121d
17, 18; Fut. Sing. 1. dufiurr sa 113a 11; 2. dufurr (zu lesen
-fiirr) 126d 1; 3. perf. du-com-arr 85c 3; Prät. perf. Sing. 3.
do-com-art 45a 11, annu-da-com-art (statt a n-du-da-com-
art) 36d 9; PI. 3. do-com-artatar 22d 4; Pass. Ipf. PI. do-
fuaircitis Sg. 184b 3; Ipv. PI. tuargatar Ml. 86d 22; Konj.
Ipf. PI. o-tuartis 54a 18; Prät perf . du-com-art 111b 18; Part.
Nom. PI. tuartai 83b 4; Gerundiv tuarti 126c 18; Inf. tuarcun.
Dat. tüarcuin, tuarcain Wb. Ic 19, lOd C), Ml. 84c 22 u. s. w.,
Gen. tuaircnae 29b 9.
Mit com-to- 'zerquetschen' (in der echten Komposition er-
scheint statt des lautgesetzhchen co- analogisches com- teils mit,
teils ohne folgender Lenition): Ipv. Sing. 2. comtuairc Ml. 29b 6;
Prät. perf. Sing. 2. conto-chm-airt siu 17a 2, 19c 7; Pass. Präs.
Sing, contuarcar; Abstr. comtuarcan 34a 27, comthiiarcon
Wb. 2 b 2.
Mit frith-to-: Präs. Sing. 3. fristuairc gl. obtundit ML 143c 2.
Mit imb-to-: Präs. PL 3. im-a-tuarcat doib 'sie zerhauen
sich gegenseitig' YBL 118b 16 (statt der subjektlosen Konstruktion
§ 589 S. 311); Inf. oc imthuarcain 'as they pound one another'
ML 16 b 7.
Anm. Vgl. abr. treorgam gl. perforo, gall. org^ gl. oocide Corp.
Gloss. Lat. V, 376, 29, abr. orgiat gl. caesar, gall. Orgeto-rix MN.
Liden, Armenische Studien S. 87, vergleicht arm. harJumem 'schlage' (idg.
*fura-, *pra-).
§792.793] Verbalverz. ra-, rad-. 591
§ 792. ra- 'rudern': Prät. PI. 3. ro-räiset LU 120b 21;
Pass. Präs. Sing, nadli rathar O'Dav. Nr. 1370. Mit imb- 'ru-
dern, schiffen': Präs. Sing. 2. imm-e-räi; Ipf. Sing. 3. imm-e-
raad Iinram ßrain § 37, § 61; Prät. Sing. 1. imm-ö-rousa (-ö-
statt-e-; -rous (s)a); 3. imm-a-rä Wi. 627, perf. iram-re-rse gl.
soluerat Sg. 62 b 7 Tlies. (die Behandlung des perf. Präverbs ist auf-
fällig); PI. 3. imroiset Trip. L. 214, 19, imraset LU 26a 6; Inf.
imram Ml. 126a 1, vgl 5, 7, Gen. imrama S. M. III 252, 8.
Vgl. an. röa, ht. ir-ti 'rudern', lat. rO-mus 'Ruder', gr.
EQE-T(.iog, skr. aritra- ds.
§ 793. räd- 'sprechen' (-«-Stamm mit teilweise verlorener
Mouillierung; der Konj. mag seit jeher ein -ä-Stamm gewesen sein):
Präs. Sing. 1. no-radim Ml. 47b 13, no-raidiu Fei. Epil. 358;
3. ni radi Ml. 35d 22, rel. radas 42c 4, 10; PI. 3. ni radat
som 31a 18; Ipf. Sing. 1. nu-radin se 74c 3; Prät. Sing. 1. ru-
radus sa 50d 7; 2. ro-radis su Thes. II 2, 35; 3. ru-rädi Wb.
7d 9 (mir. ro-räid Wi. 730); PI. 1. ro-räitsem Thes. II, 2, 34;
Pass. Präs. Sing, frissa-rater Ml. 42c 4; Inf. räd Sg. 140a 1,
rad Ml. 46a 19, ban-räd 'women's talk' Wb. 29a 5. Vgl. mir.
com -räd 'Gespräch'.
Mit imb- 'überlegen, denken': Präs. Sing. 1. imradim Sg.
155b 3, imrädaim Thes. II 230, 17; 2. imm-e-radi siu Ml.
43c 4; 3. imrädi Wb. 17a LS, vgl. 8b 9, Ml. 33d 2, 35d 22.
perf. im-ro-rdai Thes. II 229, 32; PI. 1. imradam ni Ml. 93a
5; 3. imrädat Wb. Id 7, vgl. Ml. 54a 25. 105a 3, ni im-
radat 107c 1; Ipf. PI. 3. imm-e-raidtis 61c 12; Konj. Sing. 3.
imm-e-rada Wb. 23b 24, arnach-a-imrada Ml. 51a 1; PI. 3.
imm-a-rädat Wb. 28c 1; Konj. Ipf. Sing. 1. imm-e-radin 14c
23; 3. imradad Ml. 41a 4, vgl. 68c 18; Prät. Sing 1. perf.
imm-e-ro-rdus 96a 3; 3. perf. imm-e-ro-raid Sg. 197b 15
(im-<ru>-raid Ml. 90d 14); PI. 3. imm-in-d-räitset Thes. II
241, 11, perf. imm-e-ro-(r>daisset Ml. 90d 16; Pass. Präs. Sing.
imm-e-rait[h]er Wb. 14c 22; Prät. Sing, imm-un-ro-rdad
20d 10; Part. Adv. ind imratid Ml. 82b 8; Gerundiv D. PI.
imratib 96b 16; Abstr. Gen. imraid 39a 11, gewöhnlich imra-
dud (imrädud, imbrädud) Wb. 3d 34, 15d 9, 16b 16 u. s. w.,
Gen. imrato, irarata 3d 5, PI. Nom. imrati, imbräti Ml.
38a 5, Wb. 31b 26, Akk. imratiu Ml. 15a 2, 83c 11, imrati
Wb. Id 7, Dat. imratib Ml. 38a 5 (ml-imradud 79a 5).
Anm. Vgl. mc. ad-rawd 'erzählen', nc. adrodd; ac. aiu-raud gl.
592 Verbalverz. reg- 'binden'. [§ 794
mens, c. am-rawdd 'discourse'. Got. rodjan 'sprechen', asl. raditi 'Sorge
tragen', lit. rodyti 'zeigen'.
§ 794. reg-, rig- 'binden' (nur komponiert). 1) Mit ad-
'binden': Fut. Sing. 2. perf. adroeris, a-t-roeris Fel.^ Dec. 16,
O'Dav. Nr. 87; Pass. Präs. Sing, adregar 4s bound' S. M. III
22, 12; 26, 5 (adragar III 14, 11, 17, 28), co harragar 'how is
(one) bound?' III 2, 6 (vgl. § 587, 6 S. 304); Konj. Sing, ad-
riastar 228, 7, vgl. V 152, 16, O'Dav. Nr. 130; Prät. PI. 3. at-
rechtudur (= -adar, -atar) S. M. I 22, 1 v. u. (ist eine Neu-
bildung nach -reg-, -rig- 'sich erheben' § 795, 2); Inf. ärach.
Gen. araig, PI. Nom. Akk. airge (Gemisch der -o- und -.s-De-
klination) S. M., K. Meyer 25.
2) Mit com- 'binden': Präs. Sing. 1. oriug Sg. 181b 1; 2.
conrigi siu Ml. 119b 8; 3, conrig 23c 12; PI. 3. conregat
S. M. IV 242, 13; Konj. Sing. 1. con-da-rias Ml. 21b 7; Fut.
Sing. 2. oriris siu 134 d 3; Prät. Sing. 3. oreraig LU 63a 17,
perf. o-idn-arraig Ml. 15c 1, co-tob-ärrig Wb.9bl9; Pass. Präs.
Sing, conregar S. M. II 128, 1 v. u.; Fut. Sing, co-tan-rirastar
ni Ml. 134a 1; Prät. perf. Sing, conarracht 123b 2; Part, cuim-
rechta Sg. 39b 13; Gerundiv cuimrechti Ml. 137c 12, cuim-
rechta 46a 27; Abstr. cuimrech neutr., Dat. cuimriug, PI. N.
A. cuimrecha, cuimrega. Dat. cuimregaib, cuimrigib Wb.
Id 5, 23b 7, 27c 34, 30a 5, 23, 32a 28, 23a 5, 27c 36, 26d 21,
23b 11, 30a 22.
3) Mitdi- 'entblößen': Präs. Sing. 2. durigi siu Ml. 108d8;
3. durig 28a 19; Konj. Sing. 3. du-n-dat-re siu 133a 14; Konj.
Ipf. Sing. 3. dureised Thes. II 24, 37; Prät. perf. Sing. 3. do-
com-arraig Ml. 48d 15, do-choimarraig, du-choimarraig
14b 1, 144b 1 (vgh §224 13241); P1.3. ducoimrachtar 100c 27;
Pass.Ipv.Pl. dirgetar 136a 2; Part, direchtae 91a 4, PI. Nom.
direchtai 48d 12; Inf. direch. Dat. diriug Thes. II 251, 2, 4,
Ml. 28c 11 (verschrieben diurug Thes. II 253, 3).
Anm. 1. Über anklingende Formen s. § 795 Anra. 2.
4) Mit fo- 'to delay', 'aufhalten': Präs. Sing. 3. fo-d-rig Wb.
26a 12; Fut. Sing. 3. ni-m-foer sa, ni-(m)-f8eir sa, ni-<m)-foir
son Fei. Prol. 322, 326 (zitiert von O'Cl. unter sallann; -oi- ist
Ersatzdiphthong bei geschwundener Reduplikation); Prät. Sing. 3.
perf. (mit ro-) fo-t-roiraig, fo-n-roiraig Trip. L. 208, 20; PI.
3. fo-t-rergatar ZfcPh. III 243, 2 v. u.; Pass. Konj. Sing, fo-
§794,4. 795,1] Verbalverz, reg- 'binden', reg- 'ausstrecken'. 593
riastar O'Dav. Nr. 905, vgl. Nr. 130, 950; PI. foriasaiter Nr.
944; Abstr. fuirech Wi. 582.
Mit air-fo- ds.: Präs. Sing. 3. ar-id-fuirig Wb. 26a 11;
Konj. Sing. 2. arfuris Thes. II 14, 34; Fut. Sing. 2. ar-a-foiris
Ml. 37c 18; PI. 3. ar-n-dam-fuirset 114c 11; Pass. Präs. Sing,
ar-a-furechar ZfcPh. VII 485; Konj. Ipf. Sing, arfuirestae
Ml. 47 b 6.
Mit imb-fo- ds.: Pass. Präs. Sing, nimfuiregar -is not de-
tained' O'Dav. Nr. 864.
Anm. 2. Über anklingende Formen s. § 795, 3.
Anm. 3. Ein fünftes Kompositum ist ir. indrach. Vgl. br. ere,
kevre I 100, c. gware com. guary br. c'hoari I AMf., abr. anre I 100.
Br. eren 'binden' sowie ac. ar-cib-renou gl. sepulti, nie. ar-gyu-rein
'begraben', das nach Loth, Rc. XXXII 303, hierher gehört, hat die Infinitiv-
endung der in § 795 besprochenen Verba. Vgl. noch c. mod-rwy u. s. w.
II 16, c. rhwym I 87, ir. rigin 'zähe'. Zu lat. rigöre, rigidus, cor-
rigia.
§ 795. reg-, rig- 'ausstrecken': Präs. Sing. 3. rigid "Wi.
741, YEL 118b 4; Prät. Sing. 3. reraig Thes. II 340, 2; 341, 2,
vgl. Trans. Phil. Soc. 1895—98 S. 72; PI. 3. ro-rergadar Wi.
I.e.; Pass. Prät. Sing, ro-recht gl. expansura est Ml. 39c 11, vgl.
20a 23; Part, rechtae gl. distenta 39c 38, Gen. rechti gl. distenti
20a 23; Abstr. hi rigi 'straight' 99d 1. Das bei Wi. belegte ro-
rigi, das doch wohl als Prät. Sing. 3. gefaßt werden muß, ist eine
mir. Neubildung (anders VendiyeS; MSL XV 363 ff.). Vgl. Trans.
Phil. Soc. 1899—1902 S. 294.
Zur selben Wurzel gehört rog- 'ausdehnen, ausstrecken': Konj.
Sing. 3. rel. rogas gl. dilatare Ml. 79d 4; Pass. Präs. Sing, roich-
thir gl. poiTigitur 55 d 24, rel. roichther 138a 2; Konj. Sing,
roigthir 110a 1 (Indikativ?), rel. roichther 44a 4; Part. PI.
roigthi 33b 1; Inf. rogud 37d 6, Salt. 619, LL 21a 28. Das
-0- ist in einem -I-Stamm nicht regelmäßig; vermutlich hat man
ursprünghch Ind. *ruig-, Konj. roga- gehabt.
Zusammensetzungen von reg-, rig-: 1) Mit aith-air- 'wieder-
holen, verbessern': Präs. Sing. 3. aderrig som for-sa n-imcho-
marc 'repeats the question' Ml. 46a 21, a-tann-eirig gl. nos
emendat 114d 10, ade irrig 'whom he brings to repentance' (doch
wohl eher 'der sich bekehrt') Wb. 22c 2; Ipv. PL 2. aithirgid
besu 'emend your manners'; Konj. PI. 2. dian-d-aithirsid 'if
ye emend them' 9a 23; 3. düus in-d-aithirset 'ob sie es viel-
leicht bereuen werden' 30b 30; Fut. Sing. 1. aderrius sa gl.
redersen: Vgl. kelt. Gramm. IT. 38
594 Verbalverz. reg- 'ausstrecken'. [§795,1.2
adiiciam super omnem laudem tuam, 'ich werde wiederholen' Mh
89b 3; Prät. Sing. 3. ni-r-aitherracht 'er wiederholte nicht' LU
lila 21; Pass. Konj. Sing, arna aithirrestar Ml. 32 d 13; PI.
adersetar 30d 11; Inf. aithirrech neutr. 'wiederholen' 94a 3,
131a 8, 133d 2 (aithirriuch 'wieder' 46b 1 u. s. w.), 'verbessern'
98b 5 (Dat. aithirriuch 22d 5), aithirge fem. 'reuen, Reue'
32c 6, vgl. Wb. 22c 2 u. s. w., Dat. aithrigi Thes. II 247, 9.
Anm. 1. aithirgid, -aithirset haben -ir- aus zwiscbenkonso-
nantischem -r- und zeigen also lautgesetzwidrige Synkope von zwei auf-
einanderfolgenden Silben; das beruht auf einer auch sonst vorkommenden
Analogiebildung (vgl. z. B. ni tartsat oben S. 471 Z. 14). So ließe sich
auch der Inf. aithirge erklären (lautgesetzlich Dat. aithrigi). Vielleicht
ist jedoch der Inf. mit den finiten Formen nicht verwandt; vgl. über mbr.
azrec corn. eddrek 'Reue', ir. aithrech 'bereuend' I 134, 177.
Mit to-aith-air-: Kondit. Sing. 3. ni taidirsed 'würde sich
nicht bekehren (würde nicht Zeit haben, sich zu bekehren)' Wb. 4d 9.
2) Mit ess- (und infigiertem reflexivem Objekt, das jedoch
wenigstens im Mir. bei den echt zusammengesetzten Formen fehlen
kann) 'sich erheben': Präs. Sing. 1. a-tom-riug Thes. II 354, 24;
3. a-d-reig Wb. 13a 12 (-d- statt des gewöhnlichen -t-), mir. a-
t-raig Wi. 380; PI. 3. a-ta-regat, a-ta-fregat Wi. 377 (durch
Entgleisung atregat, atragat Wi. 380); Ipv. Sing. 2. a-t-ree Mh
126c 3 (§ 598 Anm. 5 S. 335),.erig LU 47b 1, eirig Wi. 125, 1
(daneben mir. eirg, eirg siu mit Übertragung der in der 3. Sing,
und im PI. berechtigten Synkope; auch eirgg mit -g statt des -§,
vielleicht unter dem Einfluß des Augens siu, vgl. § 289, 2 [ergc
Eriu II 222, 5]; mit auffälhgem Vokal airg, s. Wi. 526, Wi. Täin
S. 967, airc siu LU 61b 45); 3. erged LU 100b 11; PI. 2.
eircid Wi. 526 (-c-, d. h. -g- aus der 2. Sing, übertragen); Konj.
Sing. 1. in- er US Thes. II 357, 17 (Thurneysen, KZ XXXI 97);
3. ei'r Wi. Täin 3752 (die echt zusammengesetzte Form wäre nach
den air. Regeln nicht zu erwarten); PI. 3. o-da-serset Ml. 46a 12,
o-eirset Wi. Täin 2797 (con-ersat ebd. 769); Konj. Ipf. Sing. 3.
a-t-ressed LL 107b 30, a-dt-res(ed) YBL214b 15, gon-eirsed
Wi. Täin 4543, oä heirs(ed) LU 5a 30; Fut. Sing. 1. a-tamm-
resa (= -res sa) Ml. 31c 14, ni-sn-erus sa (wohl zu lesen ni-
m-erus sa) LU 20b 16; 3. a-t-re Wi. Täin 985; PLl. in-eresom
ni Thes. I 713, 26; 3. a-t-resat (statt a-ta-resat) Wi. Täin 985;
Kondit. PL 3. a-t-restäis (statt a-ta-) Wi. Täin 1166; Prät.
Sing. 1. con-om-e-r-racht LU 130a 35 (statt con-dom-; der
letzte Vokal könnte auch -u- gelesen werden); 3. a-t-racht Wi.
§795,2.3] Verbalverz, reg- 'ausstrecken'. 595
380, as-ra-racht LU 130b 19 (a-t-raacht Wi. Täin S. 924 ist
wohl durch Dissimihition aus a-t-ra-racht entstanden), o-ä-r-
racht LU 5a 25, vgl. 28; PL 3. a-ta-rachtatar LU 59b 13 (a-t-
rachtatar 101a 23, a-t-raachtatar, a-t-rachtatar Wi. Taiu
S. 924); Inf. eirge Wb. 5b 10, Dat. iergiu Ml. 21c 3, grian d-
ergi 'daß die Sonne aufginge' LL 107b .30, Gen. argi Ml. 83a 5.
Mit doppelt gesetztem ess- (ohne reflexives Pronomen) 'auf-
erstehen': Konj. Ipf. PI. .3. mani esersitis, ceni essersitis Ml.
15c 7, 8; Fut. PI. 2. as-n-eirsid Wb. 25b 25; 3. asseirset 13b
26, 25b 16, in-eseirset 13c 20; Prät. Sing. 3. as-r-eracht 13b
12, vgl. 4d 27, 15d 12; Inf. esseirge neutr. 30b 14 u. s. w. (com-
eisseirge 'co-resurrection' 27 a 15).
Mit com -ess- (zum Teil mit infigieiiem reflexivem Pron.) 'auf-
stehen': Präs. Sing. 1. oergim se; 3. oerig som LU 59b 31,
asa-comerig Imram Brain § 17; PL 3. co-ta-eirget LU 97a 12,
oerget 59b 31; Ipv. Sing. 2. comeir FeL Aug. 26 (§ 598 Anm. 5
S. 335), comeirig K Meyer 468; PI. 2. comergid LU 97a 11;
Konj. Sing. 3. mani chomeir; Fut. PL 3. oerset Wi. 11^ 11, 4
v. u.; 12, 5 V. u.; Prät. Sing. 3. co-t-r-eracht LU 19a 6. 20b
19; Inf. comerge neutr. Wi., Atk. LBr., K. Meyer, LU 59a 36.
Mit di-ess- 'verlassen': Präs. Sing. 3. ni-sh-derig si Wb.
9d 5; PL 1. ni dergemar ni gl. (falsch) non destituimur [^1).]
15b 23 (Deponens, vgl. Anm. 2 Schluß); 3. du-dn-serget Ml. 46c 2,
du^rget 56b 13; Konj. PL 2. con-deirsid Wb. 25d 27, ni
dersid 20b 10; Konj. Ipf. Sing. 1. dusersinn se ML 103b 3;
Fut. Sing. 1. duserus 137c 7; 3. ni-s-der 57a 7; Kondit. Sing. 3.
naich-n-deirsed Sg. 209b 27; Prät. Sing. 3. du-r-eracht Ml.
74b 4; PL 2. do-r-erachtid, do-rr-eractid AVb. 18c 6; 3.
nio-de-r-aerachtatar M1.57d 12; Pass.Präs. dureragar 100c22;
Part, derachtae 48d 4, vgl. 110b 1, 18d 18, Kompar. derechdu
90b 5; Gerundiv derachtai 128d 1; Inf. daTge neutr. 111b 3,
Gen. dc^rgi 118b 15, neph-deirge Sg. 209b 26.
3) Mit to-di-fo- (to-di-od-?) 'reizen' (§ 585, 9 S. 294): Präs.
Sing. 1. dodürgimm Sg. 54a 3, todürgim 24a 2, totiirgimm
60b 10; PL 3. dodürget 68b 9; Konj. Ipf. Sing. 3. dudursed
ML 33b 14; Pass. Präs. Sing, du-n-dab-durgathar 79c 4; Ipf.
Sing, dudurgaithe 80b 5; PL dudiurgat(is) 105c 11 (Sarauw,
IrskeSt. 139); Part. PL tudrachtai 135b 3; Gerundiv tudrachti
93a 8; Abstr. tudrach Sg. 54a 4.
Anm. 2. Ein Denominativ von dem Adj. diriui;: 'gerade" (oben
38*
596 Verbalverz. reg- 'ausstrecken', re-n-. [§795,3. 796, 1
S, 116) ist dirgim gl. dilinio Thes. II 42, 9; ebenso zwei Zusammensetz-
ungen mit deponentialer Flexion:
a) Mit com- gl. dirigere, corrigere: Präs. Sing. 3. condirgedar Ml.
46a 12; Fat. Sing. 3. condirgebadar 130c 15; Pass. Präs. Sing, con-
dirgedar 34a 23; Part. Gen. Sing., N. PL cuindrichthi 57d 5, 43d 6;
Inf. Gen. cuindrigthea 41d 1, aber N. A. cuindrech neutr. 22c 8, Wb.
19c 21, Dat. cuindriuch, cuindriug lld 13, Ml. 49b 7, 114d 8.
b) Mit trem-: Präs. Sing. 3. trimedirgedar 'he refers' Ml. 54a 22,
dia-tremdirgedar 'worauf sich bezieht' Sg. 190a 5.
Der Flexion nach ein Denominativ ist gleichfalls derg- 'das Bett
machen': Prät. Sing. 3. dergis LL 108a 15; Pass. Präs. Sing, dergidir
290a 44, dergither 288a 25; Pass. Prät. Sing, ra-deirged 83b 20;
Abstr. dergud 'Lager'. Dazu ein Kompositum mit air- 'bestimmen': Prät.
Sing. 1. ar-ru-dergus Ml. 51a 13; 3. ar-ru-dergestar Wb. 4c 13;
Pass. Prät. Sing, ar-ru-derged 2b 10; Inf. airdergud 4c 13, Sg. 93b 8.
Die Flexion ist aber wohl unursprünglich, und es handelt sich ursprüng-
lich um ein Komp. di-ess-reg-, air-di-ess-reg-, worin reg- transitiv
war, während es in di-ess-reg- 'verlassen' reflexiv (deponential) gewesen ist.
Anm. 3. Hierher gehört aus dem C. : ar-wyre 'to uprise, to spring
up', d-ad-wyrain 'Auferstehung', cyf-wyrain 'rising together', d-wyre
'to rise to view', d-wyrain 'Ost, Orient', ar-dd-wyre 'to extol'. Nach
§ 68 I 112f. wird man -wy- aus -ud- erklären können. Dazu zum Teil
finite Formen mit einem Stamm auf -re- (vgl. über ymrain I 237). Ein
-t-Prät. ist mc. datwyreith 'erhob sich' Skene II 145, vgl. dyrreith
'kehrte zurück', s. Ehys, Rc. VI 26. Über den Ipv. dyre 'komm' s. oben
S. 454.
Vgl. lat. regü, pergö, erigö, surgö.
§ 796. re-n- 'verkaufen': Präs. Sing. 3. ni ren, rel. renas
S. M.; PI. 3. rel. ren da; Ml. 120 d 1; Konj. Sing. 2. ni riae Eriu
I 199, ni ria S. M. III 58, 5, vgl. O'Dav. Nr. 731, 1520; 3. ni ria
S.M. 11154,4; PL 3. ni riat Wb. 28c 2; Prät. Sing. 3. ro-m-rir
3c 38, ni rir Thes. II 327, 18; Pass. Präs. Sing. rel. renar S. M.
II 360, 2; Prät. Sing, rith« Thes. II 240, 1, 2; Gerundiv rithi
Ml. 36a 37; Inf. reic S.M. V 128, 17, Dat. reicc Wb. 24d 14,
ric Thes. I 493, 23, Gen. reca S. M. V 270, 11.
1) Mit di- 'bezahlen': Präs. Sing. 3. doren S. M. II 244, 6
u. s. w., düren IV 198, 19; Ph 3. di renat 214, 6; Pass. Präs.
Sing, di renar I 40, 17 u. s. w.; PI. di renaiter V 108, 23, do-
renaiter III 414, 27, na direnaiter IV 220, 6; Fut. Sing, do-
rirtar 20, 6 (im Air. wäre -thar oder -ther zu erwarten, es hat
im Mir. eine Umbildung nach dem Muster der -s-Futura und -s-
Konjunktive von Verben wie org- § 791 und fo-cerd- § 697
stattgefunden); Abstr. dire fem. 'Buße' (falsch oben S. 16).
§796,2.797] Verbalverz. re-n-, reth-. 597
2) Mit ess- 'zurückgeben, bezahlen': Präs. Sing. 2. asrenai
Ml. 44a 6; 3. asren 36a 30, 127a 18, nad eren S.M.III 156, 4,
perf. as-com-ren IV 322, 3 v. u., vgl. 326, 3, V 340, 1 v. u.; PI.
3. asrenat Sg. 27a 2; Ipf. Sing. 3. asrenad Ml. 32b 10; Ipv.
Sing. 2. ernn Thes. II 257, 11 (die Synkope ist aus dem PI. über-
tragen); PI. 1. ernem Goid.^ 64; 2. errenaid Ml. 20c 2; Konj.
Sing. 2. asria S. M. III 150, 12; 3. asria Ml. 127a 18, mani
eirre Cäin Ad. § 47, perf. as-do-com-ra S. M. V 182, 7; Konj.
Ipf. Sing. 3. asriad Ml. 36a 29; Fut. Sing. 1. asririu sa Wb.
18a 14; 3. asriri 25b 6, Ml. 30c 13; Prät. Sing. 3. asrir Thes.
II 342, 2; 348, 2, perf. as-com-rair S. M. V 348, 6f.; Pass. Präs.
Sing, asren ar S. M. I 92, 4 u. s. w., adrenar ZfcPh. VII 482,
CO heranar 'how is it paid' S.M.IV114,30 (vgl. § 587, 6 S.304),
perf. ascomrenur (-ur = -ar) S. M. V 348, 8; Konj. Sing, as-
rethar II 126, 2 v, u., perf. o-es-com-rait(h>er O'Dav. Nr. 766;
PI. perf. con-escomriter The Monastery of Tallaght 136, 33; Fut.
Sing, asrirther Wb. Ic 3; Prät. Sing. perf. as-com-rad O'Dav.
Nr. 634; Gerundiv eirrithi Cäin Ad. § 41; Inf. se'ric, seraic
Ml. 59a 7, 15, Dat. eric 127a 1. Vgl. die Ableitung (§ 385) er-
rethcha, herredcha gl. redditiua Sg. 27a 2, 30a 16.
Mit ceta-ess- 'zuerst bezahlen': Konj. Ipf. perf. Sing. 3.
ciata-es-com-rad O'Dav. Nr. 794; Prät. perf. Sing. 3. ciado-
es-com-rair S. M. V 348, 5.
Mit in-ess- 'bezahlen': Präs. Sing. 3. ineren S. M. III 464, 4,
aneren IV 102, 12 (vgl. 17), naid inrean (-ea- ist junge Ortho-
graphie statt -e-) II 282, 7; Pass. Präs. Sing, in er an ar 11374,20.
Anm. Zur Etymologie vgl. S. 339. Dem ir. dire entspricht c. dirwy;
falls -wy nicht lautgesetzlich sein sollte (ein paralleler Fall ist in § 45,
2, 3 I 66 f. nicht beigebracht), kann di-rwy sich nach go-brwy § 694:
gerichtet haben.
§ 797. reth- 'laufen': Präs. Sing. 3. rethid Thes. II 33, 17,
rethith Wb. 13b 13, rel. rethess 24a 17, rethes Ml. 42c 19;
PI. 1. secha-retham 120b 2; 3. rethait 138d 6, rethit Wb.
IIa 4, rel. retae Thes. II 12, 28, Ml. 138d 8 (etymologisierende
Schreibung ist rethae Ml. 68b 10); Ipf. PI. 3. no-reithis (etymo-
logisierend statt -tis) 129 d 4; Konj. Ipf. Sing. 3. ara ressed ßc.
XI 446, 53, ZfcPh. III 249, 17; Prät. Sing. 3. raith Fei. Sept.
19, Oct. 16, Nov. 22; PI. 3. rathatar Sept. 18, nad ro-^rMhatar
ML 129d 4; Abstr. riuth, rith. Gen. retha, retho Sg. 106b 8,
Thes. I 498, 37, Ml. 42c 19, 93b 4 u. s. w. (über reim s. § 798).
598 Verbalverz. reth-. [§797,1—4
reth- kommt in zahlreichen Zusammensetzungen vor, wird
aber in einigen Fällen vor einem formantischen -t- (Pass. Prät.,
Part., Inf.) durch eine auf einen Hinterlingual auslautende Wurzel
suppliert (s. 3°, 4°, 5°, 6°). Vgl. Sarauw, Irske Studier S. 72f.
1) Mit ad- 'angreifen, greifen, fassen': Präs. PI. 3. a-t-rethat
LIT 63a 33; Konj. perf. Sing. 3. ad-roi-r S. M. II 122, 3; Prät.
PL 3. a-ta-roi-rthet(ar> YBL 43b 7; Pass. Konj. perf. Sing,
ad-ro-rasdar S. M. IV 104, 4, ad-roi-risdair a n-diaid 'they
are pursued' ebd. 8, ad-ro-rastar O'Dav. Nr. 91; Konj. Ipf. perf.
Sing, ad-ro-reasta S. M. IV 104, 3 (-ea- junge Orthographie
statt -e-). Vielleicht von 8° nicht verschieden.
2) Mit air- 'angreifen, einholen, fassen': Präs. Sing. 1. ar-
riuth Thes. II 228, 31; 2. ar-a-rethi Wb. 6b 22; PI. 3. arre-
that Ml. 56d 12; Konj. Sing. 2. meni arrais; Fut. Sing. 2. ni
arrais Wi. Täin; Prät. Sing. 3. ni arraid u. s. w. K. Meyer 128.
Mit to-air- 'einholen, treffen': Präs. PI. 3. do-sn-ärthet LU
57a 9 (rel. tairthet Wb. 27d 23? s. §840, 1); Ipf. Sing. 3. co-
tairthed LU62b28; Fut.Sing.2. tarrais Fel.22522 (als Gl. zum
Fut. von ad-reg- 'binden'); Prät. Sing. 3. do-m-ärraid, tarraid
Wi.811, do-s-farraidWi. Täin 1962, ni tharraid Fel.i CVII26,
CO -tarraid, ni tarraid Hib. min. S. 70; PI. 1. ni tart(h)amar
ni Wi. IV2 4818; 3. dofarrt(h>atar Hib. min. S. 70, tarthatar
LL 59, 36; Pass. Prät. Sing, tarras S. M. V 450, 5; 518, 9. Vgl.
tairred 'Einfall' LU 114a 44, b 7.
3) Mit com-, s. S. M. Gloss. 181, 171 (comrud 'contest'
Wb. 5d 38).
Mit to-com-: Prät. Sing. 3. to-n-comrit gl. ut taederet
[Wb.] 14b 23 (nach der Lesung von Zimmer); Abstr. ro-po to-
chomracht (zu demselben lat. Text) Wb. 14b 24. Unsicher;
Stokes liest to-n-comra statt -rit.
4) Mit di-: Abstr. dered neutr. 'Rest, Ende', Dat. deriud
Wb. 10 b 3, Ml. 44 a 20, Sg. 101a 2, 148 b 15, Ml. 102 c 5, Sg.
136 a 1. Zur Bedeutung vgl. 9°.
Mit for-di-: Präs. Sing. 3. forderet gl. illustrat Ml. 78b 8;
Prät. Sing. L forderisiur gl. lustraui 133b 8 (§ 621 Anm. 6 S. 388).
Mit to-imb-di- 'dienen': Prät. Sing. 3. du-d-r-imthirid,
do-d-r-imthirid Wb. 28d 30, 32c 15; PI. 3. do-r-imthirthetar
b 5; Inf. timdirecht Sg. 35a 2, timthirecht Wb. lOd 17, vgl.
5d 9, timtherecht 13b 28, timthrecht Ml. 37b 2, 3, 73a 10,
138a 5, vgl. 23a 18, 53b 20, PI. timthrechta 42c 3, 4, 69c 2.
§797,4—6] Verbalverz. reth-. 599
Vgl. noch die Ableitung PI. timthirthidi 'Diener' 90b 12, Wb.
8c 11, LU 56b 14 (der Sing, ist als Adjektiv-Adverb belegt in in
timthirthid gl. officialiter Ml. .53b 20). Über -th- aus -d- s.
oben I 503. Zur Bedeutung vgl. gr. äfxtfi-jcoXog.
Mit fo-to-imb-di-: Präs. Sing. 1. fotimmdiriut gl. suffio
Sg. 185b 3; Konj. Sing. 2. fotimdiris gl. suffire Sg. 185b 7,
fotiramthiris 54a 17.
5) Mit to-etar- gl. includere, concludere, comprehendere,
'fassen, erreichen, einschließen': Präs. Sing.3. duetarrat Ml. .30c 6,
do-n-etarrat Monast. Tall. 151, 9; Konj. Sing. 2. mani thetar-
rais LU 62a 42; Konj. Ipf. Sing. 3. d-an-etarred som (zu lesen
-etarsed) Monast. Tall. 143, 4; Fut. Sing. 2. ni thetarrais LU
62a 43; Prät. Sing. 3. duetarrid Wb. 5c 13, doetarrid 19c 11,
do-sn-etarraid LU 70b 17, 76a 16, nio-tetarraid 73a 11;
Pass. Präs. PI. do-n-etarthatar gl. conuincantur ZfcPh.VII482;
Prät. Sing, do-r-etarracht Ml. 33c 20; Inf. tetarracht Wi. II^
49,5 (im Mir. zu einem -Jew-Stamm umgebildet: Dat. tetarrach-
tain Wi. Täin).
Mit com -to-etar- 'comprehendere': Präs. Sing. 3. otetarrat
som Sg. 29b 2; PI. 3. otetarthet 73a 14; Pass. Konj. Ipf. PI.
ö-comteitarrestiss 'wodurch sie hätten überführt werden können'
gl. conuincerentur Thes. II 5, 29; Part. PI. neph-chomtetar-
rachti 'unfaßbar' Ml. 55d 11; Abstr. comtetracht 56b 3.
6) Mit fo- 'helfen': Präs. Sing. 1. forriuth Wi. 141, 27; 3.
foreith S. M. I 214, 3 v. u., III 152, 17; Konj. Sing. 3. con-
don-föir Thes. II 348, 4; Fut. Sing. 3. fu-m-re se 241, 13;
Kondit. Sing. 3. foreissed Monast. Tall. 164, 22; Prät. Sing. 3.
furräith Thes. II 241, 14, perf. fo-ro-raid 335, 1; PI. 3. fo-s-
räthatar LU 59b 14; der Inf. ist im Air. nicht belegt (mir. Dat.
foirithin Wi. 560 ist Neubildung). Auf Grund der Konjunktiv-
form föir (und des im Air. nicht belegten Ipv. Sing. 2. föir § 598
Anm. 5, vgl. LU 63 b 9) wird in der späteren Sprache ein foirim
'ich helfe' geschaffen (schon im Mir., s. § 617 Anm. S. 375); die
Länge des -ö- ist unerklärt.
Mit iarm-fo-: Abstr. iarmoracht 'pui-suit' S. M., LU 123a
16, LL 289a 2, iarmoracht LU 71b 4.
Mit to-iarm-fo- 'folgen': Präs. Sing. 3. do-d-iarmorat Ml.
21c 3, Sg. 136a 1, do-da-iarmorat 6b 4, do-da-iarmörat 15a
4; Fut. PL 3. tiarmörset, do-t-iarmorset su LU 123a 15. 19;
Inf. tiarmöracht Sg. 9a 10, vgl. 16a 14, 215a 1, Ml. 40c 1.
600 Verbal verz. reth-. [§797,7—9
87d 4, Wb. 30a 26 (daneben tiarmoraigith 'Nachkommenschaft'
S. M. III 106, 18 nach dem Muster von saigid § 805).
7) Mit imb- 'herumlaufen', s. Wi. Täin S. 999, LU 72a 19.
8) Mit ind- 'angreifen, verheeren': Präs. Sing. 3. inreith
Ml. 19d 13, inreith 48d 3; Konj. Sing. 3. iure Ml. 134d 1;
Konj. Ipf. PI. 3. inrestais 37d 1; Fut. Sing.3. inre 113a 7; Prät.
Sing. 2. in-ro-rad su 84c 2; 3. in-ro-raid 66d 21; PI. 3. in-
ro-rthatar 35a 21, in-ro-rthetar 104b 8; Part, indrisse 18c
14, Gen. indirsi 134b 8, PI. Nom. indirsi 67a 13, Dat. indirsib
35a 21; Gerundiv indrissi 127b 15; Inf. indred (neutr.). Dat.
indriud, Gen. indrid Ml. 43d 25, 102a 21, 53a 17, 27a 1, 48d
20, 66c 19, PI. Dat. indredaib 67c 4 (Nom. Sing, indruth
Monast. Tall. 164, 24).
Mit air-ind-: Part, airndrisse gl. erratam Ml. 138d 5.
Mit to -air-ind-: Präs. PI. 3. duairndredat gl. pererrantes
Ml. 81b 2.
Mit to-ind-: Abstr. tindriud 'damage' S. M. V 288, 3 v. u.
9) Mit di-od- 'übrig bleiben': Präs. Sing. 3. dofuarat Sg.
12a 3, Thes. II 37, 14; PI. 3. dofuairthet Goid.^ 157, 13, do-
fuärthet LU 5b 33; Ipf. Sing. 3. dufuairthed Ml. 97 d 10, 12;
Konj. Ipf. PL 3. difuairsitis 57d 3; Fut. Sing. 3. nio-diuair
56d 2; Prät. Sing. 3. du-r-uarid 44a 20, do-r-uaraid, do-r-
oaraid Corm. 34 Z. 23, 29, ni de-r-uarid Ml. 31a 6; PI. 3.
do-r-uarthatar Sg. 5a 13, do-rr-uairthetar 18a 6; Abstr.
diurad 'Rest' LU 23b 1, (d)iiirad Thes. I 498, 36, vgl. O'Dav.
Nr. 689 (diurtha).
Mit for-di-od- ds.: Konj. Sing. 3. forduair Ml. 23d 7.
Anm. Hierher wohl noch to-rad neutr. 'Frucht, Ertrag' § 437 S. 90
(torud Ml. 46c 8, PL Dat. toirthib 37d 22; Adj. Gen. toirthich
'fruchtbar' Wb. 5b 26, Präs. Sing. 3. rel. toirthigedar 'trägt Frucht'
26c 3). Ferner einige -^Abstrakta (auf -tijen-, -tu-, -to-): tiruairsi 'Eest'
O'Dav. Nr. 689, S. M., PL terüarsena Wi. II» 140 (ro-thiriiarthestar
'ist übrig geblieben' LU35b4; to-air-od-); t-aid-rius 'nochmaliger Be-
such' Wb. 18d 5; tu-rus 'Eeise', Gen. turusa S. M.; aururas 'Eile' ML
2a 3 (air-fo-); comthururas 'incursion' 56a 24, vgl. bl (com-to-air-
fo-); intururas gl. incursus 35d 2. — Zu reth- gehört das Kausativum
roitk- 'antreiben': Präs. Sing.3. rel. roithes Ml. 42b 27, roithes grein
'der die Sonne bewegt' LL 32a 30, ruithes, ruithess Salt. 154, 7242;
Pass. Konj. PL rothetar Ml. 92a 16; Fut. PI. roithfiter 15c 18; Part.
roitte 36d 21, vgl. b 4; Inf. roithiud 42b 27.
Aus dem Brit. : Mc. redec, corn. resek, mbr. redec oben S. 412.
Mc. gwa-ret 'helfen' (Konj. Sing. 3. g war es S. 353, Prät. gwarawt
§ 798] Verbalverz. riad-. 601
S. 373), corn. gueres ds., nibr. ne allaff göret 'je ne puis qu'y faire'.
Mc. gwrth-ret 'Nachteir (Beleg oben I 471 Z. 33).
Zu lit. ritü 'ich rolle', vgl. ir. roth 'Ead' u. s. w. I 33 (mc. redec
u. 8. w. hat idg. re-, ir. riuth hat nach I 367 idg. r-, roth hat idg. ro-).
Wie der ir. Suppletivisraus reth- : rech-t- entstanden ist, bleibt
unklar; handelt es sich um eine zunächst bei ö° entstandene Vermischung
mit ir. reg- 'binden'? oder um Vermischung mit ro-saig-?
§ 798. riad- 'fahren' (das Paradigma ist nur unvollständig
bekannt; das Präs. war ein -o- : -e-Stamm; außerhalb des Präs.
kommen -«-Formen vor): Präs. Sing. 3. cia ret 'wer fährt?' LU
114a 3, cia redes 83b 21; PI. 2. ni reidid 61b 44; 3. riadait
5b 32; Ipf. Sing.3. reided Thes. II 349, 3 (ohne Präverb!); Konj.
Sing. 3. rel. cach rot riadas do charpat su 'jeder Weg, den
dein Wagen fährt' LU 104b 8 (Konj. nach §591, 5); Prät. PI. 3.
riadatar Corm. p. XXXIX (YBL 270a 13f.; kann keine alte
Form sein, da das suffixlose Prät. eine andere Vokalgebung haben
müßte; nach § 614 Anm. 5 S. 370 zu erklären? ganz neuirisch ist
do riadatar Wi. Täin 5621); Pass. Konj. PI. na riagait[h]er
(-g- junge Orthographie statt -d-) 'which are not trained' S. M. I
190,5; Part, (ech) riata 'eingefahrenes (Pferd)' LU 104a 23, Fel.i
LXI 41, daimh riata 'of a ploughing ox' S. M. II 200, 3; Inf.
reimm (aus * reidhsmi^:, falsch oben I 87; die Zugehörigkeit zu
riad- hat Windisch, Täin S. 1030 erkannt; sie ergibt sich nicht
nur aus morphologischen Gründen, sondern zugleich aus der Be-
deutung z. B. in den folgenden Belegen: reim LU 105b 3, 19,
107a 37; vgl. reim 'Schar von Kriegern' 100a 22, rem n-aga
'Fahrt des Kampfes' 47b 6, cath-reimend "Kampf-Fahrten'',
'Triumphe' K. Meyer 324, buad-remmend "Sieg-Fahrten'" LL
121b 32, ni ägor reimm mora minn do-nd laechraid lainn
ua Lothlind 'ich habe keine Furcht, daß die wilde Kriegerschar
aus L. über das klare Meer fahren wird' Thes. II 290, 5; in
einigen Belegen scheint jedoch reimm mit reth- 'laufen' assoziiert
zu sein: raith a reim sin 'ran that course' Fei. Oct. 16, vgl. Wi.
IV2 2488, 5544).
Mit di-: dirimm 'Menge, Schar' Wi., Wi, Täin.
Mit ess-: eirim 'act of riding, galloping' S. M., eraim 'a
faring' Salt. (vgl. K. Meyer, Rc. XXXIII 96).
Mit fo-: forim 'Jagen' LU 128a 8, Dat. foroim, forlmim
69b 12, 14. Vgl. AVi. 566 und Wi. Täin S. 80^
Mit imb- 'herumfahren': Präs. Sing. 3. imreid, imm-a-reid
LU 104b 19, 115a 27; Ipf. Sing. 1. imreidind sea, imm-ä-
602 Verbal verz. riad rim-. [§798—800
redincl sea 114a 16, 37; PI. 1. imreidmis Wi. Täin 3467, 3539 ;
Konj. Sing. 3. cid öc in Cü sin atchi imriada Mag Mur-
themni 'obwohl jung ist dieser Cü, den du siehst, der auf M. um-
herfährt' (= 'wenn er auch jugendlich uraherfährt'; nicht Ind.)
1640; Inf. imrim 5618, S. M., himrimm Corm. 24, PI. imrim-
mend Lü 15a 6.
Anm. Eine ältere Form des Abstr. steckt möglicherweise in comram
'Kampf, -M-Stamm, Wi. 443, PI. comram a AYb. 30d 12 [*-reidlimu-s). Zur
Etymologie vgl. I 58.
§ 799. rim- mit fo- 'setzen, legen' (-f-Stamm): Präs. Sing.
3. ni fuirmi Wb. 8c 1; Konj. Ipf. perf. PI. 3. furruimtis Thes.
II 242, 4, 5 (statt -ruirmtis); Prät. perf. Sing. 1. fo-ru-rmius
LU 114b 8; 3. fo-rui-rim Ml. 2a 6, fo-rrui-rim Wi. 266 Fuß-
note Z. 5, forruim Thes. II 242, 8 (-m aus -rm; die Synkope ist
aus den anderen Personen übertragen; oder vgl. S. 595 Z. 1 — 2?),
LU 103b 9, forruib Thes. II 310, 2; Pass. Konj. Ipf. Sing, mina
fuirmithea (statt -the) Corm. 36, 40; Prät. perf. Sing, fo-rui-
rmed Ml. 74c 20; Inf. mir. f uirmed Wi., Wi. Täin, Atk. LBr., aber
im Air. wird die Endung -iud gewesen sein, vgl. is comfuirmud
gl. componuntur Sg. 203 a 2.
Vgl. gr. TqQtj.ia 'ruhig', got. rimis 'Ruhe', lit. rimti 'ruhen',
skr. ramate 'steht still, ruht'. In der Vokalgebung stimmt das ir.
Wort zum litauischen (ri- aus idg. r-), s. § 252, 2k I 362.
§ 800. rim- 'zählen' (-i-Stamm): Präs. Sing. 1. perf. ni rui-
rmiu Thes. II 338, 2; 2. (Deponens) rim t her Fei. Prol. 286, Epil.
46; Konj. Sing. 3. rel. rimess Salt. 311; Kondit. Sing. 3. rimfed
Goid.2 165, 64 (ohne Präverb!); Prät. Sing. 3. ro-rimi, ro-rim
Salt. 114, 105; Pass. Präs. Sing. rel. rimther S. M. IV 368, 1,6;
Ipf. PI. i-rrimtis, ni rimtis LL 290a 13, 15; Prät. Sing, ro-
rimed Fei. März 18; PI. ro-rimthea LL 290a 21, ro-rimthe
Wi. Täin 2662; Inf. rim 2661, Fei. Prol. 268, Corm. 38, 1 v. u.,
LL 290a 15, 18, 20, Gen. rimte Sg. 181a 8.
Mit ad- 'zählen, rechnen': Präs. Sing. 1. ni-sn-airmim Sg.
205a 2, ni airmiu Thes. II 338, 2; 2. adrimi siu Ml. 24b 6;
3. adrimi som Wb. 14d 2, vgl. Ml. 24a 13, a-ta-rimi lUc 17,
a-t-rim(i) som 49a 11, ad-ind-rimi som, ni äirmi som Wb.
13d 17, vgl. 24a 17, 6a 1, Ml. 82a 8; PL 3. adrimet som 129d
19, 22, a-ta-rimet Sg. 26b 6; Ipf. PI. 3. adrimtis som Ml.
91a 6, a-ta-rimtis Sg. 188a 3; Konj. Sing. 1. coni arim se
Wb. 14d 17; 2. adrime Thes. II 28, 32; PI. 3. adrimet Mh
§800.801,1.2] Verbalverz. rim-, rind-. 603
103b 5; Konj. Ipf. Sing. 3. adrimed 21a 4, Sg. 69a 5, coni
airmed Ml. 46b 31; Fut. PI. 1. adrimfem 14d 5; Prät. perf.
Sing. 3. ad-rui-rim 28d b, ni-n-arraini 49c 9; PI. 3. ad-rui-
rmisset 101b 2, a-ta-rui-rmiset Sg. 188a 1; Pass. Präs. Sing.
adrimther Ml. 46c 24, Thes. II 246, 26; PL adrimter M1.99d9,
adrimter Sg. 202a 5, adrimiter Thes. II 246, 28, adrimetar
Ml. lila 10; Konj. Sing, adrimther Thes. II 10, 6; Fut PI.
adrimfiter Sg. 153b 1, adrimfetar Thes. II 229, 30; Prät. perf.
Sing, ad-rui-rmed Wb. 2d 7, vgl. c 6; Gerundiv airmithi 8c
13, 15d 12, vgl. 3a 4; Inf. äram, A. D. äraim, arim, airira,
Gen. airme Sg. 26b 17, 71a 19, b 8, Ml. 102d 17, 48c 19, 77a 7,
Sg. 71b 14 u. s. w.
]\Iit to-ind-: Abstr. tindrem 'Erörterung', s. Wi. und O'Dav.
Nr. 1602, 1581, Akk. tindrim MI. 33d 13, vgl. 41a 2, 48c 11.
Mit to- 'erörtern, aufzählen': Präs. Sing. 1. dorirau Fei. Epil,
317; 3. dorimi Ml. 44c 28, vgl. 54a 37, 96b 14, 125b 3, Thes.
I 485, 18, to rrimi Ml. 130c 1, durim'.i) 83d 6, ni-s-tuirmi
Wb. 30c 17; PI. 1. (Deponens) do-s-rimemar{?) Fei. Epil. 6,
i-tuiremar Wb. 12d 39; Konj. Sing. 3. perf. do-rui-rme (statt
-rmea) Thes. II 344, 1; PI. 1. dorimem Ml. 14d 6; 3. durimet
19b 13; Fut. Sing. 1. dorimiub 26c 7, vgl. 106c 10; PI. 1. do-
rimfem 44a 24; Prät. perf. Sing. 1. do-rui-rmius Fei. Epil. 40,
41, 229; 3. do-rui-rmi Salt. 830, do-rui-rim Ml. 36b 6; PI. 1.
do-nd-rui-rmissem Wb. 24d 16; Pass. Präs. Sing, dorimther
Ml. 16c 10, 23b 8, vgl. 103d 12; Inf. tuirem Wb. 24c 7. Akk.
tuirim Ml. 33d 13, vgl. Wi. 859.
Anm. Das Verbum ist Denominativ von dem als Inf. verwendeten
Nomen rim, worüber § 34 I 51.
§ 801. rind- 'to engrave, carve, cut, satirize' (-ä-Stanim):
Präs. Sing. 3. rel. rindas; Inf. rindad S. M. Vgl. rindaige
'engraver'.
1) Mit air-: indä errend gl. Stigmata [Wb.] 20d 5 (§ 505
Anm. 4). Vgl. air rinde 'point' Thes. II 248, 8, errindem
'highest' MI. 56b 22.
2) Mit to-fo- 'bezeichnen': Präs. Sing. 3. dofoirndea MI.
2d 2 (zweimal; die Mouilherung rührt von dem -r- her), dofoirnde,
dofoirnde Sg. 66b 10, 9a 12, 59b 1, 71b 6, 72a 1, vgl. 36a 3,
do-foirde 203b 4, vgl. 26b 12; PI. 3. doföirndet, dofoirndet
71b 6, 26b 16, 202a 5, to-föirndet 72b 5, do-foirdet 203b 11,
näd töiriidet 25b 12; Konj. Ipf. Sing. 3. do-foiriided 162a 6;
604 Verbalverz. rind said-. [§801,2—803
Prät. Sing. 3. perf. tororan som Ml. 29b 8; Pass. Präs. Sing,
dufoirndither 86a 2, vgl. Thes. I 487, 29, thörntber (rel.) Sg.
59b 18; P1.3. dufornditerM1.65cl6, duförnditer Tbes.II 5, 26;
Part, toirndide Ml. 143c 1, PI. toirnditbi Tbes. II 8, 37; Inf.
torand, törand neutr. Ml. 65c 16, Tbes. II 229, 34 (mit unregel-
mäßiger Scbreibung töiraud Tbes. II 249, 3), Dat. torund, tö-
runt, toorund Ml. 55a 9, Sg. 3b 19, Tbes. II 242, 6, Gen.
töraind Sg. 3b 18, PI. Nom. inna töranda 4a 1 u. s. w.
Mit aitb-to-fo-: Prät. Sing. 1. ad-ro-tboirndius gl. re-
punxi Sg. 181a 10.
Mit fritb-to-fo-: Präs. Sing. 3. fristoirndea gl. obsignat
Ml. 67 b 9.
Mit trem-to-fo-: Prät. Sing. 1. trimi-ro-tborndius sa gl.
transfigm-aui Wb. 8d 26.
3) Mit to- 'bezeicbnen': Prät. Sing. 3. durind Tbes.II 242, 8.
Anm. Man wird mit der Möglichkeit zu rechnen haben, daß 2° durch
analogische Umbildung aus 3° entstanden ist. Das Verbum ist ein Deno-
minativ von rind 'Spitze' 137 (rinud mask. Wb. 13 d 25); die Komposita
verwenden das Stammwort als Abstr. (und liefern den Beweis, daß dies
ursprünglich neutr. gewesen ist, vgl. § 408 Anm. S. 66).
§ 802. ro-n-d- mit fo- gl. fuscare: Prät. Sing. 3. fo-ro-
raid Ml. 51a 23; Pass. Präs. Sing, cäin (wobl nicbt Präverb)
forondar a cborp bi crü 'scbön wird sein Körper in Blut rot
gefärbt' LU 102b 30, ni forondar Ml. 35d 8; Konj. Sing, arna
furastar 15b 11.
Zu ir. ruad 'rot' u. s. w., I 174.
§ 803. said- ^sitzen': Präs. Sing. 2. saidi siu Ml. 101c 6,
7; 3. forsa-said Salt. 617, rel. saides LU 120a 42; PI. 3. se-
dait 59b 33, LL 249a 3; Ipf. Sing. 3. saided (obne Präverb!)
Salt. 4514, no-saided; PI. 3. no-saiditis Goid.'-* 101, 35; Konj.
Sing. 1. i-sius Tbes. II 357, 17 (Tburneysen, KZ XXXI 97);
2. slan-seiss LL 49b 9 ('sit tbou safely' K. Meyer, Hail ßrigit
S. 13, vgl. Stracban, Trans. Pbil. Soc. 1895—98 S. 73; slän muß
dann in dieser Redensart als ein Präverb fungieren; und slan-
seiss LU 101b 42 als Gruß an eine vorübergebende Frau zeigt,
daß die Bedeutung des Verbums nicbt mebr lebendig war); Konj.
Ipf. Sing. 3. no-sessed Ml. 135 a 13; Fut. Sing. 3. seiss Wb.
26a 8, Salt. 8266, 8273; Kondit. Sing. 3. nio-sesed Monast. Tall.
140, 9, ro-sesed LU 80a 10, LL 78a 8; Prät. Sing. 3. siasair
Tbes. II 327, 13 (im Mir. durcb Vermiscbung mit dem Fut. aucb
§803. 804J Verbal verz. Said-, Said-. 605
seiss, s. Zimmer, KZ XXX 151), perf. desid Wb. 3a 7, LU
117b 24, dessid, dofessid Corm. Transl. 103», du-n-essid Ml.
121a 11, do-n-esfid (zu lesen -essid) Wb. 26a 8; PI. 3. rel.
siasat<4r LU 64b 6; (Part, neph-esse gl. obsessa Ml. 39c 37?);
Inf. suide neutr. Wb. 13a 20, Ml. 15a 13, 1, 135a 13, Dat. inn-a
suidiu 'sitzend' Wb. 13a 12, Gen. suidi Ml. 15a 7 u. s. w.
Mit aith-: Ipf. PI. 3. adsaitis gl. residentes Ml. 26c 15.
Mit imb- gl. obsidere, 'belagern': Prät. Sing. 3. imm-a-
siassair Ml. 43b 1; Pass. Präs. Sing, imm-fe-saitar gl. uexari
27d 13; Part. Gen. impessi gl. obesi (mißverstanden) 20a 25, PI.
Nom. impessi gl. obsessi 106d 9, Gen. impesse 49b 9; Abstr.
impsuide 43b 10 (etymologische Schreibung; das -s- ist stumm).
Dat. impudiu 106b 2, Wb. 9c 10 ('encompassment'), imsuidiu
Ml. 123 b 9 (etymologische Schreibung).
Anm. 1. Verschieden hiervon ist impide 'Fürbitte, Bitte' ZfcPh.
VIII 177, Wi. 630, nir. impidhe; es hat aber jedenfalls -p- aus -h- 4-
leniertem -s- und gehört zu derselben Verbal wurzel; vgl. lat. ob-ses 'Geißel'.
Dazu o-imthi si 'sodaß du bittest' Monast. Tall. 150, 23?
Mit in- gl. insidere: Prät. perf. Sing. 3. indessid Ml. 20a 27;
PI. 3. indestetar 58a 2.
Mit rem-: Präs. Sing. 3. remisaid gl. praesidentis Ml. 50d 5.
Anm. 2. Vgl. I 72, 70, II 35, I 86 (gall. esse dum). Com. ese^e,
ysethe 'sitzen', mbr. asezaff ds. sind nach Ernault, Dict. 214, lat. Lehn-
wörter; sie können jedoch auch als echt keltisch gedeutet werden (Präverb
*ad- oder *en-). Die Reduplikation im ir. Prät. (vgl. S. 388) muß unur-
sprünglich sein; Kontamination eines idg. Perf. mit einem idg. -«-Aorist?
Vgl. § 805 Anm.
§ 804. säid- (d. h. säd'-) 'stecken' (transitiv): Präs. Sing. 1.
saidim gl. figo Corm. Transl. 76 (fiacail); 3. säidid Atk. LBr.
7274; Prät. Sing. 3. saids-i Ml. 55c 1, ro-saidestar 'hat ge-
pflanzt' S. M. V 500, 23 (junge Endung); Inf. säthud '(Xägel)
einschlagen' Atk. LBr. 1236 (-th- jung).
Mit com-: Präs. Sing. 1. consadu, consaidiu 'I set toge-
ther' Fei. Jan. 23.
Mit in-: Präs. Sing. 1. insädaim gl. iacio Thes. II 228, 29.
Anm. Ist Kausativum zum vorhergehenden; vgl. asl. saditi 'setzen,
pflanzen'. Ein anderes Kausativum unten unter suid-.
Verschieden vo"n der Wurzel säid- [säd'-) ist die Wurzel soid- (d. h.
air. soid'-), säid- mit com- 'in Streit bringen': Präs. Sing. 3. osoid; Fat.
Sing. 3. consaidfe (= -fea); Prät. PI. 3. consaithset; Pass. Präs. Sing,
osöiter, osäiter K.Meyer 480; Inf. cossöit Wb. 5a 23, cosäit, casäit
606 Verbalverz. saig-. [§ 805, 1—3
K. Meyer 498 ('setting at loggerheads'), nir. casaoid. Vgl. irachossäit
'Aufhetzen gegen einander' Wi. 623. Etymologie unbekannt.
§ 805. saig- 'teiidere, petere, adire' (vgl. Strachaii, Trans.
Phil. Sog. 1899—1902 S. 295, Sarauw, Irske Studier S. 81—86;
ein saig- 'sagen' gibt es, wie Ascoli Gloss. CCXXXII und bes.
Sarauw erkannt haben, nicht): Präs. Sing. 1. saigim Sg. 217a 3;
8. saigid Wb.23cll, ni saig Ml. 131a 4, rel. saiges Wb.22a3,
Sg. 65b 11, Thes. II 40, 35, ZfcPh. YII 481; PI. 3. segait Ml.
66b 5, arna-segat S. M. I 236, 11; Konj. Sing. 3. no-sa II
256, 4 (wohl zu lesen ro-sa); Konj. Ipf. Sing. 3. onä säsad Sg.
62b 2; Pass. Präs. Sing. rel. segar Wb. IIa 5; Konj. Sing, dia
sasar S.M. V458, 9; Inf. Nom., Akk., Dat. saigid Wb. 12b 23,
27a 10, Ml. 66b 5, saigith Thes. II 255, 17 (ro-saegeth «allzu
viel suchen' ebd. 18 ist verschrieben).
1) Mit ad-: Präs. PI. 3. adsegat nad arg et 'sie verlangen,
was sie nicht erhalten (air-icc-) können' LL 344d 47; Abstr. as-
cid fem. 'a request, boon, gift, present' K. Meyer 134, ic aiscid
a chind 'ihm den Kopf absuchend' Wi. II i 181 Z. 196 (gan
aisce coise na cinn 'without cleansing of foot or head' O'Don.
Suppl., Wi. 1. c. S. 2005).
Mit to-ad-: tasciud (aus *tascid umgebildet) 'das Nahen,
Entgegentreten' LL63b27, tascud 64b 3, 69a 39, 72b 21, 109a 4,
vgl. Zimmer, ZfdA. XXXII 214, 1. Ist nicht aus toscugud (s.
scuich-) entstanden, kann aber davon beeinflußt sein; umgekehrt
ist tascugud LL 56a 46 von tasciud beeinflußt. Aus tasciud
isteinVerbum taisc- 'nähern, sich nähern' rückgebildet: Ipv. Sing.
2. na taisc LL 108b 35, vgl. 36, tasci, tasce 'come!' K. Meyer,
Betha Colmäin S. 127, tasca Rc. XXVII 312 (St. Moling68); PL
2. taiscid si 'come ye!' Lism. L. 4419. Vgl. übrigens unter 7°.
Mit frith-to-ad-: Präs. PI. 3. nad frithtasgat 'who do
not oppose' Mh 17c 5 (falls nicht -taigat zu lesen ist, s. tiag-).
2) Mit air-: Abstr. airigid fem. 'honorific portion of food or
drink' K. Meyer 59, Aisl. M. Congl. 3, 16, 17, gl. dehbatio Wb.
5 b 23, Ml. 123 a 13. Eigentlich "Vor-Forderung, das zuerst Ge-
forderte" (zum Präverb vgl. er-äin 'in the van' Rc. XXXIII 97 f.).
Vielleicht gehört Präs. PI. 3. no-airi[i]get gl. qui primi usi sunt
Ml. 125d 4 hierher; es ist aber als ein Simplex behandelt.
3) Mit di-: Abstr. i n-degaid 'nach' Wb. 30b 14, Sg. 5a 2,
7a 4, 101b 1, Thes. I 489, 33, i n-degid II 4, 35, i n-digaid
Ml. 71b 11, 78c 14, 81c 3, lila 5, 138c 18.
§805,3.4] Verbalverz. saig-. 607
Mitcom-di- 'bitten, verlangen': Präs. Sing. 1. njid cuintgim
Wb. 14c 12; 2. chondaigi Thes. II 296, 5, mir. onaigi siu,
perf. oattgi siu LL 70b 39, 40; 3. condieig Wb. 23d 5 (laut-
gesetzlich), condaig (analogisch) 8d 20, Ml. 30b 8, 35c 21, llOd
10, perf. conaittaig YBL 415b 8; PI. 1. condegam Ml. 107c 8
(mir. onagam LL 108b 12), ni cuingem Wb. 14d 38; 3. ni
cuinget Ml. 107c 8; Ipf. Sing. 3. näd otagad Wb. 4b 2; Ipv.
Sing. 2. na cuindig 10a 20; 3. na cuinged 15, IIb 18; Konj.
Sing. 3. ara cuintea Ml. 51a 18; Konj. Ipf. Sing. 1. condesin
Wb. 19d 24; 2. condesta Trip. 118, 16; PI. 3. condestis Thes.
II 31, 24; Fut. PI. 3. condesat Ml. 46c 13; Prät. Sing. 1. perf.
conaitecht 132d 5; 2. perf. ni comtacht su Ml. 60b 20; 3.
conniacht, oniacht, oiacht som LU 75a 10, 28, 77a 38 (-nn-,
-n- mir. statt -nd-), perf. conaitecht Ml. 36b 5, 59c 3, 98b 6,
ni comtacht 59c 3, vgl. 123c 3, 54b 30; PI. 1. perf. ni com-
tachtmar ni Wb. 24b 20; 3. coniachtatar K.Meyer, 465, perf.
conaittechtatar Ml. 90b 16, conaitechtat 44d 27, ooitechta-
tar Wb. 8a 14; Pass. Präs. Sing, condegar d 20, 14c 11, Ml.
48a 7; PI. dia-cuinchetar 123c 4; Konj. Sing, condesar Monast.
Tall. 133, 2, co-coratastar YBL 28b 51, conniestar (die alte
Futurform?) Rc. XV 488, 3; Prät. Sing. perf. ni comtacht Ml.
123c 3, lasa-comtacht 35c 26; Part. PI. cuintechtai 59b 13;
Gerundiv cuintechti 93a 8, Thes. I 493, 26, cuintesta Aisl. M.
Congl. S. 3 (vom -s-Konj. beeinflußt, vgl. §632 S.410); Inf. cuingid
Wb. 4d 24, 8a 7, 24b 14, 24, d 7, 26b 25, 27c 24, Ml. 62d 12,
cuinged 39a 6, cuindchid 59d 3, 104c 1, 120d 5, Thes. II
291, 8, Gen. cungeda LL 64b 21.
Mit aith-com-di-: Präs. Sing. 3. ist belegt, wenn ni ad-
chumtig Sg. 211a 8 in ni adchuintig 'non requirit' zu ändern
ist (Sarauw, Irske Studier S. 84; zu ding- [oben S. 506] könnte
die Form nui' als künstliche Bildung gehören); Abstr. athchunchid
'requesting' Atk. LBr., athchungid LL271b 22, vgl. LU 117b 14,
Rc. XIII 102 § 131, Gen. athcuingeda K. Meyer 146.
4) Mit fo- 'temptare, tribulare': Präs. PI. 3. fo-dan-segat
M1.27c7, fo-dam-segat sa 33a 19; Ipf. Sing. 3. in-dob-fochad
Wb. 25a 16; PI. 3. fosaigtis Ml. 97d 14; Konj. PI. 3. f-a-säsat
Wb. 8c 19; Pass. Präs. Sing, fo-n-segar 14b 16; Inf. fochuid,
fochaid M1.97d 10, 15, fochith Wb. IIb 2 (häufig ist das Absü-.
in der Bedeutung 'Drangsal' belegt: Nom., Akk., Dat. fochith Wb.
14b 15, 25a 13, fochaid ML 19b 11 u. s. w.. Gen. focheda,
608 Verbalverz. saig-. [§805,4—7
fochatho Wb. 25a 12, 17d 28, fochodo, fochoda Ml. 64a 2
u. s. w., 59b 10, PI. Nom. Akk. fochidi. Dat. fochidib, Gen.
fochide Wb. 15d 33, 14c 2a, b 19, 18 u. s. w.).
Mit iarm-fo- 'fragen': Präs. Sing. 3. iarma-foich som Sg.
198b 3, iarmifoig som Ml. 70c 6; Ipf. Sing. 3. iarmi-nd-ochad
58c 7; Konj. Sing. 1. con-iarfus Salt. 7837; Konj. Ipf. Sing.
3. iarmi-d-oised Ml. 32a 5; Fut. PI. 3. iarmifoiset Ann. of
Ulster 617, iarfassat LL 259b 38; Kondit. PI. 3. iarmifoistis
Thes. I 498, 15; Prät. Sing. 3. larmifoacht LU 61a 24, näd
r-iarfact Wb. 2a 18; PI. 3. näd r-iarfactatar 19; Part, iar-
fachta Thes. II 295, 6; Inf. iarfigid Wb. IIb 21, 26b 24, iar-
faigid Ml. 20c 9, 31a 16, 92b 10, 11, ic4rfichid Thes. I 497, 37,
Gen. iarfaigtho Ml. 24b 10, iarfaichtho 45d 19, 57d 1, iar-
faichtheo 35c 29, Ph Dat. iarfaigthib 15c 14.
5) Mit frith- 'wiederholt, gegenteilig suchen, besuchen': Präs.
Sing. 3. frisaig gl. commendat Deus suam caritatem in nobis,
vielleicht 'fordert zurück' (vgl. die Fortsetzung: .i. attroilli dünn
dihgi a nobis 'er verdient von uns, daß wir ihn lieben') Wb. 2d 13;
Prät. Sing. 3. (mir. Neubildung) ro frithaig Ultu 'er ging zu den
Ulster-Leuten herum, bediente die Teilnehmer am Gelage' LU
109b 46; Abstr. frithaigid, frithuigid 'reprisal, retahation, Op-
position' S. M. Gloss. 422 (frithaigid findet u. a. statt „when the
person assailed returns the blow" III 470 1), i frithagaid (mit
dem Gen.) 'against' Atk. LBr., Stokes Wi. IV^ (mag mit agaid
'Gesicht' assoziiert gewesen sein), fridaighid als Adv. 'wiederum'
(nad raba cen goin duine cech oen laithi do Connochtaib
ocus orcain fridaighid cech n-aidchi 'daß ich nicht gewesen
bin ohne Tötung eines Connachtmannes jeden Tag und ohne Raub-
zug wiederum jede Nacht' Wi. 104 Fußnote; ebenso, nur in der
3. Sing., LL 107 a 21).
6) Mit ind- 'aufsuchen, besuchen': Präs. PI. 3. a-tob-segat
si Wb. 14d37 (oder zu 1°?); Abstr. insaigid, innaigid Wi. 644,
innsaigid Atk. LBr. (da das -s- leniert sein sollte, steht innaigid
der lautgesetzlichen Entwickelung am nächsten ; die Form mit resti-
tuiertem -s- hat aber den Sieg davon getragen: nir. ionnsuidhe,
nsch. ionnsuidh; insaigid bildet eine zusammengesetzte Präposi-
tion: d-insaigid iffirn 'in die Hölle' Wi. 184, 6 = dochum
n-iffirnd 170, 2).
7) Mit to-od- 'aufbewahren; ernähren, unterhalten' (läßt sich
schwer von 1° reinhch trennen): Ipf, Sing. 3. do-d-coisged (wohl
§805,7.8] Verbal verz. 8 aig-. 609
zu lesen do-d-toisged mit Wiederholung des ersten Präverbs)
'that used to support him' Wb. 9a 6; Ipv. Sing. 2. taisig iat
'keep tliem' Wi. 805; Prät. Sing. 1. do-s-r-oisecht sa 'ich habe
sie aufbewahrt' LL 251b 5; PI. 3. do-m-r-oisechtatar *have
sustained nie' Wb. 17c 1; Inf. toschid, toschith 'unterhalten,
Unterhalt' lOd 18, 23, 24, 27, tasgid ds. 29a 13, taiscid 'auf-
heben' LL 249 b 39, Atk. LBr., Gen. taiscedo S.U. (nir. taisge
'treasure, störe; keeping' u. s. w.).
8) Mit ro- 'erreichen' (von den perfektischen Formen des un-
komponierten Verbums nicht reinlich zu trennen): Präs. Sing. 3.
rasaig Ml. 102a 8, rosaig Thes. II 18, 37, ni roig II 21, 32,
connach-roig Ml. 39c 7, ce roich Sg. 26a 11 (§587.6 S.304);
PL 3. rosegut Wi. 747 (-ut mir. statt -at), nad roichet Lü
100b 31 (nach Analogie der echt komponierten Formen finden sich
im Mir. unecht komponierte Präsensformen mit -o- statt -a- als
Wurzelvokal: Smg. 2. rosoichi siu LU 100b 32; 3. rosoich;
PI. 3. rosoichet Wi. 745, vgl. S. M. Gloss. 621, Strachan, Trans.
Phil. Soc. 1895-98 S. 73); Ipf. Sing. 3. rosaiged Wi. 747, conna
roched Wi. 745 (analogisch rosoiged Wi. 747); PI. conna roi-
ch tis Thes. 11298,9; Ipv. Sing. 3. roich ed LL 58a 12; Konj. Sing.
2. rosais Thes. II 28, 35 ; 3. rö-d-sä LI3 58b34, mani roa S. M.
IV 336, 14, muna ro II 58, 23, co-roa, cu-rö Atk. LBr. 1694,
6798; PI. 2. o co-rrossid (s. unten S. 610 Z. 19f.) Wi. Täin
1486; 3. co-rrosset 1155; Konj. Ipf. Sing. 1. o-roissinn Wb.
26d 17; 3. rosassad LU 112b 6, rosaissed LL 250a 46, na
roisedh S. M. I 56, 2 v. u., na rossed, go rossed LL 103a 41
(analogisch ra-sossed ebd., rosoisedh S. M. I 290, 8); PI. 3.
nach-as-rostis LL 238a 16; Fut. Sing. 2. ni rois Thes. II
290, 13; 3. rosia Atk. LBr. Z. 493, rosia LU 89b 3 (im Mir.
auch als Konj. verwendet, s. S. M. Gloss. 623), ni ro LL 108a 42
(analogisch ist -ria, das durch weitere Analogiebildung als Konj.
verwendet wird, s. S. M. Gloss. 623); PI. 1. rosesium (-ium statt
-em) Atk. LBr. 8070; 3. rosesaid si LU 25b 10; rasesset Wi.
Täin 4982, ni roisset Ml. 74a 11; Kondit. Sing. 3. roseisead
S. M. II 370, 1 V. u. (-ea junge Orthographie statt -e-; als Konj.
Ipf. verwendet: rosGssed ZfcPh. III 249, 20, riasiu (ro)sessed
LL 67a 14, raseised 61b 49), ni-s-roissed Ml. 39c 34; Prät.
Sing. 3. rosiacht Ml. 55d 2, S. M. Gloss. 622, Wi. 773, ni
roacht, co-roacht Wi.745 (analogisch co-rriacht Wi.738, nocha
riacht S. M. Gloss. 622); PI. 3. rosiachtatar LU 105b 13, S. M.
Poderson: Vjfl. kolt. GniuHn. II. 39
610 Verbalverz. saig-. [§805,8.9
III 30, 30, co-roachtatar Thes. II 323, 8; Pass. Präs. Sing,
rosegar Ml. 14c 19, rosechar Hib. min. S. 11 Z. 352; Konj.
Sing, mani rostir (statt -ster) Monast. Tall. 137, 12; Inf. war
urspr. wohl nicht vorhanden (mir. Neubildung ist rochtain Wi.
745; auch riachtain mag zum Teil hierhergehören; so ist dul
di-a riachtain 'zu ihnen zu gehen' LU 48a 38 deutlich mit ticed
di-ar saigid 'er soll zu uns kommen' 47b 42 parallel; vgl. Wi.
738; in anderen Fällen gehört riachtain zu ro-icc-, s.o. S. 556).
Mit to-ro- 'erreichen' (läßt sich von den j^erfektischen Formen
von 9° nicht reinlich trennen): Präs. Sing. 3. do-n-roig K.Meyer,
Fianaigecht S. 12 § 14, doroich Wi.500, conna toraig Wi. 840;
Ipv. Sing. 3. do-m-roched, do-m-roiched Wi. Täin Z. 754,
757, 759, 770; Konj. Sing.3. co-tora LL 100a 24, na torau. s. w.
S. M. Gloss. 739; PI. 3. mana toirset S. M. III 324, 3 v. u.;
Konj. Ipf. Sing.3. doroisedh Wi. IV^ Z. 2304, doroised S. M.
Gloss. 623, cotörsed, dan-am-thorrsed Wi. Täin S. 1060f.;
PI. 3. dorostais LU 83a 16; Fut. Sing. 2. do-m-ruis K.Meyer,
Fianaigecht S. 12 § 20; 3. do-n-rua, da-bar-rö, do-b-ro Wi.
Täin 3332, 592 mit Note, 1471 mit Note (vgl. 1486, wo zu lesen:
cen co-rrossid, do-bar-rö; analogisch doria Fei. LH 20), nicon -
tora LU 49a 33; Prät. Sing. 3. doroacht, doruacht Wi. Täin
S. 963 (analogisch doriacht Wi. 738, 500), co-toracht Wi. 840,
vgl. S. M. Gloss. 739; PI. 1. "dorochtamar LU 68b 23; 3. do-
rochtatar S. M. II 124, 13, na torrachtatur 294, 7 (analogisch
doriachtatar Wi. 738), co-torachtatar Wi. 840; Pass. Konj.
Sing, ma rosasar S. M. I 264, 6; Inf. war urspr. wohl nicht vor-
handen (mir. Neubildung torachtain Wi. 841, S. M. Gloss. 624,
tarrachtain Wi. Täin S. 470i).
9) Mit to- in annähernd derselben Bedeutung wie das Simplex
(to- gibt die Nuance 'her'): Präs. Sing. 3. dosaig Wb. 15a 22,
23c 23; Konj. Sing. 3. dosa[sa] S. M. II 140, 18; Fut. PI. 3.
doseset Wi. Täin 4982; Abstr. toiched (statt *toichid) 'act of
suing', Gen. toicheda S. M.
Anm. Brit. Formen oben S. 28. Zu lat. sägiö 'spüre', gr. ^yeoucei
'führe', got. sökjan 'suchen'. Die Vokalalternation ir. saig- (Präs.): sas-
(Konj.) ist leicht erklärbar (idg. a : ä, vgl. § 607 Anra. 1 S. 351). Auf Ee-
duplikation beruht das -ia- und -e- des Fut. (S. 361). Die Reduplikation
im -i-Prät. ist unursprünglich; sie entstand wohl durch Kontamination mit
einem idg. reduplizierten Perf. (oder ist sie aus dem Fut. eingedrungen,
weil sonst oft redupliziertes Prät. neben redupliziertem Fut. stand?); vgl.
§803 Anm. 2. Die Alternation a : e im Präsensstamm beruht jedenfalls auf
§ 805 Anm. 806] Verbalverz. saig-, saraal-. 611
Analogiebildung; das unmittelbare Muster war wohl said-:sed- 'sitzen'
(§ 803), auch wenn dies Verbum selbst die Altornation auf analogischera
Wege gewonnen hat. Auch eine nur analogisch zu erklärende Vokalstufe
Null scheint vorzukommen: toisc 'Bedürfnis' (Wb. 12b 6, 31d 17 [toisc
fri biathad . . 'erforderlich zum Unterhalt'], Thes. II 7, 25; 241, 9) ge-
hört doch wohl zu toschid (s. 7°), und aisc 'Gabe' Aisl. M. Congl. läßt
sich von ascid (s. 1°) nicht trennen; es handelt sich vermutlich um Rück-
bildungen auf Grund von Adjektiven wie taschide 'notwendig' Wb. 10a 18,
tascide Ml. 20a 11, Thes. II 225, 17; dies Adjektiv war mit dem Suffix
-e vom Inf. tasgid, toschid gebildet, das Sprachgefühl sah aber in
-id-e das einheitliche Adjektivsuffix -ide § 374, 2 und abstrahierte ein
Stammwort toisc.
Über die etwaige Hierhergehörigkeit von feg- s. oben S. 490 (und
vgl. fegar .i. indsaigthir 'is sought' S. M. III 24, 1). Windisch (Wi.
544, 579) erinnert bei ro-frithaig 'bediente' (s. 5°) an ferthigis 'ste-
ward' Fel.^ XL 12 (fertigess, ferthaighis, ferdaighes Wi. II* S. 178
Z. 118, 125, 132), ferdaigsecht, fertighsecht 'Aufwarten'. Dann müßte
ferthigis ein zum nomen agentis gewordenes nomen actiimis sein, und
man müßte eine Fernmetathese (-thaighis aus -saigid, -saigith) an-
nehmen. Ausgangspunkt wäre dann ein *fris8aigid 'Aufwärter', das
wegen der eigentümlichen Bedeutungsentwickelung an der sonstigen Um-
bildung des Infinitivs von 5° zu frithaigid (mit analogischer Lenition)
nicht teilnahm; durch die Metathese wurde das Wort vollends isoliert und
geriet schließlich unter den Einfluß des Verbums fer- § 721 und des Sub-
stantivs fer 'Mann'.
Das Verbum saig- scheint mit ag- (§ 652) assoziiert gewesen zu
sein: saig brot for-sin n-echraid LL 67a 43 (vgl. 263b 31; 59, 30)
neben aig brot for in n-echraid, indaig brot for-sin n-echraid
oben S. 451. — In vielen Formen konnte -saig- (to-ro-saig-) ferner mit
-fich- (di-fich-, to-ficb-) § 723 zusammenfallen; sollte es auf einer
Vermischung der beiden Verba beruhen, daß tarrachtain auch die Be-
deutung 'rächen' hat (Wi. Täin ; nach doroacht 'erreichte': Inf. tar-
rachtain wäre auch zu doroacht 'wurde gerächt' ein Inf. tarrachtain
gebildet worden)? Es ist jedoch auch denkbar, daß to-ro-saig- spontan
die Bedeutung 'rächen' entwickeln konnte; und andererseits können bei
tarrachtain auch noch andere Verba mit eingespielt haben, s. S. M.
Gloss. S. 739 f. — Die Keltologie hat erst spät gelernt, saig- reinlich von
sech- zu trennen; die Iren selbst haben aber diese Verba nicht vermischt;
das in der echten Komposition häufig auftretende -ch- (fochith 4°,
-roichet 8° u. s. w.) beruht nicht auf fremdem Einfluß, sondern ist aus
dem leniorten -s- (-A-) + ^ entstanden (dringt analogisch in die unechte
Komposition: rosechar u. s. w.).
§ 806. samal- 'vergleichen' (Deponens): Präs. Sing. 1. n-a-
samlur Wb. 3c 6; 3. samlaid Sg. 150b 1; Fut. PI. 1. no-n-
samlafammar Wb. 17b 12; Pass. Präs. Sing, samaltir 8d 22,
con-dan-saraailter Ml. 63d 7, frisa-samaltar Sg. 211a 10,
39*
612 Verbalverz. samal-, sc-. [§806.807
b4; Konj.Sing. ru-samaltar Wb.34a4; Inf. samail M1.138c6y
Wb. 33 d 4, vgl. samil Thes. I 495, 26.
1) Mit di- gl. dissimulare: Präs. Sing. 3. disamlathar Ml.
21b 2; Konj. Ipf. Sing. 3. disamlad 114c 3; Inf. diamlad M1.52.
2) Mit ind- 'nachahmen, assimilieren': Präs. Sing 3. insam-
lathar Wb. 9a 15, Sg. 30a 14, insamladar ZfcPh. VII 483;
PI. 1. in intsamlammar ni Wb. IIb 16; 2. nach intsamlid
14a 28; Ipv. Sing. 2. na intamaltae sin Ml. 56b 26; PI. 2. in-
tamlid Wb. 9a 14; Konj. Sing. 1. insamlar Sg. Ib 1; 2. in-
samailter Ml. 56b 38, ni intamlae c 13; PI. 1. coni intam>
lammar 97c 1; Konj. Ipf. PI. 2. o-ro-intsamlithe Wb. 17a 13;
3. in intamlitis 5b 20; Fut. PI. 2. a-ta-samlibid si al3; Prät.
PI. 3. in-ru-samlasatar Sg. 112b 4; Gerundiv intamaltai Ml.
79c 1; Inf. N. A. D. intamil, intamail, intsamil, insamil,
intsamail, indsamuil Wb. 5a 13, b 20, 11c 7, 30a 25, Sg. 6a
11, Wb. 13a 27 u. s. w.. Gen. intamlae Ml. 56b 33, intsamli (zu
lesen intsamle) Wb. 24c 10, PI. Nom. intamlai Ml. 51 d 5.
Mit di-ind- gl. dissimulare (künstliche Bildung) : Präs. Sing. 3.
ni deintamladar som Ml. 27d 12; Fut. Sing. 3. ni deintam-
lafa 69 d 8.
Anm. Br. hevelout 'nacliahmen'. Vgl. lat. simulö, dissimulö
und § 99 Anm. 4 I 165.
§ 807. SC- 'schneiden' (nur komponiert). Mit in- 'abhauen'
(nur echt zusammengesetzt und als Simplex behandelt): Präs. Sing.
3. esgid LU 64b 24; Prät. Sing. 3. eiscis LL 80a 42, escis
95a 25; Inf. eisceadh O'Cl.
Mit to-in- (to-ess-?) 'schneiden, beißen' (meist nur echt zu-
sammengesetzt und als Simplex behandelt): Präs. Sing. 3. tescaid
Wi. ; Ipf. PI. 3. no-thescatis Atk. LBr.; Ipv. Sing. 2. tesc; Konj.
Ipf. Sing. 3. no-tescad; Fut. PI. 3. no-m-thescfat; Prät. Sing.
3. tesgais Wi. Täin; Pass. Präs. Sing, tescthar; Ijif. Sing, no-
tesctha Wi.; Konj. Sing, ni doesist(er) O'Dav. ISIr. 787 (eine
echt zusammengesetzte Form wäre erforderlich); Prät. Sing, ro-
tescad S. M. III 148, 2 v. u.; PI. ro-tesctha; Inf. tescad Wi.
Anm. Das Ipf. no-tliescatis und die bei O'Dav. überlieferte alte
Form führen auf die Annahme, daß zwischen s- und -c- ein Vokal ge-
schwunden ist' ; die mir. Formen müssen dann zum großen Teil analogisch
1. Dies und § 585, 27 spricht gegen die (semasiologisch überflüssige)
Analyse tairrae-scc, Thurneysen, Handb. 480. Vgl. oben § 779.
§808.809,1.2] Verbalverz. scann-, scar-. 613
sein. Zu lat. secö. Idy. sq- in ir. scian '^lesser' 168. Fernzuhalten ist
mbr. squeigaff nbr. skeja 'schneiden' (mit -;S- aus -dj-, zu lat. sci-n-döj.
Anders Zupitza, KZ XXXVII 393'.
§ 808. scann-. 1) Mit fo- 'werfen, stoßen; worfeln': Präs.
Sing. 3. f-a-scannat 'they toss it (with their horns)' Ml. 63b 17;
Ipf. Sing. 1. fusscannainn gl. uentilabam in mente 96a 4. Vgl.
nir. fosgnaim 'I purge, cleanse, winnow'.
2) Mit to-ind- 'beginnen': doinscann som 'he attempts' Wb.
17c 8, hua-tinscana Sg. 157b 3; PI. 3. doinscanaitt (statt
-at) S. M. IV 320, 6, hua-tinscanat Sg. 162b 1; Konj. Sing. .3.
doinscana 6a 5, doinscanna Thes. II 36, 28; Fut. PI. 1. in
tinscanfam Wb. 15a 1; Prät. Sing. 3. do-n-inscan ZfcPh.
VII 484, perf. rel. tindarscan Thes. I 487, 26; Part. PI. cain-
tinscantai gl. bene coepta Ml. 131c 18; Inf. tinscetal S. M.
Mit ind-to-ind- 'beginnen': Präs. Sing. 3. intinscana Ml.
26b 10, 145c 5, Thes. I 487, 15, intinnscana Sg. 1.36a 1; PI. 1.
intinscanam Ml. 23c 3; 3. intinscanat Sg. 157b 3; Prät perf.
Sing. 3. intindarscan; Pass. Präs. Sing, intinscantar Thes. I
487, 24, 20; Part, intinscanta Sg. 148b 3; Inf. intinnscital
ZfcPh, VIII 175, Dat. intinscitul 15a 3, vgl. 2 (intinnscann
neutr. 'Anfang' Sg. 148a 11, 12, b 3 ist nicht in infinitivischer
Funktion belegt).
Anm. Die Wurzel ist urspr. sc an-, der Präsensstanim scan-n-.
Vielleicht zu arm. kasum 'dresche' (-«- aus -n-s-) , sksanwi 'fange an'
{*sqen-s-), KZ XXXIX 427, lit. skin-ti 'pflücken'.
§ 809. scar- 'trennen, sich trennen', 'niederwerfen' (-(T-Stamm)
Präs. Sing. 3. ni-b-scara Wb. 13b 19, no-da-scara 28c 15. rel
scaras Thes. II 247, 2, 7; PL 3. rel. scar de ebd. 18; Ipf. Sing. 1
no-scarinn Wb. 24a 4; Ipv. Sing. 3. na scarad 10a 3, 29
Konj. Sing. 3. perf. arna ra-scra Thes. II 253, 7; Konj. Ipf
Sing. 2. ni scartba Wb. 29d 8; Fut. Sing. 1. no-scairiub Ml
43a 23 (mir. Neubildung ni scer sa LL 65a 36); Prät. Sing. 3
scarais LL62b33, 63a 2, frissa-ro-scar som Wl),3a 14 (Neu-
bildung: co-ro-scart LL 63a 14); PI. 1. ro-scarsam Wb. 24d
26; 2. ru-d-scarsid 27a 30; 3. ro-scarsat 28a 20, 29b 22; Inf.
scarad 15c 22, 30a 18.
1) Mit ad-: Abstr. ascur 'remission' Wb. 25 d 16.
2) Mit air-: Abstr. erscor, erscar, urscor, urscar 'a rai-
ling, parapet' K. Meyer 66, AVi. 528, 868, S. M. Gloss. 779. Vgl.
§ 810 Anm.
614 Verbalverz. scar-. [§809,3—7
3) Mit com- 'vernichten': Präs. PI. 1. in coscram ni, nicon-
choscram Wb. 2b 20, 21; Konj. Ipf. Sing. 3. chonscarad Ml.
23b 14, arnä coscrad Wb. 10c 1; Fut. Sing. 3. oscera Wb.
26a 8, conscera Ml. 56d 6; Prät. perf. Sing. 2. co-t-ascrais
91b 12; 3. conascar LL 109b 25, in comscar Ml. 91c 9; PI. 3.
oascarsat 87b 22; Pass. Prät. perf. Sing, conascrad Wb. 21bl5;
Part. PI. leth-chosgarthai gl. semirutas Ml. 128b 5; Inf. cos-
crad Wb. 2b 22, 26a 10, Ml. 48c 33, 49a 11, vgl. 10, cos<c>rad
102b 7, 9 (coscur 'Sieg' 43b 8, 95a 5, Gen. coscair 33c 13).
4) Mit ess- 'niederwerfen': Pass. Konj. Sing, na ro-hescar-
thar ZfcPh. I 455; Prät. Sing, ro-escrad' Trip. L. 240, 8; Abstr.
es cor Fei. Prol. 64.
5) Mit etar- 'trennen, sich trennen': Konj. Sing. 3. am ach -
n-etarscara Ml. 79b 2, perf. eter-rö-scra Wb. 9d 31, na ru-
etarscara Ml. 54d5; Prät. Sing. 3. etar-dan-ro-scar ni 120a 3,
in ru-etarscar, in r-etarscar 91c 1; PI. 3. itir-ro-scars(at)
Wb. 5b 34; Pass. Präs. Sing, itarscarthar Thes. II 14, 38; PI.
etarscartar Sg. 157b 10; Konj. Sing, coni etarscarthar Thes.
1486,34; PI. etirscartar Sg.73b2; Konj. Ipf. Sing, etirscarthe
Ml. 47a 11; Fut. Sing, eter(scerthar); PI. eterscertar Wb.
8b 3; Part, etarscarthe Sg. 61b 2, Ml. 30c 5, etarscarthae
53c 18, 101a 17, 107c 2, etanscartha Sg. 61a 6, 75b 5, Dat.
neph-etarscarthu Ml. 54d 3, Kompar. etarscarthu Thes. II
14, 34; Inf. etarscarad Wb. 13c 6 u. s. w.
6) Mit od-: Abstr. int oscor .i. in leim 'Sprung' Fel.^XXIV
14 V. u., vgl. AVi. Täin 6037, O'Dav. Nr. 774. Vgl. die Anm.
7) Mit to-: Präs. Sing. 3. doscara 'wirft zu Boden' LU 59a
43; Ipv. Sing.3. <na>ch-ib-t[h]ascrad (?) AVb. 22b 1; Prät. Sing.
3. tascrais 'ließ (die Pferde) los' LL 108a 14 (echt zusammen-
gesetzte Form als Simplex behandelt), do-s-tascar 'warf sie zu
Boden' LU 22b 5f. (das erste Präverb doppelt gesetzt), ro-thascair
LL 110b 5 (als Simplex behandelt); Pass. Präs. Sing, doscarthar
LU 60a 4; Pass. Prät. Sing, doscarad Wi. Täin 3959, ro-tascrad
gl. deiectus Goid.2 69; PI. to scartha LU 128a 23; Inf. tascrad
'losstürmen' LU 49b 36 (ein anderes Abstr. ist tascar 'tiotsam'
S. M., 'a Casting' O'Dav. Nr. 1569; vgl. die Anm.). O'Dav. Nr. 1525
erklärt wohl mit Unrecht tascrat (Präs. Ind. oder Ipv.?) durch
astat 'halten fest'. Das -a- in der ersten Silbe von tascrais u. s. w.
ist vor schwindendem -a- der zweiten Silbe entstanden (§ 253, 2)
und darauf analogisch verbreitet (es ist u. a. im Abstr. tascar nicht
I
§809,7] Verbalverz. scar-. 615
lautgesetzlich); aus tascr- entsteht durch Feriiassimilation trascr-:
Präs. Sing.3. trascraid, rel. trascras, Prät. Sing. 3. ro-trascair^
Pass. Fut. trascerthar, Inf. trascrad, daneben Abstr. (Gen.?)
trascair Wi. 844, S. M. Gloss. 745, Atk. LBr. 933; analogisch
wurden unecht komponierte Formen wie Ipf. Sing. 3. dorascrad
som LU 60b 10 gebildet. Vgl. noch Stokes, Wi. II' S. 140.
Mit imb-to- 'sich gegenseitig zu Boden zu werfen suchen,
ringen': Präs. P1.3. imm-e-thascrat gl. luctantiuni Ml. 118c 11;
Inf. imtrascrad LU 60b 10.
Anm. Neben scar- steht das Kausativura oder Intensivum scuir-
'(die Pferde) abspannen': Präs. Sing. 3. scurid; Konj. Ipf. PI. 3. ara
scortis; Prät. PI. 3. scorsi t Wi. 762; Inf. scor Wi., Wb.l2c46. Der Inf.
8 cor ist etymologisch identisch mit dem letzten Element der oben ange-
führten Abstrakta ascur u. s. w (vgl. dazu die Identität der Infinitive von
lo-n-g- und luig-). — Mit di- 'to put off': Abstr. discor 'act of freeing
from (a fine)' S. M., 'destruction' K. Meyer 660 (finite Formen in S. M.
Gloss. 254). — Mit fo- 'to put off": Ipf. PI. 3. fo-do-sguirti s S. M.
V 306, 6, vgl. 1.
Vgl. c. ysgar 'to part, to cast off', gwa-sgar 'to scatter, to dis-
perse', esgor 'gebären'; auswärtige Etymologie I 44.
Mit ir. scar- und scuir- assoziiert war ir. tascur 'Company, retinue'
S. M., tascar, tasgur O'Dav. Nr. 1501, 1606, mbr. coscor 'famille* (nbr.
V. goskür fem. Ernault Kc. III 59), aeorn. coscor, goscor ds., c. gos-
gordd fem. 'retinue', ac. casgoord gl. satellites. Falls man die merk-
würdige Schreibung im Ac. als zufällig betrachten darf, kann wirkliche
Verwandtschaft mit scar- und scuir- bestehen; vgl. ahd. skara 'Schar';
c. -rdd kanu aus -?;/- entstanden sein. Im gegensätzlichen Verhältnis zu
diesen Wörtern mit der Bedeutung 'Hausstand' stehen Komposita mit *ud-
und *eks- mit der ursprünglichen Bedeutung 'nicht dem Hausstand ge-
hörig' : c. esgordd 'strangers', ir. do-nd oscar gl. idiotae 'dem Laien'
Wb. 12 d 16 (so Zeuß, Zimmer, Stokes; man erwartet jedoch oscur, und
so scheint man nach dem Faksimile die Schriftzüge deuten zu können),
osccar (ü. PI. oscuraib) 'untrained, unskilled, a non-professional person'
S. M., OS cor Eawl. B. 502 p. 113 a 8 (mit der Glosse cen goibnecht
'ohne Schmiedekunst', als Gegensatz zu goba 'Schmied'), osgar O'Dav.
Nr. 1326 (mit dem Zitat osgar cach a cerd araile 'Laie ist Jeder in
dem Handwerk des Anderen'), int oscur Thes. II 334, 2 (mit der GL int
öegi 'der Gast" und in tuata 'der Laie'; die Bed. 'Gast' stimmt mit der
Legende — könnte allerdings eben daraus erschlossen sein — und ist
semasiologisch durchaus verständlich; man darf kaum in toscur lesen
und darin eine ältere Gestalt des späteren tascar 'Hausstand' suchen),
Nom. oscair 'unkundig' Goid.'^ S. 87*''. Ascoli Gloss. CXXIV verweist auf
daiscuir gl. scurra Sg. 56b 2, doiscairem 'meanest' Ml. 105b 7, mir.
doescair 'gemein', doesciir-sluag 'der gemeine Haufe' Wi. 495. vgl.
Wi. Täin S. 953, K. Meyer S. 580; der Bedeutung nach liegt dies nahe genug,
616 Verbalverz. scart-, scend-. [§810.811
aber die Deutung des ersten Elementes ist dann schwierig (doi- durch
Dissimilation aus döir-, vgl. air. döir 'unfrei, gemein'? danach dann
analogisch dae-damna = do-damna 'schlechte Person' S. M.; dae
'schlecht' S. M. ist wohl eine Fiktion der Glossatoren).
§ 810. scart-: Prät. Sing. 8. ro-scaird gl. conrasit Ml.
14 b 2 (-d Schreibfehler statt -t?).
Mit air-: Abstr. aurscartad, urscartad, erscartad 'swee-
piiig, Casting out, removal, cleansing' Wi. 868, S. M. Gloss. 779,
K. Meyer 66, Atk. LBr. S. 687.
Mit ess- 'to drive away': Ipf. Sing. 3. dian-escart{ad) Atk.
Lßr. Z. 851; Konj. Ipf. PI. 3. a-tam-scartis se Ml. 59a 21;
Abstr. escart gl. peripsema Wb. 9a 8.
Mit di-od- 'entfernen': Ipv. Sing. 2. diuscart Thes. II 248, 4;
Pass. Ipf. Sing, do-m-foscartae se M1.127c20; Part, diuscarte,
diuscartae Ml. 19c 15, 32d 16, 108d 5; Gerundiv diuscartai
115a 15.
Anm. Vgl. c. ysgarthu 'to purge out', dysgarthu 'to cleanse",
br. skarza 'vider, nettoyer, ramoner', abr. iscartholion gl. stuppa. Da-
neben besteht eine ir. Wurzel cart- 'cleanse, scour, oust', auch 'hinaus-
bringen, ausschicken': Präs. Sing. 3. cartaid, Fut. PI. 3. cartfait, Prät.
Sing. 3. cartais, ro-chart K. Meyer 320; mit fo-: Inf. ic fochartad
'(den Dung) hinausschaffend, hinauswerfend' Aisl. 91, 10. Vgl. dazu c.
carthu 'to cleanse', gogarthu 'to purify', br. karza 'nettoyer', digarza
'defricher, essarter", argarzi 'detester'. Es kann daher zweifelhaft sein,
ob man in den oben angeführten Zusammensetzungen scart- oder cart-
(ess-cart-) anzunehmen hat; vgl. Zimmer, KZ XXXVI 454— 458. Um
eine Wurzel scart- kommt man aber nicht herum. Die Alternation cart- :
scart- erklärt sich nach § 113; scart- ist mit scar- verwandt; vgl. skr.
kärtati, hr-n-tdti 'schneidet', asl. crta 'iäjuva}\ Inf. cresti, lit. kri-n-tü (Aor.
kr i tau) 'falle ab (von Blättern, Früchten u. dgl.)', kertü 'haue' (neben
gr. xei(j(o, an. skera 'schneiden' u. s. w.).
Vermischung von scar- und scart-: aurscartad in der Bed. von
erscor, urscor (§ 809, 2) Wi. 381, 868; urscar in der Bed. von aur-
scartad ('removing') S. M. Gloss. 779.
§ 811. scend-, scind- (oder scenn-, scinn-?) 'springen':
Präs. Sing. 3. mit Obj. sceint-i Wi. 139, 2, vgl. 19 (das Pro-
nomen ist schwerlich Bezeichnung des Zieles; vielmehr scheint das
Verbum transitiv und subjektlos zu sein; also 'emporschnellen');
PI. 3. scendit Wi. Täin S. 8773,5; jpf. ging. 3. no-scended
Wi. IV^ 2111, no-sceinnedh 5251; PI. 3. co-sceintis Lü 127a
13, no-scendis LL 118b 43; Prät. Sing. 3. ro-sescaind, con-
sescaind Wi. 760 (neugebildet scindis Wi. Tain 3896; PL 3.
i
§811—813,2] Verbalverz. scend scuich-, 617
ro-sceindset LU 127a 11); Abstr. sceinm 'act of slipping off'
S.M., sgeinm 'terror' Four Masters III S. 1646, 5 (davon sceintn-
nech 'schnell' Rc. XXII 431, vgl. Wi. Tain 3824.
Anm. Falls das Air. -nn- (vgl. scenn toscen Tlies. II 248, 5?,
hatte, ist ein Präsens *sqe»d-7i- anzusetzen; c. cy-chwynnu 'to start'
deutet durch seine Vokalgebung auf *sqend- (§ 28, 3). Vgl. I 77.
Neben scend- kommt scing- vor: Prät. Sing. 3. sesceing LU 79b
39, Wi. Täin 2605, co sescaing Windisch, KZ XXIII 214-, vgl. Wi. Täin
S. 371'"' (oscescing LU 60a 27; daneben -s-Formen : ro-scincsiot Wi.
Täin S. 877^). Wohl nur eine Umbildung von scend- unter dem Einfluß
von cing- und llng-, begünstigt durch die Ähnlichkeit der Aussprache
des mouillierten i^' und des mouillierten w. Vgl. Zimmer, KZ XXX 63'.
§ 812. sceul- (-Z-Stamm mit verlorener Mouillierung) mit
to- 'experiri, explorare': Präs. Sing. 1. dosceulaim Sg. 145b 2;
3. dusceulai Ml. 68d 12, 102a 22, dosceulai, rel. tosceuli Thes.
II 39, 29, 25, ni tosceli II 18, 32; Konj. Sing. 3. dusceula Ml.
95c 4; PI. 3. dussceulat 83b 8; Fut. Sing. 1. dusceulub 59a 2;
PI. 3. nach-at-toscelfat 107c 11; Part. PI. tosceltai 68c 10;
Inf. toscelad Thes. II 17, 28, vgl. II 39, 24, 26, 27; 40, 35 (aber
taiscelud Ml. 90c 1, mit to-ad-? vgl. taisceltai PI. 'Kund-
schafter' Thes. I 493, 25). Von scel I 77 abgeleitet. Der Inf.
auf -ad beruht auf Analogiebildung nach den -«-Stämmen.
§ 813. scuich- 'fortgehen, zu Ende gehen; entfernen, ändern':
Präs. Sing, 3. scuchaidh, rel. scuchas; PI. 3. scuchait S. M.
Gloss. 646 (mit verlorener Mouillierung), scuichit Wi. 763; Ipv.
Sing. 2. scuich Wi. Täin; PL 2. scuchaid Wi., Atk. LBr.; Konj.
Sing. 3. co-roi-sc, noco-roi-sc S. M. Gloss. 624; Prät. Sing. 3.
ro-scäich, ro-scäig Wi., Wi.Täin, Atk. LBr., Fei., ro-fir-scaich
*has truly passed away' Fei. Prol. 84; Abstr. scucht Monast. Tall.
144, 30, aber PL scuiche S. M. V 296. 21 (könnte ungenau für
*scuichthe, Nom. Sing. *scuchud stehen).
1) Mit fo- 'to remove, change' (trans. und intrans.): Präs. PL
3. foscoichet Ml. 36a 8, fosscoichet lila 4, foscochet Sg.
215a 7; Konj. PL 3. mani ro-oiscet crich 'unless the migrate
from the territory' S. M. IV 188, 10; 190, 2; Inf. foscugud ML
42a 5, 126b 2, aber Dat. foscaigiu 21c 3 (foscaigiu;^d)?).
2) Mit com-od- 'entfernen, verändern': Präs. PL 3. ooiscet
O'Dav. Nr. 470, oosciget, ni cumsciget Sg. 65b 9, 8: Konj.
Sing. 1. co-tamm-oscaig se ML29d3; 2. conoscaige siu 32a 3;
PL3. conoscaiget 54a 19, chonoschiget, mani cumsciget Sg.
65b 9, 8; Konj.Ipf Sing.3. con-id-chumscaiged Ml. 109d5; Fut.
618 Verbal verz. scuich-. [§813,2
Sing. 2. connoscaigfe siu 61d 1; Prät. Sing. 2. con-r-oscaigis
siu 21(1 7; 3. con-r-oscaig 45c 2, ooscaig 55c 1 (zweimal);
Pass. Präs. Sing, ooscaigther 118c 12, chonnoscaigther 38cl 16,
com' cumscaigther, ni cumscichther Sg. 23a 4, 162a 7, perf.
ni ro-chumscigther Wb. 30b 15; PI. conoscaigter Ml. 94c 3,
Sg. 162b3; Konj.Sing. con-dat-oscaigther, co-tat-oscaigther
SU Ml. 23cl21, 58d 14, co-t-oscaigther 55b 3; Prät. Sing, o-r-
oscaiged Sg. 19b 1, 205b 2, ni comarscaiged 205b 2; Part.
cumscaigthe Ml. 19a 11, 46b 9, vgl. 37d 13, 40d 23, llOd 16,
Sg. 35a9, cumscaichte M1.33b2, PI. neph-chumscaichti Sg.
10a 12; Gerundiv cumscaichthi 6a 5; Inf. cumscugud Wb.
10a 19 u. s. w. (verschrieben Tlies. II 21, 34), PI. Akk. cumscaigthiu
Ml. lila 7, Gen. cumscaigthe 15a 2.
Mit ind-od- 'to change': Konj. PI. 3. con-indoiscet S. M.
Gloss. 511; Abstr. innscuchadh S. M. (mir. statt -ud), aber
inoisci O'Dav. Nr. 1107. Echt zusammengesetzte Formen werden
im Mir. als Simplexformen behandelt, s. S. M. Gloss. 512.
Mit di-ro-od- '(sich) auszeichnen': Präs. Sing. 3. duröscai
ML 113a 9, 114d 1, 134c 4, durösca(i> 115b 18, diröscai Sg.
40a 18, 42a 1, dirösci 42b 2, 3, Ml. 57a 1, duröscai 115b 16,
129b 10, 138c 12, diröscai 133a 4, Sg. 40a 17, ni derscaigi
ebd., 6, vgl. 7; PI. 1. ni derseigem Wb. 2a 14; 3. duröscat
Ml. 69a 1, diroscat 66d 12; Ipf. PL 3. doröscaitis 136a 7,
duroscaitis 79c 6, 124d 2; Konj. Sing. 3. doroscea 56a 4; PL
3. du-d-röscat 121a 3, doroscat, duröscat 37b 14, 69a 7;
Konj. Ipf. Sing. 1. duroscainn 41c 6; 3. durosced 129b 13,
vgL 33c 5, dirosced 58d 15; PL 1. doroscaimis 32a 21; Put.
Sing. 3. duröscaibea 89c 12, di-t-röscibea Wb. Id 21, du-
roscaifea Ml. 139b 3; PL 3. duroscibet, duroscaifet 84b 1,
4; Prät. PL 3. duröscaisset 119d 3; Pass. Sing, diröscaither
Sg. 42b 1, 11, doroscaith^er 43a 2, doroschither ML 107b 5,
diroscider ZtcPh. VII 480; Fut. PL duroscaibtar ML 87b 4;
Prät. Sing, du-n-dan-roscad 100b 14; Part, derscaigthe ML
109c 8, 110b 8, 120d 2, vgL 100c 26, 37b 22, 123 a 7, Kompar.
derscaigthiu 78b 1, 92d 14, 119d 4, dersciddu [Wb.] 23b 3
(zu lesen derscigdu); Inf, derscugud, dserscugud Sg. 40a 8,
10, 11, 13, 43a 3, 45a 11, 15, vgl. 29a 4, 42a 5. Die häufig be-
legte Länge der Silbe -rö- beruht auf Kontraktion von -ro-od-;
man hätte aber dafür indogermanische Elision erwartet, und nur
durch Elision erklärt sich der völlige Vokalschwund in Formen
§ 813,2. 814,1. 2| Verbal verz. scuich-, sech- (aktiv). 619
wie ni derscaigi. Da also die Länge von -ro- jedenfalls sekundär
sein muß, so ist es nicht undenkbar, daß das Verbum ursprünglich
nur mit di-ro- komponiert gewesen ist und kein -od- enthalten hat.
Mit rem-di-ro-od-: Gerundiv remderscaigthi gl. antefe-
rendus Ml. 105b 3.
Mit to-od- 'summouere, cedere': Präs. PI. 3. dufoscaiget Ml.
33b 3, 90c 26; Prät. Sing. 3. dofo-r-scaig 37d 12; Pass. Präs.
trisa-toscigther Thes. II 253, 12; Inf. töscugud Ml. 72b 27,
toscu(gud) Thes. II 29, 36, töscugud LU 56a 6, tascugud LL
56a 46 (offenbar mit kurzem Vokal; daher kaum mit to-fo- zu-
sammengesetzt, wie man sonst vermuten könnte).
Anm. Wie Thurneysen, Handb. 367, erkannt hat, ist con-roi-sc ein
-s-Konjunktiv, und zwar war der Wurzelvokal desKonj. ein -e-; die Flexion
stimmte also mit der von ^uid-. Die Komposita werden jedoch wie regel-
mäßige -F-Stämrae flektiert; durch Synkope des Wurzelvokals entsteht im
Wortinnern die Wurzelgestalt -sc- (aus -skx-), die in dem Komp. mit
com -od- meist zu -scaig-, -scig- restituiert wird. Brit. Formen und
auswärtige Etymologie I 125.
§ 814. sech- (aktives Verbum, nur komponiert). 1) Mit
to-ad-: Pass. Prät. Sing. perf. dofa-r-siged gl. significatum est
Wb. 7d 11; Abstr. tasc ^announcement' Stokes Wi. IV ^ S. 430,
nir. täsg 'fame, report'. Vgl. Sarauw, ZfcPh. V 514.
2) Mit com- 'züchtigen, verweisen': Präs. Sing. 3. osecha
Wb. 7d 10; PI. 3. osechat 6a 9; Ipv. PI. 2. n-a-coscid 26b 29
(als Simplex behandelt); Konj. Sing. 3. mani ro-chosca som
28b 28; Prät. PI. 3. ru-d-choiscset c7 (als Simplex); Pass. Sing,
osechthar Ml. 57d 14, osechtar Wb. 22c 20 (Plur.? vgl. oben
§ 411 und Wb. 21c 22, d 1); PI. coisctir, coscitir 31b 25,
22c 10 (als Simplex); Fut. Sing, co-tob-sechfider 9a 23; Prät.
Sing, ro-coscad Ml. 49a 5 (als Simplex); Part. Gen. coiscthi 7;
Inf. CO sc neutr. Wb. 19 c 21, 26 b 28, 9 a 19, vgl. 23 u. s. w.
Mit ind-com- 'bezeichnen, mit dem Finger zeigen': Präs. Sing.
3. in-choissig Ml. 59a 7, incoissig Sg. 9a 14, in-choisig 12,
61a 4, in-chosig 203b 1, M1.21d4, 137 d 5, in-chosaig 116d 3,
Sg. 71a 2, vgl. 208a 9, ni inchoisig 9a 16; PI. 3. in-choisget
45b 1, 53a 10, ni inchoisget 202b 3; Tpf. Sing. 3. in-choisged
9a 16 (Thes.), incoisged, a-t-coisged MI. 24c 14, 15; Konj. Ipf.
Sing. 3. incoississed, incoissised 24c 22. 28b 10. in-choissi-
sed 56a 13, Wb. 2c 7; Pass. Präs. Sing, incoissegar Ml. 48a 11,
127d 14, in-choisechar Sg. 198a 3; PI. 3. incoisgedar 29a 2
620 Verbalverz. sech- (aktiv). [§814,2.3
(-d- = -d-)-^ Prät. Sing, in-choisecht Ml. 16c 10, in-ro-chois-
secht 43d 27; Inf. inchosc Sg. 209b 11, 197a 11, 7b 20, 27b 3,
189b 2, 208a 4, Wb. 15a 29, Gen. inchoisc Sg. 3b 17, 28a 5,
b 4, 30b 8, 32b 9, Dat. PI. inchoscaib Ml. 41d 11. Daneben
mit in -com-: Abstr. ecosc 'Aussehen' Wb. lOd 34, Sg. 69a 24,
vgl. Wb. 5a 5, 6d 6, 11c 5, 24a 25, 27 d 17, Ml. 20b 14.
Mit to-ind-com-: Abstr. tinchosc 'Belehrung' Wb. 5c 16,
16a 24, vgl. 13a 19. Daneben mit to-in-com-: Präs. Sing. 3.
texsaidh (zu lesen tecsaig) 'that teaches' O'Dav. Nr. 1519; Ipf.
Sing. 2. tecoisc siu 'lehre (mir)!', Prät. Sing. 3. do-m-r-ecuisc
se, d-a-rr-ecoisc, tecoiscis, tecoscais, ro-m-thecoisc Wi.
Täin, Wi.; Abstr. tecosc 'Belehrung' (mit kurzem -e-) Wi., S. M.,
nir. teagasg. Die finiten Formen haben fast alle ein unursprüng-
liches Aussehen und sind als denominativ zu betrachten.
3) Mit di-od- 'wecken, antreiben; erwachen': Präs. Sing. 3.
dofiisci LU 130a 311, ni diuschi Sg. 6b 27; Ipf. Sing. 3. do-
s-fuisced Thes. II 316, 2 (varia lectio do-s-fiuscad mit Über-
tragung des -iu- aus der echten Komposition); Konj. Sing. 2. no-
m-diusca, perf. ni-m-de-r-saige oben § 564 S. 266; 3. do-n-
fosca[ij Thes. II 351, 1, con-did-diusgea Wb. 4a 6; Konj. Ipf.
Sing. 3. ar[n]an-diuscad YBL 50b 22; Prät. Sing. 1. do-s-r-
uisces (statt -ins) Wi. Täin S.- 8415; 3. dofiüssig LL 249a 37,
co-ro-diisig 260b 16, ni de-r-saig LU 130a 27.
Mit to-di-od- ds.: Präs. PI. 3. tolddiusgat Sg. 7a 10; Konj.
Ipf. Sing. 2. du-n-diusgada Ml. 102c 3; Prät. Sing. 3. perf.
d-an-de-r-saig 66c 14; Pass. Ipv. Sing, todiusgadar Wb. 5c 18;
Fut. Sing, dodiusgibther 9d 3; Prät. Sing, do-ro-diusgad ebd.,
21b 6; Inf. todiusgud, todiuschud 4d 27, 12c 39, 13b 17, c 15,
25b 17, Ml. 61b 28.
Anm. Die alten unregelmäßigen Formen sind am besten in dem
Kompositum mit ind-cora- erhalten; sonst zeigt sich Übergang in die
regelmäßige Flexion teils der -ä-Stämme (bei com-), teils der -e-Stämme
(bei di-od-). Dem ir. cosc entspricht c. cosp 'Strafe'. Andere Abstrakta
sind: c. di-a-sp 'Geschrei' (bei Silvan Evans unbelegt; belegt ist dagegen
mc. diaspat, nc. diaspad, PI. diaspadau ds., eine ähnliche Bildung
wie ir. to-diusgud : c. * di-ad-skuatu-, ir. * di-od-sekuitu-) \ — ir. f-a-sc
(Gen. faisc) 'notice' S. M. (dagegen gehört es-to-asc 'Ausdruck' zu §717);
— ir. ara-sc 'Sprichwort' Ml. 55a 13, vgl. 136a 5, arusc rere 'zum Bei-
spiel' 94c 3 (-U- wohl unter dem Einfluß der Komposita mit ro-), vgl.
Stokes Suppl. Thes. Pal. S. 25, aruscc rere Monast. Tall. 160, 17, arusc,
aire-sc 'a stipulation' S. M., vgl. c. di-ar-eb 'Sprichwort', mc. di-ar-
§814 — 816, 1] Verbalverz. sech- (aktiv und depon.), sei-. 621
heb; — ir. aithe-scc, aitho-sc neutr. 'Antwort' Wb. 9d 15. Ml. 35c
21, 23, 26, d 3, 51b 8, 9, Sg. 162a 4, vgl. mc. atteb I 77, 410; — ir.
t-aithe-sc 'Antwort' Wb. 27c29, Gen. taitbthi.sc Ml. 35c 23; — c. go-
heb 'correspondence'; — c. gor-eb 'Antwort', com. gorryb f-rr- aus -rÄ-);
— c. gwrth-eb 'objection', com. gorthyp 'Antwort'; — ir. ro-BC 'Auge',
'poetische Komposition dithjrambischer Art'; — ir. ind-ro-sc 'Sprich-
wort'(?) Corra., vgl. O'Dav. Nr. 1093, 'Wunsch' Rc. XI 450 Z. 124, 126.
Eine andere Form hat ir. aisc 'reproach' K. Meyer (von aisc 'Gabe' § 805
Anra. beeinflußt?) und in-sce fem. 'Rede'. Ein Rest des Simplex ist ac.
hepp 'inquit', mc. heb, nc. eb, ehe, ehr (-r ist wohl eigentlich der
Artikel des folgenden Substantivs); vgl. §483 und § 80 I 129, wo die aus-
wärtige Etymologie angegeben ist (hinzuzufügen ist, daß auch got. aaihuan
'sehen', alb. soh 'ich sehe' hierher gehört). Das Abstr. des Simplex ist ir.
sccl c. chwedl com. PI. whethlow u. s. w. I 135, 77.
§ 815. sech- (Deponens) 'folgen': Präs. PI. 3. sechitir Wb.
31b 20, ni sechetar Ml. 19b 11, co seich(etar) Sg. la 2; Ipv.
Sing. 3. seiclied LL 346a 50, nu-m-sicheth re (zu lesen se)
Thes. II 245, 6; PI. 1. na seichem Wb. 25c 6; Konj. Sing. 3.
aire secliethar Thes. II 244, 31; PI. 1. ara sechemraar Wb.
2d 4; Konj. Ipf. PI. 2. o-sechide 8d 26; 3. ara sechitis Ml.
125c 2; Fut. Sing. 3. seichfed som (zu lesen -fid) 89c 5; Prät.
Sing. 3. ro-(s)eches(tar) som, ro-sechestar Sg. la 4, 208b 15;
Gerundiv sechidi Wb. 29 d 24; Inf. sechem fem., im Air. niu'
im Akk. Dat. (sech im Wb. 13 d 15, 26 d 17, Ml. 128d 9, Sg.
30 a 20) belegt.
Mit to-com- 'folgen': Präs. Sing. 3. du-d-choisgedar Ml.
62c 6b, docoisgedar Sg. 15b 4; PI. 3. du-d-choisgetar Ml.
17c 12; Ipf. PI. 3. du-choisgitis 123b 15; Konj. Sing. 3. do-
coisgedar Sg. 16b 2, ducoscedar Thes. II 231, 8f. ; Konj. Ii)f.
Sing. 3. d-a-choisged Wb. 14d 19; Kondit. Sing. 3. docoischi-
fed 10a 27; Prät. Sing. 3. du-ru-choisgestar Ml. 64c 8, du-
ro-choisgestar 98b7, du-ro-chosgestar 99b 11; Inf. tochois-
gem 73a 17, Akk. tochoisgim 37a 20, toichaisgim 144d 2.
Mit com -to-com- 'consequi': Präs. Sing. 3. otochosgedar
Ml. I03d 25; PI. 2. contochosgid 67b 6; Prät. Sing. 2. o-ru-
thochaisgesser su 43c 9.
Mit fo-to-com- 'subsequi': Fut. Sing. 3. fo-m-thochaisge-
badar sa Ml. 45d 5.
Etymologie § 624, 1 S. 394.
§ 816. sei- (vgl. Zimmer, Zs. i d. Alt. XXXII 213*. Sit-
zungsberichte d. k. preuß. Akad. 1908 S. 1100—1119; Thurneyseu,
ZfcPh. VIII 76ff.). 1) Mit com- Hweg)gehen': Ipv. Sing. 2.
622 Verbalverz. sei-. [§816,1.2
coisle LU 64a 16, YBL 23b 14 (zur Endung -e vgl. §598 Anm. 5
5. 335); Fut. PI. 3. ni choislebat; Prät. Sing. 3. conselai, con-
sela, co-t-sela (schwerlich eine alte Form; eher Analogiebildung
nach ess-lu-); PI. 3. conselsat K. Meyer 481.
Anm. 1. Von com-sel- gänzlich verschieden ist com-sla-: Präs.
Sing. 3. con-sla 'e^ geht'; PI. 3. co-ta-slaad ZfcPh. VIII 77^; Ipv. Sing.
2. colla LL 109a 2, collaa Monast. Tall. 130, 12, collaa LU 73a 27,
CO IIa 69 a 8, LL 246 a 8 (die Länge des -a beruht vermutlich auf volks-
etymologischer Auffassung); 3. collad 108b 26, 29. In diesen Formen
kann zwischen s- und -/- kein Vokal geschwunden sein. Das Fut. Sing. 3.
coslafe Kc. XIII 272 ist entweder co(n>slafe zu lesen, oder es liegt eine
Kontamination mit com-sel- vor. Die Wurzel sla- ist mir dunkel; ist
sie irgendwie aus la- § 711 S. 509, § 697 S. 502 entstanden?
Mit fo-com- 'wegnehmen': Präs. Sing. 3. focoisle S. M. (-e
aus -a nach der mouiUierten Konsonantengruppe); Konj. Sing. 3.
dia foxla S. M. III 430, 3, fo-ro-xla II 374, 1 v. u., fo-da-
ro-xla IV 200, 1, fo-d-ro-xla IV 198, 23; Prät. Sing. 3. fo-
rrö-xul Wb. 27a 19; PL 3. fo-ro-chsalsat Ml. 18d 11; Pass.
Präs. Sing, focoslider ZfcPh. VII 482, focoislither S. M. IV
6, 1 V. u., ara-foxlait(h>er V 422, 8; Prät. Sing, fo-ro-xlad
ML 31a 5, vgL Sg. 201b 8; Inf. JSIom. foxol Sg. 216b 5, Akk.
foxal 201b 7, Thes. II 28, 33, fochsul ML 93d 5, Dat. foxul
134a 3, Sg. 55b 4, 112b 3, vgL 12a 3 (davon foxlaid, foxlid
'Ablativ' ZE 986). Die Gruppe -xl-, -chsl- ist also immer un-
mouilliert, obgleich der mittlere der drei Konsonanten ursprünglich
mouilliert war. Die -o-Färbung des unbetonten Vokals in foxol,
forröxul ist von dem schwindenden -o- des Präverbs -com- be-
wirkt (vgl. dazu das -o- von ecmong, doecmoised oben S. 555).
Mit to -fo-com- 'übernehmen, erhalten': Präs. Sing.3. dofoxla
S. M. IV 330, 4; Ipf. PL 3. to foxlaitis gl. (noxia) tractaturis
ML 47a 13; Prät. perf. Sing. 3. dofo-r-chossol Wb. 13d 27;
PL 1. dofo-r-chosalsara 21b 4; Pass. Präs. Sing. da-togslai[d]-
ther S. M. I 302, 17 (da- = dia-); Abstr. toxal 'drawing' Sg.
33b 16, töxal gL uerriculum 53b 4, toxal 'asportation' S. M.
Gloss. 744.
Mit tarm-com-: Abstr. tarmchossal 'transgression' Thes. II
317, 1 (nach Zimmer 'Erbsünde', lat. tradux). Davon abgeleitet
tarmchoslaidib gl. praeuaricatoribus Ml. 74b 8.
Mit to-com- 'weggehend wohin kommen': Präs. PL 3. do-
coislet S. M. IV 184, 14, V 318, 13, O'Dav. Nr. 713, vgl. 627.
2) Mit to-od- 'fallen': Präs. Sing. 1. dofuislim gl. labo Sg.
§816,2. 817, 1] Verbalverz. sei-, selb-. 623
146b 1; 2. ho-tuislider gl. laberis Ml. 2d 6; 3. dufuisledor
Thes. II 24, 34; Koiij. Sing. 3. dufuisledar Ml. 30c 10; Fut.
Sing. 3. nicon-tuslifea 27b 18; Inf. tuisled 2d 5 (daneben
tuisel 'Kasus', D. tuisiul, PI. N. tuisil, A. tuisliu, D. tuislib,
G. tuisel Sg. 51b 13, 204a 7, 189b 2, 200a 13, 209a 2, 148b 8
u. s. w.).
Anm. 2. Zu ir. sei, c. ohwyl u. s. w. I 379, vgl. c. dychwyl,
dychwel 'Kasus' (Thurnoysen; falsch oben S. 46). Ich betrachte es als
zweifellos, daß das Simplex in dem mir. sil- 'fließen, tropfen, fließen lassen'
vorliegt: Präs. Sing. 3. rel. silis S. M. I 140, 20; Konj. Ipf. Sing. 3. muni
siled Wi. Täin S. 1043; Fut. Sing. 1. (als Konj. verwendet) go-ro-siblur
sa, meni siblur sa LL 103a 43, 46 (die Endung -ur ist jung, § 621
Anm. 2 S. 386); 3. silfid 56a 51; Kondit. Sing. 3. (als Konj. Ipf. ver-
wendet) arna-r-siblad LU39bl6; Prät. Sing. 3. siblais LL103a48, LU
39b 5 (aber silis b 21). Es geht daraus hervor, daß das Verbum ursprüng-
lich ein redupliziertes Fut. und Prät. gehabt hat, sodaß die regelmäßige
Flexion der Komposita auf Neuerung beruhen muß. Die Bedeutung 'fließen'
kann auf Spezialisierung von 'laufen' beruhen (so ist russ. tecJ 'laufen',
Präs. Sing. 1. tekü [vgl. unten ir. tech-], schon im Wesentlichen auf das
Laufen von Flüssigkeiten beschränkt; dieselbe Spezialisierung bei dän.
rinde = got. rinnan 'laufen'). Das Prät. siblais beruht auf einem redu-
plizierten Prät., das die Endungen des -s-Prät. angenommen hat; es ist
aber zugleich mit Bezug auf den Vokal der ersten Silbe (-('-, nicht -e-) vom
Fut.-Konj. beeinflußt. Wie nir. föirim 'ich helfe' aus dem alten Konj. von
fo-reth- entwickelt ist (§ 617 Anra. S. 375), so kann auch nir. siubhlaim
'ich gehe' aus dem Fut -Konj .-Stamm von sil- entwickelt sein, und diese
Deutung ist für das erst neuirische Wort jedenfalls besser als der Hinweis
auf das c. syfl 'tendency to move' der c. Wörterbücher; die Bedeutung
'gehen' ist nicht die erhaltene alte Bedeutung, sondern aus der Bedeutung
'fließen' wieder entwickelt (vielleicht durch ähnliche humoristische Ver-
wendung wie beim dän. htelde ud 'eine Person herausgehen lassen, aus-
werfen', eigentlich 'ausgießen'; jedoch kann der Gang der Bedeutungs-
entwickelung für das nir. Wort auf Grund der bis jetzt verzeichneten Be-
lege nicht sicher erkannt werden).
§ 817. selb-. 1) Mit ad-: Fut. PI. 1. ddselbem gl. con-
testificabor Thes. I 6, 1 ; Inf. asseilbiud gl. adtestatione Ml. 102d3.
Mit to-ad- 'vorzeigen, zuweisen': Präs. Sing. 1. tu asilbiu
Thes. I 3, 8; 3. duaisilbi II 225, 28, Ml. 51b 12; Konj. Sing. 2.
perf. o-did-ta-r-ilbffi AVb. 29c 2; Fut. Sing. 1. do-n-aisilbub
7a 10; Prät. perf. Sing. 3. ni-tha-r-ilb Ml. 49b 3, ni täi-r-ilb
36a 36; PI. 3. duai-r-ilbset 46d 10, vgl. 53b 11; Pass. Präs.
Sing, doasilbthfer Sg. 209a 1; PI. duaisilbter, doaisilbter
Ml. 2b 5, c 3; Konj. Ipf. Sing, du-nn-aissilbthe ni 110c 4;
Prät. Sing. perf. duai-r-ilbed 117a 6, 121 d 20, vgl. 2b 6; Part.
624 Verbal verz. selb-, sem-. [§817,2.818
Dat. dassilbthu ZfcPh. VII 483; Gerundiv tais(silbthi) Ml.
15d 8; Inf. taisilbiud 14a 4, b 4.
2) Mit to-: Präs. Sing. 2. doselbi 'du behältst' Monast. Tall.
148, 26.
Ableitung von selb 'Besitz' I 64.
§ 818. sem-. 1) Mit to-ess- 'ausgießen': Präs. PI. 3.
doesmet Wb. 31b 21, archaisch tuesraot Thes. II 247, 19; Ipv.
Sing.2. tessim Ml. 184a 6; Pass. Präs. Sing, du-n-esmar 44d 1,
duesemar, do-n-esemar 56a 13; PI. du-n-esmiter 54b 6,
forsa-teismetar 141b 2; Konj. Sing, do-n-esmider 37c 11;
Konj. Ipf. Sing, du-mm-esmide se 44c 11; Prät. Sing, do-r-
esset Wb.20dl3, to- r-esset Thes. II 252, 6; Part.Pl. testi Ml.
43b 4, vgl. 55a 16, 58d 10, 77a 18; Inf. teistiu, testiu Wb.2b 1,
Ml. 22b 1, 71c 6, Akk. testin 37c 6, Dat. testin, teste 4, 30b 7.
Mit fo-to-ess- 'suffundere': Pass. Konj. Ipf. Sing, arna
fothismide Ml. 85d 8; Part. PI. D. fotheistib llOd 10.
2) Mit to-air-od-: Abstr. tairsitiu 'inundation' Thes. II
229, 32 (vgl. tursitnech gl. irriguus Sg. 24a 3).
Mit ind-to-air-od-: Part, intursite gl. irriguam Ml. 56a 16,
intursitib gl. irriguis 15b 16.
Mit imb-od-: Abstr. imsitin 'pollution' Monast. Tall. 164, 5,
LBr. IIa 39.
Mit to-ind-od-: Abstr. findsatain, tinnsatain 'anfangen'
S. M. IV 74, 14, 17 (könnte nur unter Annahme eines doppelten
Schreibfehlers [-sa- statt -sc an-] zu scann- gestellt werden),
tinsaitin 'tropfen' LL 159b 2, 255b 8 (dazu analogisch Prät.
Sing. 3. co-ro-thinsan 371b 31).
Mit to-od- 'zeugen, erzeugen, hervorbringen': Präs. Sing. 1.
dofuismini Sg. 182b 2 (falsche Glossierung), dufuismiu Thes. I
497, 6; 3. dofuissim Ml. lila 13, do-fuisim Sg.61a2, 64a 14;
PI. 3. dofuismet 69b 9; Konj. Ipf. Sing. 3. perf. nad to-r-
saraad ZfcPh. VII 483; Prät. perf. Sing. 3. dorösat Sg. 31b 2,
dorosat Thes. II 225, 25, do-m-rosat Trip. L. 140, 25, do-fo-
r-sat Sg. 31b 5, dofo-r-sat Thes. II 28, 34, Ml. 17b 2, 6, du-
da-fo-r-sat, do-da-fo-r-sat 94b 7, 130a 6; PI. 3. dufo-r-
saisset 110a 8; Pass. Präs. Sing, dufuissemar 44a 11, 121b 6,
do-fuisemar Sg. 61a 2; Fut. Sing, dofuisemthar Wb. 4c 7;
Prät. PI. ara-to-r-sata Mh 42b 13, 120c 7, hi-to-r-sata 99a 8;
Part, tuiste, PI. Gen. tuiste ZfcPh. VII 479, 1 v. u.; 485, 11;
Inf. tuistiu 'Zeugung, Schöpfung' Wb. 28b 17 u. s. w.
§ 819] Verbalverz. senn-. 625
Anm. Vgl. lit. semiu 'ich eohöpfe', Inf. semti.
§ 819. senn- 'sonare', 'spielen': Präs. Sing. 3. no-d-seinn
Wb. 12c 46, rel. sennes O'Dav. Nr. 1447; PI. 3. sennait LL
249a 25, 250b 25; Ipf. Sing. 3. no-senned gl. citharam percu-
tiebat Ml. 2b 9; PI. 3. nö-senditis Thes. I 4, 33; Ipv. PI. 3.
sennat LL 249a 17, 18; Fiit. Sing. 1. sibra se (zu lesen sibsa
se) gl. modulabor Thes. II 48, 5 (Tburneysen, Handb. S. 384); 3.
sifais O'Dav. Nr. 1447; Prät. Sing. 3. sephainn LL 249a 30,
seafainn O'Dav. 1, c; Pass. Präs. Sing, frissa-sennar Wb. 12c
46; Abstr. senim, Dat. senmim, senmuim, PL Nom. senman
Wb. 13 d 18, 12c 43, 46.
Mit to- 'verfolgen': Präs. PI. 3, du-m-sennat Ml. .S9c 28;
Ipf. Sing. 3. duseinned 41d 10; Ipv. Sing. 3. toibned 44a 13;
Konj. Sing. 1. dusesa (= -ses sa) 61c 16; Konj. Ipf. Sing. 1.
dusesainn 41c 5; Fut. Sing. 3. dossib LU 129a 43 (mit dem
Objekt inna heönu 'die Vögel'); Prät. Sing. 3. du-n-da-sepfainn
Ml. 36d 17, dosephain Thes. II 341, 3; PI. 3. dosefnatar 'cha-
sed' 342, 3 (die perf. Formen do-m-roi-pnitar, [con-]d-a-ra-
fnetar und die echt zusammengesetzten Formen tafnetar, tai-
fnitir Wi. 834 sind nicht lautgesetzlich entwickelt; schwerlich alt);
Pass. Ipf. Sing, dusente Ml. 142b 4; Prät. PI. to sessa L LT 83a
28, vgl. Rc. XXII 32; Inf. di-a thosun som Ml. 55c 1 (-s- ist
etymologische Schreibung statt des gesprochenen -/"-), toffund,
tofund, toffunn, topund, taffond Wi. 834 (mehrfach von der
Verfolgung des Wildes durch die Hunde), vgl. nir. tafann 'act of
pressing, urging, barking at'.
Anm. Wenn man annimmt, daß to-senn- eigentlich ''anbellen" be-
deutet, kann sen-n- als altes -n-Präsens zu skr. scdinUi 'tönt, schallt", lat.
sonäre gestellt werden; das Prät. PI. to sessa muß dann analogisch
(nach grenn-, glenn-) sein. Hier unterzubringen ist wohl auch ein Kom-
positum mit frith-, wovon ir. fresndid 'der Widersteher, Satan" Wb.
9b 8 abgeleitet ist; mit imb-frith- 'streiten, zanken': Präs. Sing. 3.
imfresna Wb. 30c 16; PI. 3. imfresnat 31b 30, imm-a-fresnat Ml.
20d 6, ni imbresnat Wb.29d2; Ipv. Sing.3. na imresnad Ml. 139a 12;
Inf. imbressan Wb. 11c 21, imresan Ml. 46b 5, Dat. imbresun Wb.
30cl7, imresun Ml. 132c 3, Gen. imresin Thes.II9, 26, Pl.Nom. imbresna
Wb. 29 b 6, 30 b 5. Das einfache -n des Inf. ist kein Einwand gegen diese
Deutung, da das -tin- ursprünglich nur im Präsensstamm berechtigt war;
auch scheint mc. amrysson oben S. 296 (anders darüber Loth, Rc. XXXII
27) keine lautlichen Bedenken erheben zu können, da ein -ir- nach dem
geminierten -s- geschwunden sein kann. Vielleicht ist aber die Annahme
nötig, daß die irischen finiten Formen denominativ (vom Inf. abgeleitet) sind.
Pedersen: Vgl. kolt. Gramm. II. 40
626 Verbalverz. ser-n-. [§ 820
§ 820. ser-n- 'ausbreiten', vielleicht auch 'erzählend aus-
einandersetzen' u. dgl. (altes -«-Präsens; das -n- fängt aber an,
sich außerhalb des Präsensstammes festzusetzen): Präs. PI. 3. ser-
nait Fei. Aug. 31, Oct 31, ni sernat gl. neque conserunt (uerba)
Ml. 31a 19; Ipf. Sing. 3. ro-sernad Wi. 78, 3; Ipv. Sing. 2
sernn gl. stude Ml. 56c 12, seirn, sernd Fei. März 15, vgl
O'Dav. 1456; Prät. PI. 3. sernsat 'breiteten sich aus' LL 58a 18
Pass. Präs. Sing, co-sernar 'how is arranged?' S. M. IV 338, 1
vgl. O'Dav. Nr. 1444; Konj. Ipf. Sing, fora-sernte Wb. 18c 8
Prät. Sing, ro-sreth Fei. Aug. 25; Part. Dat. srithiu gl. exserto
Ml. 31c 18; Gerundiv srethi Sg. 68a 5; Abstr. sreth gl, strues
Sg. 50b 5, 55b 10, 'Ordnung, Reihe' 30a 12 (i-ssreith legind),
95a 2, 213a 9 (hi sreith rann), hi far srethaib gl. in stratis
uestris Ml. 20 d 9, sreith gl. pratum Sg. 20a 8.
Atltn. 1. Wie das präsensbildende -n- sich schon im Air. auch außer-
halb des Präsensstammes festsetzt, so dringt umgekehrt ein -n-loser Stamm
(aus Formen wie ro-sre-th gefolgert) in das Präsensparadigma: Präs. Sing.
3. sreid Wi. 211, 12, sreid 'schleudert' LU 81b 26, vgl. LL 283b 41,
121a 9, mit fem. Obj. srethius LU 62b 14; Pass. Ipf. Sing, no-sretha
'verbreitete sich' Fei. Prol. 138. Auch dieser Vorgang hatte wenigstens in
den Zusammensetzungen schon im Air. angefangen. Gleichbedeutend mit
sre- ist sred- (Prät. Sing. 3. srcdis 'schleuderte' LU 82a 35), worin ich
oben I 81 eine andere Wurzel gesucht habe; es ist jedoch wahrscheinlicher,
daß das -d- hier ebenso unursprünglich ist wie das mir. -d- in ro-bädus
'ich bin gewesen' (Atk. LBr. S. 903), ro-snadius 'ich habe geschwommen'
LU 40a 15; vgl. § 832 Anfang). Vgl. Zimmer, KZ XXX 153', Ase. sred-.
Mit com-: Ipv. Sing. 3. cosrad gl. studeat Ml. 124a 5; PI.
2. cosrid gl. studete 68a 15; Konj. PI. 1. consernam gl. studere
35c 36; Prät. Sing. 3. consert coibnis 'it sowed harmony' Rc.
XX 431, 433; Gerundiv comsrithi gl. conserenda Ml. 16a 13
(künstliche Bildung); Abstr. cossir gl. studium ZfcPh. VII 484,
cossair 'Streu' Wi. Täin, K. Meyer 497 (comsreth, comsreith
'construction' Sg. 47a 1, 152a 3 ist eine gelehrte Bildung).
Mit di-: Part, dirathe gl. profunda palude demersum M1.33c4.
Mit ess- 'ausstreuen, zerstreuen' (in dieser Zusammensetzung
mischt sich der Stamm sre- mit dem Kausativ-Intensiv-Stamm
sro-): Pass. Präs. Sing, asroither gl. dispergitur Ml. 44d 1;
Abstr. asroiud (-u- steht über dem -i-) 40a 5, assreud 48c 33,
63c 19, sesreuth gl. aspergo Sg. 70a 11, esrediud LL 120b 35,
esrad 'httering' S. M., esair ds. S. M. Vgl. K. Meyer 139.
Mit fo- 'to publish': Präs. PI. 3. fosernnat; Pass. Präs. Sing.
§821.822] Verbalverz. s('t-, seth-. 627
fosernar; PI. fosernatar S. M.; Abstr. fosair 'Strohdecke' S. M.
Anm, 2. Ir. sreth ist vielleicht identisch mit c. ystred 'village,
hanilet" ; dem ir. Kausativ-Intensiv-Starara sro- entspricht abr. Prät. Sing.
1. strouis gl. straui. Zu lat. sternö 'breite aus', sVt. stfnöti 'streut'
(idg. *str-n-eu-) und got. straujan 'streuen' (idg. * strowei-) ; vgl. I 81.
§ 821. set- 'blasen' (-^-Stamm): Konj. Ipf. Sing. 3. da
n-a-seted; Prät. Sing. 3. setis Wi. 772; Pass. Präs. Sing, setir
Ml. 38d 18. Nir. seidini 'I blow, breathe, sound' u. s. w.
Mit air- 'spielen, unterhalten' (der Anlaut der Wurzel erscheint
leniert als f-, unleniert durch Entgleisung als b-, p-, vgl. oben
I 435): Präs. PI. 3. arbeittet Thes. II 295, 17, ar-do-petet
'unterhalten sie' Wi. 372, ar-us-pettet .i. sennit LU 57b 20,
ar-us-peittet LL 251a 10; Inf. airfitiud Wi. 354. Das Prä-
verb air- hat dieselbe Bedeutung wie in der Komposition mit can-
und leg-. Der betonte Wurzelvokal scheint (nach Analogie der
unbetonten Formen) kurz zu sein.
Anm. Vgl. c. chwythu 'to blow, to blast, to sound a trumpet', com.
whythe, whethe 'blasen' (z.B. um das Feuer anzufachen: auch das Hörn
blasen), br. c'houeza 'aouffler'. Das Ir. setzt *stceizd-, das Brit. setzt
*swizd- voraus; vgl. asl. zvizdati, svistati 'au^CCtiv'' (assimiliert aus *sweizd-).
Ir. set- berührt sich in der Bedeutung sehr eng mit seth- (§822), womit
es jedoch nicht verwandt sein kann (nur die Bedeutung 'blasen' im musi-
kalischen Sinne, die bei der Wurzel set- offenbar sehr alt ist, geht der
Wurzel seth- ab). Die beiden Wurzeln sind vertreten in ho setfethchaib
gl. flatibus Ml. 16b 10; zu set- gehört tre-fet 'blower for a fire' S. M.;
ferner (mit Verallgemeinerung der lenierten Form des Anlauts) ind fet gl.
sibilus Sg. 3a 7, nir. fead 'a whistle' * sivizdä.
§822. seth- mitto-ind- 'wehen; inspirieren': Präs. Sing. 3.
tinfet som (rel.), do-n-infet Wb.4b4, 3, du-nd-infet Ml. 41d
17; PI. 1. do-n-infedam Wb. 14d 32; Konj. Sing. 3. mani
thinib 4a 27; Prät. Sing. 3. du-r-infid Ml. 96c 4, do-r-infid
Wi. 826; Pass. Prät. Sing, do-r-infess Wb. 30d 1; Genindiv
tinfesti gl. fiatilem Sg. 17b 7; Inf. tinfed Wb. 32c 3, tinphed,
tinfed neutr. gl. Spiritus, aspiratio Sg. 6a 12, 15, 9a 8, 21b 13,
214a 5, Dat. tinfiud 'breathing' KZ XXXI 249, Gen. tinfid
Sg. 9b 18, Gen. PI. tinf eth 'Aspiration' Sg. 9a 13. Das -d- des
Präverbs ind- mußte in den meisten Formen lautgesetzlich
schwinden; in -thinib fehlt es analogisch.
Mit frith-to-ind-: Präs. Sing. 3. fristinfet gl. exsufflat
Ml. 28b 8.
Anm. Ein weiteres Kompositum liegt violleicht vor in ürphaisiu,
Dat. ürfuisin gl. Cancer Sg. lOüa 4, 5 (eig. "Schwulst"? enthält air-ro-).
40*
628 Verbalverz. seth siss-. [§822—824,1
Die einfache Wurzel liegt vor in bolcsithe gl. follis Sg.67a2; setfeth-
chaib § 821 Anra.; an-both 'Sturm' Ml. 125d 11, an-fud (D. PI. ainb-
thib), ainbthine ds. Wi. (über an- s. § 358 e S. 10). Vielleicht gehört
hierher auch feith 'Meeresstille' Ml. 126a 1, 2, 4, 5, vgl. 7, feid 108 d 5,
feth 125d 11, Thes. II 323, 5, feth I 6, 6, vgl. nir. seitheamh 'rest,
quiet' Atk. Keat. ; f(Uth wäre dann eigentlich "ruhiges Wehen", "Fahr-
wind" und hätte erst durch das gegensätzliche Verhältnis zu anboth
"großes Wehen" die Bedeutung 'Meeresstille' erhalten; daß hi feth Thes.
I 6, 6 als Übersetzung des lat. in auram steht, ist jedoch zufällig und
darf nicht als Stütze der Etymologie betrachtet werden (das mir. anfeith,
an feth 'unrest, tumult' Wi. 866, K. Meyer 100 enthält das negative an-
und ist von anboth gänzlich verschieden). Ir. seth- ist wohl *spi-t- und
mit lat. spi-r-äre verwandt; vgl. c. ffun, ffyned I 884.
§ 823. sir- 'suchen, absuchen, durchsuchen' (-^-Stamm): Präs.
Sing. 3. sirid Thes. II 22, 39. Vgl Wi. 777. — Mit to- ds.: Ipv.
Sing. 2. tüir (einsilbig!) Wi. 856; Prät. PI. 3. ru-tuirset Ml.
44 d 23 (die echt komponierte Form ist als Simplex behandelt). —
Ist wohl eine Ableitung von sir 'lang'.
§ 824. siss-, Deponens: Abstr. sessam 'Stehen' Wi. 771.
1) Mit air- 'feststehen' gl. inniti: Präs. Sing. 1. ar-a-sissiur
sa M1.41c3; 3. ar-a-sissedar 51b 13, ar-a-sisedar Sg.213b2,
forsan-airisedar 139b 1; PI. 3. ar-a-sissetar Ml. o9b 11,
77b 3, in-airesetar Sg. 209b 19; Konj. Sing. 3. arsisset(h)ar
Ml. 120d 19, mani airissedär 131b 4; Konj. Ipf. Sing. 1. ar-
sissinn 44d 26; Fut. PI. 1. cinnas laurisfemmar LL 120b 13;
Prät. Sing. 1. perf. arroissisiur sa Ml. 88a 9 (so Asc. 647); 3. con-
id-airsir Monast. Tall. 150, 28 (suffixloses Prät.), perf. arroisestar
Ml. 18 d 16 (-s-Prät.); Inf. Dat. erissem 45c 9.
Mit to-air- 'feststellen, stehen bleiben': Präs. Sing. 1. duair-
siur, do-n-airissiur Ml. 79a 9, 10; 3. nad tairissidar 104b 4;
PI. 2. do-n-airissid Wb. 14c 43; Konj. Sing.2. du-n-erissider
SU Ml. 38c 25; PL 3. coni tairissetar 104b 4; Prät. perf. Sing.
3. tar-r-asair Wi. 811, LL 121b 6 (suffixloses Prät.), ni tar-r-
astar Thes. II 6, 36 (-star durch regelmäßige Synkope aus
-sestar); Inf tairissem Ml. 129d5, 137d 9, Wb. 14c43, 25b 14,
Sg. 50a 18, 74b 7, vgl. Ml. 15a 1, 54a 13, Thes. II 25, 34, teris-
sem Ml. 34c 17, tairsem 131c 9.
Anm. 1. tairisin 'Stand halten' LL 72b 22 beruht auf Vermischung
von tairissem mit einem gar nicht zu siss- gehörigen Worte: torisin
gL fidem Sg. 209b 28, toraisin, toraissin Ml. 29d 5, 108b 10, vgl.
torisse gl. fidelis Wb. 10a 28, vgl. 15a 15, 16 d 2, 25c 28, 27c 30, to-
raisse Ml. 27a 6, 34c 17, 58b 18, vgl. 130 d 6. Die eigentliche Bedeu-
§824,1.2] Verbalverz. siss-. 629
tiing von torissc ist wohl "erkundet" (to-ro- 4- finn- § 726j. Die
Assoziation mit tairissera ist aber möglicherweise alt und hat die
Nebenform tarisse (Wb. 23a 18, 30d 24, vgl. 23b 10, taraisse Ml.
27a 6, PI. taraissai 42b 15; entsprechend Abstr. tarissiu gl. fides
108b 3, Akk. tarasin 30d 8) ins Leben gerufen.
Mit com-to-air-: Präs. Sing. 3. oterissedar 'consists' Ml.
145 c 4.
Mit frith-to-air- 'widerstehen': Präs. PL 3. f ristairissetar
Ml. 47c 3; Konj. PI. 3. fristairissetar 39b 13; Konj. Ipf. Sing.
3. fristairissed 33b 28; Inf. Akk. frithterissera 48c 26, Dat.
fritheirissem 83a 11.
Mit in-to-air-: Ipf. PL 3. intairissitis gl. instantibus MI.
34 d 19.
Mit rem-to-air-: Abstr. remthairissem gl. praestatio Ml.
43 d 26.
2) Mit fo- 'bekennen, gestehen', 'schützen' (die letztere Be-
deutung ist zufälligerweise im Air. nicht belegt): Präs. Sing. 1.
fosisiur S. M. I 10, 23; 3. fosisedar Thes. II 6, 33; PL 1. fo-
b-sisimar 'wir schützen euch' Wi. 11^ 228, 6; 229, 3; 3. fosis-
setar Thes. I 487, 17, ML 132a 1, i-fuisedar 'worin (die münd-
lichen Verträge sie) schützen' S. M. IV 284, 17; Konj. Sing. 2.
fosisider su ML 66c 1; 3. fasisidar LU 71a 34 (in einem Be-
fehl; in der Erzählung von der Ausführung entspricht 'arlastar
'er redete an' 40); PL 3. fosisetar Sg. 140a 2; Fut. Sing. 1.
fosisefar ML 58c 17; Prät. perf. Sing. 3. furoissestar 46d 15;
Abstr. foessam 'Schutz' Wi., fsesam, faisam Wi. Täin, faesam,
foessam S. M. (daß dies Abstr. einst auch die Bedeutung 'ge-
stehen' gehabt hat, zeigt fuismedach 'Bekenner' Wi. 583, vgl.
foismiram 'I confess' Atk. LBr.; sinnliche Bedeutung liegt vor in
üair nach föisam in lind 'wenn der Fluß nicht Fuß-Feste ist'
'wenn man den Boden im Wasser nicht erreichen kann' LL67a27
= Wi. Täin 1305, in einer anderen Handschrift durch anuair
nach roichther in linn ersetzt), foisitiu 'Bekenntnis'. Akk.
föisitin. Dat. föisite, föisitin AVb. 4d 33, a 6, 3d 24. Thes. I
488, 19 (nir. faoisdin; dies Abstr. ist, wie Sarauw, Irske Studier
S. 70, erkannt hat, nach dem synonymen atitiu § 700 S. 503 ge-
bildet; es mag aber später mit den Intinitivon der Wurzel sem-
§ 818 assoziiert gewesen sein und so zur Ausbildung der tiuiteu
Formen wie Präs. Sing. 1 . foismimm beigetragen haben; es scheint
auch die Bedeutung 'Schutz' angenommen zuhaben: faisitiu 'con-
fession, protection' S. M.).
630 Verbalverz. siss sli-. [§824,3—826,2
3) Mit imb-: Präs. Sing. 3. im-a-sisedar doib 'sie bleiben
zusammen stehen' Wi. II2 229, 7 (zur Konstruktion vgl. oben S. 311).
Anm. 2. Vgl. lat. sistu, persistö, subsistö, gr. 'iarauai, inffara-
ficu. Vgl. atta oben S. 433, ne-ss- § 785, ad-co-tat unten § 838;
§ 825. slaid- 'schlagen': Präs. Sing. 3. slaidid, no-d-
slaid, mit Obj. slaittius Wi. 779; Konj.Sing. 2. no-slaiss (statt
n-a-slaiss) LU 74a 18; Fut. Sing. 1. no-t-selo(s) sse, ]io-(t>-
sela<s> sse K. Meyer, Liadain and Curithir 20, 15, 17; 3. no-
don-sel ni LIT 106a 43 (neugebildet slaidfid Wi., Wi. Täin);
Prät. Sing. 1, ro-da-slaidius Wi. Täin (wohl nicht die alte Form);
Pass. Präs. Sing. rel. slädar iasc [mjbrec 'wie der bunte Fisch
geschlagen wird' LU 106a 43; Inf. slaide Wi., Wi. Täin, Dat.
slaidi Ml. 91b 9.
1) Mit air- 'verteidigen': Präs. Sing. 3. arslaithi Wi. 374.
Mit imb-air-: Abstr. ind immarslaide 'the mutual striking'
Ml. 16 b 7.
2) Mit to- (di-?): Präs. Sing. 3. duslaid .i. cruthaigedar
'who strikes, i. e. who forms' gl. plasmantis Ml. 140 b 5.
Anm. Vgl. c. lladd 'schlagen, töten' (Pass. Prät. llas), abr. lad am
gl. caedo, mbr. Inf. lazaff nbr. laza 'töten'.
§ 826. sli-, vgl. Ascoli CCLXXVII, Sarauw, Irske Studier
S. 74. 1) Mit fo-: Abstr. du-fuillem argait gl. ad usuram Ml.
36a 24, fuilem 'Zinsen' 30, Gen. fuiilema 25.
2) Mit ad-ro- 'verdienen': Präs. Sing. 1. adroilliu Ml. 75a
11; 2. asroilli 130b 8, nad-n-airilli siu 55d 13; 3. adroilli
61a 20, asroilli, a-t-roilli 51d 12, a-tt-roilli Wb. 2d 13,
nach-id-äirilli Ml. 84c 18; PI. 3. asroillet, ass-id-roillet
40a 4, 54d 6, nad-n-airillet 40c 12; Konj. Sing. 3. asroillea
107b 6; PI. 1. asrollem Thes. II 349, 6; 2. arnach-a-airillid
Ml. 115b 9; 3. a-t-roillet, cini arillet Wb. 31c 23, ceni ai-
rillet Ml. 90c 2; Fut. Sing. 2. asroll(fe) Sg. 66b 19; PI. 3.
ad-id-roillifet ML 61a 20; Prät. Sing. 3. asroilli 111b 28,
as-n-da-roilli 124d 7; PI. 1. as-ind-roillissem ni 119d 8,
ni arilsem ni AVb. 20d 14; 2. ni arilsid 21a 17; 3. adroilli-
set 4c 35, a-t-roillisset 15, vgl. Ml. 46d 9, ad-id-roillisset,
ass-id-roilisset 61b 17, as-id-roilliset 77a 15, ass-id-roilli-
set Wb. 17a 9, cini-d-arillset, ni arilset 4c 39, d 10, ni
äirillset Ml. 114c 9, nach-id-airilset 54d 9; Pass. Prät. Sing.
asroilled 122b 13; Part, airillte 61a 20, airilte 122b 13, vgl.
56c 6, 61a 19, b 17, 113b 3; Gerundiv airiUti ML22d22; Abstr.
§826,2.3.827] Verbalverz. sli-, slig-. 631
airilliud, arilliud 30d 2, 38d 10, 61 d 2, Wb. 4c 16, 2b 4,
21c 20, Gen. airilteo Ml. 138c 7, PL Nom. arilti Wb. 16c 11,
Gen. arilte 5c 13 (daneben PI. N. airiltin, airiltin Ml. 108b 7,
91a 10, vgl. 103b 5, 131a 6, Akk. airiltnea 87c 4). Der Stamm
'airill- beruht auf Kontamination von ad roill- und * äirl-.
Mit mi-ad-ro-: mi-airilliud 'ill-desert' Ml. 31c 5.
3) Mit to- 'verdienen': Präs. Sing. 1. ni tuillim Wi. 856;
3. dosli S.M., dosli, ni thuille Atk. LBr. 8380, ni tuilli S. M.
V 384, 8; PL 3. dosliat S. M.; Ipf. Sing. 3. ni thuilled LL
217a 44; Fut. Sing. 1. do-sn-uilliub LL 284b 24 (falsche Bildung
auf Grund der echt zusammengesetzten Formen); Prät. PL 1. ni
ro-thuillisem buidi do neoch 'wir haben nicht Dank (Gunst)
von irgend jemandem zu gewinnen gesucht' Wb. 24d6; Inf. tuil-
lem Wi., tuilem bude Ml. 72c 15, PL Dat. tullemaib 39d 18.
Anm. Ir. sli- verhält sich wohl zu gr. ildv 'nehmen' (p.coo, klwoiov
'Beute') wie ir. gni- zu gr. ytvsa&at. Vgl. ir. selb 'Besitz' I 64.
§ 827. slig- 'schlagen': Ipv. Sing. 2. slig Wi. Tain; Fut,
Sing. 3. silis Imram Brain § 55; PL 1. silsimi ni; Prät. Sing. 1.
ro-selach sa; 3. ro-selaig; PL 3. ra-selgatär, ro-selgatar;
Pass. Prät. Sing, imma-slecht Wi. 781; PL ro-slechta Ml. 48d
28, con-ru-sleachta 53d 11; Lif. slige fem. Wi. 781, ML 16c
12, 49b 2, 13, 51c 17, 67 d 2, 15 (nua-sligi Dat. 'neue Abglätt-
ung', all-slige Gen. 'zweite Abglättung' Ml. 2a 6).
1) Mit ad- 'zu etwas überreden': Präs. Sing. 3. adslig der-
chöiniud 'persuades to despair' Wb. 14d 27; Konj. Sing. 3.
adsle'i 20b 2; Inf. aslach neutr. 30c 14, ML 95b 6, 141d 1,
Dat. aslug Wb.l4d 27, 30c 13, asluch ML 26c 9, 109b 5, Gen!
in mi-aslaig gL malae persuasionis 28b 7, PL Akk. inna aslach
38a 6. Vgl. K. Meyer 26.
2) Mit air- 'schlagen, töten': Präs. Sing. 3. arslig; Fut. Sing.
3. arsil FeL Sept. 29; Pass. Fut. PL arsilsit[h]er YBL 45b 11;
Prät. Sing, fris-ra-airlecht LL 370b 14; Part. PL airlechtai
LU 81b 20; Abstr. ai riech 'slaughter', Gen. airlig Wi.. Wi.
Tain, K. Meyer, S. M.
3) Mit fo- 'beschmieren': Präs. Sing. 1. fosligim Sg. 183a 1,
173a 7; Fut. Sing. 2. fusilis (s'^u gL damnabis uotis Thes. II
46, 23; Prät. PI. 3. foselgatar Thes. I 493, 22; Pass. Präs. Sing,
fuslegar II 248, 7; Prät. PL fo-rui-llecta Wb. 7d 9; Piu't.
fuillectac ML 127c 17, Dat. Fem. fuillechti Thes. I 493, 22.
Mit etar-fo-: Part, etarfuillechta gl. interlita Sg. 24a 12.
632 Verbalverz. sluc snad-. [§828-830
Anm. Die Bedeutung 'schlagen' hat sich aus der Bedeutung 'streichen'
entwickelt (vgl. engl, to strike): zur Etymologie vgl. Zupitza, BB XXV 96 f.
(aengl. slic 'glatt' u. s. w.).
§828. sluc- 'verschlingen': Präs, Sing. 3. mit Obj. sluicth-i
Ml. 76b 5, rel. sluces 22b 1; PL 3. slogait 123d 3 (jünger
slucit Wi.); Ipf. Sing. 3. no-slocad; Ipv. PI. 2. slucid Wi.;
Konj. Sing. 3. arnäch-rö-llca Wb. 14d 21; Fut. PI. 1. slucfe-
mit; Prät. Sing. 3. con-da-sloic Wi., ro-lluicc Trip. L. 92, 1,
co-ro-sluic Wi.; Pass. Prät. ro-slogeth [Wb.]13d24; Inf. slo-
cod Thes. II 255, 16, slucud Wi., Wi. Täin. — Vgl. I 151.
§ 829. sluind- 'bezeichnen': Präs. Sing. 2. ni sluindi so
Sg. 208b5; 3. sluindid 9b 4, 66b 9, 71b 5, 197a 11, sluindith
25b 10, 30a 2, ni sluindi 25b 14, vgl. 66b 18, 26a 4, 197a 11,
rel. sluindes, sluindes 25b 17, 27a 11, 189a 9, 197a 11, 198a 2,
211b 7, Ml. 37a 10, sluindess Sg. 75b 5; PI. 3. sluindit 73b 2,
rel. sluindite 76b 5, 188a 24, 197a 15, 220b 9, vgl. 73b 3,
sluinditae 9b 5, sluindte 189b 2, sluinde Ml. 37a 12; Fut.
Sing. 1. ru-n-sluinfem ni Wb. 15a 4; Pass. Präs. sluintir Sg.
138a 1, ro-sluinter, näd ro-sluinter 189b 2; Inf. slondod
Thes. II 292, 2, slond. Dat. slund Sg. 188a 28, 148a 3, 209b 28,
vgl. Thes. II 10, 9 u. s. w.
1) Mit ad-: Präs. Sing. l._ adsluindim gl. appello Thes. I
498,18, atsluindiu, adsluindiu Fei.; Abstr. aslondud 'declara-
tion' Fei.
2) Mit di- 'leugnen': Präs. Sing. 3. disluindi Ml. 44b 12,
50d 1, dosluindi Wb. 6c 14, ni diltai Sg. 201b 10; PL 3.
disluindet, dosluindet Wb. 13b 18, 30a 20; Konj. perf. Sing.
1. arna de-r-lind 10c 14; Konj. Ipf. Sing. 3. ara n-diltad 17d
11; Prät. Sing. 3. do-ru-slüind (und verschrieben dorosilcloin)
Ml. 58a 11, du-ru-sluind 93c8, do-d-ro-lluind Thes. 1 493, 15;
PL 3. do-ru-sluindset ML 90b 17, do-r-iltiset, do-r-iltiset
(Neubildung auf Grund der echt zusammengesetzten Formen) Wb.
5c 11, 25b 13; Pass. Fut. Sing, dosluinfider 28c 14; Inf. dil-
tud 10c 13, 13b 18, vgl. ML 15d 2, 55c 8, 91 a 21, Thes. I 491, .32,
Sg. 95a 4, diltuth Wb. 6c 2, Thes. II 245, 7, diltod Wb. Id
12, 5b 7, 10c 14.
Etymologie I 83 f.
§ 830. snad- 'schnitzen, schneiden': Präs. Sing. 3. snaides
S. M. III 188, 10; Ipv. PL 2. snaidid; Part. Akk. Fem. snaisi
WL 783; Inf. snaide SiL Gad. 194, 12, snass Wi., WL Täin.
§830—832,1] Verbalverz. snad sni-. 633
Mit in- 'impfen; hineintun' gl. inserere, ingerere: Präs. VI. 3.
insnadat Sg. 14b 10, Ml. 118d 20; Konj. Ipf. PI. H. insnastis
26c 17; Pass. Konj. 8ing. a-tom-snassar Wb. 5b 30; Part, es-
naisse Ml. 33c 6, vgl. 32c 7, Thes. II 10, 19; Inf. Dat. esnid
Wb. 5 b 42.
Anm. V}^1. c. na (Ulli 'to chip, to cut', ac. nodim nc. neddyf
'Kriimmaxt', nibr. ezeff 'besaigue' nbr. eze, neze.
§ 831. snäd- 'schützen': Präs. Sing. 3. snadid S. M. IV
300, 5; Konj. 8ing. 3. ro-n-snada Thes. II 301, 2, mit (3bj.
snäidsium, snaidsiunn 300,9; 302,7; 304,6 (vgl. § 487 S. 149);
Prät. ro-n-snaid Thes. II 300, 9; Inf. snadud, snädud 301, 4;
353, 10, S. M.
Mit in- (ess-?) '(die Rache, die Befriedigung des Hungers)
aufschieben' (im Mir. auch vom Aufschieben anderer Dinge): Präs.
Sing. 2. adsnadi Ml. 93a 12; 3. a-t-snadi 64b 1; Ipf. PI. 3.
uad-n-essnatis 98b 3; Pass. Konj. Sing, insnäter 56c 20; Inf.
«snadud 24c 1. Vgl. Atk. LBr. S. 17.
Anm. Vgl. c. nawdd 'Schutz', abr. Xod-hail, Nod-inioret (Per-
sonennamen) Loth, Chrestomathie 155.
§ 832. snI- 'spinnen, (sich) drehen, sich abmühen' (vgl.
Sarauw, Irske St. S. 73): Präs. Sing. 3. rel. snies O'Dav. Nr. 315;
Prät. Sing. 3. snidis 'schleuderte' LBr. 216a 43 (junge Flexions-
form, da sni- ursprünglich ein redupliziertes Prät. bildete; zum -d-
im Hiatus vgl. § 820 Anm. 1; daneben snedis und zahlreiche
andere Formen mit dem Vokal -e-, s. AVi. 784, AVi. Täin), ro-
sniastar, ra-sniestar Wi. Täin 68^ (die deponentiale Flexion ist
jung); PI. 3. snisit 'kämpften' Salt. 6514; Part, snithe gl. tortuosae
Ml. 24b 7; Inf. snim 'spinnen' S. M. II 372, 19, 'Kummer' Ml.
89b 7, snim Wi. 784 (dazu dinnimu 'nachlässiger' Wb. 4c 33,
di'nim 'no trouble', 'leicht', dinnimidir 'ebenso leicht' Ml. 61b 28,
vgl. K. Meyer 656; ferner im- snim 'Sorge' Wi. 628, vgl. S. M.
Gloss. 487). Vgl. nir. sniomh 'act of spinning, twisting, winding,
twirling; sorrow, anguish, affliction, distress'.
1) Mit com- 'zu erwerben suchen, streitig machen' 'contend,
contest, defend, wrcst': Präs. Sing. 3. consnf Wi. III 43, 6, ni-
chosnai LU 81b 14; PI. 3. osniat 114b 37, osniatt (3'Dav.
Nr. 516; Konj. Sing. 3. ni chosna LU 110a 8; Konj. Ipf. Sing.
3. osniad YBL 134b 46; Fut.Sing.3. ni-chossena LU 107b 44;
Prät. Sing. 3. consena, ni cossena Thes. II 315, 3; 332, 3;
Inf. cosnam Wi. 450, ML 73a 12, Wb. 11c 21, 18c 18, Gen.
634 Verbalverz. sni-. [§832,1-3
cosnania 6b 1, PI. Nom. cosnama, coisnimi Wb. 7d 12, 13.
Im Mir. wird ein -s-Prät. neugebildet: PI. 3. consniset K. Meyer
482; weiterhin wird auf Grund der echt komponierten Formen ein
Simplexstamm cosn- durchgeführt: Fut. PI. 3. cossenait, Pass.
Fut Sing, coiseontar (vgl. § 611 Anm. 5 S. 363), Prät. Sing. 3.
ra-chossain K. Meyer, ro-chosnastar Wi. 450.
Mit ad- com- 'verlangen nach; auf ein Ziel lossteuern' gl.
tendere, petere: Präs. Sing. 3. nad-n-ascnai S. M. IV 366, 13;
PI. 3. adcos.nat Thes. II 6, 29, LU 21b 3; Ipf. Sing. 1. adcos-
nain se Thes. II 2, 26; PI. 3. adcosnaidis B. Ball. 39a 23;
Konj. Sing. 2. adcosnae, ni ascnae Ml. 56b 39, 31; 3. adcosna
51b6; Prät. Sing. 3. ad-ru-choisseni 69d 4; Pass. Konj. Ipf. Sing,
adcosantae 115d 13; Part. Dat. Mask. ascnaidiu 53b 25, Fem.
ascnaidi 31c 21; Inf. ascnam 48d 21, vgl. 53a 7, 56b 28, 72b
23, Wb. Ic 18 (asgnam), IIa 19, Sg. 69b 8, Wi. 376, Wi. 11^
21 9 S K. Meyer 18, S. M.
Mit aith-ad-com- 'to ascend, go towards or up': Präs. PI. 3.
triasan-athascnat Atk. LBr. S. 549; Inf. athascnam Wi. 379.
Mit imb-ad-com-: Präs. PI. 3. imm-us-äscnät gl. obuiaue-
riint sibi Thes. I 6, 4.
Mit to-ad-com- 'to visit, approach': Präs. Sing. 3. do-n-
ascnai Wi. 812, ni tascnai S..M. II 288, 2; PL 3. rel. tascnat
I 230, 21; Inf. tascnam Wi., S. M.
Mit fo-com-: Präs. PI. 3. fo-thonsnät (nach Ascoli in fo-
chosnat zu komgieren) gl. subripiunt Ml. 43a 8 (es würde sich
dann um eine ähnliche Dittographie des -n- handeln wie bei do-
ri[n]gensat 16d 6).
Mit imb-cora-: Abstr. imchosnam 'Wettstreit' Wi. 623.
2) Mit fo-: Abstr. Gen. fuinnema Wi. 582 (nach O'Curry
'twisting'; ganz anders Zimmer, ZfcPh. I 97, der das Wort als
aengl. Lehnwort betrachtet und durch 'winnowing' übersetzt; vgl.
das Adj. funem-da LL 107a 35), vgl. nir. fuinneamh 'momen-
tum, force, energy, vigour'.
3) Mit ess-ro- 'entfliehen': Konj. Sing. 3. asroinnea Ml.
31a 2; Prät. Sing. 3. ni erna LU 98a 42; Part. Gen. neph-
«rnaidi Ml. 134b 9.
Mit di-ess-ro-: Abstr. dernum gl. detrimentum [Wb.] 8d 3.
Mit to-di-ess-ro-: Part, todernide gl. tortuosae Ml. 24b 7;
Abstr. todernam 'supplicium' Sg. 133b 1, vgl. Ml. 27c 20, 40a 7,
77 a 13, d 4, 133a 4.
§832,4—834,4] Verbalverz. sni so-. 635
Mit to-ess-ro- 'entfliehen': Konj. Sing. 3. cohiih terna Wi.
819; Prät. Sing. 3. ternai 'escaped' Fei. Epil. 544, -escaped from
death' 'genas' Rc. XXVII 296«- » (terno 'entfloh' K.Meyer, Betha
Colmäin 90, 10, terna LU 99a 7); Inf. ternam Thes. 11 349, 6,
vgl. Atk. LBr., 'act of recovering (health)' S. M.
4) Mit to-: Abstr. nsch. toinneamh 'spinning, twining, twi-
sting' (von Macbain, Etymol. Dictionary^ mit Unrecht als entlehnt
betrachtet: an. tuinna 'zwirnen', engl, twine; toinneamh 'the
miller's share of meal for grinding' Macbain ist wohl dasselbe Wort).
Anm. Vgl. c. nyddu 'spinnen' corn. nethe br. neza I 68.
§ 833. snig- 'tropfen, regnen, schneien' (I 85): Präs. Sing. 3.
snigid Atk. LBr., LU IIb 20, rel. sniges Ml. 89c 15; Konj. Ipf.
Sing. 3. rel. sniged (ohne Präverh!) LL 55b 44; Fut. Sing. 3.
snigfid 58a 15, LU 56a 10; Prät. Sing. 3. senaich Fei. Mai 15
(jünger snigis Wi. 41, 7 v. u.); Inf. ac snigi Wi. Täin.
i^ 834. so- 'wenden, sich wenden': Präs. Sing. 2. no-soi
siu Ml. 33a 1; 3. soid ZE 954, 32, rel. soas Ml 64b 4, 123d 8;
Konj. Sing. 2. no-soe 44b 15, nu-t-soe siu 112b 6; Fut. Sing.
2. no-soife siu 33a 1; 3. rel. saibes Wb. 27a 9; Prät. Sing. 3.
soais Wi. Täin 371^; PL 2. r-a-soisit si Ml. 103c 15; 3. ro-
soisset 124c 6; Pass. Fut. PI. söifitir Wb. 26a 21, siifiter
Wi. Täin 4976; Prät. Sing, ru-soad M1.101a6; PI. hi-ro-soithe
(statt -thea) Sg 73a 11; Part, soithe Ml. 94c 15, vgl. 46c 2;
L]f. soud 47d 8 u. s. w. Zur Vokalgebung vgl. § 688 Anfang.
1) Mit di-: Pass. Prät. PI. perf. (di guttai fodlaidi) dirö-
tha (ind) '(two separate vowels) have been converted (into it)' Sg.
54a 14. Diese Analyse ist lautlich unbedenklich, eine anderweitige
Bestätigung fehlt aber (gänzlich unannehmbar ist die Deutung von
Ascoli, Sg. S. 174).
2) Mit ess- 'sich abwenden': Präs. Sing. 3. asoi LL 112a 27.
3) Mitimb- 'umdrehen, umkehren': Präs. Sing. 2. imm-e-soi
siu Ml. lila 6; 3. imm-a-söi in ■\Iac n-O'c 'Mac O'c kehrt
zurück' LU 129b 12 (subjektlose Konstruktion), imsoi, imsui Wi.
630; Ipf. Sing. 3. imsoad; PI. 3. imsöitis Wi.; Konj. Ipf. Sing.
3. connach-n-impäd Ml. 122a 14; Prät. Sing. 3. nocho-r-inipo
YBL 118b 9; Pass. Präs. Sing, imm-e-soither Ml. 61a 26; Ge-
rundiv impaithi 125a 8; Inf. impuud Sg.202b 8, impüth4b8,
60b 15, impüd 106b 10, Ml. 61a 28. 93a 18, impud 120c 8.
4) Mit to-ind- 'zurückkehren, bekehren, übersetzen': Präs.
PI. 1. dointäm Sg. 26b 4; Konj. Sing. 2. duintae siu, iiad
636 Verbalverz. so-. [§834,4.5
tintae siu Ml. 3a 13, 15; 3. rel. tint.4 37a 10, do-da-intä Sg.
20b 10; PI. 2. tintc4ith Wb. 12d 2; Konj. Ipf. Sing. 3. duintad
Ml. 89d 6, perf. ara tintarrad Thes. II 314, 1; Prät. Sing. 3.
do-r-intai Ml. 3a 7, do-n-intarräi Wb. 16b 18 (-iitarr- aus
-nd-r-h-), duintarrae Ml. 54d 3; Pass. Konj. Sing, mani tinti-
ther Wb. 12c 46; Inf. tintuüth, tintiUh, tintüd a 10, 19d 17,
Sg. 160b 1 u. s. w.
5) Mit ess-ro- sind zusammengesetzt die von K. Meyer 138,
155 belegten Formen eines Prät., das das Mißlingen eines Ver-
suches, das Nicht-Zustandekommen einer Handlung bezeichnet (wo-
bei ursprünglich das Versuchte Subjekt, der Versuchende Objekt
ist); ferner die in den Wörterbüchern unter er- verzeichneten For-
men, die gewöhnlich durch 'verweigern' übersetzt werden: Konj.
Sing. 2. arnach-era 'refuse not' Fei. Epil. 338, cäin-era LU 46b
19 (als Gegensatz zu cäin öis, s. unter od-); 3. mad do Ailill
era (subjektlos) "wenn es für A. zurückschlägt" 'wenn A. seinen
Wunsch nicht erreicht, wenn man ihm weigert' LL 112a 37, mani
ro-era 'unless (the chief) shall have refused' S. M. II 262, 14;
Prät. Sing. 3. a-t-roi a n-guin "ihre Tötung wendete ihn ab
{schlug ihn zurück)" 'er konnte sie nicht töten' Hib. min. S. 70, ä-ta-
rol astöd "das Festhalten wendete sie ab" 'sie konnten nicht
zurückgehalten werden' LU 83b 32, a-t-roe Coirpri huad "es
wendete C. von ihm (vom Hunde) ab" 'C. konnte den Hund nicht
erwerben, man verweigerte ihm den Hund' Trans. Phil. Soc. 1891
— 1894 S. 166, 16 (Variante contori, s. 6°; die Formen addrö,
addro bei K. Meyer 155 = Imram ßrain II 287, 292 zeigen Er-
starrung des infigierten Pronomens [der Zusammenhang würde das
Pronomen der 1. Sing, erfordern: "es schlug mich zurück" 'ich
konnte nicht']; in der Endung sind sie analogisch beeinflußt; Quasi-
Simplexform erais 'refused' Wi. 524); PI. 3. adraiset Ligur
'the were unable to cross the Loire' B. Ball. 135a 18, atroiset
Liguir Eawl. B. 502 p, 81a 42 (die alte objektische Konstruktion
ist in eine subjektische Konstruktion umgewandelt); Pass. Ipf. Sing,
attroithe a-rrim 'sie konnten nicht gezählt werden' LL 290a 17;
Prät. Sing, (mit der in § 622 S. 391 besprochenen auf mir. Neu-
bildung beruhenden Endung -as) atroas techt 'man konnte nicht
gehen' LL 269b 37, vgl. Rc. XXV 37, atrös a thairmesc 'es
war unmöghch ihn zu hindern' LL 271b 9, asrous (zu lesen
.as) a brith 'mau konnte sie nicht tragen' LU23b37 (eine merk-
würdige Mischkonstruktiou ist atroas (s)ide a dicleth n-airi
§834,5—837] Vcrbalverz. so- - suid-. 637
'er (der See) konnte sich vor ilini nicht verhehlen' LU 98a 21),
na ro-heradh 'that he was not refused' S. M. III 408, 11; Abstr.
tucad era forru 'they got a refusal' Wi. 524, era do tabairt
'einen Abschlag geben', tucus era fair 'ich gab ihm einen Ab-
schlag' Wi. Täin 5470, S. 7». Das Abstr. ist vermutlich kein altes
Substantiv, sondern eine urspiünglich finite Vei'balform (3. Sing,
des Konj. oder Prät, echt komponiert), und das ro- vor dem Stamme
er- ist jedenfalls eine mir. Neuerung. Vielleicht handelte es sich
urspr. nicht um ein Komp. mit den wortbildenden Präverbieu
ess-ro-, sondern um die perf. Formen eines Komp. mit ess-.
6) Mit to- '(sich) wohin wenden': Präs. Sing. 3. dosoi Thes.
II 21, 37, dosoi LL 112a 27; PI. 3. dosoat Sg. 209b 8; Ipv.
(Konj.?) Sing. 2. toe Corm. S. 27, Transl. 103, 2; Pass. Präs. Sing,
dosoither Sg. 32a 3, vgl. 57a 4.
Mit com-to- gl. conuertere (trans. und intrans.): Präs. Sing.
3. otoi Ml. 65a 1; PI. 3. contoat 46c 1, näd comthoet Sg.
163a 1 (mit analogischer Lenition); Konj Ipf. Sing. 3. ara com-
thad 'damit er bekehrte' Thes. II 314, 21; Prät. Sing. 3. co-ru-
thöi Ml. 51c 22, conto-r-oe 123b 7, conto-r-i Corm. 30. 8:
Pass. Prät. Sing, oto-r-äd Sg. 106b 4, 5; Inf. comthoud Ml.
20a 16, Sg. 162a 4, 24a 1, 23b 7, vgl. a 1, comthöd 52b 1,
comthod Ml. 53c 14, lila 5.
Anm. Vgl. noch toud 'gebären" (von Tieren; mit der etymologi-
sierenden Gl. soad, soud) S. M., O'Dav. Nr. 1498 f.; suth 'Geburt' I 71.
Zu skr. sdvuti 'treibt an'.
§ 835. soib- 'betrügen, fälschen' (-Z-Stamm mit meist ver-
lorener Mouilherung): Konj. PI. 3. con-soibat Wb. 30c 13; Prät.
PL 3. ro-n-da-saibset Ml. 24d 24; Inf. söibud Wb. 10 d 11.
— Denominativ von söib, säib 'falsch'.
§ 830. sreng- 'ziehen, schleppen' (I 81): Präs. Sing. 2. nach
srengai; Prät. Sing. 3. srengais Wi. Täin, Wi. — 1) ]\Iit com-:
Fut. Sing. 3. osrengfa 'wird ziehen' LL 58a 8. — 2) Mit ess-
'to draw out': Prät. PI. 3. asrengsatar K. Meyer 139 (junge En-
dung). — 3) Mit to-: Präs. Sing. 3. dosrenga som Wi. Tain
S. 1047, vgl. Wi. 791, Monast. Tall. 150, 29; PI. 3. dosreggat
Goid.^ 71 (graphisch für -srengat oder mit wirklichem aus der
echten Komposition stammendem Verlust des -n-?), con-tairrnget;
Ipv. PI. 2. tairngid, tarrgid; Inf. Dat. tarraing Wi. 804.
§ 837. suid- (Konj. soda-) mit ad- 'festhalten': Präs. Sing.
2. adsudi siu Ml. 114c 6; 3. a-t-suidi Sg. 66a 20, a-ta-suidi
638 Verbalverz. suid-, ta-. [§837. 838
64b 3, ni asstai Ml. 114a 19; PL 3. adsuidet Sg. 4b 15; Ipv.
Sing. 3. nach-n-astad Wb. 10a 7; Konj. Sing. 2. a-d-sode,
a-ta-sode 10a 9, 10, ni astae siii Ml. 55a 19; 3. arna asta
126a 6; PL 3. mani astat Wb. 29a 16; Prät. Sing. 3. ad-ro-
soid Ml. 97d 16, a-t-ro-soid 39a 16; Pass. Präs. Sing, adsui-
ter 68d 5, ad-dom-suiter sa Thes. II 3, 33, ni astaider Sg.
3a 4; Part,, astide ML 20a 22; Inf. asdud Wb. 29a 15, astud
10b 14, ML 15a 15, c 4. Nir. fastuigbim 'I retain, fasten'.
Anm. Dies Verbura ist der einzige Eest des alten Kausativums zu
Said- 'sitzen', das sonst durch das Denominativ suidig-, Inf. suidigud,
verdrängt worden ist.
§ 838. ta- mit in-, in der unechten Komposition in-com-
(§571,3), 'erwerben' (das Prät. bat teilweise präsentiscbe Bedeutung:
'hat'): Präs. Sing. 3. adcota, nad eta S. M. V 48, 7; 292, 3
V. u.; PL 3. adcotat Wb. 6a 6, ML 87c 3a; Konj. Sing. 1. ad-
cot sa, adcot 60c 6, 92a 17 (zweimal); 3. adcota 20a 13, 77b
12, conn-eta 32d 15; PL 2. con-etid, con-etid Wb. 22d 20,
24; 3. con-etat 31b 18; Konj. Ipf. Sing. 3. adcotad ML 39c 5;
PL 3. con-etaitis, cond-etaitis 130b 6, 125a 4, trissan-etis
107c 12; Fut. Sing. 3. nio-etada ML 129b 5; PL 1. aran-eta-
tham <n>i Thes. II 247, 23; Prät. Sing. 1. ad-chodados sa Wb.
7a 16, adcotadus ML 44c 18; 3. adcotedae Thes. II 240, 23,
adcotade ML 89c 1, adcotad 43d 24, ni etade 111b 20, näd-
n-etada Sg. 50a 3, nicon-etada 188a 4; PL 1. ad-chotadsam
Ml. 92c 5, adcotadsam ni Thes. I 491, 29; PL 1. adcotatsat
ML 67b 10, ad-chotatsat 57a 2, 123a 9, a-t-chotatsat 54a 9,
ad-id-chotatsat Sg. 50a 3, trissan-etatsat som ML 57a 3;
Pass. Präs. Sing, adcotar 92b 9, ad-chotar 56b 15, 128d 18,
trisän-etar 126b 19, vgl. c 1, näd etar Wb. 16b 11, ni etar
17d 27; Konj. Sing, in etar, mani etar Thes. II 239, 3, 4; Konj.
Ipf. Sing, ad-chotatse ML 100c 23; Fut. Sing, ar-a-cotar Ml.
118d 10 (zu lesen as-a-? die Stelle ist sehr zweifelhaft); Kondit.
Sing, in etaste (zu lesen etaite) 43d 20; PL nad etatais 124d
9; Part, etite 118d 11, ett« 43b 8, etae 129a 3, PL Akk. etai
88c 4, ettu (zu lesen -ai) 59b 13, Dat. etib 69a 5; Inf. Akk.
£eit 127a 9, Dat. eit 118d 5, vgl. 119a 5, et 118a 16, vgL 19a 6.
Aus den echt zusammengesetzten Formen hat sich im Nir. ein Ver-
bum feadaim 'ich kann' entwickelt; aus dem Präs. Pass. entstand
nir. ni fei dir 'es ist nicht möglich', is fei dir 'es ist möglich'.
Anm. Vgl. Sarauw, Irske St. S. 48, 54, Verf. KZ XXXVII 245. ta-
§839.840] Verbal verz. tech-, tiag-. 639
gehört zweifellos zur idg. Wurzel * sthä- 'stehen'; das Fut. und Prät. ist
mit ähnlicher Reduplikation wie lat. steti gebildet; das Präverb ist das-
selbe, das auch in attä 'ist' auftritt (s. S. 433 unten); zur Bedeutung vgl.
arm. sianum 'ich erwerbe', lat. praestinäre 'kaufen'.
^ 839. tech- 'fliehen': Präs. Sing. 3. techid; PI. 3. techit
Wi.; Ipv. Sing. 2. teich \Vi. Täin; Konj. Sing. 1. no-tes; Konj.
Ipf. Sing. 3. nii-tesed ML 29d 2, 9; Fut. Sing. 1. ni theis YBL
29a 45, ni teis LU 69b 33 {an beiden Stellen ist statt -is vielmehr
-SS zu lesen); Prät. Sing. 3. täich Ml. 32b 24, ro-thaicli Trip.
L. 174, 14; PI. 3. tachaitir Trip. L. 70, 28, ro-tachatar Ml.
44a 19 (später ro-theichset, co-r theichetar Atk. LBr.); Inf.
teched, teiched 44a 19, 54b 12, 63c 14, 77a 18, Dat. techiud,
teichiud 44a 18, 109c 2, Gen. techid, teichid 100b 1, 77d 13.
Vgl. teichthechaib gl. fugientibus Ml. 48d 10 (§ 385).
1) Mit ad- (aith-?) 'bitten' (Sarauw, Irske St. S. 83): Präs.
Sing. 1. ateoch Thes. II 349, 1; 350, 14; 353, 5, 11; 3. ateich
Ml. 39b 6; PI. 1. a-tab-techara ZfcPh. VII 485; Ipv. Sing. 2.
ataich Thes. II 258, 11; Fut. PI. 1. adessam II 300, 2 (das -d-
durch relative Eklipse); Prät. Sing. 1. perf. adroethach II 353, 5
(mit analogischem Ersatzdiphthong); Inf. attach neutr., Dat. at-
tug, attoch, Gen. attaig Wb. 5c 17, Wi. 377, Monast. Tall.
130, 12, K.Meyer, Betha Colmäin S. 122 (atach neutr. gl. effugio
Ml. 40b 13, 49d 14, 66d 1, Dat. atuch 121c 21, d 10, Gen.
ataig 40b 12, 54b 21, 107d 1), vgl. nir. atach 'a request, a
prayer'.
2) Mit trem-: Ipf. Sing. 3. tremi teiched 'he used to flee
across' Ml. 54c 21.
Anm. Hierher gehört wohl noch itge 'Bitte' Thes. II 240, 23, Wi.
646; was für ein Präverb aber darin steckt, ist unsicher. Anklingende
nicht verwandte Wörter s. unter tong- (ob air. faitech nir. faiteach
'vorsichtig, furchtsam' zu tech- oder zu tong- gehört, kann ich nicht
entscheiden).
Vgl. rac. Konj. Sing. 3. ny ry-decho 'wer nicht flieht' (§575 Anm. 2,
Strachan, Eriu II 218'^), br. Inf. techet. Den brit. Formen liegt der alte
Konjunktivstamm zu Grunde, vgl. I 128.
§ 840. tiag- 'gehen' (suppletivistisches Paradigma, § 570;
vgl. Sarauw, Irske St. S. 91 ff., Vendryes, IF XXVI 134): Präs.
Sing. 1. tiagu-ssa, tiagu Wb. 17b 18. 20; 2. thegi Wi. 821;
3. teit Ml. 3a 4, 37a 10, 47a 17, 56b 33, 103d 27, 109a 2, 123b
13, teit 24d 30, 27c 10, 67d 24, 72d 12, 94c 10, 101c 4, 109a 2,
114a 3, Sg.38a 1, ni teit Wb. 9d 31, dia teit Ml. 100b 9, dia
640 Verbalverz. tiag-. [§ 840
tet 56b 1, vgl. Thes. II 255, 6, nicon-det Ml. 53a 17, nü-n-tet
77a 14, mit Obj. teit-i Wi. 97, 19 (oben §487 S. 148), rel. intan
tet Ml. 21c 3, theite Sg. 114b 2, tete Wb. 9a 3 (zweimal), d 5,
20a 12, Sg. 30b 12, 92a 2, 129a 1, tete 188a 13, Ml. 22b 1,
28c 19, 62b 20, dete Wb. Ud 7, dete Ml. 93b 12; PI. 1. tiäg-
mi ni, rel. tiagme ni Wb. 15b 28, diagma ni 3a 15 (vgl. oben
S. 91, 218, I 390); PL 3. tiagait 5c 16, 11 d 12, Ml. 14a 5, Sg.
196a 1, ni tiagat Thes. II 12, 33, cona tiagat Ml. 51d 3, rel.
tiagdde Sg. 104b 1, 119a 2, 120a 1, tiagta 54b 6, ti(a>gtae
Ml. 125a 2; Ipf. Sing. 3. no-teged 54c 18 (zweimal), no-theged
Wi. 821; PI. 3. no-thegtis LL 290a 14; Ipv. Sing. 1. tiag sa
Ml. 58c 6, tiach Sg. 210 Rand (Thes. II xxn); 2. na teig LU
73b 17, na teig YBL31a 32, 118a 28; 3. na teit Wb. 10a 15;
Ph 3. tiagat Ml. 54b 12; Konj. Sing. 1. thiasu sa AVb. 23c 31;
2. tesi Monast. Tall. 136, 17, LU 64a 20, theisi LL 251a 41,
dia teis LBr. 261a 60, ni teis Eriu 1 199; 3. the'is Wb. 14a 14,
LU 67b 11, thes Ml. 23d 23, arna te 126a 4, vgl. 36a 23,
forsa-te Thes. II 249, 9, vgl. 8, nad tei LL 251a 22, rel. tias
Thes. II 39, 25; PI. 1. cia tiasam 'wohin wir gehen mögen' Thes.
II 299, 30 (vgl. oben S.304); 2. thiastä LU 57b 39, ni thessid
58a 43; 3. tiasuit (statt -ait) Wi.im91, 1, mani tiasat Monast.
Tall. 147, 21, rel. tiasta? Fei. Epil. 470; Konj. Ipf. Sing. 1. no-
theisinn Ml. 41d9; 2. no-thia"sta so LL284bl4; 3. no-theised
Wb. 32a 17, no-te'sed Ml. 23b 12, 54a 21, ara tesed Sg. 21b 9,
Monast. Tall. 159, 19, no-tesad Ml. 34d 6, o-tiasad, tiasad
LU 75a 19, 20; PI. (2. s. § 851); 3. nii-tiastais Ml. 117d 3;
Fut. Sing. 1. riga sa, ragat (§ 611 Anm. 4), noco-rag sa Wi.
734, nu-rig Ml. 87b 18; 2. mos-rega, in raga Wi. (-a mir.
statt -e); 3. regaid Sg. 36b 1, ni raga Atk. Lßr. 6906, rel. rigas
Thes. II 1, 14, ragas Wi. ; PI. 1. rigmi Wb. 15c 23, ni ragam
Wi.; 2. ragthai si Atk. LBr. 1839; 3. regait Wi., ni regat
Atk. LBr. 6744; Kondit. Sing. 2. ni rigtha Wi.; 3. ni rigad
Wb. IIa 22, nand rigad Thes. II 242, 6, no-regad Ml. 118b 6,
no-ragad Wi.; PI. 3. dia regtais Ml. 99b 10, na rachdais
Wi.; Prät. Sing. 1. löd sa LU 16b 38; 3. luid Wb. 3c 37, Ml.
16c 10, 55c 1, 74b 5, Thes. II 240, 2, 15, 18, 19, 21; 242, 11,
17, 20, dia luid ML 52, 55c 1, 58c 4, mit Obj. lud-i, luid-i
LU 75a 23, 22a 28, rel. luid-e 120a 33, 128b 22, Ml. 127 d 3
(dagegen ist luide ML 55c 1 verschrieben für luid side); PL 1.
lodomar LU 40b 2, lodmar LL 88a 49, reL 206b 3, ni-ma-
§ 840] Verbalverz. tiag-. 641
lodmar 'nicht glücklich gingen wir' LL 59, lOf.; 3. lodatar LL
59, 13, lotir LU 128a 24, gewöhnlich lotar Wi. 666, Thes. II
250, 15 (hier vielleicht rel.); Pass. Präs. Sing, tiagair Wi. 821,
rel. tiagar Ml. 15a 2; Ipv. Sing, tiagar 16c 5; Konj. Sing,
tiasar S. M. V 320, 11; 326, 9 (statt -air), ni tiasar, ni
tiastar Eriu I 199, rel. tiastar LBr. 261b 1; Fut. Sing, rigthir
Wh. 9a 23; Inf. techt la 6, 7a 14, b 5, IIb 22, 14d 3, 15c 22,
d 32, 16d 4, 19d 11, 21b 7, 25d 25, 28b 32, c 4, Ml. 15a 1, 2,
44b 1, 58c 4, 61a 13, Gen. techte Wb. 13c 8, techtae Ml.
54b 2 (techt, PI. techta bedeutet auch 'Bote' Sg. 65b 5, 102a 1,
Ml. 61a 13, 129a 12). Ein anderer Inf. 'gehen' ist dul Wb.
4b 21, 16a 3, 26d 8, Ml. 23d 23, Thes. I 493, 29, Gen. dula
Wb. 5b 29 (das -u- ist im Gen. auffällig; man erwartet -o-); dul
hat zugleich die Bedeutung 'Art, Weise': Wb. 10b 20, 33a 5,
Ml. 101c 6, 126d 8a, 133b 1, 53a 8 (fu-n dul n-isiu . . isnaib
dolaib ailib), Sg. 203a Rand; und in dul, dul A\ird als eine
Konjunktion 'sodaß' verwendet (Wb. 25a 37, 30b 3).
Das perfektische Supplementverbum : Präs. Sing. 1. conna
dichtim, ni dichtim LU 63a 8, 10; 3. ni dichet Ann. of Ulster
783, Four Masters 779, S. M.~IV 112, 7, nicon-dichet V 394, 5,
con-dichet 272, 6 (vgl. S. M. Gloss. 240, Thes. II 292, 19); Ipf!
Sing. 3. oa dichtheth carpat friae dislu nach anall 'sodaß
ein Wagen weder auf der einen noch auf der anderen Seite davon
gehen (vorbeifahren) konnte' LU 58a 30; Konj. Sing. 1. o-dechos
129a 10, o-deochus 70a 19, meni digius LL 58a 37, o-digus
sa Goid.2 ^qI, 11, con-dechas sa YBL 52a 13; 2. docuis siu
LBr. 261a 80, ni dechais Wi. 21, 32, Salt. 5951, o-deochais
LU 60a 11, o-digis 117a 2, ni dichis Eriu 1192; 3. docöi Wb.
29a 28, do-da-coi S. M. V 224, 1, do-choi O'Dav. Nr. 683,
arna decha Wb. 28b 30 (lautgesetzliche Form), con-decha LU
86a 36, arna dich Wb. 9d 24 (analogische Form), ni dig Thes.
II 349, 2, mani dig LU 28b 36, dig (rel.) 63a 6, LL 66a 33,
o-dig 63b 5, da n-dig 65a 49, dia n-dech u. s. w. S. M. Gloss.
218, o-deoch LL 62a 37; PL 1. conna dechsam Ml. 62d 1;
2. moni digsid LL 260b 28; 3. docoiset Monast. TaU. 128, 10,
LU 57b 31, vgl. S. M. Gloss. 265, docaesat O'Dav. Nr. 744,
con-dechsat Wi. 468, mani dichset LU 63a 24, meni digset
LL 57a 23, o-digset 58a 30; Konj. Ipf. Sing. 1. o-deochsaind
sea LU 71b 45; 3. o-dechsad, con-dichsed Thes. II 310, 14,
na digsed II 354, 8, o-digseth Trip. L. 12, 22, o-digsed Trip.
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. U. ^\
642 Verbalverz. tiag-. [§840,1
L. 112, 6, LL 55b 18, 69b 11, 51, 80b 15, o-nigsed LU 31a 21;
P1.3. ducoistis Ml. 34a 9, do-choistis LU 83a 32, do-chostis
YBL 93a 11, arna decbsaitis, arna dechsitis Ml. 42a 6, 7,
o-digsitiss, o-digsitis Trip. L. 14, 19; 242, 20, na digsitis LL
74a 30; Kondit. Sing. 3. docois(ed) 'würde geben können' LU
72a 22, o-decbsad 111b 17; PI. 3. docöestis 65a 42; Prät.
Sing. 1. docoad sa Wb. 18d 6, do-cbood 17d 7, ni decbud
sa 14c 40; 3. du-choaid Thes. II 1, 14, ducuaid Ml. 65c 9,
du-cbooid Thes. II 241, 11, docoitb Wb. IIa 22, docoid 21a
12, 31d 19, Sg. 217b 16, Ml. 32d 10, 43d 27, ducoid 63c 19,
do-choid Wb. 14a 19, c 20, d 30, 28b 30, du-cboid Ml. 74a 12,
84c 9, dian-decbuith Wb. 16c 7, con-dechuitb 22b 11, con-
dechuid soni Ml. 65d 12, nad-n-dechuid 54d 3, ni decbuid
7, vgl. 98b 8, Sg. 148b 3; PI. 1. do-d-chommar Wb. 23d 23,
con-dechummar Ml. 63c 14; 2. onach-digtith Wb. 9b 19;
3. docotar 29a 8, d-a-chotar Ml. 38b 2, do-chotar 124c 26,
ducuatar 66c 16; Pass. Prät. Sing, docüas Wi. 130, 8. Ana-
logische Konjunktivformen ohne -s- (auf Grund der 3. Sing, ge-
bildet) sind bei Wi. 468 und Wi. Täin S. 956 angeführt.
Von den Zusammensetzungen ist to-tiag- (12°) mit Bezug
auf den Suppletivismus ganz mit dem Simplex parallel, weshalb ich
auch die Formen in derselben - Weise wie beim Simplex geordnet
habe (zunächst das nicht-perfektische, dann das perfektische Para-
digma). Bei den übrigen Zusammensetzungen ist das perfektische
Supplementverbum nur im Prät. belegt, und es konkurriert zum
Teil mit perfektischen Formen von -lod- (com-in-tiag- 7° scheint
sogar ein perfektisches Prät. der Wurzel tiag- zu bilden); bei
diesen Zusammensetzungen habe ich daher das perfektische und das
nicht-perfektische Paradigma in der Aufstellung nicht getrennt.
1) Mit air- 'to take the place of, answer for, compensate':
Präs. Sing. 3. artet S. M. IV 176, 26; 178, 11, 16 (aber artäott
Monast. Tall. 161, 11 deutet auf air. *artäit, d.h. auf Komposition
mit air-to-, und ni aurtet ebd. 143, 13 deutet durch den Vokal
der ersten Silbe und durch das unlenierte -t- in derselben Richtung).
Mit to-air-: Präs. Sing. 3. quaestiones .i. tairthet cach
fer imm alaile Svhich every man pursues about another' Wb.
27 d 23; Abstr. tuirthecht 'account, description, narrative, story,
tidings' Stokes Lism., Wi. IVS Wi.IV^ S. 564 (daneben tuirthiud
Atk. LBr., Wi. 856 f., Stokes Lism., tairthiudh O'Cl.; wohl eine
jüngere Form, die durch Vertauschung des vermeintlichen Suffixes
§ 840, 1—6] Verbalverz. tiag-. 643
-echt gegen -iud entstanden ist; dagegen ist PI. turtheta, tur-
theda LL 6b 30, IIb 40 wohl nur durch einen Abschreiberfehler
an die Stelle eines verkürzt geschriebenen turthechta der Vorlage
getreten). Die Autfassung der Wb.-Stelle ist indessen sehr zweifel-
haft, da tairthet doch auch Präs. PI. 3. von to-air-reth- mit
quaestiones als Subjekt sein könnte (Sinn etwa: 'welche jeden Mann
mit dem andern in Streit bringen', eigentlich "festhalten"); das
Abstr. ist mit im t he cht (6°) parallel.
2) Mit ess-: Abstr. mir. estecht 'Tod', gewöhnlich nach I 489
etsecht geschrieben, auch eitsecht Thes. II 320, 2 (durch Ver-
mischung mit eitsecht, estecht 'hören'), s. Wi. 521, Fei. Vgl.
imthecht 'Tod' (6°) und teite 'who dies' S. M. V 486, 9; 488, 1.
Anders Sarauw, Irske St. S. 64, Thurneysen, IF Anz. XXVII 17.
3) Mit fo-: Fut. Sing. 3. forriga gl. subibit Ml. 85b U.
4) Mit for- 'helfen': Präs. Sing. 1. fortiag Sg. 170b 1; 2.
forteig Ml. 44b 32; 3. f ortet Thes. II 20, 1, Ml. 80d 8, fortet,
for-id-tet Ml. 30c 3, for-thet 35a 8, for-thet Sg. 187b 4, for-
teit, for-theit, ni-n-forteit ni Wb. 4a 27; PI. 2. forteit si
14c 3, fo(r)tegid si 14c 2 (Sarauw, Irske St. S. 93, will ohne
Not forregid lesen); Ipv. Sing. 3. for-tat-tet su Ml. 43b 11;
Konj. Sing. 2. forteis siu 78c 1; 3. for-don-te Thes. II 299,
29; PI. 2. far-dum-thesid se Wb. 7a 12; 3. fortiassat gl.
subuenire Ml. 68d 7; Fut. Sing. 2. forregae siu 19a 1; Prät.
perf. Sing. 2. for-n-dechud 78c 9; 3. fordechuid 138a 7; Inf.
Nom. Akk. Dat. fortacht Wb. 11c 15, 14c 1, d 17, 32b 1. Ml.
33a 5, 37b 25, 38c 4, 40b 8, 41a 1, 44c 20, 106d 2, Gen. for-
tachtae 51b 14, 53a 23, 87d 8, 108a 1, aber Akk. fortachtain
58d 5, 134b 3, Gen. fortachtan 35d 1, 61b 10, 86d 2.
5) Mit frith-: Pass. Präs. Sing, fri-tura-thiagar gl. obeor
Sg. 183a 3; Konj. Ipf. Sing. 1. fristeissinn gl. obire Ml. 132a 5
(fälschlich in fristaissinn korrigiert); Part, frithtechtai gl. obitä
Thes. II 228, 30.
6) Mitimb- 'herumgehen, gehen': Präs. Sing. 3. imtheit Wi.
629, Wi.Tain, imteit S.M.IV 338, 22, imm-e-<t>et Mh45c 9; PI.
1. imtiagara Wb. 6a 30; 3. imm-e-tiagat Ml. 45c 9; Ipf. Sing.
3. imm-ä-theged LU 114a 6f ; PI. 1. imtheigmis LL 84a 33,
vgl. 38; 3. imm-a-thegtis 290a 11; Ipv. PI. 2. imthigid 260b
27; Konj. PI. 1. dia n-imthiasam Ml. 46c 20; 2. ni imthesid
Wb. 22c 4; Konj. Ipf. Smg. 3. ara n-imthised Thes. II 313, 1;
Prät. Sing. 3. perf im-ru-läith LU 105b 16, imm-a-ru-laid
41*
644 Verbalverz. tiag-. [§840,6.7
AscGloss. CLXXIX; PI. 3. imm-e-lotar Thes. II 242, 15, perf.
im-ä-n-dechatär LU 17a 26, imm-a-n-deochatar 113a 26, aber
nio-im-ru-ldatar Thes. I 488, 27; Inf. imthecht Wb. 6a 30,
12c 46, Ml. 46a 14, imt<h>echt ^decease' Monast. Tall. 136, 15,
PL mo imthechta 'wie es mir ergehen wird' Wb. 28c 10, ni do
imt(h)echtaib 7 airscelaib in cheneoil cosa-tiagam 'etwas
von den Schicksalen (der Geschichte) und dem Rufe des Geschlechtes,
zu dem wir gehen', adfessa döib imt(h)echta Conculaind
'die Erzählungen von C. wurden ihnen erzählt' LU 58 b 12, 13.
Mit com-imb- 'begleiten': Präs. Sing. 3. conimt(h)et S. M.
I 244, 10, co-tn-imt<h>et Eriu II 224, 6; PI. 3. conimt<h)iagait
(statt -at) S. M. IV 78, 2; Konj. Ipf. Sing. 3. conimt<h>eised
Ml. 42c 31; Fut. Sing. 3. co-tn-imthte Wb. 12c 4; Inf. coim-
thecht (oben § 224 S. 324) Wb. 16d 2, Sg. 2a 7, Thes. II 16, 40,
cöimthecht Sg. 208b 5, coimt(h>echt Ml. 82d 1, vgl. 33b 13,
mir. coemthecht und erneuert comimt(h)echt Wi. 441.
Mit to-com-imb- ds.: Präs. Sing. 3. docaemtet S.M.I242,8,
docaomteit 244, lOf.
Mit ess-imb-: Abstr. essimthecht 'going forth' Thes. I
495, 19.
7) Mit com-in- 'indulgere', aber auch 'begleiten' (was jeden-
falls die ältere Bedeutung ist): Präs. Sing. 3. oetet Sg. 197b
17, 203a 22, conetet ZfcPh." VII 482, 8, co-t-etet 'begleitet'
Eriu II 222, 21, näd chometig Wb. 22a 13; PI. 2. oeitgid ebd.
26; Ipv. Sing. 3. na comeitged 10a 7; Konj. Sing. 2. mani
coraeitis 6c 6; 3. contnt, coneit 6c 7, 1 (vgl. § 607 Anm. 1
S. 351); PI. 1. mani cometsam Thes. II 245, 8; Konj. Ipf. PI.
3. oeitsitis Ml. 87c 4; Fut. Sing. 3. coneit Wb. 30c 27; Prät.
Sing. 3. co-t-r-etiguir 'hat begleitet' Eriu II 224, 4; Pass. Konj.
Sing, ni cometestar Monast. Tall. 152, 7; Gerundiv comitesti
Wb. Ic 12 (§ 632 S. 410), nad cometesta Monast. Tall. 151, 12;
Inf. comitecht Wb. 6c 11, 19a 6, 20b 18, cometecht 6c 24,
10c 10, 11c 4, 5, 13c 16, comaitecht 6c 12, 10b 28, c2, IIa 1,
Ml. 15b 5, 65 d 12, Sg. 75a 6, 7 (Belege für die Bedeutung 'be-
gleiten' bei Wi. 439; nir. coimhdeacht 'Begleitung').
Mit to-in- 'kommen': Präs. Sing. 3. do-da-etet S. M. IV
180, 19; 186,2 ('who caught them'); 190, 10; Konj. Sing. 3. doeit
IV 192, 10; Pass. Präs. Sing, do etagar 'is caught' O'Dav. Nr. 723,
doetegar S. M. IV 188, 8; Inf. titacht Wb. 25d 13, tetacht
Thes. I 496, 26. tittacht Atk. LBr. S. 924.
§840,8—12] Verbalverz. tiag-. 645
8) Mit fo-od- (füi-od-?): Prät. PI. 3. perf. forualatar
'have jumped' O'Dav. Nr. 819.
Mit in-od- (ind-od-) 'iiitrare': Präs. PI. 1. inotgam Ml.
96b 5; 3. inotgat 44c 22; Konj. PI. 1. inotsam 16a 16; Fut.
PI. 3. ni inotsat Wb. 33a 14; Prät. Sing. 1. perf. iiirualad sa
Ml. 142a 2; 2. hua-r-indualad su 93c 14; 3. inolaid 25a 21,
perf. inrualaid 71c 7; PI. .S. perf. inrüaldatar 62b 15, inrual-
datar, iiad r-indualdatar 24b 11; Inf. inotacht Wb. 33b 5,
Wi. 643. Die Erhaltung des Vokals des zweiten Präverbs in den
echt zusammengesetzten Formen ist nicht lautgesetzlich. Hierher
vielleicht noch intech 'Weg' iieutr. Thes. II 356, 13, Dat. intiuch
ML 140 a 1. Vgl. S. M. Gloss. 491.
Mit fo -ind-od-: Prät. Sing. 3. perf. foindarlid gl. subin-
trauit Wb. 3a 6.
9) Mit rem- 'vorausgehen': Präs. Sing. 3. remeteit S. M.
III 26, 23, remitet Sg. 17b 10, remi-ta-tet 197b 5, remteit
O'Dav. Nr. 1409; Konj. Ph 3. dian-d-remthiasat Wb. 5a 32;
Konj. Ipf. PI. 3. nad remthiästais LU 83b 27; Prät. Sing. 3.
remelluid gl. praeunte Ml. 132c 13; PI. 3. perf. ni remdechutar
Wb. 5a 30; Abstr. remthechtas Thes. II 356, 13, Sg. 215a 1.
10) Mit sechm- 'vorübergehen': Part, sechmadachtae,
sechmadachta 'Präteritum' ZE 989, Ml. 27a 6, b 1, 50 d 10,
62a 16, d 13. Daß das Präverb in der echten Komposition die
Form sechma- hat, ist eine sehr auffällige Unregelmäßigkeit; aber
trotzdem darf man kaum nach sechm- ein zweites Präverb suchen
oder sechm -ad-achtae analysieren.
11) Mit tarm- 'überschreiten, übertreten': Präs. PI. 3. tarsa-
tarmthiagat Thes. II 11, 39; Inf. tairmthecht Wb. 2c 18, 3c
29, Ml. 39a 17, 83b 11, Sg. 14a 7, 15a 4, 189a 7, 220a 8, Gen.
tairmthecto Wb. 3d 6, tairmtechta Ml. 74b 5, 7 (daneben
tairmthechtas Sg. 220a 9, 10).
12) Mit to- 'kommen' (to-tiag- wird taig-): Präs. Sing. 2.
dotheig LU 82b 9, vgl. YBL 118a 6; 3. doteit Wb. 2a 3. vgl.
22a 11, 25b 28, dotet Sg. 108a 3, Ml. 21c 3, vgl. 46a 7, ZfcPh.
VIII 175, toitet Thes. II 251, 6, 8, dutet Ml. 22b 1. Thes. II
240, 13, dotet Ml. 22 d 9, vgl. 46 a 12, 53 a 8, Sg. 158 a 3. nf
tait Ml. 109d 5, hi-tait 24d 30, cona tait 68d 5, ni täet Sg.
159a 3, vgl. 197a 4, frisa-taet 213a 10. ni taet Thes. II 253, 7;
PI. 3. tu-thegot (archaisch) Thes. II 247. 17, dotiagat Wb. 5a5,
vgl. 27a 27, dutiagat ML 45d 12, 103b 16, 111c 9; Ipf. PI. 3.
646 Verbal verz. tiag-. [§840,12
duteigtis 108b 1; Ipv. Sing. 3. tc^t LU 104a 13, 112b 48, 44b
36, vgl. 37, 47a 3, LL 260b 35, 62b 18, 96b 49, 102b 38, täit
sum 54b 14, toet Wi. 145, 7; PI. 2. täit Ml. 34a 1, 53c 13, vgl.
11, na tait Wb. 25c 14; Konj. Sing. 1. dutias Wb. la 7; 3.
do-thei 13a 12, näd täi Sg. 26b 7, ni tre YBL 92b 1; PL 2.
ceni thaisid Ml. 33b 15; 3. mana taesat som Rc. X 220, 6;
Konj. Ipf. Sing. 3. co-taised Ml. 121b 1, ara taised Rc. XI
450, 131; Fut.Sing.1. doreg Wb. 7d 15; 3. do-nd-riga 25a 38,
dorriga b28, dorega Ml. 28a 10, ni terga Wb. 17c 4, ni tirga
Ml. 121a 17; PI. 1. duregam 80d 10, ni tergam ni 107 d 11;
2. d-a-regaid 33b 15; 3. doregat 61a 13, 111c 14, durigat
106a 4; Prät. Sing. 1. dolud sa LU 25a 43 (-u- ist auffällig, da
man nur -o- erwarten kann); 2. dolod 122b 39, dollot Wi. 120,
16; 3. doluid Thes. I 493, 27, vgl. Ml. 55c 1, dulluid Thes. II
240, 14, 16; 241, 5; 242, 3, 7, duluith 11291,4, con-tulid Rc.
XI 450, 121, co-tulaid Wi. Täin S. 900^; PI 3. dullotar Thes.
II 240, 17, 24, dollotar 11320,3, con-tultatar 11240,25 (-It-
analogisch statt -Id-), dia tultatar Rc. XVI 63, 19. immä-
tullatär LU 107a 38 (-11- lautgesetzlich aus -Id-); Pass. Präs.
Sing, dotiagar Wb. 6a 29, Thes. II 292, 19, 20, dutiagar Ml.
101c 6 (zweimal), 116b 5; PI dutiagtar 106c 3; Konj. Sing.
dothiasar LU 68a 32; Inf. tuidecht Wb. 4c 23, 6a 4, 11c 21,
13a 20, 22b 5, 30d 17, Ml. 44b 1, 53d 9, 60a 10, vgl. 46a 17.
Im Mir. kommen verschiedene Neuerungen vor; der Dij^hthong -ai-
dringt aus der echten in die unechte Komposition: Präs. PI. 3.
dotha'gat Wi. 501; Konj. Sing. 2. to tais <s>iu LU 130a 25;
Konj. Ipf. Sing. 3. dotsesad YBL 42b 15 u. s. w.
Das perfektische Supplementverbum: Präs. Sing. 3. ni tuidecht
(zu lesen tuidchet) Ann. of Ulster 783; Konj. Sing. 3. do-da-
decha Thes. II 346, 8; PI. 3. dodechsat O'Dav. Nr. 627; Konj.
Ipf. Sing. 3. dodichsed Sg. 18a 4, vgl. S. M. Gloss. 219, o-tuid-
chissed Wb. 15c 16; PI. 1. o-tui<d)chesmais Ml. 93b 5; 3.
do-n-dichsitis 104c 5; Prät. Sing.l. dia-tuidched Wb. 10a 28;
3. dodechuid 17b 29, 24c 10, 27c 8, Ml. 16c 5, 46b 6, 126b 10,
Sg. 199b 1, vgl. 158a 4, du-n-dechuid ML 44b 1, co-tudchaid
LU5a26; PL 1. dodechommar Wb. 25al2, do-n-dechoramar
24c 17, dudechummar Ml. 111b 4; 3. du-n-dechutar 111c 14;
Pass. Prät. Sing, dodechas YBL 192b 51, Rc. XVI 63, 20,
cosa-tuidches Sg. 199b 1.
Mit air-to- s. 1 ° (in ni aurtet hat das Präverb to- un-
§840, 12. 13] Verbalverz. tiag-, 647
mittelbar nach dem Akzent seinen Vokal verloren und -th- + -th-
ist zu -t- geworden).
Mit ceta-to-: Prät. PI. 3. perf. ceta-thuidchetar 'welche
zuerst gekommen sind' Wb. 21c 5.
Mit com-to-: Präs. Sing. 1. otciig gl. coeo Sg. 144a 4, otaeg
Thes. II 228, 27; 3. cotaot 'begleitet' Monast. Tall. 154, 28 {-ao-
ist junge Orthographie für den air. Diphthong -äi-); Abstr. PI.
comthaitechta gl. coitiones Ml. 37c 7 (zu lesen corathai-
t(h)echta; com- analogisch statt co-).
Mit frith-to- 'widerstehen': Präs. Sing. 1. ni frithtäig sa
Thes. II 4, 31; 3. fristait Wb. 12d 39, 14a 13, Ml. 23c 11, ni
frittäit Wb. 31a 6; PI. 3. nad frithtasgat (zu lesen -taigat)
Ml. 17c 5 (oder ohne Korrektur zu saig-?); Konj. Sing. 1. fris-
täes 140b 6: 3. frestai 31d 6, fristäi Thes. II 357, 2; Konj. Ipf.
Sing. 1. fristaissinn s. unter 5°; 3. coni frithtaised Ml. 34a 8;
Prät. perf. PI. 3. fristuidchetar 67b 20, 22, fristui(d chetar
21c 2; Inf. frituidecht Sg. 21b 11, 189a 3, frithuidecht Ml.
16b 6 (Thes. frithtuidecht), frithuidecht 20b 2 (verunglückte
etymologische Schreibung), Gen. frithtuidechtae 25b 13 (statt
frituidecht erscheint tuidecht friss Wb. 6a4). Das nachtonige
-taig stimmt nicht zu dem, was unter air-to- bemerkt wurde.
13) Mit trem-: Präs. PI. 3. tremitiagat 'who transgress it'
Wb. 25d 14. Falls Thurneysen mit Recht statt tremiethait Ml.
43c 14 (oben S. 515) treme-thait liest, ist ein Kompositum mit
trem-to- anzusetzen.
Anm. Die 3. Sing, teit nir. teid ist aus *tegid entstanden; in
proklitischer Stelhing (vor einem Adverbium, z. B. im mach 'heraus, hin-
aus') hat diese alte Form das intervokalische -g- verloren (vgl. § 179, 1, 2);
die Form *teid hat sich nachher auch in betonter Verwendung festgesetzt
und hat vor einem mit s- anlautenden Augcns die Gestalt teit angenommen
l§ 289, 4 I 420). Die so entstandene Form teit drang einerseits auch in
die Komposita (näd chometig 7° ist der einzige Rest der alten Kom-
positalform), und andererseits diente sie als Vorbild für eine analogische
Umgestaltung anderer auf -d auslautenden Formen; die 3. Sing, des Ipv.
erscheint nur in der Gestalt toit (durch mir. Neubildung tiat, s. Wi.
821); die 2. PI. des Präs. und des Ipv. scheint dagegen nur teilweise von der
Neuerung erobert zu sein (vgl. fo,^r>tegid 4°, ooitgid 7^. imthigid 6°).
Die Form teit müßte sehr alt sein, wenn ni tait neben dotoit (12**)
mit den in §224 1324 besprochenen Vorgängen parallel wäre; die Stämme
-taig- und -tais- müßten in diesem Falle analogisch nach -tait gebildet
sein, da sie selbst die Bedingungen für die Entstehung eines Ersatz-
diphthonges nicht boten. Indessen läßt es sich nicht leugnen, daß auch
648 Verbalverz. tiag tin-. [§ 840 Anm.— 842
*-lto-t6it ^ -tait von den sicheren Belegen des Ersatzdiphthonges er-
heblich abweicht, einerseits durch die Silbenzahl, andererseits durch die
auffällige Qualität des Diphthonges. Vielleicht ist daher eher anzunehmen,
daß etwa ein Ipv. Sing. 2. *totheig in proklitischer Verwendung über
*tatheig durch Schwund des -th- nach § 179, 1 zu *täig (zufälliger-
weise nicht belegt) geworden ist, und daß der Diphthong sich von einem
solchen Ausgangspunkt aus weiter verbreitet hat.
Zu tiag- gehört aus dem Brit.: c. mor-dwyo 'to go by sea', mor-
dwy 'seafaring', mbr. mor-deiff 'naviguer', nbr. mer-dei (das c. Wort
hat idg. -ei-, das br. Wort idg. -/-); gall. Moritex MN (Osthoff, ZfcPh.
VI 430); c. mor-daith 'voyage" ; — c. taith 'Eeise', br. tiz 'Eile', corn.
toyth 'Eile' (das c. und das br. Wort haben idg. -i-, das im C. nach § 258
behandelt worden ist; das corn. Wort hat idg. -ei-, vgl. c. twyth 'elasti-
city, celerity'; dagegen mag c. tuth 'canter, trot' anderswohin gehören;
es könnte nur unter dem Ansatz einer idg. Alternationsstufe -oi- hierher
gezogen werden). Präverbzusamraensetzungen: c. ar-dwyo 'to govern'
(vgl. ir. 1°); — zu ir. 4° stellt J. Lloyd Jones, ZfcPh. VIII 242 ff. c.
cynh-or-thwy (cynnorthwy), mc. canh-or-thwy 'Hülfe' (canh- =
ac. cant); anders § 364, 2 S. 16; — zu ir. 5° gehört vielleicht c. gwrtaith
'Dünger'; — c. ymdaith 'to travel', mc. ymdeith (über die finiten For-
men s. oben S. 453; über mc. ymeith 'fort' s. I 484), cyd-ymdaith
'companion', mc. canh-ym-deith 'company' (J. Lloyd Jones 1. c. S. 248;
vgl. Silvan Evans S. 676). Vgl. noch Osthoff, ZfcPh. VI 423.
Ir. tiag- gehört zu gr. axstxta u. s. w., ir. Fut. regaid zu gr. eQX°-
fxtu (oben S. 360), ir. luid zu gr. riXvds (oben S. 378), ir. Inf. dul wohl
zu alb. dal 'ich gehe heraus'. Ir. ducuaid 'ist gegangen' gehört (mit den
Präverbien di-com-) zu lat. uädö" 'ich gehe', ahd. watan 'waten'; die
Präsensformen und die Konjunktivformen deuten allerdings auf eine -e-
Wurzel, können jedoch analogisch (nach fed- §718) gebildet sein; vgl. auch
S, 379'; das di- einiger Formen und der Schwund der Endung in Konj.
3. Sing, -dich deutet vielleicht darauf, daß auch Vermischung mit di-cid-
eingetreten ist, das oben S. 491 mit einem vorantretenden weiteren Präverb
(to-di-cid-) belegt ist, das aber vielleicht auch in den Re. XI 457 be-
legten Formen (dichet 'who passes', fo-s-dichet 'approached her' (Präs.),
f-an-dichet .i. cotmescae fris 'mixes with it') steckt, in denen ich einen
perfektischen Begriff nicht entdecken kann.
§ 841. tib- 'lachen' (-i-Stamm): Präs. Sing. 1. ni thibiu;
3. tibid, ris-tib; PI. 3. tibit; Prät Sing. 3. ni ro-thib Wi.,
Wi. Täin.
Mit fo-ad- '(verhehlt) lachen' : Prät. Sing.3. fo-r-aitbi Thes.
I 488, 24, fäitbestär (mit junger Endung) Wi. 537.
Mit com- 'verlachen, verspotten': Fut. Sing. 3. contifea Ml.
17a 3; Prät. PI. 3. peri. o-ai-ttibset llOd 2; Inf. cuitbiud
44c 8, 86a 11, vgl. Thes. I 4, 34. Vgl. Wi. 458, K. Meyer 483.
§ 842. tin- 'zusammenschwinden, verschwinden': Präs. Sing.
§842.843] Verbal verz. tin-, tle-n-. 649
3. tinaid gl. euanescit Sg. 4b 6. Das -n- ist wohl präsensbildend
(vgl. oben I 89; die außerprüsentischen Formen mit festem -n- bei
Wi. 825 können mir. Neubildungen sein); vielleicht wurden die außer-
präsentischen Formen ursprünglich von ded- § 702 gebildet; die
paradigraatische Assoziation der beiden Verba könnte dann an dem
-t- von no-tedmais Ml. 131c 4 (§ 702) Schuld sein; vgl. auch
Prät. Sing. 3. ro-tetha Fei. Prol. 193. Das Subst teidm 'Pest'
"Wi., S. M. (vgl. teidm-lenamnachu gl. pestilentes Ml. 15a 9), Dat.
tedmaim gl. tabe, aegrotatione Ml. 15b 7, 49a 4, 58a 18, 123c 3,
Gen. tedma, PL Nom. tedmanna, tedmand, Gen. tedmand
Wi., S. M., Wi. Täin, das hierher zu gehören scheint, kompliziert
die Beurteilung durch sein altes t-; vielleicht ist jedoch auch in
diesem Worte das t- in analogischer Weise entstanden, hat sich
aber deshalb früher festgesetzt, weil die Nomina günstigere Be-
dingungen als die finiten Yerbalformen für die Verwechselung von
Tenuis und Media im Anlaut boten (vgl. § 338).
§ 843. tle-n- 'wegnehmen, stehlen*: Pass. Konj. Sing, dia
tlethar O'Dav. Nr. 1529; Abstr. tlenamain Nr. 1553.
1) Mitdi-: Präs. Sing. 3. dotlean 'drivesoff' S.M. V466, 6;
Abstr. dithle 'stealing' S. M. Gloss. 257 Z. 16, 21.
2) Mit ess- (in-?): Abstr. etla S. M. II 360, 18. vgl. das
Gloss. unter etlo. Zur Konsonantengruppe -k-t- s. § 849. 3.
Mit fo-ess-: Präs. Sing. 3. rel. foetlas (mit Simplexendung)
S. M. V 462, 14; Pass. Präs. Sing, foetlaither 'are camed off'
V 318, 23.
Mit to-ess-: Abstr. ar tetlo 'for theft' O'Dav. Nr. 1553 (die
daselbst vorkommende finite Verbalform doetlo ist mir unklar).
3) Mit fo-: Präs. Sing. 3. futlen. fo-da-tlean S. M. IV
314, 25, V 462, 3; Konj. Sing. 3. fo-da-ro-thla IV 198, 18, 23;
Pass. Konj. Sing, fotlethar O'Dav. Nr. 847; Abstr. fothla 'deli-
berate trespass on land' S. M.
4) Mit to-: Abstr. tothla 'act of going away or carrying off
secretly' S. M. Gloss. 731 (die Schreibungen toethlo, toetlod
beruhen wohl auf Kontamination mit 2°).
Anm. tle-n- ist *ti-na-; es gehört nach Atkiuson, S. M. Gloss. 731
und Strachan, Rc. XXVUI 196 zu lat. tollö. Näher liegt jedoch ahd.
stelan 'stehlen'; auch ir. sleith 'cohabitation had by stealth with a
woman without her knowledge' S. M., Aisl. gehört hierher (vgl. i n-a
sleith .i. i n-a hetlo S. M. V 274. 4) und ist der alte Inf. des Simplex
(die üblichen Infinitive sind Analogiebildungen nach le-n- u. s. w."!. Auch
teol 'Dieb' ließe sich, auf *tdlu- zurückgeführt, hierher stellen. Mit to-
650 Verbalverz. tluch- — töid-. [§844-846
eil- § 711, 7 ist tle-n- zwar synonym, aber nicht verwandt (es gibt im
Ir. kein telo 'Dieb' oder tall 'Diebstahl': ein verschriebenes Schlagwort
bei O'Dav. Nr. 1556 und ein konstruiertes Schlagwort bei O'Cl.)-
§ 844. tluch-. 1) Mit ad- (und dem Obj. buidi, beim
Inf. Gen. buide) 'danken': Präs. Sing. 1. atluchur "\Vb. 3b 19;
3. atluchedar Ml. 128c 3; Ipv. Sing. 2. atlaigthe Tbes. II
318, 5; PI. 2. atligid AVb. 27b 24; Fut. PI. 1. atluchfam 17a 2;
Prät. Sing. 3. atlucbestar Monast. Tall. 150, 17; Inf. attlugud
Wb. 27a7, c 2, 28c 19, adtlugud 18, atlogud 17a 3, atlugud
Thes. I 488, 20, PL Nora, atligthe Wb. 14c 5, int atlaigthi
buide (zu lesen ind atlaigthi) Ml. 36b 19 (nir. altughadh).
2) Mit to- 'bitten': Präs. Sing. 1. duttluchur Thes. II 228,
30, du-n-tluchur Ml. 74d 3, du-n-thlaichiur sa 44c 20,
duthluchim se 71c 20; 2. ara-todlai<g>ther 32a 5; 3. duth-
luchedar 38d 1, dotluichethar 36a 28, d-a-thluchethar 30a
10; PI. 3. du-thluchetar 85d 5; Konj. Sing. 1. duthlucher
49d 10, todlaiger sa 38c 22 (§ 552, 5 S. 249); Konj. Ipf. Sing.
3. duthluich<ed> 124d 9; Prät. Sing. 3. dotluchestar Thes. II
339,3, nad-ro-todlaigestar M1.124d9; Part, todlaigthe 21b3;
Inf. todlugud 38c 16, 71a 2, 97d 10. Über das -th- in einigen
Formen, in denen keine Lenition zu erwarten war, vgl. I 131.
Anttl. Vgl. c. adolwyn 'bitten', Präs. Sing. 1. adolygaf (§ 634, 14
S. 413, I 333); erdolygu, erdolw.g 'to beseech' (dagegen wird adolwch
'prayer' anderswohin gehören, vgl. golwch "worship', diolwch 'thanks',
wovon wiederum iolwch 'grateful praise' wegen ioli 'to praise' abr. iolent
gl. precentur [vgl. Loth, Vocabulaire S. 164] zu trennen sein wird). Zur
Etymologie vgl. I 43.
§845. toc- 'als Schicksal verhängen, bescheiden': Pass. Konj.
Sing, ro-m-thoicther sa, mani-m-ro-thcaither sa Thes. II
293,6; Abstr. toceth 'Schicksal, Glück' Thes. II 47, 26, 11362,28,
jünger tocad Ml. 35d 22, togad 39c 16, Gen. tocaid Thes. II
295, 3.
Anm. Vgl. mc. Präs. Sing. 1. tynghaf oben S. 827, 17; Pass. Präs.
ry-dighir, ry-dyngir § 575, Ic; Pass. Prät. ny ry-tyghit Skene II
181, 10 v.u. (die richtige Deutung der Dichterstellen hat Loth Rc. XXIX, 30
und 59 gegeben); Abstr. tynghet 'Schicksal, Glück', nc. tynged; mbr.
tonquaff 'predestiner', nbr. tonka. Der Nasal ist ursprünglich präsens-
bildend; s. die Etymologie I 151.
§ 846. töid- mit ad- (aith-?) 'glänzen': Präs. Sing. 3.
astöidi Sg. 24a 15, vgl. Wb. 12b 28 (gl. tinniens; richtig?). Ml.
40c 15, 115d 3 (gl. innotescente); PI. 3. astoidet 2a 14, gl. tur-
gent Thes. II 362, 7, vgl. II 47, 10; Ipf. PI. 3. (bolca finda
§846.847] Verbalverz. t<3id-, tois-. 651
sön) astoitis (for corpaib iniia n-doine) gl. (pro uesicis can-
dentibus) quae (in hominum corporibus) erumpere Ml. 99a 4; Ipv.
Sing. 3. attöided gl. innotescat 56c 3; Part, attoita^ Sg. 60a 9
(Weiterbildung attoitech 'glänzend' Ml. 40d 4, vgl. 20d 7); Inf.
atoidiud Ml. 85c 5.
Anm. Einen Konj. Sing. 3. sucht Thes. nach ThurneyBen in co äis
tua^the Ml. 131d 15, worin dann eine Übersetzung des ut .. praeluceat
des lat. Textes zu sehen wäre; es kann sich aber ebenso gut um einen
Zusatz zum lat. Texte handeln, vgl. aes tuaithe 'die Laien' Wb. 28b 32,
ois tuaithe 16d 7.
Zupitza, ZfcPh. III 281, und Stokes, Eriu II 161, stellen ir. toid- zu
c. tywydd 'weather'; -oi- aus -otci- ist nicht lautgesetzlich, da der zweite
Vokal in einer Binnensilbe schwinden mußte; es läßt sich aber als Ana-
logiebildung erklären, wenn man in dem Worte ein Kompositum *t>-wid-
sieht (zu lat. uidere, also eigentlich "sichtbar sein"). Die von Stokes
angeführten Simplexformen (Präs. Sing. 3. toidid u. s. w.) sind wohl
nicht alt.
Oben I 325 habe ich ir. att gl. tuber (Sg. 61b 16, Thes. II 250, 11;
249, 5, 8, Kc. II 399"*) zu astoidi gestellt, und dafür scheint auch Ml.
99a 4 zu sprechen (dagegen äußert sich Thurneysen, IF Anz. XXVII 15).
Es ist dann zu erwägen, ob nicht mit *tu-wtd- 'sichtbar sein' sich eine
Ableitung der Wurzel *teu- (skr. tacjti I 178) gemischt hat. Es könnte
sich um eine Bildung wie lat. andere, gaudcre handeln; zur Bedeutung
vgl. lat. tuber, dessen -h- schließlich auf -dh- zurückgehen könnte.
§ 847. töis-, tuais- (Sarauw, Irske St. S. 64). 1) Mit
air-: Präs. Sing.3. ar-da-tuaissi 'hears' Ml. 129b 2, ar-a-tuaisi
*who perceives' (eher doch wohl 'welche dazu schweigt") S. ]M. V
272,5, fortuisi[m] 'lauscht, hört schweigend zu' IV 356, 17; Konj.
Sing. 2. ni erthaisse siu gl. ne tacueris Ml. 126d 11; Fut. PI.
3. artüaisbet 'will be silent' b 12; Inf. erthu asacht gl. taceri
Sg. 138b 8, urtuasacht S. M. V 274, 9, aurthuasacht LU
88 b 28. Vgl. K. Meyer 132.
2) Mit com- 'zuhören, horchen': Präs. Sing. 3. contuasi K.
Meyer 484; PI. 3. contöiset, contüaset Wi. 447, risa-coistet
Wi. 438 (zu -st- aus -ts- vgl. oben I 4881'.); Ipv. Sing. 2. coiste
Salt. 1151 (§ 598 Anm. 5); Konj. Sing. 3. di<a> coitsea Wb.
13a 10; PL 2. ni coitsi (= -sid) 17b 32; Konj. Ipf. Sing. 2.
dia coistithe LU 43b 35; Fut. PI. 3. ona coistifet LL 188c 14;
Prät. PI. 3. otüasiset LU 19a 26f.; Inf. coitsecht Wb. 13a 14,
Ml. 48 a 11.
3) Mit in- 'hören': Ipv. PI. 3. eitset Wb. loa 11; Pai-t.
eitside gl. audibile Ml. 136a 9; Inf. eitsecht 20a 2, 21b 11,
652 Verbalverz. töis to-n-g-. [§847,3-849,3
AVb. 18c 11, vgl. Ml. 24a 18, 53c 18, 122c 2, Gen. eitsechtae
70a 2, etsecte Wb. 18c 11.
Mit fo-in- 'mit darunter verstehen': Pass. Präs. Sing, foeit-
sider Ml. 34d 5; Inf. foeitsecht 114a 17, foitsecht 23a 7,
föetsecht Sg. 69a 13, foetsecht 27b 2.
Anm. Gehört zu tö 'still, schweigend" 155. Vgl. c. an-daw 'horchen',
Prät. Sing. 1. endewais, 3. endewis (Richards); c. gwr-au-daw ds.,
mc. auch gwar-an-daw (aus diesen c. Formen ist wohl zu folgern, daß
im Ir. das Präverb in- ein älteres ind- verdrängt hat); c. gorthaw 'to
be silent', vgl. J. Lloyd Jones, ZfcPh. VIII 243 (vielleicht zu ir. 1° zu
stellen; ob das Ir. oder das C. das ursprüngliche Präverb erhalten hat,
bleibe dahingestellt).
§848. toi -n- 'gefallen': Präs. Sing. 3. rel. tolnathar Monast.
Tall. 134, 19; Konj. Sing. 3. ra-tholathar LL 171a 3; PI. 1.
ro-n-tolomar Thes. II 304, 3; Prät. Sing. 3. ru-t-tolnastair
Rc. XI 446, 65.
Zwischen -1- und -n- ist ein Vokal geschwunden; das Verbum
gehört zu toi 'Wille' und ist moiphologisch mit foln- § 729
parallel. Unter dem Einfluß der -n-losen außerpräsentischen For-
men ist später ein -w-loses Präsens gebildet worden: Sing. 3. ni-
m-tol-ann Wi. 123, 9.
§849. to-n-g- 'schwören' (vgl. § 569): Präs. Sing. 1. tongu
Wi. 838; 3. mit Objekt toingth-i O'Dav. Nr. 160, rel. toinges;
PL 3. na-tongat (na 'was' § 541, 3) Wi.; Ipf. Sing. 3. no-thon-
gad, do-d-fongad (vgl. § 554 Schluß) Ml. 36a 20, 21; Konj.
Sing. 2. ni thois LBr. 261a 8; 3. -tö; PI. 3. -toisat O'Dav.
Nr. 1588; Konj. Ipf. Sing. 3. tara-toissed Wb. 33 d 10, perf.
dara-do-ch-taised Ml. 78a 4; Fut. Sing. 2. ni tithis O'Dav.
Nr. 1588; Prät. perf. Sing. 3. ducuitich Ml. 78a 6, ducuitig
Wb. 33d 10; Pass. Fut. Sing. titsait<h>er O'Dav. 1. c; Inf. luge
gl. iurare ZfcPh. VII 482, vgl. S. M. IV 192, 9, AVi. unter eithech.
1) Mit com-: Abstr. cot ach 'a covenant' K. Meyer.
2) Mit di- 'to deny': Präs. Sing. 1. dothuiig LL 55a 12;
Prät. Sing. 3. do-ru-thethaig 'hat verloren' Thes. I 485, 24; Pass.
Ipv. Sing, dito n gar K. Meyer 662; Abstr. dithech S. M.
3) Mit es s- 'abweisen': Präs. Sing. 3. astoing O'Dav. Nr. 139,
istoing S. M. Gloss. S. 82f.; Konj. Sing. 2. ni ettis Wi. 214, 1;
3. istoo, asto O'Dav. Nr. 139, 1527; Pass. Prät. perf. Sing, ad-
cui-techt K. Meyer 19; Inf. eitech O'Dav. Nr. 139, 1527, S. M.,
nir. eiteach. Da das e- von eitech km'z ist und das -t- ein -t-
bezeichnet, so kann kein anderes Präverb als das sinngemäße
§849,3—8.850] Verbalverz. to-n-g-, tracc-. 653
ess- angesetzt werden. Man wird also anzunehmen haben, daß
-k-t- in der Kompositionsfuge anders als das -kt- im Wortinnern
behandelt worden ist; vgl. dazu, was oben I 477 über -k-d- in der
Kompositionsfuge im Gegensatz zum -gd- im Wortinnern bemerkt
worden ist.
4) Mit air-fo- 'to swear an oath in proof of a statement':
Präs. Sing. 3. rel. urtoingeas S. M. (die echt zusammengesetzte
Form ist als Simplex behandelt worden); Abstr. urthach, aur-
thuch, airthiuch S. M. Gloss. S. 779, S. 45.
5) Mit for- 'to swear, to give evidence': Präs. Sing. 3. for-
toing S. M.; Fut. PI. 3. fortithsat O'Dav. Nr. 1588; Pass. Präs.
Sing, fortongar S. M.; Abstr. fortach 'act of attesting, proving'
S. M.
6) Mit frith- 'abschwören': Präs. Sing. 3. fristoing O'Dav.
Nr. 872; PI. 3. fristongat S. M. V 420, 15; Konj. PI. 1. fris-
tossam Thes. II 245, 9; Abstr. fretech neutr. gl. renuntiationera
Ml. 65d 3, freitech O'Dav. Nr. 872, S. M., PI. Dat. frit ch.ib
Ml. 44 c 14.
7) Mit imb- 'to make oath (rautually with another?)': Präs.
Sing, 3. im-a-toing; Konj. Sing. 3. imtö; Abstr. imthach S. M.
8) Mit fo-od- 'zurechtweisen': Prät. Sing. 3. fo-r-uatig
Eriu II 222, 13.
Anm. ei-thech 'perjury' "Wi. 520, S. M., Gen. eithich Ml. 36a 22
enthält das Präverb *epi-, das ich auch in ia-d- (§ 750) gesucht habe;
zur Bedeutung vgl. gr. Im-oox^u) 'schwöre falsch'. Anders Marstrander,
Eriu y 205.
Vgl. c. tyngu 'schwören', com. Präs. Sing. 1. tof, 3. to, Prät. Sing.
3. toys, Abstr. ty 'Eid' M. C. 85 (geschrieben tye 'schwören' Gwreans
an bys 1629), mbr. Inf. toeaff, nbr. toui; vgl. I 106. Com. ty entspricht
dem ir. -tech aus *tego-m.
Über ir. luge s. I 98.
§ 850. tracc- mit di-fo- (bei unechter Komposition des
ersten Präverbs oft di -di-fo-) 'wünschen': Konj. Sing. 1. dodu-
thris Wb. 20b 9, dofuthris se 32a 9 (das offenbar mouilherte -s
statt des erwarteten gerundeten -s ist auffällig; eine alte Optativ-
form wie lat. ausim?); 2. ni düthrais Thes. II 291, 10; PI. 3.
dutairsetar Ml. 56c 7 (wohl verschrieben; etwa \du)dut\h^air-
setar); Konj. Ipf. Sing. 3. nad duthrised Wb. 4d 17; Fut. PI.
3. du-n-futharset Ml. 54a 28; Prät. (meist mit Präs.-Bedeutuug)
Sing. 1. d-a-duthraccar, dian-duthraccar sa W^b. 14b 6; 3.
du-d-futharcair 'wünschte' Ml. 52; PI. 3. doduthractar Wb.
654 Verbalverz. tracc tuig-. [§850—852
26b 1, dofuthractar 20c 23, clufutharctar 'sie wünschten'
Ml. 49a 17; Inf. düthracht Wb. 16c 18, 23a 23, duthracht
16a 10, c 1, 13, d 3, düdract 3b 21, Dat. duthracht 22d 4,
27c 10, Ml. 43c 8, Gen. duthrachtan 55a 17; PL Nom. Akk!
duthrachta 49c 7, 61b 6, Dat. duthrachtib 44b 33, Gen.
duthracht 54a 8, 56b 24.
Mit cain-di-fo-: Abstr. cainduthracht 'good will' Wb.
23b 15, 20.
Mit mi-di-fo- 'übel wollen': Konj. Sing. 3. midüthrastar;
Prät. (mit Präs.-Bed.) Sing. 3. raidüthracair Thes. II 356, 19
mit Fußnote; Abstr. miduthracht Wb. 20b 12, vgl. Ml. 49a 18a,
79a 5, PI. Akk. miduthrachta 61b 27.
Anm. Die ursprüngliche Qualität und Quantität des Wurzelvokals
läßt sich nicht ermitteln; ebenso wenig der genaue phonetische Wert des
-cc- {-g- oder -k-). Man vergleicht aengl. p ring an, ahd. dringan 'dringen',
got. prvihan 'bedrängen' (an. pryngua 'drücken' mit suffixalem -u-, s.
Zupitza, Die germanischen Gutturale S. 71).
§ 851. trec- 'verlassen' hat im Mir. regelmäßige Flexion:
Fut. Sing. 1. noco-treciub Wi. Täin 1661; Prät. PI. 3. ro-
threicset S. M. I 46, 20; Inf. trecud LU 52b 2 (trecun Wi.
Täin ist eine jüngere Form, die wie mir. lecun 'lassen' nach dem
Muster von orcun § 791 gebildet ist; eher könnte treic Wi. Täin
S. 509* alt sein). Ob das Verbum auch im Air. regelmäßig war,
ist zweifelhaft, da Konj. Ijjf. PI. 2. nö-tresstse Wb. 9 b 19 trotz
Sarauw, Irske St. S. 136 (der unter Berufung auf das folgende
onach-digtith 'sodaß Ihr es nicht gegangen seid' no-tesstte
lesen will) schließlich richtig sein könnte i; auch kann das Kom-
positum Part, dithrechthe gl. amissa Ml. 34a 25 ebenso leicht
in dithrecht[h]e wie in dithrec[h]the korrigiert werden.
Anm. trec- geht auf *trnq- zurück; vgl. c. trengu 'to end, to ex-
spire' (Präs. mc. trengid, ni threing oben S. 338 Z. 6), tranc 'cessa-
tion, end, death'. Kann, wie Stokes, Sprachschatz 136, annimmt, zu tracc-
(§ 850) gehören und zwar (da die von Stokes konstruierten Grundformen
teils unrichtig, teils wenigstens unsicher sind) geradezu damit identisch
sein.
§ 852. tuig- 'decken': Präs. Sing. 3. tuigither (zu lesen
-thir) Trans. Phil. Soc. 1891—94 S. 533 (= Rc. V 201, 2 v. u.).
1. Daß nicht dasselbe Verbum in einer derartigen Stelle wiederholt
zu sein braucht, beweist cid toi dö airbert biuth inna tüare nach-
thoimled 'though he have a desire to partake of the foods let him not
so partake' Wb. IIb 18.
§852.853] Verbalverz. tuig-, tuil-. 655
rel. tuigethar Corm. Transl. 158, 2 v. u. (vgl. Trans. Phil. Soc.
1891—94 S. 5002); Prät. Sing. 3. ro-d-toig Thes. II 294, 14;
Inf. tuige Wi. Täin (auch 'straw, thatch' S. M.), tuga Wi.
1) Mit for- 'bedecken': Präs. Sing. 1. fortugiin Thes. II
42, 11; 3. for-da-tuigithar LU 105b 44, ar-da-tugethar 81a
11, ar-da-tuigethar LL 78b 32 (vgl. Trans. Phil. Soc. 1891—94
S. 510-1, 5002); Pass. Präs. Sing, fortuigthir (statt -ther) Salt.
8192; Gerundiv fortgaidi Ml. 90d 2; Abstr. fortcha, fortga
'Decke' Wi., Wi. Täin.
2) Mit imb- 'umhüllen, decken': Präs. Sing. 3. im-da-tuige-
thar LU 95b 25; Abstr. imthuge Wb. 6b 3, 22a 29.
Mit to-imb-: Abstr. timthach 'surrounding garment' S. M.,
O'Dav. Nr. 1500.
3) Mit in- gl. induere, uestire: Fut. PI. 3. intuigfet Ml.
121c 9; Pass. Präs. Sing, intuigther Thes. II 228, 26, indtuig-
ther Sg. 143b 3; Konj. Sing, intoichther Wb. 13d 20; Abstr.
etach neutr. 'Kleid' Thes. I 489, 29; 490, 36, Wb. 18a 10, 32c
10, vgl. 24d 14, 27b 16, 29a 11, 32c 11, Ml. 120d 2, Dat. etuch
90d 3, Gen. «tich, a3tig AVb. 29b 13, 12b 3, etaig Ml. 54d 4,
144c 7 (daneben mil etgudo '"Tier der Kleidung" 'Laus' ZfcPb.
VII 484).
Anm. Die richtige Etymologie von etach hat K. Meyer, Fianaigeeht
103, erkannt. Mit Unrecht habe ich oben S. 30 das -ach als suffixal be-
trachtet. Eher ist et- 'kleiden' (§ 715) irgendwie aus in-tuig- oder aus
einem neben tuig-, Konj. toga- stehenden *teg-, Konj. *tes- mit in-
(Konj. Sing. 3. *-eit) entstanden.
Vgl. c. corn. br. to 'Dach' I 97 (wo auch die auswärtige Etymologie
angegeben ist); c. toi 'to thatch', corn. ty, br. tei; c. gor-tho 'roof,
gor-thoi 'to Cover over'; c. am-do 'a covering, a wrapper", am-doi 'to
enwrap, to shroud'. Das brit. to entspricht dem ir. -tach, -thach.
§ 853. tuil- 'schlafen': Konj. Sing. 1. co-ro-tholiur (die
Endung ist jung); Prät. Sing. 3. toilis Wi. Täin; PI. 3. tuilsitir
Wi. 856.
Mit com- 'schlafen': Präs. Sing. 1. ni chotlu LL261a40, 42
(der Verlust der Mouillierung kann in dieser Form nicht lautgesetz-
lich sein), noco-chatlaim 204b 30; 3. contuli Wi. 856; PI. 1.
contuilem K. Meyer 484; 3. otulet som LU 25a 27, otolat
Hib. min. 71, 18 (schwerlich eine alte Form); Ipf. Sing. 3. con-
tuiled Wi. 130, 24; PI. 1. otulmis LL 84a 37; Konj. Sing. 1.
co-ro-chotlur Wi. 450 (die Endung und das perfektische ro- be-
ruhen auf Neubildung); 2. (mit perf. -ad-) co-comt[h]ala LU
656 Verbalverz. tuil-, tuit-. [§853.854
68b 22; Konj. Ipf. Sing. 3. perf. co-comt[h]olad LL 269b 11;
Prät. Sing. 1. contolus (s)a K. Meyer; 3. contuil K. Meyer,
Thes. II 327, 14, perf. o-a-til Wb. 29 d 15, con-a-til Eriu II
222, 27, con-a-tail, con-a-ttail; PI. 3. contolsat, perf. con-
a-tuilset, co-comtalsatar K. Meyer; Inf. cotlud Wb. 25b 18,
c 12, Ml. 95a 6, d 13, 100a 10, 135a 13, Gen. cotulta Wb.
25c 12.
Anm. Das im Mir. ziemlich regellose Schwanken zwischen -u- und
-0- war wohl ursprünglich ähnlich wie bei cuir- u. s. w. geregelt (Präs.
tuil-, Konj. tola-). Gehört wohl zu got. pulan 'dulden', gr. tItjvcu 'er-
tragen', lit. tyleti 'schweigen' u. s. w.
§ 854. tuit- 'fallen' (vgl. Sarauw, Irske St. S. 57ff.; Thur-
neysen, KZ XXXVII 119; scheint mir ein ursprünglich unkom-
poniertes Verbum zu sein, in" dessen Paradigma Formen mit to-
oder doppeltgesetztem to- [§ 554 S. 250] eingedrungen sind; nach
dem proklitischen to- wird im jüngeren Air. und im Mir. der An-
laut t- des betonten Wortstückes analogisch in f- verwandelt; das
Prät. wird von einer anderen Wurzel gebildet): Präs. Sing. 3.
dotuit Sg. 71a 9, do-thuit Wb. 4d 15, dufuit Thes. II 293,
21, fora-tuit som Wb. 4d 15; PI. 3. nad tutet Sg. 50a 7;
Konj. Sing. 1. perf. do-ro-thuus (s)a gl. decidam Ml. 23c 23;
2. co-täthais do suan 7 do chotlud 'damit du deinen Schlaf
und Schlummer schlafest' (eig! "hinfallest") Wi. Täin 1836; 3.
arna-tta Monast. Tall. 159, 35 (jedenfalls eine entstellte Form;
lijan erwartet arna*toth); PI. 1. perf. na to-r-thissem Wb.
32c 16; PI. 3. dotodsat Ml. 124d 12, arna todsat 118a 12,
perf. arnä to-r-thaiset S. M. IV 318, 20; Konj. Ipf. Sing. 1.
dotodsinn Ml. 131b 7; 3. perf. dorötsad LU 59a 23; PI. 3.
con-do(d)sitis Wb. 5b 11 (die Erhaltung des Vokals der zweit-
letzten Silbe beweist, daß vor dem -s- ein Vokal geschwunden ist;
dadurch wird die Ergänzung des (d> unvermeidlich); Fut. Sing. 3.
dotöeth Thes. II 248, 8, dof^eth LL 120b 54, 55, dofaeth S. M.
I 142, 2 (als Konj. verwendet), co-taith Goid.^ 105, 3, vgl. 4 (als
Konj. verwendet); PI. 3. do-thoetsat LL 249a 40, doföethsat
Wi. 70, 12, cia thoetsat, cia taethsat 'wer fallen wrd' 98, 9
mit Fußnote (vgl. § 587, 6 S. 304); Kondit. Sing. 3. dofäithsad,
dofeethsad LL 121a 25, 52, co-tffithsad Fel.i LXXV 29 (als
Konj. Ipf. verwendet); PI. 3. arna taetsatais Anecd. from Ir.
Manuscripts I 75, 16 (als Konj. Ipf. verwendet), co tsetsaitis LL
79 b 9 (weitere Belege des Fut. und Kondit., zum Teil in konjunk-
§854, 1— 4J Verbalverz. tuit-. 657
tivischer Verwendung, bei Wi. Täin S. 962 und S. 1049); Prät.
Sing. 1. perf. co-to-r-char Trip. L. 124, 25; 2. perf. hi-to-r-
char LU 73b 30; 3. docer, d-a-cer Thes. I 493, 26, 29, perf.
do-ro-chair I 485, 27, Sg. 29a 8, b 7, do-ro-cboir Thes. II
236, 27, na to-r-char Ml. 34c 14; PI. 3. dece[u]rtar, docer-
t[h]ar ZfcPh.III 253, 12, docerddatar Rc. XIII 50 (die Endung
beruht auf Kontamination von -tar und -atar, s. Thurneysen,
Handb. S. 401), perf. do-ro-chratar Ml. 36d 13, vgl. 91c 18,
con-torchartar Thes. II 242, 1; Pass. Präs. Sing, to tuiter,
hi-tuiter, asa-tuiter, näd tuiter Sg. 71a 14, 11, 12, 13; Inf.
tothim Wb. 5b 10, tothaim Ml. 131b 4, PI. N. A. tot(h)man
19d 4 (tathara 'Schlaf, Tod' Wi. IV 2). Mittehrische Neubildungen:
Praes. simplex Sing. 3. tuitid, Fut. Sing. 3. tuitfid, Inf. tuitimm,
s. Wi. und S. M.; nir. tuitim 'ich falle', Inf. tuitim.
Zusammensetzungen: 1) Mit to-air-: Abstr. taurthim, taur-
taim 'nurabness' 'swoon, trance' Eriu II 222, 1 v. u., Monast. Tall.
155, 15, tairthim 'death' Wi., torrthaim 'accident', torrthaim
suain 7 cotalta 'a fit of sleep and slumber' Wi. IV^, trom-
thairthim süain 7 chotulta Wi. Täin S. 1051. Neugebildete
finite Formen bei Wi. Täin S. 238^.
2) Mit com-: Präs. PI. 3. otui'tet gl. concidentibus Sg. 205a 4
(wohl eine künstliche Bildung); Konj. PI. 3. contotsat gl. con-
ruere Ml. 16 a 19; Prät. perf. PI. 3. conto-r- ehr atar gl. conci-
derunt 48c 28; Abstr. cutuim 'Fall' Ml. 91c 19, cutdim gl. ruina
ZfcPh. VII 483. Vgl. neph-chutmaide gl. illapsum Ml. 89 d 4.
Über c. cwdwm, codwm vgl. I 24.
3) Mit di-: Präs. Sing. 3. darsann-dithat cenn .i. dara-
tuitend cend S. M. V 398, 12, 20, vgl. V 400, 2, 3 (zur Kon-
struktion vgl. § 539, 2), entstellt arn-dithet II 126, 16; Konj.
Sing. 3. perf. do-ro-th O'Dav. Nr. 1382, vgl. 1391, S. M. V 378, 6,
entstellt doroith II 14, 31, de-ro-th V 384, 1 (wie betont?),
mani de-ro-th V 378, 5, frisann-de-ro-th V 420, 8; PI. 3.
perf. daran-de-r-taiset cenn V 390, 2 v. u.; Abstr. dithim
'delay' S. M. Gloss. 255.
4) Mit etar-to-: Abstr. etarthothaim gl. interitus Ml.
40d 6, 61b 17.
Anm. Das von mir als Simplex angeführte Verbum enthält im Inf.
to-thira und im Stamm des Konj. -to-ds- und des Fut. -toeths- (mit
Ersatzdiphthonf? nach § 224 I 3241 das Präverb to-; dajxegen steckt im
Präsensstanim -tuit- gewiß kein Präverb (dagegen spricht schon das -«-).
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II. 42
658 Verbalverz. tuit-. [§854Anm.
Vor -tuit-, -to-ds-, -toeths- steht, wenn ein syntaktisches Präverb
fehlt, das proklitische wortbildende Präverb to- (das also im Konj. und
Fut. doppelt steht). Das Präverb to- steckt ferner im perfektischen Konj.
(-to-r-thiss-); es wird aber hier in der unechten Komposition nicht
doppelt gesetzt (man darf nicht do-ro-thuus in die lautgesetzwidrige
Form *do-ro-thudus korrigieren; dorotsad hat zwar -ö- durch Asso-
ziation mit den -/-Formen, ist aber nicht aus *do-ro-fots ad, *do-ro-
thotsad entstanden, da eine derartige Form gleichfalls lautgesetzwidrig
sein würde).
Vermutlich bestand ursprünglich neben dem Simplex tuit- wie neben
anderen Verben der Bewegung ein Kompositum mit to-, das sich nur durch
eine unwesentliche Bedeutungsnüance vom Simplex unterschied. Das Sup-
plementverbum cer- mag dagegen nur in Komposition mit to- vorhanden
gewesen sein. Es hat dann eine Vermischung der Formen stattgefunden,
bei der im Konj. und Fut. die Formen -to-ds-, -toeths- deshalb den
Sieg davontrugen, weil die beiden Dentale mit den beiden Dentalen des
unkomponierten Präsens assoziiert wurden; aus demselben Grunde hat die
Präverb-Form auch den Inf. erobert.
Der Kombination von tuit- mit der Wurzel des lat. tundö steht,
wie man auch die Sache zurechtlegen mag, das neuirische -t- entgegen,
das auf idg. -tn- deutet. Höchstens könnte die für das Keltische voraus-
zusetzende Wurzel *tut- eine Nebenform von *tud- sein. Über do-cer
s. § 620, 1.
659
Berichtigungen und Zusätze.
I 3 § 3. 0. A. Danielsson, Zu den venetischen und lepontischen Inschriften,
Uppsala 1909, sieht (mit Hirt) im Lepontischen eine keltische
Mundart. In diesem Falle wäre das lepontische Material auf
einigen Punkten bei der Darstellung der keltischen Nominal-
flexion mit zu berücksichtigen (Nom., Akk. der neutralen
-o-Stärarae lopontisch uinuni. Dat. der -o- und -ä-Stämrae
Latumarui, '"iapsufai). Ich bin jedoch von der Keltizität des
Lepontischen nicht überzeugt.
I 5 §4. Vgl. John Mac Neill, The Irish Ogham Inscriptions, Proceedings of
the Koyal Irish Academy, Vol. XXVII, Sect. C, Nr. 15 (1909).
§5. Vgl. Whitley Stokes, A Supplement to Thesaurus Palaeohiberni-
cus, Halle a. S. 1910.
I 6 Fußnote. Vgl. Ludw. Chr. Stern, Epistolae beati Pauli glosatae glosa
interlineali, irisch-lateinischer Codex der Würzburger Uni-
versitätsbibliothek, in Lichtdruck herausgegeben und mit
Einleitung und Inhaltsübersicht versehen, Halle a. S. 1910.
I 16 § 15. ,,Die lat. Schlagwörter des corn. Vokabulars weisen genau die
gleiche Reihenfolge auf wie die des englischen, welches in
Wrights und Wülckers Anglo-Saxon and Old-English Voca-
bularies (1884) I 307 ff. unter Nr. X abgedruckt ist (11. Jahrb.),
sodaß jenem dieses als Vorlage gedient haben muß oder beiden
zusammen ein drittes " Schuchardt, Zs. f. rom. Phil. XXXIII
644. S. 646 bemerkt Schuchardt zu cheber gl. uulua, daß
im engl. Vokabular pulpa ('Dickfleisch des Oberschenkels')
steht.
I 19 Z. 35. Füge hinzu: Ernault, Dictionnaire breton-fran9ais du dialecte
de Vannes, Vannes 1904.
I 20 § 17. Die von Öachmatov, Arch. f. sl. Phil. XXXIII 51—99, vgl. Bulletin
de l'Acad. Imp., St. Petersburg 1911, S. 707 ff., 791 ff. ange-
nommenen weitgehenden slavisch-keltischen und finnisch-
keltischen Berührungen betrachte ich nicht als erwiesen.
I 21 Z. 36. Vgl. abr. enbit gl. debilis.
I 23 Z. 13. K.Meyer, Sitzungsberichte der königl. preuß. Ak. 1912 S. 798 f.,
sieht in caorthann eine Zusammensetzung mit dem von
mir II 14 besprochenen -tan (das gewiß nicht 'Baum, Strauch'
bedeutet, sondern Kollektive von Pflanzennamen bildet), und
ist daher zu der Annahme genötigt, c. cerddin u. s. w. sei
aus dem Irischen entlehnt. Dabei lassen sich aber die laut-
lichen Verhältnisse (c. -e- : ir. -ai-, c. -S- : ir. -p-, c. -i- : ir.
42*
660 Berichtigungen und Zusätze.
-a-), die bei meiner Deutung leicht analogische und laut-
gesetzliche Erklärung finden, nicht befriedigend erklären.
Vgl. I 70, 110.
I 24 Z. 2 V. u. und I 224 Z. 17, I 412 Z. 1 v. u. Streiche c. heor; s.
Ernault, Rc. XXXII 92.
I 33 Z. 2. Füge hinzu co. ros 'wheel' (dazu Loth, Rc. XXXII 444).
Z. 25. Streiche c. myned, vgl. II 454.
I 38 Z. 6. Lies: bleibt e im Ir. und C. Vgl. I 157.
Z. 25 und 364 Z. 21, 377 Z. 5, 378 Z. 6 v. u. In ir. coire c. pair
u. s. w. 'Kessel' habe ich wohl mit Unrecht ein idg. -e- an-
gesetzt; die schon von Stokes, Sprachschatz S. 61, an-
geführten romanischen Formen (prov. pairol, sp. perol
'Pfanne') deuten auf -a-, woraus auch das ir. -o- nach § 252, 1
erklärt werden kann. S. E. Kleiuhans, Archiv f. d. Studium
d. neueren Sprachen und Literaturen CXXIV 358. Auch
foirenn (S. 544) hat -a-, s. Vendryes, Rc. XXXIII 473.
I 42 Z. 12. Eine unannehmbare Deutung von c. gwr KZ XLIV 373.
I 45 Z. 29. Lies e-gal.
I 46 Z. 13. Diese Deutung von benn ist jedenfalls unrichtig, da das Wort
im Air. nn hat (bennach gl. cornutus Sg. 60a 5).
I 51 Z. 40. Lies *u!fdhwo-.
I 53 Z. 16 f. Vgl. jedoch II 486.
I 54 Z. 22. Füge hinzu: lit. tautä. Gen. tautös 'Volk' (Mitteilung von
Kasimir Bdga; vgl. Lalis, A Dictionary of the Lithuanian
and English Languages, Chicago 1905, I 332).
I 55 Z. 33. Loth, Rc XXXII 306 f., 'schlägt vor, niguid als ni guid 'qui
ne sait pas' aufzufassen. Ob in einem Relativsatz im Abr.
ni oder na zu erwarten wäre, entscheide ich nicht; ein
guid 'weiß' ist mir aber sehr auffällig.
I 60 Z. 22. Lies : § 470.
I 66 Z. 35. Zu seh. durah ar verweist K. Meyer mich auf clithmar,
cluthmar, s. Contributions S. 389, 396. ,'
I 68 Z. 9. Nach Mitteilung von Buga lautet der Gen. von skujä vielmehr
skujös; also alte Endbetonung.
I 75 Z. 13. Füge hinzu: acorn. fer gl. crus.
I 77 Z. 5. Zu mbr. que-hezl vgl. ir. cuiscle 'eine große Geschichte'
(K. Meyer brieflich).
I 89 Z. 35. Diese Deutung von duine rührt von Bugge, Arkiv f. nord. fil.
V (1888) S. 129, her. Über duine, döini, hümänusu. s. w.
handelt jetzt auch Johansson, Xenia Lideniana, Stockholm
1912, S. 116—126.
I 93 Z. 36. Lies: * ouptro-.
I 94 Z. 28. Lies: *kuef.wor-ped-s.
Z. 40. Mit amires vergleicht Marstrander, Eriu V 251, das im Ar-
menischen erhaltene persische Lehnwort amparist 'irreligioso^
ateo'.
Berichtigungen und Zusätze. 661
I 96 § 58, 3. ..Hierher auch ir. f,'eir c. fjwer 'Talf^'-' K. Meyer brieflich.
Das Wort {gehört zu an. f^Qrn lit. zärna lat. hira u. s. w.
I 98 Z. 18. Wenn cuinf^ wiritlich hierher gehört, läßt es sich wohl nur
durch Haplologie erklären, vgl. I 166 (eine andere Zurecht-
legung versucht Hans Hessen, Umfärbungen der Vokale im
Altirischen, S. 39). Die Haplologie müßte aber dann gemein-
keltisch sein, da Loth, Ec. XXX 261, gewiß mit Recht ir.
co-cung .i. slabrad mc. cygvvug (zu lesen cynghwng?)
'knot' vergleicht.
I 101 Z. 9. brig gehört wohl zu s^r. guru- u. s. w. und ist im Suffix mit
lat. surd-igö u. s. w. vorwandt; vgl. Boisaoq, Dict. etym.
de la languo grecque, unter ßinccoög (nach Prell witz*j.
Z. 21. Füge hinzu: acorn. loe (Schuchardt, Zs. f. rom. Phil. XXXIII 647).
I 102 Z. 16. Lies: foicl'.
I 103 Z. 15. Br. eal ist zweisilbig und gehört wohl nicht hierher, sondern
zu acorn. ehal gl. pecus, iuraentum (Ernault, Rc. XXXII 86).
I 105 Z. 17. Füge hinzu: mc. gwery (einsilbig) 'tätig' (Loth,Rc.XXXII21f.).
I 108 Z. 10. Lies: g in gas.
I 109 Z. 22. Nach K. Meyer, Sitzungsber. d. königl. preuß. Ak. 1912 S. 798,
wäre dergnat als "die kleine rote" zu deuten.
I 110 Z. 19. Die Deutung von minnpak aus ir. menadacb schon bei
K. Meyer, Cäin Adamnäin S. 45.
I 123 Z. 19. Ir. ocht ist wegen der fehlenden Hebung wohl auf *oKtöu
zurückzuführen.
Z. 35. er echt (so nach K.Meyer, Contrib., und nach dem Nir.) wird
-tukt- haben und wie techte S. 124 zu beurteilen sein.
Etwa zu lit. krenkü 'gerinne', dessen -n- freilich präsens-
bildend ist?
I 124 Z. 6. Lies: gwenitb.
Z. 15. Lies: dueth [döp).
I 125 Z. 34. Nach Buga, Russkij filol. vestnik 1911, S.49 des Sonderabzuges,
lautet das lit. Wort liekna(s) (mit -ie- aus idg. -ei-).
I 126 Z. 28. Füge hinzu: corn., br. anken 'Trübsal'.
I 127 Z. 13fiF. Osthoff, IF. XXVII 174-192, nimmt Schwund der Labiali-
sierung vor j an.
I 130 Z. 17. Lies: ymennydd.
I 133 Z. 8f. laithe : leto schon bei Ebel, Beitrag, z. vergl. Sprachf. II 130f.
I 135 Z. 23. Lies: whethlow.
I 136 Z. 25. Die richtige Etymologie von toisech u. s. w. steht S. 308.
I 138 Z. 11. Füge hinzu: ac. han gl. alium.
I 139 Z. 34 und 299, 11. deolid ist ein Kompositum von folad, s.
Thurneysen, Handb 210.
I 140 Z. 29. Füge hinzu : 4) Wenn die letzte (unbetonte) Silbe eines Wortes
mit -r-, -/-, -n- anlautet, steht im Auslaut -11, -nn (John
Mac Neill, The Irish Ogham Inscriptions S. 3471 Vgl. II 109.
I 151 Z. 38 ff. Vgl. II 130.
662 Berichtigungen und Zusätze.
I 157 Z. 1. Über gal vgl. II 25.
I 164 Z. 2. Vgl. c. Haf[h)esp (Flußname), Kuno Meyer, ZfcPh. VII 509.
I 167 Z. 33. Lies: Treguier danve (Ernault, Kc. XXXIII 84^).
I 175 Z. 12 f. Streiche cenaw : cana, s. II 107 mit Nachtrag.
I 184 Z. 21. erbaid : orpe ist sehr zweifelhaft, vgl. II 513 f.
I 186 Z. 33. Eine weitere Bestätigung meiner Deutung von lug gibt K.
Meyer, Sitzuugsber. d. königl. pr. Ak. 1912 S. 801^.
I 188 Z. 28. Lies: coirce.
I 191 Z. 13ff. uirge 'Hode' (K.Meyer, Sitzungsber. d. königl. pr. Ak. 1912
S. 800) hat Stokes begrifflich sehr ansprechend mit gr. oq^is
U.S.W, verglichen (Irish Glosses, S. 192, 202). Dabei machte
aber das vielfach bezeugte -gh- Schwierigkeit; die von Stokes,
Sprachschatz S. 51, angesetzte Grundform stimmt nicht mit
den anderen idg. Sprachen und erklärt das ir. u- nicht. Darf
man annehmen, daß uirge ursprünglich als echtes, volks-
tümliches irisches Wort unleniertes g hatte, später aber, als
es im lebendigen Gebrauch dem Worte magairle (I 128)
weichen mußte, irrtümlich durch gelehrte Assoziation mit
lat. uirga mit -gh- geschrieben wurde?
I 192 Z. 4. Vgl. Nachtrag zu I 16.
I 194 Z.:36. crothla (O'Dav.Nr.543) istNom. undGen.; daneben clothra
(O'Dav. Nr.471); crothal K. Meyer 531 ist wohl nicht alt.
I 202 Z. 8 und 217 Z. 22 (mit dem Nachtrag I 541). Corn. escop bedeutet
nicht 'lefiste', sondern nur 'Bischof, s. Schuchardt, Zs. f.
rom. Phil. XXXIII 644 ff.
Z. 20. Lies: nir. easbog; tilge: und Anschluß an das Suffix -6g.
Eine Form easbog ist nur dialektisch belegt, s. Finck,
Wörterbuch (Die Araner Mundart II) S.30, F. Edmund Hogan,
John Hogan, John C. Mac Erlean, Irish and Scottish Gaelic
Names of Herbs, Plants, Trees etc., Dublin 1900, S. 30.
I 216 Z. 5. Über acorn. baiol vgl. Schuchardt, Zs. f. rom. Phil. XXXIII
646 ('Schnur zum Anhängen des Siegels', aus lat. baiulus).
I 224 Z. 5. Lies: bourc'h.
I 228 Z. 4 V. u. Lies: perfeth ds.
I 229 Z. 30. Über direch vgl. II 116 m. Ntr.
I 230 Z. 24. Lies: acorn. encois.
I 243. Zum Kapitel Auslaut vgl. Windisch, Beiträge zur Geschichte der
deutschen Sprache und Literatur IV 204 — 270.
I 246 Z. 12 — 15. Es ist mir zweifelhaft geworden, ob der Vokal vor aus-
lautendem -r wirklich gemeininselkeltisch geschwunden ist;
dagegen sprechen die passivischen Formen (mbr. carer, ir.
carthir u. s. w., vgl. § 626).
I 249 Z. 30. Vgl. § 447 Anm. 1.
I 251 Z. 31. Gegen die Auffassung von lue als -^Stamm äußert sich
Thurneysen, IF Anz. XXVI 25.
I 252 Z. 30. Lies: feugud.
I
I 275 Z.
23.
I 276 Z.
16.
I 278 Z.
15.
I 280 Z.
35.
I 285 Z.
18.
Z.
29.
I 287 Z.
23.
I 296 Z.
36.
I 308 Z.
21.
Berichtigungen und Zusätze. 663
I 256 Z. 27. Füge hinzu: Rudolf Haberl, Diu Betonung im Gallischen,
ZfcPh. VIII 95ff., 233-235.
I 258 Z. 13. Lies: doh'iru.
I 259 § 164 Schluß. Vgl. II 248 f.
I 262 Z. 1 V. u. Streiche brithemon, vgl. II 108.
I 270 Z. 33 und I 497, 17. Nur das Präverb hat im archaischen Air. die
Form tu-, die Präposition lautet du (Thumeysen, IF Anz.
XXVII 14).
Statt ese liest Thurneysen, Handb. II 8, et se (lateinisch).
Vielleicht ist -gle jedoch, wie Wi. annahm, eine Verbalform,
vgl. Monast. Tall. 177. co ru leir Ml. 129b 1 kann Schreib-
fehler sein.
Tilge: redupliziert. S. II 297.
Füge hinzu: br. brennik, brinnik nibr. brinicq Ernault,
Gloss. 81. Ec. XXXII 78».
Tilge: (redupliziert). S. II 297.
Zu br. (corn.) pur gehört wohl auch corn. poran 'straightly,
rightly'.
Vgl. II 417.
Endzelin, KZ XLIV 57, stellt ir. tren zu lett. trekns 'feist'.
Julius Pokorny, KZ XLIV 34—36, nimmt ansprechend an, daß
nir. leor {Lör) auf dem Einfluß von leir {i-er) beruht.
I 310 Z. 15. deircc wird zweisilbig zu lesen sein.
I 311. In die Lehre vom Hiatus gehört noch die Bemerkung, daß das idg.
ei im ir. Hiatus als e erscheint: PI. Akk. Dat. deu, deib
von dia 'Gott', de acht 'Gottheit'.
Vgl. noch mc. breichrwyfeu.
VgL corn. dyfun 'wach' c. di-hun.
Über die ältere Aussprache von br. ia s. Ernault, Ec. XXXII 280.
Vgl. V. ivor 'Anker' (= heor I 224).
Über br. gweach vgl. Ernault. Ec. XXXII 86.
Vgl. noch Loth, Ec. XXVIII 57—66.
Vgl. mc. rwy : ryw II 175, yw 'zu ihrem" II 158, yw 'ist' II430.
I 339 Z. 1 v. u. ursa gehört zu c. gorsin (Stokes Corm. Transl. S. 97),
und die Nominativform ist nach § 455, 2 II 111 zu beurteilen.
Im ersten Teile ist die irische Form älter als die cymrische;
c. -sin könnte zu aw. ntüna-, stunä- 'Säule' gehören. Mit
lat. postis gr. Tiaonarcig, naardi ist das keltische Wort
parallel, aber in keinem seiner Teile identisch.
I 345 ff. Über die Lautgesetze der Mouillierung u. s. w. vgl. GGA 1912 S. 35 ff.
I 347 Z. 12. Tilge: mir. teglach 'Familie'.
I 349 Z. 36. Vgl. noch noicht gl. non uelatam. Pokorny, KZ XLV 81,
Hans Hessen, LTnifärbungen der Vokale S. 43.
I 351 Z. 3 ff. Vgl. § 763 II 566.
Z. 37. Lies: *to-ud-gus-tijo-s.
I 360 § 252. Vgl. Hans Hessen, Zu den Unifärbungen der Vokale im Alt-
I 313
§
215.
I 314
Z.
1.
Z.
19.
z.
33.
I 319
z.
13.
z.
26.
I 322 Z.
25.
664 Berichtigungen und Zusätze.
irischen, Halle 1912. Hans Hessen hat aus den air. Glossen
die Beispiele für die Hebung eines o zu m gesammelt. Es
ist ein Hauptverdienst seiner auch an gelungenen Einzel-
heiten reichen Untersuchung, daß sie durch die Beispiel-
sammlung S. 57 ff. das Vendryes'sche Gesetz, wonach ein e
keine Hebung bewirkt, ganz außer Zweifel gestellt hat. Mit
Unrecht läßt aber H. H. dies Gesetz nur da gelten, wo die
vorhergehende Silbe altes o (oder e) hatte, während altes u
(und i) seiner Ansicht nach vor einem e der folgenden Silbe
als u (und i) erscheinen (S. 74 ff.). Zur Widerlegung dieser
Ansicht genügt doch schon das eine Beispiel coin 'Hunde'
vollkommen. Damit soll natürlich nicht geleugnet werden,
daß altes « und i sich in vielen Einzelfällen (vor gewissen
Konsonantengruppen u. s. w.) mit Bezug auf die Hebung
anders verhalten als o und c; das habe ich schon in meiner
Darstellung vielfach angenommen, und ich kann nichts da-
gegen haben, daß man dies Erklärungsprinzip noch weiter
ausdehnt (H. H. S. 74). Vielleicht erklärt sich in dieser
Weise der schwierige Vokativ fir besser als durch die I 366
Z. 10 angedeutete Hypothese: das früh zu -i gewordene aus-
lautende -e (I 247) hat zwar ein vorhergehendes -i- als -t-
erhalten, nicht aber ein -e- zu -i- heben können (fir : as-
beir). Daß -o- vor -we- zu -u- geworden wäre, wie Hans
Hessen S. 65 und 72 annimmt, ist ganz zu leugnen; das
Hauptbeispiel tuus : c. tywys ist doch unbrauchbar, da
das Cymrische klar und unwiderleglich beweist, daß der
Vokal der zweiten Silbe nicht -e-, sondern -i- gewesen ist;
darüber geht H. H. viel zu leicht hinweg.
Zur Chronologie der Hebung vgl. Hans Hessen S. 77.
I 369 Z. 15f. Streiche tasgid. S. II 608f.
I 371 Z. 22. Lies: Kc. XVIII 407' und XXX 305.
I 378 § 256, 6. Der Umlaut eines e ist im Acorn. sehr deutlich: idne
gl. auceps; ydnic gl. pullus; listri, PL von lester 'Schiff';
scriuiniat gl. scriptor (scriuen gl. epistula); vgl. auch
milin gl. fuluus (mcorn. melyn), midil gl.messor, pridit
'Dichter', cam nivet 'Kegenbogen' (nef 'Himmel').
I 381 § 257, 6. Der Umlaut eines e zu i im Br. ist bedeutend jünger als
die übrigen Fälle des Umlauts und wird auch von einem ü
der folgenden Silbe bewirkt; s. II 253 Z. 24f.
I 383 Z. 4 V. u. Lies: gwalltyn.
I 386 Z. 22. Lies: ?/; und r.
Z. 4 V. u. Lies: oidhche.
I 387 Z. 27. Das Arranwort ist = äit.
I 390 Z. 15. Lies: Schreibungen (vgl. § 341 S. 496).
I 394 § 265 Schluß. Ein weiteres Beispiel II 184 Z. 22—25.
I 396 Z. 13. Über ni ruban and s. II 334 Z. 14.
Berichtigungen und Zusätze. 665
I 401 Z. 1. Vgl. com. yn mes II 370 Z. 4 v.u., rabr. eraaes II 371 Z. 25.
I 402 Z. 26. Ferner: emc'haloun 'dans mon coeur' (aber dam pec'hedou
'ä mes peches'), Le Roux, Annales de Bretagne XII 8—9,
Vallee S. 97; c'houi am c'haro 'vous m'aimerez', c'boui
am zenno 'vous mo tirerez' (aber c'houi am pedo 'vous
me prierez'), Legonidec, Dict. br.-fr. 10.
I 403 Z. 19. Auch daou zra 'zwei Sachen' II 67, vgl. Le Roux, Annales
de Bretagne XII 24.
I 406 Z. 4 v. u. Für mc. a-e schreibt man im Nc. a'i u. 8. w.
I 408 Z. 6. Le Roux, Annales de Bretagne XII 9, führt ih alhwe 'ihr
Schlüssel' 'sa clef (ä eile)' aus dem Dialekt von Pleubian
an (aber i alhwe 'sein Schlüssel').
I 410 Z. 10. Lies: r, l, n.
Z. 12. Füge hinzu: mc. dyckynet, Abstr. zu dygn 'hart' Mab. 175,16.
Z. 17. /+ h: felly II 192.
Z. 27. r, l, n + h ergibt com. rr, 11, nn, s. II 352, wo thanvonno,
danfonno 0. M. 1187, R. D. 1620 hinzuzufügen ist. VgL
Dottin, Les desinences verbales en -r S. 153 f.
I 415 § 285, 1. Im br. Dialekt von Pleubian kann die Spirantisierung auch
dann eintreten, wenn das Pron. vom Subst. getrennt ist: i
dow vark 'ses deux champs (ä eile)', Le Roux, Annales de
Bretagne XII 31.
I 419 Z. 3 V. u. Lies: to-od-saig-.
I 420 § 289, 2. Vgl. über eirg siu § 795, 2 II 594.
Z. 24. Lies: in jener, in dieser.
I 422 § 290, 3. VgL c. ody-uch-taw § 494.
1 423 Z. 4. Mbr. gouffen ist ganz falsch beurteilt: s. §648, § 647 S. 441.
I 426 Z. 1 V. u. Vgl. pem pla 'fünf Jahre', Le Roux, Annales de Bretagne
XII 28 (Dialekt von Pleubian).
I 431 Fußnote 1. Einen Beleg für die Lenition von sm- liegt vielleicht vor
in nö merai 'or blackberries" Monast. Tall. 132, 20 mit Note.
I 437 Fußnote. Füge hinzu: Williams, Rules of the Welsh Initial Changes.
With an Appendix. Not Published. Oxford 1866 (enthält nur
Avenig, das nicht ebenso bequem anderswo zu finden wäre).
I 438 Z. 10. Über att vgL II 174.
I 440 § 305, 2 Schluß. Füge hinzu: Nach corn. tbe 'um so': the voy 'um
so größer', the wel 'um so besser', de weth 'um so
schlimmer' ZE 298.
I 441 Z. 6f. Tilge die Bemerkung über ir. anae.
I 456 Z. 1 v. u. Einen besonderen Fall der postverbalen Lenition belegt
Thumeysen, KZXL1V117: arm na righna diarofaided
chuinchidh 'die Waffe der Königin, die zu suchen er ge-
sandt worden war', an feur i rrofaideamar thig 'der
Mann in dessen Haus wir geschlafen haben", niör u-ingen
irraba fein chardes 'viele Mädchen, in deren Liebe du
selber gestanden hast'. Zur Konstruktion vgl. § 539, 2 II 225.
666 Berichtigungen und Zusätze.
I 460 Z. 8. Lies: gwassanaethassynt.
Z. 21. Lenition der Bezeichnung des Zieles einer Bewegung: pan
elwyf Wynet u. s. w., Loth, Rc. XXXI 162.
I 461 Z. 11. Schiebe als erstes Beispiel ein: nefre ny thebraf vare
'never will I taste bread' 0. M. 2186.
I 467 Z. 23. Vgl. napo cheneel II 245.
I 471 § 320, 2. Vgl. G. P. Williams, ZfcPh. VII 347 ff. (1910), Loth, Ec.
XXXI 365 (1910).
Z. 23. Vgl. br. coustet pe gousto 'ä n'importe quel prix', Le
Roux, Annales de Bretagne XII 26.
I 472 Z. 5f. Anders über die Entstehung des nc. yr Loth, Rc. XXXI 349— 356.
I 476 Z. 35. Lies: od- + bo-n-d-. — Über com per t vgl. II 465 f.
I 477 Z. 20. Lies: con-dom-ar-r-gabad.
I 481 Z. 12. rellough hat 11 aus Ih, s. Nachtrag zu I 410.
I 486 Z. 17. -rn- aus -rknd- ist in ernail § 699, 1 belegt: die Zimmer-
sche Deutung von irnigde ist also lautlich unanstößig.
Z. 32. Schiebe als erstes Beispiel ein: mir. condrecat, s. Verbal-
verz. cora-ro-icc-.
Z. 35 — 40. Über das in vielen Sprachen erscheinende -mpn- statt
-mn- handelt Jespersen, Arkiv f. nord. fil. XXIX S. 21f. (er
nimmt an, daß die Erscheinung nur orthographisch ist).
I 490 Z. 24. Hans Hessen, Umfärbungen S. 56, betrachtet cuchtar als
Lehnwort aus lat. coctüra.
I 492 Z. 17. Br. en em ist hier falsch beurteilt; vgl. II 297.
I 494 Z. 28. Thurneysen, IF Anz. XXVII 17, und 0. J. Bergin, ZfcPh. VK
513, trennen ir. toioh 'natural' von doich 'likely' unter Be-
rufung auf mir. döig nir. doigh. K. Meyer, Eriu VI 109^,
nimmt, teils auf Grund einer von ihm aufgestellten (von
Thurneysen, Zu irischen Handschriften und Literaturdenk-
mälern, Abb. d. königl. G. d. W. zu Göttingen, phil.-hist. KI.,
neue Folge Bd. XIV Nr. 2, S. 89, bezweifelten) metrischen Re-
gel, teils auf Grund eines zweiten Beleges des Reim wortes, an,
daß doche, Abstr. von doich, mit dem Reim wort Oche,
in Fei. Aug. 4 mit ö zu lesen ist, und folgert daraus, daß
doich ,,has nothing whatever to do with toich". Dem-
gegenüber ist zunächst hervorzuheben, daß die Bedeutungen
von doich und toich gut zusammen passen, toich bedeutet
nicht, wie Thurneysen angibt, 'gehörig', sondern 'was natur-
gemäß erwartet werden kann', vgl. bes. Wb. 29d 13; es
unterscheidet sich nur durch die voluntative Nuance der
Erwartung von doich, das die rein logische Erwartung aus-
drückt; toich verhält sich also zu doich wie lat. uerus
'gerecht' zu uerus 'wahr' (vgl. ir. fir 'wahr; Gerechtigkeit'),
toich hat ferner die Bedeutung 'pleasing' (mad toich
duit — mad ail duit 'if thou likest' Fei. Juli 24, vgl.
nsch. is toigh leam 'I like', is docha leam 'I prefer');
Berichtigungen und Zusätze. 667
dazu erinnere ich an an. likr, das teils 'wahrscheinlich',
teils 'annehmbar, rätlich' bedeutet (vgl. an. lika got. f/aleikan
'gefallen'). Alle drei Bedeutungen von toich und doich
finden sich in der Sippe des gr. f.(Hx« wieder: (oixt 'es scheint;
es geziemt', tixög 'das Wahrscheinliche; das Natürliche,
Schickliche', i'ixvTa axotrig 'die mir ansteht, angenehm ist'.
Ferner ist hervorzuheben, daß die Quantitätsverhältnisse der
Identifikation von toich und doich absolut nicht im Wege
stehen; denn doich hat ebenso wenig wie toich im Air.
ein langes ö. Wie die mir. und nir. Länge entstanden ist,
bleibt noch zu untersuchen; wenn doche, wie K. Meyer an-
nimmt, schon zur Zeit des Fei. langes ö hatte, wird dies
Wort natürlich bei der Untersuchung eine Hauptrolle spielen
müssen. Sollte es sich herausstellen, daß doche sich zu
doich ebenso verhält wie cöre zum zweisilbigen coir, so
wäre meine Zusammenstellung von toich, doich mit c.
tebyg hinfällig, und man würde eher in dem ir. Wort die
Wurzel des gr. eotxi mit dem Präverb to- suchen müssen.
(Ist dü-thoig, dü-thaig 'zugehörig' u. s. w. ein Kom-
positum von toich?)
I 500 Z. 28. sant ist Lehnwort aus dem Englischen: in dem parallelen
engl. Vokabular steht sand, s. Schuchardt, Zs. f. rom. Phil.
XXXIII 647.
I 502 Z. 25. Zu ottengy vgl. t; 495 II 160, 161 Z. 15ff.
I 505 Z. 20. Über den Zwischenlaut zwischen v und /' vgl. J. Le Gall,
Annales de Bretagne XIX 266, P. Le Koux, Annales de
Bretagne XII 4.
I 507 Z. 8—10. Tilge die Bemerkung über duthracht.
I 528 Z. 14. Br. ivez ist corn. yn-weth, in-weth (c. un-wedd), s.
Loth, Rc. XXX 258.
I 529 Z. 15. Vgl. noch Guillevic & Le Goff, Exercices sur la grammaire
bretonne du dialecte de Vannes, Vannes 1903 S. I— VIII.
I 532 Z. 29. Über die AfFrikata e vgl. Loth, Rc. XXXII 416 f.
I 542 (Nachtrag zu S. 278). Vgl. noch J. Le Gall, Annales de Bretagne XIX
249 (leiin tok), Le Roux, Mutations et assimilations de
consonnes dans le dialecte arnioricain dePleubian. Ann. de
Bret. XII 3fiF. (Betonung des Zahlwortes und Enklise des
Substantivs bei '1', S. 13, 18, bei '2' S 24, 31, bei '3' 8.12,
bei '7' und '8' S. 27, bei '9' S. 10).
II 1 Z. 5 V. u. Lies: § 404.
4 § 356. Vgl. K. Meyer, Dvandva-Komposita im Ir., Sitzuugsbor. d.
königl. pr. Ak. 191 '2. 790.
7 Z. 7. ecra ist hier zu streichen, da die richtige Form uach K. Meyer,
Sitzungsber. d. preuß. Ak. 1912 S. 792. ecra (mit * fks-
komponiert) ist.
Z. 13. Füge hiuzu: ir. eitig 'häßlich' c. annheg, Stokes, Wi. IV* 497.
668 Berichtigungen und Zusätze.
II 10 Z. 14. Über miss-imbert 'foul play' s. K. Meyer, Sitzungsber. 1912
S. 794.
16 Z. 6. Lies: § 512 Anm. 3.
17 Z. 1 V. u. Über die Bed. von raabinogi vgl. Ehys, E. B. I, VIII,
Gwenogvryn Evans, W. B. XXVI, Mary Williams, Sur la
composition du roman gallois de Peredur, Paris 1910, S. IV*,
Loth, Kc. XXXII 421.
18 Z. 18—21. In dem -th- von süithe darf man nicht ä+ h suchen,
da intervokalisches -h- im Ir. spurlos schwindet (Belege: die
Superlative, die Konjunktive, die -aig-Verba S. 23); es übt
nur dann eine Wirkung aus, wenn es Anlaut eines selbst-
ständigen Wortgliedes war, s. I 408.
19 Z. 2, Lies: sein Kleid.
20 Z. 4 V. u. Wenn das -e- von longes ein altes -i- ist, muß das -o-
der ersten Silbe analogisch statt -u- sein.
21 Z. 5. Füge (vor br.) hinzu: corn. lues, luas, leas.
22 Z. 36. Vgl. lett. lohps 'Vieh' Endzelin, KZ XLIV 62.
23 Z. 11 ff. Vgl. J. Lloyd-Jones, The Welsh Denominatives in -hau and
-ha, ZfcPh. VIII 151—171.
25 Z. 15. Füge hinzu: gall. selago Pflanzenname.
27 § 372 Schluß. Über Namen auf -ön (Ogam VENDOGNI) s. K. Meyer,
Eriu IV 68.
Füge hinzu: Loth, Kc. XXXI 177, 315 ff.
Der air. Gen. condid ist belegt Thes. II 226, 33.
Füge (nach man) hinzu: (nach Loth, Ec. XV 370).
Das richtige über tui-sel unten S. 623.
Vgl. mir. allethete Wi. 219, 27.
Statt 'Steine' lies: 'Glocken'.
Füge hinzu: acorn. lugarn.
Wenn die Form Bresual (K. Meyer, ZfcPh. VIII 180) alt
(nicht etwa nach bekannten Mustern künstlich erfunden) ist,
so ist ir. Bresal ein Kompositum (vgl. Co n all I 147 u. s.w.).
Lies : belü.
C. melyn u. s. w. wäre nach Ascoli, Arch. glott. ital., Suppl.
period. VIII 72 ein lat. Lehnwort, vgl. sard. melino 'falbo'.
Über ir. leine s. S. 103.
Lies: mir. (statt nir.).
Aber vgl. über revSo) I 160.
62 § 404 Schluß. Vgl. Plummer, Vitae sanetorum Hiberniae, Oxford
1910, II 344f., K. Meyer, Sitzungsber. 1912 S. 1147 ff.
65 § 407, 3. Vgl. noch S. 126 Z. 5 ff., S. 140 Z. 7 ff. Im Nc. wird hi
= 'es' verwendet; ob dieser Gebrauch alte Wurzeln hat,
weiß ich nicht.
69 Z. 22. Vgl. ni fitetar muntar nime 'die Bewohner des Himmels
wußten nicht' Wb. 21 d 1.
72 Schluß der Anm. Eher könnte ein Gen. Plur. in der bekannten mc.
38 Z.
2.
39 Z.
6.
45 Z.
24.
46 Z.
7.
48 Z.
21.
52 Z.
20.
53 Z.
21.
54 Z.
9.
56 Z.
5.
57 Z.
13.
Z.
28.
59 Z.
8.
60 Z.
23.
Berichtigungen und Zusätze. 669
Eedensart yn vwyhaf gv/r 'am meisten von allen Männern'
(Mab. 215, 19) stecken; danach wäre dann yn vwyhaf
gwreic (oben I 448, 10) analogisch gebildet. Vgl. yn
diwethaf oll W. B. 432, 18.
II 72 § 414. Objekt nach einem Adjektiv (mit der Bedeutung eines Parti-
zipiums): mc. guiscawc varchawc voirchhywet 'Cheva-
lier qui harnache des chevaux dociles' Loth, Rc. XXXI 162.
74 Z. 7 ff. Auch sechtar regiert den Akk. (Ml. 61 b 22, 54c 20). Über
die ir. Präpositionen vgl. J. Fräser, ZfcPh. VIII 1—63. Über
do mit dem Dat. vgl. Havers, Untersuchungen zur Kasus-
syntax der idg. Sprachen, Straßburg 1911, S. 240—256.
75 Z. 23. Lies: Wb.
79 Z. 7. Ein Vergleich ohne Vergleichspartikel auch Wb. 11 c 13, Thes.
II 294, 16 mit Fußnote d, Wi. 11'^ 213, 18.
Z. 34. Auch nir. i m-bliadhna 'dies Jahr' deutet darauf, daß das
proklitische Element als die Präposition i n- aufgefaßt
worden ist.
81 Z. 21. Mehr Beispiele bei Stokes, Suppl. Thes. Palaeohib. S. 61 (zu
690, 20).
82 Anm. 2. Über Voranstellung eines Genitivs im Ir. (lir co träig 'bis
an den Strand des Meeres') s. K. Meyer, ZfcPh. VIII 182 mit
Fußnote 2. Die alte Konstruktion ist vom späteren Schreiber
entstellt in tond fri talmain statt toind fri talman
'gegen die Oberfläche der Erde' LU106a 10 = Wi. 276, 23.
Über eine eigentümliche Umschreibung des Genitivs
(corn. en mab dre y skyans 'durch die Weisheit des
Sohnes' "der Sohn durch seine Weisheit" M. C.3, mbr. eguit
an fez he neuezhat 'um den Glauben zu erneuern' "für
den Glauben seine Erneuerung" Nonne 121) s. Stokes, Beitr.
z. vgl. Sprachf. III 159 f.
84 Z. 28. Vgl. jetzt Sommer, Der keltische Dual, Miscellany Kuno Meyer
S. 129—141. Ich bleibe dabei, daß der N. A. des Duals laut-
gesetzlich auf-öM, der Gen. lautgesetzlich auf -o« zurückgeht.
89 § 436. Loth, MSL XVIII 34 ff., nimmt an, daß es im Brit. Nominative
auf -i/a c.-ydd (mit kurzem -a und daher ohne Senkung des
vorhergehenden Vokals) gegeben hat: mc. cerennyd fem.
'Freundschaft' (ir. cairde ncutr., obenI373); mc. y werit
(d.h. y werydd) 'das Meer' Skene II 55, 14 (c. mer-werydd
'the great noise er roaring of the sea') ir. foirrce, fairrge
'Meer'. Ich halte es aber für möglich, daß das femininisehe
Genus bei cerennyd (nc. cerennydd mask.) sich aus
einem älteren Neutrum erklärt: und mit derselben Möglich-
keit rechne ich bei y werit, gegen dessen Kombination mit
ir. foirrce ich vom Standpunkt der Lautlehre nichts einzu-
wenden habe (zwischen den beiden r des irischen Wortes
muß ein Vokal geschwunden sein; er kann aber auch im C.
670 Berichtigungen und Zusätze.
geschwunden sein, worauf das -rr- vor -g- gekürzt worden
ist; -rg- ist nach § 61, 2 zu -rj- geworden, und schließlich
ist ■;/- vor -y- geschwunden, vgl. I 536, Nachtrag zu S. 64;
die Kombination von ir. foirrce mit (oxtccvög OvfQyioviog ZE
11, Holder, Altceltischer Sprachschatz III 213 wüßte ich
dagegen nicht zu rechtfertigen); zwar ist ir. fairrge in der
späteren Sprache fem., in der Sg.-Stelle fufuasna fairrgae
findfolt Thes. II 290 scheint aber kein Femininum vorzu-
liegen, denn die Übersetzung 'den weißhaarigen Ozean' liegt
doch offenbar näher als 'the ocean's white hair'. Ich er-
kläre also die Endung der beiden c. Wörter aus -ijo-m,
nicht aus -ija.
II 95 Z. 35 f. Tilge: mor 'Meer'. Plur. moroedd.
104 Z. 12. Stammabstufung scheint vorzuliegen bei mc. anaw 'Dichter',
PI. anant, etwa * atuis-ont-s, * onas-nt-es.
107 Z. 25f. Die Form canawon belegt Loth, Rc. XXXI 313.
111 § 455 Anm. Vgl. N. A. D. accuiss 'Ursache' (lat. Lehnwort), N. A.
Dual accuis, A. Sing., Nom. PL aicsin. Dat. PI. aicse-
naib.
113 Z. 5. Nach Marstrander, Eriu V 200 wäre die Dativendung -imm
aus -inn durch Assimilation an das vorhergehende -m-
entstanden; mir unannehmbar.
116 Z. 31. Über diriug vgl. auch Brugmann, Grundr. '^ II 2, 725.
121 Z. 35. Lies: c. gwaeth 'schlimmer'.
124 Z. 13. Füge (vor ZE) hinzu: unten S. 323,
Z. 1 V. u. Zu Wb. 31a 6 vgl. S. 241 Z. 21 f.
125 Z. 16. Zur Verwendung der Komparationsformen vgl. noch yn vwyaf
Mab. 193, yn vwyhaf 224,24; gwnaet pob un onadunt
a aUo waethafy gilyd 'jeder von ihnen soll dem anderen
das schlimmste, was er kann, tun' 205, 7.
Z. 25. Über die Komparationspartikeln vgl. noch § 560 Anm., § 497,
500, 502 Anm. 1 Schluß S. 172,
129 Z. 14. Vgl. Loth, Ec. XXXI 319.
133 Z. 1 V. u. sicher, lies: wahrscheinlich.
141 § 483. Über olse u. s. w. handelt auch Havers, KZ XLIV 26—34,
und Pokorny, KZ XLIV 375.
144 Z.H. Vgl. jedoch eich i-b-ro -er ad 'was ist euch gewährt worden?'
Wi. III 237, 62; do-t-berae eislis 'il te donnera de la
negligence' (Monast. Tall. 142, 5) Vendryes, Rc. XXXII 480.
Noch eine weitere Verwendung des infigierten Pronomens ist
belegt in bes-idn-isle 'who is lower than he' u. s. w.
Thes. II 292 Fußnote 1.
146 Z. 28. Lies: § 559 Anm. 3.
148 Z. 20 f. Vgl. noch Strachan, ZfcPh. II 484 ff.
Z. 27f. Lies: tath-ut, tath-us.
153 Z. 15. Schiebe (vor fad-i-sin) ein: f-i-ssin Ml. 131c 3.
Berichtigungen und Zusätze. 671
II 155 Z. 35. Archaisch mc. dy-ni-ryt 'donne-moi', Vendrye8,Rc.XXXII480.
156 Z. 35. Vgl. noch c. pathawr S. 204. Weitere Beispiele für die
archaische Infigierung nach wortbildenden Präverbien bei
Loth, Rc. XXXI 321 (er-), 502 (hand-yth-vagwyt 'on
t'a nourri'). Über go-s- vgl. § 585, 12.
163 Z. 3. Neben dyra gibt es auch dymmo 0. M. 158, 1296, 1567, 2176.
Z. 19. Füge hinzu: heb off 'without me", hebogh 'without you'
Beun. Mer. 4546, 2693.
165 Z. 3. Lies: Br.
166 Z. 31 und 231 Z. 13. eguetou (ZE 383) ist nach Ernault 'derniere-
raent' (= aguetou I 139).
167 Z. 8. Lies: § 599 Anra. 4.
168 Z. 15. Ist com. dymmo nach dem Muster von dyso gebildet?
169 Z. 2-4. Vgl. jedoch § 603 Anm. 2 S. 344.
175 Z. 15. Lies: § 559 Anm. 3.
180 Z. 23. VgL bethu sin Ml. 53c 14 und Thes. I 168 Fußnote f.
181 § 509 Schluß. Eigentümlich ist die Verwendung des bestimmten
Artikels in Fällen wie co n-acca in n-6clach cuci 'er
sah einen Jüngling auf sich kommen' LL 284a 50, co
nfacutar in sentuinne Corm. S. 37 Z. 6 u. s. w.
187 § 514, 1. Vgl. Paul Walsh, On some Irish Adverbs, Gadelica, A
Journal of Modern-Irish Studies, I 132 ff.
188 Z. 19. In CO m-bad si amser sin 'that that was the time' Ml.
24 d 7 vertritt si einen neutralen Begriff, vgl. S. 65.
189 Z. 33. Schiebe (nach dem ;) ein: it e son aptota les-sem riam
Sg. 77b6 (e vertritt begrifflich ein Neutr. Sing. ; Thurneysen,
KZ XLIV 114f.);
196 Z. 2. In Sg. auch Nom. PI. aller Genera alaaili.
197 § 518, 1. Über Ogam-Formen s. Carl Marstrander, Eriu V 144.
198 Z. 11. Lies: *Kmä.
XL Füge als Fußnote hinzu: Strachan, Eriu I 6ff., Vendryes, MSL
XIII 396 ff.
200 Z. 13. Vgl. a bywfy S. 325 Z. 6.
201 Z. 13. Genauer: -x in -o verwandelt.
Z. 2 v. u. käme, lies: ginge.
203 Z. 15. Com. fattel, fettel 'wie?' scheint das fragende Pronomen
und del zu enthalten; -tt- vielleicht nach dem Muster von
kettel § 518, 2; f- unklar.
205 Z. 11. Lies: * kuanä.
209 Z. 15. Vgl. noch mo. pa diaspettych di bynnac S. 324 Z. 24f.
§ 528. Vgl. Ascoli, Archivio glottol. Ital., Suppl. II 121.
218 Z. 9. Lies: 3. Sing., 1. und 3. PI. Vgl. S. 386 Z. 10 ff.
222 § 537, 7. Vgl. noch du-d-uic Ml. 67 a 3, vgl. 27 d 23 (Thurneysen,
Handb. § 424).
223 Z. 10. Lies: § 559 Anm. 3.
224 § 539. Vgl. Thurneysen, KZ XLIV 116 f., Vendryes, Ec. XXXU 447 flF.
672 Berichtigungen und Zusätze.
II 227 Z. 24. Die relative Singularform statt des Plur. kommt schon im
Mir. vor, s. Atk. LBr. Z. 7374, 7315.
236 Z. 26. Corn. a 'wenn' ist durch die verschiedene Sandhiregel von
dem relativen a deutlich unterschieden.
240 Z. 10. Eelativsatz vor dem Beziehungswort: corn. a wor den
S. 322 Z. 3.
248 § 552, 4. Vgl. noch ni m-a-riccfed, conna mm-an-airi S. 557.
249 § 552, 5. Im Mir. wird die echte Komposition der relativen Formen
viel häufiger; das Verbalverz. bietet Beispiele.
252. Zum Kapitel .,Die Negationen" vgl. Ernault, Sur la negation, Ec.
XIII 346—360.
253 Z. 34. Füge (nach dem ;) hinzu: ny ruk . . na ny garsen Beun.
Mer. 1990. — Zwei Beispiele für mbr na ne S. 321 Z. 18
und Z. 22; vgl. Nonne 1450, Barbe 361.
254 Z. 23. Belege für ir. " na noch LL 73b 41, 42. •
255 Z. 1. Über amal ni cuimsimmis u. s.w. s. KZ XXXV 387.
Z. 14. Neben cona kommt auch coni vor. act ni 'provided . .
not' Wh. 10c 1.
256 Z. 6 V. u. Ein asyndetischer Bedingungssatz mit na im Com. ist
S. 330 Z. 1 V. u. angeführt.
261 Z. 20 ff. Über namyn vgl. Loth, Ec. XXXI 503, Metrique galloise
II 2, 129 f.
Z. 27. In Ouessant ist neben egit auch negit üblich, s. Dom
Malgorn, Annales de Bretagne XXV 232.
267 Z. 31. Statt -ar- steht nach einem mouillierten Konsonanten -er-:
du-m-imm-er-che'll u. s. w. S. 483.
273 Z. 2. Füge als Anm. hinzu: Das narrative Prät. von 'hören' und
'sehen' ist oft von einem überflüssigen co n- begleitet
(Thurneysen, KZ XXXVII 58"^): amal imm-ind-raitset,
CO n-acatar Fiacc Find cuccu Thes. II 241, 11.
275 § 573 Schluß. Aus air. resiu ro ist nir. sul entstanden, Stokes,
Wi. IV^ 552.
290 Z. 3 V. u. Vgl. corn. nansyw S. 425.
291 Z. 2. Air. no wird im Nir. durch do ersetzt, vgl. I 265.
298 Z. 31. Tilge: vgl. 56b 26.
299 Z. 3. Thurneysen, Handb. II 99, vgl. ZfcPh. VIII 81, will statt
*od- vielmehr *os8- ansetzen; dies *oss- müßte, da die
Zusammengehörigkeit mit skr. ud asl. vy- u. s. w. keinem
Zweifel unterliegt, auf *(/c?-,<t- zurückgehen; ein solches *ud-s-
kann jedoch in ir. osnad 'Seufzer' wegen der c. Form
uch-enaid nicht vorliegen; daß sowohl ir. os- wie c. uch-
auf der Präverbgruppe * ud-eks- beruht, wird durch die For-
men mit *eks- (c. ech-ain oben S. 295) aufs schönste be-
stätigt; daß das einfache Präverb für das Ir. als *od-, nicht
als *oss- anzusetzen ist, folgere ich aus dootar S. 274
Z. 19, vgl. § 753 Anm.
Berichtigungen und Zusätze. 673
II 300 Z. 1. Vgl. jedoch to-ro-od-gaib- § 734, 11 (di-ro-od-scuich-
S. 618 f.).
304 Z. 7. Daß mos- ein Präverb ist, beweist mus-creitfet Wb. 5c 2.
Z. 31 — 34. Das fragende Pronomen wirkt als ein Präverb in cia
aithet S. 514, co harragar S. 592, co heranar S. 597,
cia ret, co sernar S. 601, 626, cia tiasam Thes. II
299, 30, cia thoetsat S. 656.
309 Z. 21. Vgl. Loth, Bc. XXXI 483—487.
310 Z. 15. Lies: tair.
312 Z. 8. Vgl. mc. y cavas Tut trouve' u. s. w., Loth, Rc. XXXI 493.
317 Z. 19. Auch in einem fragenden Hauptsatz kann ein Konjunktiv
der Absicht stehen: cinnas fuirechlem S. 485 Z. 3.
333 Z. 5. Als Gegenbeweise gegen ar-a-rethi könnte man du-fichi
§ 723, 2 und con-rigi § 794, 2 anführen; sie sind jedoch
wohl Analogiebildungen nach 3. Sing, dofich, conrig (die
sich nach S. 664 Z. 20—23 erklären).
Z. 42. Tilge die Parenthese (in tuesmot muß das -sm- oder
wenigstens das -s- mouilliert gewesen sein).
337 Z. 19 f. Mehr bei Ernault, Rc. XXXII 75».
344 Z. 32 f. Vgl. S. 401'.
348 Z. 8. Zur deponentialen Flexion von ro-fitir vgl. § 627, 5 S. 406.
351 Anm. 1 Schluß. Eine idg. Alternation liegt auch in con-da-rias
u. 8. w. (zu reg- 'binden') vor, s. Verbalverz.
352 Z. 36 ff. Die wichtigste Quelle des nbr. -f- sind jedenfalls die in
§ 648 besprochenen Komposita des Verbums 'sein'. Vgl,
Ernault, Rc. XI 479 ff.
356 Z. 16—27. Konjunktive auf -y (3. Sing.): corn. roy S. 473, mbr.
deuy S. 453.
357 Fußnote. Füge hinzu: Josef BaudiS, Über den Gebrauch des Fut. II
im Irischen und über die Bildung des air. Futurs, Rc.
XXXIII 324-351.
359 Z. 13. atrebfea ist nicht belegt.
367 Z. 20. Vgl. noch -huaid § 790.
Fußnote. Vgl. in-lolaig S. 570.
382 Z. 24 — 29. Vielleicht ist der Hiatus in ^ qeqane is, *qeqana eg durch
Aphaerese des kurzen Vokals von *is und *e'g beseitigt worden.
385 Z. 31 f. Auch der Konjunktiv von arc- ist deponential: Sing. 2.
comairser, fris-comarser S. 457.
390 Z. 12 — 17. Vgl. noch einerseits nä hanagar S. 456, andererseits
tob gar S. 460.
396 Z. 6 — 16. Ähnlich ir. ni chumangar a rim 'mau kann sie nicht
zählen' LL78b2, ona laimtheä guin duini 'sodaß man
es nicht wagte, einen Menschen zu töten' LU 50 b 20.
396 — 397 Fußnote. Über die Beziehung der tocharischen -r-Formen zu
den italisch-keltischen hat Meillot sich zu wiederholten Malen
geäußert, zunächst sehr skeptisch (Journal Asiatique, Mai-
Federsen: Vgl. kelt. Gramm. II. 43
674 Berichtigungen und Zusätze.
Juni 1911 S. 454), später zuversichtlicher (Revue du Mois
XIV Nr. 80 S. 142, MSL XVIII 10 ff.). Sollte der Zusammen-
hang sich wirklich endgültig bestätigen, so wäre dies meiner
Ansicht nach ein ganz entscheidender Beweis dafür, daß das
Tocharische einst zum italisch-keltischen Sprachzweig gehört
hat. Es verdient unter diesen Umständen Beachtung, daß
Meillet, MSL XVIII 24, im Anschluß an Jacobsohn das
bisher nur im Keltischen und Griechischen belegte ,,idg. p"
auch im Tocharischen wiederfinden will.
II 402 Z. 21. Das Gefühl für die besondere Bedeutung des Mediums scheint
sehr lange bestanden zu haben; gewisse Spuren deuten noch
darauf, daß z.B. die Vi^'urzeln reg- und sei- im transitiven
Sinne aktivische Flexion, im intransitiven Sinne dagegen
deponentiale Flexion gehabt haben: -dergemar S. 595,
-tuislider S. 623.
403 Z. 21. Zu beachten ist jedoch die archaische Form -fetor 'ich
weiß' S. 523.
410 Z. 19. Das Gerundiv kann den Akk. regieren: is oissi menmain
§ 790.
Z. 31. Vom Konjunktiv beeinflußt ist auch coirthi S. 498, cuin-
testa S. 607.
415 Z. If. Vgl. jedoch luag 'act of buying' S. M.
§ 635, 2 b. Vgl. Fräser, A use of the verbal noun in Irish, K-Meyer-
Festschrift.
417 Z. 17. Vgl. noch iarn-a linad 'gefüllt', iarn-a fuine 'gebacken'
Wi. 256, 23 u. 31.
418 Z. 31. Aus dem Mbr. : quement maz aenn, e-n dougenn net
hac e caret dre meledy 'partout oü j'allais, je le respec-
tais et je l'aimais avec louange' Nonne 1145.
§ 635, 3. Dasselbe Nomen fungiert bisweilen als Inf. des Stamm-
verbums und des Kausativs, s. S. 615. Auch der Inf. oul
'trinken' (S. 412) schließt sich formell an das Kausativum
asl. pojiti 'tränken"; vgl. noch S. 443'.
419 Fußnote. Füge hinzu: Tomas 0' Mäille, Contributions to the History
of the Verbs of Existence in Irish, Eriu VI 1—102, A. 0.
Anderson, Syntax of the Substantive Verb tha in Modern
Scottish Gaelic, ZfePh. VIII 236 f.
440 Z. 2 — 5. Interessant sind die mir. neugebildeten Formen der 2. Sing.
ro-psat, nä-r-bsat,ni-r-8at, s.Vendryes, Ec.XXXIII388.
441 § 647. Vgl. H. Kern, Das altirische Präsens banaim, Festschrift
Wilhelm Thomsen zur Vollendung des siebzigsten Lebens-
jahres dargebracht, Leipzig 1912, S. 70 ff.
444 Z. 14. Als Nr. 7 a ist ein Komp. mit imb- nachzutragen: imm-e-
ra-btar iudeu 'welche die Juden umgaben' Ml. 37a 16.
Z. 1 v.u. Füge hinzu: far-ro-chuad gl. confecta est ZfcPh. VII479.
446 Z. 7. Hierher wohl mit infigiertem, später fest gewordenem Adver-
Berichtigungen und Zusätze. 675
biuni: Fut. Sinfj. 3. du-n-doich-fia 'will come', eigentlich
"wird wahrscheinlicherweise werden" Ml. 39 d 26 (Thes. hat
-fea, was aber wohl nur auf einem Druckfehler beruht; auf
meine Anfrage hat der prefetto della ßiblioteca Ambrosiana
Herr A. Katti mir gütigst mitgeteilt, daß die Handschrift
-fia hat); PI. 3. nad todoichfet 28b 6 (davon abgeleitet:
todochide 'künftig'). S. Zupitza, KZ XXXVII 392.
II 451 Z. 19. Komposita von äin sind rem-äin, er-äin K. Meyer, Rc.
XXXIII 96 IT., ferner etr-ain 'going between' Wi., etr-äin
LL 71a 44, 92a 33, 119a 1, 303a 9.
Thurneysen, K.-Meyer-Festschrift 62 ff. nimmt an, daß
das Fut. von ag- von einem Stamme ebla- gebildet wird:
Fut. Sing. 3. eblaid, a-tan-ebla, Kondit. Sing. 3. imm-
usn-ebla[i] d. In diesem Falle wäre anzunehmen, daß ell-
und ag- im Ir. (wie im Brit.) ein suppletivistisches System
gebildet hätten; indessen kann ea sich wohl auch um bloße
Synonyraität der beiden Wurzeln handeln.
455 Z. 12. Als § G53a ist einzuschieben: air- 'pflügen', Fut. PI. 3.
cocon-ebrad 'wie werden sie pflügen', s. Thurneysen,
K.-Meyer-Festschrift S. 64.
466 Z. 28. ni a3rbarad ist Prät. Pass. mit analogiscber Lautgestalt;
zur Analogiebildung vgl. § 736 Anm. S. 536.
469 Z. 27. Ein Kompositum mit imb-di-od- steckt in Konj. Sing. 3.
cona ra-an-derbara 'damit sie sich gegenseitig nicht be-
trügen' S. M. II 340, 2 (von O'Dav. Nr. 709 als cona m-an-
derbra zitiert; vgl. arna m(-an->derbara S. M. II 388,
16). Zur Konstruktion vgl. oben S. 311; zur Stellung des
infigierten Pronomens vgl. S. 248 mit Nachtrag.
476 Z. If. Vgl. noch a n-airmbert gl. apparatus Book of Arm. 212 r.
Ein Komp. mit to-air- steckt in tarmairt 'was within a
little of, tarmart(atar) som 'they were about', Pass. Prät.
Sing, tarmartad, s. Strachan, Trans. Phil. Soc. 1895 — 98
S. 74, Monast. Tall. 153, 14, Wi. 811.
Z. 32. Füge hinzu: Fut. Sing. 1. ni opus YBL 118a 9.
Z. 36. Dieselbe Etymologie jetzt auch bei Hans Hessen, Umfärbungen
S. 49.
478 Z. 10. Hierher auch aecobor 'Verlangen' * ad-lcnm-bhro-m'i
481 Z. 2 v. u. Vielleicht war -ad- ursprünglich ein perfektisches Prä-
verb, vgl. Präs. Sing. 3. na cocra 'Avho iloes not love'
O'Dav. Nr. 506, S. M. III 34, 2.
488 Z. 1 v. u. Vgl. S. M. Gloss. 720 (Pass. Konj. muna tincustar,
Inf. tincisin).
489 Z. 15. Schiebe (nach 20c 18) ein: (d)öccid Book of Arm. 220v.
Z. 19. in-do-r-ecatar, lies: is . . in<^d) do-r-ecatar.
Z. 22. In Konj. Sing. 3. uo-m-dorci«dar Thes. II 358, 1, Abstr. Gen.
dercaisen Trip. L. 216, 3 sehe ich entgleiste Formen mit fest-
43*
676 Berichtigungen und Zusätze.
gewordenem perfektiscliem -r- (von derc 'Auge' beeinflußt).
II 489 Z.l V. u. fecais, fecis beiWi. bedeutet 'begann' (vgl. Monast.Tall.
150, 30, 33; 155, 12 f., Eriu II 222, 29 f.; PL 3. fecsit LU
24b 1) und bleibt besser aus dem Spiele.
491 Z. 14. Lies: § 748.
498 Z. 13. Ein Komp. mit fo-ess-: Präs. Sing. 3. fo-feiscren 'falls'
Monast. Tall. 149, 8, 9; Abstr. feiscre K. Meyer, The
Triads of Ireland (Dublin 1906).
Z. 35. Über subjektloses foceird s. Monast. Tall. zu 159, 15.
499 Z. 35. Formen des Supplementverbums: Prät. Sing.3. a(r-i>d-ra-li
'der es bewirkt hat' Monast. Tall. 149, 8, ar-id-ra-lastar
Thes. II 318, 3, Eriu II 222, 7, ar-id-ra-listar Monast.
Tall. 153, 27; Pass. Prät. Sing, ar-ra-lad LL 251b 2,
aralad Trip. L. 28, 21.
500 Z. 14. Das perf. Supplementverb : Prät. Sing, tath-ar-la Wi. 139, 6.
509 Z. 29. Konj. perf. Sing.3. doai-r-li (statt -lea) Monast. Tall. 142, 14.
511 Z. 30. Konj. Ipf. Sing.3. [ß) o-<d>a-tallad (subjektlos) 'to let her
find room' Monast. Tall. 130, 10 (die Übersetzung nach
brieflicher Mitteilung von E. J. Gwynn).
513 Z. 20. ro-ratha auch S. M. II 338, 19.
516 Z. 25. Ipv. Sing. 3. toided, taided Fei. Jan. 1, Prol. 340.
Z. 29. Ein Komp. von fed- steckt in tairiden 'an aqueduct',
'mill-race' S. M., vgl. Kc. XXIV 406.
518 Z. 16. Jüngere Form: für 'preparing' Monast. Tall. zu 136, 31,
Atk. LBr.
Z. 34. Konj. perf. Sing. 1. atchous oben I 308.
519 Z. 30 ff. Echt zusammengesetzte Formen von ind-fiad- belegt
Thurneysen, K.-Meyer-Festschrift 62.
521 Z. 14. do-ro-acht auch Thes. I 489, 35.
523 Z. 26. Es gibt einige Komposita von finn-. Mit fo-ro- 'wissen
(was eigentlich geheim sein sollte oder schwierig zu erfahren
ist)': Prät. (mit Präsens-Bedeutung) Sing. 1. forfetar sa
LL 59, 21; 3. foritir LU 104b 3; PI. 1. foretaramar ni
105a 36; 3. foretatar som LL76a36; Part, fir foirrse
'true evidence' S. M. V 460, 25, vgl. O'Dav. Nr. 972; Abstr.
forus 'knowledge' S. M., vgl. die Kedensart beim fo-
ris oben S. 461 (nir. foras 'understanding', foras focal
'an etymological dictionary', foras feasa 'a fundamental
account'). Mit to-ro-: torisse gl. fidelis, torisin gl. fidem
§ 824 Anm. 1. Mit aith-ro-: Abstr. aithris 'relating,
telling' K.Meyer, aithrus 'to consult' Monast. Tall. 144, 1.
Mit aith-: Abstr. aithiss 'Vorwurf. [Belegstellen für
forus bei E. J. Gwynn, K.-Meyer-Festschr. 178 ff.].
529 Z. 8. Vgl. das Part, frithe 'gefundenes Gut' S. M., Wi. III 541.
536 Z. 1. in-dat-togar ist ein Komp. mit in-to-, wie ich oben
S. 147 f. mit Recht angenommen habe.
Berichtigungen und Zusätze. 677
II 537 § 739. Es gibt noch mehr Komposita voq gell-. Mit air- 'to vow'
vielleicht Monast. Tall. 134, 18 (wenn nicht ar- Schreibfehler
für as-, vgl. 134, 32, ist); mit to-air-: Präs. Sing. 3. do-n-
airgella 'gives pledges' S. M. I 260, 9 u. s. w. ; mit di-:
Prät. PI. 2. in[d] de-r[b]-gel8id *have ye taken a vow?'
Monast. Tall. 134, 27; mit to-for- 'festsetzen, bezeugen':
Prät. Sing. 3. doforgill som Monast. Tall. 140, 17; Pass.
Präs. Sing, forsa-torclaither O'Dav. Nr. 1587; mit to-in-
'versprechen' : Pass. Prät. PI. ro-tingellta S. M. Über
di-od-gell- handelt Sarauw, KZ XXXVIII 184.
541 Z. 5. Konj. Sing. 3. perf. conacna Thes. II 349, 6.
544 Z. 12. Füge als Nr. 5a hinzu: Abstr. ingnam 'produce, crops'
Monast. Tall.
550 Z. 3. Füge hinzu: iraargo 'falsehood' Wi. 621.
Z. 26. Füge vor no-n-geiss hinzu: 2.
554 Z. 21. Füge hinzu: Ipv. PI. 3. na cnmgat Ml. 54b 12.
Z. 39. Mit ad -com-: accmaing 'Instrument, means' K. Meyer,
557 Z. 24. Füge nach 24b 5 hinzu: , con-dici ZfcPh. VII 481, 9 (diese
von Stern verkannte Form ist Vorstufe des mir. connici 'bis').
565 Z. 22. Zu ellwng vgl. Loth, Rc. XXXI 508.
571 Z. 2. Füge hinzu: Mit fo-: Part, follscaide 'unten verbrannt'
LU 69b 11.
574 Z. 39. Ganz jung ist Präs. Sing. 3. indaim Monast. Tall. 143, 30
(vgl. Ipv. Sing. 2. indail u. s. w. Atk. LBr. S. 767).
576 § 777 Anni. Mehr brit. Formen bei Ernault, Gloss. 181 und Ven-
dryes, Rc. XXXII 480.
583 Z. 4. Konj. Ipf. Sing, con-arnastä oben S. 318.
584 Z. 7. Füge als Nr. 3a hinzu: Mit for-: Präs. Sing. 3. fornessa
'tritt einen Splitter in den Fuß' Lü 73b 15, TBL 31a 29,
'versetzt einen Fußtritt' Rc. XI 452, fornesa .i. dobeir
tainsimh O'Dav. Nr. 861; Fut. Sing. 1. for-da-nesiub
Wi. IP 246, vgl. Wi. Täin S. 294*.
585 Z. 29—31. Nach K.Meyer, Eriu VI 108, hat anai kurzes a-. Wenn
dies richtig ist, ist das Wort hier zu streichen.
588 Z. 24. Mit imb-ess-: imm-an-esoirg S. 311.
589 Z. 34. Lies: d-a-im-chom-arr.
596 Z. 21. Vgl. br. doare I 526, mbr. dazre I 323, 528.
600 Z. 18. Mit ad- od-: Prät. Sing. 3. a-tn-uarith 'he ran at him"
K. Meyer 155.
Z. 28. Dieselbe Deutung von torad jetzt auch bei Hans Hessen,
Umfärbungen S. 57.
604 § 802. Auch das Simplex ist belegt: Prät. Sing.3. rerid IX50a 8,
s. Thurueysen bei K. Meyer, ZfcPh. VIII 600.
615 Z. 22ff. Über mbr. coscor u.s.w. vgl. Rhys und Loth, Rc. XXXIII 368.
€17 Z. 2. sgeinm steht zweimal in den Annaleu der Four Masters:
Jahr 1570 (= III S. 1646, 5) und Jahr 1121.
678
Berichtigungen und Zusätze.
II 625 Z. 31. fresndid gehört wobl nicht zu imfresna, sondern zu
freisndis oben S. 520; es ist also das Gegenteil von
ai8ndid(i) gl. adsertor(e8) Ml. 20d 8; die Synkope von
drei aufeinander folgenden Silben ist nicht lautgesetzlich.
628 Z. 17. Ein Abstr. tur bei O'Dav. Nr. 1585.
632 Z. 10. Vgl. abr. ro-luncas S. 281, 374.
634 Z. 28. Eine finite Form ist Prät. PI. 3. imm-a-comsinitar oben
S. 311 (volksetymologisch — nach sinira 'ich strecke' —
umgebildet ist imm-on-sinsetar LL 116b 1 und das
Präsens Pass. imm-a-sinithar döib 'sie geraten in
Kampf LU 60 a 3).
643 Z. 12. tiag- in der Bedeutung 'sterben" LL278a40 — 44 (tiagait,
dig, no-digsed).
650 § 845. Thes. II 293, 6 ist jetzt auch von Hans Hessen, Umfärbungen
S. 60, ebenso gedeutet.
Index.
680
Vorbemerkung".
Band I wird durch bloße Angabe der Seitenzahl zitiert; bei Verweisen
auf Band II steht vor der Seitenzahl ein römisches II. Im Wortindex
werden die Lehnwörter durch die folgenden Zeichen kenntlich gemacht:
B = aus einer britannischen Sprache entlehnt (im britannischen Wort-
verzeichnis bezeichnet B die aus einer britannischen Sprache in eine andere
aufgenommenen Wörter); I = irisch; G = germanisch; K = keltisch; E
= romanisch. Stehen die Entlehnungszeichen in einer Parenthese, so ist
entweder nur ein Teil des betreffenden Wortes (ein Kompositionsglied, ein
Wurzelstück oder eine Ableitungssilbe) entlehnt, oder das Wort ist nur in
irgend einer Beziehung von der fremden Sprache beeinflußt, oder die An-
nahme der Entlehnung ist zweifelhaft oder falsch.
Der Wortindex zerfällt in drei Abteilungen: I. Gälisch, II. Britannisch
und Gallisch, III. Nicht-keltische Sprachen. In den beiden ersten Ab-
teilungen finden der Eaumersparnis wegen gewisse Abweichungen von
der streng alphabetischen Reihenfolge statt, worüber bei jeder Abteilung
für sich Aufschluß gegeben ist.
Wortindex. Gälisch. 681
Wortindex.
I. Gälisch.
Ogam, Altirisch und Mitteliriscb unbezeichnet; ni. = neuirisch; seh.
= neuschottisch. Bei der alphabetischen Anordnung sind c, k, q gleich-
gesetzt; X ist als chs gerechnet; für ni., seh. sg, sd, sb schreibe ich sc,
st, sp (was selbstverständlich nicht als ein Reforravorschlag aufgefaßt
werden darf); h hat auf die Anordnung keinen Einfluß ausgeübt; die Doppel-
konsonanten werden den nicht gedoppelten Konsonanten gleichgerechnet.
ae = e steht bei e, diphthongisches ae bei ae. Die als Timbrezeichen ver-
wendeten Vokale haben auf die Anordnung keinen Einfluß geübt und sind
daher im Druck hochgestellt; ebenso die in § 239 Anm. besprochenen Hülfs-
zeichen'. Die proklitischen Elemente der Verbalformen sind bei der alpha-
betischen Anordnung abgerechnet; ebenso perfektisches ro- an der Spitze
des echt zusammengesetzten Wortstückes, wenn die Analyse leicht ist, d. h.
wenn das Präverb die Form ro-, ro»-, ru-, ru'- oder r- hat und im darauf
folgenden Wortstück kein f- oder s- wegleniert, und kein Vokal durch Syn-
kope geschwunden ist. Schließlich ist bei den Verbalformen die Flexions-
endung meist durch einen Bindestrich abgetrennt worden und ohne Einfluß
auf die alphabetische Reihenfolge geblieben.
1. Zwei nebeneinander stehende Vokalzeichen werden also nur dann
beide für sich mitgerechnet, wenn sie entweder einen Diphthong oder zwei
Silben bilden. Zweisilbigkeit habe ich für das Air. und Mir. überall da
angenommen, wo sie etymologisch zu erwarten war (d. h. wo ursprünglich
zwei durch einen unsilbischen Laut getrennte Vokale vorhanden waren, von
denen der erste betont war und der letzte nicht in einer Binnensilbe stand)
ohne Rücksicht darauf, ob möglicherweise schon im Air. Kontraktion ein-
getreten war; ebenso rechne ich doppeltgeschriebene Vokale als zwei Silben,
wenn ursprünglich zwei Silben vorhanden waren. Es bleiben aber viele
Zweifel ; daß ein im Auslaut entstandener Diphthong ui in der Verbalflexion
bisweilen in den Inlaut gedrungen ist, wo eigentlich o (-0^-) zu erwarten
war, wird wohl richtig sein; ich habe aber möglicherweise zu oft ein solches
analogisches -ni- angenommen. In den unbetonten Silben schreibe ich o>,
u». ei; dagegen H (aber nach einem Vokal ai); Hi, e» (aber im Auslaut ^a);
so scheint mir der Kürze am besten gedient zu sein; die wirkliche Aus-
sprache wird aber dadurch nur teilweise richtig angegeben. Für das Neu-
irische geben meine Schreibungen nicht die Aussprache, wohl aber in den
meisten Fällen die Etymologie an. Die Manks-Wörter waren mit dem von
mir vorwendeten alphabetischen System inkommensurabel und sind daher
nicht ins obige Verzeichnis mit aufgenommen worden; es handelt sich um
die folgenden Wörter; ardnieu 255, R ashoon 255, cha 466. diaghtey 327,
G knapp 387, coyrt 276, G kramp 387, cronk 154, 387, G crout 387, quaagh
386, quallian 337, queig 337, quoi 337, kvlaghty 327, dou II 152. dy olk
406, edd 255, g- 276, G gnau 154, gra 276, 'G graue 154, gy holk 406. injil,
ishill 387, jarrood 475, R mainshter. meister 387, mraane, nivnavn 327. ny
II 227, nyn 265, slyan 408, troo 154, R ullick 255, uunane II 27, y 408.
682
Wortindex. Gälisch.
a 'aus' 78, 244, 254, 259,
267 (Z. 22, 29), 404,
II 74, 141, 149, 295
ni. a = do 265, 457 (Z.
24, 26), 464, 469, II 227
a vor Vokativ 437
seh. a = ag 276
a 'sein' 301, 391 (Z. 13),
442, II 139, 168, 173
a'ilir"eius'301,404,405,
406, II 139, 173
a vor Zahlwörtern 404,
405, II 126
a n- 'ihr' 'eorum' 265,
275, 301, 392, 479, II
139, 173
seh. und mir. a (Artikel)
276
a n- (Neutr. des Artikels)
243,11176.182,227,251
a n- 'indem' 397, II 183,
184
nir. a n- (Fragewort) 392
-a- (rel.) II 219, 235
-a- 'es' 465, II 139, 171,
194
-a n- 'ihn' II 139, 171
a aü 307
aial 203, 307 (Z. 21, 38)
E aiar 203, 307 (Z. 20,
37), 541
R abb s. ap
abad s. apad
ni. abhaUe 265
abamin II 450
abann 116, II 56
R abann 210, 239
R abcolips 219
R ni. aibheis 202
R abbgitir s. apgitir
R ni. aibid 232
ni. abair, -abair 477, II
249, 251
R abis 202
R ablu (ni. abhlann) 226,
262, vgl. obla
abra 119, 176
R ni. aibreän 192, 237
ni. abrochad II 249
eon-abniithea II 479
R abstanit 191, 213, 234
acc, aicc II 261
atob-aich II 451
ad-a'ch-fedar, ad-aich-fer,
-aich-fetar, adr-aich-
setar II 387, 455
-acc-adar II 385, 487,
nimnn-acc-araar II 248,
312, 488, -acc-astar,
-ac-at, -accatar, fritr-
ac-atar II 487 f., 672,
connämon-acc-ed II
311, nin-ac-end II335,
-acc-ai, fris-acc-ai, -ac-i,
-acc-i, -a'cci II 487 f.,
fris-aicc-imII296,488;
— -acca II 249, 272,
284, 288, 487, 671
ni. aca 409
con-acab, for-acab II 528
frisr-acaeha II 272, 488
-acäld-ad, immus-accald-
at II 538, acaldam I
479, acealdam268,476,
II 61, 65, 413, 538,
-acalladar 11 538
fo-acanim II 479
R acarb 227, acarbai 354
eon-acart, dor-acartmar
II 534
fo-äcbat. fotr-äcbus II
268, 527 f.
aicde li 551
-acfe II 368, adcita-acae
II 293, 488
R aicer-ht 236
con-aicelt II 483
R aicen 206
-acen(and) II 334, 546
R aiccend 234
R aiccepf 236
R acher 229, 326
-aicerat II 533
con-acertus II 485
-aiccess II 488
acfaing487, vgl.accmaing
aicci 346
ni. aici 409, 509
immus-aiecichet II 362,
488
R aicid (ni.), accidit 234
-acciged II 362, 487
-aoaillestar II 538, acailli
II 249, -acilliur, acailsi
II 538
-acajr, du-acair II 533
R G accaire 224
accais 476, II 5
-aecladat II 492
-aiclestar li 538
-aclaid , con-acclaid,
aclaide II 492
aicme II 61
accmaing 487, II 677
con-acna II 677
aichne II 546
aicned II 34, 544
accobor, accobur 263, 476,
497,11219,243,414,675
-accomaltar II 510, ac-
comalteI26,478,II510,
fo-accomla, -accomla-
tar, aceomol, -acoraol-
tar II 510
accor II 481
con-acrad II 534
du-acradat, do-accradi
II 496
aere, acraidecht II 533
R a'csenaib, a'csin II 670
aicsüi 488, II 46, 488
aiesu II 549
acht 397, II 240, 265, 267
(Z. 16, 19), 314, 672
-acht, dosn-acht 123,
II 451
R acht 229, achtäil 196
accubur 479, s. accobor
accur, accuras II 481
a-chur-sa 276
acus (7) 161, 272, 275,
409, 439, 440 f., 463,
II 125, vgl. agus
R accuiss 195, 205, 217,
230, II 670
ad- 469, 476, II 147 (Z.
5, 16, 33), 173, 218, 219,
249 (Z. 40), 267, 270,
283, 291, 454; ad- aus
aith- 1 272. II 148, 242,
292; and- II 292
adaas II 432
R aülacht, abdacht 209,
341, s. idacht
adall II 291, 353, 509
adamna 169, 380
adararugud, -adamrugur
357
adandad, adanta II 457
R seh. adhar 203
adarc 111, 232, II 55
adart 178, II 47
R adartha II 450
adas II 5, 21, 432
do-adbadar 420, 421, II
390,519, don-adbantar
II 519
adbar 512, II 518
adbartaib, adbartaigther
II 526
don-adbastae II 519, do-
adbat I 349, 420, II
291, 519
adbchlos II 11
Wortindex. Gälisch.
683
(lon-a»dbdera II 519
R adblrseoir 215
a«dbirt 209, 339
do-adbit 420. II 518
adblam II 11
adbrond 34
don-aidbscd II 519
aidche, aidnhi 487, II 89
(Z. 19), 94, 180, s. adaig
dor-adchiuir, dorr-aid-
chiüir 298, II 369, 497
adchoirachladach II 494
aidchomarc II 457
adcunibe II 461
aidchunitach II 506
aidchu'rathe 352, II 461
-adchumtif,' II 506. 607
du-adcburidar, aidcbuir-
tis II 499 f.
ade 274, 391, II 152 (Z.
24, 39)
aided II 514
ni. ade^r s. a-de>r
aidbes II 587
adessam s. a-dessam
aklgne 419, II 546
-addai II 507
adi (Auffen.s) II 152
adi, adib455, 479, II333,
344, 422. 430
adid- II 235, 291
E adiecbt 216
adaijr 487. II 88 f., vgl.
aidche
adill 300, II 509
ni. adbaircin II 56
adirclui II 55
äidloa II 565
doda-aidlea II 353, 509,
-adliub II 291. 509
adnachte II 409, 456,
adnaciilI418,II24,456
adnad II 457
-adnaiss II 456
ado II 507
adoa sa II 432
a°dpairt 339
aidrecb 177, II 143 f.
R adrajm 'bete an' 207,
II 303, 450
(R) adraim 'I cleave to'
II 450
adthramli 478
ni: adubbairt, adubhras,
s. a-dubbairt
ae II 212 (na äe), 213
(cech ae), s. äi
aed 57
Aed, Aedgal II 63
aees II 587
abel 60, 307 (Z. 23. 38), 413
ni. aen 344, II 126
R aar, aieir 203, 306, 307,
344
ni. aerdo 354
aes 56. 338, s. äis
afainL'>iin, aflamenad II
450 f.
a-feclit-sa 276
R ni. a'i'reaun 221
ag 97
ni. ag, aig 272, 276, II
143
ag-, atora-a'g, ag-ait 96,
II 413, 451, 611, 675
aig 39, 40, 65, 96, 535,
II 93
äg 101, 177
kg-, ;ig-ur 161, II 46,
412, 454
for-agab II 528
agad 39, 129, s. ag^id
ni. agam 275
ägasta II 22
ni. agat 275
aige II 451
ni. a'ge II 409
R ni. aigean 206
-a'gera II 533
agaid 102, 232, II 608,
s. agad
aigred 96, II 53
äigsech II 22, aigsin,
aigtbni II 46. 412, 455
ni. agus 269, 441, s. acus
äi, n-äi, häi, aii, a'ib 267,
301, 307, 308, 411, II
64, 81. 139, 140 (Z. 11,
29, 35), 141, 168, 173
(Z. 6. 14)
lat. Aidanus II 63
äimin 387, II 59
R äin (didin) 215
ais 56, 176, II 66, 215,
äis tuaethe II 651, vgl.
aes
al-. -ail, al-id II 360,
367, 391. 455
i äl 103. 295, II 53
aU II 98
all 44, 85
dund-all-a II 511
aill II 195, all- II 196,
ala (ala aile) II 136,
195, 196, 671
G ni. balla 412
alacht II 32
fo-älagar II 390, 572
alaill, ahiile257,260,272,
273, 277,300.301,358,
392, 432, 445, 491, II 1,
2, 195, 196, alanaUe I
272, II 196, al-anman
II 196
Alba, Albanacb, ".-ti.fiiüv,
Albu 251. 327, II 110
äildem, äUdM» 260, 262,
486, II 119, 122
aile 32, 69, 251, 257, 263,
267, 272, .341, 358, 359,
II136(..deari, 176(ind
aile), 195, 196. 212
fo-alg-im 305, II 572
äilgen. älgenigid 113. 295
(oc) ailli 346
allaid 350. 11.39,196,197
for-alaig II 572
älind 260, 262, 486, II
119, 122
ailitbir, ailitbre II 44
K almsan 241, II 111
Almu II 110
alt 'Ufer" 137
alt 'artus' 91
-alt (akt.) 246, II 367,
878 iZ. 1,23), 455, -alt
(pass.) II 391. 455
altan II 57, s. altaiu
altar, altarac-b II 44. 196
altai 350. s. allaid
altain 137. 373. s. altan
R altöir 203, 261, 263.
372, II 179
altram 137, II 45, 61,
412, 455, altni I 137,
II 45
ni. altughadh II 650
scb. am 'in, worin' 400,
401
scb. am 'eorura' 400
scb. am (Artikel) 403
am 'ich bin' 87, 455 [Z.
16, 26\ II 339, 342,
422, 429
am 'Zeit" 80
am- 167. II 7
con-ammadar 113, II 578
amal 72, 165, 264, 272,
273, 395. 397. 423, 439,
467, 469, 473, II 74,
79. 149, 152. 2-24, 315,
3-20. 436, 672
ammä'n, ni. ambäin 165.
II 126, 188, 261
684
"Wortindex. Gälisch.
amaras 348
ni. amäireach 99, II 23
amarais 347
ambrit II 8, 118, 288
-aimmded, -aimdetar II
578
amae, amse II 151, 188
con-ammelt II 270, 577
amein II 188
con-aimes II 578
ni. a mesag 450
ni. amhgbar II 7
ammi 87,455. 11422,430
con-ammidir II 578
amail 272, 395
amin II 151, 188
ararain, ämminn II 422,
430
am^ires, amires 47, 91,
94, 148, 168. 172, 347,
348, 430. II 7. 179, 660
amles 167. II 7
ni. amhiaidli 167
8ch. amhluadh 387
amnas 23. II 7
amne II 151. 153, 188,
aranin II 188
K amprom 226. II 8
ambras, aMuhreas 168,
172, 348. 386, 430
amricbt 167, II 7
ad-aiurMgetar 357
aimrit s. ambrit
aimsea 345. II 578
aimser 80,169, 1122,50,
aimmserad II 35
con-aimthitar II 578
ni. amudba 361
ni. amuigb 102, vgl.
imraaig
amulacb, amulcbacb 47,
94, II 7
ammus 345, 347, 356,
II 34, 578
an- 169, II 455, -ro-an,
-r-an 1305,308, a'n-fa
I 341, II 455, -ain-ib
II 357, 455, -rr-an-sam
II 455. -ru-an-us I 305,
II 247, 455
nisn-ain II 362, 456, nom-
ain II 335, 351, 456
ni. seh. an (Artikel) 269,
403, 408
scb. an, ann 'in' 400. 401
an- (negativa 45, 172 (Z.
2), 475, II 6—8
B an- (intensiv) 45, 408,
II 10, 13, 628
an- (in Richtungsadver-
bien) II 158. 187, 302
-an- 'uns' II 145
imm-an-ad, immr-än-i,
immr-an-sat, imman-
än-tis II 369, 585
äin 103, 295, II 56, 413,
451, 675
seh. ana- (negativ) 330
seh. ana- (intensiv) 330,
II 10
ana n- II 227
anna II 184
con-anac-uir II 554
anacar II 481
anacol 418 (Z. 8, 22), II
24, 412, 456, -anaeht,
-hanagar 1306, II 456,
673
anal 31, 135, 261. 295
anall 156, 300, II 187,
195 196
R anälach 191. 196
anallana II 188, 196
ni. anam 170, II 111, air.
anarachare I 228, 345,
II 111, anameha'rtessa
I 497
anart 178, II 47
atora-anaste, ad-anast^is
II 456
ainb 64, II 6, 12, 100, '
118, 288 I
(B) anboth II 59, 628, s. .
anfud [
(B) ni. anbhrutb 115, ■
356, 485 :
anbsud II 6, 9, 116. 288 :
ainbthib. ainbtbine II 10, !
59, 628
dodn-ane-atar II 558
R ancbara 228
R ancaire 224
R aneoire 228
aneretem, anchretein 475,
II 8, 246, ancreitmech
II 78
ancride II 8
R anchrist 228, 475
ni. ancbro'dhe II 8
and- II 457
and 114, 178, 247. 394
(n-and), II 126 (lä n-
and), 150. 159, 173,
194, 195, 334, 351
andä, anda-i siu, andä-s
II 78
andach II 9, 17
ainder 21
andgid II 17
and-aide II 139, 152
B andlond 541
(B) andord II 10
and-saic, and-side II 152,
153
andü (sa) II 78, 432, 444
ane. anae 441, II 585, 677
cot-anece-ar II 554
anechtair II44(Z.29,34),
187
aineda II 527
aneola 47. 149, II 6
anesoaid II 7
anfeith. anfeth II 628
anfir II 9
(B) anfud II 10, 628
aing-id 418, II 335, 362,
456
R aingel 224, angelacda
II 32
ani II 65 (Z. 3), 184, 212
anai II 585, 586, 677
aniar, aniartuaid 93, II
158, 187, 297, 302
ainib 64, II 6
ara-anic, cot-anic, doda-
änaic, dunn-änic, rob-
anic II 552, 554, 556,
557
-anich II 456
anid (Inf.) II 455
anira 'Makel" II 61
aniram 'Seele' 170, 240,
II 61, 111, 180
ni. a niu 294, 295 (Z. 6)
B ni. annlann 45,115, 541
ainm 46. 118. 168, 328,
347, 414. II 66, 112,
anmann I 158, 353
ainmitbUi II 6
ainmne 169, 352, II 104
ainmnid 347
ni. anonn II 195
ni. anois 207
ni. anrö 143
ron-ans-et, ains-ium II
456
-äins-ed II 583
annse, anse 47, 478, II 6,
10, 121, 122
ä'nsem II 61, 583
ad-ainter II 457
R anteirt 200
(B) ni. antsaor 408
A'nu II 110
Wortindex. Gälisch.
685
seh. alnull II 195
seh. aobhar 512
seh. aobrunn 32, 512
R ni. aodhar 203
seh. aof^asf^) 419
ni. aogh^ire 251
ni. aon 423, sfh. aona
(Chat deuf,') 331; ni.
aonach II 11, s. öenach ;
ni. aonmhadh II 135,
136, aonta(s) II 41
ni. aoirde 354, 359, 512
R ap 227, II 101
-apad II 460
apad II 476
apaltu II 274, 459
con-apbruitbea II 479
aipert II 467
R apgitir 226,373, II 94
-ap^il II 459
-apir II 294, 466
aipaith II 460
-aipled, -aipleat II 459
-aipred II 466
R april 192. 237
appriscc 478, II 11, 18
R apsal 219, apstal 218,
265, 486, 489, II 179
-aptha, -aptha-tar II 460
anpthach, a»pthi 339, II
460
apthin, aptu 339, II 274,
460
ar (Präposition) 272, 273,
437, II 73, 74, 133, 149,
ni. a'r I 272, ar 'denn'
1473, II 183, ar- (Prä-
verb) 191,272, 411, II
30, 292, air- I 32, 40,
91, 272, 339 (Z. 37, 40),
340, 349, 358. 399, 473.
II 219, 292, 485 (Z. 30),
494 (Z. 16), 627, ar-r-
II292. air- + com- 1339,
air--f fo- 1339, II 568.
a^r- -f- od-, air- + ro- I
339, anr- I 32, 339,
II 292
-ar- (= ro) II 267, 672
domra-air II 287. 553
a>r-im 70. II 675
ar 'sagte' 7, 273, II 141
ar n- 'unser' 265, 275,
392, II 139. 169, n-är
I 307 II 139, 141, 169,
173, -ar- 'uns' II 154
ar (Subst.) 103, 295, 430,
II 49
ara 'Schläfe' II 99 I
ara 'Wagenlonker' II 101
ara n- frei. Präverb) 399, i
II 292, (Konjunktion)
I 400, II 183, 292, 315, i
318 (Z. 6-11)
ärach 100. 102, 113, 295,
380,11592, con-arrachtl
II 592 I
arrachtin, ärrachtuII556 1
arafio 271, 272, II 442 I
-harragar II 592
a raill 273, a raUe II j
196, airaipu II 77 '
aram 113, 295. 375, II j
126, 411, 603
seh. aran, ni. arän 261
aranastar II 583
aruse II 620
arathar 31, 70, 134, 262, '
326, 349, II 45
aurbäg 340
ata-iirban, inn-ärban-tar
II 298, 463
arbanna, arbar 63, 175. I
327, II 106
-arbaram, du-arbartha,
-arrbartatar II 465
do-ärbas II 519
arbe II 106, s. arbar
arbed II 292
inda-ärben, in-ärbenim
II 148. 298, 463
airbert II 80, 465, do-
airbertar II 301, 302, |
465 I
du-ärbaid II 519 |
arb^im, s. arbar
atat-äirbined II 463
airbir II 249, 465
do-ärbith II 519
do-arbl'iing II 567
do-arbuid II 519
R are, airc 191, 230
arc-, arc-o 44, 81, 91, II
333. 457, 673 i
a're (Ipv.) II 594
ininie-airc, inim-airc-et
II 552, dun-a'rrc-ea,
do-äire-i, du-a'rc-ibed
II 553
-airc-iu II 489
do-a"rc'lianaimm 339, II
302, 332, 333, 480
arcastar, -aircei-ha II 489
dun-a'rcechainn, dund-
arc'hechainn , dan-;i>r-
cechnatar II 480, 481
airchell II 483, dodon-
archoil II 482, airchel-
tai II 485
archenn II 73, 82
arehena 273, 4.39, II 197
-arrceoratar II 369, 498
du-aircher 297, 485, II
292. 369, 497
don-archet, do-arrehet
477, 478, II 302, 481,
airchetal II 480
archinn, archionn 248,
272,377.437, 1172,74,
185, airchinnech 115,30
-airchiss-i 'schont' II 486,
airchissecht II 32, 412,
486
airchissecht 'Wehklagen'
II 487
du-archiuir 298. II 497
-archiuir II 498
arco, s. arc-
airehoid II 516, vgl. ni.
urchöid
du-ärchomraicset II 557
anrchor 340. II 5, 499
-airchös II 515, -aorchois-
sed 1339, II 244, 266,
311, 515
-a'rcliranfa II 498
aircsiu II 489
airchur II 499
ard 51, 114,354 (ni. ärd).
II 115, 119
a^rdain 340
-ärdam-ar, -ardam-at II
503
airdbe, -a>rdben II 462
ardchond II 4
airde 'Zeichen' 352, II 6,
65
airde 'Höhe' 354, ni. ä^rde
'höher' 143, 144, 354,
ni. äirdeöchad 299
airdcrgud II 596
arddai 354
airdixa II 491
airdiden II 516
airdircc, a^rd^ire 340, 115
ardis II 423, 439
-airdlig II 507
ardu, arddu 350, 354, 11
119, ni.ärduidiim 1299
are, a'r:i> 'Schläfe' II 99
aire 'Edler' II 32, 100
aire'Aufnierksamkeit'346
a're n 6, s. ara n-
a'reo, -a'rec-ar II 552
686
Wortindex. Gälisch.
airechas II 32. 100
-airecht II 552
airegera II 509
arele 273, 358. 491, II
196, äröli I 301
-airema II 512
(R) airer II 51
airesc II 620
-airesetar II 628
don-arfas II 519
do-airfena, do-airfenus
II 291, 517
airfitiud 435, II 627
anrfognum II 543
ar^ 104, 185
airg II 594
-arg-et II 606
-arrgabad 339, 477, II
302, 531, anrgabale II
531, aargab tba I 339,
II 302, 409, 531
-airgara, -argart II 534
argat 266, 267 m . Nachtr.,
s. airget ; airgdide 267,
347
airge II 592
ni. airgead 269, 327, s.
airget
don-airgella II 677
-argensat II 543, -airge-
nus I 339, II 543
airget 104, 143, 266 (Z.
27, 38), 267, 347, 357,
414, II 47, airgetlacb
II 55. s. argat, a'rgead
aargnaid 339. 11295,543
R arguniint 234
dundar-airgiurt II 534
-airi, immand-airi, conna-
mman-airi II 552, 557,
672
airi, airib II 150
-airicc II 202, 552, dor-
ärricc, dor-äricc, dur-
airric II 553, imme-
airic II 552
airichill. -airichl^a,
airicbligis II 485
E airicul 206
arid- 399, II 292
-arraid, dom-ärraid II 598
conidn-arraig, cotob-
ärrig 113, II 270, 592
-r-airig-siur , -airig-ur
351, 357, arig-ud 351,
355, 357
-airiig-et, airigid II 606
don-araill II 509
-arill-et, -airill-i. -aril-
soni II 630. arill-iiul,
airiU-iud 1357, II 631,
-aril-te, airil-teo, airil-
tnea II 631
du-airilbset 11 623
-arira II 602, -arraim
II 603
arimp II 292
arind- 399. II 292
airrinde II 603
ni. aris 482
-arrais II 598
-airis-edar, -anrisfemiuar,
don-airiss-iur II 628
airissen II 519
airitiII513. airitiu 1 138,
II 302, 513
do-airl-i II 676, dom-
airl-iss II 509
a^rlabra 340
imraan-arladmar 485. II
312,538. -arladurII538
airlam, aurlatn 339. IUI
-arlasar, immusn-arlasa-
tar, -arlasair, -arlastär
II 388. 538
airlatn 339, 1141, 102
conr-airlec-ed, con-air-
lec-i, conda-airlec-i
II 148, 563
airlech II 561
airlecb, -airlecbt II 631
-arleg, airlegend II 561
-airlicther, airlicud 358,
II 563, 565
airlond 340
Rarml68, 241,478, II 66
-äirra-i II 602, äirm-ithi
II 411, 603
armad 118, II 439
-armadatar II 578
ärmag II 3
armbad 399, II 292
airmbert, airmbiurt,
airmert II 476. 675
airraitin 138. 162, 358,
II 46, 80, 580
airmiurt II 476
dor-airn-ed II 526, vgl.
tan-a^rnat
arna 259. 400. II 255,
292.315, arnäch- 1259
don-arnac-tar II 553,
imnüd-arnac-tar II 552
arnacon- II 210
-arnastä II 318, 677
tan-aarnat 339, II 526
arndip II 221, 292, 316,
438
du-airndredat, airndrisse
II 600
äirne 103, 143, 295, II 59
-airnrchtar, -airnettar
II 552
airngabail II 529
dor-airngerad II 534,536,
du-airngerat II 534,
dur-airngert I 485, II
534, du-airngir, du-
arngir, dor-airngred
II 534
arnaib II 176
-airnic, fon-airnicc II 552,
imman-arnaie II 311,
irarae-arnaic II 552
-arroimat, -arröimsat
II 512. 513
B äros 537
inr-arp-atar II 463
ro-airp-tba II 513
-airs-ir, du-airs-iur II628
ni. arsa 273
aarsa 339
aarscartad II 616 (Z. 7, 32)
airsclaige II 493
arse II 188
arsid, arsidetu II 39, 41
-airsoilset II 564
airsiu II 150
art 21, 44, 89, 124
dosn-ärtb-et II 598
R ni. artha 205
airtach 339, II 505
artbe II 462
-aurtet II 642. 646 f.
airtbiu 131, 409
anrthuasacbt II 651
airthiucb, airthueh II 653
aru 109. 186, 295, 351,
II 110 (Z. 5, 20), 112
(Z. 9)
A'ru II 110
airiub II 150
R airiucldn 206
airi um II 150
aaruras 340, II 600
aruso II 620
as, ass 'aus' 78, 244, 254,
259, 267, II 74, 141,
235,295; ass 'aus ihm'
II 150. 172; as- (aus
ess-) II 242, 294, (son-
stige Präverbform) II
218, 219, 226, 291
1{
Wortindex. Gälisch.
687
as frei. Verhalform) 267,
454 (Z. 13, 23), II 218,
224 f. (as a), 225 (Z. 6),
235, 236 Fußn., 241, 309
(Z.5, as a), 420 (Z. 22),
422, 430
as — acus 275
ais 78
G hais 412
as- II 311 (Z. 14, 40)
assa (zwischen Kompara-
tiven) II 125, s. asse
assa- II 294, asa n- II 295
E asal 217,238. asan 217
do-aisbena II 517
aisc 'Gabe' II 611
aisc 'reproao.h' II 621
R ni. ascall 34, 193, 218,
420, 488
doda-ascansat 306, vgl.
ascn-
con-ascar II 614
ascae II 101
aisce, ascid, a'scid II 606,
611
ascin 488
iranius-äscn-at, -ascn-ai,
don-ascn-ai II 634,
ascnam I 266, 488, II
634, vgl. asgnam,
doda-ascansat
cot-ascrais II 270, 614,
ascur II 613, 615
aisdisen 486
asdud 420, 497, II 638
asse (zwischen Kompara-
tiven) II 140
asse 'leicht" 47, 346, II 6,
16, 85, 121
ase 275
asseilbilul II 623
do-asfenpha II 517
asgnam 497, II 634
assid- II 235, 291, 294,
297
asil 1127,54, assil (tsalli)
I 409
du-aisilbi, tu-asilbUi II
623
aslach II 631
aisleän II 27, 54
aslondud II 632
asna- II 295
asua 85, 177, 372, 374,
II 54
-aisndedat. -asndet,
-aisndet II 520, aisndi-
di II 678, a'sndis i486
(Z. 2, 14), II 111, 294,
520, a'sndisse, -a'sn-
diiisa II 520, a'sne's
I 486
aspenad, aspenud, ah-
penud 421, II 517
assreud, asro'ud II 626,
vgl. a-sroither
-ast-a, -ast-ad, -ast-at,
-ast-ae, -asst-^i, ast-ide,
ast-ud 350,420,11638,
vgl. asdud
R astal 199, 238
astöi, astoither, astuat
II 507, 508
assu 346, II 121
at- 469, II 174, 218. 219,
235, 291, 292, 294, 297,
298, 433. 444
at 'du bist' 455, 476, II
333 (Z. 38), 343, 422,
429
at(3.Pl.rel.)II218,224f.
(at a), 422, 430
att 325, II 651
aith- 40, 112, 272, 349,
358, 419, 473 tZ. 29, 35),
II 148, 219, 242, 291,
292, aith- + od- 1 339,
353
-aith-et II 514
arand-ath-idi\S> som,
dan-a'th-ea II 517
äit 161, 387 (Z. 27), II 202
(Z. 29, 32), 664
ath 323
ata (3. PI. rel.) 267, 396
(atä n-ili), 454, II 217,
218, 235. 422, 430
ata (lat) II 79, 433, s. tä
G ni.hata 201.412, II 17
ataeh, attach II 639
a ttai 'zündet an' II 507
don-atalcfe. du-atalictis
II 302, 563
-atamar, a taUnet 388,
II 503
n-athar 275, 392, II 64,
139, 140, 169
atarbid II 463
atharcub II 529
atarcud II 553
athargubu II 529
athascnam, -athascnat
II 634
for-aitb-i II 370. 648
aithbe. aithboMn II 461
do-aithbiuch II 460
aithcbe 487
athchoraarc II 457
athciior II 500
dor-athchratha, do-a'th-
chretis II 497
aitlichiirabe II 461
atbcbiimtach II 5(^)6
aithchuimthe II 461
athchunchid, athchungid
II 607
don-aJthchuiredar II 500
ate 275, II 153
ate II 261
aite 359
aithe II 517
aithech 112
con-a'techt, con-aitechtat
II 270, 370, 607
aithed II 514
seh. aitheamh 40, 132,
II 61
ni. aitheönad 299
-aitherracht II 594
aithergabthi II 529
aithesc 77, 410, II 5, 621
aithescumluithiu II 571
don-aithfoicherr. dun-
athfoichret II 500
athiorgab II 529
con-attg-i II 607
-aHhgeuin II 546
aithgne 419, II 292, 546,
-aithgne II 547, -aUh-
gnintar II 546
con-a'ttibset II 648
con-aittaig II 607
con-atil, con-atail II 270,
287, 656
atbir 31. 90. 183. 246,
326, 347, 349, 352, 411.
430, II 99. 104 f. 106,
aithir I 349
ni. athair (ue'mhe) 255
atiar 484
aithirc'u, aUhairec U 552
aithirrech, aUhirrestar
II 594
aithirgabu II 529
aithirge 177. 341. II 180,
594. aitbirijid. a>thirset
II 593. 594
aUhirriiu'h II 74, 594
aUhiss II 676
aUitnid II 586
atitUi II 503
atble, aithlo II 565
ath leim II 567
688
Wortindex. Gälisch.
atligid, atlaigthe 503, II
650, atlugud, attlugud
I 503, II 650
atm-u II 249, 503
dun-aithmenadar, for-
aithraenatar, do-aHh-
minedar, for-aitbmine-
dar II 581
aithne II 333, 586
ni. aithnighim, aithnim
153, 299
attoided, atoidiud, attoi-
tas, attoiteeh II 651
atrab 414, 477
athrarail II 14
aithrech 134, 177,11594,
aithrigi II 594
aithris II 676
-hathrola II 500
atuaid II 158, 187
atud II 508
con-atuilset II 656
au 55, 11 96, auchaide I
55, Gen. aue I 55
aue, haue 55, 66, 309,
vgl. üa
augaire 535
E augtor 212. 229, II 43,
augtortäs 190,212,229,
II 22
AVI 5
-b (Verbum) 455, II 438
-b- 'euch' II 139, 145,
146, 154, 169
ba (Ipv. Sing. 2., Konj.
Sing.l, 2, 3, Fut. Sing.
2, 3) 454, 455 (Z. 4, Z.
17), II 438, 439, ro-bä,
ba-sa (Prät. Sing. 1.) I
254, II 439, ba (Prät.
Sing. 3.) II 440, cita-
ro-ba II 442
ba 'oder' 270, 454
-ru-ba 'hast geschlagen'
II 246, 461
ba-, nora-ba-ad II 274,
363, 368, 458
ba, bai 'Kühe' 61, 294 f.
baa II 443'
baan II 335, 351, 438
E bachall 225, 227, 229,
238 f., 326, 496, bach-
laeh 225, 229
bad (Ipv. Sing. 3., PI. 2.,
Konj. PI. 2., Konj. Ipf.
undKondit. Sing.3)455
(Z. 4f., 32, 35), II 272,
290, 423, 438 f., 439
ro-bad-u8 II 626
bäid- 489, II 21, 458,
bäd-ud II 458
G ni. bad 444, II 64
Badb 34
G (E) ni. bädoir II 51
bse 'Kühe' 294
bae II 443'
baes, baeth 56, II 19
G ßaethbarr 110
bägim 101
bäi 'war' 308, II 439
bäi 'Kühe' 294
bäi (Gen.) 'Nutzen' II 4431
bäigul 56, 213, 267, 418,
II 24 (Z. 14, 30)
bais, bäith 56, vgl. baes
at-bail, at-baUl 39, 52,
178, II 46, 142, 274,
285, 350, 353. 459
ball 32. 83, 300, 338, 360,
II 82
G ni. balla 214
ni. baladh 34
E ni. balbh 227
ni. baile 337
Baile-A'tha-Cliath II 1
at-ru-balt II 459
baullu 32, 338, 341, II 82
-bämmar, -barumar, -bami
II 439
ban, -ban (Verbum) 455,
II 335, S51, 438 (Z. 2,
17)
ban (Gen. PL) 47, ban-
II 3
ban II 56
seh. bana- 330
B banna 23, 116, 372
ni. banbh 47, 64, 328
ata-baind II 476
B bainne23, 116, 158,372
ni. bainfheis, bainis 80
banscäl 76
E bauptaist 193, 338
bar, ni. bhar 'euer' 265,
271, 275, 392, 503,
II 139
-bar- 'euch' II 154, 370
bar 'auf 271
bar 'sagte' 273
asro-bar II 466
barr 44, 83
iarna-bärach, im-bärach
99, 102
barafie 271
E barbär, barbarach 227
bard 114
bairend 280
ba'rgen, bargen 101, II 25
barn 51, 52, 115, 178
bairnech 280
asru-bart 265, 468, 11247,
268,271,466, atru-bart
II 370, arru-bart, for-
ru-bart, imdaru-bart
II 465, 467, 468, asru-
bartatar,asru-bartmar,
adru-bartmar II 291,
369, 466
bas (Konj., Fut.) II 438,
439
bass 34
ro-bäs II 391
bas II 20, 65, 179, 458
base 77
E ni. baist-im 237, 420,
488
ni. bäisteach 489
bat, -bat(Ipv., Konj., Fut.)
455. II 438, 439
bath II 20, 458
at-bath, asind-bath-atar
II 274, 285 (Z. 8, 13),
460
bata II 438
bathach II 458
bätar, batar II 368, 369,
439
ad-batar II 460
bäte, fom-baiter II 458,
459
araro-bates II 264
batir II 369
E baithis 192, 220, 237,
240, 347, 420, II 66,
179 fZ. 40), baits-im
I 237, 347, 420, 488
bäitsech 488. II 21
E ni. baitsilear II 51
be (1. Sing.) II 439; -be
(3. Sing.), ru-be II 265,
266, 267 (Z. 15, 23),
351,438, cita-be II 442;
occuro-bae II 444
ru-bse 'schlagest' II 461
be (Sahst.) II 113
at-beb, at-beba II 458
bebarnatar II 477, 478
-bebe II 274, 368, 458,
bebais II 458, bebte
II 363, 458
bech 88, 367, 391, 537
bec, becc, beicc 343, 367,
385, 394, 479, 497, 498,
II82, 119,beccänI103,
Wortindex. Gälisch.
689
261, 282, 319, 385, II
27
bed, -bed (Ipv. Sing. 3,
PI. 2. Ipf. Konj. und
Kondit. Sing. 3) 455
(Z. 5, 43), II 290, 438,
439, ar-bed II 292,
forra-bed II 296
beid II 236, 351, 438,
-beid, bede II 438
bedg 88, II 476
bei 117 (Z. 20, 30), 297,
341,489, 1147,51, 180
at-bel II 459, at-bel-a I
39, 52, 178, II 350,
353, 355. 459, at-bel-
majs II 313. 459
bela. ni.beala, be^la 311,
321, s. biail
belach 117. II 47
belat II 47
bolre 350. 489, II 51
belreraur II 5
beim 59, 87, 174, 353,
478, II 66. 112. 461
beiumi II 438, 439, -b^m-
mi8l311(Z.20), II 265.
351, 438, 439 (Z. 1, 9)
ben, ni. bean 36, 47. 108,
153, 250, II 3, 87, ni.
bean tsalcTthair I 408
ben- 'sein' II 334", .•J62,
437. 441, 461, fris-ben
II 296, 362. 443, ocn-
ben-dar I 387, 496, II
298, 444
ben- 'schlagen', ben-ira
87, 115. 174, II 29,
331 f., 333 (Z. 46), 334",
342-344. 348 f., 362.
369, 388 f., 402, 407
(Z. 40). 409, 441. 461
-beinn, -benn II 438, 439
benn 40, 46, 116, 174,
368, II 660
bennach II 660
bend, s. benn
K ben dacht 40, 114, 202,
225, 226, 266. II 110 f.
beo (Verbmu) II 351, 419,
438, 441
beo (Adj.) 32, 62 (Z. 7,
41), 74, 108, 247, 251,
309, 375, II 85, 93,
beodai I 309, beoigidir
74, II 85
bcoil, beolu 298 (Z. 1, 8,
14)
beo8 271, 457, vgl. beus
beotar 11 369. 461
beothu 267, 309
ber- 42. 115, 174 (Z. 22),
II331f., 342-344, 347
-349, 357, 358, 366,
388 f., 401, 402, 408,
463 ff., -ber I 248, II
350,355, asbeer, dobeer
II 466, 470. -beir 1 245,
247, as-beir I 366, 477,
II 271, 412. 466, 664,
at-beir 1258. 265. 419,
468, 469, 484, II 251,
do-beir I 257. 345 (Z.
19). II 470, for-beir II
467, as-berr, do-berr I
325, II 390. 397, 467,
470, bera II 349. 355,
-beraI250, 11350,355,
-bera 1117. II 359. 363,
449, -berad II 313 (Z.
35), berar II 235. 401,
as-berar, do-berarI325,
II 390, 397, tarmi-
berar, trerai-berar II
300, 301, beras II 351,
beras II 363, beres II
236, 333, bheirira (ni.)
I 265. -berajnn II 357,
berir 1245.11235,398,
400, 405, berme II 334,
351, at-beirrais II 332.
466, bermit II 347,
-bert 1246, 11372.378,
as-bert I 265. II 271,
antru-bert II 466, co-
toni-bert II 465, do-bert
II 271, 284. 470, berta
II 370. bertar. bertatar
II 370, 464, asind-ber-
tatar, for-bertatar II
466, 468, berte II 334,
351, berteII363, berthi
I 542, II 148, 334. ber-
tir II 401. as-beirtis,
dorn beirti8lI332,466.
470, -bertis (Pass.) II
406, -bcrtais II 359,
bertit II 149, 334, 347
berr-aim, ni. bearr-aim
352, II 51
beiira 338, 366. II 90
berb-aini 36, 63. 115, 175
E seh. bearbhajn 214
R ni. bearrböir II 51
ni. bearla, air. berli 350,
489
Pedersen: Vgl. kolt. Gramm. II.
ara-berta II 475
ni. beartha 143. 144
bes, bess 454, II 438 (Z.
12, 17), 439
bes 'vielleicht' II 183,
217, 240, 303. 313. 438
B be.s 24. 56, 213, 508,
540,11180, besadII35
beso II 217, 236, 438
R beist 208, 218, 226
(ß) bestatu 56. II 41,
beste I 56, 420, II 28,
41
besu 455, II 217
ru-betII267, fordon-itge-
Brigte-het II 242, 443
-beth (Konj. Ipf.) II 351,
438
beith 356, II 440
ar-beitt-et II 627
beta 454, II 438, 439,
bete II 438. 439
bethe 233
-bether, ocu-bether II
440, 444
bethi 56,253, H 35. 410,
461, bethir, betir II
461, s. ben- 'schlagen'
bethir (Verbuni "sein") II
395, 440
betis, -betis311,454,455,
II 438, 439 (Z. 1, 11)
betho 249, 252, II 90
bethu 59, 62. 249, 250,
300, 309, 365, 375, 503
(is find a ni-bethu), II
40, 102, 179. 671
beiuU. beulii 298
dom-beiiir II 363
beus 309, vgl. beos
R bi 235
bi Adj. 310, II 85
-bi 'schlug' II 369. 378,
461. -ru-baj. fom-bia,
no-biad II 461, 462
bi -sei' II 437, -bi 'ist'
II 351, 437, 441. 544,
hor-bi.rom-bi,dinacon-
bi II 263. 266, citam-
bi II 442, ni. do-bhi
11251, biaII439, -bia
I 272. II 272. 286, 288,
289. 362, 439. ro-bia
si I 419, tVis-bia II
362, 443. -biad I 311,
455. II 272. 439. for-
biad II 443, -biam I
310, bias II 217, 439,
44
690
Wortindex. Gälisch.
cita-biat, ocu-biat 11
292, 298, 442, 444,
biat sa n 363
biad (Subst.) 58, 133, 311,
320, 357, II 65, 83
biaU 67, 148, 311, H 54,
93
bian 108, 181
E biast 208
biath-aim 58
E biatas 191, 210, H 22
bibdamnaetII62, bibdid,
bibdu I 14, 248, 249,
489, n 62, 102
E ni. biobla 226
bibhsa, con-bibus-tar 11
477
do-bibus n 460
binc n 77
bid (Fut., Konj. Ipf.)
306, 455, n 290, 438,
439, amal fid n 421
foru-bid n 462
bidba 489
dorru-bidc, bidg- 88. 497,
n 476
B seh. bidean 24
bidg- s. bidc-
bieid 306, 357, 0-362,
365, 439
bii 251, 310, 11 85
biid (Gen.) 311, s. biith
biid 'ist' 456, II 351, 365,
437, -biinn H 437,
ceta-biinn II 292, 442
biith (Gen.) 357, s. biid
B bil 147, 302
bilor 491
bimmi 11 439, bimmis I
455, n 290, 439
bin 455, H 438
bind 45, H 20, bindiged-
dar I 479, bindius 11
20
-bir n 333, 342, as-bir
I 366, II 466, du-bir,
im-bir II 468, 469, -biar
1248, n333, 341, 342,
355, as-biir I 254, 257,
258, 356, 365, 419, U
243,466, do-biarI258,
265, n 469, for-biar,
fris-biar H 467, 468,
asro-bajr II 466
bir 144, 365, 366 (Z. 39,
44), 491, n 90
birit n 118
biror 365, 491
birt n271,366,378,464,
-birt II 378, do-birt H
470, -biart, dom-biart
n 378, 470, atru-bairt
I 468, biru n 333 (Z.
3, 25), 355, 463
E bissech, bissext 217,
218
bissi 79, 367
bit II 439, bith H 437,
-bith II 264, 437, bith
'sein' n 440
bith, biath 24, 41, 108,
131, 249, 337, 366, 367,
n 34, 80. 90, 464
-bith 'wurde geschlagen'
n391, 461, bithe 156,
n 35, 409, 410
-bither, bithear (ni.),
bithir II 396, 440
bitis II 290, 439
bithus (Fut., Prät.) H
363, 370, 461
(i-t) biu 310
biu 'bin' 60, 68, 252, H
342, 419. 437. biuu sa
n 333, 351, 437
(E) ni. blanndar 225
blas 163, blassachtach
n 33
bläth 115, 136
bläith 163, n 9
bled 381
blegon43,163,174,n56,
271. 580
blen 125, 296, 299, bleoin
299
bleth 163. U 576
bliadain, bliadin. bliadne,
bliadna 113,350, H 57
blicht 124, 174, blig- 43,
163, n 580
B blonac 23, H 81
bo (Subst.) 100, 108, 207,
n 3, 26, 92
bo, -bo 455 (Z. 5, 32), H
288, 438, 440, vgl.
robo, rodbo
ad-bo n 476
do-bo n 460
Boand 309
-bobig n 367, 477
at-bobuid n 367, 476
bocc 159, 161
E seh. boc- 196, ir. boc-
coit 196, n 46
bocht 349, 364
-bocht n 298, 339, 391,
477
boid 315, 8. buaid
E seh. böid 214
bodar 111, 363
bodb 34, 63
E ni. bogsa 218
boi, -böi 63, 251, 253, 308,
369, 455, II 221, 264,
282, 286. 363, 364, 368
(Z. 24, 32), 379, 439,
im-boi II 444, boi-thius,
boi-thus n 149, 370,
439
Boind 309
boith 56
boill, boill 32, 300, 341
bolad 34, 36
bolcsithe U 628, bolg
105, 327 (builig), 414,
497, bolgach 105,327,
bolgam 105, 329 (Z. 17)
boimm 87
-bomraar 455, 11 440
bonn 188
is-boind, at-boind 11476
ni. boineann 47
bong-, -boingn339, 367,
391, 477
do-boing II 460
borr 83
borb 109, 350, n 115
(burpu)
E borcc 224
borrfad II 14
E borg 224
borp, s. borb
at-bois n 476
chota-bos-ad H 350, 477
do-bos-at II 460
boss 34, 79, 95
E ni. bosga 218, 488
fo-both-aim n 477
both'Hütte'35,238,n34
both (Inf.) n 440
ro-both n 391, 395, 432
(Z. 29), 433, 440, botha
n 440
böthar, boithrin 11 51, 59
bou (Gen.) 'Kuh' 55
bou (Dat.) 'Nutzen' 11443
E brac 191, 230
braich 163
asindro-brad (Ipf. Konj.)
n 466, asro-brad (Prät.
Pass.) n 467
ni. bradghail 11 24
brffi n 93
Wortindex. Gälisch.
691
brai<^-irn II 60
bräge 100, 138, 183, II 104
brai II 93
8ch. braira II 60
bran II 3
brao 62, II 109
R braissech 226
brat 160, 188, 360
brath 163, II 575. s. mrath
bräth 52, 115, II 34, 179
bratgaisced II 4
bräthir 48, 134, 246, H
105
braitlin 146
E breib 215
breec 159, 541
brec 299, brecaire, bre-
cairecbt II 32
ni. breacbtach 124, 163
ni. breim 11 60, breim-
neach 11 31
bren 125, 296, 346, 430,
II 56
breo 309
Bresal, BresuaIII54, 668
bret 160, 188
-bretb, -bretb-a, breth-a,
breth-ae,breth-e 11390,
391. 407, 464
breth 42, 174, 178, 366,
367, n34, 61. 412,416,
464, vgl. brith, ni.
breUheanihnas 11 62
bri 43. 100. 174, II 97, 98
-bria 54, II 478
briathar II 45
Bricriu II 109
brig 101, II 661
Brigit 100, 138. 151, 248,
544, II 48 (Z. 5, 22),
89, 90, 118
(B) ni. briongloid 11 46
briss-im 79, 367, II 18,
54, 478
brise II 11, 18
brislech II 55
brith 366. 367. II 86, 416,
s. breth; brithem I
262 f., II 61, 107, 108,
663, brithenian(leII62,
britbemnacht II 32, 62
brö 62, 63, 108, 252, 307,
n 109
ni. broc 'bunt' 24, 161
brocc 'Dachs' 362
brocc 'Kummer' 159
B bröenach 23
seh. brög 'Kummer' 159
G seh. brög 'Schuh' 159
B ni. brogoid U 38, 46
bröi II 93
B broinech 23, 508
BROINIENAS, BROI-
NIONAS 5
brollacb 541, II 55
bronn 86, 11 49, s. brü
bronu-aira 54, 86. 11 478
brön 296. 318 (Z. 11, 18)
brönchu 355 |
bronnait 11 49 i
brot 113, 365. II 57
B brothraoh 161, U 52
brü 'Rand' 62
brü 'Leib' 73, 115, n49,
55, 109, s. bronn
-bru-end, brü-im 309, '
n 334
bruach 62, 309
bruadar 109, 430
bruar II 51
R ni. bruichille 329, 540
fris-brüderaor. frisbrudi
7, II 386, 404, 479
bruig 506, s. mruig 1
ni. brüini II 60
bruinn-, brunn-id II 104,
478
bruinne 86. 376, II 55
bruth 115, 175. II 16
bruitne 365. II 57
-btar 455. II 440. -btis
II 439
bu. -bu 455 (Z. 5, 32, 34),
II 289, 438. 440
R buaball 207, '226, 239
buacbaill 54, 1'27, 207,
II 2, 89 f., 93
buaid 111, 181. 316 (Z.l,
3). 341. II 30. 66, vgl.
boid: buadach II 30
buadraim 112 \
R buaf 207. 221 '
ni. buail-tbear 418
R buaile 196, 201, 207
buain 296. 317. 318, 11477
buar II 51, 69
buarach 100. 102
buich II 477
buide 'gelb' II 116 ,
R buide 195 '
buide 'Dank' 35. 111, II
30. buidech II 30, 214,
buidechas I 111. bui-
dech u I 355
buiden 363. II 59
buidre 363 :
büi II 439
bu'lle, bu'lnni 157, 478
bullu 32, 338. 341
-bummar II 440
bun 361, 362, 363. II 21,
96, bunad I 362, 364,
II 27, 65. 96, ni. ba-
nadbas I 335
m-bung II 477
bunsach II 21
buorach 100
-bupth-ai, bupthad II 477
burbe, burbbu 350, 362,
497
ho burorbaither, s. -ror-
baither
burpe, 8. burbe
araru-burt, asidru-burt
II 465, 466
buith 35. 356, II 34, 410,
412, 440, buithi II 410,
440
(R) ni. buitilear II 51
c- II 198. 200, 202
-ch- II 139
ni. cä 405. 445
c-ä (räd) 264, II 417
-cha- II 139
seh., m. cha 264, 276,
465.466.469.11210,252
R seh. cabar 192. 237,326
R ni. cabäiste 230
ni. cabhair 34, 268
R seh. cabhuil 215
caee 477
cäeh, cach 187, 261, 270,
274, 424. 445. 450 (Z.
28, 35). 456 (Z. 16, 18),
498, II 33. 191 (cach
oenl. 212. 213
cacha II 208. 314
-cachain II 367, 479
cach la 263, 273 [Z. 22,
33), 395, II 73. 195, 213
cachnaitir II 479
cach ra 273
cacht 93
ni. ead II 202
eadan 111. 512
caidche (äis). chaidche
264, 457 (Z. 20. 24)
ni. cad chuJge 409
ni. ead e II 202
cadein, eadessin, cadesne
II 153
caeeh 56
eäerathecht 324, s. coim-
thecht
44*
692
Wortindex. Gälisch.
caera 92, 187, 307, II 28,
99
do-caesat II 641
R ni. caiftin 237
cäi 'Weg' II 454 Fußnote
cäi 'Weinen' II 487
B cäin 23, 372, 508, II 10
(Z. 2, 4), 292, cain-
chorarac II 557, cain-
gnim II 10, cäin-sceU
1 349, cain-toimtenach,
cain-toimtiu II 47
(B) ciiintechII40, cainHid
II 496
B cair 23, 372, 508
cäirchuide II 28
E cäi 211
cail 121
caill 52, 114
calad II 37
Caaland 341
E calb 215
E calc, cailc 230
E seh. callda 225
E kalde 199
caile 'Flecken' 494
caüe 'a country woman'
II 64
E caille 235, II 30, 66
E cailech 227
cailech 'Hahn' 69, 266,
347, 361. II 30
(E) caillech 235, II 30
calleic, calleice 267, 274,
457
CALIACI 69, 266, 372
E seh. callaidh 225
cailin 280, 444, II 25, 59,
64
E kalaind 199
E ni. cailis 218
calma 168, 326, 328. 350,
•373, 414, II 17, cal-
matus II 41
(G) ni. calpa 34
seh. ealura 326
camm 118, 185, 337, II 5
-Cham- II 145
E cäm 237
E eamhall 210, 240
cammderc II 5
cammaib, camaiph 116,
119, 473, 510
E eampa 237
E caimmse 240
can II '201, 205, 211
seh. chan 276, 465, s. cha
cain II '205, 252
can- II 357, 365. 366,
391, 409, 410, 479, for-
cain 11412, for-ehan-a,
for-chan-im 11317,333
E cäin 193
cana 175, 185, II 107,
662, vgl. eano
E cain cell 230
E seh. caineab 226
E caingel 230, 238
cani, caini II 205, 252
canisin 442, 544, II 153
cano 121, vgl. eana
E canoin II 89
cantain II 479
ni. caogad 324, II 130
dom-chaomnacuir II 555
ni. caomhtsuairc 409
(B) ni. caordhearg 329
B ni. caorthann 23, 110,
158, 224, II 659
E cäpa 236
E capall, capull 145,226,
227, 511
E caplat, caplait 238
E ni. captaoin 237
car- 170, 177, 184, 244,
253, 418, 476. II 4, 47,
331 f., 341, 342, 343,
344, 348, 359, 366,
376 f., 388 f., 401, 402,
407,411,449, 481, -car
II 375, 37*7, ni cair II
481, car-as II 334,
-cair-im II 481, car-
simme. car-site II 370
cair II 201
carr 'Wagen' 44, 82, 417
carr 'scab', carrach 83
carrän 'Kinnlade' 82
carrän 'reaping-hook' 94
caratrad 266
ni. carball 417, 475
carbat 13, 24, 118, 347,
373, 494. II 47
E carcar 191, 230
carcid II 201
fo-caird II 271, 367. 379,
381, 499
cairde 373, 496, II 17, 49,
669, cairdes, cardessa
II 21. 49, cairddine I
477. 496, II 49, 59
care 244, 249 (Z. 12, 26),
346, II 7, 21, 49, 99
(Z. 27), 104
cairem 52, 94, II 61
cairet II 200
E carghas 327
B carric, carraic 23, 83,.
II 31
cairig-edar, no-chairig-ur
II 220, 386, cairigud
I 357
cairm II 200
E carmocol 227, 387
carn, carnän, carnäil,
carnd 153, II 24
carpat, s. carbat
(E) carpteoir II 51
fo-cairt, s. fo-caird
cart- II 616
carthach II 40, 410,
carthanach II 47
fa-chartar, fo-chartatar
II 499
E cartoit II 42
seh. cas 34
cais 121, 177, 476, II la
easachtacb 79, 128, II 31,
32
casäit II 605
E casal 217
E casc, cäi sc 193, 235
seh. cascadh 34
E cäise 202, 217
E caisel 219
casair II 33
E caisleän, caisl^oir 219
casmongach II 5
E castel 219
E castöit II 42
E cat 234, 511
cath 65, 132, 151, 448,
II 50, 90
caith-, di-eath-i II 479
cäit II 202
E cathair 191, 225, 231
cate, eatte, cateat, eateet
II 141, 202
caithem, ni. caitheamh
II 11, 479
cathfer II 3
cathir, caithir 31, 349,
II 98, 99
-chatl-aim II 655
E cathlach(da), catoili-
ceach 232
cathrar II 51
(E) cathrajgtheoir II 51
caur 62, 307, 322, 341,
II 101
ce 'obgleich' 267, 270,
II 206 f., ce..ee II 207
ce 'welcher' U 198, 200,
Wortindex. Gälisch.
693
201, 202, 203, 206, 304
CO 294, II 197, 198
ardos-cc II 489, ad-oear
II 385, 387, 487
cech 274, II 213, cech
ae, cech n-ae I 391,
II 213
cechan II 366, 381 (Z. 16,
23), fordab-cechan II
480
cecliaing II 367, 492
rot-chechl-adar II 315,
387, 494, -cechl-astar.
cecbl-aiter II 494 f.
-cechlad-atar, -cechlatär,
con-ce(!blaid 11367,492
-cechna II 358, 359, for-
dub-cechna II 480,
cechnas II 363, cech-
natar II 382, 479, ceob-
nite II 363, cechnitir
II 382
-chechrat II 359, 481
cecbt 124. 126, 151
cecbtar275,307,392,421,
1144,64, 81, 140 f., 213
-cechuin II 378, 381
ced 432, 445, II 198 (Z.
20, 33j, 200, 202, 208,
ced .. ced II 208
ad-ced II 351, 487
ni. cbead. soh. ce^d 443,
464
cedono II 201, 212
cel-, cell- 26, 174, II 359,
409, 482, 485, -cel II
359, con-cela siu 11293,
-celar II 225, 243, fo-
cbel-fatar II 220, 484
for-ceill-a II 537
E cell 197, 238
B cöl 24, 57, 213, 508
ccill, frecor ceUl, fritcii-
retbar cheUl 451, 457,
II 80, s. ciall
Cellacb 40
cele, ceile 8,51,251,269
(Z. 11, 32), 341, 358,
535, 11 22, 28, 85, 215
R celebr^iim 226
celg 24, 106
celido II 28
B celra^iine 164, II 62
R celU>ir II 51
-ohelt,con-celt 11482.483
(for) celtbaidi 96, 499
cöinira 37. 47. 87, 151,
162, 295, 299, 353,
II 66, 492
ccn 267, 269, 270, 272,
346, 423, 438, 497. 498,
1174.149,196,197.198,
205, 211, 417, cen- I
156, II 6. 39, 197
cenn 100. 130. 132. 157,
184, 248, 272, 344, 365
(Z. 16. 32), 377, 418,
II 5. 6, 30. 83, 180 (Z.
ll.löj, ni.ceann 11131,
vgl. cendäU
for-cenn- 345, 348, 352,
II 251, 303, 357. 525,
forrum-cbenn-ad II 245,
525, for-cein-fiter. for-
ceinn-fitis. forru-cben-
sat II 525
ceinn 367
cein (Pronomen) II 153
cein (Konjunktion) 395
(Z. 17),' 397, II 317
(Z. 11), v<:^l. cian
ni. cbeana 270, 272, 346,
457
cenn ach II 23
R cennacul 210
in cbenadid II 28, 198
ni. ceneäl 359, s. cenel
cennal II 24
cenand, cenandän 254,
II 5
cenatbe II 28, 197
cen con, cein con II 314
cendäi] II 24, 69, cendar
II 51, cendfindI254, II
5, cendfocbrus 1 43
cendaid II 21. 39. 197
(B) cendais II 21, 197,
vgl. cennais
cene 'so lange' II 80
cene 'ebne dies' 270,272,
346, 457 (Z. 13, 16), II
28, 149, 171. 197 (Z.
31, 40)
cent'd 120, 135. 201. 261,
297, 341, 11 17, 65, 82.
vgl. ni. ceneäl; neph-
cbeneil I 343. cenöle
I 7, 201, 263, 351. 366,
II 17, cenetül, ceneolu,
ceneiui], ceneul I 298
ceing-eth. ceng-ait 37,
II 333, 491, 492
R cengal 200, 227, 326,
II 66
cenaib II 150. 171
cennaige II 23
(B) cennais 349, vgl.
cendais
cenita II 423
ceniul, ceniü'I 298
cenniä, cenraänom, cen-
matbä, conmitbä 267,
472. II 431
ni. ceannrach 100
(B) cense 349, II 21
centar, centarach II 44,
197
centat II 49
cenuib. cenut II 149. 150
QENVENDANI II 5
ceo II 100. 102
ceol 139, 299, 485, II 46,
479
R cepp 200. 238, ni.
ceapaira 2(X>
ceptar II 201
cepudono 11 202
do-cer II 367. 378, 657,
658
fris-cer-a II 359, 535
fo-eeirr, fa-cherr-ed 83,
II 499
ni. cearr 83
R ceir 208
nos-cerb-and II 334
Cerball 40
cerc 126
R cercbaill, ni. cearchall
211. 215, 227, 239, 329
cerd, ni. cearrd u.s.w. 36,
114.143,350,354.368,
II 17, 64
fo-cerd-, fo-ceird II 250,
271, 381, 498 f., 502,
676
cerddacb 350, II 17
do-cerddatar II 657
cerdcha, cerddchae 350.
II 17, 32
cericc II 202
cerna 156, II 16
fo-ce»rt, s. foceird; fo-
cert-ara II 499
(R) eter-cert-a. con-eert-
aim II 485. 486
R cert 227, 368, II 486
do-eertbar, de-ceortar II
657
certle, ceirtle 487, 488,
II 54
ad-coss 252, II 391. 488
asro-obess, ro-oess-a,
as-ces-ar. obess-air
II 490, 491
694
Wortindex. Gälisch.
no-chess-ed II 492
cess- 'to grurable', cess-
acht, ar-ceiss-i II 486 f.
ar-cess-i 'schont', arro-
cheis II 412. 486
cess- 53, 87. 178, II 486,
ces-ad I 262, 357, 420,
II 35, 90. 179, 486
ce si II 202
cesin II 153
ceso, s. cesu
E ceist 213, 231, 367
cesto, s. cesad
cesu 455, II 207, 218,
226, 422
cet 88, 177
cet 46, 121, 138, 150, 151,
392, 497, II 130
cet- 'mit' 138, II 292
cet- 'der erste' 120, 137,
446, II 135. 187, 293
-chet,-c6t 11378,391,479
ceith = cid II 208
ceta- 'mit' II 292
ceta- 'zuerst' II 292 f.
cetach II 136
cetal 139, 346, II 46, 66,
479
cetarcoti II 136, cetharde
II 75. 136, cethardenus
II 129
cot-chetbanam, con-ceit-
bani. cetbaid, cetbuid
II 292. 442
cete II 409, 479
cetheoir 73, II 128
cetMd s. cetbaid
Ceti II 410, 479
cethir 'vier' 36. 63, 128,
133. 392, 441, II 128,
fochetbir II 129, cethir
'Vieh' 94, II 129
-cetis II 487
cetlüd, cetluth II 571
cetmad II 135
cetne 445, 446, II 135,
153, 178, 185, 186, 187,
188
cetnait 120, II 49
ceto, s. cetu
(R) cetoin 215
(R) cetoir, s. fochetöir
cethorcha, cethracha 268,
324, II 130, cethramad,
cethramdin, cethrara-
thu II 135 (Z. 18. 27),
cethrar II 136, ceHhre
1 404, 464, cethri II 128
cetu 455, II 207, 217,
226, 293, 422
cetu- II 292 f.
cheturaus, chetus 457,
464
ceul II 479, vgl. ceol
ci- 'weinen' II 487
ad-ci-, ad-ci-i, ni. -chi-m
265,488,1146,249,272,
274, 333. 351, 385, 389,
391, 487. 489, 490, ad-
ci-u I 252
ci 'obgleich' 267, 270,
II 206 f.
ci 'welcher' II 198, 200,
201, 202, 206
cia 'wer' 59, 128, 250,405,
445, II 140, 198 (Z. 17,
29), 199 (Z. 1. 17, 30),
200, 201,202, 204,206,
208, 209. 221. 673
cia 'wohin' 472, II 199.
204, 206
cia 'obgleich' 264, 267,
270, 467, 472, II 146,
153, 206. 207, 208, 220,
221, 223, 226, 240. 314
(Z. 21 ff.), 424, 434
ciai II 209
ciall 347. 358. 390, II 7,
86, 482. 490, ciall-,
fo-ciall- r26. II 482,
484, 485
cian 390, 395 (Z. 19), 467,
II 65, 73 (cach la cein),
80
ciapudono II 202
ciar 120
Ciarän II 27
ciarbu 263
ciaricc, ciarricc II 202,
552
cias-air, cias-to 295, II 492
ciaso, ciasu II 207
ciatu- II 292 f.
cib II 202
-chib- II 139
doda-cich II 360, 492
at-chich-ither II 385,
387, 487
eich 'weinte' II 369, 487
eich (Subst.)51,418, 112
(B) ciccar, ni. ciocardha
418
eiche II 198
fo-cicherr II 499
cichi-b-roerad II 203, 670
con-ciuchail II 493
cichis II 492
ro-chichlaifr^ con-ciuchlai-
sti II 493
cichloscthe,cichloiste420
ad-cichlus II 361, 492
cichnaigistir 80, II 405
fo-chitichra, fo-chichred
II 499
-cichsed II 492
fo-chichur II 361. 499
cid 'was' 432. 445, II 198
(Z. 18, 20, 34), 199, 200,
202, seh. ciod II 202
cid 'obgleich ist' 455, II
153, 198 (Z. 34), 207,
221, 223, 234, 314, 322,
423 (Z. 9, 29), 424, cid
. . cid II 207, 309, cid
. . no II 208
-chid- II 139, 146
cierniu II 201, 212
ad-cii, s. ad-ci
R ni. cill 197, 198
cilornn, cilurnn 94, 365,
430, II 53
-chim- II 139, 145
ni. cinmhas 386
cimb 45, 119, cimbid 45,
162,353, II 17. ni. Cime,
cimeach I 162, 353
ein (Subst.) 244, 247, 365
(Z. 24, 29), II 101
ein 'obgleich nicht' II
207 252
-chin-' II 139, 175 (nach-
inrogba)
cin-im 120, li 33
cinn. ciunn 272, 307, 450
(Z. 18, 19, 40), II 79,
82, 83, ni. cionn I 344
cinn-im II 40
R cincigais 220, 231, 240
ein con II 314
cindas II 200
cing 37. 368. II 100
cing- 37. 47, 187, 295,
368, II 333, 367, 491
cini 'nonne' II 205, 252
cini 'obgleich nicht' II
207, 252, 322
cinni-sin II 202
cintech II 40
R cinteir 198, 234
ciofut 445, II 200
cip 264, II 201, 202. 206,
cipad II 201, 290, 439
cirr-im 94
doro-chair II 367, 657
4
Wortindex. Gälisch.
695
cirmairo II 17
E eis 193, 209
cisse, cissi II 490f.
cisi II 202
E eiste 200
cit (Subst.) 120, 161
cit 'obgleich sind' II 207,
314
-chit- II 139
cith, cith II 208
cita- 'mit' II 292
cita-, -cita- 'zuerst' II
292 f.
ni. ciotach, ciotän 77
cithech II 40, 487
cithisse 275, II 153
citne 398, II 198, 202
(B) ni. ciotog 77
ad-ciu, s. ad-ci
ciul II 479
ciuir 130, '298, II 369, 496
-chiuir, ararui-chiuir 125,
298, II 369, 498, ara-
chiurat I 298, II 362,
363, 498
E ni. clabbstar 212
seh. dach 34
foro-chlad II 484
clad-, daid-im II 35, 367,
409, 492, ad-dadat II
361. 492, claide II 492
claüleb, ni. claidheamh
387, II 29
dam 163
E cland 234, 235, 478,
II 69 (Z. 9, 15), dand-
id II 409
ni. claochlodh 490
dar II 5, 49, clär-ainech
II 5
class, -class, con-clas-at,
-clas-aind, -clas-ta II
492, daisse II 35, 409,
492
E clausul 212
de 68, 252, 253
clebene II 27
dach- II 492 f.
ni. cleachdadh 327, ir.
clecht-aim 362, 541,
II 493
fonro-chled II 484
E cleir, dcJroch 208
cless 362, 367, 11 493
ara-clessid II 493
deth, deith 174, II 34,
482
clethe 121
dethi II 410, 482
cliab 116, II 27
E cliar 208
diath 121, 174
dich- II 493
did II 482
ni. digim 329, 487
clior 493
clissim 367
dith II 482
dithar 121, 174. II 50
dithe II 409, 410, 482
clithmar II 660
do 63, 251. 543
cIo- 'besiegen', ro-cload
II 493, rodas-cload I
308, ro-do-i 11368,493,
-clo-iset II 368, -clo-
itis, clo-ithe II 493
ra-clo-ad 'sbould hear
him', -clo-ammar, -clo-
atar. -clo-athar II 494,
-clo-immis (-clo-im-
mis?), nicon-chlo-or,
-clo-Hher, -clo-thi, -clo-
itis II 312, 387, 494,
495, vgl. clor
(da) clo-id II 571
doch 34, 36. 363, 418,
clochar II 51
clocan 418
clocthech II 3
doechlod 490, II 494 i
ni. cloigeann 418 1
ro-cl6i, 8. clo-; cloi (gai-
the) II 494 I
cloi (PL von clo) 543
cloin 57, 363
na-cl6r II 316, 387. 494, '
-dorat II 386 i
ro-chlos II 495 i
doth 35, 535, II 34 j
cloithi 543 I
E clothra II 662 j
du 6'2, II 96
clu-as II 493
duas 80, 174, II 495 |
duiche 362, 367, 541 '
II 493 I
clüine 363 |
E dum 66, 207. 235, ni. .
clumhach 386
seh. clümhar 66. II 660
ni. clümhar 66
-duin-ethar, -duin-Uir i
II 272, 288, 368, 385, '■.
386 (Z. 28, 45), 389,
398, 494, duin-te 1 249,
II 272, 494
clüngat 490
(E) clupait 329
E düsal 212
duthmar II 660
-ehn- II 139. 145
E cnäib 193, 226
(Gj ni. cnagaire 387
B cnai 23
cnäim, enäraai 53, 164,
351, II 93
ni. cneamh 154, 164
cness 184
cnö, s. enü
cnocc, m. knock 24, 154,
160, 280, 387
ni. 0 Cnothuir 329
cnü 1.53, 155, 305, 386,
II 93, 100
ni. cnumh, cnnimh 102
(Z. 28, 29), 1.54. 387
CO 'bis' (Präp.) 267. 270,
286. 405, 498, 499. II
74, 77, 149 (Z. 18, 24),
301, CO, CO n- (Kon-
junktion) I 267, 399,
400 (Z. 1.15,472, 1172,
146 (Z. 3. 41\ 182 (Z.
34, 39), 221, 226, 246,
247, 267, 301, 313, 315,
316, 317 f., 318 (Z. 13 ff.),
319, 434, 672 (Z. 28)
CO n- 'mit' 64, 267, 270,
274(ehon-),391(con-a),
392, 498, II 74. 152,
293, 322
CO = oc 264 (Z. 23, 26)
seh. CO 'ebenso' 475
seh. eo (Pron.) 445, mir.
CO II 673
do-eoad, du-choaid 308,
II 642
coair 309
ara-choat II 293. 515
cob 116, 167. 362, II 2
E ni. coib 236
eobadlus, s. cobodlus
coibche II 522
coibedna II 515. 516
-cobfiUter II 522
cobfodlus II 502, s. co-
bodlus
coibge 352. II 293. 522
oobir, ni. cobhair 34, 119,
167, 268, 326, 342, 485,
vgl. cobuir
cobled, co>bled 64
eoblige 167, II 560
696
Wortindex. Gälisch.
coibnes, coibnesta, coib-
nius 64, 156, II 20
cobodlus 267, II 502
ad-cobra, asin-chobra
476, II 218 f., 243
cobrith 119
K coibse 221, II 109
cobsud 64, 11 6, 9, 116,
288
cobuir 268, 342, 349, 355,
vgl. oobir
coich II 198, 199
E coic 231
coic 90. 127, 130, 151,
318, 324, 353, 368 (Z.
30, 36), 392, 487, 490,
II 129
cocad 151
(R) cocart II 485
cöiced 353, II 37, 135
cocell II 483
coceilsine II 22, 59
coicer II 51, 136
(E) cocert II 485
cocetal II 480
-coceitbani II 292, 442
coichi II 199
cocill 11 483
cochit II 199
-cocra II 675
-coicsa, coicsath, coicsed
II 486
coicthiges. ni. coicthi-
gheas 487, 539, II 133,
136
cocubus 267, s. cogubhas
E cochull 227
cocung II 661
cocur II 500, 501
ad-chodados II 220, 638
ara-choided (-choided?)
II 515
ad-cöidemmar (-coidem-
mar?) II 518
ni. coidhean 512
seh. cöe 337
coelchos, coelchossach
II 5
coem- II 293
fo-coemallag 325, II 569
coemchlöd 324, 490, II
494
coemera 347
-coemnacar, -coemnacair
325, II 554
do-coeranagtar II 270
(Z. 2, 38), 585
coemtbecht II 644
do-coestis II 642
ni. cogubhas 269
cöi 'Weinen' II 487
coi 'Weg' II 454 Fußn.
ar-cöi II 515
do-c6i II 271, 286, 641
coica 324, 418, 11103,130,
cöicetmad II 135
do-choid 421, II 220, 449,
642
coim 58, 164, II 16, 115
coim- II 293
(no-n)-choimmdiu)-cöima
II 242, 511
GOIMAGNI 5, II 27
do-choimarraig 325, II
269, 592
coimchlaim,coimmchloud
324, II 494
fo-coimlachtar 324, II369,
569
-coiranactar, -choimnu-
cuir 325, II 554
du-coimrachtar 324, II
269, 592
coimthecht 324, II 644
B cöin- 125, II 487, 495,
cöintech II 40, coiniud
II 496
coir 64, 166, 262, 309,
352, 364, 484, II 12
coirt 309
do-coised, dö-cois-et, du-
cois-tis 11361.641, 642,
do-coith II 642
col 94
coli 'Hasel' 32, 84
coli 'Verlust' 114, 145
coli gl. luscura 157, 494
colla, s. collno
colla, collaa, coUad II 622
B colba, collbe 375,
510, 544
(G) colbthach 327, 409
E colcaid 196, 230, 364
ni. coUeach 361
coUleadh 494
colg 105, 180
collaide, s. colnide
colinn 146, 157, 375, 11
28, 57, 89, 180 (Z. 7)
E coilis 191
E ni. coim 195, 328
Colmän II 27
colraraene 333, II 27
colnide 157, II 28, collno
I 146, 157, 478
E coloma, s. columa
(G) colptha 34, 327, 409
E coltar 233
Ecoluml95,227,283,328
E columa, columan 240,
II 111
com- 100, 174, 268, 284,
364, 475, 486, II 13,
147,210.249, 252,269,
270 (Z 3, 17 ff., 31), 272,
283.293,445,ni.chomh-
I 405, 465, 476, II 13
com-ad, for-cora-am, for-
com-edar. forta-com-ai,
fort-chom-i, cora-id
II 586
coraacnabad II 447
comacoraol II 510
com m ad 118, 390, II 439
comadas 14, 284, 11 5, 21
commäin 208
E commäin 208
comall, adcomal-tar II 509
-comallamar, -comallasa-
tar, -comallathar, co-
malnad, comalnatar
157, 260, 262, 268, 357,
1135,246,267,386,412
comallnae, comalae 157
comalta 26, 500, II 35
E comraan 208, 241
comman 'daß wir sind'
11 438
E ni. comaoin 208
ni. comaoin 'Belohnung'
208
do-comar, du-comarr II
590, fris-chomarr II
220, 269, 589
do-commar, dod-chom-
mar 11 370, 642
commar (Subst.) 118
comarbus 117, II 20
fris-comarcair 11457, im-
chomarcair II 385, 458
comarde 352, U 5. 65
commari 263, II 557
do-comarraig 324, II 269,
592
(indaron)-comarlecis II
145, 246 (Z. 12, 14), 563
comarpe 117, 265, II 20
-coraarscaiged II 618
fris-coraarser II 457, 673
as-chomart, do-comart,
fris-comart, as-chom-
arta II 220, 588, 589,
590
Wortindex. Gälisch.
697
comartha 352, vgl. co-
marde
combach II 477
combad 391
combart 353, II 465
-chomby'iff II 477
B combrec 23, 33, 506,
II 31
combrit II 118, 288
combrutlh II 479
ad-corac-isset, ata-
corac-us II 555
-chomchar II 481 mit
Nachtrag
comchesad II 486
comcbetbuid 475, II 292,
293. 442
(E) comcblante II 409
ar-coimdd-im II 512
ni. coimhdeacht II 644
coimdemnacht, comdem-
nigedar II 62
comdidnad II 508
coimdiu 251, II 62, 102,
179, 578
ni. coimbeach 386
ni. coimead,(!oimh6ail 166
comeir II 335, 351, 595
comercbloither, comer-
chloithi II 494
comerg-id, comerge,
comeirig II 595
-coimmestar II 102, 578
coraet. comeit 11511,586
cometecbt 249, II 644,
-coraetestar, comeH-
ged, -chometig, -co-
meHis, -cometsam
II 644, 647
comfoiride II 293, 518
comforaithmiti II 581
comfuirmud II 602
ni. comhgar(ach) 387
comgnim II 541
ad-cbomaic II 555
comaicsiii 351
ni. coirahigbtbeach 386
cooiaille 157
comniilt II 270, 577
couiailto II 9
comimtecbt II 644
at-chomajng II 555
comajnse, comainsern,
coinajuside II 583, 584
comairbirt U 465
comairc-im , imnie-
chomairc II 457, 458
comairle 143, 146 (Z. 10)
comairlecJud II 563
imme-chomajrs-ed , co-
mairs-er 26, 11457,458,
673
cita-comairs-ed, -comairs-
em 26, II 556, 557
comaitheoh 386
comaitecht, comitesti II
410, 644
comitbi II 558
ad-comla, at-comla II
353 509
com hin 157, 167, 260,
261, 262
comlethet II 119
coramlith II 577
-comnactar 325. II 273,
554, for-comnacuir II
555
comnessara II 125
attot-chomnicc II 436,
555, for-oomnucuir II
388, 555
comocus 351
eomol II 509
-comollnitber 268
comorguin, as-comort II
588
compert 353, 476, II 465,
ro-cbompir II 466
R ni. compord 222
ro-choimprestar 11 466
comra, ni. comhra 387,
486, 491, 493 (Z. 27)
as-comra, as-comr-ad II
597
ton-comra II 598
comrac 151, II 556, 558
comräd 167, II 591
coinram 167. II 602
comrar 387, 491, II 50
as-comren II 597
corariacbtain II 557
-comraic, -comricfea II
556, -cita-comrici II
293, 557
as-comrair II 597
ton-comrit II 598
comrorcon 11 111, 588
comnid II 598
comrurgu, s. comrorcon
-coims-ed II 578
-comscar II 270, 614
(R) comscribndaith 486
coimsetu 11 41
imma-comsinitar II 311,
678
com8reth,comsrithi II 626
-comth-ad II 637
-comtachtI1270,367,607
comthaitecbta 11 647
-comthala, -comtalsatar
II 655, 656
coratangad II 505
ffir-cbomthäircidib II 553
-comtastar II 607
ni. coimhtbeach 386
comtherchomrac 11 557
neph-chomtetarrachti,
-comteHarrestiss, com-
tetracht II 599
comtbinöl 316,475,11511
comthircbomracc II 557
comtis 11 423, 439
-comtbo-et, comtho-ud,
coratliod 11 637
-comtbolad 11 656
comthrom, ni. combtbrom
139, 328, 475
ar-choimtin II 512
comtuairc, comtuarcan,
comthüarcon II 590
comthuriiras II 600
comul. adro-chomul II 509
-comuir II 556
fris-comurt II 589
comus, commus 171, 478,
11 578
con- 284,465,11210,252,
293
-con- 465 (Z. 19, 37), II
209 ff.. 242, 244, 314,
318, 319
con (Gen.) 448, II 108, coin
(A. D. Sing., Nora. PI.)
1247. 363, mos, 664,
cona (A. PL) I 47, 86,
249, II 108
cona (Kon j iinktion) II 255,
315, 316 (Z. 15), 672
do-chonnac II 490
connacon- II 210
connad 335, II 39, vgl.
condud
con nag-am, con naig-i
s. con-daig
Conall 13, 62, 147, II 668
R B connall II 55
conar II 51
counarbtar II 440
conart II 47
R conblicbt 221
at-connoatar U 487
Couchobbar 149, 254,
329, 540
698
Wortindex. Gälisch.
cond ir 502
condail II 502
condan II 221, 333, 343,
423
ad-condarc II 249, 272,
288, 487, vgl. ad-con-
dairc
condelg 149, 337, 368
condib 11221,438, condid
II 221, 423, condip
I 263
condici II 677
ad-condairc II 368, 487,
vgl. ad-condarc
-condlaither II 502
condud II 39 mit Nach-
trag, 508, vgl. connad
E ni. coinneal 193, 210,
225, 361
ni. confadhach 328
E conflechtaigthi 221
-congab II 528
congan- 158, 184
as-congarar, torro-chon-
gart II 534, 535
congbh-aim (ni.) 299,
-congb-aitis, congbäU,
-congebed II 528, ni.
coingeobhad I 299
as-conger II 534
cougain II 548
for-chongajr, for-congair
485, II 534
congna, s. congan-
congnam, conggnam 149,
II 541
congoite II 548
asro-chongrad II 534,
forru-chongrad II 270,
535
congraimm II 548
conguin II 548
for-congur II 534
coni II 315, 672
coniacht, conniaclitII607
ad-connaic, do-chonnaic
II 251, 487
connici II 677
conid 11221, conid-11293
conniestar U 607
E ni. coinin 230
(E B) connlach II 55
(E) ni. connradh 229, 234
conricci 11 72, 556
E conson 220
8ch. connspeach 88
E cointinn 234
ni. contra 387
E conträlta, ni. conträr-
dha 234, 491
Cobnu II 100
conniid 335, vgl. connad
do-chood, du-chooid 308,
II 642
cor (Inf.) 362,11498, con-
cor-ad, to-chor-ad II
500, 501, -cor-astar, du-
cor-astar II 271, 498,
501, -coratbar II 310,
498, do-choir-ethar II
501, 502, -coir-ther II
312, 498, coir-thi II
498, 674
cor 'daß (war)' 455 (Z. 27), j
II 248 I
E cor 195 I
ni. cöir, s. coir 1
coir II 201 I
doro-choir II 657
corr 121
eora 262, 352, 353, vgl.
cöre
corrach 121
seh. corran 94
E corann 207
COEBAGNI 5, II 27
corbu II 287, 288, 438
E corcarduU 330
coirce 188, 364, 371, 375
E corcair, corcra, corciir
235, 237, 238
coire 38, 69, 127. 364,
368. II 660
core 262. 300, 309, 317
(Z.23,34),352,364,508
E corgas 193, 220, 225,
231, 238, 240
cori 309, s. coir
corricci II 72, 556
Chorintib (Dat.) 11 179
ni. corra 328
coirm 168
E corn 194. 238
E coroin 207
corrop 263
E corp 194, 237,364,414,
300 ( cor p), 478 (corpp),
II 66, 180, corpde, in
chorpdid 1128. 41, 77,
corpthatu II 41
coru 309, s. coir
coss 34, 78, 363, 511 (Z.
28), II 180, ni. chois
na fairrge 1 265, 457
do-chos-tis II 642
E cois 211, 217, 317
cossa n- (Präp. + Artikel)
II 176, cosa n- (rel.
Präverb) II 301
E coeaccartha, cossacar-
thimem, cosacrub II
496
cossait, cosäit 325. II 605
ad-cosantae II 634
cosc 34, 77, 81, 173, 364,
478(cosscc), 11251,619,
620, ro-co8c-ad II 269,
619, cosc-itir II 251,
619, -choisc-set II 221,
269. 619. coisc-tir 1364,
II 251, 619
du-cosc-edar. du-coisch-
ifed 11 621, vgl. -cosg-
coisce.im 70, 420, 493
-coscr-am II 245, 270, 614,
coscrad, coscur 11 614
cosse 356, II 188
in-choisech-ar, in-choi-
sech-t II 619, 620
E cossecarthae, cossecrad,
cosecrad, cossecrad II
496, cosecraim I 229,
492
in-coissegar II 619
-cossena II 633, adru-
choisseni II 369, 634,
cossenait II 634, coi-
seönad (ni.) I 299, coi-
seontar II 634
E -choisergdais II 496
dod-coisg-ed II 608
dud-coisg-edar, duro-
chosg-estar 11302,621
in-choigg-et II 619
leth-chosgarthai II 614
in-choisig, in-coissig, in-
chosig, in-chosaig 129
(Z. 7,. 32), II 297, 619
E coisil 205
seh. eosail 261
cossin (Artikel) II 176
cossin (Pron.) II 188
di-coisin, di-choissin II
436
ra-chossain II 634
cossair, eossir II 626
in-choissised II 220, 316,
317, 619
eoslafe II 622
coisle, fü-coisle, -choisle-
bat, do-coislet, fo-cos-
lider II 622
ni. coismeig 70, 493
cosrail, ni. cosmhail 162,
Wortindex. Gälisch.
699
165, 260, 261.269,327, I
342(oo8sniaili), 357, II j
9, 20, cosmilifjramer II |
386, fosmil'us I 342, II
20, cosrauU, cosmuli,
cosmuilius, cosmulUis
I 342
-chosn-a II 633, ad-cosn-a,
ad-cosn-at 1 86, 488,
II 369, 634, ro-chosn-
astar II 634, cosn-aini
(ni.) I 299, cosnam,
coisnirai II 633, 634
cossoit 325, II 605
cosr-ad, c-osr-id II 626
R coisreaoaim (ni.), cois-
ricira 229, 492, II 496
coiste, -coistet II 651
do-chostis II 642
ni. coistslighe 408
cot- II173, 293 (Z. 18,40)
ad-cot, ad-cot-a, ad-cot-ar,
ara-cot-ar II 638, ad-
cot-at II 272, 630, 638
cotach 106, II 652
ad-cotadeII249.272,284,
285, 288, 289, 291,
368, 638
do-cotar 308,419, II 370,
642
cotarsnatiiII41, cotarsne
1122,41, 59, cotarsnid
II 41
ad-ootatsat II 638
coitchenn 327 (Z. 11, 22)
cote II 202
ad-cotedae II 368, 638
coteeet II 202
coli II 557, vgl. 72
-chotl-u, -chotl-ur II 655,
cotlud I 146, 151, II
270, 287, 656
E Cothraige 193, 201,
233, 235
-coHs-ea, -coits-i, coits-
echt II 651
cotulta II 656
at-chous 308, II 676
crabud 492, II 27
crad, cräid- II 496
crann 44, 86, 174, 360,
1124,82, cranngalll 24
ni. ar a chrannaibh 484
ni. craobhdbearg, craorac
329
cre 68, 252, 327, II 102
fo-cre-thtber II 497
creic 347, II 412, 496
R ni. creachaill 211, 329
crocht 123, 367, II 661
crela 543
CTf^ra. ni. creatnb 121, 154,
164, 175, 365, 366, 538,
s. f;riiii
cren- 128, 130, 178 (Z. 11,
25), 179, 347, 368, II
16, 338. 369, 412, 496,
-cren- 1297.298,11302
creodai 310
fo-cress II 499
cressa. s. criss
cret 160, 178, II 54
cret- 113, II 247, 497,
cetaru-cbret-i. ciaturu-
chreit-set II 292, 293,
-ro-ebreit-sid II 246,
282, -cret-te I 418
creth 43, 128. 368. II 34
cretem II 30. 61, 180,
413, 497
cretair 113
eretmecb II 30, 179
-cria 178, 11 496
criatbar 134, 326, II 45
crich II 33
cride 69, 111, 179, 187.
346. 358, II 33, 65, 85,
180, cridecän II 33
fo-cridigedar 42
-ro-cbrietis II 498
crim 365, 366, 538, 541
(Nacbtrag zu 164, 184),
II 96, vgl. crem
QRIMITIR 198. 235. 360
ara-cbrin-ira 43.125,298
(Z. 11, 37). 340. 411,
431, II 142, 339, 362,
369, 498
crin, crin-aira II 498
criol 310, 493, 543
crip 161
R cripta 202
criss, crias 42, 80. 347,
367. 511, II 18, 91
-ro-chraitea II 246, 497
cro 92, 252
R crocb 196, 227, 362,
363, II 179, crocb-aini
I 196, crocb-tbe I 421,
II 40, 409, ni. crocb-ta
I 421
crocän II 27
crocenn, ni. croH'eann 125,
160, 161, 347, 357, 363,
II 56. 57
orod 173, II 381
ni. croidhe 69, 111, 179,
358
ni. crom, cromän II 27
R cross 196, 217
croth 494
R crothal, crotbla 194
(Z. 7, 36 1, 201, 493, II
662
crü 'Blut' 61, 251. II 93,
97
crü 'Huf 121, 187
cruaid 207, cruaidchend
II 5
crüadgress 490
(B) ni. cruif-eog 329
cruim 43, 102. 127, 154,
164, 3.51, 362, 368, cru-
mai 351. 362, ni. crumh,
(B) crurahög II 31
R cruiratber 198, 226,
235, 368, 387
cruind II 115
cruH 121. 160. 178. II 31
crutb 43. 127. 197, 361,
368,418.1134, in cbrut
sin, sa I 420
(R) crutbaigim, crutbaig-
tbeöir 197. II 51
cruitbnech 368
cruithnecbt 124
(B) cruiteög II 31
cü 49, 121, 127. 250. 448,
451, II 92. 108, 109
cuaeb 212. 309
ad-cuaid. in-cuaid26, 419,
484, II 219, 269. 291,
293. 379, 518, 519, ad-
cbuiaid 1307,308,343,
II 518
do-cuaid 26, II 270 (Z. 2,
39), 271. 285 (Z. 18,21),
286, 293. 379. 642. 648,
ni. cbuaUlb II 251
for-cuad II 444, far-ro-
cbuad II 674
Cuala 11 110
-cuala, -cuale 253. 296,
316. 317. 346, II 284,
285, 367. 368. 370 (ni.
do cbuala). 373. 385,
398, 494, imniun-cua-
lamniar II 272. 312,
rud-cbualatar II 314
cuan 94
cuanart II 47
R cuanene 223, 235, 297
Cuano, Cuanu248, IIIOO
cuarän 176
700
Wortindex. Gälisch.
(E) cuairt 205, 316, II 526
do-cüas il 395, 642, do-
cuatar II 642
E cubachal 197
E cubat 197, 226
E scb. ciibaid 235
eubus 136, 266, 267, 309,
347, 356, 363
E cucann 158, 194, 211,
231, 239, 266 (Z. 7, 30),
347, 363
cbucae, ciiicce 457, II 149
E cueenn, s. cucann
euci, cbucai 457, II 149
E cuicil 239, 492 (Z. 2)
cuclige, cuclaige li 493
ciicbt 123
(E) cuchtar 490, II 43,
666
cuccu, cucuib II 150
Cücbulaind 451
cuccum 270, 499, II 2,
149, chucund, cucunn
457,11150, cucutlll49
ni. euid 345, II 131
ni. cüig 130, 318 (Z. 26),
324, 464, II 129
ni. cbugam 270, 457
ni. cüigeadb 353
E ni. cuigeal, s. cuicil
for-cbui, forru-chui II 444
Olli II 487
ad-cuid II 518
do-cuis II 641
cül 50, 63, 183
cuil (Gen. v. col) II 81
cuU 147, 363, 378. II 31
ni. cuileän 359, vgl. cuUen
Culand 341
(El euile II 111
cuilech II 23
cuilen 104, 261, 297, 337,
351, 363, 375, 483, 538,
544, II 27
cuUenn 375
cuiligim II 23
culmaire II 17
(B) cuUeog II 31
(E) culpait 329
ni. cüilriascmhar 143
cum 119
cum- II 293
ni. cbum 264, II 11
-chum II 554
cumm-aim II 43, 461
cuma 47, 361, 376, 386
cumma II 461
cumachtacb II 30, 80,
cumacbte I 124, 151,
251, 269, 343, 350, 364,
386, 387, 415 (cumact-
te), 478, II 12. 17, 35,
cumacbtgu I 355
(E) cummadoir, cuma-
doireacht II 43 (Z. 7 ff.,
27)
cuman 171, 347, II 582
E cummann 208
cumang II 554, -cumang-
ar II 554, 673
cummasc II 577 •
cuimbae, adom-cbumben
II 461 _
cumbair 352, 353
-cbumc-am , -cbumc-i.
-cumc-aibed, cumc-im,
-cumcu 485, II 249.
333, 357, 554
-cumcabat II 270, 530
cumce 260, 262, 486
cumdach II 506
cumdubart II 467
cumme 87, II 224. 320
cumg-at II 677, -chumg-
aim, -cumg-ubat II 333,
357, 554
-ru-chumgab, cumgabäl,
cumgabtha; 11270,530
-cumai II 554, -cumaing.
-cuming l 486, II 249,
554, ad-curaaing II 555
cummair, s. curabajr
far-curiiis-itis II 555
ni. cuiml-im II 577
do-cuml-at, asru-chum-
läe, asro-chumlai, do-
cumlai. do-cumlaiset
II 368, 571
cuimlengaigthi, cuim-
lengu II 567
cumnecb, cuimnecb 171,
347,364, ni. cuimbnigh-
im 165, 166 (Z. 25), 171
cuimre 352
cuimrecb 100, 102, II 95,
592, cuimrecbta, cuim-
rechti II 410, 592
for-cuims-ed, -cums-et,
-cuims-in II 554, 555
-cumsan-fa, cumsanad
II 295, 455, 456
cumscaichte, -cumscich-
ther, -cbumscaiged,
-cumsciget, -ro-cbum-
scigther, cumscugud
361,11270,317,617,618
cuimse352,478,II41,578
cumtabart II 467
cumtacb , cumtachtae
II 505, 506
cuimt',b)e II 461
cumtabart II 467
cbumtütb II 512
cumung 107, 260, 262,
486, II 116
-cumuing II 415, 554
for-chun 507, II 333, 480
cuin, ciacbuinII201,205
CÜNAGUSSOS II 91
CUNATAMI II 60
-cuincbetar II 607
as-chündarlaig II 573
cuindcbid, cu^ndig II 607
cuindrech, cuindrichthi
II 596
cundu 350, 362, II 502
cundubart II 467
cuing 98, 166, II 661
-cuing-em, cuinged II 294,
607
-cuingenmair, -cungeuin
II 546
cuingid II 270, 607
-cungain II 546
cungne II 541
-cungnetar II 546
cungnura II 541
Cunotarai II 60 (brit?)
E cunnrath 229, 234
-cuintea II 351, 607
ni. cuntabhairt II 467
cuintechtai, cuintesta II
607, 674, -cuintgim II
294, 607
cuntubart II 467
G seh. cuip 436
E ni. ciipla 206
cur 62, 307, 322. 341
cuir-e II 335, -cur-end II
334, doro-chur-estar
II 268, 271, imme-
chur-etar II 219, -cuir-
ethar II 250, 271, 498,
501 f., do-cuir-ifar II
387, ni. cuir-im, cuir-ir
II 336, cuir-the 1143,
-cuifiur 1362, 1152,80,
336, do-cuiriur II 271,
501 502
ciirach 332, 362, II 29
curad, s. cur
curchas, ni. curcais 485,
II 21
(B) ni. cuirceog 329
I
Wortindex. Gälisch.
701
cuire 362, 364
currech 81
(B) ni. cuiriceög 329
ni. cur i }^ccUl 390
cu'rm 168
cürsagad II 65
K cuirt, ci'iirt 205
E eüis 211, 318
cuiscle II 660
cuse II 188
K cuisil 205
do-cuissin II 436
cuisle, cuislen, cuslend
145, 489, II 111
do-chuisneat U 436
E cuisp 219
cut 263
cuit 160, 362, 368, II 255
(Z. 9, 10), vgl. ni. cuid
cuitbiud 11 648
cutdim II 657
E cuithe 231, 235, 253
ad-cuitecbt, du-cuitich,
du-cuitig 106, 11 270
(Z. 2, 36), 339, 652
neph-chutiriaide II 657
cutrumme 139, 267, 475,
cutrummus II 20
cutuim 24, II 657
-d- 465 (Z. 18, 30|, 472,
II 217, 220 ff., 226. 233
(Z.38), 242, 258 (Z.42),
295 (Z. 14, 38), 304 (Z.
12), 352(Z. 1). 671(Z. 4
V. u.); mit Pron. 11 139,
1451., 154, 173, 174; -d
mit dem Verbum 'sein'
II 422; -d- geschwun-
den II 146 (Z. 7), 147
(Z. 34)
d- (Präverb) II 294
-da- 406 (in-da-hierr), II
139
da 'bin, bist' 455, II 422
da (leinn) 'scheint' 11319,
421, 432, 433
da, da 'zwei' 250, 301,
392, 403, 441, 464, II
126
da, da n- = dia, dia n-
264, 310
daas, in-daas II 432, vgl.
oldaas
-dad II 422
daidbir 11 9
daedamna li 616
-daesur U 558, 559
dag- 39, 96, II 9, 118,
114, 121, 124
daig 39, 108
con-da'g, chon-daJg-i II
607
dagfer 312, II 3
B däin 534
daiscuir II 615
dal 135. 295, II 46, 503,
dal- II 503
däil II 502, dal- 'austeilen'
I 477, II 502, fo-dal-i
II 409, 502
dall 60, 157, seh. dalla-
bhrouach 330
däldde 417
dalte II 85, 292
dam (Subst.) 164
daim-, dam- II 385, 391,
503, fo-daim-II46,295,
359.412,504, fu-dam-a
II 313, 504, -damair
II 385, 503
dam, dham, damh 435,
457, II 151. 152, 167
-dam- (infig.Pron.) II 145
dam 48, 164
daman all^id 164
-damdatar II 503
dammainti, damu- 'bin-
den' 168
-damn-atar, furo-damn-
atar II 503, 504
E damn- 'verdammen'
168, 240
damhua (ni.), damn^e 68,
167, 350, 373, 489
-damthatar II 503
-dan 455, II 422
dän 48, 177. 338, II 56
däna II 41
danad II 508
dänadas (ni.), dänatu,
dänatus 418. II 41
danau, daneu 267 (Z. 25,
39), II 201
daJngen II 57
o-danicc II 557
dänigim 48
(laniu 267, II 201
dano 264, 267 (Z. 25, 32,
39), II 201
B daintech 24
ni. daonna. daonda 417,
daoJne 344
dair, daar 'Eiche' 144. 175.
340, II 25, 90. 98, 99
da»r, dar- 'bespringen'
II 504
dar (limm) II 433
dar (Präp.) 270. II 433
d-ar 264, 310
ni. an dara 273, 405, 446,
II 136, vgl. indara
dara n- II .300
-därbastar, -därbaj.s II
267 (Z. 3, 40j. 519
adro-darcar II 272, 287,
488
dairde, da^rde 340
(E) dardoen 215, 264
in-daricc II 5.54
-darllcthe II 563
Da^rmag 340
darmchenn 263
-daron- II 145
-ro-dart II 504
Dairthecht 340
dairthajge, da^rthige 340
ni. das 34
-das- II 154
das-, däsacht II 32, 102
dasfenad II 517
dassilbthu II 624
conro-dastar II 502
-dat 4.55, II 422, 430
dath 418
dait II 151
ni. dathamhail 386. 418
dathar 395, 397, II 218,
432. 433
date 418
in-date II 432
dau 'zwei' 55, 60, 250.
II 126, 127
dan 'zu ihm' II 151, 172
(fri)de, -dei 294,1180,92
de- II 294, de 'davon, von
ihm' 1294, II 150, 172,
de 'um so' II 76, 125
de (Augens) 274, II 152
de- 'zwei-' II 127
de 'Eauch' II 102
seh. de (ni. go de) II 202
deac 90, 310, II 133, vgl.
dec, deec, ni. deag
deacht 309. 1186, 179, 66a
dearc 78. 310
deäith II 127
debuid, debuith II 442
dech II 121, 124
-deoch, -dech II 641
deich 46, 111. V22. 247,
345, 392. 487. II 129
deoch 338, 359, 503, vgl.
deag
dec 310, 11133,136 (Z. 37)
702
Wortindex. Gälisch.
decc-e, deicc-e, -dec-i,
etir-dec-ai, iarmo-dec-
ai, dee-aid, ad-deic-ider,
-decc-u 11335,489,675
-deachadar (ni.) 338, 344,
-dechas, do-dechas II
641, 646, -deochatar,
imän-dechatär, imman-
deofibatar I 338, II 644
DECCEDAS 5. 247, II 98
dechenbar II 136
do-decbaid, ni. -deacbaidb
II 251, 271
E (farci-)deocbaia 201,214
deocbair 122
decbmad, (treise) decb-
maide II 135, 136
decming II 9
decbnebar II 136
do-decbommar II 370, 646
decbor 267, II 500
-decbos II 641
decbr-aim 'I fall asunder'
II 500
decbr-aid 'macbt rasend',
decbrad 122
-decbsad, -deocbsaind,
-decbsitis II 318, 641,
642
deicsiu II 489
-decbud, -decbuid II 642,
do-decbuid II 263, 300,
646, -decbumniar II 642
R ban-decbuin 201, 227
decbur, s. decbor
-deocbus,-decbuitbII641,
642, -decbutar, dun-
decbutar 338, II 646
-ded II 422, 423, 430
ded-, -ru-ded-a, ded-ait
II 60, 504, 649
forru-dedacb II 505
deidbir 409, 504
dede II 28, 136
deden, dedenach 309
forru-dedgatar, dedaig
II 505
-dedail, -dedlai, -dedl^ig
II 507
deec 310, II 133, 134,
vgl. deac
deed, deeid, dees 310,
II 35, vgl. deid
ni. deifir 409, 504
deg- 39
con-deg-am II 294, 607
deag 337, 366, 503, II 88
deg 397
ni. deag 310, 451, II 133,
vgl. deac
dega 39, 108
in degaid, in degid II 606
deib II 85, 663
deicb II 521
deid II 35, 118, vgl. deed
-deintamladar II 612
deircc 310, 479, II 663
del 111, 189
delb 64, 350, 354, 368,
473, II 86, 88
coton-delc-fam 368
dellecbuir II 560
delg, ni. dealg 106, 327, i
368 I
dellgetar, dellig II 271, I
294, 560
ni. deallradh 143, 146
-deilset, -dellset II 271,
560
-dem II 422, 423, 430
dem-ait II 503
demess 162, II 34, 127
demin 174, II 118, dem-
nigiud 1357, demnitbir
II 118
R demun 213, 224, 301,
370. II 85, 179
den- II 505
-den-a, den-ad, -den-at
104, 298, II 541, 544.
-den-dis 11542, den-ell
335,541,-den-i,-den-im,
-den-misII541, den-ta,
-den-tae, -den-te, den-
ti, -den-tis I 257, 417,
II 542, 543
fordengat II 505
denmid II 17, denum I
104, 257, 298, 347, 353,
356, 357, II 413, 543
scb. deanntag 492
seh. deo II 102
deod 309, 504
deoda 310
deol II 505
deoladacbt, deolid 139,
299, II 661
deör, deoir 124, 299, vgl.
der
deoit 299, vgl. det
deir (Subst.) 495
ni. deir, a deir 265, 468,
469,484,11251,335,336
der 124, 186, 296 (Z. 7,
20), 299, 300, 346, 431,
544
-der II 595
fo-dera, ni. fäde^ra II 146,
518
derachtae II 595
derb, ni. dearbh 175. 246,
329, 349, 368, 478,
derba 349
-derbadad II 459
-derban II 445
-derbara II 675
deirbbiB 478, ni. dear-
bbräthair 246, deir-
bhshiur 254, 329, 349
(Z. 18)
-derbgelsid II 677
-derbra II 675
derc 174, II 5, 676
derc, s. derg
derc, deirc 78, 310
-derc-sedar, -derc-aither
II 273, 489, 675
dercaide II 28
dercaisen II 675
-deirclimmis II 537
-ru-dercboin, derchoiniud
300, 341, 348, 357, II
273, 302, 496
Derdriu II 109
derecbdu II 595
dered, ni. deifeadh 511,
II 598
-deraeracbtatar II 595
for-deret II 388, 598
(retb-)
bua-deret II 512 (em-)
derg 105, 497, II 28
-deirg-ed, arru-derg-ed,
arru-derg-estar, derg-
is, derg-ud 11247.596
-derg-emar II 595, 674
-dergaba II 528
dffirge, nepb-deirgeII595
-dergenat II 266, 542,
-dergeni, -deirgeni,
-deirgenus , -dergini
II 542, 543
dergnat 109, 489, 543,
II 49. 661
deriad 58. II 127
-derig II 595
for-derisiur II 385, 388,
598
-derlegae II 562
-derlaicbta, -derlaige,
-derliged II 572, 573
-derlind II 266 f., 632
ni. dearmad 166 (Z. 20,
24), 327, 475
I
*
Wortindex. Gälisch.
703
Dermag 340
-dermanadar II 581
dermär II 10
dermat 138, 151, 266,
347,475, II 34, 65,273,
581, vgl. ni. de^rmad;
-dermenraar II 273,
285, 581; dermet, s.
dermat; -dermainte
II 581
-dern-a II 541, 542, ni.
-dearnn-a 1 144, II 269,
-dern-at II 541, -dern-ai
II 542, 543, -dern-i II
265, 541, -dem-mis,
-dern-u8 II 542
-dernessa II 584
(R) ni. dearnoid II 46
dernu II 110
dernum II 634
-deroima II 512
deroil 316, II 566
-deroth II 657
-ders-id, -deirs-id II 595
dersciddu, -derscigera,
-derscaigi, dersc^igthe
II 618, derscaigthech
II 40, derscugudII618
-dersaig, dan-dersaig II
620, -dersaige II 266,
268, 620
Derthacht 340
derrtbaige 340
-dertajset II 657
-deruarid II 600
derucc 175, II 25, 26, 107
dess 36, 78, II 187
-dess-amar II 558
con-des-at, con-des-in,
coD-des-ta, con-des-tis
II 361, 607
a-des8-am II 639
ni. deas 321, II 490, vgl.
dias
K deisceabal (ni.), desci-
pul 201, 266, 269,347
desse 311, s. dias
deseic II 189
dessel 379
deserbdi II 8
desercc, desercc, desseirc
78, 310, 479, 536
desid, dessid 70, II 271
(Z.3,10),605,in-dessid,
in-destetar II 605
detiiu II 188
dessuni II 151
-det II 422, 423, 430
deit 'zu dir' II 151
düt, d(M 46, 137, 246,
299, II 104
-döt II 391, 503 (daim-)
nicoD-det II 640 (tiag-)
dethach II 102
deithbir 409, 504
(höre) dete 496. II 640
detgen, detgein II 69
detbiden, dethitiu II 57
-di'itnaigtis 343
deitiii II 503
deu II 663
di- (negative Vorsilbe) II
8, 214, (Präverb) 1267,
272, 284, 473, II 242,
270. 294, 302, 361, di
(Präp.) 1260, 267, 391
(n-di). 398, 438, II 74,
149, 294, di 'von ihr'
I 294, II 151
di 'zu ihr' 294, II 151
di (Augens) II 152
di, di 'zwei' 250, 301,
441, II 126, fo diI301,
II 65. 127
du-di II 516
dia 'Tag' 41, 42, 68, 174,
215, 252, 404, II 80, 92
dia 'Gott' 59, 62, II 85,
179, 663
dia (do, di + poss. Pron.)
260, 264, 306, 310
dia n- (rel. do, di) 310,
399, II 294. 300, dia n-
'wenn' I 264, 400, II
294, 314
R diabiil 'doppelt' 201,
237
R diabul 'Teufel' 201,
370, II 179
diachti II 521
diade 310, II 28
-diagar II 521
(intain) diagma ni 390,
496. 542, II 91, 218,
332, 640
diall II 510
dialailiu 260
Dianimän II 63
diamlad II 612
dian 467
diandid II 221
dianetur II 144
dianim II 8
diant II 221, 226
diar (do, di + poss. Pron.)
260, 264, 306, 310
diar- (Konjunktion + ro-)
II 248
(R) nir. diardao'n 215
Diarniait II 63
dias 'Ähre' 320, 321, 494
dias 'zwei Personen' 311,
321, II75,136(Z. 13.36)
forn-diass-atar II 505
dun-dias-tae II 516
diasarc'u'n II 588
dan-diat II 516
diib II 151 (2. PI.)
ar-dibdai, dibdud II 459
etir-diben, im-dibenar
II 462
ni. dibeörad 299
etir-dibet II 462
arru-dibajd II 459
dibirfiud , dibairg 88,
105, II 476
dib linaib II 75
im-dibnem, etir-dibnet
II 462
ni. dibrira 299
dibrugud, diburgud, di-
burgun II 476
eon-dic-i II 677
-dich 249, II 641, 648
-dich-ira II 521
dan-dichdet II 491
dichell II 483 f.
dichelt, dichelta II 483
du-dichestar II 491
-dichet II 641
dichet, los-dichet II 648
-dichil II 483
-dichis II 641
-dichl-iter, dichleth,
dichlid II 294, 483
dichor II 500
con-dichr-et II 501
dichra 122
-dichsed II 641
-dixnigedar II 436
-dichtini 421, II 265, 271,
287, 641
-did- II 139, 146 (Z. 13,
21), 148
-didam II 503
dide II 505
-dl dem II 503
didenaoh, didine 309
-didlastais II 360 (Z. 22,
46), 361, 507
-didnia, fo-didniat, fa-
didmed 113, II 359,
503, 504
-didn- II 146
704
Wortindex. Gälisch.
-didna, didnad 503, II56,
508
ar-didsiter II 505
didiu 394, II 189
die, s. dia 'Tag'
con-dleig II 607
to-diel. do-dihel II 510
-dig II 641, 678
-dig II 411, 521
digabthe II 528
digal 101, 350, II 6, 25,
411, 521
djgbäil II 528
digde II 551
-digebtar II 528
-digen 104, II 542
-digaib 11 528
digaid II 606
diglae 350, vgl. II 521;
diglaid II 17, 28
diglaim II 589
-dignem, -digni 358, 487,
II 542, 543
-digsed, -digsitis II 317,
641 f., 678, -digtith
I 421, II 244, 642
digu II 549
-digius, -digus II 641
diib II 151 (3. PI.)
fondro-dil II 502
dil, s. dilem, dilHi
-dill-cd, dill-ithi II 510
B dillat 24
E dile 197, 211, II 109
ni. dilleacht 84
dilegar II 562
dilem 341, II 122
diless, ni.dileas 489,118,
115
-dilg-ai, -dilg-ibther,
dilg-ud II 389, 572, 573
(R) dilgend II 29, 562
dilicb II 506, 572
dilmain II 62, 561
ni. dilse 489
-dilt-ai 26, 83, 350, II 251,
332, 632, ni. dialt-aim,
mir. diultad I 338, II
251, diltud 1262, 338,
359, 408, 486, II 37,
632
diUu 341, II 119
R düiu II 109 (Z. 23, 28,
36)
dum, ni. diom 11150,152
dim (Präp. + poss. Pron.)
263, 274
-dim-ea, -dim-ithe, -dim-
the, -dim-ter II 512
B dim gl. quicquam II
214
dim- (dimbläHb, dimbrig,
dimbuan, dimdach) II
214
dimess 166
-dimic-edar, dimiccem,
diraicen II 576
ni. diomhünadh 166
diin, dinn II 151, 152
-din- II 145
-din-estar, din-im 111,
183, II 369, 505
dinacon-, dinad- 399,
II 223, 294
dind II 176
dinecb II 585
ding- II 505
dingartb« II 535
-dingba, dingbäU II 529
dinge II 505
-dingeb, -dingaib II 529
for-dingair II 535
-dingniam 487
for-dingrat, dingrae II
535
dinigh II 585
dinim. dinnimu 118, 633
dinsem II 584
dinu 183,249,11103,505
diorcne 497, II 588
dir II 16
diratbe II 626
dire II 16, 596, 597
(R) direch (Adj.) 229, II
662, vgl. dii-iug
direfh ilnf.), direchtae,
dirg-etar II 592
con-dirg-edar, trime-
dirg-edar, dirg-im II
596
(R) dirgimem II 124, vgl.
diring (Adj.)
dirimm II 601
Dirmag 340
dirsuidigud 431
dirthach 340
-dirrudigeddar, dirrui-
digthe, diruidigud 429,
431
(R) diriug (Adj.) II 116
(Z. 31 f., 37), 595, 670,
vgl. direcb
diriug, diirug (Inf. Dat.)
II 592
dum-dis-ed II 516 (fed-)
con-dis-ed II 557 (icc-)
R seh- diosc 224
discor II 615
R disert 209
ni. disle 489
diit, ni. diot II 150, 152
dit (Präp. -I- poss. Pron.)
274
dit 'dir' II 151
-dit- II 145
dith II 369, 505
ni-dithät II 442
darsanu-ditbat II 657
neph-dite II 512
ditbecb II 652
-ditbet II 657
diti II 512
ditbim II 657
ditble II 649
ditbnad 503, II 508
ditongar II 652
ni. diothramb 347
dithrecbtbe II 654
ditbrub 347, 478, II 8
ditiu II 512
-diuair II 600
-diubarar, diubeirt II 469
-diucart, diu(aire II 535
forn-diuclannar II 540
diucrae II 535
diucbtrad 490 (kaum
di^cbtrad)
fortam-diucuUset, for-
diuguUsiter II 540
diumaidm II 574
diummus 311,359,11579,
diummusag I 267
diunach, diunnaoh, diu-
nag II 294, 585
diupart, diupartbae 353,
477, II 302, 469
diuir 'triüing' 298
ni. diüir 'Tropfen' 299
diurad 4'20, II 250, 600
du-diurgatis II 595
diurtba II 600
diusarcuin II 588
-diuse-a, -diusch-i II 266,
620
diuscart, diuscartae 11
250, 616
-diusgea, to-ddiu8gat II
620
do-diut, dan-diut 420,
II 516
diuit, diuHte 299
-dlecbt, -dlecbtatar,
dlegait, -dlessad, -dle-
sed, dlestar II 506, 507,
Wortindex. Gälisch.
705
-dlifc-estiir II 386, 506,
(llif,'-im I 43, 100, II 7,
386, 506, (lli^ed 1 100,
301, 333, 528, II 37,
65, 507
dlonf<- II 360 (Z. 37,46),
507, dluif?- I 48, 111,
II 507, dlui^e II 507
dlüimh, dlüimra 169, 170
in-dlunK 248, 265, II 507
dlüith 169
-dn- 467, II 139, 145
do 'von' 260,267,270, 443,
do- 272, II 242, 294
do 'zu' 260, 265 (Z. 21),
267, 270 (Z.l, 25), 271,
284,306,401, 438, 443,
457 (Z. 26), 4631'.. 496,
497, 499, 11 74, 149,
158,261,300,413. 415,
669, v^I. du; do- II
145, 242, 300, do 'zu
ihm' 1317, II151, 172
ni. do = ro u. s. w. 265,
405, 463 f., 469, 470,
II 269, 274, 672
do- (negative Vorsilbe)
364, 475, II 9
do 'zwei' 55, 250, II 126
do 'dein' 253, 270 (Z. 1,
24), 274 (Z. 21), 442,
496,497,1163,139,168
doaib II 151, ni. döibh
I 421
-dob- II 139
dobar. s. dobur; doborchü
35,340,113,63, dobrän
1340,1163, dobur 135,
116, II 50
doich 129, 355, 494, II
666 f., -doich- II 675,
docha (seh.), doche II
666 f.
dochenöiuU 298
dun-doiohfia II 675
dochr^id, dochruth 364.
475, 119, 12 (Z. 6, 24 f.)
-dochtaised II 266, 270,
293, 652
R dochtüir 206, II 43
dochu 355
dochum 264, 390, 391,
392, 393, IUI, 73, 76,
82, 492
dochuniacht 11 12
(B) Dodiramoe II 31, 63
doe II 104
doeolais II 11
-does II 558, 559
doeso^ir, doescur II 615
ni. doigh 108
doig II 666
dogres 136, 257
doiib, n-doib, döib 317,
393, II 151, vgl. ni.
döibh
doich, 8. doich
-doid II 558
döinacht 290, II 32, 179,
döinde 1417, doinecht,
s. döinacht; döini 89,
173, 359, II 660, vgl.
duine
doir II 179, 616, döire
II 179
doiscairem II 615
doilbthid II 17
dolaib II 641
dorn, seh. dhora, dhomh
'zu mir' 270, 387, 499,
II 151, 152
dom (Präp. + poss. Pron.)
260
-dom- 465, II 139
doim 340
dorablas 163, 167
domme, dommetu II 41
domain 35. 364, vgl.
domuin
R demnach 194, 240, 364
Domhnach 162
doinine, doimhne (ni.),
domnai, domnu 354,
364
seh. Domhnull 387
domun 35, 117, 268, 826,
II 56
domuin 117, II 12. 56,
vgl. domain
don(Subst.)89,166,II562
-don- II 139
doron-don-ad, do-don-at,
do-don-aimni 503, II
56, 245, 303, 508
don (= dond) 391, dona
(Artikel) U 177
dona- (rel. Präverb -^
Negation) 399
donad II 508
donalib 406, 510
donnatdet II 423
Bonnchadh 110, 328
don chur sa 276
dond 306, 391, II 176,
dondi II 182, donaib
1114, 275, 443, 11176,
Pedersen : Vgl. kelt. Gramm. II.
177, donaib hi I 406
dono II 201, 202
donti II 185
dorr 81
dorcha, dorchadas fni.),
dorchatu, dorche 327,
418, II 41, 116
dord 494, II 2
dord, dordnad, dorn 153
(R) dorochol 362
-doirt, dnirtes II 526
dorus 32, 60. 280, 347,
356, 362, 363, 428, II
20, 21, 65, 90
doss 34, 36
con-dos-itis II 318, 656
-dot- 465, II 139
dot (Präp. ->- poss. Fron.)
274, 416
-dotar II 558
doud II 507
DOVVINIAS 5
R drac, draie 192. 224
draigen 97, 111, 179, 180,
II 57
con-dränic II 556
ni. draoi 309
dreblaing. drebraing II
368, 508
drech 42, 174
con-drecat II 556, 666
ni. dream 87
dreimra II 51, 60. 508,
(R) dreimire II 51
ni. dreancuid 489, 543
drengait 11 508
ni. dreas II 19
B dretill 131, 160. 495,
507
ni. driaball 329
eon-driced II 556
dring- II 60. 368, 508
con-dris-ara II 556
driss 80, II 19, 21, dri-
stenach I 80. II 14, 30
driuctrais 490
droch -Rad' 97, 102, 187,
II 66
droch 'schlecht" 36, II 113,
120
drochat, droichet II 47
drochta 175. II 47
drog-, s. droch 'schlecht'
drong 106. 111
drua'lncd . druailnithe
495. II 11, 566
ni. druid 495
ni. dru'dim 326
45
706
Wortindex. Gälisch.
drui 61, 62, 175, 251,
309, II 11, 103
(B) druimml70,300, 495,
II 66, 94, Druim leas,
Druira lias I 315
(K) dn'is, dri'iis 154, 387
(Z. 18), II 19
(E) dnUh 496, 508, II 19
du = do II 663
du 89, 166, 250, 484, II109
an-du II 432, 444
duaid II 558
dualig II 31, 180
dualaige II 23
for-duair II 600
dub 116, 174, II 116 (Z.
15. 30, 38)
n-düib, diiib 393, II 151
(E) dubgenti 234
dubglass II 3
ni. dubhairt, a-dubh^irt,
a-dubhras 468, II 370
Dubthach 131
duic, in-duccatar 390,
392, II 471
fu-duUlchestar, duidcbisi
II 491
düdract II 654
dul 2, II 224, 641, 648
düü 'Wunsch' 111, 341,
düU 'Geschöpf II 61
duUle 375, II 19. 31
dulem II 61, 107
duillen, duil(l)easc,
(B) duUleög 375, II 19,
31
duUu 341
dun (Subst.) 50, II 65
duun, dun 'zu uns' 442
mit Nachtrag, II 151
duine 69, 89, 166, 341,
343, 346, 356, 359 (Z.
4,25), II 85 f. ,179,660,
duinen, duinenet II 27,
49
E dür 207, 224
do-dürgiram, du-dursed
II 294, 302, 595
Durthacht 340,
düs 136, II 313^''
düiscira, di'iisigh-im (ni.)
311, -düsig II 620
düthaig II 667
dutairsetar II 385, 653
düthoig II 667 - •
-duthraccar II 273, 284,
385, 653, do-duthrao-
tar II 250, 653, düth-
racht 507, II 111, 250,
273, 294, 654, 667, mi-
diithrastar, -düthrais,
do-duthris, duthrised
II 653, 654
he 'er', ni. e 41, 294,
406, 411, 455, 457, II
139, 140, 154 (Z. 15,
23, 37), 155, 170, 407
he (Plur.) 455, II 139, 140,
154 (Z. 21, 30), 170,
194, 309 (Z. 6)
-e- 'es' 465, II 139, 194
e (poss. Pron.) 6 (in-e),
267, 275, 301, II 140
n-je, -se, he 'von ihnen'
II 139, 141 (Z. 3), 173,
213
-e-, -e (rel. Pron.) II 219,
235
e- (negative Vorsilbe) 475,
II 7
eba-, -ebar, ebait II 359,
361, 551
ebarthi, ebarthir II 360,
363, 389, 513
-ebela II 455
ni. eibeolad 299
ebert II 467
-ebail, -ebl-ae, -ebl-ai II
360. 455
ebl-aid, ätan-ebl-a, im-
musn-ebl-ad II 675
ni. eibl-im 299
-ebrad II 600
ar-ec-ar II 552, con-ec-at
II 554, run-ec-atII333,
556
do-r-ec-atar, do-ec-ai,
donn-eicc-i II 489
ec 46, 126, 174
ech 36, 63, 122, 338, 367,
II 51, 82
dosn-ecacha, forr-eeacha
II 489, dor-ecachtar
II 272, 489
ecal 477, II 6
E aeccalsa 268
du-ecastar II 489
-eicdid 419, II 219, 269,
519
ecen 126, 497, II 57, 414,
415
-ecestar II 519
ecguisti II 219, 549
du-ecicigi II 362, 489,
forr-eccaig II 490
-ecail II 539
E secaiUse 268
neph-ecailse . ecailsi,
ecailsid II 410, 539
E aecilso 268
dor-ecaim 419,11375,555
ecintech II 40
eochair 'Schlüssel' 40, 123
eoohair 'Eand' 123
(E) echaire II 51
echlach II 14, 64
do-eclannat , eclastai,
eclaim, eclim, -eclainni
II 410, 539
E eclis 198, 210, 229, 268,
300, 345, 347, II 179
ecmacht II 12
do-ecmalla II 353, 510
-ecmi, -ecmai II 555
ecmailt, eicmailt 343, 119
-ecmaing II 555, dond-
ecmaing II 222, 375,
385, 555, for-ecmaing
II 555, dond-ecmised,
ecmong, do-ecmoised,
do-ecraungatII555, 622
ecna, s. ecne
ecnach, ecndach, eicndag
343, II 9
eicndarcus , ecndaircc,
eicndirc 262, 343, H 9
ecne, ecnae 350, 419,
II 546
ecoir 46, II 9
E aBcolsa, ecolso 198, 210,
268, 352, 355
do-ecomnacht, dun-ecom-
nacht 258, 305, 419,
II 248, 269, 456, 457
eccomnart II 9
tond-echomnuchuir II 555
ecor II 501
ecoscc 267, 419, II 297,
620, darr-ecoisc II 620
ecra II 7, 667
echrad II 14
ecsamil, ecsamlus 260,
U 9
E exceptid 217, II 17
con-echta II 509
echtar, echtra, echtrann
II 44, 57, 74
Eochu II 100
-ecius II 270, 519
domr-ecu>sc II 620
ed (Subst.) 91, 184, II 14,
27
hed, ni. eadh (Pron.) 246,
352, 392, 411, 430, 432,
Wortindex. Gälisch.
707
445, 541, II 139, 170,
190
ed- (Präverb) II 292
n-eid-fider II 551
don-edbarad H 469, ed-
bart 1 209, 339, 353,
480, II 34, 468, ed-
berthe II 468
ede 274, II 139, 152
edenn 538
ednon, ednun II 177
E edocht 209, 229, 341
edpairt II 468
ni. eadrainn 326, 408
ni. cadtrom 326
E ni. eifeacht 221
eg- II 509, aran-eg-i II
220, 509
geg-tair II 451
ega, s. aJg
scb. eugas 419
ni. eigcialldha II 7
egem II 509
ni. eigin 260, 482
E ni. eaglais 300
ni. eagna 350, 419
eil- II 509, 675, do-ell-
II 285 (Z. 5, 10), dud-
ell I 300, II 221, 272,
511, dur-eill II 510,
-ella, ata-ella II 353,
sechmin-ella, secbmo-
ella II 300, 353, ad-
eilliub II 509
ro-beill-ed, run-eill-estar,
eill-idi II 386, 565,566
-ro-bcl-a, -el-aramar II 571
ela 40
ellach, eallach (ni.), el-
laohtae II 570
elc 184, elccai 350
-r-eUd-ise-m II 566
G ele, bele 57
ele, eile = aile358,11196,
ni. eile I 359 ^
elled, eilled, s. tellned
E ni. eUeastrom 192 (Z.
25, 35), 216, 220
eillgit II 570
elit 173, II 48
-eUn-im 539, lellned, bel-
ned 157, II 412, 566,
eUnitbe II 409, 566
aelscud, eUscud, asUscud
347, II 571
na beliu 406
elud, eolutba II 571
don-eim dum-em II 249,
512, du-em-a, dun-era-a
^ II 316, 359, 512
»m 415
-emantar 417
emda. emdbe, for-emdim
II 579
eraer II 8
ömhid, emid, for-eraid,
for-('^minid, eimide II
578, 579
erailt II 9
emuin 175
en- 45
cn 90,135,160,297,1156
ni. ean = aon II 126
E ennac, ni. eanacb 228,
239
ennadman II 583
(B) enbruthe 45, 115, 356
dor-encanas II 488
enech 38
-enggnatar II 547, engne
I 350, 419, II 547
engraicigidir, engracu-
gud 357
E enair 204, 215
enairt, enirt 347, II 9
(Z. 9, 13)
enlaith 11 69 (Z. 6, 10, 13)
60 'Lachs' 21, 38, 73,
252, II 100, vgl. iach
eo 'Eibe' 62 (Z. 10, 41), 251
Eochaid 5, 254, II 94
(E) Eogan 73, 212
eol II 99, eola I 299, II
11, 99, 102, 118, eolas
II 11
eoin 298
eorna 65, 310
eoit 299
-epeltais II 459, epeltu
1350,1146,109,274,459
-eiper, -epeir, -epeer II
466, -eperr I 325, II
467, epert I 266, 353,
419, 477, II 34, 243,
412, 467
epaid II 460
-epil, -epiltis II 459
-epir 11 466
E epistil 236
-eple, -eiplet II 459
-epr-em 11 466
do-eprannat, dor-epreud-
set, don-eprinn II 46,
477
E epscop 'Bischof 202,
217, 485
E epscop 'Becher' 202,
217, 236. 541
-epur, -epiur 257, 258,
353, 356, II 318, 466
er- (Präverbj 32, 358, II
292
-er- (= ro) II 672
er-, Konj. er-a- II 360,
513, -er-thar I 306, II
389, -er-the II 267
fa-er-am II 518
err 83, 184, II 101
eirr 247, II 101
frisn-err-at II 361, 589
-eirr-e, eirr-ithi II 597
ser- (Vorsilbe) II 13, vgl.
germall
eir II 594
er- 'verweigern', era II
636, 637
errach 82, 435
erachlid II 484
-eracht 246, -er-racht II
594, 595, asr-eracht
II 367, 373, 595, cotr-
eracht, dur-eracht II
595, du-ffiragar II 595
eräin II 606, 675
-heranar, in-eranar II 597
ni. earb 118, 176
erb- 118,184, 11513,662,
conidr-eirb 1305, cotn-
erb-a II 359, nundn-
erb-ai I 350, 368, eirb-
thi I350,III513,erb-ud
I 355, II 513
erball, ni. earball 83, 254,
329, 330, 417, 475
-erbala II 459
-£erbar-a, -aerbar-ad,
-erbar-t, remi-erbar-t
ir 268, 299, 466, 467,
675
dun-erbar-ar, -erbera,
erbert II 465
erbert II 476 (bert-)
do-£erbai II 462
-erbirmis, erbirt m-biath
394, H 464
do-eirbling II 567
-erbrad, -»rburt II 466,
467
ni. earc 1'26
eiro-id U 594
don-erchauat II 480
erchellad, -eroheltar II
482
ercheltae II 485
45*
708
Wortindex. Gälisch,
-erchissea II 486
chon-erchloatar, con-
erchloi, con-erchloi-
tlier II 493 f.
erchoat 484, II516(Z.l,
40)
-r-erchoil, erchoiUud II
37, 273, 495
erchoit II 516
erchoimded II 512
tü-erc6mlassät II 510
du-erchomraici II 557
-erchondla II 502
erchor 340, U 499
erchoissi, erchot II 516,
erchoitecli I 339, -er-
chotigend II 334
-erchran, erchrae, erchri-
de, erchru 340, II 498
-erchuiretar II 499
erdachtaib 11 505
erdam 340
erdairc 340
herredcba II 597
seh. eireag 65
eregem II 509
-eren, in-eren, erren-aid
II 294, 597
errend II 603
E eres 213
-eresora 6, II 362, 594
errethcha II 597
erfoichill II 485
eirg, eirgg, erg-ed, cota-
eirg-et, du-asrg-et, con-
erg-im II 594, 595, 665
ergabäil 339. II 531
aergartbae II 534
ergc II 594, eirge, aergi
I 352, II 294, 595
ergairi II 534
du-erglas II 539
remi-ergn-aitis II 273, 547
ergnam 339, II 543
eric, ieraic. ni. eiric, scb.
eirig 495, II 597
ad-errig, ad-eirrig, atann-
eirig II 593
erig, eirig, con-erig II
594, 595, ni. eirigh-idb
I 143
eirim, eraira II 601
eirin 65
errindem II 603
dun-eriss-ider, erissem
II 628
eriti, eritib II 513
R beritic 213, II 179
eritiu II 513
erlab rai 340
erlam 339
erlond 340
-errmadair II 578
aermall II 10
ermaissiu II 578
ermitnecb 1147, ermitiu
I 358, II 580
ernn, -ern-em II 597
-ern-a, nepb-tern-aidi II
634
ernadman II 583
ernäil II 502, 666
ernbas 262, 311
-eirnestar II 584
-erngaib II 529
ernigde, ernaigde 340,
II 551
erocbill, -eroicbligend
II 334, 485
-eröim, -eroimer II 302,
512, 513
conr-erortatar II 588
eross II 20
heirp 118, 176
-erpimm, -eirpset 300,
305, II 513
-ers-at, -£ers-et, eirs-et
II 594, ass-eirs-et II
244, 595, con-ers-et,
du-aers-iun II 595
erscailiud 359
erscar II 613
erscartad II 616
ersclaige II 493
erscor II 613
ersailctbi, ersoUced, er-
solcud, ersolgud 268,
II 564
ertach 339, II 505
-ertbaisse, ertbuasacht
II 651
errHi, erru II 150
Heriu, foiu 70, 91, 262,
300, 353, II 109
eruib, erum, erunn 393,
II 150
ad-errius II 593
-erus,du-aeru8 II 594, 595
erut, n-erut 393, II 150
68 275
es8- 78, 82, 85, II 147,
219 (Z. 14, 20, 31), 267,
270 (Z. 26, 35), 283,
291, 294, 296, 361
-es8-ad II 558, -e8-tar,
es-tir, -es-ur II 385, 558
e88amin , esämain 263,
268, 349, II 12 (Z. 7,
24), 80
doda-es8arr II 361, 588,
essarcon II 588 , -r-
esarta, esartae II 269,
588
-esb-at II 250, 442
-esb-ed, -esb-etar II 551,
552
easbba (ni.) 421, esbatu
II 41, esbae II 443S
e8betu 1421, 497,1141
R esbicuU 217, 236, 492,
497
esbaid II 41. 443, seh.
easbbuidh I 421
esc 107
esc-is, eisc-is II 612
esca II 19, 66, vgl. aesca&
ni. eascal II 521
ni. eascann 107
-bescar-tbar II 614
sescare II 8
escart II 616
aescae II 179, vgl. esca
R ni. eisceacbt 217
R escibul 217
escid, escaid, ni. eascaidh
76, 347, II 7
esccaire II 534
du-escnia(r>t II 588
-aescoralai II 571
ciata-escomrad, ciado-
escomrair, -escomrai-
tber, -escomriter II597
-escona II 266
R escop 202, 485, 492
escor, -escrad II 614
escse, remi-escsed, escsiu,
eiscsiu II 491
escuralüd II 571
escung 107. II 107
ese 275, II 153, 663
hese, bese II 139
esse II 151, 172
nepb-esse II 558, 605
conna-beseba II 443
du-eseraar II 624
esseirge 342, 352, II 17,
65, 179, 294, 302, 595,
-eseirset. -esersitis II
244, 595
dor-esset II 624
esfoit, esfoite 11-294, 525
esgal II 521
-esgaibter II 294, 528
esgre II 535
Wortindex. Gälisch.
7(»
■essi II 151, 172
essi 47, 86
essib II 151
-essib II 551
eißib (Part., D. PI.) II 558
(K) esid 218
dun-essid II 271, 605
essimthocht II 644
esair II 626
dun-esairc, es^ircnea II
588
do-esister II 612
dun-esm-ar, do-esm-et,
tu-esm-ot 6.270,11302,
333, 390, 624, 673
ni. easmhacli 421
donn-esmart II 589
aesnadud, -essnatis 11633
-esngaba II 529
-esngarthi, esngaire II 534
esnid, esnaisse 151, II 633
da-essoir II 588, imman-
esoirg, esorcuin II 311,
588, 677
espach, ni. easpadhach,
e^spaidh 421
K ni. easpal 219, 486, 489
E espartain 198, 214, 219,
237. 435
espe 421, II 41, 443'
E ni. easpog 202, 219,
485, 492, II 31, 662
E ni. easboloid 219, 489
esrad, esrediud, aesreuth
II 626
do-esta, dud-esta II 24,
222, 250, 294, 314, 443
(Z. 1, 3, 33)
esteeht 'Tod' 489, II 643
estecht 'hören' 489, vgl.
eits-
esti, estib 409
estoasc, estosc II 515
dom-esurc II 588
essiut II 150
et 'welche sind' II 218
eth-, ad-eth-a II 514
eth-am, eth-at II 558
(ith-)
het, et (Subst.) 64, 137,
299, abet, a?it 343
-et II 378, arro-cit, arro-
et, arroi-oit I '246. 307,
308, 343, II 512, dorr-
et, dor-et 1338,11367,
512
t- 'kleiden' II 514, 655,
don-et-ad II 514
con-eit 249, II 351, 644,
do-eit II 644 (tiag-)
et, Sö't, e't 'erwerben',
-et-a, -6t-ar, -öt-at, -et-
id, -et-aitis 325, II 638
etach II 30, 95, 655
-etada II 638, -etade II
249, 272, 288, 289, 291,
638
do-etagar II 644
etan II 57
etar- 246, II 147, 295
ethar II 45
dan-etarr-ed, dor-etar-
racht, du-etarrat II 599
(E) etarcert II 486
etarcne 497, II 547
do-etarcuirethar II 302,
500
etardibe II 462
etargabäl II 528
-etargeiuin 298, II 547
etargaire II 535
etargne 497, II 547
du-etarrid, dosn-etarraid
II 599
etarmaige II 12
-etarscara, etarscarad
II 295, 614
don-etarthatar II 599
etartetarcur II 500
etarthothaim 475, II 657
etarru 408, II 150
-etaste, -etath-am, -etat-
sat II 638
dosn-etbat II 514
etbert 419, II 467
ette (Subst.) 160
etae, ettaj (Part.) II 638
eitech II 652
eithech II 653
do-etegar II 644
etegnäith 418, II 12
E etbemlagas 231
seh. eitean, s. eitne
eter 139, 246, 432, 439,
463, II 74, 144, 149,
295, eter-, eter-a n-
II 295
(E) etercert II 486
con-etet, doda-etet II 644,
con-eitgid II 644, 647
ffitgnithi 419. II 546
otgudo II 655
eitig II 667
-ettigetar 357
cotr-etiguir II 644
etir (Präp.)II295, (Präp.
mitPron.) 1246,11149.
209, etir- II 295, 445
-etis II 316, 638
-ettis II 652 (tong-j
trerai-etbait II 515, 647
etite II 6,38
etla 'Pönitenz' 477
etla, fo-etlas, fo-etlaither,
do-etlo II 649
eitne 160, 161, 253, 326,
II 56
hetho 367
etoich 46, 129, II 12
ni. eatorra 408
etrad II 53
eträ'n II 675
etrech, etrigib 122
etröcar II 7
etruib, etrum, etrunn
408, II 149, 150
con-eHs-itis II 644
eits- 'hören' 543, eits-et
II 412, 651. eits-ide,
fo-eits-ider II 651, 652,
eitsecht 1 489, II 412,
651 f.
etsecht, eitsecht 'Tod'
489, II 643
etualang II 7
äjitiud II 514
etugud 355, 357
etiuth II 514
eula, eulach, s. eola
eiüin 298
E Euseph 508
eut, eutt, euit 299
fa 'oder' 270, 441, 454,
II 314 (Z. 9)
ni. fä 'war' 271, 405, 465
fa- II 295, ni. fä 'unter'
301
fa-id II 524
E ni. fäbbar 215
E scb. crann fäibhile 221
ni. fabhra 119
seh. -fac 253. ni. -faic-im
II 490, ni., mir. -faca,
-tacca I 253. II 251,
274, 489, 490
facab, fäccab II 528, fäc-
bäil II 295, 528, -fai-
cebat, -facaib, facib
II 527. 528
-fachliseni II 484
-fad-atar II 379, 515
ni. fada 34
fadciu II 153 (oder fa-
dein?)
710
Wortindex. Gälisch.
fadess 271, II 187
fadesin (Sing., PL), fade-
sine, fadesne, fadcisne,
fadisin (Sing., PI.) 271,
II 153
-fk, -faeat, fgefes II 524
-fsel, -fffilais, -felsaid,
-faelustai" II 569
-fffiir II 592
faesam II 629
-faeth 'ging', do-faeth
II 514
do-fjBth 'wird fallen',
do-fiBthsad II 656
-fagb-aim, fagbaU, -fag^ib
34, 369, II 295, 528,
529
B faigin 204, 222
-fäi-bea, -fai-fea, -fai-tar
II 524
B faibur 23
faisam II 629
faisitiu II 629
-faith 'ging', do-faith
II 514
do-fäithsad II 656
[fail s. weiter unten]
ni. fa'll 34
G ni. falla 214, 391
ni. falach 34
ni. falamh 34
ni. falc-aim 34
dud-failc-i II 562
fu-fälgi, falgud II 572
failid II 17, 28, 39
E failm 436
falmaisi II 561
-failnither 345, II 247,
567
fallnaither II 525
E ni. fallsa 146, 220
faillsem 347
fäilte 352, II 17
ni. fan-aim 169
fann 178
fan, fänach 178
fanacc, falnaic 270, II 260
fannall 147, 174
don-fäncid II 558
fäinne 86, II 106
fanisin II 153
B fant 534
ni. faoi 102
seh. faob 32, 435, 512
B ni. faoch, faochän,
faochog 24, 261, 508
ni. faoisearah 308
ni. faoistin II 629
far n- 'euer' 271 (Z. 16,
34), 274, 275, 392, II
139, 169
far- (Präverb) II 480 (far-
can, farcanat), 534 f.
(farcongair, farchon-
grad), 537 (faridgel-
llad), 555 (farcuimsi-
I tis, farcomnucuir), 581
(far-muinethar), 643
(fardumthesid)
fa-r- II 444 (farfia)
fair II 150
i farr 94
: fair 82, 86, II 106
I farafie 271
-farcabtis 11 268, 528
K fairche 196, 235, 436
E farcideochain 214
I farclu II 540
j farcsi II 489
I -fargbaid II 527
! fairrge 34, 143, 144, II
I 669 f.
j -farggaib II 528
fairgse, fargsi II 489
! dos-farraid II 598
' do-farlaic II 563
do-fairn-itis II 526
-farnie II 553
do-farsiged II 619
fairsiung II. 10
do-farrtatar II 598
fas = bas 271
fäs, fäsach II 30
E ni. fasc, faisc 'Bündel'
221
fasc. 'notice' II 620
fäisc- 76, II 515
ni. fascadh 34
ni. faisneidhira, faisneis
486
-fast-and II 334, vgl. ni.
fastuighim
fäistine 488
ni. fastuighim II 638
fäith 48, 247. 249, 341
(Z. 19, 32), 345, 346,
420, II 22. 93, 179
ni. fathach 112
fäitbestär II 648
faitches, faitcheas (ni.),
faitchius 327, II 21,
faitech II 21, 639,
faitgugud I 357
fatod II 508
fäitsine 420, 488, II 22, 59
fathuaith 271, 316, II 187
fe-bair, fe-mmir, -fe-setar
II 369, 524
ad-fe-ther, imma-fe-ithe
II 517
don-fe II 516
in-ft- II 350, 519
feadinne 315
feal 315
feb, feib, febas 75, 366
-febair II 524
E feabhra (ni.), febrai 221
febtu 75
fec 159
do-feich 367, II 360, 521,
-fech-ad, -fech-ar, fo-
fech-at II 520, 521
fec-, fecc- II 489 f., do-
fec-aiII489, fota-fec-ais
II 490, ni. -feic-im II
490. vgl. 676
feich 358
fech- II 490
feachrae 338
ni. feicsint II 490
fecht 123, 276, 379 (Z. 7,
38), 485, II 79
fecht[h]a, fecUta II 520
feochuine II 59
feachuir 122, 338, 367
fed- II 515
ni. fead II 627
(airmitiu) feid 11 80
feid = feith II 628
in-fed-ed II 519
ni. fead-aim II 638
feda II 103
fedan 348, II 413, 515,
516
-fedar, d. h. -fe(n>dar II
461
fedb 41, 63, 360
ni. feadghail 327, II 24
fedil 110, 148
ni. feidir II 638
-fedligedar, -feidligfitis,
feidligtheo 110, 341,
II 264
fednae 348, II 413, 515
feg- II 490, 611, -feg-and
II 335
feig II 490
E ni. feagba 221, 222
fein II 153 (Z. 14, 26),
vgl. ni. fein
fei, feil 358, 542, II 218,
434, do-feil II 446
E feil 214, 223, II 51
E feileastrom 192
Wortindex, Gälisch.
711
K folire II 51
fölmae II 61
R fe^llsamh (ni.), felsiib
235, 23G, 267, 387, 503,
II 179, fellsube I 478
ni. feam 93
ar-fema 305, 308, II 512
femdit, -fcmid II 579
femmir II 369, 524
femnach, feramuin 87, 93
fen- II 441, 445 (Z. 5, 38),
517, im-fen, ad-fen-ar
11 517
for-fen II 264, 444, 445,
517
fen 59, 104, 296, II 56
as-fen-imm 421, II 291,
517
ni. f6'a 171 (Z. 36), 409
(Z. 27, 38), 512, 11153
(Z. 34), vgl. fein
fenama.in II 62
R fent'l 210, 229
fe6il 139, 297, II 46,
feoluighthe I 139
feotar 62, II 369, 524
do-feotar II 558, 559
fer, ni. fe^r 40, 41, 42,
171,172, 244, 246, 247,
248 (Z. 22, 32, 39), 249,
337. 341, 343, 344 (Z.
2, 11), 345. 356, 359,
365 (Z. 17, 19, 33), 366,
II 82, 136, feir 1 343
fer- II 517 f., ro-fer-a I
352
ferr, ni. fear r 300, II121,
316 (is ferr limm)
fer. ni. fe^r, fe^r 103, 296,
344
ni. feara = fear 331, ni.
fearamhail II 14
ferb 'Kuh' 63
(R) ferb, ni. fearb 227
ni. fearb 'Damtier' 118,
176
ferc 368, fercae 350
ferde II 14
ferdaighes, ferdaigsecht
II 611
ferg 105, 180. 350. 354,
368. feirge. fergi 354
Fergus 79, II 62
seh. fearail II 14
fern 156
fernnu 153 (ferenn'Gürtel')
R fers 214. 220
ferscal 76
ni. fear.said 137, 143, 492,
495
R fert 200
ad-fert-a II 526
fert, ferta 'Hügel' II 17
fertas 137, 174, 492, 495,
II 21
fertigess, ferthigis. fer-
thaighis, fertighsecht
II 611
ferthain II 518
fess, feiss 'schlafen' II
368, 524, 559
fess, feis 'Fest' 80, II
524, 559
dud-fess-ed II 516 (fed-)
du-fess, fess-a. du-fess-
ar, du-fes-ed, fess-aitir
II 361, 390, 520, 521
(fich-)
fess 'Wissen' II 523, ro-
fess 1 136, II 523, -fes-
ar II 522, -fess-ara II
386, -fes.s-ed, -feis-er,
-fess-er II 522, ra-fes-
id II 316. 522, -fes-tar
II 272. 406, 522, -fess-
ur II 387. 522
in-fess-ed II 519 (fiad-)
fes 86
R feseor 198, 214, 219,
237
feisere, fo-feiscren II 676
do-fessid II 605
fesin. fessin, fesine (Sing.,
PI.), feisneiSing., PI.)'
feissne II 153
(B) fesoc 86, II 31
festa, ni. feasta 485, II 79
festae II 523
fet II 627
-fet-amar II 523, -fet-ar
II 284, 388, 403, 406,
523, -fet-artar, -fet-
atar 11386.523, -fet-or
II 523, 674
ad-fc>t, ad-feit 358. 484,
II 269. 518, iu-föt II
269. 519
fetb. föith II 628
R fetarlicce 223, 436,
II 66. 179
irama-feithe. ad-fotber
II 517
dod-fetis II 516
feugiid 74. 252
feuU. feuldae, feulae 297.
298 (Z. 17, 25, 26)
feiuir 298
fi 73
du-fi II 360, 521
fi-bas, fi-fea, fi-fit II 524
far-fia II 444
R ni. fiabhras 191. 199
fiach 'Schuld' 139, 174,
338,341.358, 1183,522
fiach 'Rabe', PI. fiaich
II 59
Fiachrach 315
fiad 'vor" 58. 174. 439,
II 74, 78, 149
fiad 'Wild' 111, 174
ad-fiad-. ad-fiad-at 58,
358, II 269, 518
fiadach 111
fiadam, fiadib il 151
ni. fiadhain 112
fiadnisse II 21, 66
fiado, fiadu 'Herr' II 103
(Z. 35, 38). 154
fiadu 'Zeuge' II 21. 110,
154
ni. fiafruighe II 297
fial 'keusch' 181,189,315
R fial 'Schleier' 208
fiallach, fianlach 540,
II 14, 69
tiar 59
du-fiastar II 521 (fich-)
-fiastar II 387, 406. 522
(fiun-)
fib 366
fich- 'kämpfen' 26. 1125,
368.520, ar-finch 1367,
II 521, do-fich I 367,
II 360, 411. 521, du-
fich-i II 673
fich- 'kochen' II 521, ni.
fiach-adh I 344. 359
fich-te II 521 (fig-i
R fich 210. 227
fiche 42, 122. 186. 249
(Z. 11, 28), 352. 366,
403. 4-28. 451 (ni. fhi-
cheadi. 535. II 81. 104,
129, 130, 134 iZ. 1.24),
136
ni. fiuchorhail II 24
fid (Subst.Wl. 112. 174.
337, 365. 366. II 47. 70
(amal) fid II 421
dut-fid-edar. assa-find
II 516
fidhba 389
tidbaid« II 14
fidboec 159
712
Wortindex. Gälisch.
fidchell II 3
fidot II 47
Fiechrach 315
fig-ed II 521 (fich-)
fig- 98, II 521, fige I 98,
352, II 522
(R) ni. figheadöir 205
E seh. figis 191, 228
E figor, fiagor 338, 344,
365 (Z. 23, 30), -fiQgrad
337
ad-fii II 518
fil, fail 342, 358, 542, II
72, 218, 251. 420, 421,
434 f., 441, 446, do-fil
II 446, fil-e 11217,218,
434 f., fil-et II 435,
fil-us II 149, 434
fill-, fiU-ira 436, II 522
fili 249, 365, 366, II 102,
filidecht II 32
for-fiun 271, II 333, 342,
444
E fin, ni. fioa 210, 214,
239, 345, II 66 (Z. 14,
19)
Finu II 63
finn- II 522, 629, 676,
finn-ad II 272, 522,
ro-finn-adar I 41, 42,
174, 368, 484, II 348,
406, finn-ta, fin-ta II
522
lat. Finbarrus II 63
find 'weiß' 41, 114. 368,
50Bi'glüoklich'), II115
find 'Haar', finda 86,
114, II 17, 99
Findabair 266, II 99
Findbarr II 63 (Z. 2, 18)
findchass II 4
Finden II 63
findfad II 14
findfad ach 503, II 14
(E) findgenti 234
Findloch II 63
fine 64, 156, 365
E ni. fineal 210
lat. Finnianus II 63
E finime, finemain 214,
II 62
Finluch II 63
Fintan II 63
(E) fintan 80, II 14
fu-fir-im II 518
fir 345, 366, II 664, ni.
fior I 344, s. fer
fir, ni. fior 50, 59, 338,
344, II 113, 180
firian 92, 158, 311 (Z. 21,
30), 477, II 124, 179,
firianigedar I 311,
firianichth-i II 149,
386, firianu I 355,
firinne 1158, 311,346,
477, II 59, firion 1 311
E firrainiint 234
E firt, fiirt 200, 368
donda-fius II 361, 521
fiss, fiiss. fissi 136, 266,
337, 363. 367, II 523
fissin II 670
-fit-emmar, -fit-etar II
523, -fit-id si I 254,
420,11523. -fit-irI112,
174, 247, 326, 349, 430,
509, II 250, 272, 285,
288, 289, 348. 386, 388,
391, 406, 523, 673,
nima-fit-ir II 311, ro-
fit-is I 254, 420, 486,
II 140, 523
fithi II 517
fiu'schlief'62, 11368,524
fiu 'würdig' 74, 75, 252
(niol fiur 74
du-fiurr II 590
do8-fiu8cad, do-fiiissig
311, II 620
flaith 157, 179, II 34, 45,
64, 69, fläithera II 61,
flaithemnacht, flai-
themnas II 32, 62, 179
Flaithnän II 27, 58
flechud, fieichud 338, 367
fled 64, 366, 418
flesc 367, II 19
fleteg 418
flinch 60, 129, 337. 344,
359, 367, II 5, 116,
fliochdercc II 5, ni.
flichshneachta I 153
fo- 'schlafen', fo-aM, foi-
ied 62. 308, II 524
fo, fo- 35, 92, 136, 253,
271, 307, 309, 364, 375,
438, 440, 473, 510, II
10 (Z. 15 ff.), 73, 74,
149, 250, 294, 295, 299,
fo 'unter ihm' II 150,
172, foa n- II 295
foacomol II 510
iarmi-foacht II 608
foachta II 521
foammamichthe II 409
föbart II 469
fobdod II 459
du-föbi II 362, 462
fobith 397, 531
B foich 24, 75
-foch-ad II 607
E focal, s. focul
fochartad II 616
fochatho II 608
-foicebaind II 528
focheda II 607
fochell II 484
fochetoir 271, 316, 455
fochid, fochaid 308, 421,
II 607
ara-focair II 535
fochith II 607, 611
E focl-aid II 484
ara-focl-adar, fochl-eamar
II 484, -foichl-end II
334, 484, -foichl-idar,
ar-fochl-im, ur-foichl-
ither II 484, 485
do-foichl-enn II 483
fochla 68, 253, 350
(E) foichleöir, foichlorib
342, II 51
ni. föchneadh II 10
fochodo II 608
-fochomalsid, -fochomol-
sam 268, 482, II 269,
317, 568
fochrach II 497
föcre 308, 316, II 295,
299, 535
fochricc, fochraicc 347,
364, II 16, 497, foch-
ricnet II 49
fochrus 42,124,347,356,
364, 492
foxal, foxol, fochsul 420,
II 622, -foxla, do-foxla,
foxlid, foxlaid II 622
fochtaide 421, f-ochuid
II 607
E focul 206, 228
do-focuirther II 501
fodera II 146, 518
fodesta II 79
fodi, 8. di 'zwei'
fodil, fodail 34, II 502
con-fodim, -fodaini II 504,
foditiu, foditu, fodaitiu
I 138, II 46, 412, 504
-fodlat, con-fodlaibid,
con-fodlid, neph-fodli-
de, -fodlaiter II 266,
409, 502
Wortindex. Gälisch.
713
con-fodmam, -fodinai II
504
fodord 494, II 10
ni. fodhuine II 10
fO!B II 150
-foelsat, -föelusa II 569
ar-foemat 186, II 512
-foer II 592
foessam 308, II 629
-foetar II 524
do-foethsat II 656
foetsecht, foeitsecht II
652
fogal II 521, vgl. ni.
foghail
ni. föghanta 193
-fogbai II 528
fogchricce 478
foigde 348,351,1110,551
-foigebat II 529
fogelt II 536
fogerrtha II 537
ni. foighid(e) 138
ni. foghail 102, vgl. fogal
foglim, foglaim, ni. fo-
ghlajm 103, 347, 356,
II 60, 540
ara-fogn-a, -fogn-at II
543, ar-fogn-at I 339,
II 295, 543, fognad II
543, 545, fognam I 104,
357, 487, 544, II 543,
545, ar-fogni II 543
fogur II 536
ni. fogus 161
foi 'schlaf!' II 524
foi, foib II 150
iarnia-foieh II 608
do-foichred II 501, -foi-
cbur II 361, 499, fris-
foicbiurr II 500
föid- 359, 418, II 379,
409, 524, no-f6id II
355, 524, foides II 218,
370, do-foidid I 359,
foidis II 218
iarmi-foig II 296, 608
B foilenn 23, 184, 508
-foilsitis II 569
ara-foini. ara-foima 308,
II 295, 302. 512
-foindarpaide II 463
foindel II 511
con-foir-eni II 518, -foir-
ed II 313, 518, foir-fea
II 248, 518
-foir II 592, ara-foirie
II 362, 593
foisam 308, II 629, foi- !
sitiu, foisraimm II 629 j
föit 325,418, II 525, ru-
foitea II 525 I
foitar II 524
föite II 524, foite II 409,
525, -foiter II 220, 525,
foitir I 418, II 525
foitsecht II 652
foitsi II 524
foi II 98
(mucc-jfoU 147
foil 'King' II 98
remi-foil 26, II 568
foll-aitber 157, II 525
folacb 'Versteck' 34, 97,
102, II 573
folacb 'ertragen' II 569
folad II 39, 661
folara 34 (Z. 17, 30), 148
irame-folangar II 569
folc 34, folc-aim 34 (Z.
21, 39), 59, 126, 186
folaig II 98
follig 34
ar-folmas, -folmastar,
ara-folmathar, folmai-
siu, -folmaissiur II 560,
561
foln- II 525, -folln-astar
I 157, 179, II 247, 525,
foln-ibtbe II 359, 525
im-folngar, imme-folngat
II 390, 569, im-folngi
II 219, 569, folog II
569
foloscain 489
follscaide II 677
foillsem II 122
ni. foUlseocbad, foUlsig-
bim 299, foUsigth-i II
149, 386, foilsigud I
357, n 90, -foilsigur
I u. s. w. II 387 (Z. 8fF.,
! 18), 388, 405
i foillsiu II 119
I folt 34, 186, 364, II 57,
i 82, foltlebor 115, foilt-
I ne I 352, 364, 383, II
57
I -foluassat II 572
I follu8 351.364,539, II116
! (Z. 31, 37), 119, 122
foiue.ilt, -fo'nili II 577
fomnae, foinnid II 581
R ni. föniös II 22
fomrjBtbe, fomraid, foiu-
raith II 575
foirntiu II 581
fomuUt II 577 .
dod-fongad II 250, 303,
652
du-fonget II 585
fonaidm II 60, 583
fonitiud II 584
do-fonucb, do-fonug, do-
fonus II 294, 361, 585
for, for- 23, 35, 92, 246,
271 (Z.20, 26, 42), 307,
309, 432. 437, 473, 510,
II 38, 73, 74, 147, 149,
295, 303, 361; foir II
150
fo-r- 473
for 'euer' 271, 274, 275,
392, 503, II 139, 169
for 'sagte' 273, II 141
foir, -f6irII335,351, 599,
ra-fc)ir II 375, ni. föir-
im II 375, 599
fora n- 399, II 295
forrach, forrän II 526
(R) forar II 51
ni. foras II 676
du-forbad II 463
du-förban II 445, -for-
banar II 444
forbart 353, II 468
forbas 136
forbe II 445 (Z. 2, 37)
-forbai II 463
do-förbiat, forbaide II 445
forbai s 136
du-forbaitbe II 445
-foirbret II 467
forbrisiud II 250, 478
forbru II 93
foirbthe 352, II 445,
foirbtbetu II 41
R fore 230
foirc-itber II 489
forcal II 537
forcauti II 480
foirrce 34, 143, II 669 f.
forcell 497, II 537
ar-forcbolta II 485
forcenn 130. 414, 475,
II 6, 245, 525
forcetal, s. forcital
forcaiU II 537
-forcain II 480, forcital
I 139, 266. 347, 391,
II 46. 180, 412, 480,
forcitlid II 17
-forchlotis. -forchluinter
II 272, 495
714
Wortindex. Gälisch.
-forcm-at, -forcm-i, forcm-
ide II 586, 587
forcmachte II 555, 587
-foircnea, -foircnibea 345,
348, 352, II 357, 525
forcomet, forcometas,
forcoimetaid II 587
do-forchosalsara , do-
forchossol II 622
-forcroth II 311
forcsi, foircsin II 489
foircthe, foircthi II 480
-forchuala II 495
do-foird-e 486, II 603
-fordamajnn II 317, 504
forderg II 10
fordinge II 505
-fordiucail, fordUicailsi,
fordiuclaim, fordiu-
glaiin II 540
forrae 143. 429, II 151
foirenn 158, 375, 544, II
59, 215, 660
forfess 136
forrg-, -foirrg-ea, forrg-ot
6, II 525, 526
forgab, forgara 11529,532
forgare 485, II 293, 535
forgell 497, II 537
-forgeni II 543 (Z. 35;
air-fo-gni-), -forgeni,
-forgensam II 543 (Z.
23; fo-gni)
do-forgill il 677
-forgair II 534
forglu II 540
forgnam II 543
forgu II 540, 549
foraib, forib II 151
-forraig II 526
forim II 601
foirinn, s. foirenn
foris II 676
foirithin II 599
-foraithmenair II 581,
foraithmet 1 266, II 34.
581
forlassair II 10
im-forlaing, iramo-forling
II 219, 268, 569
forloiscthe II 40, 571
form II 150
du-forma, do-formagar,
do-formmagddar, du-
forraastar II 390, 573
format 168, 266, 414, 475,
II 34, 63, 581
formbed II 296
do-förmgat, do-formaig
421, II 295, 300, 573
forrana II 12
do-foirmsed II 573
fornn II 151
forna 399, II 296
-fornastar II 583
do-foirnd-ea, do-foirud-e,
du-fornd-iter 486, II
332, 603. 604
forngartx h)i II 535. forn-
gaire I 44. 380, 485 (Z.
30, 37). II 293. 535
fornaib II 176
fornaidm,-fo-r-naiscII583
fornn cht II 10
con-1'oroirisset IL 518
foröil II 566
foroim II 601
-forroim II 463
-foirpret II 467
forsa n- (rel. Präverb)
399, II 296. forsa n-
( Artikel) I 274, forsani
II 184
do-forsat II 624
do-forscaig II 619
foirrse II 676
du-forsaisset II 624
forseng II 10
dun-forsailc II 564
forsin(d) 274
don-forslaic& II 564
forsna II 176, forsnahi
II 184
forsiung II 10
fort II 150
do-fort- II 526
fortach II 653
fortacht II 111,1643
fortcha II 655
fortechtai II 505
fortga, fortgaidi II 655
fortige II 505
fortormach II 574
K ni. fortüin 208
form 429. 457, II 151
ni. foruadh II 10
forud 72
forus II 676
foss 'Diener' 35, 79
foss 'Euhe' 271
iarmi-fois-et, iarmi-fois-
tis II 608
ni. fos 271, 309. 457
fossad 34, 64, 79, II 6, 9
don-fosc-ai II 620
foscad 34 (Z. 16, 29), 76,
356 (Z. 30), 385, II 6
dom-foscartae II 250, 616
du-foscaiget, foscaigiu
II 617, 619
ni. foscnaim II 613
foscugud II 617
foseng II 10
fosair II 627
fota 32, 34
fotba 34, 346
fotera II 146
fotheistib, -fothismide
II 624
fothla II 649
fothrucud 124
fou II 150. 172
fracc 60, 159, 256. 280,
1125, fraccnatan 1 159,
II 49
fraecbredII53. vgl. froech
fraig 97
ni. fraoch 493, vgl. froech
ni. fraochän 493
frass 44, 175, 176, II 19,
21, 34
frebaid II 296. 362, 443
frecdairc 486
frecmaircc II 458
frecndircc 486
frecor, freccor 419, 479,
II 80, 296, 500
imrae-frecrat II 535,
frecre 1350,419, 1117,
296 (Z. 10. 22), 535
frecur, s. frecor; frecuir-
the II 500
ata-fregat II 594
ni. freigeorad, freagr-aim
299, freagra, s. frecre
frera 69, 113, 154, 168,
189, 297, 436, II 60
freptanaigthiisUir II 443
-ru-frescachae, -ru-fres-
cachtar, -ru-frescech-
tar, -frescestu, -frescai,
-frescisset II 488,
frescsiu II 296, 488
fresdel 497
fresgabäil II 530
freslige II 560
im-fresna 86, im-fresnat
II 296, 625, 678
fresudid II 625, 678
freisndis II 296, 520, 678
fresngabäU II 530
frestal 497
fretech, freitech II 653
fri 44, 264, 271, 272, 273,
Wortindex. Gälisch.
715
275,287,294,406, 419,
439, 4G3, II 74, 149,
296, Iri-a I 310
frib II 150
frichnam II 544
fride, fridei 294, II80, 92
frid^if^'hid II 608
-fridoirced 348, II 589
frie II 149
ni. frif^h, frighid 540,
544, II 48
frini, frirani, friumm 457,
II 149
frinn II 150
friss II 149, 171, friss-
II 296 (Z. 7, 20), 301
frissa n- II 296
frise-llar II 177
frissid- II 296
frisna 263, II 176
frisngabäil II 530
frisso II 187
frissom II 171
frit, frint 457 (Z. 9, 22),
II 149
frit- II 174, 296, frith-
144, 174, 175,275,473,
475, 486, II 147 (Z. 5,
16), 173, 296
-frith, ib-frith II 250,
369, 529, 533
frithagaid II 608
-frithbeir II 468
frithbrudutb II 479
frit(cbMb II 653
-fritbcbomart 473,11589
frithdniing II 508
fritbe II 676
-frithgaib II 529
fritbgnam, frithgnom
419, II 544
-fritbaig, fritbaigid II
608, 611
fritbmius II 579
fritobairt II 472
fritborc'on , -frithorgat,
fritborgon, frithortaa
497, II 589
fritbtaouirsimem II 499
-fritbtäig, -frit-täit,
fritbtaised II 647
-fritbtasgat II 606, 647
fritbtecbtai II 643
frithterissem II 629
fritbtuidecbt, fritbui-
decbt, frituidecbt II
647
friu 310, II 150
froech 60. 122, 175, 493
R fromud 226, 235, 436
fu- II 295
fu-a 308
fuabair II 469
fnacb-aid, fuach-imm II
490
fuaobt 103, 316, 435
fuacbtain II 521
ni. fuagb-aiui 54, 102,
316, luaghilil II 24
fiial 124
fuäim II 24
fuan 316
ni. fuar -kalt' 103, 435
fuar finf.) II 518
-fuar, -fuair 26, II 250,
273, 285, 369, 529, 533,
ni. -fuair 1468, 11274,
scb. -fbuair I 512
du-fuarr II 590
do-fuarat 420, II 250, 600
do-fuäircc 308, 316, II
250, 590, do-fuiarctis,
do-fuarg-at II 590
do-fuargabsat II 530
di-fuair.sitis, do-fuartbet,
do-fuairtbet II 600
-fuas-tar II 521
do-fuasalcat, ni. fuascla-
im, do-füasailcet, do-
fuasilci, -fuaslaice II
251, 564
fu-fuasna, fuasnad II 250,
456
fuatb II 65
fuba, du-fubath, fub^e,
fubide, do-fuibnimm
II 295, 462
fubtbad II 477
fuidell 110. 148
-fuidenia II 504
fuddera II 146
fudumuin II 12, 117
ni. go bb-fuigb-eadb se
133. mir. -fu'g-ir II
336 (fo-gaib-)
fugall, fugeil 362
ni. fnigblcaob 110, II 55
-fuicb II 521
ro-fuidi II 525
fuismodaeb II 629
-ful II 266. 351, 568
fuil 'Bluf 139, 362 (Z. 9,
20), II 18
ni. fuil 'ist' 26, 342, 358,
11251,434,435, fuil-im
II 436
fulacb, fulacbtae, fulang
II 411, 569
fu'llfM-tae II 631
fuiUed II .567
fuillem II 61, 6.30
-fulgara, fulget, -ful^ing
106, 485, II 244, 568
fulinaini II .572
fuillned II 247, 567
-fulngid II 568
ful red II 53
-fulsam II 568
fult, fuilt 364
fulumain II 62, 572
fuluth II 39
fuin, fuin- II 526, -fun-
end II 334, 526
dn-fuincbidet II 491
fuine II 586
funech II 585
funed, fuined II 526
(G) fuinnema, funemda
II 634
G(B)ni.fuinne6g214,II31
(B) ni. fuinnseög 85, II 31
für(= fuar Subst.j II 676
R für 207
du-fuvr II 590
-furastar 265, II 604
do-fuirc-ifea II 553
do-furcabar, du-furcbad
II 389, 530
furohruss 42
fuirec II 553
fuirecb 434. II 593, ara-
furecbar II 593
fuirechlem II 485
-furecbt, -fuirestar II 553
ar-fuirestae 11 593
du-furgaib II 530
fuiri, fuirib 11 151
arid-fu'rig, ar-furis II 593
-fuiriui 362. 11 602
furoil 316. II 566
arndam-fuirs-et 11362,593
-fnirs-itis II 552
furs'Mn, fursundud II457
-fuis-edar II 629
dos-fuisced, do-füsci 11
620
do-fui-semar, do-fuissim
U 390, 624
du-fuisledor U 386, 404,
623. do-fuislim II 46,
250, 622
do-tu>sm-et. do-fuism-im
II 250, 302, 624
du-fuit II 46, 250, 656
716
Wortindex. Gälisch.
dud-futharcair, du-
futbarctar II 653, 654,
du-futharset I 482, II
385, 653
(R) fuither 233
do-futhractar II 654, do-
futbris II 312, 385, 653
ga = cia 264
gaib- 38, 95, 187, II 24,
331f.,343f., 348f.,350,
359, 367, 388 f., 405,
407, 441, 443, 491, 527,
fo-gaib- I 34, 265, 369,
II 273, 285, 528, ro-
gab II 367, 527, ron-
gab, rond-gab I 398,
II 264, 282, 436, gaba-
ll 350, 527, -gabad II
391, 527, do gbabh-as
(ni.) II 370, gaib-es II
334, 527, arda-gaib-et
II531, ro-gab-aitII391,
gab-sus II 370, fo-gab-
ur II 386, ron-gab-us,
ro-gab-us II 142, 143,
367, 375, 527, ro-gab-
ustar II 386
gabäl II 24, 86 (Z. 15, 18),
412, 416 (Z.33ff.), 527,
ni. gabhäl tslat I 408
gabor 117, 187
gabul 39, 95, II 53
ni. gacb 270, 446
ni. gach a n- 11 208
-gäd, -gäid, -gädatar,
gäde, gäditir 182, n
366, 367, 370, 382, 550
gae 74, 96, 252
(B) g«dilg 23, II 31, ni.
gaedbilge I 344
(ß R) gaedhilgeöir II 51
(Z. 36)
gaes II 19
ro-gaet 494, H 391, 548
(Z. 13, 23)
gäith n 19
do-gäithaimm 11 412
gal 26. 101 (Z. 13, 32),
157, 477, II 25 (Z. 7,
32), 521, 662
galar 280, II 25 (Z. 8, 30),
50, 65, 83, galarche
II 32
gaile 494
Gaillimh 328
gam 66. 95, 164
gammai II 527
garauin II 56
ni. gan 269, 270, 272,
443, 497
-gain-edar 47, II 533, ad-
gain-emmar I 175, IT
533, gain-itbir H 359,
387 (Z. 22, 38), 388,
391 394
gäo 55, 435, II 96, 117
ni. gaoisid 80, II 18
gar 'nearness' 11 7
B ni. gar- 23
gair- n 17, 359. 391, 533,
ad-gair, ar-gair, fris-
gair n 359, 533, 534,
535, ad-ga^r, ad-gar-a,
arid-gar-ad II 533, 534,
con-gar-ar 11389, 534,
adobra-gar-t, araro-
gar-t, ar-gair-t, doro-
gar-t, fris-gar-t 11 219,
533, 534, 535, 536
gäir 144
garb, ni. garbh 227, 330
gairb-driacb 100
R ni. gairbhea] 330
ni. gairbb-sbion 327
Garb-tbanacb II 585
G garda, ni. gardha 110,
143, 201.327,335, n 17
gäire 144, 172
garg 95, 103, 180
gairid (ni.), gah-it, garait
353, n 48
gairm 144. II 60, 533
garma (ni.), garmain 494
R ni. gairneal 491
R ni. gairteal 491
gas n 57
B gaisced, gaiscbed 11 4
gasne II 57
gat 88. 95
gait 359, 497, H 536,
gat- I 39, 95, 160, H
271, 274, 285, 359, 511,
536, ro-gat H 272,
trisn-gat-at 11301,536,
gat-sat II 271, -gatd-a
II 536, gataige II 17, 23
gau 55
-ge 244, n 550
ge = cia n 206
gea — cia 264
ni. do-gheibh-ira 265
air. gebaid II 359, 527,
gebtit n 149, 363, 527
gec 81, 126, 150, 151,
372, 494, n 88
ni. gead 63, 95, 160
ged 102, 430 (Z. 20, 22)
do-geg-at, do-gega II 317,
362, 550
ata-gegallar, ata-gegall-
dathar 11 387, 538
geogainter II 548
ata-geglatbar II 538
gegna, adro-gegon II 548
adroi-gegrannatar 325,
II 548
geguin II 548
gel. ni. geal 147, II 30,
118
gel- 96, II 536, 540
gell 136, 362, II 46, 65,
537, gell-, for-ro-gel-
sam II 537, 677
geill-fit II 537
ni. gealacb II 30
B gealbban (ni.), gelbund
184, 328
geldae, -gelt, geüt (Inf.)
II 536, s. gel-
B geilt (Adj.) 96
geltboth 96
R gemm 222, 241
gemel 95
R geimen- 222, 240
gemred 66, 164, 167, 311,
n 53
gen 96
gein 95, 175, U 20, 112,
533
du-gen 'werde tun', fan-
gen II 542, 543, -gen-a,
con-gen-a, do-gen-a,
fo-gen-a II 359, 541,
542, 543, 544, -gen-i,
do-gen-i , forui-gen-i
II 369, 540, 542, 543,
544.gen-ais,do-gen-sat,
-gein-set, -gen-set, fo-
rui-gen-sid, gen-tar 11
540, 542, 543
-gen-ad 'würde geboren',
-geu-artar, -gen-atar,
mad-genatar, -gen-air
272, II 263, 386, 387,
388, 533
-gen 'erkenne' II 369, ad-
gen I 96. 104, 297, 419,
n 284, 373. 379, 546,
as-genII292, 546, etir-
gen II 273, 547, etir-
gein II 547, -gen-a II
363, -gen-ammar, ad-
gen-aramar II 369, 546,
etir-genat, atat-gentar
Wortindex. Gälisch.
717
11 359, 546, 547
-gön 'werde töten', gen-a
II 548
gein (cian) 496
genas II 20
gende 496, II 540
geinim, genim II 533
K ni. geanair 204, 215
geniti glinni II 48
K genitiu 215,11109,110
E genti, geinti 234, II
179, gentlidecht II 32
R ni. geocach 215
ger-, fo-geir, fosn-ger-t
n 537
geir n 661
gerr, ni. ge^rr 83, 95,
111, 173
ni. gearr-fadb TL 363
ar-ger-at II 359, 534
ge^rb (ni.) , gerbacb,
(B) gearbog 118, 327
ni. gearrfbiadh 111
gerait II 64
gess 136
asru-ges-et II 549
-ges II 361, 550, -geiss
U317, 351, 550, -gess-
am II 312, 550, -geis-
ind II 316
geis 86, 95, 151, 188,
299, 346
gessa II 550
gesca 81, 151, 494, 499,
n 19
gessi n 35, 410, 551
-get II 359, 536
-geuin II 363, ad-geuiu
1298, II 369, 373, 379,
546, vgl. -gen
gia 'was' 11 206
gia 'obgleicb' 264
giall 21, 84, 136, n 46,
537, giall- II 537, gial-
lae, giallnae I 351
ni. gidb 270
giges II 218, 363, 550,
-gigeste II 360, 550
-gign-ed 'würde geboren
werden', -gign-etbar
II 387, 533, gign-ithir
n 359
not-gign-etbcr 'wirst ge-
tötet werden' II 548
giogran, gigrand, gigren
101 mit Nachtrag, 103,
337, II 2, 57
gigsa, gigsea, gigse sa,
-gigsed.gigsite, -gig'us
II 264, 358, 360, 361,
363, 550
ad-gill-ira , fort-gill-im,
gill-fit II 537
gilla. gillgugi'in II 33
gilithir II 118
adro-gailser II 538
gin 156, 175, 337. II 90
E ni. gionbbair 204
gin con II 314
ni. giorra 143
ni. girrfhiadb 111, 112
G ni. giosta 436
E ni. giüdach 215
-giuil 103, 298 (Z. 2, 17),
II 369, 539, -giulad n
362, 539, giulte H 370,
539, giulait I 298, H
362, 539
E ni. giüstis 215
ad-glädastar, ad-glädur
268. 476, 485. H 61,
387, 388, 537 f.
glaid-, gläidsete 11 370,
538
nan-glan-ad 11 249, ro-
glan-te II 267, 316
glan-diunncht 11 585
E glaine, glainine 225,
n 57, glainetbat II 49
ni. glaodh II 538
glass 'Schloß' 75, H 18
glass 'grün' 79
ad-glaasmar,
atara-glastar,
glaite 11 538
gle 67. 252, II 11,
II 663
gle-te, -gle-u 11351,539,
glen- I 95, 103, 298,
II 351, 362, 369, 539
as-gloinn II 410, 539,
fod-glein. fo-glenn- I
38. II 60, 540, do-
glenn-ar, in-glenn-at
II 539
glenamain II 539
glend 38, 114, 48, 66,95
gleo II 102
gleoraidecbt II 32
in-gleis II 539
gleitb II 536
glic 355, II 24. glioca,
glice (ni.) I 355, glici-
gbil (ni.) II '24, gliccu
I 342, 355
II 538
atom-
-gle
I neph-glidi n 536
as-glinn, do-glinn II 539,
fo-gliinn I 347. II 540
gloed, gloidim II 538
glomar 95, II 50
(E) ni. glörmbar 327 ra.
Nachtrag, 491
E gluas 205, 317
-gluaistis II 266
glün 2, 156, 178. II 66
E 8cb. glut, glutaire 196
fris-ro-gn-at II 544, cain-
ro-gn-atha, nad ro-
gnathan 292, 540,541,
gna-ither II 540
ni. gnaoi 153
gnäs 49, II 19, 21. gnäth
I 48, 49. 96, 268, 418.
II 19, 547
gne 175, 252, II 97
-gne II 351, con-gne II
317 (Z. 24). 541. dun-
gne, do-gne (su) II 267,
312,541, -gne-dII351,
do-gne-d II316iZ.38i,
541. do-gne-id il 316
(Z. 27). 541, do8-gne-m
II 541. -gne-nimis II
318, 351, 540. -gne-o,
do-gnö-o II 351, 541,
gne-te, gne-thi II 540,
du-gne-u II 541
at-gne-ad II 547
gni- 14, 60, 96, II 34,
36. 43. 359. 369. 374.
540, 544, 545. -gm II
351, do-gni 11305,413.
449, 541, fon-gni 11
543, 586, fris-gni II
544, n-do-gni-at I 391.
394, gni-ith 11351,540,
frisro-gnai-ther II 544,
gni-u II 351, 540, 544.
do-gni-u I 104. 175,
252. 318. II 269, 333,
359, 541
at-gni-att II 547
gniad II 36
gnia'd. gniae 310
gnim '247. 253. 353. 357.
544, II 60, 90, 91. 413,
540, seh. gniömbara I
327, deg-gnimarthaib
I 262, giiimrad I 262.
327. II' 52
-gninim . -gnin^im II
273. 369, asa-gninaim
II '220, 292 ^Z. 20, 33 1,
718
Wortindex. Gälisch.
294, 546, itar-gninira
II 359. 547, as-gaiintar
II 546, 547
ni. gno 61
asa-gnoither II 546, 547
gnüis 175, 448, II 19
ni. go n- 'mit' 270
ni. go 'zu' 270, 405, 406
(Z.30), go n- 'daß' 400
gö 'Meer' 96
ad-go II 549, do-goa II 550
goa 55
goba 73, 86, II 112
ni. goid, goid-ira 160,359
ni. go de II 202
Goedel 58
goeta II 548
do-goga II 550
goita, göite II 548
goithlach , goithlachde
11 55
goll 157, 494
gon-, -goin, gon-im 108,
II 391, 548, ni. gon-
thar I 417
goo 55, 317
gop 96, 161, 187
lat. Gopbanus II 63
gor, gor- 108, gor-ad II
537, goir-es 1 364, gor-
ith II 537
ni. goir-im 'rufe" 172
goire 364
ni. goirid 353, II 48
gorm 87, 108, 169, II 60
B gorraac 23
ni. gormtsrothaigh 408
gort 136, 180
goirt 33, 350, 364
gorta, gorte 33, 350, 864
goiriu 364
goithimm II 34
adro-grad, araro-grad,
doro-grad II 391, 533,
534, 536
gräd 'Liebe' 133, 193
E gräd 'Grad' 133, 193,
II 179, ni. grad(a) 193,
201
K graif 215
graig 39, 40, 98, II 93
R grammatach 190
grän 52, II 57
grain 103, 180, 295, grän-
na, grande 103, 538
gränne 69, 383, 477, II
57, 58
do-grath II 536 (Z. 5, 11)
do-gre II 549
E ni. greigis 213
greira II 548
-grenn- II 367, ad-greinn
II 219, 291, 339, 548,
con-grenn, con-greinn
II 548, in-grenn- I 38,
95, 136, II 60, 548,
asid-grenn-at, in-
grenn-at II 219, 339,
350, 548
ni. gre^nn, s. grend
A'th n-grena 311
grend 46, 47
gress 86 mit Nachtrag,
136, gressich II 80
grian 'Sand' 67, 311
in-grias-tais II 350, 548
E grib 210
grien II 179, grien-
tairisem I 315
do-grinn II 549
ni. grinne^l 311
gris 108
gritb 367
gruth 494
seh. gu 400
asa-gü II 549
gualamnada 317
gualull7,184,296,II110
gübrethach II 5
gud-id, guid-im 108 (Z. 6,
19), 136, 182, 244, II
35, 351, 357, 361, 365,
366,367,410,550, guid-
mit II 149, 550, guido
I 111, 346, 348, 351,
362, II 10, 551
gue 55
guforcell 55
gulba(n), gulpan 118,
363, 375, 414
seh. gum, gun 400
guin 108, 494, II 391,
548, -guin II 548
guir-, guir-es, gur-es
364, II 537
ni. gur 265, 455, II 248
assa-guis-et , asa-gus-i,
ad-gus-tis II 219, 220,
549
guth 108, II 90 (Z. 19, 31)
gute II 550
i n- (Präp. und Präverb)
45, 158, 178, 238, 260,
270, 271, 390 (Z. 19, 23,
32), 392, 398, 411 (hi),
479 (Z. 2, 3, 4, 15, 18),
1173, 74, 76 (Z. 9-39),
125, 147 (Z. 5, 33), 149
(Z. 21, 25), 173, 181,
218, 219, 227, 249 (Z.
40), 291, 297, 298 (Z.
1, 27), 433, 444
i n-, hi n- (Fragepartikel)
391, s. in
-i, -hi (Augens) 442, II
184, 185 (Z. 14, 40)
ni. i 'sie', mir. hi 457,
II 154 (Z. 17, 37)
-i (suffig. Pron.) II 139,
171
ar-i, con-i, ro-hi 406, II
552. 554, 556
iach 310, s. eo
con-iacht II 607 (statt
con-diacht)
iacht-, iachtad II 509
iad-, immon-iad-a, fortn-
iad-ae II 243, 551, 653
ad-iad-ar II 518
ni. iad 457, II 154, 155
iar 93,177,267,310,392,
438, 1150,74,149,158,
296, 427, 674, iar- I
473, II 296, 297
fritatn-iarr 396, II 147,
589
iarann 73, II 53
-r-iarfacht , iarfachta,
-iarfassat, iarfichid,
iarfaichtho II 608, iar-
faigid, iarfigid I 357,
II 296 (Z. 32, 40), 608,
-iarfus II 608
iarm-, iarma-, iarmi- 267,
473 (Z. 3, 31), II 296,
299, 300
iarmithä 473, II 431
iarmoracht, dod-iarmo-
rat, dot-iarmorset II
599
iarmu- II 296, 300
iarmuidigthe II 296, 297
iarmui 55
iarmut II 151
iarn 73, 262, 311, 411
(hiairn), II 53
iarnabärach 99
iarndaidib 153
iarsäla 351
iarsin 'nachher' 315
iarsin (Artikel) II 176
iarum II 151, 172, 296
iasc 90, 174, iascar II 51
iat II 154
Wortindex. Gälisch.
719
lata II 551
ib-, -liib. ib-i(l, ib-iin 91,
116, 187, II 270, 274,
359 (-hib), 361, 412,
551, ass-ib-sem II 270,
274, 275
ni. ibh 457, II 155
ibhai', ibair 365
cun-ic, (!on-icc 124, 398,
II 249, 316, 415, 554,
doda-ic II 557, ro-icc-
I 539, dosn-ic-fa II 72,
557, ru-ic-ini II 555 f.,
ro-icc-u II 333, 342,
555, rou-ic-ub II 556
hicc 65, II 179, conrom-
iccad II 246
iachair 129,174, 177,338,
II 106
icht 65 (Z. 8, 43), 367
ar-icht II 552, 558
ichtar, ichtarach II 44,
ichtarchu I 355
-id- II 147, 148 (Z. 7, 14)
id- II 292
E idacht 209, 341
(E) idalte II 28
idan II 57
idbart 209, 266, 339, 406,
II 468
ide 274, II 152
idi II 558
idib II 422
ni. idir 443
-idn- II 147, 148
idnae 65
-idnus II 584
E idol 224, idolde II 28
-idparar 257, II 468
-hierr II 587
iersin 315
ifechtsa 276. vgl. ifesta
Eiffern 153, 201, 221,478
ifesta II 79, vgl. ifechtsa
il. hil 91, 148, 301 (Z. 6),
337, 350, 365, II 90,
116 (Z. 30, 39), 120
il-aiflglech II 5
hilar II 51, 65
ilar 'Adler' 491
ilchenele II 128
ildae 350
ille, illei, illena 294, II
188, 197
ilmblas 167, II 5
im, im(b)- 'um' 41, 45,
118, 260, 264 (Z. 26),
270, 272, 285, 399, 438,
473, 479, 485, II 74.
149, 219, 244, 248, 297,
311 (Z.25. 41), 485 (Z.
30), 494 (Z. 16)
im = im-b 263
imraa- II '297
imma n- 264, II 297
immach 96, 102
immacaldaim II 538
seh. iomachar 328
imadall II 509
imimaig 96
immalle, immallei 264,
275, 294
immäia II 451
-immanad II 585
immanetar 264, II 144
immar 165, 264
do-iramarr II 589
imarbus II 579
immarchor II 499
immargal II 521
imraargau II 550, imargo
II 677
immarraus 165, 268 (Z.
3, 27), II 34, 180, 579
do-iramarnad II 585
immarslaide II 630
dan-immart, du-immar-
thar, don-immarthae
II 589
imb 46, 109, II 112
im-b, im-ba 263, 391, II
314
imb- (Präverb), s. im
imbärach 99, 102, II 23,
31, 79
imbe II 517
imbechtrach II 44
(B) imbel 147, 302
-imber, -imbert II 468,
imbert I 353, II 468
imbi 118, II 150
imbide II 517
imbir II 468
imbithe II 517
imblecän 495, II 27, 33
imbliadhna II 182, 669
imbliu 148, 187, 495,
538, II 55. 109
imbrädud II 297, 591
imbressan, -imbresnat
II 296, 625
imbuaruch 99, II 79, 182
-imc-ai II 488
imman-iracab, imeabäil,
imcabtbi II 531
ni. iomchar 328, 409,
II 500
imcasti II 410, 488
du-imchoUa II 483
imcajb II 531
imcaisin II 488
imchloud II 494
da-imchomarr II 269, 589
imchomarc II 301, 458
dob-imchomartt 478, II
589
imchossäit II 606
imchosnam II 634
imcu, -iracua II 517
ni. iomdha 328, 335
imdegail II 521
imdibatai II 459
-ro-imdibed II 246, 268,
462, imdibe I 351, II
462, do-imdibnim II
462, imdibthe II 409,
462
imdidnaad, -imdidnib-
tber II 508
imditen II 512
ime II 517
imme- II 297
imechtar, immechtrach
II 44
immedün 112
(B) ni. imeall 147
iramelei 275, II 140
imraenetar II 140
ni. imeorad 299, -immer
II 468
dum-immerchell II 483
imfheadhaiu II 516
-imfognad , imfognam,
-imfogni II 544
imfolang, -r-imfolngar,
-imforlainge II 268, 569
imfrocrae 350, II 535
-imfu>regar II 593
immen-imgab-ad, imgab-
aid, imm-iragab-aira,
iragabiUl II 219, 250,
531
domr-imgart II 535
-imgeba II 531
immib II 150
immainse II 583
immaircide II 552
du-immaircthe, do-im-
mairctis II 589
immairccc II 552
tan-iramairni II 585
imleag (scb.) 495, imlecän
495, II 33
imluad II 572
720
Wortindex. Gälisch.
imna II 585
imned II 585
iraraofolung II 569
immofjjnam, immognora
II 544
-immolngai II 569
E immon 202, 240, 326
immon- II 297
immonaisc II 583
immonti II 185
immormus 268, II 273,
302, 579
imortun II 589
imp 497
-impäd II 635
impdibthe II 462
impe 408, 409, 11150,171
E imper 237
impesse II 605
impide II 605
E impir 237
-r-impo II 635
impsiiide II 605
impii 408, 409, II 150, 171
impüd II 297, 635
impudiu II 605
imr-im 299 (ni.), mitn-
imr-et II 298, 468 ^
imräid, -irarada, -imräid-
set II 269, 591, imra-
dud II 297, 412, 591
imram II 368. 591
imrati II 72, 591
imresan, -imresnad II 625
immi-aichne II 546, 580
imrim II 602
imroll II 580
-imromastar, -imroimser
II 579
-imruklatar II 271, 644
-imruim dethar 165, II 579,
-imriiimdetar II 273,
579
imscemgail II 24
imscripgail423, 1124,412
imsitin II 624
imthach II 653
imthänad II 21, 66
cotn-imthfe II 360, 644,
imthecht, ni. iratheacht
I 399, 409, 484, II 644,
-imthesid, con-imteised
II 643, 644, con-imtet
II 644
-im tili II 605
con-imtiagait II 644,
-imthiasam, imthigid
II 643, 647
imthimchell II 483
dudr-imthirid , dor-
irathirthetar503,II598
-imthised II 558, 643
iintrascrad II 615
imthuarcain II 590
imthuge II 655
immua n- II 297
iramudii II 76
immum, immunn II 150
do-immurc, dora-immuirc
II 589
immurgu II 549 f.
immut II 150
in (Präp.), s. i n-
in- aus ind- (Präverb)
II 298
in (Fragepartikel) 257,
391, II 147, 221, 222,
249, 257, 304, 421, 435
in (Artikel) 114,140,267,
269, 274, 294, 393 (Z.
3 IT.), 428, 444 (Adver-
bialzeichen), 485, II 77,
176, 178, 671 (Z. 17)
in- (Vorsilbe der Mög-
lichkeit) II 11
in- (negativ) 45, 475, II 6
-in- 'es' II 147
-in- 'uns' II 145
ni. inn 'uns' 457, II 155
ina n- 'worin' II 227
ina n- 'was' II 227
inna (Artikel) 114, 275,
405, 443, II 176
inn-a 260,391,479,11140
in ad 91
iunäd- II 222. 257
innahi 406, II 184
inalmain 165, II 76
innani II 184
ni. ionaonaigh II 11
inar 178
do-innasatar II 457
inathar II 44
inber 480
inbaid II 39, ni.ionbhaidh
I 328
inbleogan II 580
-inbothigetar 238
dun-inchanat II 480
ni. ionchaithmhe II 11
-incebthar II 529
inchinu 130, 328, II 12
inchlid, inchlide II 485
inchosc 419, II 298, 620,
-inchoisget II 619
ind- 40, 45, 100, 114 (Z.
27, 32), 115, 130, 148,
238, 473, 485, II 149,
173, 174, 291, 298 (Z.
3, 14 ff.)
ind 'in ihn' II 150
ind (Artikel) 114, 140,
267, 274, 306, 428, 485,
II 176 (Z. 3 ff., Z. 44),
178, (Adverbialzeichen)
I 444, II 77
-ind- II 147
asn-ind II 351, 516, 520
ir. inda (Artikel) 538,
II 177
inda (leu) II 79, 319, 433
(Z. 1, 43)
inda 'bin ich?' 11221,423
inda-as, inda-tae, inda-te,
in-dä-u 454, II 78, 79,
315, 432, 433
inda-t II 79, 433
indala 267 (Z. 26, 29),
272, 273, 348, 405, 445,
II 136, 176, 195, 196,
indalanäi I 392, II 64,
195
indar (limm) II 433
indara 273, vgl. dara
-indarbanar, indarbae
II 463
fo-indarlid II 271, 645
indarpe, -r-indarpai II
298, 463
indas II 79, 520
(E) indassa 207
dun-indbi-the II 462
indbaid II 39
inde 'entzwei' II 127
indhe 'gestern' 67, 89,
176, 252. 413, II 79
ass-inde II 520
indeb II 29, 39
asn-inded-at II 520
indell II 510
indein 114
indeinme 352
indeoin 114
inderb 45, 478, II 6, in-
derbbae, indeirbb» I
478
asr-indes, ass-indet, ass-
indethar II 294, 520
indi II 151
indi II 184
indiad (Ipv.) II 519, vgl.
Nachtr.
indiaid 310
indib 'in euch, in ihnen'
VVortindex. Gälisch.
721
11 151
indib (rel. Präverb +
Verbum 'sein') II 221,
245, 438
indid II 221, 423
asn-indid, asr-indid, at-
indided II 520, vgl.
asrunar-innaid
(E) indidit II 519
indaig II 451
indail II 677
-indail 248, II 360, 507
indile 115, 148
indaim II 677
don-indin, du-indainsed,
dondn-indinsin II 456
indip II 221, 245, 313
indirsi II 600
as-indiset II 520
indit (-moide) II 175
indiu 67, 252, 294, 310,
316, 411, 11 79 (Z. 30,
40), 92, 177, 181, 193
fon-indl-ea, fris-indl-e II
511
indlach 248, 265, II 507
indlat 488, II 575
indmat, -indmatar, ind-
maid 488, II 574
dorr-indnacht II 457
indnadad II 584
atdora-indnastar , du-
indnastar, do-indnaich
II 389, 456, 457
indnide, indnaide II 584
don-indnig, du-indnaig
II 456
indnite II 584
indoobäl II 531
(R) indorsa, indosa 207,
316, 543, II 186
-indoiscet II 618
indrach 100, 102, II 593
indred, indrisse II 600
indrosc II 621
indruth II 600
indsamuil II 612
-r-indualad, -r-indualda-
tar II 298, 318, 645
indncbaide II 531
indMuu,indiunn 11150,151
-indurbe II 463
indiut II 150
as-indiut U 516
ni. inneamli 11 29
don-infedam, dor-infess,
don-infet, dur-infid
420, II 627
I R infinit 221
infoite II 525
infulgide, infolgithe, in-
I folngitbi 1140,409.573
I Inga, 8. ingon 'Nagel'
j -ingaba, ingabäl II 529
ingalair II 11
I ingantach 260, 262, 417
asr-ingba, dor-ingba II
I 529
R ingchis 209, 230, 418
j dot-ingeba II 529
-ingella II 537
ingen 'Nagel' 107, 148,
' 186, 498, II 59, 111
ingen 'Mädchen' 101,149,
' 276, 3'28 (Z. 7 f.), 366,
I 498, II 47, 298, 533,
ingenrad I 261, 266,
II 14, 69
-ingeuin II 547
as-ingaib II 529, iramen-
iügaib II 531
ingainti 268
ingaire II 535
ingnad, s. ingnath
ingnarn II 677
ingnäth 45, 46, 260, 261,
262, 268, 417, II 6
ingn^e 350, II 547, ingn^idi
II 547
R ingor 224, 230
donr-ingr-at II 535
-ingre 11 351, 548, in-
greimm II 60, 219,291,
413, 548, ingrentid II
17, ingraim, ingr^inned
II 548
inni (Pron.) II 184
in-ni II 257 f.
as-runa-r-innaid II 242,
vgl. asn-indid
innaide II 584
INIGENA 101, 360, 366,
II 6, 86
innaigid II 608
inailt II 47
inis 156, 251, 353 (Z. 17,
21), U 89
innis- II 5'20, innisin II
519
INISSIONAS II 110
R init 200
ni. ionnladb 488
ni. inlrighia 11 11, 12
inmbleogan 11 580
inmedöncba 316 i
du-inmail, dur-iniuailc ;
Pederson: Virl. kelt. Gramm. II.
I II 580
innocht 123, II 79, 181,
I 193
I do-inola II 511
I inonn. innonn 'derselbe'
445,446,11126,177,185
I innonn 'auf die andere
' Seite' II 195
inoisci II 618
inotacht II 645
j (R) ni. inphösta II 11
-inrean U 597
inriata II 11
inricc. inruccus 356, II
I 11, 20
j insamil 391, II 612
insarta, arr-insartat II
I 588
do-inscann , do-inscana
II 613
insce II 88. 621
innscucbadh II 618
inse 'schwierig" 47. II 6
in-se II 186
insi, 8. inis
insaigid II 608
insin II 153. 186. 188
inso 267, 393. II 186, 188
-innsorgar, innsorguin,
-innsort II 588
ni. ionnsuidhe II 608
-innsurg II 588
int 244. 267, 348, 408,
II 176
doda-intä, dor-intai, de-
in täm II 635, 636
-intamaltae II 612. inta-
mail, intamil I 391. II
298. 612. -intamlitis
II 313, 612
intau 272, II 314 (Z. 44),
317 (Z. 5fF.), intain I
272. 397
du-intarrae. do-intarräi
408. II 268. 368, 636
intä'rcide II 554
inte 408, II 151
inteob II 645
R interieoht 216
inti '267. 469. II 64. 182.
184 f., 185 iZ. 10. 19,
20. 38\ 188 \Z. 9, 18),
'202, 912
R intinn 234
intinnscann . intinscital
II 302. 41 '2, 613
R intlinoht 200. .'{3 7. 367
intolu 351, II 566
46
722
Wortindex. Gälisch.
B intreradid 23, II 79
intsamail, inteamil, -int-
sanilammar II 612
E intsliucht 200, 367
intiu 408, II 151
intuli 351, II 566
intursite II 624
intururas II 600
inunn, inun, s. inoun
'derselbe'
fritamm-ior II 589
ipthach 339, II 460
ir-, hir- 32, 358, 411, II
292
ro-*ir II 360, 368, 513
-irr II 587
E ir, irach 210
irbäg 340
irchlige II 493
con--irchloiter II 493
-irch(')i 339, II 311, 515,
irchoit II 516
irchoimted II 512
ircbor 340, II 5, 499
(h)ircbre 91, 340, 352,
411, II 498, ircbride
II 498
irdircc, irdorcu, irdureu
268, 340
ire, hire 91, 301, II 121
hiress, hiressach, bire-
sche 91, 122, 263. 276,
301. 357, 411 (Z. 23,
32), 412, 503, II 30,
32, 83, 179
irfocre II 535
irgal 101, 358, II 5, 25,
521
irgaire II 534
irgnam 339, II 543
iraicblid II 484
ni. iris 'Glaube' 412
ni. iris 'Gescbicbte' II 519
irlabri 340
irladugud 357
irlam 339, II 80
irlatu 339
irlithe II 41
irlond 340
-irmadadar, -irmastä,
-irmiesid II 578, irraitb
II 385, 578
irnaide II 584
irnigde. birnaigde 91,
340, 351, 411, 486, II
551, 666
iröcre II 535
iroimed II 512
-irpaid II 513
irsa 339
irsolfotb II 564
irtacb 339, II 505
iriu II 109
is 'ist' 47, 70, 79, 173,
267, 270, 271, 272 (Z.
5. 18), 275 (Z. 26), 455
(Z. 16, 26), II 218, 235,
422, 427, 429. 430
is vor Pron. 275 (Z. 22)
is = acus 275 (Z. 20)
-ro-is 309, II 609 (saig-)
ro-is II556(icc-), con-iis
II 350, 554, ro-iss-ain
I 306, aran-is-ar II 552,
dosn-is-ed, doda-iss-ed
II 313, 557, cot-is-mis
if 554, ar-is-ta II 552
is- II 361 (ith-), no-iss-ad,
is-tait II 558
is 50, 75, 80, 181, 438,
II 72, 74, 149
tän-isca II 19, 491
is be 272, 406, II 430, is
bed I 406. II 427, 430
(b)isel, ni. iseal 50, 91,
353, 387, 11 54
issi 455, II 430
isin 393, II 180, 184
i8in(d) 264, 276, 423
islsiu, hi sitt II 188
-i-siu 393, 11 188 (Z. 12)
isnaib II 176
isnini II 153
ni. isteacb, istigb 264
E I'su, I'sucän II 33
issum II 151
it (3. PI.) 173, 261, 267,
274, 455 (Z. 16, 25), II
217. 422, 430, it (rel.)
II 218
it 'du bist' II 422
bit 'in deinem' 424
-it (suff. Pron.) II 139
itb-, itb-im, bitb-es 542,
II 274, 361, 385, 558,
559
bitb 41, 367, 418, II 3
bitb 65
ite II 153
bitbe II 558, 559, ithemar
II 15
itge II 639
itige 418
itir- II 295, itir II 149
itbla (ni. iotbla), itbland,
itblaind II 3, 111
itrasta 420
itbtige 418
itu 65
itius 542, II 149, 558
E ni. iubbal 215
dot-iucart II 535
E ni. iüdajdbe 215, air.
iudigte II 217
E iiil 215
E iüin 215
friss-iurr II 361, 589, iuras
I 83, II 587, fritamm-
iurat II 361, 589, iür-
thund II 587
IVAGATT0S5, 254, II94
-la, s. cacbla
la 260, 264, 272, 273, 275,
405 (Z. 2, 37), 463, II
74, 140, 143, 144 (Z. 3,
22), 149, 152, 225, 293,
301
la- II 509
ro-lä, ro-laa, ro-la-sid
369, II 271, 311, 368,
498, 499, 502
laa (ni. lä) 133. 275, 307,
344, II 120, 180 (Z. 14)
labar II 7, 12, 559
E laubir 193, 238, 338
labr- 14, II 314, 383 ff'.,
386 (Z. 10, 17, 40), 387,
403. 559
E labbras 191
lacc 161, 185
lacba II 110
E lax 218, 488
E lacbt 228
Lacbtnän II 27, 58
ladbg 88
lae 307, ni. lae 308
la^ II 150
E laeb 213
E laech 203, laecbrad
266, 308, II 14, 69,
laeocbu I 338
läeg99, 102, 145, 1122,24
ni. laetbeambail 386
laig-id II 271, 362, 559
ni. laigbead II 48
laigen 97
laigeniu 113, II 125
langi 339
lagait II 48
laigiu 39, 69, 97, 339, II
48, 119
lai 308
ad-lai II 571
E läicbess 203, II 22
Wortindex. Gälisch.
723
lailgach 341
läm 14, 34, 53, 91, 164,
191, 351, 387, 488, II
20, 180, 561
fo-lam-adar, ro-lläm-ar,
fora-läm-as II 560, ro-
laim-ethar 11272, 284,
288, 388, 560, laim-ir
II 560, -läm-air H 388,
560, -lära-ratur II 386,
560, -laim-thed II 673,
-laim-ur, -laum-ur 1 339
(Z. 13. 32), II 560
laime, läime 166
lämos II 20
K lann 204, 240
län 52,91,178,184, II 56,
län-tsäsadh I 408
länaraain II 62
-land 113
laindrech 115
lane 354
<T langfiter, seh. langafd
409, 540
läo 307, ni. laoi 308
ni. laogh 341, vgl. läeg
ni. laoghlach 341
liir 48, 91. II 45
lair, lairän, lairchuire
340, larene II 27
iaiss II 150
lassa n- II 301
lassar 75, II 50, 99
E lascc 218, 488
lasse 397
lasin-rubu II 221, lasra-bi
I 399, lasn- II 301
lasnahi 406
lat II 150
läth 133, 184
läthar II 45
laithe 133. 177, 307, 538,
II 65, 85, 120. 661
R laiten 191, 232, 239
lätbair II 45
R laitnöir II 51
latlirach. ni. laithreach
II 45
lau 307
R lauir 212
ni. (gach) le 273, 542
ni. le 272, 273, 301, 405
Ijb II 150
con-lee II 560
le-a 264
R ni. leabhav 269, s. lebor
ni. leabaidh 134, 409
forru-leblangtar,
-leblaing II 368, 567
R lebor 226, 268, 326,
365 (Z. 18, 34), II 83,
vgl. leabhar
lebormongacb II 5
(R) lebran II 27, lebrar
II 51
lecc, ni. leac II 69, 100
leicc- 130, 152, 250, 267,
II 331 f., 3.34, 340, .341,
.343, 344, 348 f., 349 f.,
357, 358. 359, 363, 366,
377. 388 f., 562, 565,
do-116ic-et 1479. 11564,
leic-.9i II 148. 370, 562,
leicthi I 346, II 39,
411. 562
dus-leicb-fitis II 562
R lechdach 201, 231
R lecet 201
lecco 159, II 110
lee II 150
R leg- 'lesen', ar-leg-a
II 561, ro-leg-sid, ro-
lleg-usa 11244,245,561
leg- 'zerschmelzen' 123,
II 562, 573, do-leg-a,
fo-lleg-a II 562
ni. leig-im II 562, leig
(do chuid) I 331
lega 311, s. liaig
R legend 222, 225, II 29,
561
ni. leigheas II 11
lelap 477, 491
-leldar 496, II 369, 565
lelgatar, -leluig II 367, 566
lern 'ülnie' 175
ni. leanih 'roh' 491
lern 'bei mir" II 150
-lem-athar II 560
leiram 47. 87, 295, 478,
II 66. 567
(R) lemlacht, lemnacht
491
len-, len-aid II 362, 363,
369, 539, 565, ni len-
and II 33.5, ni. lean,
-lean I 145
as-len-aimm 157, II 386,
409,412,565f., as-lenn-
im I 539. II 565
leinn II 150
Len 125, 297
ni. len-a 264
ni. löana 125, 297
lenab, ni. leanabän 477,
491
lenamain, ni. leanamhain
328, II 565
ni. leanbh 477
lend 37, II 95
löine 311, II 57, 103, 668
leng-tae II 567
lenmain, ni. leanmhain
328, II 61. 413
lenomnaib II 62, 565
leo 309, II 150
R leo 197. 253, II 109,
leom II 109, leoman
I 197
ni. leör 308, II 663
1er 365
leir 503, II 118, 663
R 8ch. learach 192
lerithir 503, II 44, 118
R (ß) ni. learög 192
less, leiss 'bei ihm' 275,
U 150, 171
less 'Hüfte' 381, II 21
less 'Vorteil' 167, 398,
II 224 (Z. 32), 225 (Z.
28, 30)
less 'Burg' 367
less- (less-ainm, less-
raacc) II 8, 72
-less-ed II 560
lese 147, 367
lessom II 171
lestar 81 (Z. 9, 39), 151,
II 45, 65
leth 275. 294. 367, 381,
II 8, 66, 95, 118, ni.
leath-chead II 135,
leath-cheann , leHh-
cheann, leath-scöal,
leith-sceal I 349, leth-
marb II 3
letha II 120 (Z. 3, 30),
lethan 143,91, 132. II
56, 120
lethar II 45
ni. leite 160
ni. leithead, leithe«d(e)
II 48
letena II 560, letenach
I 138
(a)llethete II 668
lethidirllllS, lethitII48
leu II 150
no-li-ad II 565
li 51, 62, 252
li-im 147. 184
lia 'mehr' 68, 320, II 120
(Z. 1. 18, 29, 40)
lia 'Stein', s. lie
46*
724
Wortindex. Gälisch.
lia 'a flood', s. lie
li-a 260, 264, 306, 310,
II 140
ni. liach 101
E liacht 209, 229
liag 101, 174
liaig 21, 311 (Z. 7, 11),
II 93
lialaile 260
li-ar 306, 310
lias 295, II 567
B liathraim, liathrita?,
liathroid (ui.), liathroit
24, 131, II 46
lib II 150
lib matar II 560, 561
K libur, libuir 226, 268,
342, 349, 355
immäru-laid II 643
lie 'Stein' 140,251, II 33,
100
lie, liae 'a flood' 310, II
566
(liua8al-)lieig 311
doro-lajg II 573
ni. lig 265
lig-im 26, 100, 185, II367,
566
lig 62
lige 97, 358, II 278, 560,
ligaib I 301, 351
ligrad 62
lii, s. li
-lil, lil-e, lil-es, lil-it II
218, 362, 363, 369, 565
atas-lil-ad II 566
fu-lilastar, fu-lilastae II
390, 569
lilgach 341
lils-it 26, II 566
fo-Iils-at. fo-lilus 26, II
361, 569
fo-lira-athar II 560
limra, liam, ni. liom II
150, 152
do-lin-im II 566
con-lin-fadar II 561
linn, linn 300, 11150,152
ni. lionn, linn, 8. lind
R lin 'Netz' 210, II 66
lin 'Zahl' 50, 52, 91, 178,
184. 344, II 56, 66, 75
(Z. 19, 32 ff.), 90, 215.
567
lin- 50, II 566, fod-lin-a
I 345, II 567
lind 'Trank' (ni. lionn) 37,
368, II 29, 95, 478
lind 'Teich' (ni. linn) 37,
II 29, 69. 95, 96, 478
con-lind-fathar II 561
R line 210
lingim 26, 47, 295, II 368,
567
(R) linaige II 23
lir, liridir II 44, 118
lins 'fastidium' 337, 367
li^s (Dat. von less) 'Burg'
367
i-llins II 559
imru-laith II 643
lith 132
R litir 200, 234, litred
II 36
littiu 160
as-lo-i, at-lo-i, at-lo-id
II 571
16 307
fo-116, fund-16 151, 244,
294, 317, II 266, 350,
568
loan 61
loathar 60, 134, 262, 326,
II 45
lob-aim 117, 183, ni.
lobh-tha 409
lobor, 8. lobur; lobra,
lobrae, lobre 116, 350,
364: lobur 116, 268,
339, 364, 1.1 50
loch 361
locharn 122, II 53
loche, lochet 54, 122,
246, II 104
lod II 367, 378, 640, do-
lod II 646, lod-atar II
641, lod-mar 11 369,
370 (Z. 2, 25), 640
du-log-ae, du-loig-ther
II 572 573
log 54, 316, 338, 391, II
22, 23, 66, 95, 415,
vgl. luag
in-lolaid, in-lolaig II 570,
673
ni. loUigheach 341
ro-lom-ur II 560
lomm II 51
loman 33, 164
ro-lommar, lomraim II 50,
51
8ch. Ion 173
ni. Ion 61, 308, 317, 318
(Z. 24)
fo-lloinc II 568
lond II 20, 115, londas
II 20
R long 195, 224, 350, 354,
II 17, 20
long- 'essen', lo^ng-id
107, 184, II 568
-long- II 615, fo-long- I
268,294, foloingII361,
369, 390, 411, 568, in-
loing II 570, fo-llong-am
I 485, II 244, 568, in-
long-at II 570
(R) longes II 20, 668
loingthech II 40
loon 61
lor 61, 308, 317
seh. loirc 80
lorg gl. claua 104
lorg 'Spur' 104
ni. lorga 104, 327 (Z. 25),
vgl. lurga
loss 80
lois-iom II 568
fu-16s 86, 151, 294. 317,
II 350, 568, fo-llos-at
II 569
lose-, loisc 76,364, II 570
loscann 489
loisthiu 420, 485, II 570
loth 'Fohle' 135, 186
loth 'caenum' 363
do-llot II 646, lotar, lotir
II 369, 370, 641
lothor, lothur, s. loathar
lou 307
loun 61, 308, 317
lour 61, 62, 308, 317
lu- II 571, as-lu- 91, II
571, as-lu-i, fu-lu-inn
II571,as-lu-isetII368,
571, -lu-ur II 571, fo-
llu-ur 191, 11571, asru-
lu-Ü8 II 247, 368, 571
-hi II 568
luach 54, 316
luacharn 122
luad, luaid-, for-luad-i,
ira-luad-i II 572
luaide 111
luag II 674, vgl. log
luamain 91, II 62, 571
(R) dia luain 207
luas 1119, luath 91,1119
luaith 63, 133
luaith-fider, imme-lua»-
ter, im-luatis II 572
luaithred, ni. luaithreadh
134, II 53
G liib-aim 21
Wortindex. Gälisch.
725
luib 116, 351,361, II 95,
96, lubae I 351
liibt,'ortll6, 136, 489, 113
R lubair 238
ro-lluicc II 632
du-luich-f«a II 573
luch 376, II 71, 101
lucht 123, II 215
luchtar 93
luchtlarh II 14
luid 174, 11271,286,367,
378, 449, 640, 648, cid
im-luid siu I 399, 407,
do-lud II 646, do-luid
II 271, 282, 646, luid-e
II 217, 370, 640
lüdagän II 33
lue 61, 247, 251, II 103,
662
lug 186, II 662
-hiig- II 615, fo-luig- I
184, II 573, dod-lug-i,
fu-Ilug-aimm II 572,
573, do-Iuig-im II 389,
572
luga 351
lugbort 116, 489, II 14
luge, luige, lugae 'Eid'
69, 98, 351, 381, II 65,
652
ni. luighe 'Liegen' 97,
351, 358
Lugaid II 98
lugu 97, 339, II 119
LUGUDECCAS 247, II 98
(Z. 13, 36)
lulgach 341
lumar II 50
lung-u II 568
fo-lung, fu-lung-ain II 568
R lunga II 17
lurän, lüirchaire (ni.),
lurchurc 340, II 63
E lurech, ni. lüireach 205
lurga, luirgnib II 109,
110, 112
Iu8-»it II 568
luss 361 (Z. 32, 35), 378,
II 19, 57, luissne II 57
do-luHh II 646
lüth II 571
lüta II 110
ni. lüthrahar 409
luud U 571
luum 62
-m-, -m -raieb" 465 (Z. 17,
29), II 139, 144, 145,
146, 167, 169
1 -m 'mein' 264, 274, 442,
1 II 139
I m-, mm- (= imra) 263,
II 672
ma n- 264 (Z. 18)
I ma, mä 'wenn' 405 (ma
höltar), 472, 542, II
146, 221, 223, 226, 230,
i 424, 434, 435 (Z. 1)
I -mä, do-ma II 574
mä, maa II 120 (Z. 5, 18 f.,
29), 121, 123, mäam II
122, 123, 125, mäanu
I 355, II 125
macc, ni. mac 127, 128,
162,338,356,361, 477,
479, 480. II 16, 82,
MAQA 15, II 84, macc
cöira II 16, 115
ad-machd-ur 421
maccdacht 127,423, II 32
machdad, macdath 421
MAQI 5, II 83
machlag fsob.), macloc
128, II 55
maicne II 59
maccrad261,266,II14,69
R raacre 199
maccraille 128
machtad. machthad 421
macthe 487, II 28
ni. macbtnadh 421
maccu II 16
mad- 'gut' 272,11263,298
mad 455,11221,223,230,
234, 236, 314, 319 (Z.
39), 4'23 (Z. 9, 29), 424
adro-mad-air, imru-mad-
ir, doru-mad-ir II 578,
579
maid-ed, maid-id II 311,
360 (Z. 35, 43), 574
[ni. -m»id, s. -muid]
ni. mada II 69 (Z. 31)
made, niadae 110, 133,
253, 346, 361, 375, U
15, 76
maidm II 574
-miB 11 574
(R) Mäelpatric 56
mag 96, 102, 301, 374,
472, 1166, 95, 96 (Z. 6)
G ni. maigbdean 23, 232
magen, niaigen 96, II 57
ni. magairle 128, II 600
R magister, ni. luaighi-
stir 222, 387
magtbad 421
R mäi 216
(B) Maidoc II 63
raäin 57
mall II 115
mal 103, 295, II 53
mala II 99
malcaim 130
R maldacbt 192, 202,
224, II 110 f.
malle 264
mäm 169
dod-main-etar II 582
main (= raanil II 252
R manach 195, 228
manam II 111
maJnbad, mainbed 155,
263, 273, II 320
R maincbille, s.m u»nchille
manetar 264
mani 468, II 252, raanid
II 221. 423, 424 (Z. 10,
19), 429, manip I 264,
276
E mainistir 195
ni. mänia 146, 153, 541
(= mälta, ach. mälda,
mi. mälla)
B mannt 24
raao 66,307,317, II120f.
seh. maoidh- II 576
R ni. maor 215
ni. mao'th 386
ni. mar 165. 264, 273, 436
mar-aim 44, II 576
mär, 8. mör
mara II 94, s. muir
marb 44, 63, 360, II 15,
179
marbad 155, 273, II 252,
j vgl. mainbad, manip
i ni. marbhaigh-102(südir.
i maruig-)
raarc 126, 428, II 30,
I marcach I 261, 262,
263, 266, II 30, mar-
cachas II 32
I R marcad 199
' ni. marcaigbeacht II 32
(Z. 25, 34)
R ui. Mäire 193
ni. ma'rg 497
R margan 224
R margareH, raargre^t
192 223
mairnim 52, 163, 178, 179,
II 55, 350, 575
R niart 195
R mäirt 143, 144, 202,
726
Wortindex. Gälisch.
märta 202, 231, 233
R rnartar, inartir, raartra,
martre 192, 202, 352
-maiss-ed II 574
immero-mas, immero-
raas-tar II 579
maso II 218, 226, 235 (Z.
15, 33), 236, vgl. masu
maistir, maistre 53, 81
(Z. 9, 37), 151, 537, II
22 45
masii 455, II 218, 226,
422, vgl. maso
mat II 314, 423
maith 272, 487, II 117,
121, 124
ru-maith II 264, 574
B maith- 'verzeihen',
-math-i 110, II 575
du-mmaith-i, do-math-i
II 575
E ni. matal 234
matharlach II 55
B maithem 110, II 575
E maten 204, 232, 496
mathir48,246,326,I1105
matis II 319 (Z. 37), 423
mathmarc II 33
matu II 217, 226, 422
me 250, 294, 479, II 139,
140, 156, 167
-mebdatar, -meb^id,
mebais II 574
mebul 117, 119, 326, 485,
II 53
E mebuir 194, 240, 267,
492
-mebsaitis, mebusmet II
360, 574
de-mec-imm, di-mecc-
ither, do-mmeic-ither
479, II 576
meicc 356
ni. meach 88, 391
meccun 159, 161, II 56
ni. meadh 'Met' 365, 366
med 'Wage' 366
ni. mead II 48
ni. meadhacban II 33
medb 536, Medb 63, 3.54
medg, ni. meadhg 88, 413
medön 112, 312, II 27,
medön- I 316
g. Mediigenus, MED-
DÜGINI 112
mel-im 43, 45, 52, 174,
175, 184, II 576, cot-
raeU II 577, do-mmeil
I 270, 341, II 577, du-
mel-ani, -mel-t, -meU-t
II 576, 577
mell-aim 85
ni. meala 365
melacht 117, 297
meldach 114, 497
melg 174
melltach 497
-mema, do-mmema II 360
(Z. 35, 42), 574
E membra 240
R membur 227
memdaitir, -niemaid, do-
miiiemaid, raemais II
574
E ni. meamrain 227, 490
-menisam II 574
du-raen-amraar, do-men-
ar, durii-men-ar, du-
mmen-atbar. for-men-
atar, fu-mmen-atar,
-men-air, du-men-mar,
ar-men-tar, fo-men-tar
II 387 (Z. 16, 24), 388,
405 (Z. 18, 23), 580,
581, 582
men 125, 297, II 59
menadach 110, II 30, 661
meanbh (ni.), menbach 64
meinciu, menicc 159, 353,
355
menmarc II '33
raenmel68,249,II61,lll
menmnihi 412
E menstir 201
Menueh 406
mer II 23
mei-a- 'betrügen' 52, II
350, 355, 575
mer-aid 'wird bleiben'
II 576
mer 134, 296
meirb 64, 176, 368,
meirbhe, merbai 354
meirc, ni. raeirgeall 24, 105
meraige II 23
merlech II 55
-mert II 575
arro-mert-us II 475
E mertrech 197,211,232
-mess II 391, 578, -mess-
ammar, -mess-ed II 577,
mess-ir, nies-air II 405,
577, -mes-or, mes-ta II
577, 578, mes-tar I 80,
II 577, ad-mes-tar, con-
raes-tar, dii-raes-tar II
578, 579, mes-tir II
405, mess-ur, -nies-ur
II 387, 577
mess 170, 352, 367, II 34,
90, 412, 533, 578. mes-
as, mes-ad II 578
messa II 10, 120 (Z. 13,
32, 35 ff.), 123
E ni. measardha 209
mesc-, mesc-aim 76, II 577
mesc, mesca, mesce,
meisce, mescai 350,
354, 367
messe, meisse 'ich' 294,
II 139, 140, 167
messe (Partizipium) II 578
messidecht II 533, 578
messaiti II 125
E mesraib, mesrugud209
meit 151, 292, 299, .346,
1148.89,118, ba meHe
liram II 81, 316
methel 162, II 35, 54
mctithir II 118
forru-mai II 463
mi 86, 244, 293, II 19, 97
mi- II 6, 10, 298
miad 184, 408
-miaipir II 467
E mias 208
(-)raiastarII387,390(Z.7,
32), 577 f., con-miastar
II 578, miastir I 80,
II 387, 390, 405, 577
miathamli 408, II 14
ni. mic 356
ni. niaid II 310, s. muid
mid 37, 111, 247, 365, II 90
mid- 'medius' 112, II 4
mid- 'urteilen' 136, 170,
182, 352, II 383 ff., 394,
403, 405, 577, -mid-ar
I 182, II 577, ad-mid-
ethar I 345, II 578,
con-mid-ethar I 171,
II 578, du-mraid-ethar
II 579. -mid-air II 388,
577, ad-raid-ir, con-
mid-ir II 578. mid-
itir II 390, 577, -mid-
ratar II 386. 577, mid-
iur II 386, 577
E midach 239
midglinue II 4
miduthracht II 10, 654
mierchlos II 495
mignethi, mignim II 10,
544
Wortindex. Gälisch.
727
miimbert 11 468
mil 162, 247, 341, 353,
365. II 57
mil 'Tier' 50, 177
K mil 'Söldner' 210. II 101
E mile 210, II 130
B (R) milis 23, 205, 300
(railsi). 353. II 22
Miliiicc II 107
E ni. milliün II 131
miomhasc (ni.), mimasc-
lach II 55
min 'Mehr II .30
min 51, 181
ni. mionca 355
mind 392, II 67, 90
E min<lechu II 125
mini 11 252
ni. minie 159, 353. 418,
495, seh. minig 495
mir 82,293, 1149,66,112
E rairr 202, 238
(E) mirt-chaill 202
mi88-(imbert) II 668
mis, s. mi
miscuis II 10
seh. miosd, nir. miste II
125
-mitter II 387, 577
mithieh, mitbig ü 6, 31
mithoimtiii II 10, 582
mlas 44, 163, II 19
mläith 52, 163, 175
mleg- II 580, ralioht I
124, 174. mlig- II 580
mlith 43. 52. 163, 174,
178, II 34 (Z. 24. .32), 576
mnä. mnäi 108, 153, 250,
327, II 87 (Z. 3, 21 ff.)
mo 'bald' 33, 78, 244,
254, II 304
mo 'mein' 267, 270, 274,
442. II 63, 139, 168,
209 (mo chia)
mo = imni 264
mo — ' ioradha 328
mo, moa 49, 307. 317,
318 (Z.24). II 49, 120,
121
mo-a n- II 297
E mocol 193. 239
mocht 123, II 34
R mod 194, 361
(B) Müdimraöc II 31, 63
mogaib 364
(B) Mogopoc II 63
möid-im . möidem 184,
420, II 61
moin 57, 174, moindein-
mid(etu) II 41
MOINENA 5
moir 11 44, 118. 124
B moith 184, 496
möiti II 148, 399S
-raoitsem 420
mol 184
mol-ad 94,183,279,1138,
-mol-far II 387, mol-tai
II 39
molt 137. 146, 364
E ni. moWneint, möimid
234
do-moin-iur 47,360,11388,
582, fordob-moin-etar, '
do-moin-ter 11581,582
möin 'Sumpf' 49, 317,
318 (Z. 25)
B seh. monadh 33
monar II 50
monj? 33, 106, II 22, 23
E mouistre 195
ra(k. 307, II 120, 121
mor 49, 66, 79, '293, 317,
II 15, 49. 81(Z.29, 37).
115, r20, mor- I 440
(raor-dolig, mor-ual-
lach), mor-ate 11 217,
morän, seh. moran 1 261
moirb 'Ameise' 163 '
moifb 'mortui' 300
moircc 497
morteser 74, 512. II
134, 136
mörithir II 118
E moirtchenn 194, 239
R raortlaid II 42
B (muir-)m6ru 23, 104,
U 111
mos- 78, 244, 254, II 304, ,
673 '
forsa-moHh II 574
E moit 214, 232
mothar 132
möte, inöti II 125
moii 307. II 120, 121
mraieh 163, 179, II 38
mrath 163, 179, II 575,
raraithomnacht 11 62
rarechtrad 124, 163, 1134;
mruig 43, 97, 163, 506
mu- II 304
muco 376. 511, II 88 !
müch 122. 178, 181, 185,
186
MUCOI II 16
ni. rauid (maid) II 310,
336, 342
ni. miidharlän, mudharn
II 53
mudu 361. II 76
mug .33, 97, .361 (Z. 28,
35), 364, II 90, 179
ni. i rau<rha 361
seh. mujrhairn II 53
mui. raüi II 139, 140 (Z.
27, 34), 168. maisea.
muisse II 139. 140
mal, mullaeh II 55
E mulenn 158, 194iZ..33.
38), 211. 239, 266. 363
E Rch. muilicheann 329,
493
Mumu 251, 351, II 110
muin- 'Hals' 33, II 12
ad-mun-emar II 581,
-muin-e.star 11247.580,
ar-muin-ethar II 46,
387. 394, 580. da-mun-
etar, far-muin-ethar,
do-mmuin-fide, arni-
muin-set. ar-mun-ter
11580,581,582, -muin-
iur II 34, 50, ad-muin-
iiir II 580, do-muin-iur
I 360. II 46, 387. 582,
do-muin-ur II581. vgl.
do-moiniur
mun- II 582
muna 468
(B) muince 33
R rauinchille 193, 227,
327, 329. 493
muinel 33, 125. 261. 297,
359, 385, II 33
G ni. münia 541
muntar. rauntaras. miiin-
•tir 153, II 20. 69 mit
Nachtrag
(R^ muintorc 33. 231
muir 32. 33. 34, 362, II
3, 66. 93
R miir 207
mu«rbran II 3
Murohadh 329, 330, 335
(OMurchadha)
Muirchertach 40. 360
R Muire 193 ^Z. 7, 38;, 201
murer II 51
ni. muirleaoh II 55
Bmuirraora23.104,IIlll
ni. mürna II 53
R muirtchend 194
raus-, s. mos-
R seh. mütli- 207, 231
728
"Wortindex. Gälisch.
n = an (Artikel) 264, 394
-n- (persönl. Pron.) II 145
(Z. 5), 233 (Z. 33)
-n- (relativ) 26, 391 (ro-
n-d-prom), 394 ff., II
146 (Z. 2), 147 (Z. 29),
289
-nn- II 139, 144f., 145,
154, 169
na (Negation) 39, 243, 245,
254, 259, 397, 405 (Z.
4, 38), 468, II 139, 146,
175, 223 (Z. 10, 26), 225,
243, 252—255, 258, 260,
315, 318, 672 (Z. 15)
na -etwas' 245, 250, 392,
406, II 209, 211, 212
(na ni Z. 18)
na (Artikel) 114, 264,
275. 404, II 177
na n-, seh. na (rel.Pron.)
II 227
na n- = inn-a n- 263
n-a (doehum) 264
ro-na II 582
ni. nä 'als' II 78
nabu II 289
naicc II 260, 261
nach (Negation) 243, 254,
259, 468, II 146, 223,
243, 253, 254, 257, 258
(Z. 2, 21, 38 ff.), 259,
423(Z.8, 26).429, näich
II 258 (Z.41), nach-id-,
nach-idn-, nach-in-,
nach-n II 146, 175, 223,
259
nach 'irgend ein' 245,267,
445, II 195 (nach aUe),
209, 211, nach gein I
390 (s. cian), nach mor
I 447, II 212, nach
thain I 395
nacca dim II 214, 260,
nacce II 261
nacon- II 255 (Z. 17, 26),
318
E ni. nad 191
nad (Negation) 454, 467,
468, II 222, 225, 257,
259. nad-chon- II 210,
nad-id- II 146, 223,
nad-n- I 396, II 222
nade II 260
naidm II 60, 582
K ni. nädüir 208
at-nag-ar II 456
con-nag-am , con-naig-i
II 607
fo-nai-ther II 586
-na-ni II 146
nammä 165, II 261
nambad396(Z.10), II245
name II 104, vgl. nämait
nämmin 118, II 223. 439
nämait, näimtea 260, II
99, vgl. näme
nan- = nant- II 222, 223,
nand- I 396. II 146,
223, nandat I 391, II
222, nant- II 222
ni. naoi 344
ni. naomh 341, 387
napo II 245, 666
na-r 455, II 248. ni. nä-r
I 143, II 248, 258, 275
när 109, 295, 538
narbo, närbsat, narbu
II 223, 674
näre 109
-nas, -nais, fo-nais, -nas-
atar, -nas-air, -uas-tar
II 582, 583, nasc- I 76,
II 60, 449, 582
nät II 223, 245, 259. natat
I 397, II 223, 245
nate II 260, 261
nathir, naithir, nathair
134, 255, 326, 349, II
45, 98, 99
natho II 260-
nau 55, II 93. 96
naue 55, 66, 508
-nd- 396 (do-nd-iccfa)
arru-ne-astar II 388, 584,
adro-ne-estar II 385,
388. 526, 584
neb- 387, II 6, 8, 9, 252
nebcongabthetu II 41
nech 245, 267, 367, II 201,
202, 209. 211. 212, 257
(Z. 44), neach, neoch
II 201, 211, 212
nechi II 212
necht 'rein' II 585
necht 'neptis' 93
nechtar 392, 421, II 44,
64, 212, 213
arrü-neid II 584
ni. nead 153. 255, vgl.net
-negar II 585
ar-neigdet 340, 411, 486,
II 298, 551, aran-neget
II 551
nel 117 (Z. 16, 29), 255,
297, II 53, 66, 179
(Z. 32), vgl. niiilu
nem-. ni. neamh- 387, 118
nem 255, 354, 365, 366,
387, II 66, 95, 96 (Dat.
nim), 179, nemdelllT,
28
nemed II 37
fo-nena II 583
nenadmiru II 583
ar-nenas II 583
nenaid 134, 186, 189, 417,
492
fo-nenaig II 367, 585
nenaisc II 582
ni. neantog 134. 186 (Z.
2, 40), 417, II 31
(cia er) neo II 201
neph- II 8
(B) nephdimdi II 214
nephni II 212
(K) nepproinde 419
nepuid 419
nert 136, 337, 347, 368
(Z. 9, 18), II 82, nerta,
nertad I 418, nertmar
II 15
ness- II 630, coru-nes,
du-ness-a , for-ness-a,
con-ness-at, do-nes-be,
con-nes-fea, forda-nes-
iub, daru-nes-usII583.
584, 677
arda-nes-amar, barda-
ness-at II 584
-nes-tä II 585 (nig-)
nessa II 120, 121. nessam
I 80, II 123 (Z. 5, 28)
(B) nescoit II 46
nesso, s. nessa
net 87, 88, 419, vgl. ni.
nead
ar-neQt 337, 367, 420, II
140. 388. 584, in-ne^th
I 367, II 388, 584,
arro-neith , ara-neth-
em, ar-neith-et II 584,
arru-neith-set II 388,
584 . arrot-neHh-ius,
arut-neith-ius II 246,
388, 584
ni. neithe II 212
ara-neter II 584
-ni 'wir' II 139, 168
ni, ni 'nicht' 156, 250,
301. 386 (Z. 22). 405
(Z. 5,38^415,466,467 f.,
468 (Z. 23, 35, 39, 41),
469 (Z. 4, 13), II 6, 9,
I
Wortindex. Gälisch.
729
145, 210, 252, 255, 258,
672 (Z. 1(5); 'ist uicht'
I 455. II 421, 423 (Z.
7, 27); ni (cheil) I 25,
II 145
ni 'etwas' 243, 245, 250,
393, II 201, 209, 211
(Z. 5, 35), 212 (Z. 27,
33), 214, 257 (Z. 44)
ni. ni 'Tochter' 276
seh. ni 'wird tun' II 305
adro-ni II 369 (Wb. 29
d 29; zu § 788, 2)
fo-ni-ther II 586
nia 'Held', s. nie
con-niacht II 607
-naib (Artikel) II 176
nibo II 288
nicon- 264, 276, 465. 469,
II 209 ff., nicos- II 210
nidad II 423, nidan II
333, 343
ni. nidh sa 331. 454
nie 'Held' 310 (Z. 22),
II 103
niae 'Schwestersohn' 38,
92, 249, 252, II 102
(Z. 4. 39). 103
nihe 386, 406, ni hed 406
R nihelas 216
con-niestar II 607
nig-id, nig-iin 41, 108,
II 360, 361, 367. 585
ar-nigvd>-ed II 551
nige II 585
seh. nighe^n 101
nimptha 486,11143,421,
431
-ninus II 360, 585
NIOTTA 5, II 103
nip, nip 260, 264, uipa-
dn- 467, II 245, nipi
II 437
nipohetoir 271, 412
niptha 263
nir-, ni. nior-, nir- 143,
265, 405, 455 (Kopula),
II 248
nirbo II 440, nirbsa II
439. nirbu 1263, nir-
sat II 674
ni. nios 454, 11 125
fo-nnit-fea II 584
nit II 423. nita II 222,
423, nita-at, nita-m.
nita-n 11333,423, nita-t
II 222, 245, 423, 424
nita, nitha II 431 (Z. 25.
27; zu -tä)
niu II 201
niulu 298, vgl. nöl
no (= dano) 264
no 'oder' 440 f., 542
no- (Präverb) 396, 468,
II 148. 249, 262, 289 f.,
346, 672
fo-no-ad II 586
ad-no-odur 6, II 586 (Z.
7 f., 26)
nö 'Schiff 55
noch 415
nöcha II 130, 136
nocha, noco, nocho(n)
•nicht' 264, 276, II
210, 252
noco = naeon- 'bis' II 318
nocht 129. noicht II 663
nochtchenn II 4
noichtech 'neunzigjährig'
151, II 130, 136
R ni. nodlaig 146, 8.
notlaic
noe (Gen. oder PI. von
nau) 55, 543
noe 'neu' 55
R Noe 308
nöeb, noem 387, 490
nöi 46, 61. 62, 251, 392,
II 129. 168
at-noi 441, II 333, 369,
586, as-noi II 586
fo-nöi-set II 586
noib 156, 341, 387, 490,
II 115, -nöib-fea 1341,
noibe I 140
noichtech ('29 Tage ent-
haltend'), noichtiehe
II 136
nöidecde II 136
nöidenän, noidUi II 27,
109
noinad II 135
R noimeint, n6>mid 234
R ni n6»n, träth-nöna
206. 318
nönbar II 136
B nos 23. 49 (Z. 7, 29),
318 (Z. 5, 25)
R not, ni. nota 194, 232
nöthe 543
R notire 205. II 51
R notlaic 203, 204, 232,
239, 255, 279. s. nodl^ig
nuabla 309
Nuadu II 103
nuded II 423
nue, nu^e, nu'e. nuie-
55, 140. 307. 309, 343,
474. 508. II 304, nuie-
thicid I 474, II 17,
nüide II 28, nuiedniBse
II 179
R nuimhir 196
nüna 61
nunda II 222, 423, nun-
dem II 221, 245, 423
6, ho 'von' 316, 411,438,
535 (zu S. 49). II 74,
149, 174. 301, ö 'seit'
I 399, 472, II 182, 263,
305, 431
cotn-o-aba, eon-o-adar,
eotn-o-at, cotn-6-ba,
eotn-o-fadar, cotd-6-ith
II 586
ad-n-o-odur. s. ad-no-odur
6 'Ohr' 55, 411 (a hou)
0 (ni.), 6a 'nepos' 55, 404
öa 'Leber' 313
hoa n- II 301
öa 'jünger' II 33, 120 (Z.
8, 28 1, 123, oac I 61,
64, 126. 151. 187, 262,
266, 308, 317. 428, II
33,120, oamII122,123
dor-oaraid II 600
-ob- II 145
obbad 476, II 299, 476
obar 49 (Z. 22, 28), 316,
317 (Z. 7, 39)
ad-obar-ar 339, II 468,
adr-obar-tat 11370, 468
R oibid 195
R obla 226, II 110, vgl.
ablu
R ni. oibliogäid 203
oc, 00- 126, 260, 264, 271,
272, 276, 479, II 49. 74,
143. 149, 298. 417
iarniind-och-ad II 608
6c 308, 317, vgl. oac
occ-a 'bei seinem' 260.
264, 479
occa 'bei ihm' II 151
con-ocabsat II 530
G ni. ocar 326
R ochar 229. 326
fiis-ocart II 535
cota-ocb-at II 270, 299,
530, 6cb;il II 299, 530.
531 (Z. 30), 532
oeoae II 151. 172
con-ooa?ba II 530
occi, occaib II 151, 172
730
Wortindex. Gälisch.
ochairl23,177,189,II106
öclachdi 262, 266, II 14
-ocmanatar 387, II 298,
444, -r-ocmi II 266,
298, 444, ocraaide II
444
(E) ocmil 262, 300, 308
occo II 151, 172
for-ocr-ad II 535
ocras 476, II 482
K ochsal, oxal 34, 193,
218, 420. 488
ocht 123, 39'2, 429, 430,
II 129, 661
(»cht 316
Ofhta 361
ochtar II 136
ochtar 93
ochtarche, s. ocbtrach
ochtaib 364
octhigerad 127, 153,114
ocbtmad, ni. ochtmhadh
446, II 135
ochtmnga, ochtmugat
11 130
ochtracb II 44, 95
ocu- II 298
ocum, ocunn II 151
occuras II 482
fosr-ocurt II 535
ocuis, ocus 'und' 161,272.
275, 394 (ocus n-), II
21, 49, 133, 138, 260
(ocus na); ocus 'nahe'
I 161, II 116, 120
ocut II 151
od- (Präverb) 2, 259. II
270 (Z. 12, 17,31), 283.
294. 296, 299, 302 (Z.
31, 33, 35), 361 (Z. 39,
44), 672
od- 'darleihen', oid, od-ar,
od-atar, oid-es 65, II 587
E adr-odar II 450
odb 32, 87, 88. 361, 413,
435 485 512
odbrann 32,34,512, II 53
ni. oidhche 386, II 89
ni. oide 359
cota-oeiade II 333, 586
oebind 387, II 59
oegi 101. 249, II 102
öen, s. öin
öenach II 30, s. aonach
oenän II 27, oennat II 49
Oengus 79, II 62
oenichthi II 149, 386
öentu (Dat. oentid) II
102, vgl. öintu
öenur, öenurän II 27, 75,
vgl. oinar
oes 56
oeth 58
oetiu II 33, 40
E oific 221
E oifrend 221, 225, II 29
og 66, 102, II 95
6g, ni. oigh 316, 317
ni. 6^ 126, 308, 317
con-oig-set 316, II 522
con-ogabar II 530
oge 316, 351
dirr-oggel II 587
oigbear (ni.), oigred 97,
II 53
ogum 169, 326
6i 251
conn-6i II 333, 586, co-
tamr-oi-ther II 586
E oin 'Fasten' 264
oin 57, 447, II 30, 126,
177 (Z. 5, 11, 12), 191,
213, vgl. oen; öinar II
51, 136, vgl. öenur;
öindaB II 136
E öine 215
ointam 163, II 60; öintu
II 41 (Z. 2, 33). vgl.
öentu
öiph 387, 510 (Z. 19, 24),
II 59 -
öis 56, II 19, 66, 180 (Z. 6)
öitiu, s. oetiu
Ol 'inquit' 7. 273. II 141
Ol (Präp.) 438, 439, II 74,
197 (Z. 13, 35); 'weil'
I 397, 399, II 182 (Z.
34); rel. Pron. II 216;
Ol- (ol-a n-) I 399, II
182 (Z. 40). 183, 431 f.
ind oll II 197, 205, 211
61 317
E ola 194, 253
OLACON 5
ollam II 61
olarabieid 399, II 183
olann 158, 179, II 56
olc(c) 126, 184, 328, 364,
478, 480, II 115, 120
atn-oUc II 563
olchene 273, 438, 439,
II 197
oldaas,oldate, oldäu. oldö
390. 398, 399, 454, 496,
II 78, 79, 183, 217, 320,
432, oldö sa II 432',
oldoas II 432
ni. oile 359
as-öilgg II 299, 563
in-olaid II 645
olisamein 397, II 188
olmböi II 183, 420
olse, olseat, olsi, olsme
273, II 141. 670
olsodin, olsuide II 216
olsuide 'sagte dieser'
II 141
oUlu 342
om, bora 32, 164, 166,
411 (Z. 15, 26)
do-ommalgg, in-ombligh,
do-omlacht II 270, 580
omna 186
E ni. ömöid II 46
omon, höraon 49, 268,
295 316
E ni.'ömös II 22, 46
E ni. ömra 193
oinun. s. oraou
hon- II 301
ön 274, 275, 316, 391, II
139 (zvreiraal), 190
öin 'loan', ona II 587
ondi II 182
ondid 399, 11221,301,428
E oingther 224
önni II 151
G önrait 21,33,387,487,
506
-op, -oip II 476, opad I
476, II 299, 476
ad-oparar, ad-opart, forr-
öpart, atr-öpert. adidn-
opair 325, II 468, 469,
do-opir I 259, II 302,
469, fosn-opajr II 469
E opair 236, 496, II 36,
69 (Z. 27)
adr-opr-ed,atanir-oipr-ed,
di-oipr-id II 468, 469
E oipred II 36, 469, din
dib oiprib II 469
E optait 191
opunn 161, 177
ad-opuir II 468
-opus II 675
E or 207, II 51
E ad-or-. adr-or-sat II
303, 450
orr 83, 537, II 587, frisn-
orr I 245, II 350, 589,
ro-oir, ro-or-at II 587,
frisn-orr-at II 350, 589,
-or-tha, -or-tar, fris-or-
f
Wortindex. Gälisch.
731
the II 587. 589, vgl.
orfj- und -ort
E 6r 211, 317, II 65, tJ6
R CO höir 316
E ni. (jräid 203,261,1146
E seh. öraghan 224
orba, orb^e, orbe 350,364,
vgl. orpe
dund-ürbiam , dund-
örbiat II 445
orbaind 109
orc 'Schwein' 91, 126
orc 'Lachs' 126
orc-, s. org-; as-öircc,
as-oirc 300, II 588,
fris-oirc II 361, 589,
orc-aid I 348, II 587,
-oirc-the II 587
orca 188
don-oirchell II 483
ni. oirchill II 485
E oirclech 206
oircneII588, orcunI348,
II 56, 413, 588
ord 'Hammer' 114, 300,
328, 364
E ord 205, 225, 300, 364,
497
(B) seh. ordag 261
(E) ordae II 28
(E) -ordigestar 497
E ad-ordais II 450
ordlach II 55
E oirdnimm 364
(B) ordög (ui.) 261
ord(d)u 350, 364, II 55.
110
E höre (Gen. von uair)
316 (Z. 30), 'weil' 316
(Z.27), 397, 1180,224,
240
org- II 269, 391, 587,
-oirg, oirg-es II 587,
vgl. orc-
E orghän 224
orgun, 8. oreun
imnied-orlig II 569
ni. orm 457
ni. oirrahidin 138, 162
E or6it 203. 206, 232,
261, 335, 372, II 46
orpaniin II 61, orpe 132,
117, 184, 265, II 17,
662
E ort = ord 497, 498
-ort 124, 485, II 269, 367,
391, 587, orta II 587
ortha (Ipv.) II 514
E ortha 205, 206, II 46,
109
E -ortigestar 497
US- 275
0S8 36, 77, 429
iarmid-ois-ed II 608
ÖS 75, 93, 316, II 74, 149
-ois, cain-öis II 587
cor-osan II 456
cou-oisc-et II 617
osoar II 615
conr-oscajg, con-oseiget
II 270, 617, 618
oscair II 615
ni. oselaim II 563
oscor, oscur II 614, 615
osse II 153
dosr-oisecht, donir-
oisechtatar II 609
oser 317, II 44, 125, 169
oissi II 587, 674
osib 316, II 151
E osaic 219
arnda-osailci II 299. 563
oisleeaid, oslaigid II 563,
oslueiid 11299.302, 563
osruo 275, II 153
con-osna, osn-ad II 295,
299, 302, 455, 672
for-osna, for-osnaj n 457
osni II 153
E ni. oisre 194, 220
ar-osuleub II 564
othä II 431
eonr-otacht II 505
do-otar II 274, 558. 559,
672
con-oitech tatar 1 1 270, 607
in-otgara II 645
conr-ötgatar, conr-otaig,
coni(lr-otig, conr-
otoich II 505
in-otsam II 645
otü II 431
Olli 317. II 412. 552. 674
-p II 438. -päd II 439
G ni. padhal 232
E ni. paidir 191.232,233
E Padi-aic 233, 512
(E) ni. paidrin 233, 327
E pägänta 223
E pailm241,4o6.paliuaire
241
E palnacdib 157
B ni. scb. pailt 529
E paircho, parchel96, 235
E pardiis, parrduis 210,
vgl. parrthas
E parlamaid 234
E parrthas. parrtfaais
143, 210, 224
E päis 193
E ni. piJsto 230, 489
E pater 191, 232
(Bj patnide II 110
E Patraicc 201, 233, 235
B patu 509. 511. II 110
E peecad 205. 230, 232.
235, 263, 478, II 66, 91
(ar pectha nii. 180,
pecthach 1263. 11115.
179
G seh. peala 232
E penn 239
E pön 213, 508 iZ. 11.
24j, 541
as-pena II 517
(B) penbulcc 497, 498
E pennit 213, 239
di pherid 75. 510, II 101
E persa(n! 220, II 111
E ni. peist 208, 226, 235
ar-pet-end II 335, ardo-
pet-et, arus-pett-et,
arns-peitt-et I 435, II
627
E Petar 235
E peHearlach (ni.), peter-
laicc 223. 436
ro-pi-a 419. tresindip-
pi-at 399, II 272. 301
E pian, s. pen
E piast 208
E seh. piobar 201. 235
E ni. pu' 228
seh. pill- 436
G pinginn 493
E piss 200
ni. pis 'ciinnus' 200
E pis 209
seh. piiitliar 74, 435
E pldg 203. 222
E ni. planda 235
E ni. plaiiieid 209
E ni. pluinba 227
-po II 440
E p6c 24. 202. 235, 436
E Pol 211. 317
E pölaire 222
E pouc 229
E popul 194, 237, 326
E port 194
E pös-aim 133, 206. 219,
posadh 11 11
E posit U 94
E praJcibtorai 213
732
Wortindex. Gälisch.
K praidchas 213
E ui. praiseaoh 'Krippe'
213. 217, 235
E praissech, ni. praise^ch
'Kohl' 226, 235
E preoh-ite 487
E precept, prece^pt 213
(Z. 1, 8), 236, 338, 350,
II 179, 411, preceptoir
I 263, 316, II 43
E preid 213, 219
E predchira, s. pridchim ;
rud-predchisem 342
ni. preamh 154, 436
E ni. prepost 213
E ni. priobhäid 232
E ni. pribhleid II 47
E ro-pricad 419, ceturu-
pridach II 293, pridch-
I 212, 227, 235, 266,
357, 366, 419. 487, II
247, 357, 367, 411,
pridchabthar II 389,
390, ra-pridchaisem
I 342, pridchither II
390
E ni. prionnsa 153
E pritchaim, s. pridch-
E priu 191
E procecht, procept 213,
236
E ro-pbroidech 213
E promad 226, 235, 387,
promthe, proimtbe
338 339
E pro'ind 191, 193, 201,
360, II 180 (proinn)
E propost 213
-psa II 439, 440, -ptha
I 263, II 438, -ptar,
-ptis, -pu II 439, 440
(E) ni. pudhair 233
E punct 229
E pünt, piinta 195
E pupall 204. 239, 361
E pur 207
E purgad('iir (ni), purga-
töir 223, 329
E purgöid (ni.), purgoit
329, II 46
E purpur 235
E putar 233
ni. putbghail II 24
-r II 274
r-a- 305 (ra-fetar), 469
imnia-rä, -ra-ad, imrae-
ra-ad, irame-rä-i, ira-
ra-set, -ra-thar II 368.
591
at-raacht II 595
ni. rabbadb 474
-rabe, -rabaj 369, II 439,
ni. -raibhe 11248,251,
269. irame-rabtar 11 674
-rachdais II 640
at-racbt II 594
inro-rad II 600
do-rad-ad II 471
räd 111, 142.489, II 591,
räd- II 365, 366, 591,
imraero-räid 11 370,
591, im-räd-at II 72,
591, ru-räd-i II 370,
375, 377, 591, rad-is
II 377, -raid-iü II 591
radseehaib 489, II 21
nir. rae 143
da-rafnetar II 625
ad-rag-ar 'wird gebun-
den' II 592
at-raig 'erhebt sich', at-
rag-at II 594
-rag, rag-at "ich werde
kommen' II 363, 640
-ragbatar, -ragbthalI527
-räi-set 11 591
ad-rai-set II 636
con-ral II 271, 499, dot-
rala, to-rala I 369,
II 311, COl, do-ralad
11501, ar-ralad II 676,
commos-ralat II 500.
da-ralatar. do-ralatar
II 311, -ralae, -rale I
369, 11 310, 368, 499,
dus-rale II 271, 501.
dom-ralai II 311, -ral-
sid I 369. II 499
ni. ramhar 142
-raimdetar II 574 (-rai-?!
toro-ran II 604
rann, rän 52, 300, rann-
II 357. 358, 363
ränac, räncatar, -rainca-
tar II 556
ranchobfodlaid II 502
ränic, con-ranaic II 556,
cetna-ränio II 72
ni. raobaim 143
as-raracht II 595
adro-ras-tar II 598
-rascra 369, II 613, do-
rascrad 1 490, II 615
j E rastal 220
\ do-rat, do-rat-sat 325,
1 869, II 271, 275, 367,
369, 380, 471, 473, 474,
(lo-ratt-id II 267
rath 144, 177, 338. 390
! (Z. 19, 38), II 34, 65,
I 82, 180
raith 21, 91
i ro-rath-a II 391, 513, 676
I -räith 182, II 367, 379,
' 381, 597, fu-rräith II
373, 375, 599, rath-
atar, fus-rath-atar II
597. 599
ro-räit-sem , -rater,
imme-raither II 591
raHhnech, ni. raHhneach
91, II 30
räithsechaib 489, II 21
re n- 260, 264, 392, II
74, 149, 299
as-re-thar II 597
re 67, 142, 252, 450 f.,
II 47, 66 (Z. 3. 11), 97
dundat-re II 592
at-rc4;, at-re II 335, 351,
355, 594
fum-re II 599, in-re II
350, 362, 600
rebaim 143
rece, reicc, seh. reic 495,
II 11. 412, 596, ni.
reic- I 142
-recam II 333, 556
recht 123, 140, 367, II
51, 66, 90, 180
at-recht-udur II 592
-recht, rechtae 11 593
rechtide II 116
(E) rectaire II 51
reid 58, II 7
im-reid, redes, -reidid,
im-reidind, immä-
redind II 601, 602
ad-reg-ar, con-reg-at II
592
reg- II 373, ad-reig, ata-
reg-at II 594
do-reg(a). reg-aid II 360,
362, 449, 640, 646, 648
reil 489, II 80, rel-tar,
relad I 417
-reUced, ara-reUced,
-relic II 562, 563
E reilic 231, 238
ni. realt 489
rem- 170, 473. II 299
(Z. 1, 30), 301
reimm 87, II 66, 601
seh. reamha II 121
Wortindex. Gälisch.
73a
remäin II 675
re^mhar (ni.), s. remor
ind remcastaid II 489,
remcaisßin, remcissiu
II 46, 489
reindeicsiu II 489
-remdechutar 267, II 645
-remdercachmar II 489
ind remdid II 28
ni. reirahe II 121
reme- II 299
remeperthe H 116 (Z. 25,
27), 467
reraerchoilUid II 495
remes, ni.reimheas 170f.
ad-remethaid II 515
rerafoiride II 518
remfoite II 409, 525
remfolaing II 568
remfuar IL 518
renignethi II 544
remi 'vor ihm' II 151,
remi- I 267, 473 (Z. 4,
34), II 244, 299, 301
remib II 151
remithir II 118; remor
1142 mit Nachtr., 167,
326. 491, II 50, 121
remsuidipud II 299
remthärcidi II 554
remthechtas, -renithia-
sat, -remteit II 645
remuar II 518
remunn, remut II 151
ren- 43, 91, 495, II 339,
341, 350, 351, 369, 412,
596, as-ren, as-ren-im
I 495, II 294, 597
renn-a 158, 260
rend:e II 596
imm-rer£B II 368, 591
-rergadar II 593
fot-rergatar II 592
rerid II 677
con-reraig II 592
reraig II 593
atamm-re8-(s)a 396, II
362, 594, at-res-at, at-
res8-ed, at-res-tais II
594
du-reis-ed II 592
-ress-ed, fo-reiss-ed,
adro-reag-ta, in-res-tais
II 597, 598, 599, 600
resiu 397, II 188, 224,
227, 319, 672, vgl.
risiu
reth- 182, II 367, 454,
597. fo-reith, in-reHh
II 599, 600, ara-reth-i
I 366. II 333 (Z. 5, 37),
598, 673, rpth-ait II 332
fo-ret-atar II 676
n-t 'Ding' 152. röit 343
-rot 'fährt' 58, II 601
ret 'Stern' 485
retae, rethae II 597
retglu 485,489,1147,109
-reithis II 597
retla, retlu s. retglu
ri = fri 463
ri 50, 62, 101, 143, 244,
245, II 2, 97, 179
-ri, comraa-ri II 556, 557
ria-, -ria II 339, 350, 351,
596, as-riaII597.-ri-at
II 351, -ri-ae II 596
-ria II 609 (saig-), do-ria
II 610
riabach 116, 184
-riacht, do-riacht II 609,
610
riachtain II 556, 610
riad- 58, II 11. 14 f., 601
K riagol 210, 222
riam II 151, 172, 185
rian 141
conda-rias, ad-rias-tar,
fo-rias-tar II 592, 593,
673
riastraim 537, II 22, 45
riata II 601
riathor 66, II 45
ribar 117. II 50
-ribuilsed II 567
-ricc, nima-ricc-fedII556,
557, 672, -ricc-im II
333, 556, ric-u II 555,
riccub I 305, II 556
richess 484, II 21
rieht, riaeht 93. 367
-rieht II 556, 558, ricc-
tin, richtu I 350, 539,
II 109, 556, 558
foro-rajd II 604 (rond-)
foro-raid, inro-raid II 599,
600 (reth-)
atom-rjog, -rig-i, rig-id
II 593, 594
rig- 'binden' II 16, 56,
con-rig, du-rig, fod-rig
II 360, 592, con-ring
II 270, 592, con-rig-i
II 592, 673
nu-rig 'werde gehen',
rig-a, -rig-ad 301, II
640, rig-thir II 395.
641
ni. ri"ghamhail 261
rigan II 57, 89, vgl. rigain
rige 21
do-rrigeni. do-rigeni 358,
479, 487, II 267, 369,
542, 543, do-rigensam
U.8. w. II 369, 542, da-
rigente II 266, 542
rigi II 593
seh. rioghail 261
rigin 100.143.185.11593
rigain 101, II 57, s. rigan
dorigni, dorignis, dorig-
niiis 358, 487, II 369,
542, 543
rigrad 62, II 14
rigthech II 2
rigtin II 556
do-riltiset 358, II 267,
303, 632
fo-rui-rim II 602
rim 51, II 411, 602, 603,
rim- II 411, 602, ad-
rui-rim, do-rui-rira U
603, ad-rim-i, adind-
rim-i 1113, 11219,411,
602
seh. riQni 457
mir. ri^m, ri^n II 151
rind 'Stern' 37, II 29,
90. 478
rind, rinnd 'Spitze' 37,
II 29. 478, 604
rind-, du-rind, rindaige
II 603, 604
do-rinne fni.), do-ringni
358. 487
-rir, as-rir, as-rir-i, do-
rir-tar, as-rir-ther, as-
rir-iii II 362 (Z. 13, 27),
369, 390, 596, 597
cotan-rirastar, con-riris
II 360. 390, 592
R ris 218
adroi-ris-dair II 598
ris, -riis II 312, 556, ris-
am, cot-riss-am II 556,
ris-at. -ris-inn II 313,
318, 556
risiu 467. s. resiu
8oh. rint 457
mir. riut II 151
rith. riuth 337, 367, El
597.601, ar-riathI367,
II 333, 598, fo-riath,
fo-rriQth II 375, 599
734
Wortindex. Gälisch.
fo-rit-ir II 676
R rithim '202
ro- 136, 265. 305, 306,
358, 364, 405, 468, 469,
II 175, 244, 245 (Z. 6,
32), 246 (Z. 11, 34, 38),
247, 248 (Z. 2 ff., 18),
250 (Z. 39), 262. 267 ff.,
272 (Z.8ff, 21 ff.), 273
(Z. 12, 22, 27). 274 (Z.
13, 18, 35), 275 (Z. 8),
277, 283 (Z. 15, 40),
292 (Z. 5, 16), 299 f.
m. Ntr., 302, 369, 391,
398, 495 (Z. 37), 579
(Z. 8), nir. ro 'allzu'
I 475
ro = rop 276 (dazu II
663)
-ro, dobar-ro II 609 (Z.
22, 30), 610
add-ro, at-ro-as, as-ro-us
II 636
immö-ro-us II 591
mani-roa II 609
forsa-rroa II 368, 524
(K) ro-acairbe II 246
-roacht, do-roacht II 609,
610, 611 (sai^-)
<lo-roacht II 521, 611,
676 (fleh-)
ara-roiat II 512
-reib, arnacon-roib II 244,
438, robad, robam, ro-
bat II 290, 438, ara-
robates II 264, -robe
I 253, II 368, 439, ar-
robe II 441, robid II
438, robo I 253, 267,
454, II 218, 222, 235,
245, 266, 287, 293
ara-roibrea II 465
robtar, robtis 11245,440,
robu, s. robo
robud 474, II 6, 476
-roch-ed, dom-roch-ed II
609, 610, -roich-et II
609, 611 (saiff-)
roich-thir II 593 (rog-)
fo-rochlad II 484, nacha-
rochlat I 346, II 265,
484, arndam-roichlis
II 485, i-rrocbloth II
484
as-rocboili, as-rochoilsera
II 37, 273, 495
■de-rochoinet, do-rochoin-
set II 273, 302, 496
rochotlad II 287 1
-rocbra II 481 '
do-rocbratar II 367, 657
fo-rochsalsat 420. II 622,
fo-roxla, io-rr6xul 11
622
du-rochth-aisset II 479
do-rochtatar, rochtain
II 610
do-rodba II 462
rodbo 441, 454, II 222,
245. 266, 287
-rodmatär, fo-rodinotär
II 503, 504
at-roe II 636
do-rroeblaing II 568
do-rroe}^a II 550
ad-roegaid II 551
-roeglaind II 540
do-rroegu 324, vgl. do-
roigu
-rröemid II 574
roen 58
-roenacht, -roenastar II
585
ad-roeris II 592
ar-roet 246, 308, U 512,
ar-roieit I 307, 308,
343, II 512
ad-roethach II 639
rog-, roig-thir 98, II 593
ni. rogba, "8. rogu; do-
rogad II 550
-rogba, do-rogbad, di-
rogbad II 527, 528,
do-rogbaim II 532, do-
rogaib I 369, n 532
ad-rogailser II 538
ardon-roigse II 486
-roigset II 550
rogu 143,253,364, IUI,
549
roi 251
at-roi, at-roi-set, att-roi-
the II 636
fo-rroi II 521
im-roi-set II 591
roiba II 551
fo-roiblachta, fo-roiblang
II 567
-roicb II 203, 249, 304,
609, do-roich II 610
for-roichan 324, II 368,
480
fo-roichlaid II 492
do-roid, remi-roid II 525
roi da 308
-roig, don-roig II 609, 610
du-roigaII550, do-roigad
II 391. 550
in-roigrann, in-roigrainn
II 548
do-roigu 73, 96, 253, 420,
II 368, 391, 550
-roima II 264, 574
arob-roinasc II 583
-roirea, rerae-roired,
-roiret 352, II 518
fot-roiraig II 592
-rois 309, II 609
roit 308
ar-roit 308, II 512, con-
roit-atar II 262, 511,
ar-roitt-id II 513
-roitea II 525
fu-roill-isera II 567
as-roll-em II 630, as-
roill-iII369, 630, adid-
roUl-ifet II 359, assid-
roil-isset, ad-roill-iset
II 369, 630
in-rol-ad, -rol-sat II 499,
501
-rollca II 632
du-roilg-ed 26, II 562
(leg-)
da-rolg-ea, du-rolg-ed,
du-rolg-is 26, II 312,
573
(R) -roilg-isid, ar-roMg-
ither, -roilg-ius 26, II
244, 245, 265, 561
dod-rolluind II 632
rom II 439
romacdact 127, 11 10
röruär II 10
imme-romastar II 317,
579
rombo II 245
imme-roimded II 579
romdis II 439
ni. roimbe 102
do-roimned, du-roimnibe-
tar II 581
do-romlad II 577
ni. rompa, roimpe 409
-romrat II 575
im-roims-id II 579
romsa (1., 2. Sing.) II
439. 440
as-roinn-ea II 634
G ron 'Seebund' 21, 318
(Z. 7, 26)
B ron 'Pferdehaar' 49, 318
dond-ron II 267, 541,
do-ron-a II 541, do-
I
Wortin d ex. Gälisch.
735
rön-adI318(Z.12, 20),
do-rron-ai, du-roin- inn
II 541
fo-rond-ar II 604
ad-roni II 369 (zu at-noi)
-rooiscet II 617
rop 263 (Z. 39), II 266
doin-roipnitar II 625
ropo 467, II 245, 286,
288, 438, 440
ropsa 254, 263, II 439,
440, ropsat II 674
K at-ror, ad-ror-sat II
303, 450
ad-roir U 598
to-roran II 604
do-rorban, du-rorbanat
11 266, 303, 445, do-
rorbai II 445, bu-ror-
baither 11264,286,444
do-rorbui II 445
for-rorbris II 250, 478
foda-rorcenn II 250, 525
fo-rrorconsrad II 535
irn-rordai , imme-rordus
II 591
fo-roraid II 604
do-rormacht , do-rormäi
II 573
do-rorpai II 445 (Z. 24, 28)
-rorthatar, in-rorthatar,
in-rortbetar, ata-roir-
thetar II 597, 598, 600
-roiss-ed, do-rois-ed,
-rross-et, -iross-id,
-ro'ss-inn.-ros-tir, -ros-
tis II 319, 609, 610
ar-rois-estar, fu-roiss-
estar, ar-roiss-isnir II
628, 629
ross 79
roiss-id, rossacht II 412
E ros 195
at-ros II 636
do-rösat II 624
rose 364, II 621
-roisc II 617, 619, du-
rosc-ai, di-rösc-i, dit-
rösc-ibea II 618, du-
roscMbet II 357, 618
(R) ros-chaill 419
eter-röscra II 614
ni. roshearc II 287
(K) rostan 80, 195, II14
(E) rostae 195
roth, routh 33,337,11601
roith-, roth-etar II 600
do-roth, do-roHh II 657
G rot 21, 318. 537
di-rötha II 635
-rothcaither II 650
roitte II 600
ni. roithleän 146
do-röts-ad II 656, 658
ru- II 246 f., 267 f., 293
ru = rup II 663
don-rua, do-ruacht II 610
(saifT.)
du-ruacht II 521 (fich-)
ruad 54, 111, 126, 174,
II 604
con-niaig II 522
B ruainne 49, 318, 383,
477, II 57
fo-niar 26, II 518
fo-rruastar H 521
fo-ruatig II 653
fo-rruib II 602 (oder fo-
rruib ?)
dia-ruba II 246, 461
-ruban and 396, II 266,
334, 437, 664
-rubi. -rubai II 246, 265,
266, 437
rubricu 418
-rubthar II 265
-rucc-a , trimi-ruc-ad.
-ruc-at 11271,464, 472,
noco-ruc-aim II 265,
dunua-ruc-thae, inna-
ruc-tais 11316,317,464
rucce, rucse, ruccae 126,
174, 351, 430, 476
rucle II 11
ni. rud 152
imme-ruidbed 118, II 247,
268, 462
rüg- II 11
ni. -rüg 142, II 275, 475,
air. -rügat II 464
fo-niigensid II 247, 543
fo-rriiib, s. fo-rruib
da-ruich II 521
duda-ruid II 516
dom-ruis II 610
fo-ruillecta II 247, 631
fo-rruim (oder fo-rruim ?),
fu-rruim-tis II 602
du-ruioidetar, imme-
ruimdetar, imme-
rumediar II 579
for-rumai II 463
im-ruims-et 165, II 579
-ruiusa II 440
-rumtar II 440
rün 50, 341, II 179
du-rurgab II 530
fo-ruraithminset II 581
fo-ru>rm-ed, fu-rurra-ius
362, II 602
do-ru>rrne II 603, ad-
ruJrmed II 246, 603,
do-ruirmi, ad-ruirmis-
set, -ruirraiu, do-ruirnn-
iu8 II 602, 603
ruithes II 600
B (E) rüsc 332
s 'ist' 265
s = acus 275
-s (suff. Pron.) II 139,
171 (Z. 18)
-s- (= -sn-) 390, II 154
s- vor Adverbien II 187
sa 'ich' 349, 357, 420,
455, 479, II 137, 138.
139, 187
sa 'dieser' 420, 11186,187
sa (Augens 3. PI.) II 139
ni. sa = isind 276, s. san
-sa, rod-sä II 606, 609
E saball 219
E sabbait, ni. saboid 227
E sacc 216, 230
E sacarbaic 221
E sacart 225,228,11179
E sacraifis 230
E Sacsana 217
Said- II 362, 388, 604,
remi-said II 605
säid-, in-säd-ajm II 605,
said-si, said-sius II 148,
370, 605, con-sad-u II
243, 605
Sadb 74
saidbir 305, II 9, 518
sadess II 187
ro-saegeth II 606
saer 72, 92. II 21
saig- 39, II 332, 333. 351.
606,610, do-saig II 610,
fri-saig II 608, ro-saig
II 300, 609
E saiget 216. 222
saigid 308, II 27, 73, 412,
606
E siii 216
sai-bes, sai-fiter II 635
saib. saib- II 637, saibi-
bem II 124, 125
con-said-im. con-said-fo
325, II 605
E säigul 213, 228, vgl.
ni. saogbal
sailim 356
736
Wortindex. Gälisch.
sairse II 21
con-saith-set II 605
saith 'Leid' II 45
saithar II 45, 65, 83
con-säiter II 605
sail gl. labe 72
sail 'Weide' II 31, 98
saill-im 114
säl 78, 135, 295, II 46
(Z. 1, 5)
salach 72, II 51
salann 31. 71
salchar 327, II 51
E salcuait 216
E saile211,215,216,238
E salmscribdid 486
(B) ni. saileög II 31
E saltir, saltair 219, 233
saltraim 137, II 45 (Z.
27, 38)
sam 66, 71, 163, II 4
samaltir II 611
samfuin, s. samuin
samaigim 79
saniail, samil 47, 165, 272,
408, II 14, 54, 612,
-samail-ter, in-samail-
ter II 611, 612
samaisc 164, II 4
di-saml-athar, in-saml-
athar, ata-saml-ibid,
na-saml-ur II 298, 611,
612
samlaib II 150, 171, sam-
lid I 165, 167, II 28,
150, 171 (Z. 34, 37),
192, samlum sa, samlut
I 274, II 150
samrad 163, 167, II 53
samseisci 164, II 4
samuin 163, II 56
ni. san — isind 264, s. sa
sain 138
Sanas II 20
(E) Sanctän 229
E sanctäir 203, II 52
sainemail II 14, sainre-
dach, sainreth I 143,
II 53, sainriud II 77,
sainsaniajl II 14
G seh. sainnseal 436
B sant 24
E ni. saoghal 344, vgl.
säigul
ni. saoUim 356. 435
E sapat 227
sar, indala-sar II 139, 169
sair II 187
sar, sär- 79, 177, 536 f.,
säraigim 74, 79, II 23,
sar-tholach 179, säru-
gud I 79, 357
säs- II 610, ro-silis II
351, 609, -säs-ad, ro-
sass-ad II 606, 609, ro-
sa8-arII6]0(Z.26statt
Z. 3), fa-säs-at, ro-
saiss-ed II 607, 609
E Sasana 217
sästai II 411
säith 'Sättigung' 71
imraae-saUar II 605
saithe 69. 177
E dia sathairnn 197, 231
ad-saitis II 605
sathuaid II 187
säthud II 605
E ni. scabhal 236
-scäich 182, II 367, 617
B ni. scadän 262, vgl.
scatän
E ni. scaf(a) 236
-scäig, 8. -scäich
B scäilim 359. 372
scäl, scäil, -scäl, scäile
76, 113, II 53
ni. scailp II 69
scamh (ni.), scaiuan, ni.
scamhän 76, 166, 168
(B) scamhog, s. scamh
E scamon 217, 240
fa-scannat II 613
ni. scannradh 143, 153
scar- 44, 45, II 613, con-
scar-ad II 245, 614,
8car-de I 496, II 613,
-scar-sam 1369,11613,
-scar-t,-scair-iub II 613
ro-scaird II 616, scart-,
atam-scartis 45,11616
scäth 76, 183, II 6
B scatän 24, s. scadän
sce 68, 77, 252, II 102,
351, ni. sceaeh II 102
scel, ni. sceal 77, 135. 173,
187, 297, II 12, 65, 69,
519^ 617, 621, scelaige
II 23
E ni. sceimh 208
scenn II 617, -sceinn-edh
II 616, 8. scend-
scen 125, 184, 297, vgl.
ni. 8ceon
scena 262, 311
scend-, sceind- 77, 114,
11367,616,617, sceinm.
sceinranech, sceinti,
-sceintis II 616, 617,
677
8060 'und' II 138
sceo 'Wolke' 251
sceoil 298
ni. sceon 81, vgl. scen
-scer. con-scera, eter-
scertar II 295, 613,614
-seescing II 617
ni. sceith 77, 186
sceuil 298, du-sceul^i
298, II 617
sciad, 8. sce
E sciäm 208
scian 68, 76, 262, 311,
II 613
sciath 'Schild' 58, 76 (Z.
18, 21), 112, 184
sciath 'Schwinge', ni.
sciathän 76, 112
E seibar 219, 235, 236
-scincsiot II 617, scindis
II 616
sciß II 19, scith 1 76, II 19
fo-scochet, fo-scoichet II
617
E scol 194, 217, 238
scoiltim 77, 137
scor, -scortis II 615
E ni. screaball 211
ni. screach 81
screoin 81
E screpul 211
E scrib- 102, 220, 226,
8crib-atarII390(Z.ll,
32), salm-scribdid I
486, scribend I 225,
486, II 29, 66, 412,
scribhneoir (ni.) I 225,
II 51, scribnid I 486
E scrin 210
E scriptuir 211
E scrütaim 232
E scuap 205, 217, 317
scuch-, scuich- 125, 182,
184, II 357, 367, 617,
scucht II 617
scuir-, scur- 76, II 615
(fri)-se-(llar) II 177
86 = sa 349, 353, 357,
II 139, 140, 187
86 = 80 349, 353 (Z. 5),
357, II 186 (Z. 6, 19),
187
se 'dies' 356 S II 188,
193, 208
se = side II 139, 152 f.
Wortindex. Gälisch.
737
(he-se, he-se)
ni. se 'er' 457, II 141,
154 (Z. 30, 39), 155
se 'sechs' 74, 78, 244,
294, 392, 404, II 129
E seib 192, 200, '221
G sebac, sebocc 72, 411,
436
E secc, ni. seac-aim 230
sech- 129, II 394, 621,
-sech-etar II 386, 621,
seich-ein II 385, 621,
sech-ur I 266, 357
con-sech-a, con-sech-tar,
con-sech-thar II 251,
619
ro-sech-ar II 610, 611
sech (Pron. und Konjunk-
tion) II 188, 208, 213
sech (Präp.) 129, 274, 439,
II 74, 141, 149, 197,
209, 300, secha n- II
300, secach n- I 418
E cut-secar II 496
seh. seacharan 327
sechae, secce II 150, 171
seiche II 103
sechem II 61, 621
sechi 445, II 208, sechib,
sechip I 264, II 208,
314, sechis II 189, 190,
208, sechit, sechitat
II 423
sechm- II 300
sechmadachtae II 645
sechmall, -sechmalla II
300, 511
sechmi-, sechmo- 267,
II 300
E con-secr-aimm II 496
ni. seachrän 327
E ni. seicreid 232
secht 72, 93, 349, 392,
II 129
sechtar II 187, 669
sechte, sechtmad II 135,
136
E sechtman 236, 240
sechtmogo 267, 503, 542,
II 103, 130
seccu 408, 421, 439, II
150, 171
E secul 197, 228, 496
sechum II 150, sechut
II 49, 150
sed-ait II 604
sede 357, II 152
do-sefnatar II 625
seg- 39, ad-seg-at, atob-
seg-at, fodan-seg-at,
ro-seg-ar II 606, 607,
608. 610, seg-ait II
333, 606
SEGAMONAS II 108
sei 379, II 623
con-sel-ai , con-sel-sat
II 622
nodon-sel II 630
sell-aim 78, 157
E sela 223
-selach 85, II 631
-selas II 361, 630
selb, ni. sealbh, seUbh
64, 328, 354, II 86, 624,
631, äd-selb-em, do-
selb-i II 623, 624
E ni. seileastar 192, 435
selg 'Milz' 75, 106, 176,
188
selg 'Jagd' 106, 350
-selg-atar, fo-selg-atar
II 631, -selaig II 368,
631
ni. seilmide 328
-selosjE II 630
sera (= som) 349, 357,
420, II 139, 140
seini 354
seiraedh 99
E ni. seimilear II 51
semiu 354
sen, ni. sean 36, 71, 330,
447, II 12, 20, 44, 119,
seh. seann (sluagh) I
409
senn-, -seinn II 60, 368,
625, dum-senn-at II
361, 625, do-seinn-ed,
du-sen-te II 625
sen 'Sprenkel' 103, 184,
296
E sen 'Glück' 223, 297
con-sena II 633
ni., seh. seana- 330, vgl.
sen
ni. seanachaidhe 328
E senatöir II 43
Sencha 352, II 32
senchas, ni.seancbas 149,
328, 357, 493, II 20, 32
-send-itis II 625
E senester 221
senaich 86, II 368, 635
senitn, seinrn II 60, 112,
625, senmira I 342
E ni. seanmoir 328, 493
Pedersou : Vgl. kelt. Gramm. II.
senmuim, 8. senmim
sentu 365
E senufl 202
seol 103, 299, II 53
seotu 298
E ni. seipeal 230
dunda-sopfainn, do-
sephain 75,11368,625,
sephainn I 75, 510, II
368, 625
seir 75, 185, 366, II 101
serr 72, 94
serrach 94
serb 78, vgl. seirbiu
E ni. searbhfhoghanta
193, 201
seirbiu, serbu 349, 354
serc, ni. searc (Gen. sear-
ca, seirce) 78, 186, 328,
350, 354, 368, 415, 434,
478, II 24, 287, 411,
481
8e°rc 368, vgl. serg
sercol II 24
serg 71, 177, vgl. seorc
E ni. searmöin 493
Sern- II 409, 626, con-
sert II 626
sess II 35
seiss II 362, 388, 604, 605,
slan-seiss II 604, no-
sess-ed II 604
ra-seis-ed, ra-sess-et, do-
ses-et, ro-ses-aid, ro-
ses-iumII361, 609, 610
to-sess-a II 625 (Z. 21,
29), du-ses <8>a, du-
ses-ainn II 625
E seis 190, 209, 220
sessam 308, II 628
sesc, ni. seisc (Adj.) 71,
77, 126, 368, II 2, 4
ni. seisc (Subst.) 76
sesca II 130
sescenn 76
sesceing II 617, sescaind
II 367, 616, sescaing
II 617
sessed 78, II 135, seser
I 74. II 136
E sesra 201, 205, 216,
218 (Z. 29, 381, 220. 491
E seist 218
seth- II 10, 627
set 'Weg' 138, II 47
set 'Schatz', s. seotu,
seiiit
set-, söt-im, seit-ini, set-ir
47
738
Wortindex. Gälisch.
88, 174, 435, II 627
B Setanta 24
sethar 274, 275, II 139,
140, 169
ni. seitheamh II 628
setfethchaib II 627, 628
setig 535, II 89. 215
seüit 299
-si 'sie' 479, II 139, si
I 457, n 139, 152 (si
ede), 154, 170
si = se, so II 186
si (2. PL) 349, II 139,
153, 168
ro-sia II 361, 609
sia (Kompar.) 320, II 49,
120 (Z. 7, 23)
siabhra (ni.), siabrse 266
ro-siacht II 609
ni. siad 457, II 141, 154,
171
siangal II 24
E sians 190, 209, 220
siar 93, II 187, 192, ni.
shiar I 442
siasatär 11388, 605, sia-
sair, -siassair I 310,
II 271, 388, 604, im-
ma-siassair II 605
siat II 154
siathir II 118
sib, ni. sibh 274, 277, 421
457, II 139, 155, 168,
309
do-ssib II 361, 625
ni. sinbhal II 47
E ni. siobhall, sibhl-aibh
221
-sibl-ad, -sibl-ur n 623
ni. siabhl-aim II 623,
(E) siabhlöid n 47
sibra se II 625
ni. sibh-se 421
and-saic 11, II 153
ni. sioc 230
num-sichethre II 621
sid (Augens) II 152
sid 218
E ni. sioda 209
side 11, 274, 357, II 139
(öfters), 141, 152, 154,
189
sifais II 625
Sil- n 623
ar-sil II 631
Sil 50, II 53, 65
ni. sil-im 356, 435
E sillab 202
B seh. siolag 72, II 31
E ni. siolastajr 192
silis, fu-silis, silsimi, ar-
silsither II 631
sin 420, II 139, 153, 154,
172, 180, 184 (Z. 20, 41),
186, 187, 188 (Z. 1, 17),
189 (Z. 1, 27), 193 (Z.
33, 35), 194, 195, 205,
671 (Z. 16, 23)
sin = isind 264
ni. sinn 277, 457, 492,
II 155, 342
sin-im II 678
imma-sin-ithar, immon-
sin-setar II 311, 678
sinnchenae 351, II 27
sine 75
sinni 492, II 139
(E) ni. sinisean 75
sinonn II 177, 185
sinser II 44, 125, 169
siniu, sinu342,365,II119
sion 68, 75
sir 51, 1132,49, 120,628
sir- II 32, 628, sirecht
II 32
sirg 368
E siric 209
-siQs II 604
ar-siss-edar, fo-sis-edar,
ima-sis-edar II 394,
628, 629, 630, -siss-iur,
ara-siss-iur I 79, 367,
II 433, 628
sis II 185, 187, ni. shis
I 442
sissi 277, II 139, 168, 309
sisni 492, II 139
E sithal 72
bolc-sithe II 628
sithithir II 118
sithlad, ni. siothlän 72
siu 'hier' n 79, 188, 193,
ani siu II 185, 188
siiUl 299
siur 38, 73, 74, 246, 435,
II 105 (passim), 106,
siurnat II 49
con-sla, cota-slaad II 622
du-slaid, släd-ar II 630,
slaid-id II 361, 630,
slaide U 412, 493, 630
slän 53, II 56, 604
slänlus 146, 492
-slaiss II 630
slat 84, 145, 185, 535
ar-slaithi II 630
slataige II 23
slaittius II 630
ad-slei, -siecht, -sleacht-a
II 631
E slecht-aira, slechtan
199, 221, 228
sleidm II 60
sieg 100, 102, 366
fu-sleg-ar II 631
slemain, slemun 84, 168,
326, II 56
sleith II 649
do-sli II 631
sliab 84, 172, 354, II 66,
67, 95, 96
sliasat, sliasait 84, 185,
II 47
slicht, sliocht 'Spur' 367
slicbt 'Geschlecht' 84
slig- II 368, 631, ad-slig,
ar-slig, fo-slig-im II
631, slige II 103, 411,
493, 631
slige 'Straße' II 103
E slind 84
süss 84, 185, II 47
sloic-, -slocad, slocod,
slog-ait, -slog-eth II
632, ni. sloig-im I 151
slög, sloig 341, 408
slond 33, 83, II 632,
slondud I 262, II 632,
ni. sloinne I 83
sluag 84, 99, 101, 261,
266, II 14, 55, 64 (Z.
12, 18), 69, vgl. slög
sluc-, sluic- 151, II 632
sluind- 83, II 338, 340,
632, di-sluindi, do-
sluindi I 26, 83, 350,
358, II 37, 251, 332,
340, 632, ad-sluindim
II 632, run-sluinfem II
266,632, sluintir II 632
B ni. smaoiach 73
smech, ni. smeig 86
B seh. smeorach 73
smer 67, 70, 73, 87, 162,
508, II 665 (merai)
B smeroit II 46
smir, smiir 86, 337
B smol, smolach 73, 318
(Z. 9, 26)
smuainim 113, 185, 296,
317, 318
-sn- II 139, 145, 171
(Z. 9, 18)
snad-, snaid- II 29, 632,
Wortindex. Gälisch.
739
in-snad-at II 633
ro-snad-ius 'habe ge-
schworamen' II 626
snad- 'schützen' 85, II
633 , ron-snäid , at-
snad-i II 633, snäid-
Riunn II 149, 351, 633
snaide II 632
snaidm 169
snam 85
snass, atom-snassar,
snaisi , in-snastis II
632, 633
snäthat 85, 153, 177,
185, II 47
snäthe 85
in-snäter II 633
sne^chta (ni.), snechta,
snechte 85, 129, 153,
342, 350, 367
sned 41. 85. 111, 185
snedis II 633
-sni 'wir' II 139
sni- 68. 85, 185, II 59,
456, 544, 633, con-sni,
snidis II 633
sniK- 85, 86, 108, II 368,
635, snigi II 635
snini 266, II 8, 59, 633
snini, snisni 277, 492,
II 139, 168
snithe II 633
snob 85
ni. snuadh 85
so 'ich' II 138, 139, 187,
192
so (demonstr.) 349, 357,
II 139, 186, 187 f., 188
(Z. 11), 192, 194
so = SU 442
so- (Vorsilbe) 284, 364,
475, II 9, 11
so- (Verbum) II 507, 635
ro-soich, ro-soich-i II 609
sochraid II 12, sochruth
I 364, 475, II 9, 12
socht 435
sochuide II 205, 215
sochumacht II 12
adro-soid. ad-sode II 638
sodin, sodain 275, 316,
II 188, 189, 195
soeras, soer^is II 218,
235 f., 370
ro-soiged II 609
-8oi, a-8oi, do-soi, imme-
soi II 297, 635, 637,
-soi-fe II 359, 635, ro-
soi-sset II 368, 635,
imme-soi-ther, soi-the,
im-söi-tis II 635
söib, soib- II 637
con-s6id II 605
söir = saer 92
soir 'frei' 92, II 80, 179,
nacha-soir-bed II 359,
diarum-soirae II 246
con-soiter II 605
(R od. G?) 8ÖI 205
R soilestar 192, 193, 216,
220, 435
soilgib, solaig II 98
soillse, soilse 351, II 180
R sollum(m)un 356
solus 351, 364
som 349, 357, 420, 479,
II 139 (öfters), 155,
170, 173 (Z. 1)
R sompla 193, 201
R son 195, 362, II 82
sonn 75, II 86
sön 274, 275, 316, II 139,
189 f., 671 (Z. 25)
sonartae 350, sonartaidir
503, sonirt 268, 284,
II 9, sonirte I 350
soinraech, soinmiche 503,
II 17, 32
sonortu 268, 350
ni. shoir 442
R sorn(n) 221, 239, 362
ro-sois-edh , ra-soss-ed
II 609
soos 7, 316
soscele 298, 351, II 12,
179, vgl. suuischela-
ichthi
soud II 635
sous 308
seh. spe^ch 88
R speil 194, 219
adru-spen 421, 11303,517
R speir 213, 237
R speis 209, 219
R spinrt, spirut 211, 338,
II 180
R sponc, seh. spong 219,
224
R ni. sprcidh 213, 219
srath 81, 179
R srät 203, 220, 232
R srathar 204, 208, 220,
231, 238, 266, II 43
sre-id, sröd-im, srcd-is
81, II 626
do-sreggat II 637
srenn-im 82, 157
ni. sreang 81
sreng- 81, II 637, do-
srenga II 245, 637
sreod 81
sreth, sreith (Subst.) II
626, 627, ro-sreth II
626, srethi I 56, 253,
II 35, 410, 626, sre-
thius II 626
R Brian 143, 208, 221
srithe 56,1135,409,410,
626
R sroigell 193, 221, 222,
491
a-sroither II 626
sron 82, 125, 296, 318
(Z. 11, 20, 26)
srothaib 364
sruaim 54, 82, 174, 316
sruith 81, 175
R 8ch. sruth 'Strauß' 220
sruth 'Strom' 35, 82, 174,
361, 364, II 34, sra-
thar II 51, di-sruthai-
gedar I 82
R ni. stäbla 219
R ni. stad, stad-aim 218
R ni. staid 218, 232
stän 103, 295
R stell 208
R stiall 199
R stoir 194, 219, storide
346, II 28 (Z. 12, 20)
R struth 220, 232
SU- (Vorsilbe), s. so-
su.siu'du341,349,352f.,
II 139. 140, 168
suaichnid 485, II 17
sualig II 31
ni. suaimhneas 165
suan 94, 316, 338
suanem 103, 184, 296,
317, 318, II 61, 107,
suanemuin I 316
ni. suairc 409
8uas 7, 316 (L. 1, 3, 25),
II 187, ni. shuas 1442
subaigthius II 149
R ui. substainnt 234
ad-sud-i, at-suid-i 184,
350, 420, II 340, 637
suide (Prou.) 357, 394, II
141, 189(Z. 2, 26), 194
suide iSubst.) 72, 111,
184, II 35, 605, suidig-
11389, rerui-suidigddis
47*
740
Wortindex. Gälisch.
II 299, iarmuru-sudi-
gestar II 296, forru-
Buidigsetar II 247,
suidigthe II 409, sui-
digud II 638
8Üg-im 72, 186
B ni. sügha 72
sui 244, II 9, 12, 18, 103,
288
ad-süi II 507
im-sui II 635
ni. sul II 672
süil 62, II 93, 180
sulbir II 12
sium II 139, 140
E suma 223
sund 497, II 188, 189,
192, 193, 194, 195,
sunda II 188, 193, 194,
sunt, s. sund
seh. suirghe 328
R suirnn 362
suuischelaichthi 420, vgl.
soscele
R süist 221
suth 71, 361, II 34, 637
B süithche, süithe 71,
72, 508
suHhe 'Weisheit' II 18,
668
ad-suiter II 638
SVAQQUCI 74
t-, -t- 'dein' 264, 270, 274,
442, 464, II 139, 140
-t-, -t 'dich' 465, II 139,
145, 146, 168, 169
-t- 'es' II 145, 147, -t- vor
Pron.11145, 147, 173f.,
-t- vor dem Verbum
'sein' II 424. 425
t- = to- II 300
t- vor Adverbien 11 187
-ta- (Pron.) II 145
ta- = to- II 300, 474
-ta (verbundene Verbal-
form) 455, II 422 f., 429
-tä. at-tä, a-tä 468, II
148, 251, 420, 421 (Z. 13,
22 ff.), 423 (Z.19), 431,
432, 433, 434, 435, 441,
444, 446, 630, 639, vgl.
ata (lat); ni. ta, seh.
tha 1468, II 251, ara-
thä, ar-thä, ar-ta II
219, 220, 235, 441,
fordo-tä II 443, at-ta-at
1456, II 431, remi-ta-at
II 444, -ta-i, at-tä-i I
252, II 79, 431, -tä-u
I 79, 186, 252, 307,
390, 395, II 78, 250,
342, 431
arna-tta II 656
-tabarr325,II470, tabart
1 353, II 249, 273, 470,
472, tabarthi II 249,
470, taber II 470, ni
tabair, ni tabir II 469,
470
R ni. tabhairne 226
nis-tabor II 469, ta^bred
I 257, II 249, 332, 470,
-taibrem, taibrem 1345,
II 249, 470, taibrid II
249, 470
taibsed II 519
-tabur 258, 369, II 469
-täich, -tach-atar 182,
II 367, 639
taiccera II 533
taeair II 316
tacmaicced, tacmungad
II 554 f.
taeco II 261
fris-tacor(tais> II 499, 500
tacradad, taeräth II 496
tacre II 534
taeeu II 261
tacur, fris-tacuirther II
499
-tad II 430"
täid 183
tadall II 267, 353, 509
tadbanar II 519
taadbartha II 469
tadbat, taidbdid II 519
taidbech, taidbecti II 460
taidhbhse (ni.) 421,
taidbsiu 421, II 519
Tade 88
taidehor, taidchoirthe
II 500
taidehrenid II 497, taid-
ehrico II 301, 497
Tadg 88
-taidirsed II 594
taidled II 509
taidmenadar, taidmet,
taidminedar II 581
taidrius II 600
-tse, eon-taeg, do-thaegat,
fris-taes, -taesat II 646,
647, -täet, tffit I 324,
II 645, 646
-tsethsad, -taethsatll 656
tafann, tafnetar, taifni-
tir, taffond II 625
con-tag-ad II 607
taig, tag-id II 451
taig, taige 39, 98, II 95,
täi (Pron.) II 139, 140, 168
-täi, 8. -ta
at-tai 'zündet an' II 507
-täi, fris-täi, taig-, con-
täig II 645, 646, 647
tain-ed, s. tain-ed
tais-, to-tais, -tais-ed,
-thais-id II 646, 647,
fris-taiss-inn II 643,647
täis 56
-tait, täit 324, II 645,
646,647, fris-tait II 647
-taith II 656
taul 45, 132, 340
täi 85, 90
tall 156, 442, II 39, 184,
187, 195, 196, ni. thall
I 442
-tall II 272, 511, tall II
650, -tall-aI52, II273,
275, 511, eon(d>a-tall-
ad II 676
G seh. talla 412
taalach 340
talam 45. 132, 163, II 61,
107, 108, 179
R talland 200, 234, 239,
265
-tailc-ed, taUe-iud II 568,
564
(R) talchube, taUehube
207, 236, 340, 496
tale II 335
talgud, talaig II 562, 563
tailm 39, 87, 169, 178,
II 93
talman 164, 328, tal-
mande II 62
talmaidiu II 77
R ni. täilliür 261
-tam II 422, 429
a-taimet 388, II 503
tamun 79
tan II 14, nach thain I
395, -tan II 14, 659
-tan II 422, 430
täin II 353, 451
tain-ed II 526 f. (oder
tained?)
tana 131,253,375, II 15,
85, 101
tänae 247, II 368, 557
taneabair II 370, taneas
Wortindex. Gälisch.
741
II 391, täncatar n
368, 558
tanse, s. tana
tänic, tänico II 273. 285,
286, 368, 388, 557
tanide 357
ni. thäinig 468
tänise, tänaise II 21, 135
-tans-i, tänsem, tainsem
II 583
ni. taobh-shiar, taobh-
shuas 409
ni. taom II 60
ni. taoiseach 308, s. toi-
sech
ar-täott, co-taot II 642,
647
taipe II 461
tar 270, 439, II 22, 74,
149, 300, 433, ni. thar
I 463
tair (Adv.) II 187
taJr, nira-thair II 335,
351, 553
tarr 83, II 18
tär, tär- 79, 536, 537
tara n- II 300
ni. tarrach 83
tarrachtain II 610, 611
tarras II 598
tarras-air, -tarras-tar II
628
tarasin II 629
-tarat 369, II 300, 471
taratbar 134, 179, 262,
326, II 45
tarb 63, 176, 428, ni.
tarbh 327
tarba 354, vgl. tarbe
-tärbas II 519
tarbe, ni. tairbhe 34,
327, 354
nim-tharberar, -tairber-
tar, tairberthae, tair-
birthi II 249, 465
tarblajng, tairbling, tar-
blingis, -tarblais II
567, 568
tairc-ed 'er soll kommen'
II 553
-tarc-at 'bewirken', fu-
tairrc-ether, tairc-i,
tärc-i , conrö-tairc-is,
tarc-u8 II 553
taJrcbecbuin II 481
tairchell, tairchella,
-tairchela II 482, 483,
485
ta'rchet, tairrchet, -tar-
chet, tarrchet 347, II
481, tairf;hital I 266,
347, II 481
tarclamad II 510
chon-tarohomraic II 557
taircsiu II 553, täirciud,
täircud, tarcud, tärcud
I 342, 355, II 553
tarcuisne 153
-tardatis II 264, 471
taJrec II 553
tairred II 598
-tarfen II 517
tarrg-id II 637, vgl.
-ta»rrng-et
taifg, täirg-ed, targ-aid
II 553
targabäal 369, II 532
tairgire 485
targlaim II 510
tärrgud II 553
tarraid II 598
tairiden II 676
taraill II 509
-täirilb, -tarilbae II 267,
623
tairinn, tairinn-id, tai-
rinn-ud II 526
tarraing II 637
thairis(ni.), tbaris. tarais
457, 463, II 150. 171
-tairis-ed II 266, fris-
tairiss-etar, -ta'riss-
idar, in-tairiss-itis II
628, 629
tarrais II 598
taraisse, tarisse II 629
tairissem, ta^risin II 628
tarissiu II 629
-tarla 369. II 311, 501
-täirle II 267, 268, 509
-tah-laic, -tarlicid II 562,
563
tanrlaingset II 568
tarra- 473, II 300
tairra II 60
tarmart-ad II 675
-tarmaeca II 577
tairmchell II 483
tarmchossal, tarmchoslai-
dib II 622
tairmcbrutto 418
tairmescc II 577, 612«
tarmi- II 300
tarmairt II 675
tarmlaing II 568
tairmthecht II 300, 646,
tairmthechtas, -tarm-
thiagat II 645
-tairmg-et 81,11245,637
-ta>rngerat II 534, tairn-
gire I 485. II 534
tarnajc, -tharnic II 553
tairniud II 526
ta«r8-et, -ta'rs-immis II
553
du-tairs-etar II 385, 653
tairse II 150, 171
tairsem II 628
tairsitiu II 47, 624
tarslaic II 564
tarsna fni.), tarsnu 329,
II 22, 59
tairsiu II 150, 171
tart 44, 81, 174
-tart, -tart-a, -tart-sat
II 271, 471, 594
tarth-atar, -tairth-ed 11
598
tairthet II 598, 642 f.
ta^rtaim, taorthim, tair-
thim II 657
tairthiudb II 642
taisbenad 421. II 517
tasc, ni. täsc II 619
taisc, tasc-a, tase-e.
tasc-i, ta»sc-id II 606
tascar 'Hausstand' II615
(Z. 22, 41)
tascar 'flotsara', dos-
tascar II 614
ni. taisce II 609
taisceltai, ta^scelud II 617
taiscid 419, II 609, tas-
cide, taschide, taschi-
detu II 41, 611
ro-tbascair II 614
-tascn-^i, tascnam II 634
imme-tbascr-at II 615,
tascr-^is, tascrad 1490,
II 614
tascud, tasciud II 606
tascugud II 606, 619
tascur II 615
taisfen-ini, -ta»sfen-tais,
tasfenad , taisfenad,
-taisfeöin 421, II 517
tasgid 369, 419. 497, II
609, 611, 664, taisig
II 609
taisilbiud 347, II 624
taispean(-) (ni.) 70, 359,
421. ta»spen-im, ta»s-
penad 421
G ni. taisteal 436
742
Wortindex. Gälisch.
-tat 455, II 423
tatalc II 303, 563
tatbam II 657
tatbarla U 676
-tathbongat II 460
taithesc II 621
-tatailc II 563
-taitbim II 460
-täthaiß II 656
taithmech II 460
-taithminedar II 581
-tatn- 396, II 147
ni. taHnigbim 153
tathura , taitliiunn , ta-
thund, tathus, tathut
II 148, 432
ni. seh. te (Pron.) II 185
te (Adj.) 92, 93, 253, II
19, 104, 118
-te, -tei 244, 352, II 355,
640
tec-at II 557
tech, ni. teach 39, 73, 98,
102, 171, 184, 185, 253,
264, 365, 392 (teg n-),
418 (Z. 7, 30, 33), II
66, 95
(as) tech (= dach) 424,
499
tech- 128. 182, II 353,
362, 367, 639, a-teoch
I 367, II 639, teich,
a-teich, atab-tech-am,
tremi-teich-ed, teched,
teiched II 639
tecailse, tecilsid, tecMm,
teclimra II 539
teclaim, teclom II 510,
vgl. tecmall-
-tecma II 555
tecmallad II 510
teemang 419, 487, n 9,
24. 555, tecmaing,
thecmaised, tecmoncuir
II 555, thecmongat II
248, 555
tecnate , tecnatatu 418
(Z. 6, 28), II 41
tecomnacht II 248, 457,
-teicomnacht I 258,
305, II 457
teccomnocuir 419, II 248,
385, 388, 555
tecosc 269, 358, 419, II
297, 620 (vgl. teagasc),
tecoisc II 620
imme-thecrathar II 501
texsaidh II 620
techt 79, 124, 174, II 34,
111, 144 (Z. 20). 412,
641
tecbt 124. II 34
techte, teichte 124, 343,
II 35, 661
teichthechaib II 639
(K) techtaire, teehtairecht
II 51
seh. theid 468, II 305
no-ted-mais II 504, 649
tedbarthe II 469
teidm II 60, 649
ni. theag-adh 133, 270, 420
teig II 640, -teg-ed II
333, 640, teg-i 1 58, II
333, 336, 639, for-teg-
id II 643, 647, tu-theg-
ot 16,270, II 333, 645
ni. teagar II 501
ni. teagasc 269, 328, 358,
419, II 620, vgl. tecosc
tegdais 393 (Z. 4, 33)
teglacb 84, 99, 261, 266,
II 3, 14
ni. teagmb-aim II 375,
teagmhäil I 419, 487,
II 24
teit, s. te
tell-a 52, II 274, 275, 353,
482, 511, -thel-fea II
311, 511 ■
-tela II 571
telach 340, II 23
tellach II 570 (long-)
tellach 'Herd' 540, II 55
tellad II 274, 482, 511
teile, -telcid II 564
(K) telchubi 207, 340
ni. teilg-im, teilgean 329,
487, II 565
tellais II 570
telo II 650
seh. tenm, teim- 11 60
temel II 54
Temair II 99
E tempul, ni. teanipull
237,269,326, 1166,179!
ten 93 I
R tenn-aim 198,225,231
-ten-tis II 542
E teanantuidbe 193 (Z. 26)
E tend 198
tene 40, 93, 161, 249,
542, II 19, 103
teanga (ni.), tenge 46, 88,
107, 186, 247, 249, 346,
409, 494, II 101, 103
teulach 540, II 55, 103
teol II 649
teoir, teora 73, II 127
E teöra 241, 435
teipersen, tepairsMi, te-
presiu II 46, 477
seh. their 468
terbirt II 465
terc, seh. tearc 81, 368,
480, ni. teareadh 354
terehantu II 481
teirce (ni.), ar thercai
350, 354, 368
terchital II 481
eomraa-terehomla II 510
eon-terchomraie-inn, ter-
ehomraicthi II 557
terfochraie II 497
-terga 358, II 300. 646
-terglansam, -terglas II
539
eon-terissedar, terissem
II 628, 629
E tearma (ni.), termann,
termonn 239, 241
-terna, ternam, -ternai,
terno II 635
terochraic II 497
E teirt 197
teruarsena II 600
tess 'Hitze' II 19, 21
tess 'südlich' II 187
-tes, -theis, -tes-ed II
353, 639 (tech-)
-teis II 355, 640, teis II
218, 235 f. ,640, -tes-ad,
-tes-ed I 358, II 319,
640, tes-iII640, -theis-
inn, fris-teiss-inn II
313, 640, 643
tesarbae II 267, 443, -te-
sarbi II 264, 286, 443
tesareon, tesargain II 589
tesbanat, -tesbat II 443,
tesbuith 1124,294,443
E tesc 224
tese- 224, II 612
-teseba, -tesseba II 443
tessim, -teismetar II 624
E seh. teismid 234
E teist, tesst 198, 218,
367, 478
testa II 443. ni. teast-
(bh)äil II 24
testi II 624
E testimin 240, II 66, 94
testiu, teistiu II 302, 624
tessurc II 588
Wortindex. Gälisch.
743
tet (Subst.) 138
tet, teit 'seht' 468,11286,
305, 449, 639, 640, 647,
ar-tet II 642, do-tet,
do-teit I 324, 468, II
645, tet-o II 217, 640,
teit-i II 148, 640
ro-tetha II 649
tetacht II 644
tetarracht, tctarrachtain,
con-tetarrat II 599
tetarcor II 500
-tetarraid , -thetarrais,
con-tetarthet II 599
doru-tbethaig II 652
tetlo II 649
scb., ni. ti II 185
co-ti II 557, fris-ti II 558
R tiacb 208
tiacb 'icb werde gehen'
II 640
tiacb tain II 558
tiag- 2, 26, 58, 79, 101,
124, 174 (Z. 2, 9), 245,
295, 358, 390, II 36, 72,
271, 333, 336, 342, 360,
. 367, 376, 412, 449, 639,
648, 678, tiag (sa) II
335, 349, 640, tiagar
II 395, 641, tiagmi II
332, 640, do-tiag- II
360, 645
tiar II 187, 192
tiarraoracht, tiarmorai-
gitb, tiarmörset II 599,
600
-tias II 355, tias l 295,
II 218, 235, 351, 640,
tias-me, tias-te II 351,
640, tias-u II 349 f.,
350 (Z. 35), 640, tiat
II 647
tib-, -ro-tbib II 370, 648
-tiber 358, II 300, 470,
-tibrea II 470, ni. -tia-
bhradb, ti^bbrad 1 133,
358
ticc- 152, 468, 539, II
557, ni.tioc-faidhI409,
II 363 (Z. 16)
ticissi», ticsatb, ticsäl
II 491
ticbtu 350, II 46, 109,
558 (Z. 3, 19)
-tidbarid, bas-tidbarthae
II 469
con-tifea II 648
ting (Adj.) 99, 185, 337,
365, 503, II 116
tiag 'Ende' 375
ni. tig, 8ch. thig 409, 468,
vgl. tifc-
tigbae 375
tige, s. tech
tigerna, s. tigerne; Ti-
gernach II 63 ; tigerne
I 99, 253, 350, 353, II
4, 53
tigiu 365
seh. tili- 436
tilach 340
tilchind 132, 340
seh. thilig 328
ni. tiomäin(t) 356, II 451
timraarcuin, tioimargad
II 589, 590
timarnad, do-thimarnse
II 585
timmartae II 409, 589
timb- 11 301
timchell, ira-tirachella,
im-timcelfam, tirachull
II 302, 483, 485
timdi recht 503, II 598,
fo-timdiris, fo-timm-
diriut II 599
timme 87, 93, 310, II 19,
61
immum-timmerchellsat
II 483
timgart, timgairi II 535
timna, timne 171, 441, !
486, II 65, 301, 586 '
tirnorc (sa) II 335, -tim- !
raorcar, tiramoircne II |
589, 590, timraorta II ,
409, 590
ni. timpchioll 409 [
ni. timpireacht 409 [
timpne, s. timne |
tirathach II 655
timtherecht, timthirecht |
409, 503, II 598, fo-
timmtbiris, timthir-
thidII599, timthrecht
II 598
tin- 89, 484, II 60, 649
tinnachtae, tinnagat II j
456, 457 i
tinc-fat, tinc-ais II 488, j
tincisin II 675
tinchitla II 480
tinchor II 501
tinchosc 419, II 298, 620
tind- II 301
tindarscan, in-tindarscan
II 613
tindnacul 418, 419, 488,
493, II 24, 301, 457,
tindnagtar II 457,
-tindnised II 320, 456
tindrem II 603
tindriud II 600
tindsatain II 624
tindscra II 497
tinfcd 420, II627, tinfesti
II 627, tinfet I 75, 384,
II627, fris-tinfetII627,
-thinibII627(Z.31,38)
ni. tjonnlacadh, tionnla-
cain 488, 493
tinmlegun II 580
tinöl, -tinola II 511
tinphed 510, II 627
-thinsan, tinnsatain II 624
-tinscana, in-tinscana,
tinscetal II 302, 613
tinsaitin II 624
tintä, tintäith, -tintar-
rad, -tintae, -tintither
II 316. 636, tintüd,
tinthuda, tintuüth I
418, II 636
tipirsnea II 477
tipra II 104, 478
a-tiar 484
tir 'Land' 83, 293, II 66,
95, 96
tir 'trocken' 83
-tirga 358, II 300, 646
tirim 83, 329, 353, II 61,
tiormach, tiormughadh
I 329
tirthat II 49
tiruairsi, -thirüarthestar
II 600
tis 442, II 187
do-this-ad II 314, -tis-at,
immun-tis-at II 557,
558, tis-ed II 286, 557,
-tis-or II 386
R seh. tiosan 237
tisc-aid 'hebt' II 491
tisc-aid 'zieht aus' II 19,
491
titacht, tittacht II 644
-tithis, for-tithsat, -tit-
saiter II 652, 653
R titul 201
na-tiubrad II 469
fodaro-thla II 649
dun-thlak-hiur II 650
tläim 132. 169
tiaith 132
744
Wortindex. Gälisch.
-tle-thar, do-tlean, fo-
tlen, tlenaraain II 649
no-tlessad II 506
ni. tligim 329, 487
-tluch 43, a-tluch-ur 333,
503 (Z. 13, 15), II 650,
don-tluch-am, du-
thluch-edar, do-tluch-
ur 143, 131, II 386 (Z.
15, 43), 403, 413, 650
-tn- II 145, 147
tnüth 132, 153, 154 (Z.
2 21) 175
to- 270, 284, 308, 364, II
242, 250 (Z. 7), 270, 292,
300, 302, 445 (Z. 41)
con-to-at II 637
B to 'ja' II 260
to 'stiir 55, 317, 435, II
117, 652
-to 'bin' 252, II 431, vgl.
-too
-tö (Konj.), ae-tö, im-to,
is-too II 652, 653
neph-thoachtae II 521
as-toasci II 515
-tob, tobach II 460, 461
ni. tobann 161
ara-tobarr II 470
tobe, töbae 316, 351, II
295, 362, 463
tobgar, -toibget II 460,
673
töbaidi II 463
toibned II 625
-thobrea, -toibre II 470
-tobuing II 460
-thoic-tber II 650
in-toich-tber II 655
toich 129,375,494, II 12,
666 f.
tocad 133, 151, II 37, 650
fora-tochar II 501
tocbäl, tocbäil 484, II 531
8ch. tochd 152
toicbed II 610
toicbell II 483
toceth II 650
tocbailt H 492
tochim II 492
fom-thochaisgebadar,
conru-tochaisgesser,
toicbaisgim II 621
tocbaithem II 479
tocbmarc II 458
tochmastar II 461
con-tocbmairt II 590
tochombaig II 460
tochomracbt II 598
con-tochosgedar, tochois-
gem II 302, 621
tochra II 497
toecrad II 496
-tochrastar, tochre II 501
töxal II 622
ni. tocht 435
-tochthad II 311, 479
tocbull II 483
tochumlud II 571
tochur, -tocbuir-ther II
501
-ru-thocbur-estar, -to-
cbuir-ibthe, tochuiri-
udb II 268, 501
todäil II 503
todernam, todernide II634
todiuscbud, todiusgud
419 f., 497, II 620 (Z.
28, 36)
todlaiger, todlugud II
249, 650 j
todoiehfet, todochide II i
675
do-todsat II 656
toe II 637
-toerbaig II 477
toet II 646
toeit II 525
do-toeth II 656
toetblo, toetlod II 649
-thoetsat II 656
toffunn, tofund II 625
seh. toigh II 666
-toig II 655
togad II 650
togais II 412, -ru-tho-
gaitsam II 247, 268
togal II 521
ni. tögäil 4S2, 484, II 531
indat-togar II 147, 536,
676
ni. togbhäU, s. tögäil
ni. toigeorad 299
togairm II 536
-toglen, toglenamon, to-
glenemon II 539
tognam II 544
ni. togr-aim 299
adin-togra II 536
-togrennitis, tograim,
im-togrinn II 549
-togslaidther II 622
togu 253, 364, II 35, 550
as-toi, as-toi-ther II 507,
508
con-toi, coru-thöi II 637
töib 116
toich, 8. toich
toid-ed II 676
as-toid, as-toidet, as-
toidi, toidid 325, II
507, 650, 651
toin-, s. toin-
a-toiri 499, s. doire
töisech 136, 308, 359, 364,
II 30, 661, toisechu,
toisigiu I 355
töisrenn 56, II 52
as-toitis II 651
toi 79, 363, II 47, 86,
414, 652
nim-tol-ann, ro-thol-
athar, ron-tol-omar II
652
con-tol-at, toil-i8,-tholiur,
con-tol-us II 655, 656
tola, tolae 351, II 566
toUaidib 157
-toln-astair , -toln-athar
II 652
tolnaid 157
toltanach II 47
tomra 109
tomad II 575
tomalt, tomalte II 34, 577
ni. tomhas 386, s. tomus
K tomba 227
tomaidb, ni. tomhaidhm
II 574
tomil, tomailt 270, II 577
-tomainte II 582
tomaith , tomaithem II
575, 576
-thoimied II 577
-tomnad, -toranathar,
-tomnibther, -tomontis
II 582
G Tomrair 162
toimse II 579, toimseo,
8. tomus
tomtho II 575
toimtiu 164, 251, II 46,
109, 582
tomus II 34, 579, s. to-
mhas
tonn II 49
ton 125, 296, 318 (Z. 11,
19, 27)
toin-et, toin-iud II 526 f.
(toin-?)
R tonach 364, II 585^
tonach 'Waschen', A'th
toncha II 585
toined II 526 f. (toin-?)
Wortindex. Gälisch.
745
(G) toinneamh II 635
tong- 26, 33, 106, II 250,
339, 652, as-toing, for-
toing, fris-to'ng, ima-
toing, toing-thi, tong-u
II 652, 653
tonnait II 49
fo-thonsnät II 634
-too, at-töo, a-too 252,
307, 317, II 431
tooi<t> II 525
top 'plötzlich' 161
topp (tened) 161
-topacht II 271, 477
toiprinnit II 477
top und II 625
topur II 478
E tor 238
-tora II 610
torrach 83
-toracht , -torrachtatur,
torachtain II 610
torad II 90. 600, 677
con-toräd II 637
torann II 60
törand, töirand II 604
torba, s. torbe ; -ru-thorba,
-ro-thorba-tar II 445
-torba-tha II 463
-torban II 445 (Z. 8, 38),
torbatu II 41, torbe I
34, 354, II 41, 99, 303,
443', 445 (Z. 16, 27, 38),
446, etira-törbie II 445
-torbaig II 477
torc 'Eber' 33, 43, 364
E muin-torc 231
-torchar, -torchartar II
657
ni. toircheas 327
-torclaither II 677
nima-torchomlod II 263,
510
con-torchratar II 657
Toirdelbach 40
toirg-id II 553
-torgab, torgabal II 532
-thorgaith, -torgaitha II
266, 268
torgairm II 536
con-tori II 636, 637
-toraig II 610
torisse, toraisse, torisin,
toraisin, toraissin II
628 f., 676
törraach 316, II 295, 300,
573, tormacht, -törma-
gar II 573
-torrnal II 577
-thormassid II 573
-tormenar II 582, -tor-
mcnraar II 388, 582
törmajg, -tormais II 573
-tormult II 577
toirn-et II 526
-toirndet, toirndide, tri-
miro-thorndius II 603,
604
ni. toirneach 143
thörnther 417, II 248, 604
con-toroe II 637
-toroimed II 574
-toirs-itis II 521 (fich-)
-thorrs-ed, -tors-ed,
-toirs-et II 610 (saig-)
-torsamad, -torsataII624
E tort 233
toirthib, to'rthich, toir-
thigedar II 600
torrtbaim II 657
-torthissem , -torthaiset
II 656
tortrommad 316
torum, torunn, torut270,
II 150
-thois, fris-toss-am, -tois-
at II 652, 653, -toiss-
ed I 26, II 266, 652
-tois8-ed 26, II 521 (fich-)
con-töis-et II 651
tossach 300, 308, 503, II
30 (Z. 13, 30), 95
toisc II 611
toscelad, -tosceli 298, II
617
toscen II 617
toschid 419, II 609, 611
-toscigther II 619. toscu-
gud II 606, 619
dod-toisg-ed II 609
tosge, s. tossach
tosun II 625
tothaim, tothim II 657
tothla II 649
totraan II 657
tothrebach, toithrebach
II 301. 477
con-totsat II 657
toud II 637
TOVISACI 136, 308, 359,
II 30
thra 457
trachenn 542
E trachtaim, trächtaim
229
traig 39, 98, 102, 131,
II 101
trag 101
tragdai<de> II 536
trägud 101
8ch. trascadh 77
trascerthar, trascair u. s.
w., tra8craid490,II615
trasna 329
träth 52, 420
(E) träthn6na 206, 318
tre. tre (ni.), tre- 'durch'
261, 270, 301, 438, II
301
tre-, tre- 'drei-' II 128
treb 116, 132, 170, 178,
347, II 8, a-treba II
357, a-trebea II 359,
673
E trebläit, ni. treabhloid
211
(E) trebun-suide 201
trec- II 654
trecatim II 301. 536
trechenel(a3) II 128
trechostu II 128
E tredan 196, 211
trede (Subst., Adj.) 309,
II 136
tree II 150
a-trefea, adid-trefea 419,
II 219, 357, 359, 364
trefet II 627
-tregdastar, -tbregtaifet
II 301, 536
trem- II 301
B in tremdid 23, II 79
-tremdirgedar II 596
treraedti, nem-thremeta
II 515
-tremfeidliget II 301
tremi- II 301
E ni. treimhse 240, 352
tren 296, 298, II 56, 120.
663
treodatid, treode 309
tres-, tress- 446. II 135
n6-tress-ta> II 654
tresa n- II 301
tressa 296, II 120, tres-
sam II 123 (L. 4, 28)
treise II 136
tresin- (rel. Präverb) 399,
II 301
tresin (Präp. -f Artikel)
II 176
tresithir II 118
ni. treasna 329
tret 81
746
Wortindex. Gälisch.
trethan, s. triatb
B treittell 160, 495
trethon d II 128
treu II 150
treüin 298
tri 'durch' 261, 270, 272,
II 149, 301
tri 132, 392, 404, 441 (Z.
17, 36), II 95 (Z. 3, 6),
127, fo-thri II 128, tri
chet I 442, TRIA I 5,
II 127
triall II 511
triam II 62
triau 66, 310
triar 310, II 51, 75, 136
triath 132,179,311,11107
triib II 150
E ni. triobloid 211
tricha 249, 366, II 103,
129, 130, tricha chet
1442, trichtaige II 136
ni. trid II 171
trat II 150, 171
trilis II 128
triam II 150
ni. triomhadh II 135
E trimsi 240, 352
triann II 150
E trindöit 202, 232, 372,
II 42
triphne 75, 510
tris- (Präverb) II 301
triass, tris- (Zahlwort) II
135. trisdecdi I 310,
II 136
thrit 457, vgl. trat
triat II 150
triuin, triunu 298
trocar II 4, troc^ire 1 253,
316, 317, 418 (Z. 11,
21), II 4, 17
ni. troid 160
trog 39, 97, trog-ais 39
ni. troigh, s. traig
trog 101, 316, 418, II 4,
tröge I 101
tromm 132,139,267,355,
362, 475, II 115
trommchride 76
E trop 363
trosc 77, 364
trosc-im 77, 174
E trost 203, 279
trot 160
trü II 97
truag, 8. trog; truaghän
(ni.)II27, truaigellOl
truailleadh (ni.) , ro-
truaillned 495, II 566
ni. truid 385, 495
(B) ni. truideög 385
trummae 351, 362, trura-
mu 355. 362
truisc 77, 364
trusce 362, 364
as-tu-at II 507
tu- = to- II 300, 663
tu 294, 457, II 139, 154
(Z. 13, 37, 39), 155, 168
tua 55, 317
tuachall, tuachil, tua-
chail, tuaichle 316, 347
tuaid II 187
tuagmong II 5
tualang, tuaUnge 300, II
7, 80, 117, 415
-tuarr-ad, -tuar-tis II 590
-tuarascb-at, tuarascbäil
II 294, 528
fris-tua^rc, con-tuarcar,
ima-tuarcat II 590,
-tuarcend II 334, tuar-
cun I 308, 316, if 250,
590, tuarg-atar II 590
tuargab, tuargaib 316,
II 530, 532
tuartai II 590
tuas 409, 442, II 185, 187
ar-tuais-bet, arda-tuaiss-i,
con-tuas-i II 359, 651
tuasilcthi, tuaslaicfiter,
tuassulcud, tuasulcud
II 251, 564
tuath 54, 248 (Z. 5, 34,
39), 418, II 2, 28, 63,
86, 102, 179
Tuathal II 62
Tuatän II 62
tuathbil 379
tuati 316, 418 (Z. 26, 37),
II 28
tuathum II 151
tuba II 463
-tubart II 470
seh. thubhairt 468
tue II 471, tuic II 271,
287, 471, 474, tucc-ad,
-tuc-ad 11248,317,471
-tuc-fa, tuicc-i 'versteht'
II 273, 472, -tucu II
333, 471
fris-tuich-etar 419, II 647
tucbäl II 531
-tuichesraais II 646
tucait II 48
tuicse 351, 420, II 35,
409, 549, 550, tuichsi-
mem II 125, 550
tuicsiu II 273, 472
-tuidched 419, II 646,
-tuidches II 646, ceta-
tuidchetar II 293, 300,
647, -tudchaid, -tuid-
chiss-ed II 646
tuidchisse II 491
tuideeht II 646, 647
-tuidecht II 646
tuididen 348, 420, II 413,
516
tudrach, tudrachtai II
302, 595
tüae, tuse 55, 309
ni. thug 468, II 274
tuig-, for-tug-im, tuga
II 654, 655
(E) tugatöir II 43
tuige 97, 184, II 655
tuigsib II 550
tul 132, 340
seh. tuil 253
con-tuil, con-tuU-em, con-
tul-et, tuU-sitir 151,
II 655
-tuill-im II 631
tulach 340
-tuUatär II 646
tul cind 132, 340
(E) tulchuba 340
tuile 253, 351, II 66, 566
tuUled II 567
tuilem, tuillem II 61, 631
-tulid, -tuMd, -tultatar
II 646
seh. thun II 11
do-thung II 652
tuinide II 584
tuinsem II 584
tur, tüir, ru-tuir-set II
269, 628, 678
-turbais II 460
turcbäl II 491, 530, 532
tuirem. -tuiremar II 603
to-türg-imm II 595
-turgabar II 530
turlaim, tuirlinges II 568
-tiürmed II 248, -tuirmi
I 362, II 603
turnta II 526
ni. tuirseach 143
j tursitnech II 47, 624
tuirthecht, turtheda,
turtheta, tuirthiud II
1 642, 643
f
Wortindex. Gälisch.
747
turus II 600
tÜ8, 8. tÜUS
doro-thuus II 656, 658
tuisel II 46, 250, 623, 668,
-tu»8l-ider, -tusl-ifea,
tuisled II 623, 674
tui8te II 624, tuistenach
II 47, tuistiu II 46,
250, 302, 624
tussu 294, 442, II 139,
140, 168
-tuit II 250 (Z. 17, 31),
367, 656, -tuiter, -tutet,
con-tuHet, tuitiin II
656, 657
tuthle, tuithlae 348, II 54
tüus 136, 153, 308, 309,
359, 363, n 34
üa (Subst.) 55, II 16, vgl.
aue
ua (Präp.) 316. hua n-
'von ihren' 316, rel.
Präverb II 301
huaib n 151
uabar 49, 316, 317 (Z. 7,
39), n 50
fod-uacair 308, 316, H
299, 303. 535
nacht, huacht 103, 816,
435
uachtar 93, II 44 (Z. 7,
19), uachtarach II 44
ad-uaid II 558
-hnad, -hnaidII587, 673
huad, huaid II 151, 172,
173, 174
(E) uadfialichthi 316
hnadi, huadib 11151, 174
nag-im 54, 179, II 522
uaige 351
con-hualai, conr-nalai
II 572
for-nalatar, iur-ualdatar
II 645
conr-nale , cour-ualaid
II 572
inr-ualaid II 271, 645
nairam (Inf.) II 24
huam 'von meinem' 274
huaimra, uann (se) 'von
mir' 316, II 151, 152
uamhan (ni.), uamon 49,
295, 316
uan 32, 109, 248, 296,
317, 318
huän, huain 'darleihen,
Muße' 65, 316, 11 587
huann, huainn II151, 152
uar 'kalt' 54, 103, 296,435
fVmd-iiair II 250, 529
K uar, uair 206, 207, 316,
317, vgl.huare, huaraib
con-uarcaib II 530
R huare, huaire 316
conn-uargab, con-uarga-
bad II 270, 530
R huarajb II 74, 80 '
dor-uaraid, dur-uarid,
atn-uarith, dor-uartha-
tar, dorr-uairthetar
n 600. 677
uas 75, 93, 438, uasa U
151
nasal, huasal 50, 75, 317, '
353, n 41, 54, huasa- '
lathrachaib 11 99, 105,
179
uaser 317
huasletu II 41 (Z. 9, 19)
uaso, uasum 11 151, 172
huat 'von deinem' 416
huait 'von dir' 11151,152
ad-uatar U 558, 559
for-uatig II 653
hüatuasailcthae II 564
ni. ubh 66. 102
ar-ubbnem II 463
do-ucc- 151, II 48, 474,
475, da-uc II 471, do-
uic 11271,273, 284, 285
(Z.17,21),471, dud-uic
II 671, ru-uc II 464,
ro-uic n 271, 285 (Z.
17, 21), 464, 475 (Z. 1.
21), ro-huc-ad I 406,
n 464, do-ucc-us, don-
ucc-us n 375, 471 '
da-uc-baid 'werdet ver-
stehen' n 359, 472,
dosn-ucc-i . dä-hucc-i
n 273, 471. do-huc-
thar I 406, II 472
cota-ucbat, condamm- '
uicbaitis II 530
dar-ucellsat II 537
con-uicgebthar, con-
uccaib , con-ucaibset
II 530
remen-uicsed II 299, 549
ucht-, bucht 90. 361, 363,
364, 541. II 96, ucht- ;
lethan II 5 |
uccu, neu 259, II 6, 299, ^
549 '
ucut 152, 275,393, II 49,
186 1
R ni. udhacht 209, 341
-udhbair 339
huJde 184
R ni. ughdarfthasj 212
fot-uigeb II 528
ugai 351, s. og
R ugail 362
ughaim 98
ugaire 535
dosn-uill-iub II 631
ulcha 47, 91, II 110
huUe 301. 341, 411, 413,
445, 446 (Z. 1, 3), H
213, 214, uile- I 474,
n 304
(R) ni. uUebheist 330
uUe go Ic-Jr (ni.) 265,
uUe-marbae 474
uUen II 59, 111
huillenu n 125
R ni. uileastrom 192
ulfota 47
Ulaid 47
hulide. uilidetu 11 41
uillind II 59
conr-uloi 11 572
(R) ni. uillphiast 330
E uilt 241
-um- II 145
ni. um 270, 272
R humal 196, 216, 266,
humaldöit, umaloit II
42
ni. umam 270
humae 166, 351, 362, 411
(Z. 15, 26), 537, n 17,
28, humide II 28
R umir 196, 240
-un- II 145
G {B) seh. uinneag 214,
II 31
R ung-aim '224
R ungae 230, 350, 362
R uinniün 207
huinnius 85, 411, II 20
uptha.upthach, upthacht
339, II 460
ur- 32, 339 f.
ür 91
ni. urchar 327, vgl. ur-
chor
ni. urchüid 339
urchor 340. II 499
urchra 340, 352. ni. ur-
chradhach 340
hürda 91
urdarcus 340
ürfuJsin II 627
748
"Wortindex, ßrit. und Gall.
dur-urgab n 530
(E) huirge 191, 214, 223,
II 662
urgnam, urgnafde 339,
n 543
hurid 90, 133, 541
urlabra 340
urlamh 339
ni. urlann 340
ni. urlär, seh. ürlar 261
urlatu 339
urlond 340
urmaisi n 578
urnaidm II 583
ni. urnaighthe 340
ürphaisiu II 627
ni. ursa 339, 511, H 663
urscar II 613, 616
urscartad II 616
urscor 11 613
ursclaige 11 493
E ürt, liirt 300
urtha, urtha-tar 11 514
urthach H 653
ni. uirthi 143
urtoingeas ET 653
urtuasaoht 11 651
dosr-uisc-es II 620
usce, uisce 11 19
hiüsse 64, 79, 346
üt 152, 275
ar-utacht, ardo-utacht,
.306, II 505, arün-utan-
gar, con-utangar 1339,
II 390, 505, con-utgim
n 505, cotof-utainc,
ar-utaing, ar-utais I
106, II 361, 505, con-
utsat, con-utsin 11 505,
con-utuinc I 106, 497,
n 505
VITALIN 5
IL Britannisch und Gallisch.
Neucyinrisch und Mittelcymrisch entweder unbezeichnet oder durch
c. (nc, nie.) bezeiehnet; ac. = altcymrisch; eo. = eornisch; b. = breto-
niseh; abrit. = altbritanniseh; g. = gallisch. Sämtliche Bezeichnungen
des Ä-Lautes (c, k, eh, q, qu) stehen unter e; eymr. sg, sb steht bei sc,
sp; die mit h zusammengesetzten Konsonantenzeiehen werden den ent-
sprechenden einfachen Konsonantenzeiehen gleichgesetzt (also eh, th, ph,
rh, hl, nh, mh = c, t, p, r, 1, n, m, und zwar ohne Eiieksicht auf die
Etymologie oder Aussprache; nur wird h aus ch, th im Com. und Bret.
— abarh, golhy — als ein besonderes Zeichen mitgerechnet; ein nicht
mit einem Konsonantenzeiehen zusammengesetztes h wird alphabetisch
immer mitgerechnet); die Doppelkonsonanten und die mit diakritischen
Zeichen versehenen Buchstaben werden den entsprechenden einfachen
Zeichen gleichgesetzt (d, 2, a = d, c, a; für mc. d = ^ schreibe ich d, im
Ac, Aco. und Abret. lasse ich aber d = ^ unverändert; für das in § 350, 27
besprochene com. Zeichen, das mit th wechselt, sehreibe ich immer th;
|) = th = t). Das stumme -u- nach q und g im Mbr. wird nicht mit-
gerechnet (um das Bild der alphabetischen Anordnung nicht zu trüben
stelle ich bisweilen ein solches u hoch); dagegen wird das gesprochene -u-
nach q und g natürlich immer mitgezählt; im Meorn. und Neorn. schreibe
ich für gw, gu, gv immer gw; co. hw und wh stehen unter w.
c. CO. b. a (Verbalparti-
kel) 285, 407 (Z. 39),
471, 472 (Z. 20), H 156.
158, 161, 162, 164 (Z.
19,22), 216, 228 f., 230,
231 (Z. 9, 32), 232 (Z.
35), 233 (Z. 21), 236,
239 (Z. 11, 25, 28, 36),
252, 262, 276, 429, 672
(Z. 4, 5)
a (wünschend) 11 230
a (in der Antwort) II 230
e. eo. a 'num' 473, H 232
(Z. 35), 236, 280 (Z. 23),
281 (Z. 25), 429
e. CO. a (Vokativpartikel)
437
eo. b. a 'von' 438, II 162,
163 (Z. 13, 23), 166 (Z.
13, 27)
CO. a 'wenn' 425, n236,
331 (Z. 1), 425, 672
a 'mit' 14, 287, 415, 416,
n 160 (Z. 3)
a 'und' 243, 245, 287,
415, 416, II 134, 158
CO. -a 'ich' II 160, 161
CO. -a 'er' 11 160
mb. a 'dein' 403
c. eo. b. a 'geht' 96, 11
353, 451 f., CO. a 'geh!'
n 452
ab 286
CO. b. aba 473, U 205
E c. b. abad 227
g. Aballo n 108
Wortindex, ßrit. und Gall.
749
CO. b. aban 473, II 205,
256
(R) CO. abard, abarh,
abartb 16
E aco. abat 227
c. CO. b. aber 377, 480,
484, 518
aberth480,484,518,II472
K CO. abesteleth, abestely
219
abrit. Abona 116
R c. b. abostol 'Apostel'
219, 380
E b. abostol 'Epistel' 236
CO. abrans, b. abrant 119,
500
g. Abrincatui 119
E absen 219
g. Abiulod 245
ac 'und' 127, 243, 415,
II 258 (Z. 31), 260 (Z. 3),
'mit' I 415, vgl. ag
c. aco. acb 16, 11 61
b. ac'banod II165, ac'ha-
noun I 527, U 164
achanu II 481
achas 476, II 5
E acbaws 195, 217, 230,
531, 0 achaws na II 256
achfen II 62
achlan 476, II 11
ac. achmonou 11 62
E acbos 531
b. ac'houez 58
b. akr, s. hakr
E achub 195, 197
achul 414
E ab. acupet 197
acw n 159, 187
achwyn II 496
ad an 40, 90
adanaf 11 159
adar 40, 90, 373, n 50
addas II 5, 21
mc. adaued 40, 132, 1161
adawssei II 372
adbawr 423
adbrynu II 292, 497
addef 388, 422, 474, H
291, 504
aderyn 90, 373, 374
adfach 475
adgas 423
addiad, addiant, g. Adia-
tunnus, Adietuanus 66
(Z. 1, 2, 19)
g. Admagetobriga 100,
n 291
adnabot 104, 410, II 373,
447, adnabydaf II 447,
vgl. atnappo
adneu 441, U 333, 586
b. ado 323
(E) b. adober H 292
adoed II 452
addoer II 291
E addoli 206, H 450
adolwch II 650
adolwg, adolwyn, adoly-
gaf, adolygu 43, 333, i
n 413, 650
b. V. adoue 290
adrawd II 591
adref 132, 170
b. adreü, adreon 170
adrodd II 591
adwaed 422
adwaen 39, vgl. atwaen
adwy 322
adwyf n 452
adyn 422
a-e 'est-ne' 458, 11 426
a-e (Pron.), s. -e
mb. aedoae, aedoff, ae-
douch, aedouff II 424
g. Aedui 57
mb. aedy II 424, 425, 426
ael 103, 515
b. ael'Achse'78. 373, 527
E b. ael 'Engel' 224, 525
aelawt, aelod 11 38
aelwyd 57, 335, 543, n 39
b. aemp 314
aer 103, 404, 430, 515, n 49
b. aer 134, 255, 320, 323,
482, 528, 542, II 107
E Aercol 223
aerfa II 3
aeron 103, 279, 374
g. Aesus 56
aeth 123,374,11373,374,
452, aethpwyt I 423,
II 392 (Z. 37), 393, 394,
452
E mb. aeur 314
mb. aez 123, II 373, 452
c. CO. af- n 7
c. CO. af, mb. äff 11 353,
354, 355, 425, 451 f.
E afifaith 228
afallach II 25
aflafar, co. aflauar 16, 117
aäes 167, U 7
afnaws 23, II 7
afon 116, II 56
afory II 79, vgl. fory
afu 313
E afwvn 210, 216
E affwys 202, 226, 504,
518
ag „rel. Pron." U 260,
8. ac
CO. aga 402, U 160, 173,
175
CO. agan 402, H 160, 170,
173, 175
E agarw 227
CO. agas II 160, 170, 173,
175
E mc. agkor 224
CO. age 402
CO. ages 'euer' n 160
CO. ages 'als' 531, 11 125,
163,261, ages-os u.s.w.
n 163
mb. agaetou 139, 11 293,
671
CO. agis II 160
ac agit 96, II 338, 451
mb. agoez 58
agorawr II 392, agores
n 372, 376, 408, agori,
agoriad I 40, 123
agos 161, II 21, 120
CO. agynsow 139, n 187,
293
CO. b. ahan- 11 158, 163,
166, b. ahane, ahano
II 167, 172
b. ahenn, ahimp, ahint
n 353, 452, c. abo U
353
b. V. ahoel 379
ahont n 353
nc. a'i II 665
aig 206
ail 69, 372, 446, 542 (bob
ail), n 135, vgl. eil
E aco. ail 224
ab. aimseudeticad 371
E ab. aior 224
E Aipbt 213, 236
E ac. Aircol 223
ab. airmaou 13, II 3
aco. airos 11 20
ab. airou 103
c. ais 374, 375
ab. aiul 314
b. al (Artikel) H 177
all, all- 137, II 196, b.
all II 196 (Z. 15, 29)
b. alan 31. 135, 290, 412,
493
allanl56,II196(Z.36,39;
750
Wortindex, ßrit. und Gall.
b. alar 380, 491
alarch 40, II 33
E allawr 203
mb. alazn 31, 135, 290
abrit. A\hion, "AXßiov 251
b. V. al-kent 531
b. alc'houez 16, 77
alldut II 196
nco. alebma, co. alemma
170, II 180
K CO. alesonov 241
b. aliez 68
g. Alisanu 248,1178,83
allrayr II 196
g. Allobroges 97, 156,
163, II 196
E allor 203
b. allout 465
CO. als, c. allt 137, 435,
500
E CO. alter 203
ab. altiii 137
E aco. alter 203, 500
alltraw, aco. altrou, al-
truaiil4,137,500, II15
E alusen, mb. aluson,
CO. alusyen, aliisyon,
nb. aluzen 241
aco. alwed, c. allwedd,
mco. alwhetb, c. all-
wvdd 16 (Z. 25, 32, 36),
77, 485
E alwysen 241
CO. (gans-)am, (orth-)am
II 161
c. CO. b. am 45,119,438,
535, II 159, am- II 297
ac. amal 165, 286
b. amann, amanenn 46,
379
g. Ambactus, Ambada,
Ambata, Ambatus 533
ambell 447
g. ambi- 41, 256, 272
g. Ambitrebius 45
CO. ambosas II 297
mb. ambout II 444
b. ambrouk 119, 492
amkawd, amkeudant II
374, 379
amdanaf II 159
amddifad 487
(Ej amddiffyn II 297
amdo, amdoi II 655
(E) amddyfrwys 209, II 22
aco. amenen 46, 379
E amberawdr 237, 332
c. amgen II 198
ac. amgnaubot II 447
E aml 238
amlwg 122
am na II 256
amueidio 489
b. amouk II 297, 474
mb. ampser 80, 170
amrai 447
amrant 119
mc. amrauaelon 447
ac. amraud, nc. amrawdd
II 591, 592
amrwd II 7
amrysson II 296, 301, 625
amryw 447
c. b. amser 80, 169, 170,
II 50
amuc II 373, 374, 474,
amwg II 297
E amws 241. 374, 385
amhwyll II 7
amwyn II 297, 373, 413,
474, amwyth II 373,
amygaf II 474, 475
amyn II 261
amynedd 169
b. 'amzer 80, 170, 304,
487, 532
c. CO. b. an- 45, II 6, 7, 8
CO. b. an, b. ann (Artikel)
284, 285, 286, 425, 444,
II 177 (Z. 33, 36, 38),
178
CO. a-n 'vom' II 177
an 'unser' 402, 407, II
157, 169, 190, 236, co.
an II 160, 169, 190, 236
CO. annabow II 447, 448,
547
anaddas II 9
anadl 31, 135, 180, 493,
II 46
anaf, rab. anaff II 61
CO. anafyth II 447
ac. anamou II 61
anant II 670
(E) ab. annaor 49, 206
b. anaoun 170, II 111
aco. anauhel 60, II 10
b. anavezann, anavezout
II 447
anaw II 670
anhawdd 288
ac. anbiic guell 14, II
320, 444
E aco. ancar 'anacboreta'
194, 228
E aco. ancar 'Anker' 224
b. ankelc'her, aukeler 45
CO. b. anken II 57, 661
b. ankeu (V.), ankou 46,
126, 289
b. ankounac'haat 171
CO. ancow 46, 126, 289
andaw 277, II 652
g. ande- 40, 114, 115,
148, 256, II 149, 173
g. Andecorabogius 45
g. Anderoudus 54, 174,
II 10
b. andeu II 425
(E) andras 486
b. anne, anneaii, s. an-
nefi'n
annhebyg 46, 129
b. anneffn 114, 168, 372
annheg II 667
annheilwng II 7
aneirif 47
b. anneo, s. anneifn
anner 21, 373 (Z. 33, 36)
annerch II 458
anesgud II 7
CO. annethe, anethyII163
g. Aneunicno,Aneuno245
b. annev, s. anneffn
E b. aneval 240, 280
annewr 45, II 7
b. anezaff II 166, anezaf
I 165, aneze, anezy II
166
anfodd 475
anfon II 301, anfones 11
372
anghar II 7
angau. s. angeu
E an gel 224
angen , angben , anghe-
nion , anghenog 126,
290, II 57
angeu, angheu 46, 126,
174, 282, 289, II 16,
91
(E) angheuol 126
E angor 224
E anghrist 228
ab. angruit 14
anghyfaddas , anghyffe-
lyb, anghyfnerth II 9
anghywir 46, II 9
anialwch II 26
anian 538, 544, II 533
E anifail 240, 280
ac. anit arber bit 14,
II 472
anlan 147
I
Wortindex. Brit. und Gall.
751
anlles II 8
anmynedd 169, II 104
anhodd 288
mb. annoer 323
(K) annoeth 481
CO. anothans, anotho II
163
anrhaith 141
(K) anras 141, 486
ab. anre lÜÜ, II 593
anrheg 45, 141
anrhith II 8
anhrugar II 7
b. aiisav 388,474,11291,
504
aco. anser 80, 487
änt 302, 312, 11 451
ac. anteriuetetic 14, 162,
404
K anterth 200
E b. antreas, antren II
413
b. antronoz 278
ac. anu 46, 169, 373, 534,
II 112
aco. anuabat II 35
anudon 58, II 56
b. V. anhue 334
(E) anufyll II 6
(E) nco. an-ur-ma 206
ac. anutonou 58
b. anvad 475
CO. anvoth 475
anwadadwy II 40
nco. anwan 114, 372, 379
anwastat II 6
b. aod, s. aot
b. aoled 322
b. aot 137, 323
b. aotenn 137, 382, II 57
E b. aoter 203
E b. aotre, aotren 212,
II 413
b. aotrou 137, 212, 323,
530, II 71, 107, ao-
trounia II 108
b. aoualc'h 333, vgl.
awale'h
b. aoun 49, 295
E b. aour 211, II 66
b. aoz 49, 255
ac. aper 480
ac. apertb 480, 1134,472
E aco. apostol 219
b. ar (Artikel) 284, 285,
286, 416, 444, II 177
ar (Präp.) 287 (Z. 19, 32),
312, 432, 437, 438, 464,
ir 77, 133 (Z. 28, 36),
158
a-r (a 'und, mit' + Arti-
kel) 287, II 177 (Z. 30,
31)
a-r (vor einem rel. Satz;
-r Artikel) II 182, 228,
276
a-r (rel. Pron. + ry) II
276, 279 (Z. 31)
a-r (a 'und'-|-ry) II 276
aco. aradar, c. aradr 31,
32, 180, 277, 332, 334,
373, II 83
CO. arag 289
c. CO. b. arall 283, 491,
II 196, 197
b. araok 49, 127, 289, 525
b. arar 31, 380, 491,1183
E arawd 203, II 46, 110
mb. arazr 31
E arbawr 199
arbedu II 486
arbennig II 5, 30
ac. arber bit 14, II 472
b. arbouella, c. arbwyllo
U 292, 485
E arcb, b. arc'h 191, 230
archaf 44, 373, II 458
b. arc'hant 104, 414
g. arcantodan. 104, 533
(Z. 18, 28)
mb. archas 44, II 458
arcben, archenad, b.
arc'bennad, ac. arche-
natou, c. archenu II 35
ac. arcibreiiou II 593
ab. arcogued 339, II 293,
516
ardd, arddaf 70, II 412
nco. ardar 334
g. Ardbinna, Arduenna,
Arduiuna 51, 533
ardvpyo II 648
arddwvre II 596
g. are- 40, 91, 256, 437,
438
g. Arebrigium II 292
aredig II 412
g. Arelate 256
g. Aremorici 32
aren 109, 278, 483
g. aropennis II 12
b. V. arer 530
E arf 168, 241, arfawc
II 115, 116
arfer, arferu 14, II 292,
472
arfod 272
CO. arghadow, arghaf 44,
II 40, 458
arganfod II 292, 442
CO. argans, arghane 16,
104, 414, 500
g. Argantomagus 96, 104
arganu II 481
b. argarzi II 616
argelu II 485
abrit. 'AgyEVToxo^os 34
g. Argentomagus 104
arglwydd 453
E CO. arghov 191, 230
mc. argyurein II 593
argywedd, argyweddu
339. 484, II 293. 516
CO. arhans, s. arghans
ar hugeint 407, II 133
arial 101, 280, 358, 374,
517, II 5
arian, s. ariant; arian-
naid II 40, ariant,
ariannu 1104,138,414,
517, 544, II 47
E b. arm 241
b. V. armerhein, c. ar-
mertbu II 476
arnadud, arnaf, arnat
u. 8. w. II 159, 168
a-r ny II 216. 276
(E) ab. arocrion 229
aroganu 477, II 481
b. aros II 20
arhos 537
b. arouez II 6
artb 89
arthal 412
g. Artalbinmim 305
g. Artioni 89
g. 'Agzößgiya 305
ab. arton 412
g. artuass 86. 152
aruthr II 44
ab. aruuoart II 536
E CO. arvow 241
arweddu II 516
arwydd 352, II 6
arwyre II 596
mc. aryannhyeit II 40
E b. arzel 229
CO. as II 160, 169, 190,
236
nco. assav 502, 523
E CO. ascall, b. askell,
0. asgell 193. 218, 489,
II 86
E CO. ascen 192
752
Wortindex. Brit. und Gall.
CO. ascorn, b. askourn 85,
378, 380, c. asgwrn 80,
85, 373, 376, II 53
c. CO. äsen 'Eippe' 85,
372, 374, 375
E äsen 'Eselin' 383, co.
äsen 'Esel' 217, 379
aseu II 16
(E) mb. asezaff II 605
g. asiam 69
CO. asso, asoge, assoma,
asson, assos, assosa,
asota II 425
b. asrec'h 134
E astell 199, 238
asus, assus II 429
CO. aswen (1. Sing.), as-
won (Inf.) II 547, as-
won (3. Sing.) I 96,
104, II 292, 373, 447
(Z. 12, 24), 547, aswon-
V08 II 447, aswonyn,
aswonys II 373, 547
aswy II 16
E asyn 217, 374, 379, 383
CO. asyw II 425
CO. a-th 416
att 422, 438, 480, II 159,
174, 291, 665, attaf
u. s. w. II 159
ab. attanoc, atanocion
40, 90, 160
ac. atar 90, 373
attaw 422
atbawr 423
g. ate- 40, 177, 256, II 74
atteb 289, 303, 410, 480,
II 5, 621
g. Ateboduus 63, II 292
g. Ategnatus 104
atteppych 480
g. Ateronius 31, II 45
g. Atespatus 77
atgas 423
atnappo410, vgl.adnabot
athoed II 373, 378. 452
athraw 137, 485, II 15,
45, 107
athref 414, 477
E athrewyn 234
athrugar 414
E atbrywyn 234
atwaen 96 (Z. 11, 19), 104,
419, II 292, 367, 373,
379, 447, 547, vgl. ad-
waen; atwaen(y)at II
338 (Z. 24, 29), 348,
373, atwen, atweynwch
II 547
athwyf II 374, 452
CO. athyworth 438
au 313
E aco. auain 205
g. Augustoritum 91, 114
aco. aubel 16, 60
aco. aui 313
neo. aultra, aultruan 137
aco. auon 16, 116
E anr 211, 11 66
mb. autenn, s. aotenn
E b. V. auter 529
mb. autrou, s. aotrou
mc. autyl 135
(E) b. ave 210
b. V. aveit 530, 531
b. avel 'Wind' 60
CO. avel 'wie' 165, 286
E b. aviel 224
E CO. avond 210
CO. avorow 99, 279, 518,
II 79, vgl. c. afory
b. avu 313
b. awalc'h 34, 106, vgl.
aoualc'h
awch 413, 488, II 157,
169, 190, 236
awdl 135
E awdur, awdurdod 212,
229
b. awechou 124, 319, 371,
505
c. CO. awel 60,521, U54
E CO. awell 224
(E) CO. awos 531
E awr 206
E awsen(n) 219, 488
E awst 212
ry-m-awvr II 391
E awyr"203, 313, 321
mb. ay II 353, 452
E CO. ayr 203
b. a-z 416
b. azen 217, 382
mb. azes II 373, 452
E b. azeuli 206, 11 450
mb. aznaout 104, aznauaff,
aznauezo II 447, 547,
aznauodaeguez I 323,
azuauout II 447
mb. azr 134, 255, 323,
382, 528
mb. azrec 134, II 594
mb. azyent II 373, 452
bach 302, 385, 449
bachgen II 33, bacbgenyn
II 58
bad II 458
E b. badez, badeza 192,
220, 382, badezour U
14, badisiant, badizy-
ent II 48
nco. badna 158
E mb. baelec 24, 226,
229, 319, 323, 483,
baelegues II 22
E baeol 216, 232
E b. bag, bagad II 35
E bagl 225, 229, 331,
baglawc, baglog 225,
226, 229
E b. V. bah 235
ac. bahell 67, 148
aco. bähet 16 (Z. 20, 32)
(E) b. V. bahtillat 422
bai 101
baich 77, 372
baidd 88
E aco. baiol 216, II 662
Bala 444, II 64
b. balan 135, 283, 290,
493
E B balawc 24, 226
mb. balazn 135, 290
g. Balodurum 256
bann, mb.ban- 40, 46, 174
ab. bann gl. canora 45
CO. banna, s. banne
banadl, b. banal, aco.
banathel 135, 290, 331,
332, 493, II 46
CO. b. banne, b. bannec'h
23, 116, 158, II 23 (Z.
9, 40), 25
nco. banen 47
aco. baneu, b. bano 47,
334, 528
b. banvez 80
banw 47
c. nco. bar, b. barr 44
c. CO. b. bara 101, II 25,
108
E b. baradoz, V. baraouez
210, 224, 290
(E) b. barat 163, 333
bardd, g. Bardomagus
114, barddoni II 18
E aco. baref, c. aco. barf
16, 17, 226, 302, 333,
414, II 72
c. b. barn 51
(E) b. barner II 52
barnu II 337
E b. baro 226
aco. barth, b. barz 16, 114
Wortindex. Brit. und Gall.
753
(K) hasle 146
E bath, aco. bat, bathor,
c. bathu 16, 234, 235
bawd 135, 435
K b. baz 235
(K) bazdillad 422
CO. be (Prät.) II 162, 374,
439, (Konj. Ipf.) II 162,
438, am be(Prät., Konj.
Ipf.) II 161, mb. be
(Konj. Ipf.) II 438, nb.,
mb. era be II 165
b. V. be 'Grab' 531
b. beac'h 77, 319, 380
b. V. bean 283
mb. bech 77, 319, nb.
bec'hia 370, 371
b. bed 41, 503 (guenn
hoz bet)
bedd 111, 302, 381
E b. V. bedell 232
aco. bedewen 233
(E) mb. bedis II 22
bedrawt, beddrod 484,
II 52
bedwen 233
E bedydd, bedyddio 192,
220, 237, 382
CO. am been II 162, bef
II 374, 439, am bef II
162, nb. em befe II 165,
166
CO. beghan 385
begegyr 88
b. begin 435
bei (Verbalform) 458 (Z.
1, 19, 21), II 438
bei = pei II 330
E beibl 226, 331
beiddio 88, 517
beio 101, 543
abrit. Belatucadrus 323,
II 50
bele 98, 183, 1123,24, 108
(E) b. belek 24, 122, 226,
229, 319, 323, 483, be-
legez II 22
aco. b. beler 365, 491,
520, 525
E nco. belin 194, 239
g. Belisama II 122
g. Belisia 537
g. Bellouesus 51, 74
g. belsa, Belsa 85, 537,
II 2
mb. belly 105
b. bemdez II 72. 213
b. e-ben36,47.535, 11216
CO. ben 'ich wäre', mb.
benn II 438
ben, g. benna 157, 435
mb. benafF II 463
b. V. benal 283, 530
E CO. bennath 225
E b. bendem 214
E bendith200,225,II110
E CO. benegas, beneges
II 409
(E) CO. bener II 281
E b.Treg. bennes Toue426
E benffyg 221
E mb. bennoez, nb. ben-
noz 225, 229, 236, 483
b. bent II 437, 441
E benthyg 221, b. ben-
vek 221, 505
benyw 47, II 16, 185
b. beo 62
E b. beol 216
b. bepred 489
c. CO. b. ber (Subst.) 144,
304
CO. b. ber, b. berr 'kurz'
304, 352, 447, 481
bera 105, 174
b. V. berder 283
b. bered 484, II 52
E berf 214
b. V. berhel 283
b. V. berhonnsc 283
(E) aco. berri II 18
b. beria 370
b. V. berma, bermann,
bermen 288
aco. b. bern 105
nco. bernigan 280
bernit II 337
b. bero 63
b. V. berpet 489
g. berula 491
b. berv, bervi 36. 63
berw 491 (Z. 3, 19)
berwi 36, 63, 115, 175
berwr 365, 491 (Z.4, 18),
520 525
(E) b.'v. Berzaus 285
E b. berzud 200, 214
aco. bes (Subst.) 17, 79,
II 72
CO. am bes II 161
b. besia 370, 505
E CO. best 208
b. bestl 84, 116, 384
g. bessu 56
b. bet (Ipv.) II 437, 441,
(Part.) II 440, 441
Pedersen: Vgl. Icelt. Gramm. II.
beth 'was' 287, II 203
CO. beth 'Grab' 111
CO. beth 'sei, wird sein'
II 437, bethaf I 68, II
437, 441
b. bete 439
CO. bether (may fether)
U396,440,asbethe»gh,
betho II 162
g. betula, betulla 233
CO. bethv II 459
E bety8"210
CO. may beu II 200
rab. beuaff II 352
beudv 13, II 2, 93
CO. beugh II 381, 438 f.
beunoeth 515, II 213
beunydd 402, 483, 515,
II 72, 73, 213, vgl.
peunydd
(E) beuparth 515
b. beure 99, II 25
beutu 515
b. hör beuz II 165
b. beuzi II 459
b. bevez 489
rab. bevhenn II 352
CO. bew 62, 521
bewn 458, II 438
CO. bewnans, bewnas,
bewnens 539, U 48
CO. beyf II 438, mc. beym
I 458, II 438, CO. nan
bevn II 162, c. bevnt
11438, 441
CO. beys 41, 503 (mit
guvn), 519
b. bez (Subst.) 111, 381
b. bez 'ist' II 365. 437,
'du bist' I 325, II 437,
'sei' II 437, nb. inb. em
bez II 165, nb. beza,
mb. bezaf. bezaff (Inf.)
1290, II440, mb.bezaff,
nb. bezann (1. Sing.) I
68, II 437, 441. bezer,
bezher II 396, 440, mb.
bezet (Part.) II 440,
(Ipv.) 11437, ham bezet,
nb. hör bezet II 165,
mb. beziff II 438. nb.
mb. em bozo II 165
(E) b. bezo 233, 538
mb. bezout II 440
(E) b. bezvenn 233
rab. bezret II 52
E nco. he\idiaH 192
bi II 437
48
754
Wortindex. Brit. und Gall.
b. bian 319, 527
b. biaou II 198, 200, 426
ac. bibid 14, 249, 250,
489, II 102
K b. bibl 226
g. Bibracte II 32
ac. bichan 103, 385, II 27
ab. bicoled 281
bid, bidio 24, II 463
g. bidubium 389
bieu, bieuoed, biewynt
II 158, 200 (Z. 1, 5, 7,
14)
b. biban 103, 282, 319,
385, II 27, bihana(ff),
Y. bibaiman I 290
mb. bihenn II 374, 382,
440, biberII440, bihet
II 438, nb. em bije, bi-
jenn, em bijenn II165,
375
E b. binim 490
bint II 437
b. bioc'h (Subst.) II 26
mb. bioch 'Ibr wäret' II
382, 439, biof II 374,
381, 439, biomp II 374,
379, 381, 439, biont II
382 439
b. bio'u II 198, 200, 426
mb. biouf, biout II 374,
381. 439
b. birvi 36, 63, 115, 528
aco. bis 17, 79, II 72
b. biskoaz 379
mb. bise, bisenn II 374,
382, 383, 440
aco. bisou 17, 79, II 15
aco. bistel 84, 116
ac, aco. bit (Subst.) 14,
41
bit 'soll sein' 457, II 437
ab. bitat II 463
g. Bituriges 41, 256
b. V. bin 'lebendig' 531
mb. biu 'Kühe' II 93 ,
nco. biuh H 22, 26
b. biz 79
K b. bizeost 218
mb biziff II 438
b. bizou 79, II 15
b. bla 542
biaen 125, 179, 296, 483,
II 123, blaenaf II 123
blaidd 381 m. Ntr.
blas 163, II 8
b. blavez II 14
b. blaz 163
blawd 'Blume' 115, 136
blawd 'Mehl' 52, 163,
blawdach II 25
blawn 24
ble 286, II 203
b. V. ble 'Jahr' 530
b. V. blei 'Wolf 531
b. blein 125, 296, 483, 526
aco. bleit 522, 544, b.
bleiz 381
g. Blesara(i)us II 123
CO. blethen 113
b. bleud 52, 163
b. bleuri(enn), bleunvenn,
mb. bleuzuen 115f., 135,
168, 388, II 60, nco.
blesan I 115, 136
c. ab. blin 108, ab. bli-
nion II 116
blith 124
aco. blij)en 16, 113, b.
blizenn 113, 380, bloa-
vez II 14, bloaveziad
II 36, bloaz 1113, 441,
484, 526, II 14. mb.
bloaziatdic II 36, blo-
azuez II 14
b. blöd 52, 163
aco. blodon 115, 136
R bloesg 213
I B mc. aco. b. blonec 24,
i II 30 .
i aco. blot 'Mehl' 17,52,163
I mb. blot 'glatt' 52, 163
j blothach II 25
I blwydd, blwvddiad,
i blwvddjnll3,174,373,
II 36, 57, 89, 127
! CO. blyn 125
blvned, blvnvddau, blv-
nyddoedd 113, 174,278,
383, 483, II 89, 132,
CO. blythen I 113
CO. bo 'oder' 270, 459
j bo (Konjunktiv) 458, II
1 438, CO. bo II 162, 438,
I ym bo (Konj.), am bo,
! nygen bo (Ipf.) II 161,
j b. em boa II 165 (Z.
21, 32)
' b. boaz 56, 435, 540
R hoch, b. boc'h, aco.
I (en) uoeh 196
; R (I) b. bok 436
'• (I) ab. bocion 161
{ aco. bochodoc 385
i E bocs. bocys 218
I bod 'Wohnung' 35
bod (Inf.) 35, 438, 439,
II 14, 34
bodd 35
boddi II 459
abrit. Bodicus 13
ab. bodin 363, II 59
g. Bodioeasses 256
boddlawn, ac. bodlaun,
nc. bodlon 14, 112
g. Boduognatus 63
b. boe 11 374, 379, 381,
419, 439, nb., mb. em
boe II 165
b. boed 58, II 66
nco. boell 519, 536
b. boem 59, 87
R b. boestl 435
R ab. boestol 208, 226
boet 458, II 437, 441
CO. boghan 103, 282, 385,
II 27, bogbes, boho-
sogyon I 385
(R) ab. boitolion 58, II 54
hol, bola, b. bolc'h, c.
boly 105, 302, 414
bom 302, 457, II 438
CO. b. bom 59, 87, 485,
524, II112,co.bommen-
now II 71
bon 361, II 96
bonedd 290,362,1127,66,
bonheddig I 291, 362,
364, 518, II 18, 28, 30,
96, boueddigaidd II 28
CO. bones II 412, 440
bonllost 80
CO. bons (Prät.) II 382,
439, (Konj.) II 438, c.
bont I 302, 458, II 438
bop eilwers II 196
aco. bor 83, II 18
R b. borc'h 224
G bord 383
bore 99, 288, 11 23, nco.
horegwep I 99, 279, c.
boreu I 99, 288, 289
g. ßormo, Boruo 168,
414, 436, 533
CO. bos 'Essen' 58, 521,
II 281^
CO. bos 'sein' 35, 459, II
412, 440, mc. bot II
412, 440
CO. both 35
CO. bothar 111
(R) ab.Botsarphin 199,216
b. V. von 529
b. bouc'hal 67, 148, 527
Wortindex. Brit. und Gall.
755
b. boued 58, 320, II 66
rab. bouhazl 67
b. V. bouit 530
(R) b. V. bouitaj II 22
R b. bourc'h 224, II 662,
bourc'hiz I 209, II 22
b. bout 35, n 412 (Z. 16,
27), 440
ab. boutiK' 13, 99, II 2, 93
b. bouzar 33, 111
R b. bouzcllenii 232
Bowen 286
B nco. bc.ynedh II 72
CO. boys 58, 521, II 281»
b. boz 79
(R) ac. bracuiut II 38
g. bracera 163
brad 163, bradwr, brad-
wraig, bradwriaeth,
bradwriol II 14
braen 125, 179, 296, 430,
483
c. CO. brag 163, II 38
(R) bragawt II 38, 46
b. bragez 163
(R) bragod II 38
R braicb, s. breich
braint 100, 138, 248, II
48, 54. 90
braith 124, 248, 383, 483
c. CO. bram, b. bramra
II 60, 112
b. bran 380
nco. brandzhian 502
abrit. Branodunum 50
branos II 20
nco.bransan 100,138,502
b. brasa504, II 122, bra-
saat II 312, brasoc'b
I 504. II 122
(R) b. V. brastet II 42
(I) brat 161
ab. brat 333
brathu 114
g. BratronoB 48, 1145.56
g. ßgaiovÖE 52, II 91, 294
g. Bratuspantium 52
brau 54
(aco.) braud 'Bruder' 17,
c. brawd 48, 246, 279,
453 (Z. 37 ff.), 491, II
105 (Z. 12 ff., 23)
brawd 'Urteil" 52, II 84
braz 504
c. CO. b. bre 100
b. breao'h 'Pocken' 159
R b. breac'h 'Arm', aco.
mb. brech 191, 230,
319 iZ. 12, 18), 408
CO. bredar, co., b. V.
breder, co. brederetb,
48. 289, II 105
aco. bredion 115, 378
breenbin 100, 138. II 59
R CO. brcgh 191, 230
R aco. bregaud II 38
ab. Brehant-Dincat 100,
138
b. V. brehonek 529
R breich 191, 230, II 70
(R) breicbrwy II 16,
breicbrwyfeu II 663
b. breiu 125, 296, 483, 526
(R) breiniol II 54
breitb 248, 383, 483, aco.
breithil 148
b. Breiz 42
b. brema 288, 462, bre-
maik II 31, breman I
434, 439, II 180
nco. b. brennik, c. bren-
nigen 280, II 663
brenin 100, 138, 290,
brenhinaidd II 28
(R) brenhines 138, 290
brenhiniaetb II 32, co.
brentvn 1100,138,501,
II 59^
b. breo 62. 293. 525, II
109
b. V. brer 48, 283
CO. bres 52
b. bresa 79
b. bresk II 18
b. bresel, co. bre8el(l) II
54
R breswg, bresych 226,
228
bretbyn 160, 414
breu 54
breuan 62, 293. U 109
breuant 100, 138, II 104
b. breuder, breudeur 48,
134, 283, 335, 444, II
105
breuddwyd 109, 430, 515,
II 39
b. breujou 52
b. breur 48. 134, 246,
283, II 105
CO. brous, breutb 523, b.
breut 52
mb. breuzr 134, 246, 539
CO. brew 54, 521
b. brezel 148, 283
b. brezel 'Krieg' II 54
b. brezofumek 283, 529
c. mb. bri 101
(R) b. briad 319, 527
aco. briansen 100. 138,
500, 502
(Rj b. briata 319
g. Briccius 541
ab.brientinion 138, abrit.
Brigante-s, Brigantia
100, 138
b. brinnik, brinicq II 663
brith 124, 163, 248, 383,
483
abrit.-lat. Brittaul, Brit-
tones 42. 368
britbottor II 393
britbyll 148, II 54
g. Briua 62
briwaw, briwo 54
b. briz 124, 163, 483
nc^. brisan 115, 378
c. CO. b. bro 43, 97, 163
(I) broc 24, 161
broch 362
brodawr II 105, co. bro-
der 1 17, 48, 246, 289.
501, II 105, mc. bro-
dorvon II 1, 105, bro-
dvr' I 48, 279, 335, II
70, 71, 105
b. broennenn 103
g. brogae 97
b. V. broh 161
abrit. Brohom4gli 12
(R) b. broiz II 22, vgl.
broys
bronn 376
CO. bronnen 103
bronuwvnn II 5
aco. brös 113, 500. 544
ab. brot 115
ab. brothrac 160, II 52
aco. brou 62, II 109
ac. -brouannou 100. 138
b. broud 'Stachel" 113
b. broud 'heiß" 115
b. brouz 161
(R) mb. broys 314. vgl.
broiz
b. broz 161
(R) b. bro Zaoz 285
(Rl b. bruk 60
CO. bruder 48, II 105
aco. bruit 17, 124, 163,
192
aco. brunuen 103
ac. brut, nc. brwd 115,
II 7
48*
756
Wortindex. Brit. und Gall.
(1) brwth II 16
brwydr 331, II 45
brwyn 23, 103, 159, 515
brwynen 103
brwyn(ijog 23
bry 100
CO. bry 101
CO. bryangen 100, 138, 502
brych 159, 414
bryd 42, II 34, 472
brynn 86, 376
CO. bryntyn 100, 138
CO. brvs 42
brythwy II 16
bryw 62
bu'war' 63, 458 (Z.2, 11),
II 374, 379, 439
bu, buaid II 40, 93
K c. b. bual 226
c. b. buan 283, 314, II
56, 116, 121
(E) buandet II 42
buant, buassei 458, II
439,440, buasid II 440,
buasswn 11374,383, 440
(I) ab. buc 161
c. aco. buch, b. buc'h
516, II 23, 26, 93,
buches II 21
ab.bud, c.buddlll,II66
(E) buddai 195
budic II 30
(E) ac. budicaul II 54
budr 331, II 116, budro
I 112
buddug, s. budic
CO. bue II 162 (Z. 7), 374,
379, 439, nygen bue
II 162 (Z. 2), buef II
374, 381, 382, 439, nam
buef II 162, c. buei II
437, CO. buen II 381
ab. buenion II 56, 116
CO. bues II 374, 381, 439,
am, as bues II 161
mb. buez 314
CO. buf, s. buef; bugh
II 381, 439
CO. bugh 'Kuh' II 26, 93
bugail, b. bugale, buga-
leou, c. bugeiliaid, co.
b. bugel 54, 127, 288,
II 40, 71, 89 f., 93
b. bugenn II 93 ;
b. buhan II 56
aco. buit 58, 216, 521
bül 105, 302, 384
nco. hül 519, 536
g. bulga 105
bum II 374, 381, 382, 439
bun 'Frau' 384
bun 'Schar', buna II 131
E b. buils 388
b. buoc'h II 26
buost 458, 11381,382,439
E b. burtul 493
E b. burzud 200
CO. am bus, as bus II 161
bustach 373
bustl 84, 116, 384, II 46
CO. buthv II 459
buw, buwch516,II26,93
buwyt II 396, 440
buyeid 435, s. bwyaid
buyint II 437
CO. büz 58, 521
bwchan 385
bwgwl 281
bwgwth 281
E bwrch 224
G bwrdd 383
bwriaf, bwrw, bwrwaf 88,
105, II 372, 392, 476
bwth, bwthyn 282
bwyaid 536, vgl. mwyaid
bwyall 67, 385
bwyat II 437, 438', 441
bwyd 58, 108, 320, II 66,
bwyda I 58
bwyell 67. 148, II 54
bwvf 457, II 438
bwv gilvdd 286, 472, II
215, 301
bwyr II 438
E bwvst 208, 226
bwyft)ta(af) 480, II 23
by (sawl) II 192, 203
bych 457, II 438
bYchan 103,282,384,385,
1127,116,119, bychod,
bychodog I 385
byd 41, 503 (mit gwynn),
II 34
byd 'wird sein' 458, II
365, 437, 'sei' I 457,
II 437, byddaf I 68,
252, 457, 458, II 437,
441
bydaf 48
byddag(I) 332
bvddai 459
byddar 33, 111, 180, 363,
11 50
byddin 363, II 59
(Ej bydinawr II 52
byddir, bydit II 440,
bydwyf II 438
CO. bye II 162 (Z. 8), 440,
byen II 374, 382, 440,
nygen byen II 162
mc. byeufey 471
CO. byf II 438
bygwl 281
bygwth, bvgythio 281
CO. byhan 'l03, 282, 385,
II 119
byl 147, 302
bynnac, by nnag, s. pynnac
(E) CO. bynary, bvner II
72, 281
CO. byns II 438
CO. bynytha II 72, 213
byrr 352
byriawd, byryawd 105,
II 372, 476, bvrywyt
II 392
CO. bys 'Welt' 41, 519
bys 'Finger' 79, 303, 367
(E) byssawr II 52
CO. bys ma II 326
CO. bystel 84, 116
E PO. bysythyys 192, 220
I c. CO. byth 24, 131, 422
(Z. 32, 33)
CO. byth 'wird sein' II
161, 162, 365, 437, 'sei'
II 437, c. a vvthawr
II 438
CO. bythqueth 379
CO. bvteweth 422
byth[tII440, bvthoII438
byw'Kühe'402, 516, II93
c. CO. bvw 'lebendig' 62,
303,521, II 93, bvwiog,
bywiol I 281, bvwvd I
59, 62, 249, 250, 281,
375, II 40, 102
-ch- 'euch' 11 157, 169,
-ch- 'euer' II 157
E b. cabestr 192, 382
E cablwyd, cablyd, co.
(deyow) hablys'238
nco. cabm 170
cach, b. kac'h 477
cad 132
E cadair 191, 225, 231
cadarn, b. kadarn 373,
II 42, 53
cader 31, II 99
cadernid, cadernyd 373,
374, II 42
Cadfan 12
E b. cadoer, kador 191,
225, 229, 231, 287, 483
Wortindex. Brit. und Gall.
757
c. ab. cadr 323, II 50, 53
cadw 410, II 36
cadwr, aco. cadwur II 3
c. cae, b. kae, quae 97,
303, 323, 526, 541
mb. quae 'geh!' II 452, 453
cael93 (m.Ntr.537), 187,
303, 518, II 532
E b. kael 526, 541
b. kaer (Adj.) 323, II 50
c. caer, mb. kaer 'Stadt'
197, 319, 323, 374
g. Caeracates II 99
(R) mb. Kaerdiffeth 228
Caer Esg 304
Caergrawnt 278
caeriwrch 92, 515, II 99
(R) Caerlleon 147, 197
Caernarfon 281
caeth 93, 236, 414
R caethiwed 236
mb. quaez 93
(R) quaezour, quaezourec
323, II 50
oaf II532, kafael, kafiFael
I 423, 488, II 24, 372,
394, 412, 532, cafFafll
532, cafas II 372, 532,
673, nychaffaw II 338;
kaffel, s. kafael
cafod 63
co.cafos, caS'osII162, 532
mb. caffou 47
mb. cafout, cafFout II 166,
412, 532, c.cabatII532
aco. caid 16, 93
caiff 283
caill 69
cain 13, 23, 32, 372
R cain 230, 434
cainc, caingc 126, 149,
372, 494, II 88
cair 23, 44, 70, 94, 372
(R) aco. caites 93, II 22
g. KaiTÖßgi^ 57
(R) ac. caitoir 323, II 50
R aco. cal 'astutus', c.
call 225
b. kalf'Testiker II 26
nco. kal 'penis' 105, 523,
c. cäl, cala 105
R b. kal, kala 199
CO. cala 'Stroh', c. calaf,
ac. calamennou 121,
179, 180
R calan, nco. kalan, b.
kalanna, qualan mao,
c. calanmai 199, 225
CO. calas, ab. calat II 37
R callawr, 8. callor
b. kalc'h 'penis' 105, 180
R c. calch 230
caled 410, II 37, caled-
fyd, caledi II 14, 17,
CO. cales, b. kalet, c.
calettaf, calettet, g.
Caleti I 410, II 37 (Z. i
7 f., 35)
(R) callineb II 34 !
g. calliomarcus 69, b.
kalloc'h II 26
R callonn, calon 145, 147,
303, 481, II 42, calon- 1
did II 42 !
R callor 146, 225 i
R b. kaloun 147 '
R aco. caltor 225, 500
caly 105
cälyn 147, 477 1
CO. calys II 37
b. kalz 333 j
c. CO. cam, b. kämm
'Schritt' 37, 47, 152,
162, II 112
c. CO. cam, b. kämm
'krumm' 118, 138, 170,
481, II 10, 16, 113, CO.
camraa I 481
ab. camadas 14, 284, II 5
g. (lat.) cambio, cambium
45, 119, 380
R b. kamblid 238
g. Cambodunum 119
g. Camboritum 256
R camell 383
aco. camhinsic 92, 138,
500, 115
R CO. (duyow) hamlos 238
R c. ab. camp, b. kamp
237
g. Campodunum 119
R b. kamps, aco. cams
170, 240
camwv II 16
R camyll 210, 240, 383
can 'hundert' 401, 402,
CO. can 425, 539
can 'mit' 285, a cban 286
can 'weil' 286, 425, II 427
R can, cann, aco. can,
b. kann 199, 225
b. kana II 354, 394 (Z.
13, 14). 481
R b. kanab 226
b. canaff, s. kana; mc.
canhator II 393
cannawan II 107, cana-
won II 670
R ab. cancell 230
R c. b. cancr 493
b. V. kanderü 283
g. candetura 91
CO. cane II 481, c. caneint
II 338
b. V. kaneo 23, 155, 333
canfed II 135 f.
canfod, canfot, canfu 286,
II 292, 442
cang, cangau, canghau
126, II 88
R canghell 146,230.238,
383
R caniad 205
nb. kaniz II 374
canlyn 147, II 539
canho 74
canoed II 442
cannoedd II 131
canhorthwy II 648
CO. cans 'hundert', c. cant,
b. kant 46, 121, 138,
149, 304, 401, 402, II
67, 130
aco. cans 'mit', ac. cant
13, 138, 174, 285, 422,
425, 500, II 292, 302,
322 (Z. 35), 533, 648
cant 'a rim' II 55
cant 'er sang' 372, II 373,
378
cant 302
g. cantalon 334
(R) cantel(l) II 55
R b. cantoell, kantol,
aco. cantuil 193, 225,
290, 500
b. kantved II 136
canu 303, II 481
(R) cannu 303
b. kaiTv 47
R b. kafval 210, 240
can waith 441
cannwr 441
canhwvf II 442
R cannwyll 193, 225, 239,
canwyllarn II 53
cany 'obgleich nicht' II
322, can ny 'da nicht'
II 256
kanys 'da' II 427
canhvmdeith II 648
R b."kaol 211,323, kao-
lek II 30
b. kaof 47
758
Wortindex. Brit. und Gall.
E b. kaoter 225
E b. kaoued II 42
b. kaouen 63
(E) b. kaouled 223
b. kaout II 166
E (b.) kaouz 49
c. CO. car, b. kar 249, 250,
372, 373, 380, II 104
c. cär, carr, b. karr 44,
82, 283, 302, 304, 382,
481, 494, II 35, 40
nco. karrak 23
b. karrad II 35
b. Karadou II 39, co.
caradow, c. caradwv I
56, 66, 253, 293, 3^22,
501, 521. II 39
c. CO. caraf, mb. caraff
51. 170, 184, 244, 254,
266, 293, 385, II 40,
336, 338, 342—44, 347,
848, 349, 352 (Konj.),
354,356, 357,372(Prät.),
376(Z.2,8,29ff.:Prät.),
377, 392 (Passiv I. 401,
407. 408, 448, 662
g. carrago II 25
E carrai 195, 201, 222,
238, 288
carrai d II 40
g. Carbantia, Kagßavxo-
Qiyov 24, 118, II 47
E earbwncl 227
E carchar, b. karc'har-iou
191, 199, 230, mc. car-
charawr II 52
E cardawt II 42
aco. carder II 50
E cardod, cardota, car-
dotai II 17, 23, 42
CO. care, s. caraf
, ac. mc. carrec, nc. carreg,
b. karrek 23, 83, 373,
377,380,381,481.1186
caredic, caredig II 40.
410, caredigrwvdd I
261, 266, II 14 ^
carennydd 373, 374, II 17
CO. Karesg 304
b. karet (Inf. und Part.),
s. caraf
(E) mb. careur II 52
carfan 494
E b. karg, karga 238
E nco. karhar 191, 230
cariad II 36
carn 'Schwertgriff', nco.
kam 61, 156, 187
carn 'Huf, aco. (ewin-)
carn, b. karn 156, II 5
g. karnilu 245, II 406
g. xdovov 156
b. karo, co. carow 52
g. carpentuni 118, 533
(Z. 18, 28)
abrit. Carti( s)maudua II 2
carthu II 616
b. V. karü 335, s. carw
caru, s. caraf; caruaidd
312
g. carr US 44, 83, 533
aco. caruu 334, s. carw
CO. caruyth II 448
b. karvan 494
carw 51, 180. 187
b. karza II 616
b. karzi 417, 475
E b. kas "tragen' 284,
504, 'agitation' 505
CO. cas 'Kampf 132
c. mb. cas 'Haß' 121,476,
II 23, CO. casadow I
476,1140, c.casaiII23
E b. chas II 70
aco. cassec, c. caseg 504,
II 21, 22, 29
mb. quaserch II 33
ac. casgoord II 615
abrit. xaooiregog II 44
g. Cassiueilaunus 54
cassoed(it) II 394. 532
(E) b. kasoni II 18
E castell, co. castel. b.
kastel(l) 219, 377, 381
E castwy 210
E b. kasul, ac. casulhe-
ticc 217
cat (Prät. Pass.) II 532
E c. nco. cath, aco. kat
234
g. Catalauni 54
g. Catamanus 12
E ac. catteiraul 113, 191,
225
abrit. Catihernus 13
cathl 139, 149, 152, 485,
II 66
ac. Catman 12
cathoed II 394, 407, 408,
532
abrit. Catotigirni 99
g. Caturiges 132, 256, II
2, Caturix I 50
g. Catuslugi 84
ab. Catuuallon 54
catwei 410
g. cauannus 63
g. KavagoQ 62
E ab. cauell 215
E aco. caul 211
E caul 223
E (aco.) caus 17, s. caws
nco. käv 304
E mb. cavall 226
E b. kavell 215
nco. cavow 47
cawad 63
E nco. kawal 215
cawdd 121, 177
E cawg, cawgaid 211,212
E cawl, cawlai 211, 212
E cawn 194, 239, II 55
cawn = caffwn II 532
cawod 63
cawr 62, 303, 373
E caws 197, 202
cawssant 488,514,11372,
532, cawss(oed)wn II
374. 376, 532
E b. kaz 234
nco. kazak 504, 523
nco. kazal 86, 379
b. kazarc'h II 33
b. kazek 504 (Z. 20, 34),
II 22 29
b. kazel' 86, 152, 382, 540
b. kazerc'L, s. kazarc'h
mb. cazr 323, II 50,
cazret II 37, 119
CO. ke- 284
b. ke 'Zaun' 323
CO. b. ke 'geh!', mb. qua,
nb. kea II 452, 453
b. kear 97, 319, 323
b. keaz 93
g. Cebenna 117, 165, 533
E aco. keber, cheber 16,
192, II 659
E cebystr 192, 382
b. V. kec 371
ceden II 50
kedernyt 373, II 42
cedor II 50
cedowrach 488
E b. kef, queff 200, 238
aco. chefals 284
cefeis, cefeist II 372, 532
cefn 117, 138, 331, 332
b. kefnidenn 185
b. kefre, s. kevre
b. kefret, co. kefrys 477
aco. chefuidoc 124, II 30
E ceffyl 226, 238, 369 (Z.
27, 30), 374, 504, 518
Wortindex. Brit. und Gall.
759
R nco. kegiiz 209
R (I) CO. b. kegel 239
R b. keger, kegi 382 fs.
kok)
R cegid 209, 541
R (I) b. kegil 239
R cegin, aco. keghin, b.
kegin 16, 194, 231
mb. quehezl 77, 135, 483,
II 660
cehy II 532
nco. kei 522
nco. (ki 'du' 502, 522
nco. c9i 'Haus' 522
R ceibren 192, 237
ceidwad II 36
R (I) b. keiel 239
ceifF 283, II 532
R (I) b. keigel 239
ceiliagwydd 204
ceiliawg, ceiliog 69, 204,
372, II 30
ac. cein 13, II 292, 304
b. kein 117, 388, 526,
aco. chein 16
ceinach 73, 86, II 25
b. keini 125, 381
ceiniagwerth 541
ceinmygu II 576
ceint, ceintum 372, II
372, 378, 481
b. keinvanII62; queinyff,
s. keini
ceir 283, s. cär
ceirch 188, 364, 375, aco.
keirch 378, 522 iZ. 20,
24)
R ceirioes,ceiriosl98,377
ceis II 532
R ceithiwed 236, 374, II
42
b. kel 77, 135, 483, II 67
R cell 'Zelle', b. kell 197,
238 1
b. kell 'Hode' 69, 381
rab. quell (Verbuin) II 337
celain 157, 373, 375 (PI. |
celanedd). II 57, 89
(Z. 27, 34)
(I) celc 24, 106
R ac. celeell 13, 233
R celefrad 226
R aco. kelegel 227
b. kelennenn 380
b. V. cheleu 370. 529
celf 168, II 17
b. keif, c. celff, celffaint
375 i
celfydd 168, 350, 373,
414, II 17, celfyddvd
II 41
(Rj celli, aco. kelli 52,
114, II 18
g. celicnon 246, II 27
b.kelienenn 147,371,378
R B aco. kellillic 233,
II 31
b. kelin 381, 525
aco. kelin 378
aco. chelioc 69, 377, 522,
II 30
aco. kelioDcn 147, 378
ac. celir II 392
ab. celraed 168, 380
CO. kelinyns II 337
b. kelorn 94
celu II 485
kelvezenn 32, II 14
celwrn 94, 365, II 53
CO. kelly 378
celyn 375
Rb. kemra, keinma46,380
b. kember 118, 171
ac. cemmein II 112
b. quemenas, kemener II
463
g. Kej.i!xsvov 117, 165
mb. quement II 215
CO. keraeras, kenieres
(Prät.) II 372, kemeres
(Inf.) 1289,519, II 412,
472, mb. quemeret I
171, II 412, 472, CO.
kemertKli-) II 372, 472
b. kemper, s. kember
rab. querapret, quemret
171, II 472
b. ken 'ebenso' 284 (Z.
12, 24), 287, 476, II 13
CO. ken 'wenn aucb' 425,
473, II 322, 323
CO. b. ken, nib. quen 'sonst'
II 198 (Z. 1, .11)
mb. quen 'schön' 13, 23,
32, 380
CO. ken, aco. eben 'Klage'
125, 378, 522
nco. ken 'Hunde' II 108
b. ken na, quen na II 257,
326, 327 (Z. Iff., 7)
R cennat, s. cennyat
cenaw 121. 175, 185, II
15, 107, 662
nco. kandnn II 52
b. kenderv 283
(R) CO. kendoner II 52
b. kened 13. II 22, 37
.enedl 1.3.5, 277, 291, II
46, 66, cenedlaetb,
cenhedlaeth 1291, 333
rab. queneduä II 22
CO. konafan .30.5
b. kenet, s. kened
b. V. koneu 155, 333, 532
c. ceneu II 16, 107
(R) CO. keneuer 284
cenfvdd II 292
R cengl 200, II 66
b. kennig, quennigaflf 282
ac. cenitolaidou 333
kenhittor II 393
CO. kensa II 1.35, b. kent
137,120,137, 139.440,
II 257, kenta, quentaf
I 137, 139. U 135
b. kentel 139, 382, II 66
R CO. kenter 198, 234
ab. centet 13
ac centhiliat, centhliat
139, 333, 372
R b. kentr 198, 2.34
R cenyat, cennyat 205,
233
cenvnt II 338
cenyw II 292, 442
(R)co.kepar ba panII331
R ac. cepister 192
R ab. cepriou 192, II 107
b. ker 'ebenso' 284, 287,
476, II 13
b. ker 'Stadt' 319. 323
b. V. ker 'schön" 323
R b. kera, querhaf 'der
liebste' 74, II 122
ceraint, nco. keranz 92,
249, 372, 373, 378. 379,
II 70, 104
(I) cerbvd 24, 373, 382
b. kerc'h 188, 364, 371,
380
cerdd 36, 114, 414
cerda II 337, cerdassant,
cerdawd II 372
nco. kerden 23. 377
cerdet II 381. 453, 454
cerdin, cerddin 23, 70,
110, 373, II 659
R b. kerdin 381. 525
R cerdud 11 42
cerdwys II 372
b. kere 94, 380, II 17
cereist II 342
cerennvd 373, II 17, 669,
CO. kerense 1378, II 17,
760
Wortindex. Brit. und Gall.
b. kerent I 249, 380, II
104. kerent(i)ez I 380,
II 17
aco. chereor, b. kereour
94, 380
E b. kerez 198
nco. kerh 364, 378
ceri II 338, cerif II 337,
cerir II 401, co. keris
'geliebt' II 40, 409
(K) b. V. keris II 22
cerit II 338
(E) b. Kerleon 197
b. Kerneo 156
(E) aco. cherniat II 36
CO. Kernow 156, c. Cerny w
II 16, 185, Cernyweg
II 29
(I) ab. cerpit 13, 24, 382
E b. kers, c. certh 227
CO. kerthes II 453
g. ceruesia 168, 184
E CO. keriine 520
cerwch 385, II 336, co.
kerry II 352, c.cer(h)ych
II 352, 356, ceryd II
337, 343
cerryg 373, 377
cerynt 372
E mb. querz 227
b. kerzet, querzet II 453
b. kerzin 23, 70, 380, 382
cesail 86, 373, 382, II
54, 90
cesair II 33
CO. keskar 284
E mc. keskus II 372
ceseilwrn II 53
aco. keser II 33
E c. b. ab. cest 200
CO. kesvewa II 213
b. ket 287, 371, 542, II
213, V. chet I 371
CO. ketb II 197, 198
b. V. ketai 138
rab. qnetbreuzr II 213
E B aco. kethel 233
CO. kettel 424, 473, II 197,
671, yn ketella, yn
ketel nia II 197
CO. ketep (onan), kettep,
yn kettep pol 286, II
213, 214
g. Cetobricca 57
E cethr 139. 198, 234
b. chetu 370
aco. chetua II 213
E ceuad II 42, ceudawt,
b. V. keudetI202,II42
E mb.queudet 'Stadt' 202
g. Ceuenna 165, 533
b. queunet, kennend 335,
II 39, 508
ceuntost II 373, 378
CO. kens 378
(E) mb.quensuez 202, 544
ab. Keuuirgar 64
nie. keuvnt 138
b, keuz"l21
b. kev- 284
CO. kevarwonth II 293
b. kevre 100, II 593
b. kevred 477, 505
CO. kevsyns II 337
kewssit II 374, cey II 532
nco. cey 522
CO. a geyl II 337
CO. keyn 117, 522
E nco. kez 202
(E) b. kezour 323, II 50
c. CO. b. ci, ki 49, 121,
250, 369, 422, 522, II
70, 108
E cib, b. kib 207
E nco. kibmiaz 205
aco. chic, b. kik 16, 17,
51, 370
E b. chifern 371
c. cig, aco. kig 17, 51,
369, II 2
E (I) aco. b.- kigel 239
E b. kigi 382
ciglef(i), ciglen 61, 253,
II 373, 381, 495
b. V. chignan 371
b. chigota 370
eil, aco. chil, b. kil 50
E ac. cilcet, cilcheton 13,
14 (Z. 17, 30), 196
b. kil'ek 69, 371, 380, II
30
cilydd51,514, 535. II215
ac. cimadas 14, 284, II 5
E b. kimiad 205
aco.kinethell20,135,332
E ciniaw 208, 209, 288,
514, 541, ciniawa 288
g. Cinges II 101
g.Cingetorix37, 112, 101
b. kinnig, kinniga 282
g. Cintugnatus 37, 53,
120, 137
g. Cintusmia, Cintusmus
87, II 2, 123
ac. Circan 12, 103, II 27
b. kirintiez 380
E eist 200
ac. cithremmet 139
E ciwdawt, ciwdod 202,
214, II 42, ciwed II 42
claddu II 492
claear, claer 66, vgl. claiar
c. CO. claf, mb. clafiF 163,
II 41
claiar 66, II 50
E clairch 208
clais 381
E clammai 199
b. klan(v) 163
b. klao 63
CO. clathva II 492
clauar 66
E aco. clauster, b. klaustr
17, 212
clawdd II 492
clawr II 49
E claws 212
clayar *6&
b. klaza II 492
b. V. klean II 29
nco. cleath II 492
aco. clechic II 30
aco. clechti II 3
cledd 68, 252, 253
nco. kledh II 492
cledren 121, II 50
cleddyf 387, II 29
(E) cleddyfawd, cleddy-
fod 492, II 38
(E) kledyuawr II 52
clefyd II 41
(E) b. kleier 527, II 52
E cleiriach 208
b. kleiz (Adj.) 68, 381
b. kleiz (Subst.) 381
b. kleizenn 123, 144
b. klenved II 41
b. klerenn 121, 483
CO. clethe 387, II 29
E ac. cleteirou 194, 493
CO. clethythyow II 29
b. V. kleüet 531
b. kleur II 49
(E) rac. cleuydawt 492,
II 38
b. kleuz II 492
CO. cleves, aco. clevet
'Krankheit' II 41
b. klevet, klevout, co.
clewas 'hören' 62, 125,
305, 385, 521, II 448
(co. Flexion), 495
b. kleze, clezefif 387, II
29, 52
Wortindex. Brit. und Gall.
761
(R) b. klezeier II 52
mb. clezren 121, 134, 483
clo 63
R b. kloarek 208, 526,
II 70
doch 375, b. kloc'h 371,
382, II 52, c. clochdy
II 3, aco. clochmuer
I 48
clod 35, 383, II 34
R b. kloer II 70
R aco. clof, c. cloff 16,
238, 302
clog 415
R aco. cloireg 208
R (aco.) cloister 17
R b. V. klora 195, 283,
mc. (dornen 280
clopen, b. klopenn 415,
418, 423, 484
CO. clos, ab. clot 35, c.
clotfawr 279
ab. mb. clou 63
b. klouar 66, 314
b. klouedenn 121
nco. clowas 385, 521
aco. cluit 121
c. CO. b. clun 121, 176
clußt 80, 174
ab. clutgued II 14
clwm 334
clws 132, 487
clwvd 121
clybot II 373, 394, 447,
495, vgl. clyw
CO. clvthythow II 29
clvw 62, chwaf II 372,
373, 447, ^495, clywa-
nawr, ry-glvwawr II
391, clywed 1 62, 305,
clyweist II 495, clywi-
tor II 393, clywsant
II 372, clywsont 11495,
clywspwvt II 393, 495
cnaif 23, 69, 372
cnau 155, 305
cnawd 184
mb. knech 24, 155, 160
nco. kneu 23, 377
cneuen 155, 305
(I) cnoc 161
ab. cnocb 24, 160
rab. cnouenn 155
(I) cnwc 24, 161
cnwch, cnwg 24, 160,
161, 333
CO. CO- 284
b. koabr 38, 332, 388, 526
b. koad 502, 543, vgl. koat
b. V. e goabas 530
R b. V. koahein 228
mb. quoalen 323
b. c'hoalenn 31, 323
R b. koan 208, 526, 544 ,
b. c'hoant 24, 526, 527
R b. koantiz II 22
R b. koar 208, 526 I
b. c'hoar 73, 246, II 71
(Z. 10), 105
ab. coarcholion 159
R b. V. koareis 231, 531
R b. koarell 225, 231
b. V. koarh 159
b. c'hoari, nco. choariou
434, II 593 {
b. c'hoarz 504 j
b. koat 57, II56, vgl. koad
b. c'hoaz 379 j
R b. koaza 228 |
R mb. coazrell 225, 231
R cob 236
g. Cobnertus II 2
g. Cobrunius, Cobrunus
20, II 2
R ac. coc, b. kok 'Koch'
231
R b. kok 'Hahn' 380
g. Cocestlus 136
R abrit. Cocci 415
R ab. cocitou 209
R I cochl 227
coddi II 278
I codwm 24
coed 57, 304, 502, koed-
awc II 30
coeg, coegddall 56, II 58,
coegfran 1 303, coegvn
11 58
b. V. koehas, e goehas
530 (Z. 20, 21), 531
c. ab. coel 56, 57, II 495,
c. eoelfaiu 1164, II 62,
coelio II 495
R coes 78, 217, 516,
coesarn II 53
b. V. koet 530
c. CO. cof 171, 302
R rab. coffes 221
(R) cofiadur II 43
R c. aco. cog, kog 231
R (I) cogail 239, 492
ab. coguenou 156
ac. coiliaucc, coil(i)ou 57
R aco. coir 208, 521
aco. koisen 485
coli 'Hasel' 32, 146, 302,
vgl. Collen
c. coli, b.koU'Verlust' 114
R b. köl 323
col, cola 105
CO. cola II 495
collaf II337, (Ipf.jII312,
vgl. colli
R B CO. coUan 233
R ab. colcet 14 (Z. 17, 31)
CO. cole II 495
colledu, colledeint II 393
R B aco. coUel 233, 500.
II 31
b. kolen 104, 323, 381 (Z.
22, 27). II 27
Collen 374, vgl. coli
CO. colenwel 284
aco. collet 114
ac. colginn 13. 105
colli 376
CO. colm 333, II 112
b. koloenn 121
R colofn 240
aco. coloin 104, 323, 521.
II 27
R aco. colora, c. colomen
195, 280
R CO. Colon 147
mb. colouenn 121
R aco. colter 233, 500
aco. colwiden 32
colwvn 104, 323, 337, 375,
381,483,515.543,1127
CO. colyek 377. 520, 544
oolyn 105
b. komm 119
ab. comairde, comarde371
b. komb, kombant 119
b. kombot 281
ac. Combresel II 54
(R) b. kompoez 284
b.compret 119,171,11472
b. comps, s. coms
(R) CO. eompys 284
b. coms, komz, komzet
170, 487, II 412
mb. con 35
R nco. kön 208
aco. conua 280
b. konnar 35
b. koukoez 107
g. Condate 149. 256
R conell II 55
(R) connell II 55
g. Congeistlus 136
R congl 331
R b. kouikl, kouifl 230
R b. V. chonjal 490
762
Wortindex. Brit. und Gall.
ab. Quouocus, Conoraag-
lus, Conomorus II 63
cont II 55
K b. kontellffaoutr 233
g. Contoutos 149
E mb. contrell 234, 491
R ab. controliaht 234
aco. contronen, b. kon-
tronenn 139
b. V. konz 487, 532
nco. kooU, coole II 495
R CO. cop 236
(E) b. er hopian 426
nco. kor 'Bier' 168
E nco. kor 'Wachs' 208
corrach II 25
E b. koraiz 193. 220, 225,
231
abrit. Corbagni 103
cordd 173, II 381
E b. korden 381
E b. korreenn 195, 222
aco. coref 168, 333
E corft'. CO. corf, b. korf
194, 237, 414
E c. aco. b. com 194,
375, 380
E cornel 491
abrit. Cornonii 156, II 16
E coron 207, coronogvon
II 116
c. cors, b. kors 485, mb.
corsec II 30, c. corsen,
aco. korsen, b. korsenn
I 122, 485, II 21
aco. coruf 168, 333
E c. corun 207, 335
E ac. corruui 195
E b. V. korv 505
corwc 332, 362. II 29
E aco. cos 'Käse' 17, 202
CO. cos 'Wald' 57, 521
E CO. coske 519
aco. mb. coscor II615, 677
g. Cosla 533
(E) ab. cosmid 202
cosp 77, 81, II 620
ab. cospitiot II 338
G CO. cot 519
CO. köp 304
rv-cothvy II 278, vgl. 279
' (Z. 2)
ab. couann 63
E mb. coudet 202
b. c'houek 527
b. c'houec'h 78, II 129,
e'houec'hved II 135
b. c"houeda 77
b. V. e gouebas 530
E b. kouent 198
b. c'houero 78
E b. c'houevrer 220
b. c'houez II 35
b. c'houeza II 627
b. c'houezek II 133
E b. c'houezegell, c'houe-
zigell 210, 214, II 55
mb. couff 171
mb. couffabrenn 388
E b. V. choufr 532
E b. kougoul 227
b. V. kouh 529
b. c'houi527, 11163,168,
171
abrit. couinnus 59, 104
g. Couirus 50, 64, 166,
533. II 12
E b. koulin 230, 493
E b. koulm 195
b. koulm 'Knoten' 333
E b. koultr 233
b. koumbant 119
b. koun 35. II 108
b. koufi 171
b. kounnar 35, 422
E b. koiintell, kountell-
goultr 233, 384, 492
mb. courz 134, 334, 489
CO. cous 378, 504, vgl.
C0W8
E b. kousk,-kousket 198,
231
E CO. cousesow 202
nco. cov 171
CO. cowal 130
CO. cowethas, cowethe
II 20, 94
CO. cows II 412, vgl. cous
CO. cowyth II 94
E CO. c"oTn 208. 521
CO. covs 57, 502, 521
b. koz 529
(E) mb. cozni II 18
craf 121, 164, 175
cragen 381
(brethvn) crai II 5
craidd 69, 179, 358, II
66, 85 (Z. 5 V. u.)
crair 113, 278
E cranc, b. krank 493
b. krao, kraou 92, 252
b. kraouenn, kraouf 155,
305, 388 (Z. 16, 24)
crau 61
craw 92, 177, 252
b. kreac'h 24, 155, 160
E creadur 197, 203, II 43
b. V. kreafi 531
E CO. Creator 197
R creawdr, croawdwr
203, 232, 277, 279, 332,
539, II 42
crecb 81
b. krec'hen, krec'hin 381,
382, 525
ab. credam II 381
(I) b. kredi, c. credu 24,
113
creddvf,crefydd492,II27
b. kregin 381, 525
(I) CO. cregy 502, cregv-
ans II 48"
Creidylat II 5
creir, s. crair; b. kreirio
113
aco. kreis 42
b. V. kreis 536
creitben, ab. creithi 123
E b. kreiz 'Kreide' 209,
233
b. kreiz 'Mitte' 69, 278,
536, II 66, 72, Kreizker
I 278
nib. creizenn 123
b. kreofi 23. 155, 380, 388
CO. eres 379, 536
(I) CO. cresso 501, 544,
II 352
b. kresteiz 278, 422, 426
(I) CO. cresv 113, 501 (Z.
17, 24)
creu 'Blut' 61
E creu 'schöpfen' 197
creuan 61, 181
creudde II 28
CO. crevs (Subst.) 379,
536, il 72
(I) CO. creys 'glaubt' 501
b. krez 43
mb. crezenn 123
crib, nco. b.krib 1133,59
(E) b. kribell II 33
cribin II 59
(I) b. kridi, cridiff 113
ab. crihot II 338
E Crist 302, cristawn,
crjstion II 59
b. "V. kriüat 531
g. Crixsus, Crixus 75,533
b. kriz 207
E aco. croadur 197, 203
E b. croas, kroaz 196,217,
kroazhent II 67
nco. crobman II 27
I
Wortindex. Brit. und Gall.
763
R CO. crok 196
crochan II 27
crocbren 423
b. kroc'hen 125, 160, 381
CO. krodar, kroddre 134
R mb. f-roeadur 314,
croeer 232
croen 125, 160, 376, vgl.
crwvn
R c. mb. (Toes 196, 217,
516
mb. croezr 134
R crog 196, crogbren 423
c. CO. b. CTOgen 381
CO. croghen, orohen 125,
160
aco. croider 134
aco. croin 125, 160
R aco. crois 196, 217,
521, 541
croth 121, 134, 334, abrit.
chrotta 121
R b. krouadiir 197, 203,
536, crouer, krouer
197, 203, 232. II 42
b. krouer 'Sieb' 134, 484,
526
R b. kroug 196
R b. kroui 197
R CO. crous 196, 217, 521,
541
CO. crow 61, 521
crug II 4
ac. cruitr 134
crwnn 248, II 115, 116
(Z. 16. 18), 117
crwth 121, 160
crwydr, crwydradau,
crwydro 134, II 35
crwvn 381, s. croen
crybwyll 334, II 501
crvcb 75
crVdd 94, 280, 380, II 17
cryfder, cryfdwr II 44
(I) CO. crygy 501
crvman II 27
crys 42, 281, II 70, 91
(I) CO. crvs 501
cu 58. 164
cuan 63
euch II 26
cuddan II 56 j
R cuddigl 197, 202, 226, i
517, II 33 '
cuddio 197, 369 [
cuddon, aco. ciidou, b. 1
kudon II 56
b. c'huek 527, vgl. l
c'houek
b. V. chueh 371
CO. kiien II 108
nco. küer 159
CO. kueth 121
CO. cuf, mb. cufF 58, 164
R cufydd 197. 226, 233
R aco. cugol 227
b. V. kuhet 531
aco. cuic 56
aco. chuillioc 57
(R) aco. cuillioges 57
ac. cuinhaunt 125. II 356
aco. cuit 57, 502, 521
R b. V. diu j et 490
cul 414
g. Cularo II 108
R ac. cultir 233
CO. kullvek 69, 377, 520,
544
ab. cum- 58, 164
g. Cumba 119
R CO. curamvas 205
b. kufi 58, 164
ab. cunnaret 422
abrit. Cunobarrus 44
abrit. (ir. ?) Cunotami II
60
abrit.Cunoualil3,62,147
CO. kuntel 501, aco. cun-
tellet, ab. cuntullet,
co.cuntuUvs 520, II 40
CO. kunys 335, II 39, 508
curan 176
abrit. Curcagni 12, 103,
II 27
R CO. curene 520
g. y.ovQ^i 168 (Z. 24, 38),
184
R CO. curun, curune, b.
kurunenn, co. kuryn
207, 335, 520
G cussan 513
R CO. cuske 198, 231, 519
R ac CO. cusil, aco. cu-
sul. cusulioder, mco.
cusvl. nie. cussvl 205,
206, II 42
G nco. cutt 519
b. kutul' 520
cuwch II 26
nco. küz 304. 502
R b. kuzul 205
cw 127, 416. II 205
cbwaer 67, 73. 246, 303,
385, II 105 [Z. 16, 23)
chwain II 15
chwaitb 379
chwalu 359
cwan 63
cbwanncn II 15
chwant 24, 139, 185, 373,
526
cb ward du 434, 504
chware 434, 504, 516,
chwareid II 338
R ch wartha wr, ch warthor
231
cwbl 130, .331
R cwcwll 227. 228
cwd, cwdd 473, II 205
(I) cwdwm 24
cbwe, cbwech 78, 177,
244.254, 294,401,415,
441, II 129, cbweched,
chwecbfed II 135
chwedl, cbweddl 77. 135.
331, 430 iZ. 14, 16, II
46, 67,621, cbwedvly-
aeth I 333
R cbwefrawr, chwefrol,
chwefror 196, 220, 491
(Z. 6, 26)
chwegr, cbwegrwn 74,
176, II 57
cbweinllyd II 15
chwel 379, vgl. chwyl
cbwennycb(u) 373, II 26
chwerthin 504, II 413
cbwerw 78, II 116
ni chwerv II 338
cbwi274,294, 488. II157,
168, chwicbwi II 157,
168
cbwiorvdd 74, 536, II 105,
132 ■
cbwith 77
chwitheu II 157. 173
cwl 94
R cwlff 237
cwlm 333, 334
R cwlltr 233
cwra 119
cwmmwd 281
cwmwl 281
cwn 422, II 17, 70, 108
R cwning 230
cwnnwg 280, 333
cwrf, cwrw(f) 168
cwrwg(l) 281, 332. II 33
cwrvf 168
R cwsg 198, 231. 302
cwt 'wo' II 205, 233,
vgl. cwdd
G cwt 519, cwta II 116
cwthr 134
764
Wortindex. Brit. und Gall.
chwychwi 277, vgl. chwi
cwydd 474
chwydu 77
chwyl 379, II 623
cwyn 125, 376, 522, kwy-
naw II 48, cwynfan II
62, kwynitor II 393,
cwyno I 376, II 48,
cwynofaint II 48, 62
R cwynos 208
R cwyr 208
chwys 302, II 35
R chwy8ig(l)en 210, 214
chwythu 42. 88, 174, 435,
II 627
cy- 64, 205, 215, 284
CO. ky, 8. ci
CO. chv 99, 369, 370 (Z.
4, 10), 519, II 66
CO. kyk 520, vgl. chic
CTchwyn, cvchwvnnu 77,
' 114, II 617
cyd 'obgleich' 286, vgl.
cyt
cyd 'zusammen' 286 (Z.
5, 23), II 213, 294, vgl.
cvt; cvd-ddwvn I 422,
cyd-fod I 423
cydnabod II 447
cydymdaith II 648
cyf- 284, 475, II 252, 322
R cvif 200, 238, 414
cyfaddas 14, 284, II 5, 21
cyfaillt II 35
R cyfaint 197, 215, 377
R cyffaith 228
cyfalleu, cyfallwv II 16
cyfarch 284, II 458
cyfarfod II 252, 293, 442
cyfarwydd 352, II 6
cyffelvb 128, 165, 280,
373, 410, 505, II 9, 27,
33
cyferfydd II 252, 442,
cyferffynt, cyferyw II
441, 442
R cyffes 221
cyfiaith 166
cyflawn, cyflawnu 279
cyfleu 312
cyfludd 147
cyfoeth 124, 152, 251, II
17, cyfoethog II 30
cyfraith 123
cyfraoc 151, II 558
cyffred, cyffredin 422, 476,
505, II 59, 472
cyfrwy II 16
cyfryw 447, II 203, 214
cyfwyrain 237, II 56, 596
cyfyng 107, 178, 255, II
117
cygein II 365, 481
R (I) CO. kygel 239
cygwng II 661
cyhwrdd II 372
cyhyt II 119
CO. kyl 520, s. eil
cyll 'verliert', co. a gyll
II 337
cyll (PI. von coli) 302
R cylched 196, 230
R cyllell 233 (Z. 31, 39),
289, 383
cylionen 147, 371, 378
cymmaint, cymeint 289,
II 119
R cymhell, cymmell 237
cymraer 118
cymeraf, cymerassant II
372, 412, 472, co. kym-
meres I 519 (vgl. ke-
meres), c. cvmersant
II 372, cymerth II 372,
472, cymerwyt II 392,
cymeryd I 289, II 412,
472
R cymhlegvd 192
cymraeg 23, II 29
ac. cymreith 123
cyraryt 119, II 372, 412,
472
R cyramun 208, 241
kymrawt 281
cyrahwyllo II 485
(R) cymhwys 281 (Z. 36),
284
cymmydog 280
CO. kymrays 539
cymylau 281
cymyrth II 372
kymysgetor II 393
cyn 'bevor' 138, 440
cyn- 284, II 322, cyn
'ebenso' I 147, 449,
476, II 13, 119
cyn 'obgleich' II 322, 330,
cyn ny 11256,322,331,
CO. kyn 1425 (Z. 4, 13),
473, II 256, 257, 322
R cyn 'Keil' 196
cynnaf 137, 138
cynhauaf 66
cynddar, cynddaredd 422
Cynddelw 277
R cynhen 234
cynhenid II 533
ry-gynneryw II 293, 442
cynneu 11 39, 187, 293,
508
cynghaf II 532
cynghanu II 481
cynghelu II 485
cynghor II 501
cyngweini 64
cynghwng II 661
aco. kyniaf 66
(R) cynifer II 119
cynnorth, cynnorthwy,
cynhorthwy II 16, 648
cynr(h)on, cynrhonyn
139, 141, 281
CO. kyns, kynsa, c. cynt,
cyntaf 37, 66, 87, 120,
137, 138, 440, II 121,
123 (Z. 2, 34), 135, 187,
293, s. gyntaf
CO. kynthus II 429
cynnud 335, II 39, 508
cynnull 520, cynnullaid
II 40
Cynwal 13, 62, 147
R cynnwys (Adj.) 209,
(Subst.) II 21, cynnwy-
seb II 34
cyny, cyn ny, s. cyn
cynydd II 17
cynnyg 282
R cynhyrfu 227
cyrhaedd II 28, 293, 300
cyrbwyll 334, II 501
R cyrchell 383
cyrs 485
cysgawd, cysgod 76
R cyscwvs II 372, cysgu
I 198,^217, 231
R cyssegru 229
cystlwn 84
R cystrawen 196
R cystwy 210
R cyssyl 205
cyt 'obgleich' 286, II 322,
323, 331, vgl. cyd
cyt 'zusammen' II 322,
vgl. cyd
(G) aco. kyt-iorch 64
cyttir 423
R cythraul, cythrawl
(cythreul, cythrol) 139,
203, 234, 370, 491, 515
yn gythrymet 139
kyuoethawc II 30
cywarch 159
cyweddu 'to carry' II 516
f
"Wortindex. Brit. und Gall.
765
cvvveddu 'to conform' II
"516
kyweirdab, oyweirdeb II
34
cyweithas II 20
cywely 64
cywilydd 181, 189
cvwir 64, 166, 309, 352,
'364
cywledd 64
CO. -d- 'dich', -d 'dein'
II 160, 161 (Z. 22, 27),
168, b. da 'dich' II 164,
da 'dein' I 284, 442,
464, II 163, 168, 192
(da re)
c. CO. b. da 'gut' 39, 96,
II 18, 114, 121, 124
G aco. da 'dama' 164
b. da 'zu' 284, 286, 438,
464, II 166, nco. da, da
I 286, 407
b. Tr. da = ra II 282
dabre II 452, 454
ab. dacrlon 14, 124
dacw 459
dad- II 300
daddal 135, nie. dadaleu
333
dadbrynu II 300, 497
dadebru II 454
mc. dadeleu 333, c. ab.
dadl 135, 323, 331, II
503
dadwyrain II 596
daear 66
b. dael 135, 323, 482
b. daelaouenn, daelou
124, 144
daer 66
b. daeraouenn, s. daerou
b. daere 324
b. daerou 124, 324, 430,
482, II 58
daeth II 452
dafad 132, 164, 180, 373,
dafates II 18, 21
dafn 331
mb. dafifnez 167
R Dafvdd 452
nib. dagnitty II 166
g. Dagouassus 35, 39
dagrau, co. dagrow 124,
296
dahet 74, II 18, 37
daiar 66, 305, II 50
daiawn II 59
dail 375
dain 534
daioni II 18, 59
c. CO. b. dall 60
dal, dala, b. dalc'h, dal-
c'het 52, 106, 302, 333
(Z. 34), 368
dalen 375, II 19
CO. dalhen, c. dalv 106
c. b. dam- II 301 '
b. damglevet II 301
damryson II 301, 302
damunaw II 582
b. damzigeri II 301
dan- II 301
dao (Präp.) 286, II 159
mb. da-n II 177, nco.
da-n I 407
danadl 332, 492
B aco. dannet 500, s. dans
CO. danfensvs II 392, c.
danfon II 301, 302, 582,
CO. dan ton no II 665
(R) b. Dannouet 494
CO. dans, c. b. dant 24,
46, 137, 500 (Z. 13, 22),
II 30, vgl. danz
b. danvad 132, 164, 380,
388
CO. danvansys II 392
b. danve, danvez 68, 167,
388, 489, II 662
CO. danvon, thanvonno
II 301, 665
nco. danz 379, s. dans
R b. daoni 240
b. daou 55, 112, 320, 441,
II 67, 127, 665 (daou
zra) , daouarn I 112,
daouc'hant 1403, daou-
lagad, daoulagadik,
daoulagadüu, daoula-
gadouigou 1283, II 71,
daoulin II 70
b. daoust 136, 530
b. daouzek II 133
dar- II 301
c. aco. dar 144, 175
b. V. dar, s. dareu
(R) aco. darador II 52
CO. daras 35, II 36
b. V. daraskl 333
aco. darat 35, 11 21, 36
CO. darbar, b. darbari
II 301
ab. darcenneti II 481
mb. dare, dareu II 442
b. V. dareu 324, 530
mb. darevet II 442
darferu II 301, 302, 472
darfot II 277, 442
(Rj darllain, s. darllen
ab. darleber 14, II 559
(Rj darllen, darlleo 222,
II 561
darraerthu II 476
c. CO. b. darn 52
daroedll 442
daroganu 339,477,11481
b. daroueden, s. darvoe-
denn
darparu II 301
b. darvoedenn 175, 495
b. darvout II 442
b. daskori 528, II 501
(R) CO. daserghyans, das-
serghyens II 48, das-
serghys U 410, das-
serhv 1223, b. dasorc'b
I 223, 528
b. dasprena 528, s. daz-
prenafF
b. T. daspugn, b. dastum
493
dathl, dathl-u 139
ac. datl, datlocou 135,
323, II 30
dathoed II 373, 394, 452
ab. datolaham 333, II 337
datwvreith II 596
dau 55, 250, 282. 424 (y
ddau ddvn), 441, 443,
II 127, s. deu
CO. dauas, aco. dauat 132,
164, 378, mc. dauattes
II 18, 21
mb. dauedof, dauetaf II
166
ac. dauu 14, 48, 164
mb. davedoch II 166
CO. daves 132, 164, 378
mb. davet II 166
daw 100, II 338, 452
daw, dawf 48, 53, 164
dawn 48
dayar, dayr 66
mb. da-z 416
b. daz- 528
(R) b. dazorc'h, s. dasorc'h
dazprenaff II 301, 8.
dasprena
mb. dazre 323, 528. II 677
mb. dazrou 124. 324, 430
b. V. de 'Tag' 531. II 14;
CO. de, e.deyow, dezadarn
CO. de- (= ir. to-) 284, II
300, mb. de 'zu' I 284,
766
Wortindex. Brit. und Gall.
438, d-e 'zu seinem,
ihrem' II 164
mb. -de 'du' II 163
g. -8s II 294
b. en de II 1G5
nc'o. de 'gestern', b. deac'h
67, 319, II 25
deall 803, 312
nco. dean 319
b. V. deafi 48, 164, 319
CO. (ny) thebraf (vare) II
666^ (may) tebro II 352
ac. mc. dec, co. b. dek
46, 122, 401, 403, 426,
441, II 129
CO. dek (Ipv.) 282. II 474
mb. dech, s. deac'h
E mb. deceff II 352
E ab. decmint 240, 489,
II 354
dechreu 484, dechreuho
74, dechreuspwyt II
393 f.
CO. decsvugh II 374, 474
b. dekved II 135
CO. dek-war-nugans 403,
II 133
g. 8sSs II 380. 381, 473
deddf, dedyf333.423,538
dedyw II 374, 452
CO. def 535
mb. en deffe, nb. en defe
'hätte' II 165, 166,238
(Z. 21)
CO. deffe, deffen 'käme'
II 446, 452
nb. ö defent, en defet (Ipv.
von 'haben') II 165, 166
defnvdd 68, 167, 350, 373
CO. deffo II 353, 446
mb. deffoe II 165
(E) CO. defregh II 70
deffroant, deffrovdd 312
deg 46, 122,302,401,402,
II 129, degau II 131,
degfed, co. degves II 135
E degwm 240
CO. degvs II 474
c. b. V.' deheu 36, 303,
529, II 16, 186
b. V. dehorn 531
b. dehou 36, II 186, nco.
dehow I 523
deifio 108, 313, II 508
deigr 124, 372, 430, II 91
deilen 375
deiseb, deisyf II 34
b. deiz 42, 278, 422, II
14, 92
CO. del 424, 473, 486, 540,
II 197, 325 (Z. 28, 41),
3'29, 671
del II 853, 452, delawr
II 391, 394
CO. yn della 540
aco. delc 368
b. delc'her 491
b. V. dele 333
aco. delen 375
b. dellezet, dellid 528,
II 507
b. delienn 375
delw 64, 277, 473
delhwyf II 353, 452
CO. delvow 375
delysc'll 19
E b. demm 164, 382
CO. b. den 69,89,166,304,
319, 320, II 10, 70
b. dena 111
denfvdd 489
deng 402, 487, II 129
dengyn II 57
aco. denshocl6,500,II30
mb. deoch II 166
E b. deog 489
b. deomp 820, II 166
CO. deppro II 352
CO. nvm-der II 433
b. Tr. der .486
dera 105
b. derc'hel 106, 491
b. deread, dereata, de-
reatoc'h 410
derfyd II 442
ab. dermorion II 10
b. dero 486
b. derou 484
b. V. derü 835, 486, b.
dervenn 144
b. dervez II 14
derw II 277, 442
derwen 144, 175, 384
derwydd 14
deryw II 442
CO. des II 452
E b. deskadurez II 43,
desket, deski, desriuiff,
CO. desky I 200, 201
E CO. destrewy 196
CO. deth (Präs. 2. Sing.,
Prät.) II 452
aco. det, mco. deth 'Tag'
42, 369,370.519, II 92
CO. dethe II 163
co. dethens II 873, 453
CO. dethy 11 163
CO. dethye II 373, 458, c.
dethynt II 374, 452
deu II 132, s. dau; b. V.
deu I 529
b. deu, c. deuaf, b. deuaif
100, II 358, 452, 453
deuben II 127
deubi, deubvd II 446,
448, 452
deucant II 67, 127
deudec, deuddeg II 133,
deuddeng I 402
mb. en deuez II 165
mb. deuff 48, 164
deufed II 135
CO. deugh II 163
deugain 312. s. deugeint
deugaut II 67
deugein(t) 401, II 134,
s. deugain
mb. deuhimp, c. deuhont
II 358
b. V. deuhorn 531
b. V. deulegad 283
deulin II 70
b. V. deun 530, 544
deunaw II 131, 188, 134
g. Deuognata 59
(E) deuparth II 67, 127
deupo 11 446
b. V. deur 580, 544
b.(nem-)deur79,II78,433,
deuruout II 483, 448
b. V. deusto, deustou
530, 589
deutu II 67, 127
deutbum II 373, 452,
deutbym II374, b.deuv
II 853, 458, 673
b. en deuz II 165
mb. deuz (deux, Ipv.) II
453 (Z. 5, 38)
mb. deuz (Prät.) 124, II
453, deuze, deuzech II
373, 453
b. V. deuzorn 531
mb. deuzye, deuzyent II
373 453
CO. deve II 446, 452
b. V. deveh II 14
CO. devethys II 446, 453
b. deveuz (deveux) II 165
(Z. 8, 20), 425, 426 (Z.
6, 21), 429
b. devez 'Tag' II 14
b. en devez, devezo II
165, 425
I
Wortindex. Brit. und Gall.
767
h. de vi 108, II 508
b. devoa, devoe (Ipf.)i
devoe (Prät.) II 165
CO. devones, devos 284,
II 446, 453, 454
CO. dew 'zwei' 322, 441
(Z. 14, 15), 521 (Z. 13,
16), II 127 (Z. 2, 3)
CO. dew 'Gott' 59, 322,
II 179
CO. dewes 313, 523
CO. dewetli 422
K Dewi 452, 517
K dewin 210
E dewis210, do\visiad369
dewr 39, 45, 312, 516,
U 3, 7
(K) CO. dewsys 501, II 42
CO. dewthek II 133
CO. dewy II 508
g. Dexsiua 36, II 16, 186
CO. devl 375, 378, 522
(K) co^ deyow 215, 238
CO. deyth, s. deth
b. en dez II 165
(E) nco. dezadarn 197
mb. dezaff. deze II 166
E b. dezerz 209
mb. dezo 'zu ihnen' II 166
b. en dezo II 165
mb. dezreuell 528
mb. dezrou 483
mb. dezy II 166
ac. di 'zu' 283, 286 (Z.
14, 37), 438, b. di- I
284, II 300
ac. di 'von' 438, c. di
'ohne' 278, II 8, 13
di 'du' 286, II 157
E diaeou 201
E diaH, diafol 201
E c. aco. b. diagon 201
dial 101, 312, 480, II 6
diauaf II 8
dianc 152, II 372, 558,
diangawr II 391
E b. diaoul 201, 314, 529
b. diar 314
b. diaraok 289
diar(h)eb II 620 f.
diasp(ad), diaspedein,
diaspedeit II 57, 413,
620
diau, s. dieu
ac.diauc 48,122,290,118
E b. V. <liaul 529, aco.
diavol 201
diawg, s. diauc
E diawl 201
diawt 313. II 38, 88
dibenn 278
rv dibit 11 279
(E) diblant 278
(Ej c. b. <liblu II 8
b. dibri, dibriff 111, 493,
II 61, dibriad II 36
dibwyllo II 485
abrit. Dicalvdones II 127
E b. V. dichenn 371
mb. dich-uv II 166
b. did II 164
diddan II 56, diddanu
II 508
didane 492
-didi 'du' 464
ac. didi 'zu ihr' II 159
didramwyeit II 40
die II 92
b. diek 48, 290, II 8
(E) diegi II 18
b. dielc'hat 106
b. diet 314
dieu, dieuoed II 92, 132
mb. difF II 166
(E) diffaethwch II 26,
difiaith, aco.difeid, ab.
difeith I 228, mc. dif-
feithwch II 26
differvd, differth II 372,
472. 473
E mb. (Kaer) dififeth 228
diflas II 8
diirrvd 477, II 299, 372,
472
difwydig II 281
diffvrth II 372, 473
dig II 48
(E) digablu 410
b. digant 438
(E) digaplo 410
1). digarza II 616
(E) b. digas 284, 435
b. digeri, diguerv 123,
II 337
digiofaint, digofaint II 48
digon 449 f., 463
b. digor, digorot 123,
370, 11 337
E b. digouega, digouegor
226
b. digouozout 474
ac. digiiolouichotic II 26
ac. diguorraecliis II 574
dihagyssoi II 372, 376,
dihengis II 558
E b. V. dihueunet 531
dihun II 663
b. en dije II 165
c. b. di'llad, dillat 24,
370. 371, II 5
mb. dilefln 84, 168
dileu 282
E diluw 197, 211. II 109
dilvs II 8
diiii, ddim 438, 460, 461,
II 214. dim wv II 214
b. dimizi II .301, 517
b. din 'zu mir' 370, 426
din 50. II 20, 67, dinas
II 20
b. dindan 440
E abrit. Dinoot 541
aco. dioc 48, II 8
diod 314, vgl. diawt
dioddef 313, II 295, dio-
ddefaint, dioddefiant,
diodeiueint II 48
diog 48, II 8
b. diogan II 481
diolwch II 650
I diosg 312. II 18
aco. diot 313
I b. diou 320, 322. 441,
525, II 127, 430
b. diougan II 481
b. diouz 314. 438
ab.diprim 111, 1161. 413
ac. di-r II 177
dir II 16
E b. dir 207
mb. dirac II 166
mb. dirhaes II 28
mb. dirazoH" II 166, 174
b. diredek 284
b. direza II 28, 294, 300
dirfawr II 10
ac. dirgatisse II 276
dirgel U 10
(E) b. V. dirieu, b. diriou
215. 529, 538
dirmvgu II 576
g. Dirona 78, 532
ac. diruestiat, c. dirwest
80, II 8
dirwY II 16. 597
E b. disk 224
(E) disgar II 8
E b. diskenn 371
R b. diski, disquiff 200,
201
E ac. disd 224
b. V. (are) ziskoe 532
b. diskogella 125
E ab. discou 224
768
Wortindex, ßrit. und Gall.
K (liserth 209
(E) b. dishil'a 50
(E) aco. disliu, b. disliv,
c. disliw II 8
distaw II 10
E distrywio 196, 281
ac. dissiincgnetic 125, 488
mb. dit II 166
ditheu II 157
nb. mb. divije, mb. divise
II 165
E b. diviz 210
b. divlaz II 8
b. divoed II 281
(E) b. divreac'h II 70
diw II 159, 203
E diwarnawt 201, 401
(Z. 40), II 38
diwedd309,410,422,504,
diwedydd422, diwethaf
410
b. diwiska II 18
E diwrnod 201, 312, 313,
402
(E) b. diziaou, diziou 215
b. dizo.ugen 284
b. die 333, c. dled 100,
b. dlefe 488. dleour 314
E b. dluz 333
do 'ja' II 260
ab. do 'zu' 284, 438, II
177, mb. d-o 'zu ihrem'
II 164
b. en doa II 165
CO. doar 'Erde' 66, 519,
522, b. V. doar 530
b. doare 449, 526, II 677
b. doarenn 526
CO. re-thokko 410, II 275,
352, 474
ab. docondora II 338
dodwvf, dodvw II 452
doe 67, 89, 176, 252, 303
b. en doe II 165
CO. b. doen 125, 483. II
413, 474
eo. doer 66, 519
doeth 124,11373,394,452
E doeth 206, 228, 481,
doethawr 206, doethi-
neb n 34
aco. dof 'Schwiegersohn'
48, 164
dof 'zahm', mb. doff 164
CO. dof 'ich werde kom-
men' n 452
aco. doferghi 16, II 3
CO. dog 282, n 291, 474,
dogo I 410, II 474
ab. doguohintiliat 138
ab. doguorenniam 11337
ab. (ti)doihinto II 9
E ab. doith- 228
ac. dolte 99
ac. dometic n30,40, 504
CO. domethy II 301, 517
CO. don 125, n 413, 474
ab. do-n n 177
b. V. don 530
b. doii 164
CO. dones, b. donet, dont
n 453, 454
c. b. dor 32, 255, 428
CO. dor 'Erde' 66, 313,
519 (Z. 4, 7), 522
nim-dorbi II 433, 448
ab. dorguid 14, Uli, 103
(E) b. dorikell II 55
b. dorn 408, dornat n35
CO. doro n 473
g. Doroeoregum 256
(E) CO. dorsona 11 277
dos (Ipv.) II 451, 453
CO. dos (Inf.) II 453, 454
nco. dothans 11 163
CO. dothe n 373, 453
CO. dotho n 163
dothoed, dothwyf H 374,
452
CO. dothyans, dothye II
373, 453
dothyw II 452
ac. mb. dou 55, II 127
b. douar 66, 314 (Z. 22,
37), 524, 526 (Z. 22, 29)
b. donarenn 56, 526
mb. doubloazvat 11 36
mb. doue282,"lI291, 474,
doucque II 474
ac. douceint EI 134
b. doue 59, 320, 322, 526,
530, n 179
aco. douer 17 (Z. 8, 20),
332
mb. dougaf U 413, 474,
dougas II 374, dougen
I 284, n 413, 474
b. doun 35, dounoc'h-doun
II 122
aco. b. dour 17, 35, 332,
416, 449, 523, 524. n 67
b. dourgenn 538, II 33
b. dourgi 11 3
b. dourn 112, 538, n35,
dournad 11 35
CO. dow 55, 441, 521, H
127, dowlyn II 70
CO. down 'tief 35, 332, 523
down 'wir kommen' 100,
n 452
(E) ac dowomisura(m^mi
209
aco. doy 67, 521
CO. dovn 125, 483, U 413,
474
CO. doys n 453
mb. d-oz II 164
dracheuvnt 138
draen 97. 374, 515
E draig 192, II 107
aco. drain 97, 378, 521
b. dramm 87
b. draskl 333
draw II 159, 187
co.b.dre(Präp.)285,286,
438, 440, n 163, 166
CO. dre 'nach Hause' 304
b. drean 97, 380
b. dred 385, 495
CO. drehetho U 28, 294,
300
CO. drehevel 334, 11 24,
300, 412, 532
E dreic, s. draig
c. aco. b. drein 97, 374,
378, 380, 522, 526, b.
dreinek 526
aco. dreis 80
b. dreist 381, 439
b. dreiz, dreiz-enn 80
mb. dreizaff, dreizoude
u. s. w. II 166
drem, b. dremm 42, 87, 495
dremeint, dremynt 373,
494
nco. dren 97, 378
b. dreo 536
co.dres439,ni63, dresof
n 162, 163, dresto I
422, n 162, 163
CO. dretho, drethof 11
163, 174
CO. drey 11 473
CO. dreyn 378, 522
CO. dreys 439
1 mb. dre-z 473
I b. drezenn 80
1 mb. drezouff U 166, 174
j b. dribi 493
I E) CO. drokeleth, droco-
I ' leth, drokkuleth n32,
55
CO. droff n 473
CO. drog 'schlecht' 36,
Wortindex, ßrit. und Gall.
769
n 121
ab. (Irog, drogn 107
dros 381, 439, drossof
462, vgl. trossof
b. drouk 36, II 121
(R) drud 496, 508
drudwen, drudws,drudwy
385, 495, II 16
R acü. druic 192
g. driiida 61
g. dQovyyo?, drungus 107
drwg 36, 410, II 37, 121
drws 80, 280, 281, II 20,
21, 66, 91
drwy 286, drwydi 462,
vgl. trwy
CO. dry II 473
drych 42, 122, 414
drychafael, drychauel
334, II 300, 532
drycket II 37
dryckin 410
(R) dryssavcr 281
drysien 80
drythyll 160
dryw 61
c. CO. b. du 116, II 107,
116, 117, 122
R b. V. dnah 228
duawcn30, ac. dubI116
ac. dubeneticion II 463
(R) ac. dubgint 234
g. Dubis 116
g. Dubnoreix, Dubnorex
35, 51,487,112, 62, 63
g. Dubnotalus 11 5
duc 174,11275,277,282,
284, 374, 375, 379, 394,
474, CO. duk 11374,474,
c. duch n 353, 474,
ducpwyt n 394, 474,
ducsei II 374, 474
co.due 100 (Z. 32), II 452
abrit. AovrjxaXrjdöviog 60,
II 127
CO. -duer 11 433
CO. dues(Ipv.)II452, 453
CO. dues (Ipf.) n 452,
dueth (Präs.), dueth
(Priit.), dueyth I 124,
II 452, 661, nib. dnez
II 453, CO. duff n 452
CO. duf (Subst.) 535
CO. diifa, dufe II 446
dug-am, -ant, -ost, -um
n 374, 381, 382, 474
g. dugiiontiio II 228, 238
duhaf 11122, duhetI74,
I II 37, 119
aco. dui (duiglun, dui-
vron) 322, II 127
mb. duiff II 353, 4,53
ac. duiutit 59, II 41
mb. duiz II 453
b. C. duluf 333
g. Duranacus II 63
g. Dumnocoueros 51, 64,
II 62
g. Dumnorix 487
g. Dumnouellaunus II 63
(aco.) dür 17
CO. -dur II 433
R dur 207
g. Duratius II 9
nco. durdala 11 277
g. Durocasses 256
CO. dus n 452
CO. dutb (Präs., Prät.)
II 452
aco. duw 'schwarz' 16, 116
dnw 59, 303, 322, 384,
452, II 85, 179, duwdid
II 41
(R) duwdod 501, n 42
aco. duy 59
mb. duy n 353, 453
(R) CO. duyow hamlos 238
CO. duyth n 452
dwc 174, 282, n 291, 474
dwfn 35, 117, 383. H 5 ;
dwfr 35, 116, 281, 331,
410, II 50 I
dwrn 281, II 40, 46
-dwv 'Gott' 59, 322, n 85
dwv 250, 322, 441, 443,
n 127, 170, 198, 430, \
dwyfed II 135 I
(R) dwyflwydd(ol) H 127 i
(R) dwyfreich U 70
dwyn 125, 303, 483, H
374, 413, 474
dwyrain 237, II 56, 596,
dwTreI434,526,II596
R dwys 209 ;
dy 'du' II 157, 'dein' I \
284, 286, 442, 464, II
157, 168
dv- 284, II 156, 300
dVa.lu II 276
CO. dval 101, II 6 I
dyair281 j
R CO. dvaul 201, 314, 370
dybi li 446
CO. dvbbrv II 352 I
dvbrvd li 9, 12
dvbwyf II 353, dybyd, \
Pedersen : Vgl. kelt. Gramm. 11.
dybydaf II 446 (Z. 7f.,
27), 448, 452
(R) CO. dy byte II 13
dychanu 474
dychludo 474
dyco, (rv) dycko 410, II
278, 352, 474
dychwel, dvcbwyl II 623
dyckvnet 11 665
dydd 23.42,68,174,281,
' 302, 305, 422, II 92
dydaw II 338, 452, dy-
deuhawr II 391, 394
dydi II 157
dyduc, dydwyn, dydwyth
II 373
dydy II 157
CO. (mar) thyec 48, II 8
CO. dvenkys 313, s. dianc
CO. dvflas II 8
mc, CO. dvffo II 353, 446
dvfod,dvföt 284. 401, 4.35,
II 252, 446. 452, 454
DvfrdwT 322
CO. dyffres 477, II 473
dyfrgi II 3
dyffrvn, dvfFrvnn, dyf-
frvnt 36,' 281, 410
CO. dvfun II 663
dvfwyta II 281
CO. dvffvf II 353, 446, 452
dvgaf 125, 410, II 353,
374, 413, 474, 475
dvganu 474
dygelu II 294, 485
dygettaur II 393
dygludo 474
dvgn II 665
CO. dvghow 36, 520, 523,
II 186
dvgwvdaw, dvgwvddodd
'303, 474, li 372
dygyfranc II 558
CO. dyhow, s. dyghow
CO. dvUas 24
dvled 100, 333, II 66
R dvleitbio '228
dvlusg II 19
dvlwf 169. 333
CO. dvllv 333. II 507. c.
dvivaif II 415, dvlved,
dylyet I 100," 333,
dylyer II 396
CO. dvlvow 375
dvlvii iOO. II 507
dym- II 301
mb. dvm (Hv) II 166
CO. dym II 163, 671
49
770
Wortindex. Brit. und Gall.
dyma 459
dymgyfarch II 301. 302
co.dvramoII671iZ.6, 13)
dy-m-rvt II 671
dyn 69, 89, 166, 281, 302,
376, II 85 (Z. 36), 108,
215
CO. dy-n II 163
dvna 459
dynad, dynhaden 332, 492
CO. dynnargh II 458
dynionach II 25
CO. dynyrghys II 458
CO. dvDvthv II 544
dyoddef 11 504
dvoganu II 481
CO. dyow 36, 520, 523
K CO. dvowl, s. dvaul
dyppo li 353, 446
dyrchafael , dvrchauel
334. II 300, 532
dyre II 454, 596
dvrreith II 373, 596
dyret II 452, 454
dyruaid 11 40
(E) dyrnawt 281, II 46
dyro, dvroddi, dvroi,
dyry. dVrydd U 473
CO. dvs II 163
(E) dysgadoed II 394
dysgartliu II 616
E dysgl 224
E dvsgu 200, 217
CO. dysky II 18
E dyscvl 224
CO. dyso II 163, 168, 671
CO. dvsprenne II 300
CO. dvth 42. 370, 519, II
92; 132
CO. dythane II 508
. E CO. dvveyth 228
CO. dyvotter II 281
dvw II 92
CO. dyw 322, 441, 521,
II 127
dvwat II 373, dywawt,
' dvwedaf I 182, 410, II
373, 381, 393
dyweddi , dyweddio II
301, 517
dywedut II 38, 373, 412,
dywedynt II 337, dy-
wespw^t II 393 (Z. 33,
36), dywetto 1410,11352
E CO. dywolow 314
dywot II 373
CO. dywy II 508
E CO. dywys 210
E CO. dzhiaul 370
b. e 'in' 402
b. V. e (vor derainf.) 285
b. V. e (Verbalpartikel,
= a) 285
b. e (Verbalpartikel) 426,
427, 472, II 164 (Z. 19,
22), 229
nc. e (Verbalpartikel, =
ef) 472
CO. -e 'er' II 160, 161
mc. -e- 'ibn, sie' 406, II
157, 158, 171 (Z. 5, 12,
26), 665 (Z. 9)
nb. -e- 'ihn' II 164 (Z. 38)
c. -e 'sein' 442, II 157,
-e 'ihr' II 157, b. -e, e
'sein' 442, II 164, 173,
-e 'ihr' II 164, vgl. he
CO. -e 'ich' II 160, 161
mb. e 'ist' II 426
b. eal 'Füllen' 103, II 661
Emb.eal 'Engel' 224, 525
nco. ean 109, 248, 378,
483, vgl. oan
b. V. ean 'er' 319
b. V. ean 'Himmel' 319
eang 107, 178, 290, 312,
II 10
E b. ear 203
nco. eath 123, 248, 319,
378, 11-129, eatag II
133, eathas II 135
b. V. eauk 530
b. eazl23,380,II373,452
eb 'inquit', s. heb
nco. ebbarn. s. ebron
(E) ebawl, s. ebol
ebe 129, II 621
b. e-ben 36, 47, 535, 11196,
215
(E) b. ebeul, c. aco. ebol
36, 122, 279, 335 (Z.
25, 30), II 54
E ebostol 236
ebr II 179, 621
b. V. ebr 38
E CO. ebral, b. ebrel, c.
ebrill 148, 192, 237,239
CO. ebron 38, 289
g. Eburomagus 365
g. Eburouices 256
echain II 295, 672
echel 78, 373
g. Equos 4
b. ed 41, 304 (Z. 24, 39),
II 58
edaf 132, H 61
(E) nco. edatior 135
ab. edemnetic 169, 380
b. edenn II 58
edervn 373, s. adervn
edeu 132. II 61
Edeyrn 423
edlygii II 292
edmygu II 576, 581
edn 90, 135
nco. ednack II 133
ednebyd II 447
b. edo, edoa, edoamp,
edoent, edoff, edomp,
edouch, edoun, edout
II 424, 427
CO. eddrek 134, II 594
edrych 422, edrychawd
II 372
edwyn II 373. 379
mb. edy, edynt II424, 426
edyw II 452
b. eeun 92, 314, 320, 525
ef 442 (Z. 261, II 155, 157,
160, 170, 428, mb. eff
II 164 (Z. 3, 28), 170,
c. ef a I 416, 472
E effaith 221, 228
efe 277, 302
mb. effezo 426
efo 277, 416, II 157, 170
CO. effo II 352
mb. efFoe 426
E Efrai, Efrei, Efroec,
Efrvw 191. 253
efydd' 166, 351, 375, 537,
II 17
b. egiedoff, egedounn
II 166
CO. egen II 424
b. eget 530, 531, II 125,
261 (Z. 24, 27), egetan,
egeti, egeto II 166,
vgl. egit
mb. egoetou II 166, 671
mb. egnidoff u. s. w. II 166
b.egile 47,51,11196,215
b. egit II 672, vgl. eget
mb. egait 530, II 166
E aco. eglos, c. eglwys
198, 208, 229. 452
E egr 229
ac. egiiin 107
E egwyddor 226, 373
mb.egaytaf, egiyte II 166
aco. ehal II 661
mb. ehanaff II 295
ehangder 290
ehawc 73, 252, II 100
Wortindex. Brit. und Gall.
771
ehed, ehedec. ehedeg,
ehedfan 91, 1162,412,
413
rab. ehet II 353
rab. eheuo 73, 252
mb. eheut II 353
aco., mb. ehoc 73, 252
ehofyn 517, II 12 (Z. 8,
24), 295, vgl. eofn
b. V. ehomm, ehoraek,
ehomigeh 169, 288, 531
mb. ehomp II 353
K b. V. ohour 530
ei 'sein' 442, II 158, ei
'ihr' I 406, 407 (ei
nhain, ei mbam), 415,
II 158, ei 'ihn, sie' I
406, vgl. a'i
eich II 158
b. C. eid 505
eiddaw 69, II 157, 170,
173, 260
eiddew 289, 303, 538
eidi II 157, 170, 173
eidion 370
eiddocb, eiddof, eiddom,
eiddot II 170, eidunt
II 157, 170, 173
K eigion, eigyawn 206
b. V. eih 504
rac. b. eil 69, 320, 380,
381. 446, 542 (peb eil),
II 59, 135, 196, 197,
vgl.ail;c.eilfedII135
eilun II 59
b. eilzimezi 426, 474
ein (Fron.) 402, 407, II 158
b. ein 'Lämmer' 109, 248,
483, s. oan
b. ein 'Vogel' 90, 135,
430, 526, 528
eingion, einion 92, 114,
372, 379
einom II 157
b. eintaff 163
einweh, einym, einyvrch
II 156, 157, 170
eira 104, 372, s. eiry
eirch II 458, eirchat,
eirchiad I 70
eirif 113, 278, 375
eirinen 103, 279, 374
eirmoet 372
eirv 282, s. eira
eirvoet 312, 372
eisen 85, 331 (Z. 20, 36),
372, 374
«istedd 70, 72, 289, 303,
410, eisteddfod II 14,
eistetho I 410, II 352
b. V. eit 530, 531
eithaf II 123, eithr II 44,
vgl. eithyr
eithyd II 373', 374
eithyr na II 256, vgl. eithr
b. eiz 123, 248, 319, 381,
II 129, eizved II 135
b. ejomp II 373
b. el 'im' II 177
b. V. el 'wie' 531
el, b.y-el 11353,356,452
E CO. el 224
eil (pumj)) 413, II 214
elain 138, 173, II 48
CO. eilen II 353, 452
eleni 113, II 190
aco. elerhc 16, 40, II 33
R aco. elester, c. b. elestr,
aco. elestren 192, 216,
373
(R) elfen 200
aco. elgeht 16
R c. ab. eli 197
c. aco. elin II 59
ac. elinn, s. ellyn
CO. elln, mb. y-elo, elot
II 275, 353, 356, 452
aco. eis 500, c. elltrewen,
ab. eltrogiieu 14, 137
(R) b. elveun (-dan) 200
ellwng II 565, 570, 580,
677
el(h)wvf II 353, 355, 452,
666"
CO. elvn II 59
ellyn 'l37, 373, 382, II 57
ac. em II 157
CO. em-, b. em 285, 492
(vgl. Nachtrag II 663,
666\ II 297
mb. em 'in meinem' II 164
b. ema 96, II 421, 427
rab. emaes II 665
b. emaoun u.s. w. II 427
R b. embouda 238
b. eme 461, II 580
ac. emedoii 166
ac. emmeni, aco. emenin
46, 109, 118
b. emeusomp II 165 f.
b.emez,emezatV, emezhaü,
emezhi, emezho II 580,
vgl. eme
ab. emgruit 14
ac. emid 166
CO. emlathe II 297
b. emoamp II 166
b. emolc'h 106, 413
b. emonn u. s. w. II 427
b. empenn 130
R CO. emperour, eraperur,
emprour 237, 519
CO. empvnnvon 130
(R) b. emrentaff II 297
R emys 241, 374
b. emzivad 487
en- 45, 115, 137
CO. ab. mb. b. V. en (Ar-
tikel) 284, 285, 403 (V.
en eu, iü, en eriien),
444, II 177, 178, mb.
en (Adverbialzeichen)
I 445, II 77, 178
b. -en- 'ihn", 8. hen
mb. en (pleonastisches
Fron.) II 428
CO. en 'ich war, wir waren'
II 422
ac, b. en 'in' 392, 402,
403. (en a, en ha. en
noar), b. e-n, enn 'im'
II 177
CO. ena 'dort' II 187
(R) nco. ena 'Seele' 170
mb. ennaff, ennhaff 422,
II 166
enaid 170, 282, II 40
R enaiut 224
enawel 60. II 10
(x ab. enbit II 659
b. enk 107, 178, 388 (l.
7, 40)
mb. enqiielezr, aco. en-
chinethel 45
R aco. encois 209, 230
ac. enderic, nc. enderig
21, 115. 373
(R) b. enderv 200
b. endevoant II 166
endewais, endewis II 652
ab. endlim 115, 148
b. endra 473
(R) CO. b. ene 170, 320
(Z. 14), II 111
mb. ennhe II 166
aco. eneb 38
(R) CO. onef, mb. eneff
170, II 111
eneit, s. enaid
b. en em 278, 285 (vgl.
II 663), 474, 492, II 297,
666, eu om-voada 1433
encp 38, 184
nco. enues 109
49*
772
Wortindex. Brit. und Gall.
E b. enet 200
b. enn eur 447
E CO. enevalles 240, 280
b. V. enevat 487
E nco. enez 200
b. enez, enezenn, enezi
156, 381, 382
enfawr 288, II 10
mb. englenaff 95, II 539
CO. -engy, 8. -ensy
ac. ennian, s. eingion
ennill 115, 148
enllyn 115, 147
enmetiam 489, II 337
CO. b. eno II 159, 167
b. ennot, enoixff, ennoun
u. s. w. II 166
enrhyfedd II 10
CO. ens 'sie waren' II 422
CO. -ense, -ensy II 160,
161, 185 (S.Ott-, wott-)
mb. ent (Adverbzeichen)
425, II 77, 178, 192
E ab. entic 192, 231
entraw 137, 139
b. entre 139, II 166, en-
trocb, entromp II 166
ac. enuein 46, 169, 373,
II 112
b. eÜY 255, 389, II 67
E b. efvor 194, 492
enw 46, 169, 334, 373,
414, 516
enwir II 10
enwyn 45, II 10
ennhy II 166
ennyn, ennynu II 508
CO. envs 156
b. 80 320, II 422, 426 (Z.
7, 16, 26), 430, 447
b. eok 73, c. eoca 410
eofn 263, II 12, s. ehofyn
sog 73, 303, 410
E b. eol 194, 322
b. eoll 314
b. eomp II 452
b. eon 61, 62, 380
b. eontr 55, 62, 320
E b. eor, s. heor
eos 312, vgl. eostik
E b. eost 212
b. eostik 283, vgl. eos
ab. ep 404, s. hep
epil 410
E epistol 236
g. Eppius, Eppo, epo- 477,
II 63, Epomanduodu-
Tum 1 256, Epona 1 36,
II 56, eporedias I 4,
Eposognatus 14, 35, 36,
48, 119, Eposterouidus,
Epotsorouidus 1 80, 532
E CO. epscop 202
0. CO. er (Präp.) 372, 438,
e. er- II 156, 671
e-r- II 295
b. er 'im' II 177
b. V. er (Artikel) 285, 444
aco. b. er 'Adler' 491, 543
nco. er 'Schnee' 104, 377,
523
E b. er 203
b.V. er 'Schlange' 323,530
E CO. erberow 199
c. CO. erbynn, erbvn 248,
377, 378, 437, 452, 519,
II 72, 74
erch 126
b. erc'h 104, 380, II 33
abrit.Ercagni, ac.Erchan
12, II 27
ab. ercentbidi-te II 442
erchi, ac. erchim 165,373,
II 61, 413. 458, c. er-
chis II 372, 376, 377,
458, erchit II 392
ab. ercor II 5
ab. erderh II 5
erdolwg, erdolvgu II 650
b. ere 100, 113, 380, 382,
II 593
eredic II 412
b. ereet II 413
ereill 283, 289, II 196,
CO. ereil II 196
b. eren II 56, 413, 593
b. erer 491
aco. ereu 63, 334
ergrynu II 292
ergwyno II 496
ergyr II 5
eriöed 312, 372
I mb. erlecguez II 565
er mwyn 452
CO. erna 473, II 184, 326
erni II 159
b. ero 63
nco. erouh 502
E erthygl 229
b. V. erü 'Furche' 335
b. V. (en) erüen 403
b. ervad 445, II 77, 178
I E b. ervoas 202
! CO. ervyre II 292, 472
j c. aco. erw 63, 334
I eryr 491
eryueis II 275, 276
CO. es 'ist' 520, II 428 f.,
es 'du warst' II 422
CO. es 'als' 11125,163,261
CO. yth esaf II 233, 424
CO. eskar II 8
ab. esceilenn 76, 113,
333, 380
g. EaxiyyoQBi^ 149, II 97
E esgob, aco. escop 'Bi-
schof, b. eskop 202,
217, 280, 332, 375, aco.
escop angeblich 'lepi-
sta' 202, 217, II 662
esgor II 615
esgordd II 615
esgud 76, 81, 152, 359,
385, 514,117, b.eskuit
I 76, '231, 528, II 7
E esgusawd II 46, 110
E esgyn 192, 198, 225,
nco. eskvnvas 192
CO. ese II 424 (Z. 36, 41),
425, 431
g. essedum 86, 152, 392,
633, II 6, 298, 605
aco. esel II 54
CO. esen, eses II 424
CO. es eth II 452
(E) CO. esethe II 605
CO. esof 502, II 233, 424,
eson, esos, esough II 424
CO. esough 'als Ihr' II 163
CO. esow 41
g. esox 73, 532
G nco. est 304
b. V. estik 283
ab. estid 70
E aco. b. estren 194, 197,
220
g. Esugenus 73, 532
g. Esus 56
E essyn 374
CO. eth 'wirst gehen' II
452, 'ging' I 123, 521,
II 275, 373, 452
ab. etbinam II 463
ac. eteiu 132, II 61
CO. ethen 90, 135, 430,
vgl. hethen
ac. eterin 90, 373
K CO. ethewon 196
ac. etmet 162
ab. etncoilhaam 74, 90,
135, 280, II 18, 23, 337
CO. ethom 169, 385
E CO. ethow 196, 385
b. etre, etrezounn 139^
Wortindex. Brit. und Gall.
773
ir 166
K ethrywyn 234
etweinit, etwenwch, et-
weynwch II 373, 547
ethym, ethynt, ethyw
II 374, 378, 452
-eu (Augens) II 184, 185
eu 'ihr' 283, 407, II 157,
158 (Z. 28, 32), 173
mb. ou 'ist', 8. eo
b. V. (en) eu 403
(R) b. eubeul 335
R b. eübi 197
CO. -eue et' II 160
mb. cuel, s. evel
aco. euhic 16, 251
ab. Euhocar 284
aco. euitor 55
b. eun 57, 285, 287, 447,
529, 542 (zu 278), II
126, 667
b. V. eun 530
aco. eunbiasic 92, 138,
500, ab. eunt 92
euod, euon 98, 99
ab. euonoc 61, 62, II 30
R eur, s. aur
b. eur 'mau ist' II 422
b. eur 'ein' 155,285,287,
416, 447, 529
R b. eur, heur 'Stunde'
206, 542
R b. eur 'Glück' 212, 541
(R) eurach, s. eurych;
euraid II 40, eurdde
II 28, aco. eure II 23
R b. euret, eureud 203,
206, 335 (Z. 23, 30)
(R) eurin II 59, eurych
II 26
R mb. euryen 207
mb. era eus II 165
b. V. eutreune II 71, 107,
eutru I 530
euthuiu 123, 374, II 373,
378, 452, euthyw II 374
aco. euuin 16, 107, II 59
b. euver 49, II 50
b. eux, euz 524, II 422,
426, 428 f., am eux, em
euz, ec'h euz II 165;
vgl. CO. evs
b. eva 'trinken', co. ova,
eve 289, II 352, 552
CO. eva, eve 'er' 11160, 161
b. evel 286, II 166, 192
(evel heun), 331 (euel
pan), vgl. hevel; evel-
doun, eveltail, evelti
II 166 f.
b. evit 530, 531, II 125
b. evn 90, 135, 430, 528
CO. evn 313, 522
CO. evs 520, II 428 f.
CO. ewen, s. evn
ewig 251
ewin 107, 381, II 59,
ewincarn I 156
ewyll 314
ewyn 61, 375, 514
ewythr 55, 60, 139, 485,
514, II 44
g. Excingomarus 77
g. Exobnus, Exomnus 49,
295, 517, II 12, 295
CO. evU 69, 377, 446, 522,
iri96
CO. eys 41, 519
eyt II 338, 451
mb. ez 426, 472, 473, II
229 ff., 239, 252, 424
b. eze, ezeff II 633
b. ezel II 54
mb. ezn 90, 135, 528
mb. ezneu II447, 448, 547
b. ezomm 169, 288, 385
b. ezomp II 373, 452
mb. ezreuell 528
-fa 374, II 15
R ffa 192, 221
R ffaeth 228
R mb. faff 192
R ffafr 215
fal 165, 286, II 230, 256
(ual),325(Z.25,39),326,
331, fal hyn II 192
R CO. fallens II 352, b.
fallout II 448
R fi'als, CO. b. fals 147, 220
(R) b. falvezout II 448
R b. fanul' 210
R b. fao 192, s. fav
R b. faoonn 221, 222,
Faouet 221, II 39
b. faouta, faoutet 77,
320, 528
R b. faoz 220
R ffasg 221
CO. fatel, fattel 424, 473,
11 671
R ffau 214
R ab. fau 221, 222
R nco. b. fav 192, 221
R b. favonn 221
R iTaw 240
R ffawd 203
CR) ffawydd 221, 222
fe 472, CO. -fe 'er' II 161,
8. ve
R b. feiz 42, 201, 224
fei 165
R b. feil II 448
b. felc'h 75, 106, 176, 188
felly II 192, 665
nco. felsa 77, 378, 524
R aco. fenester, c. ffenestr
i 221
I R ffenigl, aco. fenochel
202, 210
R CO. fenten 195, 335
b. feon 68
ffer 75, II 53, 101, aco.
I fer II 660
j ffern II 53
' R b. feskad, feskenn 221
, CO. fes-te II 161
I R CO. feth 201. 224
CO. fettel 473, II 671
R b. feunten, feunteun
195, 335 (Z. 21, 30)
-fi (-fifi, -ui, -uiui) 464,
II 155, 157
R b. fiez, c. fagys 228
(R) b. finvez II 14
R ffiol, ffiolaid II 40
ffion, ac. fionou 68
R aco. firmament 201
R aco. flair, c. fflair, ac.
flairraaur 223
CO. flehe8(ygow), s. flogh
R c. ffleirio, b. fleria, ab.
fleriot, CO. flerye,fleyrye
223, II 338
aco. flogb, nco. flöh 16,
304, II 31, 71
R aco. flurrag, c. fflureg
235, 289, 491
CO. (ryth) fo II 161
fo 472
R ffo, CO. fo 196, vgl. ffoi
R b. fochou 505
(R) aco. fodic 208
R b. foenn 208
mb. foeonnenn 68
R ffoi 303, 516. vgl. ffo
(R) ffolcen II 33, co. fol-
neth II 32, aco. folter
I 500
ffonn 75, 375, II 86
(R) ffonnod II 38
(Rl flont 302. 312
R fforoh, b. forc'li 230
Cr ffordd 302, nco. forS
434
774
Wortindex. Brit. und Gall.
E nco. forh 230
E aco. b. forn 221, b.
fornigell II 55
(yj fory 99, II 79, vgl.
afory
G aco. fosaneu 524
E ab. fou 221, 222
b. V. i'oueric 49
E b. fourn 221
E mb. fouzaff 233
E nco. fow 214
(E) fowcb 303
E b. foz 371, 504, 505
b. frao, nco. frau 81
(aco.) freg 16, 17
E b. V. freh 530
E b. V. frebein 229
E b. frei' 222
b. freon 68
E b. freuza 229
E ffrewyll 221, 222, 491,
514
E b. friant II 49
mb. froan, c. fifroen 82,
125, 376
E b. froeza 229
b. fron, s. froan
E g. Frontu 49, 206, 248,
II 108
aco. frot, b. froud 35, 82,
174, g. ^Qovdig 537
E b. frouez 229, 483, 526
E ac. fruinn 208, 221
E aco. fruit, co. frut
229, 483, 519
g. Frutonius 537, c. ffrwd
35, 82, 174, 361, 383,
II 34
ifrwst 81, 136
E ffrwyn 208, 221
E ffrwyth 229, 483, 526
fry 462
E ac. fual 220, 226
CO. (re) fue II 161
ffun384(Z.32,40),II628
E aco. funten 195, 335
E ffur, aco. b. für 207
E ffurf, aco. furf 205, 241
E ffurfafen 201, 203, 241
E mb. furm 205
(E) b. furnez II 32
E ffust, CO. b. fust 221
(E) ffwlcyn II 33
E ffwrn 221
E ffwyn 208
fy 'mein' 150, 243, 284,
286, 287, 401, 464, II
157; fy(fvfi)'ic.h'II157
E ffvdd 42, 201, 224
CO. (ny) fves II 162
E CO. fylly II 337
CO. ny fynnaf, s. mynnaf
E ffynhawn, s. ffynnon
ffyned 384, II 628
E ffvnnon , ffynnhonell,
CO.' fvnten '195, 234,
288, 383, 501, II 55
(E) CO. fynwetb II 14
(i) fyny 517
E ffvrf 333
E (aco.) fyrvav 201
CO. (ov) fysky 524
E CO. fvth 201, 224
CO. (ty a) fytb II 161
(Z. 22, 37)
fyth (vYth) 462
CO. -ga"ll 160, 175
g. gabalus 39, 334
g. Gabromagus 117
b. gad II 108
gadael, gadu 288, 502.
II 412
gaeaf, ac. gaem 66, 164
g. gaesum 74, 96, 532
gafael 95, II 532
gafl 39, II 53, gaflach
II 25
gafr 117, 332, 372
gair 144, 380
CO. galla 11 337, c. co.,
mb. gallaf -I 156, 157,
481, 524, II 25, 275,
337, 415, CO. gallan II
337; vgl. gallo, galsen,
gallu
c. CO. galar 280, II 25 (Z.
8, 31), 50, 66, c. gala-
reb II 34
c. CO. gallas 'ist gegan-
gen' II 275, 285, 353,
374. 452
CO. gallo II 337, mc. gal-
lel II 412, CO. gallen,
mb.galbennII337,352,
b. galler II 392, 396,
gallout I 433, 465, II
412, vgl. gallaf
CO. galow 334, vgl. c. galw
CO. galse 'war gegangen'
II 275, 374, 452
CO. galsen 481, galser
II 392, vgl. gallaf
CO. galsof 'bin geworden'
II 374, 376, 452, gal-
sons II 374, 452
gallt 137 (Z. 8, 22), 435
gallu II 61, 412, vgl.
gallaf
b. V. galiiein 531, b. gal-
vet, c. galw 491, II 392,
c. galwaf II 337, vgl.
CO. galow
gan 'mit' 138 (Z. 21, 30),
285, 286 (Z. 5, 22), 287,
438, CO. gan 539,11 162
CO. -gan- 'uns' II 160, 169,
175, 'unser' 11160,175
mb. ganas, gauat II 391,
vgl. ganer, genel, c. geni
ganddo 422
b. ganedigez II 32
b. ganen u. s. w. II 167
mb. ganer II 391, mc.
ganet (ny mat anet) II
277,391, b. ganet 1175
b. ganez II 167, 168
co. ganow 156
CO. gans, gansam, ganse,
ganso 138, 285,422,438,
502,539,11160,161,162,
163, 172, b. gant, gan-
taff, gantail, c. gantaw,
ganthaw, b. gante, c.
gantunt, gantbunt, b.
gantv 1138 (Z.22, 39),
285, 422 (c), 438, II 159
(c), 162, 166, 167
b. gaol 39, II 53
b. gaor 117, 525
b. gaou 55
b. gar 408
nco. gara 502
c. aco. b. garan 38, II 56
E garawys 193, 203. 220,
225, 231. 278, 313
G gardd 110
c. CO. b. garm 144, II 60, 67
b. garo 334
garth 136, 180
b. V. garbue 334, c. garw
227, II 116
E b. garz 'Gänsericb' 382
b. garz 'haie', s. garth
CO. -gas- 'euch', 'euer'
II 160, 161, 169, 175
CO. gase 502
gast^ 283
gau 55
gauaf 66
aco. gauar 117, 332
aco. gauboc, s. gouhoc
CO. gavel95, II 532 (Z. 39)
CO. gaver, b. gavr 117,
380, 531
Wortindex. Brit. und Gall.
775
gawr 144
CO. ge 'du' 502, II 180
ac. gebel, c. gefail 'Zan-
ge' 39, II 54
gefail 'Schmiede' II 54
CO. an geffe (Konj. Ipf.)
II 161, nvn gefe*(Prät.)
II 162
K gefeil 222, 240
CO. an gefes II 161, 425 f.
mb. gneü 117 (guefl?)
CO. an geffo, yn gefyth
II 161
geill II 337, 343
geilw II 337
(R) geiriadur II 43
geist 283
aeo. ghel 16
mb. gnell II 337, co. gel-
ler, mara keller, c. gel-
lir II 392. 396
CO. gelow II 337
aco. geluin 118, 378
CO. gehvel 334, 491, II
412, c. gelwi, gelwit
II 337, 392, b. gelver
I 491
R gern, ac. geuimou 222,
241
CO. -gen- 'uns', 'unser'
II 160, 161, 169
gen, mb. gi^en, aco. genau,
g. Genaua 17, 83, 156,
II 16, vgl. geneu
CO. genef 285,539.11162,
163, mb. gueneff I 286,
il 166
b. genel, guenell 95, II
412, 533
CO. genes 'mit dir' II 160,
mb. guenet II 166
geneth 369
geneu 156, II 16, 91
mb. gtienez II 166. 168,
191
geni 95, 373, II 533
genni 39, 157, 160
b. genou, s. gen
genti, gcntbi II 159
R CO. genvar, b. genver,
genveur 204, 215
geunyf, genbvf 285, 462,
II 159
CO. genys II 533
b. geo 98
b. geol 117
b. geot 96, 525
CO. b. ger 380
gerran 83
b. gervel (gueruell) 491,
II 412
CO. -ges' 'euch, euer' II
160, 169
b. V. get 138, 287
b. V. geu 529, vgl. c. gau
CO. (nyn) geuas II 161
geudab II 34, geudy I 55
aco. geuelhoern 39, II 54
b. geure 335, II 374, 379,
vgl. guerue
b. geuz II 428
CO. (an) geva, fyn) geve
II 162
b. gevol II 54
R b. gevell, b. V. gevel
222, 240, 531, II 54
CO. (an) gevo II 161, (an)
gevyth 11161,162,425
CO. gew 74. 96 m. Ntr.,
322, 435, 520
gewyn 369
CO. geyth 42, 369, 370,
543 (Z. 1)
g. Giamillus, Giamon.
66. II 56
R b. giber 238
ac. gill), gilbin 118. 375
mb. gujllif II 352, 356,
guillir II 392, guilly
(Ipf.) II 337
b. Tr.V.gir529(Z.21,30)
CO. -gis- II 160
mb. guitibunan 286, II
213 253
b. gläc'har 280 (Z. 19,
24), II 25, 50, 66
b. glad 157, II 34
glan 147, 302, 303, 476,
II 42
b. glan 'Wolle' 888
c. b. glann 38. 302, II 95,
96 (Z. 29)
ac. glanstlinnim 83 f.
glanwaith 303
b. glao 525
b. glaou 63
glas 79, 1118, g. glastum
79
1 b. V. glaü 531, b glavek
525
b. glaz 79
nco. b. gleb (Adj.) 60,
540, b. gleb (Ipv.), gle-
bia, glebit 370
(R) b. glebor II 52
b. glec'h 128
b. glefe 488
gleindid II 42
mb.glenn38, c.glennydd,
s. glann
b. Tr. glesker 493
(R) glesni II 18
(R) ac... glibor 60, 11 52
b. V. glih 60
c. b. glin 1.56, II 66, 70
1). gliz 60
gln 63
b.gloanl58, 179, 536, 540
mb. gloat 157
mb. gloeb 60
b. V. gloestr 493
gloew 67, 334
mb. glou 63
b.V. gIouah(enn)498,535
R b. glout 196
CO. glow 63
aco. gluan 16, 158, 179
b.V. gl üb 529, mb. glueb
60
(R) mb. gluebour II 52
mb. gluesquer 493
mb. gluiz 60
R glwth 196
CO. glvn 156, .520
glynn'38, II 66
glynu 95, II 539
gnawd 48, gnaws 49,486
gne II 97
gnif II 544
mb. gnnu 61
c. CO. g(i- 253. 438, c. go
278, 449. 475. II 13
b. go 'fermente' 65
b. goad 314, 385, 433 (Z.
5.8.33), 536 (he voad),
(en em) voada 433, 536
b. goaf, goaff 74, 96. vgl.
goao
mb. goagronenn 493
b. V. goai 530, 531 (Z.
28, 34)
b. goanak 385
b. goanv 66, 164, 320. 526
b. goao 74, 252. vgl. goaf
b. goar 'er weiß' 59, 113,
433. 483, 526, II 391,
406. 523
b. goar 'krumm' 59 (Z.
11, 33), 94, 526
b. V. goas 531, mb.
goasoniez II 32
b. goaz 103, 433, 483, 526
g. Gobannilnus, Gobaunio
86. II 112
776
Wortindex. Brit. und Gall.
gobant II 10
gobennvdd II 12
E b. gober 222, 435
CO. gober, c. b. gobr, c.
gobrwy, gobrvnu 11 16, 1
497 " !
gobwyllo II 485 1
gochanu II 481 I
gochel,gochlvd474,II485
goddef II 295, 504 l
aco. goden truit 34
godineb II 34
godiwawd, goddiweddu,
goddiwes II 373
godro 97
godyrddu 494
E b. goel 'Segel' 208
E b. goel 'Fest' 214, 223
b. goelan 23
b. goeled 386, 526, II 38
b. goelo 321, 433, 435,
goelvan 314, 433
b. (war) oenklo 139
b. V. goerein 530, b. goero
97 304 324
(E) (i) ab.' goerp 227, 382
E b. goest = boestl 435
b. goest, goestl 136, 332,
493
b. V. goet 530
b. goetaour II 14
c. CO. gof, mb. goff II 54,
104, 112, c. (aco.) gofail
II 54
gofal II 48
gofaniaetb II 32
CO. (re) woffe II 446
gofeiliant II 48
gofuno, gofyn, gofynaig
281, 385, II 451, 582
goganu II 481
gogartbu II 616
gogelu 474, II 485
gogledd 68, 253
gognaw 61, 177, 536
gogr, gogrynu 124, 331
goheb II 621
gohen II 10
E CO. gol 214, 223
CO. golas II 38
ab. golbinoc II 30
E b. golc'hed 196, 230,
436
golcbi34, 59, 126,381,414
(E) golcburies II 43
b.golei, V.golein 381, 530
CO. goleow 139, 362, vgl.
goly
CO. goles II 38
goleu 82, 98, 186, 351,
II 26, b. V. goleu I 529
gollewin 107
golfan 184
CO. golhy 34, 126, 435,
535 (a wolgh)
b. Tr. golo 'Kerzen' 529
c. b. golo 97, 184, 304,
II 573, c. goloi I 98,
376
CO. golow 98
aco. gols 500, 535
CO. golsowas 370, 489
aco. goluan, mb. goluann
184
golud 54, n 39 (Z. 8, 9,
14)
b. golvan 184
golwch II 650
golwg 122, 174
gollwng II 580
(E) CO. goly, goly-ow 313,
II 18, vgl. goleow
(E) CO. golyas II 36
gommedd II 580
CO. gon, mb. gönn 519,
II 232, 447, 523, 524
CO. gones, gonetheugh,
gonetbys, gonys 104,
379, II 545
c. CO. gor- 23, 136, 246,
474, 475, II 10
b. gor 'Geschwür' 108
CO. gor 'er weiß' 59, 113,
483, II 383, 391, 406,
523
gorchan , gorchegin 11
365, 481
(E) gorchvmmyn II 296
gordd 114, 364, 435
gorderchat, gordderchu
536, II 35, 412
goreb II 621
b. göret II 601
goreu (Superl.) II 121
(Z. 30, 34), 124
goreu 'tat' II 374 (Z. 13,
16), 379, 453, 474. 545
(Z. 11, 25)
CO. gorfen, gorfenne 130,
II 6, 525
gorffer II 441
gorfoli 474
gorfot II 443
gorfrwd II 10
gorfyn, gorfynt 168, 414
gorfynydd II 12
(E) CO. gorhemennaf II
296
gori 108
gorllewin 107
CO. gormel 474
gormes 136
CO. gormola 279, 474
(E) goror II 51
gorphen 130, 414, 474,
518, II 6, 525
gorsedd 72
gorsin II 663
gorthaw II 652
CO. gortheby II 296
gortbo, gortboi II 655
CO. gorthyp II 621
goruc, gorucpwvt, goru-
gum II 373, 374, 381.
474, 475 (Z. 2, 21), 545
gorwedd 334, 474
gorwydd 58
CO. gorrvb II 621
gos- II 295, 671
aco. goscor, b. V. goskor,
c. gosgordd II 615
CO. goslow 489
gosmeithio II 295
E gosper 198, 214, 219,
II 19
gostegu II 295
gosymdeithio II 295
CO. gotb 'Gans' 521
CO. gothaf, a wotbevy II
337, 504
CO. gothes, gothons II 523,
gothvos, gothvyth II
446, 447, a wothye,
wothven, wothvens II
348, 383, 447, 523
b. gou- 438
mb. gou 55
b. V. gouk 531
b. goude 464, 501, II 167,
417
b. V. gouer 530, mb. goue-
zaff II 447, gouffenn I
423, II 352, 447, 665
b. V. gouhe, b. goubez 514
E b. gouhin 204, 222, 382
aco. gouboc 16, 17
E b. V. gouil 530
E b. gouin, s. gouhin
b. goulaz(enn) 493, 535,
II 10
b. goulennom(p) 488 (Z.
23, 34 1
(E) b. gouli II 18, s. gou-
lyou
I
Wortindex. Brit. und Gall.
777
h. goullo 34, 148
b. guiilou 98, 529
mb. goulyau , goulvou
139, 314, 362, s. gouli
b. gouraon 87
b. goun(n) 433, II 447,
523, 524
b. gounezet, gounezo,
gounid 104, 528, II 545
b. gour- 246, 475, II 10
CO. b. gour 42, 519, 535
(co. wour)
(E) b. goure'hemenn II 296
b. gourdadou 23, 33
b. gourfenn 130, II 6
b. gourgamm II 10
b. V. gouriad 'Wurzeln'
II 35
b. V. gouriat 'nähen' 60
b. gouriz 43, 125, 382,
483, 493, 525, II 91
b. gourner 124
b. goiirni 23, 33
b. gourvenn, gourvent 168
b. gourveza 334
b. gourzen II 10
mb. gous 136, 11392,523
rab. gousifyat 389
mb. gousot 11 523
Kb.gousper 198,214, 219
goustad 34, 79, gousta-
dik II 31
b. V. gout 531, mb. gou-
viet II 447
b. gouzanv, gouzav II 295,
504
b. gouzouk 63, II 29
b. gouzout 136, 423, II
352, 412, 447
rab. gouzroncquet 124
mb. gouzuout II 412,
gouzvezet 1 423, II 447,
gouzyenn II 383, 447,
523
b. govel II 54
CO. govenek 385, woven-te
II 161
CO. govos II 447
CO. govyn II 451
CO. a wovyth II 446
CO. gow 55. 435
aco. g(n-f 66. 164, 320
K CO. goyl 208, 521
R CO. goyn 204, 222, 385,
521
CO. goys 322, 385, 502,
521
CO. goyth 102, 483, 521
mb. gozro 97, 324
mb. gra II .546
b. grac'h 60, 159
R b. grad 205
R gradd 193
graen 103, 515
CO., mb. graf 96, II 546
b. gragez 380
1). grabint II 354, 546
graian 67
(I) graiandde 422, II 28
c. b. grann 46, 119
b. (g)rann 'ich tue' 433,
vgl. graf
R gras 141, 486
mb. grasenn II 374, 546
R aco. grat 193
(R) Gratlaun 205
grawn 52, II 57
R grawvs 193, 231, 313,
321
mb. (g)razve II 373
c. b. gre 98
b. grec'h 540
b. grek 60,161,248,380,
433, 540 (Z. 19, 26), II
107, aco. greg 1 16, 17,
60, 161
CO. wreg 'tat' II 374, 545
R b. gregach 213
b. Tr. Corn. gregonenn493
b. greiz 43
aco. grelin 98
mb. a rer II 396
CO. wresse II 545, mb.
gresomp II 374, 546,
CO. gressys II 374
b. greun(enn) 5'2, II 57
mb. grez II 374, 546
b. griat 60, 11 544
b. grichou 505, s. gri-
sienn
mb. grif, gris II 354, 374,
546
b. grisienu, grisiou 69
(Z. 14, 35), 380, 505,
II 58, 91
gro 63
mb. groa II 546
b. groac'h 60. 159
mb. groaff 96, II 411,
453, 546
mb. groagez, groek 60,
8. grek
R Groeg 213, 253
b. groez 108, 540
R b. V. groh 202, 236
aco. gronen, c. gronyn 52,
69, 383, 477, II 57
CO. (gjrcjs II 374, 545
aco. grou 63
b. grou an 67
b. grouek 60
b. gn^uez 108, 540
b. grouiafi 60
b. V. grouiz 43, 493, 535
CO. grow 63
CO. growethe 334
aco. gruah 16 (Z. 24, 39)
CO. gruk II 374, 474, 545
(Z. 34, 38, 43, 45)
gruddiau, grudyeu 282
rab. gruec, aco. grueg 16,
60, 161
aco. grueiten 69, 377 (m.
Ntr.), 522, II 58
grug 60
aco. griigis 42, 125, 492
ab. gruiam 14, 155
mb. gruif II 354, 546
mb. gruizyenn 69
CO. fg)russe, grussvs, gru-
thvl II 374, 545, 546
mb.gruyat60, 155, II544
gryd 367
CO. grvghonen II 58
R Gryw 253
aco. guaintoin 74, 322,
500, 521
aco. guau 178
aco. guar 94
aco. guarac 94
ac. guarai, guaroii>u 434,
515
aco. guaylen 322,433,521
nco. fjü^ 'Gans' 304, 521
gudif, gudhyf 165
b. Y. gue 531
(R) mb. gueadur II 43
aco. guedeu 41, 334
ab. guedora 389
mb. guefl 117 igneB?)
b. V. ur hueh 'einmal" 531
aco. gueid 16. 522,
gueidvur 16, 123
ab. gueig 98
R aco. guein 204, 222.
378, 385
ac. guell II 121
i b. V. (ni hura) buel 531
I ab. gueldenos 96
mb. gueler II 392, giielet
I II 412
mb. guelhet II 37, 119
j mb. guelheur II 392
I ac, aco. gueli 98
778
Wortindex. Brit. und Gall.
b. guelt 96, ab. gueltio-
cion 96
(E) aco. guenoinreiat214,
II 36
aco. guennol 174
mb. gueatl(oii) 139
aco. gueret II 38
ab. guerg 13, 105
ac. guerin 375
aco. guern, guernen 156
mb. guerue [ciör'ö) 335,
II 374, 453,' 545, 546
mb. gueryn 380
mb. guerzit 137
ac. guetig 375
E mb. guezr 'Glas' 233
E mb. guezr 'grün' 214
00. a cufFan II 446
aco. guhien 24, 75
aco. guhit 514
(E) mb. guiade(u)r II 43
ac. guiannuin 74, 322, 536
aco. guiat 98
(E) aco. guicgur 422
ac. guichir, guichr 122
aco. guiden 41
aco. guidthiat 16, II 36
E aco. guil 208, 521
aco. guilan 23
ac.guillihim 165,1129,36
mb. guilir II 392
aco gnilscbin 489
aco. giülter 500
ab. guiltiatou II 36
E aco. guin 16, 17, 210
E ac. gui(u)cip 207
E mb. guinhezr II 42
E ab. guinod-roitou 208
aco. guins 500
E b. V. guiiiver 238
mb. guinvidic 492
b. V. guir 531
E ac. guird 214
ab. guirgiriara II 337
mb. guirionez 314
E aco. giiirt 214
ab. guirtitou 14, 137
mb. guirj'on 314
aco. guisc II 18, mb.
guisquaff II 61, 413
aco. guistel 136
aco. guit 'Gans' 17, 102,
483 521
aco. guit 'Blut' 17, 385,
521
ac. guithennou 14
aco. guitfil 112
CO. gul, gull II 545
aco. gulat 16, 157
ac. gullengin 107
ac. gulip 60, ab. ro-guli-
pias II 281, 374
ac. ab. guo- 438, 535 (zu
S. 35, S. 59)
ac. guodeiniisaucb II 295,
374, 504
ab. guobi 24, 75
ab. guomonim 385, II 582
(E) ab. guorcerdorion II
296
(E) ac. Guortbigirniaun
II 59
ab. guoteguis 55
ab. guotig 13, 375, 381
ab. guotroit 97, II 338
ac. aco. gur 42, 519
ab. gurclut 35
ac. gurebie 13 (Z. 29. 40),
14, 161, 372, 404
guretrecyat 333
ac. Gurguarui 434
ac. Gurgust 79, II 62
ab. gurlimun 84
(E) aco. gur-priot 214
ac. gurt 287
ac. gurthdo II 159, 171,
174
aco. gurhtbit IG, 137,
II 38
aco. gurthuber 75
ac. Guruarui 434
b. V. guskein 283
CO. guthel, gutbvll II 545
mb. guylv II 337
aco. guyraf 103, 385, 521
E nco. guzigan 210
c. b. co.gwa-253,438,516
b. gwad 386, s. goad
gwadn 34
nco. gwadn 178
gwaddol 34, II 503
gwaed 139 (Z. 31), 322,
385. gwaedlyd II 15
gwaeg II 29
gwael 189
(E) gwaell II 55
gwaelawt, gwaelod 386,
II 38
gwaen 374
gwaered 303
gwaetb 322, 386, II 121,
(g)waetbaf II 670
gwaew 32, 57, 74, 96 (Z.
7, 21\ 252, 334, 385,
II 29, 50, 55, 71 (Z. 4)
(E) gwaewawr 23, II 52
gwag II 116
gwagr 124
gwabardawd II 372
nco. gwaile 322
gwain 'Wagen' 59, 104
E gwain 204, 222, 374
gwair 96, 103, s. gweir
gwaith 123, 371, 379 (Z.
7, 37). s. gweith
G gwäl 214, 302
gwal 'Lager' 147
c. b. gwall 34
gwala 34, 105
gwaladr II 45
b. gwalc'h, gwalc'ha 34,
106
b. gwalc'hi 34, 126, 380
G gwald, gwaldas 147
b. gwalenn 314, 433
gwallo, y gwallofier 34,
148
gwallt 34, 96, 302, II 29
G gwaltes 147
gwalltyn 352, 383, II 57
gwän, CO. b. gwan 178,
179, 373, II 42, c. co.
b. gwander II 43
nco. gwauetb 385, 538
gwanpwyt, gwant, gwanu
139, II 372, 393
gwanwyn 74, 313 (Z. 5,
14), 321
b. gwar 'krumm", s. goar
gwär 94, 132
gwar- 516
CO. gwarak 94
gwarandaw 543, II 652
gwarawtl82, 11373.379,
600
gwarcbadw II 296
(I) gwarcen 132
gware 433 f., 504, II 593
b. gwarek 94
gwaredaf 182, gwares,
gwaret II 353. 373, 60O
gwarllost, gwarrog 94
gwartbaf II 123
CO. gwary 434. II 593,
rac. gwaryaf 1 434, 538
c. CO. gwas 35, 78, II 108
b. gwasa 505
gwasanaeth 290, II 32.
gwassanaetbpwyt II
393
b. gwaska II 515
gwasgar II 615
b. gwasked. c. gwasgod
34, 385, II 6
Wortindex. Brit. und Gall.
779
gwascu II 515
Gwas-dwv 322
b. f^wasoc'h, gwasoc'h-
gwaz II 122
gwastad 34, 79
gwaudd 514
nco. (jwäv 319
gwawd 48
gwawr 82
b. gwaz 'Mann' 35, II 108
b. gwaz 'Gans', s. goaz
b. gwaz 'schlimmer' 386,
n05, II 121, 122
gwddf, s. gwddw
gwdost II 381, 523
gwddw, gwddwg 33, 63,
64, 68, 95, II 29
gwe, b. gwea 98
b. gweacL 124, 136. 319
(Z. 13, 18), II 663
K b. gwek 200
gwedd 'Joch' II 516
gwedd 'Form" 41, 174, {
383, II 14, 516, gwedd-
aidd II 17, 28 |
E nco. gweder 233
gweddi 108. II 551
gweddill 110, 148, II 54
gweddu II 516
gweddw 41 j
gwedv 13, 375, 379, 501,
II 160, 230, 276, 279,
323, 417, gwedv na II
256, gwedyr II 276
E CO. -engl. Gweek 210
gwefl 117
E b. gweg 200
gweigion II 116
gweini 104, 278, 376, 379,
II 545, gweinid II 545 i
gweint II 372, 378 !
gweinvddo, gwein3'ddu 1
II 545 I
gweir 103, 385, s. gwair i
gweitb 123, II 545, 546,
s. gwaitb : gweithred
I 262, II 52
CO. gwel, c. b. gwell 14, l
461,11121 (Z. 19 fF., 36), '
CO. b. gwolla II 124, c.
gwellhad I 277, 292,
311, II 23
c. CO. gwelaf II 337. 448
gwellaif 165, II 29, 36
CO. (mara) quellan II 337
CO. gwelan 433
CO. gwelas II 37
b. gwellät 277,311, II 23 !
b. gwelc'hi 380, 382
b. gwele 98
gweled, s. gwelet
CO. gwelen 322
ni weler II 393, co. gwe-
les, c. b. gwelet I 249,
320, 377, .542, II 37,
372, 412, 448
gwelleu 165
(Ej gweli 139, 362, 375,
II 18
CO. gwello II 448
gwelloc'b, gwelloc'b-
gwell II 121, 122 (Z.
6, 12)
CO. gwels 96
gwelsant II 372, gwel-
soin I 280
gwellt 96 (Z. 14, 20). 137
c. CO. gwelv 98, 147, 313
(gwelyf)," II 560
CO. ny wely, ny welyn
II 337
gwen 96
b. gwenn 41, 503 ('glück-
lich'), gwennadek II 30
E nco. (de) gwenar 214
gwennawl 147 'Z. 40),
174, II 54
b. gwender II 43
gwendid 373, II 42
b. gwenneli, s. gwennawl
E c. b. gwener 214
Gwenfael 12
gwenith 124. 385. II 661
gwennol. s. gwennawl
b. gwent 37, 292
b.gwentl,gwentr 139,487
Gwenhwvfar 266, II 99,
113
E gwenwyn 214
nco. gwenz 500
gwer 'Talg' II 661
E nco. b. gwer 'grün' 214
E b. gwer 'Glas' 233
nco. gweras II 38
(E) (I) b. gwerbl 227, 332
E b. gwerc"h(ez) 223
b. gwerelaouen 82.98, 285
CO. gweres II 601
gwerin 158, 375, II 59
y werit II 669
b. gwern(enu), c. gwernen
156
E gwers 214, 220
CO. gwerthe, c. gwerthu
11526
gwerthyd 14,137,1121,38
: gwerv II 661
j gwervd II 38
I (g)werydd II 669
! E b. gwerz 214, 220
b. gwerza II 526
b. gwerzid 14, 137, 382,
525, II 38
b. gweskle 489, 493
E CO. gwespar 198
E b. gwe8ped(enn) 219
gwest80, gwesta, gwestai
II 23
CO. gweth 'Mal' 123, 522,
II 14
CO. gweth 'schlimmer'
322, 386, 520, II 121
CO. gwethen 41, II 70
CO. gwethyll II 545, 546
gweu 98
gwewyr II 50, 71
CO. gwevth 41, 519. II 70
b. gwez 'Mal" 123, 319,
483, 11 14
b. gwez(enni 'Baum" 41,
42, II 70
nco. gwia 98
gwialen, b. gwialenn 313,
314, 322, 433
E b. gwik 210
gwichiad 24
(E) gwicor 422
gwiddan, gwidon II 56
b. Tr. gwif 389
E gwig 210, 422
nco. gwiban 24
E c. b. gwin 210. 214,
II 15
(E) gwineu II 15. 116
b. gwiniz 124, 385
b. gwiou 74, 252
c. b. gwir 50. 320. 527
gwirawt II 38 (Z. 14)
gwirion92, 158,311,312,
b. gwirionez 304
gwirod II 38
CO. gwiryon 313
b. gwisk. c. gwisg II 18,
b. gwiska 1283. II 61,
413, c. gwisgad II 4,
gwisgaw II 61, 372, 413,
gwiscawc II 669, gwis-
gawd II 372
gwiw 74, 252
E gwiwer 238
gwlad 157.302.373.385,
II 34, 70 iPl. gwla-
doedd). 94 (Z. 9, 13)
gwlan 158, 179
780
Wortindex. Brit. und Gall.
CO. gwlas 157, II 34
c. gwledd 366
gwledwch 373, 385, II 26,
34, gwledydd II 70,
94, 95
gwlith 60
E gwlwth 236
gwlyb 60, 128. 129, 410,
II 117, gwlybaniaeth
II 32
gwlych 128
gwlypaf, cyn-wlypet 410,
480
gwnn 42, 96, II 447, 523,
524
gwna, gwna- II 545,
gwnaeth II 373, 374,
gwnaetlipwyt II 393,
gwnaf I 14, 60, 96 (Z.
10, 18), 433, II 353 f.,
453, gwnänt I 302,
gwnathoed, gwnathoe-
dit II 373, 394, gwnaw
II 338, gwnel, gwnel-
hwyf II354, g« neuthum
II 373, 374, gwneuthnr
II 43, 412, 545, 546,
gwneyd I 303
(R) gwniadur II 43
gwnio 60, 68, II 544
gwr 42, 59, 302, 332, 422,
II 14, 70, 215, 660, 669
(yn vwyhaf gwr)
CO. gwra 524, II 545, s.
gwraf, (g)wrama
gwrach 16, 60, 159, 414,
II 25, 108
CO. gwraf 96, 11453,545,
8. gwra
gwragedd 13, 373, U 70,
107, 132, CO. gvraget
I378,II107,nco.gwrah
I 60
gwraidd 69, 76, 179, 372,
II 58, 91
gwraig 13, 60, 161, 248,
372, 404, 540, II 14, 25,
107, 108, s. gwreic
gwraint 540, II 48
CO. wra-ma II 161
gwrandaw, gwraudawaf,
gwrandawn, gwrando
277, 288, 543, II 652
(R) gwrawl II 54
gwraync II 33
CO. gwrek, gwreg 60 m.
Ntr., 161, 248, 377,
II 107
gwregys 42, 125, 375,
492, II 91
gwreic II 669 (yn wwyhaf
g.), s. gwraig; gwreicka
I 480
gwreichion(en) II 58
gwreiddyn 69 (Z. 13, 36),
II 58, 8. gwraidd
gwreinyn 540
CO. gwrello, ny wrer II
354, 396, 545
gwres 108, 540 (Z. 17, 36)
CO. gwrethill II 545, 546
gwrm 108, 169, II 60
R gwrn 222
(R) gwrol II 54
CO. (may) wrons II 354, 545
gwrth 43, 134, 414
gwrthair II 296 \
gwrtaith II 648
gwrthddrvchiad 333, 422 [
gwrth eb II 296, 621
gwrthfach 475
gwrthneuawd II 372
gwrthret II 601
CO. gwry 524
CO. gwry ans II 48
CO. gwryghon II 58
CO. gwryllyf II 354, 545
gwrysgen 76, 367, 485,
II' 19
CO. gwrythyow 522, II 58,
91
gwryw 288, II 16, 185
gwy 73, gwyar 67, 73
gwvbod, gwvbot 42, 226,
281, 484, 'II 412, 446
gwybren 38, 321, 435
gwybydaf II 446, 523
gwvch 38, 75, gwychdra
l'l 14
(R) CO. gwv(k)corvon 422
gwvchr 122, 245' 414
gwvdd 'wild' 112, 228
gwydd 'Gans' 102, 204,
304, 321, 430, 483, 515
gwvdd 'Anwesenheit' 58
gwvdd 'Bäume' 41, 221,
383, II 70
gwydat II 338, 348, 523
gwvddbwyll II 3
(I) gwvddel 58, 543
gwvddif 165, 389, II 29
(Z. 27, 30)
gwvdn 331
gw'vdost II 523
R gwydr 233
gwydwn II 447, 523,
gwydyanhawr II 391,
gwydyat II 338, 348,
523, 524, gwvdywn II
348, 383, 447, 523
R gwyg 200
gwyl 'verschämt' 181,315
R gwyl 'Fest' 214, 223
gwyl 'sieht' 377, II 337
CO. gwvll II 545
gwylan 23, 184
(R)' gwvldv 147
gwylo 32f, 435
co.gwyls,c. gwyllt96,137
CO. wylta II 161, gwyl-
vyth II 448, gwyllv II
352, ny wylyn II 337
gwyraon 87
R CO. gwyn 210, 214
CO. gwvn, c. gwvnn 'weiß'
41, 302, 383^ 384, 503
('glücklich'), 519, II
115, 116 (Z. 7, 18), 232
(c. gwyn ei fyd), c.
gwynder, gwyndra II
43, 44
gwyneb 38, 321, 435
üwynedd 156
cyn-gwynnet II 37
gwj-nllwyt II 3
Gwynhoedl 12
CO. gwvns, c. gwynt 37,
292, '500, 519
gwyntyll 281
gwvr 'er weiß' 59, 112,
430, 483, II 383, 391,
406, 523
gwyr 'krumm' 59
gwyr 'Männer' 42, II 70
CO. gwvr 'wahr' 447, 520
gwvrai'n 102, 279, 280,
515, II 57
CO. gwvras II 38
E gwy'rdd 214
R gwyrth 200
CO. gwvrthyns II 337
R gwy'rvf 223, 313
gwys (Subst.) 136
gwvs 'man weiß' 136, II
392, 523
CO. gwyske II 61, 413
CO. gwyskel 524
R gwysigen 210
gwvstl 84, 136, II 46
(Z. 2, 5)
CO. gwvth 123, 522, II 545
(Z. '36, 46)
CO. ny wythen II 523
(R) gwythien 14
Wortindex. Brit. und Gall.
781
CO. gwythree II 52
CO. gwythyas II 36
gwyw 74, 252, gwywo 281
CO. gy 'du' 464, 502, II
160, 161
nco. gy 'sie' 502
CO. the gy 'dein Haus' 369
gyd-ag286(Z.6,23),II213
CO. nyn gyfve II 162
CO. gyl, gyil 481 (Z. 7,
11),II337, gyller,raara
kyller II 392, 396
gylf, gylfant, gylfin 118,
363, 375, 414
CO. gvlwes, gylwys II
337 372
CO. nv'y'llv II 337, gyllyf
II "352," 356, ny yllyn
11337,352, gyllyrII392
CO. gvllvs 'gegangen' II
275, 452
gynneu 139, 462, II 293
CO. gynsy 502, II 163
gynt = Cynt 462
E gynt 234
gyntaf 462, s. cyntaf
CO. gynys II 533
CO. -gys II 160
gyt ac 286
mb. guyteb (unan) II 213
ac. CO. b. ha 'und' 14,
243, 245, 412, II 134
nib. ha 'dein' 403
b. hakr 125, 413, 429, co.
hakcre 480, II 122, mc.
hackret I 410, 480
CO. ha-d II 161
b. had 492
haearn, s. haiarn
haeddel 39, 97, II 29, 46
(Z. 3, 6)
ab. Haeluuallon 54
mb. haezl 97
c. CO. haf 71, 163, 524,
mb. haff 18
hafal 47, 165, 280, 286,
357. 373, 410, II 54
c. Hai(h)osp II 662
Hafren 72
CO. b. hag 243, 412, II 260
CO. hager 125, 332, c.
hagr 125, 331, II 50
haiarn 73, 374, 413, II
53, haiarndde I 422,
II 28
baid 69
haidd 69, 72, 381, II 2
ac. hair 103, 404
h. halan, s. alan
R mb. Halegoct, Halegot
216, II 39
halen 31
R haliw, b. halo 211, 215,
216, 218, 238, 374
ab. haloc 72
aco. haloin 31, 323
ac. halou 72
mb. hambout II 444
mb. ham brouc, s.ambrouk
ac. han 11 661
han- (Präverb) II 301, 457
b. -hai"i 'ihn' II 164
b. hail 18, 163, 388 (Z.
14, 32), vgl. hafv
b. V. banal 31
CO. hanas II 20
mb. hanbout II 444
handit II 444, handwyf
II 443
hand-yth-vagwyt II 671
hanner 138
hanes II 20
CO. haneth II 79, 192
hanfot II 158, 301, 320,
443
b. hano, co. hanow 46,
169,334(Z.28,35), 378,
412, 489, 523, II 112
hanpych II 320
CO. b. hanter 14, 138,
476, 501, 542, II 13,
ac hanther I 14 (Z.
26, 34), 138, 539, II 44,
00. hantercans, b. han-
terkant II 134, b. V.
hanter-hant I 417, b.
hanternoz I 278, ab.
hantertoetic II 40, 410
mb. hauu 334, b. V. hanü
335, 531, bandet 531,
mb. hanuet II 409, b.
hanv I 388
b. hafv 71, 163, 388 (Z.
14, 37), vgl. hau
b. hafival 47
b. harivesk(enn) 164, II 4
banwvf, hannwvf II 444
hardd282, harddedII37,
119
b. harzal 412
hau 99
mb. banal 165
haul 62 (Z. 21, 36), 282,
293, 303
CO. haval 47, 165
hawdd, haws, hawsaf,
hawsed 288, II 119,
120, 128 (Z. 7, 28)
havarn, s. haiarn
b. he 'ihr' 408 (Z.4, 12),
413, 415, 481, II 164,
169, 173, 'sie' I 408 (Z.
5, 12), II 164, 169, 171,
'sein' II 669 (zu I182j;
vgl. hi, i
b. he- 284
b. heal 97
b. V. heaul 530
heb 'inquit' 129, II 141,
179, 621
C.CO, heb 'ohne' 129,377,
439, II 141, 159. 197
hebgor 362, 423, II 501 f.
heblaw 277, 452
nco. hebma 170
hebof II 159, co. hebofiF,
hebogh II 671
G hebog 72
aco. hebrenebiat 16, 119,
c. hebrwng 119 (Z.15,
27), 126, II 301
b. Tr. hec'h 'ihr, sie' 408.
413, 527, II 169
b. hed 69
hed, hedeg 91
CO. hedre 473, II 324
heddwch II 26
heddvw 67,252,311,381,
II 72, 79, 92, 190, 192,
193
hefelwch 128, II 27
hefyd 528 (mit Nachtrag
II 667)
R hefvs 240
b. hegar 284
ac. hegit II 338, 451
b. hegleo 125
b. hegos 161, 412
heibaw, heibio 282, 377
heidio 69 (Z. 36; so zu
lesen)
heieirn 73, 374
heirdd 282
ac. heitham 404
heivrn 73, 374
b. heiz 69, 381
(R) b. heizez 42
b. -hei- 'ihn' II 164
hei, heia 106, 302 (Z. 25,
38), 303, ac. (in) helcha
106, 534
b. holene 113
nco. heltia 106. ac. helgha-
ti 106. 534, aco. belli-
782
"Wortindex. Brit. und Gall.
will- 106, II 14, 00.
helhys I 106, 523, c.
heliad I 517, heliwr
II 14
G heim 333
helw 64, 334
hely 106, II 14, nco. hel-
lys I 106, 523
CO. hem, bema, herama
170,11191, mb.heman,
nb. benian II 191
b. V. bemb 389
CO. hembronk, berabryn-
kys 119, 492, II 337,
349
b. hemolc'h 413
c. CO. b. hen 36, 447,
II 12, 119
b. -hen- 'ihn' 287, 403,
II 164, 171
b. hen 165, II 164
CO. hen 'jener', mb. henn,
CO. hena, henna II 191,
192 (Z. 5, 7), 193
henaint II 48
b. V. henal 530, s. banal
ac. henbidiat II 486
ac. hencassou 357, II 20,
32 91
b. he'nchou 140, 152, 371,
388, 505
b. V. heneh, b. hennez
II 191 (Z. 21 f., 26), CO.
henma II 191
heno 123, II 79, 190, 192,
193
b. hennont, henhont II
191
b. henoz II 79, 192
henpych (gwelD 14, II
320, 444
b. hent 138, 140, 152,
371, 388
b. henvel, s. hevel
henwyf II 444
mb. heny, pe henv II 164,
191, 203, 212,"^ 216 (Z.
13, 30\ 240
henyw II 444
heol II 94
b. heol 62 (Z. 22, 36),
293, 525
K (c.) b. heor 24, 224,
412, 525, II 660, 663
ac. hepp 'inquit' 129,
187, 410, II 621
ac. CO. b. hep 129, 425,
439, II 167, vgl. ep;
b. hep ken II 198, ab.
hepcorim II 501, b.
hepdoun II 167, 174;
c. hepgor, s. hebgor;
b. hepmuiken II 198,
b. heptan II 174, hep-
zoun II 167, 174
b. -her- 'ihn, es' 287, 402,
II 164
g. Hercynia silua 91, 412,
490, 533
CO. hern 73
b. hervez, c. herwydd,
CO. herwyth 408, 413
b. hesk 'unfruchtbar' 71,
126
b. hesk 'glaieul', c. hesg,
hesgen, aco. besehen
16, 76
b. hesp 71, 126
R ac. hestaur, c. hestawr,
bester 216, II 91
aco. bethen 90, 135, 332,
II 23, 30, vgl. ethen
CO. hethew 67, 252, 311,
II 79, 92
CO. hethy II 28
B aco. heuis 240
CO. heul 62, 521
b. heulia 370
E heusawr, heuslau,
heusor 219
aco. heuui 62
b. hevel, hevelep 47, 165,
380, 505, II 33, b. he-
velout II 612
b. hevlene 113, II 190,
192
hi 'sie', 'ea' II 155, 157,
170, 668 (= 'es'), mb.
hi II 164 (Z. 3, 28),
170, 171
b. hi 'ihr' 408, 426, 481,
vgl. he
b. hi 'sie' (PL) II 164,
170
ac. hi 'in" 401, 404
hidl 72, 216
b. higolenn 412
hihi II 157, vgl. hyhi
hil 50, 72, 410, II 67
hin 'Wetter' 369, 410
ac. hin (Artikel) II 76,
77, 178
ac. hinn II 190 f.
ac. hinham 74, 280, II
122, 123
b. hini, ann hini 446f.,
II 164, 191
ac. hinnoid II 191, 194
b. hint 'sie' II 164, 171
ac. hint 'sind' 173, 286,
404, II 422, 430
E b. hifiviz 240
c. CO. b. hir 51, 369, II
120, 122, c. hiraeth, b.
hiraez, c. b. hirder, b.
y. hireah, mb. hirez
1132,43, c. hir-hoedlog
II 5
b. hirin 103, 380, 382,
412, 484
b. hirio 67, 112, 381, II
79, 92
ac. hirunn 404, II 191
E b. histrenn 194, 382,
525
hitheu 442, II 157, 173,
185 (Z. 21, 31)
aco. hiuin 62
E b. hiviz 240
mb. hiziu 67, 252, 311,
II 79, 92
ac. ho 'von' 404, vgl. o
b. -ho- 'euch' II 163
b. ho 'euer' 408, 413, 426,
II 163
mb. -ho- 'sie' (PI.) II 164
(Z. 4), 171
b. ho 'ihr' 'eorum' 402,
II 164, 173
b. V. hoah 530
b. hoal 56, 135, 484
b. V. hoant 531
nco. höar 319
nco. hoarn 319
mb. hoaruout, hoarvez
II 442
mb. hoazl, s. hoal
b. -hoc'h- 'euch' II 163,
169, hoc'h 'euer' I 408,
413, 426, II 163
aco. hoch 74, hochwuvu
74, 96. 252
hoedl 56, 135, II 46
hoenyn 103, 376, 516
nco. beer 'Schwester' 73,
b. V. hoer 530, hoere-
zed II 71
aco. hoern 73, 413
aco. hoet 55, 412, 500,
522
hogalen 412, 543
bogen 383
b. hogos, hogoz 161, 412,
II 21
Wortindex, ßrit. und Gall.
783
hogyn 383
ab. -hoiam II 123
b. hol (= hon) II 163
c. b. holl 302, 411, 413,
446, II 214, vgl. oll
b. holenn 31, 323
holi 376 (zu streichen)
(R) hnllol 303
b. an hol re, c. holl re
II 215
hollt 77, hoUti 876
CO. homin;i, mb. homan,
homman II 191
CO. hombronkys 119
mb. -(h)on- 'uns' 11 163,
164 (Z. 21, 25), 169
b. (h)on 'unser' 285, 287,
402, 403, 416, II 163,
169, 190, 192, 236
CO. hon 'jene' II 191, c.
honn II 190, 193, co.
honna II 191, 197
CO. honan 408, 413, II 126
b. V. honeh, mb. honnez
II 191
honno II 190, 193, 194
b. hont II 187, 191, 192
b. hör 'unser' 285, 287,
402, 403, 416, II 163
nco. hör 73, 320, 321
CO. hörn 73, 313, 319,
519, 522
b. horz 114, 412
CO. hos 55, 500, 522
G hosan 524
b.houad 55,382,412,526
b. houarn 73, 382, 413,
524, 526
CO. houl 62, 521
b. houmaü, mb. houmman
II 191
b. hounnez, hounhont II
191
mb. -(h)(niz-, -(h)oz- 'euch'
II 163, 169, (h)ouz,
(h)oz 'euer' 1426, 11163,
169, 190, 192, 236
mb. -(h)u 'Ihr' II 163
R c. b. hual 210, 220, 226
b. huanad 413, 527, II 295
c. b. hud 58
(R) aco. hudol 58
huddygl 71, 125, 183,
332, II 33
b. V. huek 531
b. V. hueh 319
b. huel 75, 413, 527
hufeu 71
CO. huhel 75, 490
(R) aco. huhel-uair 216
b. V. hui 531, mb. hui
II 163
aco. huibren 38
ac. huil 103
aco. huir 73,246.319,521
aco. liuis 16, 56, 521
R ab. huisicou 210
b. V. hum 285, 474, 529
b. V. hun 'unser' 285
c. CO. b. hun 'Schlaf 94
(dy) hun, (vy) hun 413,
il 126, c. b. hunan I
413, II 27, 126
ac. hunnoid, huunuid II
191, 194, 195
CO. huny II 191
b. V. hur 'unser' 285
CO. hus 58
G hust, husting II 27
R aco. huuel 196, hiivel-
dot II 42
huzel 71, 125, II 33
hwde 459
hwnn 286, 404, 446 (Z.
38), II 187, 189. 190,
191, 193, 216 (Z. 19),
hwnna II 191
hwnt 152,11187,192,193
hwnnw II 190, 191 (Z. 5,
33), 193, 194
hwy (Kompar.) 303, 820,
II 120 (Z. 7, 23)
(h)wy 'sie', s. wv
hwvad 40, 55, 66, 293,
412, hwvaden 313
hvvyaf II 123
hwyl 103, 483, 515
hwynt, hwynteu, hwynt-
wy, s. wynt u. s. w.
hwvnyn 103, 376
R hwyr 208, 216, 517
c. CO. hv- 284
CO. hy 'sie' ^Sing.) II 160,
161, 170, 'ihr' I 407,
8- y
hyawdl 281, 284, 312
R CO. hvblvth 284
hvd 'Länge' II 118, 'bis'
'l 424, 439, vgl. hyt
hydd, hvdd-od 42, II 37
(R) hvddes 42
hygar 284
hyglyw 125
mb. hygoulen 412
hyhi 277, co. hvhv II 160
(Z. 28, 42)
hyn 377, 536, II 119
hynn II 172, 187, 190.
192, 193, 261
hynanil22, hvnedI1119
hynt 138, 37 1' 410
CO. hvnwyn 378, 489, 520
hynnv II 190, 191, 193,
194
CO. hvreth II 32
hyshaf 74, II 122
hysp 71, 77, 126, 248,
302, II 2
hvt na II 256, 326, vgl.
' hvd
hywydd II 9, 103, 288
i 'ich' 464. II 155, 157
-i 'ihn, sie' II 665 (a'i)
CO. i 'sie' (PI.) II 160
CO. i 'sein' II 160
CO. i 'ihr' 'eins' II 160,
b. i 'ihr' II 665 (zu I
408, 415), vgl. he
i 'zu' 283, 286, 401, 438,
vgl- y
ac i 'in', s. hi
mb. i-a 'geht' 314, vgl.
y-a
ia 'Eis' 40, 65 (Z. 12, 20),
96
b. ia 'ja' 314, II 663
iach, b. iac'h 65, II 41
R lago 518
iain 65
iaith 65 (Z. 9, 26), 123,
II 94
b. ialc'h 333, 371, 382,
536, II 52
g. lantumarus 40, 49, 65
(Z. 1, 20)
b. V. iao 98
R b. (diz)iaou 215, iaou
gamblid 238
b. iaouank 61, 126, 320,
II 122
(R) b. iaouankiz, iaou-
anktiz 11 22, 42
c. b. iar 65, 283, 304, II
86
g. larilla 65
G iarll 147
ias 65 (Z. 16, 20), 79
R (dydd) iau 214, 215
iau 'Joch' 64, 98
iau 'Leber' 313
iawn 92, 158, 312, 313.
314, II 59 (Z. 5, 7)
R Idas 385
idaw II 159
784
Wortindex. Brit. und Gall.
E iddew 196, 213, 253,
385, 536
iSi II 159, 160
nco. idhio 538
aco. idne II 23, 664
E b. idol 224
iddynt II 160
ie 289, 312, 437
b. iec'hed, c. iechyd, co.
ieghes II 37 (Z.22, 31),
41
aco. iein 65
ieir 283, II 86
ieith, 8. iaith
b. ien 65, ienien, b. V.
ienion II 56
ac. iehnlinn 13
g. lentuiuarus 40, 65
b. ieo 98
b. ieot 96
aco. ieu 98, 521
E b. V. ieu 529
ieu II 33, 120 (Z. 8, 27),
123, ieuaf II 122
E leuan 206
ieuanc 61, 126, 187, 282,
313, II 33, 116, 120,
ieuenctid, ieuenctyd
II 42, ieuhaf I 74, II
122 123
E CO. 'ievan 213, 224, 370
CO. ^nyn) ieves II 162
aco. iey 65
b. iez 65, 123, 483
mb. if II 353, 452
E b. ifern 201, 221
i fyny 517
igiaf, igian II 413
i gyd 369, s. cyd
abrit. -ihernus 13
b. V. ihuel 529, 531
E b. V. ihuern 531
b. ijenn 370, 371, 380,
II 107
ill 446, II 214
(E) b. ilc'hier, s. ialc'h
b. ilin II 59
b. ilio 538
E b. iliz 198, 209, 229,
484
im II 158, 159 (Z. 2, 42)
i maes 401
ab. imcobloent II 338
i mewn 401
E b. impalaer, impalaezr
237, 491, 543, II 42
aco. impinion 130
E c. aco. impog 202
in 'zu uns' II 159 (Z. 10,
41)
ac. ab. in 'in' 392, 401
(Z. 8, 12)
ab. (nit) inaatoe 56, 253,
II 39, 453
(E) b. V. ineaii 319
inneu 464, II 157
b. V. inevat 487
ing 107, 255, 302
b. V. inhuel 529
ac. in-it-oid II 178, 183
b. inizi 382
E insel 223
ac. int, s. hint; b. int
370, 371, II 422
b. intafv, s. intaoii
E b. intanvez 165
b. intaon, intav 163, 165,
388, 525
CO. inweth II 667
mb. (a) i-oa 314
b. iod 65
ab. iolent, c. ioli, iolwch
II 354, 650
E ionawr 196, 204, 215
aco. -iorch 64, 126, vgl.
yorch
ac. aco. iot 65, 384
ac. iou 98
aco. iouenc 61, 126, 175,
385, g. louincillus 61
b. ioul 314
b. iourch 33, 64, 126
E ab. louuan 206
ir 91
ac. ir (Artikel) 284, 286,
287, II 177
aco. irch 104, 377
b. irin, s. hirin
(E) irllawn 210
ac. is, iss 'ist' 173, II 427
is 50, 438, II 121, 123,
159, isaf II 121, 122,
123
(E) Is-Almaen 96 m. Ntr.
g. Isarnus 73, 532
ab. iscartholion II 616
isel 50, 289, 353, 11 54.
121
ac. issem II 156, 427
abrit. Iserninus, g. Iser-
nodero 73
isod, aco. isot II 36, 49
ac. istlinnit 83, II 338,
343
ab. istomid 78, 333, 381
i-tt II 159
b. Tr. it 529
Ithel 385
ac. itercludant II 338
ac. itlann II 3
ac. ithr 139, 234, 246,
b. V. itre 139
b. itron, itroun 137, 139,
II 45, 56, 108
E b. itrounezed II 71
b. V. (en) iü 403
ac. aco. ab. lud- 65
E iuddew 196, 289, 385
ab. ludmael 103
E b. iun 215
(E) ac. iurgchell 14, II 55
ab. luthael 385
E CO. iuthewon, s. yetbe-
won
mb. luzel 385
E b. iuzeo 196
b. V. ivet 531, s. eva
b. ivez 528, II 667
b. ivin 107, 381, II 59
b. ivin 'if 62
b. y. ivlenn 255, 538
E b. V. ivor 530, II 663
Iwerddon 70, 91. II 109
iwrch .33, 64, 126, 536,
II 55
(E) iyrchell 14, II 55
b. iz 'ich ging' 380, II
373, 452
nco. izal 289, b. izel 50
E CO. jawl 314, 370
CO. (nvn) jeves II 161
E b. V. Jojeb 490
E b. justed II 38
b. Tr. (daou) lä 484
E b. labour 238
I llac, llacc 161, 302
b. lakaat 314
llachar 75, II 50
llad, lladd 410, II 380,
412, 630, ab. lad-am
I[ 630, c. llad-awd I
288, 11 372, 380, llad-
awr II 392, 401, 402,
Uad-ho, llad-o I 250,
410, II 352
E CO. ladar, lader 192,
233, 332, 501, II 107
Iladdfa II 15
E lladin 191, 232
E CO. laddra II 352, c.
lladrata II 35, co. lad-
dro II 352, c. lladron
I 206, II 70, 107, 108,
CO. ladtre II 352, b.
Wortindex. Brit. und Gall.
785
laer I 192, 233, 382,
II 107
R llaes 218
R llaeth, b. laez 228
llafar II 7, 387, llafaru
II 387, 559
llafasu II 561
R llafn 204, 240
mb. lafuaez II 561
R llafur 238
b. lagad, co. lagas, aco.
lagat 501, II 36
aco. b. lagen 361
b. V. lahas 531
Hai 69, 97, 374, 448, II
119
Ilain 97, 374
R ac. lais 218
Hais II 393
R aco. lait 228, 521
llaith 123
Hall 283, II 196, 197 (Z.
8, 10)
Harn, CO. lam, b. lamm,
lammas 47, 170, 171,
302; c. llamhidydd, s.
llemhidyd; b. lamp, s.
lamm
llann II 3, 33
Llancarfan 103
(R) llances, llancesig II 30
llannerch, aco. lanherch
II 33
b. lano 64
Llanrwst 79 f.
b. lanv, c. llanw, llanwaf,
CO. lanwes 47, 64, 373
R b. laosk, laoskentez,
laosker, laosket 49,
218, 380. 535, II 49
b. laouen 'Laus' 147, 305
b. laouen 'froh' 61, 380
b. laouer 61, 382, II 45
R Hara, b. lark 223
R b. lard 410. II 38, 119
b. V. laret 531
R b. lartail, lartet, lartik,
s. lard
R llarv 223
Has II 392, 393 (Z. 16,
23), 630
R llaswvr 219, 492
g. lat.. 133
Hath 84, 146
llatbru 115
R llatwm 490
(aco.) ab. lau 'Hand' 14,
17, 49, 53, 164
mb. lau 'gering' 97
aco. lauar II 7, f-o. la-
uara, lauaraf 1 165. II
559, lauarre II 352
CO. lauasos II 561
ac. laubael 14, 67, 148
ab. laur 48
R b. V. lausket 529
g. lautro 61
b. lavar II 7, lavaraz I
380, lavaret I 531, II
559, lavaret din I 426
R b. lavnenn 204, 240
R CO. lavur 238
llaw 53, 164, 303 (Z. 7,
18), 304, II 20
Hawd 133
Hawdr 324, 539, II 45
R llawddu 224
Hawen 61, 373 (Z. 33, 35),
II 57, Hawenydd I 14,
373
llawer 61, 447, llawer un
II 191
llawes II 20
(R) Law Eurawc II 5
llawn, yn llawn 52, 147,
279
llawr 48
(R) llawrwvdd 212
b. laz 84, 535
b. laza. lazaff II 630
R mb. lazr 233, II 107
CO. le 'weniger' II 119
b. le 'Eid' 69, 98, 381,
II 66
He, CO. le 'Ort' 98, 184,
II 278, b. leac'h 98, 319
R b. V. leah 228, 319
(R) mb. leanes 314
CO. leas, leas huny II
191, 668
lleas, lleassu II 278
mb. leat 100
nco. leaub II 22
R b. leaz 228, 319
nco. lebmal 170
R CO. lek 203
mb. lech 319
llechwedd 78-
lled 'Seite, Hälfte' 414,
476, II 8, 13
lled 'breiter' II 120 (Z. 3,
29), 123, CO. b. ledan
'breit' 143, 501, II 56
lledeis, lledeist, llede-
seint. Uedessynt II
380, 393
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II.
lledfarw II 3
Hedi II 337
lledr 331, II 45
R ac leeces 203, II 22
CO. lef 535
liefein II 413
(Rj Hefrith 491
g. legasit 98, 245. II 406
CO. legessa 502, 544
R liegest, b. legestr 332
nco. hgo^dn 502, II 101
ac leguenid 14. 373
R b. V. leb 319
ab. (nahuilei 97, 380: mc.
Hei. s. Hai; Heiaf II
123, lleiafiant II 48
Heian 314
R aco. leic 203
R lleidr 192, 206, 233,
331, 382, II 107
ab. leiham II 123
Hein 283, 303, II 196
R Heisw 218
R lleithig 228
b. leiz 123
b. lemm 304, 481, vgl. c
llvm
llemhidyd II 17. 18, 38,
llemittyor II 393'
CO. lemmyn 492, 539
CO. len 'voll' 52
R llen, b. lenn 222. 225,
II 562
b. lenn 'Teich" 37
b. lenker(n)enn 109
CO. lenwel, c. llenwi 64,
373
R b. leo 212
lleoedd 313
R b. leon 197
R b. Leon 197
R b. leor 226
CO. 1er 48
b. 1er II 45
b. lerc'h 105, 382
b. lereier II 71
R b. V. leret 530
b. V. leren, b. lerou 324,
530, II 71
CO. lergh 105. 382
aco. les 'herba' 378, II 20
lies. aco. les 'commodum'
167
b. les- II 8. 72
llesc 147. 367
b. leski 76. 382
Hesseint II 393
Uestair II 51
50
786
Wortindex. Brit. und GralL
aco. lester, c. llestr, b.
lestr 81, II 18, 66, 69,
664
E CO. leth 228, 521, 522
Uetaf II 123
g. Letauia 60
lleted II 119
ac. leteinepp 38, 371
lletty 414, 423, 480
aco. leu 'Steuerruder' 61
E aco. leu 197, 253
lleuad 98
g. Leucetius 54
b. leue 99, II 22, 379
Heuen 147, 305
CO. leuerel, leuerryf II
352, 559
CO. leuesyn II 561
lleufer 98, 174
(E) ab. Leu-hemel 165
CO. b. leun 52, 304, b.
leunia 370, 371
CO. b. leur 48, b. leurzi
417, 475
E b. leuskel 49, 218, 380,
535
ac. (Cruc) Leuyrn 92
E CO. levar 226, 332
b. levenez 380, II 17
(E) aco. leverid 491, 543
(E) levier 62
E b. levr 226
nco. lew 61
E llew 197, 253, 303 (Z.
8, 18), 304
llewa 107, 184, II 568
aco. lewen (ki) 16, 305,
521
llewenyd 373, II 17
llewych II 26, llewychawt
II 338, llewyrch II 26
g. Lexouii 78
E Ueyg 203
CO. leys 378, 379, 520,
II 20, 91
E CO. leyth 228, 521, 522
b. lez (Subst.) 381, II 21
E b. lez (Präp.) 452
(E) b. lezen 319
b. V. lezeu 529, s. louzou
mb. lezr II 45
lliain 311, II 103
E b. Hamm 222, 314
ac liaus 290, 313, mc.
lliaws 68, II 21, 120
E b. lik 203
g. Licnos 125
E b. licbou 218
llicrid II 312
c. llid, b. lid 133, 302,
c. llidiawg, llidiowg-
rwydd 279
nco. lidzhiu 501
ac. Hein, b. lien 311, II
57 m. Ntr., 103, s. lyen
b. Hes, Hez 68, 290, 314,
II 21
aco. lifern II 53
E b. lijou 218
ab. Hmn, lirancollin 32,
84, 168, ac. Hmnint
II 338
g. Limonum 175
E Hin 'Flachs', aco. b.
lin 210, 492
E Hin 'line, string' 197,
210
E nco. Hn 'Montag' 207
aco. -lin 'Teich' 37
b. linad, aco. linhaden
332, 492
g. Lindimacus 37
E abrit. Lindocolina 541
abrit. Aivdov 37
E b. Hnenn 210
g. Lingonas 86, II 98
ac. linisant II 374
ab. linom II 61, 62, 565
E Uinyn 210, 377
b. Horz 11.6, II 3
b. Hou 51, 320, 525 (Z.
28, 32), 528
mb. lisquidic 382
E b. lisiou, ab. lisiu, ac.
lissiu 218
(E) aco. b. listri II 18,
69, 664
llith 'mash' 160
mth 'Köder' 160
E Hith 'lesson' 209, 229,
377, 541
g. Litanobriga 43
ac. Litau 60
E aco. litheren 200, 234
Hithred, llithro 24, 131,
134, II 46
g. Litugenus 133
aco. Hu 51, b. V. Hü 531,
g. Liuius, Liuo 51
E ab. liusiu 218
b. Hv 528, liva 525
b. Hviriz 380,525,11374
(E) b. livriz 491
c. Hiw 51, 303
g. Lixouii 78
E b. lizer 200, 234
Ho 'Kalb' II 22
ac. lo 'Grab' 97
nco. lo, b. loa 'Löffel' 101
b. loar 186, II 49
b. V. loarn 92
aco. loch II 22, 23, 25
g. loJcati 97, II 86
aco. loder 324, 539, II 45
B nco. lodn 135
aco. loe II 661
Lloegr 331
b. loen, loened 135, 526,
530, II 70
lloer 186, II 49, b. V.
loer I 530 (Z. 12)
CO. loer 'genug' 521
b. loer 324, 530, 539, II
45, 71
lloercen II 33
mb. loezn 135, 539
aco. lof 17, 53, 164
mb. loffr 117
nco. logaz, aco. b. logo-
den, nco. logosan II
71, 101, b. logota I
502 II 52
(E) b.' logotaer II 52
ac. hloiraol 13
Homen II 58
Hon II 17
b. V. Ion 530
Honaid 11 40
b. lonka, Tr. lonkaii, V.
lonkein 151, 529
E llong 33, 147 (y Hong),
195,281,376,383,1120
(E) llonglywydd 62
Honydd II 17
aco. lor 'Flur' 48
CO. lor 'Mond' 186
b. V. lor 'chaussure' 530
aco. lorch, b. lorc'henn
104
lloscetawr II 393, llosgi
I 76, 382, 383
Hosgwrn 80, 485, II 53
CO. losky 76
CO. losow, losowys 378,
II 71, 91 (Z. 9, 15)
b. lost, c. Host, Hosten,
b. lostenn 80, 304, 485
CO. b. louan 164, 388
b. louar 382, s. louazr
b. louarn 92, 188, 382,
II 53
mb. louazr 61, 181
ac louber 98
I b. louc'h 361
"Wortiiidex. Brit. und Gall.
787
g. Loucetius 54
b. loued 502
aco. mb. louen 61
abrit. Louernaci 92, vgl.
AovEQviog
mb. lonffan 164
b. lounka 529, s. lonka
<;o. lour 521
(K) b. lousteri II 43
aco. louuern 92, II 53
b. louzaouenn, louzou
878, II 57, 91 (Z. 9, 15)
mb. louzr 324
b. lovr 117
nco. low 147, 305
CO. lowarn 92
CO. lowarth 116, II 3
aco. lowen 'Laus' 147,
305, 521
CO. lowen 'froli' 61, lo-
wene II 17
CO. lower 'viel' 521, 536
CO. loys 502
mb. lozn 135
llu, CO. lii 17, 84, II 35,
70, 131
nco. luan 147, 305
lluarth 116, II 3
CO. Inas II 668, mc. lluaws
I 313
llucheden, b. luc'hedenn,
c.lluchedyn 54, 1137,58
g. Lucterius 123
lludd 147
b. ludu, c. lludw 63, 334,
335, 501
luef 535
CO. luen 52
CO. luer 48
g. AovsQviog 92, II 53,
vgl. Louernaci
CO. lues 313, II 668
lluest II 35
b. lufr 98, 174
llug 54, 122, 174
aco. lugarn 122, II 668
g. Lugdunum 50, 291, II 2
b. lugeru, c. llugorn 122,
II 53
Lugoues, Lugu- 61,
98, 253, II 91
g. Lugudunum 98, II 2
g. Luguselua 64
I ab. luh 361
CO. lubes, luhet 54, II 37
aco. luir 186
ac. luird 14, 116
R Ihm, b. hm 207
S
Run '.shape' II 59
abrit. Lunarchi 415
ab. ro-luncas II 281, 374,
678
Uunio, llunyaw II 61
R llurig 205, 206
Uusgo II 19
CO. lusow 63, 334, 501
lluthrod 134
aco. luu 84
aco. luworchguit 116
g. Luxtiirios 123
mb. luz 147
llw 69, 98, 381, II 66
I llwch 361
llwdn 135, 331, s. Uydnod
llwfr 117, 364, II 50
Uwm II 51, 58
llwr, llwrw 33, 104, 105
llwy, llwvar, Uwyarn 40,
101, II 53
llwyd 502
llwyf 'Söller' 84, II 67
llwyf 'Ulme' 175
llwyn 84
Uwyr 521
llwyth 123, 515
llyad 100
llydan 43, 414, II 15, 56,
120, llydangarn II 5
Llydaw 60, 180
llydnod II 37, 70
R CO. lyen 222
mb. lyen 314, s. lien
llyfan 33, 164
llyfasu II 561
G llyffethar 540
llyfn 84, 168, 332
R llyfr 226, 332, Uyfran
II 27, llyfrawr II 52
llyfu 100, 108, 313
llyg 376, II 101
llygad II 36
llygod(en) 281, 376, II 71,
101
llygorn 122, II 53
llygota 502
llvm II 115, vgl. b. lemm
llyma 458, 459 (Z. 2, 10)
R CO. lyn 'Flachs' 210
CO. lyn 'Wasser' c. llvnn
37 [Z. 23, 30), 115, 11 95
llyua 459 (Z. 4, 11)
llyncu 151
y llynedd 113, 147, 287,
3S3 II 89
(R) ^lynges 33, 195, 281,
376, 383, II 20
llyngyr(en) 109
llyr 365
CO. lyrgh 105, 382
llys- (Vorsilbe; llvs-enw,
llys-fab) 107, l'l 8, 72
llys- 'Kraut' 80, 376, 485
llys 'Burg' 367
llysg 367, II 19
llysiau, llysieuyn 376,
378, II 57, 91
llyswen, llyswod 84, 107,
146, 281, 492
(R) CO. lyttrv II 352
R llytbyr 2Ö0, 234, 414
llyw 'Steuerruder' 61
CO. lyw 'Farbe' 521
llyw 'lecken' 100
Llywernog 92
-m- 'mich' 406, II 156,
157, CO. -m- II 160, 161,
b. -m- II 163, 164, 665,
c. -m 'mein" I 406, II
157, 167, CO. -m II 160,
161, 167, b. -m II 163,
164, 167, 665
b. ma 'mein' 243, 284, n
163, 167, 191, 'mich'
II 164, CO. -ma 'ich' 11
160 (Z. 8, 13), 161
c. CO. ma 'Ort' 96, II 15,
67, 95, 427
CO. ma 'ist' II 427
CO. ma 'daß' 424, II 162,
230, b. ma I 426, 427,
II 230, 231, 325 [Z. 15),
331 ('wenn')
CO. b. ma (demonstrativ)
II 187, 191
c. CO. b. mab 12S, 162,
222 (CO. mab lyen). 286,
302, 453 (Z. 40 f.), II 35,
41, 70, 108, vgl. map;
e. mabin, mabinawe,
(R) mabinogi II 17, 59,
668, mabon I 4. II 56,
Mabon II 45
mach 128, II 18
R ab. macoer 199. 323,389
ab. Machtiern 99, 127
abrit. Maccus 477
I mackwv, mackwveit II
16, 40'
c. b. mad 304, 461, 487,
II 121, 232, 233, 276,
277, 298, 304
ab. in madau 538, II 15
(R) b. V. madele(a)h 319
(Z. 29, 33\ madelez
50*
788
Wortindex. Brit. und Gall.
323, II 32, 55
maddeu 110, II 15
madrwy 255
madws II 20
mae, y mae 96, 303, 458,
484, II 204, 426, 427
R b. mae 216
ab. Mael, c. Maelgwn 103
maen 96, 311, 319, 323,
374, 515, II 57
maent, y maent 458, II 426
E c. mb. maer, aco. maer-
buit 215, 216
maes 96, 304, 374, II 20
maetb, maethant, maeth-
pwyt II 373, 393, 574,
CO. b. maga II 574, vgl.
magadurez, mezur
CO. maga (Konjunktion)
424, 425, 440
(E)b. magadurez 1132,43
g. Magalus 334
R magl, aco. maglen 193
abrit. Maglocunus 39, 103
CO. maghtetb 127, 422
magu II 373, 393, 574
g. Magurix 98
E magwvr 199, 204, 323
aco. mabtbeid 127, 422
E mai 216
maidd 88, 104, 413, 544
raain (Adj.) 282
main (PI.), s. mein
maint 138,282,293,1148
R ac. aco. mair 215, 216
E Mair 192, 193
E aco. maister 222, 378
maith 303
nco. maitbes 422
mal 165,436, 11256,325,
326, 331
b. mala 45
b. malan, raalazn 283, 493
E b. malloez, malloz 192,
229, 236, 382, 483
malu 45, 175
b. malvenn II 99
b. mam, mammou 481
(E) mamwvs II 22
b. man II "^187, 191
b. (ober) van 461
mann 392, II 67
E c. aco. manacb, b.
manac'h 195, 228, 304,
aco. raanaes 16
nco. manal 493
b. V. mane 283, s. ma-
E b. manek, c. co. maneg
193, 227, 373 (Z. 23, 37),
378, 380, II 86, vgl.
menyg
b. V. maneieu 531
E b. V. mangoer 389
g. fiavidxtjg 33
raant(acb) 24
E aco. mantel 500
(E) mantol II 54
h. mantra, mantret 139
b. mao 97
(E) b. maouez 98
b. maout 137, 380, II 83
ac. CO. b. map 32, 127,
128, 162, 290, 425 (co.
map pron), s. mab;
abrit. Mapono I 4, II56
CO. mb. mar 'so' 407, 440,
II 13, 257, 323 (nac
eu mar)
b. mar 'wenn' II 253 f.,
323, 331, CO. mar, mara
I 425, II 162. 321 (Z.
35), 323, 331, maras-aff
II 452. maras-os, -us,
-yw II 425, 429
march, b. raarc'b 126,
372, 414, II 83
E b. marc'had 199, 253,
marc'badour II 43 (Z.
6, 20) .
E b. Marc'harit 192,
223, 382
marchawc, b. marc'hek
261, 279, 288, 289, 290,
371, II 80
E marcbnad 199
g. Marcodurum 126
marchog, s. marcbawc;
marchogaetb II32, 412
b. mardeomp II 452, mar-
deux, mardouf II 425,
429
CO. marrek, marreggyon
126, 289, 523, 11 30,
margh I 126, 377, II
72, 83
E CO. margbas 199
nco. marhag 289, mb.
marhegu(i)ez290,II32,
412
CO. marnas, marnes II
424 429
b. maro 44, 334 (Z. 32 ff.),
II 15
CO. marogeth 290, II 32,
412, marogyon, mar-
rougyon 1279,289,523
CO. marow 44, 334 (Z. 28),
II 15
CO. mar 8 II 424
CO. marsew, marsof, mar-
sus 502, II 425, 429
E CO. marth 200, 214
CO. martegen (raartesen)
502, 504
E CO. martbegyon, mar-
tbogyon, martbus 520
mb. maru, b. V. marü
334f., 531, mb. marv-
benn II 352
(E) b. marvskaon 217
marw 44, 283, 334, II 15
marwor, marwydos II 46
(E) marwysgafn 217
E b. marz 200, 214
CO. mas 487, II 121
(E) masgl 207
mat, s. mad
E math 235, 444
b. matez 127, 422
g. MazQeßo 48, II 84, 106,
Matrona II 45, 56
mathru 139, 149, 152.1145
aco. maur 48, 49
ac maut 134, 186, 296,
435
CO. maw 97
mawaid 169, II 40
mawl 94, 183, 279, 293
mawn 49
mawr 49, 279, 288, 440,
II 120, mawrder, maw-
redd I 279
E mawrth 'März' 202,
233, 'Dienstag' 202
CO. mav 424, 425, II 230,
322 (Z. 3), 326 (Z. 11,
37 f.), 328. b. maz I
426. 11230,231 (Z.24),
325 (Z. 23), 326
CO. b. me 'icb' 250, II
155, 160, 161, 163, 164,
167, b. V. me 'mein' I
150, 243, 402, II 163
E nco. me 216
nco. mean 319, b. mean
96, 311, 319, 323, 380,
meanad 543
E b. niear 216
b. meaz 96
mebyd II 41, co. mebyon
II 108
mecbdeyrn 127 (Z. 34,
37), 373
Wortindex. Brit. und Gall.
789
(R) mechni II 18
medd 'sagte' II 580, nco.
mlS I 304
medd(Sub8t.)17,37, 111,
247, 381
R aco. medhec 16, 239
medel, b. niodi 162, II 54
raeddiant II 48
g. Meddillus 532
aco. medinor 493
g. Mediolanum 112
aco. raoddou 17
a fedr 331
g. Medsillus 532
aco. niedu 17, 37
meddu II 48, 580
g. Medugenus 112, II 3
meddw 63, 277, 334
(R) meddwdod 277
meddwl II 24, 412, 580
mb. medy II 427
R meddyg 239
mefl 117, 119
c. b. megin 435, II 59
megittor II 393, s. magii
megys 377, 424, II 256,
331 (m. kyt)
R mei 216
meib II 70, 132 (Z. 12,
24), meib(i)on II 83,
108, 132, s. mab
raeicbiad 376, 516, II 36
ab. meid 88, 544
meillionen 137
mc. b. mein 96, 374, 380,
526, b.meinaat526, b.
meinek, ac. meiniawc
526, II 30, c. meinin
II 59
meint, s. maint
R Meir, s. Mair
meircb372, II 83, s.march
meirw 282
R meistr 222, 331, 374
nco. meith 88, 544
c. CO. b. mal 'Honig' 162,
205 247
b. me'l 'Mark' 86, 144
b. melcbenenn, raelcho-
n^enn) 137, 371, 505
R mellditb 192, 200, 224,
382, II 110
(R) b. melen II 57
R b. melezour 491, 493
ab. melgabr 117
R c. aco. b. melin 194,
mb. molinhezr II 43
b. melionenu 144
ac. mellhionou 137, 146
R melltith, s. mellditb
(R) melus 23, 205, II 22
(R) c. CO. melvn 384, II
57, 664, 668
R memrwn 227, 490
CO. men 96, 311, 378,
521, b. men 323 \
mann 435
CO. raennaf II 451 1
b. V. menal 283, 493 ;
b. mennat 168, II 451 j
nco. vandzhia 502
R menestr 201
CO. meneth, b. manez 33,
283
CO. menoiigh 159
b. ment 138, 293, II 48
(R) ac. menntaul II 54
menw 168, II 111
R raenyg 377, s. manag
mar 86
merch, b. merc'h 159,
176, 287, 385, 454, c.
merched, b. merc'hed
1137,69, merc'hedigou,
merc'bedou, merc'he-
jou II31, 71, merc'hik
II 31
(I) b. merkl 105
merc'hodenn, merc'hodik
II 37
b. merdaad, merdeat 314,
II 36, c. merdei II 648
CO. margh 'equi' (PI.)
377, II 83, vgl. merh
ab. mergidbaara 13, 105
(I) b. mergl 24, 105
R nco. de merh 202, merh
'März' 202, 233
nco. verb 'equi' (Gan.)
377, II 72
nco. merh 'Tochter' 378,
379, b. V. merhek II
30, merhed I 370
b. merienenn, merionenn
144, 163
CO. mernans, mb. mernent
II 48
R CO. marthurve, c. mer-
thyr 192. 202
mb. meruell II 352, b. V.
merviel I 531, b. mer-
vel, mervent II 48
marw 64
merwerydd II 669
merydd 105
R b. merzer 192
CO. iiifK 96, s. m5z
b. m<fHki 76
(Rj b. meskUennj, aco.
masclen, c. mesglyn 207
g. Messilla 532
R CO. mester, b. mestr
222, 332, 378, 380, 382,
II 71, co.mastrvßv II 71
R mesur 209, 335'
CO. yn meth, methaf II580
(R) mb. metaou 112
R CO. methek 239
CO. yn methens, methes
II 580
g. MeMÜIo? 532
R aco. matin 204, 232
(R) mb. metou 112
meu II 156, 157, 168
(Z. 1, 9)
b. y. meii, veüas 531
b. meud 135
meudwv 59, 97, 322
CO. meül 117, 119, 332
b. meuleudi II 38, meuli
I 94, 183
b. meur 49, II 120, b. V.
maurbet I 529
R b. Corn. meurd 505
(R) b. meurdez II 33, 42
R Meuric 211
R b. di meiirs 202, meurs
'März' 202, 233
mb. meut 135
b. V. meut 530
CO. m-eve II 161
mewn 112, 303, 312, 401
(0 fewn), 452, II 27
CO. meyn 'Steine' 96, 378
CO. meyn 'Mund' 125, 520
nco. mez 304, s. mes
b. mez 37, 111, 381
R b. mezek 239
R mb. mezelour 493
(R) b. y. mezis II 22
b. mezo 63, 334
b. mezur II 43, 412
b. mezvi 63
mi (yerbalpartikel) 472
mi 'ich' 250, 294, 464.
II 156, 157, 167
miaren 313
b. mibieu 290, s. mipien
g. mid 245
b. midi, midift" 162, aco.
midil 162, II 54, 664
miti II 157
b. miga 282
b. migouru, o. migwrn
790
Wortindex. Brit. und Gall.
II 53
c. aco. b. mil 'Tier' 50,
112
E c. b. mil 'tausend' 210,
442, II 130, 131, c.
milfed II 136
c. milgi II 132
E b. milin 194
(E) aco. milin II 57, 664
E b. milion, c. miliwn
II 131
E miloedd II 131 (Z. 26),
b. milved II 136
E milwr 210, milwraidd
II 28
c. b. min 125, 177, 483
ac. minci 33
minhe(ii), minneu 288, II
157, 173
b. mingl 528
E b. mintin 204, 232, 389
miod 536
b. mipien 32, 444, II 108,
8. mibien
(E) mb. mireur II 392
c. aco. mis 86, 293, 461
(vis), II 97
E misglen 207
b. misiou 505
E b. V. mitin 204
E miwsig 312
b. miz 86, 293, 504, 505,
II 97, nco. miz I 304
(E) nco. milar 501
mo 438, II 214
b. moan 51
b. moarvad 323, 325
CO. mok 122
moch, b. moc'h 'Schweine'
376, II 88
moch 'bald' II 232, 304
E modd 194, 302
aco. modereb 48, 129,
333, II 33
aco. moderuy 333
ac. modreped 48, 129, 187
Modron II 45
modrwy 135, 333, 515,
II 16, 593
modryb 129, 134, 187,
333, 535, II 33
modrydaf 48
aco. moelh 73, II 33
g. Moeniacceptus 93
g. Moenus 57
b. moereb 48, 129, 134,
293,324,483,530, II 33
moes (Subst.) 56, 435, 540
moes (Ipv.), moesweh II
473
b. raog, moged 122
E b. moger 199, 323
(E) b. mogidell II 55
g. Mogit(u)maru8 II 2
ab. mogou 106
CO. moghya, moghye II
122
E CO. molleth 192, 224,
483, 519, 543
moli 94, 183
CO. mols 137, 500, c. mollt
137, 147, 375, 1127,83
molud II 38, 39
mollwyn I 137, II 27
E b. monac'h 195
CO. monas, mones, b. mo-
net 33, II 411, 412,
452, vgl. mont
ab. -monid 33
CO. y mons II 427
b. mont 388 (Z. 10, 40),
II 411, 452, 454
(E) ab. montol II 54
mor 'so' 147, 424, 440,
449, II 13
c. CO. b. mor 'Meer' 32,
303, II 36, 66, 94, 95
(zu tilgen)
nco. raör 67, 313
CO. moran, s. moren
(E) morawl -II 54
aco.morboit, s.morddwyd
mordaith, mb. mordeifiF,
c. mordwy 101, II 648
morddwyd 70, II 39
CO. moren 23, 104, 289
morfa 303
morforwyn 23
morfran II 3
b. morgo 33, 155
abrit. Moridunum II 2
morion 163
g. Moritasgus 88
g. Moritex II 648
aco. moroin 23, 104, 289,
521
E CO. morthol, c. mor-
thwyl 193, 239
b. morvran II 3
morwyn 23, 104, 159, 175,
278,483,515,1127,108
(E) morwyndod II 42
morynyon 104, 109, 112,
278, 483, II 108
b. morzat, morzed 70
E b. morzol 239
CO. mos II 411, 452, 454
ab. motrep 48, 129
b. moualc'h 73, 382, II 3S
b. mouar 67
b. moue 106, 526, 530
E b. mouez 320, 526
b. moug 122, mouga 282
b. V. moui 530
E ac. Mouric 211
(E) CO. mowes 98
CO. moy 66, 522, II 120,
moya, moygha II 122,.
123
aco. moyrbren 67, 522
E aco. moys 209
b. raozrep 48, 129, 134
E mud 302, mudan II 27
E mudo 207, 231
b. mudurun 493
aco. (doch) muer 48, II 120
b. mui 66, 293, 320, 526,
II 120, muia II 123
aco. muin 51
b. muioc'h 389, muioc'h-
mui, muioc'h-vuiII122
E aco. muis, ac. muiss
208, 209
mun 384
b. mun 389
munutrwyd II 14
b. mu-ouz-rau II 122
E c. b. mur 207
CO. mur 'groß' 48
E b. muzul, muzur 210^
335, 541
mwg 122, 178
mwlwch, mwlwg II 26
mwn 33, II 22
mwng 33 (Z. 13, 18), 106,
281 II 22
mwnwgl 33, 125, 281, 385,
II 3 7. 33
mwy 66,' 293, 448, 450,
II 120 (Z. 6, 18)
(E) mwyadur II 43
mwyaf II122, vgl. mwyhaf
mwyaid 435, 536
mwyalch(en) 73,313,1133
mwyar 67, 176, 313, 385
mwydion, mwydo 181, 184
mwyhaf II 122, 123, 669
(Z. IflF.), 670 (Z. 27 f.)
mwyn 'fein' 51, 181
mwyn 'enjoyment', m wyn-
hau, mwyn(i)ant 70,
II 48
E mwy 8 209
mwytho 123
Wortindex. Brit. und Gall.
791
my 'mein' 243, 284, 401,
II 157, 167, 168, CO. iny
'ich' I 250, 464, II 160
(Z. 7, 41), 167
mychiad 376
myfi, myfy 250,277,294,
II 2, 157, 167
E myfyr 194, 198, 375
CO. mygenow 435
CO. myghtern 127
R CO. myl 210, 442, II
130, raylyon II 131
E mymryn 227
CO. myn 'Lippe' 125, 483,
520
CO. myn 'Steine' 96, 378
CO. myn 'will' 481, ny
fynn-af 524, c. mynn-af
II 415, CO. mynn-as II
451, c. mynn-awd II
372, rayn-hei I 74, co.
mynn-es I 481, II 451,
myn-sans I 481, c.
mynn-u I 168, II 451,
mynn-yssynt II 372,
376 (Z. 4, 8)
E mynach 195
mynci 33
myned, mvnet 33, 423,
II 411, 452, 454, 660
CO. myns 293, II 48, 454^
E mynwent 240
mynwgyl 281, 385
mynych 159
mynydd 33, 68, 517
myr 'Ameisen' 163
E myr 'Myrrha' 202
E rayrdd, myrddiwn II
131 (Z. 1, 4, 17)
CO. myrgh 37, 159, 378,
myrhes 378, II 69
E myrieriden 223, 374,
382, 517
mysgu 76
E CO. myttyn 204
0 vywn 401
c. CO. -n- 'uns' II 157,
160, 169, c. CO. mb. -n
'unser' II 157, 160, 163
CO. -n- 'ihn' 425 (nan
quelse), II 160, 171
mb. (Doe) n (tat) II 177
c. CO. b. na 39, 243, 245,
254, 415 (m. Ntr.), 416
(m.Ntr.), 470 (Z. 30, 33,
39,40), 471,11162,233,
252—260,281.326,327,
328, 660, 672 (Z. 12, 13,
19), c. na 'ist nicht' I
458,470, c. CO. na 'ohne
daß' II 329 (Z. 17, 25),
CO. na 'wenn nicht' II
330 (Z. 40), c. na., na
'siue . . siue' II 323
na 'als' II 125
CO. na(Augens) II 187, 191
nabod, co. nabow, c. na-
byddu II 447
nac, b. nak 127, 243, 254,
415, II 209, 253 (Z. 3 ff.,
29), 256 f., 259, 261,
323 (b. nac . . mar),
mc. nac ef II 259, 260
b. nac'h, c. naca II 261
nachaf 458
E nco. nadelik 204, 502
CO. nader 134, 379, 501
naddo II 260
b. V. nadoe 290, b. na-
doez 85, 290, 323, II
27, vgl. nadoue
E nadolvg 204
b. Y. nadoue 290, b. na-
doz 85, 177, 290, vgl.
nadoe
nadroedd 379, s. neidr
naddu II 29, 633
co. b. nag 243, II 253,
256, 257, 258 (Z. 8), 259
nag 'als' II 125
naga II 260
CO. nagha II 261
co. na-gan- II 175, 254
(Z. 32)
CO. nages II 429, nag-o
I 459
CO. nagonon II 253
CO. nahe II 261
ab. nahulei 97, 380
nai 92, 249, 252, II 102,
104, s. nei
naill, s. nein
g. Nafiavoixaßo II 84, 87,
Nafiavoaxig II 94
b. V. nameit 138
CO. namna II 261
g. Namnetes 167
namyn 138, 492, II 256,
261, 672
b. V. nann 529
E b. V. nandeleg 389
aco. nans 500, 539
co.nansus II429, nansyw
II 425 (Z. 29, 35\ 672
nautl49, Nantcarfan 103,
g. nanto 149
CO. na nyl(l) II 196, 253
b. nao 61, 403, II 129
b. Naoned 167
b. naontek II 133
b. naoun 61, 62
b. naska 76, II 583
co.nasweth 501,537, II 27
nat 458, II 233 (Z.6,13),
254(Z.28j,259,424,425
g. nate 85
E b. nation 314
(E) ab. natrolion 134, 290
b. naved II 135, c. co.
naw I 61, 304. 401 f.,
441, 521, II 129, co.
nawas II 135
nawdd II 633
nawf 85
nawfed II 135
E nawn 206
nco. nawnzack II 133
naws 23, 49. 436
nco. nalecf 501
b. ne 156, 250.287 fZ. 4;
ne geschwunden), 470,
II 252, 254»
c. CO. b. neb 302, 367,
446, II 211. 212, s. nep
(E) nebawd, co. nebes, b.
nebeud 335 [Z. 26 f.,
30), II 212
b. neke kouls 253
nedd, nco. ne& {ne&an) 41,
111
mb. nedahenn II 452
neddai, s. neddyf
mb. nededy II 425
E b. nedelek 204
mb. nedeu, nedeux 11
425 429
ac. ne'dim 165, II 29, 633
mb. nedouf II 233 (Z. 10,
13). 425
neddyf 165, II 29, 633
c. co. nef, mb. neff 255,
524, II 67, 95, 664
E neges 231
b. negit II 672
mb. negun II 253
(E) nco. nehuer 123, 378
nei 516, s. nai; neiaint
92 II 104
aco. ueid 88, 379, 519
neidio 370
neidr 134, 282. 331, 372,
382, II 45. 99, 107
b. V. neijal 530
neili 446, II 178, 196
792
Wortindex. Brit. und Gall.
(Z. 20, 24), 197
CO. neitli 88
E neithawr, neithior 70,
236, 516
(E) neith(i)wyr 123, 236,
376, 516
b. neiz 42, 88, 320
(E)b.neizeur 123,381,517
nem II 159
g. Nemausus 256
nemmawr 447, II 212
b. nemdeur 79, 1178,433
b. nemet 138,492, II 261
g. Nemetacum, Nemeto-
cenna II 63, vsfirjrov
246, II 37, 83
nemoch II 261
mb. nendedi, nendeu,
nendouf II 425
b. n'eo ket (koulsl 253
c. CO. b. nep 446, 11 211,
212, 8. neb ; mb. nep
heny II 191
g. Neptacus 93
g. Nercod 245
c. CO. nerth 136, 414, II
16, ac. nertheint I 13,
II 23, 338, c. nertbfawr
II 15, ac. nerthiII337,
g. Nertobriga I 136,
Nertomarus II 15, b.
nerz I 136
c. CO. b. nes 480, II 120,
CO. nessa, b. nesa, c.
nes(s)af, mb. nessaff I
80, 480, II 123, 135,
c. nesed 11 119, b. ne-
soc'h II 122
CO. nethe 68, II 635
mb. netelot II 452
neu (Verbalpartikel) II
156, 158, 233, 276, 290,
424, 425
neu 'oder' 283, 303, 440,
441
b. neubeud 335, II 212
b. neudenn 85
E CO. neuer, s. nyuer
g. Neuiodunum 55
b. neufvi 85
neur470, 11276,277, 290, i
neusII290, neut 1458,
II 233, 290. 424, 425
ab. neuued 55, 381
neu ynteu II 185
b. neuz 49, 436
b. nevez 14, 55, 68, 380
(E) b. nevezinti II 18, 49
newid 14
newydd 14, 55, 61, 67, 68
(Z. 29, 41), 251, 375,
514, newydd- 474
newyn 61, 375, 514
CO. newyth 67, 521
CO. neyl 446, II 196
(E) mb. neyzor 123
b. nez 'nahe' II 120
b. nez (Subst.) 41, 42, 111
b. neza 68, II 635
b. neze II 633
ni 'nicht' 156, 250, 470
(Z. 27, 32), II 252
ni 'wir' 254, 294, 442, II
156, 157, 168, mb. ni
II 163, 168, 171
b. ni (Subst.) 92, II 103
b. nikun II 253
E nifer 196, 240
nifwl 117, 183, vgl. niwl
ab. niguid 14, 55, II 660
b. nijal 370,371,525,530
E ac. nimer 196, 240
ninheu, ninneu, nini II
157, 168, 173, vgl. nyni
c. ab. nith 93, 377, 483,
541
nithio 124
b. an niu quell 403
nco. niul 117
E b. niver 196, 240
aco. (cam) nivet II 664
niwl 117, 255, vgl. nifwl
b. niz 93, 381
b. niza 124
no 415, II 125, 158 (Z.
19, 29)
b. noabrenn 38, 255
b. Tr. noade 323
b. (en) noar 403
nco. noath 319, b. noaz
129 320
noc 415, II 125, 158, 172,
nocyd II 172. nocyt II
261, nocyt na II 256
E c. b. nod 194, 232
ab. Nod- II 633
noden 85
abrit. Nodenti II 103
E nodolyg 204
abrit. Nodonti II 103
nodwydd 85, 290, II 27
nco. (than) noer 544
noeth 'nackt' 129, 414
-noeth 'Nacht' 123, 236
nogydII172, nogytII261
aco. noi 92, 93, 521
ac. noid 129
aco. noit 93, 521, 541
E mb. non obstantII323
b. (ann) nor 255, 403
CO. (yn) nor 403
c. CO. nos 80, 123, 302,
485, II 19, 132
CO. noth 319
E ab. notolic 204
ac. notuid 85, 290
mb. an nou 403
E b. nouenn 224, 255, 526
g. Nouiodunum 55
ab. nouitiou 14
ab. nouuid 55, 381
CO. nown 521, 536
CO. nowyth 521
CO. novth 129, 319, 521
E ncol^ noz 194, 232
b. noz 123, 388, II 19
b. V. nuah 530
nudd 85
Nudd II 103
b. V. nueh 530
CO. numdu(e)r II 433
nuy, nwv II 158, 175
mc. CO. ny 156.250,416,
470 (Z. 13, 27, 39), II
162, 175, 205, 233, 236.
252, 256 (Z. 17, 19, 24,
32), 276, 281
CO. ny 'wir' 11 160, 168
nyddu 68, II 635
nyf, nyfio 85, 108, 313
CO. nyg, nyge 370, 501
mb. nygun II 253
CO. nyl 446, II 196, 203
CO. nymder, nymdur, c.
nymtawr 79, II 78, 433
CO. nynges, nyngyw, nyn-
gof 502, II 425, 429
nyni 277, vgl. nini
CO. nynio II 425
CO. nynsa II 452
CO. nyns-us, -vw II 425,
429
CO. nyny II 160
ny-r (ny rv) II 276
nys- II 175, 252
nyt- 458, II 205, 233 (Z.
6, 13), 252, 424, 425, 429
nyth 88. 414, 422, nco.
nyth 519
E CO. nyuer 196, 240
0 (Präp.) 287 (Z. 13), 416,
438, II 158, 295, 414,
(Z. 11)
0 'wenn' 416,425,11156,
Wortindex. Brit. und Gall.
793
158, 182, 236, 322, 323,
427
b. 0 (vor dem Inf.) 285,
425, 426, 427, 439, II
417
CO. 0 'war' 73, II 162,
191, 422, 430
b. -0 'ihr', 'sie' II 164
(Z. 12, 29), 171
b. oa 73, II 422. 430, em
oa II 165
b. oabl 38
b. oac'h 112
b. oad 56, 371
b. oade 322, 323
b. oaled 57, 322, 323 (Z.
7, 17)
CO. b. oan 32, 109, 248,
319, 381, 483, II 83
nib. oann II 422, 431
lub. oar (Präp.) II 166
b.oar'raau ist' 11396,422
mb. oarnouf u.s.w. II 166
mb. oat 'Alter', s. oad
mb. oat 'man war' II 422
R CO. b. ober 222, 236,
304, 435, II 411 •
E 0 blegvd 192
b. oc'h 'Ihr seid' II 422
och 'ach' 437
b. oc'hen 36, II 107
ochenaid II 295, 299
ac. ocet 122
oc eu II 158
oco II 159
ac. ocoluin 412, 543
ochr 123, 331
od 'wenn' 425, vgl. ot
b. ode, s. oade
oddf 32, 413. 423
CO. odgan 370
oddi 438
aco. odion 370,379,11107
odditan, oddiwrth 438,
odyuchtaw II 159, 665
oe 11 158, vor dem Inf.
II 417
b. oe 'war' II 419, 440
oed 56, 176, 312
oedd 68, 73. 457, 458, 516,
II 260, 394, 422, 430,
431, oedat II 338, yd
oeditlI4'22,428, oedyat
II338,oedynt 1457, 458
oen 32, 109, 248, 376, 483,
516, II 83. b. V. oen
I 530
b. oenn II 440, s. oe
b. Tr. oenklo 139, 487
oer 54, 103, 293, 303,
483, 516
068 458, 459, 520, 524,
II 239, 428 f., 430
oet, 8. oed; mb. oet 56,
b. V. oet 530
of 32, 164. 166
CO., mb. of II 161, 422
(R) offeirat, oft'eiriad 70
ofer, oferawl, oferdraul
49, II 50
R offeren, co. oferen, b.
oferenn 221
ofergoel 49 >
ofn 49, 295, 331, 332
R offrwm, co. ofFryn 385, |
490 I
CO. ogas 161. II 21, 120
c. b. oged 122
g. "Oyf^iog 169
R b. ograou 224
g. Ogron. 103, II 56
R b. ogrou 224
CO. ohan 36, II 107
oheni, ohonaf, ohonof
527, II 159
oia 437
aco. oilet 57, 521
aco. oin 32, 109, 319
aco. oir 54, 103
oll 302, 411, 413, II 213
(Z. 28), 214, 669 (Z. 4),
CO. oll, Ol I 413, II 209,
213 (Z. 22), 214, b. oll
I 413, II 214, vgl. holl
Ol, Olaf 302, II 123 1
nco. olaz 57 j
CO. ole 321, 523 ;
R b. oleo, oleou, ac. oleu, \
c. olew 194, 196, 197,!
253 I
R aco. oliphans 16, 500 1
CO. om- II 297
CO. o-ma II 161 ;
CO. omma 459 '
mb. omp II 381, 422. 430 i
CO. omwra II 297 ■■
CO. on (Subst.), s. oan
CO. on 'wir sind' II 422,
430
b. -on- 'uns', on, -on
'unser', s. -hon-, hon
CO. onan 57, 285. 519,
II 27, 126
c. aco. onnen 33, 85. 86.
374, II 20
oni 'bis' 473
oni, onv 'wenn nicht"
470, li 256
(Rj g. Oppianicnos II 27
R c. b. or 207
b. (ann) or 255, 403
o-r 'wenn' II 182, 322 f.
o-r (Präp. + Artikel; 287,
11 177, ac. or II 177,
c. o-r (vor einem rela-
tiven Satzi II 182 (Z.
23, 33), 183, 228
R orawt 203, 206, II 38
g. Orbaniacus, Orbius 118
aco. orchinat II 35
ac. ab. ord 114, 435
R organ 224
g. org?, Orgetorix, abr.
orgiat 13. 105, II 590
R orgraff 195
R orian 224
R ab. orion 207
abrit. ormesta 136
co. orth 44, 287 (Z. 22,
32), 439, 519, 521,
orth-am II 161
o-s 425, 458, II 309, 427
CO. OS 'du bist' 311, 476,
521, II 161, 338, 343,
422, 429
osit II 426. 428
R CO. üst 304
ot II 425, vgl. od
o-th 'von deinem" 416
b. Tr. öt 323
CO. ot, ota 459
CO. ote II 161
CO. ottengy 502, II 667
CO. otteve II 161
CO. othommow 169
b. Tr. otro 323
ac. ou II 158, 173
mb. ouat, s. oad
b. ouc'h, ouff, CO. ough
II 382, 422
b. ouhen 36. II 107
b. V. ouilein 530
b. ounn 'ich bin' II 422
b. ounn(enn) 33. 86
b. ounuer 21, 33, 323
R b. ouiioun 207
R CO. our 211, II 66
R ab. ourcalch 211
(R) ac. Ourdilat II 5
R ab. ousor 219
b. out 311, 476. II 338.
343, 381. 422, 429
mb. outaff, oute, outv
422, n 166, 174
794
Wortindex, ßrit. und Gall.
b. -ouz- 'euch', ouz, -ouz
'euer' II 163, 169
b. ouz (Präp.) 44, 287 (Z.
27, 32), 422, 439, 464,
n 166, 417, mb. ouzifiF
u. s. w. n 166, 174
R b. V. overenn 505
CO. ovn 49, 295
CO. ow 'mein' 402, U 160,
168
CO. ow (Präp.) 287, 425,
439, 464, 521, H 417
(E) Owein 73, 212, 514
CO. owth n 417
nco. oy 66, 522
CO. oys 56, 521
b. -oz- 'euch', oz 'euer',
s. hoz
mb. oz (Präp.) 287, 426,
439, 464, n 417
b. ozac'h 112m.Ntr., 380
c. CO. p- n 198, 203, 204,
c. pa 'welcher' I 284,
286, 287, 445, 471, H
198, 203, 204, 209
b. pa 'wenn' 285, 473, II
205, 331 (evel pa)
R pabell 204, 374, H 86
R pabwyr 210
R CO. padal, aco. padel,
c. padell 232, 501
R c. CO. pader 191
ac. pa diu, c. pa diw 11
203, 204
R b. (dial.) paedroun 539
G paeol 232
R b. pagan, c. paganiaeth
223
pahara 399. 407 (Z. 6, 35),
n 203 231
CO. pahan 407, H 204
pahar 407, H 203
pair 38, 69, 364, 377, U
660
R pais 217, 516
R c. CO. b. pal 204
paladr 332
R c. CO. b. palf 168, 241
R b. palmez, co. palmor,
c. palmwydden 241
CO. pals 529
R b. palv 241
ac. pamint 293
c. CO. mb. pan (Konjunk-
tion) 424, 473, n 205.
216, 233, 281. 323, 324
(Z. 4, 11), 326 (c. hyt
pan), 328 (Z. 35), 331
(co. kepar ha pan, b.
euel pan), 425, c. pann
n 205, 233 (yr pann)
pan 'woher' II 203, 205,
216, 240
CO. p-an, p-ann-a, p-an-
dr-ew II 204
pant 534, II 10
panyw II 205
b. paot 529
R b. paotr 323, 332
(R) b. paouez 211
R nco. papar 236
ac. papedpinnac 14
R b. paper, c. papyr 236
ny phara H 338
parac 11 203
R mb. parados, c. para-
dwys, co. paradys 210,
224, 290
R paratoi 204
R CO. parathys 210
g.-lat. paraueredus 35, 58
R parawt 204
R pared 201
R parod, parotoi 204
R parwyd 201
c. b. pas 79, 128, 385
R c. CO. b. pasc, pask 193
R c. pasg, b. paska 217
pathawr 422, H 204, 433,
671
R b. pater 191
pathew 289, 509, 511
R b. patrom, patroum 490
R pau 222
b. V. paud-mat 529
R Paul 211
ab. paup n 33
R b. V. pautr 529
pawb 129, 187, 261, 283,
n 33, 212
R pawl 203
R CO. payn 522
nco. b. paz 79
nco. pagar 40, 47, 501,
II 128
CO. b. pe 'welcher' 285,
445, n 198, 203, 204,
209, 216, 231, 305, 666
(coustet pe gousto), b.
pe heny H 191, 212,
216, CO. pe 'wo' I 473
b. V. pe 'wenn, als' 285
b.pe 'oder' 441, 459, n208
b. ez pe n 165
pikt, peanfahel 17
b. V. pear 283
b. peban II 204, 205
b. peb eil II 196
(R) aco. peber 11 52
b. pebez II 203
R b. pebr 201
R pebyll 204, 239, 374, II
86, pebvUvawnt II 338
R CO. b. pek 228
R pechadur, pechaduri-
aid, pechawt, b. pec'h-
ed, pec'her, pechezr,
c. pechod 203, 205, 230,
232, 279. 290. 414, H
38, 40, 42, 43
b. pe da piou II 305
pedeir 73, 311,416,ni28
R b. V. pedel 232
R b. pedenn II 29, Tr.
hon veden I 505
CO. b.peder 311,416, 501,
n 128, b. pederved I
446, n 135
R c. b. pedi 198, 501
nco. pedn 158
pedrain 11 57
pedrongl, pedrvfan 543
pedwar 14, 36," 128, 176,
416, 484, n 128, ped-
waredd, pedwerydd,
pedwyryd I 373, 383,
446, n 17, 135, CO. pe-
dyr I 311, 501. U 128
b. (ez) pefe ü 165
b. V. peh 531
R CO. pehadur, pe(g)has,
pehasowe, pe(g)he8,
pe(g)hosow, peghusow
203, 205 m. Ntr., 230,
289, 501, n 43
pei n 208, 230, 256, 330
R aco. peis 217, ab. Pei-
suuentoc 218
R peithyn 228
c. CO. b. pell 128, 183,
304, 481 (Z. 14, 36)
R pel, pelen 11 58
R aco. pellist 489, 500
b. pelloc'hik H 31, 125
CO. pema U 204, 427
b. pembvet 444, pemp37,
130, 426 (Z.36, 39), H
129, 665 (pem pla), g.
nsjunidovla 1 4, 37, 375,
b. pempet, pemved I
130, n 135, pemzek I
441, II 133
c. b. penn, co. pen 130
(Z. 9, 22), 157, 302, 304,
Wortindex. Brit und Gall.
795
377, 378 (Z. 37), 381,
415, 437, 481 (Z. 15,
23, 36), 492, II 4, 12,
82 (Z. 15), 123, 127,
131, 215
mb. penac, pennac, co.
penak II 209
pennaf II 123
CO. penag, penagh, pen-
nagel, pennagle, pe-
nagol II 209
b.penaoz49,255,323,525
(K) pennawr II 52
aco. penclin 17, 156
pendeddig, pendefig, aco.
pendeuig 381,492,502,
517, II 30, 31, 60
CO. pendra II 204
E mb. penestr 221, 493
R b. penet 213
b. penngamm II 5
penglog 415, 418
aco. pengugh, c. pen-
giiwch II 26 f.
ab. Pen-hoet 417
abrit. Pennocrucio 4, II 4
(R) pennod 481
g. IlEvvoovtvdog 4, 254, 115
b. penoz 323
penrhaith 278
penr(h)e 100, 141
CO. pensevyk 492, 502
pennteulu(aeth) II 1
pentref 289
pennuchel II 5, penwyn
I 254, II 5
R penyd, co. penys 213
(R) b. peoc'h 218, II 26
co. b. pep 285, 446, II 33,
212, rab. pep heny, pep
re II 192, vgl. peb eil
aco. b. per 38, 69, 378, 522
mb. perac II 203
(R) b. V. perderi 283
pereid II 338
R pererin 223
R perfifaith, co. perfeth,
perfeyth 228, II 662
CO. perfo II 448
R CO. perfyth, b. V. per-
hueh 228
peri 128, II 502, s. peris
R perigl 202, s. perygl
peris II 372, s. peri
CO. perna 128, 282, 289,
II 448
R CO. perthy 378
R perthyn 233
R perygl 332, s. perigl
(R) CO. pesadow II 40
R b. pesk 90, 200, pes-
ked, pesketa 410, II
38, 69, pesquezr II 42
CO. peswar 36, 128, 501,
II 128
peswch 79. 128, 373, 385,
513, II 26, 31
CO. peswere 378, II 135
R CO. posy 198
b. pet 441, II 205
c. CO. peth 'Ding' 160,
288,302,362,368, 381,
414, II 215, c. peth
'was' II 203
R ac. peteu 13, s. pydew
ac. petguar 14, II 128
g. petorritum 4, 36, 128,
176, 291, II 2, 129
mb. petra II 209
g. Petrucorii 176, 362,
II 129, 130
g. petrudecametus II 135
abrit. Petuaria, Jlsrovagia
4, 176
rab. peuardecuet II 135
R b. peul 203
peunoeth 123. 129
peimydd 129, 130
R b. peur- 207, 285, 474
R aco. peus 217
b. peuz 440
b. pevar 36, 128, 283, 416,
484, II 128, pevardroa-
dek II 5, pevare, pe-
varved II 135, pevar-
zek II 133, pevarzekved
II 135
co. pew II 198, 200 (Z.
12, 24), 426, a bewe,
pewo II 200, 426, 431
co. peydrennow II 57
R CO. peyn 522
R CO. peys 501
b. pez 'Ding' 160, 381,
'was' II 203
b. ez pez (Präs.), az pez
(Ipv.) II 165
R nco. b. pez 'Erbse' 200
R b. pezel 232
b. bo pezet, ez pezo II 165
b. piaouat, piaouet II 200
b. pibi 129, 490
Rb. pidi, pidiff 198,290,
501
pieifiFei, pieifu, piei-
fya(wn) II 200, pieu I
442, II 185. 199, 200,
216,231,426, pieuat II
338, pieufo, pieuoed I
471 (Z. 36j, II 200, 426
b. ez pije II 165
R pilys 489
ac.pimp, pimpLet 14, 37,
130,384,490,5:39,11129
R pinn 239
R mb. pinigaff, pinigenn,
nb. pinijenn 213 f., 371
b. V. pini'iik 531, mb. pin-
uizik 528, b. pinvik,
pinvidik 381,410, 492,
528, pinvidikochII122
pioed II 200
b. piou 59, 128, 285, 320,
322, 525, II 198 (Z.27,
29), 199, 204, 209 (mb.
piu pennac), 305, 430
R b. pirchirin. aco. pir-
girin 223
b. V. piü 531, nco. piw
304, 8. b. piou. CO. pyw
R b. piz 200
R c. CO. pla 203, 222
b. plac'h 280. 304, 444,
II 25, 64
R planed, b. planedenn
209
R plant 234, 235, 302,
II 58, ac. planthonnor
II 393, c. plautos II 20
R mb. plaoiihvet 203, 222
co. ple 473, il 203
R CO. plegad, c. o blegyd
192
(R) plentyn II 58, plen-
tynaidd II 28
R c. CO. pleth 229
R b. pleustra 212
G CO. plevt 522
R mb. plez 229
R nco. plobm 227
(R) ab. Ploerimael 389,
ab. ploi208. b.Plonivel
389, ploue 208. 526
R b. ploumm 227
Reo. plu 'parish" 208.519
R c. b. plu 'Federn' 207,
235, II 67, 0. pluen I
384, mb. pluff I 207
R aco. plui, ab. pluiu
208, 519
R b. pluii, aco. pluuen
207, II 67
R plwm 227
R plwy, plwydd, plwyf
796
"Wortindex. Brit. und Gall.
208, 517 ;
CO. po 459 I
b. ez poa, ho poa II 165 j
E b. poan 213 j
pob 129, 302, 446, II 33,
pob im II 191, 213,
CO. pob II 33, vgl. pop I
CO. pobas, nco. pobaz 38, j
129 490 '
E aco! pobel 17, 194, 237
b. pobet, c. pobi 38, 90,
129, 368, 490
E c. b. pobl 194, 237,
331, 332, 444
E (I) poc, b. pok 24, 52,
202, 436, aco. poccuil
202
E nco. podar, podrethes
233
b. ez poe II 165
b. poell 347, II 490
E poeu 213, 508
E b. poez, s. pouez
(E) ab. Poher 417
CO. (p)ol II 213. 214
E CO. ponow 213
E aco. pons, c. b. pont
500, b. Pont-aven 116
pony, ponvt 470, II 205,
252 424
mc. CO. pop 283, 446, II
212, vgl. pob
E aco. popel 17
(E) CO. poran II 663
E b. pore 233
porfa, porfeydd 374, 515
E porflFor, b. porfor 235,
237, 383
E porth 'Hülfe' 302
E porth 'Hafen' 194
E porthawr II 52
E porthi 376, porthid
II 42
E aco. poruit 201, 323,
483, 519
E b. porz 194
E CO. po8 209
E ac. postoloin 208, II 50
E b. potr 323
E ab. pou 222, 417, Pou-
caer. Poucher 417
E b. pouez 209, 526
(I) b. V. poug 161
E b. V. pouis 530
E ac. Poul 211
E ac. poulloraur 222
E b. pount 500
E CO. pous, S. pOW8
E CO. pow 222
Powell 286
(E) CO. powes 211
E CO. pows 218, 521
(E) powys 211
E CO. poys 209
CO. präg II 203, 256
E praidd 213, 381
E prain 191
E prawf 195, 212
b. pred 43, 288, 434, 489
E b. predek 212
CO. b. preder II 50
(E) b. prederi 283
CO. pref 164
E CO. pref (Präs.l 541
E b. preg 212
E pregeth, co. pregoth
213, 236
E b. preiz 213, 381
E ac. (Cormac) prerater
199
c. b. prenn, co. pren 44,
174,221,360,b.prenna
221
b. prena 128, II 409, co.
prenne 1 128, 282, 289,
II 448
E b. prenest(r) 221, 493
mb. prenet, s. prena
b. prenv 43, 164, 388
CO. prenvyth II 448 (Z.
13, 35) -
(E) CO. pren(n)yer II 52
Epre8eb210,213,217,235
ab. preteram II 50
E nco. preva 541, prevez
304
E b. prezek, prezeg 212
nco. b. pri 68, II 102
E priawt 211. 214, 290,
535, vgl. priod
pridd 68, II 102
(E) aco. priderus II 22
priddin II 59
aco. pridit II 17, 664
E b. pried 214, 290, 314,
444, II 91, priedelez
II 32, 55
ac. prinit II 338, 497
E priod, aco. gur priot
214, 312
aco. prit 43
(E) ab. pritiri II 50
E b. profed, s. profoet
E profi 195, 226
E b. profoet, aco. profuit,
co. profus, c. prophwyd
236, 323 (Z. 7 f., 17)
E aco. prounder 199
E CO. provas 226
co. pry 68, II 102
pryd 43, II 34, 50, vgl.
pryt
c. CO. prvder II 50, c.
prydera II 337
(E) prydnawn 206, 278
prvdydd 128, II 17
Prydyn 368
E pryeryn 223
E CO. prves 214, 313
c. CO. pryf 43, 164, 362
prynaf, prynu 128, 178,
II 61, 413, 450
CO. prys 43, 519, c. pryt
na il 256, 328
CO. pu II 198
b. V.puar 283 (Z. 11, 19),
puarved 444
CO. pub teth 425
E pubyr 201, 384
ac pui II 199
pum, pummed, pump 37,
130(Z. 13, 31), 162,384,
385, 401, 446, H 129, 135
E b. pufie 235, 388
E CO. puns, c. punt 195
CO. pup 446, II 33, 191
(pup huny), 209, 212,
puppenak, puppenagol
II 209
E c. CO. b. pur 147, 207,
285, 424, 440, 449 (Z.
20), II 663, c. purdeb
II 34
E CO. purpur 235
E CO. puskes 519, II 69
nco. puzwarthack II 133
E pwdr 233
E pwnn 195, 225
E pwnc 229
(E) pwtan, pwtog II 30
pwv 59, 128, 250, 285,
303, 322, 445, II 198
(Z. 23, 29), 199 (Z. 3,
23, 27), 209, 242, 430,
pwy py II 216, 304
pwyll 347, II 7, 490
E pwyntel II 55
E pwys 209, 284, 526
-pwyt II 393
E pwyth 229
e. co. py 'welcher' 284,
285, 445, II 192 py
suel), 198,203, 204,209,
216, c. (pwy) py II 216,
Wortindex. Brit. und Gall.
797
304, py 'weshalb' I 473
CO. py 'oder' 459
E pydew 196, 197, '231,
235 253
py diw 11 203, 204, 216
K pydredd 233
R pvg 228
R CO. pygy 198, 501
R pylor 215
pymhet, co. pymp, pyni-
pes 37,130,11129,135,
CO. pymthek, c. pym-
theg I 385, 423, 441, II
133 (Z. 21, 23, 33j, 134
R CO. pyn 522
pynnac, pynhac, co. py-
nak, pynag, pynagol 14
(Z. 21), II 209, 214,
259, 305', 671
CO. pv nyl II 196, 209
pyrac II 203
R pys 200
R CO. pys 'bittet' 501,
pysadow II 40
R pysg, CO. pvsk 90, 200,
383, 519, c. pysgawt,
pysgod, pysgota, pys-
cotta 383, 410, 480, II
38, 69
R CO. pysso 544, II 352
R pystylwyn 208
R CO. pysy 198, 501 (Z.
16, 22), 502, II 561, vgl.
pygjr pys, pysso
CO. pyth 'was' II 203
CO. py-th-ellens II 204
CO. pyv, pyw 59, 128, 285,
322, II 198 (Z. 25, 29),
199(Z.24,28),209,24'2,
305'
CO. a bvwfy II 426, 671
-r, r- II 276, 280 (Z. 2),
CO. b. r- II 276, b. ra
I 470, II 164, 229, 276,
282
rac 283, II 158, 203 (pa
rac), 417 (mit dem
Inf.), CO. b. rak I 49,
127, II 163, 182 (mb.
'denn'), 203 (mb. pe-
rac), CO. rak na, rak
nv, b. rac na II 256,
257, ac. racdam I 422,
II 159 (Z. 7, 28), 17'2,
c. racctaw, racdi, rac-
(tunt 1 422, II 159 (Z.
6 ff., 33), racko II 159,
187, mb. raczaff I 422
rhad 144, 177, II 34, 66
b. raden 91, 384, vgl. g.
ratis
nco. radn 52, 158
rhaeadr 331, 332, vgl. ,
rhaiadr |
rhag, co. rag 49, 127, 283,
II 163, 417. CO. rag
'denn' II 182, rag na
II 326, c. rhagddo I
422, c. co. ragof u. s. w.
II 159, 162, 163
rhagor II 52, 502
CO. ragtho 422, II 162
rhai 67, 93, 252, 447,
vgl. rei
rhaiadr 67, 374, II 45,
vgl. rhaeadr
rhaid 69, 372
R rhaidd 224, 372
rhaith 123
b. ram(p)s 170
rhamu 87
R b. ran 204
rhann, co. ran 52, 158,
II 215, ab. rannam II
337, rannou I 52
(R) b. V. ranteleh 283, 290
R b. raouia 214
R ac. rascl, c. rhasgl 220
c. rasoed II 473
R b. rastel 220
g. ratin II 94
g. ratis 91, 179, 180, 373
g. Ratisbona II 2
b. V. e rauk 529
G rhawd 21, 537
rbawn(yn) 49, 383, 477,
II 57
rab. razye II 373
CO. b. re 'allzu' 475, II 10,
13, CO. re (Präverb) I
470, 471, II 161, 162,
229, 275-277, 280 f.
CO. re (Präp.) II 299
CO. b. re 'einige' 67, 93,
447. 525, II 164, 191
(Z. 12, 24), 192, 197,
203, 214 f., 347
CO. mb. re 'gibt', co. rea
II 473
ac reatir 66
b. rec'h 134
recdi II 159
b. red 69, 380
g. rheda 141
redec, b. redek, ne. rhe-
deg 21, 501, II 412,
600, 601, aco. redegua
II 15
aco. reden 91, 377
G CO. redye 502, II 562
rhedyn 91, 373, 384
b. reer 314, vgl. rer
rhef 167, 491
rhefr 117. II 50
CO. regeth II 233, 276, 452
b. regez, aco. regihten 484
mb. rehomp, rei 'geben'
II 473
rei 67, 252, 516, II 97,
190, 203, 213, 214, 216
(Z. 19), 347, vgl. rhai
rheiedr 374
R ac. reid 224, 372
mb. reiff II 473
b. reiz 123
R b. relegenn 231
CO. rellough 481, II 666
R rhelyw 231
b. rem(p)s, rem(p)si 170,
171
CO. ren, renothas II 299
g. Rhenus 141
R rheol, b. reol 210, 222
b. reor 117, 525, II 50
mb. a rer II 396, vgl. reer
co.res(Subst.)69,377,522
co. res 'gab' II 473
CO. resek 501, II 412, 600
CO. reseth II 233, 276. 452
R rheswm , rhesvmeg
490, II 29 f.
R b. V. reuein 214
ac. reuhid II 312
b. reun 'Hügel' 58, 285
b. reun(enn) 'Schweins-
borste" 49, II 57
R rhewin 196, 210
rhewydd 98. 375, 514
g. Rextugenos 123, 533
co. rev II 473
CO. reVs 69. 377, 522
rhi 50, II 107, rhiain I
101, 312, II 57, 89 (Z.
29, 35)
rhiallu II 131
ab. (ro)ricseti 122, II 281,
374
rhid 144, 181
aco. rid 'Furt' 91
aco. rid 'frei' 17
b. V. ridek 529
rhieni II 533
R b. V. rieu 529
rhif 51
798
Wortindex. Brit. und Grall.
g. Eigisamus II 123
abrit. 'PiyoSovvov 50 (Z.
4, 28)
g. Rigomagus 50, II 2
rhin 50
(R) ac. ringuedaulion II 14
rhinwedd II 14
b. riou 320
(R) rhisgl 332
ab. rit 91
rhith 93, 483
ac. ritpucsaun II 300
g. Eixamae II 123
ab. ro II 281
ro 'zwischen' II 159
ro 'gib', mb. roaff II 473
(R) mb. roanes 314, s.
rouanez
rocdi, rocdunt II 158
rLod 33
rodaf II473, rodes II 372,
rodet II 392. 408, rhoddi
I 112, II 158 (Z. 14),
275,394, rlioddiadII36
mb. roe 51, s. roue
mb. roegaff 122
R b. roenvia 370
roes, roessoed, roespwyt
II 393, 473, CO. mb.
rof II 354, 473
rogdaw II 158
ab. rogedou 98, 381
rogom II 158
mb. rohint II 473, nb.
(ra) roi II 275, c. rhoi
I 112, II 394, CO. rollo
II 354, 473, CO. mb. ros
II 275, 473
CO. ros 'tat' II 374, 545
c. rhos, mb.ros 'Hügel' 79
fio. ros 'Rad' II 660
R CO. ros 'Netz' 208
g. Rosmerta 87
R rhosyn 195
rotho II 473
b. rouanez 'Könige' II 71,
107
(R) b. rouanez 'Königin'
U 108
(R) b. V. rouanteleh, b.
rouantelez 283, 290,
II 32 55
b. roue 51, 320, II 107
R b. roued, rouet 208, 530
rouez 58, 526
R CO. rowl 210, 222
roy II 473, co. roy II 354,
473, 673, roys II 473
R b. rozenn 195
b. ru (-Stefan) 58
aco. rud, c. rhudd 54, 174
R b. V. rued 530
rhugl 331
aco. ruid 'frei' 17
R aco. ruid 'Netz' 208
aco. ruif 'König' 51
R aco. ruif 'remus', rui-
fadur 51, II 43
ac. ruimmein 87
CO. ru-m II 161, 276
b. rumm 87, 184
b. run 58
(R) aco. rusc, b. rusl£(l) j
332
CO. ruth 54, 174
rhuthr(o) 134
aco. ruy 51
b. ruz 54, 174
R nco. rüz 'Netz' 208
y rwng II 159
rwy- 11175,276,430,663
R rhwyd 208
rhwydd 58, 526
R rhwyf 'Ruder' 51
rhwyf 'ruler' 51
rhwygo 122
rhwym 87, 184, II 45, 593
rhwystro 537, II 45
ry 416, 470 (Z. 13, 22, 26),
II 156, 158 (Z. 2, 6), 175,
229, 232», 236, 275-280,
287, 296, 418, 579 (Z.
9), rhy 'allzu' I 449,
475, 11 10, 13
CO. ry II 473
(R) CO. rybon II 163
rhybucho II 300
rhybudd, rhybuddio 474,
n 6, 300, 477
rhych 122, 414
rhyd 91, 414, II 4
rhydd 68, II 42, rydhaaf,
rvdhau II 337, 413,
rhydid, rhyddid II 42
(R) ryfedawt, rhyfeddod
II 38
CO. rygthy II 304
rygynneryw II 293
rhygyng 37
ryngof, ryngtaw, ryng-
thaw II 159
R CO. ryp II 163
CO. rys II 473
rhysodyn, rhysyn 122,
484, II 21, 58
ry-t- II 276
ryw- II 430, 663
rhyw 67, 252, 447, II 97,
203, 214
-s- 'ihn, sie' II 157, 158,
171 (Z. 11, 22), CO. -s-
'sie' (Fem., PI.) II 160,
171 (Z. 12, 22)
CO. -s- 'euch' II 160, 169
CO. -sa 'du' II 160
b. sa (sevel) 528
abrit. Sabrina 72
R c. CO. sach, b. sac'h
216, 230, 504
g. Sacrapu 125
R b. sadorn, c. sadwrn
197, 204, 216, 231
R c. b. sae 216, 323
saer 72, 92, 374, 516
R saeth, b. saez 216, 222
safadwy II 40, safaf,
safhei I 373, 410
safn 78, 167
R saffrwra 490
g. sagum 39
R sail 194
R sain 195
R Saint 229
R Sais 217, 374, II 107
saith, s. seith
R ac. Saith 229
sal 72
R b. salter 219
ab. saltrocion 72
salw 72, 176
R sallwyr 219, 233, 492
R b. samm 223
g. Samon- II 56
b. V. san 78
sangu 79
R CO. Sans, c. b. sant 229,
388 (Z. 9, 40), 448, 529,
s. sanz
G aco. sant 500, II 667
R nco. sanz 379
b.zao(sevel)528(Z.24,29)
b. saotr(a) 72. 137
R b. saout 195, 225
R b. saouzan 232
R b. Saoz 217, 525
sar, sarhaed, sarhau 79,
177, 357, 536 f., II 23
R sarff, CO. sarf 199, 216
sarn 52. 79, 179
sathru 137
b. V. sali, b. sav (sevel)
528 (Z. 25, 29), 531
CO. saw, c. sawch 523
sawdl 78, 331, II 46
Wortindex. Brit. und Gall.
799
sawl 72, 447, II 192 (Z.
15, 21), 203
R CO. sawthenys 232
R b. skaf 'Boot' 236
co.8caff76, 167fZ.32,40)
E mb. scaffn 217, 240
ac. scamnhegint 13, II 23,
338
b. skanv 76. 167
R b. skaoii 217, 240
b. skarza II 616
b. skei 530
b. squeigaff, skeja II 613
(R) CO. skenteleth, sken-
tuletb, skentyll II 55
b. skeud 76, II 6
aco. sceuens, b. skevent
76, 168, 378, 380, 500
nco. skez 76
R CO. skians 304, b, ski-
ant II 49
R nco. skibia 205
R nco. skidal 231
R aco. skient, mb. squient
500, II 49 I
b. skigna 371
nco. skip 76
R b. skient 84, 225 |
b. skoaz 76, 526, s. skoe j
ab. skobarnocion 14, II 53 j
aco. scod 76, II 6
b. V. skoe 530, s. skoaz 1
b. skoed 58, 76, s. skoued i
b. V. skoein 530 j
CO. scoforn 528, II 53
R aco. scol, b. skol 194,
217, 304, 371, aco.
scolbeic II 30
CO. scoth 76
aco. scouarn, b. skouarn
14, 314, 528, II 53
b. skoued. skouet 530,
542, s. skoed
b. skouis 76, 527
CO. scouth 76
CO. scovern 528, II 53
R ac. scribl 211
R b. skrin 210
R aco. scriuen, scriuiniat
II 29, 664, b. skriva,
CO. scryfas I 220, 226
R b. skuba, skubelenn,
aco. scubilen 205
R aco. scudel, b. skudell
231
b. V. skueh 371, 531
aco. scuid 76
b. skuiz 76, 371, 527, 528
b. skul'a, CO. skulye,
skullye 359
CO. squyth 76
R CO. skyans, skyens 500,
II 49, skyntyll II 55
ac. b. se 72, 356, II 187,
190, 191, 193
CO. -se 'du' II 160, 161
R b. se 323, 530
R b. seac'b 230
R b. seaz 216, 222
(R) b. sec'hed II 37
g. Sequana 4
R CO. secund II 135
sedd 72, 184
sef, ssef II 156, 427 f.
sefydlog II 46, sefyll I
79, 148, 373, 410, II 54,
412
R CO. segh 230
R b. segal 197
(R) CO. seghes II 37
g. SeyojxaQos 32, 245, II
83 (Z. 26, 42)
g. Segouesus 74
R segyrffyc 221
R b. V. sei 531, s. seiz
R seinio 195, 375
E Seisneg, Seisnig, Sai-
son, Seisoneg, Seisonig
217, 277, II 107
aco. seit 'olla' 319, 504
R seith 'heilig' 229
seith'sieben'72,93,401f.,
441, 483, II 129, nco.
seitag, b. seitek I 422,
II 133; c. seithfed II
135
R aco. seithum 236, 240,
241
R b. seiz 'Seide' 209, 233,
381
b. seiz 'sieben' 72, 403,
483, II 129, seizdec I
422, seizved II 135
R sei 223
R aco. sei 194
g. selago II 668
b. selaou(i) 370, 484, 489,
529
mb. seilet II 412, s. sel-
lout
(R) aco. selli 72, II 18
b. sellout 79, s. seilet
R ac. selsic 373
R Selyf 373
g. Senecius 352
g. Senoguatus 36
R b. sent, saent 229, 529
R b. senti 198
g. Senucius II 32
eer, s. seren
ser 72, 94
serch, b. sero'h 78, II 36,
c. serch 'trotz' I 439,
serchiadau II 36
seren 78, 185, II 58, 72,
seroneg II 29
R CO. servysy II 71
CO. serry 378
R CO. seth 216, 222
abrit. ZsTavTioi 24
abrit. Setlocenia 56, 135
b. setu 370, 459
G CO. settyas 502
CO. seuel, seuell 79, 148,
378, II 412, b. V. seüel
I 531, mb. seuell II
412, vgl. sevel
R b. V. seul 'Stoppeln'
219, 530, 541, 544
b. seul 'um so viel' 72,
440, 447, II 192
b. seul, seuzl 'Ferse' 78
b. sevel 79, 148, 380, 528,
vgl. seuell
CO. sevth 72, 483, 522, II
129', sevthves II 135
b. sezlou 370, 484, 489,
490
R sialc 230, 312
R sibwl 230
R ac. sich 230, aco. sicher
II 52
R sicr 331
R sidan 209
R ab. siel, nb. siell 223
E b. sifern 371
b. sigota 370
Sil 50, 72, 84
b. Sil 'Sieb' 72
R sill, sillaf 202
(E) b. sili, silienn 72,
II 18
(E) silod 72
R b. silzigenn 380
(R) simaoh II 25
R b. simiual 371
R ab. siut 229
b. sioul 490
R sirig 209
g. Sirona 78. 532. II 56
sis, sisial II 24. 412
mb. sizl 72
E b. sizun 236, 240, 241
g. Smerius, SmertuUus 87
800
Wortindex, ßrit. und Gall.
(G) aco. snod 85
mb. so II 228, 236, 422,
428, 430
E sofl 219
K CO. sols 195, 225, 500
K c. CO. b. Sun 195
E CO. sona 223
(E) sonial II 412
E b. sorc'ha 223
sorri 376 1
CO. s-os, s-o-se II 161
g. oooiv 243, II 177, 193
E ab. soudan 232
E b. soul 219
E b. soim 195
E mb. snuzan 232
E b. spered 211, 304, 305
CO. spethes, b. spezad 68
E aco. spirit 211
E nco. spladn, co. splan,
b. splann, co. splanna
199
E b. spoue 106, 219, 224,
526
E CO. spyrys 211
E CO. spjs 541
E b. stad 218
ab. staer 103
mb. staffn 78, 167
g.-lat. stannum 103
b. V. stan, s. staon
E b. staol 219
b. staon 78, 167
nco. b. stean 103
E ac. stebill 219
aco. stefenic 78. 378
b. ster 'Fluß' 103
E mb. ster 194, 219, 380
b. ster 'Sterne', steredenn,
sterenn, aco. steren 78,
II 58. 72
b. stern 52
E aco. steuel 219
co. steyr II 58, 72, b. V.
stiren I 529, s. ster
b. stlaofifenn) 84, 486
E b. stöuf 238
b. stoui 526, 538
b. strad 81
E aco. strail, ab. straul
223
G co. strekis II 70
b. strefia 81
E aco. streil 223
aco. stret 82
b. V. streuein 'streuen' 81
mb. streuyaff 'niesen' 81
CO, streyth 82
E b. striz 228
G CO. strokosow II 71
E aco. strotur 204
ab. strouis 81, 11374,627
ab. strum 82, 174, 486
ac. strutiu 81
G b. V. stur 582
g. su- 284
g. Suadugenus 74 (Z. 32,
39)
g. Suausia 55
g. Sucarius 284
CO, suel 72, II 192, 203
sugnedvdd, sugno 72,
125. 483, 488
g. suiorebe 532, II 106
E c, CO. b. sul 205, 216,
b. sul Fask 417
CO. sul, 8. suel
E ac sumpl 219
b. sun, suna, sunaff 72,
125, 483
g. Suratus II 9
E swllt 195, 216, 225
E swml 219
E swn 195, 302
E swyn 216, 223
(E) swvsawc 209
CO. -sy''du' II 160, 161
E svber, syberw 227
E sycb, syched 230, II 37
svdd 459, s, vssvd
svfl II 623
E syfrdan 232
E nco. sygal 197
syllu, CO. sylly 78
(E) CO. svllyes 72, II 18
E synio 198
E CO. syns 229
E synwyr, synhwyrol
198
CO. syth II 129
E CO. svthvn 236, 240
(ny)-t II 252
ac. -t- 'dich' II 156, c.
-th- 1466, II 156. 157,
nc. (arna)-t II 168, co.
-th- 'dich' I 424, 425
(Z.ll, 36), 466, II 160,
161. c. -th 'dein' 1442,
II 157, CO. -t, -th 'dein'
I 416, II 160. CO. -ta
'du' I 502. II 160, 161
tad 303, II 2, tad-maeth
I 303, II 1 (Z. 5, 11),
b. tadou I 444
(E) tadwys II 22
taen 103
E tafarn 199, 226
tafawt 46, 88, 107, 249,
250, 518, 535, II 88,
101
E taflawd, taflod 197
(E) taflu 380, 491
tafod, 6. tafawt
E mb. tafFoessat 321
Tafwys 444, II 64
ab. taguelguiliat 55, II 36
tai (mc. tei) 99, 516, II
70, 96 (Z. 1, 10)
tail 380
tair, s. teir
E tairth 197
taith 79, 124, 483, 521,
II 34, 648
CO. mb. tal (Verbum) 11
448
c. CO. b. tal (Subst.) 45,
132, 302, 304. 341, II 5
b. talar 491
talawd II 372, talhawr
II 392'
b. talbenn 132
c. aco. talch 126, 180
(I) talcen 132, 289, 369,
538
(E) talcibedd, ac. talcip
207, 340
Taldrwst 80
CO. talfens, b. talie II 448
b. talgenn 538, II 33
talm 'Weile' 333
b. talm 'Schleuder' 169
talpwyt, talu II 393, mb.
taluout, CO. talvethaf.
b. talvezo II 448, co.
talvyth I 474, II 448
(Z. 9, 35)
c. CO. tarn, b. tamm II 60,
112, c. tamaid, tamei-
dyn II 40, 58, 60
E b. tamoez 321
b, tamoezenn 321
c. CO. b. tan 'Feuer' 40,
93, 94, 303. 388, II 103
tan 'unter' 286, 439. 440,
II 159, 'bis' I 473
b. tann 494
tanao 61, 132, 175. 180
(Z. 14. 20), 283, 536
tanc 492
tandde 422, II 28
tangneddyf, tangnef(edd)
492
tanio 303
b. tano 132, s. tanao
Wortindex. Brit. und (aall.
801
g. 'Fanotaliknoi II 84
(R) b. Tannouet 494
R b. V. taiiouiz 321
CO. tanow 132
tant 138
b. tao 55
Rb.taol,taolenn320,323
(R) b. taolet 380, 491
ab. tar 83
taradr 134, 334
c. aco. b. taran, g. Taranis,
Tagavoov II 60, 91
b. tarar, ac. tarater 134,
491
taraw 280, 288, II 372
b. tarazr, s. tarar
nco. tardhak II 133
CO. tardar 134, 334
b. taro, s. tarv
taroden 495
CO. tarosfan II 62
CO. tarow, g. Taruos, b.
tarv, c. tarw 63, 380
tarwden, b. Tr. tarwed,
c. tarwyden 175, 495
CO. tas 501
g. Tasgetius, Tasgillus,
Tasgius 88
aco. tat 500, 544
tau, 8. teu
(R) b. V. taulet 529
R b. V. taul Vask 417
aco. tauot, co. tavas, ta-
ves 88, 107, 500 (Z.
33, 40)
taw 55, 277
tawdd 68
tawel 55, II 54, tawelwch
II 26
nym-tawr 79, II 78, 433,
vgl. pathawr
nco. täz 501, 523
CO. te, -te, the 'du' II 160
[Z. 7, 13), 161, 168, mb.
te 'du' II 163, 168, co.
tbe 'dein' I 284, 442,
464, 519, II 160, 168,
b. Te- II 63
CO. the 'zu' 284, 286, 435,
438, 464, II 163 (Z. 1,
23), 416 f.
CO. the (well) II 125, 665
ac. (dol-)te 99
b. V. teat 530
tebyg 129, 375, II 29, 667
tec, CO. tekca, c. tecac'h,
tecaf, teckaf, co. tekke
74, 410 (Z. 1, 26), 480
(Z. 10, 25), II 122 (Z.
2, 37)
b. tec'het, mc. rv-decho
128, II 353, 639
mb. teffal II 54
CO. res teffo II 161
c. CO. teg 74, 304, 409,
II 121
abrit. Tegernacus, Teger-
n.pmali 12, 13, 99
ab. Teguennoc II 63
tei, s. tai
b. tei 'bedecken' 381, II
655
nco. b. teil 380, 381
aco. teilu 84, 99, 522,
538, II 3
teilwng II 7, 42
(R) teilyngdod II 42
teimlo 70
c. b. teir 73, 311, 381,
416, 516, II 127, 128,
mc. teirnossic II 114
R teirthion 197, 377
b. teirved II 135
teithi, teithiawc 124, 152
CO. teil 481
(Rj aco. teleinior II 52
telm 169
ac. telu 99
(R) telynawr U 51
R teml, nco. tempel 198,
238, 452
R ab. temperam, co.
tempre 198
co. the-n II 177
R CO. ten, tenn-, b. tenn,
tenna 198, 231
b. V. tenaü 283
R b. tener 198
teneu 131, 175, 180
b. tefival II 54
b. teo 99, 525
b. teod 88, 107, 320
R b. teol 210
CO. ter 'bricht' 378, 481,
II 337
co. ter (Zahlwort) 311,
II 127, vgl. teyr; mc.
teregueyt 333
R terfyn 239, 241, terfyna
250,' II 337
R b. V. terhiann 197
b. terri 380, 382, II 61
R term, b. termen, co.
termvn 241
CO. terry 378, 481, II 61
R b. tersienn 197
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II.
c. CO. tes II 19
R CO. b. test 198, b. tes-
teni 240, ab. testou
198, b. testou 444, c.
testun, testvn, co.
testynye 240," 282
CO. theth 416
CO. thethe, thethv II 163
teu 61, 253, 284'. II 156,
157, 168
b. V. teil 531
CO. theugh II 163
R b. teul 201. 233
(R) b. teuler 491
teulu 84, 99 fZ. 11, 37),
515, II 3
b. teur 83, 293
(R) b. teurel 380, 491
g. Teutalus II 62, Tev-
zafiog, Teutomatus I 54
b. teuzi 68
R mb. teuzl 201, 238
CO. nys teva II 162
b. tevaat 525
b. teval II 54
CO. nys teve II 162 (Z.
2, zweimal)
b. tevel 55
(R) CO. tevlel 380, 491
CO. nys tevvth, as tewth
II 161, 162
c. CO. tew 99, II 117
CO. tewolgow II 26
CO. teyr 522, s. ter
teyrn 99, 377, 423, 515.
tevrnas 452, Tevrnog
i 12, II 63
b. tez II 19
I aco. b. ti 99, 369, 439,
I II 66, 96
ti 'du' 294, 464, 522, II
I 157, 168
nco. tiak 304, vgl. tiek
! ab. Tiarn 99, Tiarnan,
Tiarnoo II 63
tidi II 157
! ab. tidoihinto II 9
' b. tiek 371, b. V. tiegeah
I 319
ab. Tiernniael II 63
j ac tig 99
abrit. Tigeruomaglus II
63. g. Thigoruura cas-
trura I 99
b. tiik II 31
• tin 125, 483, 520
' ab. tinsit, tinsot 89. II
374
51
802
Wortindex. Brit. und Gall.
b. tinva 178
c. aco. b. tir 83, II 66, 95
(E) ab. tirolion II 116
K aco. tist 198, tistiim
240
titheu II 157, 173
b. V. tiü 531
b. tiz 79,124,521,1134,
648
nco. tiz 'Leute' 304, 520
tlawd 132, 487
b. tleun 132, 169
tlws 132, 487
mb. tnaou, tnou 63, 132,
155, 333
b. To- II 63
CO. to- 'schwören' 106,
II 653
c. CO. b. to 'Dach' 97.
184, II 655, c. toad II
35
E b. toal 209
b. toaz 56
E b. tok 532
CO. re thokko II 275, 352
ab. Toquonocus II 63
toddi 68
mb. toeaff 106, II 653
toedig 312
mb. toem 87
toen 312
(E) b. toer II 52
toes 56
b. V. toezad, toezenn
321. II 35
CO. tof II 653
toi 376, II 655
aco. toim 87
CO. tol(l) 378, 481
(E) aco. tolcorn 194
CO. tolle 485, 519
E b. Tr. tolen 323
CO. tolste, tolsys II 161
b. tomm, CO. tommans,
tomder. torumys 87,
485, 501
b. tonka II 650
(E)b.tonkadur 151,1143
E ab. toos 217
c. b. torr 'belly' 83, 293
torr 'Brechen" II 3, c. co.
torraf I 378, II 337,
vgl. torres, torri, tor-
sans
(nim-)dorbi II 433
aco. torch 33
E torch 231
tordd 494, II 2
(nym-)torei II 433
torres II 372, 376
ab. toreusit II 374
torfynyglu II 3
E b. V. torh 233
torri 375, 376, II 61
(E) ab. torleberieti II 559
torrog 83
E b. tors 233
CO. torsans 481, torse II
312
E c. CO. mb. tortb, b.
torz 233
CO. tos II 372
CO. toth 521, totta 425
g. Totatigenus 54
CO. thotho II 163
E b. toual, toual'on 209
b. touella 485
b. touez 184
b. toui 106, 526, II 653
b. toull 378
(E) b. toullkontrol 234
b. toullgaou 234
E CO. b. tour 238. 519
b. tourc'h 33
CO. touth 521, touth ta
425
g. Toutobodiaci II 2,
Toutomatus I 54, Tou-
tus II 62
CO. toys II 372, 653
CO. toyth 521, II 34, 648
tra (Subst.) II 14, b. tra
I 530, II 67, 215, 665
(daou zra), vgl. traou
tra 'über', 'während',
'sehr' 302, 415, 473,
495, II 156, 158, 159,
323 f., 454
tracbetVn 415
traed 39, 98, 303, II 101
E traethatter II 393*,
traethu I 229
E mb. traezer 216
(E) tragwvddol 280
trai 101
traian 66, 536
trais 282
tramwy II 40
tranc II 654
trannoeth 123, 415
b. traou 320, 530
b. traoun 132, 155
traul 203
thraw II 159
trawd 52
traws 439, 543
E trawst 203. 491
trawswch II 26
b. treac'h 296, II 120
ac. trean 536
abrit. Treanta 428
ab. treb 132
E nco. trebath, b. tre-
be(z) 231
trech 296, II 120, b. tre-
c'ha, c. trechaf II 123
b. tred 385, 495
b. trede 444, 465, II 135
tref 132, 178, 302, 414
CO. trege II 135, vgl.
tresse
CO. tregereth 520, II 4, 17
b. tregont 151, 249, 250.
II 103, 129, 130, 135,
tregontved II 135
(E) CO. trehy 282
b. trei 381, 530
b. treid 370, 371, 381,
522, II 101, g. treide
I 533, vgl. treit
treiglio, treiglo 70
aco. trein 82, 125, 378,
522
E b. treinded 203
ni threing II 338, 654
treio 101
treis 282
b. V. ou zreit 532
trem 495
b. tremen, co. tremene
II 454
tremynt 495
tren 296
trengid, trengu II 338,
654
E CO. trengys, trenses 501
trennydd 23, 538
CO. trenyge II 301
nco. trenzha 538
ab. treorgam II 301, 590
CO. tres 439
co. tresse 446, vgl. trege
E CO. tresters 203
nco. trethek II 133
b. Y. treu 529
E b. treust 203, 491
b. treuz 439
trew 81, 514
trewis 280, 288, II 372
CO. trevs 522, II 101
E b. ti-ezer 216
c. b, tri 132, 401, 415.
II 127, 132
trianu 536 (zu S. 66, 74)
Wortindex, ßrit. und Gall.
803
R aco. tribet 231 |
g. Tricasses 256 ]
g. tricontis II 129 1
g. Tricorii 176, 362 j
(R) b. trichornfek) II 5
g. trigaranus 38
g. Trigisamum II 122 f.
R trigyaw. trigyawd, tri-
gvwys II 372
<ac. trimuceint II 129, 130
trin 81
R trindawt, mb. trindet,
c. trindo'l 202, 203,
232, 290, 372, II 42
ac. trio II 159, 172
b. triouecb II 133, 134
(Z. 16, 21)
abrit. TQiadvzcov 428
triugeint II 134
g. Triulatti 47
b. trived 444, II 135,
trizek II 133
c. CO. b. tro 97, 187, 449,
II 66
Tj. troad 39, 381, II 101
b. troaz 124
trochi 124
troed 39, 98, 516, II 101
b. V. troein 530
b. V. troet 530
troeth 124, 152
(R) CO. trogb, troh 282
troi 98, 376
(R) b. troidell II 55
CO. trois, s. troys
0 tröI 302
00. trom 132
tront 302
•CO. tros, s. troys
tros, trossof, trostaw
422, II 159
R trösten, aco. troster 203
(R) b. trouc'ha 282
mb. troum 132
CO. troys 39, 521, II 101
neo. trolan 385, 495
c. CO. b. tru 101, c. truan,
b. truant II 27, 49, b.
truez I 314, c. b. tru-
gar, c. trugaredd, b.
trugarez I 414, 520,
II 4, 17
trugeint II 134
R b. truhunell 334
ac. truio II 159
aco. truit 39, 521, II 101
trum 170, 384, 495
ac. tru mm 481
CO. trus 439, ac. trusso
II 159
g. Trutiknos 245
nco. trüz 521
trwm 132, II 37, 115
trwv 261, 285, 286, 438,
439, II 159, 230, trwy-
daw, trwvdi, trwydof
II 159, 174
trwyn 82, 125, 376, 522
CO. try 'drei' 132, 415,
II 127
trv 'drebt' 376
R^trvbedd 231
(R) trvcbu 282
trvdydd 67, II 135
trvmdde II 28
trvrabet 74, II 37
R'co. trynsys 203, 232,
II 42
CO. trys 522, II 101
CO. trvsse II 135
trvtbu 160
trythyll 131, 160, II 54,
trytbylhvch II 26
CO. trvvs 522
c. co.'b. tu 116, 449 (a
du vad), II 67 (Z. 13,
15)
nco. tubm 87
c. b. tud 54, 304 (Z. 4,
27). II 70
CO. mar thues II 161
b. V. tuezad, tuezenn 321
CO. tuUe 485, 519
CO. tbum 'zu meinem' II
161
abrit. Tunccetace 12
aco. tunder 87
R aco. tur 238, 519
b. Turked 444
R b. y. turbunell, b.
turzunell 334
CO. tus 54, 304, 520
R ac. tuscois II 22, 50
tutb II 648
R twel 209
twf 178
twll 378
twng 33, 106
R twr 238
twrch 33
twrf 333, II 60
R twvg 208
twvllo 485
twym 87, 93
twys 321, 494
twysg 184
twvth II 648
ty'99. 302. 415. 452 (Z.
25 , II 66, 96, CO. ow
thv I 369
CO. tv 'du' 442. II 160.
168
ty- II 300
CO. th-y II 161
CO. ty 'decken' II 655
CO. tv 'schwören' II 653
tvdi "277, 294. II 2. 157.
"168
CO. tye = tv II 653
ni thvf, tvfid II 338, tvfu
I 178, tvfwvs I 51
ty-le 340
tyle 340, II 23
CO. thym II 163, 167
R tymmawr, tvmberu,
tvmmeru 195. 198. 237
R tymmest(l) 198, 237, 332
R tymraor, tvmhor 195,
198. 237
R tyrap 198, 237
CO. tvmmvn. s. tarn
CO. tvn 'podex' 483. 520,
538
R tvnn, CO. tvn. tvnn-
198, 231
CO. thvn II 163
R tyner 198
tyngbaf II 650 (ry-dighir.
ry-dyngir, ry-tyghit),
tvnged , tvughedfen,
tVnghet I i51. II 37.
43. 62. 650
tvngu 'schwören' 33, 106,
" II 653
tvno 63, 132, 333
R tvnnu 198, 231
CO. "tvr (Zahlwort) 311.
522, II 127
tvrr 375.376.11337,343.
" CO. tyrry I 378, 520
CO. thvs. thvso II 163
R tvst 198 '
R tywel, tyweleii 209
tywydd II 651
tywvllwcb, tvwvUwg II
26 ..
tywys 'Ähren' 321
tywvs 'Führung' 136, II
252. 664, tvwvsog I
136. 286. 308. 32i; II
30, 300
00. twr 522. s. tvr
mb. -ü 'Ihr' II 163
g. ovaisii 48
51*
804
Wortindex. Brit. und Gall.
uch = merch 287 (Z. 1,
15), 385
uch, b. uc'h 75, 438, 516,
II 26, 121, 123, 159,
c. uchaf II 121, 123
uchafael II 532
ucharn 32
uchel, b. uc'hel 75, 358,
413, 490, II 54, 121
uclienaid 413, II 295, 299,
672
ucber 38, 42, 75, 255
uchod II 36, 49
g. Ucnete, Ucuetin II 94
udunt II 159, 160
K uddyf 492
nco. udzheon 370
g. ue- 438
g. Uecturius 124
g. Uellaunodunum 54
b. V. uelet 530
abrit. Uendesetli, Uen-
dumagli, Uennisetli 12
g. uer- 246
g. Uercobius 116
g. uercobretus 105, 533
(Z. 18, 28), s. uergo-
g. Uercombogius 45, II
293
abrit. Ovegyioviog II 670
g. uergöbretus 42, 105,
II 5, s. uerco-
g. Ueriugodumnus 98
g. uernemetis II 12
g. üemodubrum 35, 156
g. Ovegaixvog 83
g. uertragus, uertraha
35, 39, 533, II 296
CO. -lies 'ist' 520
ufiarn, b. ufern 32, 33,
255, 423. II 53
R uffern 201, 221
E ufudd, ufydd 195, 255,
492
Rufvlll48, 196, 239,255,
ufylldod II 42
CO. ugh 75
ugaimt), CO. ugans, mc.
ugeiii(t), CO. ugens, b.
ugent 42, 122, 255, 312,
401, 403, 407, II 104,
129 134
CO. ug'y (vgy) 502, II 424,
426
b. V. ui 66, 293, 322, 526
g. uidubium 389
g. Uiducasses 41
ac. uiidimm 165, 389,
I II 29
g. Uindobona 41
] abrit. Uinnemagli 12
j g. Uisurix 51, 74, 532
i b. ulvenn, c. ulw 33, 255
I e. CO. b. V. un 57, 147,
j 285 (Z. 23, 25), 402,
I 413, 424, 447 (Z. 30,
34), 529, II 126, 191,
203 (pa un), 213, b.
I unan I 57, II 27, 126
I (Z. 14, 31)
(R) unbennes II 22
unbenrwvdd II 14
ab. unblot 52, 163
b. unnek II 133, c. un-
fed, unfet II 135, 136
ac. CO. Ungust 79, 80,
II 62
unig 377
unrhyw 447
unwaitb 288
unwedd II 667
g. Uocetius 57
b. y. ur 285, 529
R CO. ur 206, 519
Uradsarius , Urassia,
Urai?arus 532
ac Urbgen, ab. Urbien
101, 117, 255, 485, 527
R urdd 205, 225
R nco. urrian 207
ab. Urien, s. Urbgen
g. Urissulius 532
R b. urs, urz 205, 225
CO. b. US 'über' 75
CO. US fvs) 'ist' 459, 520,
II 162, 424, 426, 428 f.
CO. usv (vsv) 502, II 424,
426'
uthr, uthyr 93, II 44
ab. Uuenbrit, Uuinmael
41, 384, II 114, ab.
Uuinnoc, Uuinuualoe
II 63
ab. Uuorgost, Uurgost
14, 42, 80
ab. üurmhaelon 108, 169
R b. uvel 196
uwch 438, 516, II 26
uwd 65. 322, 384
g. Uxellodunuru 75
aco. UV 66, 522
mb. -uy II 163
nco. UZ 56
R b. V. uzeo 196
CO. -va 'er' II 160, 161
b. va 'mein' 243, 284,
287, 402, 464, II 163,
'mich' II 164
R b. V. vask 505
CO. -ve 'er' II 160, 161
mb. nez ve II 165, co.
yn ve, ny vea II 161,
162
R b. V. velim 490. 492
(R) CO. venary II 72
CO. mam vetheu II 162
mb. vetez 422
CO. a vetho II 161
CO. ty a vew II 200
mb. haz vez, haz vezet,.
ez vezo II 165
b. vi 66, 322, 528
R b. vikel 214, 449
R b. vitin 462
mb. az voe II 165
b. V. voer 49, 529
R nco. vorh 230
nco. voye 462
CO. vrv 461
R b. Vuel 196, vuelded
II 42
R b. Tr. vur 505
aco. vurcheniat 17, II 481
CO. vy 'ich' 464, II 155
(Z. 24 ff., 32), 160 (Z.
8, 13)
CO. nys vye II 162
R CO. vyngeans II 49
CO. vvth 462
R co" vyttyn 440, 462
CO. whans 24, vgl. chwant
CO. b. Avar 287, 432, 438,
464, II 133, 158, 162
CO. wharfos II 442
nco. hwari 434
b. warlene 113, 147, 287,
II 89
b. warlerc'h 105
CO. warnaf u. s. w., nco.
warnothans II 163, b.
warnoun u.s.w. II 166
CO. -war nugans, b. -war
nugent 403, II 133
b. war oenklo 139, 487
CO. wharth 504
CO. whath 379
G wats 407
CO. whe 78, II 129
wedy 464
CO. whefes II 135, whegh
I 78, II 129
aco. hweger 74
weithon 461
nco. hwel 379 (Z. 1, 14)
Wortindex. Brit. und Gall.
805
wele 459, 465, 542
aco. Wendeern 99
CO. wherow 78
aco. hwerthin 504
CO. wheth 379
nco. wbettak, hwettag
II 133
CO. Avhethe II 627
CO. whethlow 77, 135, II
621, 661
CO. wev 96, 322, 435
E nco. hwevral 220, 491
CO. hweyl, wheyl 379
nco. hioesa 11
aco. hwif^eren 74
K (aco.) win 17 (Z. 2, 22,
24)
wnc, wng 126
CO. woge, s. wose
CO. wole 321, 523 [
E CO. won 204, 385 \
CO. worth 287, 422, 439, I
464, 521, II 417, werte,
worto, worty, worthyf
I 422, II 163
mb. worymdaa II 453
CO. wose 379, 464, 501,
II 163, 417
CO. wottense II 161, 185
(Z. 36)
CO. hep wow 435
CO. wreg II 374, 545
wrth 43, 134, 287 (Z. 22,
32), 425, 426, 439, 464,
II 159 (Z. 27, 29), 182,
wrth naII256, wrthaw,
wrthyf u. s. w. I 422,
II 159
CO. wruk II 374, 545
wy (Subst.) 66, 293, 322
wy 'sie' II 157, 170, 235
-wy- II 157, 175
CO. wy, wby 'Ihr' II 160,
168
wybren 38, 130, 255 (Z.
7, 25), 321, 388, 435
wvf II 342, 422, 429
wVlo 321, 433. 435
wvn 248, 313, 483, s. oen
wyneb 38, 255, 321, 435
wynt, wynteu, wyutwy
(hwynthwv) 277, 11157,
17i; 173
E wynwynyn 207
wyr 56, 66, 293
CO. whyri'eth, whyrvyth
II 442, whyrys 11442'
CO. whys II 35
wvt 73. 311. 319, 457,1
"476, 521, II 161, 337, |
343, 422, 429, 430 j
wvth 123. 248. 376, 401, '
"414, 429, 430, 441, II
129
CO. wbythe H 627
wythfed II 135
c. CO. V (Verbalpartikel)
424, '425, 472, 473. II
156, 158, 161, 162,
229 ff'., 232 f., 239, 252,
259, 262, 276, 425,
vgl. yd, CO. yth
y 'von' 438
CO. y 'in' 402
y 'zu' 283, 286, 287, 438,
464, II 158, 159 (Z. 1,
29, 43), 414 (Z. 11), y
'zu ihrem' II 158
y 'sein' 442, II 157, 173,
260, 'ihr', 'eius' I 406,
415,11157,173,'eorum'
II 157, 173, CO. y 'sein'
I 442, II 160, 173, 669,
'ihr', 'eins' I 407, 415,
II 160, 161, 173, c. -y-
'ihn' II 171; co. y 'sie'
(Sing.), 8. hy; co. mb.
y 'sie' (PI.) II 160, 164,
170
y (Artikel) 147, 284, 285,
286, 424, 443 f., II 177
y 'ich' II 157
inb. y 'du gehest' II 353,
452
mb. y-a 314, II 452
CO. yagh 65
E CO. (y) yamach 313, 407
aco. yar 65
CO. yben II 196, 215
nco. ybberu 289
ych 'euer' 413, II 157,
-ych- 'euch' II 156
ych, ychain, ychen 36,
77, 376, 429, II 70,
107, 108, 132
vchydig 447
yd (Verbalpartikel) II 233
(Z. 38), 234, 262, 276
(Z. 25, 39, 40), 304,
424, vgl. y
i c. aco. yd, c. vden 41,
II 58, c. ydlän II 3
aco. vdnic 11 30, 664
ydoedd, ydwyf 288, II
174, vgl. vttoed
ydyn II 58 \Z. 6, 22)
yd yr II 276
(ydj ydys II 422, 428,
ydyw II 426, s. yttiw
mb. v-el, v-elo 314, II
353, 356," 452
CO. yen 65
E CO. yelhewon, yethow
196, vgl. yuthewon
CO. yeyn 65
mb. y-ez 314, II 452
E CO. yfarn, vffarn 201,
221
vfeis II 275, vfet II 412,
552
CO. y gela, y gele II 215
CO. v-gen 'in unseren'
iri61
CO. ygery, ygor 123
CO. y gvle II 215
CO. vll 69, 377, 446, 522,
\\ 196
vll (deu) 413, II 214
CO. yllvf II 275, 352, 353,
452'
y llynedd, s. llynedd
-ym- (infig. Pron.) II 156
ym 'zu mir' 464, II 159,
167, vm 'zu meinem'
II 158
c. CO. vm 'in meinem'
II 158, 161
c. CO. vm- 278, 285, II
276 (ry imgelir), 297
vm 'wir' sind' 302. 457,
II 422, 430
vraa 96, II 182. 187 (Z.
6, 15), 426 (Z. 35). co.
vma, vmma I 96, II
'161 (Z.' 13 1, 421, 427
E CO. ymach 407
y mae, y maent, s. mae,
maent
y maes 401. 484
ymattiala 480
yrachoelut II 38
vmda, ymdaeth. vmdeith
II 373, 453
ymdeith ^Subst.^ 484, II
453. 648
vmddiddan II 56, 297,
508
vmeith 484, II 648
"vmeunvdd 130,1112.661
'vmenvn 46, 109.130,374,
II 112
E vmherawdr 237, 2.S0,
j 11 42
j ymi 464
806
Wortindex. Brit. und Gall.
ymlad II 412
(K) ymblith 277, 452
ymnabod II 447
ymolc'h(i) 278, 474
E vmrain 213, 223, 237,
II 413, 596
(E) CO. vmsaw II 297
ymwauawit 474, II 372
ymwel 278
CO. vmwra 474
ymyl 147, 302
ymysg 452
y mvwn 401
c. cö. vn 'in' 370, 392,
400, 401, 402, 403, II
158, 163, 177
yn (vor dein Inf.) 401,
II 417, 428
CO. yn 'im' II 177
c. CO. yn (bei Apposition,
Adverbium) 147, 424
(Z. 15, 18), 425 (Z. 1,
13), 444f., II77(Z.lff.,
36), 178 (Z. 3, 7), 213,
232 (Z. 25)
yn (y) 'bis', 'wo' II 183,
184
y-nn II 159
yna II 159, 187, 191
(E) CO. yn kergben 452
CO. vn dan 440
ynSaw 422, II 159
CO. yn della 540
ynai, ynddo 422, II 159,
CO. vnne II 163
G vnfvd 21, 387
yng 107
(E) vnghylch 452
ynnill llo, 148
CO. yn mes II 665
CO. vn mesk 452
yno II 159, 187
CO. ynno 422, II 163
ynof u. s. Av. II 159, co.
ynnof II 163
CO. vns, c. b. vnt 173,
286. 302. II 422
vnte II 185, vnteu I 442,
515, II 157, 173, 185,
ac. yntou II 185
CO. vntre, vntretho u. s. w.
139, II' 163, mb. vn-
treze II 166
CO. ynwetb II 667
ynv 473, II 156, 184, 326,
327
CO. ynny II 163
ynyalwcb II 26
' E ynvd 200
ynys 156, 381, II 89, 94
aco. vorch 33, 64
mb. youll 314
aco. youonc 385
E CO. (de, du) yow 215,
238 '
CO. vowvnk 61
yr (Artikel) 147, 284, 286,
287(m.Ntr.543),II177
y-r (Präp. + Artikel) 287,
II 177
y-r (vor einem rel. Satz)
II 182 (Z. 22, 33), 183,
228
y-r (y + ry) II 276
yr (Verbalpartikel) 472,
II 277, 666
yr 'nacb" 438, II 427
yr 'wegen' 287, 438, II
159, 324 (Z. 18)
yr a II 322, 324
yreh 536
vrdaw II 159
yr na II 256, 322
yr-of u. s. w. II 159
y-rof u. s. w. II 159
CO. vrvervs, vrvvr, 3'rvv-
rfs II '292
y rwng II 159
yrydaw II 159
yr ys II 427
vs 173, 458,-11232, 427 f.,
429, 430, yd vs II 422,
428
CO. vs 'Getreide' 41, 519
CO. ys 'als' II 125, 261
g. Ysarnodori 73
ysgadan 24
ysgafn 'leicbt' 76, 167,
168
E ysgafn 217, 240
ysgar 44, II 615
vsgarant II 8, 104, 295
vsgardde II 28
ysgartbu II 616
CO. yskerens II 8
ysgien 68
ysgogi 125
E ysgol 194, vsgolbaig,
ysgolbeic Il'23, 30 |
ysgrecb 81, 277
E vsgrifen, ysgrifennu '■
II 29, vsgrifö 1 220, 226 |
E ysgrin 210 I
E B ysgrubl, nco. ys- I
krvbl, mc. vsgrvbyl 211 ,
Eysgrythur 211,236,282 I
E ysgub, ysgubell 205,
206
E ysgudell 231
ysgwydd 76, 112, 333
ysgwyd 58. 76
(E) yscwydawr II 52
ysgyfaint 76, 168, 374
vsgvfar, vsgvfarn 528,
li 53
CO. vsel, vssel 50, 289, 520
(E)'co. vsethe II 605
yssim 11 156, 427
yssit 458. II 426, 428
G vslac 277
yslatb 84. 146, 333, 48ft
yslywen 84, 146
(G)"'ysnoden 85, 333
vs oed II 428
E vsbaid 192, 219, 231
E vsbail 194. 219
E ysbaitb 228
ysbardyn II 59
E vsbawd 277
E ysbeithell 228
E ysbinglairch 208
E vsblan, vsblennydd
199, 225
E vsbrvd 211
E vsbwng 195. 219, 224
ysbvddaden 68, 77, 252,
333, II 102
E vstad 218
ystaen 103
E ystafell 219
vstarn 52. 79
vstefaig 78, 333, 373
ystlwn 33. 84, 486
vstlwvn 84
ystlys 84
ystrad 81
E ystraill 223
ystred II 627
ystrew 81, 514
E vstrodur 204, 220,231,
238
E ystryw 196
vstwng 538
E ystwvll 208, 218, 238
E ystyr 194, 375
G vswain. ysweiniaid
II' 40
yssvd 457, 458. II 233,
234, 422, 426, 428, vgl.
sydd
ysvdvnt II 426, 428
ysym II 156, 427
CO. ytb 'icb ging' 123,
378, II 373, 378, 452
Wortindex. Arisch.
807
yt (Verbalpartikel) 472,
II 233, 261
CO. yth (Verbaipartikel)
472, 473, II 229 ff., 233
(Z. 88), 239, 252, 424,
vgl. y
y-th 'zu deinen' 416
CO. y-t, y-th 'in ilein'
II 161
ytt, vtti 'zu dir' 464,
II i59
yttiw, vttoed, yttwyf
458, 502, II 174, 233,
424 425 426
CO. ythys 11 373, 378, 452
CO. yu, s. yw
R CO. yuthewon 196, II
107, vgl. yethewon
yw 'ist' 458, II 185. 199,
422, 426, 430, 663, co.
yw II 191, 422, 426 (Z.
7, 16), 430, 447
y-w 'zu seinem, zu ihrem'
II 158, 430, 663
-yw- II 157, 175
ywch 'zu euch' II 159
ywch 'Ihr seid' II 422,
430
ywen 62
(mor) Ywerydd 91
y wrth 438
mb. yz II 373, 378, 452
b. -z- -dich' 426, 466, II
163, 164, 'dein' I 416,
426, II 163
R nco. zadarn 197, 231,
501
R nco. zäh 216
b. ze (AuKensi II 191
nco. zeap 319, 504
R CO. ny zensen 504
(R) nco. zilli 72
b. zo, b. V. zou 'ist' 529,
II 228, 422, 8. so
R nco. zowl 219
R nco. zowz 217, 504,
521, 523
III. Nicht-keltische Sprachen.
Die idg. Hauptsprachen werden im Index in der folgenden Reihenfolge
vorgeführt: 1) Arisch (Indisch-Iranisch), 2) Armenisch, 3) Albanesisch,
4) Baltisch-Slavisch, 5) Griechisch, 6) Italisch und Romanisch, 7i Germa-
nisch. Darauf folgen 8) Indogermanische Sprachreste (Phrygisch, Thra-
kisch. Illyrisch, Lepontisch) und 9) Nichtindogermanische Sprachen (Ara-
bisch, Türkisch, Finnisch, Baskisch). Für das Altindische ist die Reihenfolge
des Originalalphabetes maßgebend gewesen; die übrigen Sprachen sind
streng nach dem lateinischen Alphabet geordnet und zwar ohne Rücksicht
auf die Aussprache oder Entstehung der Zeichen (also wird z. B. ch als
c -I- h gerechnet, nicht etwa nach böhmischer Sitte zwischen h und i ge-
stellt; lit. y wird nicht nach der einheimischen Sitte mit i gleichgerechnet
u. s. w.). Längezeichon und Akzentzeichen sowie die Zeichen silbischer
und unsilbischer Funktion sind für die Reihenfolge gleichgültig: Buch-
staben mit anderen diakritischen Zeichen folgen nach dem Originalzeichen:
ä, ae, ä, a nach a; arm. e nach e; slav. i und ü nach i und u; 9 nach 0;
ha nach h; n und » nach n; s, s nach s; z, 3, 5 nach z; p steht nach t.
1. Apiseh.
Die in diesem Buche verwerteten altindischen Wörter werden unten
nach der Reihenfolge des Originalalphabets («, «, i, i, u, ü, r, f, /, e, äi, ö,
äu, h, _, k, kh, g, gh, n, c, ch, 5, 3h, n, t, th, d, dh, n, t, th, d, dh, w, p, ph,
h, bh, tn, J, r, l, v, s, s, s, h) angeführt. Auf das Iranische habe ich in
der Regel nur da verwiesen, wo das Altindische versagt; das iranische
Sprachmaterial kann aber nicht in den altindischen Index aufgenommen
werden, da es mit dem altindischen alphabetischen Prinzip inkommen-
surabel ist; es handelt sich um die folgenden Wörter (Awestisch unbe-
zeichnet; b. = Balu5i; 0. = Ossetisch; ap., np. = Altpersisch, Neupersisch):
ahi 476, 0. ajk'a 66, aota- 103, ar9sa- 89, asfrant- II 54, azrö-daiSi- 103, azi-
99, baeSazö II 24, hröipra- II 45, cataitrö II 128, ap. dauHar- 80. np. dl 89,
808
Wortindex. Arisch. Altindisch.
dugadä, np. duxt, duxtar 180, gaesa- 80, grava- 144, np. gulütäti II 14, b.
gumz, gvabz, gvamz 75, hisku- 71, hizvä- 88, l II 170, kambiStdm, kamna-
168, ap. Äära- 362, mana II 167, »narasa- 97, masjä II 119, np. r«ö/a 113,
moSu 78, np. »»t<5i! 113, np. rwf 187, ap. nuiba- 156, 387, was«- 46, np. näxun
186, ;j3r9^M, ;39sm- 91, räiti- 144, räsüa- 123, rata- 144, rat-aA- 251, np. röhrih
92, s«fi?»-awi 121, saena- 176, sizd-, sjazd- 88, 177, snaeiaiti 85, sr^^-, «n-«- 121,
187, staman- 78, «<M«a-, «^m««- II 663, tiSard, tiiram II 127, praUaom 132,
^ns«s II 130, urvarä- 175, «st 55, uzdaeza- II 506, vädajeUi II 517, vwii-
136, np. xäja 66, np. xirs 89, xsa;ö 89, xumba- 119, a:f3Wi7 II 113, zaäah-
160, zß/a«-, zq/ar» 187, zairi- 147, si 89, saidjemi 108.
a- 45
«Äos 107
qhu- II 4
aÄ-ar II 378
akSa- 78
a^^äf II 458
agnTs, agrun 249
aKghri- 107, 186
asämi 96
a^i 41, 256
adhama- II 123
a(/;« 41, 45, 256, II 149
analnn 46, 149
.aniti 31, 180, II 456
antka-»! 38
anäista II 355
anta-s II 57
awiar 139
apara- 93
api-ratati 48
«^räs II 355
ahharathüs 249
aft/w 41, 45, 256
aw.Y, aniütja-, amäd 186
aw/rt- 32
a/as 73
aratni- II 59
a;-<7ra- II 591
aräilisam 181
arhha-, arhhaka- 32, 118
ara^i n 587
ari- 251
ö/artf n 378
asnömi 152
asV?< 124, 186
asra- 36
as^ä?< 123
asakra-, asas'cat- 71
asj 476, n 429
asinva- 71
asrÄ- II 106
asti 173
OÄ^^ii 85, 88
Altindisch.
asmi U 339, 429
asja 69, H 173
asjäs II 173
a/?/- 99
ahi 97
ahtiäja 161
ä 438
«li- 101
änasa II 368
äma- 32
ämikSä 88
«/?<» 56
ürjaka- 11 100
ä*?<- 48
ff/« II 170
iia 442, n 185
^7^ö 263, H 194, 234
«H« 36, n 108
ugra- 179
ucjatt n 475
Mf/ n 299
ud- 'Wasser' II 19
upa 438, II 295
upaharhana-m 105
upari II 296
upasthüna-m 35
j/m- n 119
urvarä 175
«r/Äar II 106
M«a- 178, 181
ürlä 105, 180
«rn« 158, 179
ürdhra- 51
»•Ä-sa- 89
edhcif! 57
mof»/ 57
eSäin II 173
öA-rts n 475
kaksü 34
töf« II 205
kaniitJia-, kanijas-, kanjii
23, 121
kaprth- 92
I karönii 128
Ä:a?-^a« 11 616
kartavja- 56
karpara- 94
I Ä-as 128
käna- IUI
I käsafe 79
j kumhha- 119, 187
j Ä'!/Äa 127
kübara-m II 53
krkaräku- 126
kriiatmi 160
krtras 43
Ä-rw^ß/j 83, n 616
krpäna- 44, 94
krnii- 43
krsna- 44
kekara- 56
kr ans 61
krtnämi, krUa- 128. 178
(Z. 13 f., 25)
klämati 163
ksat>i- 89
ksära- 78
ksinütni, ksitl- 89
kkadga- 127, 11 29
gahhasti- 39
^frt/a^i n 459
garate 108
(^a->«< n 458
gädha-ni II 459
gajati 11 19
'^ä/iöT^e II 459
^i<r?<- 62, II 661
grtiä)})i 144
/ö* 55, 175?/-* II 26. 92
.^nä 47, 155
grathnämi 161
gräma- 98
(frävan- 62
>//ä«a- 108
gharma- 108
ghrasa- 108
Wortiiidex. Altindisch.
809
cakrnr II 382
cakSate 11 490
catasrfis, attväras, catväri
36, II 128
candro- 185
carama- 128
caräml 127, II 485
caru- 38, 69
cäru- 184
crtämi 160
chadii 76
cÄari- 251, II 100
chinadmi 77
%■«« 76
lalnäu, la^ne II 380, 547
Sanämi 96
jam-, ^««t 47, 384
5«- 177
'^ä^«- 53
änänii 11 547
jtna- 108, 181
Sirna- 52
5Zf«- 62
luiate 80
Snäta- 48
<f/Ä-^/ 128
takkin-, talSämi 85
ton2<- 132, n 117
tanöti 132
^«n^jt- 138
tapant- 92
iaprts n 19
tarati 52
tala-m, talima-m 132
^ara 11 168
^arl^i 178, II 651
^är-«s 78, 185
tiras 439
tirascT, tirjanc- 127
tisthä»n 79
«srrts II 127, 128
Uiwga- 109
tulajati 151
tusnim 55
türta- 52
^r^y«- 67, n 135
^ejos 321
frayas n 127
<rä^/ 52
rnVrt- 132
<r? II 127
tsarati II 291
rfrtÄ-s«- 36
dcnJämi II 475, ^</(/ä«
II 380
dadru- 175
r/a«!^- 46
dunija- 164
'/««'« 46
dahäwi 108
dütxjati II 504
dura- n 64
'/«/•« 144
dijäii-i 174
dirna- 52
diinöDii II 39
r/j/i- 3&4. 475
^/»;;//« 180
'/r/iaf j II 509
'/)■*- 42
'/«rrt- 59
r/ö*- II 104, 112
djäH-s 174, 182, II 92
dröna-»i 175
dvüra-tn 32, 187
rfrS II 127
dväu 55
dhajäiHi 111, dhäjase 183
c?;*m//- 111
«o 156
nak-fi- 123
«rtA-7/«- 107, 186
nagna- 129
«r/ifrt- 149
naddha- 80
napüt- 92, «a^^I 93
nahhas 255
namati 149
wrt'vi 61
nar/a 55. 68 (Z. 1, 41)
nasjati 46
««.s II 168
nas/ä 47
nahus- 80
nahjati 76
nütha-m 367, II 585
NJW</-, Ȋhhila- 187, 538
Häwrt 46. II 113
«/ II 298
nindati II 584
nlf/rt- 88
»«< II 290
nrtjafi 136
neues t)ii 109
nesatha II 355
«ä«-A= 55. 182, II 93
pac'ämi 38. 129
patica 37
pataf/a- II 24
patämi, pattra-m 90
pada-»i 91
pn»th(l-s 161
para- 91
^iaW 41, 256
j»a;-M< 90, II 98
parna-m 91
paijämi 185
päni- 53
päthas 161
pät)-a-)n II 45
/Järf 50
päiäna- 85
/>jY« '31, 183, 11 105
jot7m- 41
piV^aft 187. II 552
puta-in 91
puru- 91
pulaka- 47
pünia- 52. 178
j)ürta-tn 52
prirhämi 44
pmäti, pmöti 64, II 566
j»r/Ä/rI 60. 180, 182
prthu- 43
i^««/- 126
j!)ra II 300
pratTci, pratjmic- 127
pra-hudhjate II 300
pra-Jäuti 65
prastha- 79
^/•äÄ- 127
prija- 68
plava- 489
piarate 91
plihan- 176. 188
plihate 84
hadhira- 180, 363
iarrf/i- 114
hindii- 116
btidhna- 187, 188
hudhjate 35. pra-hudhjate
II" 300
ftrÄrt« 100
6or//)af/ II 476
Wjff5«f/ U 461
hhanakti, bhana^ml II
339, 477
hhandana-, bhandistha-üö
bharantr II 118. hharUmi
II 475
sam-bhnrati II 301. 444
hhasmijn- 87
/>/)«- II 23. 56
WwH/<- II 23. 56
bhärajati II 443 ^
/>;)/.•?.»}- II 24
hhlma- 56
bhi«/)ia- 159
Wir//- 42
hhrsti- 44
i>/j/-äf(I 48
bhrinäti II 45
810
Wortindex. Altindisch.
mahsu 33, 78
mudaii II 574
madhu 37
madhja- 112, madhjama-
II 123
»lanma 168
manjaie II 394
manjü 33
vHaw« 243, II 167
marcajati 125, 163
marjaka- II 100
«(«7«? 96
mäsa-m 82
mäiä, mätrhä 48
;n«s 'Mond' 86, 183, II 19
mäs 'Fleisch' 82, 183
mithunl koi-öti II 84
mukta-, muncämi 123
mürna- 52, 178
nirnämi 45
nirta- 44
mekkijafi 76
»;Z«W 52
jV/Ä-r^ 129
Ja^rtfe, J«fna- 65 (Z. 2 f.,
31)
jad II 235
jama- 175
J«r«- 65
JasöS 65
jasati 65
jücati 65
jtiga-m 98
judhjati 65
Junasmi 149
jurun- II 33
jiicasa- 61, 175, 187
jüjam 11 168
J?7s II 112, jüsa-m I 65
,;en« II 198
Jörtj- 65
(pra-)jäuti 65
rasata-m 104
rafha- 33
r«y«- 67
rrtsa- 176
r«5«n- 50, II 108
r««rt- 144, r««- 177
rinakti 130
rinäti 67
r?<5-, riilati 123
rudhira- 54
re<«s 144, 181
röc'rtfe 54, 122
rödha- 147
laghn- 69
Icmyhati II 368
likhämi 122
7twa/i II 565
Ze72>/;j 100
löpäka-, löpäsa- 92
(api-)iatati 48
vanas 156
vapati 93, 185
vajati II 517
vajani II 168
varana-m II 121
vartjas- II 119
vartute 44, 174, i'artajati
II 526
varsa- 176
r«s II 168
rrts«fi II 524
rasanta- 74
rasar- 82
röSM- 74
/•«sie II 18
rahüDii 59
t'«n^- 292
i'äsara- 82
rähcite II 515
rühana-m 104
ri II 490
«:i-('Ä^ 56
rjrti- 136
rirfnr 113, II 406
vidhavä 41
vidhu- 41
vindami 41, II 404, 523 f.
vivadha- II 516
vividre II 404
vi-srambhate 492
visa-m 73
viSücT, viSvanc- 127
rlrf/- 41, 248, 249
rpüte II 121
rr*?ö^i II 522
rr««- 174
ve-(s) 56
re*^/« II 524, vedajati I
359
rrasa- 97
s'awÄM- 126, 372
s'ata-m 46
satru- II 50
samnlte 53, samjati 47
(a-)sar-d II 378
sff?«- 121
saläka- 77
sasa- 86
säkhä 126
sw-ös 158, 187
srmga-m 156
srnämi II 339, 378
s'rnöti II 386, 495
smasru- 86
sjenu- 176
srad-dadhämi 69, 113
(vi-JsramhJiafe 492
snitci- 35
i'föni- 121
siasura-, svas'rü- 75, 176,
II 87
Ää 250, II 108
sas- 78
srt II 138
saÄrri 43
sac^^e 129, II 394
sfflc^ä 129
sasati 103
Sana- 36
sanitur, sanutar 138
soMi/ II 430
sandln- 350
sa^^ö 72
sawi 119
sawä 71
sam-hhamtl II 301, 444
saras 94
sarra- 53, 413
savati II 637
savja- II 16
sasja-m 69, 72
sädajati II 340
säja-m 51
stdati 72
SM- 284, 364, 475
suscandra- 185
SM^«<- 71
sürksati 71
sürja- 62
«»•5«^« 100, 106
so 7ja/» II 138
skandämi 77
stamba- 109
s^rr«a- 52, strnöti II 627
str-hhis 78
sÄa II 430
sthagati 97
sthäna-m II 14
sthäman- 79
sfÄzra- 79, 177
snämi 85
snUjati 68
snihjati 85
sphurämi 75
s?«as II 430
sravati 35
svanati II 625
svapna- 94
stJötr 62
SWS« 73, II 105
svädu 74
sveda- II 35
Wortindex. Armenisch.
811
hqsa- 86
hadämi 160
h(um- 156, 187
lumnn 108, 176
haras 108
hari- 147
hlsati 176, 181
hrd- 187
hemanta- 66
Ä«»a.« 74
;i;a.s 89, 176
hrusTjafi-, hrasia- 83, 173
hrädate II 538
2. Armenisch.
rtce/» 96
dustr 180
inn 61
aganini 61
e5er II 345
ii 99
a?7 69
ekn II 378
ilanem, isaua», i^aw
«^ 31
e^//?e»( II 353
101
alues 92
elanim II 353
jenum 114
o»; 71
ethajr 48
kalum 157
amis 86
e^n II 48
kanux 47
(inipariSt II 660
ereU 132
karcr 95
«H- 45
eres 93
(K) Ä-ö/o/)'« 20. 83
«/ir/ 115, 178, 247
eretvim 93, eretvojt' II 39
K Ä-wrA-* 20, 83
anic 41
erÄ- 71
Ä;asM/H II 613
anicanem II 584
erkan 62
Ärfrt 47
rt»H;* 46, II 113
er/.-w- 63
Wff^j'n 83
ansnk 107, II 23
erÄvi 71
koj 55
araicr 31
erknc'im 71
Ä-o/s 54
araict 160
e?f<'w 72
Ärof II 26
«/r«^' 104
e^n 97
krunk 38
«r»/ 189
es 36
k'aiak'ik II 31
ortasuU, artmvsr 124
(jarun 74
fc'irf« II 35
«rj 89
gawak 39
k'ojr 73
«s^^ 78
.(/e?«;» II 522
fc'jfn 94
atamn 46
</eron 156
^o/n 43
«/e«« 72
^e;; II 19
law 54
aiccanem 46
gnam 108
?ea»Y/ 129. 177
rt/rj 99
</o»? II 524
lizum 100
«C(7;- 85
qtanem II 524
Ik'ane»! 130
if?;v? 42
'haci 86
%•« 54, 122
harl- 109
/««//• 31
7arc7' 80
hekanem II 477
halacem II 24
Irik 49
&ere»? II 475
harcanem 44
?sew II 495
&0/.: II 23
horkanem II 590
lu 35
but' 159
horuac, hartMceni II 24
7m(7; II 495
caneaj II 547
liasanei» 152
/«c 98
ca'rasian II 14
/«a?i' 'Großvater' 55
lue einem 76
cnaniut 96
7j«»' 'Vof^el' 56
?M*iw; 91
cnaict 156
hoirratt 92
lusanioik' 186. 188
cor 96
heccniiin 72
lusawor 98
fV.r 126
heinni 64
«ia(/77 188
c'e/«/» 77, 359
heriun 37
Mjqyr 48
cauac'eni II 547
7ie;-« 90
malei» 45
t"e;», t't/» 95
;?e/-j 91
Mjcr/v/ 44
cit 76
/?e< 91
luatani 135
r77rZ 79
/i/u 36
wm//? 135. 186
Cnilem 95
Ä/»f/ 37
iiiau-ruk' 86
6''o/- 78
/?»o/i II 28
/»e^r 162
c'ork' 36
;?«»; 32
w«5 112
äajeal', dajl 111
i 392
w/.s 82
r?/, f7iA* II 32
inianain II 513
montk' 86
^?M/Y/H 97, 187
-j». 57
«if'ar 132
812
mid 132
mux 122
n- 392
nawt'i 109
nist 88
nor 55
o 128
oc^xar 120
ö;"c 103
o^or^- 105
ois 53
ori 32, 118
oror 491
0/ 83
osh' 85, II 53
o^n 50
ozni 99
narm. ö5aJ^<^• 107
polcrih II 31
Wortindex. Armenisch. Albanesisch.
[ sarf 86
saiart" 121
sa« 75
sj>^ 69
skesrajr, skesur 75
sksanim II 613
sÄ-z^Mrf 121, 185
stanam 79, II 639
S^e/J 116
sur 123
^«»A II 475
tasn 46
^««r;; 111
ter 66
tiezerk' 66
^«Ä-w 66
?2<ar, %amc II 24
tur 48
«'«^ 132
j f'aie»! 132
unkn 55
«r« 114
usanim II 475
«^" 123
rec' 78
viz 150
a-aw^ 140
xasn 120
a:-o;' 120
zgenum II 18
5«^ 160
5«"'« 66
S»iern 66
5?« 66
5er 108
ah 86
ar/ 89
ast 85
6a6*A-3 77
«»/e II 475
hreSdr 55
*?<^3 159
dal II 648
«few 164
dergem 71
^es« 80
(Ibmr 66
»^/ja^^s 36
f^/e 89
djeff 108
o'/-/)'.^ 42
dm 144
^««3 II 475
Se 89
^e;>(/3 89
4)'es' 160
^jetd 46
e^'3/ 45
emen 46
esafo, ^swfo 45
dmsr 46
/"toA 92
5-?«*^ 79
gln, ghiri 156, 178
yi-ua, rjriie 155
^'a^a 53
gasta 78
i^'^c? 45
3. Albanesisch.
j gel 65
I geta 39
! i/3«, gdndem 39, 160
I <?ar 65
gtimd 94
i/M, ^««/: 156, s. fßu
hala 77
i hip, Jiip 186
A-a>/; 93 ■
koia 79
kriiiib 43
A-«/- 127
Avo-3 127
A-«s 128
lehata 69
/o/;^ II 22
/?<^^ 101
^«>i3, ^a;v II 59
«m;-^a 105
"WS, »latem II 575
»(iesa 93
mhjel 124
»(/s 82
»{y"«/^3 162
mjekra 86
»ye? 43, 124
motra 48
»'?m/ 86
natä 123
«''/ar 139
nesar 123
nanda 61
«5'''»'» 108
' nip 92
«e/«/ 31
noh II 547
I ^esa 37
I pdrpoS 50
i Pjek 129
i^osYa 50, 181
I se, si 128
si^ 45
s/e^ 127, II 485
I soh II 621
j Sosa 72
«/;af3 72
«^e;-/)? 94
s7ow 79
s^r/w 52
sttiara 79
^e^9 123
?;>#/•-> 177
I ^re 132
jM-'' 126
I p9ni 41
j uja II 19
t i'e/-a 154
I Vera 156
ve« 55
vid^ 150
?ye^ 59, 172
rjeJiar, vjehafa 75
«a re^ 186
zi 33
^/arm, s;ar 108
AVoiiindex. Baltisch-Slavisch.
813
4. Baltisch-Slavisch.
Altslavisch (kursiv) und Litauisch (Antiqua) unbezeichnet ; 6. =
(5echisch ; klr. = kleinrussisch; 1. = lettisch; osorb. = obersorbisch; p.
= polnisch; pr. = altpreußisch; r. = russisch; s. = serbisch; slov. =
slovenisch.
ahije 161
hlrati 52, vgl. herq
crtq II 616
agn^ 109
hirUn 62
crii 43
akecios 122
slov. blazina 105
cuSf>i 54
alkti 126
hljudq 172, II 476
da il 355
alküne II 59
bodq 111
daTgis 43, 106
pr. anctan 46
bojati s^ 56
dalis, dalyti II 503
angis 107
r. holozem 105
dann II 475
ankstas 107
r. horoSno 101
dam 48
äpmaudas 113
r. horoti-sja II 45
dantis 46
apusis II 48
r. bor sc 44
daste II 355
ariü 70
r. braga 163
dabrura 186
arklas 31, 180
braSino 101
daha 186
pr. arwis 63
hrati II 45
p. Dbra 36
äsaros 124
brai(r)U 48
dedervine 175
aiis 78
p. Brda 36
degü 108
aetuoni 123
p. brewno 62
dengiü, dengti II 506
aiva 36
briaunä 62
r. deren, derj6n 97
atlagai 97
brjuxo 73
r. derenja II 68
äugu 54
broterelis 48
dervä 144
l)r. auklipts II 482
2. brst' 44
desetl 46
pr. aumusnan II 575
buditi 172, II 476
desimt 46
ausis 55
pa-bundü 35, II 476
desine 36
iiustii 103
bütas 35
desHü 36
aüti 61
büdeti 35, 172
der^ü 61
avis 251
b,j II 408
devyni 61
aviziai 56
bf/strü II 56
del6 111, 183
avynas 55
cediti 77
dievas 59
qgorisfl 107
celiti 57
su-dirgti 105
qrodü 45
celovati bl
dihrl 36
asa 86
celti 57
dllif 64
ajrl 139
p. ch§c 140
dtrati 52
arati 31
8. cm 44
dlqu 43, 100
qzükü 107
p. cudzy 54
do II 74
badv'ti 111
r. cerediti 43, II 502
dojiti 111
1. buhrgs 109
r. ceremica, cerentia 121
r. dolja II 503
bäime 56
r. ceren 61
draügas 107
pr. balsinis 105
klr. ceres, r. cerez 43
s. dren 97
baltas II 56
ceti/re 36
dren'Je II 68
bämba 187
c^do 120
rfmv) 144
1. bargs 109
cqsti 160
8. drijen 97
bärti II 45
na-ceti 37, 120
ö, drstnaty 81
herq II 475, vgl. hn-ati
asfü 77
drmiu 107
bernas 51
cito 128
diiizina 107
klr. herra 62
r. corniij Ics 44
(?rMA-o/r« II 47
he II 408
cresti II 616
2. d?in 97^
helü II 56
cresü 83
duburas 35
p. bierzwiono 62
crero 176
dügnas 35
r. hiser(ina) 11 58
cferljT 176
dukte 180
UH II 463
crnü 44
dülis 111
hicela 88
crpnii 44, 94
düomi 48, II 475
814
Wortindex. Baltisch-Slavisch.
düno 35
dväse, dvesti II 32
drorü 32
dziäuti II 39
1. eewa 62
einis II 48
pr. emmens 46
erelis 491
ezys 99
erube 65
gabenti 39, 95
qadati, gadaja 39, 160
\. gahju II 458
galeti 157
gäras 108
gärbana 118
cjqs'i 86, 150
geidziü 136
pr^ geits 58
gelsvas 147
pr. genno 36, 47
genü 108
gerve 38
gelä II 460
Giltine II 460
gincas 108, II 661
giriü 44
girna 62
glemzti 95
gJedeti II 540
glina 95
glinda 188
glite 95
T.gljadet7, (jljanntl II 407,
540
gntzdo 88
r. gnida 187, 188
godüs 39
1. gohws II 26
r. gorh 118
yoreti 108, II 537
gorikü 33
r. gorod 186
r. gwoSina, gorox II 58
govedo II 26
gororü 108
gradü 136
gräuziu 103
slov. grba 118
qrhü 118
^greda 150, II 339, 549
slov. grust, r. grusU 103
grijza 103
gunati 108
asl. r. grozdl 88, 537
gvvas 62
ide II 234
igo 98
r. il-ra 'Fischrogen' 129,
174
r. il-ra 'Wade' 188
ima II 407, 513
inte 46. II 113
imeti II 407
imu II 513
pr. inwis 62
irti II 591
iva 62
r. izJH})i(ina) II 58
izU 50
izvestü 136
1 392
jaje 66
jarehi 65
jasem 86
jäunas II 33
1. jaut 65
javai 65
jedXnü 57
jeknos 129
jelem II 48
jeteru 177
jeva 62 (zu lesen ievä)
jezi 99
jeti II 407
jeziiku^lOl, 186
jerube 65
c. jho 98
jie II 170
jievä 62
osorb. jikno, jikra 129
2. jmeno 46
1. jumis 175
jüngas 98
jünkstu II 475
jimü II 33
juökas 65
jüse 65
jitxa 65
'l. kahrs 184
pr. kailustikan 57
kaire 77
hakü 187
pr. kalabian, kalbian II
29
ac. kamna, kampna 171,
486 f.
1. kampu 93
kändu 160
karias 362
kaftas 43
r. kartofelina II 58
kärve 52, 180, 187
käs 128
kasulas 33
kasili 79
kät-pedes 50. 182
li'qsu 160
kedeti 160
pr. kelian 121
kelias 51
keliäuju 51
kenciu II 486
kenkle 86
kepii 38, 129
kerkiii 126
pr. kerko 126
kermüse 121
kerpü 94
kertü II 616
keturi 36
keliau 51
p. kierpie 94
kirmis 43
kifpti 44
pr. kirsnan 44
r. l-istT 79
kläusiu 180
kohl 116
K klr. Kohvin 20
r. l-oJaUha li 29
kom 37, 120
komct 121
r. korova 52, 180
kosü 85
kosulys 79
kraipyti 75
kram 43
kraüjas 61
ö. kräva, s. kräva 52, 180
krci 128
1. kreenis 128
krelpti 75
krenkü 11 661
ar. krenuti, s. krmuti
krenq, kretaja 160
kresü 75
kriaunä 61, 181, 187
krintü II 616
krlnati, ar. krmuti 128,
178
kpna 168
krutine, krütis 121, 178
krün 61, ap. kry II 97
krzno 160
r.° kto ni II 209
kuriü 128
kiirpe 94
kü 472
kiide 127, II 234
küto 128
h/la 50, 183
pr. lagno 129
lajati 147
Wortindex. Baltisch-Slavisch.
815
htkati 126
hiMti II 59
hiukiu 54, 122
pr. lay^nan 159
leido, leidziu II 354
lengviis 69
hi/a II 570
ikna 125, II 661
leto 133, 177, 538, II 661
lice, 5. lice 159
liekna(8) II 661
lieku 130
liOzti 100
pr. liscis 98
klr. Vit' 133, 184
lixü 130
lizati 100
lizdas 88
ligükü 69
r. Ijogkoje 76
1. lolips II 668
lol-ji 361
loniiti 166
löti 184
loziU 97
r. lozka 101
r. luh 93
lübos 93
luci 122
liiobas 93
lüsis 186, 188 (zu lesen
lu'sis)
lüztu 123
lüzica 101
malnas 57, 174
maisyti 76
»lakü 159
I. mala II 99
malü 45
märes 32
markyti 163
marti II 88
mataü, mäte II 354
»lati 48
raäudyti II 575
»iqka 53, 81
medis 112
luedus, »letlu 37
»leljq 45
1. rae'lst 85
melzu (milzti) 43, 124
»lene II 167
r. inercdti 124
mergä 159, 176
niefq 163
metü 163
r. »lezdra 82
vieirfa 112
ni^so 82
viezdru 82
menuo 86
mesu 82
mena 57
niesecl 86
r. meäätf II 577
mt'üiti 76
p. Mianka 57
midüs 37
p. Mien 57
nnn"ti II 454
minkau 53, 81
minü 139
mifkti 125, 163
mirti 44
r. nijat'i 139
mlaxarü 52
r. mleti 53
mlzq 43, 124
r. ntnu 139
c. modliti se 137
moll 51
r. nioliti (sja) 137
r. molsatl 163
monisto 33
morje. 32
mote 48
raöti 169
7>io~r/ü 87
mrariß 163
mrazü 105
mrcati 124
mrknqti 124, 159
s. niuka 53
niünoffii 159
«(//s/< 113
j»//^/ II 575
jißcW« 37, 120
nagä, nägas 107
««7« 129
naktis 123
nasH II 170
nanjas 55
pr. nautin 61
ne 45. 156, r. ne II 303
ne 156
neho 255
r. ne hi/I II 303
nedqffü II 57
nejt'siiti 45
nekadä II 212
nepotis 92 (zu lesen
nepuotis)
nesq 152, nesti II 407
neiü 152
netljl 93
r. (kto) ni II 209, nl bi/I
II 303
nieköti 124
nirstü, nirtaü 136
pr. noatis 186
no(/a 107
nof/iiti 107, 186
no.siti II 407
noiti 123
no/M 55
nüogas 129
nuotrine 186, 189 fzu
lesen notrvnej
r. ohedati 11*284
obistt 439
obuti 61
Of/r« 178
r. opecatka II 580
r. opeiitl 50
r. oprokhiuti II 580
r. oprnwjot II 580
ora^j 31, 70
ori^M 491
oi'jq, s. orafi
osa 75
osina II 48
OS» 78
osmt 123
ostegü 97
r. o^/ir 51
0^« 177, II 74
onca 251
r. palxba 93
r. j>alec, pales 135
palvas II 101
papiirtis 91, 180 •
r, pdpornti 91
pafsas 91
paselys 50
2)qpn 187
patT 150
i)eÄ-« 38, 129
pele II 101
penki 37
Perkünas 91
pernai 90
p(>ro 90
peti 37
p^dä 91
pesßias 50
peil 50, 181
r. pcxnta 50
pietüs 41
pilnas 52, 178
] pinü 114, 185
pirmdele 111
r. piskan 90
I p. piskorz 90
j piSctü II 354
816
Wortindex. Baltisch-Slavisch.
pista II 559
piiati, piteti 41, II 559
ptnq 114
pirati 185
pisa II 354
plaukiü 91, II 572
pläuti 91, II 575
pleme, r. pleinja 135
plnü 52, 178
plodu 135, 186
plönas 52
phiU 91
plxü 98
pr. pobalso 105
podü 50
pojiti II 674, r. pojlo II
'412
pomenqti II 451
r. ^»:)or« II 99
poredati, p, powiadad II
520
pra II 300
prase 91
praiyti 44
pri 439
r. prihjl II 304
^ro- II 283, 300
prohuditl ^lA:
r. prohijl II 283
r. promax II 580
prositi 44
pt-ostreti 52
s. j9?"5h 52, 178
s. pvipaJc 187
ptise, pusiarx II 84
ro7>M 32, 118
raditi II 592
p. radio 31
raJo 31
rasii 176
rätas 33
raudönas 54
rannü 63
rehjonol' 118
re&ro 117
reiigtis 540
riekiü 122
rimti 362, II 602
rinaii se, r. rinutt 67
ritu 367, II 601
g. rr>7^e 118
rodyti II 592
rosa 176
rusü 54
rysr 186, 188
smUti II 605
1. säime 58
saitas 58
saldüs 31
saniH II 170
säpnas 94
pr. sasinB 86
säule 62
sazda 71
sadü II 502
sahn 126, 372
r. sebjä II 399 ^
sednü 72
1. segt 39
segü 103
sekü 129
r. seJid2 72
semiü II 625
senas 36
septyni 72
r. sereda 69
sergü 71
sestra 73
sesuö 73
sedeti 72
seklä 72
seti 50
sedeti 72
sejati 50
semija 58
si?Vm 120
sietas 72
p._ si? II 399
Silke 72
1. sirpe 94,
sito 72
st II 198
stde II 234
r. sja II 399-^
skeiiii 77, 359
skefsas 83
skiedziu 77
skinti II 613
skiriü 44
skociti 125
sliolika 77
skujä 68, II 660
skystas 77
slabü 491
slama 121
slezena 176, 188
1. slita 121
slnice 62
sJnga 84, s. slt'tga II 64
slÜH II 495
r. shßul II 284
smägenes 88
sraakrä 86
smarsas 87
smäugiu 122, 181
pr. smünents II 49
snegü 85
sniegae 85
1. snohts 53
r. sohrafi II 475
soll 31
r. soloma 121
sotüs 71
r. soxa 126
spenys 75 (zu lesen
spenye)
spiriü 75
splendziu 84
8. srce 69
srdice 69
sreda 69
c. srhky 83
srpü 94
Srxühu 83
staibiai 116 (zu lesen
stäibiai)
r. stardti-sja 79
staru 79, 81
stati 79
stegiu 97 (stiegiu Buga)
stifpti 94
störas 79, 177
-stöti 79
pro-sfreti 52
1. stringt 81
stropü 92
p. strumieri 82
sudirgti 105
r. sudoroga 105
süko, sukü II 354
süodis 71
sü 138, 284, 392, II 293,
302
sünesti II 283
sünü 94
supq 185
süto 46
srek'ru, srelcrg 75
svistati II 627
1. sweedri II 35
sytu 71
p. szary 120
p. slimak 84
sakä 126
r. scenok 121, 185
r. Seit 58
g. sery 120
sest7 78
seil 78
sesiüras 75 (zu lesen
iesuras)
ßimtas 46, 149
sirdis 69, 179
sis II 198
Wortindex. Baltisch-Slavisch.
817
Blaiinis 121
glite 121
stifü 76
ituicfi 54
mß II 16
suö, iiiv;i 250, 321
tadä II 170
tajati 68
tänkus 124
taSy'ti 85
täukas 125
pr. tauris 63
Tauta 54, tautä II 660
1. tauta 54
tada II 193
tel-a 128, 367, r. tekii II
623
tekü 128, 367
teJe II 49
terapiu 138
tempty'va 138
teplü 92
tesati 85
tesla 85
r. teterer II 107
tetica 138
tezati, teza 106
teste 56
tiles 132
tilja 380
tllo 132, 380
tlku 43
r. to i (Ulo II 347
toliti 151
r. toll- 43
r. toUcl 126
r. toJoknS 126, 180
8. trag 39, 97
trajati 52
//•«ro 160
frafj« 81
trecias 67
1. trekns II 663
trenkii 124
r. tretij, asl. trettß II
135 (Z. 14, 17)
triobä (troba) 132, 178
tnje 132
trobiV (triobä) 132, 178
S. frv»! 362
troskiis 77
triatn 160
trvs 132
tri/ti 160
p. trzos 43
tid-n 125
tülkas 43
tureti II 407
tursas 83
turü 63
pr. tussise 55
po-tn.rnqti 55
tvänas 351 (falsch)
tverti II 407
tvirtas 54
turdtc 54
tyleti 151, II 656
fi/ti 178
r. ngorX 107
ufi 55
ungurys 107
üosis 86
Hxo 55
vagiii 172
valdyti 157
vapsä 75
värna 182
vafnas 182
värpa 94
vartyti 44
varzas 175
vasarä 74, 82
i-asu II 170
vqsü 86
vecerU 88
vedü II 516
veidas 58
velkü 174, 185
velys 362
r. rereteno 137
resna 74
vezq 59
vezii 59
veza 178
vede II 348
rem, veriti 50
r. ridel II 284
vidüs 41
ridii 41, 58
vienas 57
vilgyti 59, 186
vilna 158, 179
viti II 517
rlccra 88
ndora 41
riadq 157
Madima-u 49
(Varf? 34, 186
rlafia 59
8. vlast, asl. rlasfi 157
rZAv7 (Partizipium) 174
rlmt 158, 179
voda II 19
I r. rolostl 157
i roti/o 31
I r. röron, roröna 182
Pedersen: Vgl. kelt. Gramm. II.
r. vorotitl II 526
r. vosprlnjal 259
vratiti II 526
t'r<e<i 44, 174
8. vuna 179
vüskrtsH'iti Ib
r. r^;- 259, II 299
r. ryhrall II 475
vylcnqti II 475
vy'ras 41
vysol-ü 75
pr. Wagnis 159
I 1. pr. widus 41
] p. wrzos 60, 175
; r. xroja 68
zadü 160
zelenü 147
zemlja 89
zima 66
zmija 89
ena/» II 547
8. zofc, asl. 8. zohati, r.
^o&r 161, 187
zovetü II 354
zreti 52
2rH0 52
2tJr« II 354
zvizdati II 627
zälias 147
r. :o/T II 460
zändas 156
zärna II 661
zasis 86
fi. zebrik 117
iegq 108
r. ze»icuq, zemcuiina II 58
zerae 89, II 88
zena 47
2engiü 187
zerariß 38
zqdati 65
zidq 136
äiemä 66
zilas 147
zindau 53
zinoti II 547
zirnis 52
zito 58
iit'u 62
ziitta 95
://r/l47
imogüs 89, 98
zmönes 89
irmi 62, 177
62
818
Wortindex. Griechisch.
d- 45
äyiXr} 103
dyoazög 79
äyQa 103
ayQÖTSQog II 44
a;';^<örr»'Off II 22
aj';t;c/j 107, 161
äyoi 96
ayco»' 101, 103, 177
ddä/uarog 132, 180
K dddgxt] 111
a^j^T' 71
ddiy.rj 186
a£j?Ao? 110
äeV.a 60
dero's 55
ngr. a^Qconog 150
alyiXixp 84
dt£? II 96
ati^w 57
kypr. afAo? 69
at7i6?.og 127
atjoa 73
dtöotü II 521
aioöv 56
d><?7ßaro? II 378
dxöXovß'og 51
d;<oV»7 412
äxog 65
d>«^o? 178, 189
ähxp 84
d'AAo? 69
«;.? 31
d?MJi7]^ 92
a>a 47, II 170
ä/ußgozog 163
d^slyoi 43, 124
ä/xsvai 71
d/ivoV 32, 109, 248
d^9?< 41, 256
dfxipdvxrj 122
dfKpiJioXog II 485, 599
dfKfKpSQCO II 475
äficpco 119
dm 177
dvdj'x»; 126
dVa^ II 98
ngr. avögag 150
dr^gtct? II 104
ävEfxog 31, 180
dvexpiog 93
dvj^ß 136
dfo)»' 78
OTrdrcoß 183
dnd 93, 177
5. Grieehiseh.
dnoXavoy 54, II 22
ägyvQog 104
ägxTog 89
ägorgov 31, 180
ägovga 63
dß;r>; 94
dgxixaxog II 3
doxrjd^rjg 76
dajiaigco 75
dar»;^ 78
döTOff 35
dorßdj'aAo? 85, 177
drctß 138
d'reg 138
ätsgog 138
äzoTcog 46, 129
av^cü 54
avzoxaoiyvr}zog 53
äcpvo) 161, 177
dcpgojv 183
äyvvfxai, 161
böot. /?avd 47
ßagvsg 144
/Sa^r? 62
ßsXövt] 79
/?^vat II 458
|ff;.d| 52
ßXijxgög 52
/?Aaor 137, 175
ßXojaxoi 163
/?o»^ 108
argiv. Bog-&ay6gag 51
Bovxicov 54
ßovxöXog 54, 127
/SoCs II 26
ßgazdvav 44
ßgiagog 62, II 661
ßgozog 163
ßgox&og 183
ßgvxco 103
K yarao? 20, 57, 74, 96
yavdw 96
yaazrig 82
yardAat 139
yClMW 95
yeVro 95
yeVfb 156
ysgavog 38
yigysga 98
ysvo/Äai 80, II 550
yrjgdaac 52
yfjgvg 144
yiyvofxai 95, U 394, 544
ycyvcöoxoi II 547
yAotd? 95 !
yvdv^o? 156, 175
yvj^ato? 53
yvcord? 48
yogyög 95, 180
ygaü? 52
yw»; 47
daSvoaco , daidvaasad'ai
II 475
öaico II 39, 508
ddxvoj II 60
ödÄT^t; 124, 186, 296
daixdXrj, ddjLtaXig 164
ddfivrjfii 168, II 504
dor. däfxog 48
Sajtdvt] 111
Öearo II 102
diSogxe II 368
dsixvvg 249
dsmvsco, deiTivov 111
(5««a 46
öiAra 16
dsf/,viov 167
^£^(0 167, 186
^£^<og 36, 89
öc'ßco 52
8exo/Liac 423
^i^ 167, II 214
dfj/iiog 48
diazzäco 72
6«'d«^« 48, II 475
diTiXdacog 91
8ö/Li.og 186
öogxdg 64
5del 64
5dßu 144
Sgdyjua 87
dgdaao/uai 87
dgayjii) 87
5߫off 80
dgoizt] IIb
8va- 475
5(üßo»' 48, 246
IV 74, 82
«zß 'Blut' II 106
l'/?>?v II 458
iyyovi] 101
£j';^£At;? 107
iyxsoificogog 49
£yc6 II 342
söofiai II 559
iöö&rjg 249
edgaxov 42
s'Co/uai 72
£? 476, II 429
£t3o? 41, 58
Wortindex. Griechisch.
819
d8(ö? II 102
sixög, il'xvTa II 667
slfii II 339, 429
eigyco 97
sTg II 170
el'ooftac II 406
ixazöv 46
ixßdUco II 459
ExXvov II 495
exovaicog, excöv II 28
sxvqÜ, ixvQÖg 75, 188
kXäoacov 69, 97
iAavj'cw II 353, 453 (Z.
23, 27)
sla(pog II 48
iXaqpQÖg 97
i?.axvg 69, 97
lAe'a 40
lAerv 64, 94, II 631
iXevao/iiai 174
cAi^ II 98
£A;<aj 185, II 564
skog 94
JAvw II 522
eXcoq, iXcÖQiov II 631
iXcoQiog 40
EfiTcedog II 57
iv 392, II 298
evaga 178
ivsöga 86
eV»; >i;a£ vsa 36
IVi?a 115, 178, 247, II
193
Jn 177, II 298
ivvia 61
k'vvsjiE 129
EVVV/LU II 18
ivioma 38
4^ 244, II 295
i? 78
l'^coT« II 443
Eoixs II 667 (Z. 4, 18)
EOQ 73
EnE(pvov 108
eW 93, 177
ETTixägaiog 83
SniOQXECÜ II 653
ijiiara/Liat 91
S7iixldt]i.a II 551
l^ro^mt 129, II 394
e-TOßov 52, II 100, 391
ijiQiäfir]v 128, 179
Jjrra 72
sQsßiv^og 109
eqeIxi] 60
SQEIXCO 122
EQSTf.i6g II 591
EQKpog 118, 176
i'jOö); 176
EQv^QÖg 54, 265
eQvaaafXEV, kQvaoofxev II
355
EQxofxai II 360, 648
iojuvytjv 122, 186
EOTCEQa 75
k'ansQog 75
iort' 173
ETEQOg 138
iVt 41, 177, 256
EzXtjv, s. zXijvac
Ezvog 160
e^yev»;? 73
Evyivcog 73
fiWV«? 181
EVQiaxco II 533
svQvg II 119
iyJxXt] 97
ix^iojv, EX'&QÖg II 119
E^iäva 99
ixTvog 99
1';^'? 99, 107
/■£^ 78
^£tat 65
^Evyvvfic 188
Z£?;? 173, 174, 182, II 92
Cico 65
CrjTECo 65
^OQxdg 64
to'el 33, 64
Cvyöv 98
Cvift?; 65
Cco/iiog 65
1 II 175
^yiofiai II 610
^5vff 74
fjEXiog 62
^i?«« 72
^??co 72
7jt&Eog 41
TyAto? 62
»;At;i?ov II 378, 648
rii.iEQa 71
tjvsyxov 152
jjvt'a 47
^TTOß 129
ijQEfia II 602
^Eaiva II 57
i9£tV« 108
t?£oV II 32
dEQfiog, ßigog 108
i?£ecü II 537
&£aaaadac 108, II 551
i?»?A»; 111, 183, 189
dfjXvg 111
t?jJöaro 111, 183
i?et'f 100
{hjyäxr)o 180
^vXiofzai 111
r^v^utJ? 111
i>vw 111
«o? II 35
txzTvog 176
äol. ifißrjQig 107
t/XEQOg 169
rva II 198
tV^d;.;.o^at 41, II 524
lovdog 114
K logxog 20, 64
to? 73
r;r^oj 36
töro/wat II 394, 630
loZEOV 136
iozrji.li 79
lazoiQ 136
taxvdg 71
toiviä II 59
xaixcag 56
«atvo? 23, 32, 121
xäxxt] All
xdXafiog 121
xdX.Tzt], xdX.Tiig 94
xdfxazog 53
xdfivo) 47, 53
xdngog 92
xagöia 69
xaQJtdXu/iiog 121
xagjTÖg 23, 44, 94
xaQTiög 'Handwurzel' 121
xdgzaXog 160, II 54
«ara 138, 174, 438, II
283, 302
xazaxöjizco II 283
xaza<payETv II 283
XEIQCO II 616
xiXsv&og 51
XEgai^co II 378
xsgaög 180, 187
xigag 61, 158, 187
xigdog 36
xigxog 126
«fi^^aA»; 117, 184
xijdog 121, 476
XT]8(0 II 10
x»;^.j; 183
xrjXoy 121
x»/ß 69
xTxvg 51
;</;(;;.»; 103
xXanagög 163
xAacü II 49
x;.£'o>,- II 96
;<ylf.TTW II 482
xXt'jfia II 49
xXfjQog II 49
52*
820
Wortiiidex. Griechisch.
23
xXivco 58
xhoia 121
xlövig 121, 176
x?>vt6s 35
xvä(paÄov, xvacpsvg
xviqpag II 97
xvi^f^rj, xvtjfiog 53
xviöi]^ 186, 189
xoi/iidü} 58
xoigavos 362
><o;.a97o? II 29
xojueo) 47
^oVi^f? 41, 185
xÖQßvg 173
XQatJivög 161
»«eea? 61, 139
agridsfivov 167
XQrjTiig 94
?fß<Vw 124, II 33
XQ6/U.V0V 121, 541
XQVJirddiog II 28
xqcÖjzcov 94
xvßsQväco II 53
xvdidvsioa, y.vdgög II 3
^ü^/??;, p^i;^/?o,- 119
xvTzagog 134
Xü)xvco 125
xcÖQvxog 332
/.äa? 251, II 100
^>a?'>'o? 161
/.dxxog 361
^.dflTlCO Ib
^-ayaivoi 97
'Asifia^ 84
Ae/^w 130
i?a;cw 100
-ifVa? II 100
;.£<j;i:»; 98
Afv«of 54^ 122
Uvoaco 54, 122
^fj;cü 80
^«^fo? 97, 98, II 570
^.^vo? 179
hßndvco 130
^.<V 84 mit Nachtrag
/ocrpoj' 61
-^.0^6? 78
/.oßdo? 80
XoVTQOV 61
Aoi;w 63
^6950? 33
^■oxog 97
-'■«^y^ 186, 188
^•vygog 123
^.uCw 151
}.cößr} 117, 183
Äco'icov 54
fiaddcü II 574
fidxTQa 53, 81
fiakaxög 125
Ha)3ax6g 114
^öAä;;; 130
ßdzaiog 133
/M£ II 167
HsyaiQü) 79
ßdysßog 421
^f'cJo^a« II 394, 580
^f£'?9t; 37
f^s&vaxco 367
(J-sßva> 63
^«r^al^ II 100
Hekdriegov II 118
/"£>?« 162, 365
lieliKü 94
Hifißlcoxa 163
Hil-i(pofiai, fCEfM(p(o?.n 119
-/^«a??a II 345
/we'öo? 112
;^^£r£»ov 296
nn^ofiat II 394, 580
t-irjxoiv 159
^»^>' 86
i"^v<7f 82
firjQiov 82
iW'?^&? 82
i"»?r»?£) 48
/Uta 87
iu/ö;'« 76, 88-
Hio^öco II 340
/Mot II 167
/uorro? 57
(MoA.Tj; 94, 293
fiüoov 67
iWvi?o? 113
fivXXoy 45
yaü? 55, II 93
vsaviag II 90
»'f'^v? 46, 174
vevsvxevai 61
>'f'o^a< II 526
veo? 55
vevco 61
>'£9?£;.;7 117, 183
vs(pog 255
»'«WO? 109, 186
veco 85
I v^ao? 156
I v^qpco 109
I v<r(ü 109
' vixä 124
»'<Va 85
rvi 123
78
o II 138, 175
o II 235
j odovg 46
ojJoV»; II 516
o?<5a 247, II 406, 524
olxoi II 83
oi'rtj 57
öW 251
oio&a II 381
oi/ofiai 101
olcorög 56
oWp<? 123, 178
o;<rw 123
o>?£'p<cü 126
I oP.og 53, 413
I 6fi(paX6g 148, 538
j oj-e^fSo? II 584
ovoi.ia 46, II 113
I ovofiai II 61
I ovv^ 107, 149
j o|^/j'/; 122
I o^vr] 86
, ojiöoog II 209
tret. owi 127
oeyrj 105
oßt?oV 51
OQVig 491
o^o/Jo? 109
OjOßo? 83, 184
oQcpavög 32, 118
oariov 85, 177
oofpvg 32
or< II 209
Ol!? 55
093'? 99, 107
6(pvlg 159
099e?;? II 93
oyog 59
nald/ifj 53
nagaazäg II 663
Tra^o? 439
^roöra? II 663
^aT»;^ 31, 183, II 105
nsöd II 98
nsdivög II 57
nedov 91, 181, 184
jiecQco 37
^eU^.a 85
TTcV;;? 249
nivoj^iai 114
TreVre 37
ninQwrai 52, II 100, 391,
513
^^f'ßa 91
JISQ&CO 114
^££>< 41, 91, 256
nsQisoTi II 442
nsQinXonEvog 127, II 485
Wortindex. Griechisch.
821
nEQnsXk6(j.evog 127, 11485
TlEQKpEQOi II 302, 475
TisQxr) 126
nEQxvö^ 126
TtEQvrjfxi II 339, 341
TlEQÖvrj 37
jisQvai 90, 541
niaaca 38, 129
TZEzdvvv/iii 132
nho/iiai 90
äol. :7r?;Art 128
IIiEQia, JIiEQiog 91
nXdxavog, Jikaxvg 43
:r;£w 91, II 572
ttAc'wv 68, II 119
TiXfjßos 37
.tAi^i?!;? 37, II 68
jcXiooofiai 84
jr;.t;j;ag 84, 115
jzXöog 62
TtXovxog 61
cttAuvoj 91, II 575
TToOioi 108, 362, II 551
nolEvco II 494
:Trd^TO? 160
TioXvg 91, 167, 11117,119
jidöOs II 205
jiözEoog 128
Tiöxvia II 57
TTOt;? 50, 183, II 98
TiQaxvög 541
TIQEIV 392
71QE7KO 93
JTß/j' 392
jZQivog 44
.Tod II 74, 300, 302
:?rpdj'ovot II 533
7ioo(pijxrjg II 302
JlXEQtg 91
jrrfßdv 90
7iv&l.irjv 188
nvhyysg 47
.-rvv^a^ 188
nvv&dvofiai 35, II 476
Qsyxco, Qey xoi 82, 157
QEVfia 54, 82
^e'co 35
^ryo? 185
e^'Ca 69
QÖ&og 82
oaQÖävtog 504
ödcw 72
0fi II 168
GBQcpog 109
ö^T?ü> 72
2'txi;wv II 108
oxaiög 77
cxdXXco 359
axafißdg 119, 185
axdv(5aAov 77
OXETtaQVOV II 53
axözog 76, 183
a/nvQi'Co} 87
afivxo/uai 122, 185
öot il 168
öTrAdyj^va 188
ö7r;.»?v 75, 176, 188
oraywv 103 (Z. 7, 24)
örat? 56
azdag 56
axsyvög 99, 185
oxiyoi 97, 185
axEißo) 116
0T«;fc« 124, 174, II 648
axEQyoi 78, 186
axiXjivög 79
axoißt] 116
axö/ita 78, 125
oxöfiaxog 125
axQayydXt] 81
oxoaxog 81
axQtjvog 81
axQcoxög 52
av/iißaivco II 436
a<paQayE(ü 104
09?»;v 75
ö??»?^ 88 mit Nachtrag
acpvQov II 53
ö;tttw 77 (Z. 13, 15)
ra/iiiag II 90
zavad? 132, 180
ravu- 132
raüßoff 63
riyo? 99, 185
Tei?,Md,- 333, 538
Tcr^jo? II 506
TEÄTOi 89
XEXXCOV 85, 89
xEXancüv 169, 178
revcSw 160, II 60, 668
XSQSXOOV 134
XEorjdcöv 139
re'o;!;''o> 97, 180
xiaaaQsg 36, 176, 501
dor. xExoQEg 176, II 128
Tergawr II 107
xixxuQEg, s. xiaaaQsg
xeqpga 108
Ts';ijv;j 89
T^yle 128, 183
T)?/lta 132
T»?;<xo^- II 192
xivv/nat 365, II 101
tjV 128
TA»7vat 132, 151. II 656
To II 175
rot II 168
xot/og II 506
xonixög 129
xöofiog 170
xod/xig 170
xoav/xa 160
Tosr? 132
xoEJio) II 494
roiyo) 39
Tßtdxovra II 129
XQi:xXdoiog II 128
r^trc-jv 132, 179
Totc5v II 127
xQoyog 39, 97
xovyo) 101
rgvoj 160
TU II 168
TVj';rdvc/j 151, II 486
TU/Z^O? 109
zrgj/.di 116
xvq>og 116
Ti';if»; 151
vyyefiog 95
v^ojß II 19, 106
VTiEQ 185, II 296
VJTEQEV II 124
vnEQiXEvrjg 168
vnsgqDEQtjg , v7iEQ<peQ6j II
475
vnvog 94
v.To 185. 438. II 295
vnxiog 439
ußjiji/ 175
voLiivri 65
vfptaxafiai II 630
vy.>t]X6g 75
vj^t 75
{ qpdxsXo; 77
j 9Ja;.;.d,- 32
, 97dö}'avov 127
(fdaxcoXog 77
<pdxv}] 157
(pfßw II 341. 407. 475
! 9?»;/^* II 460
: (p^i'vco 89
qpdi'atg 89
9'rri;, qpixi'co 531
q>6vog 108
(pOQECO II 407
I 9?odr>/o, (pgäxoiQ 48
j (pQEag II 478
I 9?t;ö<; 35
I ;!jaroc 74, 96
Xai^t] 80
Xa/^tai II 98
;i;av5d»'(ü 39, 160
I x«r«»- 140. 185
822
"Wortindex. Ital. und Roman. A.
XSifiegivög II 53
Xeijucöv 66
X^Q^js? 83
XECO 37
XTjv 86
XVQ 99
X^kp, 176
X^i^ög 176
;ijiCü»' 66, 67
;(;;.£»;>? II 102
Xhagög 66, 67
XltoQÖg 147
XÖSavog 160
;^o^ II 88
/v /^ -- X^oTgog 120
;^i?£'ff 89, 176 ;^oA£'^a II 25
;^j?tto? 176 ;to;.»; II 25 (Z. 6, 32), 521
yßwv 89, 90, 166, 173, xo^^og II 25
176
XÖQTog 136
;^v;.o? II 88
;yi'^oc II 88
tpcüfiög 87
a>j9£'cü II 515
coxvg 48
dikivt] II 59
cojwd? 32
cüov 66
6. Italisch und Romaniseh.
Das Material ist auf zwei Verzeichnisse (A und B) verteilt. Das Ver-
zeichnis A enthält die lateinischen und romanischen Wörter, die als Quellen
keltischer Lehnwörter angeführt sind; alles übrige ist ins Verzeichnis B
verwiesen. Lateinisch ist unbezeichnet; e. = englisch (romanisches Wort
im Englischen), f. = französisch, i. = italienisch; o. = oskisch: u. =
umbrisch.
abbas 227
abecedarium 226
absentia 219
abstinentia 234
abyssus 202, 226
accentus 234
accepta 236
accidentia 234
acer 229
acerbus 227
actualis 196
actus 229
admissus 241, 374
adoro 206, 207
aduersarius 215
aifectus 228
Agricola 223
altaria 203
amplus 238
anachoreta 228
analogia 191
angelus 224
animal 240, 280
ante tertiam 200
antiquus 192, 231
apostolus 219, 236, 265
Aprilis 192, 237, 239
arca 191, 230
arraa 241
articulus 229
ascendo 192
asellus, asinus 217, 238,
374
A.
astella 199, 238
auctor, auctoritas 212
augurium 212
augustus 212
f. aumöne 241
aurum 211
axilla 193, 218
baculus 225," 239, 326
baiula, baiulus 216, II
662
balbus 227
' baptidiata 220
j baptisma 192, 220, 237
I baptista 193
baptizare 192, 237
barba 227
barbarus 227
battuo 235
benedictio 200, 225, 229,
266, II 110
beneficium 221
bestia 208, 218, 226, 235
beta 210
bissextum 217
blaesus 213
blandus 225
botellus 232
bracchium 192, 230
brassica 226, 228, 235
i bualium 196, 201
bubalus 207, 226, 239
bucca 196
bufo 207, 221
burgus 224
caballus 226, 288
e. cabbage 230
caldaria 225, caldarium
146
calendae 199, 225
calidus 225
calix 227
callidus 225
calua 215
calx 230
camel(l)us 210
camisia 170, 240
campus 237
cancellus 230, 238. 383,
526, 541
Cancer 493
candela 193, 210, 225,
239, 361
candidus 225
canna 194, 239
cannabis 193. 226
canon 193
capa 236
capistrum 192
captiuitas 236, 374
carbunculus 227
carcer 191, 199, 230
f. carreau, carreler 231
carrica 238
caseus 202, 217
normand. casser 504
castellum 219
Wortindex. Ital. und Roman. A.
823
af. castoi 210
casula 217
cathedra 113, 191, 225,
231, 288
cattus 234
caucus 211, 212
canellum 215
cauitas 202
af. cauldun 147
caulis 211
causa 211, 217
celebrare 226
cella 197, 238
cellarius II 51
cena 208. 209
cenaculum 210
census 209
centrum 139, 198, 234
cera 208
cerasus 198
certus 227
ceruical 211, 215, 227,
239
e. chalk 230
character II 50
f. chasse II 70
f. chasser 504
af. chaiulun 147
f. Chevron 16, 192
e. cibol 230
cicuta 209
cingulum 200, 227, 326
cippus 200, 238
circellus 383
cista 200
ciuitas 202, 214
clericus, clerus 208
cloppus 238
coaguluna 194, 223
coctura II 666
coctus 228
cobors 205 (Z. 29, 35)
colaphus 237
colonia 541
colucula 239
coluraha 195, 227
columna 240
coraraeatus 205
communio 241
compello 237
completus 238
condensus 209
confectio 228
confessio 221
conflictus 221
me. coning, af. connil,
connin 230
consiliator II 42
consilium 205
construendum 196
contendo, contentio 234
contractus 229, 234
contrarius 139, 203, 234,
491
conturbo 227
conuentio 197, 215
e. cope 236
coquina 194, 231, 239,
266, 363, coquus 231
cornu 194
Corona 207
corpus 194, 237, 364
corrigia 195, 201, 238
f. coup 237
coxa 217, 516
Creator 197, 203, 232
creatura 197, 203
crotalia 194 (Z. 7, 37),
493
crudus 207
crux 196 (Z. 8, 17), 217,
227, 362, 516
crypta 202, 236
cubiculum 197, 226
cubitus 197, 226, 233
cucullus 227
f. cuisine 231
culcita 14, 196, 230, 364
culina II 111
cultellus 233, 383, 384,
492
cuneus 196
cuniculus 230
cupa 207
daemon 213, 224
damnare 240
Dauid 517
decima 240
defeetus 228
delecto 228
densus 209
desertum 209
f. devin 210
f. devise 210
diabolus 201
diaconus 201
diameter 240
dilunium 197
directus 229
dis- II 8
disco 200
disculus, discus 224
diuinus 210
diuiso 210
doctus 228
dominica 194, 240, 364
Donatus 541
draco 192, 224
du plus 201
durus 207, 224
ecclesia 198, 347
edictum 209, 229
effectus 221, 228
f. .'glise 198
me. egre 229
elementum 200
f. enchifrener 371
af. enoint 224
episcopus 202, 280
epistola 236
Eugenius 212
excusatio II 46
expensa 209, 219
faba 192, 221
factus 228
fagetum, fagus 221. 222
falsus 220
fama 240
fascis 221
fata 203
Februarius 220, 491 (Z.
7, 27)
fenestra 221
feniculum 210
fenum 208
fibula 210. 221
fides 42, 201
af. fie 228
figura 338, 365
firmamentum 201, 203,
241
flagellum 221. 222, 491
flecto 221, 228
fontana 195. 234. 335
forma 205, 241
fossa 371
fouea 214
fractus 229
fragrare 223
frennm 208, 221
Froi«^i«06
fructus 229
fuga 196
für 207
furca 230
furnus 221, 362
fustis 221
e. garner 491
e. garter 191
gemellus 222, 240
geminus 222, 240
gemma 222
gentes 234
glandiura 225
824
Woi-tindex. Ital. und Roman. A.
glossa 205
gluto, glutto 196
gradus 193
Graeca 213
gryphus 210
habena 210, 216, 239
haeresis, haereticus 213
hapsus 219
f. harbe 199
Hebraicus 191
herbarium 199
Mstoria 194, 219, 375,
380
e. hommage II 46
hora 49, 206
humilis 197, 216, 239, 266
Jacob 518
lanuarius 204
idolum 224
ieiunium 215
imago 205
Imperator, imperium 237
impraegno 223, 237
mlat. impiitare 238
incensum 209. 230
infernum 201, 221
initium 200
innocens 228
innocuus 228, 239
instruo 196
intellectus 200, 367
intendo, intentio 234
interuenio 234
louis 215
ira 210
ludaeus 396, 213
e. joke 215
f. journee 201
e. justice 215
labor 193, 238
lac 228
f. lächer 218
laeuus 213
laicus 203
lamina 204, 240
largus 223
larix 192
Latina 191, 232
me. latoun 490
latro 192, 233
laudare 224
laxare 218
laxus 49, 218
lectica 228
lectio 229, 377
legendum 222, 225
legiones 197
leo 197
leuca, leuga 212
liber 226, 268, 365
licitus 201
ligamen 222
linea 197, 210
linum 210
liquida 201, 231
littera 200, 234
lixiuum 218
longa 195
lorica 205
luna 207
macerare 199
maceria 199
macula 193, 239
magister 222
maior 216
Malus 216
maledictio 192, 200, 224
—225, 229, II 110
manica 193, 227, 373
f. marche 199
margarita 192, 223
Maria 192
martellus 239
dies Martis 202
Martius 202, 231, 233
martyr 192
materia 199
matutina 204, 232
Mauricius 211
medicus 239
sard. melino "11 668
membrana, membrum 227
memoria 194, 240 (Z. 17,
28), 267, 375, 492
af. menestre 201
mensa 209
mensura 209
mercatus 199
meretrix 211, 232
miles 210
milia 210, II 130
modius 195
modus 194, 361
f. moelle 87
f. moitie 112
molina 194,239,240,266,
363
monachus 195, 228
monasterium 195
monumentum 240
mortalitas II 42
morticinium 194, 239
mortuus 195
murus 207
musculus 207
mutare 207, 231
myrias II 131
natalicia 204, 389
natalis 204
negotium 231
nona 206
nota 194, 232, -rius 205
numerus 196, 240
nuptialia 236
oblatio 226, 262
oboediens 195
obsequium 219
occasio 195, 205, 217, 230
occupare 197
oceanus 206
ocrea 229
f. octroi 212
oculus 362
offereuda 221, 225
officium 221
af. oile 194, 322
oleum 194, 196, 253
opera 222,236, 1136,411
oraculum 206
oratio 203, 205, II 46
ordino 364, ordo 205, 225
ostreum 194, 220
af. otrei 212
paenitentia 213
e. page 230
pagus 222
pala 204
Pallium 235, II 66
palma 'Handfläche' 241
palma 'Palme' 241
palus 203
papilio 204, 239, 361, 374
papyrus 210
paradisus 210
paratus 204
paries 201
parochia 196, 235
pascha 193, 235
pasco 217
passio 193
patella 232, 501
pater 191, 232, Patricius
201, 235 (Z. 16, 24)
f. patron 490
Paulus 211
pausa 211
pax 24, 202, 218, 235
peccator 203, 232
peccatum 205, 230, 232
pecten 228
penna 239
pensum 209 (Z. 3, 18),
540
peregrinus 223
Wortindex. Ital. und Roman. A.
825
perfectus 228
persona 220
l)ertinere 233
peto 198
Petrus 235
pexa 218, 510
pbilosophus 267
e. pilch 489
piper 201
piscator II 42
piscis 90, 200
pisiira 200
pix 228
placitum 192
plaga 203, 222
Planta 234, 235
plaustrum 212
plecta 229
plebs 208
pluma 207, 235
plumbum 227
poena 213
pondus 195
pons 500
populus 194, 237, 326
portus 194
postilena 208
prae- 213
praebendarius 199
praecepta 213, 236
praeda 213
praedico 212, 227, 235,
366
praedium 213, 381
praepositus 213
praesaepe 210, 213, 217,
235
prandium 191, 201, 360
prebiter 199, presbyter
198, 219, 235, 387
priuatus 215
e. privities 191
pro- 213
probo 226
propbeta 236
prora 235, 289, 491
psalterium 219
e. ptisan 237
pugillaris 222
pugniis 223, 235
af. puis, puiz 235
pulsus 489
puluis 215
punctum 229
purgatio II 46
purgatoriura 223
Purpura 235, 237, 383
purus 207
puter 233
puteus 196, 231, 235, 253
quadragesima 193, 203,
220, 225
quadratus 193
quadrum 231
quaestio 213, 231, 367
quartarium 231
quiesco 198, 231
quietus 76
quinquagesinia 220
quodratus 193
radius 224, 372
rana 204
rastellus 220
rastrum 220
rauus 214
regula 210, 222
reliquiae 231
rete 208
ruina 196
sabbatum 227
Saccus 216, 230
sacerdos 225
saeculum 213
sagitta 216, 222
sagma 223
i. saja 216
salicastrum 192
salicetum 216
saliua 211. 215, 216, 238
Salomon 373
salsicius 373
sauctus 229 (Z. 17, 19)
Saturnus 197, 204
Saxo 217, 374
scaranuiu 217, 240
scapba 236
scaphium 236
scaphula 236
Schema 208
schola 194, 217
scientia II 49
scindula 84, 225
scopa 205, 217
scribendum 225
scribo 220, 226
scrinium 210
scriptura 211, 236
scripulus 211
scrutor 232
scutella 231
scyphulus 217, 236
scyphus 202, 217, 236
secale, i. segala 197, 228
sensus 209
sentio 198
septimana 236
sericum 209
e. sermon 493
serpens 199, 216
aar US 208, 216
seta 209
sexta 218
sextarius 216. 218 (Z. 29,
38), 491
siecus 230
Signum 223
solea 194
solidus 195, 225
dies Solls 205
solium 194
soUemne 357
f. songer 490
sonus 195, 362
e. Space 541
spatium 192. 219, 231
specto 228
sphaera 213, 237
Spiritus 211
splendens, splendidus
199, 225
spolia 194. 219
spongia, spongus 224
sponsus 206, 219
stabulum 219
Status 218
Stella 208, 218, 238
Stimulus 219
stipula 219
stragula 223
strata 203. 220. 232
stratura 204. 208, 266
strictus 228 f.
struthio 232
stuppa 238
subitaneus 232
superbus 227
surgo 223
taberna 199. 226
tabulatum 197
talentum 200. 234. 239,
266
tegula 210
tempero 198
tempestas 198, 332
templum 238. 326
tempora 195. 198
tempus 198
tendo 198, 225, 231
tenor 198
termiuus 239, 241
tertiana 197
tertius 197
testimonium 240, II 66
testis 198. 218. 367
826
Wortindex. Ital. und Roman. A, B.
af. teule 210
theca 208
torquis 231
torta 233
toxa 217
tracto 229
traiectoriiim 216
transtrum 203, 491
tribulatio 211
triduanus 196, 211
trimensis 240
trinitas 203, 232, 501
tripes 231
tunica 364
turbo II 60
turris 238
uagina 204, 222
uelum 208
uenator II 42
uenenum 214
(dies) Ueneris 214
uenter 139
uerbera 227
uersus 214, 220
uesica 210, 214
uespa 219
uesper 198
uespertina 198, 214
uetus lex 223
uicia 200
uicus 210, 227
uigilia 214, 223
uindemia 214
uinum 210, 214, 239
uirga 191 (vgl. II 662)
uirgo 223
uiridis 214
uirtus 200, 368, 520
uitrum 233
uiuerra 238
uncia 230, 362
unguentum, unguo 224
uocabulum, uocula 206
uota 214, 232
uultur 493
f. venimeux 490
e. vervain 214
af. vois 320. f. voix 526
a 438
accino II 481
acer 123. 178, 189, 412
acquiro II 490
ad II 74, 291
K adarca 111
adhibeo U 532
adigo II 453
adnuo 441, II 586
aduenat II 354
aedes 57
aequus 179
aerugo II 26
aes 73
aestus 57
aeuum 56
agniis 32, 109, 187, 248
ago 96, II 353, 374, 453
albugo II 26
alid II 196
alias 32, 69, 372, II 196
alo II 455
altor II 45
altus 137
amarus 32
ambigo II 453
amnis 116
angiportum II 4
ango 107
anguilla, anguis 107
anguste 441, angustus
161, 178
anima, animus 31, 170
u. anouihimu 61
anser 86
aratrum 31, 180
arbor II 47
ardiius 51
ß.
I argentum 104
: K f. Arlet 256
i aruum 63
1 asser 85
I assir II 106
! at II 236
1 atque 127, 243, 414
attigat II 355
, auca 56
j auctumnus 103
! audeo II 651
i aueo II 587
augeo 54, "103, 179
auis 56
auris 55
! auunculus 55
auus 55
axis 78
K f. Balleure 256
K f. barat 163
f. bas II 45
^ K f. Bayeux 256
I 11. her US 144
bibo 187
; K f. bijou 79
i bilis 84, 116
i bos II 26, 92
I K f. Bourges 256
I K f. brasser 163
j breuiter 11 43
1 K f. bruyere 60
{ bucetum 57
! -c II 198
cadamitas 121
0. cadeis 121
; eaecus 56
j caedo 494
I caelum 57
caerimonia 164
calamitas 121
ealefio II 448
callis 52
calpar 94
caliimpnia 171
campester II 44
cano II 481
caper 92, 187
capio 93, 94, 182, 187,
II 340
capis 94
captus 93
eareo II 407
carex 485
carpisculum 94
carpo 94
carus 184
castigo II 24
caterua 31
-ce II 198
cedo 88
celeber 113
celo II 485
0. censamur II 396
centurn 46
cerdo 36
cerno 124
ceruus 52
K f. Chambort 256
K f. change 380
K f. Chorges 256
cieo II 491
citra 294, II 198
citus II 213
clades II 29, 492
clauiis 63
depo II 482
Wortindex. Ital. und Roman. B.
827
cliuius 68
clueo 305, II 495
clunis 121
rohibeo II 532
i-.ihors 136
Loirauit 164
colo 127, II 485
com- 174, 284
comedo II 283
como II 513
compos II 9
concino II 481
K f. Conde 256
K f. Condes 256
conditio, condo II 502
confero II 475
conficio II 283
consequor II 302
consimilis II 9
consors II 9
conspicio 185
coquo 38, 129
cor 69
corbis 118
corilus 32
cornu 156
corrigia 11 593
Costa 85
coxa 34
cratis 160, 178
creber 113
credo 113
cremor 168
creta 68
cribrum 134
crispus 75
cruor 61, 484
Culex 147, 362, 378
culmus 121
culpa 94
culus 50
cum 138, 149, 284, 392,
II 152 (me-cum), 293,
322, vgl. com-
cumera 387, 491
cura 164
curro, currus 44
dacruuia 124
K darama 164
damnum 167, dampnum
171
daraus II 380
daps 111
dare 167, s. de
datus 177, II 380
de 438, II 294
deabus II 84
debebas II 364, debeo
II 532
decera 46
decus II 124
dediticius II 40
defrutum 115
deiuos 173, 174, vgl.
diuus
derao II 513
dens 46
denuo 267
deses 310, II 35, 118
desino II 436
desura II 442
dexter 36
dies 42, 174, 305, II 92
Diespiter 174
dingua 88, 107, 186, 494
dirus II 16 (falsch, vgl.
§ 796 Anm.)
disco II 449
discrimen II 33
dissirailis II 9
dissimulo II 612
distendo, distineo II 407
diu 67, II 92
diuus 59, vgl. deiuos
do II 475, vgl. dare, da-
raus, datus
domitus 132
domo 164, II 504
doraus 186
K f. Douqueur 256
douura 48, 177
K f. Dreux 256
duae 250
duco 151.11287,291,475
f. eau 230
edo II 559
effero 419, 477, II 475
ego II 167, 342
erao 186, II 513
emptio II 513
eques 247
equus 36
erat 73, II 430
ericius 99
erigo II 596
eruura 109
est 173, II 429
et 177
u. etrof 177
K f. Evreux 256
ex 244, 267, II 295
exeraplura 171
exhibeo II 532
exploro 535
exsors II 9
extinius II 123
facies II 88
far 101
farrago 101, II 25
fascia 77, 372
fascis 77
fatigo II 24
faueo II 443»
f. fausse-gorge 234
febris 108
0. fnhüss II 506
fei II 25
feles 98, 183, II 23
felix 111, 183
fellare 111
femina 111, 183
femur II 106
u. ferar II 396
ferio II 45
fero II 475
ferueo 36, 63, 115. II 478
filius ia3, 189
finde 489, II 339
fingo II 506
fio 68, II 419, -fiö II 448
flauus 105
flos 116, 136
fodio 111
follis 105
foret II 419
forfex 114
formus 108 (Z. 14. 21)
fors 42
fortis II 16
forum 32
foueo 108
frango II 339
frater 48
fretum II 478
rumän. frig 141
frigus 185
frons 119. 17G
frustra 55
frustum 55
fucus 88
füligo 111
fuluus 105
fumus 111
fundo 37
fundus 188
furo II 32_
furuus 105
0. /•//.sjV II 419
0. u. fast II 419
u. futu II 419
K f. garrigue 23.
garrulus 144
gaudeo II 651
gemo 95
83
828
Wortindex. Ital. und Roman. B.
gena 156
inquiro II 490
gigno 95, II 544
inseque 129
gladius II 29
insula 156
glomus 95
inter 139
gluten 95
iocus 65
gnatus II 447
louis 175
K f. goeland 23
ire II 515
u. gomia 95
is 41, 294, II 170, 195
gradier 136, II 339, 549
i. iscritto 334
graniim 52
itare II 515
gratus 133
item 179
grauis 62
iterum 177
rumän. greü 141
iubeo 65
grex 98
iudex II 98
f. grief 321
iugiim 98
f. groin 321
u. iul'a, iuku 65
grus 38
iungo 148, 188
gula 96
iu8 65
gustus 80, II 362
iustus 64
habeo 39, 95, 187, II 407,
iuuencus 61
532
iuuenis II 33
u. habina 117. 187
iuuentus II 33, 40
hasta 88
u. liateramu 31
heluus 105, 147
u. l-letram 121
her 99
labo 491
heri 89, 176
labrum II 7
K Hibernia 91
lacio 160
hie, hicine II 198
lacruma 124
hiems 66
lacus 361
f. hier 321
lana 158, 179
hira II 661
laniare 166
homo 89, 183
lapis II 100
hortus 136
larix 144 "
huiusce II 198
latus 367, II 21
huraanus 89, 173, II 660
lauo 63
humus 89
laus II 572
id 246, 352, 430, II 170,
lectus 97
171
f. l'emporter II 142
idus II 19
lendes 188
iecur 129, 174, 177
leuigo II 24
K f. if 62
leuigo II 24
ignauus 61
leuis 39, 69
alat. im II 171
portug. leve 76
0. itnaden 50
iber 93
imago 175
lien 176, 188
imitor 175
ligula 101, 174
impos II 9
lima 84
imus 50
limax 84
in 392, II 298
lingo 100
in- 45
lingua 88, 107
inclinäre 363
lino II 565
inclutus 35
linquo 130, 152, II 340
indigena 101
565
indulgeo 106
Unter 81
induo 61
liquefio II 448
infra 50
liquidus 60
inhibeo II 532
litigium II 24
inquilinus 127
litigo II 24
liuor 51
longinquus 127
loquor 43, II 386, 403 f.
0. loufir II 396
luceo 54, 76, 122, 186
lucerna 122, II 53
luctus 123
lucubro 98
lumbago II 25
lumbricus 109
lux 98, 122
madeo II 574
magis II 120
magister II 44
0. mais 49
manare 49
K f. Mandeure 256
manipulus 493
manus 384
marceo, marcidus 125,
163
mare 32
margo 97
maritimus II 60
mater 48
matertera II 44
matrona II 45
maximus II 123
meare II 454
mecum II 152
medeor II 394, 580
medius 112, II 120
medulla 112
K f. megue 88
mel 162
melligo II 25
membrana, merabrum 82
mensis 86
mentio 251, II 46
mentum 24
merula 73
0. tnessiinass II 120, 123
meto 163
f. meurtrier 321
mico II 576
miles 247
minister II 44
minuo 64
misceo 76
mitigo II 24
mitis 51, 181
mixtus 76
f. moi II 167
molo 45
moneo II 301
raonile 33
mora 44
mortuus 44
Wortindex. Ital. und Roman. B.
829
morum 67, 177
K f. mouton 137
raox 33, 78, 244
mulgeo 43, 124
ninnus 57
mutuus 57
nanciscor 152
nare 85
nascor II 394
natrix 134
Datus 53
nauigiura II 24
nauis 55
nauus 61, 177
ne 156
lanuv. nebrundines 109
nebula 117
neco II 407
necuter 127
pränest. nefrones 109
K f. Nemours 256
neo 68
nepos 'Enkelkind' 92,
II 103
nepos 'Schwelger' II 103
nequalia 46
neque 127, 243, II 253
u. nesiraei 80
0. ness/mas 80, II 123
nex 46
nidus 88
K f. Niraes 256
nimis II 10
ningit 85
nix 85
nobiscum II 152
noceo II 407
nomen 46, II 118
no8 II 168
nosco II 547
noster, nostrum II 169
notus 48
nouem 61
nöui II 380^
nouus 55, II 290
nox 123
nubes 85
nudus 129
numen 441
nunc 415
nux 155
obdo II 551
oblino II 566
obses II 605
ob uos sacro 25
occa 122
occulo II 485
ocior 48
ocris 123, 178
octo 123
oculus 184
f. oie 56
oino(m) 57
oitier 58
olor 40, II 33
Omentum 61
oppido, oppidum 91
orbus 32, 118
origo II 25
ornus 86
OS 'Knochen' 85
ouis 251
ouum 66
K. prov. pairol II 660
palma 'Handfläche' 53
paries II 103
pario II 391
paro II 391
pars 52, II 391
patefio II 448
pateo 40
pater 31, II 105
patronus II 45
patruus II 45
pectus 90, 361, 363, 541,
II 96
pedes 247
pellis II 45
penes II 96
penna 90
peregre 91
perendie 91
perfero II 475
perfines II 463
pergo II 596
Span, perol II 660
u. persclo 44
persisto 367, II 394, 630
peruenat II 354
pes 50, 181, 183
pessimus II 123
0. petiropert 43
peto 90
pigerrimus II 123
piscis 90, 174
plantago II 25
planus 52
plenum II 91, planus I
50, 52, 178
pluit 91
polenta 160
polIex 135
alat. poluis 33
Pompeius 38
pone II 205
u. ponne II 205
popa, popina 38
porca 122
porcus 91
portio II 391
portus 91
posco 44
postis 339, II 663
praestino II 639
precor 44
prehendo 39, 160
princeps 392
proficio II 445
prohibeo 339, II 302, 532
proniulgo II 580
propinquus 127
prosum II 303. 445
puls 160
puluis 33
purgo II 24
purus 91
quadrupes 176. 183
quaero, quaestio II 490
quatio II 479
quattuor 36
quercus 44, 490
quernus 44
queror II 487
querquedula 126
qui 128, 250, II 198
quinque 37, 130
quis 128
quot II 205
radius 69, 179. 372
radix 69, 179
ramus 69, 189
ratio 69, 372
rum. räü 141
rectus 123, II 91
rego II 596
remex II 24
renügo II 24
reminiscor II 394
remus II 591
res 177
rex 50, 244, II 98
rigeo 185, II 593
rigidus II 593
riuus 67
rum. rid 141
robigo II 25
rogo 98
ros 176, II 19
rota 33
ruber 54
ruf US 54
rus 251
sacena 68
sacer 125
830
Wortiiidex. Ital. und Roman. B.
saeculum 56
sagio 39, II 610
sal 31
0. oalaFg 53, 179
Salix II 98
sallo 114
saluus 53, 179, 413
f. sanglier 321
sapio 92
sarpio, sarpo 94
satio 69
satis, satur 71
satus 177
scabellum 117
scaeuus 77
scamnum 117
scando 77
scena 68
scindo 77 (Z. 12, 15), II
613
scutum 58, 76, 184
seco II 613
secus 129, 439
sedeo 72
seges 99
semen 177
senecta II 32
senectus 249
senex 36
senior II 119
0. sent, u. sent II 430
Septem 72
sequor 129, II 386, 394
seresco 78
serus 51
seui 50, 177
sex 78, 177, 294
i. si (reflex.) II 400
silua, siluaticus 112
similis 47, 165, II 9
simulo II 612
sine 138
sinister II 44
sisto 79, II 630
sitis 89
situla 72
u. snaia 85
socer, socrus 75
sol 62
sollempnis 171
sollus 53, 413, II 214
somnus 94
sono II 625
soror 73, II 105
alat. SOS II 171
spargo 104, 185
sperno 75
(K) spionia 68, 533
spirare 384, II 628
spien deo 84
stabilis 148
stagnum 103
stare 79, per me stat
II 433
Stella 78
sterno 81, II 627
sternuo 81
steti II 639
stratus 52
strenuus 81
stringo 81
suauis 74
sub 185, II 295
subigo II 453
subsisto II 630
sub uos placo 25
succino II 481
sucus 72, 186
sudor II 35
suffero II 475
sugo 72
sulcus 185
sumo II 302, 513
sumptus II 513
super 185, II 296
supersum II 443
surdigo II 25, 661
surgo II 302, 596
surreptieius II 40
taceo II 295
talis II 192
talus 78
tango II 339
K f. tariere 134
taurus 63, 176
tego 97
terapus 'Schläfe' II 100
teneo 132, II 407
tenuis 132, II 117
tenus 286, 440
tepens 92, II 118
tepeo 161, II 19
terebra 134
terra 83, 293
u, te)'tiam-a II 135
tertius 67, II 135
tesca, tesqua 81
testamentum II 48
testis II 135
texo 85
f. ti 26
tibia 116
toga 97
tolle 11 355, 649
0. touto, xoifxo 54
traho 97, 101
trans 52, 415, 439
tres 132, II 127
0. ti-iihum 132, 178
0. h-t staamentud II 135
K f. Troyes 256
trudo 160
trux II 97
tuber II 54, 651
tulat II 355
tuli 151
tumeo 51, 178, II 54
tundo II 658
uado 421, II 379, 648
ualeo 157
uanga 159
uanus 178 (Z. 10,39), 181
uastus 32
uates 48
uecors 122
uegeo 103
ueho 59, 104, 124
uelum 98
uenia 156, 365
uenter 82
uentus 37, 292
uenus 156, 365
uer 74, 82
uersus 44
uerto 44, 137, II 526
ueru 144
ueruex 63
uerus 50, II 666
uespa 24, 75
uesper 75
uester II 169
uestis II 18
u. uestra, lat. uestrum
II 169
uices 174
uideo 41, II 6, 651
uidua 41
uieo 433, II 517
uiginti 186, II 129
uilis 181
iiimen 433
uinco 367, II 521
uiola 433
uir 41, 159, 365
uirago 159, 248, II 25
uirgo 159, 248
uirus 73
uisus 136
uitare II 121
uiuus 62
ulciscor 126
ulmus 175
uina II 59
umbilicus 148, 538
Wortindex. Germanisch.
831
unda II 19
unguen 46
unguis 107, 149
unguo 46, 148
Ullas 57
uolo II 121
uoluo II 522
uos II 168
ursus 89
ut II 205
uter 127
utor 58
j uulgus 34, 106
I uulnus 157
I K f. vanneau 174
K f. verne 156
f. verser II 526
K f. vouge 389
7. Gepmaniseh.
Gotisch (kursiv) und Althochdeutsch (Antiqua) unbezeichnet; ae. =
altenglisch; an. = altnordisch; as. = altsächsisch; d. = neuhochdeutsch;
dän. = dänisch; e. = englisch; me. = mittelenglisch ; rahd. = mittel-
hochdeutsch; (m)nd. = (mittel)niederdeutsch; (m)ndl. = (raitteljnieder-
ländisch; norw. = norwegisch; schw. = schwedisch.
abrs 49
ae. ad 57
afar 93, 177
ae. äfigen 129
ahsa 78
ahtaic 123
(lins 57
aips 58
aius 56
atz 73
an. aka 96, II 379, 453
an. akarn 103
an. akkeri 224
akran 103
an. ala II 455
aljis 69
d. am 25
ampfaro 32
amsala 73
ancho 46
K ae. ancor, ancra 228
andeis II 57
angar 107
ara 491
araweiz 109
arhaips II 39
nrhja 32, 118
arjan 70
ars 83
an. arpr 31, 180
an. A'sfrijjr 83
an. askr 86
aspa II 48
dän. Astrid 83
an. auka 54
ankan 54
an. äsynja II 57
an. at it 291
ataugjan II 291
ausö 55
äwirihhi 159
awö 55
ae. «eled 57
ae. aetwitan 58
dän. är og dag II 130^
hadi 111
bägu 101
hai 119
ba irr/s 100
an. bal II 56
bah/s 105
ballo 105
d. barame 87
barizeins 101
barn 51
an, barr 44, 83
banrys 100
dän. (serte)baelg 105
ae. beadu 63
e. bellows, belly 105
an. bera II 475
berg 105
an. beria II 45
bial 67
K an. bianak 40, 114, 225
bk/ita» 160
bihal 67
an. bik 235
bilaifßn 100
(K) bilih 98
bisanljan 176
bindan 172, II 476
biuhts II 475
bJö»Hi 116, 136
bogo 159
an. bolginn 105
dän. borre 44
an. bor|) 114
au. botn 188
an. b(,->{) 63
an. B^puarr 110
an. bragj) 109
&rcÄM 109
K ae. bratt 161
ae. bregdan 109
ae. breotan II 479
brestan 79
bret 114
h-iggan 119
an. briuta II 479
briuwan 115
an. broddr 113
ae. brognena 103
schw. hronm'i 103
ae. brord 113
brort 114
an. broj» 115
bröpar 48
an. brü 62
brunno II 478
brüst 73
ae. brvsan 55
ndl. buit 111
e. bur 44
germ.-lat. Burgundiones
100
burst 44
mnd. bute 111, 181
an. bysia II 56
an. bvti 111
e. calf 328
ae. cennan 96
chlinu 95
chranuh 38
e. clasp 75
ae. chppan 75
ae. cnäwan II 547
e. crag 23, 83
ae. cü II 26
e. curds 494
ae. cwalu, cwelan, cwel-
lan. cwield II 460
ae. cvssau 513
832
Wortindex. Germanisch.
ae. da 164
da ff d Jan 111
dah '97
an. dälkr 106
daubs 116, 174
dauhtar 180
dehsala 85
deisk 184
deismo 56
ndl. den 494
ae. deorc 105
dän. der II 234
an. deyja II 505
dicchi"'99
dili 132
dioh 125
diirans II 505
K an. Dofnakr 162
an. draga 97
dringan II 654
driugan 107
an. (Irott 107
ae. dryge 36
an. duergr 109
an. Dufpakr 131
diiginnan 120
dulgs 43, 100
an. Dungapr 110
dunni 132
durst 81
dwals 60
ae. dwais II 32
ae. eanian 32, 109, 187
an. eärn 73, 536
schw. edgäng 58
egala 99
ae. egepe 122
egida 122
egidehsa 99
as. ehu- 36
ei 66
eisarn 73
eit 57
an. eldr 57
elina II 59
elmboum 175
engl 107
engirinc 107
an. enni II 57
d. er II 137
ero 63
d. es II 137
etar 178
as. ewithessa 99
fadar 31
fairgimi 91
fairra 91
falpan 91, 137, II 128
farah 91
faran 172
farn 91
an. fajjmr 132
fedara 90
feizzit 41
felis 44, 85
an. fet 91
an. fiall 44, 85
fidtvör 36
filu 91, II 119
fitnf 37
finpan 299
an. fiQl- II 119
an. i fiQrfi 90
an. üqtJjt 91
fira 209
fishs 90
an. fleiri 68, II 119
ae. fleotan II 572
fliogan II 572
an. fliota, ahd. fliozzan
91, II 572
an. fliüga 91
fiödns 37
födr II 45
dän. foldekniv 137
ae. folm 53
forha 490
forhana 126
forscön 44
an. fotr 182, 183, got.
fötus 5Q
fra- II 300
frawardjan II 526
freis 68
fuJleips II 39
fulls 52
fürt 91
furuh 122
gabala 39
an. gafl 39
gaggan 187
galeihan II 667
dän. gal hals 234
gamains 57
gamaudjan 113, 185
ganaitjan II 584
gans 86
an. garpY 110, 136
an. gat 160
gatamjan II 504
gatwö 63
ga-u-hua-sehH 25
gazds 88
an. i gaer 89
ae. geat 160
gebal 117
j geban 39, 95
ae. geean 32
geban 65
an. geirr 74, 96
gelo 147
gesan 65
gestaron 89
j an. geta 39
I getan 65
I mhd. getwäs II 32
I gewis 136
gibil 39
: gibot 35
i ae. gibrogne 103
giburt 42
ae. gicel 65
as. gifölian 53
gibt 65
K glsal 21, 136
giscehau 125
giscoran 44
K an. gisl 136
giweren II 518
mhd. glast 79
ae. gleo II 102
an. gl(Sa 63
an. gnit 187
gödakunds .53
an. gQrn II 661
mnd. gran, ae. granu 46
qreipan 172
grid II 549
K e. griglan 60
an. grgn 46
gruozzen II 538
ae. guma 89
an. gunnr, ae. gü{) 108
mbd. hac 97
Haduwig 132
hafjan 93, 182
an. hafr 92
baft 93
hag 97
agutn. hagre 188
hähan 150
hahsa 34, 86
haihs 56
hails 57
haims 58
hairda 173
haitan II 491
liaipi 57
an. hali 121
halm 121
ae. balsian 57
halts 114
nd, hamm 53
harama 53
"Wortindex. Germanisch.
833
aschw. hamn, hampn 171
an. handan 37
an. happ 116
ae. här 120
harjis 362, 364
an. harr 120
basal 32
haso 86
e. hatchel 436
liatis 121, 476
an. hättr 123
an. bauU 183
haurds 160
havan 94
ae. hsl 57
dän. h£el(le ud II 623
an. hsell 86
ae. haiman 58
ae. heafoc 72
heil 57
heilag 57
heilisön 57
an. heill 57
an. heilsa 57
heim 58
helan 11485
helid II 37
hen^ist II 29
ae. heo II 100
her 120
d. her- II 302
herbist 94
herza 69
an. hestr II 29
himins 117
d. hin- II 302
hina II 198
hintana 37
hirni 187
e. hiss, hissing, bist II 27
Um 251. II 100
Mains 58
an. blaun 121
ae. blaedder 121
lileidunia 68, II 123
an. hleipr 121
hleipra 121
an. hilf 116
hlifan II 482
Hlot-hari 35
an. hlnst 80, 174
hlut II 495
an. hnakki 160
ae. hnitu 41, 187
an. hnot 155, II 100
mhd. höchvart II 15
ae. höh 86
höha 126
an., ae. hold 157
an. holt 52
holz 52
hörn 156
ae. hors 44
Urs 184
ae. hosu 412
an. hpfn 94
Jirains 124
ae. hramse 121
ae. hrän 21
an. hreifi 75
ae. hriddel, hridder 134
an. hriflinf,^ 94
an. hrip 118
hrittara 134
hriuwan 139
an. hröf 92, 177
ae. hü 127
an. huerr 38, 69
d. humpe, humpen 119
hitnff 46
an. hundrap (tolfrcett,
tiroett) II 130
e. hurst 81
dän. hus-egel 65
an. hüsfrü 83
dän. bustru 83
hwanän II 205
ae. hwösta 79
ae. hylc 106
an. hyrni 156
dän. hysse II 27
huairban 121
huairnei 61, 187, 188
huas 128
an. iaki 65
an. iära 73, 536
an. iajjarr 178
ihns 92
e. icicie 65
ifh-ei(/a 177
igil 99
norw. igle 99
ijös II 170
dän. ikte 99
ilgi 126
an. il-kuistir 79
d. im 25
//) 392. II 298
d. insiegel 223
intseff(ija 92
an. i^kuU 65
iro II 173
is II 170
ist 173
ita II 170
t'usiza 74
Peder^on: Vgl. kelt. Grimra. II.
Iwa 62
izwara, izwis II 169
juffffs 61. 175
jtik 98
jus II 168
mndl. kaf 161
rand. kaldüne 147
an. kalfi 328
an. kalfr 328
kann II 547
K an. kapall 226
as. karm 144
an. karmr 494
kautiis 62
kela 96
K an. Kerpialfapr 40
K an. Kiallakr 40
K an. Kiarualr 40
e. kid 64
an. kimbill 95
J:innus 156
mhd. klam 95
an. klettr 38
dän., mnd. klint 38
dän. klit 38
an. knä II 547
me. knappe 387
ktiöps 53
kolbo, an. kolfr 118
K norw. korke 235
körn 52
isländ. korpa 118
dän. kön II 50
rabd. krage 183
kresso 491
d. kreuz II 57
an. knistr 79
an. kuipr 41
knoni II 50
l-iistits 80
d. kühn II 50
A'»airnus 62
l-^t^inian 181
k^Hpxs 41
k»^ius 62
I e. lad der 121
; lagjnn 184
ae. lagu 361
laian 147
land II 3
e. lather 63
latta 84. 185
an. laun 54
an. laupr 63
ae. l.Tppa 84
, ae. lead 111
I ae. löapor 63
! lebara 129
53
834
Wortindex. Germanisch.
leckun 185
K ledar II 45
Teihts 69
Jeih»an 130, II 565
leitara 121
leipus 133
an. leka 123
K M-eis 21, 311
mhd. lerz 81
liffan 97, 184
e. li^hts 76
an. lika, likr II 667
mhd. lingen II 368
an. liöri II 49
an. lios 54, II 37
an. liosta, liostr 80
liuga, liugan 69, 98
liuhap 54, 122, II 36
norw. Ijor II 50
schw. lo 186
an. lopt 93
K e. Lome 92
mhd. lüt 111
louft 93»
louga 63
an. l(?gr 361
an. iQskr 147
lubjaleis 116
d. "lugen II 36
luhs 188
lükan 123
luogen II 36
luppi 116, 361
an. lurkr 104
mhd. lurz 81
las 147. 305
an. lustr 80
ae. lyb, an. lyf 116
magaps 98
mago 125, 177
mägo 159
magus 98, 361
e. maiden 232
mais 49
an. makki 106
malan 45
mana 33
nianags 159
dän. manke 106
marah 126
murei 32
märi 49
marka 97
markät, an. markapr,
marknapr 199
maro 64, 176
an. marr 126
an. maiirr 163
maiii \)b
ae. msegden 232
ae. m£er(e) 86
ae. mearh 126
an. meinn 174
mhd. melde 137, vgl.
ahd. melta
ahd. melkan 43
K an. Melpatrekr 56
melta 175
mena 86
d. mengen 53, 81
meriha. an. raerr 126
metu 37
an. meyrr 176
midjis 112, miduma II123
ae. miere 126
miUMups II 40
niikils 103
mildeis 114
milip 162
miluks 124
mimz 82
Kan.minnpak 110,11661
miskan 76
mitan 182, II 580
an. miükr 123
ae. mödor 48
molawen 130
ae. mor 49
mord 44
an. mQgr 98
an. mQlr -51, 177
an. mSnir (mcenir) 33
nmnps 24
muor 49
muoter 48
murgfari 105
muriot, langobard. mu-
rioth 70
K an. Myrkiartan 40, 359
an. mvsa 88
nabalo 149, 538
nadrs 134
näen 185
nagal 107, 188
nahts 123
nakuaps 129
an. naust 55
naiips 61
an. n?efr 85
nebul 117
nefo 92
neman 186
nest 88
nepla 85, 185
e. never (so much) II 257
nezzila 186, 187, 189
ni 156
nift 93
nioro 109
nipan 367, II 585
niHjis 55
niun 61
an. noefr, ahd. nuofer 109
niiohturn 109
an. nyra 109
ög II 455
üheim 55
ohso 36
an. 6k II 379
an. okr 326
ndl. oonen 109
ae. ösle 73
an. ostr 65
an. opr 48
QU 251
schw. (gutl.) Cyna 109
an. grfjugr 51
an. Qxl 78
dän. (Bornholm) öna 109
e. pail 232
an. paskar 194
ae. p»gel 232
pelliz 489
ae. penning, an. penningr
493
mhd. pfrieme 144
mnd. pint 46
an. priönn 144
quäla II 460
mhd. quast 79, 537
mnd. quek 516
quellan II 459
quena 36, 47
ahd. rad 33
ae. räd 21, 537
g. raihts 123
g. >-apJö 69
an. raupr 54
ahd. redia 69
an. refr 188
K reih- 21, 50
rein 58
ae. ribb, an. rif 117
mhd. rihe 122
K an. rikr 50
rim 51
ae. rim 51
riniis II 602
dän. rinde, g. rinnan II
623
rippi 117
ritan 58
ae. rip 67
an. röa II 591
Wortindox. Germanisch.
835
röcjjmi II 592
an. rot 69
ae. rün 50
mhd. rüte 484
säen 50
sauren 77, 187
saihy-an II 621
sair II 45
an. säld 72
saldra 137
saljan 64
saio 72, 176
sah 31, saltan 114
sa»ia II 170
e. sand II 667
sandjan 138
ae. sär 536, II 45
satjan 184, II 340
saps 71
saiiil 62
K ae. Ssefern 72
sceidan 186
ae. sceo II 100
mhd. scherz 504
an. sef 76
an. segl 103
seim 71
an. seipr 58
g. seipKs 51
an. selia 64
ser II 45
serawen 78
au. sex 78
si II 170
sibun 72
ae. side 209
d. sie II 137
an. sigg II 103
K an. Sil, norw, sil 72
an. sild 72
sind 173, II 430
sitiista 36
sinps 138
sitan 72
dän. skade 111
sJxrtdus 76
an. skiild 77, 187
sl-alja 77
an. skammr 76
skara II 615
schw. skata 111
skapjan 76
an. "skel 77
an. skera II 616
au. skilia 359
an. skita 77, 186
an. slakr 161, 185
filansro 84
an. sieikia 185
ae. slic II 632
an. slim 84
an. slopra 134
mhd. slucken 151
an. smali 137
ae. smeocan 122
smero 87
snaiu'S 85
e. snood 85
söJi-Jan II 610
sorga 71
ae. an. söt 71, 183
an. spann 75
mhd. spanvarc 75
s2Mrira 81
an. speni 75
spinnan 185
spisa 209
sporo 75
an. sprakki II 64
spraiifö 81, 136
spreiten 81 (falsch, vgl.
II 626)
an. spyrna 75
stam 79
standan 79
d. starblind 79
d, starr 79
stelau 172, II 649
Stern 78
au. stertr 83
stigki'an 79
stimma 78
an. stinnr, ae. stip 198
au. stürr 79
Strang 81
straiijan 52, 81, U 627
an. straumr 82
stredan 82
e. strike II 632
suägur 182
an. suauni, suarri II 64
ae. sücan 72
an. suefn 94
an. sueiti II 35
sumar 71, II 53
suutar 138
swehur 75, 182
ae. swete 74
swigar 75
swiuan 89
siristor 73
sworga 71, 177
an. tafn 111
tm/r 124
taihsica 36
taihun 46
tan na 494
an. tär, ae. tear 124
an. teitr II 56
an. telgia 43
ae. teran 52
theisk 1>^4
theismo 56
e. thigh 125
aschw. thyster 55
tila 111
an. timbr 186
tirnpauma 97
an. tiuar 59
tiulian II 475
toi 60
ae. torht 42
mhd. traher 124
K e. Trent 429
triu 144, 175
troc II 47, vgl. ae. trog
trockan 36
ae.trog 175, vgl. ahd. troc
an. tri'i 175
trübt 107
UihjHs 106
ae. an. tun 50
an. tunga 88, 107
tunpus 46
mhd. turc 105
tusig II 32
tuzicerjan 50
me. twist 79
an. Tvr 59
an. par II 234
an. parrar 170
paiirp 132
ae. ptbsma 56
an. pengill 106
ae. peoh 125
an. pettr 124
an. ping 106
an. piö 125
an. piörr 63
piuda 54, 248
piHS 128
an. poka 351 m.Ntr. 11663
an. J)örir 162
Prafijan 39
preihan II 654
an. prek 296
an. previa 160
pridja 67. II 135
ae. pringan II 654
an. prutinn 160
prutsfill 77. 160
ae. prymm 132
au. prvnsjua II 654
pul an "l51. II 656
53*
836 Wortindex. Germanisch. Sprachreste. Nicht-idg. Sprachen,
an. punnr 132
Z an. I)üst(r) 221
an. pykkr 99
ae. pynne 132
an. uagn 59, 104
an. ualr 362
an. uandr 179
an. Uär 50
an. uär 'Versprechen der
Treue' 50
an. uär 'Frühling' 74, 82
an. uäj) II 516
an. ueita II 525
an. ueipr 112
uf II 295
ufar II 296
an. uinr 156, 365
an. uisinn 74
an. uist 80
an. uipr 41
umbi 45
un- 45
unc 107
und 45
nndaui-ns, ae. underntid,
an. undurn 200
unsara II 169
untarn 200
ae. unwitti 21, 387
an. ups 75
us-anan 31, II 456
us-priHtan 160
an. üt II 299
d. sich vermessen II 302
wafsa 75
waganso 159
waJisjan 103
wairpan 44
wait II 524
wald 34
weil da n 157
wans 178
war 50
wanns 108
ahd. wascan II 515
irasjan II 18
ahd. watan 421, II 648
watö II 19
ae. wäp 112
weida 112
tveis II 168
u-eiticdds II 102
e. weit 147
wer 41
werdan 174
weren II 518
ae. werod II 38
wetan II 516
wicchili 98
iciduwairns II 53
iindmvö 41
wie 56
wilpeis 96
mnds 37, 292
ae. wine 365, ahd. wini
156
wintbräwa 114
ae. wir 59
wisa 73
wisa II 520
g. wisan II 524
witu 41
wöds 48
d. Wohlfahrt II 15
ae. wol 362
wolcha 59
wonen 156
ae. w6p 48
ae. wringan 540
milJa 158, 179
wunta 139
wuol 362
würz 69, 179
ae. wyrtbed 111
zahar 124
d. (bair.) zämer 164
zeiz II 56
ziohan II 475
zougan II 291
zun 50
zusc(i)u II 39
d. zwerg 501
d. zwingen 501
8. Indogermanische Sprachreste.
illyr. Uescleuesis 74;,
Phryg. Bxi- 177, C^Tva 160; thrak. ßgvrog 115
lepont. Latumarui, Sapsutai, uinom II 659.
9. Nieht-indogermanisehe Sprachen.
Arab. pawnui 176; türk. apsal- II 48, äv, ävJänmäh 238, l-ockar 120,
sarymsak 121 ; läpp, ßoarvve 121 ; finn. juusto 65, sarvi 121, silli 72, tarvas
20; aquitan. Andere 21, Harsus 21. iber. Borsus 83, bask. andre 21, bortz
83, hartz 21, iratze 21, izokin 21, 73, tegi 21.
Sachindex. Adjektive — . Bedeutungsentwickelung. 837
Sachiüdex^
Adjektive II 113 ff.; substantiviert (nach gein, nach mörj II 212 (Z. 13,
18); Prädikatsnomen eines genitivischen Relativsatzes, aber als Attribut
des Beziehungswortes empfanden II 232; Prädikatsnomen eines mit
einem eigentlichen Relativsatz verflochtenen umschreibenden Satzes,
aber als Attribut des Beziehungswortes empfunden II 242.
Akzent 255 ff., 542 f., II 667; ir. ci erniu II 201. Vgl. Proklise.
Analytische Flexion II 810.
Antizipierende Verwendung eines Pronomens II 142, 144, 154.
Antwort II 232 (Z. 40), 239, 249, 252, 257, 259 (Z. 17j, 428 (oes, 435;
Antwortpartikeln II 260.
Aqualis 284, II 13, 37 f., 118 f.; Äqualis statt eines nomen abatractum
(c. py gybellet u. s. w.) II 203.
Artikel II 175 ff., co. p-an, pahan, nir. cia an II 204; Artikel im Fran-
zösischen II 181.
Aspekte (perfektiv und imperfektiv) II 282, 306 f.
Assimilation und Dissimilation. Mb. hanbout ^ hambout II 444.
Co. -t- (postkonsonantisch) durch Dissimilation geschwunden II 162; ir. -;•-
durch Dissimilation geschwunden II 595 (atraacht), vgl. 602 (forruim).
Augment II 345, 346."
Bedeutungsentwickelung. Nomen agentis aus nomen actionis II 64, 611
(ir. ferthigis), 641 (ir. techt). Benennung einer Krankheit nach ihrem Sitz
150. 'achten, verachten' II 576; 'anfangen, beginnen' 1484, II 613, 624;
'Asche' aus 'Waschmittel' 163; 'Ast" : 'Wurzel' 176; 'aufmachen' II 565;
'Auge' : 'Sonne' I 62; 'Baum' aus 'Eiche' I 44, aus 'Grenzbaum" I 41;
'Beleidigung' I 79; 'Berg' aus 'Hals' I 33; 'Besserung' aus 'Schalttag'
1218; 'brechen' aus 'feucht sein' II 574; 'Brust (weibliche)' aus 'Fleisch'
I 51; 'Butter' : 'Salbe' I 46; 'darleihen' I 65; 'Diener' II 599: 'drohen'
aus 'ausholen' II 575f. ; 'Durst' I 65; 'Eifersucht' I 132; 'Ente" aus
'Vogel' I 55; 'sich erbrechen' I 77; 'Ferkel' aus 'grau' I 120; 'Ferkel'
aus 'Schwein' aus 'Sau' aus 'weiblich' I 47; 'Finger' I 79; 'flach" I 52;
'fliegen' II 572; 'fließen' aus 'laufen' II 623; 'folgen' aus 'kleben an'
II 565; 'Form' I 41, 64; 'Fuf.' I 39; 'gehen' aus 'fließen' II 623; 'Ge-
stalt' aus 'Schatten' 176; 'getreu' aus 'erkundet' II 628 f.; 'Gewohnheit'
aus 'Torheit' I 56; 'gießen' aus 'wenden" II 526; 'Gürtel' I 42 f.; Aus-
druck des Begriffes 'haben' II 143, 158, 161, 165. 174, 426. 429, 431
(Z. '22 ff.): 'Hafen' I 94; 'Hals" I 63; 'flache Hand" I 79; 'Harfe' I 121;
'Haß" : 'Liebe' II 10; 'Himmel' I 57; 'Hinterbacke' aus 'Fettstückchen'
I 125; 'Hirsch' : 'Ochs' I 36, 52; 'hören' als ein Zustandsverbum auf-
gefaßt II 448; 'Hunger' I 169; 'Hungersnot' aus 'Not" I 61; 'Kinnlade'
aus 'Wagen' I 82; 'Knabe' aus 'Hirtenknabe' I 54; 'Kupfer" aus "Roh-
Erz' I 166; 'lassen' (= 'faire') aus 'lassen' i^= 'laisser'i II 565: 'leer"
I 34; 'Lüge' : 'Mist' I 55; 'Lunge' aus 'Leichtes' I 76; 'machen' aus
'zeugen' II 544; 'Mädchen' aus 'Hirtenmädchen' I 54; 'Magen' ; 'Mund'
1125; 'Meeresstille' aus 'ruhiges Wehen' 11628; 'Milch' : 'Tropfen' 1116;
'Nachkommenschaft' ; 'Fußstapfe' I 39; 'Nacken' I 50; 'nähen" I 54, 60;
'nützen' aus 'vorwärtskommen' II 445; 'ohne' aus 'diesseits" II 197: 'ohne'
aus 'jenseits' II 197; 'Pein' aus 'Arbeit', 'Tat" i^c. gnin II 544; 'Pflug' :
'Zweig' I 126; 'Qual' aus 'Tod' II 460; 'Rücken' I 50, 170; 'ruhen'
1. Ist unvollständig und nur als ein Supplement zum Wortindex und
•den Inhaltsverzeichnissen gedacht.
838 Sachindex. Bedingungssatz — Infinitiv.
aus 'atmen' II 455 f.; 'Schaf aus 'Zahmes' I 132; 'Schatz' : 'Geschenk'^
I 57; 'Schaum' I 61; 'schlagen' aus 'streichen' II 632; 'Schmerz' 1139;
'schonen' aus 'leiden' II 486; 'Schutz' aus 'Geleite' II 457; 'Schwärm'
169; 'Schwiegersohn' 148, 53; 'sehen' als ein Zustandsverbum aufgefaßt
II 448; '(be)siegen' aus 'wenden' II 494; 'Spinne' aus 'kleiner Ochs' 1164;
'stehlen' aus 'verbergen' II 482; 'sterben' aus 'gehen', 'fortgehen' II 458,
460, 643; 'sterben' aus 'es auswerfen' II 459; 'Stern' aus 'Spitze' I 37;
'Stirn' : 'Fläche' I 132; 'Tal' aus 'Wasserweg' I 36; 'Tal' : 'Ufer' I 38;
'Tal' : 'Becken' I 119; 'Trank' : 'Wasser' : 'Flut' I 37; 'unten' aus 'zu
den Füßen' I 50; 'Urteil' I 42. 51, 52; 'verheiraten' I 238; 'verkaufen'
aus 'wenden' II 526; 'vorwerfen' II 465; 'Wald' : 'Haar' 134; 'Welt' aus
'Leben' I 41; 'Westen' I 93; 'worin besteht' aus 'wo ist' II 202, 204
'wüten' aus 'atmen' II 456; 'Zahl' aus 'Volles' I 50; 'Zeitraum' I 91
'Zorn' aus 'Fest' I 133; 'Zügel' I 47; 'zuvorkommen' II 567; 'Zuwachs
aus 'Sehalttag' I 218.
Bedingungssatz mit ir. na II 255, na. nacon, noco II 318, mit c. ny(t)
II 256, mit CO. na II 256, mit br. nag . . mar II 257; Bedingungssätze
im Konjunktiv II 313 f., 322 f.; irreale Bedingungssätze II 319 f., 330 f.
Deponens. Vereinzelte deponentiale Formen bei Verben, die sonst aktiv
flektieren: comairser II 457, cotaneccar, forcomnucuir II 554f., ith- II558,
dellechuir II 560, -rirafolngar II 569, demeccim II 576, ardanessaraar,
indnite, adroneestar, arruneastar II 584, conoadar II 586, -dergemar
II 595, 596 (§ 795 Anm. 2), rimther, -tuiremar II 602, 603, -tuislider
II 623, 674.
Echte und unechte Komposition, Wechselwirkung der beiden Reihen
von Formen: -tuargab-, dofuargab- II 530f., -tuarg-, dofuairc II 590,
-roichet, rosoichet, -rossed, rasossed, rosiacht, -riacht II 609, arbeittet
II 627, -tuill-, do-sn-uilliub II 631, -dilt-, do-r-ilt- II 632.
Eigennamen mit dem Artikel II 179, mit ir. iuti, c. ynteu II 184, 185.
Eklipse I 389 ff. ; verschleppt II 184 (Z. 23, 25); wird von einem Präverb
in der unechten Komposition nicht bewirkt II 243; die relative Eklipse
fehlt fakultativ vor der Kopula II 245, nach n a II 255.
Frage mit Kausalsatz verbunden II 328; fragender Nebensatz mit c. na
II 256, Frage mit ir. na II 257; fragende Nebensätze im Konjunktiv
II 313, 317, 321, 328 f.; Fragewörter II 198 ff.; Fragewörter als Präverbia
II 304.
Futurum II 357 ff., Futurbildung im Nir. (äirdeochad, foillseochad) 1299;
Fut. Sing. 1. auf -at, -et II 363; Vermischung von Fut. und Konj. im
Mir. II 566 (lig-), 567 (ling-), 569 (long-), 574 (maid-), 609 (saig-), 623
(-siblur, -siblad); redupliziertes Fut. im Mir. als Prät. verwendet II 493
(clech-), 507 (dlong-), 574 (mebais).
Hebung 360 ff"., II 663 f., dofich, conrig II 673 (die hier angedeutete Er-
klärung wird in dem Sinne zu erweitern sein, daß auch e in einem
Nasaldiphthong in demselben Falle der Hebung unterliegt: cing,
ceingeth II 492, con-icc, con-ecat; weiteres Material bieten die
unter „Präsensbildung" zusammengestellten -o- : -e-Präsentia und Nasal-
präsentia).
Imperativ auf -e II 335, escse 491, cuire 498, tochre 501, cungne, dene
541, emdhe 579, fomnae 581, comainse 583, tasce 606, coisle 622, toe
637, coiste 651; Imperativ mit pronoraiualem Objekt im Ir. II 249, im
C. und Corn. II 155, im Br. II 164; Imperativ und die -r-Endungen
II 398; Kompositionsart des Imperativs im Brit. II 252; der Imperativ
nimmt keine perfektischen Präverbia an II 262, 288 (Imperativ mit ry
im C. II 280); die Negation beim Imperativ II 258; Imperativ in einem
Nebensatz (nach c. cvt) II 323.
Imperfektum als narratives Prät. II 284, 580 (Z. 8).
Infinitiv II 411ff., 674; Infinitiv durch Umschreibung vermieden II 226
(Z. 6j, 414 (Z. 28j; Infinitiv statt eines finiten Verburas II 418, 674,
Sachindex. Konjunktiv — Präsensbildung. 839
wechselnd mit einem Objektssatz II 327; Infinitiv nach dem Passiv von
'können', 'wollen', 'sollen', 'tun' II 396, 673; Infinitiv mit a nach com.
pysy II 561; Infinitiv von den finiten Formen beeinflußt II 546 (c.
gwneuthur, co. ywrethill). 657 (ir. tuitira); die finiten Formen vom Inf.
beeinflußt II 456 (Z. 21, 28), 561 f.
Konjunktiv II 312«"., 349ff".: lat. amem I 51. lat. feram I 248. II 355.
Der ir. Konjunktivstamm analogisch verbreitet: et- 'kleiden" II 6.55, ni.
föirira II 599, siubhlaim II 623, teagmhaim II375; vgl. br. tec'het II 639.
Die Form der 3. Sing, des -s-Konjunktivs analogisch verbreitet II 642.
Negationen II 252 ff". ; die Negationen sind Präverbia I 257, II 243 (Z.
37), 244 (§552, 1), 245 (Z. 6), 247 fZ. 41;, 303; Verbindung der Negation
mit -tä II 434: Infigierung nach der Negation im Brit. II 156, 158 iZ. 2,
6), 161, 164 (Z. 20); die Verbalpartikel c. y fehlt nach einer Negation
II 232; ebenso die Verbalpartikel a, die zum Gegensatz der Negation
•wird II 229; Kelativsätze mit Negation folgen mit Bezug auf Numerus
und Person des Verbums andere Regeln als Relativsätze mit a II 238;
c. ry nach einer Negation II 280, co. re, b. ra fehlt nach einer Negation
II 281, 282, vgl. II 288; die Negationen als Ausdruck der relativen Be-
ziehung II 235 (Z. 1); die Negationen in der Antwort II 239.
Null, Reduktion bis zum Schwunde: des Pron. der 2. Sing, im Corn. II 161
(Z. 22, 37, 41, 44), 162 (Z. 3, ny fyes Z. 26); des Pron. der 3. Sing.
(Neutr.) im Ir. II 139, 145; des fragenden Pronomens II 198. 203, 204;
des relativen Pronomens II 218, 219, 228. 235, 236: der Verbalpartikeln
a und e im Br. II 164; der Negation I 287 (Z. 4), 210 (Z. 28).
Personalendungen und sonstige Flexionsendungen des Verbums. Skr.
-üni II 345, -dhi, -fhäs II 348, hhani-sra II 356, <kihn<r II 382, -r in der
3. PL II 397. 404. — Arm. 2. PI. II 344. — (ir. -neo^a 1134,5, -&i II 348,
<f>soe-TO) II 348, idsi-^afiev, iSei^are II 377, :TSJioi§ag, :iE:ioidazE II 381,
£(pr]-a^a II 381, EyevEo, hizgay^o II 403. — Lat. 2. PI. II 344, scribi-tö
II 348, scriberem, amaueram, amauissem II 377, uidisti II 381, uiderunt
II 382. — Irisch : Simplexendungen und Korapositalendungen im suffix-
losen Prät. II 382, im Deponens II 385 f.; Korapositalendungen vor dem
rel. Pron. II 235; das passivische und deponentiale -r II 348, 349; -r im
Verbum -tä II 433. Sing. 1. -imm I 478, -nr II 386; Sing. 2. -the, -ther
I 51, II 403; -ra. nir. -ir II 336, 386; Sing. 3. caris : olse II 141; -and
II Vorwort \ 251, 334f., 336, 445 (Z. 11); PI. 1. guid-mi, pridchi-mmi
I 478; -mi und -me vermischt II 227; -mit, ni. -mid, -maid II 154. 336,
347, 363: -mis, -mis I 301, II 390-=: -mir, -mar I 301, II 347. 369, 370;
PI. 2. -bair, -bhar II 370; PI. 3. des Präs. der -7-, -(- und -/irt-Stämme
II 401 ^ dober-at I 266; -tit II 347, 363: -tis. ni. -dis I 301. II 390*;
-tir, -tar I 301, 496, II 347, 369, 382; -rat II 386; Prät. Pass. -ait, -it
II 391. — Britannisch: Verschmelzung der Personalendungen mit den
enklitischen Pronominen im Corn. II 161. Ac. abr. -it, -ot II 338. 374;
c. -tor, -ator, -etor, -itor II 401, 404; -awd, -odd II 372. 375, 380: -wys
II 376; vorhistorische Personalendungen der 1. und 2. PI. als Muster
der historischen Formen des Verbums 'sein' II 430: PI. 3. Prät. c. -sont,
-ont II 374. — Vgl. Imperativ.
Personen, Gebrauch der, II 308 ff.; 'du' = 'man' II 512 (arafoimi), 556
(corricci) u. s. w.
Pluralbildung II 68 ff"., 82 ff".; c. -oedd I 68, b. -ien I 290.
Präpositionen 4.37—440, 450, 45'2. 4.57. 462. 463 f.. II 73 f.. 149 ff".. 1580".,
162f., 166f., 167 (Anm. 1\ 168. 291^302; Verschmelzung einer Präpo_si-
tion mit einem genitivischen Pronomen im Ir. I 260, 274, im C. II 158,
im Corn. II 161, im Br. II 164; Präp. + na im C II 256; Präp. vor
einem relativen Satz II 182 (Z. 16 ff.), 183: Präp. mit dem fragenden
Pronomen II 201, 203 f.; Auö'assung einer Verbalform als Präposition
II 141 (olsei, 580 (b. emezhan).
Präsensbildung II 339f. Lateinische Verba auf -«-, gr. «pogico II 407.
840 Sachindex. Präsensbildung — Präverbia.
Unerweiterte ir. -o- : -e-Stärame, s. Verbalverzeichnis ag-, al-, anag-,
arc-, beg-, her-, can-, cel-, (cid-?), cing-, clad-, dich-, (dar-?), dleg-,
em-, fed-, fiad-, fich-, (gel-), (ger-), gläd-, ib-, ith-, ling-, (mag-), (mar-),
mel-, uilig-, neth-, nig-, od-, org-, rig- 'binden' (§ 794), reg- 'ausstrecken'
(§ 795), reth-, riad-, said- (teilweise -i-Stamm). saig- (seg-; teilweise als
-^-Stamm flektiert), sech- (§814), (sech- 'folgen' §815), sem-, seth-, slig-,
snad-, tech-, tiag-, tluch-; sÄ;o- : -sÄ-e-Stamm : nasc-; n-Präsentia:
-be-n- 'sein' II 334 mit Fußnote, 441 ; vgl. Verbalverz. afameinn, at-baill,
be-n-, bo-n-d-, bo-n-g- (§ 663, 669), brenn-, bronn-, cell- (II 485), cess-,
clui-n-, cre-n-, cri-n-, de-n-, di-n-g-, dlo-n-g-, dring-, eil-, fe-n-, fen-,
(tadbanar II 519), fill-, finn-, foln-, gle-n-, glenn-, gat-, gni-n-, grenn-,
icc-, leic-, le-n- (§ 760), len- (§ 761), li-n-, long- (§ 766), lo-n-g- (§ 767),
mair-n-, mecc-, re-n-, rind-, ro-n-d-, scann-, scenn (§ 811 Anm.), senn-,
ser-n-, sluc-, sreng-, tin-, tle-n-, toc-, tol-n-, to-n-g-, tuit-; über ucc- s.
I 151, II 475; c. mynet II 454, ennynu II 508. — -t-Präsentia neben
-ä-Konjunktiven, s. Verbalverz. cuir-, daim-, fort-(?), gaib-, gain-, gair-
(wird durch Analogiebildung teilweise als -o- : -e-Stamm flektiert), guin-
(II 548), guir- (II 537), laim-, moin-, scuir- (II 615), tuig-, tuil-; vgl.
über gni-, bi- II 441, 544; suid-, Konj. sodu- wird als ein -«-Stamm
flektiert. — -i-Präsentia neben -s-Konjunktiven: guid-, laig-, maid-,
mid-, said- (teilweise -o- : -e-Stamm), saig- (ist teilweise ein -o- : -e-Stamm),
scuich- (§ 813 Anm.); vgl. über tuig- § 852 Anm.; slaid-, Konj. slass-
wird als ein -»-Stamm flektiert. — -i- und -«-Präsentia, die der alten
Kausativ-Intensivklasse angehören: buicli- II 477, bruinn- II 478, brü-
ll 478, dluig- II 507, föid-, guin- II 548, guir- II 537, luaid-, luig-,
säid-, scuir- II 615, sluind-, sro- II 626, suid-, tuig-, auch wohl cuir-,
guid-, tuil-; vgl. über rog- II 593. — Sichere -«-Präsentia (d. h. solche,
bei denen die 3. Sing, auf -i belegt ist): (and-), brud-, caith-, cess-,
coil-, cräid-, (cret-), dal-, eg-, erb-, fäisc-, fill-, (fuin-), ad-güsi II 549,
do-äirci II 553. duerchomraici II 557, leic-, imfolngi II 569, luaid-,
luig-, maith-, räd-, rim-, rim-, sceul-, selb-, slaid-, sluind-, snäd-, suid-,
töid-, töis-. — Die übrigen im Verbalverzeichnis besprochenen -/- und
-i-Stämme: äg-, bäid-, bidg-, briss-, cain- II 496, coin-, et-, fig-, forrg-,
gill- (mit -ä-Formen gemischt), lig- 'lecken' (-o- : -e-Stamm?), lose-,
mün-, con-Boid II 605, -diuschi II 620, set-, sir-, siss-, sluc- (mit anderen
Formen gemischt), snig- (ursprünglich ein -o- : -e-Stamm?), soib-, tib-,
toc-, trec-, tuit-. — Die im Verbalverz. besprochenen -«-Stämme: ador-,
an-, bert-, both-, car- (gemischt), ara-chela u. s. w. II 482, duim-chella
n 483, cert-, cess-, coisecr-, ded- (redupliziert), don-, eil-, eth-, fen-,
fer-, forcenn-, gat-, gell- (mit -«-Formen gemischt), iad- (komponiert),
labr-, leg- 'lesen', leg- 'sich auflösen', as-len § 761, lin-, mesc-, ness-
(zum Teil als ein Kompositum aufzufassen), rind-, samal-, tesc- II 612
(neben -i-Formen in esc-), -tinscana II 613, scar-, scart-(?), con-secha
II 619, sei-. — Hiatuspräsentia: ba-, ci- 'weinen', ci- 'sehen', clo-, do-
fo-, gni-, gu-, lu-, no-, o-, rä-, sli-, sfii-, so-. — Präsens fehlt: ad-bath
II 460, con-ro-dastar II 502, er- II 513 (vgl. II 391), tracc-.
Präteritum mit Präsensbedeutung 522 (finn-), II 546 f. (gnin-1, 653
(tracc-), 436 (rongabus, attotchomnicc), 555 (attotchomnicc), 55i4 (in
coemnacar LL 76b 47).
Prät. Pass., Aussprache desselben im Nir. 133, 270 (hasuw).
Präverbia II 242 — 304. Gewisse Präverbia sind nur in der unechten
Komposition vorhanden II 250, 433 (Z. 35 ff.), 454 (ad-ägur); werden in
der unechten Komposition doppelt gesetzt II 250, 585 (dothimarns), 609
(dodtoisged), 614 (dostascar). — Konditionalis und Imperfektum ohne
Präverb II 492 (Z. 5), 574 (mebsaitis), 601 (reided), 602 (rimfed), 604
(saided), 635 (sniged), 640 (tiasad). — Zusammengesetztes Verbura als
Simplex behandelt: II 490 (feg-, fuach-), 494 (coimchläim), 513 (erb-),
565 (run-eillestar), 251 und 619 (cosc-), 628 (ru-tuirset). Simplex als
Sachindex. Proklise — Unausgedi-ückt. 841
Kompositum behandelt II 245 ^Z. 37 ff.). 303; vgl. do-äirci II 553. —
Echte und unechte Komposition im C. I 474, II 251 f., 444 iZ. Sl —
Verbindung von perfektischem ro- und wortbildendem ro- II 273; od-ro-
statt ro-od-ro- II 531; perf. Präverb in c. di-r-mygu fest geworden II 576.
— Bedeutung einiger Präverbia: aith- II 581 (Z. 2), air- II 485 Z. 30),
494, 627. slän als Präverb II 604. cäin vor dem Verbum ohne als
Präverb zu wirken II 604. Vers<;hollene Präverbia: ia- aus "ppi- II 551.
653; *>r>- II 490; *ni- § 684 Anm.. § 749, 5, § 785 Anm. — Präverb-
gruppen II 302 f., di-od- I 359, air-fo- I 339, II 568, air-com- I 339,
imb-ro- II 580, fo-ro-, fo-r- 1 473, II 303; Vermischung von air- und
ad-ro- II 463, 553.
Proklise und ihre Wirkungen 263—265, 267, 270—276, 283—287; ir.
teit, täit II 647 f.; c. ath-wvf, dotb-wvf II 374, cath-oed II 394, ras-oed
II 473; CO. OS, mb. out II 429.
Pronomen, persönliches II 137 — 175. Die persönlichen Pronomina im
Nir. I 457, II 154 f.. 171 (Z. 3 f.). — Suffigiertes Subjektspronomen
II 341 ff. ; c. cereist II 376. c. bum, buost, dugost, co. buef II 381: ir.
*eg 'ich' II 382, *snös 'wir', *sires 'Ihr' II 169, 344. Persönl. Pron.
u. Personalendung verwechselt II 310 (Z. 29j, 336, 341 {*»u), 342
(Z. 35 fr.), 429 (Z. 28; ir. -t-a). Co. g-y 'sie' I 502. — Anaphorisches
Pronomen in einem relativen Eklipsensatz II 226: persönl. Pron. statt
des rel. Pron. im Mir. II 468. in Sg. II 472. — Eeflexives Pron. im Lit.,
im Idg. II 397, im Ir. II 141, 144; infig. reflexives Pron., das fehlen
kann II 594. — Beseitigung gewisser infig. Pronomina im Altkeltischen
II 400 mit Fußnote, 406 f.
Kelativum, Genitiv des, II 224 ff., 665, darsanu-dithat cenn II 657.
Khotazismus: r aus c im Com. 502. im Dialekt von V. 532.
Suffixe II 15—62. Skr. -tama- II 60. Lat. -älis II 54, 55, 116. -ärium
II 52, -ärius II 43 (Z. 1, 15, 18), 51, 52 (Z. 7. 23), -ätiü I 219, 232, II 38.
46, -ätor II 52, -ätum II 38, 46, 52, -ella, -ellus II 54, -ensis I 209
(Z. 8, 20), 210, II 22, -etum II 39, -icius II 31, -igö II 661. -issa. -itia,
-usus II 22, -täs II 42 (Z. 2. 13 ff.). Frz. -esse II 22. Keltische Suffixe
sind in der svstematischen Keihenfolge aufzusuchen: außerdem: ir. -ach
I 262, II 23, -äl II 24, -an I 295, -as I 418, -äit I 232, -de I 418, II 14.
-döir I 205, 232, 261, -echt I 290, -lach II 14, 55, -6c (ni. -ogi I 23. 261,
496, -oit (ni. -oid) I 219, 232, -rad 1261, II 14, 15, 52 f., 69. -töir 1261,
-tu I 418; — c. -aeth I 290, abrit. -agni I 279, c. -aid I 169, c. co. b.
-an 1279, 287, c. -awc 1261, c.-fan II 15, -haaf II 23, 337, -haf (ac. -ham)
I 280, -het 11 13, b. -iz I 209. c. -Ivd II 15, -red I 262, II 15, -rwvdd
I 261, II 14, 53, CO. -ter II 281 Fußn. — Das Verbalsuffix -eu- II38f..
494 (§ 688 Anm.). — Wurzelhaftes Element als Suffix behandelt II 575
(tomad), 642 (tuirthechtj. Subtraktionsbildungen II 611 [toisc, aisci.
Suppleti vis raus II 419 (Verbum 'sein"). 449, 453, 463 (§ 665), 464, 473
(c. moes), 474, 476 (§ 667), 489 (adcii : decce), 545, 549 (tuicse). 554
(icc- : ang-), 639 und 642 (tiag-).
Svarabhakti im Slavischen 330.
Synkope im Brit. 279 f., im Ir. 262 f.: im Verbum fo-air-icc- II 552: im
Partizipium II 409: vor den -/-Endungen II 387 \Z. 1. 25l, 389, 390.
404, 405; analogisch in der Schlußsilbe II 299, 303. 563. 564 (.asoilgg,
tatalc, dunforsailc, teile), II 471 (-tart), 552 (immeairc), 594 (eirg), 597
(ernn), 602 (forruim?).
Tocharisch II 396', 673f.
Umschriebene Verbalformeu: Präs. im Xsch. II 305. Prät. perf. im
Nir. II 409, Passiv im Com. II 409, Prät. perf.. Passiv im Br. II 410,
Präs. im Mc. II 417 (Z. 38ff.): Umschreibung mit 'tun' im Brit. II 418:
Inf. Pass. mit co. bos, mb. bezaf II 418.
Un ausgedrückt: Artikel II 178 ff. ; demonstratives Pron. vor einem
relativen Satz oder einem damit svnouvmeu Ausdruck II 183: das Zahl-
842 Sachindex. "Wortgrenze.
wort 'eins' II 126; 'der erste' II 136; die pronominale Bezeichnung der
ersten Alternative vor einem folgenden aile II 195; das Aiigens bei
den letzten Gliedern einer Reihe von koordinierten Substantiven II 186;
'als' nach einem Komparativ II 79, 432, Vergleichskonjunktion II 224,
320 (is cumme bid); 'je .. je' im C. II 323 (Z. 3ff.); das Relativum und
'daß' II 223 f., 229 ff. ; eine das Relativum regierende Präposition II 231
(Z. 19); Kopula II 421, Kopula als Prädikatsverbum eines genitivischen
Relativsatzes im Brit. II 231, Kopula bei der relativen Umschreibung
II 238 f., Infinitiv der Kopula II 416 (§ 635 Anm. 1).
Wortgrenze: nir. uile go leir ^ dl'ng 265; auslautender Vokal vor
einem enklitischen Wort als Inlaut behandelt II 91, 218 (diagma-ni),
360 (gigse-sa), 455 (conosnaissiu), 459 (mani eple de), 483 (concela-siu),
512 (arfema-siu), 530 (cenita chumgabtha siu).
Göttins:er Saninilunji: indosfernianisclier Graniniatiken.
VcröUichende
Grammatik der keltis*en Sprayen
Vdll
Dr. Holgrer Pedersen
Prof. an der Univ. Kopenbaf^en.
I. Band: Einleitung' nnd Lautlelire.
1909. XIV, 544 S. Preis geh. 14 Ji; k''1'- 15.20 Jt.
II. Band: Bedeutnng-slelare (Wortlelire).
1911—13. XV, 842 S. Preis geh. 23 Ji: geb. 24,40 Ji.
Revue critique 1910, Nr. 49: ,,0n ne peiit que louer sans r<*serve rauteur
d'avoir cousidcre dans cette phonetique tantot comparoe tantot parallele des
langues celtiques, non pas les signos plus ou inoins exacts qui representent
les sons, mais les sons eux-niemes tels qu'ils existent dans les dialectes vivants
et tels qu'on peut les restituer pour les siecles passes. II y a lä un ensemble
de faits scientifiquement reciieillis qui seront d'un grand secours aux eeltistes
quand un index complet permettra de les retrouver sans peine. II y a de plus
des explications precises de phenonicnes dont on n'avait point donne jusqu'ici
l'interpretation. Je ne pense pas que la critique de detail trouve beaucoup ä
y reprendre".
Hltindiscbe Grammatik
von
Jac. Wackernag-el.
I. Band: Lautlehre. 1896. Geh. 8,60 Ji, geb. 10 Ji
il. Band. 1. Teil: Einleitung zur Wortlehre, Nominalkomposition.
1905. Geh. 8 Ji, in Halblederband 9,40 Ji
Vergleichende slaviscbe Grammatik
von
Dr. Wenzel Vondräk
Professor an der üniv. Wien.
I. Band: Lautlehre und Stammbildungslehre. 190G. 12 j(, geb. 13.20 Ji
II. Band: Formenlehre und Syntax. 1908. 14 Ji, geb. 15.20 Ji
In der Revue critique d'histoire et de litterature 1907. 13 schreibt
A. Meillet, obwohl er mancherlei an Vondraks Werke auszusetzen hat: • • • •
,,Mais, en sorame, Ic livre est propre ä raettre le lecteur au rourant de l'etat
actuel des questions de linguistique slave, et l'ouvrage rendra d'utiles Services;
Texpose de l'accentuation slave par cxeniple est precieux".
Historia Meriadoci and De Ortu Waluuanii. Tnvo Ar-
tliurian Komanccs oi" tlie Xllltli Century in Latin Prose. Ed.
by J. Doug-las Bruce, Prof. of the Englisli Language and Litera-
ture in the University of Tennessee. 1918. Geh. 3 .^; geb. 3.S0 J(:.
(Aus: fjejpcria. (Ergän3unqsvcil]e : Sd)viftcn 3. engl, pijilologio. lirsg. ü.
I7. <Lo\\\\ u. 3- 1^- Bvigl^t.)
Terlag von Vatidenbocck & Ruprecht in ööttingen.
Tcrlag von Vandcnboeck & Ruprecht in Göttingen.
Etymologisches Wörterbuch der Griechischen Sprache
von Prof. Dr. Walther Prellwitz, Direktor der Königl. Herzog
Albrechts-Scbule in Rastenburg. 2. verbess. Aufl. 1905. XXIV,
524 S. gr. 8. Preis geh. 10^; in Halbldrbd. 11,60^.
Lommel, Hermann, Studien über indog-ermanische Feminin-
bildungen. 1912. 2 J^.
£it. Scntralblatt 1913, 3: „£ommers Stiiötcn finb grünölid), befonnen un6
geöicgcn unö 3eugen oon fidjeren Kenntnijjen auf 6en befjanbelten ©ebtetcn".
1908 ist erschienen :
Fick, Vergleichendes Wörterbuch der Indog. Sprachen
4. Auflage. III. Teil:
Wortschatz der Germanischen Spracheinheit
unter Mitwirkung von Hjalraap Falk gänzlich umgearbeitet
von Alf Torp.
lY, 573 S. gr. 8. Geh. 14 JL, Hldr. 16 JC.
„Torp sowie sein Helfer Falk sind wohlausgerüstet an die neue Aufgabe
herangetreten und ich wüßte nicht, wer den germanischen Wortschatz besser
bearbeitet hätte. Torp hat sich den Dank Aller verdient. Mir entgehen die
Ungleichmäßigkeiten in der Heranziehung des Materials nicht, aber ich ent-
schuldige sie mit der großen Masse des ehrlich verarbeiteten Stoffs. . . Unbe-
dingt notwendig wären Indices, um diesem Band überall dort Eingang zu ver-
schaffen, wohin er unbedingt gehört: denn in den Arbeitsräumen der Germanisten
und wolii auch der klassischen Philologen, der Meister wie der Schüler, soll dieses
Werk nicht fehlen. . ." E. Meriuger in der „Wochenschrift f. klass. Philo-
logie" 1910, 21. (Die Hinzufügung eines Index ist seiner Zeit von dem Verlag
mit angesehenen Fachleuten reiflichst erwogen. Sie ist unterlassen, da in diesem
Falle ein vollständiger Index solchen Umfang erfordert hätte, daß der Preis
des Buches wohl um die Hälfte teurer geworden wäre. Die Verbreitung und
Wirkung des Buches wäre dadurch sicher verringert worden. V. & K.)
grül^erc Sänbe:
I. Teil : Wortschatz der Grundsprache, der arischen und westeuropäischen Sprach-
einheit. Von Aug. Fick. 1891. 14 J$, Hldr. 15,80 J6.
II. Teil: Wortschatz der keltischen Spracheinheit. Von Whitley Stokes und Ad.
Bezzenberger. 1894. 8,60 J6, Hldr. 10 Ji.
Bei gleichzeitigem Bezug aller 3 Bände liefern wir das Werk
bis auf weiteres zum ermäßigten Gesamtpreise von 30 ^ (statt 36,60) geh.,
u. 35 Ji (statt 41,80) geb. Der früher geplante IV. Teil (Slavisch) wird
nicht erscheinen, das Werk ist also mit dem III. Teile abgeschlossen.
Vergleichendes
indogermanisch - semitisches Wörterbuch
Hermann Möller
o. Prof. an der Universität Kopenhagen
1911. XXXYI, 316 S. gr. 8°. Geh. 12 Jt; in Ganzleinenbd. 13 JL
Anthropos. Kevue internationale d'ethnologie et de linguistique. Hr. 1
Banb VIII, 1913: „tDerfc, toic bas Dorlicgcnöc, mußten id)arf geteilte ITTci=
nungcn f)erDornifen. Aber es ift bcöcutjam, öafe mand)e flnjidit jid) sugunjten
bcr Arbeiten bes Derfaffers jd)on änbertc, unb totr bürfen Ijoffen, ho?^ es oon iag
311 tEag mef)r gejd)ef)e.
3n ber (Einleitung ift gegen £ib3barsfi's (Eintcenbungcn fur3 aber treffcnb
geantroortet. Bejonbers bas aus bem Dorrang ber 3nbogermani}tif gegenüber
ber Semitiftif Refultierenbe ift gut gefagt. ITtöIkr I]älle nod) t)in3ufügen tonnen,
hQ!% t)ier ein großer, nid)t 3U überfel^cnber Dorteil barin gelegen ift, 'ag bas 3nbo=
germanifd)e tro^ feiner faft gren3enlofen öerfplitterung fo gut erforfdit, bas Semi=
tifd)c aber bem 3nbogcrmanifd)en gegenüber nur Dialefte entl]ält, barum i^icr eine
foldje Durd/forfQ]ung garntd)t Donnöten ift, fomit aud] naturgemäß Don feiten bes
3nbogermanifd)en ber crftc Sdjritt getan roorbcn mußte. Unb tro^bem ift gerabe
bas fo angenef)m übcrrafd]eub in BTöüers IDerf, ho!^ er ber d}araftcriftifd)ften
€rfd)einung bes Seniitifd)cii, bem tEriliteralismus, fo gered)t roirb. Das allein fd)on
3eugt für bie innere tEüdjtigfcit unb Sid)erl)cit feiner Stubien.
Die Einleitung cntf)ält übrigens aud) htv. gan3 primären Umriß einer fpätcrcn
oergleidjenben ©rammatif, beren Ausbau thvii an ^anb bes je^t 3uftanbe gebradjten
nergleidjenben tDörterbud^es Aufgabe ber 3ufunft fein toirb, 3ugletd) bic geroonnenen
Refultate überprüfcnb, befeftigenb, ausbauenb, ertoeitcrnb Über mand^e
inbogermanifd)=femitifdie ©emeinfamfeiten fann man nur ftauncn, fo frappant finb
biefelben, fo 10. 11. 14. \\\xo. Sel)r gut finb bie Beobad)tungen über ben Derbal=
bau mit ber Durd)fid)tigleit unb nod) ifoliert erfaßbaren Selbftftänbigfeit feiner
(Elemente. Die Seiten XXII-XXXIIl finb ber größere Seil ber fpätercn cer^
gleid)enben ©rammatif. Aud) l]ier ift überrafdjenb oiel Heues geboten, unb toir
muffen nur fürd]ten, baß all bie Arbeit, bie Don anbcrcn je^t geforbert roirb,
rocnn fic öcr gcioaltigcn Pionierarbeit öes Derfaffers gercdjt roeröen unb
nad)fommen toollen, garnidjt fo fd)nell fid) bctDöltigen läßt. 3m übrigen l}at bic
epod)aIe Cciftuttg tflöllers bennod) fd)nell Arbeiten nid]t nur gegnerild^crfeits in
ber Kritif, fonbcrn aud) fi)mpatl)ificrenber Art ge3eitigt.
ntöd{te CS öetn Dcrfaffcr oergönnt fein, oielc mit feittcr (Scbulö unb
(Energie 3U imprägnieren, öie am Ausbau bes oon ifjm grunbgelcgtcn U)erfes
tDCitcrarbcitcn. €inen befferen Dan! roirb er fid] felbft laum ujünfd)cn."
Mdlanges de la Fac. Orientale, ä Beyrouth, T. V, 2: .,Si quelqu'un etait
designe par ses travaux anterieurs et une competence speciale dans Tun des
deux domaines linguistiques pour aborder Tötude coraparee du semitique et de
l'indo-germanique, c'etait assuröment M. Möller. Quelque seit lo jugement
qu'on porte sur la these, on ne pourra oontestcr qu'elle soit Toeuvre d'un
tochnicion bien propare et armö de toutes les rossources de la linguistique
moderne .... L'avenir dira si la these de M. ^löller est solide dans son
ensemble. En tout cas, son travail Enorme aura eu le m^rite de rassembler une
masse imposante de rapprochements, dont un bon nombre sont fort vraisemblables,
et d'avoir fourni le faisceau d'arguments le plus compacte en faveur de l'origine
commune du semitique et de rindo-germanique."
Verlag von Vandcnbocdi & Ruprecht in eöttingen.
Terlag von Tandenboech & Ruprecht in 6öttingcn.
Im Erscheinen ist gegenwärtig- Bd. Y von:
Glotta
Zeitschrift für griechische und lateinische Sprache
Vom 5. Bande an
herausgegeben von P. Kretschmer und W. Kroll.
Preis des Bandes von 4 Heften 12 ^.
Professor Dr. W. Kroll, der Nachfolger Frz. Skutschs auf dessen Lehr-
stuhl zu Breslau, hat sich bereit erklärt, auch das Wirken des so unerwartet
schnell der Wissenschaft Entrissenen als Herausgebers der „Glotta" zu er-
setzen, ein Entschluß, welchen die Freunde der „Glotta" ihm besonders danken
werden.
Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung
auf dem Gebiete der indogermanischen Sprachen
Neue Folge, vereinigt mit den „Beiträgen zur Kunde der indog. Spraclien"
Herausg. von Ad. Bezzenberger, E. Kuhn u. Wilh. Schulze
Für den vollständigen Band 12 ^
Bd. 45 ist Ende August 1913 tiiit Heft 4 vollständig geworden.
Für diesen Band haben u. A. Beiträge geliefert: Fritz Bechtel,
A. Brückner, Ad. Deißmann, P. Diels, Aug. Fick, E. Fraenkel,
G. N. Hatzi dakis, Max Nieder mann, J. Pokorny, W. Prellwitz,
H. Psilauder, A. Rahlfs, L. Sadee, Wilh. Schulze, F. Solmsen f,
Alf Torp, R. Trautmann.
Gesamtregister zu den Beiträgen zur Kunde der Indog.
Sprachen (herausgeg. von Ad. Bezzenberger und W. Prellwitz)
bearbeitet von Dr. Reinhold Trautmann. 1907. Preis 25 J6
Inhalt: 1. Verzeichnis der Mitarbeiter und der von ihnen gelieferten
Aufsätze. — 2. Verzeichnis der besprochenen Bücher. — 3. Sachregister. —
4, Wortregister.
Eine Besprechung von W. Prellwitz (Zeitschrift f. vergl. Sprachforschung,
42. Bd. S. 388) schließt mit den Worten: .... ,, Somit kann allen Besitzern der
„Beiträge" die Anschaffung dieses Eegisters, gleichsam des Hauptschlüssels
zu einem Schatzhause mit vielen Kammern, warm empfohlen werden."
Der Besitz des Gesamtregisters ist auch für Diejenigen, welche die
„Beiträge" nicht vollständig besitzen oder überhaupt nur auf einer Bib-
liothek benutzen, eine große Arbeitserleichterung, da ein Blick in den
ausführlich, übersichtlich und genau gearbeiteten Registerband belehrt, ob
und wo die „Beiträge" einen Gegenstand, ein Wort etc. behandeln.
Verlag von Vandenbocck & Ruprecht in Göttingen.
Kirchenslavische Chrestomathie von Dr. w. Vondräk, Prof.
a.d. Univ. Wien. IV, 232 S. gr.8o. 1910. Preis 7.^; geb. 7,80.^.
Sit. ^tntralbiatt 1911, 5Rr. 11: „35. 'ä (Sammlung gibt bic roünft^etisroerte an=
^aljl längerer äujammen^ängenber Ücfeftüdc, unb gegenüber Sernefer finb natürlid) bic
feitbcm fertig geinorbenen neueren 2luögaben benu^t roorben. Sas beigegebene (^lofjar
ift fo eingericf)tet, ba^ eä bcn Sßortfdja^j beei ganjen fircf)enflaDiicf)en Croans
gelicntcEteS, nicf)t nur ber im S3ud;e gegebenen groben, cntf)äU . . . Sen
^^roben ber einzelnen 2)enfmäler gefjen Kirjere ober längere orientierenbe Ginlcitungen
»orouä, bie auä) bie nötigften iliteraturangaben bringen. — SlUcö in allem befommen
Tüir in 23. g a3ud; ein nü^lid)es unb rec^t gut auögeftatteteö .^ilf ämittel , bem rceitefte
aSerbreitung ju roünfc^en unb n)ol)l aud^ Dorauäjufagen ift".
Die altpreußischen Sprachdenkmäler. Einleitung. Texte,
Grammatik, "Wörterbuch. Von Prof. Dr. R. Trautmann.
I. Tl.: Texte 1909. II. Tl.: Grammatik, Wörterbuch 1910.
XXXII, 470 S. 8 0. l.ö ^; geb. 16 ^.
R. Besjenöcrgcr toibmete öem Bud)e in ber 3tfd)r. f. ocrgl. Spradjforfdjung
44. B6., ?7. 3/4 eine 47 Seiten lange flnseige. (Er fa§t jein Urteil 3ujammen mit
öen IDorten:
„Bei ber 6röfee unb Sd)tDicrigfeit bes Stoffes, ben ber Derf. 3u bcf)anbeln
l)atte, roerben anbere in bicfem tDerfc anberes finbcn, bas 3u neuer drroägung
reist. IDie id), rccrben aber aud) fie bem Derf. ban!bar jein für ben (Ernft, mit
bem er feiner Hufgabc nadjgegangcn ift, unb für bic Sörberung, bie er uns ITIits
forfd}enben gegeben t)at, inbem er burd| feinen Sd)arffinn unfcr fluge fd^ärfte unb
burd) feine flarc Darftellung, fein Bemül)en um Doüftänbigfeit ber Citeratur unb
£üdenIofigIeit ber Belegftellen unfere Arbeit gegen früljer uncnblid) erlcid)tert t}at
Durd) alles bas ift fein tDcrl bie unumgönglidic (Brunbloge bes Stubiums
öer preu6ifd)cn $prad)e geroorben. tDic cid 6utes unb 3ugleid) Heues es im
ein3clnen entfjält, möge man fid) bei feinem ©cbraud) überseugen. 5ür eine Huf«
3äI)Iung ift es 3u 3at)Ircid)."
Forschungen zur griechischen und lateinischen
Grammatik herausgegeben von Paul Kretschmer,
weil. Franz Skutsch und Jacob Wackernagel.
2. Heft;
Grammatik der byzantinischen Chroniken
Von
Dr. Stamatios B. Psaltes.
1913. XVI, 394 Seiten, gr. 8". Preis 12 Jt.
Der Verfasser behandelt in diesem Buche eine bis jetzt noch sehr dunkle
Periode der spätgrieohischen Sprache, die Zeit von etwa 500 bis 1(KX) n. Chr.
Als Sprachquellen benutzt er die Chronisten, da diese, nicht für die Gelehrten,
sondern für das Volk schreibend, sich der populären Sprache bedienen mußten
und daher von größerer Wichtigkeit für die Geschichte der griechischen
Sprache sind, als alle übrigen Litoraturgattuugeu.
PaffotDS
IDörterbui^ öer gried)i[(i)en Spradje
oöllig neubearbeitet oon Dr. VO. (Trönert, Prof. a. ö. Unio. Strasburg i. (E.
Die 3. £tcfcrung im DrudT
(ErfdjcinungsiDet je :
Umfong : Sttoa 50 Lieferungen von je 5 Bogen 3U je 2,80 J( in crjtcr Subjfription.
Sdjlufe öer erftcn SuBflription nad} bcr 5. £ieferung.
£icfcrungspreis für fpätcr eintrctcnöe aSnel^mer: üma 3,20 J6.
0^ (Ein ausfüljrlidjer profpeft nebft probebogen roirb öurd) jebe Bud)i)an5Iung
ober bireft com Derlag imentgeltlid) geliefert.
Über bic 1. Cieferung urteilte
U. t). IDilamotDi^slTtöncnöortf im £iterorifd|en Sentralblatt 1913, 2:
„Ungetoarnt burd) bas (Brimm'jdje tDörterbud) unb ben lateiniidjen ilf)ejaurus
(man jd^tDanÜ, ob man ii)r tDad)stum burd) Vfx\bxa ober Banbtourm oeranfcfjaulidjen
foll) planen immer nod) niele einen gried)i5d)cn ?Ii)e{aurus. Da mu^ es um jo
lauter gepricjen tocrbcn, ba^ ein Derlog unb ein (5elel)rter bie (Einfidjt unb ben
niut gcfjabt tjaben, nad) bem IDorte .-tAsoj' Tjuiav TiavTüg 3U I)anbeln. Diefer erftc
Sasjifcl bctoeift, bog toir bas griedjifdie £ejifon befommen fönnen, öas toir
braud^cn. Dafür muffen toir nor allen Dingen banfen, benn mit ber Hnerfennung,
ba'i^ Derlag unb üerfaffer in ber erften Lieferung fo oiel geben i>a^ man bas
©an3e 3UDerfid)tIid) Don iljnen ertoarten fann, ift bie I^auptfadje gefagt. Das
3tDeitc ift, ba'i^ fid) bie IDelt ber Derpfitdjtung beraufet roirb, nun bas il)re 3U tun,
bamit bas (Enbc fo glüdlid) tcerbe roie bsr Anfang. HIfo getauft mufe öas IDer!
roeröeu, unö öa tonnten öie Regierungen rctiit tooI)I tjelfen, inöcm fie ouf eine
größere 3aI)I oon (Eyemplaren fubfiribierten, mit benen fic öen BibIiotI)e!en ber
I)ölieren $ä}ulcn ein unentbet)rlid)cs l>tlfsmittel 3ufül)ren toüröen. Untcrftü^ung
ber roeiteren öorbereitung unb Ausarbeitung aus öffentlidjen ITIitteln roirb nid)t
Ieid}t 3U betoirfen fein, allein es gibt bod) an mand)en ®rten Stiftungen, bie fid)
freier beioegen fönncn, es gibt aud) iDof)l Htänner unb S^^aue" i" Deutfd)lanb, bic
€in)id)t, guten tDillen unb ITXittel genug befi^cn, um ba3U ettoas beisutragcn, ha.^
ber I}erausgeber fid) E}elfer roerbcn fann, um an mcljreren Bud)ftaben sugleid)
Ausarbeitung unb Drud 3U beginnen. Die Leitung mu§ freilid) in ben f^änben
bes einen ITIannes bleiben, fonft brol)t nid)t nur Ungleid)förmigfeit, fonbern Der=
breiterung, brof)t überl)aupt bas Beffere, ber fd)limmfte 5ßin^ ^es (Buten." . . .
nad) Dcrfd)iebencn Ausftellungen, lDünfd)en, Ratfd)lägen in Be3ug auf Kür3ung
ober praftifd)ere Anorbnung ber ein3elnen (Bioffen fäl)rt Ref. fort: „Selbftoerftänblid)
fönnte Ref. Derfet)en Dcr)d)iebencr Art auf3äl)len, 5ufä§e mad)en, Artifel umorbnen,
bamit bie n)ortgefd)id)te flarer l)erDorträte, u. bgl. SelbftDerftänblid) unterläßt
Ref. bas: bie Aufgabe ber An3cigc ift in foldjem 5aüe ^i'^t, bas (Deleiftete an
bem abftraft 3U forbernbcn 3U meffcn, fonbern 3U fragen, ob bas praftifd)C 3icl
erreid)t ift. Unb bas fann mit gutem (Berüiffcn beial)t toerbcn. Ttlögen Derfaffer
unb Derleger ben Danf finben, h<tn fie cerbienen. tDenn öas Bud) fo fertig lotrö,
tote angefangen, unö nidjt ju fpät fertig roirö, roeröen öie ©clefjrten aller
jiüilifierten £anöc ein grteä)ifct|:öeutfd}es tDörterbud) bcnu^cn."
Terlag von Tandetiboeck & Ruprecht in 6öttingen.
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CfK'^-^
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